[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur Verwendung für ein Sicherheitsdokument
und ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements zur Verwendung für ein
Sicherheitsdokument. Die Erfindung betrifft zudem ein Sicherheitsdokument, ein Verfahren
zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments und ein Verfahren zum Prüfen der Echtheit
eines Sicherheitsdokuments.
Hintergrund
[0002] Zur Steigerung der Fälschungssicherheit von Sicherheitsdokumenten, insbesondere auch
Wertdokumenten, werden unterschiedliche Merkmale und Verfahren verwendet, die eine
Nachbildung oder Verfremdung erschweren oder verhindern. Dies gilt insbesondere für
die Darstellung oder das Portrait eines Dokumenteninhabers. Dabei hat sich die Laserbeschriftung
als vorteilhaft erwiesen, da dieses Verfahren eine Personalisierung innerhalb des
laminierten Verbundes erlaubt. Durch die Laserbeschriftung wird üblicherweise ein
Graustufenbild erzeugt.
[0003] Aus dem Dokument
WO 2011 / 124774 A1 ist ein Verfahren bekannt, in welchem ein farbiges Portrait durch Laserbeschriftung
dadurch erzeugt wird, dass ein farbiger Vordruck aus alternierenden Primär- oder Grundfarben
R, G, B, (C, M, Y) und zusätzlich weißen Bereichen gezielt durch gepulste Laserstrahlung
lokal geschwärzt und mit Graustufen versehen wird, so dass die verbleibenden ungeschwärzten
Farbbereiche einen farbigen Eindruck vermitteln. Da durch die Lasereinwirkung eine
Schwärzung der beaufschlagten Bereiche erreicht wird, ist ein heller, farblich neutral
wirkender Vordruck mit weißen Zwischenräumen nötig, damit dass Gesamtbild nicht zu
dunkel wird. Dies wird in dem Dokument
US 2013 / 0328995 A1 dadurch erreicht, dass zwischen den farbigen Bereichen, insbesondere zwischen einzelnen
Pixeln, transparente Regionen angeordnet sind, die durch die darunter liegende Schicht
weiß erscheinen. Ein Nachteil der genannten Varianten ist die geringe Farbsättigung,
welche sich durch die benötigten weißen Bereiche und / oder den relativ hellen Vordruck
ergibt.
[0004] Die bekannten Verfahren benötigen, wie oben beschrieben, einen hellen Vordruck mit
einem Weißanteil, der eine gute Farbsättigung verhindert und den erreichbaren Farbraum
erheblich einschränkt, so dass die Ergebnisse nicht die Qualität einer gedruckten
Darstellung erreichen. Der farbige Vordruck und die lasergeschwärzten Bereiche befinden
sich als zweidimensionale Ebenen im Material. Eine getrennte Betrachtung der Lasermarkierung
und des Vordruckes ist nicht möglich. Deshalb ist es ohne weitere Hilfsmittel nicht
oder nur schwer möglich einen durch Lasermarkierung personalisierten Vordruck von
einem gänzlich gedruckten Portrait zu unterscheiden, welches sich, mit gleichem Layout
gedruckt, unter einer transparenten Deckfolie befindet.
[0005] In dem Dokument
DE 10 2012 109 064 A1 ist die Laserbearbeitung einer Lichtsteuerfolie bzw. Lamellenfolie beschrieben, wodurch
ein personalisiertes Element, zum Beispiel ein Portrait, in ein Fenster eines Wert-
oder Sicherheitsdokumentes eingebracht werden kann. Lichtsteuerfolien bzw. Lamellenfolien
besitzen eine Vielzahl an parallelen Auskehlungen, die in lichtabsorbierendem Material
ausgebildet sind, sodass je nach der Ausrichtung der Auskehlungen, des Abstandes und
der Geometrie die Folien eine maximale Lichtübertragung in einem vorbestimmten Winkel
oder eine Bildausblendung oder eine Bildverdunkelung bei bestimmten Winkeln erfolgt.
Unter einem ersten Betrachtungswinkel erscheint die Folie im Wesentlichen transparent
und unter einem zweiten Betrachtungswinkel dunkel.
[0006] In dem Dokument
DE 10 2011 084 819 A1 wird ein Verfahren zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments mit einem gespeicherten
zweiten Muster unter Verwendung einer Anzeigevorrichtung offenbart, wobei zur Verifikation
auf der Anzeigefläche ein erstes Muster dargestellt wird. In dem Dokument
DE 10 2011 084 818 A1 wird ein Verfahren zur Verifikation eines Sicherheitsdokuments beschrieben, wobei
das Sicherheitsdokument eine Sichtbarriere umfasst und zur Verifikation mindestens
zwei Abbildungen des Sicherheitsdokuments vor der Anzeigevorrichtung, auf deren Anzeigefläche
eine grafische Darstellung zur Anzeige gebracht wird, für mindestens zwei unterschiedliche
Betrachtungsgeometrierichtungen erfasst werden.
[0007] Das Dokument
US 2011 / 187747 A1 beschreibt im Zusammenhang mit versteckten Bildern ein Verfahren, bei dem ein erstes
Bild und ein zweites Bild erhalten werden, wobei das erste und das zweite Bild gemeinsam
ein verstecktes Bild und einen Decodierer bereitstellen, so dass ein verstecktes Bild
vom Decodierer decodiert wird, wenn das erste Bild und das zweite Bild in mindestens
eine Decodierungsposition überlagert werden. Das erste Bild wird auf ein lichtdurchlässiges
Substrat gedruckt, um ein gedrucktes Substrat zu erzeugen. Das zweite Bild wird auf
einer elektronischen Anzeige angezeigt und das gedruckte Substrat wird relativ zur
Anzeige an einer Decodierungsposition überlagert, um das verborgene Bild zu decodieren.
[0008] In dem Dokument
US 2018 / 304668 A1 sind ein Sicherheitsartikel mit einem Offenbarungsbildschirm und einem kombinierten
Bild sowie ein Set mit einem Sicherheitsartikel und einem weiteren Objekt offenbart.
Der Sicherheitsartikel enthält den Offenbarungsbildschirm oder das kombinierte Bild
und das Objekt enthält oder bildet das jeweils andere des Offenbarungsbildschirms
und des kombinierten Bildes. Das kombinierte Bild enthält mehrere überlappende Bilder.
Das kombinierte Bild enthält einen periodischen Wechsel überlappender Bildelemente
in einer ersten Richtung. Der Offenbarungsbildschirm enthält ein Maskierungsbildschirmelement,
das sich periodisch mit einem nicht maskierenden Bildschirmelement in einer zweiten
Richtung abwechselt. Die Größe der nicht maskierenden Bildschirmelemente in der zweiten
Richtung ist größer als die Größe in der ersten Richtung von mindestens einem Element
überlappender Bilder, wobei der Offenbarungsbildschirm es ermöglicht, verschiedene
offenbarte Bilder durch Bewegen des Offenbarungsbildschirms relativ zum kombinierten
Bild und / oder durch Ändern des Beobachtungswinkels zu beobachten.
[0009] Das Dokument
US 2017 / 113481 A1 beschreibt Verfahren und Vorrichtungen zum Erzeugen von Überlagerungsformbildern
durch überlagerte Basis- und offenbarende Schichten von Lenslet-Gittern. Die Überlagerungsformbilder
erzeugen eine von einer betrachtenden Person oder einer Bilderfassungs- und Rechenvorrichtung
in der Art eines Smartphones erkennbare Nachricht. Die Überlagerungsformbilder können
durch unterschiedliche Überlagerungstechniken erzeugt werden, die von 1D-Moire-, 2D-Moire-
und Niveaulinien-Moire-Überlagerungstechniken bis zu Lentikularbild- und Phasenverschiebungsüberlagerungstechniken
reichen.
[0010] In dem Dokument
FR 2 961 621 A1 ist ein Verfahren zum Authentifizieren und / oder Identifizieren eines Sicherheitsartikels
offenbart, der ein erstes Bild umfasst. Das erste Bild des Artikels wird zumindest
teilweise mit einem zweiten Bild überlagert, das von einem elektronischen Bildgeber
erzeugt wird. Es wird eine Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten Bild
ausgeführt, um während der Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten Bild
das Beobachten einer Information zu ermöglichen, die sich auf die Authentifizierung
und / oder Identifizierung des Sicherheitsartikels bezieht.
[0011] Die folgenden Definitionen sind aus dem Dokument
EP 2 738 624 B1 übernommen worden. Wie bereits dort definiert, wird auch im Zusammenhang mit der
vorliegenden Erfindung unter einem Sicherheitselement eine bauliche Einheit verstanden,
die zumindest ein Sicherheitsmerkmal umfasst. Sicherheitselemente dienen dazu, Sicherheitsdokumente,
die auch Wertdokumente umfassen, gegen Fälschung oder Kopieren zu sichern. Ein Sicherheitsmerkmal
kann eine selbständige bauliche Einheit sein, die mit einem Sicherheitsdokument, welches
auch ein Wertdokument sein kann, verbunden, beispielsweise verklebt, werden kann.
Es kann sich aber auch um einen integralen Bestandteil eines Sicherheitsdokuments
handeln.
[0012] Ein Sicherheitsmerkmal ist eine Struktur, die nur mit erhöhtem Aufwand gegenüber
einfachem Kopieren oder gar nicht unautorisiert herstellbar oder reproduzierbar ist.
Sicherheitsdokumente weisen typischerweise ein Substrat, eine Druckschicht und optional
eine transparente Deckschicht auf. Ein Substrat ist eine Trägerstruktur, auf welche
die Druckschicht mit Informationen, Bildern, Mustern und dergleichen aufgebracht wird.
Als Materialien für ein Substrat kommen unter anderem alle fachüblichen Werkstoffe
auf Papier- und / oder Kunststoffbasis in Frage. Beispiele für Sicherheitsdokumente
sind Personalausweise, Reisepässe, Führerscheine, ID-Karten, Zugangskontrollausweise,
Visa, Steuerzeichen, Tickets, Kraftfahrzeugpapiere, Banknoten, Schecks, Postwertzeichen,
Kreditkarten, beliebige Chipkarten und Haftetiketten.
Zusammenfassung
[0013] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Fälschungssicherheit von Sicherheitselementen und
Sicherheitsdokumenten weiter zu verbessern.
[0014] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement zur Verwendung für ein Sicherheitsdokument
nach Anspruch 1, ein Sicherheitsdokument nach Anspruch 9, ein Verfahren zum Herstellen
eines Sicherheitselements nach Anspruch 10, ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments
nach Anspruch 13 und ein Verfahren zum Prüfen der Echtheit eines Sicherheitsdokuments
nach Anspruch 14 gelöst. Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
[0015] Das Sicherheitselement zur Verwendung für ein Sicherheitsdokument weist eine Oberseite
und eine Unterseite auf. Es umfasst einen für sichtbares Licht zumindest teilweise
transparent ausgestalteten Fensterbereich. Der Fensterbereich umfasst Strukturelemente
mit Abmessungen von weniger als 200 Mikrometern (200 µm). Die Strukturelemente sind
so angeordnet und ausgestaltet, dass erst bei einer Beleuchtung der Unterseite mittels
eines Displays bzw. einer Anzeige eine farbige Abbildung auf der Oberseite sichtbar
ist. Hierbei sind die Abmessungen der Strukturelemente auf die Abmessungen farbgebender
Subpixel eines LCD-Displays und / oder eines TFT-Displays und / oder eines Displays
eines Mobiltelefons und / oder eines Smartphones und / oder eines Tablets und / oder
eines Computerbildschirms abgestimmt. Die Strukturelemente sind durch Laserbearbeitung
erzeugt. Die farbige Abbildung wird durch die Größe und die Anordnung der Strukturelemente
erzeugt, welche bei einer Betrachtung des Sicherheitselements in Richtung seiner Oberseite
bestimmte Subpixel des an der Unterseite angeordneten Displays verdecken, wenn das
Display an der Unterseite angeordnet ist. Die farbige Abbildung kann eine Abbildung
sein, insbesondere eine individualisierte, zum Beispiel eine personalisierte, Abbildung.
[0016] Bei der Abbildung kann es sich zum Beispiel um ein Bild, vorzugsweise ein Portrait,
handeln. Mit anderen Worten zeigt das Sicherheitselement ohne eine Hinterleuchtung
durch ein Display keine farbige Abbildung. Die Strukturelemente sind kaum sichtbar
und vorzugsweise farblos. Erst infolge einer Hinterleuchtung oder Beleuchtung der
Unterseite mit einem Display wird durch die Anordnung und Ausgestaltung der Strukturelemente
im Fenster auf der Oberseite eine farbige Abbildung sichtbar.
[0017] Die Echtheit eines ein Sicherheitselement umfassenden Sicherheitsdokuments ist mithilfe
eines einfachen Displays leicht überprüfbar. Gleichzeitig ist die durch die Strukturelemente
erzeugte Struktur als solche erkennbar, allerdings bevorzugt nur schwer erkennbar,
und zeigt insbesondere keine farbige Abbildung. Da eine farbige Abbildung erst durch
das Zusammenwirken mit einem Display sichtbar wird, ist das Sicherheitselement einerseits
als solches nicht vollständig erkennbar und andererseits kaum oder nur mit erheblichem
Aufwand kopierbar. Das Sicherheitselement weist damit eine besonders überdurchschnittlich
hohe Fälschungssicherheit auf.
[0018] Die Strukturelemente können Abmessungen zwischen 5 Mikrometern (5 µm) und 100 Mikrometern
(100 µm) aufweisen. Hierbei sind die Abmessungen der Strukturelemente auf die Abmessungen
der farbgebenden Subpixel eines bestimmten Displays, zum Beispiel LCD-Displays (LCD
- liquid crystal display, Flüssigkristallanzeige) und / oder eines TFT-Displays (TFT
- thin-film transistor, Dünnfilmtransistor) abgestimmt. Die Abmessungen der Strukturelemente
sind auf die Abmessungen der farbgebenden Subpixel eines Displays eines Mobiltelefons
und / oder eines Smartphones und / oder eines Tablets und / oder eines Computerbildschirms
abgestimmt.
[0019] Dadurch kann die Echtheit des Sicherheitselements bzw. des damit ausgestatteten Sicherheitsdokuments
mithilfe zahlreicher verschiedener, insbesondere tragbarer, Geräte leicht und räumlich
flexibel überprüft werden. Dabei können die Strukturelemente so angeordnet und ausgestaltet
sein, dass bei einer Beleuchtung der Unterseite mittels eines Displays auf der Oberseite
ein farbiges Portrait sichtbar ist.
[0020] Damit entsprechende farbgebenden Subpixel eines Displays abgedeckt werden, ist es
erforderlich, dass die Strukturelemente ähnliche Dimensionen bzw. Abmessungen wie
diese haben. Durch geringe Abweichungen entstehen charakteristische Moireeffekte,
welche durch Drehung des Sicherheitselements relativ zu dem Display veränderlich sind.
Unter Beachtung der verschiedenen Periodizitäten, insbesondere räumlichen Periodizitäten,
der farbgebenden Subpixel der Displays, angegeben in ppi, und bei Verwendung von Abständen,
die unter Berücksichtigung von Schwebungseffekten dieser Periodizitäten auftreten,
ist es von Vorteil, wenn die Strukturelemente in dem Fensterbereich Strukturen bilden,
mit welchen für unterschiedliche Displays, also Displays mit voneinander abweichenden
Periodizitäten der farbgebenden Subpixel, eine gut wahrnehmbare Farbinformation erzeugt
wird. Zum Beispiel können die Strukturelemente Abmessungen aufweisen, die für einen
festgelegten Bereich der Periodizität der farbgebenden Subpixel eines Displays, vorzugsweise
angegeben in ppi, bei einer Beleuchtung der Unterseite mittels eines Displays, dessen
farbgebende Subpixel eine Periodizität innerhalb des festgelegten Bereichs aufweisen,
eine farbige Abbildung auf der Oberseite sichtbar ist, zum Beispiel eine individualisierte
farbige Abbildung, die personalisiert sein kann. Hierdurch wird einer Variation der
Pixelabstände verschiedener Display Rechnung getragen. Das Sicherheitselement ist
damit insbesondere auch in Verbindung mit einem Display mit einer höheren Auflösung
verifizierbar.
[0021] In einer weiteren Variante können die Strukturelemente mindestens eine Struktur bilden,
die eine Periodizität aufweist, die einen größten gemeinsamen Teiler mit einer Mehrzahl
an festgelegten Periodizitäten der farbgebenden Subpixel verschiedener Displays hat.
Durch eine Ansteuerung des verwendeten Displays lassen sich die Displayperiodizitäten
mit der Periodizität der eingebrachten Struktur soweit in Übereinstimmung bringen,
dass die gewünschte Farbinformation bzw. die farbige Abbildung erkennbar wird. Die
Berücksichtigung des größten gemeinsamen Teilers und die Berücksichtigung der Schwebungseffekte
sind auch in Kombination anwendbar.
[0022] In einer weiteren Variante sind unterschiedliche Periodizitäten der Strukturelemente
in unterschiedlichen Orientierungen angeordnet, wobei jeweils die Periodizität der
Strukturelemente in einer bestimmten Orientierung auf die Abmessungen und / oder Periodizität
der Subpixel eines bestimmten Displays abgestimmt ist. Zum Beispiel stehen die Strukturelemente
mit unterschiedlicher bzw. voneinander abweichender Periodizität in einem Winkel zueinander.
Durch Drehen der Ebene mit den Strukturelementen lässt sich eine Übereinstimmung mit
den festgelegten Periodizitäten der farbgebenden Subpixel eines bestimmten Displays
herstellen.
[0023] Vorteilhafterweise sind die Strukturelemente als Schwärzungen und / oder als Materialabtrag,
zum Beispiel als Perforation, und / oder als Bohrungen ausgestaltet. Insbesondere
ist es durch Laserstrahlung möglich, Schwärzungen im Material zu erzeugen und / oder
die Materialstrukturen durch Abtrag oder Perforation zu verändern. Andere strukturgebende
Verfahren, zum Beispiel Mikrodruck, zur Modifikation des transparenten Fensters sind
zusätzlich ebenfalls möglich.
[0024] Bevorzugt ist eine durch Strukturelemente erzeugte Mikrostruktur ohne Beleuchtung
mittels eines Displays farblos. Die durch Laserbearbeitung generierte Mikrostruktur
ist also als solche zu erkennen, ist aber ohne dahinterliegendes, lichtaussendendes
Display farblos. Eine einmal eingebrachte Struktur lässt sich nicht kopieren oder
verändern.
[0025] Durch die Ansteuerung bzw. Farbgebung des Displays lassen sich weitere Effekte im
Zusammenspiel mit der Mikrostruktur generieren. Die Farbpixel des Displays lassen
sich zum Beispiel durch eine Applikation (App) steuern. Durch Veränderung der Farbpixel
des Displays können unterschiedliche Effekte in Zusammenhang mit der Mikrostruktur
erreicht werden, welche sich weiterentwickeln lassen, ohne dass die Struktur selbst
verändert werden muss.
[0026] In einer weiteren Variante umfasst der Fensterbereich eine Lichtsteuerfolie mit einer
Vielzahl an parallelen Auskehlungen. Durch Verwendung einer Lichtsteuerfolie bzw.
Lamellenfolie, wie beispielsweise in
DE 10 2012 109 064 A1 beschrieben, entstehen Parallaxenbarrieren, welche zur Erzeugung eines 3D-Effektes
verwendet werden können.
[0027] Grundsätzlich können die Strukturelemente auf mindestens einer Oberfläche, also der
Oberseite oder der Unterseite, des Fensterbereichs oder im Inneren beziehungsweise
innerhalb des Sicherheitselements angeordnet sein. Die Strukturelemente können als
Vertiefungen, Erhebungen oder Hohlräume ausgestaltet sein. Es ist auch möglich, dass
die Strukturelemente sich in Bezug auf ihre optischen und / oder mechanischen und
/ oder chemischen Eigenschaften von dem Material des Sicherheitselements unterscheiden.
Mit anderen Worten können die Strukturelemente von dem Material des Sicherheitselements
abweichende optische, mechanische oder chemische Eigenschaften aufweisen. Die genannten
Varianten können beliebig miteinander kombiniert werden. Sie haben den Vorteil, dass
sie vergleichsweise einfach und kostengünstig erzeugt werden können und gleichzeitig
den Fälschungsschutz erheblich verbessern.
[0028] Die einzelnen Strukturelemente können eine Länge und / oder eine Breite und / oder
eine Tiefe beziehungsweise eine Höhe und / oder einen Abstand benachbarter Strukturelemente
voneinander von weniger als 100 Mikrometern, zum Beispiel zwischen 100 Nanometer bis
100 Mikrometern aufweisen. Dabei sind Abmessungen in Bezug auf die Länge und / oder
Breite und / oder den Abstand zwischen 5 Mikrometer und 30 Mikrometern, sowie Tiefen
zwischen 0,5 Mikrometern und 20 Mikrometern vorteilhaft, da diese spezielle Fertigungsverfahren
erfordern, zum Beispiel eine Materialbearbeitung mit ultrakurzen Laserpulsen, und
die Struktur nicht sofort erkennbar ist. Die Abmessungen von Länge, Breite, Tiefe
und / oder Abstand können voneinander verschiedene Werte annehmen.
[0029] Die Strukturelemente können als Bohrungen, also als Vertiefungen mit einem kreisförmigen
Querschnitt, ausgestaltet sein, zum Beispiel als Mikro- oder Nano- Laserbohrungen.
Diese haben den Vorteil, dass die sich mit ultrakurzen Laserpulsen vergleichsweise
einfach fertigen lassen.
[0030] Das Sicherheitselement kann für ein bestimmtes Sicherheitsdokument oder für eine
bestimmte Art von Sicherheitsdokumenten mit bestimmten Sicherheitsinformationen ausgelegt
sein. In diesem Fall kann die Struktur und die mit ihr erzeugbare farbige Abbildung
Sicherheitsinformationen für das bestimmte Sicherheitsdokument enthalten. Es kann
so eine individualisierende Struktur aufgebracht werden und dadurch die Fälschungssicherheit
weiter verbessert werden. Zum Beispiel kann eine Mikrostrukturierung in einem transparenten
Fenster eines Ausweisdokumentes bei einer Beleuchtung durch ein Display eine personalisierte
Abbildung, zum Beispiel ein Portrait des Inhabers des Ausweisdokumentes, zeigen.
[0031] Ohne die Art des Materials einzuschränken, kann das Sicherheitselement ein zumindest
teilweise transparentes Material und / oder Polycarbonat und / oder Glas umfassen.
Beispielsweise kann das Sicherheitselement vollständig oder teilweise transparent
sein, insbesondere transparent für sichtbares Licht.
[0032] Das Sicherheitsdokument umfasst einen Fensterbereich mit einem zuvor beschriebenen
Sicherheitselement. Das Sicherheitsdokument ist bevorzugt aus einer Anzahl an Schichten
aufgebaut, wobei mindestens eine Schicht ein zuvor beschriebenes Sicherheitselement
umfasst. Das Sicherheitsdokument hat grundsätzlich die bereits genannten Vorteile
des vorgeschlagenen Sicherheitselements. Das Sicherheitsdokument kann insbesondere
durch Lamination miteinander verbundene Schichten umfassen. Bei den Schichten kann
es sich zum Beispiel um ein Substrat, eine Druckschicht, die sicherheitsrelevante
Informationen enthält, und Deckschicht handeln, wobei die Druckschicht zwischen dem
Substrat und der Deckschicht angeordnet ist. Vorzugsweise umfasst mindestens eine
der Schichten ein Sicherheitselement.
[0033] Das Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements zur Verwendung für ein Sicherheitsdokument
zeichnet sich dadurch aus, dass ein zumindest teilweise transparentes Material für
den Fensterbereich mittels Laserbearbeitung mit Strukturelementen mit Abmessungen
von weniger als 200 Mikrometer (200 µm) versehen wird, wobei die Strukturelemente
so angeordnet und ausgestaltet sind, dass bei einer Beleuchtung der Unterseite mittels
eines Displays eine farbige Abbildung auf der Oberseite sichtbar ist, insbesondere
eine individualisierte farbige Abbildung, die eine personalisierte Abbildung sein
kann. Hierbei sind die Abmessungen der Strukturelemente auf die Abmessungen farbgebender
Subpixel eines LCD-Displays und / oder eines TFT-Displays und / oder eines Displays
eines Mobiltelefons und / oder eines Smartphones und / oder eines Tablets und / oder
eines Computerbildschirms abgestimmt. Dabei können insbesondere Strukturelemente mit
Abmessungen im Bereich zwischen 5 Mikrometer (5 µm) und 30 Mikrometer (30 µm) auf
das Material des Sicherheitselements aufgebacht oder in das Material des Sicherheitselements
eingebracht werden. Mittels des Verfahrens kann ein oben beschriebenes Sicherheitselement
hergestellt werden. Das Verfahren hat den Vorteil, dass es auf einfache und kostengünstige
Weise die Herstellung eines Sicherheitselements, welches ein hohes Kopier- und Fälschungssicherheitsniveau
aufweist, ermöglicht.
[0034] Die Strukturelemente können zusätzlich zur Laserbearbeitung durch Mikrodruck erzeugt
werden. Die Strukturelemente können auf mindestens einer Oberfläche des zumindest
teilweise transparenten Materials durch Materialabtrag erzeugt werden. Zudem können
die Strukturelemente auf oder in mindestens einer Oberfläche, also der Oberseite oder
der Unterseite, des zumindest teilweise transparenten Sicherheitselements in Form
von Erhebungen und / oder Vertiefungen erzeugt werden. Zusätzlich oder alternativ
dazu können die Strukturelemente im Inneren beziehungsweise innerhalb des zumindest
teilweise transparenten Sicherheitselements in Form von Hohlräumen erzeugt werden
[0035] Das Sicherheitselement kann zumindest teilweise aus einer zumindest teilweise für
sichtbares Licht transparenten Folie gefertigt werden. Dabei können in mindestens
einer Oberfläche der Folie Vertiefungen erzeugt werden, insbesondere indem Material
abgetragen wird.
[0036] Beispielsweise werden Laserbohrungen im Mikrometerbereich und / oder Nanometerbereich
in mindestens eine Oberfläche des Sicherheitselements eingebracht. Diese können einen
Durchmesser zwischen 100 Nanometer (100 nm) und 100 Mikrometer (100 µm), zum Beispiel
zwischen 5 Mikrometern und 30 Mikrometern, und / oder eine Tiefe zwischen 100 Nanometer
(100 nm) und 100 Mikrometer (100 µm), zum Beispiel zwischen 500 Nanometern und 20
Mikrometern, aufweisen. In Ausführungen kann das teilweise transparente Material mit
Strukturelementen mit Abmessungen zwischen 5 Mikrometern (5 µm) und 100 Mikrometern
(100 µm) versehen werden.
[0037] Durch lokale Aufschäumungen und / oder durch hochauflösende 3D Drucktechnologie,
mittels zum Beispiel Zwei Photonen Polymerisation, lassen sich, gegebenenfalls zusätzlich,
Strukturelemente in Form von Erhebungen erzeugen.
[0038] Vorteilhafterweise werden die Strukturelemente mittels ultrakurzer Laserpulse erzeugt,
zum Beispiel mit einer Pulsdauer von weniger als 10 Pikosekunden (10 ps), insbesondere
weniger als 1 Pikosekunde (1 ps) oder weniger als 500 Femtosekunden (500 fs). Die
Anwendung ultrakurzer Laserpulse ermöglicht eine präzise Fertigung und effiziente
Erzeugung der Strukturelemente. Insbesondere werden durch ultrakurze Laserpulse thermische
oder mechanische Schäden des Strukturelements während der Bearbeitung minimiert oder
vermieden. Es ist bei geeigneter Wahl der Bearbeitungsparameter eine nahezu schmelzfreie
Bearbeitung mit hoher Präzision möglich.
[0039] Durch ultrakurze Laserpulse ist es möglich die Oberfläche oder die vorzugsweise transparente
Deckschicht oberhalb einer personalisierten Schicht eines Sicherheitsdokuments mit
einer die zweite Darstellung abbildenden Struktur zu versehen, wobei die Abmessungen
der Strukturelemente im Mikrometer- oder Nanometerbereich liegen. Dazu wird bevorzugt
das Material relativ zum fokussierten Laserstrahl bewegt oder vom fokussierten Laserstrahl
mittels beweglicher Spiegel abgescannt. Durch die kurze Wechselwirkungszeit der ultrakurzen
Laserpulse mit dem Material verursacht der Materialabtrag keine Farbveränderung des
Materials und die Elemente der Struktur sind farblos und bestehen vorzugsweise aus
Mikrobohrungen.
[0040] Das Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitsdokuments, insbesondere eines Sicherheitsdokuments,
bezieht sich auf ein Sicherheitselement, welches aus einer Anzahl an Schichten aufgebaut
ist. Im Rahmen des Verfahrens wird mindestens eine Schicht dieser genannten Anzahl
an Schichten aus einem Sicherheitselement oder einem gemäß dem zuvor beschriebenen
Verfahren hergestellten Sicherheitselement gefertigt. Die mindestens eine Schicht
wird mit einer Anzahl weiterer Schichten verbunden, zum Beispiel verklebt oder laminiert,
sodass das Sicherheitsdokument einen zumindest teilweise transparenten Fensterbereich
mit einer durch die Strukturelemente erzeugten Struktur aufweist. Prinzipiell kann
das oben beschriebene Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements Bestandteil
des Verfahrens zur Herstellung des Sicherheitsdokuments sein. Zum Beispiel können
die Strukturelemente auf oder in dem Sicherheitselement hergestellt werden, nachdem
mindestens eine Schicht für das Sicherheitselement mit einer Anzahl weiterer Schichten
verbunden wurde. Auf diese Weise kann ermöglicht sein, die Strukturelemente auf oder
in dem Sicherheitselement anzuordnen, nachdem das Sicherheitselement nicht mehr direkt
zugänglich ist, ohne das Sicherheitselement und / oder das Sicherheitsdokument zu
beschädigen oder zu zerstören.
[0041] Im Rahmen des Verfahrens zur Prüfung der Echtheit eines Sicherheitsdokuments wird
der Fensterbereich des Sicherheitsdokuments auf seiner Unterseite mittels eines Displays
beleuchtet und auf seiner Oberseite betrachtet. Dabei wird infolge der Beleuchtung
auf der Oberseite eine farbige Abbildung, zum Beispiel ein Portrait des Dokumenteninhabers
sichtbar. Wie oben bereits beschrieben, ist damit eine einfache und kostengünstige,
da insbesondere keine speziellen Prüfgeräte erfordernde Echtheitsprüfung eines Sicherheitsdokuments
möglich.
[0042] In einer Variante kann die Periodizität der Subpixel des Displays mit einer Periodizität
der eingebrachten Struktur soweit in Übereinstimmung gebracht werden, dass die farbige
Abbildung auf der Oberseite sichtbar wird. Hierdurch wird eine Verwendung verschiedener
Displays mit voneinander abweichender Periodizität der Subpixel ermöglicht. Mit anderen
Worten kann die farbige Abbildung mit unterschiedlichen Displays mit voneinander abweichenden
Auflösungen erzeugt werden und somit die Echtheit des Sicherheitsdokuments geprüft
werden.
[0043] Die Struktur des Sicherheitselements kann so ausgestaltet sein, dass sie bei Betrachtung
unter einem festgelegten Winkel oder Winkelbereich als mattierte Fläche erkennbar
ist. Bei Betrachtung senkrecht zur Oberfläche ist die Struktur bevorzugt mit bloßem
Auge nicht sichtbar. Die Struktur kann bei Betrachtung unter einem Mikroskop erkennbar
sein.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0044] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand
von Ausführungsvarianten unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher beschrieben.
Alle bisher und im Folgenden beschriebenen Merkmale sind dabei sowohl einzeln als
auch in einer beliebigen Kombination miteinander vorteilhaft. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch und ausschnittsweise vergrößert ein Sicherheitselement und ein darunter
angeordnetes Display in einer perspektivischen Ansicht; und
- Fig. 2
- schematisch ein Sicherheitsdokument in einer perspektivischen Ansicht.
[0045] Die Fig. 1 zeigt schematisch ein Sicherheitselement 1 und ein darunter angeordnetes
Display 10. Das Sicherheitselement 1 ist als für sichtbares Licht transparentes Fensterelement
ausgestaltet und weist eine aus Strukturelementen 2 gebildete Struktur auf, die in
einem Fensterbereich 6 angeordnet ist. Die Strukturelemente 2 haben Abmessungen im
Mikrometerbereich, konkret von weniger als 200 Mikrometern. Das Sicherheitselement
1 weist eine Oberseite 4 und eine Unterseite 5 auf. In der Fig. 1 ist das Display
10 an der Unterseite 5 angeordnet, zum Beispiel an das Sicherheitselement 1 angelegt,
und beleuchtet das Sicherheitselement 1 von der Unterseite 5. Das Display 10 umfasst
eine Vielzahl an farbgebenden Subpixeln 11. Die Strukturelemente 2 des Sicherheitselements
1 sind so angeordnet, dass bei einer Beleuchtung der Unterseite 5 des Sicherheitselements
1 mittels eines Displays 10 auf der Oberseite 4 des Sicherheitselements 1 eine farbige
Abbildung, zum Beispiel ein Portrait, sichtbar ist. Dabei wird die farbige Abbildung
in Verbindung mit dem Display 10 durch die Größe und die Anordnung der Strukturelemente
2, welche bei einer Betrachtung des Sicherheitselements 1 in Richtung seiner Oberseite
4 bestimmte Subpixel 11 des an der Unterseite 5 angeordneten Displays 10 verdecken,
erzeugt.
[0046] Die farbige Abbildung lässt sich auch durch entsprechende Ansteuerung des Displays
10 beziehungsweise der entsprechenden farbgebenden Subpixel 11 modifizieren. Dabei
kann insbesondere die Periodizität der farbgebenden Subpixel 11 mit einer Periodizität
einer durch die Strukturelemente 2 erzeugten Struktur in Übereinstimmung gebracht
werden oder an diese angepasst werden. Bei dem Display 10 kann es sich um ein Display
eines Mobiltelefons, eines Smartphones, eines Tablets, eines Notebooks usw. handeln.
[0047] Die Strukturelemente können durch Laserbearbeitung und / oder Mikrodruck erzeugt
werden. Sie können durch Schwärzungen oder Materialabtrag, zum Beispiel Laserbohrungen
erzeugt werden.
[0048] Die Fig. 2 zeigt schematisch ein Sicherheitsdokument 20. Das Sicherheitsdokument
20 weist eine Oberseite 14 und eine Unterseite 15 auf und umfasst ein im Zusammenhang
mit der Fig. 1 beschriebenes Sicherheitselement 1. Das Sicherheitsdokument 20 umfasst
einen für sichtbares Licht transpatenten Bereich, vorzugsweise einen Fensterbereich
16, in welchem das Sicherheitselement 1 angeordnet ist oder welcher zumindest teilweise
durch das Sicherheitselement 1 gebildet wird. Zum Beispiel kann das Sicherheitselement
1 ausschließlich aus dem Fensterbereich bestehen oder in Form einer von mehreren Schichten
3 ausgestaltet sein. Die das Sicherheitselement 1 bildende oder dieses umfassende
Schicht 3 kann mit weiteren Schichten 3 fest verbunden sein, beispielsweise durch
Lamination. Auf diese Weise kann ein aus mehreren Schichten aufgebautes Sicherheitsdokument
20 mit einem Sicherheitselement 1 ausgestattet werden.
[0049] Bei dem Sicherheitsdokument 20 kann es sich zum Beispiel um ein Ausweisdokument,
insbesondere einen Reisepass, einen Personalausweis, einen Führerschein usw., handeln.
Das Sicherheitsdokument 20 weist eine deutlich verbesserte Fälschungssicherheit auf,
da die Strukturelemente 2 selbst kaum sichtbar sind und insbesondere aus den Strukturelementen
2 bzw. der Struktur allein nicht ersichtlich ist, welche farbige Abbildung sie bei
einer Beleuchtung durch ein Display 10 erzeugen. Zudem kann die Echtheit des Sicherheitsdokuments
20 mit Hilfe eines Displays 10 zudem sehr leicht und ohne weitere Hilfsmittel überprüft
werden.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 1
- Sicherheitselement
- 2
- Strukturelemente
- 3
- Schichten
- 4
- Oberseite
- 5
- Unterseite
- 6
- Fensterbereich
- 10
- Display
- 11
- farbgebende Subpixel
- 14
- Oberseite
- 15
- Unterseite
- 16
- Fensterbereich
- 20
- Sicherheitsdokument
1. Sicherheitselement (1) zur Verwendung für ein Sicherheitsdokument (20), mit:
- einer Oberseite (4);
- einer Unterseite (5) und
- einem für sichtbares Licht zumindest teilweise transparent ausgestalteten Fensterbereich
(6);
wobei
- der Fensterbereich (6) Strukturelemente (2) mit Abmessungen von weniger als 200
Mikrometern (200 µm) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente so angeordnet und ausgestaltet sind, dass erst be einer Beleuchtung
der Unterseite (5) mittels eines Displays (10) eine farbige Abbildung auf der Oberseite
(4) sichtbar ist; und dass
- die Abmessungen der Strukturelemente (2) auf die Abmessungen farbgebender Subpixel
(11) eines LCD-Displays und / oder eines TFT-Displays und / oder eines Displays eines
Mobiltelefons und / oder eines Smartphones und / oder eines Tablets und / oder eines
Computerbildschirms abgestimmt sind, derart, dass die farbige Abbildung durch die
Größe und die Anordnung der Strukturelemente (2) erzeugt wird, welche bei einer Betrachtung
des Sicherheitselements (1) in Richtung seiner Oberseite (4) bestimmte Subpixel (11)
verdecken, wenn das Display (10) an der Unterseite (5) angeordnet ist; wobei
- die Strukturelemente (2) durch Laserbearbeitung erzeugt sind.
2. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (2) Abmessungen aufweisen, die für einen festgelegten Bereich
einer Periodizität der farbgebenden Subpixel (11) eines Displays (10) bei einer Beleuchtung
der Unterseite (5) mittels eines Displays (10), dessen farbgebende Subpixel (11) eine
Periodizität innerhalb des festgelegten Bereichs aufweisen, eine farbige Abbildung
auf der Oberseite (4) sichtbar ist.
3. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (2) mindestens eine Struktur bilden, die eine Periodizität aufweist,
die einen größten gemeinsamen Teiler mit einer Mehrzahl an festgelegten Periodizitäten
der farbgebenden Subpixel (11) verschiedener Displays (10) hat.
4. Sicherheitselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Periodizitäten der Strukturelemente (2) in unterschiedlichen Orientierungen
angeordnet sind, wobei jeweils die Periodizität der Strukturelemente (2) in einer
bestimmten Orientierung auf die Abmessungen und / oder Periodizität der Subpixel eines
bestimmten Displays abgestimmt ist.
5. Sicherheitselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (2) so angeordnet und ausgestaltet sind, dass bei einer Beleuchtung
der Unterseite (5) mittels eines Displays (10) auf der Oberseite (4) ein farbiges
Portrait sichtbar ist.
6. Sicherheitselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (2) als Schwärzungen und / oder als Materialabtrag und / oder
als Bohrungen ausgestaltet sind.
7. Sicherheitselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch Strukturelemente (2) erzeugte Mikrostruktur ohne Beleuchtung mittels eines
Displays (10) farblos ist.
8. Sicherheitselement (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fensterbereich (6) eine Lichtsteuerfolie mit einer Vielzahl an parallelen Auskehlungen
umfasst.
9. Sicherheitsdokument (20), welches mindestens einen Fensterbereich (16) mit einem Sicherheitselement
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 umfasst.
10. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zumindest teilweise transparentes Material für den Fensterbereich (6) mittels
Laserbearbeitung mit Strukturelementen (2) mit Abmessungen von weniger als 200 Mikrometer
(200 µm) versehen wird, wobei die Strukturelemente (2) so angeordnet und ausgestaltet
sind, dass bei einer Beleuchtung der Unterseite (5) mittels eines Displays (10) eine
farbige Abbildung auf der Oberseite (4) sichtbar ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente (2) auf mindestens einer Oberfläche des zumindest teilweise
transparenten Materials durch Materialabtrag erzeugt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass Laserbohrungen im Mikrometerbereich und / oder im Nanometerbereich in mindestens
eine Oberfläche des zumindest teilweise transparenten Materials eingebracht werden.
13. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments (20) gemäß Anspruch 9, welches
aus einer Anzahl an Schichten (3) aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schicht (3) dieser Anzahl an Schichten mit einem Sicherheitselement
(1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 oder einem gemäß der Ansprüche 10 bis 12 hergestellten
Sicherheitselement (1) gefertigt wird und mit einer Anzahl weiterer Schichten (3)
so verbunden wird, dass das Sicherheitsdokument (20) einen zumindest teilweise transparenten
Fensterbereich mit einer durch die Strukturelemente (2) erzeugten Struktur aufweist.
14. Verfahren zum Prüfen der Echtheit eines Sicherheitsdokuments (20) nach Anspruch 9,
wobei der Fensterbereich (16) des Sicherheitsdokuments (20) auf seiner Unterseite
(15) mittels eines Displays (10) beleuchtet und auf seiner Oberseite (14) betrachtet
wird.
15. Verfahren zum Prüfen der Echtheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Periodizität der Subpixel (11) des Displays (10) mit einer Periodizität der eingebrachten
Struktur soweit in Übereinstimmung gebracht wird, dass die farbige Abbildung auf der
Oberseite (4) sichtbar wird.
1. A security element (1) for use for a security document (20), having:
- an upper side (4);
- a lower side (5) and
- a window region (6) configured so as to be at least partially transparent to visible
light;
wherein
- the window region (6) comprises structural elements (2) with dimensions of less
than 200 micrometres (200 µM),
characterized in that
- the structural elements are arranged and configured in such a manner that only when
the lower side (5) is illuminated by means of a display (10) a colour image is visible
on the upper side (4), and that
- the dimensions of the structural elements (2) are adapted to the dimensions of colouring
subpixels (11) of an LCD display and/or a TFT display and/or a display of a mobile
phone and/or of a smart phone and/or of a tablet and/or of a computer display, in
such a manner that the colour display is produced by the size and the arrangement
of the structural elements (2), which conceal certain subpixels (11) when the security
element (1) is viewed in the direction of its upper side (4) when the display (10)
is arranged on the lower side (5); wherein
- the structural elements (2) are produced by laser processing.
2. The security element (1) according to claim 1, characterized in that the structural elements (2) have dimensions, for which for a specified range of periodicity
of the colouring subpixels (11) of a display (10), when the lower side (5) is illuminated
by means of a display (10), whereof the colouring subpixels (11) have a periodicity
within the specified range, a colour image is visible on the upper side (4).
3. The security element (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the structural elements (2) form at least one structure, which has a periodicity
which has a greatest common divider with a plurality of specified periodicities of
the colouring subpixels (11) of different displays (10).
4. The security element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that different periodicities of the structural elements (2) are arranged in different
orientations, wherein the periodicity of the structural elements (2) in each case
is adapted in a particular orientation to the dimensions and/or periodicity of the
subpixels of a particular display.
5. The security element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the structural elements (2) are arranged and configured in such a manner that when
the lower side (5) is illuminated by means of a display (10), a coloured portrait
can be seen on the upper side (4).
6. The security element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the structural elements (2) are configured as blackened areas and/or as removed material
and/or as bores.
7. The security element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a microstructure produced by structural elements (2) without illumination by means
of a display (10) is colourless.
8. The security element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the window region (6) comprises a light-control film with a plurality of parallel
channels.
9. A security document (20) which comprises at least one window region (16) with a security
element (1) according to one of the claims 1 to 8.
10. A method for producing a safety element (1) according to one of claims 1 to 8, characterized in that an at least partially transparent material for the window region (6) is provided
by means of laser processing with structural elements (2) having dimensions of less
than 200 micrometres (200 µm), wherein the structural elements (2) are arranged and
configured in such a manner that when the lower side (5) is illuminated by means of
a display (10), a colour image is visible on the upper side (4).
11. The method according to claim 10, characterized in that the structural elements (2) are produced on at least one surface of the at least
partially transparent material through material removal.
12. The method according to one of claims 10 or 11, characterized in that laser bores in the micrometre range and/or in the nanometre range are introduced
into at least one surface of the at least partially transparent material.
13. The method for producing a security document (20) in accordance with claim 9, which
is formed from a number of layers (3), characterized in that at least one layer (3) of this number of layers is produced with a security element
(1) in accordance with one of the claims 1 to 8 or a security element (1) produced
in accordance with claims 10 to 12 and connected to a number of further layers (3)
in such a manner that the security document (20) has an at least partially transparent
window region with a structure produced by the structural elements (2).
14. A method for checking the authenticity of the security document (20) according to
claim 9, wherein the window region (16) of the security document (20) is illuminated
on a lower side (15) by means of a display (10) and is observed on its upper side
(14).
15. The method for checking the authenticity according to claim 14, characterized in that the periodicity of the subpixels (11) of the display (10) is brought in line with
a periodicity of the introduced structure, insofar as the colour display on the upper
side (4) is visible.
1. Elément de sécurité (1) destiné à être utilisé pour un document de sécurité (20),
comportant :
- une face supérieure (4) ;
- une face inférieure (5) et
- une zone de fenêtre (6) conçue pour être au moins partiellement transparente à la
lumière visible ;
dans lequel
- la zone de fenêtre (6) comprend des éléments structurels (2) avec des dimensions
inférieures à 200 micromètres (200 µm),
caractérisé en ce que
- les éléments structurels sont agencés et conçus de telle manière qu'une image colorée
sur la face supérieure (4) ne soit visible que lorsque la face inférieure (5) est
éclairée au moyen d'un affichage (10) ;
- les dimensions des éléments structurels (2) sont coordonnées aux dimensions des
sous-pixels de coloration (11) d'un écran LCD et/ou d'un écran TFT et/ou d'un affichage
d'un téléphone portable et/ou d'un smartphone et/ou d'une tablette et/ou d'un écran
d'ordinateur de telle sorte que l'image colorée soit générée par la taille et la disposition
des éléments structurels (2), qui lors d'une visualisation de l'élément de sécurité
(1) dans la direction de sa face supérieure (4) recouvre certains sous-pixels (11),
lorsque l'affichage (10) est disposé sur la face inférieure (5) ; dans lequel
- les éléments structurels (2) sont produits par traitement au laser.
2. Elément de sécurité (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments structurels (2) présentent des dimensions pour une zone spécifiée d'une
périodicité des sous-pixels de coloration (11) d'un affichage (10) lorsque la face
inférieure (5) est éclairée au moyen d'un affichage (10), dont les sous-pixels de
coloration (11) présentent une périodicité dans la plage spécifiée, une image colorée
est visible sur la face supérieure (4).
3. Elément de sécurité (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments structurels (2) forment au moins une structure, qui présente une périodicité,
qui possède un plus grand diviseur commun avec une pluralité de périodicités fixes
des sous-pixels de coloration (11) de différents affichages (10).
4. Elément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que différentes périodicités des éléments structurels (2) sont agencées selon des orientations
différentes, dans lequel respectivement la périodicité des éléments structurels (2)
est adaptée dans une orientation spécifique aux dimensions et/ou à la périodicité
des sous-pixels d'un affichage spécifique.
5. Elément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments structurels (2) sont agencés et conçus de telle sorte que lorsque la
face inférieure (5) est éclairée au moyen d'un affichage (10) sur la face supérieure
(4), un portrait en couleur est visible.
6. Elément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments structurels (2) sont configurés comme des zones noircies et/ou comme
un enlèvement de matière et/ou comme des alésages.
7. Elément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une microstructure produite par des éléments structurels (2) est incolore sans éclairage
au moyen d'un affichage (10).
8. Elément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de fenêtre (6) comprend un film de commande de la lumière avec une multiplicité
de rainures parallèles.
9. Document de sécurité (20), qui comprend au moins une zone de fenêtre (16) avec un
élément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications 1 à 8.
10. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité (1) selon une quelconque des revendications
1 à 8, caractérisé en ce qu'un matériau au moins partiellement transparent pour la zone de fenêtre (6) est traité
au laser avec des éléments structurels (2) de dimensions inférieure à 200 micromètres
(200 µm), dans lequel les éléments structurels (2) sont agencés et conçus de telle
sorte que lorsque la face inférieure (5) est éclairée au moyen d'un affichage (10),
une image colorée est visible sur la face supérieure (4).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que les éléments structurels (2) sont réalisés sur au moins une face du matériau au moins
partiellement transparent par enlèvement de matière.
12. Procédé selon une quelconque des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que des perçages laser dans le domaine micrométrique et/ou dans le domaine nanométrique
sont ménagés dans au moins une surface du matériau au moins partiellement transparent.
13. Procédé de production d'un document de sécurité (20) selon la revendication 9, qui
est composé d'un certain nombre de couches (3), caractérisé en ce qu'au moins une couche (3) de ce nombre de couches est fabriqué avec un élément de sécurité
(1) selon une des revendications 1 à 8 ou un élément de sécurité (1) est fabriqué
selon les revendications 10 à 12 et relié à un certain nombre d'autres couches (3)
de telle sorte que le document de sécurité (20) présente une zone de fenêtre au moins
partiellement transparente avec une structure produite via les éléments structurels
(2).
14. Procédé de contrôle de l'authenticité d'un document de sécurité (20) selon la revendication
9, dans lequel la zone de fenêtre (16) du document de sécurité (20) est éclairée au
moyen d'un affichage (10) sur sa face inférieure (15) et est visualisée sur sa face
supérieure (14).
15. Procédé de contrôle d'authenticité selon la revendication 14, caractérisé en ce que la périodicité des sous-pixels (11) de l'affichage (10) est adaptée à une périodicité
de la structure ménagée dans la mesure où l'image colorée sur la face supérieure (4)
devient visible.