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EP 3 769 915 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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27.01.2021 Patentblatt 2021/04 |
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Anmeldetag: 23.07.2019 |
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(51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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KH MA MD TN |
(71) |
Anmelder: Hertz, Dietmar |
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67251 Freinsheim (DE) |
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(72) |
Erfinder: |
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- Hertz, Dietmar
67251 Freinsheim (DE)
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Vertreter: Sartorius, Peter |
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Patentanwalt
Feldbergstrasse 84 68163 Mannheim 68163 Mannheim (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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(54) |
LIENIENZEICHENGERÄT FÜR KAROSSERIETEILE EINES KRAFTFAHRZEUGS |
(57) Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät bzw. Linienzeichengerät für Karosserieteile
eines Kraftfahrzeugs. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde mit einfachen baulichen Mitteln und durch
wenige Handgriffe beschädigte Karosserieteile mit Hilfe eines Zeichengeräts bzw. Linienzeichengeräts
derart zu kennzeichnen, dass die zu bearbeitende Fläche des Karosserieteils exakt
markiert werden kann. Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass das Zeichengerät 1 mindestens
eine Halterung 5 zur Aufnahme eines Markierungsteils 2 und mindestens zwei drehbar
angeordnete Gleitrollen 3, 4 aufweist, die mit Abstand zum Markierungsteil 2 angeordnet
sind., sodass die Gleitrollen 3, 4 gegen eine äußere Kante des Kotflügels 10 angelegt
werden kann und an dieser Kante entlang bewegt werden.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Zeichengerät bzw. Linienzeichengerät für Karosserieteile
eines Kraftfahrzeugs.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde mit einfachen baulichen Mitteln und durch
wenige Handgriffe beschädigte Karosserieteile mit Hilfe eines Zeichengeräts bzw. Linienzeichengeräts
derart zu kennzeichnen, dass die zu bearbeitende Fläche des Karosserieteils exakt
markiert werden kann.
[0003] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Zeichengerät mindestens
eine Halterung zur Aufnahme eines Markierungsteils und mindestens zwei drehbar angeordnete
Gleitrollen aufweist, die mit Abstand zum Markierungsteil angeordnet sind, sodass
die Gleitrollen gegen eine äußere Kante des Kotflügels angelegt und an dieser Kante
entlang bewegt werden können, sodass bei diesem Arbeitsvorgang auf der Oberfläche
des Karosserieteils oder des Kotflügels eine Markierungslinie aufgebracht werden kann,
die dem Lackierer einen exakten Anhaltspunkt liefert welche Teilfläche des Kotflügels
abgeklebt und bearbeitet werden muss. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn
die am Kotflügel vorgesehene Kante aufgrund vorhergehender Arbeiten am Kotflügel nicht
mehr genau sichtbar ist, dann kann mit Hilfe des Markierungsteils diese Kante genau
nachgezeichnet werden.
[0004] Ist der Kotflügel im Bereich der Markierung durch einen Unfallschaden eingebeult,
so kann genau auf der Markierungslinie ein schlangenförmiger Draht punktförmig aufgeschweißt
werden und mit einem Spezialwerkzeug die innliegende Beule exakt herausgezogen werden.
[0005] Hierzu ist es vorteilhaft, dass die Halterung des Zeichengeräts zur Aufnahme des
Markierungsteils eine Öffnung aufweist, in der das Markierungsteil verstellbar aufgenommen
ist und mit Hilfe einer Arretierungseinrichtung in unterschiedlichen Positionen gegen
Verstellen gesichert werden kann. Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung, (dass die beiden drehbar angeordnete Gleitrollen in einer in der Halterung
vorgesehenen länglichen Öffnung verschiebbar aufgenommen sind und mit Hilfe einer
Feststelleinrichtung in unterschiedlichen Positionen gegen Verschieben fixiert werden
können. Auf diese Weise kann das Zeichengerät für unterschiedlich große Kotflügel
und somit unterschiedliche Radien ohne weiteres eingesetzt werden.
[0006] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Gleitrollen an der flachen Oberfläche der Halterung
aufrechtstehend angeordnet sind und im Einsatz des Zeichengeräts gegen eine äußere
Kante eines Karosserieteils oder eines Kotflügels des Kraftfahrzeugs derart zur Anlage
gebracht werden können, dass die Gleitrollen an der Kante entlanggeführt werden können
und dabei das Markierungsteil zur Erzeugung einer Markierungslinie an der Oberfläche
des Karosserieteils entlang bewegt werden kann.
[0007] Vorteilhaft ist es auch, dass die Gleitrollen mit Hilfe einer Achse an einem an der
Halterung angeordneten Querträger drehbar gelagert sind, wobei der Querträger eine
Länge aufweist, die größer ist als die Breite der Halterung. Auf diese Weise kann
der Abstand zwischen den Gleitrollen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden.
[0008] Hierzu ist es von Vorteil, dass die Gleitrollen an dem Querträger verstellbar angeordnet
und in unterschiedlichen Stellungen fixierbar sind.
[0009] Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, dass der Querträger an
der Halterung angeordnet ist.
[0010] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt.
[0011] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung Zeichengeräts bzw. Linienzeichengeräts für Karosserieteile
eines Kraftfahrzeugs;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung Zeichengeräts in der Ansicht von unten;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Zeichengeräts bzw. Linienzeichengeräts, das an
einer Kante eines Kotflügels eine Linie entlangzieht.
[0012] In Fig. 1 ist ein Zeichengerät bzw. Linienzeichengerät 1 dargestellt und mit mindestens
einer Halterung 5 zur Aufnahme eines Markierungsteils 2 und mindestens zwei drehbar
angeordneten Gleitrollen 3,4 ausgestattet, die mit Abstand zum Markierungsteil 2 angeordnet
sind.
[0013] Die Halterung 5 des Zeichengeräts 1 dient zur Aufnahme des eine Öffnung 6 aufweisenden
Markierungsteils 2, in der das Markierungsteil 2 verstellbar aufgenommen ist und mit
Hilfe einer Arretierungseinrichtung 7 in unterschiedlichen Positionen gegen Verstellen
gesichert werden kann.
[0014] Die beiden drehbar angeordneten Gleitrollen 3, 4 sind in einer in der Halterung 5
vorgesehenen länglichen Öffnung 8 verschiebbar aufgenommen und mit Hilfe einer Feststelleinrichtung
9 ebenfalls in unterschiedlichen Positionen gegen Verschieben fixiert.
[0015] Die Gleitrollen 3, 4 sind an der flachen Oberfläche der Halterung 5 aufrechtstehend
angeordnet und können im Einsatz des Zeichengeräts gegen eine äußere Kante 11 eines
Karosserieteils oder eines Kotflügels 10 des Kraftfahrzeugs derart zur Anlage gebracht
werden, dass die Gleitrollen 3, 4 an der Kante 11 entlanggeführt und dabei das Markierungsteil
2 zur Erzeugung einer Markierungslinie 14 an der Oberfläche des Karosserieteils entlang
bewegt werden kann.
[0016] Die Gleitrollen 3, 4 sind mit Hilfe je einer Achse 12 an einem an der Halterung 5
angeordneten Querträger 13 drehbar gelagert, wobei der Querträger eine Länge aufweist,
die größer ist, als die Breite der Halterung 5. Je nach Arbeitseinsatz können die
Gleitrollen 3, 4 an dem Querträger 13 verstellbar angeordnet sein, um die Sicherheit
beim Markierungsvorgang zu verbessern, wenn zum Beispiel keine ruckfreie Führung des
Markierungsteils 2 am Kotflügel gewährleistet werden kann.
Bezugszeichenliste
[0017]
- 1
- Zeichengerät, Linienzeichengerät für Karosserieteile eines Kraftfahrzeugs
- 2
- Markierungsteil
- 3
- Gleitrolle
- 4
- Gleitrolle
- 5
- Halterung des Zeichengeräts bzw. Linienzeichengeräts
- 6
- Öffnung zur Aufnahme des Markierungsteils
- 7
- Arretierungseinrichtung
- 8
- Öffnung zur Aufnahme des Querträgers
- 9
- Feststelleinrichtung für den Querträger
- 10
- Kotflügel
- 11
- Kante eines Karosserieteils
- 12
- Achse der Gleitrollen
- 13
- Querträger zur Aufnahme der Gleitrollen
- 14
- Markierungslinie
1. Zeichengerät bzw. Linienzeichengerät (1) für Karosserieteile eines Kraftfahrzeugs
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zeichengerät (1) mindestens eine Halterung (5) zur Aufnahme eines Markierungsteils
(2) und mindestens zwei drehbar angeordnete Gleitrollen (3, 4) aufweist, die mit Abstand
zum Markierungsteil (2) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterung (5) des Zeichengeräts (1) zur Aufnahme des Markierungsteils (2) eine
Öffnung (6) aufweist, in der das Markierungsteil (2) verstellbar aufgenommen ist und
mit Hilfe einer Arretierungseinrichtung (7) in unterschiedlichen Positionen gegen
Verstellen gesichert werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden drehbar angeordnete Gleitrollen (3, 4) in einer in der Halterung (5) vorgesehenen
länglichen Öffnung (8) verschiebbar aufgenommen sind und mit Hilfe einer Feststelleinrichtung
(9) in unterschiedlichen Positionen gegen Verschieben fixiert werden können.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitrollen (2, 3) an der flachen Oberfläche der Halterung (5) aufrechtstehend
angeordnet sind und im Einsatz des Zeichengeräts gegen eine äußere Kante (11) eines
Karosserieteils oder eines Kotflügels (10) des Kraftfahrzeugs derart zur Anlage gebracht
werden können, dass die Gleitrollen (3, 4) an der Kante (11) entlanggeführt werden
können und dabei das Markierungsteil (2) zur Erzeugung einer Markierungslinie (14)
an der Oberfläche des Karosserieteils entlang bewegt werden kann.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
das die Gleitrollen (3, 4) mit Hilfe je einer Achse (12) an einem an der Halterung
(5) angeordneten Querträger (13) drehbar gelagert sind, wobei der Querträger eine
Länge aufweist, die größer ist als die Breite der Halterung (5).
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitrollen (3, 4) an dem Querträger (13) verstellbar angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querträger (13) an der Halterung (5) angeordnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Zeichengerät bzw. Linienzeichengerät (1) für Karosserieteile eines Kraftfahrzeugs,
wobei das Zeichengerät (1) mindestens eine Halterung (5) zur Aufnahme eines Markierungsteils
(2) und mindestens zwei drehbar angeordnete Gleitrollen (3, 4) aufweist, die mit Abstand
zum Markierungsteil (2) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Halterung (5) des Zeichengeräts (1) zur Aufnahme des Markierungsteils (2) eine
längliche Öffnung (6) aufweist, in der das Markierungsteil (2) verstellbar aufgenommen
ist und mit Hilfe einer Arretierungseinrichtung (7) in unterschiedlichen Positionen
gegen Verstellen gesichert werden kann und die beiden drehbar angeordneten Gleitrollen
(3, 4) in einer in der Halterung (5) vorgesehenen länglichen Öffnung (8) verschiebbar
aufgenommen sind und mit Hilfe einer Feststelleinrichtung (9) in unterschiedlichen
Positionen gegen Verschieben fixiert werden können.
2. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitrollen (2, 3) an der flachen Oberfläche der Halterung (5) aufrechtstehend
angeordnet sind und im Einsatz des Zeichengeräts gegen eine äußere Kante (11) eines
Karosserieteils oder eines Kotflügels (10) des Kraftfahrzeugs mit Hilfe eines Randteils
(3a) derart zur Anlage gebracht werden können, dass die Gleitrollen (3, 4) an der
Kante (11) entlanggeführt werden können und dabei das Markierungsteil (2) zur Erzeugung
einer Markierungslinie (14) an der Oberfläche des Karosserieteils entlang bewegt werden
kann.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
das die Gleitrollen (3, 4) mit Hilfe je einer Achse (12) an einem an der Halterung
(5) angeordneten Querträger (13) drehbar gelagert sind, wobei der Querträger eine
Länge aufweist, die größer ist als die Breite der Halterung (5).
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gleitrollen (3, 4) an dem Querträger (13) verstellbar angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querträger (13) an der Halterung (5) angeordnet ist.