[0001] Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Regelung eines Medienparameters
des sekundärseitigen Mediums eines Wärmeübertragers, insbesondere Luft, umfassend
einen von einem Sekundärmedium durchströmten Wärmeübertrager mit einem Primärkreislauf,
in welchem mit einer Pumpe ein primärseitiges Wärmeträgermedium durch den Wärmeübertrager
förderbar ist, wobei für die Medienparameter-Regelung wenigstens eine Regeleinheit
vorgesehen ist, die durch eine Elektronik und/oder ein Programm eingerichtet ist,
die Regelung durchzuführen.
[0002] Im Stand der Technik ist es allgemein bekannt, mittels eines Wärmeübertragers Wärme
zwischen einem Wärmeträgermedium auf dessen Primärseite und einem Medium auf dessen
Sekundärseite zu übertragen. Ein Wärmeübertrager kann z.B. ein Plattenwärmetauscher
sein, beispielsweise wenn die Medien auf Primär- und Sekundärseite jeweils Flüssigkeiten
sind. Ein Wärmeübertrager kann auch ein sogenanntes Heiz- oder Kühlregister oder ein
Konvektor sein. In einem solchen Fall ist das Medium auf der Primärseite üblicherweise
eine Flüssigkeit und das auf der Sekundärseite üblicherweise ein Gas, insbesondere
Luft.
[0003] Die Übertragungsrichtung kann bei der Temperierung des Mediums der Sekundärseite
beliebig sein. Bei Heizanwendungen wird üblicherweise Energie von der Primärseite
auf die Sekundärseite übertragen und bei einer Kühlanwendung umgekehrt. Dafür wird
üblicherweise mit einer Pumpe das Wärmeträgermedium, wie z.B. häufig eine Flüssigkeit,
bevorzugt Wasser oder ein Wasser/Glykol-Gemisch auf der Primärseite aktiv mit wenigstens
einer Pumpe im Kreis gefördert, z.B. im Kreislauf durch ein Heiz- oder Kühlgerät gefördert.
[0004] Auch auf der Sekundärseite kann das Medium, z.B. eine Flüssigkeit, wie beispielsweise
Wasser oder auch ein gasförmiges Medium, z.B. Luft aktiv gefördert werden. So wird
eine Flüssigkeit üblicherweise mit wenigstens einer Pumpe und Luft mit wenigstens
einem Ventilator gefördert. Die Förderung des Mediums auf der Sekundärseite kann aber
auch rein durch Konvektion erfolgen. Typische, auch erfindungsgemäße Anwendungen sind
die Beheizung oder Kühlung von Räumen eines Gebäudes. Die Erfindung bezieht sich ebenso
auf diese Anwendungen, insbesondere die Temperierung von Luft auf der Sekundärseite.
[0005] Die Temperierung des Mediums auf der Sekundärseite erfolgt geregelt, wobei z.B. als
geregelter Medienparameter bevorzugt die Temperatur des Mediums der Sekundärseite
herangezogen wird. Als alternative Medienparameter sind z.B. auch die Feuchte (insbesondere
relative Luftfeuchte) des Mediums oder die Enthalpie des Mediums, insbesondere bei
adiabatischer Befeuchtung, bevorzugt mit geregelten Düsen, verwendbar. Der gewählte
Medienparameter kann mittels eines Sensors vom Medium der Sekundärseite erfasst werden
und der Regelung zur Verfügung gestellt werden. Die Regelung vergleicht den erfassten
Medienparameter mit einem Sollwert und stellt bei einer Abweichung eine die Abweichung
verringernde Stellgröße zur Verfügung. Beispielsweise wirkt die Stellgröße auf ein
Stellmittel im Primärkreislauf.
[0006] Üblicherweise wird die Regelung durch eine Elektronik und/oder ein Programm in einer
Regeleinheit ausgeführt. Der Regeleinheit werden der gemessene sekundärseitige Medienparameter
und ein zu erreichender Sollwert des Medienparameters vorgegeben, wonach die Regeleinheit
- auch einfach Regler genannt - eine die Abweichung zwischen Sollwert und aktuellem
Medienparameter verringernde Stellgröße ermittelt, z.B. berechnet und an das Stellmittel
übermittelt. Das Stellmittel wird üblicherweise durch einen Aktor im Primärkreislauf
ausgebildet. Die Erfindung macht von diesem Vorgehen ebenso Gebrauch.
[0007] Besonders in komplexeren Systemen, aber auch schon bei einfachen Anlagen sieht es
der Stand der Technik üblicherweise vor, dass der Regler, bzw. eine diesen bildende
Regeleinheit in einem Schaltschrank oder auf sonstige Art zentral angeordnet ist.
Dies ist häufig auch sinnvoll, z.B. um die hydraulischen Teile und die elektrischen
/ elektronischen Teile eines Systems zu trennen.
[0008] Problematisch ist dabei hingegen, dass ein solches geregeltes System einen hohen
Verkabelungsaufwand erzeugt, was fehleranfällig und kostenintensiv ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein geregeltes System und ein Verfahren zur Regelung
eines Systems der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei dem der Verkabelungsaufwand
signifikant reduziert werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass, bei einem System der genannten
Art ein Aktor des Primärkreislaufs die Regeleinheit umfasst. Bei dem Verfahren wird
die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Regelung des Medienparameters durch eine Elektronik
und/oder ein Programm in einem Aktor des Primärkreislaufs durchgeführt wird.
[0011] Die Regelung, bzw. Regeleinheit kann bevorzugt zumindest im Gehäuse des Aktors angeordnet
sein, insbesondere aber auch in dessen Elektronik implementiert sein. Die Regeleinheit
kann somit im oder am Aktor einen Teil derjenigen Elektronik bilden, die der Aktor
für seine Aktor-Funktionalität benötigt. Die Regeleinheit kann auch eine separate
Elektronik bilden, die aber zumindest am Ort des Aktors, bevorzugt zumindest an dessen
Gehäuse, weiter bevorzugt in dessen Gehäuse angeordnet ist. Bei separaten Elektroniken
von Regeleinheit und Aktor kommunizieren diese Aktor-intern miteinander.
[0012] Die Regeleinheit kann bevorzugt alle Komponenten des Systems umfassen, die zur Regelung
benötigt werden, insbesondere zumindest eine Untereinheit mit einem Soll-Ist-Vergleich
des zu regelnden Parameters, ggfs. mit Speicherplätzen für den Soll- und Ist-Parameter,
die von extern an diese Speicherplätze übergeben werden. Diese Untereinheit kann auch
eine Stellgröße bereitstellen, welche ermittelt wird, um die Soll-Ist-Abweichung zu
verringern. Eine solche Stellgröße kann von der Regeleinheit nach extern an eine Stellvorrichtung
kommuniziert werden. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass eine Stellvorrichtung
ebenso bereits in der Regeleinheit als Untereinheit implementiert ist. Eine solche
Stellvorrichtung kann, wie nachfolgend noch beschrieben wird, z.B. die Stellung eines
Ventils beeinflussen, insbesondere eines Drosselventils oder auch eines Mischerventils.
[0013] Unter einem Aktor des Primärkreislaufes wird dabei allgemein jedes ansteuerbare Element
oder Gerät verstanden, mit dem Einfluss auf einen Betriebsparameter des Primärkreislaufes
genommen werden kann, insbesondere also der Betriebsparameter aktiv geändert werden
kann. Es kann sich beispielsweise um einen solchen Aktor handeln, dem eine Stellgröße
der Regelung zugeführt wird. Ein solcher Aktor setzt somit die erhaltenen Stellgröße
in eine Änderung des Betriebsparameters um. Mögliche Betriebsparameter sind z.B. der
hydraulische Widerstand des Primärkreislaufes, der Volumenstrom im Primärkreislauf,
die Temperatur des Mediums im Primärkreislauf.
[0014] Die erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, dass die Regeleinheit direkt am
Ort eines Aktors im Primärkreislauf angeordnet ist. Hierdurch werden Kabelwege oder
allgemein Signalübertragungswege oder Kommunikationswege deutlich reduziert. Das Signalübertragungsverhalten
wird verbessert und somit auch eine Fehleranfälligkeit reduziert. Besonders kurz sind
die Kabel- bzw. Signal- oder Kommunikationswege, wenn der Aktor ein solcher ist, der
eine Stellgröße, die von der Regelung erhalten wird, direkt in eine Änderung eines
Betriebsparameters umsetzen kann.
[0015] In bevorzugter Ausführung kann es die Erfindung vorsehen, dass der Aktor beispielsweise
durch die Pumpe gebildet ist, mit der das Medium im Primärkreislauf förderbar ist.
Die Implementation der Regeleinheit in oder an der Pumpe ist besonders vorteilhaft,
wenn die Regeleinheit eine Stellgröße an die Pumpe bereitstellt, die von der Pumpe
selbst als Aktor in eine Änderung des Betriebsparameters umgesetzt wird, z.B. die
Stellgröße eine Drehzahländerung bewirkt, mit der eine Änderung des Volumenstromes
im Primärkreislauf einhergeht. In diesem Fall entfallen für die von der Regeleinheit
bereitgestellte Stellgröße jegliche externe Übertragungswege. Lediglich der Ist-Wert
des geregelten Medienparameters der Sekundärseite ist an die Pumpe zu übermitteln.
Der Sollwert kann in der Regeleinheit gespeichert sein, ggfs. nach einer Übertragung
an diese. Die Erfindung kann auch vorsehen, dass von der Regeleinheit in/an der Pumpe
die ermittelte Stellgröße an einen anderen Aktor des Primärkreislaufs übermittelbar
ist, z.B. an ein Drosselventil oder ein Mischerventil.
[0016] Eine andere bevorzugte Ausführung kann vorsehen, dass der Aktor durch ein Drosselventil
im Primärkreislauf gebildet ist. Die Implementation der Regeleinheit in oder an dem
Drosselventil ist besonders vorteilhaft, wenn die Regeleinheit eine Stellgröße an
das Drosselventil bereitstellt, die von dem Drosselventil selbst als Aktor in eine
Änderung des Betriebsparameters umgesetzt wird, z.B. die Stellgröße eine Änderung
des hydraulischen Widerstandes im Primärkreislauf bewirkt, z.B. durch Verstellen des
Ventilstellgliedes des Drosselventils. In diesem Fall entfallen für die von der Regeleinheit
bereitgestellte Stellgröße jegliche externe Übertragungswege. Lediglich der Ist-Wert
des geregelten Medienparameters der Sekundärseite ist an das Drosselventil zu übermitteln.
Der Sollwert kann in der Regeleinheit gespeichert sein, ggfs. nach einer Übertragung
an diese. Die Erfindung kann auch vorsehen, dass von der Regeleinheit in/an dem Drosselventil
die ermittelte Stellgröße an einen anderen Aktor des Primärkreislaufs übermittelbar
ist, z.B. an die Pumpe im Primärkreislauf oder an ein Mischerventil.
[0017] Wiederum eine andere bevorzugte Ausführung kann vorsehen, dass der Aktor durch ein
Mischerventil gebildet ist, mit dem ein Medium aus einem Mischerkreis in das Medium
des Primärkreislaufes zumischbar ist, insbesondere wodurch die Temperatur des Medium
im Primärkreislauf änderbar ist. Die Implementation der Regeleinheit in oder an dem
Mischerventil ist besonders vorteilhaft, wenn die Regeleinheit eine Stellgröße an
das Mischerventil bereitstellt, die von dem Mischerventil selbst als Aktor in eine
Änderung des Betriebsparameters umgesetzt wird, z.B. die Stellgröße eine Änderung
der Temperatur im Primärkreislauf bewirkt, z.B. durch Verstellen der Zumischung eines
Medium aus einem Mischerkreis in den Primärkreislauf. In diesem Fall entfallen für
die von der Regeleinheit bereitgestellte Stellgröße jegliche externe Übertragungswege.
Lediglich der Ist-Wert des geregelten Medienparameters der Sekundärseite ist an das
Mischerventil zu übermitteln. Der Sollwert kann in der Regeleinheit gespeichert sein,
ggfs. nach einer Übertragung an diese. Die Erfindung kann auch vorsehen, dass von
der Regeleinheit in/an dem Mischerventil die ermittelte Stellgröße an einen anderen
Aktor des Primärkreislaufs übermittelbar ist, z.B. an die Pumpe im Primärkreislauf
oder an ein Drosselventil.
[0018] Die erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugte Ausführung ist die vorgenannte, bei
der die Implementation der Regelung auf der Pumpe erfolgt, die Pumpe also die Regeleinheit
umfasst.
[0019] Eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung kann auch vorsehen, dass die Regeleinheit
als ein Modul ausgebildet ist, das in den Aktor, insbesondere die Pumpe, einsteckbar
und aus diesem entfernbar ist. Die Steckverbindung zwischen Aktor und Regeleinheiten-Modul
kann elektronisch durch ein Standard-Bus-System ausgebildet sein, z.B. Modbus oder
CAN-Bus. Es ergibt sich durch die modulare Ausbildung die Möglichkeit die Regeleinheit
vollständig extern zu programmieren und/oder zu parametrisieren, z.B. in einer externen
SPS-Anlage, und als fertiges Modul in den Aktor, bevorzugt die Pumpe einzusetzen.
Der Aktor kann dafür einen Aufnahmeschacht aufweisen, in den das Modul einsteckbar
ist, insbesondere oberflächenbündig. Es ergibt sich so auch die Möglichkeit bei derselben
Pumpe verschiedene Regelungsarten oder verschiedene Parametrisierungen einer Regelung
auf einfache Art zu implementieren, insbesondere zu ändern.
[0020] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass am Aktor und/oder
an der Regeleinheit des Aktors, bevorzugt an einer als steckbares Modul ausgebildeten
Regeleinheit ein Benutzerinterface implementiert ist, über welches die Regeleinheit
durch einen Nutzer parametrierbar ist. So kann ein Nutzer entweder alleinige eine
Programmierung oder Parametrisierung der Regeleinheit vornehmen oder auf eine vorgegebene
Programmierung / Parametrisierung auf Wunsch ändern. Eine solches Benutzerinterface
kann eine Eingabeeinheit und/oder Ausgabeeinheit für Daten umfassen. Das Benutzerinterface
kann in einer möglichen Ausführung auch als eine Kommunikationsschnittstelle ausgebildet
sein, bevorzugt eine funkgebundene, über die der Aktor, bevorzugt die Regeleinheit,
weiter bevorzugt das Regeleinheiten-Modul eine Kommunikation mit einem externen Kommunikationsgerät
führt, z.B. einem Mobiltelefon.
[0021] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Aktor, insbesondere die Pumpe einen Temperatursensor
zur Erfassung der primärseitigen Medientemperatur aufweist. Dies ist besonders dann
vorteilhaft, wenn der Aktor ein solcher ist, der direkt hydraulisch an des Medium
des Primärkreislaufes angebunden ist, wie es z.B. bei einer Pumpe, einem Drossel-
oder Mischerventil der Fall ist. Demnach kann der Temperatursensor vollständig intern
im Aktor ausgebildet sein, so dass wiederum jegliche externe Kommunikationswege oder
Signalübertragungswege für Temperaturwert entfallen.
[0022] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn der Aktor, insbesondere die Pumpe, einen Außentemperaturfühler
umfasst und/oder einen Kommunikationsanschluß umfasst, über den dem Aktor Temperaturdaten
aus einer Wetterdatenbank übermittelbar sind. So können an dem Aktor, z.B. der Pumpe
alle wesentlichen Parameter zusammengeführt werden, die für eine Regel, insbesondere
in Abhängigkeit von Außentemperaturen benötigt werden.
[0023] Die Erfindung kann z.B. vorsehen, dass die Regeleinheit eingerichtet ist, über einen
vorbestimmten Zeitraum, insbesondere ein Jahr, den Wärmebedarf in Abhängigkeit der
Außentemperatur zu erfassen und hieraus eine Heizkurve zu bilden, welche zu einer
Außentemperatur die zugehörige Medientemperatur des Primärkreislaufes zuordnet, insbesondere
derart, dass für alle Außentemperaturen der Volumenstrom im Primärkreislauf zumindest
im Wesentlichen konstant ist.
[0024] Insbesondere, wenn die Regelung in einer Regeleinheit in oder an der Primärkreislauf-Pumpe,
ausgebildet ist, grundsätzlich aber auch allgemein, kann es eine bevorzugte Ausführung
der Regelung vorsehen, dass die Medienparameter-Regelung zumindest zum Teil mittels
einer Änderung der Drehzahl der Pumpe als Stellgröße der Regelung erfolgt, wobei beim
Unterschreiten oder Erreichen eines vorgegebenen unteren Grenzwertes bei einer Absenkung
der Drehzahl der Pumpe eine der Absenkung entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters
des Primärkreislaufes ausgelöst wird, insbesondere mit der eine Absenkung der Pumpendrehzahl
bis zu einer Minimaldrehzahl verhindert wird.
[0025] Bevorzugt wird somit durch die ausgelöste Änderung eines Betriebsparameters eine
weitere Absenkung der Pumpendrehzahl, insbesondere eine weitere Absenkung bis zur
Minimaldrehzahl verhindert. Es wird also bevorzugt bei der erfindungsgemäßen Regelung
die Minimaldrehzahl, nicht erreicht, sondern die Pumpe immer über dieser Minimaldrehzahl
betrieben, z.B. auch über einem nach unten nicht zu unterschreitenden Drehzahlgrenzwert,
welcher die Minimaldrehzahl sein kann oder auch größer als diese sein kann.
[0026] Bei der Minimaldrehzahl kann es sich um eine Betriebsdrehzahl größer Null U/min (Ausschaltstellung)
handeln, unter der die betrachtete Pumpe nicht betrieben werden kann oder zumindest
nicht betrieben werden soll. Beispielsweise kann eine Elektronik der Pumpe das Unterschreiten
dieser Minimaldrehzahl nicht zulassen, z.B. auch dann, wenn eine niedrigere Drehzahl
angesteuert wird, z.B. durch eine externe Steuergröße. Bei einer solchen Minimaldrehzahl
kann der geförderte Volumenstrom zu hoch sein, so dass kleine Leistungsanforderungen
nicht bedient werden können, da die übertragene Wärmeleistung bei dieser Minimaldrehzahl
größer wäre als die angeforderte Leistung. Im Kleinlastbereich kann daher mit einer
reinen Drehzahländerung nicht geregelt werden.
[0027] Als zu überwachender Grenzwert können mehrere Systemparameter in Frage kommen. Der
System parameter kann dabei ein am System erfassbarer Wert sein, z.B. ein an der Primärseite
oder an der Sekundärseite oder an beiden Seiten erfassbarer Wert. Einige bevorzugte
Systemparameter werden nachfolgend benannt.
[0028] Eine mögliche Ausführung kann es z.B. vorsehen, dass als unterer Grenzwert ein unterer
Drehzahlgrenzwert überwacht wird. Dies ist ein Systemparameter, der nur an der Primärseite
erfasst wird. So bewirkt die Erfindung in diesem Fall, dass dann, wenn durch die Regelung
eine Absenkung der Drehzahl erfolgt, das Unterschreiten oder Erreichen dieses unteren
Drehzahlgrenzwertes überwacht wird und, wenn das Unterschreiten oder Erreichen detektiert
wird, die genannte der Absenkung entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters
getriggert, also ausgelöst wird.
[0029] Zwar kann, z.B. aufgrund einer Systemträgheit in dieser Ausführung der untere Drehzahlgrenzwert
an der Pumpe noch unterschritten werden, die entgegenwirkende Änderung bewirkt aber
zumindest, das die Absenkung der Drehzahl zumindest vor Erreichen der Minimaldrehzahl
beendet wird.
[0030] Der benannte untere Drehzahlgrenzwert der Pumpe ist dabei ein Drehzahlwert, der über
der Minimaldrehzahl, z.B. der bauartbedingten Minimaldrehzahl liegt, bei der die Pumpe
im gegebenen Primärkreislauf einen zu hohen Volumenstrom fördern würde und damit geringe
Leistungsanforderung nicht bedienen könnte.
[0031] Eine andere Ausführung kann auch vorsehen, dass als unterer Grenzwert ein Differenzwert
zwischen der aktuellen Pumpendrehzahl und einem nach unten nicht zu unterschreitenden
Drehzahlgrenzwert überwacht wird. Insbesondere kann so erzielt werden, dass die Pumpe
immer mit einer Drehzahl größer als der nicht zu unterschreitende Drehzahlgrenzwert
betrieben wird, wofür durch den genannten Differenzwert ein genügend großer Abstand
von dem nicht zu unterschreitenden Drehzahlgrenzwert definiert wird, ab dessen Unterschreiten
oder Erreichen die erfindungsgemäße Betriebsparameteränderung ausgelöst wird. Die
Änderung des Betriebsparameters wird somit bereits ausgelöst, wenn der nicht zu unterschreitende
Drehzahlgrenzwert noch nicht erreicht ist, sondern die aktuelle Pumpendrehzahl um
den Differenzwert dazu beabstandet ist.
[0032] Der Differenzwert kann z.B. so bemessen sein, dass unter Berücksichtigung einer Systemträgheit
die Entgegenwirkung zur Absenkung das Unterschreiten des unteren Drehzahlgrenzwertes
verhindert wird.
[0033] In weiterer Ausführung kann der untere Grenzwert ein unterer Leistungsanforderungswert
sein. Dieser kann z.B. ermittelt werden aus der Eingangstemperatur des sekundärseitigen
Mediums vor dem Wärmetauscher, dem Volumenstrom des sekundärseitigen Mediums und einer
Solltemperatur des sekundärseitigen Mediums. Dieser Systemparameter ist somit ein
sekundärseitiger Parameter. So kann z.B. im System hinterlegt sein, dass Leistungen
unterhalb des unteren Leistungsanforderungswertes nicht bedient werden können/sollen,
z.B. ohne die Drehzahl der Pumpe in Richtung zur Minimaldrehzahl oder einer anderen
nicht zu unterschreitenden unteren Drehzahlgrenze abzusenken.
[0034] Die erfindungsgemäße, durch die vorgenannte Überwachung ausgelöste Änderung des Betriebsparameters
bewirkt erfindungsgemäß, dass durch die Regelung, die mit wenigstens einem Regler
implementiert sein kann, zeitlich mit der Änderung oder zeitlich nach der Änderung
des Betriebsparameters die Drehzahlstellgröße für die Pumpe, die von einem Regler
an die Pumpe bereitgestellt wird, auf einen größeren Wert eingestellt wird, insbesondere
einen Wert größer als vor der Auslösung der Änderung, um den Sollwert des beobachteten
Medienparameters (weiterhin) einzuhalten. Bevorzugt wird mit der Änderung bewirkt,
dass nach Durchführung der Änderung der zuvor überwachte Grenzwert wieder eingehalten
wird. Z.B. kann mit Bezug auf die vorgenannten Beispiele die Drehzahlstellgröße so
eingestellt werden, dass nach der Einstellung die Drehzahl größer gleich ist als der
überwachte untere Drehzahlgrenzwert oder der überwachte Differenzwert oder der überwachte
untere Leistungsanforderungswert erreicht oder überschritten werden.
[0035] Bevorzugt wird faktisch so erzielt, dass durch die Änderung des Betriebsparameters
der Wärmeübertrag (richtungsunabhängig betrachtet, also dessen vorzeichenbereinigter
Betragswert) im Wärmeübertrager bei ungeänderter oder zumindest als ungeändert angenommener
Pumpendrehzahl im Augenblick der Auslösung der Änderung reduziert wird und sodann
durch die Regelung bzw. durch den Regler mittels einer Erhöhung der Pumpendrehzahl
der Volumenstrom im Primärkreislauf vergrößert und dadurch der Wärmeübertrag wieder
erhöht wird, insbesondere die vorherige, durch die Änderung bewirkte Reduktion des
Wärmübertrags verringert, bevorzugt zumindest kompensiert wird.
[0036] Insbesondere liegt diesem erfindungsgemäßen Ansatz die Überlegung zugrunde, den durch
die vorgenannte Änderung eines Betriebsparameters noch unbeeinflussten Primärkreislauf
so auszulegen, dass die für die Regelung benötigten primärseitigen Volumenströme,
um im Wärmeübertrager einen benötigten Energieübertrag zu erzielen, in dem unbeeinflussten
Primärkreislauf nicht alleinig durch eine Drehzahländerung der Pumpe, z.B. nicht alleinig
durch eine Drehzahlabsenkung erzielt werden können. Der unbeeinflusste Primärkreislauf
ist also ein solcher, bei dem der Betriebsparameter, der gemäß der Erfindung einer
Änderung unterliegt, noch ungeändert ist, der Betriebsparameter somit z.B. einen vorgegebenen
Auslegungswert oder Startwert hat, von dem aus die Änderung erfolgt.
[0037] Erfolgt beispielsweise die Auslegung so, dass im unbeeinflussten Primärkreislauf
Volumenströme in einem Intervall zwischen einem Minimalvolumenstrom und einen Maximalvolumenstrom
benötigt würden, insbesondere um ein gewünschtes Regelverhalten oder einen gewünschten
Energieübertrag zu erzielen, wobei der Minimalvolumenstrom kleiner ist, als der bei
der Minimaldrehzahl vorliegende Volumenstrom, so ergibt sich, dass der Minimalvolumenstrom
theoretisch nur erreicht werden könnte, wenn die Minimaldrehzahl der Pumpe unterschritten
würde. Diesem Problem begegnet die Erfindung somit mit dem Ansatz bei einer Absenkung
der Drehzahl vor Erreichen der Minimaldrehzahl den Wärmeübertrag durch die Änderung
des Betriebsparameters weiter zu reduzieren und so die Drehzahl der Pumpe in einem
regelbaren Bereich zu halten, insbesondere zumindest über der Minimaldrehzahl, bevorzugt
über einer darüber liegenden Grenze.
[0038] Die Erfindung kann es auch vorsehen, dass beim Überschreiten oder Erreichen eines
vorgegebenen oberen Grenzwertes bei einer Anhebung der Drehzahl der Pumpe eine der
Anhebung entgegenwirkende (z.B. einer vorherigen Änderung) entgegengesetzte Änderung
des Betriebsparameters ausgelöst wird.
[0039] Die Erfindung kann grundsätzlich vorsehen, dass Änderungen des Betriebsparameters
ausgehend von einem Auslegungs- oder Startwert in beide Richtungen möglich sind, also
den Auslegungswert vergrößernd oder verkleinernd.
[0040] Sofern ausgehend von Auslegungswert oder Startwert eine Änderung des Betriebsparameters
hingegen nur in eine erste Richtung möglich ist, die einer weiteren Absenkung der
Drehzahl der Pumpe entgegenwirkt, kann es vorgesehen sein, dass eine entgegengesetzte
Änderung in eine zweite Richtung zum Entgegenwirken einer weiteren Erhöhung der Pumpendrehzahl
nur vorgenommen wird, wenn zuvor wenigstens eine Änderung in der ersten Richtung stattgefunden
hat, insbesondere ansonsten der überwachte obere Grenzwert überschritten wird.
[0041] Insbesondere sofern im Rahmen der erfindungsgemäßen Regelung nach einer vorgenommenen
Änderung des Betriebsparameters, ggfs. nach mehrfach vorgenommenen Änderungen des
Betriebsparameters in der ersten Richtung, insbesondere mit der der Energieübertrag
im Wärmeübertrager zuvor reduziert wurde, der Bedarf an Wärmeübertrag im Wärmeübertrager
steigt, was z.B. durch eine Abweichung vom Sollwert des Medienparameters angezeigt
sein kann, und zur Bedienung des Bedarfes die Drehzahl der Pumpe durch den Regler
angehoben wird, kann also ab Überschreitung des oberen Grenzwertes die entgegengesetzte
Änderung in der zweiten Richtung ausgelöst bzw. vorgenommen werden, insbesondere um
die weitere Anhebung der Drehzahl durch den Regler zu reduzieren oder zu verhindern.
[0042] Bevorzugt kann dabei wenigstens eine vorherige Änderung des Betriebsparameters in
der ersten Richtung rückgängig gemacht werden, ggfs. auch direkt mehrere vorherige
Änderungen des Betriebsparameters rückgängig gemacht werden. Die entgegengesetzte
Änderung des Betriebsparameters in der zweiten Richtung bewirkt somit eine Vergrößerung
des Energieübertrags im Wärmeübertrager, ist also derjenigen Änderung entgegengesetzt,
die zuvor eine Verringerung des Wärmeübertrags bewirkte. Hiernach bzw. hierdurch wird
somit in umgekehrter Wirkweise sodann erfindungsgemäß die Drehzahl der Pumpe nachfolgend
reduziert, um den Medienparameter (weiterhin) auf dem Sollwert zu halten.
[0043] Auch bei der Überwachung der Überschreitung eines oberen Grenzwertes kann die Erfindung
mehrere verschiedene Systemparameter heranziehen.
[0044] Eine mögliche Ausführung kann es z.B. vorsehen, dass als oberer Grenzwert ein oberer
Drehzahlgrenzwert der primärseitigen Pumpe überwacht wird. So bewirkt die Erfindung
in diesem Fall, dass dann, wenn durch die Regelung eine Erhöhung der Drehzahl erfolgt,
das Überschreiten oder Erreichen dieses oberen Drehzahlgrenzwertes überwacht wird
und, wenn das Überschreiten oder Erreichen detektiert wird, die genannte der Erhöhung
entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters getriggert, also ausgelöst wird.
[0045] Zwar kann, z.B. aufgrund einer Systemträgheit in dieser Ausführung der obere Drehzahlgrenzwert
an der Pumpe noch überschritten werden, die entgegenwirkende Änderung bewirkt aber
zumindest, das die Erhöhung der Drehzahl zumindest vor Erreichen einer Maximaldrehzahl
beendet wird. Analog zur Minimaldrehzahl kann die Maximaldrehzahl eine solche sein,
welche die Pumpe, z.B. bauartbedingt nicht überschreiten soll/kann.
[0046] Eine andere Ausführung kann auch vorsehen, dass als oberer Grenzwert ein Differenzwert
zwischen der aktuellen Pumpendrehzahl und einem nach oben nicht zu überschreitenden
Drehzahlgrenzwert überwacht wird. Insbesondere kann so erzielt werden, dass die Pumpe
überwiegend, bevorzugt immer mit einer Drehzahl kleiner als der nicht zu überschreitende
Drehzahlgrenzwert betrieben wird, wofür durch den genannten Differenzwert ein genügend
großer Abstand von dem nicht zu überschreitenden Drehzahlgrenzwert definiert wird,
ab dessen Überschreiten oder Erreichen die erfindungsgemäße Betriebsparameteränderung
ausgelöst wird. Die Änderung des Betriebsparameters wird somit bereits ausgelöst,
wenn der nicht zu überschreitende Drehzahlgrenzwert noch nicht erreicht ist, sondern
die aktuelle Pumpendrehzahl um den Differenzwert dazu beabstandet ist.
[0047] Der Differenzwert kann z.B. so bemessen sein, dass unter Berücksichtigung einer Systemträgheit
die Entgegenwirkung das Überschreiten des oberen Drehzahlgrenzwertes verhindert wird.
[0048] In weiterer Ausführung kann der obere Grenzwert ein oberer Leistungsanforderungswert
sein. Dieser kann wie zuvor schon erwähnt z.B. ermittelt werden aus der Eingangstemperatur
des sekundärseitigen Mediums vor dem Wärmetauscher, dem Volumenstrom des sekundärseitigen
Mediums und einer Solltemperatur des sekundärseitigen Mediums. So kann z.B. im System
hinterlegt sein, dass Leistungen oberhalb des oberen Leistungsanforderungswertes nicht
bedient werden können/sollen, z.B. ohne die Drehzahl der Pumpe in Richtung zur Maximaldrehzahl
oder einer anderen nicht zu überschreitenden oberen Drehzahlgrenze zu erhöhen.
[0049] Die Erfindung kann vorsehen, sofern Änderungen des gewählten Betriebsparameters nicht
immer mit demselben Wert vorgenommen werden, den Wert einer jeden Änderung in der
ersten Richtung (bei Drehzahlabsenkung) zu speichern, um nachfolgend Änderungen in
der entgegengesetzten zweiten Richtung (bei Drehzahlerhöhung) mit demselben Wert der
vorherigen Änderung exakt zu kompensieren.
[0050] Durch geeignete Wahl von unterem und oberen Grenzwert kann der Betriebsbereich der
Drehzahl bei der Pumpe in einem vorbestimmten, z.B. nötigen oder gewünschten Intervall
gehalten werden, mit welchen alleine das benötigte Leistungsspektrum nicht bedient
werden kann.
[0051] Die Änderung des Betriebsparameters in einer ersten Richtung, die ab Unterschreiten
oder Erreichen des unteren Grenzwertes ausgelöst wird, aber auch in entgegengesetzter
zweiter Richtung, die ab Überschreiten oder Erreichen des oberen Grenzwertes ausgelöst
wird, kann jeweils um einen vorbestimmten Wert, z.B. der im Regler gespeichert ist
oder der vor der Änderung berechnet wird, vorgenommen werden, bevorzugt wobei der
Änderungswert sicherstellt, dass die nach der Änderung eingestellte neue Drehzahl
der Pumpe einen gewählten, insbesondere genügenden Abstand zur jeweiligen Grenze bewirkt,
insbesondere um einen Regelbereich bis zum erneuten Erreichen der überwachten Grenze
zu erschließen, in dem der Regler einen sich ändernden Bedarf an Energieübertrag zumindest
zeitweise bedienen kann. Diese neue Drehzahl ist bevorzugt so gewählt, dass sich nach
der Änderung ein Abstand des Systemparameters zum überwachten Grenzwert ergibt, der
größer ist als 10%, bevorzugt größer als 20% der Differenz von oberen und unteren
Grenzwert.
[0052] Die Änderung des Betriebsparameters kann auch so bemessen sein, dass die nach der
Änderung einzustellende Drehzahl zur Kompensation der Änderung beim Wärmeübertrag
einen Systemparameter ergibt, der in der Mitte zwischen dem oberen und dem unteren
Grenzwert liegt. So wird sichergestellt, dass nach einer Änderung des Betriebsparameters
in beiden Richtung genügend Regelbreite zur Verfügung steht, bevorzugt, da der sich
nach der Änderung einstellende Systemparameter immer in der Mitte zwischen dem überwachten
unteren und oberen Grenzwert liegt.
[0053] Die Erfindung kann auch vorsehen, dass in Abhängigkeit einer vorgenommenen oder vorzunehmenden
Änderung des Betriebsparameters, unabhängig von deren Richtung, die damit einhergehende
Änderung des Energieübertrags im Wärmeübertrager berechnet wird, z.B. in Abhängigkeit
gespeicherter Parameter des geregelten Systems, und direkt eine Drehzahlstellgröße
für eine Drehzahl vorausberechnet, vom Regler eingestellt und an die Pumpe übermittelt
wird, mit der die Änderung des Energieübertrags reduziert, bevorzugt zumindest theoretisch
kompensiert wird. Diese Berechnung kann im Regler implementiert sein, der die Drehzahlstellgröße
in Abhängigkeit des Medienparameters vorgibt oder in einem zusätzlichen, z.B. über-
oder nebengeordneten Regler oder einer Recheneinheit.
[0054] So kann die Regelzeit durch ein initiales direktes Stellen der voraussichtlich benötigten
Drehzahl reduziert werden oder ein durch die Änderung des Betriebsparameters bedingtes
zumindest zeitweises Abweichen des Medienparameters vom Sollwert vermieden oder reduziert
werden.
[0055] Die Erfindung kann, sofern die Änderung des Betriebsparameters z.B. eine Änderung
des Volumenstroms im Primärkreislauf bewirkt, auch eine Volumenstromregelung umfassen.
Deren Volumenstromsollwert kann z.B. bei einer kaskadierten Regelung von einem übergeordneten
Regler bereitgestellt werden. Es kann auch der vor der Änderung des Betriebsparameters
vorliegende Volumenstrom im Primärkreislauf erfasst wird, z.B. mittels eines Sensors
im Primärkreislauf oder aus Pumpenparametern und dieser Volumenstrom als Sollwert
übernommen werden, der nach der Änderung des Betriebsparameters eingeregelt wird.
Auch dies kann im Regler implementiert sein, der die Drehzahlstellgröße in Abhängigkeit
des Medienparameters vorgibt oder in einem zusätzlichen, z.B. über- oder nebengeordneten
Regler oder einer Recheneinheit.
[0056] Bei allen möglichen Ausführungen kann die Erfindung vorsehen, dass diese durch ein
System ausgebildet ist, bei dem der wenigstens eine Regler bzw. die benannte Regeleinheit
eingerichtet ist, das vorbeschriebene Verfahren durchzuführen.
[0057] Eine bevorzugte Ausführung kann vorsehen, dass zumindest die Regelelektronik der
Medienparameter-Regelung, insbesondere die Temperaturregelung zur Vorgabe der Drehzahlstellgröße,
vorzugsweise die gesamte Regelelektronik zur Durchführung des vorbeschriebenen Verfahrens,
oder des nachfolgend anhand der Figuren konkretisierten Verfahrens in oder an der
Pumpe im Primärkreislaufes, bevorzugt im oder am Gehäuse der Pumpe des Primärkreislaufes
angeordnet wird / ist. Z.B. kann die Anordnung so sein, dass die Regelung vollständig
in die Pumpenelektronik der Pumpe des Primärkreislaufes integriert ist. So wird erzielt,
dass zur Ausbildung des Systems keine zusätzliche Regeleinheit zu einer Pumpenelektronik
hinzukommen muss. Pumpenelektronik und Regeleinheit bilden somit eine gemeinsame Elektronikeinheit.
Dies hat auch den Vorteil, dass in der Pumpe vorhandene Parameter, z.B. Betriebsparameter,
direkt der Regelung zur Verfügung gestellt werden können, insbesondere somit nur über
pumpeninterne Leitungs- oder Kommunikationswege.
[0058] Bevorzugte konkretisierte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figuren
nachfolgend beschrieben. Dabei ist zu beachten, dass die Figuren direkt einige bevorzugte
Weiterbildungen zeigen, die für die Erfindung nicht zwingend alle vorgesehen sein
müssen, wie nachfolgend ausgeführt wird. Die Erfindung ist somit nicht auf die jeweiligen
zeichnerischen Darstellungen in allen Details beschränkt, sondern diese zeigen lediglich
den maximalen Grad der Konkretisierung der jeweiligen Ausführung.
[0059] In allen Figuren soll durch die Umrahmung 5a visualisiert sein, dass zumindest die
in diesem Rahmen angeordneten Komponenten der Regelung als eine Regeleinheit 5a in
die Pumpe 5 integriert ist, z.B. direkt in deren Elektronik oder als separate Elektronik,
z.B. als Modul, das in /an die Pumpe angesteckt ist. Alternativ können die Komponenten
im Rahmen 5a auch in/an einem anderen Aktor angeordnet sein, z.B. dem Drosselventil
3 oder dem Mischventil 9.
[0060] Die Erfindung kann vorsehen, dass zusätzlich zu den umrahmten Komponenten auch noch
andere Komponenten in die Regeleinheit 5a integriert sind, z.B. in den Figuren 1,2
und 5 auch noch der Ventilsteller 2. Bezogen auf die Figuren 3 und 4 könnte beispielsweise
auch der nicht näher referenzierte Ventilsteller des Mischerventils 9 einen Teil der
Regeleinheit 5a bilden.
[0061] Die Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung bei der zwischen
der Primärseite und der Sekundärseite eines Wärmeübertrages 8 Energie übertragen wird,
z.B. vom Primärkreislauf 1 auf das Medium, wie z.B. Luft der Sekundärseite. Als Medienparameter
wird auf der Sekundärseite die Ausgangstemperatur des Mediums nach dem Wärmeübertrager
8 erfasst und mit einer Soll-Temperatur im Regler 7 verglichen, der den nötigen Soll-Volumenstrom
im Primärkreislauf 1 für den Regler 4 vorgibt, um die Temperaturdifferenz zu verringern.
Es ist hier vorgesehen, dass im Primärkreislauf 1 als entgegenwirkende Änderung eines
Betriebsparameters dessen hydraulischer Widerstand erhöht wird. Dies kann z.B. erfolgen
mittels einer Ventilstellvorrichtung 2, mit welcher der Öffnungsquerschnitt eines
im Primärkreislauf 1 angeordneten Drosselventils 3 verringert wird. Als Systemparameter
wird die Pumpendrehzahl auf Unterschreiten oder Erreichen eines unteren Grenzwertes
überwacht und bei Detektion der Unterschreitung die entgegenwirkende Änderung ausgelöst.
[0062] Senkt der Regler 4 die Drehzahl bei fallendem Bedarf an Wärmeübertrag im Wärmeübertrager
8 ab, so wird erfindungsgemäß das Unterschreiten oder Erreichen des unteren Drehzahlgrenzwertes
erkannt und hiernach eine Verringerung des Querschnitts vom Drosselventil 3 ausgelöst,
was einer weiteren Verringerung der Drehzahl entgegenwirkt.
[0063] Die Wirkung ist z.B. die, dass durch Verringerung des Öffnungsquerschnittes vom Drosselventil
3 der hydraulische Widerstand im Primärkreislauf 1 steigt, was einen erhöhten Druckverlust
in der Regelstrecke bewirkt, wodurch der Volumenstrom verringert wird, was auch den
Wärmeübertrag verringert. Es kann vorgesehen sein, dass die Pumpe immer eine Mindestdruckdifferenz
erzeugt, wodurch bereits eine Drehzahlerhöhung resultiert.
[0064] Die Regelung bzw. der Regler 4 wird den Volumenstrom durch Drehzahländerung, insbesondere
Erhöhung an der Pumpe 5 auf den vorgegebenen Sollwert regeln, insbesondere was den
durch die Änderung bewirkten Verlust an Wärmeübertrag kompensiert. Dafür erhält der
Regler 4 den Soll-Volumenstrom aus einem übergeordneten Regler 7, der in Abhängigkeit
einer Soll-Temperatur des Mediums der Sekundärseite und dessen Ist-Temperatur diesen
Soll-Volumenstrom dem Regler 4 vorgibt, wobei dieser im Regler 4 verglichen wird mit
dem Ist-Volumenstrom, der z.B. im Primärkreislauf 1 gemessen wird mit einem Volumenstromsensor
6, alternativ der aus Pumpendaten ermittelt wird. Die Drehzahl der Pumpe nach der
Änderung ist somit größer als vor der Änderung. Die Regelung kann somit mit einer
weiteren Drehzahlreduzierung die Wärmeübertragung weiter verringern, verbleibt dabei
aber wegen der Änderung des hydraulischen Widerstandes in einem gewünschten Drehzahl-Regelbereich.
[0065] Es kann in einer möglichen Ausführung auch direkt vor einer Änderung der Drosselventilstellung
der Ist-Volumenstrom erfasst und als ein Sollwert übernommen werden, der vom Regler
4 nach der Änderung direkt durch Drehzahlvorgabe eingeregelt wird.
[0066] Vor und nach der Änderung wird zumindest im Wesentlichen somit derselbe Volumenstrom,
aber bei verschiedenen Drehzahlen gefördert. Das Verfahren kann auch vorsehen, direkt
eine neue Drehzahl vorzugeben, die einen Volumenstrom kleiner als der Volumenstrom
vor der Änderung bewirkt, um so direkt dem fallenden Bedarf an Wärmeübertrag weiter
nachzukommen.
[0067] Die Erfindung kann weiter bevorzugt in der Volumenstromregelung 4 des Primärkreislaufes
1, insbesondere die der Medienparameter-Regelung 7 des Mediums der Sekundärseite nachgeordnet
ist, zur Erzielung eines Soll-Medienparameters des Mediums der Sekundärseite vorsehen,
dass die Drehzahlstellgröße für die Pumpe 5 oder die Ist-Drehzahl der Pumpe 5 mit
dem vorgegebenen unteren Drehzahlgrenzwert der Pumpe 5 verglichen wird, der z.B. im
Regler 4 oder dem Ventilsteller 2 gespeichert sein kann. Der Vergleich kann z.B. im
Ventilsteller 2 vorgenommen werden oder in einer anderen Einheit der Regelung. Es
kann bevorzugt vorgesehen sein, dass bei einem Unterschreiten oder Erreichen des vorgegebenen
unteren Drehzahlgrenzwertes mit der Ventilstellvorrichtung 2 der Öffnungsquerschnitt
des Drosselventils 3 auf ein Maß kleiner als der Auslegungswert, z.B. der Maximalquerschnitt
verringert wird, insbesondere um ein vorbestimmtes Maß, das z.B. gespeichert oder
berechnet sein kann, z.B. um nach der Änderung der Drosselventilstellung eine Drehzahländerung
in die Mitte des Drehzahlintervalls zwischen den Grenzwerten zu bewirken.
[0068] Gemäß den vorherigen allgemeinen Ausführungen kann die Erfindung in dieser Ausbildung
weiterhin vorsehen, dass in der Volumenstromregelung des Primärkreislaufes 1 die Drehzahlstellgröße
für die Pumpe 5 oder die Ist-Drehzahl der Pumpe 5 auch mit einem vorgegebenen oberen
Drehzahlgrenzwert der Pumpe 5 verglichen wird und bei einem Überschreiten oder Erreichen
des oberen Drehzahlgrenzwertes und einem gleichzeitig vorliegenden Öffnungsquerschnitt
des Drosselventils kleiner als der Maximalquerschnitt mit der Ventilstellvorrichtung
der Öffnungsquerschnitt des Drosselventils vergrößert wird, insbesondere um ein vorbestimmtes
Maß, oder bei einem gleichzeitig vorliegenden Maximalquerschnitt des Drosselventils
die Drehzahlstellgröße auf eine Drehzahl größer als der obere Drehzahlgrenzwert erhöht
wird. Wenn also der Querschnitt des Drosselventils 3 nicht mehr vergrößerbar ist,
muss der Bedarf an erhöhten Energieübertrag somit durch Drehzahlerhöhung über den
oberen Drehzahlgrenzwert hinaus bedient werden. Der obere Drehzahlgrenzwert ist somit
unter einer Maximaldrehzahl der Pumpe zu wählen, damit dies möglich ist.
[0069] Diese Ausführung kann also z.B. vorsehen, dass der Auslegungswert des Drosselventils
3 für den unbeeinflussten Primärkreislauf die vollständig geöffnete Stellung ist,
von der aus eine Änderung nur in die eingangs genannte erste Richtung möglich ist.
Die Auslegung kann selbstverständlich auch für eine querschnittsreduzierte Stellung
des Drosselventils 3 erfolgen, was somit auch Änderungen ausgehend vom Auslegungswert
in beide Richtungen ermöglicht.
[0070] Gemäß dem Rahmen 5a ist erkennbar, dass die damit ausgebildete Regeleinheit 5a in
der Pumpe 5 eine Stellgröße ermittelt, die direkt in der Pumpe 5 verwertet wird zur
Einstellung der Drehzahl, die aber auch nach extern zu einem anderen Aktor kommuniziert
wird, nämlich hier zum Ventilstellglied 2. Der Regeleinheit 5a werden von extern weiterhin
die Temperatur des sekundären Mediums, der aktuelle Volumenstrom im Primärkreis und
der Sollwert der Temperatur des sekundären Mediums übermittelt.
[0071] Die Figur 2 zeigt eine Ausführung, bei welcher ebenso als Betriebsparameter des Primärkreislaufes
1 mit einem Drosselventil 3 der hydraulische Widerstand beeinflusst wird. Als Medienparameter
wird wiederum die Medientemperatur an der Ausgangsseite des Wärmeübertrages 8 beobachtet.
Hier sieht die Erfindung ebenso vor, dass mit der Ventilstellvorrichtung 2 der Öffnungsquerschnitt
des Drosselventils 3 als Betriebsparameter des Primärkreislaufes 1 geändert wird.
[0072] Bei dieser Ausführung erfolgt die Einstellung des Öffnungsquerschnittes des Drosselventils
3 faktisch in Abhängigkeit einer sekundär erfassten Leistungsanforderung, bevorzugt
unabhängig von der Drehzahl-Stellgröße / Ist-Drehzahl. Die Leistungsanforderung kann
z.B. ermittelt werden aus dem aktuellen sekundärseitigen Volumenstrom, der aktuellen
sekundärseitigen Medientemperatur vor dem Wärmeübertrager 8 und der Soll-Temperatur
nach dem Wärmeübertrager 8. Es erfolgt also nicht wie bei der Figur 1 ein Vergleich
der Ist-Drehzahl mit dem Drehzahlgrenzwert.
[0073] In dieser Ausführung wird auf das Unterschreiten oder Erreichen eines unteren Leistungsanforderungsgrenzwertes
geprüft und bei Feststellung der Unterschreitung die entgegenwirkende Änderung des
Betriebsparameters, hier die Erhöhung des hydraulischen Widerstandes ausgelöst.
[0074] So kann auch das Verhindern eines Unterschreitens eines unteren Drehzahlgrenzwertes
oder das Erreichen der Minimaldrehzahl erfolgen.
[0075] Die Erfindung kann in einer bevorzugten Ausführung vorsehen, dass z.B. in der Ventilstellvorrichtung
2 die Drosselventilstellungen in Abhängigkeit der Leistungsanforderung gespeichert
sind, z.B. als Tabelle oder als Funktion, insbesondere auf der Basis einer Auslegungsleistung
des Wärmeübertragers 8.
[0076] Faktisch weiß das Regelsystem somit bei welcher Leistungsanforderung oder bei welchen
mehreren Leistungsanforderungen in der Regelung jeweils der untere Drehzahlgrenzwert
unterschritten oder die Minimaldrehzahl erreicht würde und kann dem durch, insbesondere
wiederholte Verringerung des Querschnitts des Drosselventils 3 entgegensteuern.
[0077] Bevorzugt kann es bei allen gezeigten, wie auch nicht gezeigten Ausführungen, in
denen ein Drosselventil zur Änderung des Betriebsparameters, hier des hydraulischen
Widerstandes eingesetzt wird, insbesondere also bei den Ausführungen der Figuren 1
und 2 vorgesehen sein, dass das Drosselventil mit einer Ventilautorität kleiner als
0.3, bevorzugt kleiner als 0.2, weiter bevorzugt kleiner als 0.1 betrieben wird.
[0078] Diese vergleichsweise geringe Ventilautorität stellt auch klar, dass im Gegensatz
zum Stand der Technik die Regelfunktion nicht überwiegend durch das Drosselventil
wahrgenommen wird, sondern durch die Pumpe anhand der Drehzahländerung. Das Drosselventil
ist hingegen, insbesondere überwiegend, dafür vorgesehen, die Pumpe in einem förderfähigen
Drehzahlbereich über der Minimaldrehzahl, bzw. über dem unteren Drehzahlgrenzwert
zu halten und weiter bevorzugt auch unter dem oberen Grenzwert zu halten.
[0079] Hier erhält die Regeleinheit 5a von extern den Sollwert der Temperatur des sekundären
Mediums und einen Leistungsanforderungswert. Eine Stellgröße zur Einstellung der Pumpendrehzahl
wird nur pumpenintern kommuniziert.
[0080] Die Ausführung der Figur 3 betrifft ebenso einen Wärmeübertrag im Wärmeübertrager
8 zwischen einem Wärmeübertragermedium im Primärkreislauf 1 und einem Medium der Sekundärseite,
z.B. Luft. Ein erster Regelkreis ist mit dem Regler 4 ausgebildet.
[0081] Der Drehzahlregler 4 gibt bei dieser, wie auch allen anderen Ausführungen als Stellgröße
die Drehzahl oder eine Größe, von der die Drehzahl abhängt, der Pumpe 5 vor. Als Soll-Ist-Abweichung
wird im Regler 4 - wie auch bei der Figur 2 - die Temperaturdifferenz der Medienausgangstemperatur
hinter dem Wärmeübertrager 8 und einer Solltemperatur verwendet.
[0082] Allgemein kann die Erfindung vorsehen, dass als entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters
die Temperatur des primärseitigen Wärmeträgermediums angepasst wird, insbesondere
verringert wird. Eine Möglichkeit dies zu realisieren zeigt die Figur 3.
[0083] Hier ist im Primärkreislauf 1 ein Mischventil 9 angeordnet, mit dem die Zumischung
eines Wärmeträgermediums aus einem Mischerkreis 10 zu dem Wärmeträgermedium des Primärkreises
1 in Abhängigkeit einer Stellgröße änderbar ist, insbesondere die Zumischungs als
entgegenwirkende Änderung veränderbar, z.B. verringerbar ist. Je nachdem, ob ein Heiz-
oder Kühlbetrieb gegeben sein soll und/oder ob das Temperaturniveau im Mischerkreis
höher oder geringer ist als im Primärkreis, ist die Änderungsrichtung vorbestimmt,
also vorbestimmt, ob für die die Erzielung der gegenwirkenden Änderung die Zumischung
verringert oder erhöht werden muss.
[0084] Wird beispielsweise im Rahmen der Temperaturregelung vom Regler die Drehzahl der
Pumpe abgesenkt, um einen fallenden Wärmebedarf zu berücksichtigen, so kann einem
Absenken der Pumpendrehzahl bis zu einem unteren Drehzahlgrenzwert oder der Minimaldrehzahl
dadurch entgegengewirkt werden, dass die Temperatur im Primärkreislauf 1 abgesenkt
wird.
[0085] Dafür kann entweder die Zumischung eines Wärmeträgermediums aus dem Mischerkreis
10 zum Medium im Primärkreis 1 verringert werden, insbesondere wenn die Temperatur
des Wärmeträgermediums im Mischerkreis 10 höher ist als die aktuelle Temperatur des
Mediums im Primärkreis 1 oder die Zumischung kann erhöht werden, insbesondere wenn
die Temperatur des Wärmeträgermediums im Mischerkreis 10 höher ist als die aktuelle
Temperatur des Mediums im Primärkreis 1. Beide Fälle führen zu einem Absenken der
Temperatur im Primärkreis, was dem Absenken der Drehzahl entgegenwirkt.
[0086] Grundsätzlich könnte bei einer solchen Implementierung auch ein Vergleich zwischen
der Ist-Drehzahl der Pumpe 5 und einem unteren Drehzahlgrenzwert erfolgen, um eine
Entgegenwirkung auszulösen, z.B. bei Erreichen des Drehzahlgrenzwertes die Temperatur
des Wärmeträgermediums im Primärkreis durch Änderung der Zumischung im Mischerventil
9 zu ändern, insbesondere z.B. bei einer Heizanwendung zu verringern und so die Temperatur
bzw. den Energieinhalt im Primärkreis zu ändern, was den Wärmeübertrag verringert.
[0087] In der gezeigten Ausführung der Figur 3 hingegen ist es vorgesehen, dass in einer
der Medienparameter-Regelung, insbesondere Temperaturregelung des Mediums der Sekundärseite
nebengeordneten / parallel angeordneten Temperaturregelung der Temperatur des Wärmeträgermediums
des Primärkreises mit dem Regler 11 die Mischventilstellgröße in Abhängigkeit einer
von einer gespeicherten Heizkurve 12 vorgegebenen Soll-Temperatur ermittelt wird.
Diese wird im Regler 11 mit der im Primärkreis erfassten Ist-Temperatur verglichen.
[0088] Bevorzugt kann mit der Heizkurve 12 die Solltemperatur der primärseitigen Temperaturregelung
11 in Abhängigkeit der sekundärseitigen Leistungsanforderung vorgegeben werden, insbesondere,
wobei - wie hier visualisiert - die Leistungsanforderung ermittelt wird aus dem aktuellen
sekundärseitigen Volumenstrom, der aktuellen sekundärseitigen Medientemperatur vor
dem Wärmeübertrager und der Soll-Temperatur nach dem Wärmeübertrager 8.
[0089] Wie bei Figur 2 weiß das Regelsystem faktisch somit über die Heizkurve, bei welcher
Leistungsanforderung oder bei welchen mehreren Leistungsanforderungen in der Regelung
jeweils ein unteren Drehzahlgrenzwert unterschritten oder die Minimaldrehzahl erreicht
würde und kann dem durch Änderung des Temperatursollwertes im Primärkreis entgegenwirken,
insbesondere was durch einfache oder wiederholte Änderung des Zumischverhältnisses
am Mischventil 9 umgesetzt wird. In der Heizkurve ist somit faktisch mindestens ein
Grenzwert der Leistungsanforderung gespeichert, ab dem die Änderung erfolgt. Durch
Abfragen der Heizkurve und Ermittlung des tabellarisch oder funktional zugeordneten
Temperaturwertes oder Zumischverhältnisses erfolgt somit die Prüfung auf Grenzwertunterschreitung
und/oder Überschreitung.
[0090] Bei der Figur 3 erhält die Regeleinheit 5a von extern faktisch die sekundäre Leistungsanforderung
über die Werte vom sekundären Volumenstrom und der Temperaturdifferenz über dem Wärmeübertrager
8, sowie den Sollwert der Temperatur auf der Sekundärseite. Die Regeleinheit 5a in
der Pumpe 5 verwendet eine ermittelte Drehzahlstellgröße intern und kommuniziert eine
weitere Stellgröße für das Mischerventil 9 an dieses nach außen.
[0091] Die Erfindung kann allgemein vorsehen, von einer Heizkurve mit der gemäß einer vorgelagerten
Kalibrierung die Abhängigkeit der Wärmeübertragerleistung von der Drehzahl der Primärkreispumpe,
insbesondere auch von der Temperatur des sekundärseitigen Mediums vor dem Wärmeübertrager
und/oder dem Volumenstrom des sekundärseitigen Mediums als Funktion beschrieben wird,
die inverse Funktion 13 zu bilden und diese inverse Funktion 13 zur Linearisierung
dem Regler 4 nachzuschalten, mit dem die Drehzahlstellgröße der Primärkreispumpe 5
ermittelt wird.
[0092] Die Figur 4 zeigt diese Ausführung für die zuvor beschriebene Variante der Figur
3 und die Figur 5 zeigt dies für die zuvor beschriebene Variante der Figur 2, insbesondere
bei welcher die Heizkurve selbst nicht zum Einsatz kommt.
[0093] Bei den Figuren 4 und 5 ist die Führung der zur Regelung benötigten Parameter wie
zu den Figuren 2 und 3 beschrieben, wobei die Drehzahlstellgröße über die Inverse
geführt und pumpenintern verarbeitet wird.
1. System zur Regelung eines Medienparameters des sekundärseitigen Mediums eines Wärmeübertragers
(8), insbesondere Luft, umfassend einen von einem Sekundärmedium durchströmten Wärmeübertrager
(8) mit einem Primärkreislauf (1), in welchem mit einer Pumpe (5) ein primärseitiges
Wärmeträgermedium durch den Wärmeübertrager förderbar ist, wobei für die Medienparameter-Regelung
wenigstens eine Regeleinheit (4, 7, 11) vorgesehen ist, die durch eine Elektronik
und/oder ein Programm eingerichtet ist, die Regelung durchzuführen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktor des Primärkreislaufs die Regeleinheit umfasst.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der die Regeleinheit umfassende Aktor
a. durch die Pumpe gebildet ist, mit der das Medium im Primärkreislauf förderbar ist,
insbesondere wobei von der Regeleinheit an die Pumpe oder an einen anderen Aktor des
Primärkreislaufs eine Stellgröße der Regelung übermittelbar ist, oder
b. durch ein Drosselventil im Primärkreislauf gebildet ist, wobei von der Regeleinheit
an das Drosselventil oder an einen anderen Aktor des Primärkreislaufs eine Stellgröße
der Regelung übermittelbar ist, oder
c. durch ein Mischerventil gebildet ist, mit dem ein Medium aus einem Mischerkreis
in das Medium des Primärkreislaufes zumischbar ist, wobei von der Regeleinheit an
das Mischerventil oder an einen anderen Aktor des Primärkreislaufs eine Stellgröße
der Regelung übermittelbar ist.
3. System nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit als ein Modul ausgebildet ist, das in den Aktor, insbesondere die
Pumpe, einsteckbar und aus diesem entfernbar ist, insbesondere wobei die Steckverbindung
elektronisch durch ein Standard-Bus-System ausgebildet ist.
4. System nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Aktor und/oder an der Regeleinheit des Aktors, bevorzugt an einer als steckbares
Modul ausgebildeten Regeleinheit ein Benutzerinterface implementiert ist, über welches
die Regeleinheit durch einen Nutzer parametrierbar ist.
5. System nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor, insbesondere die Pumpe einen Temperatursensor zur Erfassung der primärseitigen
Medientemperatur aufweist.
6. System nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktor, insbesondere die Pumpe, einen Außentemperaturfühler umfasst und/oder einen
Kommunikationsanschluß umfasst, über den dem Aktor Temperaturdaten aus einer Wetterdatenbank
übermittelbar sind.
7. System nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinheit eingerichtet ist, über einen vorbestimmten Zeitraum, insbesondere
ein Jahr, den Wärmebedarf in Abhängigkeit der Außentemperatur zu erfassen und hieraus
eine Heizkurve zu bilden, welche zu einer Außentemperatur die zugehörige Medientemperatur
des Primärkreislaufes zuordnet, insbesondere derart, dass für alle Außentemperaturen
der Volumenstrom im Primärkreislauf zumindest im Wesentlichen konstant ist.
8. Verfahren zur Regelung eines Medienparameters, insbesondere der Temperatur des Mediums
auf der Sekundärseite eines Wärmeübertragers (8), bei dem mit einer Pumpe (5) in einem
Primärkreislauf (1) des Wärmeübertragers (8) ein Wärmeträgermedium durch den Wärmeübertrager
(8) gefördert und mit diesem das Medium der Sekundärseite temperiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Medienparameters durch eine Elektronik und/oder ein Programm in
einem Aktor des Primärkreislaufs durchgeführt wird, insbesondere in einem Aktor, dem
eine Stellgröße der Regelung zugeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Medienparameter-Regelung zumindest zum Teil mittels einer Änderung der Drehzahl
der Pumpe (5) als Stellgröße der Regelung erfolgt, wobei beim Unterschreiten oder
Erreichen eines vorgegebenen unteren Grenzwertes bei einer Absenkung der Drehzahl
der Pumpe (5) eine der Absenkung entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters
des Primärkreislaufes (1) ausgelöst wird, insbesondere mit der eine Absenkung der
Pumpendrehzahl bis zu einer Minimaldrehzahl verhindert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass beim Überschreiten oder Erreichen eines vorgegebenen oberen Grenzwertes bei einer
Anhebung der Drehzahl der Pumpe (5) eine der Anhebung entgegenwirkende Änderung des
Betriebsparameters ausgelöst wird, insbesondere wobei zunächst zur Bedienung eines
steigenden Bedarfes an Wärmeübertrag im Wärmeübertrager (8) nach wenigstens einer
zuvor vorgenommenen Änderung des Betriebsparameters die Drehzahl der Pumpe (5) durch
den Regler (4) angehoben wird, bevorzugt wobei wenigstens eine vorherige Änderung
des Betriebsparameters durch eine entgegengesetzte Änderung rückgängig gemacht wird.
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. als unterer Grenzwert ein unterer Drehzahlgrenzwert überwacht wird, insbesondere
der größer ist als eine Minimaldrehzahl der Pumpe und als oberer Grenzwert ein oberer
Drehzahlgrenzwert überwacht wird, insbesondere der kleiner ist als eine Maximaldrehzahl
der Pumpe oder
b. als unterer Grenzwert ein Differenzwert zwischen der aktuellen Pumpendrehzahl und
einem nach unten nicht zu unterschreitenden Drehzahlgrenzwert und als oberer Grenzwert
ein Differenzwert zwischen der aktuellen Pumpendrehzahl und einem nach oben nicht
zu überschreitenden Drehzahlgrenzwert überwacht wird oder
c. als unterer Grenzwert ein unterer Leistungsanforderungswert und als oberer Grenzwert
ein oberer Leistungsanforderungswert überwacht wird.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Primärkreislauf (1) als entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters dessen
hydraulischer Widerstand geändert, insbesondere erhöht wird, bevorzugt mittels einer
Ventilstellvorrichtung (2) der Öffnungsquerschnitt eines im Primärkreislauf angeordneten
Drosselventils (3) geändert, insbesondere verringert wird.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Primärkreislauf (1) als entgegenwirkende Änderung eines Betriebsparameters die
Temperatur des primärseitigen Wärmeträgermediums (8) angepasst wird, insbesondere
verringert wird, bevorzugt wobei im Primärkreislauf (1) ein Mischventil (9) angeordnet
ist, mit dem die Zumischung eines Wärmeträgermediums aus einem Mischerkreis (10) zu
dem Wärmeträgermedium des Primärkreises (1) in Abhängigkeit einer Stellgröße änderbar
ist, insbesondere die Zumischung als entgegenwirkende Änderung änderbar, bevorzugt
verringerbar oder erhöhbar ist.