1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Konverter zum Frischen geschmolzenen Metalls, insbesondere
einer Eisen- oder Stahlschmelze, umfassend ein Konvertergefäß sowie mindestens eine
Toplanze und wenigstens zwei in der Seitenwand des Konvertergefäßes angeordnete Seitenwanddüsen.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung des Entkohlungsvorganges
einer metallischen Schmelze in einem metallurgischen Reaktor, vorzugsweise einem Konverter.
2. Stand der Technik
[0002] Der Linz-Donauwitz (LD)-Prozess ist ein Stahlerzeugungsprozess, bei dem Sauerstoff
auf eine Oberfläche einer kohlenstoffreichen (Roh-)Eisenschmelze in einem Konverter
geblasen wird. Die Ausführung und Bauform des Konverters als geeigneter metallurgischer
Reaktor sind aus dem Stand der Technik bekannt (z.B.
GB 1 276 029). Zu Beginn des Prozesses wird die Eisenschmelze in den Konverter eingefüllt. Für
den Entkohlungsvorgang wird Sauerstoff durch eine üblicherweise wassergekühlte Lanze
unter hohem Druck und mit Überschall auf die Badoberfläche geblasen. Die Lanze weist
typischerweise eine oder mehrere Düsen auf. Darüber hinaus kann eine Einblaseinrichtung
auch über zusätzliche Seitenwanddüsen und / oder Bodendüsen verfügen. Ein Einblaseinrichtung
bestehend aus einer Blaslanze, Bodendüsen und Seitenwanddüsen ist beispielsweise im
EP 0 030 360 beschrieben.
[0003] Dem Konverter können vor Beginn des Prozesses, aber auch u.U. im laufenden Prozess,
Kalk und / oder andere Schlackebildner stückig zugeführt oder als Pulver in den Konverter
eingeblasen werden. Die dadurch gebildete Schlacke hat die Aufgabe, unerwünschte Begleitelemente
in oxidierter Form aufzunehmen und die feuerfeste Zustellung zu schützen. Dazu wird
mit Hilfe der Einblaseinrichtung eine Emulsion aus Schlacke und Stahl erzeugt. Der
Sauerstoff reagiert in einer mehrstufigen Reaktion mit dem in der Eisenschmelze gelösten
Kohlenstoff zu Kohlenmonooxid (CO) und / oder Kohlendioxid (CO
2) und reduziert dadurch den Kohlenstoffgehalt in der Eisenschmelze. Ein mögliches
Zwischenprodukt in der Reaktionskette ist z.B. Eisenoxid (FeO).
[0004] Die Kontrolle des Frischprozesses, insbesondere der Entkohlungsrate, und die Anlagensteuerung
erfolgt typischerweise mit der bekannten Automatisierungstechnik. Zur Beschreibung
der ablaufenden chemischen Reaktionen werden üblicherweise empirische Modelle eingesetzt.
Ein Eingriff in den Frischprozess erfolgt normalerweise über eine Anpassung des Abstandes
der Lanzenspitze zur Badoberfläche.
[0005] Die aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren weisen jedoch den Nachteil auf,
dass die Kontrolle der Entkohlungsgeschwindigkeit in der frühen Phase des Frischprozesses
nicht ausreichend flexibel ist. Da im Konverter nicht ideale Mischungs- und / oder
Temperaturverteilungen vorliegen können, können reaktionskinetische Effekte die Entkohlungsgeschwindigkeit
dominieren und dadurch einen ungewollten Auswurf oder ein Überschäumen von Eisenschmelze
und / oder Schlacke hervorrufen. Eine bei Bedarf gewünschte Erhöhung der Mischungsintensität
wird bisher durch ein Absenken der Lanzenspitze erreicht. Das Absenken der Lanzenspitze
führt aber auch zu einer ungewollten Erhöhung der Entkohlungsgeschwindigkeit im Einflussbereich
der Lanzenspitze. Die Entkohlungsreaktion entzieht der Schlacke das für eine reaktive
Schlacke notwendige Eisenoxid im Prozessverlauf zu früh.
3. Aufgabe der Erfindung
[0006] Es war daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen,
die es ermöglichen, die Mischungsintensität innerhalb des Konverters mit einfachen
Mitteln und ohne nennenswerten Einfluss auf die Entkohlungsreaktion zu erhöhen und
dadurch reaktionskinetische Effekte zu vermeiden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Konverter mit den Merkmalen des Anspruches 1 und durch
das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruch 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind sowohl in den jeweils abhängigen Unteransprüchen als auch in der
nachfolgenden Beschreibung der Erfindung dargelegt.
4. Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Konverter zur Verfügung gestellt,
der zum Frischen geschmolzenen Metalls, insbesondere einer Eisen-oder Stahlschmelze,
auegelegt ist. Dieser Konverter weist ein Konvertergefäß sowie mindestens eine Toplanze
und wenigstens zwei in der Seitenwand des Konverters angeordnete Seitenwanddüsen auf.
Erfindungsgemäß sind die Seitenwanddüsen so ausgebildet und angeordnet, dass durch
sie ein im Wesentlichen zueinander gegenläufiger Strom an Prozessgas in das Konvertergefäß
hinein erzeugt wird.
[0009] Das Konvertergefäß weist eine typische Bauform auf, die einer umgestülpten Glocke
mit zulaufendem Hals ähnelt. Die Grundfläche des Konvertergefäßes ist üblicherweise
rund ausgebildet und bildet die Basis für eine umlaufende Seitenwand. Durch den Hals
des Konvertergefäßes kann eine Toplanze zum Aufblasen eines Prozessgases auf die Metallschmelze
und Schlacke innerhalb des Konvertergefäßes geführt werden. Das Innere des Konvertergefäßes
wiederum ist zum Schutz der metallenen Außenhaut mit einer feuerfesten Ausmauerung
zugestellt. Die Bauform des Konvertergefäßes und die Ausmauerung sind dabei so gewählt,
dass eine der Bauform und Ausmauerung entsprechende Menge und folglich Füllhöhe an
Metallschmelze und Schlacke aufgenommen werden kann. Weder ein Unter- noch ein Überschreiten
dieser Nennmenge für jedes Konvertergefäß sind gewünscht, dementsprechend kann die
Ausmauerung, die Bauform sowie die Anordnung der Toplanze sowie anderer für die Zufuhr
von Prozessgasen vorgesehener Düsen gezielt auf den Badspiegel sowohl für die Metallschmelze
als auch die Schlacke abgestimmt werden.
[0010] Erfindungsgemäß erfolgt die Zugabe von Prozessgas nicht nur über die Toplanze, sondern
zudem auch über Seitenwanddüsen, die in der Lage sind, einen gegenläufigen Strom an
Prozessgasen in das Konvertergefäß hinein zu erzeugen. Seine Eigenschaft als Prozessgas
erreicht dieses, wenn es am Prozess innerhalb des Konverters teilnimmt, demnach mit
der Schlacke und ggf. auch der Metallschmelze wechselwirkt. Durch den gegenläufigen
Strom des Prozessgases wird folglich auch ein zueinander gegenläufiger Strom an Schlacke
und ggf. Metallschmelze bewirkt, wodurch mit besonders einfachen Mitteln gegenläufige
und einander vermischende oder zumindest begegnende Schlacke- und ggf. auch Metallströme
erzeugt werden.
[0011] Dies bewirkt eine erhöhte Vermischung der beteiligten Phasen oder eine Erhöhung der
Mischungsintensität. Hierdurch wird gleichzeitig die Temperaturverteilung verringert,
das Risiko für ein Überspritzen (sog. slopping) oder die übermäßige Bildung von Schaumschlacke
verringert und schlussendlich der gesamte Frischprozess sicherer und beherrschbarer
gestaltet.
Definitionen:
[0012]
- Prozessgas:
- Mischung aus Sauerstoff und Inertgas in variablen Anteilen
- Thermodynamisches Gleichgewicht:
- quasistatisches thermodynamisches Gleichgewicht, chemische Reaktionen und Zustandsänderungen
laufen so ab, dass kinetische Effekte vernachlässigbar klein sind
- Entkohlungsvorgang:
- Zuführen eines Sauerstoffträgers in den metallurgischen Reaktor zur Oxidation eines
Kohlenstoffgehaltes der metallischen Schmelze. Darüber hinaus können auch andere unerwünschte
Elemente (P, Cr, Si,...) durch Oxidation aus der Schmelze entfernt werden.
- Mischungsintensität:
- Menge der einem Stoff oder Stoffgemisch, insbesondere der Schlacke, bereitgestellten
Energie in einer Mischzeit zur Erreichung einer Mischungsgüte
- Düse:
- Einblasöffnung, durch die ein oder mehrere Prozessgase in den Konverter eingeblasen
und /oder Pulver mit Hilfe eines Fördergases dem Konverter zugeführt werden kann
[0013] Im Wesentlichen zueinander gegenläufiger Strom:
ein Strom an Prozessgas oder -gasen, der in der Lage ist, die Vermischung der beteiligten
Stoffe zu bewirken, bevorzugt ein exakt gegenläufiger Strom von Prozessgasen, vektoriell
betrachtet mit gleicher Richtung und entgegengesetzter Orientierung. Erfindungsgemäß
werden aber auch solche Ströme an Prozessgas als im Wesentlichen gegenläufig zueinander
betrachtet, die jeweils eine Abweichung von bis zu +/- 20° bezogen auf eine exakte
Ausrichtung zueinander aufweisen. Ebenso werden solche Ströme als im Wesentlichen
gegenläufig zueinander angesehen, die seitlich versetzt zueinander, gegebenenfalls
parallel zueinander und/oder mit einer Abweichung von jeweils bis zu +/- 20° bezogen
auf eine exakte Ausrichtung zueinander angeordnet sind. Entscheidend ist, ob die Ströme
in der Lage sind, die Mischungsintensität innerhalb der beteiligten Stoffe, insbesondere
der Schlacke, signifikant zu erhöhen, vorzugsweise um wenigstens 20, besonders bevorzugt
um wenigstens 30%.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Seitenwanddüsen auf
Höhe des in dem Konverter während des Betriebs vorliegenden Schlackespiegels oberhalb
der Metallschmelze angeordnet. Vorzugsweise sind wenigstens vier Seitenwanddüsen,
besonders bevorzugt in Kombination mit wenigstens einer Bodendüse, in dem Konvertergefäß
angeordnet. Hierdurch wird ein Konverter zur Verfügung gestellt, bei dem die Seitenwanddüsen
gezielt zur Beeinflussung der Mischungsintensität der Schlacke eingesetzt werden können,
ohne die Entkohlungsrate innerhalb der Metallschmelze unerwünscht zu erhöhen. Über
die Toplanze kann dabei gezielt und unverändert der Frischprozess und insbesondere
die Entkohlungsrate gesteuert werden, etwaig vorhandene Bodendüsen wiederum können
gezielt zur Bewegung des Metallbads eingesetzt werden.
[0015] In einer weiteren, ebenso bevorzugten Ausführungsform der Erfindung befinden sich
an dem dem Inneren des Konvertergefäßes zugewandten Ende der Toplanze wenigstens zwei
seitliche Austrittsöffnungen für Prozessgas, welche so angeordnet sind, dass durch
sie ein im Wesentlichen tangentialer Strom oder tangentiale Ströme an Prozessgas bezogen
auf den Umfang des Endes der Toplanze erzeugbar ist/sind.
[0016] Der tangentiale Strom oder die tangentialen Ströme aus der Toplanze werden vorzugsweise
im Wesentlichen gegenläufig zu dem Strom oder den Strömen aus den Seitenwanddüsen
erzeugt. Hierdurch wir die Erhöhung der Mischungsintensität innerhalb des Konvertergefäßes
besonders effektiv und flexibel einstellbar.
[0017] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird Verfahren zur Verfügung gestellt, bei
dem eine Abweichung zwischen einem thermodynamischen Gleichgewichtszustand und einem
Ist-Zustand in dem metallurgischen Reaktor während des Entkohlungsvorganges der metallischen
Schmelze mittels eines Vergleiches zwischen dem thermodynamischen Gleichgewicht einerseits
und dem Ist-Zustand andererseits bewertet und / oder vorhergesagt wird. Erfindungsgemäß
wird die Mischungsintensität der beteiligter Stoffe in dem metallurgischen Reaktor
mittels mindestens einer Einblaseinrichtung für Prozessgase und / oder Stäube gesteuert
oder geregelt. Darüber hinaus steuert oder regelt mindestens eine Einblaseinrichtung
für Prozessgase und / oder Stäube die CO/CO
2-Bildungsrate und dadurch unter anderem auch die Entkohlungsgeschwindigkeit in dem
metallurgischen Reaktor. Bei Auftreten einer Abweichung, nämlich der bewerteten und
/ oder vorhergesagten Abweichung, wird abhängig von dieser Bewertung und / oder der
Vorhersage der Entkohlungsvorgang so gesteuert oder geregelt, dass die Mischungsintensität
erhöht und / oder die Entkohlungsgeschwindigkeit und / oder die CO/CO
2-Bildungsrate reduziert wird.
[0018] Hierdurch wird ein Verfahren zur Verfügung gestellt, mit dem gezielt durch eine Minimierung
und / oder eine Verminderung der beschriebenen Abweichung ein Auswurf (slopping) und
/ oder ein Überschäumen von metallischer Schmelze und / oder Schlacke verhindert wird.
Dies wird vorzugsweise ohne jegliche Beeinflussung der Entkohlungsrate, insbesondere
ohne Veränderung der Entfernung der Austrittsdüse(n) für Prozessgas der Toplanze zum
Badspiegel oder eine Veränderung der Blasrate über die Toplanze erreicht.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden kontinuierlich
auf der Basis von Eingangsgrößen mittels einer Berechnung des thermodynamischen Gleichgewichtes
mögliche Verläufe des Entkohlungsvorganges vorhergesagt. Bevorzugt wird mittels manueller
Eingaben, Messungen oder empirischer Modelle der Ist-Zustand des metallurgischen Reaktors
bestimmt. Dadurch kann auf Basis eines Vergleiches zwischen dem Ist-Zustand und vorhergesagten
möglichen Entkohlungsvorgängen die Abweichung bestimmt und einer kritischen oder unkritischen
Kategorie zugeordnet werden. Die unkritische Kategorie ist dabei vorzugsweise gekennzeichnet
durch eine hinreichend hohe CO/CO
2-Bildungsrate und dadurch eine hinreichend hohe Entkohlungsgeschwindigkeit zur Vermeidung
einer Übersättigung der metallischen Schmelze mit Sauerstoff. Weiterhin ist die unkritische
Kategorie bevorzugt definiert durch eine hinreichend geringe CO/CO
2-Bildungsrate und / oder Entkohlungsgeschwindigkeit zur Bildung von einem hinreichenden
Eisenoxidgehalt (FeO) in der Schlacke.
[0020] Unter Berücksichtigung von mathematischen Methoden und Modellen kann das erfindungsgemäße
Verfahren eine Vorhersage über mögliche Verläufe des Entkohlungsvorganges, einer realen
Entkohlungsgeschwindigkeit und somit auch über die die Abweichung zwischen beiden
treffen. Dazu wird, vorzugsweise kontinuierlich, die Abweichung durch einen Vergleich
einer Vorhersage des theoretischen thermodynamischen Gleichgewichtes innerhalb des
metallurgischen Reaktors, vorzugsweise des Konverters, mit einem Ist-Zustand bestimmt.
Der Ist-Zustand wird mit Hilfe einer Kombination aus verschiedenen Eingangsparametern
berechnet. Als beispielhaft können hierfür mögliche Eingangsparameter eine Temperaturmessung,
eine Messung der Zusammensetzung des Abgases oder eine Massenbilanz des metallurgischen
Reaktors bezeichnet werden.
[0021] Vorzugsweise ist ein unkritischer Prozessablauf dadurch gekennzeichnet, dass die
CO/CO
2-Bildungsrate und / oder die Entkohlungsgeschwindigkeit ausreichend hoch ist, um eine
Übersättigung der Stahlschmelze mit Sauerstoff zu vermeiden. Zur Bildung von genug
Eisenoxid (FeO) für eine reaktive Schlacke sollte idealerweise die CO-Bildungsrate
und / oder die Entkohlungsgeschwindigkeit ausreichend gering sein. Wird der Entkohlungsvorganges
innerhalb dieser Grenzen durchgeführt, werden dadurch die nachteiligen reaktionskinetischen
Effekte vermieden. Insgesamt ist es von Vorteil, wenn der Entkohlungsvorgang in einem
Bereich abläuft, in dem das thermodynamische Gleichgewicht innerhalb der beteiligten
Stoffe, insbesondere der Schlacke, nicht ursächlich zu dem Auswurf oder dem Überschäumen
führt.
[0022] Verfahrensseitig wird somit eine Anleitung an den Fachmann gegeben, mittels derer
er in die Lage versetzt wird, den Entkohlungsvorgang, insbesondere den Frischprozess,
mit einfachen Mitteln zu steuern und die Mischungsintensität der gewünschten Phasen
innerhalb des metallurgischen Reaktors, insbesondere die Mischungsintensität innerhalb
einer auf einer Metallschmelze aufschwimmenden Schlacke, zur Vermeidung von thermodynamischen
Ungleichgewichten, je nach Bedarf zu steuern. Gleichzeitig werden das Auftreten übermäßiger
Mengen an Schaumschlacke und/oder der unerwünschte Auswurf von Schlacke und/oder Metall
aus dem metallurgischen Reaktor infolge thermodynamischer Ungleichgewichte vermieden.
Dies alles führt zu einem stabileren und sicheren Prozessablauf sowie zu einer Verlängerung
der Standzeit des metallurgischen Reaktors.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird ein Prozessgas und / oder Staub mittels einer Einblaseinrichtung in den metallurgischen
Reaktor eingeblasen. Die Einblaseinrichtung kann aus einer Toplanze, Seitenwanddüsen
und / oder Bodendüsen bestehen. Dabei weist die Toplanze mindestens eine oder mehrere
Düsen auf. Bei einem Einsatz der Toplanze, einer oder mehrerer Bodendüsen, und / oder
einer oder mehrerer Seitenwanddüsen kann der Druck, der Volumenstrom und / oder die
Zusammensetzung des Prozessgases für einzelne oder alle Düsen unabhängig voneinander
gesteuert oder geregelt werden.
[0024] Wird mittels eines Fördergases Pulver eingeblasen, kann dies vorzugsweise durch den
Einsatz der Toplanze, einer oder mehrerer Bodendüsen, und / oder einer oder mehrerer
Seitenwanddüsen erfolgen. Für die Steuerung und / oder Regelung der unterschiedlichen
oben genannten Parameter der Einblaseinrichtung, wie z.B. Druck, Volumenstrom, Zusammensetzung
des Prozessgas oder Abstand der Lanzenspitze, werden Vorgaben gemacht. Durch diese
Vorgaben wird unter anderem die Mischungsintensität in dem metallurgischen Reaktor
dahingehend beeinflusst, dass Scherströmungen in den unterschiedlichen Bereichen des
metallurgischen Reaktors erzeugt werden. Diese Scherströmungen führen erfindungsgemäß
zu einer erhöhten Vermischung der beteiligten Stoffe, insbesondere innerhalb der auf
dem Metallbad aufschwimmenden Schlacke, und erhöhen mit einfachen Mitteln die Mischungsintensität
bei gleichzeitiger Verringerung thermodynamischer Ungleichgewichte.
[0025] Bevorzugt umfasst die Beeinflussung der Mischungsintensität der beteiligten Stoffe
die Erhöhung der Mischintensität innerhalb der Schlacke, vorzugsweise wird allein
die Erhöhung der Mischintensität der Schlacke ohne Beeinflussung der Badbewegung innerhalb
der Metallschmelze umfasst.
[0026] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird dieses insbesondere in einer frühen Phase des Entkohlungsvorganges zur Vermeidung
von unerwünschtem Auswurf (slopping) und / oder Überschäumen eingesetzt. Dadurch werden
vorteilhafterweise reaktionskinetische Effekte in dem metallurgischen Reaktor vermieden,
wobei der Abstand der Toplanze zur Badoberfläche vorteilhafterweise nicht verändert
werden muss.
[0027] Die Prozessüberwachung erfolgt vorzugsweise unter Auswertung von Abgasmessungen während
des Entkohlungsvorganges. Bevorzugte gehen dabei die Ergebnisse der Abgasmessung und
die Bewertung der gemessenen Parameter, insbesondere die Rate der CO-Bildung, online
in die Prozesssteuerung ein. Die Abweichung gibt dann vorzugsweise einen Hinweis auf
eine verzögerte Entkohlungsreaktion. Hierdurch wird der Entkohlungsprozess mit einfachen
und leicht beherrschbaren Mitteln unterstützt und gibt dem Anlagenbetreiber gezielt
Daten zur Hand, mittels derer der Prozess gezielt und sicher gesteuert werden kann.
Insbesondere kann anhand der gemessenen Parameter bestimmt werden, ob und wie auf
den Prozess eingewirkt werden sollte, um eine optimale Prozessführung zu gewährleisten.
[0028] Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung
in einem Konverter gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung angewendet. Somit sind die
gleichen Effekte, die im Zusammenhang mit den einzelnen Aspekten offenbart sind, mit
beiden Aspekten der Erfindung erreichbar.
[0029] Vorzugsweise erfolgt dabei die Erhöhung der Mischintensität innerhalb der Schlacke
ausschließlich durch Erhöhung des Volumenstroms an Prozessgas aus den Seitenwanddüsen
und ggf. der wenigstens einen Bodendüse. Hierdurch wird ein Verfahren geschaffen,
das die Mischungsintensität gezielt innerhalb der Schlacke einzustellen in der Lage
ist, ohne gleichzeitig die Entkohlungsrate oder den Rest des Frischprozesses in ungewünschter
Weise zu beeinflussen.
[0030] Bevorzugt ist dann das Prozessgas aus den Seitenwanddüsen und ggf. der wenigstens
einen Bodendüse sauerstofffrei. Hierdurch wird die Entkohlungsrate ganz wesentlich
allein über die Toplanze gesteuert, während die Seitenwanddüsen und ggf. auch die
Bodendüsen(n) zur Erhöhung der Mischungsintensität innerhalb der Schlacke und ggf.
der Metallschmelze und zur Verringerung thermodynamischer Ungleichgewichte beitragen.
5. Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen sind:
- Figur 1:
- eine Seitenansicht auf einen Konverter mit typischer Bauform des Konvertergefäßes
und mit Toplanze sowie Seitenwanddüsen,
- Figur 2a):
- eine erste schematische Darstellung erfindungsgemäß erzeugter gegenläufiger Scherströme
innerhalb des Konvertergefäßes, und
- Figur 2b):
- eine zweite schematische Darstellung erfindungsgemäß erzeugter gegenläufiger Scherströme
innerhalb des Konvertergefäßes.
6. Detaillierte Beschreibung von Ausführungsformen:
[0032] Figur 1 zeigt einen typischen Aufbau eines metallurgischen Reaktors, hier eines BOF-Konverters
100. Der BOF 100 wird üblicherweise dazu verwendet, eine metallische Schmelze 500
zu entkohlen. Weiterhin ist dargestellt eine drehbare Aufhängung 110 des BOF, eine
Toplanze 210, unter einem Winkel α zur Horizontalen einblasende Seitenwanddüsen 220,
eine Schlackeschicht 400 und die metallische Schmelze 500. Die Seitenwanddüsen 220
sind so innerhalb der Seitenwand des BOF 100 angeordnet, dass sie bei üblichen oder
Nennbedingungen, folglich einem Betrieb mit vorgesehener Füllmenge und-höhe sowohl
in Bezug auf die Metallschmelze 500 als auch die Schlacke 400, den Strom an Prozessgas
allein auf oder in die Schlacke 400 richten.
[0033] Bei einer als kritische bewerteten Abweichung der Entkohlungsrate, die ein Indiz
für einen zu erwartenden Auswurf an Schlacke 400 oder Metallschmelze 500 aus dem BOF
100 oder für ein Überschäumen der Schlacke 400, kann mit Hilfe der Blaseinrichtung
200, aufweisend die Toplanze 210 und die Seitenwanddüsen 220, der Entkohlungsvorgang
beeinflusst werden. Dabei kann sowohl ein Mischungsvorgang im BOF als auch die Entkohlungsgeschwindigkeit
durch Vorgaben für die Steuerung oder Regelung der Toplanze 210 und / oder der Seitenwanddüsen
220 angepasst werden. Typischerweise wird der Mischungsvorgang im BOF 100 intensiviert
und / oder die Entkohlungsgeschwindigkeit durch eine Reduktion der Sauerstoffzufuhr
reduziert. Durch diese Vorgaben kehrt dann der Entkohlungsvorgang in den Bereich des
thermodynamischen Gleichgewichtes zurück und die Abweichung kann eliminiert oder zumindest
als unkritisch bewertet werden.
[0034] Für das erfindungsgemäße Verfahren ist es vorteilhaft, dass eine Blaseinrichtung
200 für den BOF 100 aus mehreren Düsen besteht. Die Düsen können in einer Toplanze
210, als Seitenwanddüse 220 oder als (nicht dargestellte) Bodendüse im BOF 100 verbaut
sein. Idealerweise kann für jede Düse für das Prozessgas die Zusammensetzung, der
Druck, die Temperatur oder der Volumenstrom einzeln und / oder unabhängig voneinander
gesteuert oder geregelt werden. Wird mit Hilfe der Düsen auch ein Pulver eingeblasen,
sollte die Zufuhr auch unabhängig von der Düse steuer- oder regelbar sein. Weiterhin
ist es für den Einsatz einer Toplanze 210 vorteilhaft, wenn der Abstand der Spitze
zur Badoberfläche regel- oder steuerbar ist. Durch die steuer- oder regelbare Zufuhr
des Prozessgases und / oder Pulvers in den BOF 100 ist es möglich, sowohl die Entkohlungsgeschwindigkeit
direkt zu beeinflussen als auch über einen Impulseintrag ein Mischungsvorgang beispielsweise
innerhalb der Schlackeschicht 400 zu verändern. Dazu wird vorzugsweise ein durch eine
Seitenwanddüse 220 eingetragener Impuls derart genutzt, dass Anteile und Intensitäten
von Scherströmungen im BOF 100 an den Entkohlungsvorgang angepasst werden. Dazu ist
es hilfreich, auch die Ausrichtung der Düsen in der Blaseinrichtung 200 zueinander
zu betrachten und anzupassen.
[0035] Die Figuren 2a) und b) zeigen zwei mögliche Varianten einer Düsenausrichtung in der
horizontalen Ebene zur Erzeugung von Scherströmungen: a) Die Seitenwanddüsen 220 werden
gegenläufig ausgerichtet, so dass die Scherströmung im Einflussbereich der Seitenwanddüsen
220 erzeugt wird. b) Die Ausrichtung der Düsen in der Toplanze 210 ist gegenläufig
zu der Ausrichtung der Seitenwanddüsen 220. Die Scherströmungen bilden sich im Bereich
zwischen dem Einflussbereich der Toplanze 200 und den Seitenwanddüsen 300.
1. Konverter zum Frischen geschmolzenen Metalls, insbesondere einer Eisen- oder Stahlschmelze,
umfassend ein Konvertergefäß sowie mindestens eine Toplanze und wenigstens zwei in
der Seitenwand des Konvertergefäßes angeordnete Seitenwanddüsen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenwanddüsen so ausgebildet und angeordnet sind, dass durch sie ein im Wesentlichen
zueinander gegenläufiger Strom an Prozessgas in das Konvertergefäß hinein erzeugbar
ist.
2. Konverter gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenwanddüsen auf Höhe des in dem Konverter während des Betriebs vorliegenden
Schlackespiegels oberhalb der Metallschmelze angeordnet sind.
3. Konverter gemäß einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens vier Seitenwanddüsen, vorzugsweise in Kombination mit wenigstens einer
Bodendüse, in dem Konvertergefäß angeordnet sind.
4. Konverter gemäß einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Inneren des Konvertergefäßes zugewandten Ende der Toplanze wenigstens zwei
seitliche Austrittsöffnungen für Prozessgas angeordnet sind, welche so ausgebildet
sind, dass durch sie ein im Wesentlichen tangentialer Strom oder tangentiale Ströme
an Prozessgas bezogen auf den Umfang des Endes der Toplanze erzeugbar ist/sind.
5. Konverter gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der tangentiale Strom oder die tangentialen Ströme aus der Toplanze im Wesentlichen
gegenläufig zu dem Strom oder den Strömen aus den Seitenwanddüsen erzeugbar sind.
6. Konverter gemäß einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die Ströme aus den Seitenwanddüsen und/oder der Toplanze die Vermischung der
Schlacke innerhalb des Konvertergefäßes einstellbar ist.
7. Verfahren zur Steuerung des Entkohlungsvorganges einer metallischen Schmelze in einem
metallurgischen Reaktor, vorzugsweise einem Konverter, wobei
- eine Abweichung zwischen einem thermodynamischem Gleichgewichtszustand und einem
Ist-Zustand in dem metallurgischen Reaktor während des Entkohlungsvorganges der metallischen
Schmelze mittels eines Vergleiches zwischen dem thermodynamischen Gleichgewicht einerseits
und dem Ist-Zustand andererseits bewertet und / oder vorhergesagt wird;
- eine Mischungsintensität beteiligter Stoffe in dem metallurgischen Reaktor mittels
mindestens einer Einblaseinrichtung für Prozessgase und / oder Stäube gesteuert oder
geregelt wird; und / oder
- eine Entkohlungsgeschwindigkeit und / oder eine CO/CO2-Bildungsrate in dem metallurgischen Reaktor mittels mindestens einer Einblaseinrichtung
für Prozessgase und / oder Stäube gesteuert oder geregelt wird; und
- bei Auftreten der bewerteten und / oder vorhergesagten Abweichung abhängig von der
Bewertung und / oder Vorhersage so der Entkohlungsvorgang gesteuert oder geregelt
wird, dass
∘ die Mischungsintensität erhöht wird; und / oder
∘ die Entkohlungsgeschwindigkeit und / oder die CO/CO2-Bildungsrate reduziert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- mögliche Verläufe des Entkohlungsvorganges mittels einer Berechnung des thermodynamischen
Gleichgewichtes kontinuierlich auf der Basis von Eingangsgrößen vorhergesagt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels manueller Eingaben, Messungen oder empirischer Modelle der Ist-Zustand des
metallurgischen Reaktors bestimmt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- auf Basis eines Vergleiches zwischen dem Ist-Zustand und vorhergesagten möglichen
Entkohlungsvorgängen die Abweichung bestimmt wird; und
- die Abweichung einer kritischen oder unkritischen Kategorie zugeordnet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die unkritische Kategorie
gekennzeichnet ist durch
- eine hinreichend hohe CO/CO2-Bildungsrate und dadurch eine hinreichend hohe Entkohlungsgeschwindigkeit zur Vermeidung
einer Übersättigung der metallischen Schmelze mit Sauerstoff; und
- die hinreichend geringe CO/CO2-Bildungsrate und / oder Entkohlungsgeschwindigkeit zur Bildung von einem hinreichendem
Eisenoxidgehalt (FeO) in der Schlacke.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Prozessgas und / oder Staub mittels einer Einblaseinrichtung in den metallurgischen
Reaktor eingeblasen werden;
- die Einblaseinrichtung bestehen kann aus einer Toplanze, Seitenwanddüsen und / oder
Bodendüsen;
- die Toplanze mindestens eine oder mehrere Düsen aufweist;
- bei einem Einsatz der Toplanze, einer oder mehrerer Bodendüsen, und / oder einer
oder mehrerer Seitenwanddüsen der Druck, der Volumenstrom und / oder die Zusammensetzung
des Prozessgases für einzelne oder alle Düsen unabhängig voneinander gesteuert oder
geregelt werden können; und / oder
- bei dem Einsatz einer Toplanze der Abstand der Lanzenspitze zur Badoberfläche gesteuert
oder geregelt werden kann; und / oder
- bei einem Einsatz der Toplanze, einer oder mehrerer Bodendüsen, und / oder einer
oder mehrerer Seitenwanddüsen mittels eines Fördergases Pulver eingeblasen werden
kann.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Vorgaben für die Steuerung oder Regelung von Druck, Volumenstrom und / oder Zusammensetzung
des Prozessgase der Einblaseinrichtung gemacht werden; und / oder
- Vorgaben für die Steuerung oder Regelung von Druck, Volumenstrom eines Fördergases
für den Staub und / oder den Staub der Einblaseinrichtung gemacht werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Beeinflussung der Mischungsintensität in dem metallurgischen Reaktor mittels mindestens
einer Einblaseinrichtung für Prozessgase und / oder Stäube die Art, Anzahl, Position
und / oder Ausrichtung der Einblaseinrichtungen im metallurgischen Reaktor und die
Vorgaben für die Einblaseinrichtung so gewählt sind, dass Scherströmungen in den unterschiedlichen
Bereichen des metallurgischen Reaktors erzeugt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Verfahren in einer frühen Phase des Entkohlungsvorganges zur Vermeidung von
unerwünschtem Auswurf und / oder Überschäumen eingesetzt wird; und / oder
- reaktionskinetische Effekte in dem metallurgischen Reaktor vermieden werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand der Toplanze zur Badoberfläche nicht verändert wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Prozessüberwachung unter Auswertung von Abgasmessungen während des Entkohlungsvorganges
erfolgt.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgasmessung und die Bewertung der gemessenen Parameter, insbesondere die Rate
der CO-Bildung, online in die Prozesssteuerung eingeht.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abweichung einen Hinweis auf eine verzögerte Entkohlungsreaktion gibt.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beeinflussung der Mischungsintensität der beteiligten Stoffe die Erhöhung der
Mischintensität innerhalb der Schlacke umfasst, vorzugsweise allein die Erhöhung der
Mischintensität der Schlacke ohne Beeinflussung der Badbewegung innerhalb der Metallschmelze,
umfasst.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
es in einem Konverter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 angewendet wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Erhöhung der Mischintensität innerhalb der Schlacke ausschließlich durch Erhöhung
des Volumenstroms an Prozessgas aus den Seitenwanddüsen und ggf. der wenigstens einen
Bodendüse erfolgt.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Prozessgas aus den Seitenwanddüsen und ggf. der wenigstens einen Bodendüse sauerstofffrei
ist.