[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum vorzugsweise bündigen Einbau in die Straßen-/Fahrbahndecke,
beispielsweise starre oder verstellbare Straßenkappe, Schacht, insbesondere Abschlussschacht,
Wasserablauf, Revisionsöffnung oder dergleichen, umfassend einen eine Öffnung definierenden
Rahmen und einen mit Spiel im Rahmen positionierbaren Deckel.
[0002] Es geht hier ganz allgemein um Straßeneinbauten, zu denen beispielsweise Straßenkappen
(auch Schieberkasten, Hydrantenkasten, Schieberkappe) sowie Schachtabdeckungen zählen.
Es handelt sich dabei um einen kleinen Schacht, der dazu dient, unterhalb der Straßenoberfläche
eingebaute Armaturen von Wasser-, Abwasser-, Gas-, oder Fernwärmeleitungen leicht
zugänglich und bedienbar zu machen. Die Kappen sitzen im Straßenbereich ungefähr senkrecht
über den Armaturen der Leitungen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Absperrschieber
für abgehende Hausanschlussleitungen, zur Trennung von Leitungsabschnitten oder um
Anschlüsse zur Wasserentnahme als Unterflurhydranten.
[0003] Die klassische Straßenkappe besteht aus einem meist hohlzylindrischen Rahmen, der
auf der Oberseite mit einem Deckel geschlossen wird. Die Herstellung der Straßenkappe
erfolgt entweder aus Gusseisen oder aus Kunststoff. Neben Straßenkappen mit starrem
Rahmen gibt es auch solche, die in ihrer Höhe verstellbar sind. Diese kommen insbesondere
beim Asphaltstraßenbau zur Anwendung. Unter Nutzung einer höhenverstellbaren Straßenkappe
lässt sich diese oberflächenbündig in die Fahrbahndecke einbauen.
[0005] Vorrichtungen der hier in Rede stehenden Art werden regelmäßig mit relativ großen
Fertigungstoleranzen hergestellt, nicht zuletzt aus Kostengründen. Der Deckel besteht
meist aus Gusseisen. Der Rahmen oder das Oberteil (bei höhenverstellbaren Straßenkappen
umfassend ein Unterteil und ein in das Unterteil einsteckbares und darin verschiebbares
Oberteil) kann aus Kunststoff hergestellt sein. Bei robuster Bauweise besteht jedoch
auch der Rahmen zur Aufnahme des Deckels, ggf. das gesamt Oberteil, aus Gusseisen.
Insbesondere bei einer Fertigung der Bauteile aus Gusseisen besteht das Problem großer
Fertigungstoleranzen, welches beim Transport und im eingebauten Zustand beim Überfahren
zu ungewollten Klappergeräuschen führt. Bei einer Fertigung des Rahmens aus Kunststoff
führt die toleranzbedingte Relativbewegung zwischen dem Deckel und dem Rahmen zu einem
Verschleiß des aus Kunststoff gefertigten Teils, in diesem Falle des Rahmens.
[0006] Wollte man den Deckel und den Rahmen mit geringeren Toleranzen fertigen, würde dies
enorme Mehrkosten in der Fertigung mit sich bringen. Aufgrund des allgemeinen Preisdrucks
ist dies nicht zu verantworten.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die gattungsbildende
Vorrichtung derart auszugestalten und weiterzubilden, dass die im Stand der Technik
auftretenden Probleme, trotz der Toleranzen, weitestgehend eliminiert sind. Auch unter
Zugrundelegung der Toleranzen sollen sowohl beim Transport als auch im eingebauten
Zustand, d.h. beim Überfahren der Vorrichtung, Klappergeräusche weitestgehend eliminiert
sein.
[0008] Voranstehende Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Danach ist die
gattungsbildenden Vorrichtung, beispielsweise eine Straßenkappe, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Rahmen und dem Deckel ein im wesentlichen umlaufendes Ausgleichselement
derart wirkt, dass beim Einstecken des Deckels das Spiel zwischen dem Rahmen und dem
Deckel zumindest reduziert ist oder eine Passung, vorzugsweise eine Presspassung,
entsteht, wobei das Ausgleichselement ein vom Deckel und Rahmen unabhängiges Bauteil
ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass sich das Toleranzproblem zwischen Deckel
und Rahmen nicht nur durch kostenintensive genauere Fertigung, d.h. durch Reduktion
von Fertigungstoleranzen, lösen lässt, vielmehr auch durch konstruktive Maßnahmen,
die obendrein kostengünstig sind. So wird in erfindungsgemäßer Weise ein vom Deckel
und Rahmen unabhängiges Bauteil genutzt, nämlich ein zwischen dem Rahmen und dem Deckel
wirkendes, im wesentlichen umlaufendes Ausgleichselement, bei dessen Anwendung, d.h.
beim Einstecken des Deckels in den Rahmen, das Spiel zwischen dem Rahmen und dem Deckel
zumindest reduziert wird. Vorzugsweise wird unter Zwischenschaltung des Ausgleichselements
eine Passung, vorzugsweise eine Presspassung, erzeugt. Somit ist eine Vorrichtung
zum Toleranzausgleich bei Straßeneinbauten geschaffen.
[0010] Wesentlich ist, dass es sich bei dem Ausgleichselement um ein separates Bauteil handelt,
welches zwischen dem Rahmen und dem Deckel zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei
um ein im wesentlichen umlaufendes Bauteil, welches das zwischen dem Deckel und dem
Rahmen vorhandene Spiel ausgleicht. Dieses Ausgleichselement ist bereits beim Transport
der Paarung von Rahmen und Deckel eingebaut, so dass beim Transport keinerlei Klappergeräusche
auftreten. Der Deckel muss beim Transport nicht komplett in den Rahmen eingesteckt
sein. Beim Einbau in der Straße wird der Deckel komplett in den Rahmen eingesteckt
und kommt das Ausgleichselement insgesamt zur Wirkung, wobei dieses zunächst als Zentrierelement,
dann als Toleranzausgleichselement, als Anti-Klapper-Element und auch unter Vermeidung
eines direkten Kontaktes zwischen dem Rahmen und dem Deckel, zumindest im Einsteckbereich,
unter Einbindung von Ablaufrinnen, etc. auch als Korrosionsschutz dient. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung mit dem umlaufenden Ausgleichselement hat somit multifunktionale Eigenschaften,
die in Kombination die Erfindung ausmachen.
[0011] In vorteilhafter Weise ist das Ausgleichelement dem Deckel zugeordnet. Auch kann
es dem Rahmen zugeordnet sein.
[0012] Bei einer Zuordnung zum Deckel kann dieser einen vorzugsweise zylindrischen Einsteckbereich
zur Positionierung des Deckels im Rahmen aufweisen. Der Einsteckbereich kann jedwede
geeignete Form haben, kann beispielsweise auch konisch ausgebildet sein.
[0013] Diesem Einsteckbereich ist das Ausgleichselement zugeordnet, d.h. es befindet sich
nicht etwa im oberen Bereich des Deckels, beispielsweise an dessen Rand zum Rahmen,
sondern ist vielmehr relativ weit nach unten positioniert, beispielsweise in einer
umlaufenden Nut, Vertiefung oder Ausnehmung des Einsteckbereichs des Deckels. Sofern
dieser Einsteckbereich entlang seines Umfangs eine Aussparung hat, ist das Ausgleichselement
entsprechend dimensioniert, so dass es im Sinne einer Spange, eines Federelements
oder dergleichen als offener Ring in die Aussparung passt.
[0014] An dieser Stelle sein angemerkt, dass jedweder Deckel Verwendung finden kann, so
dass durch die erfindungsgemäße Lehre jegliche Arten von Straßeneinbauten abgedeckt
sind.
[0015] In weiter vorteilhafter Weise liegt das Ausgleichselement im eingesteckten Zustand
des Deckels einer Anlagefläche des Rahmens gegenüber, wobei das Ausgleichselement
oder Teile davon beim Einstecken des Deckels in den Rahmen zumindest geringfügig deformiert
wird/werden. Dies bedeutet, dass das Ausgleichselement aus einem relativ weichen Material
gefertigt ist, insbesondere aus Kunststoff, vorzugsweise spritzgusstechnisch.
[0016] Die dem Rahmen zugeordnete Anlagefläche kann im Rahmen umlaufend im Sinne einer Kreisringfläche
ausgebildet sein, wobei in vorteilhafter Weise ein nach innen zumindest geringfügig
vorstehender, zumindest teilweise umlaufender Ring- oder Flanschbereich vorgesehen
sein kann. Auch ist es denkbar, dass die Anlagefläche bündig in der Oberfläche des
Rahmens, d.h. als bündiger Teil der Innenwand, ausgebildet ist.
[0017] Zur Begünstigung der Handhabung, insbesondere des Einbaus und auch einer während
des Einbaus erforderlichen Verformung des Ausgleichselements, ist dieses als vorzugsweise
offener Ring, als offener Zentrierring, als kreisringförmige offene Spange, als Band
oder dergleichen ausführt, wobei an der Außenseite leicht deformierende Bereiche ausgebildet
sind. Dabei kann es sich um deformierbare Rippen, Stege oder dergleichen handeln,
die vorzugsweise äquidistant über den Umfang hinweg an der Außenseite des Ausgleichselements
ausgebildet sind. Beim Einstecken des Deckels in den Rahmen, d.h. bei zuvor positioniertem
Ausgleichselement im bzw. am Deckel, dienen die Rippen, Stege oder dergleichen zunächst
zum Zentrieren und werden diese beim weiteren Einstecken deformiert, so dass eine
Passung bzw. Presspassung zwischen dem Deckel und dem Rahmen unter Zwischenschaltung
des Ausgleichselements, entsteht.
[0018] In weiter vorteilhafter Weise ist das Ausgleichselement mit einer Drehsicherung ausgestattet.
Diese kann in Form eines nach innen, vorzugsweise in eine Ausnehmung oder Aussparung
des Einsteckbereichs des Deckels ragenden Stegs, Vorsprungs oder dergleichen ausgeführt
sein. Dadurch wird vermieden, dass sich das Ausgleichselement, beispielsweise über
einen ausgenommenen Bereich des Einsteckbereichs des Deckels hinweg verschiebt und
diesen Bereich sperrt bzw. blockiert. Eine sichere Positionierung des Ausgleichelements
ist durch die Drehsicherung gewährleistet.
[0019] Wie bereits zuvor ausgeführt, kann das Ausgleichselement im Sinne eines offenen Rings
ausgeführt sein, wobei es sich dabei im Konkreten um eine federnde Spange, einen offenen
Reif oder dergleichen handeln kann. Wesentlich ist eine gewisse materialspezifische
Elastizität bzw. Federkraft, so dass das Ausgleichselement durch kurzzeitiges Aufweiten
über den Einsteckbereich des Deckels in die dort vorgesehene Nut einsteckbar oder
einklickbar ist. Aufgrund der Drehsicherung hat das Ausgleichselement im Deckel einen
sicheren Sitz oder Halt und lässt sich der Deckel mühelos in den Rahmen einstecken
und unter Verformung der Rippen oder dergleichen einpressen, so dass ein Spiel zwischen
dem Rahmen und dem Deckel völlig eliminiert ist. Da die Passung aufgrund der Rippen,
Stege oder dergleichen zonal wirkt, lässt sich der Deckel mit einem geeigneten Werkzeug
mühelos wieder aus dem Rahmen entfernen. Gegebenenfalls ist ein Austausch des Ausgleichselements
nötig, so dass ein abermaliger fester Sitz, ohne störende Klappergeräusche beim Überfahren,
abermals realisierbar ist.
[0020] Zur Begünstigung des Einsteckens des Deckels in den Rahmen kann das Ausgleichselement
bzw. können die Rippen des Ausgleichselements mit einer Schräge, einem Konus oder
dergleichen ausgestattet sein, wodurch die Zentrierung und die durch Deformation der
Rippen erzielte Presspassung begünstigt wird.
[0021] Im Lichte der voranstehenden Ausführungen ist wesentlich, dass der Deckel bereits
im Lieferzustand mit einem entsprechenden Ausgleichelement ausgestattet sein kann.
Bei mehrfacher Entnahme des Deckels aus dem Rahmen lässt sich das Ausgleichselement
mühelos austauschen, so dass stets ein fester Sitz des Deckels im Rahmen gewährleistet
ist. Dies begünstigt insbesondere die Verwendung eines Deckels aus Gusseisen in einem
Rahmen ebenfalls aus Gusseisen.
[0022] Bereits zuvor ist erwähnt worden, dass der Rahmen bei höhenverstellbarer Straßenkappe
integraler Bestandteil eines Oberteils sein kann, welches zur Höhenverstellung bzw.
Anpassung auf das Niveau der Straßendecke in ein Unterteil einschiebbar ist. Sämtliche
Teile können aus Gusseisen bestehen. Ein Klappern zwischen Deckel und Rahmen bzw.
Oberteil ist unter Nutzung des Ausgleichselements eliminiert.
[0023] Das Ausgleichselement ist aus einem vorzugsweise hitzebeständigen Kunststoff gefertigt,
vorzugsweise spritzgusstechnisch. Aufgrund der materialspezifischen Elastizität wirkt
es wie eine kreisringförmige Spange, die sich zum Einstecken in die im Einsteckbereich
des Deckels ausgebildete Nut aufweiten und vom freien Ende her in diesen Bereich schieben
und einrasten lässt.
[0024] Wenngleich das Problem des Klapperns, sowohl beim Transport als auch beim Überfahren
der Vorrichtung im eingebauten Zustand, ganz überwiegend bei einer Materialpaarung
Grauguss-Grauguss auftrifft, lässt sich die Anwendung eines solchen Ausgleichselements
auch bei der Paarung Kunststoff-Kunststoff oder aber auch Grauguss-Kunststoff nutzen.
Bei der Fertigung von Deckel und Rahmen/ Oberteil können größere Toleranzen akzeptiert
bzw. toleriert werden, die sich dann durch Anwendung des Ausgleichselements zumindest
weitestgehend oder insgesamt eliminieren lassen, je nach Größenordnung von Spiel und
Ausgleichselement.
[0025] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Anspruch
1 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In den Figuren zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
am Beispiel einer Straßenkappe mit Deckel und Rahmen bzw. Oberteil,
- Fig. 2
- in einer Draufsicht den Gegenstand aus Fig. 1,
- Fig. 3
- in einer Seitenansicht, geschnitten, den Gegenstand aus Fig. 1, wobei ein zwischen
dem Deckel und dem Rahmen wirkendes Ausgleichselement angedeutet ist,
- Fig. 4
- den Deckel der Vorrichtung aus Fig. 1, mit eingesetztem Ausgleichselement,
- Fig. 5
- den Deckel aus Fig. 4 in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- den Deckel der Vorrichtung aus Fig. 4 in einer Seitenansicht, geschnitten,
- Fig. 7a bis f
- den Deckel gemäß Fig. 4 mit eingesetztem Ausgleichselement in verschiedenen Ansichten,
und
- Fig. 8a bis e
- in verschiedenen Ansichten, schematisch, das Ausgleichselement.
[0026] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die
Vorrichtung einen Deckel 1, einen Rahmen 2 und ein Oberteil 3 umfasst. Der Rahmen
2 ist integraler Bestandteil des Oberteils 3. Das Oberteil 3 dient zum Einstecken
in ein in der Fig. nicht gezeigtes Unterteil bei einer konkreten Ausgestaltung als
höhenverstellbare Straßenkappe.
[0027] Der Deckel 1 und der Rahmen 2 bzw. das Oberteil 3 sind bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
aus Grauguss gefertigt. Entsprechend bestehen zwischen dem Deckel 1 und dem Rahmen
2 erhebliche Toleranzen, die ohne Gegenmaßnahme zum Klappern beim Transport und beim
Überfahren im eingebauten Zustand führen.
[0028] Fig. 2 zeigt die Anordnung aus Fig. 1 in einer Draufsicht. Der Deckel 1 und der Rahmen
2 sind dabei gezeigt.
[0029] Fig. 3 zeigt die Anordnung aus Fig. 1 in einer geschnittenen Seitenansicht. Der Deckel
1 ist in den Rahmen 2 eingesetzt. Das Oberteil 3 erstreckt sich mit einem zylindrischen
Bereich 4 weit nach unten. Der Deckel 1 verfügt über einen zylindrischen Einsteckbereich
5, bei dem im oberen Bereich eine umlaufende Nut 6 ausgebildet ist. In diese Nut 6
ist ein Ausgleichselement 7 eingesteckt, welches zwischen dem Deckel 1 bzw. dem Einsteckbereich
5 des Deckels 1 und dem Rahmen 2 wirkt, genauer gesagt gegenüber einer Anlagefläche
8 des Rahmens, die als umlaufender Ring oder Flanschbereich ausgeführt ist.
[0030] Unter Zwischenschaltung des Ausgleichselements 7 ist das Spiel zwischen dem gusseisernen
Deckel 1 und dem ebenfalls gusseisernen Rahmen 2 eliminiert.
[0031] Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen, für sich gesehen, den Deckel 1 mit seinem nach unten
abragenden Einsteckbereich 5, wobei dort in die umlaufende Nut 6 das Ausgleichselement
7 eingesteckt ist. Die Fig. 4 und 6 zeigen dabei deutlich, dass es sich bei dem Ausgleichselement
7 um einen offenen Kreisring handelt. Auf der Außenfläche des Ausgleichselements 7
sind Rippen bzw. Stege 9 ausgebildet, die sich beim Einstecken des Deckels 1 in den
Rahmen 2 zumindest geringfügig deformieren lassen. Dabei sein angemerkt, dass das
Ausgleichselement 7 mit den Rippen oder Stegen 9 aus Kunststoff gefertigt ist.
[0032] Aufgrund der Vorkehrung der Rippen oder Stege 9 ist auch nach dem Einstecken und
nach der Deformation der Rippen oder Stege 9 ein zumindest geringer Abstand zwischen
der sonstigen Oberfläche des Ausgleichselements und der Anlagefläche 8 des Rahmens
2 realisiert, so dass Wasser ablaufen kann. Eine Korrosion zwischen den Bauteilen
ist dadurch wirksam vermieden.
[0033] Die Fig. 7a bis 7f zeigen den Deckel 1 mit seinem Einsteckbereich 5 und dem Ausgleichselement
7 in verschiedenen Ansichten. Die deformierbaren Rippen oder Stege 9 sind erkennbar.
Auch ist eine Drehsicherung 10 erkennbar, die integraler Bestandteil des Ausgleichelements
7 ist und in eine Ausnehmung bzw. Aussparung des Einsteckbereichs 5 des Deckels 1
greift. Das Ausgleichselement 7 ist somit drehsicher in der umlaufenden Nut 6 verankert.
[0034] Schließlich zeigen die Fig. 8a bis 8e das Ausgleichselement 7, welches im Sinne eines
offenen Rings bzw. einer Spange ausgebildet ist. An der äußeren Oberfläche des Ausgleichselements
7 sind Rippen oder Stege 9 ausgebildet, die äquidistant zueinander angeordnet sind.
Auf der Innenseite des Ausgleichselements 7 ist ein Steg 11 als Drehsicherung 10 ausgebildet,
so dass das Ausgleichselement 7 drehfest in der umlaufenden Nut 6 des Deckels sitzt.
[0035] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie
auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0036] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich zur Erörterung der
beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Deckel
- 2
- Rahmen
- 3
- Oberteil
- 4
- zylindrischer Bereich des Oberteils
- 5
- Einsteckbereich des Deckels
- 6
- Nut
- 7
- Ausgleichselement
- 8
- Anlagefläche des Rahmens
- 9
- Rippe / Steg
- 10
- Drehsicherung
- 11
- Steg als Drehsicherung
1. Vorrichtung zum vorzugsweise bündigen Einbau in die Straßen-/Fahrbahndecke, beispielsweise
Straßenkappe, Abflussschacht, Revisionsöffnung oder dergleichen, umfassend einen eine
Öffnung definierenden Rahmen und einen mit Spiel im Rahmen positionierbaren Deckel,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rahmen und dem Deckel ein im wesentlichen umlaufendes Ausgleichselement
derart wirkt, dass beim Einstecken des Deckels das Spiel zwischen dem Rahmen und dem
Deckel zumindest reduziert ist oder eine Passung, vorzugsweise eine Presspassung,
entsteht, wobei das Ausgleichselement ein vom Deckel und Rahmen unabhängiges Bauteil
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement dem Deckel zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel einen vorzugsweise zylindrischen Einsteckbereich zur Positionierung des
Deckels im Rahmen aufweist, dem das Ausgleichselement zugeordnet ist, vorzugsweise
in einer umlaufenden Nut, Vertiefung oder Ausnehmung des Einsteckbereichs.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement im eingesteckten Zustand des Deckels einer Anlagefläche des
Rahmens gegenüberliegt, wobei das Ausgleichselement oder Teile bzw. Bereiche davon
beim Einstecken des Deckels in den Rahmen zumindest geringfügig deformiert wird/werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche durch einen nach innen zumindest geringfügig vorstehenden, zumindest
teilweise umlaufenden Ring- oder Flanschbereich des Rahmens gebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement als vorzugsweise offener Ring, als offener Zentrierring, als
kreisringförmige offene Spange, als Band oder dgl. ausgeführt ist, wobei an der Außenseite
deformierbare Rippen oder dgl. vorzugsweise äquidistant über den Umfang hinweg ausgebildet
sind, die beim Einstecken in den Rahmen zentrieren.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement eine Drehsicherung in Form eines nach innen, vorzugsweise in
eine Ausnehmung oder Aussparung des Einsteckbereichs des Deckels ragenden Stegs, Vorsprungs
oder dgl. aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement im Sinne einer federnden Spange, eines offenen Rings, eines
Reifs oder dgl. ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement in Einsteckrichtung, d.h. am einsteckseitigen Randbereich,
mit einer Schräge oder einem Konus ausgestattet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer höhenverstellbaren Straßenkappe der Rahmen Bestandteil eines in ein Unterteil
einschiebbaren Oberteils ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement aus einem vorzugsweise hitzebeständigen Kunststoff besteht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel und ggf. der Rahmen oder das Oberteil aus Metall, vorzugsweise aus Guss,
insbesondere Grauguss, besteht/bestehen.