[0001] Die Erfindung betrifft einen Kontakteinsatz einer Leiteranschlussklemme zum Anschluss
wenigstens eines elektrischen Leiters, wobei der Kontakteinsatz wenigstens eine Stromschiene
und wenigstens eine Klemmfeder aufweist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Leiteranschlussklemme
mit einem solchen Kontakteinsatz.
[0002] Die Erfindung betrifft damit das Gebiet der Leiteranschlusstechnik mittels Klemmfedern.
Derartige Leiteranschlussklemmen sind beispielsweise aus der
DE 10 2010 051 899 B4 bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Kontakteinsatz und eine Leiteranschlussklemme
noch weiter zu optimieren, beispielsweise hinsichtlich der Baugröße, der Herstellung
und/oder der Montage.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Kontakteinsatz einer Leiteranschlussklemme
zum Anschluss wenigstens eines elektrischen Leiters, wobei der Kontakteinsatz wenigstens
eine Stromschiene und wenigstens eine Klemmfeder aufweist, wobei die Stromschiene
wenigstens eine Durchgangsöffnung aufweist, wobei der Kontakteinsatz einen Lochkragen
aufweist, der als von der Stromschiene separates Bauteil ausgebildet ist, wobei der
Lochkragen auf zumindest einer Seite der Stromschiene die Durchgangsöffnung zumindest
abschnittsweise oder vollständig umlaufend umgibt. Im Unterschied zum Stand der Technik,
bei dem ein solcher Lochkragen als Materialdurchzug der Stromschiene ausgebildet ist
und damit zwangsläufig einstückig mit der Stromschiene ausgeformt ist, wird hiermit
der Einsatz eines separaten Bauteils zur Bildung des Lochkragens vorgeschlagen. Auch
wenn sich hierdurch auf den ersten Blick scheinbar die Komplexität des Kontakteinsatzes
bzw. der Leiteranschlussklemme erhöht, lassen sich durch eine solche Gestaltung dennoch
viele Vorteile erzielen.
[0005] So ist beispielsweise die Bildung von mehreren Materialdurchzügen an der Stromschiene
nur in begrenztem Umfang möglich, wobei insbesondere ein gewisser Mindestabstand zwischen
den Durchgangsöffnungen der Stromschiene vorhanden sein muss. Bei der erfindungsgemäßen
Lösung, bei der der Lochkragen als von der Stromschiene separates Bauteil ausgebildet
ist, kann das Material der Stromschiene unverändert gelassen werden. Stattdessen kann
das separate Bauteil, das den Lochkragen bildet, beliebig geformt werden, so dass
insbesondere auch Kontakteinsätze geschaffen werden können, bei denen an der Stromschiene
mehrere eng benachbarte Durchgangsöffnungen jeweils mit einem Lochkragen ausgestattet
werden. Auf diese Weise kann beispielsweise eine kleinbauende Leiteranschlussklemme
mit einer Vielzahl von nahe beieinander angeordneten Klemmstellen bzw. Durchgangsöffnungen
bereitgestellt werden.
[0006] Im Herstellungsprozess kann der Schritt des Herstellens des Materialdurchzugs zur
Bildung des Lochkragens eingespart werden. Stattdessen kann das separate Bauteil,
das den Lochkragen bilden soll, eingesetzt werden. Dieses kann sehr einfach ausgebildet
sein, z.B. als Kunststoff-Bauteil.
[0007] Die Klemmfeder kann dabei zusammen mit der Stromschiene im Bereich der Durchgangsöffnung
eine Klemmstelle für den anzuklemmenden elektrischen Leiter bereitstellen. Dies kann
z.B. derart realisiert sein, dass ein Klemmschenkel der Klemmfeder in die Durchgangsöffnung
hineinragt oder durch die Durchgangsöffnung hindurch ragt. Der anzuklemmende elektrische
Leiter kann dann zwischen dem Klemmschenkel und dem Rand der Durchgangsöffnung oder
einer dort gebildeten Lasche festgeklemmt werden. Der Kontakteinsatz kann als Federkraftklemmanschluss
ausgebildet sein.
[0008] Durch den die Durchgangsöffnung umgebenden Lochkragen wird zudem eine Leiterkammer
bereitgestellt, in der der anzuschließende elektrische Leiter zumindest zum Teil aufgenommen
werden kann und geführt sein kann.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Lochkragen
aus einem anderen Material besteht als die Stromschiene. Der Lochkragen kann insbesondere
aus einem nicht-metallischen Material und/oder einem elektrisch isolierenden Material
bestehen, z.B. aus Kunststoff. Dies erlaubt eine einfache und kostengünstige Herstellung
des Lochkragens mit zugleich geringem Gewicht.
[0010] Der Lochkragen kann auf verschiedene Arten relativ zur Stromschiene fixiert sein,
z.B. dadurch, dass der Lochkragen an der Klemmfeder oder an anderen Teilen der Leiteranschlussklemme
befestigt ist. Beispielsweise kann der Lochkragen durch Teile eines Gehäuses der Leiteranschlussklemme
fixiert sein.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das den
Lochkragen bildende separate Bauteil an der Stromschiene befestigt ist. Dies hat den
Vorteil, dass die Stromschiene mit dem Lochkragen eine komplette Baueinheit bilden
kann, von der der Lochkragen sich nicht ohne weiteres wieder löst. Beispielsweise
kann die Stromschiene mit dem Lochkragen als vormontierte Einheit bereitgestellt werden.
Zudem sind keine sonstigen Befestigungsmaßnahmen zur Fixierung des Lochkragens erforderlich,
beispielsweise Befestigungsanordnungen an einem Gehäuse einer Leiteranschlussklemme.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das den
Lochkragen bildende separate Bauteil durch Klemmung, Rastung, Verklebung oder eine
Kombination daraus an der Stromschiene befestigt ist. Dies erlaubt sowohl eine einfache
Montage der Elemente des Kontakteinsatzes als auch eine sichere dauerhafte Verbindung
zwischen dem Lochkragen und der Stromschiene.
[0013] So können die Stromschiene und/oder der Lochkragen jeweilige Fixierelemente aufweisen,
durch die der Lochkragen an der Stromschiene fixiert werden kann. Weisen der Lochkragen
und die Stromschiene Fixierelemente auf, so können diese als einander zugeordnete
Gegenstücke ausgebildet sein, beispielsweise als Rasthaken/ Rastkante.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Lochkragen
unter Bildung eines Durchgangsloches umlaufend ausgebildet ist. Das Material des Lochkragens
umgibt somit umfangsseitig das Durchgangsloch zumindest abschnittsweise oder vollständig.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Durchgangsloch
des Lochkragens mit der Durchgangsöffnung der Stromschiene fluchtet. Auf diese Weise
kann der elektrische Leiter ohne Behinderung durch die Durchgangsöffnung der Stromschiene
und das Durchgangsloch des Lochkragens geführt werden. Der Lochkragen kann hierbei
eine Führung für den elektrischen Leiter bilden.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist daher vorgesehen, dass
der Lochkragen als Leiterführungselement ausgebildet ist, das umfangsseitig zumindest
abschnittsweise oder vollständig eine Leiterführung für einen am Kontakteinsatz anzuschließenden
elektrischen Leiter bildet.
[0017] Der Lochkragen muss nicht mit allen Seiten mit der Durchgangsöffnung der Stromschiene
fluchten. So könnte z.B. eine Längsseite fehlen und durch eine Kante/Absatz im Gehäuse
der Leiteranschlussklemme gebildet werden.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das den
Lochkragen bildende separate Bauteil einen Leiteranschlag für den anzuklemmenden elektrischen
Leiter und/oder einen Überlastanschlag zur Begrenzung der maximalen Auslenkung der
Klemmfeder aufweist. Auf diese Weise kann das den Lochkragen bildende Bauteil die
Bereitstellung weiterer Funktionen in der Leiterkammer übernehmen, nämlich den Leiteranschlag
und/oder den Überlastanschlag. Durch einen solchen Leiteranschlag kann die maximale
Einführtiefe eines elektrischen Leiters in die Leiteranschlussklemme mechanisch begrenzt
werden. Der Überlastanschlag bildet eine mechanische Begrenzung der maximalen Auslenkung
der Klemmfeder. Dementsprechend sind keine zusätzlichen Merkmale oder Bauteile an
dem Kontakteinsatz zur Bildung solcher Funktionen erforderlich.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest
ein Bereich des Lochkragens in den Bereich der Durchgangsöffnung hineinragt. Dieser
hineinragende Bereich eignet sich gut, um den erwähnten Überlastanschlag zu bilden.
Es kann z.B. die innere Randkante des Durchgangslochs des Lochkragens unterhalb des
Federbogens der Klemmfeder in den Bereich der Durchgangsöffnung verlagert sein und
als (Überlast-) Anschlag für den Klemmschenkel dienen.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stromschiene
in Längserstreckungsrichtung mehrere Durchgangsöffnungen hintereinander und/oder mehrere
Durchgangsöffnungen nebeneinander aufweist, wobei mehrere oder alle der Durchgangsöffnungen
einen jeweiligen Lochkragen aufweisen und zusammen mit einer jeweiligen Klemmfeder
eine jeweilige Klemmstelle für einen anzuklemmenden elektrischen Leiter bereitstellen,
wobei die Lochkragen als ein gemeinsames separates Bauteil oder mehrere von der Stromschiene
separate Bauteile ausgebildet sind. Als Längserstreckungsrichtung der Stromschiene
wird dabei die Richtung der größten Längsabmessung der Stromschiene verstanden. Auf
diese Weise kann ein besonders klein bauender Kontakteinsatz mit einer Vielzahl von
Klemmstellen bereitgestellt werden, an denen mehrere elektrische Leiter jeweils angeklemmt
werden können. Dabei können die einzelnen Lochkragen jeweils als einzelne, separate
Bauelemente ausgebildet sein. Es können auch mehrere oder alle Lochkragen zu einem
gemeinsamen Bauteil zusammengefasst sein, z.B. einem Kunststoffbauteil. Ein solches
mehrere Lochkragen aufweisendes Bauteil kann z.B. gitterförmig mit mehreren matrixartig
angeordneten Durchgangslöchern ausgebildet sein.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stromschiene
im Bereich der Durchgangsöffnung eine aus dem Material der Stromschiene ausgeformte
und gegenüber der Oberfläche der Stromschiene abgewinkelte Klemmlasche aufweist, an
der zusammen mit der Klemmfeder die Klemmstelle gebildet ist. Dies erlaubt eine besonders
zuverlässige Klemmung eines elektrischen Leiters mit geringem Übergangswiderstand.
Die Klemmfeder kann beispielsweise am freien Ende ihres Klemmschenkels eine Klemmkante
aufweisen, wodurch eine besonders sichere Klemmung eines elektrischen Leiters an der
Klemmstelle gewährleistet werden kann.
[0022] Die Kontaktlasche kann auf der zum Klemmschenkel der Klemmfeder gerichteten Oberfläche
plan, konvex oder konkav ausgebildet sein. Eine konkave Ausbildung hat den Vorteil,
dass eine Vertiefung gebildet ist, in der der Klemmschenkel mit der Klemmkante in
der Ruhestellung gelagert sein kann, d.h. es wird eine definierte Lagerstelle für
die Klemmkante bereitgestellt.
[0023] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Klemmlasche
sich zumindest teilweise in den vom Lochkragen umgebenen Raum erstreckt. Dabei kann
die Klemmlasche in den vom Lochkragen umschlossenen Raum hineinragen oder durch ihn
hindurchragen, d.h. auf der anderen Seite des Lochkragens wieder hervorragen. Hierdurch
kann die elektrische Kontaktierung des elektrischen Leiters an der Klemmstelle weiter
verbessert werden.
[0024] Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Leiteranschlussklemme
zum Anschluss wenigstens eines elektrischen Leiters, wobei die Leiteranschlussklemme
ein Gehäuse und einen Kontakteinsatz der zuvor erläuterten Art aufweist. Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die wenigstens eine
Stromschiene und die wenigstens eine Klemmfeder zumindest überwiegend innerhalb des
Gehäuses angeordnet sind. Das Gehäuse kann z.B. als Isolierstoffgehäuse ausgebildet
sein.
[0025] Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist unter dem unbestimmten Begriff "ein" kein
Zahlwort zu verstehen. Wenn also z.B. von einem Bauteil die Rede ist, so ist dies
im Sinne von "mindestens einem Bauteil" zu interpretieren. Soweit Winkelangaben in
Grad gemacht werden, beziehen sich diese auf ein Kreismaß von 360 Grad (360°).
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Verwendung
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - eine Leiteranschlussklemme ausschnittsweise in einer seitlichen Schnittansicht,
- Figur 2
- - einen Kontakteinsatz der Leiteranschlussklemme gemäß Figur 1,
- Figur 3
- - ein einen Lochkragen bildendes Bauteil in einer ersten Ausführungsform,
- Figur 4
- - ein Fixierelement zur Fixierung von Brückeranschluss-Klemmfedern und
- Figur 5
- - ein einen Lochkragen bildendes Bauteil in einer zweiten Ausführungsform und
- Figur 6
- - eine weitere Ausführungsform eines Kontakteinsatzes ausschnittsweise in einer seitlichen
Schnittansicht und
- Figur 7
- - eine weitere Ausführungsform eines Kontakteinsatzes ausschnittsweise in einer seitlichen
Schnittansicht.
[0027] Die Figuren 2 bis 5 zeigen jeweils in perspektivische Darstellungen. Die in den Zeichnungen
verwendeten Bezugszeichen haben folgende Zuordnung:
- 1
- - Leiteranschlussklemme
- 2
- - Gehäuse
- 3
- - Stromschiene
- 4
- - Klemmfeder
- 5
- - Betätigungselement
- 6
- - Lochkragen
- 7
- - Brückerfeder
- 8
- - Brückerfeder-Fixierungselement
- 9
- - Fixierfortsatz
- 10
- - elektrischer Leiter
- 20
- - Leitereinführungskanal
- 21
- - Brückerschacht
- 22
- - Leiteraufnahmetasche
- 30
- - Durchgangsöffnung
- 31
- - Klemmlasche
- 40
- - Anlageschenkel
- 42
- - Federbogen
- 43
- - Klemmschenkel
- 60
- - Durchgangsloch
- 61
- - Lochkragen-Fixierungselement
- 62
- - Vertikalwand
- 63
- - Überlastanschlag
- 64
- - Horizontalwand
- E
- - Leitereinführrichtung
- L
- - Längserstreckungsrichtung
[0028] Die in Figur 1 erkennbare Leiteranschlussklemme 1 weist ein Gehäuse 2 auf. An dem
Gehäuse 2 sind Leitereinführungskanäle 20 angeformt, durch die elektrische Leiter
in das Gehäuse 2 eingeführt werden können. An dem Gehäuse 2 sind zudem Brückerschächte
21 angeformt, durch die elektrische Brücker mit elektrischen Elementen innerhalb des
Gehäuses 2 verbunden werden können.
[0029] In dem Gehäuse 2 ist ein Kontakteinsatz der Leiteranschlussklemme 1 angeordnet, der
eine Stromschiene 3, Klemmfedern 4, Lochkragen 6, Brückerfedern 7 und ein Brückerfeder-Fixierungselement
8 aufweist.
[0030] Die Stromschiene 3 ist als längliches flaches Metallteil ausgebildet, in der eine
oder mehrere Durchgangsöffnungen 30 vorhanden sind. Einer jeweiligen Durchgangsöffnung
30 ist eine Klemmfeder 4 zugeordnet, wobei die jeweilige Klemmfeder 4 zusammen mit
der Stromschiene 3 im Bereich der jeweiligen Durchgangsöffnung 30 eine Klemmstelle
für einen anzuklemmenden elektrischen Leiter bereitstellt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
weist die Stromschiene 3 jeweils im Bereich einer Durchgangsöffnung 30 eine aus dem
Material der Stromschiene 3 ausgeformte und gegenüber der Oberfläche der Stromschiene
3 in Richtung einer Leitereinführrichtung E abgewinkelte Klemmlasche 31 auf. Die Klemmfeder
4 liegt mit einem jeweiligen Klemmschenkel 43 an der jeweiligen Klemmlasche 31 an,
wenn kein elektrischer Leiter dort angeklemmt ist. Ist ein elektrischer Leiter dort
angeklemmt, so wird dieser durch den Klemmschenkel 43 gegen die Klemmstelle im Bereich
der Klemmlasche 31 gedrückt. Die jeweilige Klemmfeder 4 ist über einen Anlageschenkel
40 gegengelagert, d.h. gegenüber der Klemmkraft des Klemmschenkels 43 abgestützt.
Der Anlageschenkel 40 kann beispielsweise in der Durchgangsöffnung 30 der Stromschiene
3 eingehängt sein.
[0031] Zum Öffnen der jeweiligen Klemmstelle ist jeder Klemmfeder 4 ein Betätigungselement
5 zugeordnet, z.B. in Form eines Drückers oder Betätigungshebels. Durch Betätigung
des Betätigungselements 5 kann der Klemmschenkel 43 ausgelenkt und von der Klemmlasche
31 fortbewegt werden, so dass ein elektrischer Leiter dort ohne Kraftaufwand eingeführt
werden kann oder wieder entfernt werden kann.
[0032] Eine jeweilige Durchgangsöffnung 30 ist dabei von einem Lochkragen 6 umgeben. Der
Lochkragen 6 ist als ein von der Stromschiene 3 separates Bauteil ausgebildet.
[0033] Die Brückerfedern 7 sind über das Brückerfeder-Fixierungselement 8 in einer gewünschten
Lage gegenüber der Stromschiene 3 gehalten. Das Brückerfeder-Fixierelement 8 kann
einen Fixierfortsatz 9 aufweisen, der durch eine Öffnung in der Stromschiene 3 gesteckt
ist, um das Brückerfeder-Fixierelement 8 an der Stromschiene 3 zu befestigen.
[0034] In Leitereinführrichtung E gesehen befinden sich hinter der Stromschiene 3 Leiteraufnahmetaschen
22, die jeweils zur Aufnahme eines am Kontakteinsatz angeklemmten elektrischen Leiters
dienen. Die Leiteraufnahmetaschen 22 können z.B. als Teil des Gehäuses 2 ausgeformt
sein.
[0035] Die Figur 2 zeigt den Kontakteinsatz der Leiteranschlussklemme 1 mit weiteren Details.
Erkennbar ist insbesondere, dass eine jeweilige Klemmfeder 4 ausgehend von dem Anlageschenkel
40 über einen Federbogen 42 mit dem jeweiligen Klemmschenkel 43 verbunden ist.
[0036] Wie man in der Figur 2 zudem erkennt, können in einer Längserstreckungsrichtung L
der Stromschiene 3 mehrere Durchgangsöffnungen 30 mit jeweiligen Klemmfedern 4 hintereinander
und/oder nebeneinander angeordnet sein. Auf diese Weise lässt sich mit wenig Platzbedarf
eine Vielzahl von Federkraftklemmanschlüssen zum Anschluss elektrischer Leiter realisieren.
[0037] Erkennbar ist ferner, dass die einzelnen die Durchgangsöffnungen 30 umgebenden Lochkragen
6 zu einem einteiligen, gemeinsamen Bauteil zusammengefasst sein können, z.B. einem
Kunststoffbauteil, wie es in der Figur 5 dargestellt ist und nachfolgend noch näher
erläutert wird.
[0038] Ein eine jeweilige Durchgangsöffnung 30 umgebender Lochkragen kann aber auch jeweils
als einzelnes Bauteil oder als ein kombiniertes Bauteil, das Lochkragen für mehrere
benachbarte Durchgangsöffnungen 30 bereitstellt, ausgebildet sein. Die Figur 3 zeigt
diesbezüglich ein Beispiel, bei dem das Bauteil die Lochkragen 6 für zwei Durchgangsöffnungen
30 bereitstellt, die nebeneinander angeordnet sind. Dementsprechend weist das Bauteil
zwei Durchgangslöcher 60 auf, die zwei Durchgangsöffnungen 30 der Stromschiene 3 zugeordnet
werden können. Auf diese Weise kann das so gebildete Bauteil die entsprechenden Lochkragen
zweier benachbarter, nebeneinander angeordneter Durchgangsöffnungen der Stromschiene
ausbilden. Die Durchgangsöffnungen 30 in der Stromschiene 3 und die Durchgangslöcher
60 des Lochkragens 6 können dabei in einer Flucht angeordnet sein. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind die Abmaße des Durchgangslochs 60 zumindest in Längserstreckungsrichtung
L größer als das Maß der Durchgangsöffnung 30. Damit ist gewährleistet, dass ein freies
Ende des Anlageschenkels 40 als auch die Klemmlasche 31 in das Durchgangsloch 60 eintauchen
können. Im Beispiel der Figur 2 könnten beispielsweise zwei der in Figur 3 dargestellten
Bauteile in Längsrichtung L der Stromschiene 3 hintereinander angeordnet werden.
[0039] Die Figur 4 zeigt beispielhaft das Brückerfeder-Fixierelement 8 mit dem Fixierfortsatz
9 als separates Bauteil.
[0040] Wie die Figur 5 zeigt, kann das die Lochkragen 6 bildende Bauteil auch einstückig
als ein Bauteil mit dem Brückerfeder-Fixierelement 8 ausgebildet sein, indem dieses
über eine Materialbrücke 10 mit dem die Lochkragen 6 bildenden Bauteil verbunden ist.
[0041] Die Figur 5 zeigt zudem eine Ausführungsform, bei der die Lochkragen 6 sämtlicher
(vier) Durchgangsöffnungen 30 der Stromschiene als ein Bauteil realisiert sind. Dementsprechend
weist das Bauteil vier Durchgangslöcher 60 auf.
[0042] Die Figur 5 zeigt zudem ein Lochkragen-Fixierungselement 61, mit dem das die Lochkragen
bildende Bauteil 6 an der Stromschiene 3 befestigt werden kann. Das Lochkragen-Fixierungselement
61 kann z.B. als Rastvorsprung ausgebildet sein, der in einer Rastöffnung der Stromschiene
3 eingerastet werden kann.
[0043] Die Figur 6 zeigt einen in die Klemmstelle eingeführten elektrischen Leiter 10. Die
in Figur 6 dargestellte Ausführungsform des Kontakteinsatzes weist einen Lochkragen
6 auf, der sich nicht nur, wie zuvor beschrieben, als flaches ebenes Teil entlang
der Stromschiene 3 erstreckt, sondern zusätzlich wenigstens eine Vertikalwand 62 aufweist,
die sich im Wesentlichen in vertikaler Richtung von der Stromschiene 3 fort erstreckt.
Hierdurch können die vorteilhaften Wirkungen des Lochkragens 6, insbesondere die Leiterführungseigenschaften
für den elektrischen Leiter 10, weiter verbessert werden.
[0044] Die Figur 6 zeigt als weiteres zusätzliches Merkmal des Lochkragens 6 einen Feder-überlastschutz,
z.B. in Form eines Überlastanschlags 63, der bewirkt, dass der Klemmschenkel 43 der
Klemmfeder 4 nicht zu weit ausgelenkt werden kann und dementsprechend nicht beschädigt
werden kann. Somit kann die Klemmfeder 4 nicht überlastet werden. Der Überlastanschlag
63 kann zum Beispiel als seitliche Anlagefläche des Lochkragens 6 ausgebildet sein,
mit der der Klemmschenkel 43 bei maximal zulässiger Auslenkung zur Anlage kommt.
[0045] Der zuvor erwähnte Überlastanschlag 63 kann beispielsweise an der Vertikalwand 62
realisiert sein oder auch unabhängig von einer Vertikalwand, selbst wenn diese vorhanden
sein sollte.
[0046] Die Figur 7 zeigt wiederum den Überlastanschlag 63 als Teil des Lochkragens 6, wie
zuvor erläutert. Im Unterschied zur Ausführungsform der Figur 6 ist die Vertikalwand
62 noch weiter verlängert und erstreckt sich bis hin zu einer Horizontalwand 64, die
sich zu einer gegenüberliegenden Vertikalwand 62 des Lochkragens 6 hinüber erstreckt.
Auf diese Weise kann der Lochkragen 6 auch eine Art Leiteraufnahmetasche für den elektrischen
Leiter 10 ausbilden. Die Leiteraufnahmetasche kann als vollständig geschlossenes topfförmiges
Gebilde oder mit Unterbrechungen oder Öffnungen ausgebildet sein. Die Horizontalwand
64 bildet zudem einen Leiteranschlag für den elektrischen Leiter 10, durch den die
Einstecktiefe des elektrischen Leiters 10 begrenzt ist.
1. Kontakteinsatz einer Leiteranschlussklemme (1) zum Anschluss wenigstens eines elektrischen
Leiters, wobei der Kontakteinsatz wenigstens eine Stromschiene (3) und wenigstens
eine Klemmfeder (4) aufweist, wobei die Stromschiene (3) wenigstens eine Durchgangsöffnung
(30) aufweist, wobei der Kontakteinsatz einen Lochkragen (6) aufweist, der als von
der Stromschiene (3) separates Bauteil ausgebildet ist, wobei der Lochkragen (6) auf
zumindest einer Seite der Stromschiene (3) die Durchgangsöffnung (30) zumindest abschnittsweise
oder vollständig umlaufend umgibt.
2. Kontakteinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochkragen (6) aus einem anderen Material besteht als die Stromschiene (3).
3. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochkragen (6) auf der der Klemmfeder (4) abgewandten Seite der Stromschiene
(3) angeordnet ist.
4. Kontakteinsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochkragen (6) auf der der Klemmfeder (4) abgewandten Seite an der Stromschiene
(3) anliegt.
5. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Lochkragen (6) bildende separate Bauteil an der Stromschiene (3) befestigt
ist.
6. Kontakteinsatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das den Lochkragen (6) bildende separate Bauteil durch Klemmung, Rastung, Verklebung
oder eine Kombination daraus an der Stromschiene (3) befestigt ist.
7. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochkragen (40) unter Bildung eines Durchgangsloches (60) umlaufend ausgebildet
ist.
8. Kontakteinsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchgangsloch (60) des Lochkragens (6) mit der Durchgangsöffnung (30) der Stromschiene
(3) fluchtet.
9. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochkragen (40) als Leiterführungselement ausgebildet ist, das umfangsseitig
zumindest abschnittsweise oder vollständig eine Leiterführung für einen am Kontakteinsatz
anzuschließenden elektrischen Leiter bildet.
10. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das den Lochkragen (6) bildende separate Bauteil einen Leiteranschlag (64) für den
anzuklemmenden elektrischen Leiter und/oder einen Überlastanschlag (63) zur Begrenzung
der maximalen Auslenkung der Klemmfeder (4) aufweist.
11. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bereich des Lochkragens (6) in den Bereich der Durchgangsöffnung (30)
hineinragt.
12. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene (3) in Längserstreckungsrichtung (L) mehrere Durchgangsöffnungen
(30) hintereinander und/oder mehrere Durchgangsöffnungen (30) nebeneinander aufweist,
wobei mehrere oder alle der Durchgangsöffnungen (30) einen jeweiligen Lochkragen (6)
aufweisen, wobei die Lochkragen (6) als ein gemeinsames separates Bauteil oder mehrere
von der Stromschiene (3) separate Bauteile ausgebildet sind.
13. Kontakteinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene (3) im Bereich der Durchgangsöffnung (30) eine aus dem Material
der Stromschiene (3) ausgeformte und gegenüber der Oberfläche der Stromschiene (3)
abgewinkelte Klemmlasche (31) aufweist, an der zusammen mit der Klemmfeder (4) eine
Klemmstelle für einen anzuklemmenden elektrischen Leiter gebildet ist.
14. Kontakteinsatz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlasche (31) sich zumindest teilweise in den vom Lochkragen (6) umgebenen
Raum erstreckt.
15. Leiteranschlussklemme (1) zum Anschluss wenigstens eines elektrischen Leiters, wobei
die Leiteranschlussklemme (1) ein Gehäuse (2) und einen Kontakteinsatz nach einem
der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
16. Leiteranschlussklemme nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse eine Leiteraufnahmetasche (22) vorgesehen ist, wobei der Lochkragen
(6) zwischen der Stromschiene (3) und der Leiteraufnahmetasche (22) angeordnet ist.