[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertdokumenten
mit einem Träger, einem auf dem Träger über eine Prägelackschicht angeordneten Schichtaufbau
und einer für das Verkleben des Sicherheitselements mit einem Wertgegenstand geeigneten
Klebschicht, wobei der Schichtaufbau opake, metallische Bereiche, semitransparente
Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung
im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche
aufweist. Die Erfindung betrifft des Weiteren Verfahren zum Herstellen eines derartigen
Sicherheitselements und einen Datenträger mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Datenträger, wie etwa Wert- oder Ausweisdokumente, oder andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit der Datenträger gestatten und die zugleich als Schutz
vor unerlaubter Reproduktion dienen. Eine besondere Rolle bei der Echtheitsabsicherung
spielen Sicherheitselemente mit betrachtungswinkelabhängigen Effekten, da diese selbst
mit modernsten Kopiergeräten nicht reproduziert werden können. Die Sicherheitselemente
werden dabei mit optisch variablen Elementen ausgestattet, die dem Betrachter unter
unterschiedlichen Betrachtungswinkeln einen unterschiedlichen Bildeindruck vermitteln
und beispielsweise je nach Betrachtungswinkel einen anderen Farb- oder Helligkeitseindruck
und/ oder ein anderes graphisches Motiv zeigen.
[0003] In diesem Zusammenhang ist bekannt, Sicherheitselemente mit mehrschichtigen Dünnschichtelementen
einzusetzen, deren Farbeindruck sich für den Betrachter mit dem Betrachtungswinkel
ändert (im Folgenden als Farbkippeffekt bezeichnet). Der Farbkippeffekt beruht bei
solchen Dünnschichtelementen auf betrachtungswinkelabhängigen Interferenzeffekten
durch Mehrfachreflexionen in den verschiedenen Teilschichten des Elements. Der Wegunterschied
des an den verschiedenen Schichten reflektierten Lichts hängt einerseits von der optischen
Dicke einer dielektrischen Abstandsschicht ab, die den Abstand zwischen einer semitransparenten
Absorberschicht und einer Reflexionsschicht festlegt, und variiert andererseits mit
dem jeweiligen Betrachtungswinkel. Da der Wegunterschied in der Größenordnung der
Wellenlänge des sichtbaren Lichts liegt, ergibt sich aufgrund von Auslöschung und
Verstärkung bestimmter Wellenlängen ein winkelabhängiger Farbeindruck für den Betrachter.
Durch eine geeignete Wahl von Material und Dicke der dielektrischen Abstandsschicht
können eine Vielzahl unterschiedlicher Farbkippeffekte gestaltet werden.
[0004] Darüber hinaus sind (Durchsichts-)Sicherheitselemente mit mehrschichtigen Dünnschichtelementen
bekannt, die bei Betrachtung im Auflicht, d.h. in Reflexion, in einer ersten Farbe
erscheinen und bei Betrachtung im Durchlicht, d.h. in Transmission, in einer zweiten
Farbe erscheinen. Die
WO 2011/082761 A1 beschreibt ein Dünnschichtelement mit Mehrschichtstruktur, das bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben und bei der Betrachtung im Durchlicht blau erscheint. Die Mehrschichtstruktur
beruht auf zwei semitransparenten Spiegelschichten und einer zwischen den zwei Spiegelschichten
angeordneten dielektrischen Abstandsschicht.
[0005] Die
WO 2016/091381 A1 beschreibt ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertdokumenten mit einem Träger
und einem auf dem Träger angeordneten Schichtaufbau, aufweisend eine Reflexionsschicht,
die mittels einer Prägelackschicht mit einer eingeprägten Reliefstruktur auf dem Träger
angeordnet ist, ein farbiges Dünnschichtelement und eine transparente Klebschicht,
die für das Verkleben des Sicherheitselements mit einem Wertgegenstand geeignet ist,
wobei die Reflexionsschicht drucktechnisch erhältlich ist und auf plättchenförmigen
Metallpigmenten basiert, die so beschaffen sind, dass sie sich räumlich entlang der
Reliefstruktur der Prägelackschicht ausrichten.
[0006] Die
WO 2017/028950 A1 beschreibt ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertdokumenten, umfassend einen
Träger mit einer Prägelackschicht, die eine erste, eine diffraktive Struktur bildende
Reliefstruktur und eine zweite, eine Mikrospiegelanordnung bildende Reliefstruktur
aufweist, wobei die erste Reliefstruktur mit einer räumlich entlang der Reliefstruktur
ausgerichteten Reflexionsschicht versehen ist und die zweite Reliefstruktur mit einem
räumlich entlang der Reliefstruktur ausgerichteten, farbigen Dünnschichtelement versehen
ist.
[0007] Die
WO 2009/109291 A1 beschreibt ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen, bei dem übereinander
ein Dünnschichtelement mit Farbkippeffekt und eine in einer Prägelackschicht vorliegende
Reliefstruktur angeordnet sind, die Prägelackschicht mit der Reliefstruktur in Teilbereichen
metallisiert ist, und die Reliefstruktur der teilweise metallisierten Prägelackschicht
mit einer transparenten Lackschicht eingeebnet ist, deren Brechungsindex im Wesentlichen
dem Brechungsindex der Prägelackschicht entspricht.
[0008] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement
der eingangs genannten Art mit hoher Fälschungssicherheit und attraktivem visuellen
Erscheinungsbild anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010]
- 1. (Erster Aspekt der Erfindung) Sicherheitselement zur Absicherung von Wertdokumenten
wie in Anspruch 1 definiert.
- 2. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement wie in Anspruch 2 definiert.
- 3. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement wie in den Ansprüchen 3 bis 6 definiert.
- 4. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement wie in den Ansprüchen 7 bis 10 definiert.
- 5. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement wie in den Ansprüchen 11 bis 13 definiert.
- 6. (Zweiter Aspekt der Erfindung) Datenträger wie in den Ansprüchen 14 bis 16 definiert.
- 7. (Dritter Aspekt der Erfindung) Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements
wie in Anspruch 17 definiert.
- 8. (Vierter Aspekt der Erfindung) Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements
wie in Anspruch 18 definiert.
- 9. (Fünfter Aspekt der Erfindung) Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements
wie in Anspruch 19 definiert.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0011] Eine Betrachtung im Auflicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung des Datenträgers
von einer Seite und eine Betrachtung des Datenträgers von derselben Seite. Eine Betrachtung
im Auflicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Vorderseite des Datenträgers
beleuchtet und auch betrachtet wird.
[0012] Eine Betrachtung im Durchlicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung eines
Datenträgers von einer Seite und eine Betrachtung des Datenträgers von einer anderen
Seite, insbesondere der gegenüberliegenden Seite. Eine Betrachtung im Durchlicht liegt
somit beispielsweise dann vor, wenn die Rückseite des Datenträgers beleuchtet und
die Vorderseite des Datenträgers betrachtet wird. Das Licht scheint somit durch den
Datenträger hindurch.
[0013] Das Datenträgersubstrat des Datenträgers, z.B. ein Wertdokumentsubstrat, wie etwa
ein Banknotensubstrat, ist insbesondere ein Papiersubstrat oder ein Papier-ähnliches
Substrat, ein Polymersubstrat, ein Papier/Folie/Papier-Verbundsubstrat oder ein Folie/Papier/Folie-Verbundsubstrat.
Ein mit einem Fensterbereich versehenes Wertdokument oder Sicherheitspapier kann im
Falle eines Papier-Substrats, eines Papier/Folie/Papier-Verbundsubstrats oder eines
Folie/Papier/Folie-Verbundsubstrats z.B. mittels einer durchgehenden Aussparung innerhalb
der Papierschicht(en) erzeugt werden. Alternativ kann die Papierschicht mittels einer
geeigneten Flüssigkeit, z.B. mittels wässriger Schwefelsäurelösung, in einem bestimmten
Bereich transparent gemacht werden. Im Falle eines auf einem transparenten Polymersubstrat
basierenden Wertdokuments kann ein Fensterbereich z.B. mittels deckungsgleicher Aussparungen
in den auf der Vorder- und Rückseite des Polymersubstrats aufgebrachten opaken Druckschichten
erzeugt werden.
[0014] Gemäß der Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Sicherheitselement vorgesehen,
einen Träger, d.h. ein Trägersubstrat wie etwa eine Folie, mit einer Prägelackschicht
mit eingeprägter Reliefstruktur und einem Schichtaufbau auszustatten, der opake, metallische
Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
und transparente Bereiche aufweist.
[0015] Die opaken, metallischen Bereiche werden insbesondere mittels einer z.B. durch Aufdampfen
erhältlichen Metallisierung bzw. Reflexionsschicht gebildet, vorzugsweise durch eine
Aluminiumschicht. Grundsätzlich kommen für die Metallisierung jedoch auch andere Metalle,
wie etwa Silber, Nickel, Kupfer, Eisen, Chrom oder Gold in Betracht. Alternativ können
die opaken, metallischen Bereiche durch eine drucktechnisch erhältliche Reflexionsschicht
gebildet werden. Zur Erzeugung der Reflexionsschicht geeignete plättchenförmige Metallpigmente
sind aus der
WO 2013/186167 A2,
WO 2010/069823 A1,
WO 2005/051675 A2 (siehe darin z.B. die Beschreibung auf Seite 11, Zeile 10, bis Seite 12, vorletzter
Absatz) und
WO 2011/064162 A2 bekannt. Die darin beschriebenen plättchenförmigen Metallpigmente haben den Vorteil,
dass sie sich einem Untergrund mit Reliefstruktur, insbesondere einem Relief mit Mikrostrukturen
und/oder Nanostrukturen, so gut anpassen, dass der Unterschied zu einer herkömmlichen,
mittels Aufdampfen erhältlichen Metallisierung fast nicht mehr zu erkennen ist. Die
einfache, drucktechnische Erzeugung der Reflexionsschicht ermöglicht den Verzicht
auf aufwändige Verfahrensschritte, wie etwa das Bedrucken des Trägers mit einer löslichen
Waschfarbe in Form einer gewünschten Aussparung innerhalb der zu erzeugenden Reflexionsschicht,
das Erzeugen einer Metallisierung durch Aufdampfen und das Abwaschen der Waschfarbe
zusammen mit der oberhalb der Waschfarbe aufgebrachten Metallisierung.
[0016] Der Schichtaufbau des erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß einer ersten Variante
weist opake, metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter
bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen
Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche auf, wobei sowohl die transparenten
Bereiche als auch die opaken, metallischen Bereiche jeweils in Form von Mustern, Zeichen
oder einer Codierung gebildet sind und die semitransparenten Bereiche einen Hintergrund
darstellen. Der Schichtaufbau eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß
einer zweiten Variante weist opake, metallische Bereiche, semitransparente Bereiche,
die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche auf, wobei
sowohl die transparenten Bereiche als auch die semitransparenten Bereiche jeweils
in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung gebildet sind und die opaken, metallischen
Bereiche einen Hintergrund darstellen. Beiden Varianten liegt die allgemeine Idee
zugrunde, ein Sicherheitselement bereitzustellen, bei dem zwei separate Bereiche jeweils
in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung gebildet sind, wobei ein in Form
von Mustern, Zeichen oder einer Codierung gebildeter Bereich je nach Betrachtung im
Auflicht oder im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck aufweist. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist der eine, in Form von Mustern, Zeichen oder einer
Codierung gebildete Bereich bei der Betrachtung im Auflicht zunächst nicht wahrnehmbar,
sondern erst bei der Betrachtung im Durchlicht. In diesem Fall ist insbesondere die
Farbe der semitransparenten Bereiche bei der Betrachtung im Auflicht mit der Farbe
der opaken, metallischen Bereiche identisch. Eine bei der Betrachtung im Auflicht
versteckte Information, die erst bei der Betrachtung im Durchlicht erkennbar ist,
steigert das Interesse des Betrachters und erhöht die Fälschungssicherheit des jeweiligen
Wertgegenstands.
[0017] Die semitransparenten Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
basieren insbesondere auf einem mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau,
der bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im
Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, ist z.B. aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt.
[0018] Geeignete mehrschichtige Aufbauten mit zwei semitransparenten metallischen Schichten
und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen Schichten angeordneten
dielektrischen Schicht haben typischerweise die folgende gegenständliche Beschaffenheit:
- die beiden semitransparenten metallischen Schichten werden bevorzugt von Al oder Ag
gewählt; die dielektrische Schicht ist insbesondere eine SiO2-Schicht;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten metallischen Schichten auf Al beruht,
liegt die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 5 nm bis 20 nm, insbesondere
bevorzugt in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm; die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten metallischen Schichten auf Ag beruht,
liegt die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 15 nm bis 25 nm;
die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden.
[0019] Die oben genannten mehrschichtigen Schichtaufbauten ermöglichen nicht nur die Erzeugung
einer semitransparenten Funktionsschicht, die bei Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, sondern
es können je nach Wahl der Schichtdicke insbesondere der dielektrischen Schicht weitere
Farbwechsel erzeugt werden, z.B.
- im Auflicht Magenta, im Durchlicht Blau-Grün;
- im Auflicht Türkis, im Durchlicht Orange-Gelb;
- im Auflicht Gold, im Durchlicht Blau-Violett;
- im Auflicht Silber, im Durchlicht Violett.
[0020] Die semitransparenten Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
können des Weiteren mittels einer Effektpigment-Zusammensetzung erhalten werden. Druckschichten
auf Basis einer Effektpigment-Zusammensetzung, die bei der Betrachtung im Auflicht
eine andere Farbe wie bei der Betrachtung im Durchlicht zeigen, insbesondere einen
Gold/Blau-Farbwechsel, einen Gold/Violett-Farbwechsel, einen Grün-Gold/Magenta-Farbwechsel,
einen Violett/Grün-Farbwechsel oder einen Silber/Opak-Farbwechsel, werden z.B. in
der
WO 2011/064162 A2 beschrieben. Die Pigmente weisen bevorzugt von Ende-zu-Ende eine längste Abmessung
("longest dimension of edge length") in einem Bereich von 15 nm bis 1000 nm auf und
beruhen auf einem Übergangsmetall, das von der Gruppe, bestehend aus Cu, Ag, Au, Zn,
Cd, Ti, Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Ru, Rh, Pd, Os, Ir und Pt gewählt ist. Das Übergangsmetall
ist bevorzugt Ag. Das Aspektverhältnis (d.h. das Verhältnis der längsten Abmessung
von Ende-zu-Ende bezogen auf die Dicke) ist vorzugsweise mindestens 1,5, insbesondere
in einem Bereich von 1,5 bis 300. Das Verhältnis des Bindemittels zu Metallpigment
ist vorzugsweise unterhalb von 10:1, insbesondere unterhalb 5:1. In Abhängigkeit von
der Wahl des Aspektverhältnisses des Pigments, seiner längsten Abmessung von Ende-zu-Ende
und der Einstellung des Pigment/Bindemittel-Verhältnisses lässt sich die Farbe bei
Betrachtung der Druckschicht in Transmission und die Farbe bei Betrachtung in Reflexion
einstellen (z.B. Blau in Transmission und Silber, Gold, Bronze, Kupfer oder Violett
in Reflexion; darüber hinaus auch Violett, Magenta, Pink, Grün oder Braun in Transmission
und verschiedenen Farben in Reflexion, die von der Wahl des Pigment/Bindemittel-Verhältnisses
abhängen). Farben mit Gold/Blau-Farbwechsel zwischen Reflexion und Transmission (anders
gesagt, zwischen Auflicht- und Durchlicht-Betrachtung) sind z.B. in den Beispielen
1, 2 und 3 in der Tabelle 1 der
WO 2011/064162 A2 genannt. Des Weiteren zeigt Beispiel 4 eine Farbe mit Gold/Violett-Farbwechsel, Beispiel
5 eine Farbe mit Grün-Gold/ Magenta-Farbwechsel, Beispiel 7 eine Farbe mit Violett/Grün-Farbwechsel
und Beispiel 8 eine Farbe mit Silber/Opak-Farbwechsel.
[0021] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann insbesondere als eine sogenannte Laminatfolie
ausgestaltet sein, bei der der Träger bzw. das Trägersubstrat mit der Prägelackschicht
fest verankert ist. Die Laminatfolie, die insbesondere in Form eines Patch, eines
Streifens oder eines Fadens vorliegt, kann dann zusammen mit dem Träger auf ein Wertdokumentsubstrat
aufgebracht werden. Insbesondere kann auf diese Weise ein Fenster oder eine Aussparung
im Wertdokumentsubstrat verschlossen werden.
[0022] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann des Weiteren als eine sogenannte Transferfolie
ausgestaltet sein, bei der der Träger bzw. das Trägersubstrat mit der Prägelackschicht
nicht fest verankert, sondern von der Prägelackschicht ablösbar ist. Die Transferfolie,
die insbesondere in Form eines Patch, eines Streifens oder eines Fadens vorliegt,
kann auf ein Wertdokumentsubstrat aufgebracht werden, ohne dass das Trägersubstrat
der Transferfolie auf dem Wertdokumentsubstrat zurückbleibt. Ein solches Vorgehen
ist insbesondere im Falle, dass das mit dem Sicherheitselement auszustattende Wertdokumentsubstrat
ein Polymersubstrat ist, geeignet. Auf diese Weise ist die Schichtdicke im erhaltenen
Erzeugnis nicht allzu hoch.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Variante weist das erfindungsgemäße Sicherheitselement,
insbesondere im Falle des Vorliegens als eine Laminatfolie, in der Reihenfolge die
folgenden Schichten auf:
- eine optionale Farbannahmeschicht bzw. Druckannahmeschicht;
- ein Trägersubstrat, z.B. Polyethylenterephthalat(PET)-Folie;
- eine Prägelackschicht, die insbesondere eine diffraktive Struktur bildende Reliefstruktur
und/oder eine Mikrospiegelanordnung bildende Reliefstruktur aufweist;
- die Schicht bzw. die Schichten, die die opaken, metallischen Bereiche einerseits und
die semitransparenten Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
bilden; dazwischen sind die transparenten Bereiche angeordnet;
- optional eine Primerschicht;
- eine Klebschicht, z.B. eine Heißsiegelbeschichtung, die für das Verkleben des Sicherheitselements
mit dem Datenträgersubstrat geeignet ist.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Variante weist das erfindungsgemäße Sicherheitselement,
insbesondere im Falle des Vorliegens als eine Laminatfolie, in der Reihenfolge die
folgenden Schichten auf:
- eine Klebschicht, z.B. eine Heißsiegelbeschichtung, die für das Verkleben des Sicherheitselements
mit dem Datenträgersubstrat geeignet ist;
- eine optionale Primerschicht;
- ein Trägersubstrat, z.B. Polyethylenterephthalat(PET)-Folie;
- eine Prägelackschicht, die insbesondere eine diffraktive Struktur bildende Reliefstruktur
und/oder eine Mikrospiegelanordnung bildende Reliefstruktur aufweist;
- die in die Prägelackschicht eingeprägte Reliefstruktur weist die transparenten Bereiche
und die semitransparenten Bereiche in zwei separaten Teilbereichen auf und ein Teil
der semitransparenten Bereiche ist zusätzlich mit einer mittels Aufdampfen erhältlichen
Metallisierung versehen oder ist mit plättchenförmigen Metallpigmenten bedruckt, um
auf diese Weise die metallischen, opaken Bereiche zu bilden;
- eine optionale Schutzschicht;
- eine optionale Farbannahmeschicht bzw. Druckannahmeschicht.
[0025] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement gemäß der obigen, weiteren vorteilhaften
Variante kann insbesondere so ausgestaltet sein, dass die semitransparenten Bereiche
auf einem mehrschichtigen Aufbau basieren, der bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, wobei
ein Teil der semitransparenten Bereiche zusätzlich mit einer z.B. mittels Aufdampfen
erhältlichen Metallisierung versehen oder ist mit plättchenförmigen Metallpigmenten
bedruckt, um auf diese Weise silberne, metallische, opake Bereiche zu bilden.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Variante weist das erfindungsgemäße Sicherheitselement,
insbesondere im Falle des Vorliegens als eine Transferfolie, in der Reihenfolge die
folgenden Schichten auf:
- eine optionale Farbannahmeschicht bzw. Druckannahmeschicht;
- ein Trägersubstrat, z.B. Polyethylenterephthalat(PET)-Folie;
- eine Prägelackschicht, die insbesondere eine diffraktive Struktur bildende Reliefstruktur
und/oder eine Mikrospiegelanordnung bildende Reliefstruktur aufweist;
- die Schicht bzw. die Schichten, die die opaken, metallischen Bereiche einerseits und
die semitransparenten Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
bilden; dazwischen sind die transparenten Bereiche angeordnet;
- eine optionale Primerschicht;
- eine Klebschicht, z.B. eine Heißsiegelbeschichtung, die für das Verkleben des Sicherheitselements
mit dem Datenträgersubstrat geeignet ist.
[0027] Bei der obigen Variante weist die Prägelackschicht im Falle des Vorliegens einer
Transferfolie nur eine schwache Haftung am Trägersubstrat auf, was z.B. durch eine
schlechte Haftung des Prägelacks am Trägersubstrat oder durch die Einbringung einer
speziellen Trennschicht erreicht werden kann.
[0028] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen
Sicherheitselements zur Absicherung von Wertdokumenten mit einem Träger, einem auf
dem Träger über eine Prägelackschicht angeordneten Schichtaufbau und einer für das
Verkleben des Sicherheitselements mit einem Wertgegenstand geeigneten Klebschicht,
wobei der Schichtaufbau opake, metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die
einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche aufweist,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden metallischen, opaken Bereiche;
- den Schritt des Aufbringens einer Metallisierung, z.B. eine reflektierende Al-, Cr-,
Cu- oder Au-Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen, wobei eine Al-Schicht bevorzugt
wird;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen Metallisierung mittels eines Lösungsmittels, sodass metallische,
opake Bereiche auf der Prägelackschicht zurückbleiben;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden semitransparenten Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass außer den metallischen, opaken
Bereichen auch semitransparente Bereiche auf der Prägelackschicht zurückbleiben und
zwischen den metallischen, opaken Bereichen und den semitransparenten Bereichen transparente
Bereiche gebildet sind;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- optional den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht, z.B. eine Heißsiegellackschicht.
[0029] Ein weiteres Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen Sicherheitselements zur
Absicherung von Wertdokumenten mit einem Träger, einem auf dem Träger über eine Prägelackschicht
angeordneten Schichtaufbau und einer für das Verkleben des Sicherheitselements mit
einem Wertgegenstand geeigneten Klebschicht, wobei der Schichtaufbau opake, metallische
Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
und transparente Bereiche aufweist, umfasst die folgenden Schritte:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht;
- den Schritt des drucktechnischen Erzeugens metallischer, opaker Bereiche auf der Prägelackschicht
mittels einer auf plättchenförmigen Metallpigmenten beruhenden Druckfarbe;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden semitransparenten Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass außer den metallischen, opaken
Bereichen auch semitransparente Bereiche auf der Prägelackschicht zurückbleiben und
zwischen den metallischen, opaken Bereichen und den semitransparenten Bereichen transparente
Bereiche gebildet sind;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- optional den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht, z.B. eine Heißsiegellackschicht.
[0030] Ein weiteres Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen Sicherheitselements zur
Absicherung von Wertdokumenten mit einem Träger, einem auf dem Träger über eine Prägelackschicht
angeordneten Schichtaufbau und einer für das Verkleben des Sicherheitselements mit
einem Wertgegenstand geeigneten Klebschicht, wobei der Schichtaufbau opake, metallische
Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
und transparente Bereiche aufweist, umfasst die folgenden Schritte:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
zu erzeugender semitransparenter Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass semitransparente Bereiche
auf der Prägelackschicht zurückbleiben;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
zu erzeugenden metallischen, opaken Bereiche;
- den Schritt des Aufbringens einer Metallisierung, z.B. eine reflektierende Al-, Cr-,
Cu- oder Au-Schicht, mittels Aufdampfen, wobei eine Al-Schicht bevorzugt wird, wobei
der Schritt so erfolgt, dass ein Teil der semitransparenten Bereiche zusätzlich mit
einer mittels Aufdampfen erhältlichen Metallisierung versehen ist, um auf diese Weise
die metallischen, opaken Bereiche zu bilden;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen Metallisierung;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- optional den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht, z.B. eine Heißsiegellackschicht.
[0031] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann zusätzlich mit magnetischen und/oder
fluoreszierenden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet werden.
[0032] Die Erfindung betrifft weiter einen Datenträger mit einem Sicherheitselement der
oben beschriebenen Art. Bei dem Datenträger kann es sich um ein Wertdokument, wie
eine Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine Folienverbundbanknote,
um eine Aktie, eine Anleihe, eine Urkunde, einen Gutschein, einen Scheck, eine hochwertige
Eintrittskarte, aber auch um eine Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte, eine Bankkarte,
eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte, einen Personalausweis oder eine Passpersonalisierungsseite
handeln.
[0033] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0034] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement;
- Figur 2
- ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in
Draufsicht;
- Figur 3
- einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
in Querschnittansicht;
- Figur 4
- einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
in Querschnittansicht;
- Figur 5
- einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
in Querschnittansicht;
- Figur 6
- ein nicht erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem vierten Beispiel (Vergleichsbeispiel)
in Draufsicht;
- Figur 7
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
in Form eines Sicherheitsfadens;
- Figur 8
- ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel in
Draufsicht;
- Figur 9
- einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
in Querschnittansicht;
- Figur 10
- ein nicht erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem sechsten Beispiel (Vergleichsbeispiel)
in Draufsicht;
- Figur 11
- ein nicht erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem siebten Beispiel (Vergleichsbeispiel)
bei der Betrachtung im Auflicht; und
- Figur 12
- das nicht erfindungsgemäße Sicherheitselement gemäß dem siebten Beispiel (Vergleichsbeispiel)
bei der Betrachtung im Auflicht.
[0035] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Sicherheitselementen für Banknoten erläutert.
Figur 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 1 mit einem transparenten
Fensterbereich 3 (gestrichelt dargestellt), der mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
2 in Form eines Patch versehen ist. Die Banknote 1 basiert auf einem Papiersubstrat,
das im Bereich 3 eine durchgehende Aussparung aufweist. Die durchgehende Aussparung
ist auf zumindest einer Seite des Papiersubstrats vom erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
das als eine Laminatfolie vorliegt, abgedeckt. Auf der dem Sicherheitselement gegenüberliegenden
Seite des Papiersubstrats kann das Papiersubstrat gegebenenfalls mit einer zusätzlichen
transparenten Folie versehen sein. Die zusätzliche transparente Folie kann z.B. zumindest
den Bereich der durchgehenden Aussparung abdecken. Die in der Figur 1 gezeigte Banknote
weist im unteren, linken Bereich die drucktechnisch erzeugte Denomination "20" auf.
[0036] Die Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement 2 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
in Draufsicht. Das Sicherheitselement 2 ist im schraffiert dargestellten Bereich semitransparent,
der Betrachter nimmt diesen Bereich bei der Betrachtung im Auflicht in Form einer
goldfarbenen Metallisierung wahr, bei der Betrachtung im Durchlicht nimmt der Betrachter
diesen Bereich in einem blauen Farbton wahr. Im schwarzen Bereich (siehe die Ziffer
"2") ist das Sicherheitselement 2 opak, metallisch, sowohl bei der Betrachtung im
Auflicht als auch bei der Betrachtung im Durchlicht. Im weißen Bereich (siehe die
Ziffer "0") ist das Sicherheitselement 2 transparent.
[0037] Die Figur 3 zeigt einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Sicherheitselements 2 gemäß
dem ersten Ausführungsbeispiel in Querschnittansicht. Der Träger 4 in Form einer transparenten
Kunststofffolie, z.B. eine PET-Folie, weist einen Prägelack 5 auf. Die Reliefstruktur
(d.h. die Oberfläche) des Prägelacks 5 enthält z.B. eine Mikrostruktur. Oberhalb des
Prägelacks 5 sind auf der linken und auf der rechten Seite semitransparente Dünnschichtelemente
vorhanden, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung
im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, im vorliegenden Fall
sind dies Dünnschichtelemente, die jeweils zwei semitransparente Spiegelschichten
(mit den Bezugsnummern 6 und 8) und eine zwischen den beiden Spiegelschichten angeordnete
dielektrische Abstandsschicht 7 aufweisen. Ein solches Dünnschichtelement, das im
Auflicht goldfarben und im Durchlicht blau erscheint, ist in der
WO 2011/082761 A1 beschrieben. Beispielhafte Schichtanordnungen sind, wie weiter vorne in der Beschreibung
erwähnt:
5 bis 15 nm Al / 85 bis 250 nm SiO2 / 5 bis 15 nm Al, insbesondere
5 bis 15 nm Al / 85 bis 125 nm SiO2 / 5 bis 15 nm Al; oder
15 bis 25 nm Ag / 80 bis 105 nm SiO2 / 15 bis 25 nm Ag;
[0038] Die semitransparenten Bereiche sind in der Figur 3 mit dem Buchstaben "A" versehen
und bilden den in der Figur 2 schraffiert dargestellten, die Zahl "20" umgebenden
Hintergrund.
[0039] Der mittlere Bereich der Prägelacks 6 ist mit einer opaken, reflektierenden Al-Schicht
versehen. Der opake, metallische Bereich ist in der Figur 3 mit dem Buchstaben "C"
versehen und bildet die in der Figur 2 gezeigte Ziffer "2".
[0040] Die transparenten Bereiche werden in der Figur 3 mit dem Buchstaben "B" bezeichnet
und bilden die in der Figur 2 gezeigte Ziffer "0".
[0041] Das in der Figur 3 dargestellte Sicherheitselement in der Gestalt einer Laminatfolie
wird mittels einer Klebschicht 11, insbesondere eine Heißsiegellackschicht, auf das
Papiersubstrat der Banknote 1 aufgebracht, sodass die Aussparung 3 der Banknote vom
Sicherheitselement einseitig verschlossen wird und der Betrachter im Fenster-Bereich
der Banknote die optischen Auflicht- und Durchlicht-Effekte besonders gut wahrnehmen
kann. Die Klebschicht 11 kann gegebenenfalls über eine optionale Primerschicht 10
angeordnet werden.
[0042] Ja nach Ausgestaltung der Mikrostruktur der Prägelackschicht 5 zeigt das Sicherheitselement
in den Bereichen "A" und/oder "B" z.B. interessante dreidimensionale Wölbeffekte.
Die Figur 5 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß
einem dritten Ausführungsbeispiel, das an das erste Ausführungsbeispiel gemäß der
Figur 3 angelehnt ist, in Querschnittansicht. In der Figur 5 ist die Mikro- oder Nanostruktur
der Prägelackschicht 5 und die sich an das Relief der Prägelackschicht 5 anpassenden
semitransparenten Dünnschichtelemente (mit den Schichten 6, 7 und 8) einerseits sowie
die opake, metallische Al-Schicht 9 andererseits zeichnerisch hervorgehoben.
[0043] Die Figur 4 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel in Querschnittansicht. Das in der Figur 4 gezeigte
Sicherheitselement liegt ebenfalls wie die in den Figuren 3 und 5 gezeigten Sicherheitselemente
in der Form einer Laminatfolie vor und eignet sich für das Abdecken der Aussparung
3 der in der Figur 1 gezeigten Banknote 1. Das in der Figur 4 gezeigte Sicherheitselement
enthält einen Träger 4 in Form einer transparenten Kunststofffolie, z.B. eine PET-Folie.
Oberhalb des Trägers 4 liegt ein Prägelack 5 vor, der mit einer Reliefstruktur in
Form einer Mikro- oder Nanostruktur versehen ist. Oberhalb des Prägelacks 5 sind auf
der linken Seite, auf der rechten Seite und im zentralen Bereich semitransparente
Dünnschichtelemente vorhanden, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
im vorliegenden Fall sind dies Dünnschichtelemente, die jeweils zwei semitransparente
Spiegelschichten (mit den Bezugsnummern 6 und 8) und eine zwischen den beiden Spiegelschichten
angeordnete dielektrische Abstandsschicht 7 aufweisen. Ein solches Dünnschichtelement
erscheint z.B. im Auflicht goldfarben und im Durchlicht blau. Bestimmte Bereiche der
linken und rechten semitransparenten Dünnschichtelemente weisen zusätzlich eine reflektierende
Al-Schicht 12 auf und bilden auf diese Weise opake, metallische Bereiche. Die semitransparenten
Dünnschichtelemente (die jeweils die Schichten 6, 7 und 8 enthalten) und die opake,
metallische Schicht 12 werden vom Schutzlack 10 abgedeckt. Oberhalb des Schutzlacks
10 kann gegebenenfalls eine Farbannahmeschicht bzw. Druckannahmeschicht (in der Figur
nicht gezeigt) angeordnet werden, sodass das Sicherheitselement zusätzlich mit Farbe
bedruckt werden kann.
[0044] Das in der Figur 4 dargestellte Sicherheitselement in der Gestalt einer Laminatfolie
wird mittels einer Klebschicht 11, insbesondere eine Heißsiegellackschicht, auf das
Papiersubstrat der Banknote 1 aufgebracht, sodass die Aussparung 3 der Banknote vom
Sicherheitselement einseitig verschlossen wird und der Betrachter im Fenster-Bereich
der Banknote die optischen Auflicht- und Durchlicht-Effekte besonders gut wahrnehmen
kann.
[0045] Das in der Figur 4 gezeigte Sicherheitselement erscheint für den Betrachter bei der
Betrachter in den Bereichen "C" metallisch und opak (z.B. silbern), in den semitransparenten
Bereichen "A" bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben und bei der Betrachtung im
Durchlicht in blauem Farbton. Die Bereiche "B" stellen die transparenten Bereiche
dar.
[0046] Die Figur 6 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem vierten
Beispiel (Vergleichsbeispiel) in Draufsicht. Das vierte Beispiel ist an das in Verbindung
mit den Figuren 1 bis 4 beschriebene Ausführungsbeispiel angelehnt. Anders als das
in der Figur 2 dargestellte Sicherheitselement nimmt der Betrachter im Falle der Figur
6 die Ziffer "2" bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben und bei der Betrachtung
im Durchlicht in blauen Farbton wahr, d.h. die Ziffer "2" ist in der Gestalt eines
semitransparenten Bereichs gebildet, z.B. mittels eines semitransparenten Al/SiO
2/Al-Dünnschichtelements. Die Ziffer "0" ist in der Gestalt eines transparenten Bereichs
gebildet. Der die Ziffern "2" und "0" umgebende Hintergrund liegt in der Gestalt einer
opaken, metallischen Fläche vor, im Beispiel in Form einer reflektierenden Al-Schicht.
[0047] Die Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Banknote 13 mit einem erfindungsgemäßen
Sicherheitselement 14 in Form eines Sicherheitsfadens oder Sicherheitsstreifens. Die
Banknote 13 ist eine Kunststoffbanknote und basiert auf einem Polymersubstrat. Das
Sicherheitselement 14 wurde vor dem Aufbringen auf das Polymersubstrat der Banknote
13 in Form einer Transferfolie (d.h. mit einem ablösbaren Trägersubstrat) gebildet.
[0048] Die Figur 8 zeigt den Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements 14 gemäß
einem fünften Ausführungsbeispiel in Draufsicht. Das Sicherheitselement 14 ist im
schraffiert dargestellten Bereich semitransparent, der Betrachter nimmt diesen Bereich
bei der Betrachtung im Auflicht in Form einer goldfarbenen Metallisierung wahr, bei
der Betrachtung im Durchlicht nimmt der Betrachter diesen Bereich in einem blauen
Farbton wahr. Im schwarzen Bereich (siehe die linken und rechten schwarzen Zahlen
"20") ist das Sicherheitselement 14 opak, metallisch, sowohl bei der Betrachtung im
Auflicht als auch bei der Betrachtung im Durchlicht. Im weißen Bereich (siehe die
mittlere weiße Zahl "20") ist das Sicherheitselement 2 transparent.
[0049] Die Figur 9 zeigt einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Sicherheitselements 14 gemäß
dem fünften Ausführungsbeispiel in Querschnittansicht. Der Träger 4 in Form einer
transparenten Kunststofffolie, z.B. eine PET-Folie, weist einen Prägelack 5 auf. Die
Reliefstruktur (d.h. die Oberfläche) des Prägelacks 5 enthält z.B. eine Mikrostruktur.
Oberhalb des Prägelacks 5 sind auf der linken und auf der rechten Seite semitransparente
Dünnschichtelemente vorhanden, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
im vorliegenden Fall sind dies Dünnschichtelemente, die jeweils zwei semitransparente
Spiegelschichten (mit den Bezugsnummern 6 und 8) und eine zwischen den beiden Spiegelschichten
angeordnete dielektrische Abstandsschicht 7 aufweisen. Ein solches Dünnschichtelement,
das im Auflicht goldfarben und im Durchlicht blau erscheint, ist in der
WO 2011/082761 A1 beschrieben. Beispielhafte Schichtanordnungen sind, wie weiter vorne in der Beschreibung
erwähnt:
5 bis 15 nm Al / 85 bis 250 nm SiO2 / 5 bis 15 nm Al, insbesondere
5 bis 15 nm Al / 85 bis 125 nm SiO2 / 5 bis 15 nm Al; oder
15 bis 25 nm Ag / 80 bis 105 nm SiO2 / 15 bis 25 nm Ag;
[0050] Die semitransparenten Bereiche sind in der Figur 9 mit dem Buchstaben "A" versehen
und bilden den in der Figur 8 schraffiert dargestellten, die Zahlen "20" umgebenden
Hintergrund.
[0051] Der mittlere Bereich der Prägelacks 6 ist mit einer opaken, reflektierenden Al-Schicht
versehen. Der opake, metallische Bereich ist in der Figur 9 mit dem Buchstaben "C"
versehen und bildet die in der Figur 8 links und rechts gezeigten schwarzen Zahlen
"20".
[0052] Die transparenten Bereiche werden in der Figur 9 mit dem Buchstaben "B" bezeichnet
und bilden die in der Figur 8 gezeigte, mittlere, weiße Zahl "20".
[0053] Das in der Figur 9 dargestellte Sicherheitselement in der Gestalt einer Transferfolie
wird mittels einer Klebschicht 11, insbesondere eine Heißsiegellackschicht, auf das
Polymersubstrat der Banknote 13 aufgebracht. Nach dem Aufbringen auf das Polymersubstrat
erfolgt das Ablösen des temporären Trägers 4 von dem auf die Banknote aufgebrachten
Sicherheitselement. Auf diese Weise wird die Schichtdicke der Banknote 14 im Bereich
des Sicherheitselements 14 nicht allzu hoch.
[0054] Die Figur 10 zeigt ein nicht erfindungsgemäßes Sicherheitselement gemäß einem sechsten
Beispiel (Vergleichsbeispiel) in Draufsicht. Das sechste Beispiel ist an das in Verbindung
mit den Figuren 7 bis 9 beschriebene Ausführungsbeispiel angelehnt. Anders als das
in der Figur 8 dargestellte Sicherheitselement nimmt der Betrachter im Falle der Figur
10 die links und rechts gezeigten, schraffiert dargestellten Zahlen "20" bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben und bei der Betrachtung im Durchlicht in blauen Farbton wahr,
d.h. die schraffierten Zahlen "20" sind jeweils in der Gestalt eines semitransparenten
Bereichs gebildet, z.B. mittels eines semitransparenten Al/SiO
2/Al-Dünnschichtelements. Die mittlere, weiße Zahl "20" ist in der Gestalt eines transparenten
Bereichs gebildet. Der die Zahlen "20" umgebende Hintergrund liegt in der Gestalt
einer opaken, metallischen Fläche vor, im Beispiel in Form einer reflektierenden Al-Schicht.
[0055] Im Falle der in den Figuren 8 und 10 gezeigten Sicherheitsfäden kann der Betrachter
sämtliche Zahlen "20" sowohl bei der Betrachtung im Auflicht als auch bei der Betrachtung
im Durchlicht erkennen. Die Figuren 11 und 12 beschreiben ein siebtes Beispiel (Vergleichsbeispiel),
das an das in Verbindung mit den Figuren 7 bis 9 beschriebene Ausführungsbeispiel
angelehnt ist, bei dem der Betrachter die links und rechts dargestellten Zahlen "20"
aber nicht bei der Betrachtung im Auflicht (siehe die Figur 11), sondern erst bei
der Betrachtung im Durchlicht (siehe die Figur 12) erkennen kann.
[0056] Im Falle des siebten Beispiels (Vergleichsbeispiel) wird ebenfalls der in der Figur
9 dargestellte Schichtaufbau verwendet, wobei der mittlere Bereich des Prägelacks
5 nicht mit einer opaken, reflektierenden, silbernen Al-Schicht, sondern mit einer
opaken, reflektierenden, goldfarbenen Schicht (z.B. eine Au-Schicht oder eine Cu-Schicht)
versehen ist. Dieser opake, metallische, goldfarbene Bereich bildet in den Figuren
11 und 12 den schwarzen Hintergrund. Die links und rechts dargestellten Zahlen "20"
basieren jeweils auf einer semitransparenten Dünnschicht, die bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben ist und bei der Betrachtung im Durchlicht bläulich ist. Daher
kann der Betrachter die beiden links und rechts dargestellten Zahlen "20" bei der
Betrachtung im Auflicht (siehe die Figur 11) nicht wahrnehmen, sondern erst bei der
Betrachtung im Durchlicht (siehe die Figur 12).
[0057] Die in den Figuren 11 und 12 gezeigte mittlere Zahl "20" ist in der Gestalt eines
transparenten Bereichs (siehe der Bereich "B" in der Figur 9) gebildet.
[0058] In einer alternativen Variante zu dem oben beschriebenen siebten Beispiel (Vergleichsbeispiel)
kann für die opake, metallische, reflektierende Schicht (siehe die Bezugsnummer 9
in der Figur 9) eine silberne Al-Schicht verwendet werden und für die semitransparente
Dünnschicht (siehe die Schichten 6, 7 und 8 in der Figur 9) ein Al/SiO
2/Al-Schichtaufbau oder ein Al/SiO
2/Al-Schichtaufbau, der bei der Betrachtung im Auflicht silbern ist und bei der Betrachtung
im Durchlicht violett.
[0059] Die in der Figur 5 gezeigte Reliefstruktur der Prägelackschicht 5 liegt auch in allen
weiteren Ausführungsbeispielen vor, in den Figuren 3, 4 und 9 wurde der Einfachheit
halber zeichnerisch auf das Relief verzichtet.
1. Sicherheitselement (2,14) zur Absicherung von Wertdokumenten (1, 13) mit einem Träger
(4), einem auf dem Träger (4) über eine Prägelackschicht (5) angeordneten Schichtaufbau
und einer für das Verkleben des Sicherheitselements (2, 14) mit einem Wertgegenstand
(1, 13) geeigneten Klebschicht (11), wobei der Schichtaufbau opake, metallische Bereiche,
semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und
bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln,
und transparente Bereiche aufweist, wobei sowohl die transparenten Bereiche als auch
die opaken, metallischen Bereiche jeweils in Form von Mustern, Zeichen oder einer
Codierung gebildet sind und die semitransparenten Bereiche einen Hintergrund darstellen,
wobei die Prägelackschicht (5) mit einer eingeprägten Reliefstruktur versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Prägelackschicht (5) mit einer eingeprägten Reliefstruktur in den jeweils in
Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung gebildeten Bereichen die gleiche Reliefstruktur
aufweist und in den einen Hintergrund darstellenden Bereichen eine weitere Reliefstruktur
aufweist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, wobei die opaken, metallischen Bereiche auf einer
mittels Aufdampfen erhältlichen Metallisierung basieren oder drucktechnisch erhältlich
sind und auf plättchenförmigen Metallpigmenten basieren.
3. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die semitransparenten
Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung
im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, auf einem zwei semitransparente
Spiegelschichten und eine zwischen den beiden Spiegelschichten angeordnete dielektrische
Abstandsschicht aufweisenden Dünnschichtelement basieren.
4. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die semitransparenten
Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung
im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, drucktechnisch mittels
einer Effektpigment-Zusammensetzung erhältlich sind.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Reliefstruktur eine
diffraktive Struktur, wie etwa ein Hologramm, ein holographisches Gitterbild oder
eine hologrammähnliche Beugungsstruktur, oder eine achromatische Struktur, wie etwa
eine Mattstruktur, oder eine Mikrospiegelanordnung oder ein Blazegitter mit einem
sägezahnartigen Furchenprofil oder eine Fresnellinsen-Anordnung oder eine Kombination
zweier oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente bildet.
6. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Prägelackschicht mit
einer eingeprägten Reliefstruktur in den jeweils in Form von Mustern, Zeichen oder
einer Codierung gebildeten Bereichen die gleiche Reliefstruktur aufweist und in den
einen Hintergrund darstellenden Bereichen eine weitere Reliefstruktur aufweist, nämlichso,
dass die eine Reliefstruktur eine diffraktive Struktur bildet und die zweite Reliefstruktur
eine Mikrospiegelanordnung bildet.
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die jeweils in Form von
Mustern, Zeichen oder einer Codierung gebildeten Bereichen zumindest teilweise registergenau
zueinander angeordnet sind.
8. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei (i) der Farbeindruck der
semitransparenten Bereiche bei der Betrachtung im Auflicht mit dem Farbeindruck der
opaken, metallischen Bereiche identisch ist und der Farbeindruck der semitransparenten
Bereiche bei der Betrachtung im Durchlicht vom Farbeindruck der opaken, metallischen
Bereiche verschieden ist, oder (ii) sowohl der Farbeindruck der semitransparenten
Bereiche bei der Betrachtung im Auflicht, als auch der Farbeindruck der semitransparenten
Bereiche bei der Betrachtung im Durchlicht vom Farbeindruck der opaken, metallischen
Bereiche verschieden ist.
9. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die in die Prägelackschicht
eingeprägte Reliefstruktur die transparenten Bereiche, die metallischen, opaken Bereiche
und die semitransparenten Bereiche in drei separaten Teilbereichen aufweist.
10. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die in die Prägelackschicht
eingeprägte Reliefstruktur die transparenten Bereiche und die semitransparenten Bereiche
in zwei separaten Teilbereichen aufweist und ein Teil der semitransparenten Bereiche
zusätzlich mit einer mittels Aufdampfen erhältlichen Metallisierung versehen ist oder
mit plättchenförmigen Metallpigmenten bedruckt ist, um auf diese Weise die metallischen,
opaken Bereiche zu bilden.
11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Schichtenfolge des
Sicherheitselement die folgende ist:
a) Träger;
b) Prägelackschicht mit eingeprägter Reliefstruktur;
c) Schichtaufbau, der opake, metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die
einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche aufweist;
d) für das Verkleben des Sicherheitselements mit einem Wertgegenstand geeignete Klebschicht.
12. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Schichtenfolge des
Sicherheitselement die folgende ist:
a) für das Verkleben des Sicherheitselements mit einem Wertgegenstand geeignete Klebschicht;
b) Träger;
c) Prägelackschicht mit eingeprägter Reliefstruktur;
d) Schichtaufbau, der opake, metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die
einem Betrachter bei der Betrachtung im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln, und transparente Bereiche aufweist;
e) Schutzschicht, insbesondere auf einem Schutzlack basierende Schutzschicht.
13. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Sicherheitselement
ein Sicherheitsband, ein Sicherheitsstreifen, ein Patch oder ein Etikett zum Aufbringen
auf ein Sicherheitspapier, Wertdokument oder dergleichen ist.
14. Datenträger (1, 13) mit einem Sicherheitselement (2, 14) nach einem der Ansprüche
1 bis 13.
15. Datenträger nach Anspruch 14, wobei das Sicherheitselement in einem transparenten
Fensterbereich des Datenträgers angeordnet ist.
16. Datenträger nach Anspruch 14 oder 15, wobei der Datenträger ein Wertdokument, wie
etwa eine Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, Polymerbanknote oder Folienverbundbanknote,
oder Ausweiskarte ist.
17. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements (2, 14) zur Absicherung von Wertdokumenten
(1, 13), nämlich ein Sicherheitselement (2, 14) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
mit einem Träger (4), einem auf dem Träger (4) über eine Prägelackschicht (5) angeordneten
Schichtaufbau und einer für das Verkleben des Sicherheitselements (2, 14) mit einem
Wertgegenstand (1, 13) geeigneten Klebschicht (11), wobei der Schichtaufbau opake,
metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung
im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck
vermitteln, und transparente Bereiche aufweist, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte umfasst:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats (4) mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht (5);
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden metallischen, opaken Bereiche;
- den Schritt des Aufbringens einer Metallisierung, z.B. eine reflektierende Al-,
Cr-, Cu- oder Au-Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen, wobei eine Al-Schicht bevorzugt
wird;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen Metallisierung mittels eines Lösungsmittels, sodass metallische,
opake Bereiche auf der Prägelackschicht zurückbleiben;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden semitransparenten Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass außer den metallischen, opaken
Bereichen auch semitransparente Bereiche auf der Prägelackschicht (5) zurückbleiben
und zwischen den metallischen, opaken Bereichen und den semitransparenten Bereichen
transparente Bereiche gebildet sind;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht (11), z.B. eine Heißsiegellackschicht.
18. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements (2, 14) zur Absicherung von Wertdokumenten
(1, 13), nämlich ein Sicherheitselement (2, 14) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
mit einem Träger (4), einem auf dem Träger (4) über eine Prägelackschicht (5) angeordneten
Schichtaufbau und einer für das Verkleben des Sicherheitselements (2, 14) mit einem
Wertgegenstand (1, 13) geeigneten Klebschicht (11), wobei der Schichtaufbau opake,
metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung
im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck
vermitteln, und transparente Bereiche aufweist, umfassend die folgenden Schritte:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats (4) mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht (5);
- den Schritt des drucktechnischen Erzeugens metallischer, opaker Bereiche auf der
Prägelackschicht (5) mittels einer auf plättchenförmigen Metallpigmenten beruhenden
Druckfarbe;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
der zu erzeugenden semitransparenten Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass außer den metallischen, opaken
Bereichen auch semitransparente Bereiche auf der Prägelackschicht (5) zurückbleiben
und zwischen den metallischen, opaken Bereichen und den semitransparenten Bereichen
transparente Bereiche gebildet sind;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht (11), z.B. eine Heißsiegellackschicht.
19. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements (2, 14) zur Absicherung von Wertdokumenten
(1, 13), nämlich ein Sicherheitselement (2, 14) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
mit einem Träger (4), einem auf dem Träger (4) über eine Prägelackschicht (5) angeordneten
Schichtaufbau und einer für das Verkleben des Sicherheitselements (2, 14) mit einem
Wertgegenstand (1, 13) geeigneten Klebschicht (11), wobei der Schichtaufbau opake,
metallische Bereiche, semitransparente Bereiche, die einem Betrachter bei der Betrachtung
im Auflicht und bei der Betrachtung im Durchlicht einen unterschiedlichen Farbeindruck
vermitteln, und transparente Bereiche aufweist, umfasst die folgenden Schritte:
- den Schritt des Bereitstellens eines Trägersubstrats (4) mit einer darauf aufgebrachten
Prägelackschicht (5);
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
zu erzeugender semitransparenter Bereiche;
- den Schritt des Erzeugens eines mehrschichtigen Aufbaus mit zwei semitransparenten
metallischen Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten metallischen
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, insbesondere mittels Aufdampfen;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen mehrschichtigen Aufbaus, sodass semitransparente Bereiche
auf der Prägelackschicht (5) zurückbleiben;
- den Schritt des Aufdruckens einer löslichen Waschfarbe in den Bereichen außerhalb
zu erzeugenden metallischen, opaken Bereiche;
- den Schritt des Aufbringens einer Metallisierung, z.B. eine reflektierende Al-,
Cr-, Cu- oder Au-Schicht, mittels Aufdampfen, wobei eine Al-Schicht bevorzugt wird,
wobei der Schritt so erfolgt, dass ein Teil der semitransparenten Bereiche zusätzlich
mit einer mittels Aufdampfen erhältlichen Metallisierung versehen ist, um auf diese
Weise die metallischen, opaken Bereiche zu bilden;
- den Schritt des Abwaschens der löslichen Waschfarbe zusammen mit der oberhalb der
Waschfarbe befindlichen Metallisierung;
- optional den Schritt des Aufbringens einer optionalen Primerschicht; und
- den Schritt des Aufbringens einer Klebschicht (11), z.B. eine Heißsiegellackschicht.
1. Security element (2, 14) for securing value documents (1, 13) having a carrier (4),
a layer construction arranged on the carrier (4) via an embossing lacquer layer (5)
and an adhesive layer (11) suitable for bonding the security element (2, 14) to a
value article (1, 13), wherein the layer construction comprises opaque metallic regions,
semitransparent regions, which give an observer a different color impression when
observed in incident light and when observed in transmitted light, and transparent
regions, wherein both the transparent regions and the opaque metallic regions are
each in the form of patterns, signs or a code and the semitransparent regions constitute
a background, wherein the embossing lacquer layer (5) is provided with an embossed
relief structure, characterized in that
the embossing lacquer layer (5) having an embossed relief structure in the regions
each in the form of patterns, signs or a code has the same relief structure and in
the regions constituting a background has a further relief structure.
2. Security element according to Claim 1, wherein the opaque metallic regions are based
on a metallization obtainable by vapor deposition or are obtainable by printing and
are based on metal pigment flakes.
3. Security element according to either of Claims 1 or 2, wherein the semitransparent
regions which give an observer a different color impression when observed in incident
light and when observed in transmitted light are based on a thin film element comprising
two semitransparent mirror layers and a dielectric spacer layer arranged between the
two mirror layers.
4. Security element according to either of Claims 1 or 2, wherein the semitransparent
regions which give an observer a different color impression when observed in incident
light and when observed in transmitted light are obtainable by printing using an effect
pigment composition.
5. Security element according to any of Claims 1 to 4, wherein the relief structure forms
a diffractive structure, such as for instance a hologram, a holographic grating image
or a hologram-like diffraction structure, or an achromatic structure, for instance
a matt structure, or a micromirror arrangement or a blazed grating having a sawtooth
groove profile or a fresnel lens arrangement or a combination of two or more of the
aforementioned elements.
6. Security element according to any of Claims 1 to 5, wherein the embossing lacquer
layer having an embossed relief structure in the regions that are each in the form
of patterns, signs or a code has the same relief structure and in the regions constituting
a background has a further relief structure, namely such that one relief structure
forms a diffractive structure and the second relief structure forms a micromirror
arrangement.
7. Security element according to any of Claims 1 to 6, wherein the regions that are each
in the form of patterns, lines or a code are arranged at least partially in register
with one another.
8. Security element according to any of Claims 1 to 7, wherein (i) the color impression
of the semitransparent regions when observed in incident light is identical to the
color impression of the opaque metallic regions and the color impression of the semitransparent
regions when observed in transmitted light is different from the color impression
of the opaque metallic regions or (ii) both the color impression of the semitransparent
regions when observed in incident light and the color impression of the semitransparent
regions when observed in transmitted light is different from the color impression
of the opaque metallic regions.
9. Security element according to any of Claims 1 to 8, wherein the relief structure embossed
in the embossing lacquer layer comprises the transparent regions, the metallic opaque
regions and the semitransparent regions in three separate subregions.
10. Security element according to any of Claims 1 to 8, wherein the relief structure embossed
in the embossing lacquer layer comprises the transparent regions and the semitransparent
regions in two separate subregions and a portion of the semitransparent region is
additionally provided with a metallization obtainable by vapor disposition or is printed
with metal pigment flakes in order thus to form the metallic opaque regions.
11. Security element according to any of Claims 1 to 10, wherein the layer sequence of
the security element is as follows:
a) carrier;
b) embossing lacquer layer with embossed relief structure;
c) layer construction comprising opaque metallic regions, semitransparent regions,
which give an observer a different color impression when observed in incident light
and when observed in transmitted light, and transparent regions;
d) adhesive layer suitable for bonding the security element to a value article.
12. Security element according to any of Claims 1 to 10, wherein the layer sequence of
the security element is as follows:
a) adhesive layer suitable for bonding the security element to a value article;
b) carrier;
c) embossing lacquer layer with embossed relief structure;
d) layer construction comprising opaque metallic regions, semitransparent regions,
which give an observer a different color impression when observed in incident light
and when observed in transmitted light, and transparent regions;
e) protective layer, in particular a protective layer based on a protective lacquer.
13. Security element according to any of Claims 1 to 12, wherein the security element
is a security band, a security strip, a patch or a label for application to a security
paper, value document or the like.
14. Data carrier (1, 13) having a security element (2, 14) according to any of Claims
1 to 13.
15. Data carrier according to Claim 14, wherein the security element is arranged in a
transparent window region of the data carrier.
16. Data carrier according to Claim 14 or 15, wherein the data carrier is a value document,
for instance a banknote, in particular a paper banknote, polymer banknote or film
laminate banknote, or identity card.
17. Process for producing a security element (2, 14) for securing value documents (1,
13), namely a security element (2, 14) according to any of Claims 1 to 13, having
a carrier (4), a layer construction arranged on the carrier (4) via an embossing lacquer
layer (5) and an adhesive layer (11) suitable for bonding the security element (2,
14) to a value article (1, 13), wherein the layer construction comprises opaque metallic
regions, semitransparent regions which give an observer a different color impression
when observed in incident light and when observed in transmitted light, and transparent
regions, wherein the process comprises the following steps:
- the step of providing a carrier substrate (4) having an embossing lacquer layer
(5) applied thereto,
- the step of printing a soluble washable ink, in the regions outside the metallic
opaque regions to be produced,
- the step of applying a metallization, for example a reflecting Al, Cr, Cu or Au
layer, in particular by vapor deposition, wherein an Al layer is preferred;
- the step of washing off the soluble washable ink together with the metallization
disposed above the washable ink using a solvent, so that metallic opaque regions remain
on the embossing lacquer layer;
- the step of printing a soluble washable ink in the regions outside the semitransparent
regions to be produced;
- the step of producing a multilayer construction having two semitransparent metallic
layers and a dielectric layer arranged between the two semitransparent metallic layers,
in particular by vapor deposition;
- the step of washing off the soluble washable ink together with the multilayer construction
disposed above the washable ink so that in addition to the metallic opaque regions
semitransparent regions also remain on the embossing lacquer layer (5) and transparent
regions are formed between the metallic opaque regions and the semitransparent regions;
- optionally the step of applying an optional primer layer; and
- the step of applying an adhesive layer (11), for example a heat-sealing lacquer
layer.
18. Process for producing a security element (2, 14) for securing value documents (1,
13), namely a security element (2, 14) according to any of Claims 1 to 13, having
a carrier (4), a layer construction arranged on the carrier (4) via an embossing lacquer
layer (5) and an adhesive layer (11) suitable for bonding the security element (2,
14) to a value article (1, 13), wherein the layer construction comprises opaque metallic
regions, semitransparent regions, which give an observer a different color impression
when observed in incident light and when observed in transmitted light, and transparent
regions, comprising the following steps:
- the step of providing a carrier substrate (4) having an embossing lacquer layer
(5) applied thereto,
- the step of producing by printing a metallic opaque layer on the embossing lacquer
layer (5) using a printing ink based on metal pigment flakes;
- the step of printing a soluble washable ink in the regions outside the semitransparent
regions to be produced;
- the step of producing a multilayer construction having two semitransparent metallic
layers and a dielectric layer arranged between the two semitransparent metallic layers,
in particular by vapor deposition;
- the step of washing off the soluble washable ink together with the multilayer construction
disposed above the washable ink used in the solvent, so that in addition to the metallic
opaque regions semitransparent regions also remain on the embossing lacquer layer
(5) and transparent regions are formed between the metallic opaque regions and the
semitransparent regions;
- optionally the step of applying an optional primer layer; and
- the step of applying an adhesive layer (11), for example a heat-sealing lacquer
layer.
19. Process for producing a security element (2, 14) for securing value documents (1,
13), namely a security element (2, 14) according to any of Claims 1 to 13, having
a carrier (4), a layer construction arranged on the carrier (4) via an embossing lacquer
layer (5) and an adhesive layer (11) suitable for bonding the security element (2,
14) to a value article (1, 13), wherein the layer construction comprises opaque metallic
regions, semitransparent regions, which give an observer a different color impression
when observed in incident light and when observed in transmitted light, and transparent
regions, comprising the following steps:
- the step of providing a carrier substrate (4) having an embossing lacquer layer
(5) applied thereto,
- the step of printing a soluble washable ink in the regions outside the semitransparent
regions to be produced;
- the step of producing a multilayer construction having two semitransparent metallic
layers and a dielectric layer arranged between the two semitransparent metallic layers,
in particular by vapor deposition,
- the step of washing off the soluble washable ink together with the multilayer construction
disposed above the washable ink, so that semitransparent regions remain on the embossing
lacquer layer (5);
- the step of printing a soluble washable ink in the regions outside metallic opaque
regions to be produced;
- the step of applying a metallization, for example a reflecting Al, Cr, Cu or Au
layer by vapor deposition, wherein an Al layer is preferred, wherein the step is carried
out such that a portion of the semitransparent regions is additionally provided with
a metallization obtainable by vapor deposition in order thus to form the metallic
opaque regions;
- the step of washing off the soluble washable ink together with the metallization
disposed above the washable ink;
- optionally the step of applying an optional primer layer; and
- the step of applying an adhesive layer (11), for example a heat-sealing lacquer
layer.
1. Élément de sécurité (2, 14) pour la protection de documents de valeur (1, 13) avec
un support (4), une structure de couches agencée sur le support (4) par l'intermédiaire
d'une couche de vernis d'estampage (5) et une couche adhésive (11) appropriée pour
le collage de l'élément de sécurité (2, 14) avec un objet de valeur (1, 13), la structure
de couches présentant des zones métalliques opaques, des zones semi-transparentes
qui donnent à un observateur une impression de couleur différente lorsqu'elles sont
observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées en lumière transmise,
et des zones transparentes, aussi bien les zones transparentes que les zones métalliques
opaques étant formées respectivement sous la forme de motifs, de caractères ou d'un
codage et les zones semi-transparentes représentant un arrière-plan, la couche de
vernis d'estampage (5) étant pourvue d'une structure en relief estampée,
caractérisé en ce que
la couche de vernis d'estampage (5) avec une structure en relief estampée présente
la même structure en relief dans les zones formées respectivement sous la forme de
motifs, de caractères ou d'un codage, et présente une autre structure en relief dans
les zones représentant un arrière-plan.
2. Élément de sécurité selon la revendication 1, dans lequel les zones métalliques opaques
sont basées sur une métallisation pouvant être obtenue par évaporation ou peuvent
être obtenues par impression et sont basées sur des pigments métalliques en forme
de plaquettes.
3. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel
les zones semi-transparentes, qui donnent à un observateur une impression de couleur
différente lorsqu'elles sont observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées
en lumière transmise, sont basées sur un élément à couche mince présentant deux couches
de miroir semi-transparentes et une couche d'espacement diélectrique agencée entre
les deux couches de miroir.
4. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel
les zones semi-transparentes qui donnent à un observateur une impression de couleur
différente lorsqu'elles sont observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées
en lumière transmise peuvent être obtenues par impression au moyen d'une composition
de pigment à effet.
5. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel la
structure en relief forme une structure diffractive, telle qu'un hologramme, un réseau
holographique ou une structure de diffraction semblable à un hologramme, ou une structure
achromatique, telle qu'une structure mate, ou un agencement de micromiroirs, ou un
réseau blazé avec un profil de sillons en forme de dents de scie, ou un agencement
de lentilles de Fresnel, ou une combinaison de deux ou plus des éléments précités.
6. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel la
couche de vernis d'estampage avec une structure en relief estampée présente la même
structure en relief dans les zones formées respectivement sous la forme de motifs,
de caractères ou d'un codage et présente une autre structure en relief dans les zones
représentant un arrière-plan, à savoir que la première structure en relief forme une
structure diffractive et la deuxième structure en relief forme un agencement de micromiroirs.
7. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel les
zones formées respectivement sous la forme de motifs, de caractères ou d'un codage
sont agencées au moins partiellement en repérage exact les unes par rapport aux autres.
8. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel (i)
l'impression de couleur des zones semi-transparentes lorsqu'elles sont observées en
lumière incidente est identique à l'impression de couleur des zones métalliques opaques,
et l'impression de couleur des zones semi-transparentes lorsqu'elles sont observées
en lumière transmise est différente de l'impression de couleur des zones métalliques
opaques, ou (ii) l'impression de couleur des zones semi-transparentes lorsqu'elles
sont observées en lumière incidente et l'impression de couleur des zones semi-transparentes
lorsqu'elles sont observées en lumière transmise sont différentes de l'impression
de couleur des zones métalliques opaques.
9. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel la
structure en relief estampée dans la couche de vernis d'estampage présente les zones
transparentes, les zones métalliques opaques et les zones semi-transparentes dans
trois zones partielles séparées.
10. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel la
structure en relief estampée dans la couche de vernis d'estampage présente les zones
transparentes et les zones semi-transparentes dans deux zones partielles séparées
et une partie des zones semi-transparentes est en outre pourvue d'une métallisation
pouvant être obtenue par évaporation ou est imprimée avec des pigments métalliques
en forme de plaquettes pour former ainsi les zones métalliques opaques.
11. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans lequel
la séquence de couches de l'élément de sécurité est la suivante :
a) support ;
b) couche de vernis d'estampage avec structure en relief estampée ;
c) structure de couches qui présente des zones métalliques opaques, des zones semi-transparentes
qui donnent à l'observateur une impression de couleur différente lorsqu'elles sont
observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées en lumière transmise,
et des zones transparentes ;
d) couche adhésive appropriée pour le collage de l'élément de sécurité avec un objet
de valeur.
12. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, dans lequel
la séquence de couches de l'élément de sécurité est la suivante :
a) couche adhésive appropriée pour le collage de l'élément de sécurité avec un objet
de valeur ;
b) support ;
c) couche de vernis d'estampage avec structure en relief estampée ;
d) structure de couches qui présente des zones métalliques opaques, des zones semi-transparentes
qui donnent à l'observateur une impression de couleur différente lorsqu'elles sont
observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées en lumière transmise,
et des zones transparentes ;
e) couche de protection, notamment couche de protection à base d'un vernis protecteur.
13. Élément de sécurité selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, dans lequel
l'élément de sécurité est un ruban de sécurité, une bande de sécurité, un patch ou
une étiquette à appliquer sur un papier de sécurité, un document de valeur ou similaire.
14. Support de données (1, 13) avec un élément de sécurité (2, 14) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 13.
15. Support de données selon la revendication 14, dans lequel l'élément de sécurité est
agencé dans une zone de fenêtre transparente du support de données.
16. Support de données selon la revendication 14 ou 15, dans lequel le support de données
est un document de valeur, tel qu'un billet de banque, notamment un billet de banque
en papier, un billet de banque en polymère ou un billet de banque en film composite,
ou une carte d'identité.
17. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité (2, 14) pour la protection de documents
de valeur (1, 13), à savoir d'un élément de sécurité (2, 14) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 13, avec un support (4), une structure de couches agencée sur
le support (4) par l'intermédiaire d'une couche de vernis d'estampage (5) et une couche
adhésive appropriée pour le collage de l'élément de sécurité (2, 14) avec un objet
de valeur (1, 13), la structure de couches comprenant des zones métalliques opaques,
des zones semi-transparentes qui donnent à un observateur une impression de couleur
différente lorsqu'elles sont observées en lumière incidente et lorsqu'elles sont observées
en lumière transmise, et des zones transparentes, le procédé comprenant les étapes
suivantes :
- l'étape de fourniture d'un substrat de support (4) sur lequel est appliquée une
couche de vernis d'estampage (5) ;
- l'étape d'impression d'une encre lavable amovible dans les zones à l'extérieur des
zones métalliques opaques à produire ;
- l'étape d'application d'une métallisation, p. ex. une couche réfléchissante d'Al,
de Cr, de Cu ou d'Au, notamment par évaporation, une couche d'Al étant préférée ;
- l'étape d'élimination par lavage de l'encre lavable amovible conjointement avec
la métallisation se trouvant au-dessus de l'encre lavable au moyen d'un solvant, de
telle sorte que des zones métalliques opaques restent sur la couche de vernis d'estampage
;
- l'étape d'impression d'une encre lavable amovible dans les zones à l'extérieur des
zones semi-transparentes à produire ;
- l'étape de production d'une structure multicouche avec deux couches métalliques
semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre les deux couches métalliques
semi-transparentes, notamment par évaporation ;
- l'étape d'élimination par lavage de l'encre lavable amovible conjointement avec
la structure multicouche se trouvant au-dessus de l'encre lavable, de telle sorte
qu'en plus des zones métalliques opaques, des zones semi-transparentes restent également
sur la couche de vernis d'estampage (5) et que des zones transparentes soient formées
entre les zones métalliques opaques et les zones semi-transparentes ;
- facultativement l'étape d'application d'une couche primaire facultative ; et
- l'étape d'application d'une couche adhésive (11), p. ex. d'une couche de vernis
thermosoudable.
18. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité (2, 14) pour la protection de documents
de valeur (1, 13), à savoir d'un élément de sécurité (2, 14) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 13, avec un support (4), une structure de couches agencée sur
le support (4) par l'intermédiaire d'une couche de vernis d'estampage (5) et une couche
adhésive (11) appropriée pour le collage de l'élément de sécurité (2, 14) avec un
objet de valeur (1, 13), la structure de couches présentant des zones métalliques
opaques, des zones semi-transparentes qui donnent à un observateur une impression
de couleur différente lorsqu'elles sont observées en lumière incidente et lorsqu'elles
sont observées en lumière transmise, et des zones transparentes, comprenant les étapes
suivantes :
- l'étape de fourniture d'un substrat de support (4) sur lequel est appliquée une
couche de vernis d'estampage (5) ;
- l'étape de production par impression de zones métalliques opaques sur la couche
de vernis d'estampage (5) au moyen d'une encre d'impression à base de pigments métalliques
en forme de plaquettes ;
- l'étape d'impression d'une encre lavable amovible dans les zones à l'extérieur des
zones semi-transparentes à produire ;
- l'étape de production d'une structure multicouche avec deux couches métalliques
semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre les deux couches métalliques
semi-transparentes, notamment par évaporation ;
- l'étape d'élimination par lavage de l'encre lavable amovible conjointement avec
la structure multicouche se trouvant au-dessus de l'encre lavable, de telle sorte
qu'en plus des zones métalliques opaques, des zones semi-transparentes restent également
sur la couche de vernis d'estampage (5) et que des zones transparentes soient formées
entre les zones métalliques opaques et les zones semi-transparentes ;
- facultativement l'étape d'application d'une couche primaire facultative ; et
- l'étape d'application d'une couche adhésive (11), p. ex. d'une couche de vernis
thermosoudable.
19. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité (2, 14) pour la protection de documents
de valeur (1, 13), à savoir d'un élément de sécurité (2, 14) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 13, avec un support (4), une structure de couches agencée sur
le support (4) par l'intermédiaire d'une couche de vernis d'estampage (5) et une couche
adhésive (11) appropriée pour le collage de l'élément de sécurité (2, 14) avec un
objet de valeur (1, 13), la structure de couches présentant des zones métalliques
opaques, des zones semi-transparentes qui donnent à un observateur une impression
de couleur différente lorsqu'elles sont observées en lumière incidente et lorsqu'elles
sont observées en lumière transmise, et des zones transparentes, comprenant les étapes
suivantes :
- l'étape de fourniture d'un substrat de support (4) sur lequel est appliquée une
couche de vernis d'estampage (5) ;
- l'étape d'impression d'une encre lavable amovible dans les zones à l'extérieur des
zones semi-transparentes à produire ;
- l'étape de production d'une structure multicouche avec deux couches métalliques
semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre les deux couches métalliques
semi-transparentes, notamment par évaporation ;
- l'étape d'élimination par lavage de l'encre lavable amovible conjointement avec
la structure multicouche se trouvant au-dessus de l'encre lavable, de telle sorte
que des zones semi-transparentes restent sur la couche de vernis d'estampage (5) ;
- l'étape d'impression d'une encre lavable amovible dans les zones à l'extérieur des
zones métalliques opaques à produire ;
- l'étape d'application d'une métallisation, p. ex. d'une couche réfléchissante d'Al,
de Cr, de Cu ou d'Au par évaporation, une couche d'Al étant préférée, l'étape état
effectuée de telle sorte qu'une partie des zones semi-transparentes est en outre pourvue
d'une métallisation pouvant être obtenue par évaporation, afin de former ainsi les
zones métalliques opaques ;
- l'étape d'élimination par lavage de l'encre lavable amovible conjointement avec
la métallisation se trouvant au-dessus de l'encre lavable ;
- facultativement l'étape d'application d'une couche primaire facultative ; et
- l'étape d'application d'une couche adhésive (11), p. ex. d'une couche de vernis
thermosoudable.