[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbelstück und dessen Verwendung, wobei das Möbelstück
ein aufblasbares, plattenförmiges Volumenelement aufweist.
[0002] Die
DE102012103948 offenbart einen Körper mit einer Innenkammer, die mit einem Gas aufblasbar ist. Ferner
weist der Körper eine Außenkammer auf, die mit einem granularen Material gefüllt ist.
Die Außenkammer ist entlüftbar bzw. evakuierbar ausgebildet und kann somit mit einem
Unterdruck beaufschlagt werden. Ist die Innenkammer aufgeblasen und die Außenkammer
evakuiert, ergibt sich ein Körper mit hoher Steifigkeit.
[0003] Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist es, ein möglichst flexibel nutzbares
Möbelstück vorzuschlagen, welches zu dem möglichst leicht ist und gleichzeitig einen
guten Komfort bietet.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Die Erfindung zeichnet sich gemäß einem ersten Aspekt aus durch ein Möbelstück mit
einem ersten aufblasbaren und/oder evakuierbaren, plattenförmigen Volumenelement und
zumindest einem nicht-aufblasbaren Stützelement. Das erste Volumenelement ist aus
einer ersten flexiblen Deckschicht sowie einer zweiten flexiblen Deckschicht und eine
dazwischen angeordneten Zwischenstruktur gebildet. Die Zwischenstruktur ist ausgebildet,
die erste Deckschicht mit der zweiten Deckschicht mechanisch derart zu koppeln, dass
in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand die erste Deckschicht von der
zweiten Deckschicht vorgegeben beabstandet ist. Dabei ist das zumindest eine Stützelement
mit dem ersten Volumenelement werkzeuglos mechanisch koppel- und entkoppelbar und
derart zu dem ersten Volumenelement angeordnet, so dass es als zumindest eine Standfläche
des Möbelstückes dient.
[0006] Ein solches Möbelstück hat den Vorteil, dass es besonders leicht und durch die einzelnen
Komponenten besonders modular und damit vielseitig nutzbar ist. Die Verwendung eines
Volumenelementes als Ersatz für beispielsweise herkömmliche gepolsterte Sitz- oder
Liegeflächen oder nicht-gepolsterte Abstellflächen aus Holzmaterial bietet vergleichbaren
Komfort bei gleichzeitig maximaler Flexibilität. Das Möbelstück kann beispielsweise
als Liege, Sofa, Sessel, Hocker, Stuhl, Regal, Tisch, etc. ausgebildet sein.
[0007] Da das Volumenelement als solches plattenförmig ausgebildet ist, weist es damit eine
Länge und eine Breite auf, die größer ist als eine Dicke. Ein derartiges plattenförmiges
Volumenelement kann aber neben einer Benutzung als Komponente des Möbelstückes grundsätzlich
auch anderweitig und somit sehr vielseitig genutzt werden. Es ist somit multifunktional
und damit besonders ressourcenschonend verwendbar, da für unterschiedlichste Anwendungen
ein und dasselbe Volumenelement verwendet werden kann. Gleiches kann auch für das
zumindest eine Stützelement gelten. Wenn dieses entsprechend ausgestaltet ist, kann
es neben der Stützfunktion auch in einer anderen Funktion verwendet werden.
[0008] Um das erste Volumenelement als Teil des Möbelstückes zu verwenden, muss es in den
aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand gebracht werden. Das erste Volumenelement
kann zumindest teilweise aufblasbar sein, so z.B. mit Luft, um einen nutzbaren Zustand
einzunehmen. Um einen erschlafften Zustand einzunehmen, ist der aufgeblasene Anteil
des Volumenelementes zu entlüften. Darüber hinaus kann das Volumenelement auch teilweise
evakuierbar sein, um durch die Beaufschlagung mit einem Unterdruck seinen nutzbaren
Zustand einzunehmen. Um einen erschlafften Zustand einzunehmen, ist der evakuierte
Anteil des Volumenelementes zu belüften. Natürlich kann das Volumenelement auch entweder
aufblasbar oder evakuierbar sein, um den nutzbaren Zustand einzunehmen. In einem nicht
genutzten Zustand kann das erste Volumenelement in einem erschlafften Zustand sehr
flexibel und auf ein relativ kleines Packmaß gefaltet oder zusammengerollt und damit
leicht transportiert oder platzsparend verstaut oder gelagert werden, so dass der
nutzbare Raum vergrößert werden kann.
[0009] Der Aufbau des Volumenelementes mit der ersten und zweiten Deckschicht und der dazwischen
angeordneten Zwischenstruktur ermöglicht im aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand
ein biegesteifes und formstabiles Element, auch unter Belastung. Um einen aufblasbaren
und/oder evakuierbaren Raum in der Zwischenstruktur zwischen der ersten und zweiten
Deckschicht zu ermöglichen, sind die Seitenkanten des ersten Volumenelementes beispielsweise
mittels einer Abschlusslasche versiegelt. Diese Abschlusslasche verläuft dabei vorzugsweise
im Bereich der jeweiligen Seitenkante zwischen der ersten und zweiten Deckschicht
und ist an dieser jeweils fluiddicht befestigt, so z.B. verklebt, vernäht und/oder
verschweißt. Die Abschlusslasche ist vorzugsweise aus dem gleichen Material und kann
den gleichen Aufbau aufweisen als die erste oder zweite Deckschicht.
[0010] Vorzugsweise ist die jeweilige Deckschicht des ersten Volumenelementes aus einem
Kunststoffmaterial, so z.B. PVC, Polycotton oder Nylon gebildet. Vorzugsweise ist
die Zwischenstruktur ausgebildet, die erste und die zweite Deckschicht derart mechanisch
zu koppeln, dass in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand die erste Deckschicht
zu der zweiten Deckschicht über die Erstreckung der Zwischenstruktur vorgegeben beabstandet
ist. D.h. in dem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand umfasst die jeweilige
Deckschicht keine großen Wölbungen und/oder großflächigen Vertiefungen, weist also
eine im Wesentlichen glatte, kontinuierlich verlaufende Oberfläche auf. Der Abstand
der Deckschichten über die Erstreckung der Zwischenstruktur kann konstant sein. Alternativ
kann der Abstand zwischen der ersten und zweiten Deckschicht über die Erstreckung
der Zwischenstruktur aber auch variieren.
[0011] Die Zwischenschicht erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Erstreckung des
Volumenelementes. Damit kann mittels der Zwischenstruktur gewährleistet werden, dass
der vorgegebene Abstand zwischen der ersten und zweiten Deckschicht in einem weiten
Über- und/oder Unterdruckbereich über die Erstreckung des Volumenelementes eingehalten
werden kann, ohne dass Wölbungen und/oder Vertiefungen auftreten. Gleichzeitig kann
dadurch eine hohe Druckfestigkeit und Biegesteifigkeit des Volumenelementes erreicht
werden. Auch kann das Volumenelement besonders stark belastet werden und somit beispielsweise
als Sitz- Liege- oder Abstellfläche dienen.
[0012] Das Stützelement ist nicht aufblasbar ausgebildet, sondern ist vorwiegend aus unflexible
Materialen hergestellt, z.B. Holz, Metall, etc., kann aber durchaus faltbar, ausziehbar,
verstellbar, verschiebbar, oder anderweitig variable ausgebildet sein. Das Stützelement
kann als massive Komponente ausgebildet sein, alternativ aber auch hohl sein und dadurch
eine Verstaumöglichkeit bieten, welche mittels einer Tür, Klappe, Schublade oder anderweitig
zugängig ist oder die an ein oder mehreren Seiten offen gestaltet ist. Auch kann das
zumindest eine Stützelement beispielsweise gerüstförmig ausgebildet sein und aus mehreren
Streben bestehen. Natürlich kann das Möbelstück auch mehr als ein Stützelement umfassen.
[0013] Das Stützelement dient als Standfläche des Möbelstückes, d.h. es ist zumindest teilweise
zwischen dem ersten Volumenelement und einem Boden, auf dem das Möbelstück steht,
angeordnet. In einem stationären Innenraum, so z.B. einem Wohnraum einer Wohnung oder
eines Hauses, sowie Büroräume, angeordnet, ist das Möbelstück vorzugsweise umstellbar
ausgebildet, d.h. das zumindest eine Stützelement lässt sich verschieben.
[0014] Die Kopplung zwischen dem ersten Volumenelement und dem Stützelement ist typischerweise
derart ausgebildet, dass das erste Volumenelement vorzugsweise mit dem Stützelement
fixiert ist. Dabei ist die Fixierung derart ausgebildet, dass das erste Volumenelement
in dem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand in einem vorgegebenen Kontaktbereich
relativ zu dem Stützelement angeordnet bleibt. Dadurch ist sichergestellt, dass das
Möbelstück auch während einer Benutzung oder Belastung des ersten Volumenelementes
sicher und zuverlässig nutzbar ist. Die Kopplung kann dabei aber auch derart ausgebildet
sein, dass das erste Volumenelement weiterhin schwenkbar an dem zumindest einen Stützelement
befestigt ist.
[0015] "Aufblasbar" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Volumenelement mit einem Gas,
so z.B Luft, befüllbar und somit zumindest teilweise mit einem Überdruck beaufschlagbar
ist, um seinen nutzbaren Zustand einzunehmen. "Evakuierbar" bedeutet dagegen, dass
das Volumenelement zumindest teilweise mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist, um
seinen nutzbaren Zustand einzunehmen
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspektes folgt ein Kontaktbereich
des Stützelementes, in welchem das Stützelement mit dem ersten Volumenelement in Kontakt
ist, einer Form des ersten Volumenelementes, der diesem Kontaktbereich zugeordnet
ist. Vorzugsweise folgt der Kontaktbereich des Stützelementes einer Form des ersten
Volumenelementes über dessen gesamte Breite oder dessen gesamte Länge. Dies hat den
Vorteil, dass das erste Volumenelement optimal auf dem Stützelement gelagert ist.
Auch kann ein derartig ausgeformter Kontaktbereich die mechanische Kopplung zwischen
dem ersten Volumenelement und dem Stützelement bilden oder zumindest unterstützen.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist das zumindest
eine Stützelement derart ausgebildet, dass während der Kopplung die einem Boden abgewandte
Deckschicht des ersten Volumenelementes im Wesentlichen waagerecht ausgerichtet ist.
Derart ausgebildet, bildet somit die dem Boden abgewandte Deckschicht des ersten Volumenelementes
eine komfortable Sitz- oder Liegefläche oder gut nutzbare Abstellfläche. Verändert
sich beispielsweise der Abstand zwischen der ersten und zweiten Deckschicht des ersten
Volumenelementes über dessen Erstreckung, so ist das zumindest eine Stützelement ausgebildet,
diese Variation der Dicke derart auszugleichen, dass die dem Boden abgewandte Deckschicht
im Wesentlichen waagerecht ausgerichtet ist.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist das erste Volumenelement
in dem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand gekrümmt oder geknickt. Dabei kann
das Stützelement in dem nutzbaren Zustand beispielsweise derart mit dem ersten Volumenelement
gekoppelt sein, dass das erste Volumenelement in dem gekrümmten oder geknickten Zustand
gehalten wird. Alternativ kann die Krümmung oder der Knick durch eine entsprechende
Verbindung der Enden des ersten Volumenelementes bewirkt sein. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung bildet das erste Volumenelement in dem gekrümmten oder geknickten Zustand
sowohl eine Sitz- oder Liegefläche und gleichzeitig eine Lehne, so z.B. Rückenlehne.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts umfasst das Möbelstück
ein zweites aufblasbares und/oder evakuierbares, plattenförmiges Volumenelement, welches
aus einer ersten flexiblen Deckschicht sowie einer zweiten flexiblen Deckschicht und
eine dazwischen angeordneten Zwischenstruktur gebildet ist. Die Zwischenstruktur ist
ausgebildet, die erste Deckschicht mit der zweiten Deckschicht mechanisch derart zu
koppeln, dass in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand die erste Deckschicht
von der zweiten Deckschicht vorgegeben beabstandet ist. Das erste Volumenelement lagert
in einem ersten Nutzungszustand auf dem zumindest einen Stützelement und ist mit dem
zweiten Volumenelement derart gekoppelt, dass das zweite Volumenelement mit einer
seiner Deckschichten dem ersten Volumenelement zugewandt ist. Die Verwendung von zumindest
zwei Volumenelementen für das Möbelstück erweitert dessen Vielseitigkeit und Multifunktionalität.
Besonders vorteilhaft kann abhängig von der Funktion des jeweiligen Volumenelementes
dieses entsprechend mit einem passenden Über- und/oder Unterdruck beaufschlagt werden.
Damit können beide Volumenelemente abhängig von deren Funktion in dem Möbelstück unterschiedliche
Über- oder Unterdrücke aufweisen.
[0020] Auch das zweite Volumenelement ist plattenförmig ausgebildet und weist somit eine
Länge und eine Breite auf, die größer ist als dessen Dicke.
[0021] In dieser Ausgestaltung kann das erste Volumenelement beispielsweise derart mit dem
zweiten Volumenelement gekoppelt sein, dass das zweite Volumenelement mit einer seiner
Deckschichten mit dem ersten Volumenelement in Kontakt ist. Alternativ kann das zweite
Volumenelement auch mit einer seiner Kanten, so z.B. Stirn- oder Seitenkanten, mit
dem ersten Volumenelement in Kontakt sein, wobei weiterhin das zweite Volumenelement
mit einer seiner Deckschichten dem ersten Volumenelement zugewandt ist.
[0022] Die Kopplung zwischen dem ersten und zweiten Volumenelement kann beispielsweise mittels
spannbarer Verbindungselemente erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann die Kopplung
mittels eines Lehnenelementes erfolgen, welches das erste und zweite Volumenelement
entsprechend koppelt. Dabei kann das Lehnenelement als feste Komponente ausgebildet
sein, so z.B. nicht-aufblasbar, und neben dem Stützelement auch eine Stützfunktion
übernehmen. Auch ist es denkbar, dass Lehnenelement derart auszubilden, dass es neben
der Kopplungsfunktion auch als Arm- oder Rückenlehne dient.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist das zweite Volumenelement
in dem ersten Nutzungszustand im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Volumenelement
angeordnet. In dieser Form kann das Möbelstück beispielsweise als Sitzmöbel ausgebildet
sein, wobei das erste Volumenelement als Sitzfläche und das zweite Volumenelement
als Rückenlehne dient. Alternativ oder zusätzlich kann das zweite Volumenelement neben
dem Stützelement auch das erste Volumenelement zusätzlich stützen. Dadurch kann das
Möbelstück in dieser Ausgestaltung beispielsweise als Liege, Hocker, Tisch, Regal,
Sessel, etc. ausgebildet sein.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist das zumindest
eine Stützelement in einem zweiten Nutzungszustand ausziehbar oder verlängerbar ausgebildet.
In diesem Fall sind sowohl das erste als auch das zweite Volumenelement mit dem zumindest
einen ausgezogenen bzw. verlängerten Stützelement koppelbar. Dies hat den Vorteil,
dass man das Möbelstück mit zwei Volumenelementen in dem ersten Nutzungszustand beispielsweise
als Sitzmöbel nutzen kann, aber gleichzeitig in eine Liegefläche umbauen kann, bei
der beide Volumenelemente in dem zweiten Nutzungszustand als Liegefläche dienen. Aber
auch anderen Nutzungsmöglichkeiten sind denkbar. In diesem Fall ist das zumindest
eine ausziehbare oder verlängerbare Stützelement derart ausgebildet, dass die jeweilige
dem Boden abgewandte Deckschicht beider Volumenelemente im Wesentlichen waagerecht
ausgerichtet ist.
[0025] In dieser Ausgestaltung eines Möbelstückes mit einem ersten und einem zweiten Volumenelement
kann grundsätzlich die mechanische Kopplung zwischen dem ersten Volumenelement und
dem zumindest einen Stützelement auch entfallen. Somit wäre es auch möglich, ein Möbelstück
mit einem ersten und einem zweiten aufblasbaren, plattenförmigen Volumenelement und
zumindest einem nicht-aufblasbaren Stützelement zu bilden, wobei das jeweilige Volumenelement
aus einer ersten flexiblen Deckschicht sowie einer zweiten flexiblen Deckschicht und
eine dazwischen angeordneten Zwischenstruktur gebildet ist, wobei die jeweilige Zwischenstruktur
ausgebildet ist, die erste Deckschicht mit der zweiten Deckschicht mechanisch derart
zu koppeln, dass in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand die erste Deckschicht
von der zweiten Deckschicht vorgegeben beabstandet ist, wobei das erste Volumenelement
in einem ersten Nutzungszustand auf dem zumindest einen Stützelement lagert und das
zweite Volumenelement im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Volumenelement angeordnet
ist. Auch ist es möglich bei dem Möbelstück mit zwei Volumenelementen, dass das zweite
Volumenelement derart zu dem ersten gekoppelt ist, dass das erste Volumenelement in
dem ersten Nutzungszustand auf dem zumindest einen Stützelement lagert und mit dem
zweiten Volumenelement derart gekoppelt ist, dass das zweite Volumenelement mit einer
seiner Deckschichten mit dem ersten Volumenelement in Kontakt ist. In einem zweiten
Nutzungszustand kann das zumindest eine Stützelement ausziehbar oder verlängerbar
ausgebildet sein, wobei in diesem Fall sowohl das erste als auch das zweite Volumenelement
auf dem zumindest einen ausgezogenen bzw. verlängerten Stützelement lagerbar sind.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts verlaufen in der
Zwischenstruktur des jeweiligen Volumenelementes zumindest bereichsweise eine Vielzahl
gleichlanger Stabilisierungsfäden zwischen der zugeordneten ersten und zweiten Deckschicht.
Eine solche Ausführung entspricht einer sogenannten Drop-Stitch Struktur mit einer
Vielzahl von Stabilisierungsfäden zwischen der ersten und zweiten Deckschicht. Dabei
können der Zwischenstruktur ein oder mehrere Kammern zugeordnet sein. Ein solcher
Aufbau des Volumenelementes bietet eine hohe Form- und Biegestabilität und weist gleichzeitig
eine hohe Reißfestigkeit auf. Vorzugsweise wird das Volumenelement mit einer Drop-Stitch
Struktur mit einem Überdruck beaufschlagt. Dabei kann mit einer Drop-Stitch Struktur
auch bei einem sehr hohen Überdruck die vorgegebene Form des Volumenelementes beibehalten
werden. Sofern der Zwischenstruktur mehrere Kammern zugeordnet und diese jeweils als
Drop-Stitch Struktur ausgeführt sind, kann durch die Beaufschlagung unterschiedlich
vorgegebener Überdrücke über die Kammern verteilt das Volumenelement an seine gewünschte
Funktion für das Möbelstück angepasst werden. Beispielsweise kann das Volumenelement
oder einzelne Kammern mit der Drop-Stitch Struktur jeweils auf einen Überdruckbereich
zwischen 0,3 und 2 Bar aufgeblasen werden.
[0027] Die Stabilisierungsfäden bilden die mechanische Kopplung zwischen der ersten und
zweiten Deckschicht. Die Länge der Stabilisierungsfäden gibt dabei im Wesentlich die
Dicke, des Volumenelementes über seine Erstreckung vor. Vorzugsweise beträgt die Dicke
des Volumenelementes etwa 10 cm. Aber auch andere Dicken von beispielsweise 15 oder
20 cm sind möglich. In dieser Ausgestaltung ist die Zwischenstruktur vorzugsweise
ausgebildet, die erste und die zweite Deckschicht derart mechanisch zu koppeln, dass
im aufgeblasenen Zustand die erste und zweite Deckschicht über die Erstreckung der
Zwischenstruktur im Wesentlichen parallel verlaufen.
[0028] Werden mehrere Volumenelemente für das Möbelstück verwendet, kann eine oder können
mehrere Volumenelemente eine Drop-Stitch Struktur als Zwischenstruktur umfassen.
[0029] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts ist zumindest einer
Deckschicht des ersten Volumenelementes eine weitere aufblasbare Nutzschicht zugeordnet.
Diese aufblasbare Nutzschicht kann auf der zugeordneten Deckschicht angeordnet oder
in dieser integriert sein. Diese Nutzschicht dient hauptsächlich dem Komfort. Im aufgeblasenen
Zustand kann diese Nutzschicht eine weiche Oberfläche bereitstellen. Typischerweise
unterscheidet sich der Überdruck, mit dem die Nutzschicht beaufschlagt wird von dem
Überdruck, mit dem die Zwischenstruktur des ersten Volumenelementes beaufschlagt wird.
Darüber hinaus kann diese Nutzungsschicht eine atmungsaktive Oberfläche oder Polsterung
aufweisen. Beispielsweise kann die aufblasbare Nutzschicht der Deckschicht des ersten
Volumenelementes zugeordnet sein, welche von dem Boden abgewandt ist. Alternativ oder
zusätzlich kann die aufblasbare Nutzschicht der Deckschicht des zweiten Volumenelementes
zugeordnet sein, welche mit dem ersten Volumenelement in Kontakt ist.
[0030] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des ersten Aspekts weist zumindest
ein Volumenelement des Möbelstückes zumindest ein Stabilisierungselement vorgegebener
Länge und Breite auf, das auf oder in der ersten oder zweiten zugeordneten Deckschicht
angeordnet ist. Dabei verläuft das zumindest eine Stabilisierungselement in Längs-
und/oder Querrichtung und ist dabei ausgebildet, eine zusätzliche Versteifung des
Volumenelementes im nutzbaren Zustand zu bewirken. Das zumindest eine Stabilisierungselement
ist beispielsweise flexibel ausgebildet und weist ein hohes Elastizitätsmodul und
eine hohe Zugfestigkeit auf und bewirkt damit eine zusätzliche Versteifung des Volumenelementes.
Beispielsweise ist das Stabilisierungselement als ein Faserband oder Faserstreifen
ausgebildet, das bzw. der Fasern umfasst, die in Faserrichtung ein hohes Elastizitätsmodul
aufweisen und besonders zugfest sind. Eine Breite des Faserbandes oder Faserstreifens
kann beispielsweise zwischen einigen Millimetern und einigen Zentimeter liegen und
sich in Quer- und/oder Längsrichtung erstrecken. Alternativ kann das Stabilisierungselement
auch großflächig als Faserlage ausgebildet sein und auf oder in zumindest einer der
Deckschichten angeordnet sein. Beispielsweise kann das Faserband, der Faserstreifen
oder die Faserlage synthetische Fasern wie z.B. Aramid-, Polyethylen-, CFK/ GFK-Fasern,
oder Naturfasern, wie z.B. Baumwoll- oder Hanffasern, umfassen. Wird beispielsweise
das Volumenelement auf einer Seite belastet, so kann das Stabilisierungselement auf
der der Belastung gegenüberliegenden Seite des Volumenelementes auf oder in der zugeordneten
Deckschicht angeordnet bzw. integriert sein. Dadurch wirkt das Stabilisierungselement
der Belastung aufgrund des hohen Elastizitätsmoduls und der Zugfestigkeit entgegen.
Eine aus der Belastung resultierende Durchbiegung des Volumenelementes kann dadurch
reduziert werden. Das Stabilisierungselement kann beispielsweise auf oder in der zugeordneten
Deckschicht verklebt sein. Ist das jeweilige Volumenelement mit einem geringeren Überdruck
und/oder Unterdruck beauschlagt, als für die zusätzliche Versteifung eigentlich erforderlich,
lässt sich das Volumenelement auch mit zumindest einem Stabilisierungselement entsprechend
krümmen oder knicken.
[0031] Die Erfindung zeichnet sich gemäß einem zweiten Aspekt aus durch die Verwendung des
Möbelstückes nach dem ersten Aspekt in oder an einem stationären Wohnraum für einen
ersten Zeitraum und die Verwendung des zumindest einen Volumenelementes und/oder des
zumindest einen Stützelementes des Möbelstückes in oder an oder für einen mobilen
Wohnraum für einen zweiten Zeitraum. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das
Möbelstück multifunktional nutzbar ist. So kann das Möbelstück zum einen z.B. in einer
Wohnung oder einem Haus verwendet werden, so z.B. als Sitzgelegenheit. Darüber hinaus
kann das oder die Volumenelemente und/oder das zumindest eine Stützelement auch in
einem mobilen Wohnraum genutzt werden. Der mobile Wohnraum kann beispielsweise in
einem Fahrzeug oder als Fahrzeug ausgebildet sein, welches zumindest auch zum zeitweisen
Verweilen nutzbar ist, so z.B. ein Wohnmobil, Wohnwagen, Campingfahrzeug, etc. Beispielweise
kann während der Urlaubszeit als zweiter Zeitraum das zumindest eine Volumenelement
und/oder das zumindest eine Stützelement des Möbelstückes als eine Bett- oder Sitzunterlage
in dem mobilen Wohnraum dienen, während es die übrige Zeit als erster Zeitraum in
oder an dem stationären Wohnraum, so z.B. einer Wohnung oder einem Haus, als Möbelstück
verwendbar ist. Dabei kann das Möbelstück aufgrund der grundsätzlich robusten Ausführung
des zumindest einen Volumenelementes auch außerhalb des stationären oder mobilen Wohnraumes
genutzt werden, so z.B. als Gartenmöbelstück.
[0032] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden
beispielhaften Beschreibung derzeit bevorzugter Ausführungsformen.
- Fig. 1
- Schematische Darstellung eines Volumenelementes,
- Fig. 2
- Darstellung eines Möbelstückes mit einem Volumenelement,
- Fig. 3
- Darstellung eines Möbelstückes mit zwei Volumenelementen,
- Fig. 4
- Möbelstück mit zwei Volumenelementen und ausgezogenen Stützelementen,
- Fig. 5
- Seitenansicht eines Möbelstückes,
- Fig. 6
- Möbelstück mit gekrümmtem oder geknicktem Volumenelement,
- Fig. 7
- Möbelstück in einem mobilen Wohnraum.
[0033] In den Figuren werden gleiche Bezugszeichen für gleiche oder zumindest ähnliche Elemente,
Komponenten oder Aspekte verwendet. Es wird darauf hingewiesen, dass die nachfolgend
beschriebenen Ausführungsformen lediglich eine beschränkte Auswahl an möglichen Ausführungsvarianten
der Erfindung darstellen. Insbesondere ist es möglich, die Merkmale einzelner Ausführungsformen
in geeigneter Weise miteinander zu kombinieren, so dass für den Fachmann mit den hier
explizit dargestellten Ausführungsvarianten eine Vielzahl von verschiedenen Ausführungsformen
als offensichtlich offenbart anzusehen sind.
[0034] In Fig. 1 ist ein aufblasbares und/oder evakuierbares plattenförmiges Volumenelement
2 in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand dargestellt. Der aufgeblasene
und/oder evakuierte Zustand des Volumenelementes 2 repräsentiert einen nutzbaren Zustand.
Das Volumenelement 2 weist eine erste und eine zweite Seitenkante 8a, 8b auf. Neben
der ersten und zweiten Seitenkante 8a, 8b weist das Volumenelement 2 an den beiden
Stirnseiten entsprechende erste und zweite Stirnkanten 9a, 9b auf. Die Seitenkanten
und Stirnkanten können auch als Kanten bezeichnet werden.
[0035] Das Volumenelement 2 weist ferner eine erste und eine zweite Deckschicht 6a, 6b auf.
Dazwischen ist eine Zwischenstruktur 10 angeordnet. An den Kanten 8a, 8b, 9a, 9b kann
jeweils eine Abschlusslasche verlaufen (nicht dargestellt). Diese verbindet an der
jeweiligen Kante die erste Deckschicht 6a mit der zweiten Deckschicht 6b und ist mit
der jeweiligen Deckschicht 6a, 6b jeweils fluiddicht verbunden, so z.B. verklebt,
vernäht und/oder verschweißt. An oder im Bereich der Ecken des Volumenelementes 2
sind die Abschlusslaschen miteinander fluiddicht verbunden. Alternativ kann die Abschlusslasche
als Endlosmaterial ausgebildet sein und entlang aller Kanten 8a, 8b, 9a, 9b mit der
ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b verbunden sein. Mittels der Abschlusslasche
und der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b kann somit in dem Volumenelement 2 ein
fluiddichter Raum geschaffen werden, der mit einem Überdruck und/oder Unterdruck beaufschlagbar
ist. Diesem fluiddichten Raum ist die Zwischenstruktur 10 des Volumenelementes 2 zugeordnet.
[0036] Die erste und zweite Deckschicht 6a, 6b ist flexibel ausgebildet und weist jeweils
zumindest eine Materialschicht auf. Alternativ kann die jeweilige Deckschicht auch
mehrere Schichten aufweisen. So kann die jeweilige Materialschicht der Deckschicht
beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein, so z.B. aus PVC, Nylon,
etc. Auch kann die Deckschicht zumindest teilweise aus Recyclekunststoff hergestellt
sein. Die Abschlusslasche kann aus demselben Material wie die erste oder zweite Deckschicht
6a, 6b hergestellt sein. Die jeweilige Abschlusslasche kann sich aber in der Oberflächentextur
und -beschaffenheit von der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b unterscheiden.
[0037] In dem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand kann die erste und zweite Deckschicht
6a, 6b des Volumenelementes 2 sehr hart ausgebildet sein. Ist dies nicht erwünscht,
kann die erste und/oder zweite Deckschicht 6a, 6b beispielsweise mit einer zusätzlichen
Polsterung versehen sein, so z.B. Schaumstoff oder einer atmungsaktiven Beschichtung,
so z.B. einer Baumwollpolsterung oder - beschichtung. Alternativ oder zusätzlich kann
der jeweiligen Deckschicht eine weitere aufblasbare Nutzschicht 7 zugeordnet sein,
die im aufgeblasenen Zustand eine weichere Oberfläche bereitstellt (siehe Fig. 5).
[0038] Die Zwischenstruktur 10 kann bereichsweise eine Vielzahl von Stabilisierungsfäden
aufweisen, die die erste Deckschicht 6a mit der zweiten Deckschicht 6b mechanisch
koppeln (nicht dargestellt). Vorzugsweise sind diese Stabilisierungsfäden der Zwischenstruktur
10 zugeordnet und in der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b mit ihren jeweiligen
Enden vernäht oder verklebt. Die Stabilisierungsfäden sind beispielsweise aus Nylon
hergestellt. In dieser Ausführung mit Stabilisierungsfäden entspricht der Aufbau der
Zwischenstruktur 10 einer sogenannten Drop-Stitch Struktur, die in der Regel ihre
Festigkeit erlangt, wenn der fluiddichte Raum der Zwischenstruktur 10 mit einem Gas
gefüllt, so z.B. Luft, und mit einem ausreichenden Überdruck, so z.B. 0,5 bis 2 Bar,
beaufschlagt ist.
[0039] Typischerweise weisen die Stabilisierungsfäden gleiche Längen auf und geben dadurch
maßgeblich den Abstand zwischen der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b und somit
die Dicke des Volumenelementes 2 in Dickenrichtung vor. So kann das Volumenelement
2 beispielsweise eine Dicke von etwa 10 cm aufweisen. Die Stabilisierungsfäden verlaufen
typischerweise im aufgeblasenen Zustand auf kürzesten Weg zwischen der ersten und
zweiten Deckschicht 6a, 6b, d.h. weisen einen relativ zu den Deckschichten senkrechten
Verlauf aus. Alternativ oder zusätzlich können die Stabilisierungsfäden im aufgeblasenen
Zustand aber auch einen relativ zu den Deckschichten anderen Winkel einnehmen, so
z.B. einen X-förmigen Verlauf zwischen der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b.
[0040] Ist die Zwischenstruktur 10 als Drop-Stitch Struktur ausgebildet, sind die erste
und die zweite Deckschicht 6a, 6b typischerweise derart mechanisch gekoppelt, dass
im aufgeblasenen Zustand die erste und zweite Deckschicht 6a, 6b über die Erstreckung
der Zwischenstruktur 10 im Wesentlichen parallel verlaufen.
[0041] Der Zwischenstruktur 10 können mehrere Kammern zugeordnet sein, die jeweils fluidisch
getrennt voneinander ausgebildet sind. Dabei ist jeder Kammer ein Ventil zugeordnet
über welches die Kammer entweder mit einem Überdruck oder Unterdruck beaufschlagbar
ist. Diese Kammern mit den jeweiligen Kammerwandungen bilden dabei zumindest teilweise
eine mechanische Kopplung zwischen der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b. Die
jeweilige Kammer der Zwischenstruktur 14 kann dabei als Drop-Stitch Struktur ausgebildet
sein und eine Vielzahl von Stabilisierungsfäden zwischen der ersten und zweiten Deckschicht
6a, 6b aufweisen. Damit kann die jeweilige Drop-Stitch Kammer mit einem zugeordneten
Überdruck beaufschlagt werden.
[0042] Alternativ können der Zwischenstruktur 10 auch mehrere fluidisch getrennte Kammern
zugeordnet sein, von denen einige mit einem Granulat gefüllt sind. Die mit einem Granulat
gefüllten Kammern können dann mit einem Unterdruck beaufschlagt werden. Als Granulat
kann ein Material verwendet werden, welches in einem evakuierten Zustand eine hohe
Reibung zwischen den Granulatpartikeln bewirkt und somit einen sehr biegesteifen und
druckstabilen Zustand einnimmt. Weitere Anforderungen an ein solches Granulat können
ferner ein geringes Gewicht, Isolationseigenschaften, geringe Kosten, Verfügbarkeit,
Umweltverträglichkeit etc. sein. Beispielsweise kann ein Kunststoff- oder Biogranulat
oder andere Materialien verwendet werden.
[0043] Die nicht mit einem Granulat gefüllten Kammern werden dagegen vorzugsweise mit einem
Überdruck beaufschlagt. Durch die Kombination von mit Granulat und einem Unterdruck
beaufschlagbaren Kammern mit Kammern, die mit einem Überdruck beaufschlagbar sind,
kann eine hohe Steifigkeit, insbesondere Druck- und Biegesteifigkeit, der Zwischenstruktur
10 und somit des Volumenelementes 2 erreicht werden. In diesem Fall repräsentiert
das Granulat in der zumindest einen zweiten Kammer im evakuierten Zustand zusätzlich
die mechanische Kopplung zwischen der ersten und zweiten Deckschicht. Vorzugsweise
sind die evakuierbaren und mit Granulat gefüllten Kammern in der Nähe der Deckschichten
und die aufblasbaren Kammern im Inneren des Volumenelementes angeordnet.
[0044] Ist die Zwischenstruktur 10 aus der Kombination von mit Granulat und einem Unterdruck
beaufschlagbaren Kammern mit Kammern, die mit einem Überdruck beaufschlagbar sind,
ausgebildet, ist die erste und die zweite Deckschicht 6a, 6b vorzugsweise derart mechanisch
gekoppelt, dass im aufgeblasenen und evakuierten Zustand die erste und die zweite
Deckschicht 6a, 6b über die Erstreckung der Zwischenstruktur 10 im Wesentlichen parallel
verlaufen. Alternativ kann die mechanische Kopplung zwischen der ersten und zweiten
Deckschicht 6a, 6b derart mittels der Zwischenschicht 10 ausgebildet sein, dass der
Abstand zwischen der ersten und zweiten Deckschicht 6a, 6b variiert.
[0045] Ferner ist in Fig. 1 angedeutet, dass der ersten Deckschicht 6a mehrere Längsversteifungselemente
3a und mehrere Querversteifungselemente 3b zugeordnet sind. Diese Versteifungselemente
3a, 3b können alternativ oder zusätzlich auch der zweiten Deckschicht 6b zugeordnet
sein (nicht dargestellt). Sowohl die Längsversteifungselemente 3a als auch die Querversteifungselemente
3b können jeweils als Stabilisierungselemente bezeichnet werden, die in der Ebene
der jeweiligen Deckschicht verlaufen. Beispielsweise ist das jeweilige Versteifungselement
3a, 3b als flexibles Faserband mit einem hohen Elastizitätsmodul und einer hohen Zugfestigkeit
ausgebildet, so z.B. als Aramidfaserband. Das Volumenelement 2 kann entweder Längsversteifungselemente
3a oder Querversteifungselemente 3b auf oder in der ersten oder zweiten Deckschicht
6a, 6b angeordnet bzw. integriert aufweisen. Alternativ kann, wie in Fig. 1 dargestellt,
dass Volumenelement 2 sowohl die Längs-- 3a als auch Querversteifungselemente 3b aufweisen.
Dabei können die Längs- 3a und Querversteifungselemente 3b einer Deckschicht zugeordnet
sein oder sich in jeglichen denkbaren Kombinationen auf die erste und zweite Deckschicht
6a, 6b verteilen. Grundsätzlich. ist es auch möglich, dass die Stabilisierungselemente
in der Ebene der zugeordneten Deckschicht schräg oder diagonal verlaufen. Auch eine
großflächige Ausbildung des Stabilisierungselementes als Faserlage ist möglich, die
auf oder in zumindest einer der Deckschichten angeordnet ist.
[0046] Diese Stabilisierungselemente können sowohl für Volumenelemente mit einer als Drop-Stitch
Struktur ausgebildeten Zwischenstruktur verwendet werden als auch bei Volumenelementen
mit einer Zwischenstruktur, die eine Kombination von mit Granulat und einem Unterdruck
beaufschlagbaren Kammern und Kammern aufweist, die mit einem Überdruck beaufschlagbar
sind.
[0047] In Fig. 2 ist ein Möbelstück 1 dargestellt. Dieses Möbelstück 1 umfasst ein erstes
aufblasbares und/oder evakuierbares Volumenelement 2a und ein Stützelement 4. Das
erste Volumenelement 2a ist vorzugsweise als Volumenelement 2 entsprechend der Fig.
1 ausgebildet und weist dessen Aufbau, Eigenschaften und Merkmale auf. Während das
erste Volumenelement 2a aufblasbar und/oder evakuierbar ist, ist das Stützelement
4 als ein festes, nicht-aufblasbares oder nichtevakuierbares Element ausgebildet.
Es ist vorzugsweise aus einem nichtflexiblen Material gefertigt, so z.B. Holz, Metall,
Kunststoff, etc, kann aber durchaus eine vorgegebene Variabilität aufweisen, so z.B.
eine Höhen- und/oder Längen- und/oder Breitenverstellung. Das Stützelement 4 ist zwischen
dem ersten Volumenelement 2a und einem Boden angeordnet, auf dem das Möbelstück 1
steht. Somit dient das Stützelement 4 als Standfläche des Möbelstückes 1 auf dem Boden.
Das Möbelstück 1 kann entsprechend der Fig. 1 als Tisch ausgebildet sein. Dabei ist
das Stützelement 4 mit dem ersten Volumenelement 2a gekoppelt. Die Kopplung kann mittels
spannbarer Verbindungselementen erfolgen, so z.B. Gurte, Spannschlösser, Gummiriemen,
etc., die sowohl am Stützelement 4 als auch an dem ersten Volumenelement 2a befestigt
sind. Um eine besonders einfache Handhabung zu ermöglichen, ist die Kopplung des ersten
Volumenelementes 2a mit dem zumindest einen Stützelement 4 werkzeuglos koppel- und
entkoppelbar. Auch ist die Kopplung zwischen dem ersten Volumenelement 2a und dem
zumindest einen Stützelement 4 derart ausgebildet, dass beide Komponenten relativ
zueinander fixiert sind. Für die Befestigung an dem ersten Volumenelement 2a kann
dieses ein oder mehrere Befestigungselemente, so z.B. D-Ring Patches, aufweisen, die
auf der dem Stützelement 4 zugewandten Deckschicht angeordnet sind. Alternativ oder
zusätzlich können auch ein oder mehrere Befestigungselemente an den Abschlusslaschen
befestigt sein. Die D-Ring Patches als Befestigungselemente können aufgeklebt oder
auch vernäht sein. Alternativ zu den D-Ring Patches können auch Inserts in der zugeordneten
Deckschicht und/oder Abschlusslasche integriert sein, die das Einschrauben von Verbindungselementen
ermöglichen. Natürlich können dem Möbelstück 1 in Fig. 2 auch mehrere Stützelemente
zugeordnet sein.
[0048] Das erste Volumenelement 2a kann beispielsweise eine Länge von 2m, eine Breite von
0,7m und eine Dicke von 0,1m aufweisen. Die Länge und Breite des zumindest einen Stützelements
4 korrespondiert zu der Größe des ersten Volumenelementes 2a derart, dass das erste
Volumenelement 2a stabil und sicher darauf gelagert ist und die vorgegebene Funktion
des Möbelstückes 1 ausführen kann. Vorzugsweise ist das Stützelement 4 derart ausgebildet,
dass die dem Boden abgewandte Deckschicht waagerecht ausgerichtet ist.
[0049] Das zumindest eine Ventil des ersten Volumenelementes 2a ist beispielsweise auf der
Deckschicht angeordnet, die dem zumindest einen Stützelement 4 zugewandt ist, so dass
auf der gegenüberliegenden Deckschicht im aufgeblasenen Zustand eine im Wesentlichen
ebene Fläche vorliegt.
[0050] Stellt man zwei des als Tisch ausgebildeten Möbelstückes 1 übereinander, erhält man
ein Regal mit mehreren Abstellflächen, die durch das jeweilige Volumenelement verwirklicht
sind.
[0051] Nutzt man alternativ das als Tischfläche ausgebildete Volumenelement als Liegefläche
und platziert unter dem Tisch eine weitere Liegefläche, so z.B. ein weiteres Volumenelement,
kann man auf einfache Art und Weise ein Stockbett realisieren.
[0052] Auch kann das Möbelstück zumindest ein Stützelement mit einer vorgegebenen Höhe aufweisen,
so dass man das erste Volumenelement zumindest teilweise an diesem Stützelement darunter
hängend anordnen kann, so z.B. mittels ein oder mehrerer Gurte, Stangen, Seile, etc.,
ohne dass das erste Volumenelement den Boden berührt. In diesem Fall bilden die zum
Hängen geeigneten Befestigungselemente die mechanische Kopplung zwischen dem ersten
Volumenelement und dem zumindest einen Stützelement. Ferner bildet auch in dieser
Ausgestaltung das zumindest eine Stützelement zumindest eine Standfläche des Möbelstückes.
[0053] In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Möbelstückes 1 gezeigt. Dieses
umfasst neben dem ersten Volumenelement 2a noch ein zweites, aufblasbares und/oder
evakuierbares plattenförmiges Volumenelement 2b. Das Möbelstück 1 ist hier beispielsweise
als Sitzgelegenheit, so z.B. Sessel oder Sofa, ausgebildet.
[0054] Das zweite Volumenelement 2b ist analog zu dem ersten Volumenelement 2a ausgebildet
und ist als solches aufblasbar und/oder evakuierbar und weist einen analogen Aufbau
auf. Auch kann das zweite Volumenelement 2b alle zusätzlichen Merkmale wie aufblasbare
Nutzschicht, Stabilisierungselemente 3a, 3b, etc., wie zuvor für das in Fig. 1 beschriebene
Volumenelement 2, aufweisen.
[0055] Das Möbelstück 1 umfasst ferner zwei Stützelemente 4a, 4b. Mit diesen Stützelementen
4a, 4b ist das erste Volumenelement 2a derart gekoppelt, dass die dem Boden abgewandte
Deckschicht im Wesentlichen waagerecht ausgerichtet ist. Dadurch kann das erste Volumenelement
2a eine Sitz-, Liege- oder Abstellfläche bilden. Die beiden Stützelemente 4a, 4b sind
zwischen dem ersten Volumenelement 2a und dem Boden angeordnet, auf dem das Möbelstück
1 steht. Damit dienen beide Stützelemente 4a, 4b als eine jeweilige Standfläche des
Möbelstückes 1Wie in Fig. 3 dargestellt kann zumindest ein Stützelement 4a ausgebildet
sein, das erste Volumenelement 2a zu lagern und gleichzeitig auch eine Lehne, so z.B.
Armlehne, umfassen. In einer weiteren Ausführung des zumindest einen Stützelementes
kann dieses auch als eine Lehne ausgebildet sein. An dieser kann das erste und/oder
zweite Volumenelement eingehängt sein, so dass das zumindest eine Stützelement weiterhin
zumindest eine Standfläche des Möbelstückes bildet.
[0056] Die Stützelemente 4a, 4b können unter Berücksichtigung einer Dicke des ersten Volumenelementes
2a eine Höhe aufweisen, so dass die dem Boden abgewandte Deckschicht des ersten Volumenelementes
2a eine komfortable Sitz- oder Liegehöhe relativ zu dem Boden aufweist. Dabei kann
das jeweilige Stützelement 4a, 4b massiv und/oder einstückig ausgebildet sein oder
alternativ zusätzliche Funktionen aufweisen, wie z.B. einen Hohlraum, der auch als
Stauraum nutzbar ist. Auch eine offene und/oder gerüstartige Ausführung des jeweiligen
Stützelementes 4a, 4b ist möglich, so dass auch ohne ein Umklappen des ersten und/oder
zweiten Volumenelementes 2a, 2b ein Zugang möglich ist. Dabei sind die beiden Stützelemente
4a, 4b derart voneinander beabstandet, dass das erste Volumenelement 2a als Sitz-,
Liege- oder Abstellfläche nutzbar ist. Grundsätzlich kann das Möbelstück 1 auch mehr
als zwei Stützelemente aufweisen, so z.B. ein drittes, welches zwischen dem ersten
und zweiten Stützelement 4a, 4b angeordnet ist. Auch kann das erste Volumenelement
2a auf einem einzigen Stützelement gelagert sein, welches entsprechend breit und tief
ausgebildet ist. Grundsätzlich können einem oder mehreren Stützelementen auch weitere
Funktionen, so z.B. elektrische oder elektronische Funktionen wie Lautsprecher- oder
Beleuchtungsfunktionen zugeordnet sein.
[0057] Die erste Deckschicht 6a' des zweiten Volumenelementes 2b ist dem ersten Volumenelement
2a derart zugewandt, dass diese mit dem ersten Volumenelement 2a in Kontakt ist. Beide
Volumenelemente 2a, 2b sind in etwa senkrecht zueinander angeordnet. Dabei ist das
zweite Volumenelement 2b mit einer seiner Seitenkanten mit dem Boden in Kontakt, wobei
die Seitenkanten in Längsrichtung des jeweiligen Volumenelementes ausgerichtet sind.
Beide Volumenelemente 2a, 2b sind in etwa gleich lang. Die Dicke und auch die Breite
beider Volumenelemente 2a, 2b können gleich oder auch jeweils unterschiedlich sein.
Der Kontaktbereich zwischen dem ersten und zweiten Volumenelement 2a, 2b ist in Fig.
3 in etwa auf halber Breite des zweiten Volumenelementes 2b ausgebildet. Damit kann
der Bereich oberhalb des Kontaktbereiches als Lehne, insbesondere Rückenlehne, dienen.
[0058] Das erste Volumenelement 2a ist mit dem zweiten Volumenelement 2b werkzeuglos gekoppelt.
Dies kann durch spannbare Verbindungselemente 12 erfolgen, so z.B. mittels Gurten,
Spannschlössern, Gummielementen, etc. Zusätzlich kann das erste Volumenelement 2a
mit den beiden Stützelementen 4a, 4b werkzeuglos gekoppelt sein, so z.B. auch mittels
spannbarer Verbindungselemente. Ferner kann auch das zweite Volumenelement 2b mit
einem oder mehreren Stützelementen gekoppelt sein, beispielsweise unterhalb des Kontaktbereiches
zwischen beiden Volumenelementen 2a, 2b. Die Kopplung zwischen dem ersten und zweiten
Volumenelement 2a, 2b kann auch mittels eines zusätzlichen Lehnenelementes erfolgen
(nicht dargestellt), welches separat zu den Stützelementen 4a, 4b ausgebildet ist.
Dieses Lehnenelement kann auch eine zusätzliche Stütz- und/oder Lehnenfunktion ausüben,
so z.B. als Armlehne.
[0059] Das zumindest eine Stützelement 4a, 4b kann ausziehbar ausgebildet sein. So zeigt
beispielsweise Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel, bei dem die beiden Stützelemente 4a,
4b derart ausgezogen sind, dass diese beiden sowohl eine Auflage für das erste als
auch für das zweite Volumenelement 2a, 2b bilden und zwar derart, dass beide Volumenelemente
2a, 2b in etwa waagerecht ausgerichtet sind.
[0060] In Fig. 3 ist das Möbelstück 1 in einem ersten Nutzungszustand dargestellt, nämlich
beispielsweise als Sitzgelegenheit mit Rückenlehne, während das gleiche oder ein ähnliches
Möbelstück 1 in Fig. 4 in einem zweiten Nutzungszustand dargestellt ist, nämlich als
Liege oder Bett. Auch hier können beide Volumenelemente 2a, 2b mittels ein oder mehrerer
spannbarer Verbindungselemente 12 miteinander werkzeuglos gekoppelt sein. Zusätzlich
können auch beide Volumenelemente 2a, 2b an die beiden Stützelemente mechanisch gekoppelt
sein. Die Kopplung ist dabei vorzugsweise werkzeuglos ausgebildet.
[0061] In Fig. 5 ist ein zu der Ausführung in Fig. 3 ähnliches Möbelstück 1 in einer Seitenansicht
gezeigt. Das zweite Volumenelement 2b ist im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten
Volumenelement 2a angeordnet, während das erste Volumenelement 2a auf den Stützelementen
4a, 4b lagert. In Fig. 5 ist das erste Volumenelement 2a zur Erläuterung leicht beabstandet
zu dem Stützelement 2b dargestellt, um zu zeigen, dass eine dem ersten Volumenelement
2a zugewandte Kontaktseite des Stützelementes 2b einer Form des ersten Volumenelementes
2a über dessen gesamte Breite im aufgeblasenen Zustand in diesem Bereich folgt. Dadurch
kann eine Kopplung und Fixierung des ersten Volumenelementes 2a mit dem jeweiligen
Stützelement ausgebildet oder unterstützt werden. In einem gekoppelten Zustand sind
das erste Volumenelement 2a und das in Fig. 5 dargestellte Stützelement 4b natürlich
nicht beabstandet, sondern vorzugsweise in direktem Kontakt.
[0062] Wie bereits erwähnt, kann der Deckschicht des ersten Volumenelementes 2a, die dem
Boden abgewandt ist, eine zusätzliche aufblasbare Nutzschicht 7 aufweisen. Dadurch
kann ein Sitz- oder Liegekomfort verbessert werden. Alternativ oder zusätzlich kann
auch das zweite Volumenelement 2b eine derartige aufblasbare Nutzschicht 7 aufweisen
(nicht dargestellt). Statt dieser Nutzschicht 7 kann aber auch eine andere Polsterung
vorgesehen sein, so z.B. eine Schaumstoffpolsterung. Ferner kann auch dem zweiten
Volumenelement eine Polsterklammer 11 zugeordnet sein, die über eine vom Boden abgewandte
Seitenkante gestülpt wird und ein zusätzliches Polster umfasst. Diese kann einen Lehnenkomfort
zusätzlich verbessern und/oder als Kopfstütze dienen.
[0063] In Fig. 6 ist ein als Sitz oder als Liege ausgebildetes Möbelstück 1 mit einem ersten
Volumenelement 2a in dem nutzbaren Zustand dargestellt. Es ist derart mit dem Stützelement
4a gekoppelt, dass es in dem nutzbaren Zustand einen gekrümmten oder geknickten Zustand
einnimmt. In dieser Ausführung kann sowohl ein Bereich des ersten Volumenelementes
2a als Sitzfläche und ein zweiter, anderer Bereich als Rückenlehne dienen. Vorzugsweise
ist das Stützelement 4a klappbare und/oder zusammensteckbar ausgebildet, so dass das
Möbelstück gemäß Fig. 6 besonders einfach auf- und abgebaut und leicht transportiert
werden kann.
[0064] In Fig. 7 ist ein Wohnraum 16 dargestellt, der beispielsweise als Fahrzeuginnenraum
oder als eine mit einem Fahrzeug 14 koppel- oder entkoppelbare Wohnkabine ausgebildet
ist. Der Wohnraum 16 kann auch als mobiler Wohnraum bezeichnet werden. In dem Wohnraum
16 ist ein Möbelstück 1 dargestellt, welches das erste Volumenelement 2a und zwei
Stützelemente 4a, 4b aufweist. Beispielsweise ist das Möbelstück 1 als Bank oder Bett
in dem Fahrzeug 14 ausgebildet. Über dem Möbelstück 1 ist zumindest teilweise an einer
Decke des Wohnraumes 16 hängend das zweite Volumenelement 2b dargestellt, welches
in dieser Form beispielsweise als ein weiteres Bett ausgebildet ist. Das Möbelstück
1 und das als weiteres Bett ausgebildete zweite Volumenelement 2b bilden in dieser
Ausführungsform beispielsweise ein Stockbett über zwei Etagen.
[0065] Betrachtet man die Ausführungsformen des Möbelstückes 1 in den Fig. 3 bis 6, die
typischerweise in einem stationären Wohnraum, so z.B. einer Wohnung oder einem Haus,
eingesetzt werden, ermöglicht die Modularität und Flexibilität des Möbelstückes 1
darüber hinaus auch eine Verwendung in dem Fahrzeug 14. Dabei kann das Möbelstück
1 im Ganzen wie in Fig. 3 bis 6 dargestellt auch im Fahrzeug 14 verwendet werden.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung in dem mobilen Wohnraum, wenn das zumindest
eine Stützelement eine Höhe aufweist, die gleich oder etwas größer ist als ein Radkasten,
so dass das Volumenelement auf dem zumindest einen Stützelement lagerbar ist, ohne
das der Radkasten stört.
[0066] Alternativ können die Bestandteile des Möbelstück 1 aber auch zu einem anderen, neuen
Möbelstück im Fahrzeug zusammengesetzt werden, so z.B. als Stockbett wie in Fig. 7
dargestellt. D.h. aus der Sitzgelegenheit in dem stationären Wohnraum wird ein Bett
in dem mobilen Wohnraum 14. Auch die Stützelemente 4a, 4b, die in dem stationären
Wohnraum als Stütze für zumindest ein Volumenelement dienen, können in dem mobilen
Wohnraum beispielsweise übereinandergestapelt werden (nicht dargestellt) und damit
als Regal dienen, durch das zusätzlicher Stauraum entsteht oder in das beispielsweise
Kisten, so z.B. Eurokisten, einschiebbar sind. Dabei müssen nicht alle Komponenten
des Möbelstückes 1 im Fahrzeug 14 verwendet werden, sondern es können auch nur einzelne
Komponenten verwendet werden.
[0067] Natürlich ist es auch möglich das Möbelstück 1 oder Komponenten davon im oder am
stationären Wohnraum für andere Funktionen zu verwenden. Durch diese Multifunktionalität
kann eine besonders ressourcenschonende und auch nachhaltige Nutzung des Möbelstückes
1 und dessen Komponenten erreicht werden.
[0068] Das Fahrzeug 14 ist vorzugsweise als Landfahrzeug, so z.B. als Kombi, Van, Bus, Kastenwagen,
Wohnmobil oder Anhänger, so z.B. Wohnanhänger, ausgebildet.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1
- Möbelstück
- 2, 2a, 2b
- Volumenelemente
- 3a, 3b
- Stabilisierungselement
- 4, 4a, 4b
- Stützelement
- 5
- Kontaktbereich
- 6a, 6b, 6a', 6b'
- erste und zweite Deckschicht
- 7
- Nutzschicht
- 8a,8b
- erste und zweite Seitenkante
- 9a, 9b
- erste und zweite Stirnkante
- 10, 10'
- Zwischenstruktur
- 11
- Polsterklammer
- 12
- Verbindungselemente
- 14
- Fahrzeug
- 16
- Wohnraum
1. Möbelstück (1) mit einem ersten aufblasbaren und/oder evakuierbaren, plattenförmigen
Volumenelement (2a) und zumindest einem nicht-aufblasbaren Stützelement (4, 4a, 4b),
wobei das erste Volumenelement (2a) aus einer ersten flexiblen Deckschicht (6a) sowie
einer zweiten flexiblen Deckschicht (6b) und eine dazwischen angeordneten Zwischenstruktur
(10) gebildet ist, wobei die Zwischenstruktur (10) ausgebildet ist, die erste Deckschicht
(6a) mit der zweiten Deckschicht (6b) mechanisch derart zu koppeln, dass in einem
aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand die erste Deckschicht (6a) von der zweiten
Deckschicht (6b) vorgegeben beabstandet ist, wobei das zumindest eine Stützelement
(4, 4a, 4b) mit dem ersten Volumenelement (2a) werkzeuglos mechanisch koppel- und
entkoppelbar ist und derart zu dem ersten Volumenelement (2a) angeordnet ist, so dass
es als zumindest eine Standfläche des Möbelstückes (1) dient.
2. Möbelstück (1) nach Anspruch 1, bei dem ein Kontaktbereich des Stützelementes (4,
4a, 4b), in welchem das Stützelement (4, 4a, 4b) mit dem ersten Volumenelement (2a)
in Kontakt ist, einer Form des ersten Volumenelementes (2a), die diesem Kontaktbereich
zugeordnet ist, folgt.
3. Möbelstück (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das zumindest eine Stützelement (4,
4a, 4b) derart ausgebildet ist, das während der Kopplung die einem Boden abgewandte
Deckschicht (6b, 6a) des ersten Volumenelementes (2a) im Wesentlichen waagerecht ausgerichtet
ist.
4. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüchen, bei dem das erste Volumenelement
(2a) in dem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand gekrümmt oder geknickt ist.
5. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einem zweiten aufblasbaren
und/oder evakuierbaren, plattenförmigen Volumenelement (2b), welches aus einer ersten
flexiblen Deckschicht (6a') sowie einer zweiten flexiblen Deckschicht (6b') und eine
dazwischen angeordneten Zwischenstruktur (10') gebildet ist, wobei die Zwischenstruktur
(10') ausgebildet ist, die erste Deckschicht (6a') mit der zweiten Deckschicht (6b')
mechanisch derart zu koppeln, dass in einem aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand
die erste Deckschicht (6a') von der zweiten Deckschicht (6b') vorgegeben beabstandet
ist, wobei das erste Volumenelement (2a) in einem ersten Nutzungszustand auf dem zumindest
einen Stützelement (4, 4a, 4b) lagert und mit dem zweiten Volumenelement (2b) derart
gekoppelt ist, dass das zweite Volumenelement (2b) mit einer seiner Deckschichten
dem ersten Volumenelement (2a) zugewandt ist.
6. Möbelstück (1) nach Anspruch 5, bei dem das zweite Volumenelement (2b) in dem ersten
Nutzungszustand im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Volumenelement (2a) angeordnet
ist.
7. Möbelstück (1) nach Anspruch 5 oder 6, bei dem das zumindest eine Stützelement (4,
4a, 4b) in einem zweiten Nutzungszustand ausziehbar oder verlängerbar ausgebildet
ist, wobei in diesem Fall sowohl das erste als auch das zweite Volumenelement (2a,
2b) mit dem zumindest einen ausgezogenen bzw. verlängerten Stützelement (4, 4a, 4b)
koppelbar sind.
8. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem in der Zwischenstruktur
(10, 10') des jeweiligen Volumenelementes (2a, 2b) zumindest bereichsweise eine Vielzahl
gleichlanger Stabilisierungsfäden zwischen der zugeordneten ersten und zweiten Deckschicht
(6a, 6a', 6b, 6b') verlaufen.
9. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem zumindest einer Deckschicht
(6a, 6b) des ersten Volumenelementes (2a) eine weitere aufblasbare Nutzschicht (7)
zugeordnet ist.
10. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem zumindest ein Volumenelement
(2a, 2b) zumindest ein Stabilisierungselement (3a, 3b) vorgegebener Länge und Breite
aufweist, das auf oder in der ersten oder zweiten zugeordneten Deckschicht (6a, 6b,
6a', 6b') angeordnet bzw. integriert ist und in Längs- und/oder Querrichtung verläuft
und dabei ausgebildet ist, eine zusätzliche Versteifung des Volumenelementes (2a,
2b) im aufgeblasenen und/oder evakuierten Zustand zu bewirken.
11. Möbelstück (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das zumindest eine Stützelement
zusammensteckbar ausgebildet ist.
12. Verwendung des Möbelstückes (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche in oder an einem
stationären Wohnraum für einen ersten Zeitraum und Verwendung des zumindest einen
Volumenelementes und/oder des zumindest einen Stützelementes des Möbelstückes in oder
an oder für einen mobilen Wohnraum (16) für einen zweiten Zeitraum.