[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft insbesondere eine verbesserte Tragsäule
für eine Hebebühne zum Anheben von Kraftfahrzeugen. Die Tragsäule hat eine höhere
Biegesteifigkeit bei geringerer baulicher Komplexität und verbesserter Bauraumeffizienz.
[0002] Fahrzeuge wie Personenkraftwagen werden mittels Hebebühnen und Tragelementen, die
an der Hebebühne verfahrbar befestigt sind, in eine angehobene Position gebracht,
um Wartungs- oder Reparaturarbeiten an dem angehobenen Fahrzeug durchführen zu können.
Sogenannte Säulen-Hebebühnen weisen zwischen einer und mehrerer vertikal aufgerichtete
Tragsäulen auf, an denen Tragelemente, z.B. Tragarme, vertikal verfahrbar montiert
sind. Beispielsweise erfolgt das Verfahren der Tragarme mittels einer Hubspindel die
von einem Antrieb gedreht wird, wodurch ein an der Hubspindel befestigter Hubschlitten
entlang der Hubspindellängsachse verfahren wird. Die Tragsäulen übernehmen bei einer
Säulen-Hebebühne mehrere Funktionen und müssen u.a. die Kräfte und Momente aufnehmen,
die durch das Anheben eines Kraftfahrzeuges entstehen, sowie Baugruppen sicher lagern,
führen, aufnehmen und dergleichen. Damit eine notwendige Biegesteifigkeit der Tragsäulen
erreicht wird, werden in bekannter Weise Versteifungen an bzw. in den Tragsäulen verbaut,
die jedoch zusätzlichen Montageaufwand und Platzbedarf mit sich bringen. Die Anbringung
und Unterbringung von Baugruppen an bzw. in der Tragsäule, wie Kabelsträngen, Hubschlitten,
Steuereinheit, Antriebseinrichtung und dgl., erfordern zudem weitere umfangreiche
bauliche Anpassungen, die zu einer komplexen Montage und einem vergrößerten Raumbedarf
führen.
[0003] Im Hinblick auf die vorbeschriebene Situation wäre es wünschenswert, eine Tragsäule
für eine Hebebühne bereitzustellen, die bei geringer Baugröße eine hohe Steifigkeit
und viel Bauraum für Hebebühnenbauteile aufweist und die mit weniger Aufwand montiert
bzw. gefertigt werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird von dem Gegenstand gemäß den beigefügten Patentansprüchen gelöst.
Bevorzugte Weiterentwicklungen werden insbesondere in den abhängigen Patentansprüchen
beschrieben.
[0005] Es wird hier insbesondere eine Tragsäule für eine Hebebühne, die zum Anheben von
Kraftfahrzeugen eingerichtet ist, beschrieben. Die Tragsäule kann ein Hohlprofil aufweisen.
Besonders bevorzugt kann das Hohlprofil entlang einer Längsachse erstreckt bzw. extrudiert
sein. Hierbei ist beachtlich, dass der Begriff "extrudiert" auf die Herstellungsweise
der Tragsäule bzw. dessen Hohlprofil hinweisen kann, aber nicht muss. Der Begriff
soll hier auch derart verstanden werden, dass er besonders bevorzugt lediglich die
Form der Tragsäule beschreibt, die ein Hohlprofil aufweist, dass entlang einer Längsachse
kontinuierlich ausgedehnt/verlängert ist, um dadurch aus dem zweidimensionalen Querschnitt
des Hohlprofils eine dreidimensional Säule zu erzeugen. Mit anderen Worten könnte
dies auch besonders bevorzugt umfassen, dass die Tragsäule an jedem beliebigen Querschnitt
(senkrecht zu der Längsachse) entlang der Längsachse der Tragsäule die gleiche Form
bzw. Hohlprofil aufweist. Häufig werden Stahlrohre auch als Hohlprofile bezeichnet,
dies ist hier umfasst, jedoch soll "Hohlprofil" hier nicht darauf reduziert werden.
Allgemeiner soll hier unter Hohlprofil unter anderem und bevorzugt verstanden werden,
dass dies einen hohlen Querschnitt mit einer hier beanspruchten Form aufweist und
dieser in einer Längsachse verlängert/ausgedehnt/"extrudiert" ist. Das Material soll
ferner auch nicht auf Stahl begrenzt sein, auch wenn dies, allgemeiner auch Metall,
ein bevorzugtes Material der Tragsäule umfasst.
[0006] Ferner kann das Hohlprofil im Querschnitt zumindest drei miteinander verbundene Haupthohlabschnitte
aufweisen. Besonders bevorzugt weist das Hohlprofil genau drei Haupthohlabschnitte
auf. Zwei Haupthohlabschnitte können beabstandet und parallel zueinander angeordnet
sein und als Längshohlabschnitte bezeichnet werden. Ein weiterer der drei Haupthohlabschnitte
kann die beiden Längshohlabschnitte miteinander verbinden und als Querhohlabschnitt
bezeichnet werden. Eine Öffnung kann ferner vorgesehen sein.
[0007] Der Querhohlabschnitt kann bevorzugt die beiden Längshohlabschnitte derart miteinander
verbinden, dass die drei Haupthohlabschnitte H-förmig zueinander angeordnet sind.
H-förmig soll auf die grobe Formgebung der Gesamtanordnung der drei Haupthohlabschnitte
in der Draufsicht auf das Hohlprofil bzw. dessen Querschnitt hinweisen.
[0008] Die Vorteile der vorbeschriebenen Tragsäule sind darin zu sehen, dass ein Säulenprofil
eingesetzt werden kann, dass geringeren Fertigungsaufwand im Vergleich zu einer aufwendig
durch eine Vielzahl von Schweißschritten hergestellte Tragsäule erfordert, wobei die
Profilform auszeichnet, dass bei geringer Wandstärke und relativ kleiner Querschnittsfläche
eine ausgezeichnete Steifigkeit ohne zusätzliche zu montierende Versteifungen ermöglicht
wird und auf "natürliche" Weise, d.h. formbedingt, ausreichend Bauraum vorhanden ist,
der die Integration von Hebebühnenbauteilen und/oder -funktionen ermöglicht.
[0009] Die Seitenbegrenzungen des Hohlprofils bzw. dessen Querschnittes bilden bevorzugt
die Seitenwand bzw. Seitenwände der Tragsäule.
[0010] Ferner kann der Querhohlabschnitt derart eingerichtet sein, dass darin zumindest
eine Hubspindel und ein Hubschlitten einer Hebebühne verfahrbar entlang der Längsachse
der Tragsäule anordenbar sein können. Mit anderen Worten kann die Querschnittsfläche
des Querhohlabschnittes derart dimensioniert sein, dass zumindest die von einem Hubschlitten
benötigte Querschnittsfläche bereitgestellt wird.
[0011] Vier Eckunterabschnitten der Längshohlabschnitte, die oberhalb und unterhalb des
Querhohlabschnittes positioniert sein können, können ferner derart eingerichtet sein,
dass darin jeweils zumindest ein Abschnitt eines Roll- bzw. Gleitelementes des Hubschlittens
anordenbar sein kann. Besonders bevorzugt kann ein Eckunterabschnitt derart dimensioniert
sein, dass ein Roll- bzw. Gleitelement (nahezu) vollständig darin aufgenommen werden
kann. Beispielsweise sind die Eckunterabschnitte größer 10mm breit und/oder tief.
Bevorzugt sind diese größer 30 mm breit und tief. Besonders bevorzugt sind diese zwischen
30 und 70 mm tief und zwischen 30 und 80 mm breit.
[0012] Ferner kann zumindest eine Öffnung in dem Hohlprofil vorgesehen sein, wobei die zumindest
eine Öffnung bevorzugt in Längsrichtung der Tragsäule bzw. parallel zu der Längsachse
der Tragsäule angeordnet sein kann. Besonders bevorzugt ist die zumindest eine Öffnung
in einem Bereich einer Seitenwand zu dem Querhohlabschnitt angeordnet.
[0013] Ferner kann die Öffnung derart eingerichtet sein, dass eine Durchführungfür eine
Verbindung mit einem Tragarm bereitgestellt werden kann. Die Breite der Öffnung in
der Querschnittsebene kann insbesondere derart ausgelegt sein, dass entweder die gesamte
untere Seite des Querhohlabschnittes zwischen den beiden Längshohlabschnitten geöffnet
ist oder nur ein Teil davon. Die Mindestbreite der Öffnung ist bevorzugt derart, dass
ein Teil eines Auflagers eines Tragarmes die Verbindung zwischen dem Tragarm und dem
Hubschlitten durch die Öffnung hindurch herstellen kann.
[0014] Die oben beschriebene Formgebung und Dimensionierung der Unterabschnitte erlaubt
eine formgenaue Aufnahme von Hebebühnenbauteilen, wie dem Hubschlitten und den Roll-
bzw. Gleitelementen sowie der Gewindespindel, an der der Hubschlitten der Tragmutter
entlang fährt, im Inneren Hohlraumbereich der Tragsäule. Die Anordnung der vier Eckunterabschnitte,
die bevorzugt die Roll- bzw. Gleitelemente aufnehmen, hat beispielsweise den besonderen
weiteren technischen Vorteil, dass durch die symmetrische Vierfachführung der Roll-
bzw. Gleitelemente eine Verformung der Tragsäule verhindert werden kann, z.B. eine
unerwünschte Aufweitung der der Öffnung bei einer Querbelastung an der Seite, an der
die Öffnung vorgesehen ist. Mit anderen Worten ist der Säulenquerschnitt derart geformt,
dass die Gleitführungen bzw. die Roll- bzw. Gleitelemente den Säulenquerschnitt bei
Belastung (form-)konstant halten.
[0015] Die bevorzugte Position der Öffnung im Bereich des Querhohlabschnittes ist zudem
derart gewählt, dass die Formsteifigkeit der Tragsäule genauso optimal gewährleistet
ist wie die funktionsbedingte Integration von Hebebühnenbauteilen in die Tragsäule.
[0016] Ferner kann die hier beanspruchte H-Form auch von einer strikten H-Form im Detail
abweichen: Der "Querabschnitt" des H's kann sowohl mittig zu der Längsrichtungder
Längshohlabschnitte angeordnet sein und er kann oberhalb oder unterhalb dieser mittigen
Position angeordnet sein. Bevorzugt ist die Abweichung von der Mittelposition jedoch
maximal derart, dass eine Seitenkante des Querhohlabschnittes unterhalb bzw. oberhalb
einer in Längsrichtung vorhandene Abschlusskante der Längshohlabschnitte angeordnet
ist, so dass u.a. die Eckunterabschnitten ausgebildet werden können, in denen die
Roll- bzw. Gleitelemente bevorzugt aufgenommen werden. Die Breite des Querhohlabschnittes
kann ebenfalls variabel gestaltet sein und optimal an den Platzbedarf, insbesondere,
von dem Hubschlitten mit Tragmutter und Gewindespindel angepasst werden.
[0017] Ferner können die Längshohlabschnitte in der Längsrichtung beidseitig im Wesentlichen
auf gleicher "Höhe" in Richtung der Längsrichtung angeordnet sein bzw. enden. Dies
ermöglicht eine symmetrische und gleichmäßige Belastung durch die Roll- bzw. Gleitelemente,
wie es bereits oben beschrieben wurde.
[0018] Ferner kann die Tragsäule mit relativ geringen Wandstärken und/oder Profilabmessungen
gefertigt sein und eine hervorragende Formtreue bzw. Steifigkeit mit sich bringen.
Bevorzugt kann das Hohlprofil eine Wandstärke zwischen 3 und 12 mm aufweisen, die
besonders bevorzugt konstant entlang der Längsrichtung der Tragsäule verläuft. Besonders
bevorzugt kann die Wandstärke zwischen 5 und 10 mm dick sein. Ferner kann eine (Seiten-)Länge
des Hohlprofils, die entlang einer Längsrichtung der Längshohlabschnitte angeordnet
ist, zwischen 150 und 500 mm lang sein. Besonders bevorzugt sind Werte zwischen 200
und 400 mm. Ferner kann eine Breite des Hohlprofils, die in der Querschnittsebene
senkrecht zu der Längsrichtung der Längshohlabschnitte angeordnet ist, zwischen 150
bis 600 mm breit sein. Besonders bevorzugt sind Werte zwischen 200 und 500 mm. Eine
Höhe der Tragsäule, d.h. eine Länge in der Richtung der Längsachse, kann der benötigten
Hubhöhe und Bauart der Hebebühne angepasst sein und z.B. 2,7 m betragen. Die Tragsäule
kann jedoch auch kürzer sein, z.B. kleiner als 1 m; 1 m; 1,5 m; 2 m; usw. inkl. der
Werte dazwischen, oder länger sein, z.B. größer 2,7 m; 3 m; 3,5 m; usw. inkl. Werte
dazwischen oder über 3,5 m. Der Querschnitt kann dieselben Werte für die Länge und
die Breite aufweisen oder bevorzugt unterschiedliche, so dass eine im Wesentlichen
zumindest geringfügig rechteckige Grundfläche abgedeckt wird.
[0019] Ferner kann die Tragsäule bzw. das Hohlprofil der Tragsäule im Wesentlichen rollgeformt
sein, so dass keine bzw. weniger Schweißarbeiten anfallen, um den Grundkörper der
Tragsäule aus Einzelbauteilen zusammenzuschweißen, wie dies bei vorbekannten Tragsäulen
häufig notwendig ist bzw. in größerem Aufwand notwendig ist. Dies reduziert den Fertigungs-
bzw. Montageaufwand noch weiter.
[0020] Ferner kann eine Einbuchtung auf der Außenseite des Hohlprofiles vorgesehen sein,
die zwischen den zwei Längshohlabschnitten, parallel zu dem Querhohlabschnitt und
auf einer der Öffnung abgelegenen Seite angeordnet ist. Die Einbuchtung kann derart
eingerichtet sein und/oder dimensioniert sein, Kabel- und/oder Medienstränge aufnehmen
zu können. Die Einbuchtung kann beispielsweise zwischen 5 mm und 100 mm tief sein,
wobei sie bevorzugt zwischen 20 und 80 mm tief ist und besonders bevorzugt zwischen
40 und 60 mm. Die Breite der Einbuchtung kann beispielsweise größer 10 oder 20 mm
sein, bevorzugt größer 50 mm und besonders bevorzugt relativ zu der Breite des Hohlprofils
ausgeführt sein, z.B. 20 %, 30%, 40 % oder dgl.. Besonders bevorzugt ist die Einbuchtung
derart eingerichtet, dass darin Halter für Kabel- und/oder Medienstränge montiert
werden können, die diese mit der Tragsäule verbinden. Auf die Halter kann auch verzichtet
werden und die Kabel- und/oder Medienstränge bzw. ein Führungsmittel dafür können
in diese klemmend eingebaut werden. Die Einbuchtung kann bevorzugt derart dimensioniert
sein, dass die Kabel- und/oder Medienstränge bzw. ein Führungsmittel der Kabel- und/oder
Medienstränge formbündig mit der Einbuchtung abschließen, d.h. insbesondere, dass
diese nicht oder nur geringfügig aus der Einbuchtung heraus überstehen. Die vorbeschriebene
Einbuchtung ermöglicht die Integration einer weiteren technischen Funktion in die
Säulenhebebühne, ohne zusätzliche Modifikationen bzw. mit wenigen Modifikationen der
Tragsäule. Der vorhandene Bauraum der Grundform des Hohlprofils wird demnach optimal
ausgenutzt, ohne dass die Tragsäule eine größere Bauform annimmt.
[0021] Ferner kann die Tragsäule an einem unteren Längsende eine Abschlussplatte zur Bodenbefestigung
aufweisen und an einem oberen Längsende eine Auskragung für eine Abdeckung mit einer
darin verbaubaren Antriebseinrichtung. Die Abschlussplatte ermöglicht eine sichere
Verbindung der Tragsäule mit dem Boden. Diese kann bei Bedarf auch mit dem Boden verschraubt
oder andersartig fest verbunden werden. Die Anordnung einer Abdeckung bzw. eines Gehäuses
an dem anderen Längsende der Tragsäule, in dem z.B. die Antriebseinrichtung der Gewindespindel
unterbracht sein kann, ist im Hinblick auf eine möglichst kleine und schlanke Bauform
der Tragsäule vorteilhaft. Die Antriebseinrichtung kann jedoch an einer anderen Stelle
vorgesehen sein.
[0022] Ferner wird eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge beschrieben, die zumindest eine Tragsäule
gemäß zumindest einem der voranstehenden Aspekte/Merkmale aufweisen kann. Zudem kann
die Hebebühne zumindest jeweils einen Tragarm je Tragsäule, zumindest eine Gewindespindel
je Tragsäule, die innerhalb des Querhohlabschnittes parallel zur Tragsäulenlängsachse
drehbar gelagert sein kann, zumindest eine Tragmutter je Gewindespindel, die im Eingriff
mit der Gewindespindel sein kann und die durch eine Drehbewegung der Gewindespindel
daran verfahrbar sein kann, und/oder zumindest eine Hubeinrichtung je Tragsäule, die
mit der Tragmutter verbunden sein kann und dazu eingerichtet sein kann, mindestens
einen vertikal verfahrbar Tragarm zu halten, aufweisen.
[0023] Ferner kann die Hubeinrichtung in einem Querschnitt entlang einer Ebene senkrecht
zu der Längsachse der Tragsäule ein H-Profil aufweisen, das derart dimensioniert ist,
dass es in dem Hohlraum der Tragsäule, den das Hohlprofil bildet, verfahrbar angeordnet
werden kann. Zudem kann die Hubeinrichtung bevorzugt vier Halteelemente aufweisen,
wobei weniger oder mehr Halteelemente auch vorgesehen sein können. Diese können jeweils
stangenförmig bzw. längsgestreckte Profile sein und Längsenden zum Halten der Roll-
bzw. Gleitelemente haben. Zwei der vier Halteelemente können parallel zueinander seitlich
versetzt zu der Gewindespindel angeordnet und auf einer Höhe entlang der Längsachse
angeordnet sein. Mit einem Abstand entlang der Längsachse zu diesen beiden Halteelementen
können die beiden weiteren Haltelemente in gleicher Art und Weise mit der Hubeinrichtung
verbunden sein. Insbesondere wenn mehr als vier Halteelemente vorgesehen sein sollten,
können diese in gleicher Weise zusätzlich verbaut werden. An jedem Halteelement kann
an beiden Längsenden ein Roll- bzw. Gleitelement montierbar sein, das jeweils innerhalb
eines Bereichs der Eckunterabschnitte des Hohlprofils der Tragsäule anordenbar sein
kann. Die Anordnung der Halteelemente und die Form der Hubeinrichtung mit diesen Halteelementen
und den daran montieren Gleitelementen und/oder Rollelementen erlaubt eine optimal
gleichmäßige Belastung der Tragsäule in unterschiedlichsten Belastungsszenarien.
[0024] Zusammengefasst können u.a. die nachfolgend beschriebenen technischen Vorteile erzielt
werden: Die Tragsäule mit H-Hohlprofil weist eine hohe Steifigkeit bei geringer Querschnittsfläche
sowie geringer Wandstärke auf und erlaubt formbedingt die Integration von mehreren
verschiedenen Hebebühnen-Funktionen bzw. Bauteilen. Die bevorzugte Vierfach-Führung
für Roll- bzw. Gleitelemente innerhalb des Säulenprofiles minimiert die Verformung
durch Gleitsteine. Außen ist ferner Platz für Elektro- und/oder Medienleitungen vorhanden,
ohne dass die Säulenform entsprechend abgeändert werden müsste. Insgesamt wird ein
schlankes Säulendesign angeboten, das ohne zusätzlich Versteifungen weder innerhalb
der Säule noch außerhalb der Säule auskommt.
[0025] Vorliegende Gegenstände und Verfahren werden im Folgenden exemplarisch mit Bezug
auf die beigefügten, schematischen Figuren beschrieben.
- Figur 1
- zeigt eine Hebebühne schematisch und im Schnitt;
- Figuren 2a-2c
- zeigen perspektivisch eine Tragsäule;
- Figur 3
- zeigt eine Draufsicht auf einen Querschnitt einer Tragsäule;
- Figur 4
- zeigt eine noch stärker schematisch dargestellte Draufsicht auf einen Querschnitt
einer Tragsäule; und
- Figuren 5a, 5b
- zeigen einen Ausschnitt einer Tragsäule mit integrierter Hubeinrichtung.
[0026] Im Folgenden werden verschiedene Beispiele detailliert unter Bezugnahme auf die Figuren
beschrieben. Gleiche bzw. ähnliche Elemente in den Figuren werden hierbei mit gleichen
Bezugszeichen bezeichnet. Damit soll jedoch keine Einschränkung auf die beschriebenen
Beispiele einhergehen; vielmehr kann der beschriebene Gegenstand auch Modifikationen
von Merkmalen der beschriebenen Beispiele und Kombination von Merkmalen verschiedener
Beispiele im Rahmen des Schutzumfangs der unabhängigen Ansprüche umfassen.
[0027] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils einer Hebebühne 10, wobei
eine einzelne Tragsäule 1 der Hebebühne 10 im Schnitt dargestellt ist. Aus der Figur
1 wird ersichtlich, dass innerhalb eines von Seitenwänden 1a gebildeten Hohlraums
1b der Tragsäule 1 eine Hubeinrichtung 14 gelagert ist, die nachfolgend auch als Hubschlitten
14 bezeichnet werden kann. Der Hubschlitten 14 ist ebenfalls geschnitten dargestellt,
um weitere Bauteile sichtbar zu machen. Der Hubschlitten 14 ist mittels einer Tragmutter
13a mit einer Gewindespindel 12 derart verbunden, dass bei einer Rotation der Gewindespindel
12 der Hubschlitten 14 entlang einer Längsachse der Gewindespindel 12 auf- oder abverfahren
wird. Zur Unterstützung dieser Verfahrbarkeit des Hubschlittens 14 sind Roll- bzw.
Gleitelemente 15 an dem Hubschlitten 14 angeordnet, die sich gegen eine Innenseite
der Seitenwand 1a der Tragsäule 1 abstützen. Die hier gezeigte Ausführungsform zeigt
als Beispiel Gleitsteine als Roll- bzw. Gleitelemente 15. Als ein Sicherungsbauelement
ist eine nachfolgend noch weiter beschriebene Sicherungsmutter 13b vorgesehen.
[0028] Der Hubschlitten 14 ist ferner über ein Auflager 16 mit einem Tragarm 11 verbunden.
Der Tragarm 11 hält eine Kraftfahrzeugaufnahme 11a, an der ein anzuhebendes Kraftfahrzeug
aufgesetzt werden kann. Der Tragarm 11 ist lösbar mit dem Auflager 16 verbunden. Ein
Verfahren der Hubschlittens 14 entlang der Gewindespindel 12 führt aufgrund der Verbindung
des Hubschlittens 14 mit dem Tragarm 11 zu einer Auf- oder Abbewegung des Tragarms
11 und eines darauf abgestellten Kraftfahrzeugs.
[0029] Vier Halteelemente 18 des Hubschlittens 14 sind vorgesehen, wobei die Schnittansicht
zwei sichtbar macht, die die weiteren beiden auf gleicher Höhe entlang der Längsachse
L angeordneten Halteelemente 18 verdecken. Die Halteelemente 18 sind quer zur Längsachse
L erstreckte Körper, die an den beiden Längsenden, wie in der Figur 1 gezeigt, Gleitelemente
als Roll- bzw. Gleitelemente 15 aufnehmen können. Die Länge der Halteelemente 18 ist
derart, dass die Gleitelemente innerhalb der noch zu beschreibenden Eckunterabschnitte
5 des Hohlprofils 2 angeordnet sind. Jeweils zwei auf gleicher Höhe angeordnete Halteelemente
18 sind in einem vorbestimmten und fixen Abstand entlang der Längsachse zu den anderen
beiden Halteelementen 18 mit dem Hubschlitten 14 verbunden. Die Formgebung hat den
Vorteil, dass die Tragsäule 1 möglichst gleichmäßig belastet wird.
[0030] In einem unteren Bereich der Tragsäule 1 kann innerhalb der Tragsäule 1 ein Gewindespindellager
(nicht explizit gezeigt) vorgesehen sein, das die Gewindespindel 12 rotierbar lagert.
Ferner weist die Tragsäule 1 bevorzugt eine Abschlussplatte 7 auf, die mittels nicht
gezeigter Schrauben oder dgl. eine feste Verbindung zwischen der Tragsäule 1 und einem
Boden, auf dem die Tragsäule 1 zu montieren ist, herstellen können. In einem oberen
Bereich der Tragsäule 1 kann bevorzugt in üblicher Weise ein Gehäuse mit einem Antrieb
zumindest zur Rotation der Gewindespindel 12 vorgesehen sein, den die Figur 1 nicht
darstellt. Hier steht ein oberes Ende 12a der Gewindespindel 12 aus dem oberen Bereich
des Hohlraums 1b der Tragsäule 1 heraus, so dass daran ein Antrieb oder eine Übertragungseinrichtung
für die Antriebskraft angeschlossen werden kann.
[0031] Ausgehend von den obigen Erläuterungen zu der schematischen Darstellung der Hebebühne
10 wird nachfolgend und insbesondere im Hinblick auf die Figuren 2 bis 5 eine hiermit
beschriebene Ausgestaltung insbesondere der Tragsäule 1 bzw. des Hohlprofils 2 der
Tragsäule 1 erläutert.
[0032] Die Figuren 2a und 2b zeigen perspektivische Ansichten einer beanspruchten Tragsäule
1 aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Die Figur 2a zeigt insbesondere eine Vorderseite
der Tragsäule 1, in der eine Öffnung 4 in dem Hohlprofil 2 vorgesehen ist. Ferner
wird aus der Figur 2a ersichtlich, wie der Hubschlitten 14 innerhalb der Tragsäule
1 verfahrbar angeordnet ist und wie eine Verbindung, die lösbar ist, zum Auflager
16 ausgestaltet ist.
[0033] Die Tragsäule 1 gemäß Figur 2a steht auf einer Abschluss- bzw. Bodenplatte 7 auf,
die mit dem Boden fest verbindbar ist. Dazu kann bevorzugt eine Schraubverbindung
herangezogen werden. Ferner wird aus einem oberen Bereich der Tragsäule 1 gemäß Figur
2a ersichtlich, dass die Tragsäule 1 bzw. deren Hohlprofil 2 eine äußere Einbuchtung
6 aufweist und an einem im Boden abgewendeten Längsende der Tragsäule 1 eine Auskragung
des Hohlprofils 2 mit Bezugszeichen 9 vorgesehen ist. Die Auskragung 9 ist optional
vorgesehen und erleichtert die Montage eines Gehäuses bzw. einer Abdeckung, falls
ein solches an dem oberen Ende der Tragsäule 1 vorgesehen sein sollte, was nicht dargestellt
ist.
[0034] In der Ansicht, die die Figur 2b auf die Tragsäule 1 bietet, wird die Einbuchtung
6 besser ersichtlich, da die Figur 2b im Wesentlichen eine so genannte Rückseite der
Tragsäule 1 darstellt. Eine bevorzugte Funktion der Einbuchtung 6 wird auch dadurch
ersichtlich, dass die Figur 2b an mehreren Stellen entlang der Längsachse L (s. Figur
1) der Tragsäule 1 innerhalb der Einbuchtung 6 Halter bzw. Halterelemente 6a darstellt,
deren Funktion insbesondere aus der Figur 2c ersichtlich wird. So können innerhalb
der Einbuchtung 6 und bevorzugt in formbündiger Weise Kabel- und/oder Medienstränge
19 untergebracht werden, die mit den Haltern 6a und mit der Tragsäule 1 fest verbunden
werden können. Die Kabel- und/oder Medienstränge 19 können einzeln oder innerhalb
eines Führungselementes (nicht explizit gezeigt), das diese zusammenfasst, angeordnet
sein. Bevorzugt kann im Bereich der Rückseite der Tragsäule 1 eine Steuereinheit 20
zum Steuern der Hebebühne 10 durch einen Benutzer vorgesehen sein.
[0035] Noch deutlicher werden die technischen Vorteile des hier beschriebenen Gegenstandes
anhand der Figur 3 und insbesondere in Zusammenschau mit den weiteren Figuren 4 und
5.
[0036] So zeigt die Figur 3 eine Draufsicht auf eine senkrecht zu der Längsachse L geschnittene
Tragsäule 1 der Hebebühne 10, die ebenfalls die Bodenplatte 7 sowie das Auflager 16
sichtbar macht. Ferner wird in der Draufsicht gemäß der Figur 3 auch die Form des
Hohlprofils 2 im Querschnitt deutlich, die insbesondere im Hinblick auf die Figur
4 genauer beschrieben werden wird. Aus der Figur 3 geht hervor, dass die Gewindespindel
12 in einem mittleren Abschnitt des Hohlraumes 1b, der innerhalb des Hohlprofils 2
der Tragsäule 1 vorliegt, angeordnet ist und dort mit einem Teil des Hubschlittens
14 derart verbunden ist, dass eine Rotation der Gewindespindel 12 zu einer entlang
der Längsachse der Gewindespindel 12 verlaufenden Translation des Hubschlittens 14
führt. Da eine solche Verbindung zwischen Gewindespindel 12, Hubschlitten 14 und einer
nicht genauer dargestellten Tragmutter 13a und ggf. einer Sicherheitsmutter 13b vorbekannt
ist, wird eine weitere Erläuterung mit Verweis auf die üblichen Ausgestaltungen ausgespart.
[0037] Eine Besonderheit des vorliegenden Gegenstandes wird bereits aus der Formgebung des
Hohlprofils 2 ersichtlich, der im Wesentlichen eine H-Form im senkrecht zur Längsachse
L angelegten Querschnitt aufweist. Insbesondere ein Querbereich des H-förmigen Hohlprofils
2 nimmt einen Teil des Hubschlittens 14 und die Gewindespindel 12 auf, während die
Längsbereiche des H-förmigen Hohlprofils 2 Teilkomponenten des Hubschlittens 14, insbesondere
die Halteelemente 18, aufnehmen, an denen im gezeigten Fall Gleitelemente 15 montiert
sind. Aufgrund der Tatsache, dass vier Gleitelemente 15, die jedoch auch Rollelemente
sein können, in jeweils einem Eckbereich des Hohlprofils 2 angeordnet sind, kann eine
sehr hohe Formtreue des Hohlprofils 2 gewährleistet und realisiert werden, selbst
wenn Querbelastungen beim Betrieb der Hebebühne 10 auftreten sollten.
[0038] Im Bereich des Auflagers 16 ist ferner die Öffnung 4 des Hohlprofils 2 sichtbar,
durch die eine Verbindung 17 zwischen der Hubeinrichtung 14 und dem Auflager 16 hindurchragt.
Die Öffnung 4 ist entlang der gesamten Länge der Tragsäule 1 angeordnet, wie beispielsweise
die Figur 2a zeigt, so dass die gesamte Tragsäule 1 für den Verfahrweg des Hubschlittens
14 nutzbar ist. Sollte die Öffnung 4 kürzer als die Gesamtlänge der Tragsäule 1 sein,
was auch möglich ist, so verkürzt sich der Verfahrweg des Hubschlittens 14 entsprechend.
[0039] Zudem ist in der Figur 3 auch eine Einbausituation von Kabel- und/oder Mediensträngen
19 innerhalb der Einbuchtung 6 dargestellt, wobei die Figur 3 zeigt, dass die Kabel-
und/oder Mediensträngen 19 innerhalb einer Führung kompakt zusammengefasst sind und
bündig bzw. im hier gezeigten Fall der Figur 3 kurz unterhalb der Außenkante der Einbuchtung
6 angeordnet sind. Die Stränge 19 können somit vorteilhafterweise ohne zusätzlichen
Bauraumbedarf an der Tragsäule 1 montiert werden, so dass die Tragsäule 1 weiterhin
mit einer sehr schlanken Bauform ausgeführt sein kann.
[0040] Die sehr schematisch aufgebaute Draufsicht auf den Querschnitt des Hohlprofils 2
gemäß der Figur 4 soll nun die anhand der Figur 3 erläuterten Funktionen noch einmal
verdeutlichen. Zunächst ist festzuhalten, dass das Hohlprofil 2 im Wesentlichen H-förmig
ist, wobei drei Haupthohlabschnitte 3a bis c unterschieden werden können. Da diese
miteinander verbunden sind, wie die Figur 4 zeigt, wurden in der Figur 4 mittels Strichlinien
gedachte Abgrenzungen der drei Haupthohlabschnitte 3a bis c eingezeichnet, die jedoch
im realen Hohlprofil 2 nicht vorhanden sind. Die eingezeichneten Strichlinien sind
somit rein virtuell. Zwei der Haupthohlabschnitte sind dabei Längshohlabschnitte 3a
und 3b, die innerhalb der Querschnittsebene des gezeigten Hohlprofils 2 beabstandet
zueinander und parallel zueinander längs angeordnet sind. Zwischen den beiden Längshohlabschnitten
3a und 3b verläuft in Querrichtung dazu ein Querhohlabschnitt 3c, der als überlappend
mit einem Teilbereich der Längshohlabschnitte 3a und 3b angesehen werden kann. Dies
ergibt sich aus den gekreuzten Strichlinien der Figur 4. Außerhalb der Überschneidungsbereiche
zwischen den Längshohlabschnitten 3a und 3b und dem Querhohlabschnitt 3c befinden
sich Eckunterabschnitte 5, die insbesondere dazu vorgesehen sind, Roll- bzw. Gleitelemente
15 des Hubschlittens 14 aufzunehmen. Aufgrund der vorerläuterten Formgebung des Hohlprofils
2 ergibt sich ein hohes Flächenträgheitsmoment, was zu einer hohen Steifigkeit der
Tragsäule 1 führt. Die vier Eckunterabschnitte 5 weisen gleichzeitig den Vorteil auf,
dass sie in bevorzugt symmetrischer Anordnung Roll- bzw. Gleitelemente 15 aufnehmen
können, die dann aufgrund ihrer Anordnung in den vier unterschiedlichen Ecken Ungleichbelastungen
aufnehmen und ausgleichen können, so dass die Formtreue des Hohlprofils 2 noch weiter
unterstützt wird. Gleichzeitig dienen die Wandungen des Hohlprofils 2 im Bereich der
Eckunterabschnitte 5 auch als optimale Spuren für das Abgleiten bzw. Abrollen der
Roll- bzw. Gleitelemente 15. Ein Verkanten wird dadurch weitestgehend ausgeschlossen,
so dass der Hubschlitten 14 möglichst verlustfrei innerhalb der Tragsäule 1 auf und
ab verfahrbar gelagert wird.
[0041] Der Querhohlabschnitt 3c bietet zudem ausreichend Platz, um darin den übrigen Teil
des Hubschlittens 14 und die Gewindespindel 12 sowie Tragmutter 13a, Sicherheitsmutter
13b und dergleichen unterzubringen. Die an der so genannten Vorderseite vorgesehene
Öffnung 4 des Hohlprofils 2 ermöglicht die Durchführung und damit die Verbindung zu
dem Auflager 16, wobei die Öffnung 4 in der Figur 4 derart ausgestaltet ist, dass
sie von einem Längshohlabschnitt 3a bis zu dem gegenüberliegenden Längshohlabschnitt3b
reicht. Alternativ kann die Öffnung4 auch weniger breit ausgestaltet sein, wenn die
Auflageraufnahme bzw. Verbindung 17 entsprechend kleiner bzw. weniger breit ist.
[0042] Weiterhin ist schematisch in der Figur 4 die Unterbringung der Kabel- und/oder Medienstränge
19 in der Einbuchtung 6 dargestellt. Die Figur 4 zeigt somit besonders deutlich, dass
der vorhandene Bauraum des Hohlprofils 2 optimal ausgenutzt wird, so dass die Tragsäule
1 ohne zusätzliche hervorstehende Anbauten auskommt und somit ein schlankes Säulendesign
ermöglicht wird. Die Formgebung des Hohlprofils bietet weiterhin eine inhärente erhöhte
Steifigkeit gegenüber vorbekannten Profilen von vorbekannten Tragsäulen an und ermöglicht
damit auch, dass auf Versteifungen innerhalb oder außerhalb des Hohlprofils 2 verzichtet
werden kann. Neben dem Aspekt des kompakten und schlanken Designs und der erhöhten
Festigkeit bzw. Steifigkeit der Tragsäule 1 ist zudem hervorzuheben, dass das gezeigte
Hohlprofil 2 bevorzugt rollgeformt ist und mit weniger Montageschritten gefertigt
werden kann, als vorbekannte Tragsäulen, die häufig mehrere Schweißschritte erfordern,
um das gewünschte Tragsäulenprofil herzustellen. Damit wird auch bei der Montage bzw.
der Fertigung der Tragsäule 1 Aufwand reduziert.
[0043] Schließlich zeigen die beiden Figuren 5a und 5b beispielhaft einen unteren Bereich
der beschriebenen Tragsäule 1 in perspektivischer, teiltransparenter Ansicht. Hier
ist in der Perspektive nochmals deutlich dargestellt, wie der Hubschlitten 14 innerhalb
der Tragsäule 1 mit dem H-förmigen Hohlprofil 2 angeordnet ist und wie die hier gezeigten
Gleitelemente 15 optimal mit Innenwandungen der Eckunterabschnitte 5 in Kontakt stehen
und von diesen geführt werden. Diese beiden Figuren zeigen auch die vier Halteelemente
18, die jeweils in einem Eckabschnitt der Hubeinrichtung angeordnet sind und alle
parallel und beabstandet zueinander angeordnet sind, so dass ein Verkanten sehr sicher
ausgeschlossen werden kann, was wiederrum eine gleichmäßige und reduzierte Säulenbelastung
ermöglicht. Die Gleitelemente 15 werden in den durch die Eckunterabschnitte 5 gebildeten
Abschnitten in der dreidimensionalen Ansicht wie in Schienen oder Spurrinnen optimal
geführt.
[0044] Zusammengefasst wird hier eine verbesserte Tragsäule und Hebebühne mit den oben dargelegten
technischen Vorteilen beschrieben.
1 Tragsäule
1a Seitenwand der Tragsäule
1b Hohlraum der Tragsäule
2 Hohlprofil
3 Haupthohlabschnitte
3a, 3b Längshohlabschnitte
3c Querhohlabschnitt
4 Öffnung
5 Eckunterabschnitten
6 Einbuchtung
6a Halter
7 Abschlussplatte
8 Abdeckung
9 Auskragung
10 Hebebühne
11 Tragarm
11a Fahrzeugaufnahme
12 Gewindespindel
12a oberes Ende der Gewindespindel
13a Tragmutter
13b Sicherungsmutter
14 Hubeinrichtung/Hubschlitten
15 Roll- bzw. Gleitelemente
16 Auflager
17 Verbindung zwischen der Hubeinrichtung und dem Auflager
18 Halteelement für 14
19 Kabel- und/oder Medienstränge
20 Steuereinheit
L Längsachse
1. Tragsäule (1) für eine Hebebühne (10) zum Anheben von Kraftfahrzeugen mit einem Hohlprofil
(2), das im Querschnitt senkrecht zu einer Längsachse (L) der Tragsäule (1) zumindest
drei miteinander verbundene Haupthohlabschnitte (3) aufweist, wovon zwei Haupthohlabschnitte
(3) als Längshohlabschnitte (3a, 3b) beabstandet und parallel zueinander angeordnet
sind und ein Haupthohlabschnitt (3) als Querhohlabschnitt (3c) die beiden Längshohlabschnitte
(3a, 3b) derart miteinander verbindet, dass die drei Haupthohlabschnitte (3) H-förmig
zueinander angeordnet sind, und wobei das Hohlprofil (2) zumindest eine Öffnung (4)
aufweist.
2. Tragsäule gemäß Patentanspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass der Querhohlabschnitt (3c) derart eingerichtet ist, dass darin zumindest eine Gewindespindel
(12) und ein Hubschlitten (14) einer Hebebühne (10) verfahrbar entlang der Längsachse
(L) der Tragsäule (1) anordenbar ist.
3. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass vier Eckunterabschnitten (5) der Längshohlabschnitte (3a, 3b), die oberhalb und unterhalb
des Querhohlabschnittes (3c) positioniert sind, derart eingerichtet sind, dass darin
jeweils zumindest ein Roll- bzw. Gleitelement (15) des Hubschlittens (14) anordenbar
ist.
4. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Hohlprofil (2) zumindest eine entlang der Längsachse (L) der Tragsäule (1) erstreckte
Öffnung (4) aufweist, wobei die Öffnung (4) dazu eingerichtet ist, eine Durchführung
für eine Verbindung zwischen einem Hubschlitten (14) und einem Tragarm (11) der Hebebühne
(10) bereitzustellen.
5. Tragsäule gemäß Patentanspruch 4, gekennzeichnet dadurch, dass die Öffnung im Bereich einer Längsseite des Querhohlabschnittes (3c) angeordnet ist.
6. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Hohlprofil (2) rollgeformt ist.
7. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass das Hohlprofil (2) eine Wandstärke zwischen 3 und 12 mm, eine Länge entlang einer
Längsrichtung der Längshohlabschnitte (3a, 3b) zwischen 150 und 500 mm und eine Breite
senkrecht zu der Längsrichtung der Längshohlabschnitte von 150 bis 600 mm aufweist.
8. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass eine Einbuchtung (6) auf der Außenseite des Hohlprofiles (2), die zwischen den zwei
Längshohlabschnitten (3a, 3b), parallel zu dem Querhohlabschnitt (3c) und auf einer
der Öffnung (4) abgelegenen Seite angeordnet ist, derart eingerichtet ist, Kabel-
und/oder Medienstränge (19) aufzunehmen.
9. Tragsäule gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die Tragsäule (1) an einem unteren Längsende eine Abschlussplatte (7) zur Bodenbefestigung
aufweist und an einem oberen Längsende Auskragung (9) zur Befestigung einer Abdeckung
mit einer darin verbaubaren Antriebseinrichtung.
10. Hebebühne (10) für Kraftfahrzeuge mit
zumindest einer Tragsäule (1) gemäß zumindest einem der voranstehenden Patentansprüche,
zumindest jeweils einem Tragarm (11) je Tragsäule (1),
zumindest einer Gewindespindel (12) je Tragsäule (1), die innerhalb des Querhohlabschnittes
(3c) parallel zur Tragsäulenlängsachse (L) drehbar gelagert ist,
zumindest einer Tragmutter (13a) je Gewindespindel (12), die im Eingriff mit der Gewindespindel
(12) ist und die durch eine Drehbewegung der Gewindespindel (12) daran verfahrbar
ist, und
zumindest einer Hubeinrichtung (14) je Tragsäule (1), die mit der Tragmutter (13a)
verbunden ist und dazu eingerichtet ist, mindestens einen vertikal verfahrbar Tragarm
(11) zu halten.
11. Hebebühne (10) gemäß Patentanspruch 10, gekennzeichnet dadurch, dass die Hubeinrichtung (14) in einem Querschnitt entlang einer Ebene senkrecht zu der
Längsachse (L) der Tragsäule (1) ein H-Profil aufweist und die Hubeinrichtung (14)
vier Halteelemente (18) mit jeweils zwei Längsenden zum Halten der Roll- bzw. Gleitelemente
(15) aufweist, wobei jeweils zwei der vier Halteelemente (18) parallel zueinander
seitlich versetzt zu der Gewindespindel (12) angeordnet sind und die jeweils zwei
der vier Haltelemente (18) auf einer Höhe entlang der Längsachse (L) angeordnet sind
und mit einem Abstand zu den anderen beiden Halteelemente (18), und wobei an jedem
Halteelement (18) an beiden Längsenden ein Roll- bzw. Gleitelement (15) montierbar
ist, das jeweils innerhalb eines Bereichs der Eckunterabschnitte (5) des Hohlprofils
(2) der Tragsäule (1) anordenbar ist.