Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Strahlungsheizeinrichtung sowie ein Kochfeld, das mit
mindestens einer solchen Strahlungsheizeinrichtung versehen ist, vorzugsweise insgesamt
mit mehreren Strahlungsheizeinrichtungen versehen ist. Mindestens eine davon ist dann
eine erfindungsgemäße Strahlungsheizeinrichtung.
[0002] Aus der
EP 1258170 A1 ist eine Strahlungsheizeinrichtung für ein Kochfeld bekannt mit einem Temperaturfühler,
der in einem Umfassungsring zwischen zwei konzentrischen Heizzonen angeordnet ist.
Hier ist zusätzlich noch ein länglicher sogenannter Stabregler vorgesehen, der mittig
über die Heizzonen verläuft.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Strahlungsheizeinrichtung
für ein Kochfeld sowie ein solches Kochfeld mit mindestens einer solchen Strahlungsheizeinrichtung
zu schaffen, mit denen Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es
insbesondere möglich ist, eine Strahlungsheizeinrichtung sicher zu betreiben und eine
Temperaturerfassung daran, vorzugsweise aus Sicherheitsgründen, möglichst genau und
reaktionsschnell auszugestalten.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Strahlungsheizeinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie durch ein Kochfeld mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Vorteilhafte
sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche
und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für
die Strahlungsheizeinrichtung oder nur für das Kochfeld beschrieben. Sie sollen jedoch
unabhängig davon sowohl für die Strahlungsheizeinrichtung als auch für das Kochfeld
selbständig und unabhängig voneinander gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0005] Die Strahlungsheizeinrichtung weist einen flächigen Träger auf, der an seiner Oberseite
eine Trägerfläche aufweist oder bildet. Es ist mindestens ein elektrisches bzw. ohmsches
Heizelement vorgesehen, das auf der Trägerfläche flächig verlaufend angeordnet ist,
beispielsweise als schmales Metallband oder gewendelter Draht, wobei es insbesondere
spiralig oder mäanderförmig verlaufen kann. Dies ist für solche Strahlungsheizeinrichtungen
für Kochfelder bekannt. Ein Außenrand am Träger umgibt die Trägerfläche, wobei innerhalb
dieses Außenrands alle Heizelemente der Strahlungsheizeinrichtung angeordnet sind.
Es ist also vorteilhaft die äußerste umgebende Grenze der Strahlungsheizeinrichtung.
Ein Temperatursensor ist vorgesehen, der höher als die Trägerfläche angeordnet ist,
wobei er direkt darüber oder auch daneben und darüber angeordnet sein kann. Vorteilhaft
ist so ausgebildet, dass er elektrisch ausgewertet werden kann, also einen temperaturabhängigen
Widerstandswert oder eine temperaturabhängige andere elektrische Eigenschaft aufweist.
Besonders vorteilhaft ist es kein thermomechanischer Fühler oder Sensor.
[0006] Erfindungsgemäß ist der Temperatursensor innerhalb einer Außenseite des Außenrandes
angeordnet, also innerhalb des Außenrandes oder auch darin selbst. So kann er auch
ein integraler Bestandteil der Strahlungsheizeinrichtung sein. Der Temperatursensor
ist der einzige Temperatursensor oder Temperaturfühler der Strahlungsheizeinrichtung,
es ist also an dieser Strahlungsheizeinrichtung kein weiterer mechanischer oder elektronischer
Temperatursensor oder eine ähnliche Funktionseinheit zur Temperaturerfassung bzw.
-begrenzung vorgesehen. Der Temperatursensor ist vorteilhaft über einem Bereich angeordnet,
der frei von Heizelementen ist, vorzugsweise ist dies ein Bereich der Trägerfläche.
Hier verlaufen also keine Heizelemente direkt unterhalb des Temperatursensors oder
eines Temperatursensorgehäuses, in dem der Temperatursensor angeordnet ist, also in
der Projektion des Temperatursensors bzw. Temperatursensorgehäuses. So kann eine zu
starke direkte Erwärmung des Temperatursensors vermieden werden, der vorteilhaft eine
Temperatur einer Kochfeldplatte darüber oder eines Kochgefässes auf dieser Kochfeldplatte
erfassen soll. Dies muss aber nicht sein. Ein solches Temperatorsensorgehäuse überdeckt
den Temperatursensor nach oben und zur Seite hin und schließt ihn ein in diese Richtungen.
Das Temperatursensorgehäuse ist zumindest nach oben und zur Seite hin elektrisch isolierend
und thermisch dämmend ausgebildet. Es dient vorteilhaft nicht nur zu seiner Unterbringung
und genauen Anordnung, sondern kann auch dazu dienen, ihn zu schützen. Dies wird später
noch näher erläutert.
[0007] Durch die Anordnung des Temperatursensors in dem Temperatorsensorgehäuse kann eine
Temperaturerfassung verbessert bzw. genauer gemacht werden. Ungewünschte Einflüsse
können so reduziert werden. Durch das Weglassen sonstiger Temperaturfühler odgl. wird
der Aufbau gleichzeitig wieder vereinfacht. Wenn der Temperatursensor so ausgebildet
ist, dass er elektrisch ausgewertet werden kann ergeben sich vielfältige Möglichkeiten
sowohl für eine Sicherheitsfunktion bzgl. zu hoher Temperaturen als auch bzgl. möglicher
Komfortfunktionen, die eine genaue Temperaturerfassung bzw. Temperaturregelung benötigen.
Vorteilhaft überdeckt das Temperatorsensorgehäuse den Temperatursensor nach oben und
zur Seite hin und schließt ihn in alle Richtungen ein. Das Temperatursensorgehäuse
ist zumindest nach oben und zur Seite hin elektrisch isolierend und thermisch dämmend
ausgebildet, wobei es aus einem inneren elektrisch isolierenden Isolations-Gehäuseteil
mit dem Temperatursensor darin und einem äußeren umgebenden thermisch dämmenden Dämm-Gehäuseteil
besteht.
[0008] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Temperatursensor ein NTC-Element
bzw. ein NTC-Temperatursensor, das sich auf bekannte Weise leicht auswerten lässt.
Alternativ kann es auch ein PTC-Element sein. Ein solcher Temperatursensor kann bevorzugt
eine lineare Kennlinie aufweisen. So kann er besonders gut ausgewertet werden. Weitere
Möglichkeiten sind ein PT100, PT500 oder ein sonstiger PT-Widerstand oder Thermoelemente.
[0009] Eine Arbeitstemperatur des Temperatursensors kann zwischen 300°C und 650°C liegen,
vorteilhaft zwischen 350°C und 600°C liegen. So kann der Temperatursensor in dem erwarteten
Bereich der Temperaturen liegen, die hier auftreten können an der Unterseite der Kochfeldplatte
dort wo der Temperatursensor.
[0010] Vorteilhaft ist der Temperatursensor innerhalb des Außenrands angeordnet ist, also
nicht in seitlicher Richtung daneben oder außerhalb davon. Besonders vorteilhaft ist
der Temperatursensor über der Trägerfläche angeordnet ist, also höher als diese und
darüber. Der Temperatursensor kann an sich auch im Außenrand angeordnet sein, bevorzugt
ist er aber innerhalb davon angeordnet.
[0011] Weiters ist es von Vorteil, wenn der Temperatursensor in der äußeren Hälfte oder
im äußeren Bereich der Trägerfläche angeordnet ist, also nicht direkt in der Mitte
und nicht in einem Mittelbereich. Besonders vorteilhaft ist der Temperatursensor an
einem Punkt zwischen 80% und 60% von der kürzesten Entfernung, die zwischen Mittelpunkt
der Trägerfläche und dem Außenrand verläuft, von dem Mittelpunkt entfernt angeordnet.
Er kann also im äußeren Drittel oder im äußeren Viertel angeordnet sein.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung liegt das Temperatursensorgehäuse direkt auf der Trägerfläche
auf. So kann es möglicherweise auf der Trägerfläche bzw. dem Träger abgestützt sein.
Separate Halter odgl. können entfallen. Es kann dort eben auch befestigt sein, insbesondere
ist es formschlüssig oder durch Kleben befestigt. Dadurch ist auch eine genaue Positionierung
sowohl zur Strahlungsheizeinrichtung als auch zu einer Kochfeldplatte darüber möglich.
Alternativ ist eine Befestigung des Temperatursensorgehäuses an der Strahlungsheizeinrichtung
möglich durch Einschieben oder Einstecken von der Seite oder von unten. Das Temperatursensorgehäuse
kann dabei länglich ausgebildet sein.
[0013] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann das Temperatursensorgehäuse, insbesondere
ein Dämm-Gehäuseteil des Temperatursensorgehäuses, nach unten zur Trägerfläche hin
offen ausgebildet sein, entweder mit einem durchgehenden Querschnitt oder mit einer
verengten kleinen Öffnung. Hier können elektrische Anschlüsse an den Temperatursensor
geführt werden, insbesondere wenn das Temperatursensorgehäuse direkt auf dem Träger
aufliegt. Dann ist auch die Öffnung sozusagen wieder verschlossen, nämlich durch den
Träger bzw. dessen Trägerfläche. Da unter dem Temperatursensorgehäuse keine Heizelemente
verlaufen kann auch keine ungewünschte bzw. schädliche Überhitzung oder Beeinflussung
des Temperatursensors von unten erfolgen, die direkt durch die Heizelemente erfolgen
würde und somit eine sehr hohe Temperatur bewirken könnte. Dies könnte eine zu starke
ungewünschte Beeinflussung des Temperatursensors bedeuten, da die Heizelemente einer
Strahlungsheizeinrichtung Temperaturen von über 1.100°C erreichen können.
[0014] Vorteilhaft kann das Temperatursensorgehäuse thermisch dämmendes Material und elektrisch
isolierendes Material aufweisen. So ist der Temperatursensor geschützt gegen Kurzschlüsse
gerade durch Kontakt mit den Heizelementen. Außerdem kann so der Temperatursensor
geschützt werden vor zu starker Beeinflussung bzw. Beheizung durch die Heizelemente.
Der Temperatursensor soll nämlich zum Einen vor allem die Temperatur an einer Kochfeldplatte
aus Glaskeramik erfassen, um sie vor zu hoher Temperatur zu schützen, in der Regel
über 400°C, indem die Heizelemente ganz oder teilweise ausgeschaltet werden. Dies
ist eine übliche und bekannte Funktion an einer Strahlungsheizeinrichtung. Zum Anderen
kann so eine Temperatur eines auf der Kochfeldplatte abgestellten Kochgefässes durch
die Kochfeldplatte hindurch erfasst werden, vor allem dann, wenn das Kochgefäß direkt
auf der Oberseite der Kochfeldplatte aufliegt. Dies ist gerade dann vorteilhaft sehr
wahrscheinlich, wenn der Temperatursensor in diesem äußeren Bereich der Strahlungsheizeinrichtung
bzw. über der Trägerfläche angeordnet ist. In diesem äußeren Bereich liegt das Kochgefäß
sehr wahrscheinlich auf der Oberseite der Kochfeldplatte auf, wie bekannt ist. Besonders
vorteilhaft ist der Temperatursensor zur Seite hin von thermisch dämmendem Material
und elektrisch isolierendem Material umgeben. Nach oben hin ist vorteilhaft nur elektrisch
isolierendes Material über dem Temperatursensor vorgesehen, so dass die Temperatur
der Kochfeldplatte und vor allem eines darüber aufgestellten Kochgefässes möglichst
gut und schnell erfasst werden kann damit eine Temperaturregelung schnell eingreifen
kann. So kann auch ein Fall abgedeckt werden, dass ein aufgestelltes Kochgefäß eine
bestimmte Temperatur nicht überschreiten soll, weil beispielsweise darin angeordnetes
Kochgut, insbesondere Öl bzw. Fett, sich entzünden könnte. Dies kann bei etwa 350°C
bis 385°C passieren. Kann ein Temperatursensor das Erreichen dieser Temperatur an
oder in einem Kochgefäß erkennen so kann die Strahlungsheizeinrichtung abschalten.
Das ist zusätzlich zur Überwachung der Temperatur der Kochfeldplatte eine vorteilhafte
Funktion.
[0015] Vorteilhaft kann das Temperatursensorgehäuse ein Dämm-Gehäuseteil aufweisen, das
aus thermisch dämmendem Material besteht oder solches aufweist. Vorzugsweise kann
hierfür Schichtsilikat verwendet werden, insbesondere geblähtes Schichtsilikat bzw.
Vermiculite. Daraus können auch sehr gute stabile und feste Bauteile hergestellt werden,
insbesondere auch Gehäuseteile. Die thermische Dämmung ist hier sehr gut.
[0016] Bevorzugt weist das Temperatursensorgehäuse ein Isolations-Gehäuseteil auf, das aus
elektrisch isolierendem Material besteht oder solches aufweist, vorzugsweise Keramik.
Dies kann eine üblicherweise für temperaturbeständige Isolationszwecke eingesetzte
Keramik sein.
[0017] Angesichts der beiden vorgenannten Gehäuseteile kann es vorgesehen sein, dass das
Temperatursensorgehäuse die beiden genannten Materialien mit den unterschiedlichen
Zwecken thermische Dämmung und elektrische Isolation nicht als Mischmaterial odgl.
enthält, sondern eben mindestens zweiteilig ist mit mindestens zwei Teilen, von denen
je eines aus einem der genannten Materialien besteht. So ist eine jeweils optimale
Aufteilung der Funktionen erreichbar.
[0018] Es ist möglich, die beiden Gehäuseteile, nämlich Dämm-Gehäuseteil einerseits und
Isolations-Gehäuseteil andererseits, zumindest teilweise als doppellagige oder doppelschichtige
Materialanordnung auszubilden und anzuordnen, die das Temperatursensorgehäuse zumindest
teilweise bildet. Dies ist vorteilhaft zur Seite hin, während nach oben zwar auch
beide Materialien vorgesehen sein können, aber vorzugsweise über dem Temperatursensor
nur das elektrisch isolierende Material. Das thermisch dämmende Material des Dämm-Gehäuseteil
kann dann daneben bzw. seitlich umgebend vorgesehen sein.
[0019] Das Temperatursensorgehäuse weist vorteilhaft eine geringe Wärmekapazität bzw. Wärmespeicherfähigkeit
auf, insbesondere hin zum Temperatursensor. Dafür eignet sich Keramik besonders gut.
So kann er schnell und möglichst unmittelbar eine Temperatur erfassen, bevorzugt nach
oben die der darüber befindlichen Kochfeldplatte sowie eines darauf aufgestellten
Topfes. Eine thermische Dämmung zur Seite hin ist vorzugsweise derart, dass sich bei
Temperaturen der strahlenden Heizelemente bzw. Heizleiterbänder von 1.000°C bis 1.150°C
eine Temperaturdifferenz von 100°C bis 350°C ergibt, da an der Außenseite des Temperatursensorgehäuses
dann Temperaturen von 500°C bis 800°C vorliegen können. Der Temperatursensor kann
vorteilhaft so ausgelegt sein, dass er dauerhaft bei Temperaturen von 100°C bis 350°C
arbeiten kann.
[0020] In Ausgestaltung der Erfindung ist der Temperatursensor vollständig innerhalb des
Isolations-Gehäuseteils angeordnet. Das Isolations-Gehäuseteil wiederum kann zu mindestens
80 % in dem Dämm-Gehäuseteil angeordnet sein, vorzugsweise ist es mit dem Bereich
darin angeordnet, in dem der Temperatursensor angeordnet ist. Das Isolations-Gehäuseteil
kann oben an der Oberseite des Dämm-Gehäuseteils angeordnet sein, vorzugsweise oben
an der Oberseite oder sogar aus der Oberseite herausragen. Dabei kann ein Überstand
des Isolations-Gehäuseteils nach oben über das Dämm-Gehäuseteil zwischen 0,1 mm und
3 mm betragen. Dieser geringe Überstand kann ausreichen, damit das Isolations-Gehäuseteil
mit guter thermischer Ankopplung des Temperatursensors an der Unterseite der Kochfeldplatte
anliegt, das Dämm-Gehäuseteil aber nicht.
[0021] Vorteilhaft weist das Dämm-Gehäuseteil eine Öffnung nach oben auf, in die das Isolations-Gehäuseteil
eingesetzt ist, vorzugsweise von oben. Dabei kann ein seitlich kragenartig überstehender
Flächenbereich oder umlaufender Kragen des Isolations-Gehäuseteils auf der Oberseite
des Dämm-Gehäuseteils oder oben auf dem Dämm-Gehäuseteil aufliegen. So ist eine Halterung
möglich mit definierter Zuordnung. Das Isolations-Gehäuseteil kann als eine Art aufrecht
stehende Hülse mit breitem Kragen bzw. überstehendem oberen Deckel ausgebildet sein.
Diese oder eine andere Öffnung kann nach unten durch das Dämm-Gehäuseteil durchgehen
für einen elektrischen Anschluss des Temperatursensors von unten, da hier eine thermische
Dämmung für den Anschluss möglich ist. Der Anschluss kann vorzugsweise durch den Träger
und die Trägerfläche hindurch erfolgen, also ganz von unten durch die gesamte Strahlungsheizeinrichtung
hindurch. Damit müssen keine Anschlüsse über die Heizeielemente oder nahe an ihnen
vorbei geführt werden.
[0022] In Ausgestaltung der Erfindung kann der Temperatursensor in dem Isolations-Gehäuseteil
eingegossen bzw. vollständig eingeschlossen sein, vorzugsweise mittels Epoxyharz,
einer keramischen Vergussmasse odgl.. Dabei kann der Temperatursensor luftdicht in
dem Isolations-Gehäuseteil angeordnet sein, wodurch er sehr gut gegen Korrosion geschützt
ist.
[0023] Das Isolations-Gehäuseteil kann eine Wandstärkendicke von maximal 3 mm aufweisen,
vorzugsweise maximal 1,5 mm, insbesondere auch an einer Oberseite des Isolations-Gehäuseteils,
die an der Unterseite der Kochfeldplatte anliegen soll oder zu ihr hin weisen soll.
Es ist also relativ dünn ausgebildet, vor allem deutlich dünner als das Dämm-Gehäuseteil.
Für die elektrische Isolation reicht dies aus, und eine Wärmeleitfähigkeit ist hier
dann hoch genug für die vorstehend erläuterte Temperaturerfassung nach oben.
[0024] Das Dämm-Gehäuseteil kann eine Wandstärke von maximal 30 mm aufweisen, vorzugsweise
maximal 8 mm bis 20 mm, wobei insbesondere eine maximale Wandstärke des Dämm-Gehäuseteils
zur Seite hin vorgesehen ist. Hier kann sogar eine relativ gleichmäßige Wandstärke
vorgesehen sein. Es ist also relativ dick ausgebildet. Eine minimale Wandstärke kann
bei 4 mm liegen, vorteilhaft bei 6 mm. Damit ist eine thermische Beeinflussung direkt
durch die Heizelemente relativ stark reduziert.
[0025] Das Temperatursensorgehäuse kann bevorzugt derart hoch an der Strahlungsheizeinrichtung
angeordnet sein, dass es mit seiner Oberseite oder einem obersten Punkt auf der Höhe
+/- 0,5 mm bis +/- 2 mm der höchsten Ebene der Strahlungsheizeinrichtung bzw. der
Oberseite des Außenrandes liegt. Dies bedeutet, dass seine Oberseite, die thermisch
gut an den Temperatursensor angekoppelt ist, relativ weit oben an der Strahlungsheizeinrichtung
angeordnet ist und somit ziemlich nahe zur Unterseite der Kochfeldplatte, wo ja schließlich
die Temperatur erfasst werden soll. Liegt die Oberseite des Temperatursensorgehäuses
leicht höher als die Oberseite der Strahlungsheizeinrichtung so ist sichergestellt,
dass sie an der Unterseite der Kochfeldplatte anliegt.
[0026] Vorteilhaft ist die Strahlungsheizeinrichtung als eigenständig handhabbare Baueinheit
ausgebildet. So kann sie sozusagen ohne weitere Funktionseinheiten wie externe Temperatursensoren
aufgebaut und betrieben werden. Ein Kochfeld kann dann auch mindestens eine solche
Strahlungsheizeinrichtung und mindestens eine konventionelle Strahlungsheizeinrichtung
aufweisen, die beispielsweise noch einen länglichen thermomechanischen Temperaturfühler
oder -begrenzer aufweist. Das Kochfeld gemäß der Erfindung weist noch eine Kochfeldplatte
auf, an deren Unterseite die Strahlungsheizeinrichtung von unten angedrückt ist und
insbesondere mit einer Oberseite ihres Außenrandes anliegen kann. Der Temperatursensor
oder das Temperatursensorgehäuse weisen einen Abstand von maximal 2 mm zur Unterseite
der Kochfeldplatte auf. Vorzugsweise liegen sie an der Unterseite der Kochfeldplatte
an für die vorgenannte gute thermische Kopplung.
[0027] Ein Kochfeld kann mehrere Strahlungsheizeinrichtungen aufweisen, wobei mindestens
eine Strahlungsheizeinrichtung nicht erfindungsgemäß ausgebildet ist wie zuvor beschrieben,
sondern einen anders ausgebildeten Temperatursensor bzw. Temperaturfühler aufweist.
Vorteilhaft ist dies ein vorgenannter thermomechanischen Temperaturfühler. So kann
ein Kochfeld gemischt bestückt sein. Mögliche Komfort- und Sicherheitsfunktionen können
dann vor allem an der einen erfindungsgemäßen Strahlungsheizeinrichtung erreicht werden.
[0028] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich alleine
oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte und Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0029] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung durch ein erfindungsgemäßes Kochfeld mit einer erfindungsgemäßen
Strahlungsheizeinrichtung mit Temperatursensor in einem Temperatursensorgehäuse,
- Fig. 2
- ein Temperatursensorgehäuse entsprechend Fig. 1 in Ansicht von oben, von der Seite
und von vorne,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Strahlungsheizeinrichtung ähnlich Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Schrägdarstellung der Strahlungsheizeinrichtung aus Fig. 3 und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine abgewandelte Strahlungsheizeinrichtung, die als sogenannte
Zweikreis-Strahlungsheizeinrichtung ausgebildet ist mit einem einzigen Temperatursensor.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0030] In der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Kochfeld 11 in stark vergrößerter seitlicher
Schnittdarstellung zu sehen. Das Kochfeld 11 weist eine Kochfeldplatte 12 auf, die
vorteilhaft aus Glaskeramik besteht wie üblich. Die Kochfeldplatte 12 weist eine Oberseite
13 und eine Unterseite 14 auf. An der Oberseite 13 ist eine Kochstelle 16 gebildet.
Hierauf ist ein Topf 18 gestellt, dessen Boden ausschnittsweise dargestellt ist.
[0031] Unter der Kochfeldplatte 12 ist eine erfindungsgemäße Strahlungsheizeinrichtung 20
angeordnet, die hier nur ausschnittsweise dargestellt ist. Sie ist jedoch im Wesentlichen
gemäß den Fig. 3 und 4 ausgebildet. Die Strahlungsheizeinrichtung 20 weist eine Trägerschale
22 aus Metallblech auf, wie dies üblich ist, also mit hochgezogenem umlaufendem Rand.
In die Trägerschale 22 ist ein Träger 23 aus speziellem wärmedämmenden und hoch temperaturfestem
sowie stabilem Material eingelegt. Hierzu wird auf die
EP 750444 A1 verwiesen. Der Träger 23 weist eine Oberseite 24 auf. Entlang eines Außenrands verläuft
ein in den Fig. 3 und 4 dargestellter und auf die Oberseite aufgelegter Isolierrand
25, der mit seiner Oberseite an die Unterseite 14 der Kochfeldplatte 12 angedrückt
sein kann und sollte. Der Träger 23 weist eine durchgehende Bohrung 26 auf, die auch
durch die Trägerschale 22 hindurchgeht. Diese wird nachfolgend noch näher erläutert.
[0032] Auf den Träger 23 aufgelegt, möglicherweise aufgeklebt, ist in einem Freibereich
29, in dem keine Heizelemente 27 auf dem Träger 23 verlaufen, ein Temperatursensorgehäuse
30 mit einem Temperatursensor 40 darin angeordnet. Es kann oben genannte Abmessungen
aufweisen. Das Temperatursensorgehäuse 30 ist zweiteilig ausgebildet. Ein erster Teil,
der die Außenseite bildet, wird gebildet von einem Dämm-Gehäuseteil 32, vorteilhaft
hergestellt aus geblähtem und gepresstem Vermiculite. Es ist hoch temperaturfest,
gleichzeitig weist es sehr gute thermische Dämmeigenschaften auf. Das Dämm-Gehäuseteil
32 weist an der längeren lateralen Seite zwei Schrägseiten 33 auf, wird also von oben
nach unten schmaler. Eine Oberseite 34 des Dämm-Gehäuseteils 32 ist weitgehend eben.
Durch das Dämm-Gehäuseteil 32 geht eine Öffnung 36, hier vorteilhaft als rundzylindrische
Öffnung 36 ausgebildet. Sie sollte im befestigten Zustand mit der Bohrung 26 im Träger
23 fluchten.
[0033] In die genannte Öffnung 36 ist von oben ein Isolations-Gehäuseteil 38 eingesetzt.
Ein unteres Isolations-Gehäuseteil 38a kann als eine Art kurzes rundes Rohr ausgebildet
sein und aus Keramik bestehen, vorteilhaft eine feste und hoch temperaturstabile Keramik.
Das Isolations-Gehäuseteil 38a kann als rundzylindrisches Rohr mit einer Wandstärke
kleiner als 1,5 mm ausgebildet sein, vorteilhaft knapp 1 mm. Oben aufgesetzt ist ein
weiteres Isolations-Gehäuseteil 38b. Dieses ist eine kreisrunde Scheibe, die einteilig
mit dem Isolations-Gehäuseteil 38a hergestellt und verbunden ist, alternativ können
sie verklebt sein. So wirkt das obere scheibenartige Isolations-Gehäuseteil 38b als
eine Art Flansch. Dieser Flansch bzw. das Isolations-Gehäuseteil 38b liegt auf der
Oberseite 34 des Dämm-Gehäuseteils 32 an. Auch eine Wandstärke des oberen Isolations-Gehäuseteils
38b liegt vorteilhaft im zuvor genannten Bereich, so dass insgesamt überall die gleiche
Wandstärke beider Isolations-Gehäuseteile gegeben ist. Das rohrförmige Isolations-Gehäuseteil
32a passt genau in die Öffnung 36 und kann dabei möglicherweise etwas darin klemmen.
[0034] Der Temperatursensor 40, vorteilhaft als zuvor beschriebener NTC-Sensor ausgebildet,
liegt innerhalb des Isolations-Gehäuseteils oben an dem scheibenförmigen Isolations-Gehäuseteil
38b an, vorteilhaft direkt an dessen Unterseite. Somit ist hier ein guter Temperaturübergang
bzw. Wärmeübergang gewährleistet. Des Weiteren ist der Temperatursensor 40 mittels
einer Vergussmasse 43 vergossen bzw. befestigt und in seiner Position definiert. So
ist der Temperatursensor 40 auch mechanisch und gegen Korrosion geschützt. Des Weiteren
kann so sichergestellt werden, dass er auch tatsächlich und dauerhaft an der Unterseite
des oberen Isolations-Gehäuseteils 38b anliegt für einen möglichst guten und direkten
Wärmeübergang.
[0035] Durch das Anlegen an der Unterseite des oberen Isolations-Gehäuseteils 38b und aufgrund
dessen geringer Wandstärke kann der Temperatursensor 40 relativ genau und vor allem
sehr schnell eine Temperatur über sich erfassen, also am Isolations-Gehäuseteil 38b.
Dies kann die Temperatur der Kochfeldplatte 12 in dem Bereich darüber sein. Aufgrund
der relativ schlechten Wärmeleitfähigkeit von Glaskeramik, insbesondere schlechter
Querwärmeleitfähigkeit, sind Temperatureinflüsse der Heizelemente 27 der Strahlungsheizeinrichtung
20 gering oder zu vernachlässigen. Ebenso ist eine Beeinflussung der Temperatur der
Kochfeldplatte 12 direkt oberhalb des Temperatursensors 40 nur sehr gering, eine Temperaturerfassung
durch die wenige Millimeter starke Kochfeldplatte 12 nach oben, also zum Topf 18 bzw.
seinem Boden hin, ist direkter und überwiegt. Somit kann der Temperatursensor 40 sehr
gut die Temperatur eines darüber auf die von der Strahlungsheizeinrichtung 20 gebildete
Kochstelle 16 gesetzten Topfes 18 erkennen. Durch die thermische Dämmung des relativ
dicken Dämm-Gehäuseteils 32 ist ein Einfluss von den seitlich darunter angeordneten
Heizelementen 27 relativ gering. Der Temperatursensor 40 misst also mit einfachen
Worten sehr viel stärker bzw. überwiegend eine Temperatur der Kochfeldplatte 12 und
eines darüber aufgestellten Topfes 18 als diejenige der Heizelemente 27 selbst.
[0036] Durch die relativ aufwändige zweiteilige bzw. zweigeteilte Ausgestaltung des Temperatursensorgehäuses
30 aus den beiden unterschiedlichen Materialien kann zur Seite hin eine sehr gute
Wärmedämmung des Temperatursensors erreicht werden, wofür sich das Material Vermiculite
bzw. Schichtsilikat sehr gut eignet. Durch die Anordnung des Temperatursensors selbst
in dem dünnen Isolations-Gehäuseteil aus relativ gut wärmeleitender Keramik kann eine
Wärmeübertragung nach oben, also zur Kochfeldplatte hin, sehr gut sein.
[0037] Die verschiedenen Ansichten des Temperatursensorgehäuses 30 entsprechend Fig. 2 zeigen,
dass die Schrägseiten 33 nur an den längeren Lateralseiten vorgesehen sind. Sie sollen
das Platzieren des Temperatursensorgehäuses 30 auch in einem relativ schmalen Freibereich
29 entsprechend der Fig. 3 und 4 ermöglichen, ohne dass ein solcher Freibereich 29
größer gemacht werden müsste. Dies bedeutet nämlich erhebliche Werkzeugkosten und
Umstellungsaufwand. In den Fig. 3 und 4 kommen die Heizelemente 27 dem Temperatursensorgehäuse
30 jedoch sehr nahe und berühren dieses beinahe. Der obere Bereich steht zwar aufgrund
der Schrägstellung der Schrägseiten über die nächstkommenden Heizelemente 27 über,
der darin enthaltene und mittig dazwischen platzierte Temperatursensor 40 jedoch nicht.
Unten aus dem Temperatursensorgehäuse 30 ragen die Anschlussdrähte 41 des Temperatursensors
40 heraus. Diese werden durch die Bohrung 26 im Träger 23 und eine entsprechende Öffnung
darunter in der Trägerschale 22 geführt und sind an eine nicht dargestellte Steuerung
des Kochfelds 11 angeschlossen, die den Temperatursensor 40 auswerten kann.
[0038] Aus der Fig. 1 ist zu erkennen, dass das obere Isolations-Gehäuseteil 38b voll auf
der Oberseite 34 des Dämm-Gehäuseteils 32 aufliegt. Hier könnte auch eine entsprechende
Vertiefung in dieser Oberseite 34 vorgesehen sein, so dass der obere Isolations-Gehäuseteil
38b zumindest teilweise in diese Oberseite 34 hinein versenkt angeordnet sein kann.
Es sollte jedoch sichergestellt werden, dass die Oberseite des Isolations-Gehäuseteils
38b an der Unterseite 14 der Kochfeldplatte 12 anliegt und über die Oberseite des
Dämm-Gehäuseteils 32 übersteht.
[0039] Aus den Darstellungen der Fig. 3 und 4 einer erfindungsgemäßen Strahlungsheizeinrichtung
20 ist eine an sich bekannte Verlegeart für die Heizelemente 27 zu ersehen. Sie sind
elektrisch an ein Anschlussteil 28 angeschlossen. Von diesem Anschlussteil 28 erstreckt
sich innen ein Freibereich 29 bis hin zu einem Mittelbereich des Trägers 23. Hier
können auch längliche thermomechanische Temperaturfühler verlaufen, sogenannte Stabregler,
bis zu diesem Mittelbereich hin. Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel wird
jedoch auf einen solchen Stabregler verzichtet, der Temperatursensor 40 im Temperatursensorgehäuse
30 ist der einzige der gesamten Strahlungsheizeinrichtung 20. Er übernimmt sämtliche
Funktionen der genannten längliche thermomechanische Temperaturfühler. Weder mechanische
noch elektrisch bzw. elektronisch auswertbare Temperatursensoren sind hier zusätzlich
vorhanden bei der erfindungsgemäßen Strahlungsheizeinrichtung 20. Dies verringert
den Auswertungsaufwand und die Materialkosten sowie Montagekosten.
[0040] Aus der Fig. 3 ist zu ersehen, dass der unter dem oberen Isolations-Gehäuseteil 38b
angeordnete Temperatursensor 40 relativ weit außen an bzw. über einer Trägerfläche
des Trägers 23 angeordnet ist, also nahe am Isolierrand 25. Auf die äußerste Windung
des Heizelements 27 bezogen ist dies bei etwa 75 % der Entfernung zwischen dem Mittelpunkt
des Trägers 23 und der Innenseite des Isolierrands 25. In diesem äußeren Bereich kann
davon ausgegangen werden, dass ein aufgestelltes Kochgefäß bzw. ein aufgestellter
Topf 18 auf der Oberseite 13 der Kochfeldplatte 12 direkt aufliegt. Durch dieses direkte
Aufliegen auf der Kochfeldplatte 12 aus Glaskeramik kann der Temperatursensor 40 durch
das obere Isolations-Gehäuseteil 38b und durch die Kochfeldplatte 12 hindurch über
Kontaktwärme die Temperatur dieses Topfes 18 erfassen.
[0041] Steigt die Temperatur des Topfes 18 weit an bzw. erreicht sie eine Temperatur von
über 350°C oder nahe 385°C, ab der beim Erhitzen von Öl eine starke Rauchentwicklung
entstehen kann bzw. das Öl sich auch entzünden kann, sollten der Temperatursensor
40 bzw. die angeschlossene Steuerung diese kritische Temperatur erkennen, möglicherweise
unter Verwendung von Korrekturwerten oder Kompensationswerten. Dann sollte die Steuerung
eine Reduzierung der Heizleistung der Strahlungsheizeinrichtung 20 bewirken, möglicherweise
auch deren Abschalten veranlassen.
[0042] Aus der Schrägdarstellung der Fig. 4 ist zu erkennen, wie dadurch, dass das Temperatursensorgehäuse
30 nach unten hin schmaler ausgebildet ist aufgrund der Schrägseiten 33, das eine
Heizelement zum Anschlussteil 28 hin sehr nahe an ihm vorbei verlaufen kann. So mag
es zwar unterhalb der Projektion der Oberseite 34 des Dämm-Gehäuseteils 32 verlaufen.
Es ist jedoch immer noch, wie die Fig. 3 in Zusammenschau mit der Fig. 1 zeigt, nicht
unterhalb des Temperatursensors 40 an sich.
[0043] In der Fig. 5 ist eine Abwandlung der Erfindung dargestellt mit einer Strahlungsheizeinrichtung
120, die als sogenannter Zweikreis-Heizer ausgebildet ist. Ein innerer kreisrunder
Bereich weist innere Heizelemente 127a auf, die mit einem Muster entsprechend Fig.
3 verlegt sein können wie angedeutet ist. In einem äußeren, ringförmig den inneren
Heizkreis umgebenden äußeren Heizkreis sind Heizelemente 127b flächig verlaufend verlegt,
und zwar wiederum mäanderförmig. Die Heizelemente 127a und 127b sind sämtlich an das
Anschlussteil 128 angeschlossen bzw. an dieses geführt. Von dort aus erfolgt ein Anschluss
an eine elektrische Stromversorgung, beispielsweise über Relais. Das Schalten übernimmt
die Steuerung.
[0044] Auch diese Strahlungsheizeinrichtung 120 weist einen einzigen Temperatursensor auf,
nämlich entsprechend der Ausgestaltung der Fig. 1 bis 4 in das Temperatursensorgehäuse
130 integriert. Auch dieses Temperatursensorgehäuse 130 weist ein Dämm-Gehäuseteil
132 auf mit einer Öffnung von oben. In diese ist ein Isolations-Gehäuseteil eingesetzt,
dargestellt ist das obere scheibenförmige Isolations-Gehäuseteil 138b, in welchem
wiederum der Temperatursensor vergossen angeordnet ist. Dessen elektrischer Anschluss
ist vorteilhaft wie zuvor beschrieben nach unten durch den Träger 123 und durch die
Trägerschale 122.
[0045] Im Vergleich zu der Anordnung des Temperatursensors in Fig. 3 ist zu ersehen, dass
der Temperatursensor hier bei der Fig. 5 radial noch weiter außen sitzt als in Fig.
3, was am Isolations-Gehäuseteil 138b erkannt werden kann. Er sitzt sozusagen kurz
vor dem inneren Isolierrand 125a. So liegt er maximal nahe zu dem Randbereich des
äußeren zweiten Heizkreises mit den Heizelementen 127b.
[0046] Wird ein kleiner Topf entsprechend dem inneren Heizkreis auf die zugehörige Kochstelle
aufgesetzt, dessen Größe beispielsweise dem inneren gestrichelt dargestellten Isolierrand
125a entspricht, so kann er beheizt werden von den Heizelementen 127a. Diese bilden
einen Freibereich 129, in dem das Temperatursensorgehäuse 130 aufgesetzt ist. Der
Freibereich ist hier deutlich erkennbar breiter als in der Fig. 3, der Abstand zum
Temperatursensorgehäuse 130 ist also größer.
[0047] Der Temperatursensor ist hier bei etwa 90 % der Entfernung zwischen Mittelpunkt des
Trägers 123 und innerem Isolierrand 125a angeordnet. So wird ein kleiner Topf auch
hier an der Oberseite einer Kochfeldplatte aufliegen mit der sich daraus ergebenden
sehr vorteilhaften direkten und schnellen Temperaturmessung wie zuvor erläutert.
[0048] Wird ein großer Topf entsprechend der Größe des gestrichelt dargestellten Verlaufs
des äußeren Isolierrands 125b auf die Kochstelle der Strahlungsheizeinrichtung 120
aufgestellt, so liegt auch er voraussichtlich im radial äußeren Bereich voll auf der
Oberseite der Kochfeldplatte auf. Dies gilt dann wohl auch noch für denjenigen Bereich
des Topfes, der sich über dem Temperatursensor befindet, so dass dieser wiederum die
Topftemperatur genau und schnell erfassen kann.
[0049] Somit kann auch eine solche Heizeinrichtung 120 entsprechend der Fig. 5 als sogenannte
Zweikreis-Heizeinrichtung mit einem einzigen Temperatursensor gemäß der Erfindung
versehen werden, weitere Temperatursensoren oder Temperaturfühler sind nicht nötig.
Durch die mögliche genaue Auswertung des Temperatursensors kann eine zu hohe Temperatur
der Kochfeldplatte, üblicherweise aus Glaskeramik bestehend, erkannt und dadurch eben
vermieden werden. Eine solche gefährliche Temperatur liegt bei 600°C bis 650°C. Des
Weiteren kann sehr schnell eine Temperatur eines darüber aufgestellten Topfes erfasst
werden, damit auch dieser nicht heißer wird als vorgesehen oder erlaubt.
1. Strahlungsheizeinrichtung mit:
- einem flächigen Träger mit einer Trägerfläche an seiner Oberseite,
- mindestens einem elektrischen Heizelement, das auf der Trägerfläche flächig verlaufend
angeordnet ist, insbesondere spiralig oder mäanderförmig verlaufend,
- einem Außenrand am Träger der die Trägerfläche umgibt und innerhalb dessen alle
Heizelemente der Strahlungsheizeinrichtung angeordnet sind,
- einem Temperatursensor, der höher als die Trägerfläche angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- der Temperatursensor ist innerhalb einer Außenseite des Außenrandes angeordnet,
- der Temperatursensor ist der einzige Temperatursensor oder Temperaturfühler der
Strahlungsheizeinrichtung,
- die Strahlungsheizeinrichtung weist ein Temperatursensorgehäuse auf, in dem der
Temperatursensor angeordnet ist,
- das Temperatursensorgehäuse überdeckt den Temperatursensor nach oben und zur Seite
hin und schließt ihn ein in diese Richtungen,
- das Temperatursensorgehäuse ist zumindest nach oben und zur Seite hin elektrisch
isolierend und thermisch dämmend ausgebildet.
2. Strahlungsheizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor ein NTC-Element ist.
3. Strahlungsheizeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arbeitstemperatur des Temperatursensors zwischen 300°C und 650°C liegt, vorteilhaft
zwischen 350°C und 550°C.
4. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor innerhalb des Außenrands angeordnet ist, vorzugsweise über der
Trägerfläche angeordnet ist, wobei insbesondere der Temperatursensor in der äußeren
Hälfte oder im äußeren Bereich der Trägerfläche angeordnet ist, wobei vorzugsweise
der Temperatursensor an einem Punkt zwischen 80 % und 60 % der kürzesten Entfernung
zwischen Mittelpunkt der Trägerfläche und dem Außenrand von dem Mittelpunkt entfernt
angeordnet ist.
5. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperatursensorgehäuse direkt auf der Trägerfläche aufliegt, insbesondere formschlüssig
oder durch Kleben befestigt ist, wobei vorzugsweise das Temperatursensorgehäuse, insbesondere
ein Dämm-Gehäuseteil des Temperatursensorgehäuses, nach unten zur Trägerfläche hin
offen ist.
6. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperatursensorgehäuse ein Dämm-Gehäuseteil aufweist, das aus thermisch dämmendem
Material besteht, vorzugsweise aus Schichtsilikat, insbesondere aus geblähtem Schichtsilikat
bzw. Vermiculite.
7. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperatursensorgehäuse ein Isolations-Gehäuseteil aufweist, das aus elektrisch
isolierendem Material besteht, vorzugsweise aus Keramik, wobei insbesondere die beiden
Gehäuseteile, nämlich Isolations-Gehäuseteil und Dämm-Gehäuseteil nach Anspruch 6,
zumindest teilweise als doppellagige oder doppelschichtige Materialanordnung ausgebildet
und angeordnet sind und das Temperatursensorgehäuse zumindest teilweise bilden.
8. Strahlungsheizeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor vollständig innerhalb des Isolations-Gehäuseteils angeordnet
ist, und das Isolations-Gehäuseteil zu mindestens 80 % in dem Dämm-Gehäuseteil angeordnet
ist, vorzugsweise mit dem Bereich darin angeordnet ist, in dem der Temperatursensor
angeordnet ist, wobei insbesondere das Isolations-Gehäuseteil oben an der Oberseite
des Dämm-Gehäuseteils angeordnet ist, vorzugsweise oben an der Oberseite oder aus
der Oberseite herausragend, insbesondere mit einem Überstand nach oben über das Dämm-Gehäuseteil
zwischen 0,1 mm und 3 mm.
9. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämm-Gehäuseteil eine Öffnung nach oben aufweist und das Isolations-Gehäuseteil
in diese Öffnung eingesetzt ist, vorzugsweise von oben, insbesondere mit einem seitlich
kragenartig überstehenden Flächenbereich, der auf der Oberseite des Dämm-Gehäuseteils
oder oben auf dem Dämm-Gehäuseteil aufliegt, wobei insbesondere die Öffnung nach unten
durch das Dämm-Gehäuseteil durchgeht für einen elektrischen Anschluss des Temperatursensors
von unten, vorzugsweise durch den Träger und die Trägerfläche hindurch.
10. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor in dem Isolations-Gehäuseteil eingegossen bzw. vollständig eingeschlossen
ist, vorzugsweise mittels Epoxyharz oder einer keramischen Vergussmasse odgl., wobei
insbesondere der Temperatursensor luftdicht in dem Isolations-Gehäuseteil angeordnet
ist.
11. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolations-Gehäuseteil eine Wandstärkendicke von maximal 3 mm aufweist, vorzugsweise
maximal 1,5 mm, insbesondere auch an einer Oberseite des Isolations-Gehäuseteils.
12. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämm-Gehäuseteil eine Wandstärkendicke von maximal 10 mm aufweist, vorzugsweise
max. 8 mm, wobei insbesondere eine maximale Wandstärke des Dämm-Gehäuseteils zur Seite
hin vorgesehen ist.
13. Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Temperatursensorgehäuse derart hoch an der Strahlungsheizeinrichtung angeordnet
ist, dass es mit seiner Oberseite oder einem obersten Punkt auf der Höhe +/- 0,5 mm
bis +/- 2 mm der höchsten Ebene der Strahlungsheizeinrichtung bzw. der Oberseite des
Außenrandes liegt.
14. Kochfeld mit mindestens einer Strahlungsheizeinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Kochfeld eine Kochfeldplatte aufweist, an deren Unterseite die
Strahlungsheizeinrichtung von unten angedrückt ist und insbesondere mit einer Oberseite
des Außenrandes anliegt, wobei der Temperatursensor oder das Temperatursensorgehäuse
einen Abstand von max. 2 mm zur Unterseite der Kochfeldplatte aufweisen, vorzugsweise
an der Unterseite der Kochfeldplatte anliegen.
15. Kochfeld nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Strahlungsheizeinrichtungen aufweist, wobei mindestens eine Strahlungsheizeinrichtung
nicht nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist und einen anders ausgebildeten
Temperatursensor aufweist.