(19)
(11) EP 3 765 670 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.06.2023  Patentblatt  2023/23

(21) Anmeldenummer: 18742708.3

(22) Anmeldetag:  15.06.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01B 31/17(2006.01)
B24B 19/00(2006.01)
E01B 31/12(2006.01)
B24B 23/08(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B24B 19/004; B24B 23/08; E01B 31/12; E01B 31/17
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2018/066001
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/238247 (19.12.2019 Gazette  2019/51)

(54)

SCHIENEN-SCHLEIFMASCHINE ZUM SCHLEIFEN VON SCHIENEN EINES GLEISES

RAIL GRINDING MACHINE FOR GRINDING RAILS OF A TRACK

MACHINE À MEULER LES RAILS DESTINÉE AU MEULAGE DES RAILS D'UNE VOIE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.01.2021  Patentblatt  2021/03

(73) Patentinhaber: Robel Bahnbaumaschinen GmbH
83395 Freilassing (DE)

(72) Erfinder:
  • KÜHNEL, Clemens
    5101 Bergheim (AT)
  • WIDLROITHER, Otto
    83395 Freilassing (DE)

(74) Vertreter: Rau, Schneck & Hübner Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB 
Königstraße 2
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2017/017432
US-A- 1 772 636
CN-A- 106 192 630
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Schienen-Schleifmaschine zum Schleifen von Schienen eines Gleises gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Aus der DE 20 2017 000 696 U1 ist eine Schienen-Schleifmaschine bekannt, deren Schleifeinheit flexibel verstellbar ist. Hierzu weist die Schleifmaschine einen Querschlitten auf, der an einem Maschinenrahmen verschiebbar gelagert ist. An dem Querschlitten ist ein Zwischenrahmen befestigt, an dem höhenverstellbar und um eine vertikale Achse verschwenkbar ein Motorrahmen gelagert ist. An dem Motorrahmen ist wiederum die Schleifeinheit verschwenkbar gelagert.

    [0003] Aus der US 1,772,636 A ist eine Schienen-Schleifmaschine bekannt, die einen auf Schienen verfahrbaren Maschinenrahmen umfasst. Auf dem maschinenrahmen ist ein Querschlitten verschiebbar gelagert, an dem ein Schleifaggregat höhenverstellbar angeordnet ist.

    [0004] Aus der CN 106 192 630 A ist eine Schienen-Schleifmaschine mit einem auf Schienen verfahrbaren Maschinenrahmen bekannt, auf dem ein Querschlitten verschiebbar gelagert ist. Auf dem Querschlitten ist ein weiterer Querschlitten mittels einer Spindel verschiebbar gelagert. An dem weiteren Querschlitten ist eine Höhenverstelleinrichtung mit einem daran angeordneten Schleifaggregat befestigt.

    [0005] Aus der WO 2017/017 432 A1 ist eine Schienen-Schleifmaschine mit einem auswechselbaren Schleifaggregat bekannt.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach und stabil aufgebaute Schienen-Schleifmaschine zu schaffen, die eine flexible Verstellbarkeit der Schleifeinheit ermöglicht.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch eine Schienen-Schleifmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass der Querschlitten einen geschlossenen Querschlittenrahmen umfasst, ist der Querschlitten äußerst stabil, sodass an dem Querschlitten in einfacher Weise die Schleifeinheit flexibel verstellbar und stabil angeordnet werden kann. Der Querschlittenrahmen bildet insbesondere einen geschlossenen Ringkörper, der im Vergleich zu einem aus dem Stand der Technik bekannten U-förmigen Körper stabiler ist. Der Querschlittenrahmen erstreckt sich in der Längsrichtung und in der Querrichtung. Durch den geschlossenen Querschlittenrahmen ist der Querschlitten zur Anordnung der flexibel verstellbaren Schleifeinheit einfach nutzbar.

    [0008] Der Querschlittenrahmen erstreckt sich in der Längsrichtung, die einer Verschieberichtung der Schienen-Schleifmaschine entspricht und nachfolgend auch als x-Richtung bezeichnet ist. Ferner erstreckt sich der geschlossene Querschlittenrahmen in der Querrichtung, die senkrecht zu der Längsrichtung verläuft und nachfolgend auch als y-Richtung bezeichnet ist. Eine Vertikalrichtung, die senkrecht zu der Längsrichtung und der Querrichtung verläuft, ist nachfolgend auch als z-Richtung bezeichnet. Die x-, y- und z-Richtung bilden ein kartesisches Koordinatensystem.

    [0009] Der Führungsrahmen gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau sowie eine flexible Verstellbarkeit der Schleifeinheit. Der Führungsrahmen ermöglicht in einfacher Weise eine Anordnung der Schleifeinheit derart, dass die Schleifeneinheit um eine Schwenkachse verschwenkbar ist und in einer Vertikalrichtung linear verstellbar ist. Der Führungsrahmen ist verschwenkbar an dem Querschlitten gelagert. Der Führungsrahmen ist insbesondere an dem geschlossenen Querschlittenrahmen angeordnet, sodass der Führungsrahmen den Querschlittenrahmen zusätzlich versteift. Die Schleifeinheit ist vorzugsweise an zwei Seiten an dem Führungsrahmen gelagert, insbesondere mittels eines Schleifeinheit-Trägers. Der Führungsrahmen ist an dem Querschlittenrahmen verschwenkbar gelagert, sodass die Schleifeinheit in der Vertikalrichtung linear verlagerbar ist und um eine Schwenkachse verschwenkbar ist.

    [0010] Durch die parallel zu der Längsrichtung verlaufende Schwenkachse ist es möglich, die Schiene seitlich schleifend zu bearbeiten. Vorzugsweise ist der Führungsrahmen um mindestens 60°, insbesondere um mindestens 90°, und insbesondere um mindestens 120° um die Schwenkachse verschwenkbar. Vorzugsweise ist der Führungsrahmen mittels zwei Schwenklagern an dem geschlossenen Querschlittenrahmen gelagert. Hierzu weist der Führungsrahmen beispielsweise zwei Führungssäulen auf, die verschwenkbar an dem geschlossenen Querschlittenrahmen gelagert sind. Der Führungsrahmen ist insbesondere mittels eines Führungsrahmen-Antriebs um die Schwenkachse verschwenkbar. Der Führungsrahmen-Antrieb ist beispielsweise manuell betätigbar. Der Führungsrahmen-Antrieb umfasst beispielsweise einen Spindelantrieb oder einen Zahnstangenantrieb.

    [0011] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 2 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau. Durch die Querträger und die Längsträger wird in einfacher Weise der geschlossene Querschlittenrahmen ausgebildet. Die Querträger erstrecken sich in der Querrichtung und sind in der Längsrichtung zueinander beabstandet. Die Querträger verlaufen insbesondere parallel zueinander. Die Längsträger verbinden die Querträger miteinander.

    [0012] Die Längsträger erstrecken sich in Längsrichtung und sind in der Querrichtung zueinander beabstandet. Die Längsträger verlaufen insbesondere parallel zueinander. Vorzugsweise sind die Querträger und die Längsträger endseitig miteinander verbunden, sodass der geschlossene Querschlittenrahmen in Draufsicht eine Rechteckform hat.

    [0013] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 3 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau sowie eine flexible Verstellbarkeit der Schleifeinheit. Der Querschlitten umfasst erste Querschlitten-Führungsrollen, die - in der Vertikalrichtung betrachtet - oberhalb von zweiten Querschlitten-Führungsrollen angeordnet sind. Die ersten Querschlitten-Führungsrollen liegen gegen eine Oberseite des Maschinenrahmens an, wohingegen die zweiten Querschlitten-Führungsrollen gegen eine Unterseite des Maschinenrahmens anliegen. Der Maschinenrahmen verläuft somit - in Vertikalrichtung betrachtet - zwischen den ersten Querschlitten-Führungsrollen und den zweiten Querschlitten-Führungsrollen. An jedem der Querträger des Querschlittenrahmens sind beispielsweise mindestens zwei erste Querschlitten-Führungsrollen und mindestens eine zweite Querschlitten-Führungsrolle angeordnet, sodass der Querschlitten exakt und stabil bzw. spielfrei an dem Maschinenrahmen geführt ist. Die Querschlitten-Führungsrollen sind insbesondere selbstzentrierend ausgebildet, sodass sich diese an dem Maschinenrahmen aufgrund ihrer Querschnittsform selbst zentrieren bzw. ausrichten. Zum Verlagern des Querschlittens in der Querrichtung weist die Schienen-Schleifmaschine vorzugsweise einen Querschlitten-Spindelantrieb auf, der beispielsweise manuell betätigbar ist.

    [0014] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 4 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau sowie eine flexible Verstellbarkeit der Schleifeinheit. Die Führungssäulen und der diese verbindende Verbindungsträger bilden vorzugsweise eine U-Form aus. Die Führungssäulen sind, insbesondere endseitig, an dem geschlossenen Querschlittenrahmen angeordnet. Vorzugsweise sind die Führungssäulen verschwenkbar an den Querträgern angelenkt. Die Führungssäulen verlaufen parallel zueinander und ermöglichen eine linear verstellbare Anordnung der Schleifeinheit. Der Verbindungsträger verbindet und stabilisiert die Führungssäulen. An dem Verbindungsträger ist insbesondere ein Schleifeinheit-Spindelantrieb zum linearen Verlagern der Schleifeinheit in der Vertikalrichtung befestigt. Der Schleifeinheit-Spindelantrieb ist beispielsweise manuell betätigbar. Der Verbindungsträger verbindet die Führungssäulen an einem dem Querschlitten abgewandten Ende des Führungsrahmens, sodass die an dem Führungsrahmen angeordnete Schleifeinheit einen freien Zugang zu der Schiene hat.

    [0015] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 5 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau. Der Schleifeinheit-Träger ist verlagerbar an dem Führungsrahmen angeordnet und stabilisiert den Führungsrahmen in einfacher Weise. Vorzugsweise weist der Schleifeinheit-Träger zwei Trägersäulen auf, die beidseitig an dem Führungsrahmen, insbesondere an den zugehörigen Führungssäulen geführt sind. Der Schleifeinheit-Träger weist vorzugsweise eine Fixiereinrichtung auf, sodass die Schleifeinheit in einer gewünschten Schleifposition relativ zu dem Führungsrahmen fixierbar ist.

    [0016] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 6 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau. Dadurch, dass der Schleifeinheit-Träger einen geschlossenen Trägerrahmen umfasst, werden eine einfache und stabile Befestigung der Schleifeinheit und zusätzlich eine Stabilisierung des Führungsrahmens ermöglicht. Der Trägerrahmen umfasst zwei Trägersäulen, die im Wesentlichen in der Vertikalrichtung verlaufen und an den Führungssäulen verschiebbar gelagert sind. Vorzugsweise sind die Trägersäulen rohrförmig ausgebildet, sodass diese in einfacher und zuverlässiger Weise an den Führungssäulen geführt sind. Die Führungssäulen erstrecken sich hierzu jeweils durch eine der Trägersäulen. Die Trägersäulen sind durch Längsträger miteinander verbunden. Die Längsträger erstrecken sich im Wesentlichen in der Längsrichtung und sind in der Vertikalrichtung beabstandet zueinander angeordnet. Die Längsträger verbinden die Trägersäulen im Wesentlichen endseitig. An einem dem Querschlitten zugewandten ersten Längsträger ist die Schleifeinheit befestigt. Die Schleifeinheit ist relativ zu dem Schleifeinheit-Träger fest angeordnet, also nicht verlagerbar. An einem dem Querschlitten abgewandten zweiten Längsträger ist insbesondere ein Schleifeinheit-Spindelantrieb zum Verlagern des Schleifeinheit-Trägers in der Vertikalrichtung befestigt. Der geschlossene Trägerrahmen begrenzt einen Innenraum, in dem zumindest teilweise ein Antriebsmotor der Schleifeinheit angeordnet ist.

    [0017] Eine Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 7 gewährleistet einen einfachen und stabilen Aufbau sowie eine flexible Verstellbarkeit der Schleifeinheit. Dadurch, dass der Schleifeinheit-Träger verlagerbar an den Führungssäulen gelagert ist, werden der Führungsrahmen sowie der Schleifeinheit-Träger stabilisiert. Durch den Querschlitten, den Führungsrahmen und den Schleifeinheit-Träger ist die Schleifeinheit in einfacher und flexibler Weise zur Bearbeitung der jeweiligen Schiene verstellbar.

    [0018] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine erste perspektivische Ansicht einer Schienen-Schleifmaschine,
    Fig. 2
    eine zweite perspektivische Ansicht der Schienen-Schleifmaschine in Figur 1,
    Fig. 3
    eine Seitenansicht der Schienen-Schleifmaschine in Figur 1,
    Fig. 4
    eine Schnittansicht der Schienen-Schleifmaschine entlang der Schnittlinie IV-IV in Figur 3,
    Fig. 5
    eine Draufsicht auf einen Maschinenrahmen und einen daran geführten Querschlitten der Schienen-Schleifmaschine,
    Fig. 6
    eine perspektivische Ansicht des Querschlittens und einer Schleifeinheit, die mittels eines Führungsrahmens und eines Schleifeinheit-Trägers linear verlagerbar und verschwenkbar an dem Querschlitten gelagert ist, und
    Fig. 7
    eine perspektivische Ansicht entsprechend Figur 6 ohne die Schleifeinheit.


    [0019] Eine Schienen-Schleifmaschine 1 dient zum Schleifen jeweils einer Schiene 2 eines Gleises und weist einen Maschinenrahmen 3 auf, der über Führungsrollen 4 auf der Schiene 2 geführt ist. Der Maschinenrahmen 3 ist über einen Querausleger 5 auf der weiteren Schiene 2 des Gleises über Führungsrollen 4 abgestützt. An dem Maschinenrahmen 3 ist ein Handgriff 6 angeordnet, mittels dem die Schleifmaschine 1 manuell auf den Schienen 2 verschiebbar ist. Die Führungsrollen 4 definieren eine Verschieberichtung der Schleifmaschine 1, die nachfolgend auch als Längsrichtung oder x-Richtung bezeichnet ist.

    [0020] Der Maschinenrahmen 3 weist Maschinenrahmen-Längsträger 7, 8 und Maschinenrahmen-Querträger 9, 10 auf, die miteinander verbunden sind, sodass der Maschinenrahmen 3 eine geschlossene Form hat. Die Maschinenrahmen-Längsträger 7, 8 erstrecken sich in der x-Richtung und sind in einer senkrecht zu der x-Richtung verlaufenden y-Richtung beabstandet zueinander. Die y-Richtung ist nachfolgend auch als Querrichtung bezeichnet. Die Maschinenrahmen-Querträger 9, 10 verlaufen in der y-Richtung und sind in der x-Richtung zueinander beabstandet. Die Maschinenrahmen-Querträger 9, 10 sind endseitig an den Maschinenrahmen-Längsträgern 7, 8 befestigt, sodass der Maschinenrahmen 3 eine Rechteckform hat. Der Querausleger 5 ist teleskopartig verschiebbar in den Maschinenrahmen-Querträgern 9, 10 angeordnet, sodass die Führungsrollen 4 in der y-Richtung veränderbar zueinander beabstandet sind.

    [0021] An dem Maschinenrahmen 3 ist ein Querschlitten 11 gelagert. Der Querschlitten 11 ist mittels eines Querschlitten-Spindelantriebs 12 in der y-Richtung relativ zu dem Maschinenrahmen 3 verlagerbar. Der Querschlitten 11 weist einen geschlossenen Querschlittenrahmen 13 auf, der durch Längsträger 14, 15 und durch Querträger 16, 17 gebildet ist. Die Längsträger 14, 15 erstrecken sich in der x-Richtung und sind in der y-Richtung voneinander beabstandet. Die Längsträger 14, 15 sind mittels der Querträger 16, 17 endseitig miteinander verbunden, sodass der Querschlittenrahmen 13 in Draufsicht eine Rechteckform hat. Die Querträger 16, 17 erstrecken sich in der y-Richtung und sind in der x-Richtung zueinander beabstandet.

    [0022] Die Querträger 16, 17 umfassen jeweils einen ersten Abschnitt 18, der die Längsträger 14, 15 miteinander verbindet, und einen zweiten Abschnitt 19, der sich ungefähr mittig von dem jeweiligen ersten Abschnitt 18 - in einer Vertikalrichtung betrachtet - nach unten erstreckt. Die Vertikalrichtung ist nachfolgend auch als z-Richtung bezeichnet und verläuft senkrecht zu der x- und der y-Richtung. Die x-, y- und z-Richtung bilden somit ein kartesisches Koordinatensystem.

    [0023] An dem jeweiligen ersten Abschnitt 18 sind beidseitig des zugehörigen zweiten Abschnitts 19 erste Querschlitten-Führungsrollen 20 drehbar an dem jeweiligen Querträger 16, 17 gelagert. Darüber hinaus ist an dem jeweiligen zweiten Abschnitt 19 eine zweite Querschlitten-Führungsrolle 21 drehbar an dem jeweiligen Querträger 16, 17 gelagert. Die ersten Querschlitten-Führungsrollen 20 sind in der z-Richtung beabstandet zu den zweiten Querschlitten-Führungsrollen 21 gelagert, sodass die ersten Querschlitten-Führungsrollen 20 an einer Oberseite des Maschinenrahmens 3 anliegen, wohingegen die zweiten Querschlitten-Führungsrollen 21 an einer Unterseite des Maschinenrahmens 3 anliegen. Die Querschlitten-Führungsrollen 20, 21 haben eine selbstzentrierende Querschnittsform, sodass der Querschlitten 11 selbstzentrierend an dem Maschinenrahmen 3 geführt ist.

    [0024] Der Querschlitten-Spindelantrieb 12 ist an dem Querschlitten 11 und dem Maschinenrahmen 3 befestigt und manuell mittels eines Handrades 22 betätigbar, sodass der Querschlitten 11 in der y-Richtung verlagerbar ist.

    [0025] An dem Querschlitten 11 ist ein Führungsrahmen 23 um eine Schwenkachse 24 verschwenkbar gelagert. Der Führungsrahmen 23 umfasst zwei Führungssäulen 25, 26 und einen die Führungssäulen 25, 26 verbindenden Verbindungsträger 27. Die Führungssäulen 25, 26 sind endseitig jeweils an einem der zweiten Abschnitte 19 der Querträger 16, 17 angeordnet. Hierzu sind die Führungssäulen 25, 26 mittels eines jeweiligen Schwenklagers 28, 29 mit dem Querschlittenrahmen 13 verbunden. Die Schwenklager 28, 29 umfassen Schwenkstifte, die sich ausgehend von den zweiten Abschnitten 19 durch zugehörige Bohrungen in den Führungssäulen 25, 26 erstrecken und so die Schwenkachse 24 ausbilden. Die Schwenkachse 24 verläuft parallel zu der x-Richtung. Der geschlossenen Querschlittenrahmen 13 begrenzt - in Draufsicht betrachtet - einen Innenraum, in dem der Führungsrahmen 23 gelagert ist.

    [0026] Die Führungssäulen 25, 26 verlaufen parallel zueinander und sind an einem der Schwenkachse 24 gegenüberliegenden Ende mittels des Verbindungsträgers 27 verbunden. Der Führungsrahmen 23 weist somit eine U-Form auf. Zum Verschwenken des Führungsrahmens 23 weist die Schleifmaschine 1 einen Führungsrahmen-Antrieb 30 auf. Der Führungsrahmen-Antrieb 30 ist an dem Querschlitten 11 und dem Führungsrahmen 23 befestigt und manuell mittels eines Handrades 31 betätigbar. Der Führungsrahmen 23 ist relativ zu dem Querschlitten 11 um mindestens 60°, insbesondere um mindestens 90°, und insbesondere um mindestens 120° um die Schwenkachse 24 verschwenkbar.

    [0027] Die Schleifmaschine 1 weist eine Schleifeinheit 32 auf, die mittels eines Schleifeinheit-Trägers 33 an dem Führungsrahmen 23 gelagert ist. Die Schleifeinheit 32 ist somit mittels des Querschlittens 11 in der y-Richtung verlagerbar und mittels des Führungsrahmens 23 um die Schwenkachse 24 verschwenkbar. Der Schleifeinheit-Träger 33 ist in der z-Richtung verlagerbar an dem Führungsrahmen 23 angeordnet. Der Schleifeinheit-Träger 33 umfasst einen geschlossenen Trägerrahmen 34. Der Trägerrahmen 34 wird durch Trägersäulen 35, 36 und diese verbindende Längsträger 37, 38 gebildet. Die Trägersäulen 35, 36 sind rohrförmig ausgebildet. Die Führungssäulen 25, 26 erstrecken sich durch jeweils eine der Trägersäulen 35, 36, sodass diese verlagerbar an den Führungssäulen 25, 26 geführt sind. Die Trägersäulen 35, 36 sind endseitig durch die Längsträger 37, 38 verbunden, sodass der Trägerrahmen 34 die geschlossene Form ausbildet. Die Längsträger 37, 38 erstrecken sich in der x-Richtung und sind in der z-Richtung zueinander beabstandet. An dem dem Querschlitten 11 zugewandten ersten Längsträger 37 ist die Schleifeinheit 32 fest, also nicht verlagerbar, befestigt. Zum Verlagern des Trägerrahmens 34 weist die Schleifmaschine 1 einen Schleifeinheit-Spindelantrieb 39 auf, der an dem Verbindungsträger 27 und an dem zweiten Längsträger 38 befestigt ist, der dem Querschlitten 11 abgewandt ist. Der Schleifeinheit-Spindelantrieb 39 ist manuell mittels eines Handrades 40 betätigbar.

    [0028] Die Schleifeinheit 32 weist einen Antriebsmotor 41 und ein Schleifwerkzeug 42 auf, das mittels des Antriebsmotors 41 um eine Drehachse 43 drehantreibbar ist. Das Schleifwerkzeug 42 ist - in der z-Richtung betrachtet - unterhalb des Längsträgers 37 angeordnet, wohingegen der Antriebsmotor 41 oberhalb des Längsträgers 37 angeordnet ist. Der Antriebsmotor 41 erstreckt sich zumindest teilweise in einen Innenraum, der durch den Trägerrahmen 34 begrenzt ist.

    [0029] Die Schleifmaschine 1 weist aufgrund des geschlossenen Maschinenrahmens 3, des geschlossenen Querschlittenrahmens 13 und des geschlossenen Trägerrahmens 34 einen einfachen und stabilen Aufbau auf. Durch den linear verlagerbaren Querschlitten 11, den verschwenkbaren Führungsrahmen 23 und den linear verlagerbaren Schleifeinheit-Träger 33 bzw. Trägerrahmen 34 ist die Schleifeinheit 32 in flexibler Weise zum Schleifen von Schienen 2 verstellbar.


    Ansprüche

    1. Schienen-Schleifmaschine zum Schleifen von Schienen eines Gleises mit

    - einem Maschinenrahmen (3),

    - mehreren Führungsrollen (4) zum manuellen Verschieben der Schienen-Schleifmaschine (1) in einer Längsrichtung (x), die an dem Maschinenrahmen (3) drehbar gelagert sind,

    - einem Querschlitten (11),

    -- der in einer Querrichtung (y) verlagerbar an dem Maschinenrahmen (3) gelagert ist, und

    -- der einen geschlossenen Querschlittenrahmen (13) umfasst,

    - einer Schleifeinheit (32), die mittels des Querschlittens (11) in der Querrichtung (y) verlagerbar ist,
    dadurch gekennzeichnet,

    dass an dem Querschlitten (11) ein Führungsrahmen (23) angeordnet ist,

    dass an dem Führungsrahmen (23) die Schleifeinheit (32) in einer Vertikalrichtung (z) verlagerbar gelagert ist,

    dass der Führungsrahmen (23) an dem Querschlitten (11) um eine parallel zu der Längsrichtung (x) verlaufende Schwenkachse (24) verschwenkbar gelagert ist, und

    dass die Schleifeinheit (32) zum Verschwenken um die Schwenkachse (24) an dem Führungsrahmen (23) angeordnet ist.


     
    2. Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Querschlittenrahmen (13) sich in der Querrichtung (y) erstreckende Querträger (16, 17) umfasst, die mit sich in der Längsrichtung (x) erstreckenden Längsträger (14, 15) verbunden sind.
     
    3. Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Querschlitten (11) zum Verlagern in der Querrichtung (y) mehrere Querschlitten-Führungsrollen (20, 21) umfasst, die in einer Vertikalrichtung (z) beanstandet zueinander angeordnet sind.
     
    4. Schienen-Schleifmaschine nacheinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Führungsrahmen (23) zwei Führungssäulen (25, 26) und einen diese verbindenden Verbindungsträger (27) umfasst.
     
    5. Schienen-Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Schleifeinheit (32) an einem Schleifeinheit-Träger (33) befestigt ist, der in der Vertikalrichtung (z) verlagerbar an dem Führungsrahmen (23) gelagert ist.
     
    6. Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Schleifeinheit-Träger (33) einen geschlossenen Trägerrahmen (34) umfasst.
     
    7. Schienen-Schleifmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Schleifeinheit-Träger (33) verlagerbar an Führungssäulen (25, 26) des Führungsrahmens (23) gelagert ist.
     


    Claims

    1. Rail grinding machine for grinding rails of a track, having

    - a machine frame (3),

    - a plurality of guide rollers (4) for manual movement of the rail grinding machine (1) in a longitudinal direction (x), which are rotatably mounted on the machine frame (3),

    - a cross slide (11),

    -- which is mounted on the machine frame (3) in such a manner as to be movable in a transverse direction (y), and

    -- which comprises a closed cross slide frame (13),

    - a grinding unit (32), which is movable in the transverse direction (y) by means of the cross slide (11),
    characterized

    in that a guide frame (23) is arranged on the cross slide (11),

    in that the grinding unit (32) is mounted on the guide frame (23) in such a manner as to be movable in a vertical direction (z),

    in that the guide frame (23) is mounted on the cross slide (11) in such a manner as to be pivotable about a pivoting axis (24) extending parallel to the longitudinal direction (x), and

    in that the grinding unit (32) is arranged on the guide frame (23) for pivoting about the pivoting axis (24).


     
    2. Rail grinding machine as claimed in claim 1, characterized in that the cross slide frame (13) comprises crossmembers (16, 17) which extend in the transverse direction (y) and are connected to longitudinal members (14, 15) extending in the longitudinal direction (x).
     
    3. Rail grinding machine as claimed in claim 1 or 2, characterized in that, for movement in the transverse direction (y), the cross slide (11) comprises a plurality of cross slide guide rollers (20, 21), which are arranged spaced apart in a vertical direction (z).
     
    4. Rail grinding machine as claimed in any of claims 1 to 3, characterized
    in that the guide frame (23) comprises two guide columns (25, 26) and a connecting member (27) connecting said columns.
     
    5. Rail grinding machine as claimed in any of claims 1 to 4, characterized
    in that the grinding unit (32) is secured on a grinding unit support (33) which is mounted on the guide frame (23) in such a manner as to be movable in the vertical direction (z).
     
    6. Rail grinding machine as claimed in claim 5, characterized in that the grinding unit support (33) comprises a closed support frame (34).
     
    7. Rail grinding machine as claimed in claim 5 or 6, characterized in that the grinding unit support (33) is mounted movably on guide columns (25, 26) of the guide frame (23).
     


    Revendications

    1. Machine à meuler des rails destinée au meulage des rails d'une voie avec

    - un châssis de machine (3),

    - plusieurs galets de guidage (4) destinés au déplacement manuel de la machine à meuler des rails (1) dans une direction longitudinale (x), qui sont montés de manière rotative sur le châssis de machine (3),

    - un chariot transversal (11),

    -- qui est monté sur le châssis de machine (3) de manière à pouvoir être déplacé dans une direction transversale (y), et

    -- qui comprend un châssis de chariot transversal fermé (13),

    - une unité de meulage (32) qui peut être déplacée dans la direction transversale (y) au moyen du chariot transversal (11),
    caractérisée

    en ce qu'un cadre de guidage (23) est disposé sur le chariot transversal (11),

    en ce que l'unité de meulage (32) est montée sur le cadre de guidage (23) de manière à pouvoir être déplacée dans une direction verticale (z),

    en ce que le cadre de guidage (23) est monté sur le chariot transversal (11) de manière à pouvoir pivoter autour d'un axe de pivotement (24) s'étendant parallèlement à la direction longitudinale (x), et

    en ce que l'unité de meulage (32) est disposée sur le cadre de guidage (23) pour pivoter autour de l'axe de pivotement (24).


     
    2. Machine à meuler des rails selon la revendication 1, caractérisée en ce que le châssis de chariot transversal (13) comprend des traverses (16, 17) s'étendant dans la direction transversale (y), qui sont reliées à des longerons (14, 15) s'étendant dans la direction longitudinale (x).
     
    3. Machine à meuler des rails selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le chariot transversal (11) comprend, pour le déplacement dans la direction transversale (y), plusieurs galets de guidage de chariot transversal (20, 21) qui sont disposés de manière espacée les uns par rapport aux autres dans une direction verticale (z).
     
    4. Machine à meuler des rails selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
    en ce que le cadre de guidage (23) comprend deux colonnes de guidage (25, 26) et un support de liaison (27) reliant celles-ci.
     
    5. Machine à meuler des rails selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée
    en ce que l'unité de meulage (32) est fixée sur un support d'unité de meulage (33) qui est monté sur le cadre de guidage (23) de manière à pouvoir être déplacé dans la direction verticale (z).
     
    6. Machine à meuler des rails selon la revendication 5, caractérisée en ce que le support d'unité de meulage (33) comprend un cadre de support fermé (34).
     
    7. Machine à meuler des rails selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le support d'unité de meulage (33) est monté de manière déplaçable sur des colonnes de guidage (25, 26) du cadre de guidage (23).
     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente