[0001] Die Erfindung betrifft eine Scheibenschneidmaschine zum Abschneiden von Scheiben
aus insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einem
Maschinengehäuse, das einen Antriebsmotor und ein vom Antriebsmotor angetriebenes,
rotierendes und/oder umlaufend bewegbares Kreismesser haltert, und mit einer Produktzuführung,
die das Schneidegut dem Kreismesser zuführt. Die Scheibenschneidemaschine umfasst
eine Anschlagplatte sowie einen verschiebbar angeordneten Schlitten, über den das
Schneidegut dem Kreismesser zugeführt wird, wobei das Kreismesser direkt an einer
im Antriebsmotor für das Kreismesser angeordneten Lagerwelle gelagert ist. Der Antriebsmotor
umfasst zumindest einen Stator und einen Rotor.
[0002] Die
EP 076 40 73 B1 offenbart eine derartige Schneidemaschine für Nahrungsmittel mit einem Maschinengehäuse
und einem Kreismesser. Das Kreismesser ist an einer Lagerwelle gelagert, die durch
einen Antriebsmotor mit einem Stator und einem Rotor angetrieben wird. Die Lagerwelle
ist ausschließlich im Bereich des Antriebsmotors gelagert.
[0003] Aus der
WO2007l130292A1 ist eine Schneidmaschine bekannt, die einen Motor, eine Lagerwelle, und ein Messer
aufweist, das direkt an einem Ende der Lagerwelle angeordnet ist. Ein Kontroller passt
die tatsächliche Drehgeschwindigkeit des Messers an die gewünschte Drehgeschwindigkeit
an.
[0004] Der Antriebsmotor für das Kreismesser lässt sich bei den bekannten Schneidmaschinen
nur mit hohem Zeitaufwand in dem jeweiligen Maschinengehäuse der Schneidmaschine positionieren
und ausrichten. Außerdem ist es schwierig, den Bereich eines Motorturms der Schneidmaschine,
an dem die Motorwelle zur Messerachse hin durch das Gehäuse ragt, gegen Schmutz und
Flüssigkeit abzudichten.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Scheibenschneidmaschine
der eingangs definierten Art sowie ein Verfahren zur Herstellung der Scheibenschneidmaschine
so zu modifizieren, dass der Antriebsmotor sich vergleichsweise einfach und mit geringem
Zeitaufwand an dem Maschinengehäuse montieren und ausrichten lässt.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe hinsichtlich der Vorrichtung auf technisch besonders einfache
und überraschend wirkungsvolle Weise durch eine gattungsgemäße Scheibenschneidmaschine,
die sich dadurch auszeichnet, dass der Rotor lösbar von dem Stator ausgebildet ist.
Dabei ist der Stator im Maschinengehäuse angeordnet. Das Maschinengehäuse weist eine
Einführöffnung auf, an der im montierten Zustand der Stator angeordnet ist und durch
die hindurch der Rotor zumindest teilweise in den Stator eingeführt ist. Die Scheibenschneidmaschine
weist eine Fixiereinrichtung zur Befestigung von Rotor und Stator mittels Fixiermitteln
am Maschinengehäuse auf.
[0007] Der Stator ist im Inneren des Maschinengehäuses befestigbar. Der Rotor ist anschließend
von außen durch die Einführöffnung in das Maschinengehäuse und den Stator einführbar.
Der Motor wird nicht als Ganzes montiert. Stator und Rotor werden separat montiert.
Dadurch wird eine umständliche und mit hohem Zeitaufwand verbundene Einführung des
gesamten Motors in das Maschinengehäuse und eine Ausrichtung des Rotors aus dem Maschinengehäuse
heraus vermieden. Insbesondere ist der Stator von innen in einem Motorturm der Scheibenschneidmaschine
befestigt und der Rotor von außen am Motorturm befestigt. Der Motorturm lässt sich
vergleichsweise schmal ausgestalten. Der vereinfachte Einbau des Motors wird durch
den aus dem Stand der Technik nicht bekannten zusätzlichen Schritt der Einführung
des Rotors in den Stator nach der Anordnung des Stators (ohne den Rotor und die Lagerwelle)
im Maschinengehäuse bewirkt. Im Gegensatz dazu ist im Stand der Technik stets der
gesamte Motor innen befestigt und die Motorwelle ragt durch das Gehäuse hindurch.
Der Motor muss innerhalb des Motorturms von unten nach oben verschoben werden und
die Lagerwelle dann durch eine Öffnung im Maschinengehäuse geführt werden. Das ist
nur möglich, wenn der Motorturm sehr breit oder nicht einstückig ausgebildet ist.
[0008] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Fixiereinrichtung erste
Durchgangsöffnungen zur Einführung der Fixiermittel, die um die Einführöffnung herum
angeordnet sind. Die Durchgangsöffnungen sind insbesondere symmetrisch um die Einführöffnung
angeordnet. Durch die ersten Durchgangsöffnungen lassen sich Fixiermittel wie Schrauben
oder Bolzen einführen.
[0009] Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform weist der Stator in Umfangsrichtung
Fixiermittelaufnahmen zur Aufnahme der Fixiermittel auf. Insbesondere lassen sich
die Fixiermittel in den Fixiermittelaufnahmen befestigen.
[0010] Bei vorteilhaften Ausführungsformen weist der Rotor in Umfangsrichtung zweite Durchgangsöffnungen
zur Einführung der Fixiermittel auf. Die Fixiermittel werden bei dieser Ausführungsform
insbesondere durch die zweiten Durchgangsöffnungen hindurchgeführt, um den Rotor an
dem Maschinengehäuse zu befestigen.
[0011] Eine bevorzugte Ausbildung der Scheibenschneidmaschine ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Fixiermittelaufnahmen des Stators und die zweiten Durchgangsöffnungen des
Rotors an den ersten Durchgangsöffnungen der Fixiereinrichtung zur Einführung der
Fixiermittel formschlüssig positionierbar sind. Bei dieser Ausführungsform werden
die Fixiermittel insbesondere durch die zweiten Durchgangsöffnungen des Rotors und
die ersten Durchgangsöffnungen um die Einführöffnung hindurchgeführt und in die Fixieraufnahmen
des Stators eingeführt, in denen sie befestigt werden, zum Beispiel durch Verschrauben
in Innengewinden der Fixieraufnahmen. Der Rotor ist dann an dem Maschinengehäuse und
dem Stator befestigt. Der Stator ist nicht von innen an das Gehäuse geschraubt. Der
Stator wird von innen nur an die richtige Stelle befördert, dann wird der Rotor von
außen in den Stator eingeführt und die Fixiermittel, insbesondere Schrauben, die den
Rotor an das Maschinengehäuse anschrauben, verschrauben den Stator ebenfalls von außen.
Die Fixieraufnahmen des Stators wirken wie Muttern für diese Schrauben.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschine ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerwelle im Rotor teilweise oder ganz außerhalb
des Maschinengehäuses angeordnet ist. Dies ermöglicht einen vergleichsweise einfachen
Austausch der Lagerwelle.
[0013] Bei einer weiteren Ausführungsform der Scheibenschneidmaschine weist die Einführöffnung
des Maschinengehäuses eine stufenförmige Vertiefung oder eine Fase zur zentrierenden
Einführung des Rotors auf. Der Stator und der Rotor richten sich durch die Fase beim
Befestigen am Maschinengehäuse passend aus.
[0014] Die Scheibenschneidmaschine kann gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung dadurch
gekennzeichnet sein, dass an der Innenwand des Maschinengehäuses eine Halterung zum
Halten des Stators und/oder des Rotors angeordnet ist. Die Halterung bewirkt insbesondere,
dass Stator und Rotor sich automatisch beim Befestigen am Maschinengehäuse ausrichten,
sodass bei der Montage alle Komponenten ineinanderpassen. Durch die Halterung wird
der Stator stabil gelagert.
[0015] Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass am Rotor in Umfangsrichtung
sowie anliegend am Maschinengehäuse und am Kreismesser eine Schutzkappe angeordnet
ist. Die Schutzkappe dient der Abschirmung des Rotors, insbesondere von Schmutz aus
der Umgebung.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor
einen am Maschinengehäuse und/oder am Stator fixierbaren Fixierteil aufweist, in welchem
die Lagerwelle mit dem Kreismesser drehbar, und vorzugsweise gegenüber dem Inneren
des Maschinengehäuses fluid-abgedichtet, gelagert ist. Der Rotor lässt sich durch
den Fixierteil von außen an dem Maschinengehäuse und/oder dem Stator befestigen.
[0017] Die Scheibenschneidmaschine kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
dadurch gekennzeichnet sein, dass der Rotor einen Anlageabschnitt aufweist, der einerseits
fest auf der Lagerwelle sitzt und durch einen Verbindungsabschnitt mit Kugellagern
verbunden ist, welche einen Halterungsabschnitt, der mit dem Stator verbunden ist,
von der rotierbaren Lagerwelle trennen, wobei der Verbindungsabschnitt einen schmaleren
Durchmesser aufweist als der Anlageabschnitt und der Halterungsabschnitt. Durch Abschnitte
mit verschiedenen Durchmessern lässt sich unter anderem das Gewicht des Rotors reduzieren.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Stator einen Einführring
zur Einführung in die Einführöffnung des Maschinengehäuses auf. Bei Verwendung eines
solchen Einführrings kann die Einführöffnung mit kleinerem Durchmesser ausgebildet
werden als dem Außendurchmesser des Stators.
[0019] Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einführöffnung
einen kreisförmigen oder quadratischen Querschnitt aufweist.
[0020] Eine bevorzugte Ausführungsform der Scheibenschneidmaschine ist durch einen einstückig
ausgebildeten Motorturm gekennzeichnet. Der Antriebsmotor ist vergleichsweise einfach
in einem einstückig ausgebildeten Motorturm montierbar. Hierzu wird der Stator in
den Motorturm eingeführt und an der Einführungsöffnung positioniert. Der Rotor wird
durch die Einführungsöffnung in den Stator eingeführt und an dem Motorturm und dem
Stator befestigt. Nach der Montage ist der Stator innen im Motorturm befestigt und
der Rotor von außen am Motorturm befestigt.
[0021] In den Rahmen der vorliegenden Erfindung fällt auch ein Verfahren zur Herstellung
von erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschinen. Das Verfahren umfasst die folgenden
Schritte:
- a) Bereitstellung des zweiteiligen Antriebsmotors mit dem Stator und dem vom Stator
lösbaren Rotor sowie des Maschinengehäuses mit der Einführöffnung und der Fixiereinrichtung;
- b) Vormontage des Stators im Inneren des Maschinengehäuses an der Einführöffnung;
- c) Einführung des Rotors von außerhalb des Maschinengehäuses durch die Einführöffnung
in den Stator;
- d) Befestigung des Rotors und des Stators durch die Fixiereinrichtung am Maschinengehäuse
- e) Befestigung des Kreismessers außerhalb des Maschinengehäuses am Rotor.
[0022] Bei einem solchen Verfahren lässt sich der Antriebsmotor besonders einfach in dem
Maschinengehäuse montieren. Der Stator lässt sich vergleichsweise einfach in das Maschinengehäuse
einführen und an der Einführungsöffnung positionieren. Der Rotor kann anschließend
durch die Einführungsöffnung teilweise außen an dem Maschinengehäuse und teilweise
in dem Rotor angeordnet werden. Ein mit hohem Zeitaufwand verbundenes Positionieren
und Ausrichten des Antriebsmotors mit der Antriebswelle in dem Maschinengehäuse wird
vermieden.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei
Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
[0024] In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Motorturm sowie ein Kreismesser einer erfindungsgemäßen
Scheibenschneidmaschine;
- Fig. 2a
- einen Längsschnitt durch einen Stator ohne den vom Stator lösbaren Rotor;
- Fig. 2b
- einen Längsschnitt durch den Stator und den Motorturm;
- Fig. 2c
- einen Längsschnitt durch den Stator und den Motorturm, wobei der Stator seine Endposition
im Motorturm einnimmt;
- Fig. 3a
- einen Längsschnitt durch den vom Stator gelösten Rotor;
- Fig. 3b
- einen Längsschnitt durch den Motorturm, den Rotor und den Stator vor dem Einbau des
Rotors;
- Fig. 3c
- einen Längsschnitt durch den Antriebsmotor im Motorturm mit einer Schutzkappe;
- Fig. 3d
- einen Längsschnitt durch den Motorturm mit dem Antriebsmotor und durch das Kreismesser;
- Fig. 4a
- eine isometrische Ansicht einer als Vertikalschneider ausgebildeten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschine;
- Fig. 4b
- eine isometrische Ansicht einer als Schrägschneider ausgebildeten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschine.
[0026] Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Motorturm
9 einer erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschine
10 (siehe Fig. 4a). Die Scheibenschneidmaschine 10 weist zum Schutz ein Maschinengehäuse
11 auf. In dem Maschinengehäuse 11 befindet sich ein Antriebsmotor
13 zum Antrieb eines rotierenden und/oder umlaufend bewegbaren Kreismessers
14 zum Abtrennen des Schneidgutes. Das Kreismesser 14 ist direkt an einer im Antriebsmotor
13 für das Kreismesser 14 angeordneten Lagerwelle
15 gelagert. Der Antriebsmotor 13 umfasst einen Stator
16 und einen von dem Stator 16 lösbaren Rotor
17. Der Stator 16 ist im Maschinengehäuse 11 angeordnet. Das Maschinengehäuse 11 weist
eine Einführöffnung
18 auf. Der Stator 16 ist im montierten Zustand an der Einführöffnung 18 angeordnet.
Der Rotor 17 ist durch die Einführöffnung 18 hindurch in den Stator 16 eingeführt.
Am Rotor 17 ist in Umfangsrichtung sowie anliegend am Maschinengehäuse 11 und am Kreismesser
14 eine Schutzkappe
19 angeordnet.
[0027] Fig. 2a zeigt einen Längsschnitt durch den Stator 16 ohne den vom Stator lösbaren Rotor 17
(siehe Fig. 1). Der Stator 16 hat einen Einführring
20 zur Einführung des Stators 16 in die Einführöffnung 18 (siehe Fig. 1) des Maschinengehäuses
11.
[0028] Fig. 2b zeigt einen Längsschnitt durch den Motorturm 9 mit dem Stator 16 und dem Maschinengehäuse
11. Durch einen Pfeil
21 ist die Einführrichtung des Stators 16 zur Einführung in die Einführöffnung 18 des
Maschinengehäuses 11 angedeutet.
[0029] Fig. 2c zeigt einen Längsschnitt durch den Motorturm 9 mit dem Stator 16 und dem Maschinengehäuse
11, wobei der Stator 16 seine Endposition in dem Maschinengehäuse 11 einnimmt. Der
Stator ist mit seinem Einführring 20 in der Einführöffnung 18 des Maschinengehäuses
11 anliegend angeordnet.
[0030] Fig. 3a zeigt einen Längsschnitt durch den vom Stator 16 (siehe Fig. 1) gelösten Rotor 17
mit der Lagerwelle 15. Ein Anlageabschnitt
22a liegt im montierten Zustand des Rotors 17 fest an der Lagerwelle 15 an. Ein Halterungsabschnitt
22b liegt im eingebauten Zustand am Einführring 20 an und wird von der -gegenüber dem
Maschinengehäuse 11 rotierbaren- Lagerwelle 15 durch Kugellager
22d getrennt. Zudem ist ein Abstandshalter
22c zwischen dem Anlageabschnitt 22a und den ihm benachbart angeordneten Kugellagern
22d vorgesehen.
[0031] Der Abstandshalter 22c hat zur Gewichtsersparnis einen schmaleren Durchmesser als
der Anlageabschnitt 22a und der Halterungsabschnitt 22b.
[0032] Ein Fixierteil
8 des Rotors 17, mit dem der Rotor 17 am Maschinengehäuse 11 fixierbar ist, umfasst
eine Auskragung
23, die im montierten Zustand am Maschinengehäuse 11 anliegt.
[0033] Fig. 3b zeigt einen Längsschnitt durch den Motorturm 9 mit dem Maschinengehäuse 11, dem Rotor
17 und dem Stator 16. Der Stator 16 ist an der Einführöffnung 18 angeordnet. Der Rotor
17 wird in den Stator 16 eingeführt. Die Einführöffnung 18 ist mit einer stufenförmigen
Vertiefung
24 zur Positionierung des Rotors 17 ausgebildet. Der Motorturm 9 weist eine Fixiereinrichtung
25, insbesondere in Form einer Halterung
26, zur Befestigung von Rotor 17 und Stator 16 mittels Fixiermitteln
27, insbesondere Schrauben oder Bolzen, am Maschinengehäuse 11 auf.
[0034] Die Fixiereinrichtung 25 umfasst erste Durchgangsöffnungen
28 zur Einführung der Fixiermittel 27, die um die Einführöffnung 18 des Maschinengehäuses
11 herum angeordnet sind. In der Auskragung 23 des Rotors 17 sind zweite Durchgangsöffnungen
30 ausgebildet. Der Stator 16 weist in Umfangsrichtung Fixiermittelaufnahmen (nicht
gezeigt) zur Aufnahme und Befestigung der Fixiermittel 27 auf. Durch Pfeile
32 wird die Einführrichtung der Fixiermittel 27 durch die ersten und zweiten Durchgangsöffnungen
29, 30 in die Fixiermittelaufnahmen des Stators 16 angedeutet.
[0035] Fig. 3c zeigt einen Längsschnitt durch den Motorturm 9 mit dem Antriebsmotor 13 in dem Maschinengehäuse
11 und durch die Schutzkappe 19 für den Rotor 17. Die Schutzkappe 19 wird von außen
in Pfeilrichtung
33 auf dem Rotor 17 befestigt.
[0036] Fig. 3d zeigt einen Längsschnitt durch den Motorturm 9 mit dem Antriebsmotor 13 in dem Maschinengehäuse
11 und das Kreismesser 14, das auf der Lagerwelle 15 des Antriebsmotors 13 befestigt
wird. Dabei ist die Montagerichtung
34 der Lagerwelle 15 durch einen Pfeil angedeutet.
[0037] Fig. 4a und
Fig. 4b zeigen eine erste und eine zweite isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Scheibenschneidmaschine
10. Eine Produktzuführung
35 der Scheibenschneidmaschine 10 führt das Schneidegut dem Kreismesser 14 (siehe Figur
1) zu. Die Scheibenschneidemaschine 10 umfasst eine Anschlagplatte
36 sowie einen verschiebbar angeordneten Schlitten
37, über den das Schneidegut dem Kreismesser 14 zugeführt wird.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 8
- Fixierteil
- 9
- Motorturm
- 10
- Scheibenschneidmaschine
- 11
- Maschinengehäuse
- 13
- Antriebsmotor
- 14
- Kreismesser
- 15
- Lagerwelle
- 16
- Stator
- 17
- Rotor
- 18
- Einführöffnung
- 19
- Schutzkappe
- 20
- Einführring
- 21
- Einführrichtung
- 22a
- Anlageabschnitt
- 22b
- Halterungsabschnitt
- 22c
- Abstandshalter
- 22d
- Kugellager
- 23
- Auskragung
- 24
- stufenförmige Vertiefung
- 25
- Fixiereinrichtung
- 26
- Halterung
- 27
- Fixiermittel
- 28
- erste Durchgangsöffnungen
- 30
- zweite Durchgangsöffnungen
- 32
- Einführrichtung der Fixiermittel
- 33
- Befestigungsrichtung der Schutzkappe
- 34
- Montagerichtung
- 35
- Produktzuführung
- 36
- Anschlagplatte
- 37
- Schlitten
1. Scheibenschneidemaschine (10) zum Abschneiden von Scheiben aus insbesondere strangförmigem
Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einem Maschinengehäuse (11), das einen
Antriebsmotor (13) und ein vom Antriebsmotor (13) angetriebenes, rotierendes und/oder
umlaufend bewegbares Kreismesser (14) haltert, und mit einer Produktzuführung (35),
die das Schneidegut dem Kreismesser (14) zuführt, wobei die Scheibenschneidemaschine
(10) eine Anschlagplatte (36) sowie einen verschiebbar angeordneten Schlitten (37)
umfasst, über den das Schneidegut dem Kreismesser (14) zugeführt wird, wobei das Kreismesser
(14) direkt an einer im Antriebsmotor (13) für das Kreismesser (14) angeordneten Lagerwelle
(15) gelagert ist, wobei der Antriebsmotor (13) zumindest einen Stator (16) und einen
Rotor (17) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rotor (17) lösbar von dem Stator (16) ausgebildet ist,
dass der Stator (16) im Maschinengehäuse (11) angeordnet ist,
dass das Maschinengehäuse (11) eine Einführöffnung (18) aufweist, an der im montierten
Zustand der Stator (16) angeordnet ist und durch die hindurch der Rotor (17) zumindest
teilweise in den Stator (16) eingeführt ist, und
dass die Scheibenschneidmaschine (10) eine Fixiereinrichtung (25) zur Befestigung von
Rotor (17) und Stator (16) mittels Fixiermitteln (27) am Maschinengehäuse (11) aufweist.
2. Scheibenschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (25) erste Durchgangsöffnungen (28) zur Einführung der Fixiermittel
(27) umfasst, die um die Einführöffnung (18) des Maschinengehäuses (11) herum angeordnet
sind.
3. Scheibenschneidmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (16) in Umfangsrichtung Fixiermittelaufnahmen zur Aufnahme der Fixiermittel
(27) aufweist.
4. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (17) in Umfangsrichtung zweite Durchgangsöffnungen (30) zur Einführung
der Fixiermittel (27) aufweist.
5. Scheibenschneidmaschine nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittelaufnahmen des Stators (16) und die zweiten Durchgangsöffnungen (30)
des Rotors (17) an den ersten Durchgangsöffnungen (28) der Fixiereinrichtung (25)
zur Einführung der Fixiermittel (27) formschlüssig positionierbar sind.
6. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerwelle (15) im Rotor (17) teilweise oder ganz außerhalb des Maschinengehäuses
(11) angeordnet ist.
7. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführöffnung (18) des Maschinengehäuses (11) eine stufenförmige Vertiefung
(24) oder eine Fase zur zentrierenden Einführung des Rotors (16) aufweist.
8. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenwand des Maschinengehäuses (11) eine Halterung (26) zum Halten des Stators
(16) und/oder des Rotors (17) angeordnet ist.
9. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Rotor (17) in Umfangsrichtung sowie anliegend am Maschinengehäuse (11) und am
Kreismesser (14) eine Schutzkappe (19) angeordnet ist.
10. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (17) einen am Maschinengehäuse (11) und/oder am Stator (16) fixierbaren
Fixierteil aufweist, in welchem die Lagerwelle (15) mit dem Kreismesser (14) drehbar,
und vorzugsweise gegenüber dem Inneren des Maschinengehäuses (11) fluid-abgedichtet,
gelagert ist.
11. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (17) einen Anlageabschnitt (22a) aufweist, der einerseits fest auf der
Lagerwelle (15) sitzt und durch einen Verbindungsabschnitt (22c) mit Kugellagern (22d)
verbunden ist, welche einen Halterungsabschnitt (22b), der mit dem Stator (16) verbunden
ist, von der rotierbaren Lagerwelle (15) trennen, wobei der Verbindungsabschnitt (22c)
einen schmaleren Durchmesser aufweist als der Anlageabschnitt (22a) und der Halterungsabschnitt
(22b).
12. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (16) einen Einführring (20) zur Einführung in die Einführöffnung (18)
des Maschinengehäuses (11) aufweist.
13. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführöffnung (18) des Maschinengehäuses (11) einen kreisförmigen oder quadratischen
Querschnitt aufweist.
14. Scheibenschneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen einstückig ausgebildeten Motorturm (9).
15. Verfahren zur Herstellung einer Scheibenschneidmaschine (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 14,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Bereitstellung des zweiteiligen Antriebsmotors (13) mit dem Stator (16) und dem
vom Stator (16) lösbaren Rotor (17) sowie des Maschinengehäuses (11) mit der Einführöffnung
(18) und der Fixiereinrichtung (25);
b) Vormontage des Stators (16) im Inneren des Maschinengehäuses (11) an der Einführöffnung
(18);
c) Einführung des Rotors (17) von außerhalb des Maschinengehäuses (11) durch die Einführöffnung (18) in den Stator (16);
d) Befestigung des Rotors (17) und des Stators (16) durch die Fixiereinrichtung (25) am Maschinengehäuse (11);
e) Befestigung des Kreismessers (14) außerhalb des Maschinengehäuses (11) am Rotor
(17).