[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verlitzmaschine zur Herstellung einer Litze
aus einer Mehrzahl von Drähten. In der Verlitzmaschine werden mehrere solcher Drähte
durch Verdrillen miteinander verlitzt, d. h. zu einer Litze verarbeitet. Die Drähte
sind dabei vorzugsweise aus einer Kupferlegierung gefertigt, besonders bevorzugt aus
einer Kupfer-Magnesium- oder Kuper-ZinnLegierung, beispielsweise mit einem Anteil
von 0,2 oder 0,3 % Magnesium bzw. Zinn, oder ebenso vorzugsweise aus einer Kupfer-Silber-Legierung.
[0002] Eine Verlitzmaschine der betrachteten Art weist eine Verlitzvorrichtung zur Verlitzung
der Drähte auf.
[0003] Vorzugsweise weist die Verlitzvorrichtung einen umlaufenden Rotor auf, welcher einen
lang gestreckten, nach radial außen gekrümmten und an seinen beiden Enden drehbar
gelagerten Rotorbügel aufweist. Die Mehrzahl der Drähte wird dem Rotor zugeführt und
über den Rotorbügel geleitet, wodurch eine Verdrillung der Drähte an einem oder an
mehreren Verlitzpunkten erfolgt.
[0004] Vorzugsweise weist die Verlitzmaschine eine drehbar gelagerte Abzugsscheibe zum Abziehen
der Litze von der Verlitzvorrichtung auf. Vorzugsweise wird die Abzugsscheibe angetrieben,
um die benötigte Zugspannung zum Abziehen der Litze zu erzeugen.
[0005] Nach dem Abziehen der Litze von der Verlitzvorrichtung wird die Litze vorzugsweise
mit Hilfe einer geeigneten Wickelvorrichtung auf eine Spule aufgewickelt oder aber
direkt weiterverarbeitet. Falls die Litze auf eine Spule aufgewickelt wird, weist
diese im Allgemeinen einen zylindrischen Spulenkern zur Bewicklung mit der Litze sowie
an den beiden Enden des Spulenkerns je einen scheibenförmigen Flansch auf, um zu verhindern,
dass die Wicklungen vom Spulenkern abrutschen. Während der Bewicklung mit der Litze
rotiert die Spule im Allgemeinen um die Längsachse des Spulenkerns (im Folgenden kurz
als "Spulenachse" bezeichnet).
[0006] Insbesondere bei Verlitzmaschinen der oben beschriebenen Bauart mit einem Rotorbügel,
welche als Doppelschlag-Verlitzmaschinen betrieben werden, sind ggf. die Abzugsscheibe
und ggf. auch die Wickelvorrichtung und die Spule zum Aufwickeln der Litze vorzugsweise
innerhalb des Rotationsvolumens des Rotorbügels, d. h. innerhalb des Raumes, um den
herum der Rotorbügel rotiert, angeordnet. Daher steht für die Abzugsscheibe, die Wickelvorrichtung
und/oder die Spule nur ein begrenzter Bauraum zur Verfügung. Die Spulenachse kann
dabei im Wesentlichen rechtwinklig zur Rotorachse, im Wesentlichen parallel zur Rotorachse
oder auch in einer anderen Winkelstellung gegenüber der Rotorachse angeordnet sein.
Die Litze tritt vorzugsweise entlang der Rotorachse aus dem Rotor aus.
[0007] Bei der hergestellten Litze ergibt sich das Problem, dass diese einen Drall aufweisen
kann. Außerdem neigt die Litze im unbelasteten Zustand dazu, sich zu biegen, sich
zu "kringeln" sowie zu "Überschlägen", d. h. zu Schlingenbildungen.
[0008] Dies ist bei der Weiterverarbeitung der Litze problematisch, insbesondere beim Aufwickeln
auf eine Spule, beim Konfektionieren und beim Crimpen, d. h. beim Festklemmen von
Steckverbindern an der Litze.
[0009] Erschwert wird dadurch außerdem das Extrudieren, d. h. das Umgießen der Litze mit
einer Kunststoffisolierung in einem Extrusionsverfahren. Insbesondere behindern die
genannten Phänomene beim Extrudieren den Einsatz von sogenannten Tütenabläufen, welche
kontinuierlich arbeiten, anstelle von rotierenden Tangentialabläufen, welche nicht
kontinuierlich arbeiten und nur eine deutlich kleinere Vorschubgeschwindigkeit der
Litze erlauben.
[0010] Schließlich reduzieren der Drall und die Neigung der Litze, sich zu "kringeln", die
mögliche Biegewechselzahl, d. h. die Anzahl von Biegewechselzyklen, welche ohne Materialermüdung
oder -versagen durchführbar sind.
[0011] Aus der
DE 26 11 938 A1 ist eine Vorrichtung zum Verdrillen von Fäden, insbesondere von Drahtseilen oder
Litzen, bekannt mit einer zwischen zwei Führungen des ablaufenden Fadens um eine im
Winkel zu der Führungsstrecke verstellbaren Achse frei drehbar gelagerten Reibscheibe
mit einer von innen nach außen sich erweiternden Umfangsnut, deren Flanken in änderbaren
Durchmesserbereichen Anlageflächen für den Faden bilden. Dabei kann mindestens eine
der Führungen quer zur Ablaufrichtung des Fadens verstellbar angeordnet sein, so dass
auf den Faden innerhalb der Führungsstrecke zusätzlich eingewirkt und neben der Verdrehung
beispielsweise noch ein Richteffekt ausgeübt werden kann.
[0012] Eine Verlitzmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
DE102015001430 A1 bekannt.
[0013] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verlitzmaschine und ein Verfahren
zur Herstellung einer Litze anzugeben, sodass die hergestellte Litze höchstens einen
geringen Drall und eine geringe Neigung, sich zu "kringeln", aufweist.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die Verlitzmaschine und das Verfahren zur Herstellung einer
Litze gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den abhängigen Unteransprüchen enthalten.
[0015] Der Erfindung liegt die Beobachtung zu Grunde, dass der Drall und die Neigung der
Litze, sich zu "kringeln", durch eine Bewegung in Richtung der aus dem Verlitzen entstandenen
Torsion der Litze, im Folgenden "Verlitztorsion" genannt, vorzugsweise in Verbindung
mit einer Reckung der Litze, d. h. einer Streckung, welche zu einer plastischen Verformung
der Litze führt, reduziert werden können.
[0016] In der erfindungsgemäßen Verlitzmaschine und dem erfindungsgemäßen Verfahren zur
Herstellung einer Litze ist daher wenigstens eine Maßnahme verwirklicht, die dieser
Beobachtung Rechnung tragen.
[0017] Eine erfindungsgemäße Verlitzmaschine weist wenigstens eine drehbar gelagerte Umlenkrolle
zur Umlenkung der Litze und wenigstens eine Führungseinrichtung zur Führung der Litze
auf, wobei die Führungseinrichtung derart angeordnet ist, dass die Litze auf einer
geraden Linie derart von der Führungseinrichtung zu der Umlenkrolle geführt werden
kann, dass die Litze gegen eine erste Flanke der Umlenkrolle gedrückt wird.
[0018] Die Umlenkrolle hat einen üblichen Aufbau, wobei die Lauffläche für die Litze auf
der Stirnfläche der Umlenkrolle im Querschnitt eine keilförmige Vertiefung hat. Diese
keilförmige Vertiefung weist eine erste und eine zweite zur Mittelebene der Umlenkrolle
schräg nach radial innen gerichtete Flanke auf. Der Bereich nahe den inneren Rändern
der beiden Flanken, an dem der Radius der Lauffläche am kleinsten ist, wird als Rollengrund
bezeichnet.
[0019] Bei der Umlenkung durch die Umlenkrolle bewegt sich die Litze auf ihrem Weg vom Eintrittspunkt
zum Austrittspunkt von der ersten Flanke der Umlenkrolle in den Rollengrund hinein.
Anschaulich gesprochen "rutscht" die Litze dabei an der ersten Flanke in den Rollengrund
hinab. Dabei erfährt die Litze eine Bewegung, welche mit der oder gegen die Verlitztorsion
erfolgt. Indem die erste Flanke aus den beiden Flanken der Lauffläche der Umlenkrolle
entsprechend ausgewählt wird, kann erreicht werden, dass die Bewegung der Litze mit
der Verlitztorsion erfolgt, wodurch die Neigung der Litze, sich zu "kringeln", verringert
wird.
[0020] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist zusätzlich in der Bewegungsrichtung
der Litze hinter der Umlenkrolle eine Zugeinrichtung angeordnet, welche geeignet ist,
auf die von der Umlenkrolle ablaufende Litze eine Zugkraft auszuüben. Dadurch erfolgt
eine Reckung der Litze, d. h. eine Streckung, welche zu einer plastischen Verformung
der Litze führt, wodurch die Neigung der Litze, sich zu "kringeln", ebenfalls reduziert
wird.
[0021] Vorzugsweise ist die Zugeinrichtung eine Wickelvorrichtung. Eine solche Wickelvorrichtung
ist ohnehin in vielen Verlitzmaschinen bereits vorgesehen, um die hergestellte Litze
aufzuwickeln. Durch die Wickelvorrichtung lässt sich die gewünschte Zugkraft auf die
von der Umlenkrolle ablaufende Litze ausüben, insbesondere durch eine angetriebene
Spulenachse in der Wickelvorrichtung.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist ein Litzenberührungspunkt
auf der Führungseinrichtung, von welchem die Litze auf einer geraden Linie derart
zu der Umlenkrolle geführt werden kann, dass die Litze gegen die erste Flanke der
Umlenkrolle gedrückt wird, gegenüber der Mittelebene der Umlenkrolle versetzt. Dadurch
läuft die Litze außermittig auf die Umlenkrolle auf und wird auf diese Weise von selbst
gegen die erste Flanke der Umlenkrolle gedrückt, ohne dass eine weitere Andrückvorrichtung
erforderlich ist.
[0023] Erfindungsgemäß ist die Führungseinrichtung derart angeordnet, dass die Litze auf
einer geraden Linie derart von der Führungseinrichtung zu der Umlenkrolle geführt
werden kann, dass die Litze gegen eine zweite, von der ersten Flanke verschiedene
Flanke der Umlenkrolle gedrückt wird. Die Litze wird somit wahlweise gegen die erste
oder gegen die zweite Flanke der Umlenkrolle gedrückt. Diese Auswahl kann in Abhängigkeit
der Schlagrichtung der Litze, d. h. der Richtung, in der die einzelnen Drähte beim
Verlitzen miteinander verdrillt sind und von der auch die Verlitztorsion abhängt,
getroffen werden. Man unterscheidet hierbei den sogenannten S-Schlag, bei dem die
Drähte entgegen dem Uhrzeigersinn umeinander gewunden sind, und den sogenannten Z-Schlag,
bei dem die Drähte im Uhrzeigersinn umeinander gewunden sind, wobei diese Eigenschaft
invariant gegenüber der Richtung ist, in der die Litze betrachtet wird.
[0024] Erfindungsgemäß ist die Führungseinrichtung relativ zu der Umlenkrolle bewegbar,
insbesondere im Wesentlichen senkrecht zur Mittelebene der Umlenkrolle bewegbar. Auf
diese Weise lässt sich der Litzenberührungspunkt auf der Führungseinrichtung relativ
zur Umlenkrolle genau einstellen. Erfindungsgemäß lässt sich dadurch auch diejenige
Flanke der Umlenkrolle, gegen die die Litze gedrückt werden soll, auswählen.
[0025] Zusätzlich kann die Auswahl diejenigen Flanke der Umlenkrolle gegen die die Litze
gedrückt werden soll, auch dadurch getroffen werden, dass die Litze auf unterschiedlichen
Seiten der Führungseinrichtung herumgeführt wird.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Führungseinrichtung
eine drehbar gelagerte Führungsrolle. Dadurch lässt sich die Reibung der Litze gegenüber
der Führungseinrichtung verringern.
[0027] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Litze
aus einer Mehrzahl von Drähten, ausgeführt auf einer erfindungsgemäßen Verlitzmaschine.
Bei dem Verfahren werden die Drähte in der Verlitzvorrichtung verlitzt, die Litze
wird von der Verlitzvorrichtung zu der Führungseinrichtung geführt, die Litze wird
auf einer geraden Linie derart von der Führungseinrichtung zu der Umlenkrolle geführt,
dass die Litze gegen die erste Flanke der Umlenkrolle gedrückt wird, die Litze wird
durch die Umlenkrolle umgelenkt, und die Litze wird von der Umlenkrolle weggeführt.
[0028] Dabei bewegt sich vorzugsweise die Litze bei der Umlenkung durch die Umlenkrolle
von der ersten Flanke in den Rollengrund der Umlenkrolle hinein.
[0029] Durch diese Führung der Litze werden aufgrund der oben beschriebenen Mechanismen
der Drall und die Neigung der Litze, sich zu "kringeln", verringert.
[0030] Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung wird in der beiliegenden Zeichnung im
Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung dargestellt. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts aus einer erfindungsgemäßen
Verlitzmaschine mit dem Verlauf der Litze.
[0031] In Fig. 1 ist der Verlauf der Litze 1 durch eine erfindungsgemäße Verlitzmaschine
dargestellt, bei der es sich im Ausführungsbeispiel vorzugsweise um eine Doppelschlag-Verlitzmaschine
handelt. Die Verlitzmaschine weist eine Verlitzvorrichtung auf, in welcher sich ein
Rotor mit einem Rotorbügel (nicht dargestellt) dreht. Im Inneren des Rotationsvolumens
des Rotorbügels ist ein Gehäuse 2 an seinem linken und an seinem rechten Ende mittels
zweier Rotorwellenlagergehäuse an zwei separaten Rotorwellenabschnitten (beides nicht
dargestellt) aufgehängt.
[0032] Die Litze 1 läuft durch eine Öffnung 3 im Gehäuse 2 hindurch zu einer angetriebenen
Abzugsscheibe 4, welche die Litze 1 durch Aufbringen einer Zugspannung von der Verlitzvorrichtung
abzieht. Die Abzugsscheibe 4 sowie eine über der Abzugsscheibe 4 und parallel zu dieser
angeordnete Abheberolle 5 weisen jeweils eine Mehrzahl von Laufrillen auf, durch welche
die Litze 1 abwechselnd geführt wird, so dass die Litze 1 die Abzugsscheibe 4 und
die Abheberolle 5 abwechselnd insgesamt mehrfach durchläuft. Die Abzugsscheibe 4 und
die Abheberolle 5 fungieren hierbei als eine erste Torsionssperre.
[0033] Sodann durchläuft die Litze 1 zwei Umlenkrollen 6 und 7 und wird dabei insgesamt
um 270 Grad abgelenkt. Dabei ist die Umlenkrolle 7 leicht angestellt, damit die von
der Umlenkrolle 7 ablaufende Litze nicht mit der auf die Umlenkrolle 6 auflaufende
Litze kollidiert.
[0034] Danach läuft die Litze 1 auf einer - im Ausführungsbeispiel auf der linken - Seite
einer drehbaren Führungsrolle 8 entlang, deren Achse etwa senkrecht verläuft. Die
Führungsrolle 8 bewirkt, dass die Litze 1 aus ihrer Bahn leicht abgelenkt wird und
auf die folgende Umlenkrolle 9 nicht mittig aufläuft, sondern gegen eine - im Ausführungsbeispiel
gegen die in Laufrichtung der Litze 1 gesehen linke - Flanke 9a der Umlenkrolle 9
gedrückt wird. Die Lage der Führungsrolle 8 relativ zur Umlenkrolle 9 kann durch einen
Nonius 12 genau eingestellt werden. Mit Hilfe des Nonius 12 kann die Achse der Führungsrolle
8 im Wesentlichen orthogonal zur Mittelebene der Umlenkrolle 9 hin- und herbewegt
werden.
[0035] Die Litze 1 umschlingt die Umlenkrolle 9 etwas weniger als 180 Grad. Auf ihrem Weg
vom Eintrittspunkt auf die Umlenkrolle 9 an der linken Flanke 9a zum Austrittspunkt
bewegt sich die Litze 1 von der Flanke 9a in den Rollengrund 9b hinein. Die Litze
1 bewegt sich dabei mit der Verlitztorsion, wodurch die oben beschriebene Neigung
der Litze, sich zu "kringeln", verringert wird.
[0036] Die Verlitzmaschine weist weiterhin eine Verlegeeinrichtung 16 mit den weiteren Umlenkrollen
10 und 11 auf, welche entlang einer Verlegeachse auf einer Spindel (nicht gezeigt)
verfahrbar ist. Die Spindel ist in zwei (in Fig. 1 aufgeschnitten dargestellten) Lagern
13, 14 gelagert und wird durch ein (ebenfalls aufgeschnitten dargestelltes) Antriebsrad
15 angetrieben. Die Spindel verläuft parallel zur Spulenachse der Wickelspule einer
Wickelvorrichtung (ebenfalls nicht dargestellt).
[0037] Die Litze 1 läuft parallel zur Spindel der Verlegeeinrichtung 16 von der Umlenkrolle
9 ab und läuft somit, unabhängig von der Verfahrstellung der Verlegeeinrichtung 16,
stets im gleichen Winkel auf die Umlenkrolle 10 der Verlegeeinrichtung 16 auf. Durch
die Umlenkrollen 10 und 11 wird die Litze 1 wiederum abgelenkt, um schließlich zu
einer Wickelvorrichtung geführt und dort auf eine Wickelspule (beide nicht dargestellt)
an der durch die Verfahrstellung der Verlegeeinrichtung 16 vorgegebenen axialen Position
der Wickelspule auf diese aufgewickelt zu werden.
[0038] Dabei übt die angetriebene Wickelspule eine Zugkraft auf die Litze 1 aus, wodurch
die Litze 1, vorzugsweise mit einer hohen Anpresskraft, an die Umlenkrolle 9 angepresst
und damit zwischen der Umlenkrolle 9 und der Wickelspule leicht gereckt wird, typischerweise
um 2 bis 3 %. Auf diese Weise wird die Helixstruktur, die die Litze durch das Verlitzen
erfährt, weiter minimiert oder sogar komplett entfernt. Die Umlenkrolle 9 fungiert
insoweit als eine (zweite) Torsionssperre.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Litze
- 2
- Gehäuse
- 3
- Öffnung
- 4
- Abzugsscheibe
- 5
- Abheberolle
- 6, 7
- Umlenkrollen
- 8
- Führungsrolle
- 9
- Umlenkrolle
- 9a
- erste Flanke
- 9b
- Rollengrund
- 10, 11
- Umlenkrollen
- 12
- Nonius
- 13, 14
- Lager
- 15
- Antriebsrad
- 16
- Verlegeeinrichtung
1. Verlitzmaschine zur Herstellung einer Litze (1) aus einer Mehrzahl von Drähten, welche
eine Verlitzvorrichtung zur Verlitzung der Drähte aufweist, mit wenigstens einer drehbar
gelagerten Umlenkrolle (9) zur Umlenkung der Litze (1) , gekennzeichnet durch wenigstens eine Führungseinrichtung (8) zur Führung der Litze (1), wobei die Führungseinrichtung
(8) derart angeordnet ist, dass die Litze (1) auf einer geraden Linie derart von der
Führungseinrichtung (8) zu der Umlenkrolle (9) geführt werden kann, dass die Litze
(1) wahlweise gegen eine erste Flanke (9a) oder gegen eine zweite, von der ersten
Flanke (9a) verschiedene Flanke der Umlenkrolle (9) gedrückt wird, wobei die Führungseinrichtung
(8) relativ zu der Umlenkrolle (9) bewegbar ist und dadurch diejenige Flanke der Umlenkrolle
(9), gegen die die Litze (1) gedrückt werden soll, ausgewählt werden kann.
2. Verlitzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (8) relativ zu der Umlenkrolle (9) im Wesentlichen senkrecht
zur Mittelebene der Umlenkrolle (9) bewegbar ist.
3. Verlitzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsrichtung der Litze (1) hinter der Umlenkrolle (9) eine Zugeinrichtung
angeordnet ist, welche geeignet ist, auf die von der Umlenkrolle (9) ablaufende Litze
(1) eine Zugkraft auszuüben.
4. Verlitzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugeinrichtung eine Wickelvorrichtung ist.
5. Verlitzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Litzenberührungspunkt auf der Führungseinrichtung (8), von welchem die Litze
(1) auf einer geraden Linie derart zu der Umlenkrolle (9) geführt werden kann, dass
die Litze (1) gegen die erste Flanke (9a) bzw. gegen die zweite Flanke der Umlenkrolle
(9) gedrückt wird, gegenüber der Mittelebene der Umlenkrolle (9) versetzt ist.
6. Verlitzmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung eine drehbar gelagerte Führungsrolle (9) ist.
7. Verfahren zur Herstellung einer Litze (1) aus einer Mehrzahl von Drähten, ausgeführt
auf einer Verlitzmaschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Führungseinrichtung
(8) relativ zu der Umlenkrolle (9) bewegt wird, wodurch eine erste Flanke (9a) oder
eine zweite, von der ersten Flanke (9a) verschiedene Flanke der Umlenkrolle (9), gegen
die die Litze (1) gedrückt werden soll, ausgewählt wird, die Drähte in der Verlitzvorrichtung
verlitzt werden, die Litze (1) von der Verlitzvorrichtung zu der Führungseinrichtung
(8) geführt wird, die Litze (1) auf einer geraden Linie derart von der Führungseinrichtung
(8) zu der Umlenkrolle (9) geführt wird, dass die Litze (1) gegen die erste Flanke
(9a) bzw. gegen die zweite Flanke der Umlenkrolle (9) gedrückt wird, die Litze (1)
durch die Umlenkrolle (9) umgelenkt wird und die Litze (1) von der Umlenkrolle (9)
weggeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (8) relativ zu der Umlenkrolle (9) im Wesentlichen senkrecht
zur Mittelebene der Umlenkrolle (9) bewegt wird.
9. Verfahren zur Herstellung einer Litze (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Litze (1) sich bei der Umlenkung durch die Umlenkrolle (9) von der ersten Flanke
(9a) bzw. von der zweiten Flanke in den Rollengrund (9b) der Umlenkrolle (9) hineinbewegt.
1. Stranding machine for producing a cord (1) from a plurality of wires comprising a
stranding device for stranding the wires with at least one rotatably supported deflecting
roller (9) for deflecting the cord (1), characterized by at least one guiding device (8) for guiding the cord (1), wherein the guiding device
(8) is arranged in such a way that the cord (1) can be guided on a straight line from
the guiding device (8) to the deflecting roller (9) in such a way that the cord (1)
is selectively pressed against a first flank (9a) or against a second flank which
is different from the first flank (9a) of the deflecting roller (9), wherein the guiding
device (8) is movable relative to the deflecting roller (9) and the flank of the deflecting
roller (9) against which the cord (1) is to be pressed can be selected in this way.
2. Stranding machine according to claim 1, characterized in that the guiding device (8) is movable relative to the deflecting roller (9) substantially
orthogonally to the central plane of the deflecting roller (9).
3. Stranding machine according to one of the preceding claims, characterized in that a pulling device is arranged behind the deflecting roller (9) in the direction of
movement of the cord (1), which is suitable for exerting a tensile force on the cord
(1) running off the deflecting roller (9).
4. Stranding machine according to claim 3, characterized in that the pulling device is a winding device.
5. Stranding machine according to one of the preceding claims, characterized in that a contact point of the cord on the guiding device (8), from which the cord (1) can
be guided on a straight line to the deflecting roller (9) in such a way that the cord
(1) is pressed against the first flank (9a) or against the second flank, respectively,
of the deflecting roller (9), is offset with respect to the central plane of the deflecting
roller (9).
6. Stranding machine according to one of the preceding claims, characterized in that the guiding device is a rotatably supported guiding roller (9).
7. Method of producing a cord (1) from a plurality of wires carried out on a stranding
machine according to one of the preceding claims, wherein the guiding device (8) is
moved relative to the deflecting roller (9), whereby a first flank (9a) or a second
flank which is different from the first flank (9a) of the deflecting roller (9) against
which the cord (1) is to be pressed is selected, the wires are stranded in the stranding
device, the cord (1) is guided from the stranding device to the guiding device (8),
the cord (1) is guided on a straight line from the guiding device (8) to the deflecting
roller (9) in such a way that the cord (1) is pressed against the first flank (9a)
or against the second flank, respectively, of the deflecting roller (9), the cord
(1) is deflected by the deflecting roller (9) and the cord (1) is guided away from
the deflecting roller (9).
8. Method according to claim 7, characterized in that the guiding device (8) is moved relative to the deflecting roller (9) substantially
orthogonally to the central plane of the deflecting roller (9).
9. Method of producing a cord (1) according to claim 7 or 8, characterized in that the cord (1) moves from the first flank (9a) or from the second flank, respectively,
into the roller base (9b) of the deflecting roller (9) during the deflection by the
deflecting roller (9).
1. Machine de toronnage destinée à fabriquer un toron (1) à partir d'une pluralité de
fils métalliques, laquelle présente un dispositif de toronnage pour toronner les fils
métalliques, avec au moins une poulie de renvoi (9) montée en rotation pour renvoyer
le toron (1), caractérisée par au moins un équipement de guidage (8) pour guider le toron (1), dans laquelle l'équipement
de guidage (8) est agencé de sorte que le toron (1) puisse être guidé sur une ligne
droite depuis l'équipement de guidage (8) jusqu'à la poulie de renvoi (9) de sorte
que le toron (1) soit poussé au choix contre un premier flanc (9a) ou contre un second
flanc, différent du premier flanc (9a), de la poulie de renvoi (9), dans laquelle
l'équipement de guidage (8) peut être déplacé par rapport à la poulie de renvoi (9)
et ce faisant le flanc de la poulie de renvoi (9) contre lequel le toron (1) doit
être poussé peut être sélectionné.
2. Machine de toronnage selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'équipement de guidage (8) peut être déplacé par rapport à la poulie de renvoi (9),
essentiellement à la verticale par rapport au plan central de la poulie de renvoi
(9).
3. Machine de toronnage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans la direction de déplacement du toron (1) et derrière la poulie de renvoi (9)
est agencé un équipement de traction, lequel est approprié pour exercer une force
de traction sur le toron (1) se déroulant depuis la poulie de renvoi (9).
4. Machine de toronnage selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'équipement de traction est un dispositif d'enroulement.
5. Machine de toronnage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un point de contact de toron est décalé, par rapport au plan central de la poulie
de renvoi (9), sur l'équipement de guidage (8) depuis lequel le toron (1) peut être
guidé sur une ligne droite jusqu'à la poulie de renvoi (9) de sorte que le toron (1)
soit poussé contre le premier flanc (9a) ou contre le second flanc de la poulie de
renvoi (9).
6. Machine de toronnage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'équipement de guidage est une poulie de guidage (9) montée en rotation.
7. Procédé de fabrication d'un toron (1) à partir d'une pluralité de fils métalliques,
exécuté sur une machine de toronnage selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel l'équipement de guidage (8) est déplacé par rapport à la poulie de renvoi (9),
moyennant quoi un premier flanc (9a) ou un second flanc, différent du premier flanc
(9a), de la poulie de renvoi (9), contre lequel le toron (1) doit être poussé, est
sélectionné, les fils métalliques sont toronnés dans le dispositif de toronnage, le
toron (1) est guidé depuis le dispositif de toronnage jusqu'à l'équipement de guidage
(8), le toron (1) est guidé sur une ligne droite depuis l'équipement de guidage (8)
jusqu'à la poulie de renvoi (9) de sorte que le toron (1) soit poussé contre le premier
flanc (9a) ou contre le second flanc de la poulie de renvoi (9), le toron (1) est
renvoyé par la poulie de renvoi (9) et le toron (1) est guidé en s'éloignant par la
poulie de renvoi (9).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'équipement de guidage (8) est déplacé par rapport à la poulie de renvoi (9), essentiellement
à la verticale par rapport au plan central de la poulie de renvoi (9).
9. Procédé de fabrication d'un toron (1) selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le toron (1) se déplace vers l'intérieur lors du renvoi par la poulie de renvoi (9)
depuis le premier flanc (9a) ou depuis le second flanc jusque dans le fond de poulie
(9b) de la poulie de renvoi (9).