Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Handhaben,
insbesondere zum Befüllen und/oder Verschließen, von Behältern.
[0002] Bekannt sind Verarbeitungsmaschinen, wie beispielsweise Füll- oder Verschließmaschinen
zum kontinuierlichen Befüllen und/oder Verschließen von Behältern. Träger, welche
die zu Verarbeitung erforderlichen Elemente, wie beispielsweise Füllrohre, aufweisen,
führen üblicherweise eine an den Durchtransport der Behälter angepasste Bewegung aus.
Die Bewegung des Trägers wird meist mittels Servomotoren angetrieben. Übliche Verarbeitungsmaschinen
weisen häufig nur eine eingeschränkte Flexibilität auf und können die geforderten
Hygieneanforderungen in der pharmazeutischen, der oral-pharmazeutischen oder kosmetischen
Industrie nicht erfüllen. Dies sind beispielsweise Anforderungen nach möglichst wenig
Bauteilen, und insbesondere keinen Motoren, welche oberhalb von Öffnungen der Behälter
angeordnet sind. Zudem ist eine Reinigung der Füllorgane, wie beispielsweise Füllrohre,
häufig aufwendig und meist nur manuell möglich.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bietet den Vorteil
einer optimierten Anordnung zur Einhaltung höchster hygienischer Anforderungen. Die
Vorrichtung erlaubt zudem insbesondere eine vollautomatische Inline-Reinigung der
produktführenden Bauteile, wodurch eine besonders zeiteffiziente und kostengünstige
Verarbeitung der Behälter erlaubt wird. Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch eine
Vorrichtung, umfassend einen Träger mit zumindest einem Füllelement und/oder zumindest
einem Verschließelement. Das Füllelement ist zum Befüllen eines Behälters ausgebildet,
das Verschließelement entsprechend zum Verschließen des Behälters.
[0004] Mit der Vorrichtung können die Behälter vorzugsweise befüllt werden. Hierfür weist
der Träger vorzugsweise ein Füllrohr als Füllelement auf, mittels welchem die Behälter
befüllt werden. Alternativ oder zusätzlich können die Behälter durch ein Verschließelement
verschlossen werden. Das Verschließelement kann beispielsweise Verschlusskappen auf
die Behälter aufschrauben oder aufpressen. Eingesetzt werden kann die Vorrichtung
vorzugsweise in jeglichen Bereichen, in welchen Behältnisse befüllt und/oder verschlossen
werden müssen. Besonders vorteilhaft ist eine Verwendung in der pharmazeutischen,
oral-pharmazeutischen oder kosmetischen Industrie oder in der Lebensmittelindustrie.
[0005] Weiter umfasst die Vorrichtung zumindest einen Ausleger, welcher mit dem Träger verbunden
ist. Der Ausleger ist mit einer sich entlang einer Z-Achse erstreckenden Welle, insbesondere
drehfest, und vorzugsweise axial unverschieblich, verbunden. Die Z-Achse ist dabei
senkrecht zu einer Verarbeitungsebene, in welcher eine Öffnung des Behälters angeordnet
ist. Bevorzugt ist die Z-Achse vertikal angeordnet. Die Verarbeitungsebene erstreckt
sich durch entsprechende Anordnung des Behälters vorzugsweise in horizontaler Richtung.
[0006] Mittels eines ersten Motors ist der Ausleger um die Z-Achse schwenkbar. Vorzugsweise
ist der Ausleger indirekt um die Z-Achse schwenkbar, dadurch, dass der Ausleger drehfest
mit der Welle verbunden ist und dass der erste Motor die Welle in Rotation versetzt.
Mittels eines zweiten Motors ist der Ausleger entlang der Z-Achse verschiebbar. Vorzugsweise
erfolgt das Verschieben des Auslegers entlang der Z-Achse indirekt, indem die Welle
mittels des zweiten Motors verschoben wird. Alternativ kann der Ausleger direkt mittels
des zweiten Motors und relativ zur Welle entlang der Z-Achse verschoben werden.
[0007] Weiterhin weist der Ausleger einen Auslegerarm auf. Der Auslegerarm ist mittels eines
dritten Motors senkrecht zur Z-Achse, insbesondere linear, verschiebbar. Der Auslegerarm
verbindet dabei den Träger und dem Ausleger relativ zueinander verschiebbar.
[0008] Der erste Motor, der zweite Motor und der dritte Motor der Vorrichtung sind dabei
unterhalb der Verarbeitungsebene angeordnet. In anderen Worten ist der erste Motor,
der zweite Motor und der dritte Motor auf einer dem Träger gegenüberliegenden Seite
der Verarbeitungsebene angeordnet. Vorzugsweise sind die Motoren unterhalb eines Maschinentischs,
auf welchem sich die Behälter während des Handhabens befinden, angeordnet. Als Motoren
werden dabei insbesondere Motoren oder ähnliche Elemente angesehen, welche eine mechanische
Arbeit leisten, beispielsweise ein Drehmoment erzeugen. Insbesondere können auch Getriebe,
zur Einstellung eines Soll-Drehmoments als Teile des Motors angesehen werden. Insbesondere
werden jedoch mechanische Elemente zur Übertragung, beispielsweise Wellen oder Riemen,
nicht zum Motor dazugezählt.
[0009] Dadurch, dass die Motoren, und insbesondere auch wesentliche Teile der zum Antrieb
der Vorrichtung erforderlichen Mechanik, unterhalb der Verarbeitungsebene angeordnet
sind, können besonders hohe hygienische Anforderungen beim Befüllen und/oder Verschließen
der Behälter eingehalten werden. So kann zuverlässig vermieden werden, dass die Behälter
und/oder in den Behältern eingefüllte Produkte durch oberhalb der Behälter angeordnete
Motoren, Antriebselemente, oder dergleichen verschmutzt werden. Zudem ergibt sich
durch die spezielle Mechanik der Vorrichtung eine besonders günstige und flexible
Handhabung des Trägers und des daran angeordneten Füll- und/oder Verschließelements.
So kann beispielsweise durch die vertikale Verschieblichkeit Trägers senkrecht zur
Z-Achse mittels des Auslegerarms eine Rückfahrbewegung neben den Behältern durchgeführt
werden. Dadurch wird beispielsweise nach Abschluss eines Befüllvorgangs verhindert,
dass eine Verunreinigung der Behälter oder des Behälterinhalts durch herabtropfende
Produktrückstände von dem Füllelement auftreten kann. Vorteilhafterweise kann durch
die spezielle Beweglichkeit des Trägers gänzlich verhindert werden, dass sich beispielsweise
nach einem Befüllvorgang jegliche Elemente oder Bauteile der Vorrichtung oberhalb
der Behälteröffnung befinden.
[0010] Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
[0011] Bevorzugt ist die Welle als Hohlwelle ausgebildet und weist eine innenliegende Antriebswelle
auf. Die innen liegende Antriebswelle ist vorzugsweise koaxial zur radial außenliegenden
Hohlwelle ausgebildet und insbesondere relativ zu dieser rotierbar. Die Antriebswelle
ist dabei mit dem Auslegerarm verbunden und überträgt somit insbesondere ein Drehmoment
von dem dritten Motor zum Auslegerarm oder vorzugsweise zu einem Antriebselement,
welches eine Rotation der Antriebswelle in eine Linearbewegung des Auslegerarms überführt.
Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Möglichkeit, den dritten Motor, welcher
die horizontale Verschiebung des Trägers antreibt, unterhalb der Verarbeitungsebene
anzuordnen.
[0012] Besonders bevorzugt weist der Ausleger eine zahnriemengetriebene Linearführung auf,
welche bevorzugt mit einer Profilschienenführung vorgesehen ist. Die Linearführung
erlaubt dabei ein lineares Verschieben des Auslegerarms senkrecht zur Z-Achse. Die
Linearführung und die Antriebswelle stehen dabei in Eingriff miteinander und ermöglichen
somit eine einfache Übertragung der Rotation der Antriebswelle die lineare Verschiebung
des Auslegerarms.
[0013] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung ferner einen Kugelgewindetrieb, welche vom zweiten
Motor angetrieben ist. Der Kugelgewindetrieb ist dabei eingerichtet, die Welle und/oder
den Ausleger entlang der Z-Achse zu verschieben. Besonders günstig ist beispielsweise
eine Anordnung des Kugelgewindetriebs so, dass dieser die Welle und somit auch den
daran angeordneten Ausleger mit dem Auslegerarm und Träger entlang der Z-Achse verschiebt.
Vorzugsweise ist der Kugelgewindetrieb hierfür an einem Außenumfang der Welle angeordnet.
Alternativ ist es vorzugsweise auch möglich, dass die Welle entlang der Z-Achse unverschieblich
ist, und der Kugelgewindetrieb eine Verschiebung des relativ zur Welle verschiebbaren
Auslegers bewirkt. Der Kugelgewindetrieb kann beispielsweise eine in Bezug auf die
Verarbeitungsebene räumlich fixierte sich parallel zur Z-Achse erstreckende Kugelgewindewelle
aufweisen. Auf dieser Kugelgewindewelle kann eine Spindelmutter des Kugelgewindetriebs
angeordnet sein, welche mit der Welle und/oder dem Ausleger verbunden ist und bei
einer Rotation der Kugelgewindewelle die Verschiebung entlang der Z-Achse bewirkt.
In diesem Fall kann die Kugelgewindewelle beispielsweise direkt mittels des zweiten
Motors angetrieben sein.
[0014] Weiter bevorzugt umfasst die Vorrichtung eine Drehmomentkugelbuchse, welche auf der
Welle angeordnet ist. Die Drehmomentkugelbuchse ist mit dem ersten Motor verbunden,
um ein Schwenken der Welle um die Z-Achse auf besonders einfache Weise zu ermöglichen.
Die Drehmomentkugelbuchse bewirkt dabei insbesondere, dass die lineare Verschiebung
der Welle entlang der Z-Achse frei möglich ist. Die Drehmomentkugelbuchse kann dabei
direkt mit dem ersten Motor in Eingriff stehen, oder beispielsweise auch indirekt
über ein Getriebe oder eine Koppelstange von dem ersten Motor angetrieben werden.
[0015] Besonders bevorzugt umfasst der Träger eine Mehrzahl an Füll- und/oder Verschließelementen,
welche entlang einer zur Z-Achse senkrechten X-Achse angeordnet sind, um ein besonders
zeiteffizientes Handhaben der Behälter zu ermöglichen. Insbesondere ist dabei jeweils
nur eine Variante vorgesehen, das heißt, entweder eine Mehrzahl an Füllelementen oder
eine Mehrzahl an Verschließelementen. Vorzugsweise weist der Träger mindestens 2,
bevorzugt maximal 20, Füll-und/oder Verschließelemente auf. Besonders bevorzugt weist
der Träger 8, oder 10, oder 12 Füllelemente auf. Alternativ oder zusätzlich weist
der Träger vorzugsweise 4, oder 6, oder 8, Verschließelemente auf.
[0016] Vorteilhafterweise umfasst die Vorrichtung zwei Ausleger und zwei sich parallel zur
Z-Achse erstreckende Wellen, wobei die beiden Ausleger mit jeweils einer der beiden
Wellen verbunden sind, und wobei die beiden Ausleger mit jeweils einem axialen Ende
des Trägers verbunden sind. Vorzugsweise sind die beiden Wellen dabei jeweils in einem
vorbestimmten Abstand zur X-Achse angeordnet. Besonders bevorzugt sind die Ausleger
jeweils drehbar mit dem Träger verbunden.
[0017] Weiter bevorzugt umfasst die Vorrichtung jeweils eine Koppelstange pro Welle, welche
die entsprechende Welle mit dem ersten Motor koppelt. Die Koppelstangen bewirken dabei
einerseits eine Übertragung des Drehmoments des ersten Motors auf die beiden Wellen,
um diese um die Z-Achse zu rotieren, und zudem eine synchronisieren dieses Verschwenkens
der beiden Wellen.
[0018] Besonders bevorzugt umfasst der dritte Motor einen Riemen, wobei der Riemen die jeweiligen
Auslegerarme der beiden Ausleger miteinander verbindet, um ein synchrones Verschieben
der beiden Auslegerarme zu erlauben. Vorzugsweise ist der Riemen als Zahnriemen ausgebildet
und an den Auslegern gegenüberliegenden axialen Enden der Wellen angeordnet, wodurch
ebenfalls besonders vorteilhaft verbieten wird, dass unnötig viele Teile oberhalb
der Verarbeitungsebene angeordnet sind.
[0019] Bevorzugt umfasst die Vorrichtung ferner eine Reinigungseinrichtung, um das zumindest
eine Füll- und/oder Verschließelement zu reinigen. Vorzugsweise umfasst die Reinigungseinrichtung
zumindest eine Spültasse. Sofern der Träger mehrere Füll- und/oder Verschließelemente
umfasst, ist vorteilhafterweise jeweils genau eine Spültasse pro Füll- und/oder Verschließelement
vorgesehen. Die Spültasse ist bei Betrachtungsrichtung entlang der Z-Achse vorzugsweise
neben der X-Achse angeordnet. Eine Reinigung des Füll- und/oder Verschließelements
erfolgt insbesondere dadurch, dass dieses in die Spültasse durch entsprechend abgestimmte
Bewegungen der Vorrichtung in die Spültasse eingetaucht wird und mit einem Reinigungsmedium
gespült wird. Eine solche spezielle Anordnung der Spültasse ermöglicht insbesondere
eine vollautomatische Inline-Reinigung des Füll- und/oder Verschließelements ohne
manuellen Eingriff. Besonders günstig ist eine solche Reinigungseinrichtung dabei,
wenn das Füll- und/oder Verschließelement als Füllrohr ausgebildet ist.
[0020] Bevorzugt ist der erste Motor und/oder der zweite Motor und/oder der dritte Motor
ein Elektromotor, beispielsweise ein Servomotor, um eine besonders einfache und exakte
Verstellung der Vorrichtung zur Platzierung des Trägers zu ermöglichen.
[0021] Besonders bevorzugt umfasst die Vorrichtung ferner eine Transporteinrichtung, welche
eingerichtet ist, die Behälter entlang der X-Achse zu transportieren. Beispielsweise
kann die Transporteinrichtung ein Förderband sein. Alternativ sind eine oder mehrere
verschiedene Transportmöglichkeiten, wie beispielsweise ein Rechentransport, ein Schneckentransport,
oder ein Mitnehmertransport möglich. Eine Bewegung des Trägers ist dabei vorzugsweise
in allen Freiheitsgraden an die mittels der Transporteinrichtung transportierten Behälter
angepasst.
[0022] Weiterhin führt die Erfindung zu einem Verfahren zum Handhaben von Behältern mit
einer obenstehend beschriebenen Vorrichtung. Das Verfahren umfasst die Schritte:
- Transportieren einer vorbestimmten Anzahl an Behälter entlang einer X-Achse, und
- Befüllen und oder Verschließen der Behälter.
[0023] Vorzugsweise erfolgt das Befüllen und/oder Verschließen der Behälter während des
Transportierens, das heißt, während die Behälter mit, insbesondere konstanter Geschwindigkeit,
durch die Vorrichtung hindurch transportiert werden. Besonders bevorzugt erfolgt bei
dem Verfahren ein kontinuierlicher Transport von Behältern. Innerhalb der Vorrichtung
wird dabei vorteilhafterweise immer die vorbestimmte Anzahl an Behältern, insbesondere
mindestens 10, vorzugsweise maximal 20, und besonders bevorzugt 8, oder 10, oder 12,
gleichzeitig befüllt und/oder verschlossen. Bei dem Verfahren wird zumindest ein genau
einem Behälter zugeordnetes Füll- und/oder Verschließelement eines Trägers der Vorrichtung
während des Befüllens und/oder Verschließens mit den Behältern mitgeführt. Das Mitführen
des Füll- und/oder Verschließelements erfolgt dadurch, dass ein mit dem Träger verbunden
Ausleger der Vorrichtung entlang einer Z-Achse verschoben wird, und/oder dass der
Ausleger um die Z-Achse geschwenkt wird, und/oder dass der Träger senkrecht zur Z-Achse
verschoben wird. Besonders bevorzugt werden alle drei dieser Bewegungen gleichzeitig
ausgeführt und sind speziell so aufeinander abgestimmt, dass der Träger eine optimal
an den Durchtransport der Behälter angepasste Bewegung ausführt.
[0024] Besonders bevorzugt umfasst das Verfahren ferner den Schritt:
- Zurückfahren des Trägers in eine Ausgangsposition nach dem Befüllen und/oder Verschließen
der Behälter.
Dabei erfolgt das Zurückfahren des Trägers bezüglich einer Verarbeitungsebene neben
der X-Achse. In anderen Worten wird der Träger dem der Befüllvorgang und/oder der
Verschließvorgang abgeschlossen ist, derart senkrecht zur Z-Achse verschoben, dass
der Träger, und insbesondere die Füll- und/oder Verschließen Elemente des Trägers,
bei Betrachtung entlang einer Richtung der Z-Achse neben der X-Achse angeordnet sind
anschließend wird der Träger parallel zur X-Achse zurück in die Ausgangsposition gefahren,
um den nächsten vorbestimmte Anzahl an Behältern befüllen und/oder verschließen zu
können. Eine Anordnung des Trägers neben der X-Achse ist insbesondere gleichzusetzen
mit einer Anordnung des Trägers in einem vorbestimmten Rückfahr-Abstand zur X-Achse,
wobei der vorbestimmte Rückfahr-Abstand in einer Richtung parallel zur Verarbeitungsebene
und senkrecht zur X-Achse gemessen ist. Vorzugsweise ist der vorbestimmte Rückfahr-Abstand
dabei mindestens so groß, dass der Träger vollständig außerhalb einer zur Z-Achse
parallelen mit den Öffnungen des Behälters fluchtenden Projektion ist. Ein Verschmutzen
der Behälter nach dem abgeschlossenen Befüllen und/oder Verschließen kann dadurch
besonders einfach und zuverlässig vermieden werden.
[0025] Vorzugsweise umfasst das Verfahren ferner den Schritt:
- Reinigen des Füll-und oder Verschließelements des Trägers mittels einer Reinigungseinrichtung.
Zum Reinigen wird der Träger dabei senkrecht zur Z-Achse verschoben und, insbesondere
anschließend, entlang der Z-Achse verschoben, um das Füll-und/oder Verschließelement
in eine Spültasse der Reinigungseinrichtung einzutauchen. Das heißt, die Spültasse
der Reinigungseinrichtung ist insbesondere neben den Behältern angeordnet und ebenso
wird der Reinigungsvorgang neben Behältern ausgeführt. Eine Bewegung des Trägers von
der Befüll- und/oder der Verschließposition hin zur Reinigungseinrichtung kann dabei
durch die Vorrichtung vollautomatisch erfolgen, sodass kein manueller Eingriff notwendig
ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende
Zeichnung im Detail beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Bauteile sind stets
mit denselben Bezugszeichen versehen. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Anwendung in einer Abfüllanlage,
- Figur 2
- die Vorrichtung der Figur 1 im Detail, und
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Anwendung in einer Verschließmaschine.
Ausführungsformen der Erfindung
[0027] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Vorrichtung 1 zum Befüllen von Behältern 10 gemäß
einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Figur 1 zeigt dabei eine Momentaufnahme
eines Betriebs der Vorrichtung 1 der Figur 1 in der Anwendung in einer Abfüllanlage
100. In der Figur 2 ist die Vorrichtung 1 im Detail dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
sind dabei mehrfach vorhandene, funktional gleiche Bauteile jeweils nur einmal mit
einem Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0028] Bezugnehmend auf die Figuren 1 und 2 erfolgt zunächst eine Beschreibung des Aufbaus
und der Funktionsweise der Vorrichtung 1.
[0029] Die Vorrichtung 1 umfasst einen horizontal angeordneten Träger 2, der zwölf Füllelemente
21 aufweist. Die Füllelemente 21 sind dabei als Füllrohre ausgebildet und gleichmäßig
entlang einer X-Achse verteilt am Träger 2 angeordnet. Mittels jedes Füllelements
21 kann während eines Füllvorgangs jeweils genau ein Behälter 10 mit einem Produkt
gefüllt werden, beispielsweise mittels einer Flüssigkeit und/oder einem Granulat.
[0030] Während eines Betriebs der Abfüllanlage 100 werden kontinuierlich Behälter 10 in
einer Reihe, nämlich entlang der X-Achse und Transportrichtung A, mittels einer Transporteinrichtung
8 durch die Vorrichtung 1 hindurch transportiert. Behälteröffnungen 11 der Behälter
10 liegen dabei in einer horizontalen Verarbeitungsebene 15. Zudem werden die Behälter
oberhalb eines Maschinentischs 16 der Abfüllanlage 100 transportiert. Verarbeitungsebene
15 und Maschinentisch 16 sind somit parallel zueinander, wobei die Verarbeitungsebene
15 insbesondere in einem Abstand, welcher im Wesentlichen einer Höhe der Behälter
10 entspricht, vertikal oberhalb des Maschinentischs 16 liegt. Die Transporteinrichtung
8 weist für den Transport der Behälter 10 einen (in den Figuren nicht sichtbaren)
Rechentransport auf, welcher die Behälter 10 in Transportrichtung A durch die Vorrichtung
1 schiebt.
[0031] Während des Durchtransports werden mittels der Vorrichtung 1 nacheinander jeweils
zwölf Behälter 10 befüllt. Hierfür führt der Träger 2 mit den Füllelementen 21 eine
optimal an den Behältertransport angepasste Trägerbewegung 25 aus, welche in der Figur
2 vereinfacht schematisch dargestellt ist.
[0032] Im Detail werden die Füllelemente 21 vor Beginn des Befüllvorgangs in die Behälter
10 eingetaucht indem diese parallel zu einer vertikalen Z-Achse nach unten verschoben
werden. Anschließend werden die Behälter 10 über die Füllelemente 21 mit dem Produkt
gefüllt, wobei während dieses Befüllvorgangs die Füllelemente 21 zeitgleich entlang
der X-Achse mit den Behältern 10 mitgeführt und parallel zur Z-Achse nach oben verschoben
werden. Nach dem vollständigen Befüllen der Behälter 10 wird der Träger 2 horizontal
verschoben, in der Figur 1 durch den Anteil 25a der Trägerbewegung 25 angedeutet,
um eine Rückfahrbewegung in horizontaler Richtung neben Behältern 10 zu ermöglichen.
Das heißt, bei der Rückfahrbewegung sind die Füllelemente 21 derart angeordnet, dass
diese bei Betrachtung der Vorrichtung 1 in Richtung der Z-Achse vollständig neben
Öffnungen 11 der Behälter 10 angeordnet sind. Dadurch wird vermieden, dass der Inhalt
der Behälter 10 und die Behälter 10 selbst durch oberhalb der Öffnungen 11 der Behälter
10, also oberhalb der Verarbeitungsebene 15 und fluchtend zu den Behälteröffnungen
11, angeordnete Teile der Vorrichtung 1 verschmutzt werden können.
[0033] Zum Befüllen der nächsten zwölf Behälter 10 wird der Träger 2 im Anschluss an die
Rückfahrbewegung entsprechend wieder entgegengesetzt horizontal verschoben, gekennzeichnet
durch den Anteil 25b der Trägerbewegung 25.
[0034] Um eine Reinigung des Trägers 2, insbesondere der Füllelemente 21, zu ermöglichen,
umfasst die Vorrichtung ferner eine Reinigungseinrichtung 7 mit jeweils einer Spültasse
71 pro Füllelement 21. Die Spültassen 71 sind parallel zur X-Achse und horizontal
neben den Behältern 10 angeordnet, wie in der Figur 1 zu erkennen ist. Zum Reinigen
der Füllelemente 21 können diese durch entsprechende Bewegung des Trägers 2 oberhalb
der Spültassen 71 angeordnet werden und dann in diese eingetaucht werden, zum Spülen
der Füllelemente 21. Diese sogenannte Inline-Reinigung erfolgt durch entsprechende
Ansteuerung der Vorrichtung 1 vollautomatisch, und somit ohne manuellen Eingriff einer
Bedienperson. Dadurch ist ein besonders zeiteffizientes und kostengünstiges Befüllen
der Behälter 10 möglich, wobei höchste hygienische Anforderungen beim Betrieb der
Abfüllanlage 100 erfüllt werden können.
[0035] Eine Ausgestaltung der Freiheitsgrade der Vorrichtung 1, welche das oben beschriebene
Handling des Trägers 2 mit den Füllelementen 21 ermöglicht, und welcher weiter besonders
einfache vorteilhaft höchste hygienische Anforderungen erfüllt, wird nachfolgend in
Bezug auf die Figur 2 beschrieben.
[0036] Der Träger 2 ist an dessen axialen Enden jeweils schwenkbar mit einem Auslegerarm
5 verbunden. Die Auslegerarme 5 sind jeweils Teil eines Auslegers 3 und relativ zu
einem Auslegerkörper 33 des Auslegers 3 horizontal, also senkrecht zur Z-Achse und
entlang einer Auslegerachse 35 verschiebbar. Insbesondere durch die Auslegerarme 5
werden somit die horizontalen Bewegungsanteile 25a und 25b des Trägers ermöglicht.
[0037] Für die Mitführbewegung des Trägers 2 mit den Behältern 10 während der Befüllung,
erfolgt zeitgleich ein horizontales Verschieben der Auslegerarme 5 und ein synchrones
Schwenken der Ausleger 3 um jeweils eine vertikale Z-Achse. Um ein solches Schwenken
um die Z-Achse zu ermöglichen, sind die Ausleger 3 jeweils an dessen Auslegerkörper
33 mit einer sich jeweils entlang der Z-Achse erstreckenden Welle 4 verbunden. Die
Verbindung zwischen Welle 4 und Ausleger 3 befindet sich dabei an einem der Verbindung
zwischen Träger 2 und Auslegerarm 5 gegenüberliegenden Ende des Auslegerkörpers 33.
Die beiden Wellen 4 sind zudem jeweils in einem vordefinierten Abstand 42 zur X-Achse
angeordnet, also horizontal von den Behälteröffnungen 11 beabstandet. Wellen 4 und
Ausleger 3 sind jeweils fest miteinander verbunden, das heißt drehfest sowie auch
unverschieblich.
[0038] Weiterhin wird die vertikale Bewegung des Trägers 2 parallel zur Z-Achse ermöglicht,
indem die Wellen 4 und somit auch die gesamte Anordnung aus Wellen 4, Auslegern 3
und Träger 2 vertikal verschoben wird.
[0039] Die spezielle Ausgestaltung der Antriebstechnik der Vorrichtung 1, welche die beschriebenen
Bewegungen ermöglicht, wird nachfolgend in Bezug auf die Figur 2 beschrieben.
[0040] Das Schwenken der Ausleger 3 wird durch einen Antrieb mittels eines ersten Motors
30 und Drehmomentkugelbuchsen 32, welche jeweils auf den Wellen 4 angeordnet sind,
erreicht. Die Drehmomentkugelbuchsen 32 sind jeweils mit dem ersten Motor 30 verbunden
und ermöglichen somit eine Drehmomentübertragung vom ersten Motor 30 auf die Wellen
4, um diese um die Z-Achse zu schwenken. Dabei erlauben die Drehmomentkugelbuchsen
32 eine Verschiebung der Wellen entlang der Z-Achse relativ zu den Drehmomentkugelbuchsen
32. Die Drehmomentkugelbuchsen 32 sind jeweils über eine Koppelstange 43 mit dem ersten
Motor 30 verbunden, wodurch ein synchrones Schwenken der Wellen 4 und somit auch der
Ausleger 3 um die Z-Achse möglich ist.
[0041] Zum Verschieben entlang der Z-Achsen umfasst die Vorrichtung 1 einen zweiten Motor
40 und einen Kugelgewindetrieb 41. Der Kugelgewindetrieb 41 weist eine parallel zur
Z-Achse angeordnete Kugelgewindewelle 41a auf, welche über einen Riemen 41b von dem
zweiten Motor 40 angetrieben wird. Weiterhin weist der Kugelgewindetrieb 41 eine an
der Kugelgewindewelle 41a angeordnete Spindelmutter 41c auf, welche mit einem Balken
45 verbunden ist. Mit dem Balken 45 sind zudem die beiden Wellen 4 drehbar aber unverschieblich
verbunden. Der Kugelgewindetrieb 41 bewirkt somit, dass bei einer durch den zweiten
Motor 40 angetriebenen Rotation der Kugelgewindewelle 41a der Balken 45 und somit
auch die beiden Wellen 4 und die gesamte oberhalb angeordnete Anordnung in Richtung
der Z-Achse verschoben werden.
[0042] Weiterhin umfasst die Vorrichtung 1 zum Antrieb der horizontalen Bewegung des Trägers
2 mittels der Auslegerarme 5 einen dritten Motor 50. Der dritte Motor 50 treibt einen
Riemen 53 an, welcher mit Antriebswellen 47 verbunden ist. Die Antriebswellen 47 sind
Teil der Wellen 4. Die Wellen 4 sind dabei jeweils als Hohlwelle ausgebildet sind,
wobei die Antriebswellen 47 innerhalb der Hohlwellen koaxial geführt sind. Dadurch,
dass der Riemen 53 mit beiden Antriebswellen 47 verbunden ist, werden diese synchron
um die Z-Achse rotiert. Die Antriebswellen 47 sind mit jeweils einem der beiden Auslegerarme
5 verbunden. Um die Drehbewegung der Antriebswelle 47 auf den Auslegerarm 5 zu übertragen,
weist der Ausleger 3 eine zahnriemengetriebene Linearführung 51 auf, welche innerhalb
des Auslegers 3 angeordnet ist. Die zahnriemengetriebene Linearführung 51 weist zudem
eine Profilschienenführung auf, welche eine lineare und spielfreie Verschiebung des
Auslegerarms 5 entlang der Auslegerachse 35 erlaubt.
[0043] Durch die spezielle Ausgestaltung der Antriebsmechanik der Vorrichtung 1 ist es möglich,
die drei Motoren 30, 40, 50 unterhalb der Verarbeitungsebene 15, und insbesondere
unterhalb des Maschinentisches 16, anzuordnen, wodurch die hohen hygienischen Anforderungen
beim Befüllen der Behältnisse 10 eingehalten werden und dennoch sämtliche Freiheitsgrade
der Bewegung des Trägers 2 ermöglicht werden. Wie in der Figur 1 zu erkennen, durchgreifen
dabei die Drehmomentkugelbuchsen 32 den Maschinentisch 16, sodass alle vertikal unterhalb
der Drehmomentkugelbuchsen 32 entsprechend unterhalb der Behälter 10 angeordnet sind.
[0044] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung 1 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung in der Anwendung in einer Verschließmaschine
200. Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht dabei im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel
der Figuren 1 und 2, wobei alternativ zu den Füllelementen 21 Verschließelemente 22
am Träger 2 vorgesehen sind, welche zum Verschließen von Behältern 10 ausgebildet
sind. Zudem ist eine Bewegung des Trägers 2, insbesondere in vertikaler Richtung,
entsprechend an ein Verschließen der Behälter 10 angepasst. Dabei wird insbesondere
keine vertikale Bewegung des Trägers 2 während des Verschließvorgangs ausgeführt,
sondern nur vorher, zum Ansetzen der Verschließelemente 22 an den Behältern 10, und
nachher.
[0045] Dennoch sein angemerkt, dass auch bei der Vorrichtung 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
eine Nachführung der z-Achse, also eine Bewegung des Trägers 2 in vertikaler Richtung
beim Verschließen der Behälter 10, umgesetzt werden kann, beispielweise vorteilhaft
bei einem Gewinde oder einem Aufprellen der Behälter 10.
[0046] Das Verschließen der Behälter 10 ist dabei beispielsweise mittels Verschlusskappen
möglich, welche auf die Behälteröffnungen 11 der Behälter 10 aufgeschraubt werden.
Eine Zuführung dieser Verschlusskappe zu den Verschließelementen 22 erfolgt während
der Rückfahrbewegung des Trägers (vgl. Figur 2). Ansonsten ergeben sich im Wesentlichen
die gleichen Merkmale Eigenschaften und Vorteile der beschriebenen Vorrichtung 1 gemäß
dem im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2 beschriebenem ersten Ausführungsbeispiel.
1. Vorrichtung zum Handhaben von Behältern (10), umfassend:
- einen Träger (2) mit zumindest einem Füll- und/oder Verschließelement (21, 22),
welches zum Befüllen und/oder Verschließen eines Behälters (10) ausgebildet ist,
- zumindest einen Ausleger (3), welcher mit dem Träger (2) verbunden ist,
- wobei der Ausleger (3) mit einer sich entlang einer Z-Achse erstreckenden Welle
(4) verbunden ist,
- wobei die Z-Achse senkrecht zu einer, insbesondere horizontalen, Verarbeitungsebene
(15) ist, in welcher eine Öffnung (11) des Behälters (10) angeordnet ist,
- wobei der Ausleger (3) mittels eines ersten Motors (30) um die Z-Achse schwenkbar
ist und mittels eines zweiten Motors (40) entlang der Z-Achse verschiebbar ist,
- wobei der Ausleger (3) einen Auslegerarm (5) aufweist, welcher mittels eines dritten
Motors (50) senkrecht zur Z-Achse verschiebbar ist, und welcher den Träger (2) mit
dem Ausleger (3) verbindet, und
- wobei der erste Motor (30), der zweite Motor (40), und der dritte Motor (50) unterhalb
der Verarbeitungsebene (15) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Welle (4) als Hohlwelle ausgebildet ist und
eine innenliegende Antriebswelle (47) aufweist, und wobei die Antriebswelle (47) mit
dem Auslegerarm (5) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Ausleger (3) eine zahnriemengetriebene Linearführung
(51), insbesondere mit einer Profilschienenführung, aufweist, mittels welcher der
Auslegerarm (5) linear verschiebbar ist, und wobei die Linearführung (51) und die
Antriebswelle (47) in Eingriff stehen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen Kugelgewindetrieb
(41), welcher mit dem zweiten Motor (40) verbunden ist, und welcher eingerichtet ist,
die Welle (4) und/oder den Ausleger (3) entlang der Z-Achse zu verschieben.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Drehmomentkugelbuchse
(32), welche auf der Welle (4) angeordnet ist und welche mit dem ersten Motor (30)
verbunden ist, zum Schwenken der Welle (4) um die Z-Achse.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Träger (2) eine Mehrzahl,
insbesondere mindestens 4 und bevorzugt maximal 20, an Füll- und/oder Verschließelementen
(21, 22) aufweist, welche entlang einer zur Z-Achse senkrechten X-Achse angeordnet
sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend zwei Ausleger (3),
welche mit jeweils einer sich parallel zur Z-Achse erstreckenden Welle (4) verbunden
sind, wobei die Ausleger (3) mit jeweils einem axialen Ende des Trägers (2) verbunden
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die beiden Wellen (4) mit jeweils einer Koppelstange
(43) mit dem ersten Motor (30) gekoppelt sind, zum synchronen Schwenken der beiden
Wellen (4) um die Z-Achse.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei der dritte Motor (50) einen Riemen
(53) umfasst, welcher die jeweiligen Auslegerarme (5) der beiden Ausleger (3) miteinander
koppelt, zum synchronen Verschieben der beiden Auslegerarme (5).
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Reinigungseinrichtung
(7), insbesondere mit zumindest einer Spültasse (71), welche vorzugsweise neben der
X-Achse angeordnet ist, zum Reinigen des zumindest einen Füll- und/oder Verschließelements
(21, 22).
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Motor (30) und/oder
der zweite Motor (40) und/oder der dritte Motor (50) ein Elektromotor ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Transporteinrichtung
(8), welche eingerichtet ist, die Behälter (10) entlang der X-Achse zu transportieren.
13. Verfahren zum Handhaben von Behältern (10) mit einer Vorrichtung (1) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte:
- Transportieren einer vorbestimmten Anzahl an Behältern (10) entlang einer X-Achse,
und
- Befüllen und/oder Verschließen der Behälter (10), insbesondere während des Transportierens,
- wobei zumindest ein genau einem Behälter (10) zugeordnetes Füll-und/oder Verschließelement
(21, 22) eines Trägers (2) während des Befüllens und/oder Verschließens mit den Behältern
(10) mitgeführt wird, und
- wobei das Mitführen des Füll- und/oder Verschließelements (21, 22) durch Verschieben
eines mit dem Träger (2) verbundenen Auslegers (3) entlang einer Z-Achse und/oder
Schwenken des Auslegers (3) um die Z-Achse und/oder Verschieben des Trägers (2) senkrecht
zur Z-Achse erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, ferner umfassend den Schritt:
- Zurückfahren des Trägers (2) in eine Ausgangsposition nach dem Befüllen und/oder
Verschließen der Behälter (10),
- wobei das Zurückfahren bezüglich einer Verarbeitungsebene (15) neben den Behältern
(10) erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, ferner umfassend den Schritt:
- Reinigen des Füll- und/oder Verschließelements (21, 22) des Trägers (2) mittels
einer Reinigungseinrichtung (7),
- wobei der Träger (2) zum Reinigen senkrecht zur Z-Achse verschoben wird, und
- wobei durch Verschieben des Trägers (2) entlang der Z-Achse das Füll-und/oder Verschließelement
(21, 22) in eine Spültasse (71) der Reinigungseinrichtung (7) eingetaucht wird.