[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugtürschloss, insbesondere ein Klappenschloss
oder Haubenschloss, mit einem Gesperre aus im wesentlichen Drehfalle und Sperrklinke,
und mit einer motorischen Zuziehhilfe, welche einen Motor sowie einen vom Motor beaufschlagten
ersten Hebel und einen zweiten Hebel aufweist, wobei beide Hebel drehgelenkig miteinander
verbunden sind.
[0002] Klappenschlösser oder Haubenschlösser werden im Allgemeinen in Verbindung mit Klappen
oder Hauben an Kraftfahrzeugen eingesetzt, um die betreffende Klappe oder Haube gegenüber
der Kraftfahrzeugkarosserie zu verriegeln. Bei der fraglichen Haube kann es sich um
eine Fronthaube zur Abdeckung eines Motorraums oder auch eine Heckklappe, eine seitliche
Klappe etc. handeln. Naturgemäß müssen solche Klappenschlösser oder Haubenschlösser
beim Schließvorgang relativ große Spalte überwinden. Als Folge hiervon sind derartige
Kraftfahrzeugtürschlösser typischerweise mit Fanghaken zur zusätzlichen Sicherung
ausgerüstet.
[0003] Um den beschriebenen großen Spaltbereich schließen zu können, sind oftmals relativ
komplizierte Kinematiken realisiert. So beschäftigt sich der gattungsbildende Stand
der Technik nach der
EP 1 635 017 B1 mit einem Verschluss für einen beweglichen Karosserieteil eines Fahrzeugs, der mit
einer motorischen Zuziehhilfe ausgerüstet ist. Die Zuziehhilfe verfügt über zwei ortsfest
im Schloss schwenkgelagerte Hebel. Zwar wird insgesamt das Ziel verfolgt, wenig Bauteile
und einen platzsparenden Aufbau zu realisieren.
[0004] Allerdings greift die bekannte Zuziehhilfe auf einen aktiven, vom Motor schwenkbeweglichen
Arbeitshebel mit einer Arbeitskulisse und einem darin geführten Kulissenstein und
zusätzlich einen passiven Steuerhebel mit einer Steuerkulisse zurück, in welcher der
gleiche Kulissenstein geführt wird. Die Arbeitskulisse kreuzt die Steuerkulisse, wobei
der Kulissenstein im Kreuzungspunkt der beiden Kulissen sitzt und eine Schulter aufweist,
während die Drehfalle mit einer zugehörigen Gegenschulter ausgerüstet ist. Beim motorischen
Verschenken des Arbeitshebels stößt die Schulter des Kulissensteins gegen die Gegenschulter
der Drehfalle und verdreht auf diese Weise die Drehfalle von ihrer Vorrastlage in
eine Hauptrastlage.
[0005] Die gekreuzte Auslegung der beiden Kulissen mit dem Kulissenstein im Kreuzungspunkt
ist problematisch, wenn ein dauerhafter und funktionssicherer Betrieb gewährleistet
werden soll. Außerdem ist das bekannte Kraftfahrzeugtürschloss bzw. der korrespondierende
Verschluss für eine Heckklappe vorgesehen. Ein zusätzlicher Einklemmschutz in Verbindung
mit der Zuziehhilfe wird nicht ausdrücklich angesprochen. Vielmehr geht die bekannte
Lehre davon aus, dass ein solcher Einklemmschutz nicht (mehr) erforderlich ist, sobald
die Vorrastlage eingenommen worden ist. Da erst dann die bekannte Zuziehhilfe den
Verschluss von der Vorrastlage in die Hauptrastlage überführt, soll offensichtlich
eine solche Problematik nicht auftreten.
[0006] Im Rahmen der
DE 198 23 574 B4 wird ein Motorhaubenverschluss für ein Kraftfahrzeug beschrieben. Der Motorhaubenverschluss
verfügt über eine Aufstellfeder als Aufstellelement, einen Entriegelungshebel sowie
einen Fanghaken. Der Fanghaken lässt sich durch den Entriegelungshebel in eine Freigabestellung
verlagern. Dabei steuert die Aufstellfeder den Entriegelungshebel über eine Hebelübersetzung
in eine Vorlage, und zwar derart, dass die Aufstellfeder an einem Steuerhebel angreift,
an welchen der Entriegelungshebel angelenkt ist. Auf diese Weise soll die Ansteuerung
des Entriegelungshebels möglichst toleranzunabhängig erfolgen. Dadurch will die bekannte
Lehre insbesondere Fügetoleranzen beim Schließen der Motorhaube ausgleichen.
[0007] Auch aus der
DE 25 57 970 A1 und der
EP 1 778 937 A1 sind Kraftfahrzeugtürschlösser mit einem Gesperre und einer motorischen Zuziehhilfe
mit einem Motor sowie einem von dem Motor beaufschlagten ersten Hebel und einem zweiten
Hebel, der beim Absenken einer Klappe oder Haube zunächst eine von der Drehfalle des
Gesperres gesteuerte Bewegung unter Freilauf gegenüber dem ersten Hebel vollführt
und im Anschluss daran von dem ersten Hebel zum Zuziehen der Drehfalle beaufschlagt
wird.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Kraftfahrzeugtürschloss
der eingangs beschriebenen Gestaltung so weiter zu entwickeln, dass ein großer Spaltbereich
unter gleichzeitiger Berücksichtigung eines Einklemmschutzes und bei zugleich einfachem
mechanischen Aufwand realisiert werden kann.
[0009] Die Erfindung geht aus von einem gattungsgemäßes Kraftfahrzeugtürschloss bei dem
der zweite Hebel beim Absenken einer Klappe oder Haube zunächst eine von der Drehfalle
gesteuerte Bewegung unter gleichzeitigem Freilauf gegenüber dem ersten Hebel vollführt
und erst im Anschluss hieran der dann angetriebene erste Hebel den zweiten Hebel zum
Zuziehen der Drehfalle beaufschlagt. Erfindungsgemäß wird die Absenkbewegung so eingeleitet
bzw. vorteilhaft absolviert, dass ein am ersten Hebel angreifender Motor zunächst
ein die Klappe oder Haube beaufschlagendes Aufstellelement und damit die Klappe oder
Haube absenkt, und erst dann die Zuziehbewegung folgt und die Drehfalle zugezogen
wird.
[0010] Im Rahmen der Erfindung kommt zunächst einmal eine besonders einfache Kinematik zum
Einsatz, um auch große Spaltbereiche überbrücken und schließen zu können. Denn hierzu
greift die Erfindung größtenteils auf den von dem Motor beaufschlagten ersten Hebel
und den hiermit drehgelenkig verbundenen zweiten Hebel zurück. Weitere Hebel werden
nicht benötigt, sind gleichwohl denkbar.
[0011] Außerdem können bei dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürschloss zwei Phasen der
Bewegung beim Schließvorgang voneinander unterschieden werden und sind funktional
voneinander getrennt. Hierbei handelt es sich einerseits um die von der Haube zunächst
absolvierte Absenkbewegung der betreffenden Klappe oder Haube und andererseits die
an die Absenkbewegung anschließende Zuziehbewegung..
[0012] Während der Absenkbewegung vollführt der zweite Hebel gegenüber dem ersten Hebel
einen Freilauf. D.h., der den ersten Hebel beaufschlagende Motor sorgt bei der Absenkbewegung
ausschließlich über die dadurch initiierte Bewegung des ersten Hebels dafür, dass
das Aufstellelement abgesenkt wird. Dadurch folgt automatisch die Klappe oder Haube
dieser Absenkbewegung.
[0013] Hierzu kann im Detail der erste Hebel das Aufstellelement zusammendrücken.
[0014] So ist es möglich, dass das beispielsweise als Aufstellfeder ausgelegte Aufstellelement
mit Hilfe des vom Motor beaufschlagten ersten Hebels komprimiert wird. Jedenfalls
sorgt das Absenken des Aufstellelementes bzw. konkret das Komprimieren der Aufstellfeder
dafür, dass gleichzeitig die Haube oder Klappe abgesenkt wird und die Absenkbewegung
vollzieht.
[0015] Während dieser Absenkbewegung bleibt der zweite Hebel aufgrund des realisierten Freilaufes
gegenüber dem ersten Hebel unbeaufschlagt. D.h., die mit der Absenkbewegung des Aufstellelementes
verbundene regelmäßig beobachtete Schwenkbewegung des ersten Hebels sorgt nicht dafür,
dass hierbei auch der zweite Hebel in irgendeiner Weise eine Beaufschlagung erfährt.
[0016] Durch den Freilauf des zweiten Hebels gegenüber dem ersten Hebel während der Absenkbewegung
folgt der zweite Hebel der von der Drehfalle gesteuerten Bewegung. Zu diesem Zweck
verfügt die Drehfalle vorteilhaft über einen Zapfen und insbesondere einen Steuernocken.
Mit Hilfe des Zapfens bzw. des Steuernockens steuert die Drehfalle die Bewegung des
zweiten Hebels.
[0017] Erst wenn der zweite Hebel infolge dieser Steuerung durch die Drehfalle einen vorgegebenen
Stellweg absolviert hat, wird der zweite Hebel vorteilhaft gegenüber dem ersten Hebel
eingekuppelt. Das Einkuppeln beendet die Absenkbewegung und auch den Freilauf des
zweiten Hebels gegenüber dem ersten Hebel. Auf diese Weise kann im Anschluss hieran
die Drehfalle zugezogen werden. Denn nun ist der angetriebene erste Hebel in der Lage,
über den eingekuppelten zweiten Hebel die Drehfalle zum Zuziehen zu beaufschlagen.
[0018] Auf diese Weise stellt die Erfindung sicher, dass die Absenkbewegung einerseits und
die Zuziehbewegung andererseits mechanisch voneinander getrennt sind. Hierdurch wird
eine eindeutige (und mechanische) Absicherung gegen zu frühes Zuziehen erreicht. Denn
der Übergang von der Absenkbewegung zur Zuziehbewegung ist einerseits daran gekoppelt,
dass die Drehfalle bzw. der hierzu gesteuerte zweite Hebel den vorgegebenen Stellweg
absolviert hat und andererseits der zweite Hebel gegenüber dem ersten Hebel einkuppelt
und der Freilauf beendet ist. Erst wenn diese sämtlichen Bedingungen erfüllt sind,
kommt es dazu, dass der den ersten Hebel beaufschlagende Motor über den eingekuppelten
zweiten Hebel auf die Drehfalle zum Zuziehen arbeitet und auch arbeiten kann. Als
Folge hiervon ist auch ein wirksamer Einklemmschutz realisiert.
[0019] Denn der am ersten Hebel angreifende Motor wird im Allgemeinen während der Absenkbewegung
bei einem gegebenenfalls auftretenden Widerstand gestoppt. Tatsächlich arbeitet der
Motor während der Absenkbewegung lediglich auf den ersten Hebel, so dass das Aufstellelement
mit einer geringen Kraft beaufschlagt wird. Dadurch lässt sich ein wirksamer Einklemmschutz
während der Absenkbewegung realisieren, weil der Motor bei einem auftretenden Widerstand
unmittelbar gestoppt werden kann. Das lässt sich beispielsweise dadurch im Detail
realisieren, dass der vom Motor aufgenommene Strom zu seiner Beaufschlagung analysiert
wird und ein Stromanstieg als auftretender Widerstand interpretiert wird. Als Folge
hiervon kann der fragliche Motor gestoppt werden, so dass der gewünschte Einklemmschutz
beobachtet wird. Ein zusätzlicher Sensor ist also entbehrlich.
[0020] Darüber hinaus wird der Zuziehvorgang erst dann gestartet, wenn die Absenkbewegung
abgeschlossen ist. Denn nur die abgeschlossene Absenkbewegung führt insgesamt dazu,
dass der zweite Hebel gegenüber dem vom Motor beaufschlagten ersten Hebel eingekuppelt
ist und der Freilauf dadurch beendet wurde. Bei einem zuvor auftretenden Widerstand
wird diese Funktionsstellung nicht erreicht, weil der den ersten Hebel beaufschlagende
Motor gestoppt wird.
[0021] Jedenfalls wird der Zuziehvorgang bzw. die Zuziehbewegung nur dann initiiert und
gestartet, wenn der zweite Hebel den durch die Drehfalle gesteuerten Stellweg vollständig
absolviert und gegenüber dem ersten Hebel eingekuppelt ist. Dieser Einkuppelvorgang
kann beispielsweise sensorisch erfasst werden. Außerdem lässt sich je nach Auslegung
des zweiten Hebels und auch des Zapfens bzw. Steuernockens an der Drehfalle der Zeitpunkt
und auch die Funktionsstellung vorgeben und gegebenenfalls variieren, welche zum Übergang
von der Absenkbewegung zur Zuziehbewegung korrespondiert.
[0022] Grundsätzlich kann der Einkuppelvorgang des zweiten Hebels gegenüber dem ersten Hebel
auch rein mechanisch und ohne eine sensorische Abfrage genutzt werden, um die Zuziehbewegung
zu starten. In diesem Fall lässt sich erneut über eine Auswertung des vom motorischen
Antrieb für den ersten Hebel aufgenommenen elektrischen Stromes feststellen, ob der
zweite Hebel gegenüber dem ersten Hebel eingekuppelt ist. Denn während der Zuziehbewegung
arbeitet der Motor über den ersten Hebel auf den eingekuppelten zweiten Hebel derart,
dass die Drehfalle mit einem gegenüber dem Aufstellelement erhöhten Drehmoment beaufschlagt
wird. Dieses erhöhte Drehmoment und eine damit vergrößerte Stromaufnahme des Motors
kann erneut abgefragt und ausgewertet werden.
[0023] Während sich also der erste Hebel während der Absenkbewegung gegenüber dem zweiten
Hebel aufgrund des Freilaufes verstellen lässt, sorgt der eingekuppelte zweite Hebel
gegenüber dem ersten Hebel bei der Zuziehbewegung dafür, dass nun die Drehfalle zum
Zuziehen beaufschlagt werden kann. Dazu arbeitet der zweite Hebel typischerweise auf
den fraglichen Zapfen bzw. Steuernocken. Da in diesem Fall der Motor über die beiden
Hebel gesehen die Drehfalle zum Zuziehen beaufschlagt, kann aufgrund der solchermaßen
realisierten Kinematik ein erhöhtes Drehmoment genutzt werden, um die Zuziehbewegung
zu absolvieren. Tatsächlich lässt sich je nach Auslegung der beiden Hebel das an der
Drehfalle angreifende Drehmoment beim Zuziehvorgang sogar variieren.
[0024] Im Regelfall verfügt der zweite Hebel über eine den Freilauf vorgebende Kulisse.
Dazu dient die Kulisse zur Führung eines hierin eingreifenden Zapfens am ersten Hebel.
Durch die Kombination aus dem geschilderten Freilauf und der Steuerung des zweiten
Hebels mit Hilfe der Drehfalle wird folglich insgesamt ein Einklemmschutz auf mechanische
Art und Weise realisiert. Eine zusätzliche Sensorik ist nicht erforderlich, gleichwohl
natürlich möglich. Außerdem kann durch die jeweilige Auslegung der beiden Hebel eine
eventuelle Übersetzung der Drehbewegung vom Motor auf den ersten und zweiten Hebel
zum Absenken und Zuziehen verändert und gegebenenfalls variiert werden. Hierin sind
die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- das erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürschloss beim Beginn einer Absenkbewegung und
- Fig. 2
- das Kraftfahrzeugtürschloss am Ende der Absenkbewegung und zu Beginn der Zuziehbewegung.
[0026] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürschloss dargestellt, bei dem es sich nicht
einschränkend um ein Klappenschloss oder Haubenschloss handelt. Tatsächlich wird das
fragliche Kraftfahrzeugtürschloss beispielhaft in Verbindung mit einer Fronthaube
zur Abdeckung eines Motorraums bei einem Kraftfahrzeug eingesetzt. Zu diesem Zweck
verfügt das Kraftfahrzeugtürschloss über einen metallischen Schlosskasten 1, in dem
ein Gesperre 2, 3 aus im Wesentlichen einer Drehfalle 2 und einer Sperrklinke 3 drehbar
gelagert ist. Außerdem ist ein Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 vorgesehen, welcher
an die nicht ausdrücklich dargestellte Haube oder Klappe bzw. die zuvor bereits beschriebene
Fronthaube angeschlossen ist.
[0027] Das dargestellte Kraftfahrzeugtürschloss 1 ist im Beispielfall frontseitig der Kraftfahrzeugkarosserie
beispielsweise im Bereich eines dort vorgesehenen Kühlers oder auch einer Frontklappe
bei einem Fahrzeug mit Heckmotor platziert. Zum Schließen der Fronthaube wird die
fragliche Haube oder Klappe abgesenkt. Hierzu korrespondiert eine Absenkbewegung des
Schließbolzens bzw. Fangbolzens 4, die in der Fig. 1 durch einen Pfeil angedeutet
wird. Durch diese Absenkbewegung des Fangbolzens bzw. Schließbolzens 4 wird die Drehfalle
2 beim Übergang von der Funktionsstellung der Fig. 1 zur Fig. 2 im Uhrzeigersinn verschwenkt.
Das deutet ein Pfeil in der Fig. 1 an.
[0028] Zum grundsätzlichen weiteren Aufbau des dargestellten Kraftfahrzeugtürschlosses gehört
eine motorische Zuziehhilfe 5, 6, 7. Die motorische Zuziehhilfe 5, 6, 7 weist einen
Motor 5 sowie einen vom Motor 5 beaufschlagten ersten Hebel 6 und einen zweiten Hebel
7 auf. Der Motor 5 ist in den figürlichen Darstellungen lediglich durch einen Pfeil
angedeutet und sorgt dafür, dass der von dem Motor 5 beaufschlagte erste Hebel 6 größtenteils
Schwenkbewegungen im Uhrzeigersinn um seine zugehörige Achse 8 vollführen kann.
[0029] Der erste Hebel 6 ist mit einem Federarm 6a und einem Hebelarm 6b ausgerüstet, die
winklig zueinander angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel beobachtet man einen Winkel
zwischen dem Federarm 6a und den Hebelarm 6b des ersten Hebels 6, welcher im Bereich
von ca. 50° bis 70° angesiedelt ist, was selbstverständlich nur beispielhaft gilt
und nicht in irgendeiner Weise zwingend ist. Außerdem verfügt der erste Hebel 6 über
einen Zapfen 9, mit dessen Hilfe der erste Hebel 6 bzw. sein Federarm 6a einen Schenkel
einer Schenkelfeder 10 beaufschlagt.
[0030] Bei dieser Schenkelfeder 10 handelt es sich generell um ein Aufstellelement 10 bzw.
eine Aufstellfeder 10. Denn das Aufstellelement bzw. die Aufstellfeder 10 sorgt dafür,
dass der Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 mit einer Federkraft entgegen der in Fig.
1 durch den Pfeil dargestellte Absenkbewegung aufgestellt wird. Gleiches gilt dann
auch für die an den Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 angeschlossene Fronthaube. Diese
wird mit Hilfe des Aufstellelementes bzw. der Aufstellfeder 10 gegenüber der Kraftfahrzeugkarosserie
aufgestellt, so dass beispielsweise ein nicht ausdrücklich dargestellter Fanghaken
zugänglich wird, um die Fronthaube vollständig im Anschluss an die in der Fig. 1 dargestellte
geöffnete Position des Kraftfahrzeugtürschlosses aufstellen zu können.
[0031] Die beiden Hebel 6, 7 sind drehgelenkig miteinander verbunden. Außerdem verfügt der
zweite Hebel 7 über eine Kulisse 11. In die Kulisse 11 greift ein Zapfen am Hebelarm
6b des ersten Hebels 6 ein. Die Kulisse 11 mit dem darin eingreifenden Zapfen gibt
einen Freilauf des zweiten Hebels 7 gegenüber dem ersten Hebel 6 vor, wie nachfolgend
noch näher erläutert wird.
[0032] Die Funktionsweise ist wie folgt. Ausgehend von geöffneten Stellung des Kraftfahrzeugtürschlosses
nach der Fig. 1, welche auch zur ausgestellten Position der nicht dargestellten Fronthaube
und damit des Schließbolzens bzw. Fangbolzens 4 korrespondiert, absolviert der zweite
Hebel 7 beim Absenken der fraglichen Klappe oder Haube zunächst eine von der Drehfalle
2 gesteuerte Bewegung. Dazu verfügt die Drehfalle 2 über einen Zapfen 12, welcher
in der Darstellung nach der Fig. 1 zunächst an einer oberen Kante des zweiten Hebels
7 entlanggleitet und beim Übergang von der Funktionsstellung nach der Fig. 1 zur Fig.
2 gegen eine vordere Kante des zweiten Hebels 7 zur Anlage kommt, wie dies die Fig.
2 darstellt. Bei dieser Steuerbewegung dreht sich die Drehfalle 2 im Uhrzeigersinn
beim Übergang von der Fig. 1 zur Fig. 2. Diese Uhrzeigersinnbewegung wird durch den
sich absenkenden Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 initiiert, welcher zunehmend in ein
den Schließbolzen 4 umgreifendes Einlaufmaul gemäß der Darstellung in der Fig. 2 eintaucht
und hierbei die Drehfalle 2 im Uhrzeigersinn verschwenkt.
[0033] Durch die Uhrzeigersinnbewegung der Drehfalle 2 bei dem beschriebenen Absenkvorgang
bzw. der Absenkbewegung im Übergang von der Fig. 1 zur Fig. 2 gleitet der fragliche
Zapfen bzw. Steuernocken 12 an der Drehfalle 2 zunächst an der oberen Kante des zweiten
Hebels 7 entlang und gelangt dann in Anlage an die vordere Kante des zweiten Hebels
7, wie dies die Fig. 2 am Ende der geschilderten Absenkbewegung zeichnerisch darstellt.
[0034] Die zuvor beschriebene Absenkbewegung der Fronthaube und folglich des Schließbolzens
bzw. Fangbolzens 4 wird im Rahmen des Ausführungsbeispiels dadurch bewirkt, dass der
am ersten Hebel 6 angreifende bzw. den ersten Hebel 6 beaufschlagende Motor 5 den
fraglichen ersten Hebel 6 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch kommt der Zapfen 9
am Federarm 6a derart mit der Aufstellfeder 10 in Eingriff, dass die Aufstellfeder
10 komprimiert wird. In gleicher Weise wird die Aufstellfeder bzw. das Aufstellelement
10 abgesenkt, wie man beim Übergang von der Fig. 1 zur Fig. 2 erkennt. Da die Aufstellfeder
10 mit ihrem einen Schenkel den Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 aufstellt und sich
im geöffneten Zustand des Kraftfahrzeugtürschlosses nach der Fig. 1 in entspanntem
Zustand befindet, korrespondiert das Absenken des Schließbolzens bzw. Fangbolzens
4 dazu, dass das Aufstellelement bzw. die Aufstellfeder 10 komprimiert wird, indem
der Motor 5 auf den ersten Hebel 6 in entsprechendem Sinne arbeitet.
[0035] Zugleich sorgt der hierbei in das Einlaufmaul der Drehfalle 2 eintauchende Schließbolzen
bzw. Fangbolzen 4 dafür, dass die Drehfalle 2 beim Übergang von der Fig. 1 zur Fig.
2 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Der an der Drehfalle 2 befindliche Zapfen bzw.
Steuernocken 12 gleitet zunächst an der oberen Kante des zweiten Hebels 7 entlang
und erreicht am Ende der Absenkbewegung im Rahmen der Funktionsstellung nach der Fig.
2 die vordere Kante des zweiten Hebels 7.
[0036] Der zweite Hebel 7 wird nach dem Absolvieren des zuvor beschriebenen und vorgegebenen
Stellweges gegenüber dem ersten Hebel 6 eingekuppelt, wie dies die eingekuppelte Position
nach der Fig. 2 deutlich macht. Folglich kann im Anschluss an die Funktionsstellung
nach der Fig. 2 und am Ende der Absenkbewegung des Schließbolzens bzw. Fangbolzens
4 die Drehfalle 2 zugezogen werden, wie dies nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0037] Der zweite Hebel 7 vollführt während der Absenkbewegung der Klappe oder Haube die
durch den zuvor bereits geschilderten Freilauf gegenüber dem ersten Hebel 6 bedingte
sowie durch die Drehfalle 2 gesteuerte Bewegung. Tatsächlich lässt der durch das Zusammenspiel
der Kulisse 11 mit dem hierin eingreifenden Zapfen am ersten Hebel 6 realisierte Freilauf
nicht nur die von der Drehfalle 2 gesteuerte Bewegung des zweiten Hebels 7 bei der
Absenkbewegung zu. Sondern der Freilauf ermöglicht dem ersten Hebel 6 gleichzeitig,
dass dieser das Aufstellelement bzw. die Aufstellfeder 10 entsprechend absenken kann,
damit überhaupt die Drehfalle 2 die für die Steuerung notwendige Uhrzeigersinnbewegung
vollführt. Tatsächlich korrespondiert die Absenkbewegung bzw. Kompression der Aufstellfeder
10 dazu, dass der in die Kulisse 11 eingreifende Zapfen am Hebelarm 6b des ersten
Hebels 6 im Ausführungsbeispiel von einer rechten Endposition innerhalb der Kulisse
11 bis zu einer linken Endposition innerhalb der Kulisse 11 beim Übergang von der
Fig. 1 zur Fig. 2 wandert.
[0038] Sobald der fragliche und in die Kulisse 11 eingreifende Zapfen am linken Anschlag
innerhalb der Kulisse 11 zur Anlage kommt, befindet sich zugleich der zweite Hebel
7 in der eingekuppelten Position gegenüber dem ersten Hebel 6. Der Zapfen bzw. Steuernocken
12 liegt an der frontseitigen Kante des zweiten Hebels 7 an.
[0039] Eine weitere Beaufschlagung des Motors 5 und damit des ersten Hebels 6 führt nun
dazu, dass der erste Hebel 6 und der zweite Hebel 7 miteinander mechanisch gekoppelt
sind und der durch die Kulisse 11 und den hierin eingreifenden Zapfen am Hebelarm
6b des ersten Hebels 6 realisierte Freilauf beendet ist. Dadurch kann ausgehend von
der Funktionsstellung nach der Fig. 2 die Drehfalle 2 zugezogen und die Zuziehbewegung
gestartet werden. D.h., im Anschluss an die Absenkbewegung und bei eingekuppeltem
zweiten Hebel 7 startet der am ersten Hebel 6 angreifende Motor 5 die Zuziehbewegung,
und zwar ausgehend von der Funktionsstellung nach der Fig. 2.
[0040] Während der Zuziehbewegung arbeitet der Motor 5 über den ersten Hebel 6 auf den eingekuppelten
zweiten Hebel 7derart, dass die Drehfalle 2 mit einem gegenüber dem Aufstellelement
10 erhöhten Drehmoment beaufschlagt wird. Das lässt sich im Kern darauf zurückführen,
dass ein deutlich verlängerter Hebelarm beobachtet wird. Während der Motor 5 über
den Federarm 6a und den Zapfen 9 auf das fragliche Aufstellelement 10 unter Berücksichtigung
eines in der Fig. 2 eingezeichneten Hebelarmes a bei der Absenkbewegung arbeitet,
ist der zur Zuziehbewegung korrespondierende und aus beiden Hebeln 6, 7 zusammengesetzte
Hebelarm b deutlich länger gestaltet. Dementsprechend kann die Drehfalle 2 mit einem
deutlich höheren Drehmoment seitens des Motors 5 beaufschlagt werden, als dies für
die Beaufschlagung des Aufstellelementes 10 beobachtet wird. Außerdem wird deutlich,
dass je nach Auslegung der beiden Hebel 6, 7 das an der Drehfalle 2 angreifende Drehmoment
beim Zuziehvorgang bzw. der Zuziehbewegung grundsätzlich variiert werden kann.
[0041] Neben der getrennten Auslegung von einerseits der Absenkbewegung und andererseits
der Zuziehbewegung und durch die vorgenommene mechanische Trennung und Absicherung
gegen ein zu frühes Zuziehen durch die seitens der Drehfalle 2 gesteuerte Bewegung
des zweiten Hebels 7 wird auch ein besonders wirksamer Einklemmschutz beobachtet.
Kommt es beispielsweise während der Absenkbewegung beim Übergang von der Fig. 1 zur
Fig. 2 zu einem auftretenden Widerstand, so wird der Motor 5 unmittelbar gestoppt.
Das ist problemlos möglich, zumal für den beschriebenen Absenkvorgang lediglich eine
geringe elektrische Leistung am Motor 5 erforderlich ist. Sobald beispielsweise die
Stromaufnahme am Motor 5 in diesem Zusammenhang ansteigt, kann dies als unvorhergesehener
Widerstand interpretiert werden und lässt sich dieser Stromanstieg nutzen, um den
Motor 5 abzuschalten. Erst dann, wenn der Absenkvorgang bzw. die Absenkbewegung ohne
registrierten Widerstand komplett vollzogen ist und die Funktionsstellung nach der
Fig. 2 erreicht wurde, wird im Anschluss hieran die Zuziehbewegung gestartet. Bei
dieser Zuziehbewegung arbeitet der Motor 5 über den ersten Hebel 6 und den eingekuppelten
zweiten Hebel 7 insgesamt auf den Zapfen bzw. Steuernocken 12 an der Drehfalle 2 derart,
dass die Drehfalle 2 weiter im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Hierdurch wird der
Schließbolzen bzw. Fangbolzen 4 weiter abgesenkt und folglich die hieran angeschlossene
Fronthaube im Beispielfall zugezogen, im Regelfall gegen von einer umlaufenden Dichtung
aufgebaute Rückstellkräfte.
[0042] Man erkennt, dass der Einklemmschutz insgesamt mechanisch realisiert werden kann
und keine weitere Sensorik erforderlich ist, vielmehr beispielhaft die Auswertung
des vom Motor 5 aufgenommenen Stromes bzw. der aufgenommenen elektrischen Leistung
ausreicht. Außerdem sorgt die kombinierte Ansteuerung des zweiten Hebels 7 über die
Drehfalle 2 in Verbindung mit dem durch die Kulisse 11 realisierten Freilauf dafür,
dass der Zuziehvorgang bzw. die Zuziehbewegung mechanisch abgesichert ist und ausdrücklich
erst dann gestartet wird, wenn die Funktionsstellung in der Fig. 2 erreicht wird.
Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
1. Kraftfahrzeugtürschloss, insbesondere Klappenschloss oder Haubenschloss, mit einem
Gesperre (2, 3) aus im Wesentlichen Drehfalle (2) und Sperrklinke (3), und mit einer
motorischen Zuziehhilfe (5, 6, 7), welche einen Motor (5) sowie einen vom Motor (5)
beaufschlagten ersten Hebel (6) und einen zweiten Hebel (7) aufweist, wobei beide
Hebel (6, 7) drehgelenkig miteinander verbunden sind, wobei der zweite Hebel (7) beim
Absenken einer Klappe oder Haube zunächst eine von der Drehfalle (2) gesteuerte Bewegung
unter gleichzeitigem Freilauf gegenüber dem ersten Hebel (6) vollführt und erst im
Anschluss hieran der dann angetriebene erste Hebel (6) den zweiten Hebel (7) zum Zuziehen
der Drehfalle (2) beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, dass der am ersten Hebel (6) angreifender Motor (5) zunächst ein eine Klappe oder Haube
beaufschlagendes Aufstellelement (10) und damit die Klappe oder Haube absenkt und
erst dann die Drehfalle (2) zuzieht.
2. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehfalle (2) einen Zapfen (12), insbesondere einen Steuernocken (12), aufweist,
welcher die Bewegung des zweiten Hebels (7) steuert.
3. Kraftfahrzeugtürschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hebel (7) nach Absolvieren eines vorgegebenen Stellweges gegenüber dem
ersten Hebel (6) einkuppelt, so dass im Anschluss hieran die Drehfalle (2) zugezogen
wird.
4. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hebel (7) während der Absenkbewegung der Klappe oder Haube die durch den
Freilauf gegenüber dem ersten Hebel (6) bedingte sowie durch die Drehfalle (2) gesteuerte
Bewegung vollführt.
5. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der am ersten Hebel (6) angreifende Motor (5) bei einem während der Absenkbewegung
auftretenden Widerstand gestoppt wird.
6. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an die Absenkbewegung und bei eingekuppeltem zweiten Hebel (7) der am
ersten Hebel (6) angreifende Motor (5) eine Zuziehbewegung startet.
7. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (5) während der Zuziehbewegung über den ersten Hebel (6) auf den eingekuppelten
zweiten Hebel (7) derart arbeitet, dass die Drehfalle (2) mit einem gegenüber dem
Aufstellelement (10) erhöhten Drehmoment beaufschlagt wird.
8. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass je nach Auslegung der beiden Hebel (6, 7) das an der Drehfalle (2) angreifende Drehmoment
bei der Zuziehbewegung variierbar ist.
9. Kraftfahrzeugtürschloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hebel (7) eine den Freilauf vorgebende Kulisse (11) zur Führung eines
hierin eingreifenden Zapfens am ersten Hebel (6) aufweist.
1. Motor vehicle door latch, in particular a tailgate latch or hood latch, comprising
a locking mechanism (2, 3) consisting substantially of a catch (2) and a pawl (3),
said latch also comprising a motorized closing aid (5, 6, 7) which has a motor (5),
a first lever (6) on which the motor (5) acts, and a second lever (7), the two levers
(6, 7) being hinged to one another, and the second lever (7), when a tailgate or hood
is lowered, first performing a movement controlled by the catch (2) while simultaneously
freewheeling relative to the first lever (6), and the first lever (6), which is then
driven, only then acting on the second lever (7) to close the catch (2), characterized in that the motor (5) which acts on the first lever (6) first lowers a positioning element
(10) that acts on a tailgate or hood and thus lowers the tailgate or hood, and only
then closes the catch (2).
2. Motor vehicle door latch according to claim 1, characterized in that the catch (2) has a pin (12), in particular a control cam (12), which controls the
movement of the second lever (7).
3. Motor vehicle door latch according to either claim 1 or claim 2, characterized in that the second lever (7) engages after completing a predetermined adjustment path relative
to the first lever (6), so that the catch (2) is then closed.
4. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 3, characterized in that, during the lowering movement of the tailgate or hood, the second lever (7) performs
the movement which is caused by the freewheel relative to the first lever (6) and
controlled by the catch (2).
5. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 4, characterized in that the motor (5) acting on the first lever (6) is stopped when resistance occurs during
the lowering movement.
6. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 5, characterized in that, following the lowering movement and when the second lever (7) is engaged, the motor
(5) which acts on the first lever (6) starts a closing movement.
7. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 6, characterized in that, during the closing movement, the motor (5) operates on the coupled second lever
(7) via the first lever (6) in such a way that the catch (2) is subjected to a torque
that is increased in comparison with the positioning element (10).
8. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 7, characterized in that, depending on the design of the two levers (6, 7), the torque acting on the catch
(2) during the closing movement can be varied.
9. Motor vehicle door latch according to any of claims 1 to 8, characterized in that the second lever (7) has a slotted link (11) which predetermines the freewheeling
and guides a pin which engages therein on the first lever (6).
1. Serrure de porte de véhicule automobile, en particulier serrure de trappe ou serrure
de capot, comportant un mécanisme de verrouillage (2, 3) sensiblement constitué d'un
loquet rotatif (2) et d'un cliquet de verrouillage (3), et comportant une aide à la
traction motorisée (5, 6, 7) qui présente un moteur (5) ainsi qu'un premier levier
(6) et un second levier (7) sollicités par le moteur (5), les deux leviers (6, 7)
étant reliés de manière pivotante l'un à l'autre, le second levier (7) exécutant d'abord
un mouvement commandé par le loquet rotatif (2) avec une course libre simultanée par
rapport au premier levier (6) lors de l'abaissement d'une trappe ou d'un capot, et
alors seulement après le premier levier (6) ainsi entraîné agit sur le second levier
(7) pour tirer le loquet rotatif (2), caractérisée en ce que le moteur (5) agissant sur le premier levier (6) abaisse d'abord un élément de positionnement
(10) agissant sur une trappe ou un capot et abaisse ainsi la trappe ou le capot et
seulement alors tire le loquet rotatif (2).
2. Serrure de porte de véhicule automobile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le loquet rotatif (2) présente une goupille (12), en particulier une came de commande
(12), qui commande le mouvement du second levier (7).
3. Serrure de porte de véhicule automobile selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le second levier (7) s'enclenche par rapport au premier levier (6) après avoir terminé
un parcours de réglage prédéfini, de sorte que le loquet rotatif (2) est ainsi tiré.
4. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le second levier (7) exécute, pendant le mouvement d'abaissement de la trappe ou
du capot, le mouvement provoqué par la course libre par rapport au premier levier
(6) et commandé par le loquet rotatif (2).
5. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le moteur (5) agissant sur le premier levier (6) est arrêté en cas de résistance
apparaissant lors du mouvement d'abaissement.
6. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que suite au mouvement d'abaissement et lorsque le second levier (7) est enclenché, le
moteur (5) agissant sur le premier levier (6) entame un mouvement de traction.
7. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le moteur (5) agit sur le second levier (7) enclenché par l'intermédiaire du premier
levier (6) lors du mouvement d'abaissement de telle sorte que le loquet rotatif (2)
est sollicité par un couple accru opposé à l'élément de positionnement (10).
8. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que selon la conception des deux leviers (6, 7), le couple agissant sur le loquet rotatif
(2) peut être modifié pendant le mouvement de traction.
9. Serrure de porte de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le second levier (7) présente une coulisse (11) définissant la course libre pour
le guidage d'une goupille venant en prise dans celle-ci sur le premier levier (6).