| (19) |
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(11) |
EP 3 789 087 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.2024 Patentblatt 2024/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.09.2020 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERWENDUNG EINES RETTUNGSEINSATZ-LASTVERTELUNGSELEMENTES ZUR ABSTÜTZUNG VON DRUCKERZEUGENDEN
RETTUNGSGERÄTEN
USE OF RESCUE LOAD DISTRIBUTION ELEMENT FOR BRACING RESCUE EQUIPMENT WHICH CREATES
PRESSURE
UTILISATION D'UN ÉLÉMENT DE DISTRIBUTION DE CHARGE DE SAUVETAGE PERMETTANT DE SUPPORTER
LES APPAREILS DE SAUVETAGE GÉNÉRANT DE LA PRESSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.09.2019 AT 507832019
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.2021 Patentblatt 2021/10 |
| (73) |
Patentinhaber: WEBER-HYDRAULIK GMBH |
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4460 Losenstein (AT) |
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Erfinder: |
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- KNOLL, Rüdiger
76744 Wörth am Rhein (DE)
- EDER, Josef
4521 Schiedlberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Burger, Hannes |
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Anwälte Burger & Partner
Rechtsanwalt GmbH
Rosenauerweg 16 4580 Windischgarsten 4580 Windischgarsten (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102009 051 255 DE-U1-202007 016 946 US-A1- 2013 032 770
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DE-U- 1 322 445 JP-U- S59 173 851
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
zur Abstützung von druckerzeugenden Rettungsgeräten auf einem verunfallten Fahrzeug
entsprechend den Ansprüchen.
[0002] Zur Abstützung und Lastverteilung von Rettungsgeräten, insbesondere von hydraulischen
Rettungszylindern, mechanischen Getriebewinden, Spreizwerkzeugen und dergleichen,
auf externen Objekten, wie Fahrzeugbauteilen, insbesondere Armaturenbrettern, Schweller
und Türabschnitten, werden gemäß dem Stand der Technik formstabile Druckplatten und
Schwelleraufsätze eingesetzt. Diese Druckplatten und Schwelleraufsätze sind bedingt
durch ihr starre Form nicht universell auf jedem Untergrund bzw. in jeder Einsatzsituation
einsetzbar, wodurch ein effizienter und schneller Einsatzablauf behindert wird oder
sogar die Funktionsfähigkeit der Rettungsgeräte beeinträchtigt wird. Beispielsweise
sind formstabile Druckplatten zur Abstützung auf Armaturen nicht zur Abstützung auf
allen Bauformen von Schwellern geeignet und vice versa. Zudem wird von Einsatzorganisationen
in der Regel eine Mehrzahl von Druckplatten und Schwelleraufsätzen verschiedener Konturen
und Größen mitgeführt, um den spezifischen Einsatzerfordernissen gerecht werden zu
können. Des Weiteren haben Druckplatten und Schwelleraufsätze gemäß dem Stand der
Technik eine hohe Masse, um den Belastungen Stand zu halten und sind daher nur über
geringe Distanzen und nur mit Mühe transportierbar. Aufgrund ihrer Sperrigkeit und
der notwendigen, hohen Anzahl an verschiedenen Ausführungsformen und Größen wird zudem
wertvoller Stauraum in den Rettungseinsatzfahrzeugen belegt und ein effizienter Einsatzauflauf
behindert. Dies bewirkt insgesamt auch eine verlängerte Gefährdungsdauer sämtlicher
Einsatzbeteiligter.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels derer ein Benutzer
in der Lage ist, eine einfache, schnelle und stabile Lastverteilung zwischen einem
druckerzeugenden Rettungsgerät und einem externen Objekt, insbesondere einem verunfallten
Fahrzeug, vorzunehmen. Dadurch soll ein Rettungseinsatz, insbesondere zur Rettung
von verunfallten bzw. verletzten Personen, für alle Einsatzbeteiligten schneller und
sicherer abgewickelt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist die Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
zur Abstützung von druckerzeugenden Rettungsgeräten, insbesondere von hydraulischen
Rettungszylindern, mechanischen Getriebewinden, Spreizwerkzeugen und dergleichen,
auf einem verunfallten Fahrzeug vorgesehen. Das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
umfasst wenigstens eine Lastaufnahmefläche für die Einleitung einer Stützlast eines
Rettungsgerätes und wenigstens eine Lastabtragungsfläche zur Übertragung der Stützlast
auf ein externes Objekt. Dabei ist zumindest die Lastabtragungsfläche durch eine formveränderliche
Begrenzungshülle gebildet. Die Begrenzungshülle umgrenzt wenigstens eine Kammer zumindest
abschnittsweise, wobei die Kammer zumindest teilweise mit einem fließfähigen bzw.
insgesamt formflexiblen Füllmaterial gefüllt ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes weist
den Vorteil auf, dass es durch seine Formflexibilität universell auf verschiedenen
Fahrzeugbauteilen bzw. in vielen Einsatzsituationen, einsetzbar ist und sich beispielsweise
sowohl zur Abstützung auf Armaturenbrettern, als auch auf Schwellern und Türabschnitten
eignet. Des Weiteren kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement auch unter einem
Fahrzeug positioniert werden oder der Abstützung auf weichem Untergrund, wie etwa
nassen Böden dienen. Auch eine Abstützung auf Bäumen oder ähnlichem ist denkbar. Dadurch
ist es möglich, mit nur einem oder nur wenigen Rettungseinsatz-Lastverteilungselementen
den spezifischen Einsatzerfordernissen besser bzw. rascher gerecht zu werden und des
Weiteren wertvollen Stauraum in Einsatzfahrzeugen einzusparen. Darüber hinaus ist
das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement besonders unkompliziert anwendbar und somit
rasch einsetzbar. Aufgrund seiner guten Formanpassungsfähigkeit kann es an vielfältigen,
gegebenenfalls stark verformten Abstützzonen von verschiedenen, verunfallten Fahrzeugen
einfach und rasch angebracht werden. Durch die hohe Formvariabilität ist auch eine
vergleichsweise hohe Abrutschsicherheit des Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
erzielbar, insbesondere in Zusammenhang mit relativ schmalen, metallischen Stegen
von Fahrzeugkarosserien, beispielsweise im Bereich von deren Einstiegsholmen. Damit
einhergehend können Rettungseinsätze möglichst plangemäß und letztendlich in Summe
schneller und effizienter abgewickelt werden, wodurch sich die Gefährdungsdauer sämtlicher
Einsatzbeteiligter erheblich verringern lässt und ein erhöhter Grad an Sicherheit
gewährleistet werden kann.
[0008] Zudem kann es zweckmäßig sein, dass an der Begrenzungshülle wenigstens ein Handhabungs-
und/oder Fixierungselement ausgebildet ist. Handhabungselemente dienen sowohl zum
erleichterten manuellen Transportieren als auch einfachem Positionieren, während Fixierungselemente
als Fixierungs- bzw. Anschlagpunkte für Bandschlingen, Seile, Ketten und dergleichen
wirken können. In der Verwendung der Handhabungs- und/oder Fixierungselemente als
Anschlagpunkte dienen diese beispielsweise der Erstellung eines Lastdreiecks. Die
Handhabung und/oder die Einsatzpraktikabilität, insbesondere in Bezug auf die Vermeidung
unerwünschter Abrutschtendenzen des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes kann
dadurch also weiter verbessert werden.
[0009] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass das wenigstens eine Handhabungs-
und/oder Fixierungselement als Griff, formflexible Schlaufe bzw. Öse gebildet ist.
Griffe erleichtern insbesondere den manuellen Transport und/oder die Positionierbarkeit.
Formflexible Schlaufen oder Ösen können primär als Fixierungs- bzw. Anschlagpunkte
für Bandschlingen, Seile, Ketten oder dergleichen dienen, um so die gewünschte Position
beim jeweiligen Rettungseinsatz gesichert beibehalten zu können.
[0010] Ferner kann es zweckmäßig sein, dass die Begrenzungshülle flüssigkeitsabweisend oder
flüssigkeitsdicht ausgebildet ist oder eine flüssigkeitsabweisende oder flüssigkeitsdichte
Imprägnierung aufweist. Dadurch kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement auch
während Regenfällen oder im Wasser problemlos eingesetzt werden kann, ohne dadurch
eine erhebliche Funktionsbeeinträchtigung zu erleiden. Zudem kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
diversen Fahrzeugflüssigkeiten, wie beispielsweise Ölen oder Kraftstoffen ausgesetzt
sein, ohne dadurch eine signifikante Erhöhung der Brandgefahr zu verursachen. Zudem
kann durch diese Ausprägung verhindert werden, dass sich die Masse des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
auf nachteilige Weise erhöht bzw. sich dessen Einsatzfähigkeit auf andere Weise nachteilig
verändert.
[0011] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die
Begrenzungshülle zumindest abschnittsweise eine rutschhemmende Oberfläche aufweist,
welche durch eine Beschichtung gebildet ist oder zumindest teilweise aus einem rutschhemmenden
Material, beispielsweise einem elastomeren Kunststoff, besteht. Dadurch kann die Haftreibung
zwischen einem Rettungsgerät, beispielsweise einem Hydraulikzylinder, und der Lastaufnahmefläche
des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes, sowie insbesondere die Haftreibung zwischen
der Lastabtragungsfläche des Rettungseinsatz-Lastverteilungselements und dem darunterliegenden
externen Objekt, beispielsweise einem verunfallten Fahrzeug, verbessert werden. Diese
Ausprägung erhöht somit die Sicherheit und Stabilität des Systems und erleichtert
dessen Handhabung.
[0012] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Begrenzungshülle aus nicht brennbarem
oder flammhemmendem Material besteht oder eine nicht brennbare oder flammhemmende
Beschichtung aufweist. Dadurch kann das Risiko verringert werden, dass es bei Kontakt
mit brennbaren Substanzen und/oder bei Wärmeeinfluss zu einem Brand oder zu Verbrennungsverletzungen
der Einsatzbeteiligten kommt. Diese Ausprägung erhöht insbesondere die Sicherheit
für alle Einsatzbeteiligten und kann außerdem die Lebensdauer des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
verlängern.
[0013] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Begrenzungshülle aus einem formflexiblen
Material mit erhöhter Reißfestigkeit, beispielsweise aus Aramid, Leder, Naturfasern,
Carbonfasern oder einer Kombination daraus gebildet ist, sodass das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
einer Belastung von mehr als 20 kN Stand hält. Dies ist für eine möglichst hohe Querdruck-Formstabilität
des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes von erhöhter Bedeutung, wodurch ein breites
Einsatzspektrum abgedeckt werden kann. Die hohe Robustheit kommt dabei auch einer
möglichst hohen Funktionszuverlässigkeit und Lebensdauer zugute.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das Füllmaterial aus einem granulären
Stoff, beispielsweise aus Sand, Kunststoff, oder einer Mischung aus diesen Komponenten
gebildet ist. Durch den Einsatz eines granulären Füllmaterials kann eine möglichst
hohe Querdruck-Formstabilität des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes erzielt
werden. Darüber hinaus können sich granuläre Füllmaterialen besonders gut an vielfältigste
Oberflächenverläufe bzw. an stark variierende Konturen anpassen und so die Lastverteilung
möglichst gleichmäßig umsetzen. Zudem kann dadurch die Sicherheit vor abrupten, unerwünschten
Abrutschbewegungen gesteigert werden.
[0015] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Füllmaterial aus einem lockeren Gewirk
oder Gefüge aus Fasern, beispielsweise aus Watte, gebildet ist. Diese Ausführungsform
bringt einen großen Gewichtsvorteil mit sich, sodass das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
auch über größere Distanzen schnell und mühelos transportiert werden kann. Dadurch
können die Einsatz- und Gefährdungsdauer für alle Beteiligten reduziert werden.
[0016] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn dass das Füllmaterial aus einer Flüssigkeit,
insbesondere aus Wasser, oder aus einer gelartigen Substanz gebildet ist, da Flüssigkeiten
oder Gels leicht formbar sind. Zudem ist insbesondere Wasser in der Regel bei Rettungseinsätzen
eine leicht verfügbare Ressource, was eine einfache und auch rasche Variabilität des
Füllgrades des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes erleichtert.
[0017] Entsprechend einer praktikablen Maßnahme kann auch vorgesehen sein, dass die Kammer
in mehrere zumindest teilweise voneinander abgetrennte Teilkammern unterteilt ist,
sodass ein Mindestmaß an Verteilung des Füllmaterials gegeben ist. Dadurch kann gewährleistet
werden, dass sich das Füllmaterial ausreichend gleichmäßig zwischen der Lastaufnahmefläche
und der Lastabtragungsfläche verteilt und somit die Lastverteilungsfunktion positiv
beeinflusst wird. Insbesondere kann dadurch in einfacher Art und Weise vermieden werden,
dass sich das Füllmaterial in Bezug auf die Begrenzungshülle einseitig anhäuft. Demnach
wird durch diese Teilkammern ein Mindestmaß an Verteilung des Füllmaterials erreicht,
wodurch das Füllmaterial nicht derart verdrängt werden kann, dass es zu einem direkten
Kontakt zwischen der Lastaufnahmefläche und Lastabtragungsfläche kommt. Insgesamt
wird durch diese Maßnahme die Querdruck-Formstabilität des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
erhöht und die Gebrauchssicherheit verbessert.
[0018] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass mittels der Begrenzungshülle eine in sich
vollständig geschlossene Kammer ausgebildet ist. Dadurch wird eine unkomplizierte
Handhabung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes gewährleistet, nachdem unerwünschter
Austritt des Füllmaterials unterbunden werden kann.
[0019] Ferner kann es zweckmäßig sein, dass ein Anteil des Füllmaterials am maximalen Volumen
der Kammer mehr als 33%, insbesondere mehr als 50% beträgt, vorzugweise in einem Bereich
von mindestens 60% bis einschließlich 98% liegt. Durch einen ausreichend hohen bzw.
ausgewogenen Anteil an Füllmaterial wird zum einen gewährleistet, dass es zu keinem
direkten Kontakt zwischen der Lastaufnahmefläche und der Lastabtragungsfläche kommt
und somit die Querdruck-Formstabilität des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
negativ beeinflusst werden würde. Zum anderen kann dadurch erreicht werden, dass das
Rettungseinsatz-Lastverteilungselement ausreichend formflexibel ist. Darüber hinaus
kann dadurch ein möglichst umfassender Formschluss der Lastabtragungsfläche mit dem
externen Objekt, insbesondere gegenüber einer Fahrzeugkontur, erreicht werden, sodass
die Abrutschgefahr des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes minimiert werden kann.
[0020] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die
Begrenzungshülle luftdicht ausgebildet ist oder eine luftdichte Imprägnierung aufweist
und ein Ventil, vorzugsweise ein Vakuumventil, aufweist, mit welchem eine Strömungsverbindung
zwischen der Begrenzungshülle, insbesondere der äußeren Umgebung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselements,
und der Kammer bedarfsweise herstellbar und unterbindbar ist. Insbesondere kann via
das Vakuumventil eine zumindest teilweise Evakuierung der zumindest einen Kammer im
Rettungseinsatz-Lastverteilungselement vorgenommen werden. Diese Ausprägung ermöglicht
eine zusätzliche Verfestigung bzw. Versteifung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
während des Einsatzes. Dies insbesondere auch dann, wenn das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
bereits durch ein Rettungsgerät belastet wird, sodass eine maximale Stabilität und
zusätzlich verbesserte Lastverteilung bewirkt werden kann. Idealerweise werden derartige
Ventile seitlich am Rettungseinsatz-Lastverteilungselement, insbesondere in dem die
Lastaufnahmefläche und die Lastabtragungsfläche verbindenden Mantelabschnitt der Begrenzungshülle
angebracht. Dadurch können Beschädigungen durch Abstützung und/oder Lasteinbringung
vermieden werden, was sich positiv auf die Produktlebensdauer auswirken kann.
[0021] Gemäß einer Weiterbildung ist es zudem möglich, dass die Begrenzungshülle aus luftdichtem
Material gebildet ist oder die Begrenzungshülle eine luftdichte Imprägnierung aufweist
oder dass die Begrenzungshülle eine Innenhülle aus luftdichtem Material umfasst oder
dass die Begrenzungshülle eine Innenhülle umfasst, welche Innenhülle eine luftdichte
Imprägnierung aufweist, wobei sich die Innenhülle zwischen der Begrenzungshülle und
der Kammer befindet. Luftdichtes Material kann beispielsweise durch Einsatz von thermoplastischem
Polyurethan realisiert werden.
[0022] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Begrenzungshülle und/oder die Innenhülle eine
verschließbare Öffnung aufweist bzw. aufweisen, durch welche die Menge und/oder Art
des Füllmaterials veränderbar oder auswechselbar ist. Dadurch kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
an spezifische Einsatzbedingungen angepasst werden, sowie die Produktlebensdauer erhöht
werden. Für den Fall, dass das Füllmaterial durch Wasser gebildet ist, kann mittels
der verschließbaren Öffnung der Füllgrad der Begrenzungshülle rasch und unkompliziert
an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden. Dies vor allem in Bezug auf
eine Absenkung des Füllgrades ausgehend von einem vergleichsweise hohen Füllgrad.
Durch diese Ausprägung wird zudem eine erleichterte Reinigung, insbesondere bei einsatzbedingter
Verschmutzung, ermöglicht.
[0023] Idealerweise werden derartige Öffnungen seitlich am Rettungseinsatz-Lastverteilungselement,
insbesondere in dem die Lastaufnahmefläche und die Lastabtragungsfläche verbindenden
Mantelabschnitt der Begrenzungshülle angebracht. Dadurch können Beschädigungen durch
Abstützung und/oder Lasteinbringung vermieden werden, was sich positiv auf die Produktlebensdauer
auswirken kann.
[0024] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Kammer zusätzlich zu dem fließfähigen
und/oder formflexiblen Füllmaterial wenigstens ein vergleichsweise formstabiles Druckelement
mit einer vordefinierten Abstützkontur enthält. Dieses Druckelement kann zur Stabilisierung
des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes dienen, indem es die Lastaufnahmefläche
und/oder die Lastabtragungsfläche vordefiniert und/oder unterstützt. In vorteilhafter
Art und Weise kann dadurch auch eine partielle Versteifung bzw. eine vordefinierte
Formgebung oder Maßhaltigkeit einer gewünschten Form erzielt werden. Zudem erhöht
ein vergleichsweise formstabiles Druckelement die Querdruck-Formstabilität des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes.
[0025] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass an der Außenseite der Begrenzungshülle
ein vergleichsweise formstabiles Druckelement mit einer vordefinierten Umriss- oder
Abstützkontur angebracht ist, wobei die Umriss- oder Abstützkontur die Lastaufnahmefläche
aufweist. Diese Umriss- oder Abstützkontur dient durch ihre Formstabilität insbesondere
in vorteilhafter Weise der Abstützung eines Rettungszylinders auf der Lastaufnahmefläche
des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes, während die Abstützung lastabtragungsseitig
durch die formflexible Begrenzungshülle erfolgt. Diese Ausprägung vereint auf praktikable
Weise die technischen Vorteile von flexiblen und formstabilen Abstütz- und Lastverteilungsstrukturen.
Zudem kann dadurch das Risiko von Beschädigungen der Begrenzungshülle auch dann hintan
gehalten werden, wenn ein am Rettungseinsatz-Lastverteilungselement abgestütztes Rettungsgerät
eine relativ kleine Abstützfläche aufweist, wie dies insbesondere bei einem hydraulischen
Rettungszylinder typischerweise gegeben ist. Insbesondere können dadurch Punktbelastungen
gegenüber der Lastaufnahmefläche vermieden werden. Zudem können durch eine beispielsweise
treppenartige, sprossenförmige oder wellenförmige Abstützkontur unerwünschte Abgleitbewegungen
des druckerzeugenden Rettungsgerätes hintan gehalten werden.
[0026] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante, ist das vergleichsweise formstabile Druckelement
aus Hartgummi oder Kunststoff gebildet. Die Form des vergleichsweise formstabilen
Druckelementes kann in bevorzugter Weise an die Form und Größe des Rettungszylinders
angeglichen sein oder in seiner Form und Größe größer als der Rettungszylinder sein.
Dadurch wird ein flächiger Krafteintrag vom Rettungszylinder auf das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
erleichtert.
[0027] Ferner kann es zweckmäßig sein, dass das vergleichsweise formstabile Druckelement
mit der Begrenzungshülle und/oder der Innenhülle positionsfest verbunden ist, sodass
es insbesondere während des Positionierens von Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
und Rettungsgerät zu keinen unerwünschten Verschiebungen des Druckelementes relativ
zur Begrenzungshülle und/oder Innenhülle kommt.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass ein manuell und/oder werkzeuglos betätigbares
Kopplungsmittel zur bedarfsweise lösbaren Verbindung des vergleichsweise formstabilen
Druckelementes mit der Begrenzungshülle und/oder der Innenhülle ausgebildet ist. Dies
ermöglicht einen separaten Einsatz der beiden Komponenten, sodass das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
noch vielfältiger genutzt werden kann. Die lösbare Verbindung kann dabei beispielsweise
über Bänder, Zurrgurte, Klettverschlüsse und/oder Magnete realisiert werden.
[0029] Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Begrenzungshülle zumindest abschnittsweise
ein manuell aktivier- und deaktivierbares Kopplungsmittel, insbesondere einen Klettverschluss,
aufweist und dass mehrere Rettungseinsatz-Lastverteilungselemente mittels dem Kopplungsmittel
bedarfsweise verbindbar bzw. stapelbar sind. Dadurch können Rettungseinsatz-Lastverteilungselemente
beispielsweise auf vorteilhafte Art und Weise gestapelt werden und somit zum einen
als erhöhte Auflagepunkte wirken und zum anderen der Erstellung eines Kräftedreiecks
dienen.
[0030] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0031] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- Ein Anwendungsbeispiel mit zwei Rettungseinsatz-Lastverteilungselementen zur Abstützung
eines Hydraulikzylinders an einem verunfallten Fahrzeug;
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes mit
quader- bzw. kissenförmiger Begrenzungshülle;
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes mit
L-förmiger Begrenzungshülle;
- Fig. 4
- einen Querschnitt eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes entsprechend der
ersten Ausführungsvariante inklusive Detailansicht;
- Fig. 5
- einen Querschnitt eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes gemäß einer dritten
Ausführungsvariante mit Teilkammern;
- Fig. 6
- einen Querschnitt eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes gemäß einer vierten
Ausführungsvariante mit luftdichter Innenhülle;
- Fig. 7
- eine fünfte Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes mit
einem formstabilen Druckelement;
- Fig. 8
- eine sechste Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselement mit
einem formstabilen Druckelement.
[0032] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0033] Die Fig. 1 zeigt ein Anwendungsbeispiel für zwei Rettungseinsatz-Lastverteilungselemente
1 zur Abstützung eines Rettungsgerätes 2, im speziellen Fall eines Hydraulikzylinders
3 auf einem externen Objekt 4, im dargestellten Beispiel auf einem verunfallten Fahrzeug
5. Die beiden dargestellten Rettungseinsatz-Lastverteilungselemente 1 werden dabei
jeweils an den Enden 6 des Hydraulikzylinders 3 positioniert und in weiterer Folge
zwischen Hydraulikzylinder 3 und Fahrzeug 5 eingeklemmt. Dabei ist jeweils die Lastaufnahmefläche
7 dem Hydraulikzylinder 3 zugewandt und die Lastabtragungsfläche 8 dem verunfallten
Fahrzeug 5. Die Lastabtragungsfläche 8 des ersten Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 stützt sich dabei auf einem Türabschnitt 9 des Fahrzeuges 5 ab, während die Lastabtragungsfläche
8 des zweiten Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1 an der A-Säule 10 des Fahrzeuges
5 anliegt. Dabei passt sich die formflexible Begrenzungshülle 11 sowohl an der Lastaufnahmefläche
7 als auch an der Lastabtragungsfläche 8 an die Kontur der Umgebung, im gegenständlichen
Beispiel an den Verlauf des Türabschnittes 9 und der A-Säule 10 an. An beiden Enden
6 des Hydraulikzylinders 3 wird durch dessen Aktivierung eine Last gemäß dem Pfeil
12 auf die Lastaufnahmefläche 7 aufgebracht und dieselbe Last gemäß den Pfeilen 12
über die Lastabtragungsfläche 8 auf das verunfallte Fahrzeug 5 übertragen.
[0034] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 mit annähernd quaderförmiger bzw. kissenförmiger Begrenzungshülle 11 dargestellt.
Zumindest Teilabschnitte der Oberseite des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 dienen als Lastaufnahmefläche 7, während zumindest Teilabschnitte der Unterseite
die Funktion einer Lastabtragungsfläche 8 übernehmen. Wie auch im Anwendungsbeispiel
in Fig. 1 dargestellt, wird eine Last gemäß dem Pfeil 12 auf die Lastaufnahmefläche
7 aufgebracht und dieselbe Last gemäß den Pfeilen 12 über die Lastabtragungsfläche
8 abgegeben.
[0035] Seitlich am Rettungseinsatz-Lastverteilungselement 1 ist ein Handhabungs- und/oder
Fixierungselement 13 in der Ausprägung eines Griffes 14 1. Idealerweise ist der Griff
14 ergonomisch geformt, sodass ein komfortables Tragen und auch Positionieren des
Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1 ermöglicht wird. Nach Bedarf kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
1 auch eine Vielzahl von verteilt angeordneten Griffen 14 aufweisen. Ein solcher Griff
14 kann - wie schematisch angedeutet - formstabil ausgeführt sein, um so ein müheloses
Ergreifen zu ermöglichen. Alternativ oder in Kombination dazu, kann zumindest ein
Handhabungs- und/oder Fixierungselement 13 vorgesehen sein, welches formflexibel ausgeführt
ist, wie dies Nachstehend erörtert wird.
[0036] Fig. 2 offenbart zudem eine Ausführungsvariante des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 mit luftdicht ausgebildeter Begrenzungshülle 11. Mit einem Ventil 15, im dargestellten
Fall in der Ausprägung eines Vakuumventils 16, welches praktikabler Weise seitlich
an der Begrenzungshülle 11 angebracht ist, ist es möglich, eine Strömungsverbindung
zwischen Umgebung und der Kammer 20 bzw. einer nicht dargestellten Vakuumpumpe und
der Kammer 20 bedarfsweise herzustellen bzw. zu unterbinden. Diese Funktion ermöglicht
somit eine zusätzliche Versteifung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1
im Falle einer zumindest teilweisen Evakuierung der Kammer 20.
[0037] In der Fig. 3 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige zweite Ausführungsform
des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1 mit L-förmiger Begrenzungshülle 11
gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie
in den vorangegangenen Fig. 1 und Fig. 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1
und Fig. 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0038] Ergänzend zu Fig. 2 wird in der Fig. 3 gezeigt, dass weder die Lastaufnahmefläche
7, noch die Lastabtragungsfläche 8 als kontinuierliche Fläche ausgeführt sein muss
und insbesondere auch durch Kanten 17 und dergleichen, abgegrenzt sein kann. Im konkreten
Ausführungsbeispiel weist das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement 1 je zwei Lastaufnahmeflächen
7 und zwei Lastabtragungsflächen 8 auf. Die Last gemäß dem Pfeil 12 kann dabei auf
nur eine Lastaufnahmefläche 7 oder auf mehrere Lastaufnahmeflächen 7 aufgebracht werden
und von nur einer Lastabtragungsfläche 8 oder mehreren Lastabtragungsflächen 8 abgegeben
werden. Welche bzw. wie viele der Lastaufnahmeflächen 7 und/oder Lastabtragungsflächen
8 in welcher Intensität einer Last ausgesetzt werden, kann von Einsatzfall zu Einsatzfall
unterschiedlich sein.
[0039] Die Fig. 3 offenbart als weitere Ausführungsvarianten von Handhabungs- und/oder Fixierungselementen
13 jeweils eine Schlaufe 18 und eine Öse 19, seitlich angebracht am Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
1. Nach Bedarf und Praktikabilität kann das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
1 auch eine Vielzahl an Schlaufen 18 und/oder Ösen 19 aufweisen. Diese können einerseits
zum Anbringen von Zugmitteln zur Positionssicherung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselement
1 vorgesehen sein und andererseits zum Tragen und Positionieren des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 dienen.
[0040] Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Formen der Begrenzungshüllen aus
Fig. 2 und Fig. 3 beispielhaft für mögliche Ausführungsvarianten zu verstehen sind
und vielmehr eine Vielzahl anderer und gleichermaßen vorteilhafter Ausführungsformen
denkbar ist. Beispielsweise kann eine weitere vorteilhafte Ausführungsvariante derart
geformt sein, dass das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement spitz zulaufend oder
keilförmig bzw. pyramidenartig ausgebildet ist, sodass auch eine Abstützung in verwinkelten
bzw. engen Positionen, wie etwa Ecken, möglich ist.
[0041] Die Fig. 4 offenbart einen Querschnitt eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 inklusive Detailansicht entsprechend der ersten Ausführungsvariante aus Fig. 2.
Eine Lastaufnahmefläche 7 liegt dabei einer Lastabtragungsfläche 8 gegenüber. Wie
auch im Anwendungsbeispiel in Fig. 1 dargestellt, wird eine Last gemäß dem Pfeil 12
auf die Lastaufnahmefläche 7 aufgebracht und dieselbe Last gemäß den Pfeilen 12 über
die Lastabtragungsfläche 8 abgegeben.
[0042] Mittels der Begrenzungshülle 11 wird im dargestellten Querschnitt eine vollständige
geschlossene Kammer 20 gebildet, in welcher das Füllmaterial 21 aufgenommen ist. Die
Kammer 20 enthält zudem ein formstabiles Druckelement 22 mit einer Abstützkontur 23,
welches durch seine starre Ausführung eine stabilere Abstützung eines Rettungsgerätes
2 ermöglicht.
[0043] Fig. 4 offenbart zudem eine Ausführungsvariante des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 mit luftdicht ausgebildeter Begrenzungshülle 11. Mit dem Ventil 15, im dargestellten
Fall in der Ausprägung eines Vakuumventils 16, welches idealerweise an einer der Seitenflächen
der Begrenzungshülle 11 angebracht ist, ist es möglich, eine Strömungsverbindung zwischen
Umgebung und der Kammer 20 bzw. einer nicht dargestellten Vakuumpumpe und der Kammer
20 bedarfsweise herzustellen bzw. zu unterbinden. Diese Funktion ermöglicht somit
eine zusätzliche Versteifung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1.
[0044] Eine verschließbare Öffnung 24, welche im Idealfall seitlich in der Begrenzungshülle
11 angebracht ist, ermöglicht ein Wechseln und/oder Anpassen der Menge bzw. Art des
Füllmaterials 21. Die Art des Füllmaterials 21 kann durch verschiedene Härten und/oder
Korngrößen und/oder Viskositäten definiert sein.
[0045] Ein seitliches Anbringen von Ventilen 15 und Öffnungen 24 an der Begrenzungshülle
11 bringt in Einsatzsituationen den Vorteil, dass Beschädigungen durch Abstützungen
und/oder Lasteinbringung hintan gehalten werden können.
[0046] Der in Fig. 4 dargestellte Detailausschnitt zeigt des Weiteren einen möglichen Schichtaufbau
der Begrenzungshülle 11. Von innen nach außen betrachtet, ist die Begrenzungshülle
11 mit einer luft- und/oder flüssigkeitsdichten Imprägnierung 25 versehen, sowie darüber
mit einer nicht brennbaren Beschichtung 26 ausgestattet. Auf dieser nicht brennbaren
Beschichtung 26 kann zusätzlich eine rutschhemmende Oberfläche 27 ausgebildet sein,
welche in der speziellen Ausprägung als Noppenstruktur aus elastomerem Kunststoff
dargestellt ist. Die rutschhemmende Oberfläche 27 erstreckt sich im beschriebenen
Ausführungsbeispiel über die Lastabtragungsfläche 8. Eine alternative Ausführungsvariante
mit einer vollständiger Bedeckung der Begrenzungshülle 11 mit einer rutschhemmenden
Oberfläche 27 oder auch der Bedeckung von einem Abschnitt oder mehreren Abschnitten
ist denkbar.
[0047] In der Fig. 5 ist ein Querschnitt einer weiteren und gegebenenfalls für sich eigenständigen
dritten Ausführungsform des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes 1 mit Teilkammern
28 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen
wie in den vorangegangenen Figuren verwendet werden. Auch hier wird, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren hingewiesen
bzw. Bezug genommen.
[0048] Die Begrenzungshülle 11 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel in fünf gleich große
Teilkammern 28 unterteilt, wobei die Teilkammern 28 untereinander nicht vollständig
voneinander abgetrennt sind: Vielmehr kann sich das Füllmaterial 21 auf eingeschränkte
Art und Weise, d.h. über Durchbrüche 29, zwischen den Teilkammern 28, bewegen und/oder
verteilen.
[0049] Art und Größe der Teilkammern 28 sind in der Fig. 5 beispielhaft zu verstehen und
können auch andersartig ausgeführt sein. Es ist beispielsweise nicht zwingend notwendig,
dass alle Teilkammern 28 gleich groß und in gleicher Ausprägung ausgeführt sind. Vielmehr
ist es denkbar, dass zumindest einzelne der Teilkammern 28 ohne Durchbrüche 29 aufgeführt
sind und somit einen unveränderbaren Anteil an Füllmaterial 21 aufweisen.
[0050] Fig. 6 offenbart einen weiteren Querschnitt eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 gemäß einer denkbaren vierten Ausführungsvariante, wobei wiederum für gleiche Teile
gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren
verwendet werden. Auch hier wird, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, auf die
detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Abweichend zur Fig. 4 wird die Luftdichtheit in Fig. 6 nicht mittels einer luftdichten
Begrenzungshülle 11, sondern mit einer luftdichten Innenhülle 30 realisiert. Sowohl
das Vakuumventil 16, als auch die verschließbare Öffnung 24 können im gegenständlichen
Beispiel eine Verbindung zwischen Umgebung und Kammer 20 bzw. zwischen einer nicht
dargestellten Vakuumpumpe und der Kammer 20 herstellen, indem sie durch die Begrenzungshülle
11 und die Innenhülle 30 geführt sind.
[0051] Die Fig. 7 offenbart eine fünfte Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 mit einem formstabilen Druckelement 22, welches an der Lastaufnahmefläche 7 der
Begrenzungshülle 11 mittels manuell bzw. werkzeuglos lösbarer Kopplungsmittel 31,
im dargestellten Fall mittels Riemen 32, befestigt bzw. befestigbar ist. Die Riemen
32 dienen im dargestellten Ausführungsbeispiel primär der Fixierung des Druckelements
22 gegenüber der Begrenzungshülle 11, sodass eine Positionierung des Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 erleichtert wird. Die Abstützkontur 23 des formstabilen Druckelements 22 bietet
dabei eine optimale Form bzw. Lastaufnahmefläche 7 für die Abstützung eines Hydraulikzylinders
3. Die Abstützkontur 23 kann beispielsweise sprossenartig, wellenförmig, oder rasterartig
ausgeführt sein. Die Begrenzungshülle 11 kann sich bei einer konturiert ausgeführten
Unterseite des Druckelements 22 ideal an das formstabile Druckelement 22 anpassen.
Die einfache Lösbarkeit der Riemen 32 ermöglicht dabei einen separaten Einsatz, sodass
das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement 1 auch ohne dem formstabilen Druckelement
22 verwendet werden kann.
[0052] Fig. 8 zeigt eine sechste Ausführungsvariante eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes
1 mit wenigstens einem vergleichsweise formstabilen Druckelement 22, wobei das wenigstens
eine formstabile Druckelement aus einer Hartgummiplatte gebildet ist und mittels eines
Klettverschlusses 33 mit dem Rettungseinsatz-Lastverteilungselement 1 lösbar verbunden
ist. Die Form des vergleichsweise formstabilen Druckelementes 22 ist hinsichtlich
Umrisskontur und Größe den Abstützflächen des Hydraulikzylinders 3 nachempfunden.
Das wenigstens eine im Vergleich zur Begrenzungshülle 11 relativ formstabile Druckelement
22 kann aber auch permanent mit der Begrenzungshülle 11 verbunden sein, insbesondere
angeklebt und/oder angenäht sein.
[0053] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum
technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen
Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0054] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0055] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0056] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0057]
| 1 |
Rettungseinsatz-Lastverteilungs- |
27 |
rutschhemmende Oberfläche |
| |
element |
28 |
Teilkammer |
| 2 |
Rettungsgerät |
29 |
Durchbruch |
| 3 |
Hydraulikzylinder |
30 |
Innenhülle |
| 4 |
externes Objekt |
31 |
Kopplungsmittel |
| 5 |
Fahrzeug |
32 |
Riemen |
| 6 |
Ende |
33 |
Klettverschluss |
| 7 |
Lastaufnahmefläche |
|
|
| 8 |
Lastabtragungsfläche |
|
|
| 9 |
Türabschnitt |
|
|
| 10 |
A-Säule |
|
|
| 11 |
Begrenzungshülle |
|
|
| 12 |
Last gemäß Pfeil |
|
|
| 13 |
Handhabungs- und/oder Fixierungselement |
|
|
| |
|
| 14 |
Griff |
|
|
| 15 |
Ventil |
|
|
| 16 |
Vakuumventil |
|
|
| 17 |
Kante |
|
|
| 18 |
Schlaufe |
|
|
| 19 |
Öse |
|
|
| 20 |
Kammer |
|
|
| 21 |
Füllmaterial |
|
|
| 22 |
formstabiles Druckelement |
|
|
| 23 |
Umriss- oder Abstützkontur |
|
|
| 24 |
verschließbare Öffnung |
|
|
| 25 |
luft- und/oder flüssigkeitsdichte Imprägnierung |
|
|
| |
|
| 26 |
nicht brennbare oder flammhemmende Beschichtung |
|
|
| |
|
1. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) zur Abstützung von druckerzeugenden
Rettungsgeräten (2) auf einem verunfallten Fahrzeug (5), wobei das Lastverteilungselement
wenigstens eine Lastaufnahmefläche (7) für die Einleitung einer Stützlast eines Rettungsgerätes
(2) und
wenigstens eine Lastabtragungsfläche (8) zur Übertragung der Stützlast auf ein externes
Objekt (4) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest die Lastabtragungsfläche (8) durch einen Teilabschnitt einer formveränderlichen
Begrenzungshülle (11) gebildet ist, und dass
die Begrenzungshülle (11) wenigstens eine Kammer (20) zumindest abschnittsweise umgrenzt,
welche Kammer (20) zumindest teilweise mit einem fließfähigen oder formflexiblen Füllmaterial
(21) gefüllt ist.
2. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Begrenzungshülle (11) wenigstens ein Handhabungs- und/oder Fixierungselement
(13) ausgebildet ist.
3. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Handhabungs- und/oder Fixierungselement (13) durch wenigstens einen Griff (14),
durch wenigstens eine formflexible Schlaufe (18) und/oder durch wenigstens eine Öse
(19) gebildet ist.
4. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Begrenzungshülle (11) flüssigkeitsabweisend oder flüssigkeitsdicht
ausgebildet ist oder eine flüssigkeitsabweisende oder flüssigkeitsdichte Imprägnierung
(25) aufweist.
5. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Begrenzungshülle (11) zumindest abschnittsweise eine rutschhemmende
Oberfläche (27) aufweist, welche durch eine Beschichtung gebildet ist oder zumindest
teilweise aus einem rutschhemmenden Material, beispielsweise einem elastomeren Kunststoff,
besteht.
6. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Begrenzungshülle (11) aus nicht brennbarem oder flammhemmendem
Material besteht oder eine nicht brennbare oder flammhemmende Beschichtung (26) aufweist.
7. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungshülle (11) aus einem formflexiblen Material mit erhöhter Reißfestigkeit,
beispielsweise aus Aramid, Leder, Naturfasern, Carbonfasern oder einer Kombination
daraus gebildet ist, sodass das Rettungseinsatz-Lastverteilungselement (1) einer Belastung
von mehr als 20 kN Stand hält.
8. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (21) aus einem granulären Stoff, beispielsweise aus Sand, Kunststoff,
oder einer Mischung aus diesen Komponenten gebildet ist.
9. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (21) aus einem lockeren Gewirk oder Gefüge aus Fasern, beispielsweise
Watte, gebildet ist.
10. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (21) aus einer Flüssigkeit, insbesondere aus Wasser, oder aus einer
gelartigen Substanz gebildet ist.
11. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (20) in mehrere zumindest teilweise voneinander abgetrennte Teilkammern
(28) unterteilt ist, sodass ein Mindestmaß an Verteilung des Füllmaterials (21) gegeben
ist.
12. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Begrenzungshülle (11) eine in sich vollständig geschlossene Kammer (20)
ausgebildet ist.
13. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anteil des Füllmaterials (21) am maximalen Volumen der Kammer (20) mehr als 33%,
insbesondere mehr als 50% beträgt, vorzugweise in einem Bereich von mindestens 60%
bis einschließlich 98% liegt.
14. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungshülle (11) luftdicht ausgebildet ist oder eine luftdichte Imprägnierung
(25) aufweist und ein Ventil (15), vorzugsweise ein Vakuumventil (16), aufweist, mit
welchem eine Strömungsverbindung zwischen der Begrenzungshülle (11) und der Kammer
(20) bedarfsweise herstellbar und unterbindbar ist.
15. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungshülle (11) aus luftdichtem Material gebildet ist oder die Begrenzungshülle
(11) eine luftdichte Imprägnierung (25) aufweist, oder dass die Begrenzungshülle (11)
eine Innenhülle (30) aus luftdichtem Material umfasst, oder dass die Begrenzungshülle
(11) eine Innenhülle (30) umfasst, welche Innenhülle (30) eine luftdichte Imprägnierung
(25) aufweist, wobei sich die Innenhülle (30) zwischen der Begrenzungshülle (11) und
der Kammer (20) befindet.
16. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungshülle (11) und/oder die Innenhülle (30) eine verschließbare Öffnung
(24) aufweist, durch welche die Menge und/oder Art des Füllmaterials (21) veränderbar
oder auswechselbar ist.
17. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (20) zusätzlich zu dem fließfähigen und/oder formflexiblen Füllmaterial
(21) wenigstens ein vergleichsweise formstabiles Druckelement (22) mit einer vordefinierten
Abstützkontur (23) enthält.
18. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Begrenzungshülle (11) ein vergleichsweise formstabiles Druckelement
(22) mit einer vordefinierten Umriss- oder Abstützkontur (23) angebracht ist, wobei
die Umriss- oder Abstützkontur (23) die Lastaufnahmefläche (7) aufweist.
19. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das vergleichsweise formstabile Druckelement (22) mit der Begrenzungshülle (11) und/oder
der Innenhülle (30) positionsfest verbunden ist.
20. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein manuell und/oder werkzeuglos betätigbares Kopplungsmittel (31) zur bedarfsweise
lösbaren Verbindung des vergleichsweise formstabilen Druckelementes (22) mit der Begrenzungshülle
(11) und/oder der Innenhülle (30) ausgebildet ist.
21. Verwendung eines Rettungseinsatz-Lastverteilungselementes (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungshülle (11) zumindest abschnittsweise ein manuell aktivier- und deaktivierbares
Kopplungsmittel (31), insbesondere einen Klettverschluss (30), aufweist und dass mehrere
Rettungseinsatz-Lastverteilungselemente (1) mittels dem Kopplungsmittel (31) bedarfsweise
verbindbar bzw. stapelbar sind.
1. A use of a rescue operation load distribution element (1) for supporting pressure-generating
rescue devices (2) on a vehicle (5) involved in an accident, wherein the load distribution
element comprises at least one load receiving surface (7) for the introduction of
a support load of a rescue device (2) and
at least one load transfer surface (8) for transferring the support load to an external
object (4),
characterized in that
at least the load transfer surface (8) is formed by a partial section of a deformable
boundary envelope (11), and that
the boundary envelope (11) delimits at least one chamber (20) at least in some sections,
which chamber (20) is at least partially filled with a flowable or shape-flexible
filling material (21).
2. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to claim 1,
characterized in that at least one handling and/or fixing element (13) is formed on the boundary envelope
(11).
3. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to claim 1,
characterized in that the handling and/or fixing element (13) is formed by at least one handle (14), by
at least one form-flexible loop (18) and/or by at least one eyelet (19).
4. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, wherein the boundary envelope (11) is configured to be liquid-repellent
or liquid-tight or has a liquid-repellent or liquid-tight impregnation (25).
5. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, wherein the boundary envelope (11), at least in some sections, has
a slip-resistant surface (27) which is formed by a coating or consists at least partially
of a slip-resistant material, for example an elastomeric plastic material.
6. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, wherein the boundary envelope (11) consists of non-flammable or
flame-retardant material or has a non-flammable or flame-retardant coating (26).
7. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the boundary envelope (11) is formed from a form-flexible material with increased
tensile strength, for example from aramid, leather, natural fibers, carbon fibers
or a combination thereof, so that the rescue operation load distribution element (1)
can withstand a load of more than 20 kN.
8. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the filling material (21) is formed from a granular material, for example sand, plastic
material, or a mixture of these components.
9. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of claims
1 to 7, characterized in that the filling material (21) is formed from a loose knitted fabric or structure of fibers,
for example cotton.
10. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of claims
1 to 7, characterized in that the filling material (21) is formed from a liquid, in particular from water, or from
a gel-like substance.
11. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the chamber (20) is subdivided into a plurality of subchambers (28) which are at
least partially separated from one another, so that a minimum degree of distribution
of the filling material (21) is provided.
12. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that a completely closed chamber (20) is formed by means of the boundary envelope (11).
13. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that a proportion of the filling material (21) in the maximum volume of the chamber (20)
is more than 33%, in particular more than 50%, preferably in a range from at least
60% up to and including 98%.
14. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the boundary envelope (11) is configured to be airtight or has an airtight impregnation
(25) and has a valve (15), preferably a vacuum valve (16), with which a flow connection
between the boundary envelope (11) and the chamber (20) can be established and stopped
as required.
15. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the boundary envelope (11) is formed from airtight material or the boundary envelope
(11) has an airtight impregnation (25), or that the boundary envelope (11) comprises
an inner envelope (30) of airtight material, or that the boundary envelope (11) comprises
an inner envelope (30), which inner envelope (30) has an airtight impregnation (25),
wherein the inner envelope (30) is located between the boundary envelope (11) and
the chamber (20).
16. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the boundary envelope (11) and/or the inner envelope (30) has a closable opening
(24) through which the amount and/or type of filling material (21) can be changed
or exchanged.
17. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the chamber (20) contains, in addition to the flowable and/or form-flexible filling
material (21), at least one comparatively dimensionally stable pressure element (22)
with a predefined support contour (23).
18. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that a comparatively dimensionally stable pressure element (22) with a predefined outline
or support contour (23) is attached to the outside of the boundary envelope (11),
wherein the outline or support contour (23) comprises the load receiving surface (7).
19. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the comparatively dimensionally stable pressure element (22) is connected to the
boundary envelope (11) and/or the inner envelope (30) in a positionally fixed manner.
20. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to claim 19,
characterized in that a coupling means (31), which can be actuated manually and/or without tools, is formed
for the optionally releasable connection of the comparatively dimensionally stable
pressure element (22) to the boundary envelope (11) and/or the inner envelope (30).
21. The use of a rescue operation load distribution element (1) according to one of the
preceding claims, characterized in that the boundary envelope (11), at least in some sections, has a manually activatable
and deactivatable coupling means (31), in particular a hook-and-loop fastener (30),
and that a plurality of rescue operation load distribution elements (1) can be connected
and/or stacked as required by means of the coupling means (31).
1. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
pour l'appui d'appareils de sauvetage (2) produisant une pression sur un véhicule
accidenté (5), dans laquelle l'élément de répartition de charge comprend au moins
une surface de support de charge (7) pour l'application d'une charge d'appui d'un
appareil de sauvetage (2) et au moins une surface de transfert de charge (8) pour
le transfert de la charge d'appui vers un objet externe (4),
caractérisée en ce que
au moins la surface de transfert de charge (8) est constituée d'une partie d'une coque
de limitation à forme variable (11) et en ce que
la coque de limitation (11) délimite au moins une chambre (20), au moins à certains
endroits, cette chambre (20) étant remplie au moins partiellement avec un matériau
de remplissage (21) fluide ou de forme flexible.
2. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon la revendication 1, caractérisé en ce que, sur la coque de limitation (11), est prévu au moins un élément de manutention et/ou
de fixation (13).
3. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de manutention et/ou de fixation (13) est constitué d'au moins une poignée
(14), d'au moins une boucle de forme flexible (18) et/ou d'au moins un oeillet (19).
4. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la coque de limitation (11)
est conçue de manière hydrofuge ou étanche aux liquides ou présente une imprégnation
hydrofuge ou étanche aux liquides (25).
5. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la coque de limitation (11)
présente, au moins à certains endroits, une surface antidérapante (27) qui est constitué
d'un revêtement ou est constitué d'au moins partiellement d'un matériau antidérapant,
par exemple d'un matériau élastomère.
6. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la coque de limitation (11)
est constituée d'un matériau non combustible ou ignifuge ou présente un revêtement
non combustible ou ignifuge (26).
7. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la coque de limitation (11)
est constituée d'un matériau à forme flexible avec une résistance à la déchirure augmentée,
par exemple d'aramide, de cuir, de fibres naturelles, de fibres de carbone ou d'une
combinaison de celles-ci, de sorte que l'élément de répartition de charge pour intervention
de sauvetage (1) résiste à une charge supérieure à 20 kN.
8. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le matériau de remplissage
(21) est constitué d'une matière granulaire, par exemple de sable, de matière plastique
ou d'un mélange de ces composants.
9. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le matériau de remplissage (21) est constitué d'un tissu plus lâche ou d'une structure
constituée de fibres, par exemple de la ouate.
10. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le matériau de remplissage (21) est constitué d'un liquide, plus particulièrement
d'eau ou d'une substance de type gel.
11. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la chambre (20) est divisée en plusieurs chambres partielles (28) au moins partiellement
séparées entre elles, de sorte qu'un degré minimal de répartition du matériau de remplissage
(21) est obtenu.
12. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coque de limitation (11) permet de former une chambre (20) entièrement fermée
sur elle-même.
13. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une part du matériau de remplissage (21) représente, par rapport au volume maximal
de la chambre (20), plus de 33 %, plus particulièrement plus de 50 %, de préférence
dans un intervalle entre au moins 60 % et 98 % inclus.
14. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coque de limitation (11) est conçue de manière étanche à l'air ou présente une
imprégnation étanche à l'air (25) et comprend une soupape (15), de préférence une
soupape à vide (16), avec laquelle une liaison d'écoulement peut être établie ou bloquée,
selon les besoins, entre la coque de limitation (11) et la chambre (20).
15. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coque de limitation (11) est constituée d'un matériau étanche à l'air ou la coque
de limitation (11) présente une imprégnation étanche à l'air (25), ou en ce que la coque de limitation (11) comprend une coque interne (30), cette coque interne
(30) présentant une imprégnation étanche à l'air (25), dans laquelle la coque interne
(30) se trouve entre la coque de limitation (11) et la chambre (20).
16. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coque de limitation (11) et/ou la coque interne (30) présente une ouverture obturable
(24) grâce à laquelle la quantité et/ou le type de matériau de remplissage (21) peut
être modifié et/ou changé.
17. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la chambre (20) contient, en plus du matériau de remplissage (21) fluide et/ou de
forme flexible, au moins un élément de pression (22) de forme relativement stable
avec un contour d'appui (23) prédéfini.
18. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, sur la face externe de la coque de limitation (11), est monté un élément de pression
(22) de forme relativement stable avec un contour d'enveloppe ou d'appui (23) prédéfini,
dans lequel le contour d'enveloppe ou d'appui (23) comprend la surface d'absorption
de charge (7).
19. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de pression (22) de forme relativement stable est relié de manière fixe
avec la coque de limitation (11) et/ou la coque interne (30).
20. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon la revendication 19, caractérisée en ce qu'un moyen de couplage actionnable manuellement et/ou sans outil (31) est conçu pour
la liaison amovible, selon les besoins, de l'élément de pression (22) de forme relativement
stable avec la coque de limitation (11) et/ou la coque interne (30).
21. Utilisation d'un élément de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1)
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coque de limitation (11) comprend, au moins à certains endroits, un moyen de couplage
activable et désactivable manuellement (31), plus particulièrement une fermeture velcro
(30) et en ce que plusieurs éléments de répartition de charge pour intervention de sauvetage (1) peuvent
être reliés ou empilés, selon les besoins, à l'aide du moyen de couplage (31).
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