[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Abgabe von Flüssigkeit aus einem mehrere Kammern
enthaltenden Tankwagen wahlweise durch Schwerkraft oder mittels einer Pumpe, umfassend
einen über Ventile mit den Kammern verbundenen Kollektor, der mit einer ein Gefälle
aufweisenden Abgabeleitung verbunden ist, weiter umfassend eine Pumpe in der Abgabeleitung
sowie mindestens ein Leerschlauchabgabeventil zur Schwerkraftabgabe oder gepumpten
Abgabe und mindestens ein Vollschlauchabgabeventil zur gepumpten Abgabe, wobei weiterhin
ein Volumenzähler vorgesehen ist.
[0002] Mit solchen Anlagen werden beispielsweise Kraftstoffe aus Kammern von Tankwagen abgegeben.
Eine Anlage zur Schwerkraftabgabe von Flüssigkeit aus einem mehrere Kammern enthaltenen
Tankwagen ist beispielsweise bekannt aus
EP 0 895 960 A1 oder
EP 2 159 553 A2. Teilweise ist es erwünscht, sowohl eine Abgabe der Flüssigkeit (allein) durch Schwerkraft
als auch eine Abgabe von Flüssigkeit mittels Pumpen zu ermöglichen. Aufgrund der Mehrzahl
an Kammern des Tankwagens ist es möglich, dass nacheinander unterschiedliche Flüssigkeitsprodukte
abgegeben werden sollen, gegebenenfalls unter Wechsel der Abgabeart zwischen Schwerkraftabgabe
und gepumpter Abgabe. Eine Vermischung der unterschiedlichen abgegebenen Flüssigkeiten
soll nach Möglichkeit vermieden werden.
[0003] Es ist für solche Anlagen vorgeschlagen worden, beispielsweise Benzin über die Schwerkraftabgabe
abzugeben und andere Produkte über eine gepumpte Abgabe, wobei bei einem Wechsel des
abzugebenden Flüssigkeitsprodukts das noch in der Abgabeleitung befindliche bisherige
Flüssigkeitsprodukt durch das neue Flüssigkeitsprodukt herausgeschoben wird. Die Pumpe
bleibt dabei grundsätzlich immer gefüllt mit Flüssigkeit. Diese Praxis führt allerdings
zu einer nicht unerheblichen Produktvermischung.
[0004] Ausgehend von dem erläuterten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Anlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, die bei der Schwerkraftabgabe
und bei gepumpter Abgabe bei einem Wechsel des abzugebenden Flüssigkeitsprodukts Produktvermischungen
minimiert.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den Figuren.
[0006] Für eine Anlage der eingangs genannten Art löst die Erfindung die Aufgabe dadurch,
dass sowohl mindestens ein Leerschlauchabgabeventil als auch mindestens ein Vollschlauchabgabeventil
stromab der Pumpe in der Abgabeleitung angeordnet sind, und dass eine mit der Abgabeleitung
verbundene Bypassleitung parallel zur Pumpe vorgesehen ist, in der ein Bypassventil
angeordnet ist, wobei die Schwerkraftabgabe über die Bypassleitung erfolgt.
[0007] Die erfindungsgemäße Anlage dient zur Abgabe von Flüssigkeit, beispielsweise Kraftstoff,
aus unterschiedlichen Kammern eines mehrere Kammern enthaltenen Tankwagens, und zwar
wahlweise durch Schwerkraft oder mittels einer Pumpe. Hierzu ist ein beispielsweise
mit leichtem Gefälle verlaufender Kollektor vorgesehen, der über mehrere Ventile mit
den Kammern des Tankwagens verbunden ist. Der Kollektor kann beispielsweise mit Kollektorventilen
versehen sein, die über Verbindungsleitungen mit Bodenventilen der Kammern verbunden
sind. Je nach abzugebendem Flüssigkeitsprodukt werden eines oder bei gleichem Produkt
auch mehrere der Bodenventile geöffnet, sodass die entsprechende Flüssigkeit aus der
jeweiligen Kammer bzw. den jeweiligen Kammern über die Verbindungsleitung und das
entsprechend geöffnete Kollektorventil bzw. die entsprechend geöffneten Kollektorventile
in den Kollektor fließen kann. Der Kollektor ist beispielsweise über einen Krümmer
mit einer ein Gefälle aufweisenden Abgabeleitung verbunden, die in mindestens ein
Leerschlauchabgabeventil zur Schwerkraftabgabe oder zur gepumpten Abgabe und mindestens
ein Vollschlauchabgabeventil zur gepumpten Abgabe mündet. Bevorzugt ist, dass mindestens
ein Leerschlauchabgabeventil und mindestens ein Vollschlauchabgabeventil als getrennte
Ventile ausgeführt sind. Es ist aber auch denkbar, dass es sich um dasselbe Ventil
handelt. Die Abgabeventile können jeweils in einen Abgabeschlauch münden. Der an das
Leerschlauchabgabeventil angeschlossene Abgabeschlauch ist insbesondere ein sogenannter
Leerschlauch, also ein Abgabeschlauch, aus dem das Flüssigkeitsprodukt entleert wird.
Der an das Vollschlauchabgabeventil angeschlossene Abgabeschlauch ist insbesondere
ein sogenannter Vollschlauch, also ein immer mit Flüssigkeitsprodukt gefüllter Abgabeschlauch.
Der sogenannte Leerschlauch wird üblicherweise für die Großmengenlieferung per Schwerkraft
(Unterbodentanks) oder gepumpt verwendet. Der Vollschlauch wird ausschließlich für
die gepumpte Abgabe verwendet und kann auf eine Schlauchtrommel aufgewickelt sein.
Einer oder mehrere Abgabeschläuche können mit einer Abgabepistole verbunden sein.
Natürlich können auch mehr als ein Leerschlauchabgabeventil und/oder mehr als ein
Vollschlauchabgabeventil vorgesehen sein. In der Abgabeleitung ist weiterhin eine
Pumpe vorgesehen zum Pumpen der abzugebenden Flüssigkeit während der gepumpten Abgabe.
Außerdem ist ein Volumenzähler vorgesehen, insbesondere in der Abgabeleitung stromauf
der Abgabeventile, und insbesondere stromauf der Pumpe. Bei dem Volumenzähler kann
es sich zum Beispiel um einen Turbinenzähler handeln.
[0008] Erfindungsgemäß sind sowohl das mindestens eine Leerschlauchabgabeventil als auch
das mindestens eine Vollschlauchabgabeventil stromab der Pumpe in der Abgabeleitung
angeordnet. Eine mit der Abgabeleitung verbundene Bypassleitung parallel zur Pumpe
ist vorgesehen, in der ein Bypassventil für die Schwerkraftabgabe angeordnet ist.
Das Bypassventil ist während des Pumpbetriebs zur gepumpten Abgabe geschlossen, sodass
über die Bypassleitung keine Flüssigkeit abfließt. Zur Schwerkraftabgabe wird das
Bypassventil geöffnet, sodass bei stillstehender Pumpe die Flüssigkeit über die Bypassleitung
an der Pumpe vorbei schwerkraftbetrieben abfließen kann. Die Pumpe wird dabei auch
bei der Schwerkraftabgabe mit Flüssigkeit gefüllt. Da jedoch auch das Abgabeventil
für die Schwerkraftabgabe stromab der Pumpe angeordnet ist, kann die Pumpe sich im
Gegensatz zu bekannten Lösungen auch bei einer Schwerkraftabgabe entleeren. Dadurch
können sowohl bei einem Flüssigkeitsproduktwechsel im Schwerkraftbetrieb als auch
bei einem Flüssigkeitsproduktwechsel zwischen Schwerkraftbetrieb und gepumpten Betrieb
Vermischungen der unterschiedlichen Flüssigkeitsprodukte zuverlässig vermieden werden.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Abgabeventile sowie die erfindungsgemäße
Bypassleitung mit Bypassventil ist das Vermeiden von Produktvermischungen auch bei
einem Wechsel des Flüssigkeitsprodukts im gepumpten Betrieb möglich, da die Anlage
eine vollständige Entleerung der Abgabeleitung und der Pumpe konstruktiv ermöglicht.
Hierzu können nachfolgend noch näher erläuterte Entleerungsmittel vorgesehen sein.
[0009] Stromab der Pumpe und des Bypassventils kann weiterhin ein Leermeldesensor angeordnet
sein. Aufgrund des Leermeldesensors kann das bei der jeweiligen Flüssigkeitsabgabe
geöffnete Abgabeventil geschlossen werden bevor Luft in die Druckleitung stromab der
Pumpe eindringen kann. Gleichzeitig dient der Leermeldesensor der Überwachung der
vollständigen Entleerung der Anlage bei Leerschlauchbetrieb .
[0010] Stromauf des Volumenzählers kann gemäß einer Ausgestaltung ein Gasblasensensor vorgesehen
sein, der das Vorhandensein von Gas oder den Gasanteil in der Flüssigkeit misst. Der
Gasblasensensor kann zum Beispiel in dem Krümmer angeordnet sein. Er gibt ein der
Messung entsprechendes Signal ab, zum Beispiel an eine Steuereinrichtung. Auf diese
Weise können Gaseinschlüsse in der Flüssigkeit sicher detektiert bzw. durch geeignete
Maßnahmen vermieden werden. Das Detektieren bzw. Vermeiden von Gaseinschlüssen kann
beispielsweise erfolgen wie in
EP 0 895 960 A1 beschrieben.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann das Bypassventil weiterhin ein gesteuertes
Überströmventil sein. Es deckt damit neben der Funktion der Schwerkraftabgabe auch
eine Überströmventilfunktion ab.
[0012] Es kann weiterhin eine Steuereinrichtung zum Steuern der Abgabe von Flüssigkeit mit
der erfindungsgemäßen Anlage vorgesehen sein. Die Steuereinrichtung kann die unterschiedlichen
Ventile sowie die Pumpe der Anlage abhängig von der gewünschten Abgabeart ansteuern.
Sie öffnet zum Beispiel das Bypassventil und das Leerschlauchabgabeventil, wenn eine
Schwerkraftabgabe gewünscht ist und schließt das Bypassventil und das Leerschlauchabgabeventil,
wenn eine gepumpte Abgabe gewünscht ist. Für die gepumpte Abgabe startet die Steuereinrichtung
die Pumpe und öffnet das gewünschte Vollschlauchabgabeventil. Auch ist es möglich,
dass die Steuereinrichtung das jeweils gewünschte Bodenventil der Kammer des Tankwagens
und das zugehörige Kollektorventil des Kollektors öffnet und schließt. Auch die vollständige,
luftblasenfreie Befüllung der Messanlage durch Ansteuerung der Belüftung des Kollektors
sowie die Entleerung durch die Pumpe (bei gepumpter Leerschlauchabgabe) und durch
Druckluft bei Vollschlauchabgabe kann durch die Steuerungseinrichtung gesteuert werden.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass parallel zu dem mindestens
einen Vollschlauchabgabeventil mindestens ein Entleerungsventil mit einem gegenüber
dem Vollschlauchabgabeventil geringeren Durchflussquerschnitt angeordnet ist, wobei
die Steuereinrichtung für eine gepumpte Abgabe zunächst bei geschlossenem Entleerungsventil
das Vollschlauchabgabeventil öffnet und gegen Ende der gepumpten Abgabe das Vollschlauchabgabeventil
schließt und das Entleerungsventil öffnet, so dass die weitere gepumpte Abgabe über
das Entleerungsventil erfolgt. Dem Vollschlauchabgabeventil ist gemäß dieser Ausgestaltung
ein Entleerungsventil mit geringerem Durchflussquerschnitt zugeordnet. Für eine gepumpte
Abgabe von Flüssigkeit öffnet die Steuereinrichtung zunächst bei geschlossenem Entleerungsventil
das Vollschlauchabgabeventil. Die Flüssigkeitsabgabe erfolgt somit über das Vollschlauchabgabeventil
mit dem größeren Durchflussquerschnitt. Gegen Ende der gepumpten Abgabe, insbesondere
wenn die Anlage zum Produktwechsel entleert werden soll, schließt die Steuereinrichtung
das Vollschlauchabgabeventil und öffnet das parallel angeordnete Entleerungsventil,
sodass die Restabgabe fortan über das Entleerungsventil mit dem kleineren Durchflussquerschnitt
erfolgt. Auf diese Weise wird ein Ziehen von Luft in einen dem Vollschlauchabgabeventil
bzw. dem Entleerungsventil nachgeordneten Vollschlauch bzw. eine Schlauchtrommel aufgrund
eines sich beim Entleeren der Anlage bildenden Strudels sicher verhindert. Bekanntlich
darf Luft keinesfalls in einen Vollschlauch bzw. die Schlauchtrommel eintreten. Das
Entleerungsventil bietet eine Drosselfunktion, die das Eindringen von Luft sicher
verhindert. Bei mehreren Vollschlauchabgabeventilen ist insbesondere jedem Vollschlauchabgabeventil
ein entsprechendes, parallel angeordnetes Entleerungsventil mit kleinerem Durchflussquerschnitt
zugeordnet. Das mindestens eine Entleerungsventil kann auch in das mindestens eine
Vollschlauchabgabeventil integriert sein. Sämtliche Entleerungsventile können durch
die Steuereinrichtung in der erläuterten Weise angesteuert werden.
[0014] Wie bereits erläutert, ermöglicht die Konzeption der erfindungsgemäßen Anlage, dass
die Pumpe sich zum Ende einer Schwerkraftabgabe entleert. Auf diese Weise wird eine
Produktvermischung aufgrund von noch in der Pumpe befindlicher Flüssigkeit bei einem
Produktwechsel sicher vermieden.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Pumpe eine Flügelzellenpumpe
ist, umfassend einen vorzugsweise hohlzylindrischen Stator und einen in dem Stator
um eine exzentrisch zu der Statorachse angeordnete Rotorachse rotierenden vorzugsweise
zylindrischen Rotor, in dem Führungen für mehrere vorzugsweise radial verschieblich
gelagerte Flügel ausgebildet sind, wobei in die Innenfläche des Stators eine oder
mehrere Entleerungsnuten eingebracht sind, über die die Pumpe sich zum Ende einer
Schwerkraftabgabe entleert bzw. beim Befüllen der Anlage vor der Abgabe des Flüssigkeitsprodukts
ohne verbleibende Luftblasen gefüllt werden kann.
[0016] Derartige Flügelzellenpumpen können grundsätzlich alleine leerlaufen. Dies kann aber
je nach Ausgestaltung und Betriebsposition der Pumpe sehr lange dauern. Entsprechend
können erfindungsgemäß konstruktive Maßnahmen vorgesehen sein, um das Entleeren der
Pumpe zum Ende einer Schwerkraftabgabe zu beschleunigen. Dadurch ist ein schnellerer
vermischungsfreier Abgabewechsel möglich. Gemäß der vorgenannten Ausgestaltung kann
in der Pumpe befindliche Flüssigkeit über die Entleerungsnut(en) schnell aus der Pumpe
abfließen. Die Entleerungsnut(en) kann/können zum Beispiel in Umfangsrichtung des
Stators und/oder spiralförmig verlaufen. Eine Flügelzellenpumpe weist bekanntlich
regelmäßig einen Hohlzylinder (Stator) auf, in dem ein Zylinder (Rotor) rotiert, wobei
die Drehachse des Rotors exzentrisch zum Stator angeordnet ist. Zwischen der Einlass-
und der Auslassöffnung der Pumpe berührt der Rotor die Innenwand des Stators. Dies
bildet die Trennstelle zwischen dem Saug- und Druckraum der Pumpe. In den Rotor sind
regelmäßig ein oder mehrere, meist radial angeordnete Führungen eingearbeitet, in
denen Flügel bzw. Schieber beweglich gelagert sind. Die Flügel unterteilen den Raum
zwischen Stator und Rotor in mehrere Kammern. Durch die Beweglichkeit der Flügel in
den Führungen wird die durch die Exzentrizität bedingte Abstandsänderung zwischen
Rotor und Stator während eines Umlaufs ausgeglichen. Es ist möglich, dass die Bewegung
der Flügel rein durch Fliehkraft gesteuert wird. Bei einer solchen Pumpe fallen die
nach oben gerichteten Flüge nach unten, wenn der Rotor der Pumpe stehen bleibt. Dies
kann ein Entleeren der stehenden Pumpe behindern. Die Exzentrizität des Rotors kann
so ausgestaltet werden, dass die Druckaufbauphase der Pumpe in dem Bereich positioniert
wird, in dem die Flügel herunterfallen. In diesem kritischen Bereich sind somit keine
weiteren Maßnahmen erforderlich. Im übrigen Bereich können nun ohne negative Auswirkungen
auf die Pumpleistung eine oder mehrere kleine Entleerungsnuten in die Lauffläche des
Stators eingebracht werden, da sich hierdurch nur ein sehr geringer Druckausgleich
von Kammer zu Kammer ergibt.
[0017] Es sind aber selbstverständlich auch andere Pumpentypen möglich, beispielsweise Kreiselpumpen
oder ähnliches. Sie kann ebenfalls so ausgestaltet sein, dass sie sich zum Ende einer
Schwerkraftabgabe entleert.
[0018] Die Ventilkombination aus Leerschlauch- und Vollschlauchabgabeventil(en) kann so
angeordnet sein, dass bei Leerschlauchbetrieb keine relevanten Restmengen in dem gemeinsamen
Anschlussraum der Abgabeventile verbleiben. Zu diesem Zweck wird das Leerschlauchabgabeventil
so angeordnet, dass es direkt am Anschlussraum abschließt, also keine Restmengen in
dem Leerschlauchabgang vor dem Leerschlauchabgabeventil verbleiben. Das oder die Vollschlauchabgabeventile
hingegen werden so angeordnet, dass sie Restmengen vom Boden des Anschlussraumes unter
der Beaufschlagung von Druckluft aufnehmen ohne die Druckluft selbst an der Flüssigkeit
vorbei passieren zu lassen.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann mit dem Kollektor ein Entlüftungsventil verbunden
sein, über das eine Entlüftung des Kollektors erfolgen kann. Nachfolgend wird erläutert,
dass auch eine Belüftung des Systems erfolgen kann. Sofern eine Belüftung und eine
Entlüftung erfolgt, kann ein gemeinsames Ventil zum Belüften und zum Entlüften vorgesehen
sein. Es kann sich also um ein Be- und Entlüftungsventil handeln. Es ist aber auch
möglich, dass ein Ventil zum Belüften und ein anderes Ventil zum Entlüften vorgesehen
ist. Auch ist es möglich, dass zum Zuführen von Druckgas durch Druckmittel ein von
einem Be- und Entlüftungsventil getrenntes, zusätzliches Belüftungsventil vorgesehen
ist. Insbesondere nach einer vollständig erfolgten Flüssigkeitsabgabe befindet sich
Luft in dem Kollektor und der Abgabeleitung sowie in der Pumpe. Diese Luft kann durch
das Entlüftungsventil vor einer erneuten Flüssigkeitsabgabe entfernt werden. Hierzu
wird nach dem Schließen des zuvor genutzten Abgabeventils das Entlüftungsventil geöffnet.
Außerdem wird das Bodenventil der Kammer geöffnet, deren Flüssigkeit als nächstes
abgegeben werden soll. Die Verbindungsleitung zu dem mit diesem Bodenventil verbundenen
Kollektorventil befüllt sich mit der abzugebenden Flüssigkeit. Auch dieses Kollektorventil
wird geöffnet, so dass die Flüssigkeit aus der Kammer in den Kollektor und die Abgabeleitung
mit der Pumpe eintreten kann. Dabei können Mittel zum Verhindern eines Eintretens
von Luft in die Verbindungsleitung vorgesehen sein. Beim Befüllen des Kollektors und
der Abgabeleitung mit der Pumpe wird die zuvor darin enthaltene Luft verdrängt und
über das Entlüftungsventil und eine Entlüftungsleitung abgeführt, insbesondere zur
Atmosphäre. Nach vollständiger Entlüftung wird das Entlüftungsventil wieder geschlossen.
Nun kann die weitere Abgabe der Flüssigkeit erfolgen. Eine Steuereinrichtung der erfindungsgemäßen
Anlage kann zur Ausführung der erläuterten Schritte ausgebildet sein. Dieses Vorgehen
ist an sich bekannt zum Beispiel aus
EP 0 895 960 A1.
[0020] Wie bereits erwähnt, ist auch eine gezielte Belüftung möglich. Sofern in diesem Zusammenhang
von Belüftung gesprochen wird, versteht sich, dass grundsätzlich auch ein anderes
Gas als Luft für die Belüftung eingesetzt werden könnte. Es können insbesondere Mittel
vorgesehen sein zum Entleeren des Kollektors, der Abgabeleitung und der Pumpe bei
einem Wechsel der abzugebenden Flüssigkeit, insbesondere bei Vollschlauchabgabe. Die
Mittel können Druckmittel, insbesondere eine Druckeinrichtung, umfassen, die ein Druckgas,
vorzugweise Druckluft, zum Entleeren von Flüssigkeit in den Kollektor, die Abgabeleitung
und die Pumpe leiten. Hierzu können die Druckmittel mit dem Kollektor verbunden sein.
Sie können ein Belüftungsventil umfassen. Durch die Druckmittel wird auch bei gepumpter
Abgabe eine vollständige, schaumfreie Entleerung sichergestellt, nämlich insbesondere
bevor die Pumpe Luft zieht und damit Schaum erzeugt, der trotz Maßnahmen gegen die
Ausbildung eines Strudels in den Vollschlauch eintreten würde. Die Druckentleerung
kann insbesondere erfolgen, wenn die Vollschlauchabgabe, gesteuert durch die Steuereinrichtung,
bereits über das Entleerungsventil erfolgt. Die Druckentleerung kann somit ebenfalls
über das oder die Entleerungsventil(e) erfolgen. Das Druckgas kann zum Beispiel stromauf
der Bodenventile in den Kollektor eingebracht werden und durch den Kollektor und die
Abgabeleitung sowie die Pumpe hindurch bis zu dem jeweiligen Abgabeventil getrieben
werden. Es versteht sich, dass für die Druckluftentleerung sämtliche Komponenten,
insbesondere sämtliche Ventile, wie Bodenventile der Kammern etc., ausreichend druckfest
sein müssen.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann weiterhin eine Molcheinrichtung vorgesehen
sein, mit der ein Molch zumindest durch einen Leitungsabschnitt stromab mindestens
eines Abgabeventils zur gepumpten Abgabe geleitet werden kann. Molche sind bekanntlich
beispielsweise kugelförmig ausgebildete, an den Querschnitt von Rohrleitungen angepasste
Vorrichtungen, die beispielsweise durch eine Flüssigkeit oder ein Gas, wie Luft, druckgetrieben
zur Reinigung einer Leitung durch diese gefördert werden können. Über eine sogenannte
Molchsendestation kann der Molch in die Rohrleitung eingeschleust werden. Bei der
vorgenannten Ausgestaltung kann sich diese Molchsendestation zum Beispiel im wesentlichen
unmittelbar stromab des betreffenden Vollschlauchabgabeventils befinden. Die Rohrleitung
besitzt im Bereich der Molchsendestation in der Regel eine seitliche Öffnung, über
die der in einer Aufnahme neben der Rohrleitung befindliche Molch in die Rohrleitung
eingebracht werden kann. Beispielsweise bei einem Wechsel des abzugebenden Flüssigkeitsprodukts
kann der Molch durch die neue, abzugebende Flüssigkeit durch die Leitung und insbesondere
einen sich an das Abgabeventil anschließenden Abgabeschlauch, insbesondere eine Schlauchtrommel,
getrieben werden. Erreicht der Molch das Schlauchende, beispielsweise eine Abgabepistole,
und ist entsprechend das alte Flüssigkeitssprodukt vollständig aus dem Leitungsabschnitt
entfernt, kann der Molch beispielsweise mit der entsprechend ausgebildeten Abgabepistole
wieder in die Molchsendestation eingesetzt werden, bereit für einen nachfolgenden
Molchvorgang. Dies stellt eine sinnvolle Integration eines Molchbetriebs für einen
Vollschlauch dar und ist bei der Konstruktion der erfindungsgemäßen Anlage möglich.
Damit ist ein vermischungsfreier Einsatz auch bei Verwendung nur eines Abgabeventils
und damit nur eines Abgabeschlauches für gepumpte Abgabe bei einem Wechsel des abzugebenden
Flüssigkeitsprodukts vollständig möglich.
[0022] Die Erfindung betrifft auch einen Tankwagen mit mehreren Kammern für Flüssigkeit,
umfassend eine erfindungsgemäße Anlage zur Abgabe von Flüssigkeit. Der Tankwagen kann
ein sogenannter Rigid Tankwagen sein, also ein Tankwagen mit Chassis, bei dem die
Achsen fest mit dem Fahrwerksrahmen verbunden sind. Bei derartigen Tankwagen wird
die Pumpe oft durch einen Nebenabtrieb des Tankwagens angetrieben. Ein Nebenabtrieb
wird gemäß der Abkürzung des englischen Begriffs Power Take Off auch als PTO bezeichnet.
Er stellt eine zumeist zuschaltbare mechanische Antriebsquelle an einem Nebenausgang
des Getriebes bereit. Hiermit kann die Pumpe angetrieben werden. Insbesondere für
solche Tankwagen ist die erfindungsgemäße Anlage konstruktiv gut geeignet. Durch das
Verwenden des Nebenabtriebs als Antriebsquelle für die Pumpe kann insbesondere bei
Rigid Tankwagen in vorteilhafter Weise auf eine bei einem hydraulischen Antrieb der
Pumpe erforderliche aufwendige Antriebshydraulik verzichtet werden. Bei Rigid Tankwagen
kann außerdem in vorteilhafter Weise die gegenüber Auflieger-Tankwagen größere Bodenfreiheit
ausgenutzt werden, die die Anordnung zum Antrieb durch den Nebenabtrieb begünstigt.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Die einzige Figur zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Anlage.
[0024] In der Figur ist ein mehrere Kammern 11 für Flüssigkeit enthaltender Tank 10 eines
Tankwagens gezeigt. Bei dem Tankwagen kann es sich zum Beispiel um einen sogenannten
Rigid Tankwagen handeln. Die Anlage umfasst einen im dargestellten Beispiel zum Abfluss
hin leicht geneigt verlaufenden Kollektor 12, der über mehrere Kollektorventile 15
über Leitungsabschnitte 17 mit Bodenventilen 14 der Kammern 11 des Tanks 10 verbunden
ist. Der Kollektor 12 geht über einen Krümmer 16 in eine ein Gefälle aufweisende Abgabeleitung
18 über. Beispielsweise im Bereich des Krümmers 16 befindet sich ein Gasblasendetektor
20, der den Gasanteil oder auch nur das Vorhandensein von Gas in der abgegebenen Flüssigkeit
misst und ein entsprechendes Messsignal an eine Steuereinrichtung 22 gibt. In der
Abgabeleitung 18 befindet sich weiterhin ein Volumenzähler 24, beispielsweise ein
Turbinenzähler, der das abgegebene Flüssigkeitsvolumen misst. Stromab des Volumenzählers
24 ist in der Abgabeleitung 18 eine Pumpe 26, beispielsweise eine Flügelzellenpumpe,
angeordnet. Die Pumpe 26 kann zum Beispiel von einem Nebenabtrieb des Tankwagens angetrieben
werden. Stromab der Pumpe 26 befindet sich ein Leerschlauchabgabeventil 28 zur Schwerkraftabgabe
oder zur gepumpten Abgabe an einen nicht näher dargestellten Leerschlauch, der an
eine Kupplung 30 angekuppelt werden kann. Das Leerschlauchventil 28 kann mehrstufig
oder auch analog ansteuerbar ausgeführt sein. Dies ist zur Entleerung im Leerschlauchbetrieb
hilfreich. Weiterhin befinden sich stromab der Pumpe 26 im dargestellten Beispiel
zwei Vollschlauchabgabeventile 32 für eine gepumpte Abgabe jeweils in einen Vollschlauch,
im dargestellten Beispiel umfassend eine Schlauchtrommel 34. Parallel zu den Vollschlauchabgabeventilen
32 ist jeweils ein Entleerungsventil 36 mit einem gegenüber dem Vollschlauchabgabeventil
32 jeweils verringerten Durchflussquerschnitt vorgesehen. Außerdem ist parallel zur
Pumpe 26 eine Bypassleitung 38 vorgesehen, in der ein Bypassventil 40 angeordnet ist,
das gleichzeitig als Überströmventil dienen kann.
[0025] Stromauf der Bodenventile 14 ist an den Kollektor 12 eine Druckeinrichtung 42 angeschlossen.
Außerdem ist mit dem Kollektor 12 ein Be- und Entlüftungsventil 48 über einen Luft-/Flüssigkeitssensor
49 verbunden, das im geöffneten Zustand eine Verbindung mit einer zur Atmosphäre offenen
Be- und Entlüftungsleitung 46 herstellt. Die Druckeinrichtung 42 umfasst Entleerungsmittel
zum Entleeren des Kollektors 12, der Abgabeleitung 18 und der Pumpe 26 bei einem Wechsel
der abzugebenden Flüssigkeit insbesondere bei Vollschlauchabgabe. Sie kann ein Belüftungsventil
umfassen. Bei dem Bezugszeichen 44 ist außerdem beispielhaft für eines der Abgabeventile
32 zur gepumpten Abgabe eine im Wesentlichen unmittelbar stromab des Abgabeventils
32 angeordnete Molchsendestation 44 zu erkennen, die nachfolgend noch näher erläutert
werden wird. Entsprechende Molchsendestationen können auch für die übrigen Abgabeventile
32 und 28 vorgesehen sein. Stromab der Pumpe 26 und des Bypassventils 40 ist außerdem
ein Leermeldesensor 50 angeordnet, im dargestellten Beispiel im Bereich des Anschlussraums
der Abgabeventile 28, 32.
[0026] Die Funktion der erfindungsgemäßen Anlage wird nachfolgend beschrieben. Je nach dem
abzugebenden Flüssigkeitsprodukt wird eines der Bodenventile 14 geöffnet, um über
die Verbindungsleitung 17 und das entsprechende, ebenfalls geöffnete Kollektorventil
15 die Flüssigkeit aus der entsprechenden Kammer 11 des Tanks 10 in den Kollektor
12 abzulassen. Zur vollständigen Füllung des Kollektors 12 wird auch das Be- und Entlüftungsventil
48 geöffnet und sobald der Luft-/Flüssigkeitssensor 49 am Be- und Entlüftungsventil
48 die Füllung des Kollektors 12 erkennt, wird es wieder geschlossen. Die Steuerung
der Entlüftung kann auch mittels eines Schwimmerventils erfolgen. Die Bodenventile
14 und die Kollektorventile 15 sowie das Be- und Entlüftungsventil 48 können zum Beispiel
von der Steuereinrichtung 22 angesteuert werden. Ist beispielsweise eine Schwerkraftabgabe
gewünscht, wird das Bypassventil 40 geöffnet, beispielsweise durch die Steuereinrichtung
22, und die Pumpe 26 ist nicht in Betrieb.
[0027] Ist die Anlage vollständig gefüllt, erkennbar durch das Schließen des Be- und Entlüftungsventils
48, wird das Leerschlauchabgabeventil 28 geöffnet, während die Vollschlauchabgabeventile
32 und die Entleerungsventile 36 geschlossen sind. Auch diese Ventile können durch
die Steuereinrichtung 22 entsprechend angesteuert werden. Die in den Kollektor 12
fließende Flüssigkeit fließt aus diesem entsprechend schwerkraftbedingt über den Krümmer
16, die Abgabeleitung 18 und die Bypassleitung 38 sowie durch das Abgabeventil 28
ab, insbesondere in einen an die Kupplung 30 angeschlossenen Leerschlauch. Die Menge
der abgegebenen Flüssigkeit wird durch den Volumenzähler 24 gemessen und die Messdaten
beispielsweise an die Steuereinrichtung 22 gegeben. Soll die Schwerkraftabgabe beendet
werden und anschließend die Messanlage entleert werden, werden das zuvor geöffnete
Bodenventil 14 sowie das entsprechende Kollektorventil 15 geschlossen und das Be-
und Entlüftungsventil 48 geöffnet. Die noch im Kollektor 12 befindliche Flüssigkeit
fließt entsprechend über das Leerschlauchabgabeventil 28 so lange weiter ab bis das
Flüssigkeitsniveau den Gasblasensensor 20 erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wird die bisher
durch den Volumenzähler 24 gemessene Flüssigkeitsmenge in der Steuereinrichtung 22
abgespeichert und je nach Ausführung der Anlage das Leerschlauchabgabeventil 28 kurzzeitig
geschlossen oder aber ohne Unterbrechung das verbleibende Restvolumen abgegeben bis
der Leermeldesensor 50 der Steuereinrichtung 22 die vollständige Entleerung anzeigt.
Nun wird das vorher bekannte Restvolumen auf die vorherige, in der Steuereinrichtung
22 gespeicherte Volumenmessung aufaddiert und alle Ventile werden geschlossen. Während
der Schwerkraftabgabe wird auch die Pumpe 26 zunächst mit Flüssigkeit gefüllt. Aufgrund
der Anordnung der Abgabeventile 28, 32 stromab der Pumpe 26 kann diese sich jedoch
auch im Schwerkraftbetrieb vollständig entleeren, wobei das aus der Pumpe 26 austretende
Produkt ebenfalls über das Leerschlauchabgabeventil 28 abgegeben wird. Die Entleerung
kann beschleunigt werden, indem in die Innenfläche eines Stators der Pumpe 26, insbesondere
der Flügelzellenpumpe, eine oder mehrere Entleerungsnuten eingebracht sind, über die
die Pumpe sich zum Ende einer Schwerkraftabgabe entleert.
[0028] Nach Abschluss der Entleerung befindet sich Luft im Kollektor 12, dem Krümmer 16,
der Abgabeleitung 18 und der Pumpe 26. Für eine nachfolgende Abgabe einer anderen
Flüssigkeit muss diese Luft zunächst entfernt werden. Hierzu wird, beispielsweise
durch die Steuereinrichtung 22 bei geschlossenem Abgabeventil 28 das Be- und Entlüftungsventil
48 geöffnet. Anschließend wird, beispielsweise wiederum durch die Steuereinrichtung
22, das Bodenventil 14 der das anschließend abzugebende Flüssigkeitsprodukt enthaltenden
Kammer 11 geöffnet, so dass die Flüssigkeit in die entsprechende Verbindungsleitung
17 eintritt. Beispielsweise wiederum durch die Steuereinrichtung 22 wird anschließend
das mit dieser Verbindungsleitung 17 verbundene Kollektorventil 15 geöffnet, so dass
sich der Kollektor 12, der Krümmer 16, die Abgabeleitung 18 und die Pumpe 26 mit der
nun abzugebenden Flüssigkeit füllen. Die zuvor enthaltene Luft wird dabei über das
Be-und Entlüftungsventil 48 in die Be- und Entlüftungsleitung 46 verdrängt und an
die Atmosphäre abgegeben. Das Be- und Entlüftungsventil 48 wird nun in Abhängigkeit
des zugeordneten Luft-/Flüssigkeitssensors 49 wieder geschlossen, beispielsweise wiederum
durch die Steuereinrichtung.
[0029] Anschließend kann die Abgabe der Flüssigkeit erfolgen, beispielsweise erneut durch
Schwerkraftabgabe oder auch im Pumpbetrieb. Die Abgabe von Flüssigkeit kann zum Beispiel
durch Erreichen einer vorgegebenen Menge, eine Handabschaltung oder durch Entleerung
der betreffenden Kammer 11 beendet werden. Wird bei der Flüssigkeitsabgabe beispielsweise
eine der Kammern 11 vollständig entleert, kann dies durch den Gasblasensensor 20 oder
andere Sensoren im Kollektor 12 detektiert werden. Beispielsweise durch die Steuereinrichtung
22 wird nun das zuvor genutzte Abgabeventil optional (kurzzeitig) geschlossen und
die bis dahin durch den Volumenzähler 24 gemessene Flüssigkeitsmenge wird gespeichert.
Wiederum beispielsweise durch die Steuereinrichtung 22 werden nun das Be- und Entlüftungsventil
48 sowie das zuvor genutzte Abgabeventil geöffnet, sofern es zuvor geschlossen wurde.
Die im Kollektor 12, dem Krümmer 16 und der Abgabeleitung 18 noch enthaltene Flüssigkeit
fließt ab bis der Leermeldesensor 50 ein Leermeldesignal abgibt. Nun kann zu der zuvor
gespeicherten gemessenen Flüssigkeitsmenge beispielsweise eine Flüssigkeitsmenge hinzuaddiert
werden, die einem zuvor bestimmten Volumen des Systems aus Kollektor 12, Krümmer 16
und Abgabeleitung 18 entspricht. Anschließend werden alle geöffneten Ventile von der
Steuereinrichtung 22 geschlossen.
[0030] Das erläuterte Vorgehen ist sowohl bei Schwerkraftabgabe als auch im Pumpbetrieb
anwendbar. Insbesondere eine gepumpte Abgabe wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0031] Soll beispielsweise nach einer Schwerkraftabgabe eine gepumpte Abgabe von Flüssigkeit
erfolgen, wird die Anlage bei geschlossenem Bypassventil 40 wie vor blasenfrei aufgefüllt.
Anschließend wird die Pumpe 26 zum Betrieb angesteuert und es wird eines der Abgabeventile
32 geöffnet, beispielsweise ebenfalls durch die Steuereinrichtung 22. Die aus der
Kammer 11 abgegebene Flüssigkeit kann nun über den Kollektor 12, den Krümmer 16, die
Abgabeleitung 18 und die Pumpe 26 über das Vollschlauchabgabeventil 32 in die Schlauchtrommel
34 abfließen. Gegen Ende der Flüssigkeitsabgabe, wenn das betreffende Bodenventil
14 und Kollektorventil 15 geschlossen und das BE- und Entlüftungsventil 48 geöffnet
werden, wird, sobald der Flüssigkeitsspiegel den Blasendetektor erreicht hat und somit
bevor Luft in die Pumpe eindringen kann, durch die Steuereinrichtung 22 das Vollschlauchabgabeventil
32 geschlossen. Wiederum wird die bis dahin gemessene Abgabemenge in der Steuereinrichtung
22 gespeichert und das zu diesem Vollschlauchabgabeventil 32 parallel angeordnete,
zuvor geschlossene Entleerungsventil 36 geöffnet. Aufgrund des geringeren Durchflussquerschnitts
des Entleerungsventils 36 wird dadurch ein Einziehen von Luft in die Schlauchtrommel
34 bzw. den Vollschlauch auch gegen Ende der gepumpten Flüssigkeitsabgabe sicher vermieden.
[0032] Sofern sich in den Rohrleitungen 12, 16 und 18 nur noch ein geringer Flüssigkeitsanteil
befindet, kann durch die Pumpe 26 eine vollständige Entleerung nicht immer zuverlässig
erfolgen. Daher kann bei der erfindungsgemäßen Anlage, angesteuert beispielsweise
durch die Steuereinrichtung 22, durch die Druckeinrichtung 42 Druckluft in den Kollektor
12 eingeblasen werden, die entsprechend noch in dem Kollektor 12, dem Krümmer 16,
der Abgabeleitung 18 und der Pumpe 26 befindliche Flüssigkeit über das Entleerungsventil
36 bis in den Vollschlauch bzw. die Schlauchtrommel 34 austreibt. Der Leerzustand
wird der Steuereinrichtung 22 durch den Leermeldesensor 50 angezeigt. Nach Ende der
Flüssigkeitsabgabe wird auch das Entleerungsventil 36 geschlossen, beispielsweise
wiederum durch die Steuereinrichtung 22. Nachfolgend befindet sich im Leitungssystem
jedenfalls bis zu den Abgabeventilen und den Entleerungsventilen im Wesentlichen kein
zuvor abgegebenes Flüssigkeitsprodukt mehr und die ausgetriebene feste und vorher
bekannte Restmenge wird wiederum dem zuvor gemessenen Volumen hinzuaddiert. Soll nachfolgend
ein anderes Flüssigkeitsprodukt abgegeben werden, kann eine Produktvermischung insoweit
sicher vermieden werden. Dies gilt insbesondere, wenn die nachfolgend abzugebende
andere Flüssigkeit über das andere Vollschlauchabgabeventil 32 bzw. das andere Entleerungsventil
36 oder bei einer gewünschten Leerschlauchabgabe über das Leerschlauchabgabeventil
28 erfolgt. Zum Austreiben der im System enthaltenen Luft kann wiederum die oben erläuterte
Entlüftung erfolgen.
[0033] Selbst wenn jedoch die andere Flüssigkeit über dasselbe Abgabeventil 32 und dasselbe
Entleerungsventil 36 wie zuvor abgegeben werden soll, ist dies erfindungsgemäß ohne
jegliche Produktvermischung möglich. Hierzu dient die Molchsendestation 44, über die
ein Molch im Wesentlichen unmittelbar stromab des Abgabeventils 32 in die Flüssigkeitsleitung
eingebracht werden kann. Der Molch kann beispielsweise durch das nachfolgend abzugebende
Flüssigkeitsprodukt oder aber auch durch Druckluft durch den Vollschlauch bzw. die
Schlauchtrommel 34 hindurch getrieben werden, wobei sämtliches zuvor noch enthaltenes
Flüssigkeitsprodukt ausgetrieben wird. Je nach Anwendung kann die so ausgetriebene
Flüssigkeit der vorangegangenen Lieferung zugeschlagen werden oder aber in die entsprechende
Kammer zurückgeführt werden. Dazu können an den Kollektorventilen 15 an sich bekannte,
entsprechende Anschlüsse für die Ausgabepistole vorgesehen sein. Sobald der Molch
das Ende des Vollschlauchs bzw. der Schlauchtrommel 34, beispielsweise eine Ausgabepistole,
erreicht, ist das alte Produkt vollständig aus der Leitung bzw. dem Schlauch entfernt
und das neue Produkt kann vermischungsfrei abgegeben werden. In besonders einfacher
Weise ist es dabei möglich, dass der Molch durch eine Ausgabepistole nach Erreichen
des Auslasses der Ausgabepistole mit dieser wieder in die Molchsendestation 44 eingesetzt
wird für einen nachfolgenden Einsatz. Das leckfreie Einsetzen des Molches in die Sendestation
ist dem Fachmann an sich bekannt.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Tank
- 11
- Kammern
- 12
- Kollektor
- 14
- Bodenventile
- 15
- Kollektorventile
- 16
- Krümmer
- 17
- Verbindungsleitungen
- 18
- Abgabeleitung
- 20
- Gasblasendetektor
- 22
- Steuereinrichtung
- 24
- Volumenzähler
- 26
- Pumpe
- 28
- Leerschlauchabgabeventil
- 30
- Kupplung
- 32
- Vollschlauchabgabeventile
- 34
- Schlauchtrommel
- 36
- Entleerungsventile
- 38
- Bypassleitung
- 40
- Bypassventil
- 42
- Druckeinrichtung
- 44
- Molchsendestation
- 46
- Be- und Entlüftungsleitung
- 48
- Be- und Entlüftungsventil
- 49
- Luft-/Flüssigkeitssensor
- 50
- Leermeldesensor
1. Anlage zur Abgabe von Flüssigkeit aus einem mehrere Kammern (11) enthaltenden Tankwagen
wahlweise durch Schwerkraft oder mittels einer Pumpe (26), umfassend einen über Ventile
(14, 15) mit den Kammern (11) verbundenen Kollektor (12), der mit einer ein Gefälle
aufweisenden Abgabeleitung (18) verbunden ist, weiter umfassend eine Pumpe (26) in
der Abgabeleitung (18) sowie mindestens ein Leerschlauchabgabeventil (28) zur Schwerkraftabgabe
oder gepumpten Abgabe und mindestens ein Vollschlauchabgabeventil (32) zur gepumpten
Abgabe, wobei weiterhin ein Volumenzähler (24) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl mindestens ein Leerschlauchabgabeventil (28) als auch mindestens ein Vollschlauchabgabeventil
(32) stromab der Pumpe (26) in der Abgabeleitung (18) angeordnet sind, und dass eine
mit der Abgabeleitung (18) verbundene Bypassleitung (38) parallel zur Pumpe (26) vorgesehen
ist, in der ein Bypassventil (40) angeordnet ist, wobei die Schwerkraftabgabe über
die Bypassleitung (38) erfolgt.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass stromauf des Volumenzählers (24) ein Gasblasensensor (20) vorgesehen ist, der das
Vorhandensein von Gas oder den Gasanteil in der Flüssigkeit misst.
3. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bypassventil (40) ein gesteuertes Überströmventil ist.
4. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung (22) zum Steuern der Abgabe von Flüssigkeit vorgesehen ist.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem mindestens einen Vollschlauchabgabeventil (32) mindestens ein Entleerungsventil
(36) mit einem gegenüber dem Vollschlauchabgabeventil (32) geringeren Durchflussquerschnitt
angeordnet ist, wobei die Steuereinrichtung (22) für eine gepumpte Abgabe zunächst
bei geschlossenem Entleerungsventil (36) das Vollschlauchabgabeventil (32) öffnet
und gegen Ende der gepumpten Abgabe das Vollschlauchabgabeventil (32) schließt und
das Entleerungsventil (36) öffnet, so dass die weitere gepumpte Abgabe über das Entleerungsventil
(36) erfolgt.
6. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (26) sich zum Ende einer Schwerkraftabgabe entleert.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (26) eine Flügelzellenpumpe ist, umfassend einen vorzugsweise hohlzylindrischen
Stator und einen in dem Stator um eine exzentrisch zu der Statorachse angeordnete
Rotorachse rotierenden vorzugsweise zylindrischen Rotor, in dem Führungen für mehrere
vorzugsweise radial verschieblich gelagerte Flügel ausgebildet sind, wobei in die
Innenfläche des Stators eine oder mehrere Entleerungsnuten eingebracht sind, über
die die Pumpe (26) sich zum Ende einer Schwerkraftabgabe entleert.
8. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Kollektor (12) ein Entlüftungsventil (48) verbunden ist, über das eine Entlüftung
des Kollektors (12) erfolgen kann.
9. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Druckmittel (42) vorgesehen sind, die ein Druckgas, vorzugsweise Druckluft, zum Entleeren
von Flüssigkeit in den Kollektor (12), die Abgabeleitung (18) und die Pumpe (26) leiten.
10. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Molcheinrichtung (44) vorgesehen ist, mit der ein Molch zumindest
durch einen Leitungsabschnitt stromab mindestens eines Vollschlauchabgabeventil (32)
geleitet werden kann.
11. Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass stromab der Pumpe (26) und des Bypassventils (40) weiterhin ein Leermeldesensor (50)
angeordnet ist.
12. Tankwagen mit mehreren Kammern für Flüssigkeit, umfassend eine Anlage zur Abgabe von
Flüssigkeit nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Tankwagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Tankwagen ein Rigid Tankwagen ist.
14. Tankwagen nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (26) durch einen Nebenabtrieb des Tankwagens angetrieben wird.
1. An assembly for dispensing liquid from a tank wagon containing several chambers (11)
either by gravity or by means of a pump (26), comprising a collector (12) that is
connected to the chambers (11) via valves (14, 15) and that is connected to a dispensing
line (18) having an incline, further comprising a pump (26) in the dispensing line
(18) as well as at least one dry hose dispensing valve (28) for dispensing by gravity
or dispensing by pump and at least one wet hose dispensing valve (32) for dispensing
by pump, wherein a volume meter (24) is also provided, characterized in that at least one dry hose dispensing valve (28) and at least one wet hose dispensing
valve (32) are arranged downstream of the pump (26) in the dispensing line (18), and
in that a bypass line (38) which is connected to the dispensing line (18) and in which a
bypass valve (40) is arranged is provided in parallel with the pump (26), wherein
the dispensing-by-gravity process takes place via the bypass line (38).
2. The assembly according to claim 1, characterized in that a gas bubble sensor (20) that measures the presence of gas or the gas content in
the liquid is provided upstream of the volume meter (24).
3. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that the bypass valve (40) is a controlled overflow valve.
4. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that a control apparatus (22) is provided for controlling the liquid-dispensing process.
5. The assembly according to claim 4, characterized in that at least one emptying valve (36) having a smaller cross-section of flow than the
wet hose dispensing valve (32) is arranged in parallel with the at least one wet hose
dispensing valve (32), wherein the control apparatus (22), for dispensing by pump,
initially opens the wet hose dispensing valve (32) while the emptying valve (36) is
closed and, towards the end of the dispensing-by-pump process, closes the wet hose
dispensing valve (32) and opens the emptying valve (36), such that the further dispensing-by-pump
process takes place via the emptying valve (36).
6. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that the pump (26) empties at the end of a dispensing-by-gravity process.
7. The assembly according to claim 6, characterized in that the pump (26) is a vane pump, comprising a preferably hollow-cylindrical stator and
a preferably cylindrical rotor that rotates in the stator about a rotor axis arranged
eccentrically to the stator axis, in which rotor guides are formed for several vanes
that are mounted preferably so as to be radially displaceable, wherein one or more
emptying grooves via which the pump (26) empties at the end of a dispensing-by-gravity
process are formed in the inner surface of the stator.
8. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that a venting valve (48) via which the collector (12) can be vented is connected to the
collector (12).
9. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that pressure means (42) are provided, which convey a pressurized gas, preferably pressurized
air, into the collector (12), the dispensing line (18) and the pump (26) in order
to drain liquid.
10. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that a pigging apparatus (44) is also provided, by means of which a pig can be guided
at least through a line portion that is downstream of at least one wet hose dispensing
valve (32).
11. The assembly according to any one of the preceding claims, characterized in that an emptiness sensor (50) is also arranged downstream of the pump (26) and the bypass
valve (40).
12. A tank wagon with several chambers for liquid, comprising an assembly for dispensing
liquid according to any one of the preceding claims.
13. The tank wagon according to claim 12, characterized in that the tank wagon is a rigid tank wagon.
14. The tank wagon according to any one of claims 12 or 13, characterized in that the pump (26) is driven by means of a power take-off of the tank wagon.
1. Installation de distribution de liquide à partir d'un véhicule citerne contenant plusieurs
chambres (11), facultativement par gravité ou au moyen d'une pompe (26), comportant
un collecteur (12) relié aux chambres (11) par le biais de soupapes (14, 15), lequel
est relié à une conduite de distribution (18) présentant une pente, comportant en
outre une pompe (26) dans la conduite de distribution (18) ainsi qu'au moins une soupape
de distribution de tuyau vide (28) pour la distribution par gravité ou la distribution
par pompage et au moins une soupape de distribution de tuyau plein (32) pour la distribution
par pompage, dans laquelle il est également prévu un compteur volumique (24), caractérisée en ce qu'aussi bien au moins une soupape de distribution de tuyau vide (28) qu'au moins une
soupape de distribution de tuyau plein (32) sont disposées en aval de la pompe (26)
dans la conduite de distribution (18), et en ce qu'il est prévu une conduite de dérivation (38) reliée à la conduite de distribution
(18) parallèlement à la pompe (26), dans laquelle est disposée une soupape de dérivation
(40), la distribution par gravité étant effectuée par le biais de la conduite de dérivation
(38).
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu un détecteur de bulles de gaz (20) en amont du compteur volumique (24),
lequel mesure la présence de gaz ou la concentration du gaz dans le liquide.
3. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la soupape de dérivation (40) est une soupape de décharge commandée.
4. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de commande (22) destiné à commander la distribution de
liquide.
5. Installation selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'au moins une soupape de purge (36) avec une section transversale de passage réduite
par rapport à celle de la soupape de distribution de tuyau plein (32) est disposée
parallèlement à l'au moins une soupape de distribution de tuyau plein (32), dans laquelle
le dispositif de commande (22), pour une distribution par pompage, ouvre tout d'abord
la soupape de distribution de tuyau plein (32) tandis que la soupape de purge (36)
est fermée, puis, vers la fin de la distribution par pompage, ferme la soupape de
distribution de tuyau plein (32) et ouvre la soupape de purge (36), de telle façon
que le reste de la distribution par pompage est effectué par le biais de la soupape
de purge (36).
6. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la pompe (26) se vide à la fin d'une distribution par gravité.
7. Installation selon la revendication 6, caractérisée en ce que la pompe (26) est une pompe à palettes, comportant un stator avantageusement cylindrique
creux et un rotor avantageusement cylindrique tournant dans le stator autour d'un
axe de rotation disposé excentriquement par rapport à l'axe de stator, dans lequel
sont formés des guidages pour plusieurs palettes montées avantageusement de façon
déplaçable radialement, dans laquelle une ou plusieurs rainures de purge, par le biais
desquelles la pompe (26) se vide à la fin d'une distribution par gravité, sont intégrées
dans la surface intérieure du stator.
8. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une soupape d'aération (48), par le biais de laquelle une aération du collecteur (12)
peut être effectuée, est reliée au collecteur (12).
9. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu des moyens de pression (42) guidant un gaz comprimé, avantageusement
de l'air comprimé, vers le collecteur (12), la conduite de distribution (18) et la
pompe (26) pour l'évacuation de liquide.
10. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est également prévu un dispositif de raclage (44) avec lequel un racleur peut être
guidé au moins à travers une section de conduite en aval d'au moins une soupape de
distribution de tuyau plein (32).
11. Installation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un détecteur d'état vide (50) est également disposé en aval de la pompe (26) et de
la soupape de dérivation (40).
12. Véhicule citerne avec plusieurs chambres pour du liquide, comportant une installation
de distribution de liquide selon l'une des revendications précédentes.
13. Véhicule citerne selon la revendication 12, caractérisée en ce que le véhicule citerne est un véhicule citerne rigide.
14. Véhicule citerne selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisée en ce que la pompe (26) est entraînée par un entraînement auxiliaire du véhicule citerne.