[0001] Die Erfindung betrifft Linearlichteinheit mit mehreren, über elektrische Leitungen
in Reihe geschalteten, durch jeweils eine Konstantstromquelle mit Gleichstrom versorgten
Lichtquellenmodulen, wobei eine Leitung eine
plus-Leitung, eine weitere eine
minus-Leitung und noch eine weitere Leitung eine Steuerleitung ist und ein über die Steuerleitung
übertragenes Signal an dem Steuerleitungseingang jedes Lichtquellenmoduls anliegt.
Ferner betrifft die Erfindung ein Lichtquellenmodul für eine solche Linearlichteinheit
sowie ein Verfahren zum Dimmen einer solchen Linearlichteinheit.
[0002] Bei Linearlichteinheiten handelt es sich um Beleuchtungssysteme, bei denen eine Vielzahl
von einzelnen Lichtquellenmodulen in Reihe und/oder parallel hintereinander geschaltet
sind. Ein solches Lichtquellenmodul umfasst typischerweise eine Vielzahl von einzelnen
Lichtquellen, beispielsweise LEDs. Zahlreiche Lichtquellenmodule können zum Ausbilden
der Linearlichteinheit hintereinander geschaltet sein. Auf diese Weise lassen sich
starre oder auch flexible Leuchtbänder, Lichterketten oder Lichtschienen ausbilden.
Eingesetzt werden diese zu Beleuchtungszwecken, oftmals zur Beleuchtung von Gebäuden
(Architekturbeleuchtung) und auch zur Akzentuierung oder zum Bereitstellen eines bestimmten
Lichtdesigns.
[0003] Um den Verdrahtungsaufwand gering zu halten, sind die Lichtquellenmodule einer solchen
Linearlichteinheit in Dreidrahttechnik in Reihe geschaltet. Bei den Lichtquellen handelt
es sich um mit Gleichstrom betriebene. Typischerweise werden hierfür LEDs verwendet.
Aus diesem Grunde dienen zwei der drei Leitungen zur Spannungsversorgung der Last
(der Lichtquellenmodule), während die dritte Leitung eine Steuerleitung darstellt.
Jedem Lichtquellenmodul oder einer aus Reihen- oder Parallelschaltung entstanden Gruppe
von Lichtquellen ist eine geregelte Stromquelle (Konstantstromquelle) zugeordnet,
um Spannungsabfälle über die in Reihe geschalteten Zuleitungen auf den Versorgungsleitungen,
die eine nicht unbeträchtliche Länge aufweisen können, zu kompensieren. Durch diese
Maßnahme ist eine ansonsten eintretende Reduzierung des abgegebenen Lichtstroms in
den hintereinandergeschalteten Lichtquellenmodulen, insbesondere zum Ende der Reihenschaltung
hin vermieden. Die Steuerleitung liegt an den Eingängen der Steuereingänge der Konstantstromquellen
an.
[0004] Wenn eine solche Linearlichteinheit gedimmt werden soll, bedient man sich in vielen
Fällen einer Pulsweitenmodulation (PWM) der Versorgungsspannung. Auf diese Weise ist
es möglich, über sämtliche Lichtquelleneinheiten der Linearlichteinheit dieselbe Dimmung
zu erzeugen. Zudem ist ein Dimmen über eine Pulsweitenmodulation der Versorgungsspannung
mit einem geringen Aufwand verbunden. Allerdings müssen bei diesem Dimmverfahren Nachteile
in Kauf genommen werden. Zum Einen ist die Reaktionsgeschwindigkeit begrenzt. Grund
hierfür sind die zahlreichen in Reihe geschalteten Konstantstromquellen, die mitunter
spürbare Reaktionszeiten auf das Ausschalten der Versorgungsspannung haben, weshalb
Dimmvorgänge nur mit einer niedrigen Pulsweitenmodulationsfrequenz realisiert werden
können. Zudem wurde festgestellt, dass pulsweitenmodulierte Lichtquellen zu einem
Unwohlsein bei dem abgegebenen Licht ausgesetzten Menschen beitragen können. Grund
hierfür sind die bei einem PWM-Dimmverfahren nicht zu vermeidenden Modulationsartefakte
im Lichtstrom. Die typischerweise als Lichtquellen eingesetzten LEDs geben trägheitslos
die Stromschwankungen als Lichtstromschwankungen weiter. Mitunter können bei pulsweiten
modulierten Lichtquellen sogar einzelne Ein- und Ausschaltimpulse wahrgenommen werden.
Unter einem pulsweitenmodulierten Lichtstrom können Interferenzen mit Displays, beispielsweise
an Mobiltelefonen oder dergleichen auftreten, die vom Benutzer wahrgenommen und als
störend empfunden werden.
[0005] Mitunter wird als problematisch bei PWM-Dimmsteuerungen angesehen, dass sich geringe
Helligkeiten nur unzureichend realisieren lassen. Ferner wäre es wünschenswert, wenn
eine solche Linearlichteinheit in einfacher Weise mehrkanalig arbeitend ausgelegt
werden könnte, um Lichtquellenmodule mehrkanalig ansteuern zu können.
[0006] Damit liegt ausgehend von dem diskutierten Stand der Technik der Erfindung die Aufgabe
zu Grunde, eine Linearlichteinheit, ein Lichtquellenmodul für eine solche Linearlichteinheit
und ein Verfahren zum Betreiben einer Linearlichteinheit vorzuschlagen, bei der die
bei herkömmlichen PWM-Dimmverfahren in Kauf zu nehmenden Nachteile vermieden sind
und welches ebenfalls geeignet ist, mehrkanalig ausgelegt sein zu können.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe zum einen durch eine eingangs genannte, gattungsgemäße
Linearlichteinheit, bei der die Lichtquellenmodule mehrkanalig ansteuerbar sind, die
Steuerleitung entsprechend der Anzahl der Kanäle mehrkanalig ausgelegt ist, bei der
der Linearlichteinheit eine der Beeinflussungsgrößen entsprechende Anzahl an PWM-Gebern
zugeordnet sind, wobei durch einen ersten PWM-Geber eine erste Steuerspannung bereit
gestellt ist und diese erste Steuerspannung zum Erzeugen von jeweils einer Steuerspannung
für zumindest zwei Kanäle dient, und bei der jedes Lichtquellenmodul für jeden Kanal
eine PWM-Signalaufbereitung (i) zum Bestimmen des Abstandes der Einschaltflanken von
den jeweils nachfolgenden Ausschaltflanken der Impulse des PWM-Signals, (ii) zum Erzeugen
von von der PWM-Signalpegelhöhe unabhängigen, definierten High- und Low-Phasen und
(iii) zum Bereitstellen einer von dem ermittelten Flankenabstand abhängigen Steuergleichspannung
sowie ein Stromsenkenmodul mit einer Konstantstromquelle und wenigstens einer von
dieser gesteuerten Lichtquelle pro Kanal aufweist.
[0008] Der auf das Lichtquellenmodul gerichtete Aufgabenaspekt wird durch ein Lichtquellenmodul
mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0009] Der verfahrensbezogene Aspekt der Erfindung wird durch ein Verfahren mit dem Merkmal
des Anspruchs 14 gelöst.
[0010] Im Folgenden wird zunächst die Auslegung und die Betriebsweise einer einkanalig ausgeführten
Linearlichteinheit beschrieben. Dies erleichtert das Verständnis einer mehrkanalig
ausgelegten Linearlichteinheit, da die diesbezüglichen Ausführungen grundsätzlich
für jeden Kanal einer mehrkanalig betriebenen Linearlichteinheit gelten.
[0011] Bei einer solchen Linearlichteinheit wird in geschickter Weise das Vorhandensein
einer Konstantstromquelle in jedem Lichtquellenmodul genutzt. Die Ansteuerung der
Lichtquellen bzw. der die Lichtquellen versorgenden Konstantstromquelle eines solchen
Lichtquellenmoduls erfolgt über eine Steuerleitung. Als Steuersignal wird ein pulsweitenmoduliertes
Signal verwendet. Zum Betreiben der Lichtquellenmodule dieser Linearlichteinheit wird
dieses Signal nicht bezüglich der Höhe seines Pegels, sondern nur in Bezug auf den
Abstand einer Einschaltflanke zu der nachfolgenden Ausschaltflanke als Steuerinformation
genutzt. Auf diese Weise wird von jedem Lichtquellenmodul dieselbe Steuerinformation
empfangen, auch wenn der Pegel des PWM-Steuersignals über die Strecke der in Reihe
hintereinandergeschalteten Lichtquellenmodule abnehmen oder anderweitig beeinflusst
werden sollte. In jedem Lichtquellenmodul wird aus diesem Steuersignal im Wege einer
PWM-Signalaufbereitung eine Steuergleichspannung erzeugt, die aufgrund der Auswertung
des Abstandes der Ausschaltflanken von den vorangegangen Einschaltflanken unabhängig
von der PWM-Signalpegelhöhe und auch unabhängig von der Frequenz der PWM-Signale ist.
Generiert wird diese Gleichspannung über eine Erzeugung von bezüglich ihrer Höhe definierten
High- und Low-Phasen, und zwar abhängig von dem Puls-/Periodendauer-Verhältnis mit
nachfolgender Tiefpassfilterung Dies ist möglich, da eine ideale Tiefpassfilterung
genau den Gleichanteil des aufbereiteten PWM-Signals liefert, der wiederum proportional
zum Verhältnis Einschaltzeit zu Periodendauer ist. Diese Steuergleichspannung liegt
an dem Eingang eines Stromsenkenmoduls als Teil jedes Lichtquellenmoduls an. Durch
diese Steuergleichspannung ist die Konstantstromquelle gesteuert, und zwar dessen
Rechenglied, welches typischerweise als Operationsverstärker ausgeführt ist. Ein Dimmen
der Lichtquellen der Lichtquellenmodule erfolgt somit nicht über eine Pulsweitenmodulation
der Versorgungsspannung, weshalb dem vorgestellten Konzept die zu dem Stand der Technik
aufgezeigten Nachteile, insbesondere die angesprochene Artefaktenbildung vermieden
sind. Bei diesem Konzept wird in geschickter Weise ein handelsüblicher, kostengünstiger
PWM-Geber eingesetzt, um mit dessen PWM-Signal ein Steuersignal zum Betreiben einer
Konstantstromquelle in jedem Lichtquellenmodul zu erzeugen. Die durch die Lichtquellen
der Lichtquellenmodule fließenden Ströme sind somit proportional bzw. näherungsweise
proportional zur Einschaltdauer des PWM-Signals und damit der Länge der High-Phasen
im Verhältnis zur Periodendauer.
[0012] Eine Flankenerkennung des PWM-Signals lässt sich mit einfachen Mitteln realisieren.
Zum Erzeugen des PWM-Signals wird gemäß einer Ausgestaltung ein n-Kanal-MOSFET verwendet,
da mit diesem die Schaltverluste besonders gering sind. Damit wird ein Schaltelement
eingesetzt, das in der Stromflussphase nur einen geringen Spannungsabfall aufweist.
Diese elektronischen Schaltelemente schalten üblicherweise den Massepfad. Dadurch
ist der Innenwiderstand des PWM-Gebers in den beiden Phasen signifikant unterschiedlich.
[0013] Um den Aufbau einer Spannung bei geöffnetem elektronischem Schaltelement, typischerweise
einem MOSFET, zu ermöglichen, ist eine Arbeitslast, typischerweise ausgelegt als Widerstand
erforderlich. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist dieser Arbeitswiderstand Teil jedes
Lichtquellenmoduls. Eine solche beispielsweise als Arbeitswiderstand realisierte Last
kann für einen weiteren Zweck genutzt werden. Die Versorgungsleitungen und damit auch
die Steuerleitung weisen vor allem aufgrund ihrer Länge, jedoch auch aufgrund ihrer
Auslegung einen kapazitiven Belag auf. An diese Kapazität ist der Arbeitswiderstand
bezüglich seiner Last angepasst, und zwar derart, dass die sich aus dem Widerstandswert
und dem kapazitiven Belag ergebenden Zeitkonstanten hinreichend klein sind, um auch
schmale PWM-Impulse übertragen zu können. Das PWM-Signal weist schmale PWM-Impulse
als High-Phasen auf, wenn die in den Lichtquellenmodulen enthaltenen Lichtquellen
stark gedimmt werden sollen.
[0014] Jedes Lichtquellenmodul verfügt über eine PWM-Signalaufbereitung und über ein Stromsenkenmodul.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die PWM-Signalaufbereitung in eine erste PWM-Signalaufbereitungsstufe
und eine sich an diese anschließende zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe unterteilt,
wobei in der zweiten PWM-Aufbereitungsstufe eine Tiefpassfilterung durchgeführt wird.
In der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe ist gemäß einem Ausführungsbeispiel vorgesehen,
über einen Spannungsteiler ein elektronisches Schaltelement, beispielsweise einen
Transistor anzusteuern. Ist als elektronisches Schaltelement der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe
ein Transistor vorgesehen, ist es vorteilhaft, den Transistor in Emitterschaltung
zu betreiben und diesen durch den Spannungsteiler anzusteuern. Den Spannungsteiler
wird man bezüglich seines Teilerverhältnisses dergestalt ausbilden, dass auch PWM-Signale,
die durch Spannungsabfälle auf den Leitungen in ihrem ursprünglichen Pegel verändert
werden, zu einer einwandfreien und damit hinreichend genau detektierbaren Ausbildung
der Flanken des PWM-Signals führen. In dieser PWM-Signalaufbereitungsstufe wird das
Eingangssignal zudem invertiert. Zur Verbesserung der Schaltgenauigkeit des beispielsweise
als Transistor vorgesehenen elektronischen Schaltelementes in dieser ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe
kann eine an den Kollektoreingang angeschlossene Schottky-Diode vorgesehen sein. Diese
wirkt einem Sättigungseffekt des Transistors entgegen und sorgt für gleichbleibende
Schaltzeiten. Zugleich bietet es sich an, eine Schutzdiode vorzusehen, durch die der
Transistor als beispielhaftes elektronisches Schaltelement bei möglichen Fehlbeschaltungen
gegen höhere negative Spannungen geschützt ist.
[0015] Bei einer solchen PWM-Signalaufbereitungsstufe wird eine Referenzspannung zum Betreiben
eines Arbeitswiderstandes benötigt. Der Arbeitswiderstand ist Teil der Emitterstufe.
Vorzugsweise ist die Referenzspannung möglichst groß, damit bei maximaler Durchsteuerung
des Transistors eine im Verhältnis zur Versorgungsspannung kleine Restsättigungsspannung
über der Kollektor-Emitter-Strecke verbleibt. In einer Auslegung eines solchen Lichtquellenmoduls
wird die Referenzspannung im Stromsenkenmodul erzeugt.
[0016] Das Ausgangssignal der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe stellt das Eingangssignal
für die zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe dar, welches in dieser PWM-Signalaufbereitungsstufe
tiefpassgefiltert wird. Zum Tiefpassfiltern des Steuersignals können unterschiedliche
Tiefpassfilter verwendet werden. Besonders einfach im Aufbau ist ein passives Tiefpassfilter
1. Ordnung. Ein solcher Tiefpassfilter kann durch einen Spannungsteiler in Verbindung
mit einer Kapazität ausgeführt sein. Der Spannungsteiler ist dabei zweckmäßigerweise
so ausgelegt, dass über diesen eine Anpassung an die erforderlichen Spannungsbereiche
des nachgeschalteten Stromsenkenmoduls erfolgt.
[0017] Die durch die Signalaufbereitung in der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe der PWM-Signalaufbereitung
erzeugte Gleichspannung beaufschlagt den Eingang des spannungsgesteuerten Stromsenkenmoduls.
Dieses umfasst eine Konstantstromquelle und wenigstens eine, von dieser angesteuerte,
Lichtquelle. Typischerweise verfügt ein solches Stromsenkenmodul über mehrere oder
auch eine Vielzahl einzelner Lichtquellen, die vorzugsweise als LEDs ausgeführt sind.
Die Konstantstromquelle des Stromsenkenmoduls verfügt gemäß einem Ausführungsbeispiel
über einen Operationsverstärker, dessen Ausgang einen als Emitterfolger beschalteten
Transistors ansteuert. Ein in den Emitterpfad dieses Transistors als beispielhaftes
elektronisches Schaltelement eingeschalteter Messwiderstand erzeugt einen Spannungsabfall.
Dieser ist proportional zu dem durch die Lichtquellen fließenden Strom. Dieser Spannungsabfall
wird dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers, typischerweise unter Zwischenschaltung
eines weiteren Widerstandes zugeführt. Die Steuerleitung beaufschlagt hingegen den
nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers der Konstantstromquelle. Zusätzlich
besteht ein durch einen Widerstand ausgeführter Pfad zwischen der stabilen Versorgungsspannung
des Operationsverstärkers und seinem invertierenden Eingang. Dieser Pfad wird dazu
genutzt, die durch Sättigungseffekte des Schalttransistors der ersten Aufbereitungsstufe
sowie Offsetgrößen des Operationsverstärkers zu kompensieren und damit sicherzustellen,
dass ein PWM-Signal, das den Zustand "Aus" repräsentiert zu einer sicheren Abschaltung
des Stromflusses der Stromquellen führt. Auf diese Weise kann über die auf der Steuerleitung
an dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers anliegende Steuerspannung,
also die durch die erste PWM-Signalaufbereitungsstufe erzeugte Gleichspannung ein
Stromfluss in Abhängigkeit von dieser Spannung und der Größe des an den nicht invertierenden
Eingang des Operationsverstärkers anliegenden Spannungsabfall in Abhängigkeit von
der Auslegung des in diesen eingeschalteten Widerstandes eingestellt werden.
[0018] Bei einer mehrkanaligen Auslegung einer solchen Linearlichteinheit werden die mehreren
Kanäle in Abhängigkeit voneinander mit einer Steuerspannung beaufschlagt. Typischerweise
sind bei einem solchen Betrieb einer Linearlichteinheit mehrere Beeinflussungsgrößen
für die gewünschte Beleuchtung einzustellen, wie etwa die Helligkeit und die Farbtemperatur.
Dabei ist vorgesehen, dass die Steuerspannung für die erste Beeinflussungsgröße, beispielsweise
die Helligkeit die Steuerspannungen für die einzelnen Kanäle etwa zum Erzeugen der
gewünschten Farbtemperatur des abgegebenen Lichtes beeinflusst. Die Abhängigkeit der
Steuerspannungen in den Kanälen voneinander erfolgt vor dem Hintergrund, dass ein
zur Verfügung stehendes Leistungspaket in Entsprechung der gewünschten Beleuchtung
eingerichtet werden. Bei einer zweikanaligen Auslegung einer solchen Linearlichteinheit
sind Teil der Lichtquelleneinheit tunable white-Lichtquellenmodule vorgesehen. Diese
verfügen jeweils über kaltweiße Lichtquellen und über warmweiße Lichtquellen. In Abhängigkeit
von dem Mischungsverhältnis ergibt sich dann die von den Lichtquellenmodulen abgestrahlte
Farbtemperatur. Bei einer solchen Ausgestaltung sind die Beeinflussungsgrößen die
Helligkeit und die Farbtemperatur. Dabei liegen Helligkeit und Farbtemperatur nicht
auf unterschiedlichen Kanälen. Vielmehr wird die Beeinflussungsgröße "Farbtemperatur"
auf zwei Kanäle gelegt, wobei jedem Kanal eine eigene Steuerspannung zugeordnet ist.
Dabei dient bei einer solchen Ausgestaltung ein erster Kanal zum Ansteuern der Kaltweißlichtquellen
und ein zweiter Kanal zum Ansteuern der Warmweißlichtquellen. Bei einer dreikanaligen
Auslegung einer solchen Linearlichteinheit weisen die Lichtquellenmodule drei unterschiedliche
Lichtquellen auf, können somit beispielsweise als RGB-Lichtquellenmodule ausgelegt
sein.
[0019] Bei einer solchen mehrkanaligen Auslegung der Linearlichteinheit verfügt diese über
eine der Anzahl der Beeinflussungsgrößen entsprechende Anzahl an PWM-Gebern. Wird
Einfluss auf zwei Größen Einfluss genommen, und zwar auf die Helligkeit und auf die
Farbtemperatur, verfügt die Linearlichteinheit über zwei PWM-Geber. Diese PWM-Geber
speisen im Unterschied zu der vorbeschriebenen einkanaligen Auslegung einer solchen
Linearlichteinheit die erzeugte Steuerspannung nicht direkt in eine Stromsenke der
Lichtquellenmodule - die Lichtquellen - ein. Vielmehr dient diese erste erzeugte Steuerspannung
als Basis für die Erzeugung von einer der Anzahl der Kanäle entsprechenden Anzahl
an neuen Steuerspannungen. Im Falle einer Auslegung der Lichtquellenmodule als tunable
white-Lichtquellenmodule werden zwei neue Steuerspannungen aus der ersten erzeugten
Steuerspannung erzeugt, die dann zur Steuerung des warmweißen und des kaltweißen Kanals
genutzt werden. Dabei ist vorgesehen, dass das durch die erste Steuerspannung bereit
gestellte Leistungspaket auf die bei dem vorgenannten Beispiel beschriebenen beiden
Kanäle aufgeteilt wird. Das zur Verfügung stehende Leistungspaket wird durch die Helligkeitseinstellung
(das Dimmen) als erste Steuerspannung erzeugt. Der Stellwert für einen der beiden
Kanäle der Farbtemperatur bei einer tunable white Ausführung der Lichtquellenmodule
ist hinsichtlich seines Anteils durch den für die Farbtemperatur verantwortlichen
PWM-Geber typischerweise vorgegeben. Somit kann der Anteil der ersten Steuerspannung,
die für den zweiten Kanal vorgesehen ist, in einfacher Weise durch Subtraktion, etwa
mittels eines schaltungstechnisch realisierten Differenzbildners unter Berücksichtigung
des für den ersten Kanal vorgegebenen Anteil ermittelt werden.
[0020] Das Besondere einer solchen mehrkanalig, beispielsweise zweikanalig ausgelegten Linearlichteinheit
ist, dass sich diese allein schaltungstechnisch und somit ohne in den Lichtquellenmodulen
einen Mikrocontroller benötigen zu müssen, realisieren lässt.
[0021] Bei einer beispielsweise zweikanalig ausgelegten Linearlichteinheit ist die Steuerleitung
zweikanalig ausgeführt. Dies bedeutet, dass die Steuerleitung letztendlich für jeden
Kanal eine eigene Leitung aufweist, die durch die hintereinander geschalteten Lichtquellenmodule
durchgeschleift werden. Ist die Linearlichteinheit ausgelegt, mehr als zweikanalig
zu arbeiten, verfügt die Steuerleitung über eine der Kanalanzahl entsprechende Anzahl
an einzelnen Steuerleitungen. Somit ist bei mehrkanalig arbeitenden Linearlichteinheiten
die im Stand der Technik vorhandene einzelne Steuerleitung durch mehrere einzelne
Steuerleitungen realisiert.
[0022] Die PWM-Geber sind nicht Teil der Lichtquellenmodule, sondern eine separate Einheit
in der Linearlichteinheit.
[0023] Nachfolgend ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine schematisierte Darstellung nach Art eines Blockschaltbildes einer einkanalig
ausgelegten Linearlichteinheit mit einer Vielzahl von in Reihe geschalteten Lichtquellenmodulen,
- Fig. 2:
- eine Schaltungsanordnung einer Linearlichteinheit mit einem ersten Lichtquellenmodul,
- Fig. 3:
- eine schematisierte Darstellung entsprechend derjenigen der Figur 1, jedoch darstellend
ein Blockschaltbild einer zweikanalig ausgelegten Linearlichteinheit mit einer Vielzahl
von in Reihe geschalteten Lichtquellenmodulen,
- Fig. 4:
- ein Blockschaltbild zur Darstellung der Funktionsweise der zweikanalig ausgelegten
Lichtquellenmodule der Linearlichteinheit der Figur 3 und
- Fig. 5:
- eine Schaltungsanordnung einer zweikanaligen Linearlichteinheit mit einem ersten Lichtquellenmodul.
[0024] Anhand der Figuren 1 und 2 wird zunächst eine einkanalig arbeitende Linearlichteinheit
beschrieben. Dieses vereinfacht das Verständnis einer im Anschluss beschriebenen zweikanalig
arbeitenden Linearlichteinheit.
[0025] Eine einkanalig arbeitende Linearlichteinheit 1 umfasst eine Vielzahl von in Reihe
zueinander geschalteter Lichtquellenmodule 2. Die Lichtquellenmodule 2 sind mittels
einer Drei-Draht-Verdrahtung miteinander verbunden. Davon sind zwei Leitungen 3, 4
für die Spannungsversorgung vorgesehen. Die Leitung 3 stellt die
plus-Leitung und die Leitung 4 die
minus-Leitung dar. Die
minus-Leitung 3 bildet die Masseleitung. Eine dritte Leitung ist eine Steuerleitung 5.
[0026] Teil der Linearlichteinheit 1 ist des Weiteren ein PWM-Geber 6. Dessen Ausgangssignal
ist auf die Steuerleitung 5 gelegt. Somit dient das von dem PWM-Geber 6 generierte
PWM-Signal zur Ansteuerung der einzelnen Lichtquellenmodule 2. Der PWM-Geber 6 ist
zusammen mit einer Stromversorgung 7 Teil einer Versorgungseinheit 8. An diese sind
die Lichtquellenmodule 2 in Reihe zueinander angeschlossen.
[0027] Ein exemplarisches Schaltbild der Versorgungseinheit 8 und eines daran angeschlossenen
Lichtquellenmoduls 2 ist in Figur 2 gezeigt. Der PWM-Geber 6 verfügt über eine Stromversorgung
9 und als Schaltglied über einen MOSFET 10. Geschaltet wird mit dem PWM-Geber 6 der
Massepfad der Linearlichteinheit 1. Eingeschaltet in den stromleitenden Ast ist ein
Widerstand 11. Der Widerstand 11 bewirkt, dass sich der Innenwiderstand des PWM-Gebers
6 in der ein-Phase (High-Phase) signifikant von der Aus-Phase (Low-Phase) unterscheidet.
[0028] Das Lichtquellenmodul 2 ist an die Stromversorgung 7 der Versorgungseinheit 8 und
mit ihrem Steuereingang 12 an die Steuerleitung 5 angeschlossen. Die Steuerleitung
5 wird in dem Lichtquellenmodul 2 durchgeschleift, ebenso wie die Versorgungsleitungen
3, 4. An diese durchgeschleiften Leitungen 3, 4, 5 ist das in der Reihe der Lichtquellenmodule
2 dem in Figur 2 gezeigten Lichtquellenmodul 2 nachgeschaltete Lichtquellenmodul 2
angeschlossen bzw. anschließbar.
[0029] Das Lichtquellenmodul 2 verfügt über eine PWM-Signalaufbereitung 13 und über ein
Stromsenkenmodul 14. Diese beiden Bestandteile der Lichtquelle 2 sind typischerweise
auf einer gemeinsamen Platine angeordnet. Die PWM-Aufbereitung 13 umfasst eine erste
PWM-Signalaufbereitungsstufe 15. Diese erste PWM-Signalaufbereitungsstufe 15 umfasst
zunächst einen Arbeitswiderstand 16 für den PWM-Geber 6. Dieser Arbeitswiderstand
16 ermöglicht den Aufbau einer Spannung, wenn der MOSFET 10 des PWM-Gebers 6 geschlossen
ist. Teil der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe 15 ist ein Spannungsteiler, der
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus den Widerständen 17 und 18 gebildet
ist. Dieser Spannungsteiler steuert einen in Emitterschaltung betriebenen Transistor
19. Parallel zu dem durch den Widerstand 17 gebildeten Ast des Spannungsteilers ist
eine Schottky-Diode 20 geschaltet. Durch diese wird dem Sättigungseffekt des Transistors
19, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Bipolartransistor ausgeführt
ist, entgegengewirkt. Zugleich sorgt die Schottky-Diode 20 für zumindest näherungsweise
gleiche Schaltzeiten. Der Knotenpunkt in dem durch die Widerstände 17, 18 gebildeten
Spannungsteiler ist an die Basis des Transistors 19 angeschlossen. Diese erste PWM-Signalaufbereitungsstufe
15 verfügt des Weiteren über eine Schutzdiode 21, durch die die Basis-Emitterstrecke
des Transistors 19 bei möglichen Fehlbeschaltungen gegen höhere negative Spannungen
geschützt ist. In die Emitterstufe ist ein Arbeitswiderstand 22 eingeschaltet. Der
Arbeitswiderstand 22 bezieht seine Arbeitsspannung aus einer Referenzspannungserzeugung
23, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel Teil des Stromsenkenmoduls 14 ist.
Die Referenzspannungserzeugung 23 umfasst einen Widerstand 24, der in Reihe mit einer
Schottky-Diode 24.1 geschaltet ist und einen parallel zu dieser geschalteten Kondensator
25.
[0030] Zur Bereitstellung eines großen Steuerbereiches ist die durch die Referenzspannungserzeugung
23 bereitgestellte Referenzspannung möglichst groß, damit auch bei maximaler Durchsteuerung
des Transistors 19 eine Restsättigungsspannung über der Kollektor-Emittor-Strecke
verbleibt.
[0031] Der ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe 15 ist eine zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe
26 nachgeschaltet. Die zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe 26 ist mit ihrem Eingang
an den Kollektor des Transistors 19 angeschlossen. Die zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe
26 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als passiver Tiefpassfilter 1. Ordnung
ausgeführt und verfügt über einen durch die Widerstände 27, 28 bereitgestellten Spannungsteiler
und über einen zu dem durch den Widerstand 28 bereitgestellten Spannungsteilerast
parallel geschalteten Kondensator 29. Dabei ist das Verhältnis der durch die Widerstände
27, 28 bereitgestellten Äste des Spannungsteilers so ausgelegt, dass die am Ausgang
der PWM-Aufbereitung 13 bzw. dessen zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe 26 anliegende
Gleichspannung an die erforderlichen Spannungsbereiche des Stromsenkenmoduls 14 angepasst
ist.
[0032] Durch die PWM-Signalaufbereitung 13 wird auf diese Weise mit den beiden PWM-Signalaufbereitungsstufen
15, 26 eine Gleichspannung erzeugt, deren Größe unmittelbar von dem Verhältnis der
Einschaltzeit zur Periodendauer des von dem PWM-Geber 6 erzeugten PWM-Signals abhängt.
Von Bedeutung ist, dass die Höhe des auf diese Weise erzeugten Gleichstroms unabhängig
von dem Pegel des PWM-Signals ist. Änderungen in der Höhe des Pegels des PWM-Signals
über die unter Umständen relativ lange Strecke der Steuerleitung 5 beeinflussen somit
die Ansteuerung des jeweils nachfolgenden Lichtquellenmoduls 2 nicht. Eine Änderung
in dem Abstand der Einschaltflanken von den jeweiligen Ausschaltflanken erfolgt auch
bei längerer Steuerleitung nicht.
[0033] Das Stromsenkenmodul 14 verfügt über Mehrzahl an LEDs 30 als Lichtquellen. Ihre Versorgungsspannung
erhalten die LEDs 30 von einer Konstantstromquelle als Teile des Stromsenkenmoduls
14. Die Konstantstromquelle wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen
Operationsverstärker 31 und einen Transistor 32, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ebenfalls als Bipolartransistor ausgeführt ist, gebildet. Der Emitterstrom des Transistors
32 erzeugt an einem in seinem Emitterpfad befindlichen Messwiderstand 33 einen Spannungsabfall.
Dieser ist proportional oder zumindest näherungsweise proportional zu dem durch die
LEDs 30 fließenden Strom. Dieser Spannungsabfall wird dem invertierenden Eingang 34
des Operationsverstärkers 31 über einen Widerstand 35 zugeführt. An dem nicht invertierenden
Eingang 36 des Operationsverstärkers 31 wird die von der PWM-Signalaufbereitung 13
erzeugte Steuerspannung eingespeist. Auf diese Weise wird ein Stromfluss bereitgestellt,
dessen Größe dem Verhältnis der den nicht invertierenden Eingang 36 beaufschlagenden
Steuerspannung und dem Widerstandswert des Widerstandes 35 entspricht. Ein weiterer
Widerstand 37, der in den Ast der Referenzspannungserzeugung 23 eingeschaltet ist,
ist typischerweise mehrere Zehnerpotenzen hinsichtlich seines Widerstandswertes größer
als der Widerstandswert des Widerstandes 35. Daher beeinflusst dieser das vorbeschriebene
Verfahren zur Stromversorgung nicht, allenfalls nicht in einem nennenswerten Maße.
[0034] Aus der Beschreibung dieser Linearlichteinheit 1 wird deutlich, dass bei diesem Konzept
trotzt Einsatzes eines PWM-Gebers 6 die Energieversorgung der Lichtquellen 30 in den
Lichtquellenmodulen 2 von dem PWM-Signalpegel unabhängig ist.
[0035] Figur 3 zeigt ein Blockschaltbild einer weiteren Linearlichteinheit 40, die prinzipiell
aufgebaut ist wie die Linearlichteinheit 1 der Figur 1. Die Lichtquellenmodule 41
sind ebenso wie bei der Linearlichteinheit 1 in Reihe hintereinander geschaltet und
an eine
plus-Leitung 42 sowie an eine
minus-Leitung 43 angeschlossen. Die Lichtquellenmodule 41 sind zweikanalig arbeitend ausgelegt.
Daher ist die Steuerleitung 44 bei dieser Linearlichteinheit 40 durch zwei Einzelleitungen
44.1, 44.2 realisiert. Jede einzelne Steuerleitung 44.1, 44.2 ist mit einer Steuerspannung
für den jeweils durch die Steuerleitung 44.1 bzw. 44.2 angesteuerten Kanal beaufschlagt.
Die Steuerspannung wird durch eine PWM-Gebereinheit 45 bereitgestellt. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst die PWM-Gebereinheit zwei PWM-Geber, wobei jeweils ein
PWM-Geber zur Bereitstellung einer Steuerspannung für eine Ansteuerungsgröße vorgesehen
ist. Bei der Linearlichteinheit 40 dient ein PWM-Geber zum Bereitstellen einer Steuerspannung
entsprechend der gewünschten Helligkeit. Ein weiterer PWM-Geber stellt eine Steuerspannung
für die Farbtemperatur bereit. Diese wird zweikanalig an die Lichtquellenmodule 41
über die Einzelsteuerleitungen 44.1 bzw. 44.2 übertragen.
[0036] Die PWM-Gebereinheit 45 ist typischerweise Teil einer Versorgungseinheit 46, die
ebenfalls eine Stromversorgung 47 umfasst.
[0037] Figur 4 verdeutlicht die Funktionsweise der Linearlichteinheit 40. An die Stromversorgung
47 ist ein erster PWM-Geber 48 angeschlossen. Über diesen wird eine erste Steuerspannung
bereitgestellt, und zwar diejenige, die für die Helligkeitsansteuerung der Lichtquellenmodule
41 verantwortlich ist. Der Dimmwert (PWM-value) wird nutzerseitig vorgegeben. Die
gemäß den Ausführungen zu der einkanalig arbeitenden Linearlichteinheit des vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiels erzeugte Steuerspannung am Ausgang des PWM-Gebers 48 stellt die
Eingangsspannung für einen zweiten PWM-Geber 49 dar. Über diesen wird eine Steuerspannung
bezüglich der nutzerseitig gewünschten oder durch eine Steuerung vorgegebenen Farbtemperatur
erzeugt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Lichtquellenmodule 41
als tunable white-Lichtquellenmodule ausgeführt. Angesteuert werden diese somit in
ihrem einen Kanal mit einer Steuerspannung für den Kaltweißlichtanteil und über den
zweiten Kanal bezüglich ihres Warmweißlichtanteils. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird über die Einzelsteuerleitung 44.1 die erzeugte Steuerspannung für den Kaltweißlichtanteil
und über die Einzelsteuerleitung 44.2 die erzeugte Steuerspannung für den Warmweißlichtanteil
den Lichtquellenmodulen 41 zugeführt. Die durch den PWM-Geber 48 erzeugte erste Steuerspannung
stellt ein Leistungspaket dar, welches in Abhängigkeit von der gewünschten Farbtemperatur
als Steuerspannungen auf die beiden Einzelsteuerleitungen 44.1 und 44.2 aufgeteilt
wird. Die Aufteilung des von dem ersten PWM-Geber 48 bereit gestellten Leistungspaketes
erfolgt in jedem Lichtquellenmodul 41, welches zur Kenntlichmachung in Figur 4 angedeutet
ist, ebenso wie die Versorgungseinheit 46.
[0038] Zum Zwecke einer Aufteilung des Leistungspaketes auf die beiden Kanäle ist bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Steuerspannung auf dem einen
Kanal, hier: dem Kaltweißlichtkanal, der anteilsmäßig vorgegeben ist, und die Steuerspannung
für den Warmweißlichtkanal unter Verwendung eines Differenzbildners 50 in Abhängigkeit
von dem vorgegebenen Kaltweißlichtanteil erzeugt wird.
[0039] Ein schaltungstechnischer Aufbau zur Realisierung der vorbeschriebenen Betriebsweise
der Linearlichteinheit 40 ist in Figur 5 gezeigt.
[0040] Der schaltungstechnische Aufbau entspricht im Wesentlichen dem schaltungstechnischen
Aufbau der Linearlichteinheit 1, wie dieser in Figur 2 dargestellt ist, wobei die
in Figur 2 gezeigte Schaltung aufgrund der beschriebenen Auslegung der Linearlichteinheit
40 doppelt vorgesehen ist.
[0041] Da es sich bei den Lichtquellenmodulen 41 um tunable white-Lichtquellenmodule 41
handelt, verfügt über jedes Lichtquellenmodul 41 über zwei Stromsenkenmodule, wobei
ein Stromsenkenmodul 51 warmweiß LEDs 52 und zweites Stromsenkenmodul 53 mit kaltweiß
LEDs 54 aufweist. Jedes Lichtquellenmodul 41 verfügt zudem über zwei Hilfsspannungsversorgungen
55, 54. Eine erste Hilfsspannungsversorgung 55 stellt eine Spannungsversorgung von
24 V bereit. Eine zweite Hilfsspannungsversorgung 56 stellt eine Hilfsspannung von
5 V bereit. Die Spannungsquelle 47 der Versorgungseinheit 46 liefert eine Spannung
von 48 V.
[0042] Die Steuerspannungserzeugung erfolgt in gleicher Weise, wie dieses zu der einkanalig
arbeitenden Linearlichteinheit 1 beschrieben ist. Das von dem PWM-Geber 48 erzeugte
Signal (Helligkeit) wird in einem PWM-Abschwächer 57 zum Generieren der ersten Steuerspannung
verarbeitet. Der PWM-Abschwächer 57 umfasst die auch zu der Linearlichteinheit 1 bzw.
deren Lichtquellenmodule 2 beschriebenen PWM-Signalaufbereitungsstufen. Somit umfassen
der PWM-Abschwächer ebenfalls über einen Tiefpassfilter, der als passiver Filter erster
Ordnung ausgeführt ist. Am Ausgang 58 des PWM-Abschwächers 57 liegt die in Abhängigkeit
von dem eingestellten Dimmwert generierte erste Steuerspannung an. Diese wird über
eine Versorgungsleitung 59 in einen zweiten PWM-Abschwächer 60 eingespeist. Der zweite
PWM-Abschwächer 60 dient zum Bereitstellen einer Steuerspannung für die zweite Beeinflussungsgröße,
und zwar der Farbtemperatur. Der PWM-Abschwächer 60 ist eingangsseitig an den Ausgang
des PWM-Gebers 49 angeschlossen.
[0043] Die am Ausgang 58 des PWM-Abschwächers 57 anliegende Steuerspannung wird ferner in
den Differenzbildner 50 eingespeist, und zwar in den nicht invertierenden Eingang
61 seines Operationsverstärkers 62. An dem invertierenden Eingang 63 liegt der Ausgang
einer Pufferstufe 64 an. Die Pufferstufe 64 ist über eine Anschlussleitung 65 an den
invertierenden Eingang 66 des Operationsverstärkers 67 des kaltweiß Stromsenkenmoduls
53 angeschlossen. Auf diese Weise ist die Steuerspannung für den Warmweißlichtkanal
des Lichtquellenmoduls 41 abhängig davon, welchen Anteil des empfangenen Leistungspaketes
für die Ansteuerung des für die Erzeugung von Kaltweißlicht dienenden Stromsenkenmoduls
53 vorgesehen ist.
[0044] Die Hilfsspannungsversorgung 24 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel als
einfacher Linearregler mit ausgangsseitiger Pufferung realisiert. Die Hilfsspannungsversorgung
56 zur Bereitstellung der Hilfsspannung von 5 V ist ebenfalls als einfacher Linearregler
mit ausgangsseitiger Pufferung realisiert. Aufgrund der Vorschaltung der Hilfsspannungsversorgung
55 vor die Hilfsspannungsversorgung 56 wird zudem eine ausgezeichnete Siebwirkung
erzielt.
[0045] Die Pufferstufe 64 ist als Pufferverstärker ausgeführt und sorgt für eine niederomige
Bereitstellung der Kaltweißlichtsteuerspannung. Die Pufferstufe 64 sorgt dafür, die
ungepufferte Spannung von der niederomigen Eingangsstufe des Differenzbildners 50
zu separieren. Bei hinreichend genauer Dimensionierung des Differenzbildners 50 kann
grundsätzlich auf die Pufferstufe 64 verzichtet werden.
[0046] Die Schaltung des Differenzbildners 50 ist so dimensioniert, dass die Spannung am
Widerstand 68, die proportional zu der am Ausgang 58 des PWM-Abschwächers 57 anliegenden
Spannung ist, um den Faktor 2 verstärkt in die Differenzbildung eingeht. Dieses erlaubt,
den nicht invertierenden Eingang 61 des Operationsverstärkers 62 ohne weiteren Massepfad
zu verwenden. Der mit dem Widerstand 68 gebildete Spannungsteiler aufgrund des weiteren
Widerstandes 69 ist bezüglich des Massewiderstandes im Vergleich zum Massewiderstand
des durch die Widerstände 70, 71 gebildeten Spannungsteilers des PWM-Abschwächers
60 halbiert, so dass in etwa die halbe Spannung an dem Widerstand 68 abfällt. Auf
diese Weise wird die Verdoppelung des nicht invertierenden Pfades kompensiert.
[0047] In einer Weiterbildung in der beschriebenen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die
Lichtquellenmodule 41 ausgelegt sind, um auch eine Steuerspannung für monochrome Baugruppen
als Teil der Linearlichteinheit ansteuern zu können. Bei einer solchen Ausgestaltung
sind in die Reihe der Lichtquellenmodule 41 auch monochrome Lichtquellenmodule eingeschaltet.
Bei den monochromen Lichtquellenmodulen wird der PWM-Abschwächer 57 ohne seinen Operationsverstärker
genutzt. Es versteht sich, dass dann eine entsprechende Umdimensionierung der Bauteile
erforderlich ist. Auf diese Weise können innerhalb einer Linearlichteinheit monochrome
Lichtquellenmodule und tunable white-Lichtquellenmodule gemischt platziert sein. Der
für die Helligkeit verantwortliche PWM-Geber 48 steuert dann alle Lichtquellenmodule
gleichermaßen, während der für die Farbtemperatur verantwortliche PWM-Geber 49 nur
die tunable white-Lichtquellenmodule beeinflusst.
[0048] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben worden. Ohne den Umfang
der geltenden Ansprüche zu verlassen, ergeben sich für einen Fachmann zahlreiche weitere
Möglichkeiten die Erfindung umzusetzen, ohne dass dieses im Rahmen dieser Ausführungen
im Einzelnen erläutert werden müsste.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Linearlichteinheit |
33 |
Messwiderstand |
| 2 |
Lichtquellenmodul |
34 |
Invertierender Eingang |
| 3 |
plus-Leitung |
35 |
Widerstand |
| 4 |
minus-Leitung |
36 |
invertierender Eingang |
| 5 |
Steuerleitung |
37 |
Widerstand |
| 6 |
PWM-Geber |
|
|
| 7 |
Stromversorgung |
40 |
Lichtquelleneinheit |
| 8 |
Versorgungseinheit |
41 |
Lichtquellenmodul |
| 9 |
Stromversorgung |
42 |
plus-Leitung |
| 10 |
MOSFET |
43 |
minus-Leitung |
| 11 |
Widerstand |
44 |
Steuerleitung |
| 12 |
Steuereingang |
44.1 |
Einzelsteuerleitung |
| 13 |
PWM-Signalaufbereitung |
44.2 |
Einzelsteuerleitung |
| 14 |
Stromsenkenmodul |
45 |
PWM-Gebereinheit |
| 15 |
erste PWM-Signalaufbereitungsstufe |
46 |
Versorgungseinheit |
| 16 |
Arbeitswiderstand |
47 |
Stromversorgung |
| 17 |
Widerstand |
48 |
PWM-Geber |
| 18 |
Widerstand |
49 |
PWM-Geber |
| 19 |
Transistor |
50 |
Differenzbildner |
| 20 |
Schottky-Diode |
51 |
Stromsenkenmodul |
| 21 |
Schutzdiode |
52 |
Warmweiß-LED |
| 22 |
Arbeitswiderstand |
53 |
Stromsenkenmodul |
| 23 |
Referenzspannungerzeugung |
54 |
Kaltweiß LED |
| 24 |
Widerstand |
55 |
Hilfssapnnungsversorgung |
| 24.1 |
Schottky-Diode |
56 |
Hilfsspannungsversorgung |
| 25 |
Kondensator |
57 |
PWM-Abschwächer |
| 26 |
zweite PWM-Signalaufbereitungsstufe |
58 |
Ausgang |
| 27 |
Widerstand |
59 |
Versorgungsleitung |
| 28 |
Widerstand |
60 |
PWM-Abschwächer |
| 29 |
Kondensator |
61 |
nicht invertierender Eingang |
| 30 |
Lichtquelle, LED |
62 |
Operationsverstärker |
| 31 |
Operationsverstärker |
63 |
invertierender Eingang |
| 32 |
Transistor |
64 |
Pufferstufe |
| 65 |
Anschlussleitung |
|
|
| 66 |
invertierender Eingang |
|
|
| 67 |
Operationsverstärker |
|
|
| 68 |
Widerstand |
|
|
| 69 |
Widerstand |
|
|
| 70 |
Widerstand |
|
|
| 71 |
Widerstand |
|
|
1. Linearlichteinheit mit mehreren, über elektrische Leitungen (42, 43, 44) in Reihe
geschalteten, durch jeweils eine Konstantstromquelle mit Gleichstrom versorgten Lichtquellenmodulen
(41), wobei eine Leitung eine plus-Leitung (42), eine weitere eine minus-Leitung (43) und noch eine weitere Leitung
eine Steuerleitung (44) ist und ein über die Steuerleitung (44) übertragenes Signal
an dem Steuereingang jedes Lichtquellenmoduls (41) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtquellenmodul (41) mehrkanalig ansteuerbar ist, die Steuerleitung
(44) entsprechend der Anzahl der Kanäle durch mehrere Einzelsteuerleitungen (44.1,
44.2) mehrkanalig ausgelegt ist, dass der Linearlichteinheit (40) eine der Beeinflussungsgrößen
entsprechende Anzahl an PWM-Gebern (48, 49) zugeordnet sind, wobei durch einen ersten
PWM-Geber (48) eine erste Steuerspannung bereit gestellt ist und diese erste Steuerspannung
zum Erzeugen von jeweils einer Steuerspannung für zumindest zwei Kanäle dient, und
dass jedes Lichtquellenmodul (41) für jede Beeinflussungsgröße einen PWM-Abschwächer
(57, 60) als PWM-Signalaufbereitung (i) zum Bestimmen des Abstandes der Einschaltflanken
von den jeweils nachfolgenden Ausschaltflanken der Impulse des PWM-Signals, (ii) zum
Erzeugen von von der PWM-Signalpegelhöhe unabhängigen, definierten High- und Low-Phasen
und (iii) zum Bereitstellen einer von dem ermittelten Flankenabstand abhängigen Steuergleichspannung
sowie ein Stromsenkenmodul (51, 53) mit einer Konstantstromquelle und wenigstens einer
von dieser gesteuerten Lichtquelle (52, 54) pro Kanal aufweist.
2. Linearlichteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Geber (48, 49) als Schaltelement einen MOSFET aufweisen.
3. Linearlichteinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Signalaufbereitung für jede Beeinflussungsgröße in einer ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe
einen ein elektronisches Schaltelement ansteuernden Spannungsteiler umfasst.
4. Linearlichteinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Spannungsteiler ein in Emitterschaltung betriebener Transistor angesteuert
ist.
5. Linearlichteinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die PWM-Signalaufbereitung eine Schottky-Diode zum Entgegenwirken eines Sättigungseffektes
des Transistors integriert ist.
6. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Signalaufbereitung in einer zweiten PWM-Signalaufbereitungsstufe einen Tiefpassfilter
aufweist.
7. Linearlichteinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefpassfilter als passiver Filter 1. Ordnung ausgeführt ist.
8. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stromsenkenmodul (51, 53) einen Operationsverstärker (67) umfasst, durch dessen
Ausgangssignal ein elektronisches Schaltelement, etwa ein als Bipolartransistor ausgeführter
Transistor angesteuert ist.
9. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mehrkanaligen Lichtquellenmodule (41) als Lichtquelle für jeden Kanal jeweils
mehrere oder eine Vielzahl von LEDs (52, 54) aufweisen.
10. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem ersten PWM-Geber (48) und dem diesen zugeordneten PWM-Abschwächer (57)
erzeugte Steuerspannung über eine Versorgungsleitung (59) in den PWM-Abschwächer (60)
eingespeist ist, dessen Eingang an einen zweiten PWM-Geber (49) angeschlossen ist.
11. Linearlichteinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht invertierende Eingang (66) des Operationsverstärkers (67) eines Stromsenkenmoduls
(53) über eine Anschlussleitung (65) den nicht invertierenden Eingang (63) des Operationsverstärkers
(62) eines Differenzbildners (50) beaufschlagt, wobei der Ausgang des Differenzbildners
(50) an den Eingang eines anderen Stromsenkenmoduls (51) angeschlossen ist.
12. Lichtquellenmodul für eine Lichtquelleneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtquellenmodul (41) mehrkanalig ansteuerbar ist, die Steuerleitung
(44) entsprechend der Anzahl der Kanäle durch mehrere Einzelsteuerleitungen (44.1,
44.2) mehrkanalig ausgelegt ist, dass der Linearlichteinheit (40) eine der Beeinflussungsgrößen
entsprechende Anzahl an PWM-Gebern (48, 49) zugeordnet sind, wobei durch einen ersten
PWM-Geber (48) eine erste Steuerspannung bereit gestellt ist und diese erste Steuerspannung
zum Erzeugen von jeweils einer Steuerspannung für zumindest zwei Kanäle dient, und
dass jedes Lichtquellenmodul (41) für jede Beeinflussungsgröße einen PWM-Abschwächer
(57, 60) als PWM-Signalaufbereitung (i) zum Bestimmen des Abstandes der Einschaltflanken
von den jeweils nachfolgenden Ausschaltflanken der Impulse des PWM-Signals, (ii) zum
Erzeugen von von der PWM-Signalpegelhöhe unabhängigen, definierten High- und Low-Phasen
und (iii) zum Bereitstellen einer von dem ermittelten Flankenabstand abhängigen Steuergleichspannung
sowie ein Stromsenkenmodul (51, 53) mit einer Konstantstromquelle und wenigstens einer
von dieser gesteuerten Lichtquelle (52, 54) pro Kanal aufweist.
13. Lichtquellenmodul nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Lichtquellenmodul (41) die Merkmale eines oder mehrerer der Ansprüche 3 bis 11 aufweist.
14. Verfahren zum Betreiben einer Linearlichteinheit mit mehreren, über elektrische Leitungen
(42, 43, 44) in Reihe geschalteten, durch jeweils eine Konstantstromquelle mit Gleichstrom
versorgten Lichtquellenmodulen (41), wobei eine Leitung eine plus-Leitung (42), eine weitere eine minus-Leitung (43) und noch eine weitere Leitung eine Steuerleitung (44) ist und ein über
die Steuerleitung (44) übertragenes Signal an dem Steuereingang jedes Lichtquellenmoduls
(41) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Anzahl der Beeinflussungsgrößen entsprechende Anzahl an PWM-Signalen erzeugt
und in die Steuerleitung (44) eingespeist werden und in jedem Lichtquellenmodul (41)
in Abhängigkeit von dem Abstand der Einschaltflanken jedes PWM-Signals von den jeweils
nachfolgenden Ausschaltflanken ein der Einschaltdauer des PWM-Signals proportionales
Gleichstromsignal erzeugt wird, mit dem nach der Aufteilung des einer Beeinflussungsgröße
entsprechenden Gleichstromsignals in eine der Anzahl der anzusteuernden Kanäle entsprechende
Anzahl an neuen Gleichstromsignalen (Steuerspannungen) die Konstantstromquelle in
jedem Lichtquellenmodul (41) zum Betreiben der darin befindlichen Lichtquellen (52,
54) angesteuert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen ersten, für eine erste Beeinflussungsgröße verantwortlichen PWM-Geber
(48) eine erste Steuerspannung bereit gestellt wird, die das Leistungspaket definiert,
welches in Abhängigkeit von dem Signal des für die weitere Beeinflussungsgröße vorgesehenen
PWM-Gebers (49) auf die für jeden Ansteuerkanal vorgesehene Einzelsteuerleitung (44.1,
44.2) aufgeteilt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des einen Kanals dieser weiteren Beeinflussungsgröße an dem zur Verfügung
gestellten Leistungspaket vorgegeben ist und die Steuerspannung für den zweiten Kanal
durch Subtraktion unter Berücksichtigung des für den ersten Kanal vorgegebenen Anteils
ermittelt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Linearlichteinheit mit mehreren, über elektrische Leitungen (42, 43, 44), mit Gleichstrom
versorgten Lichtquellenmodulen (41), wobei eine Leitung eine plus-Leitung (42), eine weitere eine minus-Leitung (43) und noch eine weitere Leitung eine Steuerleitung (44) ist und ein über
die Steuerleitung (44) übertragenes Signal an dem Steuereingang jedes Lichtquellenmoduls
(41) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lichtquellenmodul (41) mehrkanalig ansteuerbar ist, die Steuerleitung
(44) entsprechend der Anzahl der Kanäle durch mehrere Einzelsteuerleitungen (44.1,
44.2) mehrkanalig ausgelegt ist, dass der Linearlichteinheit (40) eine der vorgesehenen
Beeinflussungsgrößen entsprechende Anzahl an PWM-Gebern (48, 49) zugeordnet sind,
wobei durch einen ersten PWM-Geber (48) eine erste Steuerspannung für eine erste Beeinflussungsgröße
bereit gestellt ist und diese erste Steuerspannung einen zweiten PWM-Geber (49) und
somit dessen Steuerspannung für eine zweite Beeinflussungsgröße beeinflusst und dass
jedes Lichtquellenmodul (41) für jede Beeinflussungsgröße einen PWM-Abschwächer (57,
60) als PWM-Signalaufbereitung (i) zum Bestimmen des Abstandes der Einschaltflanken
von den jeweils nachfolgenden Ausschaltflanken der Impulse des PWM-Signals, (ii) zum
Erzeugen von von der PWM-Signalpegelhöhe unabhängigen, definierten High- und Low-Phasen
und (iii) zum Bereitstellen einer von dem ermittelten Flankenabstand abhängigen Steuerspannung
sowie ein Stromsenkenmodul (51, 53) mit einer Konstantstromquelle und wenigstens einer
von dieser gesteuerten Lichtquelle (52, 54) pro Kanal aufweist.
2. Linearlichteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Geber (48, 49) als Schaltelement einen MOSFET aufweisen.
3. Linearlichteinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Signalaufbereitung für jede Beeinflussungsgröße in einer ersten PWM-Signalaufbereitungsstufe
einen ein elektronisches Schaltelement ansteuernden Spannungsteiler umfasst.
4. Linearlichteinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Spannungsteiler ein in Emitterschaltung betriebener Transistor angesteuert
ist.
5. Linearlichteinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die PWM-Signalaufbereitung eine Schottky-Diode zum Entgegenwirken eines Sättigungseffektes
des Transistors integriert ist.
6. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die PWM-Signalaufbereitung in einer zweiten PWM-Signalaufbereitungsstufe einen Tiefpassfilter
aufweist.
7. Linearlichteinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tiefpassfilter als passiver Filter 1. Ordnung ausgeführt ist.
8. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Stromsenkenmodul (51, 53) einen Operationsverstärker (67) umfasst, durch dessen
Ausgangssignal ein elektronisches Schaltelement, etwa ein als Bipolartransistor ausgeführter
Transistor angesteuert ist.
9. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mehrkanaligen Lichtquellenmodule (41) als Lichtquelle für jeden Kanal jeweils
mehrere oder eine Vielzahl von LEDs (52, 54) aufweisen.
10. Linearlichteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem ersten PWM-Geber (48) und mit dem diesen in dem Lichtquellenmodul (41)
zugeordneten PWM-Abschwächer (57) erzeugte Steuerspannung für die erste Beeinflussungsgröße
über eine Versorgungsleitung (59) in den von einem zweiten PWM-Geber (49) beaufschlagten
PWM-Abschwächer (60) zum Bereitstellen einer Steuerspannung für eine weitere Beeinflussungsgröße
eingespeist ist.
11. Linearlichteinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht invertierende Eingang (66) des Operationsverstärkers (67) des Stromsenkenmoduls
(53) eines ersten Kanals über eine Anschlussleitung (65) den nicht invertierenden
Eingang (63) des Operationsverstärkers (62) eines Differenzbildners (50) eines zweiten
Kanals beaufschlagt, wobei der Ausgang des Differenzbildners (50) an den Eingang eines
anderen Stromsenkenmoduls (51) angeschlossen ist.
12. Lichtquellenmodul für eine Lichtquelleneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtquellenmodul (41) mehrkanalig ansteuerbar ist, der Steuereingang entsprechend
der Anzahl der Kanäle mehrkanalig ausgelegt ist und dass jedes Lichtquellenmodul (41)
für jede Beeinflussungsgröße einen PWM-Abschwächer (57, 60) als PWM-Signalaufbereitung
(i) zum Bestimmen des Abstandes der Einschaltflanken von den jeweils nachfolgenden
Ausschaltflanken der Impulse des PWM-Signals, (ii) zum Erzeugen von von der PWM-Signalpegelhöhe
unabhängigen, definierten High- und Low-Phasen und (iii) zum Bereitstellen einer von
dem ermittelten Flankenabstand abhängigen Steuerspannung sowie ein Stromsenkenmodul
(51, 53) mit einer Konstantstromquelle und wenigstens einer von dieser gesteuerten
Lichtquelle (52, 54) pro Kanal aufweist.
13. Lichtquellenmodul nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Lichtquellenmodul (41) die Merkmale eines oder mehrerer der Ansprüche 3 bis 11 aufweist.
14. Verfahren zum Betreiben einer Linearlichteinheit mit mehreren, über elektrische Leitungen
(42, 43, 44) mit Gleichstrom versorgten Lichtquellenmodulen (41), wobei eine Leitung
eine plus-Leitung (42), eine weitere eine minus-Leitung (43) und noch eine weitere Leitung eine Steuerleitung (44) ist und ein über
die Steuerleitung (44) übertragenes Signal an dem Steuereingang jedes Lichtquellenmoduls
(41) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Anzahl der Beeinflussungsgrößen entsprechende Anzahl an PWM-Signalen erzeugt
und in die Steuerleitung (44) eingespeist werden und in jedem Lichtquellenmodul (41)
in Abhängigkeit von dem Abstand der Einschaltflanken jedes PWM-Signals von den jeweils
nachfolgenden Ausschaltflanken ein der Einschaltdauer des PWM-Signals proportionales
Gleichstromsignal erzeugt wird, mit dem nach der Aufteilung des einer Beeinflussungsgröße
entsprechenden Gleichstromsignals in eine der Anzahl der anzusteuernden Kanäle entsprechende
Anzahl an neuen Gleichstromsignalen (Steuerspannungen) die Konstantstromquelle in
jedem Lichtquellenmodul (41) zum Betreiben der darin befindlichen Lichtquellen (52,
54) angesteuert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen ersten, für eine erste Beeinflussungsgröße verantwortlichen PWM-Geber
(48) eine erste Steuerspannung bereit gestellt wird, die ein Leistungspaket definiert,
welches in Abhängigkeit von dem Signal des für die weitere Beeinflussungsgröße vorgesehenen
PWM-Gebers (49) auf die für jeden Ansteuerkanal vorgesehene Einzelsteuerleitung (44.1,
44.2) aufgeteilt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des einen Kanals an dem zur Verfügung gestellten Leistungspaket vorgegeben
ist und die Steuerspannung für den zweiten Kanal durch Subtraktion unter Berücksichtigung
des für den ersten Kanal vorgegebenen Anteils ermittelt wird.