[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Unterdrücken eines magnetischen Gleichstromanteils
im magnetisierbaren Kern eines elektrischen Geräts, mit einer Kompensationswicklung
zum Erzeugen eines magnetischen Flusses in dem Kern, dessen Wirkung dem Gleichflussanteil
entgegengerichtet ist, einem Stromkreis, in dem die Kompensationswicklung angeordnet
ist, wenigstens einer in dem Stromkreis und in Reihe zur Kompensationswicklung angeordneten
Stromrichtereinheit, die einen Stromfluss über diese in nur einer Richtung ermöglicht,
einer Anzahl von Schaltzweigen, die in dem Stromkreis parallel zueinander und jeweils
in Reihe zur Kompensationswicklung und zur Stromrichtereinheit angeordnet sind, wobei
in jedem Schaltzweig eine Schalteinheit und eine Strombegrenzungsdrossel in Reihe
geschaltet sind, und einer mit jeder Schalteinheit verbundenen Steuerungseinheit,
die zum Betätigen jeder Schalteinheit eingerichtet ist, so dass ein Stromfluss über
so viele Schaltzweige ermöglicht ist, dass ein Eingangssignal der Steuerungseinheit
minimiert ist, wobei die Strombegrenzungsdrosseln identisch oder unterschiedlich zueinander
ausgebildet sind.
[0002] Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zum Unterdrücken einen Gleichstromanteils
beim Betrieb eines an eine Hochspannungsnetz angeschlossenen elektrischen Geräts.
[0003] Die Erfindung betrifft ferner ein elektrisches Gerät mit einer solchen Vorrichtung.
[0004] Bei elektrischen Transformatoren, wie sie in Energie-Übertragungs- und Verteilungsnetzen
eingesetzt werden, kann es zu einer unerwünschten Einspeisung eines Gleichstroms beispielsweise
in die Wicklungen kommen. Auch leistungselektronische Baukomponenten im Netz, beispielsweise
die Ansteuerung elektrischer Antriebe, Umrichter für flexible AC Transmission Systeme,
Streuströme von mit Gleichstrom betriebenen Bahnsystemen oder die Hochspannungsgleichstromübertragung
können für Gleichströme im elektrischen Gerät sorgen. Eine andere Ursache für Gleichströme
können so genannte "Geomagnetically Induced Currents" (im Folgenden auch kurz als
GIC bezeichnet) sein.
[0005] Ein Gleichstromanteil hat im Kern des Transformators einen magnetischen Gleichfluss-Anteil
zur Folge, der sich dem Wechselfluss überlagert. Es kommt zu einer unsymmetrischen
Aussteuerung des magnetischen Werkstoffs im Kern, was eine Reihe von Nachteilen mit
sich bringt. Bereits ein Gleichstrom von wenigen Ampere führt zu einer Sättigung des
Kerns mit magnetischem Fluss. Damit verbunden ist eine signifikante Erhöhung der Verluste
im Kern (z.B.: 20-30%). Erwärmungsprobleme können, insbesondere bei großem GIC auftreten.
Es kommt ferner bei Betrieb zu einer erhöhten Geräuschemission, die insbesondere dann
als besonders störend empfunden wird, wenn der Transformator in der Nähe eines Wohnbereichs
betrieben wird.
[0006] Zur Gleichstrom-Kompensation bzw. Verringerung von Betriebsgeräuschen eines Transformators
als elektrisches Gerät sind verschiedene aktiv und passiv wirkende Einrichtungen bekannt.
[0007] So sind die eingangs genannte Vorrichtung und das eingangs genannte Verfahren in
der
EP 3 080 821 B1 beschrieben. Die dort offenbarte Vorrichtung verfügt über eine Kompensationswicklung,
die Teil eines Stromkreises ist. In dem besagten Stromkreis ist ein Schaltzweig in
Reihe zur Kompensationswicklung vorgesehen, wobei in dem Schaltzweig eine Drossel
und ein Thyristor in Reihe geschaltet sind. Mit Hilfe einer Regeleinheit wird eine
Phasenanschnittssteuerung realisiert. Mit anderen Worten wird der über den Schaltzweig
im Stromkreis fließende Strom geregelt, indem die Phasenverschiebung zwischen dem
Zündzeitpunkt des Thyristors und der Spannung im Kompensationsstromkreis variiert
wird. Der regelbare Strombereich kann durch einen zweiten Schaltzweig, der dem ersten
[0008] Schaltzweig parallel geschaltet ist, erhöht werden. Durch den zweiten Schaltzweig
kann die erzielbare Durchflutung im Kern erhöht werden, so dass größere Gleichstromanteile
kompensiert werden können. Das spannungssynchrone Zünden des oder der Thyristoren
macht jedoch eine aufwändige Elektronik erforderlich, die kostenintensiv und wartungsanfällig
ist.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung, ein elektrisches Gerät und ein Verfahren
der eingangs genannten Art zu schaffen, die kostengünstig, zuverlässig und wartungsarm
sind.
[0011] Ausgehend von der eingangs genannten Vorrichtung löst die Erfindung diese Aufgabe
dadurch, dass jede Strombegrenzungsdrossel aus Teilspulen zusammengesetzt ist, wobei
jeweils zwei Teilspulen unter Ausbildung eines Teilspulenpaares nebeneinander zwischen
zwei Metallplatten angeordnet sind und wobei jede Teilspule mit Anschlussklemmen ausgerüstet
ist..
[0012] Die Erfindung löst diese Aufgabe ferner durch ein elektrisches Gerät mit einem Kern
und wenigstens einer Wicklung, die zum Erzeugen eines magnetischen Flusses in dem
Kern eingerichtet ist, wobei das elektrische Gerät eine induktiv mit dem Kern gekoppelte
erfindungsgemäße Vorrichtung aufweist. Schließlich löst die Erfindung die Aufgabe
durch ein Verfahren, bei dem ein Ausgangssignal eines Sensor, der den Gleichstromanteil
in einer oder der Wicklung eines elektrischen Geräts erfasst, einer Steuerungseinheit
zugeführt wird, die Steuerungseinheit so viele Schalteinheiten betätigt, dass sich
ein Stromfluss in einem Stromkreis einstellt, der eine Kompensationswicklung aufweist,
die induktiv mit einem Kern eines elektrischen Geräts gekoppelt ist, so dass ein Gleichflussanteil
in dem elektrischen Gerät minimiert ist.
[0013] Erfindungsgemäß wird ein durch eine Kompensationswicklung fließender Gleichstrom
durch Zu- und Abschalten von parallel zueinander angeordneten Strombegrenzungsdrosseln
eingestellt. Dabei sind alle Strombegrenzungsdrosseln in Reihe zur Kompensationswicklung
in einem Stromkreis angeordnet, in dem eine Stromrichtereinheit für die Gleichrichtung
des im Stromkreis fließenden Stromes sorgt. Im Rahmen der Erfindung wird der kompensierende
Gleichstrom in der Kompensationsdrossel umso größer je mehr Schaltzweige zugeschaltet
sind. Eine aufwändige Phasenanschnittsregelung ist im Rahmen der Erfindung überflüssig
geworden. Eine einfache digitale Steuerung ist ausreichend. Diese schaltet im Rahmen
der Erfindung so viele Schaltzweige zu, dass der von einem Sensor in einem elektrischen
Gerät gemessene Gleichstromanteil minimiert ist. Der Stromkreis der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist zweckmäßigerweise an einem Potentialpunkt geerdet. Dieser Potentialpunkt
ist in Richtung des von der Stromrichtereinheit zugelassenen Stromes im Stromkreis
den Schaltzweigen nachgeschaltet.
[0014] Im Rahmen der Erfindung wird die im Stromkreis wirkende Induktivität durch das Zu-
und Abschalten der Strombegrenzungsdrosseln stufig verändert. Dabei wirkt die Kompensationswicklung
im Stromkreis als ideale Spannungsquelle. Beim Betrieb eines elektrischen Geräts,
das eine erfindungsgemäße Vorrichtung aufweist, wird in der Kompensationswicklung,
die induktiv mit der oder den Wicklungen des elektrischen Geräts gekoppelt ist, eine
Spannung induziert. Diese Spannung treibt einen durch die Stromrichtereinheit gleichgerichteten
Strom im Stromkreis, dessen Größe von der im Stromkreis eingestellten Induktivität
abhängig ist. Der Stromkreis, in dem die Kompensationswicklung und die Schaltzweige
angeordnet sind, ist erfindungsgemäß ein geschlossener und an einer Stelle geerdeter
Stromkreis.
[0015] Schaltet man in einem geschlossenen Stromkreis, der eine ideale Spannungsquelle aufweist,
eine Stromrichtungseinheit, beispielsweise eine Diode, und eine Strombegrenzungsdrossel
in Reihe, so fließt folgender Strom i(t) im Stromkreis:

[0016] Es fließt somit ein Gleichstrom I
DC, der von einem Wechselstrom überlagert wird, wobei die Amplitude des Wechselstromes
dem Wert des Gleichstroms in etwa entspricht. ω entspricht der Kreisfrequenz des Wechselstromes.
L steht für die Induktivität des Stromkreises. U
eff ist der Effektivwert der Wechselspannung, die in der Kompensationswicklung induziert
wird.
[0017] Durch sukzessives Zuschalten von N identischen Teilinduktivitäten wird der im Stromkreis
fließende Gleichstrom in gleichen Sprüngen verändert, d. h. jedes Hinzuschalten einer
Teilinduktivität verändert den Strom um ein Increment.
[0018] Beim Betrieb des elektrischen Geräts ist dieses im Rahmen der Erfindung an ein Hochspannungsnetz
angeschlossen. Das elektrische Gerät ist daher für Hochspannungen ausgelegt und beispielweise
ein Transformator, insbesondere Leistungstransformator oder eine Drossel. Ein solcher
Transformator oder eine solche Drossel verfügt bevorzugt über einen mit einem Isolierfluid
befüllten Tank. In dem Tank ist ein Aktivteil angeordnet, das einen magnetisierbaren
Kern und wenigstens eine Wicklung aufweist. Wenigstens eine Wicklung ist beim Betrieb
mit dem Wechselspannung führenden Hochspannungsnetz verbunden. Als Isolierfluid kommt
beispielsweise eine Esterflüssigkeit oder ein mineralisches Öl in Betracht. Es dient
neben der elektrischen Isolation des Aktivteils gegenüber dem auf Erdpotential liegenden
Tank auch zur Abfuhr der erzeugten Wärme in den Bauteilen.
[0019] Als Sensor kommt im Rahmen der Erfindung jeder Sensor in Betracht, der Gleichströme
erfassen und in Abhängigkeit der Größe des Gleichstroms ausgangsseitig ein elektrisches
Signal bereitstellt. Das elektrische Signal kann ein analoges elektrisches Signal,
beispielsweise ein elektrischer Strom oder eine Spannung sein, dessen Stärke oder
Intensität der Größe des erfassten Gleichstromes entspricht. Das Ausgangssignal des
Sensors kann jedoch im Rahmen der Erfindung auch ein digitales Signal, wie beispielsweise
eine Folge digitaler Werte, sein, die z.B. durch Abtasten eines analogen Signals unter
Gewinnung von Abtastwerten und digitalisieren der Abtastwerte erzeugt wurden.
[0020] Das elektrische Gerät ist im Rahmen der Erfindung für einen Betrieb im Spannungs-
bzw. Hochspannungsnetz ausgelegt, d.h. für eine Betriebsspannung zwischen 1 kV und
1200 kV, insbesondere 50 kV und 800 kV. Das Hochspannungsnetz ist bevorzugt ein Wechselspannungsnetz.
Aber auch eine Kombination aus Wechsel- und Gleichspannungsnetz ist im Rahmen der
Erfindung möglich.
[0021] Erfindungsgemäß ist ein elektrisches Gerät, beispielsweise ein Transformator, insbesondere
Leistungstransformator, eine Drossel oder dergleichen.
[0022] Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung ist jede Schalteinheit eine elektronische
Schalteinheit. Eine elektronische Schalteinheit oder mit anderen Worten ein elektronischer
Schalter ist beispielsweise ein ansteuerbarer Leistungshalbleiter, der durch ein Steuer-
oder Zündsignal von einer Sperrstellung, in der ein Stromfluss über den Leistungshalbleiter
unterbrochen ist, in eine Durchgangsstellung überführt wird, in der ein Stromfluss
über den Leistungshalbleiterschalter ermöglicht ist. Ein ansteuerbarer Leistungshalbleiter
ist beispielsweise ein Thyristor, GTO, IGBT, IGCT oder dergleichen.
[0023] Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist jede elektronische
Schalteinheit ein Thyristor. Thyristoren sind besonders robuste Leistungshalbleiter
und kostengünstig am Markt erhältlich. Thyristoren können aktiv nur von einer Sperrstellung
in die Durchgangstellung überführt werden. Sie können also mit anderen Worten nur
ein- oder zugeschaltet werden. Um von der Durchgansstellung in die Sperrstellung zu
gelangen, muss der über den Thyristor fließende Strom einen Haltestrom unterschreiten.
Dies ist jedoch im Rahmen der Erfindung gewährleistet, da die Kompensationswicklung
eine Wechselspannung im Stromkreis erzeugt, die bei einem Polaristionswechsel für
einen Strom im Stromkreis sorgt, der den Haltestrom des Thyristors unterschreitet.
Soll ein Schaltkreis zugeschaltet werden, wird der Thyristor dauergezündet.
[0024] Gemäß einer Variante der Erfindung weist jede Schalteinheit wenigstens zwei gegensinnig
zueinander parallel geschaltete Thyristoren auf.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung dienen die Thyristoren nicht nur
als Schalter, sondern auch als Strombegrenzungseinheit oder mit anderen Worten als
Stromventil. Befindet sich ein Thyristor in seiner Durchgangsstellung ist der Stromfluss
über ihn in nur einer Richtung möglich. Mit anderen Worten richtet der Thyristor den
Strom zugleich.
[0026] Zweckmäßigerweise sind die Strombegrenzungsdrosseln identisch oder unterschiedlich
zueinander ausgebildet. Sind alle Strombegrenzungsdrosseln identisch, kann der Strom
im Stromkreis bei gleicher Verschaltung der Strombegrenzungsdrosseln nur in gleichförmigen
Stufen verändert werden. Erfindungsgemäß ist jede Strombegrenzungsdrossel aus Teilspulen
zusammengesetzt, wobei jeweils zwei Teilspulen unter Ausbildung eines Teilspulenpaares
nebeneinander zwischen zwei Metallplatten angeordnet sind und wobei jede Teilspule
mit Anschlussklemmen ausgerüstet ist. Diese Bauweise der Strombegrenzungsdrosseln
hat sich als besonders einfach und robust erwiesen. Darüber hinaus ermöglicht diese
Bauweise die Einführung einer Zwischeninduktivität, auf die später noch genauer eingegangen
wird.
[0027] Weitere Kosten können im Rahmen der Erfindung eingespart werden, wenn Teilspulenpaare
übereinander angeordnet sind, so dass ein Spulenstapel ausgebildet ist. Gemäß dieser
Variante der Erfindung teilen sich die Teilspulenpaare eine Metallplatte. Mit anderen
Worten ist die Dicke der Metallplatte zwischen zwei Teilspulenpaaren, die übereinander
angeordnet ist, genau so groß wie die Dicke der unteren oder oberen Metallplatte des
Stapels. Sind zwei benachbarte Teilspulenpaare aktiv, so ist in dieser Metallplatte
fast kein magnetischer Fluss messbar, so dass sich der Fluss der unteren und der oberen
Teilspulenpaare gegenseitig aufhebt. Die Metallplatten mit ihrer konstanten Dicke,
sind notwendig, falls ein benachbartes Teilspulenpaar nicht aktiv ist, also kein magnetisches
Feld erzeugt.
[0028] Vorteilhafterweise besteht jede Metallplatte aus einem ferromagnetischen Material.
Auf diese Weise werden die Streufeldverluste minimiert.
[0029] Vorteilhafterweise sind die Teilspulen eines Teilspulenpaares in Reihe oder parallel
zueinander geschaltet. Durch diese vorteilhafte Weiterentwicklung lässt sich die Anzahl
der benötigten Teilspulenpaare verringern, so dass Material und Bauvolumen eingespart
werden. Schaltet man die Teilspulen eines Teilspulenpaares nicht in Reihe, sondern
parallel zueinander, ohne an der Geometrie sonst etwas zu verändern, so viertelt sich
die Induktivität des Teilspulenpaares.
[0030] Gemäße einer Variante sind die Teilspulen eines Teilspulenpaares identisch ausgebildet.
Gemäß einer diesbezüglichen Weiterentwicklung weisen Teilspulen verschiedener Teilspulenpaare
voneinander abweichende Windungszahlen und Leiterquerschnitte auf. Bezogen auf den
weiter oben ausgeführten Stapel, bedeutet dies, dass die zwischen zwei Metallplatten
angeordneten Teilspulen identisch zueinander sind. Allerdings können die Teilspulen
eines im Stapel weiter oben oder unten angeordneten Teilspulenpaares eine geringere
Windungszahl aufweisen, dafür aber einen größeren Leiterquerschnitt, um die dann auftretenden
höheren Ströme fehlerfrei führen zu können. Natürlich ist es zusätzlich möglich die
Teilspulen eines Teilspulenpaares parallel oder in Reihe zu schalten.
[0031] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf
die Figur der Zeichnung, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleichwirkende Bauteile verweisen
und wobei die
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Figur 2
- eine Ausführungsbeispiel der in der Vorrichtung gemäß Figur 1 verwendeten Spulen,
- Figur 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der in der Vorrichtung gemäß Figur 1 verwendeten
Spulen,
- Figuren 4,5
- Ausführungsbeispiele der Verschaltung der Spulen gemäß der Figuren 2 und 3 schematisch
verdeutlichen.
[0032] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, die einen
Stromkreis 2 zeigt, in dem eine Kompensationswicklung 3 angeordnet ist. Die Kompensationswicklung
3 ist induktiv mit einer Oberspannungswicklung eines Leistungstransformators gekoppelt,
wobei der Leistungstransformator an ein Wechselspannung führendes Hochspannungsnetz
mit einer Nennspannung von 325 kV angeschlossen ist. Im Stromkreis 2 ist in Reihe
zur Kompensationswicklung 3 eine Stromrichtereinheit 4 erkennbar, die beispielsweise
als Diode ausgeführt ist. Eine Diode kann auch als nicht ansteuerbarer Leistungshalbleiter
bezeichnet werden.
[0033] Die Stromrichtereinheit 4 ermöglicht den Stromfluss über diese in nur eine Richtung,
die durch die Spitze des Dreiecks (also in Figur 1 von links nach rechts) angedeutet
ist. Der geerdete Stromkreis 2 verfügt ferner über einander parallel geschaltete Schaltzweige
5
1, 5
2, 5
3 ... 5
n-1, 5
n. In jedem Schaltzweig sind eine Schalteinheit 6
1, 6
2, 6
3 ... 6
n-1, 6
n und eine Strombegrenzungsdrossel 7
1, 7
2, 7
3 ... 7
n-1, 7
n in Reihe geschaltet. Dabei sind die Schalteinheiten 6
1, ... 6
n in dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel als Tyristoren realisiert, welche
die Funktion der figürlich dargestellten Diode 4 übernehmen. Die Diode 4 ist somit
Teil der Schalteinheit und in diese integriert. Mit anderen Worten wird die gleichrichtende
Wirkung einer Stromrichtereinheit durch die elektronische Schalteinheit mit übernommen.
Nach dem Zünden lässt ein Thyristor Strom in nur eine Richtung durch ihn hindurch
fließen. Dabei ist Tyristor 6
1, ... 6
n über gestrichelt dargestellte Signalleitungen mit einer Steuerungseinheit 8 verbunden,
die zum Zünden des jeweiligen Thyristors eingerichtet ist. Die Steuerungseinheit 8
ist ferner mit dem Ausgang eines Sensors 9 verbunden, mit dessen Hilfe ein Gleichstromanteil
in einer der Wicklungen des ansonsten nicht weiter dargestellten Transformators erfasst
wird. Ausgangseitig des Sensors 9 ist ein Signal breitgestellt, das dem Gleichflussanteil
entspricht und das an die Steuerungungeinheit 8 überführt wird.
[0034] Die induktiv mit der Oberspannungswicklung gekoppelte Kompensationswicklung 3 erzeugt
im Stromkreis 2 eine Spannung U. Mit anderen Worten stellt die Kompensationswicklung
3 eine ideale Spannungsquelle für den Stromkreis 2 bereit. Die induzierte Spannung
treibt nun einen Gleichstrom mit Wechselstromanteil über den Stromkreis 2. Die Größe
dieses im Stromkreis fließenden Stromes ist von der Anzahl der aktiven und parallel
geschalteten Schaltzweige abhängig. Je mehr Schaltzweige durch Zünden des ihr zugeordneten
Thyristor aktiv geschaltet sind, desto größer wird der im Stromkreis 2 fließende Strom,
der sich auch in der Kompensationswicklung 3 einstellt, so dass durch die induktive
Kopplung ein Gleichflussanteil im Kern, der durch eine Gleichstromdurchflutung der
Oberspannungs- und/oder Unterspannungswicklung verursacht wird, kompensiert wird.
[0035] Die Steuerungseinheit 8 ist eine besonders einfache Steuerungseinheit, da diese lediglich
Schaltzweige durch Dauerzünden der Tyristoren oder eben durch Unterlassen der Dauerzündung
eine Anzahl von Schaltzweigen parallel schaltet, so dass der von dem Sensor 9 erfasste
Gleichstromanteil minimiert wird. Eine aufwändige Phasenanschnittssteuerung ist im
Rahmen der Erfindung vermieden. Erfindungsgemäß ist eine einfache nahezu fehlerfreie
und robuste Vorrichtung zur Gleichstrom-kompensation bereitgestellt.
[0036] Figur 2 verdeutlichet den Aufbau einer Induktivität 7
1, ... 7
n beispielshaft. Es ist erkennbar, dass die Strombegrenzungsdrossel 7
1 aus einem Paar von Teilspulen 10 und 11 zusammengesetzt ist, die zwischen zwei Eisenplatten
12 angeordnet sind, wobei die Teilspulen 10 und 11 mit figürlich nicht dargestellten
Anzapfungen oder Anschlussklemmen versehen sind.
[0037] Die beiden Teilspulen 10 und 11 bilden ein Teilspulenpaar 13 aus. Eine so aufgebaute
Induktivität kann gemeinsam mit anderen Induktivitäten auf besonders einfache und
kompakte Art und Weise zu einem Stapel 14 zusammengesetzt werden, wobei benachbarte
Spulenpaare 13 sich eine zwischen ihnen angeordneten Metall- oder Eisenplatte 13 teilen.
Mit anderen Worten weisen alle Metallplatten 13 des Stapels 14 die gleiche Dicke auf.
Zwischen zwei übereinander angeordneten Teilspulenpaaren 13 ist lediglich eine Metallplatte
notwendig. Die Metallplatten sind bevorzug identisch zueinander ausgebildet. Die Metallplatten
sind bevorzugt Platten aus dünnen Elektroblechen.
[0038] Durch eine zweckmäßige Verschaltung lässt sich die Anzahl der benötigten Spulenpaare
begrenzen. In Figur 4 sind zwei Teilspulen 10 und 11 beispielhaft in Reihe geschaltet.
Figur 5 zeigt die zwei Teilspulen 10 und 11 eines Teilspulenpaares 13 in Parallelschaltung.
Da sich die Teilspulenpaare gemäß Figur 4 und Figur 5 ansonsten nicht weiter unterscheiden,
weist das Teilspulenpaar 13 gemäß Figur 5 nur ein Viertel der Induktivität des Teilspulenpaares
gemäß Figur 4 auf. Bezeichnet man Teilspulenpaare mit voller Induktivität mit L1,
siehe Figur 4, und Teilspulenpaare gemäß Figur 5, die einander parallel geschaltet
sind und die somit ein Viertel der Induktivität von L1 aufweisen, mit L2, können mit
acht Teildrosselpaaren 12 Schaltstufen realisiert werden, wie aus der Tabelle 1 hervor
geht.
Tabelle 1:
| n |
L1 |
2 L2 |
3 L1 |
4 L2 |
5 L1 |
6 L2 |
7 L1 |
8 L2 |
| 1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 3 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 4 |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 5 |
1 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 6 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 7 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
| 8 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
| 9 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
0 |
| 10 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
| 11 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
0 |
1 |
| 12 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
[0039] Darüber hinaus ist es möglich, die Teildrosseln unterschiedlich auszubilden. Ist
n die Anzahl der Teilspulenpaare mit unterschiedlicher Induktivität, so ergibt sich
die Anzahl der möglichen Schaltstufen nach 2
n-1. Idealerweise werden die Teilspulenpaare so abgestuft, dass das folgende Teilspulenpaar
nur die Hälfte der Induktivität aufweist. Damit kann man mit n Teilspulenpaaren 2
n-1 Schaltstufen mit gleichen Inkrementen realisieren.
[0040] Werden z.B. die Teildrosseln 10 und 11 eines Teildrosselpaares 13 mit nur der Hälfte
der Windungszahlen aber mit einer Verdopplung des Leiterquerschnitts im Vergleich
zu einem benachbarten Teildrosselpaar ausgestaltet, so bleibt die Baugröße der besagten
Teildrosselpaar in etwa gleich. Durch die Parallelschaltung kann man nun die Induktivitäten
der Teildrosselpaare wieder vierteln, so dass sich gemäß dieser Weiterentwicklung
der Erfindung vier Teildrosselpaare mit unterschiedlichen Induktivitäten L1,L2,L4
und L8 ergeben.
[0041] Man erkennt, dass man nur vier Teilspulenpaare benötigt, um 15 Schaltstufen zu realisieren,
2
4-1 = 15. Dies entspricht eine Einsparung von bis zu 60 %. Die Schaltmöglichkeiten
sind in Tabelle 2 verdeutlicht:
Tabelle 2:
| n |
1 L1 |
2 L2 |
3 L4 |
4 L8 |
| 1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
| 2 |
0 |
1 |
0 |
0 |
| 3 |
1 |
1 |
0 |
0 |
| 4 |
0 |
0 |
1 |
0 |
| 5 |
1 |
0 |
1 |
0 |
| 6 |
0 |
1 |
1 |
0 |
| 7 |
1 |
1 |
1 |
0 |
| 8 |
0 |
0 |
0 |
1 |
| 9 |
1 |
0 |
0 |
1 |
| 10 |
0 |
1 |
0 |
1 |
| 11 |
1 |
1 |
0 |
1 |
| 12 |
0 |
0 |
1 |
1 |
| 13 |
1 |
0 |
1 |
1 |
| 14 |
0 |
1 |
1 |
1 |
| 15 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1. Vorrichtung (1) zum Unterdrücken eines magnetischen Gleichstromanteils im magnetisierbaren
Kern eines elektrischen Geräts, mit
- einer Kompensationswicklung (3) zum Erzeugen eines magnetischen Flusses in dem Kern,
dessen Wirkung dem Gleichflussanteil entgegengerichtet ist,
- einem Stromkreis (2), in dem die Kompensationswicklung (3) angeordnet ist,
- wenigstens einer in dem Stromkreis (2) und in Reihe zur Kompensationswicklung (3)
angeordneten Stromrichtereinheit (4), die einen Stromfluss über diese in nur einer
Richtung ermöglicht,
- einer Anzahl von Schaltzweigen (51, 52, ... 5n), die in dem Stromkreis parallel zueinander und jeweils in Reihe zur Kompensationswicklung
(3) und zur Stromrichtereinheit (4) angeordnet sind, wobei in jedem Schaltzweig (51, 52, ... 5n) eine Schalteinheit (61, 62, ... 6n) und eine Strombegrenzungsdrossel (71, 72, ... 7n) in Reihe geschaltet sind, und
- einer mit jeder Schalteinheit (61, 62, ... 6n) verbundenen Steuerungseinheit (8), die zum Betätigen jeder Schalteinheit (61, 62, ... 6n) eingerichtet ist, so dass ein Stromfluss über so viele Schaltzweige (51, 52, ... 5n) ermöglicht ist, dass ein einem erfassten Gleichstromanteil entsprechendes Eingangssignal
der Steuerungseinheit (8) minimiert ist,
- wobei die Strombegrenzungsdrosseln (71, 72, ... 7n) identisch oder unterschiedlich zueinander ausgebildet sind,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- jede Strombegrenzungsdrossel (71, 72, ... 7n) aus Teilspulen (10, 11) zusammengesetzt ist, wobei jeweils zwei Teilspulen (10,
11) unter Ausbildung eines Teilspulenpaares (13) nebeneinander zwischen zwei Metallplatten
(12) angeordnet sind und wobei jede Teilspule (10, 11) mit Anschlussklemmen ausgerüstet
ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Schalteinheit eine elektronische Schalteinheit (61, 62, ... 6n) ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede elektronische Schalteinheit ein Thyristor (61, 62, ... 6n) ist.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Schalteinheit (61, 62, ... 6n) wenigstens zwei gegensinnig zueinander parallel geschaltete Thyristoren aufweist.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Thyristoren (61, 62, ... 6n) zumindest teilweise als Stromrichtungseinheit (4) dienen.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teilspulenpaare (13) übereinander angeordnet sind, so dass ein Spulenstapel (14)
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teilspulen (10, 11) eines Teilspulenpaares (13) in Reihe oder parallel zueinander
geschaltet sind.
8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teilspulen (10, 11) eines Teilspulenpaares (13) identisch zueinander ausgebildet
sind.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
Teilspulen (10, 11) verschiedener Teilspulenpaare (13) voneinander abweichende Windungszahlen
und Leiterquerschnitte aufweisen.
10. Elektrisches Gerät mit einem Kern und wenigstens einer Wicklung, die zum Erzeugen
eines magnetischen Flusses in dem Kern eingerichtet ist, und einer induktiv mit dem
Kern gekoppelten Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
11. Elektrisches Gerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Sensor (9) zum Ermitteln des Gleichstromanteils in einer oder der Wicklung vorgesehen
ist, wobei der Sensor (9) ausgangsseitig mit der Steuerungseinheit (8) verbunden ist.
12. Verfahren zum Unterdrücken eines Gleichstromanteils beim Betrieb eines an ein Hochspannungsnetz
angeschlossenen elektrischen Geräts, das einen Kern, wenigstens eine Wicklung zum
Erzeugen eines magnetischen Flusses in dem Kern und eine in einem Stromkreis (2) angeordnete
und induktiv mit dem Kern gekoppelte Kompensationswicklung aufweist, wobei der Stromkreis
(2) wenigstens eine in Reihe zur Kompensationswicklung (3) angeordnete Stromrichtereinheit
(4), die einen Stromfluss über diese in nur einer Richtung ermöglicht, und eine Anzahl
von Schaltzweigen (5
1, 5
2, ... 5
n) aufweist, die in dem Stromkreis (2) parallel zueinander und jeweils in Reihe zur
Kompensationswicklung (3) und zur Stromrichtereinheit (4) geschaltet sind, wobei in
jedem Schaltzweig (5
1, 5
2, ... 5
n) eine Schalteinheit (6
1, 6
2, ... 6
n) und eine Strombegrenzungsdrossel (7
1, 7
2, ... 7
n) in Reihe geschaltet sind, bei dem
- das Ausgangssignal eines Sensors (9), der den Gleichstromanteil in einer oder der
Wicklung erfasst, einer Steuerungseinheit (8) zugeführt wird,
- die Steuerungseinheit (8) so viele Schalteinheiten (61, 62, ... 6n) einschaltet, dass sich durch die Anzahl von aktiven und parallel geschalteten Schaltzweigen
ein in Schaltstufen einstellbarer Stromfluss im Stromkreis (2) einstellt, der den
Gleichstromanteil minimiert.
1. Apparatus (1) for suppressing a magnetic DC component in the magnetizable core of
an electrical device, comprising
- a compensation winding (3) for generating a magnetic flux in the core, the effect
of which is counter to the DC flux component,
- a circuit (2) in which the compensation winding (3) is arranged,
- at least one power converter unit (4) that is arranged in the circuit (2) and in
series with the compensation winding (3), and enables a flow of current therethrough
in just one direction,
- a number of switching branches (51, 52, ... 5n), which are arranged in the circuit in parallel with one another and in each case
in series with the compensation winding (3) and with the power converter unit (4),
wherein a switching unit (61, 62, ... 6n) and a current-limiting reactor (71, 72, ... 7n) are connected in series in each switching branch (51, 52, ... 5n), and
- a control unit (8) that is connected to each switching unit (61, 62, ... 6n) and is configured to actuate each switching unit (61, 62, ... 6n), such that a flow of current is enabled through so many switching branches (51, 52, ... 5n) that an input signal, which corresponds to a detected DC component, of the control
unit (8) is minimized,
- wherein the current-limiting reactors (71, 72, ... 7n) are designed so as to be identical to one another or different from one another,
- characterized in that
- each current-limiting reactor (71, 72, ... 7n) is composed of partial coils (10, 11), wherein in each case two partial coils (10,
11) are arranged next to one another between two metal plates (12) so as to form a
partial coil pair (13), and wherein each partial coil (10, 11) is equipped with connection
terminals.
2. Apparatus (1) according to Claim 1,
characterized in that
each switching unit is an electronic switching unit (61, 62, ... 6n) .
3. Apparatus (1) according to Claim 2,
characterized in that
each electronic switching unit is a thyristor (61, 62, ... 6n).
4. Apparatus (1) according to Claim 2 or 3,
characterized in that
each switching unit (61, 62, ... 6n) has at least two thyristors that are connected in parallel with one another in opposite
directions.
5. Apparatus (1) according to Claim 3 or 4,
characterized in that
the thyristors (61, 62, ... 6n) are at least partially used as a power converter unit (4).
6. Apparatus (1) according to Claim 1,
characterized in that
the partial coil pairs (13) are arranged one on top of the other, such that a coil
stack (14) is formed.
7. Apparatus (1) according to Claim 1 or 6,
characterized in that
the partial coils (10, 11) of a partial coil pair (13) are connected in series or
in parallel with one another.
8. Apparatus (1) according to one of Claims 1, 6 and 7,
characterized in that
the partial coils (10, 11) of a partial coil pair (13) are designed so as to be identical
to one another.
9. Apparatus (1) according to Claim 8,
characterized in that
partial coils (10, 11) of different partial coil pairs (13) have numbers of turns
and conductor cross sections that differ from one another.
10. Electrical device having a core and at least one winding that is configured to generate
a magnetic flux in the core, and an apparatus (1) according to one of Claims 1 to
7 that is inductively coupled to the core.
11. Electrical device according to Claim 10,
characterized in that
a sensor (9) is provided to ascertain the DC component in a or the winding, wherein
the sensor (9) is connected to the control unit (8) on the output side.
12. Method for suppressing a DC component during operation of an electrical device that
is connected to a high-voltage network and has a core, at least one winding for generating
a magnetic flux in the core and a compensation winding that is arranged in a circuit
(2) and is inductively coupled to the core, wherein the circuit (2) has at least one
power converter unit (4) that is arranged in series with the compensation winding
(3) and enables a flow of current therethrough in just one direction, and has a number
of switching branches (5
1, 5
2, ... 5
n), which are connected in the circuit (2) in parallel with one another and in each
case in series with the compensation winding (3) and with the power converter unit
(4), wherein a switching unit (6
1, 6
2, ... 6
n) and a current-limiting reactor (7
1, 7
2, ... 7
n) are connected in series in each switching branch (5
1, 5
2, ... 5
n), in which
- the output signal of a sensor (9) that detects the DC component in a or the winding
is supplied to a control unit (8),
- the control unit (8) switches on so many switching units (61, 62, ... 6n) that the number of switching branches that are active and connected in parallel
results in a flow of current in the circuit (2) that is adjustable in switching stages
and minimizes the DC component.
1. Dispositif (1) de suppression d'une composante magnétique de courant continu dans
le noyau magnétisable d'un appareil électrique, comprenant
- un enroulement (3) de compensation pour la production d'un flux magnétique dans
le noyau, dont l'effet s'oppose à la composante de flux continu,
- un circuit (2), dans lequel l'enroulement (3) de compensation est monté,
- au moins une unité (4) de redresseur de courant, qui est montée dans le circuit
(2) et en série avec l'enroulement (3) de compensation et qui rend possible un flux
de courant dans celui-ci dans seulement un sens,
- un nombre de branches (51, 52, ... 5n) de coupure, qui sont montées dans le circuit en parallèle les unes avec les autres
et chacune en série avec l'enroulement (3) de compensation et avec l'unité (4) de
redresseur, dans lequel sont montés en série dans chaque branche (51, 52, ... 5n) de coupure une unité (61, 62, ... 6n) de coupure et une bobine (71, 72, ... 7n) de limitation du courant, et
- une unité (8) de commande, qui est reliée à chaque unité (61, 62, ... 6n) de coupure et qui est agencée pour actionner chaque unité (61, 62, ... 6n) de coupure de manière à ce qu'un flux de courant soit rendu possible dans de si
nombreuses branches (51, 52, ... 5n) qu'un signal d'entrée, correspondant à une composante de courant continu détectée,
de l'unité (8) de commande soit minimisé,
- dans lequel les bobines (71, 72, ... 7n) de limitation du courant sont constituées de manière identique ou différente les
unes des autres,
- caractérisé en ce que
- chaque bobine (71, 72, ... 7n) de limitation du courant est composée de bobines (10, 11) partielles, dans lequel
respectivement deux bobines (10, 11) partielles sont disposées avec formation d'une
paire (13) de bobines partielles les unes à côté des autres entre deux plaques (12)
métalliques et dans lequel chaque bobine (10, 11) partielle est équipée de bornes
de connexion.
2. Dispositif (1) suivant la revendication 1, caractérisé en ce que chaque unité de coupure est une unité (61, 62, ... 6n) électronique de coupure.
3. Dispositif (1) suivant la revendication 2, caractérisé en ce que chaque unité électronique de coupure est un thyristor (61, 62, ... 6n).
4. Dispositif (1) suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que chaque unité (61, 62, ... 6n) de coupure a au moins deux thyristors montés tête bêche en parallèle l'un avec l'autre.
5. Dispositif (1) suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que les thyristors (61, 62, ... 6n) servent au moins en partie d'unité (4) de redresseur.
6. Dispositif (1) suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les paires (13) de bobines partielles sont disposées les unes sur les autres de manière
à constituer une pile (14) de bobines.
7. Dispositif (1) suivant la revendication 1 ou 6, caractérisé en ce que les bobines (10, 11) partielles d'une paire (13) de bobines partielles sont montées
en série en parallèle les unes avec les autres.
8. Dispositif (1) suivant l'une des revendications 1, 6 ou 7, caractérisé en ce que les bobines (10, 11) partielles d'une paire (13) de bobine partielle sont constituées
de manière identique les unes aux autres.
9. Dispositif (1) suivant la revendication 8, caractérisé en ce que
des bobines (10, 11) partielles de paires (13) de bobines partielles différentes ont
des nombres de spires et des sections transversales de conducteur, qui sont différents
les uns des autres.
10. Appareil électrique comprenant un noyau et au moins un enroulement, qui est agencé
pour la production d'un flux magnétique dans le noyau, et un dispositif (1) suivant
l'une des revendications 1 à 7, couplé inductivement au noyau.
11. Appareil électrique suivant la revendication 10, caractérisé en ce que
il est prévu un capteur (9) de détermination de la composante de courant continu dans
un ou dans l'enroulement, dans lequel le capteur (9) est relié du côté de la sortie
à l'unité (8) de commande.
12. Procédé de suppression d'une composante de courant continu lors du fonctionnement
de l'appareil électrique, qui est raccordé à un réseau en haute tension et qui a un
noyau, au moins un enroulement de production d'un flux magnétique dans le noyau et
un enroulement de compensation monté dans un circuit (2) et couplé inductivement au
noyau, dans lequel le circuit (2) a au moins une unité (4) de redresseur, qui est
montée en série avec l'enroulement (3) de compensation et qui rend possible un flux
de courant dans celui-ci seulement dans un sens, et un nombre de branches (5
1, 5
2, ... 5
n) de coupure, qui sont montées dans le circuit (2) en parallèle les unes avec les
autres et chacune en série avec l'enroulement (3) de compensation et avec l'unité
(4) de redresseur, dans lequel sont montés en série dans chaque branche (5
1, 5
2, ... 5
n) de coupure une unité (6
1, 6
2, ... 6
n) de coupure et une bobine (7
1, 7
2, ... 7
n) de limitation du courant, dans lequel
- on envoie le signal de sortie d'un capteur (9), qui détecte la composante de courant
continu dans un ou dans l'enroulement, à une unité (8) de commande,
- l'unité (8) de commande met en circuit un nombre d'unités (61, 62, ... 6n) de coupure tel que, par le nombre de branches de coupure actives et montées en parallèle,
il s'établit dans le circuit (2) un flux de courant réglable dans des étages de coupure,
qui minimise la composante de courant continu.