[0001] Die Erfindung betrifft ein Einbauhaushaltsgerät, mit einem Korpus, mit einem darin
befindlichen Lagerraum, mit einem Verschlusselement mit welchem der Lagerraum verschließbar
ist, mit wenigstens einem Scharnier, mit welchem das Verschlusselement an dem Korpus
angelenkt ist, sowie mit einem separat von dem Scharnier ausgebildeten Abstützkörper
zum Abstützen des Scharniers, der Abstützkörper aufweisend einen ersten Befestigungsabschnitt
mit wenigstens einem ersten Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Scharnier.
[0002] Ein derartiges Einbauhaushaltsgerät kann beispielsweise ein Kältegerät, ein Geschirrspülgerät
oder ein Gargerät sein.
[0003] Insbesondere bei einem Kältegerät, wie beispielsweise einem Kühlschrank, einem Gefrierschrank
oder einer Kühl-Gefrier-Kombination, kann durch das Verschlusselement (zum Beispiel
Tür oder Klappe) eine erhebliche Gewichtskraft auf das Scharnier wirken, welche von
dem Scharnier in den Korpus geleitet wird. Diese Gewichtskraft resultiert nicht nur
aus der Gewichtskraft des Verschlusselements selbst. Vielmehr ergibt sich diese Gewichtskraft
unter anderem auch durch die Beladung des Verschlusselements mit Kühlgut sowie einer
möglicherweise an einer Außenseite des Verschlusselements angeordneten Möbelplatte
als Dekorelement.
[0004] Aus der
DE 10 2014 225 362 A1 wird zur Erhöhung der mechanischen Stabilität sowie der Dauerfestigkeit ein metallisches
Abstützelement vorgeschlagen, welches ein Hausgerätescharnier gegen zumindest ein
Hausgerätegehäuseelement abstützt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren
10 bis 12 der
DE 10 2014 225 362 A1 wird das Abstützelement dabei durch eine Schraube sowohl mit dem Hausgerätescharnier
als auch mit einem Hausmöbel verschraubt. Dazu sind gemäß der
DE 10 2014 225 362 A1 fluchtende Bohrungen in einem Hausmöbelbefestigungsbauteil des Hausgerätescharniers
und einem Hausmöbelbefestigungselement des Abstützelementes vorgesehen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Einbauhaushaltsgerät
zu verbessern.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst. Demzufolge ist bei einem
Einbauhaushaltsgerät, mit einem Korpus, mit einem darin befindlichen Lagerraum, mit
einem Verschlusselement mit welchem der Lagerraum verschließbar ist, mit wenigstens
einem Scharnier mit welchem das Verschlusselement an dem Korpus angelenkt ist sowie
mit einem separat von dem Scharnier ausgebildeten Abstützkörper zum Abstützen des
Scharniers, der Abstützkörper aufweisend einen ersten Befestigungsabschnitt mit wenigstens
einem ersten Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Scharnier vorgesehen, dass
der mit dem Scharnier verbundene Abstützkörper einen von dem Scharnier beabstandeten,
zweiten Befestigungsabschnitt mit wenigstens einem zweiten Befestigungsmittel zur
Verbindung des Abstützkörpers mit einer Möbelwand aufweist.
[0007] Unter einem "Einbauhausgerät" ist dabei ein Hausgerät zu verstehen, welches für eine
bestimmungsgemäße Nutzung in eine Nische eingebaut wird. Die Nische kann beispielsweise
durch Möbelwände, insbesondere Küchenmöbelwände, begrenzt sein.
[0008] Das Scharnier kann zumindest abschnittsweise aus Metall bestehen. Beispielsweise
können insbesondere ein Korpusverbindungsteil und ein Verschlusselementverbindungsteil
aus Metall bestehen. Diese Verbindungsteile können Durchgangslöcher aufweisen, um
eine Verschraubung des Scharniers mit dem Korpus bzw. dem Verschlusselement zu ermöglichen.
Das Scharnier kann eine Schwenkbewegung des Verschlusselements gegenüber dem Korpus
um eine Schwenkachse ermöglichen. Darüber hinaus kann das Scharnier auch eine translatorische
Bewegung des Verschlusselements gegenüber dem Korpus ermöglichen. Denkbar ist, dass
das Einbauhaushaltsgerät zwei oder mehrere Scharniere aufweist. Sofern das Verschlusselement
durch z.B. zwei Scharniere angelenkt ist, sind deren Schwenkachsen koaxial ausgebildet.
Sofern das Verschlusselement durch eine Tür gebildet ist, ist die Schwenkachse bei
einem bestimmungsgemäß aufgestellten Einbauhaushaltsgerät z.B. senkrecht ausgerichtet.
[0009] Indem der Abstützkörper separat von dem Scharnier ausgebildet ist, ist dieser insbesondere
kein Bauteil des Scharniers. Das Scharnier kann bzw. ist bestimmungsgemäß ohne den
Abstützkörper am Korpus und dem Verschlusselement montierbar bzw. montiert. Das Scharnier
weist typischerweise hierzu ein Korpusverbindungsteil und ein Verschlusselementverbindungsteil
auf. Der Abstützkörper kann insbesondere als Nachrüstbauteil vorgesehen sein. Insbesondere
kann der Abstützkörper montierbar sein, ohne dass das Scharnier von weder dem Korpus
noch dem Verschlusselement demontiert werden muss.
[0010] Mittels des ersten Befestigungsabschnittes, insbesondere mittels des wenigstens einen
ersten Befestigungsmittels, ist der Abstützkörper mit dem Scharnier verbindbar bzw.
im montierten Zustand verbunden.
[0011] Der erfindungsgemäße zweite Befestigungsabschnitt mit wenigstens einem zweiten Befestigungsmittel
ist von dem Scharnier beabstandet angeordnet, d.h. dieser weist einen Abstand zu dem
Scharnier auf und steht nicht direkt mit dem Scharnier in Kontakt. Der zweite Befestigungsabschnitt
kann somit im montierten Zustand des Abstützkörpers nicht mit dem Scharnier direkt,
z.B. über eine Schraube, verbunden werden. Demzufolge ist der zweite Befestigungsabschnitt
auch von dem ersten Befestigungsabschnitt beabstandet.
[0012] Die vorliegende Erfindung geht davon aus, dass für einen optimalen Betrieb des Einbauhaushaltsgerätes
eine präzise Anordnung des Verschlusselements gegenüber dem Korpus, insbesondere in
einem geschlossenen Zustand des Verschlusselements, notwendig ist. Die vorliegende
Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass bereits geringe Verdrehungen des Scharniers
aufgrund der von dem Verschlusselement eingeleiteten Gewichtskraft nachteilige Auswirkungen
auf den Betrieb des Einbauhaushaltsgerätes haben können. Derartige Verdrehungen wurden
bei einem Einbauhaushaltsgerät mit senkrechter Schwenkachse des Verschlusselements
um eine horizontal angeordnete Achse beobachtet. Bei einem Kältegerät können derartige
Verdrehungen des Scharniers zu einem nicht optimal ausgerichteten Verschlusselement
im geschlossenen Zustand führen. Dies wiederum kann im schlimmsten Fall zu Undichtigkeiten
führen und somit die Effizienz des Einbauhaushaltsgeräts vermindern. Andererseits
können diese Verdrehungen des Scharniers zu ungleichmäßigen Spalten zwischen dem Verschlusselement
(bzw. einer dem Verschlusselement vorgelagerten Möbelplatte) und benachbarten Verschlusselementen
oder Möbeln führen.
[0013] Die Erfindung hat weiterhin erkannt, dass der beispielsweise aus der
DE 10 2014 225 362 A1 bekannte Abstützkörper die mechanische Stabilität bzw. Dauerfestigkeit der Hausgerätevorrichtung
verbessert, jedoch die im Rahmen der vorliegenden Erfindung beobachtete Verdrehung
des Scharniers und den daraus resultierenden Folgen nur geringfügig entgegenwirken
kann.
[0014] Erfindungsgemäß soll nun mittels des ersten Befestigungsabschnittes und des zweiten
Befestigungsabschnittes eine örtliche Trennung zwischen der Befestigung des Abstützkörpers
an dem Scharnier einerseits und an einer Möbelwand andererseits ermöglicht werden.
Insbesondere wird durch den Abstand zwischen dem Scharnier und dem zweiten Befestigungsabschnitt
bzw. dem Abstand zwischen dem ersten Befestigungsabschnitt und dem zweiten Befestigungsabschnitt
einen Hebel gebildet. Dieser Hebel ermöglicht die Aufnahme eines auf das Scharnier
wirkenden Kippmomentes bzw. Drehmomentes. Aufgrund des Hebels ermöglicht es die Erfindung
durch den Abstützkörper verhältnismäßig große auf das Scharnier einwirkende Kippmomente
durch einen verhältnismäßig kleinen bzw. einfach aufgebauten Abstützkörper aufzunehmen.
Erfindungsgemäß kann der beobachteten Verdrehung des Scharniers somit auf einfache
und kostengünstige Weise entgegengewirkt werden.
[0015] Die Möbelwand kann beispielsweise eine Wand einer Nische sein, in welche das Einbauhaushaltsgerät
angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann. Die Möbelwand kann insbesondere eine Seitenwand
dieser Nische sein.
[0016] Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0017] Je größer ein Abstand zwischen dem zweiten Befestigungsabschnitt, insbesondere des
zweiten Befestigungsmittels, und dem ersten Befestigungsabschnitt, insbesondere dem
ersten Befestigungsmittel, ist, desto größer ist der wirksame Hebel und desto wirksamer
kann einer Verdrehung des Scharniers entgegengewirkt werden. Unter Berücksichtigung
einer möglichst kompakten Bauweise des Abstützkörpers zeigte sich, dass ausreichend
wirksame Effekte bereits erzielt werden, wenn vorgesehen wird, dass ein Abstand des
zweiten Befestigungsabschnittes, insbesondere der zweiten Befestigungsmittel, von
dem ersten Befestigungsabschnitt, insbesondere den ersten Befestigungsmitteln, mindestens
3 cm, mindestens 4 cm, mindestens 5 cm oder mindestens 6 cm beträgt.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform vorgesehen, dass der erste Befestigungsabschnitt und
der zweite Befestigungsabschnitt an zwei sich gegenüberliegenden Endabschnitten des
Abstützkörpers ausgebildet sind. Auf diese Weise kann die Baugröße des Abstützkörpers
optimal ausgenutzt werden. Unter einem Endabschnitt des Abstützkörpers ist dabei ein
Abschnitt zu verstehen, der sich gemessen von einer freien Endkante des Abstützkörpers
über maximal 30 %, vorzugsweise maximal 25 %, einer senkrecht zu der freien Endkante
gemessenen Erstreckung des Abstützkörpers erstreckt.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Verhältnis einer Länge zu einer
Breite des Abstützkörpers mindestens dem Wert 3, mindestens dem Wert 4 oder mindestens
dem Wert 5 entspricht. Die Länge des Abstützkörpers bezeichnet dabei die größte räumliche
Erstreckung des Abstützkörpers, während die Breite einer senkrecht dazu gemessenen
Erstreckung entspricht. Möglich ist, dass der erste Befestigungsabschnitt und der
zweite Befestigungsabschnitt an zwei sich gegenüberliegenden Endabschnitten entlang
einer Längsrichtung (d.h. entlang der maximalen Erstreckung des Abstützkörpers) ausgebildet
sind. Denkbar ist dabei, dass eine Dicke des Abstützkörpers (eine räumliche Erstreckung
des Abstützkörpers welche sowohl senkrecht zur Länge als auch zur Breite gemessen
wird) kleiner ist, als die Breite. Durch einen entsprechend länglich ausgebildeten
Abstützkörper können einerseits hohe Kippmomente aufgenommen werden. Andererseits
ermöglicht die längliche Ausbildung eine kompakte Form des Abstützkörpers, sodass
dieser insbesondere auch zur Nachrüstung bestehender Einbauhaushaltsgeräte verwendbar
ist.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Abstützkörper aus einem Flachmaterial,
insbesondere mit im Wesentlichen konstanter Dicke, besteht. Dies begünstigt beispielsweise,
dass der Abstützkörper bei einem in eine Nische eingesetzten Einbauhaushaltsgerät
vollständig (in Tiefenrichtung) vor dem Korpus und vollständig (in Breitenrichtung)
neben dem Verschlusselement (in der geschlossenen Stellung) angeordnet ist bzw. werden
kann. Unter im Wesentlichen konstanter Dicke ist hierbei zu verstehen, dass die Dicke
kaum oder nur geringfügig variiert (z.B. resultierend aus Biegeumformungen). Die Dicke
des Flachmateriales entspricht dabei der Materialstärke, unabhängig von möglichen
Umbiegungen. Die ersten, zweiten oder dritten Befestigungsmittel werden für die Bemessung
der Dicke nicht berücksichtigt. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Breite
des Abstützkörpers kleiner oder im Wesentlichen gleich groß ist, wie eine Tiefenerstreckung
des geschlossenen Verschlusselements. Die "Tiefenerstreckung des geschlossenen Verschlusselements"
entspricht dabei jener Erstreckung, welche sich von einer Frontfläche des Korpus bis
zu einer Frontfläche des geschlossenen Verschlusselements erstreckt. Der Abstützkörper
kann somit bezüglich seiner Breite vollständig vor der Frontfläche des Korpus positioniert
werden, ohne dabei über die Frontfläche des Verschlusselements zu ragen. Sofern die
Frontfläche des geschlossenen Verschlusselements bei einer Anordnung umfassend eine
Nische, in welcher das Einbauhaushaltsgerät aufgenommen ist, in Tiefenrichtung hinter
einer Frontfläche von Nischenwandungen (Deckwand, Seitenwand oder Bodenwand) liegt,
kann die Breite des Abstützkörpers kleiner oder im Wesentlichen gleich dem Abstand
zwischen der Frontfläche des Korpus und der Frontfläche der Nischenwandungen sein.
Die Länge des Abstützkörpers kann größer, insbesondere um ein Vielfaches größer, sein,
als die Tiefenerstreckung des geschlossenen Verschlusselements. Die Dicke kann vorzugsweise
kleiner, insbesondere um ein Vielfaches kleiner, sein, als die Breite des Abstützkörpers.
Dadurch kann der Abstützkörper problemlos auch nachträglich sowohl vor dem Korpus
als auch neben dem geschlossenen Verschlusselement positioniert sein bzw. werden.
[0021] Zwar ist grundsätzlich eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem ersten Befestigungsabschnitt
und dem Scharnier möglich. Dabei kann das erste Befestigungsmittel durch z.B. eine
Klebefläche gebildet sein. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, dass der erste Befestigungsabschnitt,
insbesondere das erste Befestigungsmittel, eine kraftschlüssige und/oder eine formschlüssige
Verbindung mit dem Scharnier ermöglicht bzw. im montierten Zustand des Abstützkörpers
bildet.
[0022] Möglich ist dabei beispielsweise, dass die Verbindung durch eine Steckverbindung
gebildet ist. Eine Steckverbindung umfasst ein Steckelement welches in eine Aufnahme
gesteckt wird. Jeweils eines von Steckelement und Aufnahme kann dabei durch das erste
Befestigungsmittel und das jeweils andere an dem Scharnier ausgebildet sein. Um insbesondere
die Möglichkeit einer Nachrüstbarkeit bestehender Einbauhaushaltsgeräte zu vereinfachen,
ist gemäß einer Ausführungsform vorgesehen, dass das wenigstens eine erste Befestigungsmittel
ein Steckelement bildet, welches in eine Aufnahme an dem Scharnier eingreift. Auf
diese Weise kann eine bereits bestehende Aufnahme an dem Scharnier zur Verbindung
mit dem Abstützkörper genutzt werden. Konstruktive Änderungen an dem Scharnier sind
somit nicht notwendig. Die Aufnahme an dem Scharnier kann insbesondere durch ein Durchgangsloch
gebildet sein. Dabei kann es sich um ein Durchgangsloch handeln, welches bei einem
herkömmlichen Einbau des Einbauhaushaltsgeräts ohne den Abstützkörper in eine Nische
zur Befestigung (z.B. Verschraubung) an einer Möbelwand dienen würde.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Befestigungsmittel durch
einen Zapfen oder einen Bolzen oder durch eine Zunge gebildet ist. Der Zapfen kann
insbesondere einen Kreisquerschnitt aufweisen. Die Zunge kann insbesondere einen im
wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen. Der Zapfen bzw. die Zunge können
einstückig an dem Abstützkörper ausgebildet sein. So kann beispielsweise der Abstützkörper
ein Stanz-Biege-Bauteil sein, an welchem die Zunge ausgeformt ist. Denkbar ist jedoch
auch, dass der Zapfen bzw. die Zunge durch ein separates Bauteil gebildet ist, welches
mit einem Grundkörper des Abstützkörpers verbunden ist, insbesondere an diesen verliersicher
befestigt ist. Unter einer "verliersicheren Befestigung" ist dabei zu verstehen, dass
die beiden jeweiligen Bauteile (Grundkörper und Zapfen bzw. Zunge) sich bei der Montage
nicht ungewünscht voneinander lösen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Zapfen
bzw. die Zunge in eine Öffnung, insbesondere ein Durchgangsloch, des Grundkörpers
eingepresst und/oder in diesem verlötet oder verschweißt ist. Denkbar ist auch, dass
der Zapfen bzw. die Zunge in die Öffnung eingeklebt ist. Der Zapfen bzw. die Zunge
erstrecken sich jeweils insbesondere von einer Basis zu einem freien Ende. Dabei können
sie sich ausgehend von einem die Basis einfassenden Abschnitt des Abstützkörpers senkrecht
bezüglich diesem Abschnitt erstrecken. Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen,
dass sich der Zapfen oder die Zunge in Richtung des freien Endes des Zapfens oder
der Zunge verjüngt. Denkbar ist insbesondere, dass sich der Zapfen bzw. die Zunge
ausgehend von der Basis bis zu dem freien Ende durchgehend, d.h. kontinuierlich, verjüngt,
insbesondere eine konstante Verjüngung vorliegt. Die Verjüngung ermöglicht eine sicherere
Befestigung des Abstützkörpers an dem Scharnier auch unter der Berücksichtigung möglicherweise
auftretender Toleranzen der korrespondierenden Durchgangslöcher im Scharnier. Gemäß
einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Zapfen bzw. die Zunge des mit dem Scharnier
verbundenen Abstützkörpers in ein Durchgangsloch des Scharniers eingreift. Das Durchgangsloch
kann insbesondere kreisförmig oder schlitzartig sein oder ein Langloch sein und einen
geschlossenen Rand aufweisen.
[0024] Möglich ist ebenso, dass die Verbindung zwischen dem Abstützkörper und dem Scharnier
durch eine Schraubverbindung gebildet ist. So ist gemäß einer Ausführungsform vorgesehen,
dass das wenigstens eine erste Befestigungsmittel des ersten Befestigungsabschnitts
durch ein Durchgangsloch gebildet ist, durch welches eine Schraube dringt, und wobei
diese Schraube auch durch ein, vorzugsweise fluchtendes, Durchgangsloch des Scharniers
dringt. Denkbar ist dabei insbesondere, dass die Schraube darüber hinaus in die Möbelwand
schraubbar ist bzw. geschraubt ist (d.h. dass die Schraube entsprechend lang ist).
[0025] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass an dem ersten Befestigungsabschnitt
zwei oder mehrere erste Befestigungsmittel ausgebildet sind, die voneinander beabstandet
sind. Die zwei oder mehreren ersten Befestigungsmitteln können insbesondere identisch
hinsichtlich Form und/oder Größe sein.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Befestigungsabschnitt
wenigstens zwei erste Befestigungsmittel aufweist, die eine Kraftübertragung zwischen
dem Abstützkörper und dem Scharnier jeweils lediglich in zwei im Wesentlichen senkrecht
zueinander orientierten Richtungen ermöglichen. Die zwei ersten Befestigungsmittel
sind insbesondere separat voneinander ausgebildet. Denkbar ist das ein erstes Befestigungsmittel
eine Kraftübertragung lediglich in vertikaler Richtung ermöglicht, während ein weiteres
erstes Befestigungsmittel eine Kraftübertragung lediglich in horizontaler Richtung
ermöglicht. Jedes erste Befestigungsmittel überträgt somit Kräfte auf das Scharnier
lediglich in einer Richtung, während es in einer senkrecht hierzu orientierten Richtung
freigestellt ist, d.h. keine Kräfte überträgt. Hierzu kann zwischen den ersten Befestigungsmitteln
und dem Scharnier in jener Richtung, in der keine Kräfte übertragen werden, ein Spiel
bzw. ein Spalt vorgesehen sein. Diese Auftrennung der Kraftübertragungsrichtungen
auf zwei erste Befestigungselemente ermöglicht eine Verbindung des Abstützkörpers
mit dem Scharnier, welche weniger anfällig gegenüber fertigungsbedingter Toleranzen
ist. Gemäß einer Ausführungsform vorgesehen, dass ein erstes Befestigungsmittel durch
einen Zapfen bzw. eine Zunge gebildet ist und ein weiteres erstes Befestigungsmittel
durch eine Stützfläche gebildet ist. Die Stützfläche ist an dem Abstützkörper ausgebildet.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Stützfläche im Wesentlichen horizontal
ausgerichtet ist. In diesem Fall werden Gewichtskräfte im Wesentlichen ausschließlich
über die Stützfläche übertragen. Die Stützfläche kann eben ausgebildet sein. Denkbar
ist, dass die Stützfläche bezüglich einer Breitenrichtung des Abstützkörpers (z.B.
Tiefenrichtung des Einbauhaushaltsgeräts) im wesentlichen horizontal orientiert und
bezüglich einer Höhenrichtung des Abstützkörpers (z.B. Höhenrichtung des Einbauhaushaltsgeräts)
geneigt orientiert ist. Auf diese Weise kann die Stützfläche gegen eine im wesentlichen
horizontal orientierte Anschlagsfläche des Scharniers bei der Montage des Abstützkörpers
verspannt werden. Auch dies führt zu einer Reduzierung der Auswirkungen fertigungsbedingter
Toleranzen.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zweite Befestigungsmittel durch
ein Durchgangsloch gebildet ist. Möglich ist, dass das Durchgangsloch ein Innengewinde
aufweist. Für eine Befestigung des Abstützkörpers an einer Möbelwand ist es jedoch
ausreichend, ein gewindefreies Durchgangsloch vorzusehen.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass an dem zweiten Befestigungsabschnitt
zwei oder mehrere zweite Befestigungsmittel ausgebildet sind, die voneinander beabstandet
sind. Hierdurch kann eine bessere Befestigung des Abstützkörpers an der Möbelwand
ermöglicht werden. Insbesondere kann eine bessere Krafteinleitung und eine bessere
Aufnahme eines auf das Scharnier einwirkenden Kippmomentes ermöglicht werden.
[0029] Zur weiteren Verbesserung der Verbindung zwischen dem Abstützkörper und der Möbelwand
ist gemäß einer Ausführungsform vorgesehen, dass der Abstützkörper einen dritten Befestigungsabschnitt
mit wenigstens einem dritten Befestigungsmittel zur Verbindung des Abstützkörpers
mit der Möbelwand aufweist. Dabei kann gemäß einer Ausführungsform vorgesehen sein,
dass der dritte Befestigungsabschnitt bei einer gedanklichen Verbindungslinie zwischen
dem ersten Befestigungsabschnitt und dem zweiten Befestigungsabschnitt zwischen dem
ersten Befestigungsabschnitt und dem zweiten Befestigungsabschnitt angeordnet ist.
Das wenigstens eine dritte Befestigungsmittel kann doch ein Durchgangsloch gebildet
sein und/oder hinsichtlich Form und Größe identisch zu dem wenigstens einen zweiten
Befestigungsmittel sein. Denkbar ist, dass der dritte Befestigungsabschnitt mehrere
separat voneinander angeordnete dritte Befestigungsmittel aufweist, die jeweils hinsichtlich
Form und/oder Größe identisch sind.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Abstützkörper teilweise oder
vollständig aus Metall besteht. Hierdurch wird auch bei einem länglich ausgebildeten
Abstützkörper eine gute Kraftübertragung innerhalb des Abstützkörpers ermöglicht.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Abstützkörper einstückig ausgebildet
ist. Bei dem Abstützkörper kann es sich beispielsweise um ein, insbesondere metallisches,
Gussbauteil handeln. Sofern der Abstützkörper aus Metall besteht, kann es sich auch
um ein Stanz-Biege-Bauteil handeln. Sofern der Abstützkörper mehrstückig ausgebildet
ist, ist insbesondere denkbar, dass der Abstützkörper aus einem Grundkörper sowie
wenigstens einem, zwei oder mehreren als separate(s) Bauteil(e) ausgeführten Befestigungsmittel(n)
besteht. Bei einer mehrstückigen Ausbildung kann vorgesehen sein, dass der Abstützkörper
einstoffig ausgebildet.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Einbauhaushaltsgerät ein Distanzelement
aufweist, insbesondere eine Distanzplatte, welche zwischen dem Abstützkörper und der
Möbelwand angeordnet werden kann bzw. ist. Die Distanzplatte ist insbesondere separat
von dem Abstützkörper und dem Scharnier ausgebildet und kann bedarfsweise zwischen
dem Abstützkörper und/oder dem Scharnier einerseits und der Möbelwand andererseits
montiert werden, um je nach Einbausituation auftretende Spalte auszugleichen.
[0033] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Scharnier ein Mehrgelenkscharnier
ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Scharnier eine rotatorische und eine
translatorische Bewegung des Verschlusselements gegenüber dem Korpus ermöglicht.
[0034] Eine erfindungsgemäße Anordnung umfasst ein erfindungsgemäßes Einbauhaushaltsgerät
sowie zumindest eine Möbelwand, z.B. eine vertikale Wand. Die Möbelwand kann eine
Seitenwand einer Nische sein, in welche das Einbauhaushaltsgerät aufgenommen ist.
Die Möbelwand kann im Wesentlichen oder vollständig aus Holz bestehen.
[0035] Mit Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "waagrecht", "Tiefenrichtung", "Breitenrichtung",
"Höhenrichtung" etc. sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßem
Anordnen des Einbauhaushaltsgerätes und bei einem dabei vor dem Einbauhaushaltsgerät
stehenden und in Richtung des Einbauhaushaltsgerätes blickenden Beobachters gegebenen
Positionen und Orientierungen angegeben.
[0036] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren
erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Einbauhaushaltsgeräts
in einer Nische;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittebene III-III aus Fig. 2;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung aus Fig. 1;
- Fig. 5
- ein Abstützkörper gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 6
- ein Abstützkörper gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 7
- eine Teildarstellung eines Abstützkörpers gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 8
- eine Teildarstellung eines Abstützkörpers gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 9
- eine Teildarstellung eines Abstützkörpers gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
und
- Fig. 10
- eine zu Fig. 2 vergleichbare Ansicht gemäß dem Stand der Technik.
[0037] In Fig. 1 ist ein Einbauhaushaltsgerät in Form eines Einbauhaushaltskältegeräts 1
gezeigt, welches zum Lagern und Konservieren von Lebensmitteln ausgebildet ist. X
bezeichnet eine Höhenrichtung, Z eine Breitenrichtung und Y eine Tiefenrichtung. Das
Einbauhaushaltskältegerät 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Kühlschrank und
ist in einer durch Küchenmöbel gebildeten Nische 2 aufgenommen. Die Nische 2 wird
durch eine Bodenwand 3, Seitenwände 4,5 sowie eine Deckwand 6 gebildet. Die Wände
der Nische sind nicht Bestandteil des Einbauhaushaltsgerätes 1 und bestehen aus Holz.
Ein Korpus 7 des Einbauhaushaltskältegeräts 1 ist vollständig in der Nische 2 aufgenommen.
Der Korpus 7 weist einen darin befindlichen Lagerraum 8 zur Lagerung von Kühlgut auf.
Der Lagerraum 8 ist durch ein Verschlusselement 9 verschließbar. Das Verschlusselement
9 ist durch eine Tür gebildet und ist über Scharniere 10,11 gelenkig an dem Korpus
7 angelenkt. Das Verschlusselement 9 ist frontseitig durch eine Möbelplatte, insbesondere
eine Möbelfront 12, verkleidet. Die Möbelfront 12 ist dabei an den Verschlusselement
9 mittels einer Befestigungsvorrichtung 13 (siehe Fig. 2) befestigt und kann darüber
hinaus auch an einem oder beiden Scharnieren 10,11 befestigt sein.
[0038] Der Korpus 7 weist Innenwände auf, die insbesondere durch einen einstückig gebildeten
Innenbehälter ausgebildet sind und den Lagerraum 8 zumindest abschnittsweise begrenzen.
An seitlichen Innenwänden des Korpus 7 sind Befestigungsmittel 22, in Form von Aufnahmenuten
angeordnet, um nicht dargestellte Fachböden zur Lagerung von Kühlgut zu befestigen.
Die Innenwände des Korpus 7 werden durch Außenwände des Korpus 7 eingefasst, wobei
in einem Hohlraum zwischen den Innenwänden und den Außenwänden thermisches Isolationsmaterial
angeordnet ist.
[0039] Fig. 1 zeigt das Verschlusselement 9 in einer geöffneten Position. Das Verschlusselement
9 weist eine Innenwand und eine dazu beabstandete Außenwand auf. Thermisches Isolationsmaterial
ist in einem Hohlraum zwischen der Innenwand und der Außenwand des Verschlusselements
9 angeordnet. Das Verschlusselement 9 weist mehrere Türabsteller 19 zur Aufnahme von
Kühlgut auf. Im geschlossenen Zustand des Verschlusselements 9 kontaktiert eine Dichtung
20, welche an den Verschlusselement 9 montiert ist, einen den Aufnahmeraum 8 einfassenden
Flansch 21.
[0040] Wie in der vergrößerten Darstellung der Fig. 2 des oberen Scharniers 10 aus Fig.
1 zu erkennen ist, umfasst das Scharnier 10 ein Korpusverbindungsteil 14 sowie ein
Verschlusselementverbindungsteil 15. Das Korpusverbindungsteil 14 ist mittels Schrauben
16 ortsfest an dem Korpus 7 befestigt und sitzt dabei auf einer Frontfläche 17 des
Korpus 7. Das Verschlusselementverbindungsteil 15 ist mittels nicht dargestellter
Schrauben ortsfest an einer Frontseite des Verschlusselements 9 befestigt. Das Scharnier
10 weist weiterhin ein Kopplungsstück 18 auf, welches das Korpusverbindungsteil 14
und das Verschlusselementverbindungsteil 15 gelenkig miteinander verbindet. Das Scharnier
10 ist ein Mehrgelenkscharnier. Das Scharnier 10 weist eine vertikale, d. h. parallel
zur Höhenrichtung X, ausgerichtete Schwenkachse auf.
[0041] Das Scharnier 10 ist mittels eines Abstützkörpers 23 mit einer der Seitenwände, nämlich
mit der rechten Seitenwand 5 als Möbelwand, verbunden. Dabei ist der Abstützkörper
23 mittels eines ersten Befestigungsabschnitts 24 mit dem Scharnier 10 und mittels
eines zweiten Befestigungsabschnitts 25 mit der Seitenwand 5 verbunden. Der Abstützkörper
23 weist darüber hinaus einen dritten Befestigungsabschnitt 26 auf, welcher ebenfalls
zur Befestigung des Abstützkörpers 23 an der Seitenwand 5 dient. Der dritte Befestigungsabschnitt
26 ist dabei entlang einer gedachten Linie zwischen dem ersten Befestigungsabschnitt
24 und dem zweiten Befestigungsabschnitts 25 dazwischenliegend angeordnet. Das Scharnier
10 ist lediglich mittelbar über den Abstützkörper 23 mit der Seitenwand 5 verbunden.
Der Abstützkörper 23 stellt ein gegenüber dem Scharnier 10 separates Bauteil dar.
[0042] Wie insbesondere in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 zu erkennen ist, weißt der
erste Befestigungsabschnitt 24 zwei erste Befestigungsmittel 27 auf. Jedes der ersten
Befestigungsmittel 27 ist dabei doch einen Zapfen gebildet und greift in Öffnungen
28 des Scharniers 10 ein. Die Öffnungen 28 sind durch Durchgangslöcher in einem flanschartigen
Scharnierfortsatz 29 gebildet. Dieser Scharnierfortsatz 29 dient gemäß dem Stand der
Technik dazu, das Scharnier direkt mittels Schrauben an der Seitenwand 5 zu befestigen.
Der Scharnierfortsatz 29 ist ein integraler Bestandteil des Scharniers 10. Die ersten
Befestigungsmittel 27 greifen mittels einer Presspassung in die Öffnungen 28 ein.
[0043] Der zweite Befestigungsabschnitt 25 weist vier zweite Befestigungsmittel 30 auf,
welche durch Durchgangslöcher gebildet sind. Die zweiten Befestigungsmittel 30 sind
jeweils identisch zueinander ausgebildet und beabstandet voneinander angeordnet. Die
Verbindung des zweiten Befestigungsabschnitts 25 mit der Seitenwand 5 erfolgt über
Schrauben 31.
[0044] Der dritte Befestigungsabschnitt 26 weist ebenfalls vier dritte Befestigungsmittel
32 auf, welche durch Durchgangslöcher gebildet sind. Auch die dritten Befestigungsmittel
32 sind identisch zueinander ausgebildet und beabstandet voneinander angeordnet. Der
Abstützkörper 23 ist über den dritten Befestigungsabschnitt 26 mittels Schrauben 33
zusätzlich an der Seitenwand 5 befestigt.
[0045] Der Abstützkörper 23 verhindert bzw. reduziert ein Verdrehen bzw. Verkippen des Scharniers
10 um eine horizontale Achse 34 bei der Einwirkung eines Kippmomentes 35 auf das Scharnier
10. Dazu ist erfindungsgemäß der zweite Befestigungsabschnitt 25 von dem Scharnier
10 beabstandet. Insbesondere beträgt ein Abstand 36 des zweiten Befestigungsabschnitts
25 von der horizontalen Achse 34 mehr als 7 cm und ein Abstand 37 des zweiten Befestigungsabschnitts
25 von dem ersten Befestigungsabschnitt 24 mehr als 6 cm.
[0046] Um einen Spalt 38 zwischen dem Korpus 7 und der Seitenwand 5 auszugleichen, ist zwischen
dem Scharnier 10 sowie zwischen dem Abstützkörper 23 einerseits und der Seitenwand
5 andererseits ein Ausgleichselement 39 angeordnet. Das Ausgleichselement 39 ist durch
ein Flachmaterial gebildet und weist lediglich Durchgangsöffnungen 40 zur Aufnahme
des ersten Befestigungsmittel 27 sowie Durchgangsöffnungen 41 zum Durchführen der
Schrauben 31 und 33 auf. Das Ausgleichselement 39 separat zu dem Scharnier 10 und
separat zu dem Abstützkörper 23 ausgebildet. Das Ausgleichselement 39 kann je nach
Vorliegen des Spalts 38 bzw. dessen Größe verwendet werden oder nicht.
[0047] Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts aus Fig. 1, umfassend
das untere Scharnier 11. Auch hier ist ein Abstützkörper 23 vorgesehen, welcher das
Scharnier 11 mit der Seitenwand 5 verbindet. Der Abstützkörper 23 des unteren Scharniers
11 aus Fig. 4 ist identisch zu dem Abstützkörper 23 des oberen Scharniers 10 aus Fig.
2, d. h. es handelt sich bei den Abstützkörpern 23 und Gleichteile. Somit kann eine
kostengünstige Verhinderung bzw. Verminderung einer Verdrehung bzw. Verkippung sowohl
des oberen Scharniers 10 als auch des unteren Scharniers 11 (hierbei um eine horizontale
Achse 42 aufgrund eines Kippmomentes 43) erreicht werden. Zu Illustrationszwecken
sind jene Schrauben, welche das Korpusverbindungsteil 14 des Scharniers 11 mit dem
Korpus 7 verbinden, in Fig. 4 nicht dargestellt.
[0048] In Fig. 5 ist der Abstützkörper 23 des Ausführungsbeispiels gemäß den Fig. 1 bis
4 in zwei Ansichten dargestellt. Der Abstützkörper 23 besteht aus Metall. Der Abstützkörper
23 ist mehrteilig bzw. mehrstückig, nämlich in diesem Fall dreiteilig, ausgebildet.
Dabei umfasst der Abstützkörper 23 einen plattenförmigen Grundkörper 44 aus einem
Flachmaterial sowie zwei als separate Bauteile ausgeführte erste Befestigungsmittel
27. Der plattenförmige Grundkörper 44 ist ein Stanz-Biege-Bauteil. Die ersten Befestigungsmittel
27 sind in Durchgangsöffnungen 56 des Grundkörper 44 eingepresst. Ein aus dem Grundkörper
44 ragender Abschnitt der ersten Befestigungsmittel 27 erstreckt sich verjüngend von
einer Basis 45 zu einem freien Ende 46. Die ersten Befestigungsmittel 27, welche durch
Zapfen gebildet sind, stehen senkrecht von dem Grundkörper 44 ab.
[0049] Der erste Befestigungsabschnitt 24 und der zweite Befestigungsabschnitt 25 sind an
zwei sich gegenüberliegenden Endabschnitten 47,48 des Abstützkörpers 23 bzw. des Grundkörper
44 ausgebildet. Die beiden Endabschnitte 47,48 erstrecken sich dabei jeweils ausgehend
von freien Randkanten 49,50 des Abstützkörpers 23 über maximal 25 % (siehe Erstreckungen
51 und 52 in Fig. 5) einer senkrecht zu den freien Randkanten 49,50 gemessenen Erstreckung
des Abstützkörpers 23.
[0050] Der Abstützkörper 23 ist durch ein längliches Bauteil gebildet. Insbesondere ist
das Verhältnis einer Länge 53 zu einer Breite 54 größer fünf. Die Breite 54 wiederum
ist um ein Vielfaches größer als eine Dicke 55. Die Dicke 55 wird dabei ohne eine
Längserstreckung der ersten Befestigungsmittel 27 gemessen. Der Abstützkörper 23 ist
derart positioniert, dass seine Länge 53 parallel zur Drehachse (welche parallel zur
X-Achse verläuft) ausgerichtet ist. Die Breite 54 des Abstützkörpers ist kleiner,
als der in Tiefenrichtung Y gemessene Abstand 63 zwischen der Frontfläche 17 des Korpus
und einer Frontfläche der Deckwand 6, der Bodenwand 3 bzw. der Seitenwände 4 und 5.
[0051] Fig. 6 zeigt einen Abstützkörper 57 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Der
Abstützkörper 57 unterscheidet sich von dem Abstützkörper 23 lediglich durch eine
andere Ausgestaltung des ersten Befestigungsabschnitts 25. Der erste Befestigungsabschnitt
25 umfasst zwei erste Befestigungsmittel 27 in Form von Zungen. Die ersten Befestigungsmittel
27 ragen bezüglich dem Grundkörper 44 senkrecht ab. Sie erstrecken sich von einer
Basis 47 verjüngend zu einem freien Ende 46. Der Abstützkörper 57 ist einteilig bzw.
einstückig ausgebildet und besteht aus einem Stanz-Biege-Bauteil.
[0052] Der Abstützkörper 57 kann in gleicher Weise wie der Abstützkörper 23 zur Verbindung
der Scharniere 10,11 des Einbauhaushaltsgerätes 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 verwendet
werden.
[0053] Die Fig. 7 bis 9 zeigen Abstützkörper gemäß weiteren Ausführungsbeispielen. Diese
Abstützkörper unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche Ausbildungen des
ersten Befestigungsabschnitts 25 gegenüber den Abstützkörpern 23,57 des ersten bzw.
zweiten Ausführungsbeispiels. Zu Illustrationszwecken sind in den Fig. 7 bis 9 jeweils
links lediglich ein oberer, rückwärtiger Abschnitt der Abstützkörper dargestellt,
während jeweils rechts eine Verbindung dieses Abschnitts mit dem Scharnier 10 des
Einbauhaushaltsgerätes 1 der Fig. 1 dargestellt ist (zu Illustrationszwecken wurde
eine seitliche Ansicht gewählt, wobei die Seitenwand 5 sowie der Korpus 7 weggelassen
wurde).
[0054] Der Abstützkörper 58 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel (Fig. 7) weist als erste
Befestigungsmittel 27 zwei gegenüber dem Grundkörper 44 separat ausgebildete Zapfen
auf. Im Gegensatz zu dem Abstützkörper 23 des ersten Ausführungsbeispiels weist der
Abstützkörper 58 darüber hinaus eine Stützfläche 59 als erstes Befestigungsmittel
27 auf. Wie rechts in Fig. 7 zu erkennen ist, kontaktiert der Scharnierfortsatz 29
des Scharniers 10 die Stützfläche 59 flächig. Auf diese Weise kann der Abstützkörper
58 auf das Scharnier 10 einwirkende vertikale Kräfte aufnehmen. Die Stützfläche 59
ist eben ausgebildet, ebenso wie eine der Stützfläche 59 zugewandte Kontaktfläche
des Scharnierfortsatzes 29. Die durch die Zapfen gebildeten ersten Befestigungsmittel
27 sind hinsichtlich ihres Durchmessers und ihrer Anordnung derart ausgebildet, dass
diese im wesentlichen, vorzugsweise vollständig, ausschließlich auf das Scharnier
einwirkende horizontale Kräfte aufnehmen. Dazu kann insbesondere ein in dem Scharnierfortsatz
29 vorhandenes Langloch als eine der Öffnungen 28 genutzt werden (siehe linke Öffnung
28 in Fig. 7). Die Stützfläche 59 ist durch eine Abkantung des Grundkörper 44 gebildet
und stellt eine durchgängige Fläche dar.
[0055] Das vierte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 unterscheidet sich von dem dritten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 7 dadurch, dass die Stützfläche 59 des Abstützkörpers 60 durch zwei voneinander
getrennte Teilflächen 59a und 59b gebildet ist. Diese Teilflächen 59a,59b sind an
freiliegenden Randkanten des Grundkörpers 44 ausgebildet. Diese Randkanten erstrecken
sich dabei insbesondere in einer Haupterstreckungsebene des Grundkörper 44. Auf diese
Weise kann eine besonders präzise Ausrichtung der Stützfläche 59 ermöglicht werden.
[0056] Das fünfte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 unterscheidet sich von dem vierten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 8 dadurch, dass die ersten Befestigungsmittel 27 des Abstützkörpers 61
anstelle der gegenüber dem Grundkörper 44 separat ausgebildeten Zapfen durch mit dem
Grundkörper 44 einstückig ausgebildete Zungen gebildet sind.
[0057] Fig. 10 zeigt eine zu Fig. 2 vergleichbare Ansicht gemäß dem Stand der Technik. Dabei
ist das Scharnier 10 mittels der Öffnungen 28 an dem Scharnierfortsatz 29 durch eine
Schraube 62 direkt mit der Seitenwand 5 verbunden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0058]
- 1
- Einbauhaushaltsgerätes
- 2
- Nische
- 3
- Bodenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Seitenwand
- 6
- Deckwand
- 7
- Korpus
- 8
- Lagerraum
- 9
- Verschlusselement
- 10
- Scharnier
- 11
- Scharnier
- 12
- Möbelfront
- 13
- Befestigungsvorrichtung
- 14
- Korpusverbindungsteil
- 15
- Verschlusselementverbindungsteil
- 16
- Schraube
- 17
- Frontfläche
- 18
- Kopplungsstück
- 19
- Türabsteller
- 20
- Dichtung
- 21
- Flansch
- 22
- Befestigungsmittel
- 23
- Abstützkörper
- 24
- erster Befestigungsabschnitt
- 25
- zweiter Befestigungsabschnitt
- 26
- dritter Befestigungsabschnitt
- 27
- erstes Befestigungsmittel
- 28
- Öffnung
- 29
- Scharnierfortsatz
- 30
- zweite Befestigungsmittel
- 31
- Schraube
- 32
- dritte Befestigungsmittel
- 33
- Schraube
- 34
- Achse
- 35
- Kippmoment
- 36
- Abstand
- 37
- Abstand
- 38
- Spalt
- 39
- Ausgleichselement
- 40
- Durchgangsöffnung
- 41
- Durchgangsöffnung
- 42
- Achse
- 43
- Kippmoment
- 44
- Grundkörper
- 45
- Basis
- 46
- freies Ende
- 47
- Endabschnitt
- 48
- Endabschnitt
- 49
- Randkante
- 50
- Randkante
- 51
- Erstreckung des Endabschnitts
- 52
- Erstreckung des Endabschnitts
- 53
- Länge
- 54
- Breite
- 55
- Dicke
- 56
- Durchgangsöffnung
- 57
- Abstützkörper
- 58
- Abstützkörper
- 59
- Stützfläche
- 59a
- Teilfläche der Stützfläche
- 59b
- Teilfläche der Stützfläche
- 60
- Abstützkörper
- 61
- Abstützkörper
- 62
- Schraube
- 63
- Abstand
1. Einbauhaushaltsgerät (1), mit einem Korpus (7), mit einem darin befindlichen Lagerraum
(8), mit einem Verschlusselement (9) mit welchem der Lagerraum (8) verschließbar ist,
mit wenigstens einem Scharnier (10,11), mit welchem das Verschlusselement (9) an dem
Korpus (7) angelenkt ist, sowie mit einem separat von dem Scharnier (10,11) ausgebildeten
Abstützkörper (23,57,58,60,61) zum Abstützen des Scharniers (10,11), der Abstützkörper
(23,57,58,60,61) aufweisend einen ersten Befestigungsabschnitt (24) mit wenigstens
einem ersten Befestigungsmittel (27) zur Verbindung mit dem Scharnier (10,11), dadurch gekennzeichnet dass der mit dem Scharnier (10,11) verbundene Abstützkörper (23,57,58,60,61) einen von
dem Scharnier (10,11) beabstandeten, zweiten Befestigungsabschnitt (25) mit wenigstens
einem zweiten Befestigungsmittel (30) zur Verbindung des Abstützkörpers (23,57,58,60,61)
mit einer Möbelwand (5) aufweist.
2. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand (37) des zweiten Befestigungsabschnittes (25), insbesondere der zweiten
Befestigungsmittel (30), von dem ersten Befestigungsabschnitt (24), insbesondere den
ersten Befestigungsmitteln (27), mindestens 3 cm, mindestens 4 cm, mindestens 5 cm
oder mindestens 6 cm beträgt.
3. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (24) und der zweite Befestigungsabschnitt (25) an
zwei sich gegenüberliegenden Endabschnitten (47,48) des Abstützkörpers (23,57,58,60,61)
ausgebildet sind.
4. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis einer Länge (53) zu einer Breite (54) des Abstützkörpers (23,57,58,60,61)
mindestens dem Wert 3, mindestens dem Wert 4 oder mindestens dem Wert 5 entspricht.
5. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstützkörper (23,57,58,60,61) aus einem Flachmaterial, insbesondere mit im Wesentlichen
konstanter Dicke (55), besteht.
6. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Befestigungsmittel (27) durch einen Zapfen oder durch eine Zunge gebildet
ist.
7. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen bzw. die Zunge des mit dem Scharnier (10,11) verbundenen Abstützkörpers
(23,57,58,60,61) in eine Öffnung (28), insbesondere in ein Durchgangsloch, des Scharniers
(10,11) eingreift.
8. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Zapfen oder die Zunge in Richtung eines freien Endes (46) des Zapfens oder
der Zunge verjüngt.
9. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Befestigungsabschnitt (24) zwei oder mehrere erste Befestigungsmittel
(27) ausgebildet sind, die voneinander beabstandet sind.
10. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (24) wenigstens zwei erste Befestigungsmittel (27)
aufweist, die eine Kraftübertragung zwischen dem Abstützkörper (58,60,61) und dem
Scharnier (10,11) lediglich in zwei im Wesentlichen senkrecht zueinander orientierten
Richtungen ermöglichen.
11. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Befestigungsmittel (27) durch einen Zapfen bzw. eine Zunge gebildet ist
und ein weiteres erstes Befestigungsmittel (27) durch eine Stützfläche (59) gebildet
ist.
12. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Befestigungsmittel (30) durch ein Durchgangsloch gebildet ist.
13. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das an dem zweiten Befestigungsabschnitt (25) zwei oder mehrere zweite Befestigungsmittel
(30) ausgebildet sind, die voneinander beabstandet sind.
14. Einbauhaushaltsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstützkörper (23,57,58,60,61) einen dritten Befestigungsabschnitt (26) mit wenigstens
einem dritten Befestigungsmittel (32) zur Verbindung des Abstützkörpers (23,57,58,60,61)
mit der Möbelwand (5) aufweist.
15. Einbauhaushaltsgerät (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Befestigungsabschnitt (26) bei einer gedanklichen Verbindungslinie zwischen
dem ersten Befestigungsabschnitt (24) und dem zweiten Befestigungsabschnitt (25) zwischen
dem ersten Befestigungsabschnitt (24) und dem zweiten Befestigungsabschnitt (25) angeordnet
ist.