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(11) |
EP 3 789 108 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2022 Patentblatt 2022/38 |
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Anmeldetag: 31.08.2020 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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INDUSTRIELLE MISCHMASCHINE
INDUSTRIAL MIXING MACHINE
MACHINE À MÉLANGER INDUSTRIELLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.09.2019 DE 202019104870 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.2021 Patentblatt 2021/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Dr. HERFELD GmbH & Co. KG |
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58809 Neuenrade (DE) |
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Erfinder: |
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- Rüberg, Wolfgang
58708 Menden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Haverkamp Patentanwälte PartG mbB |
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Gartenstraße 61 58636 Iserlohn 58636 Iserlohn (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U1-202016 107 397
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FR-A- 1 361 011
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine industrielle Mischmaschine, umfassend einen Mischkopf,
ein Gestell sowie zumindest ein Anschlussmittel zum Anschließen eines ein Mischgut
enthaltenden, anschlussseitig offenen Mischcontainers an den Mischkopf zum Zwecke
der Ausbildung eines geschlossenen Mischbehälters, welcher Mischkopf Teil einer gegenüber
dem Gestell schwenkbaren Baugruppe dergestalt gelagert ist, so dass der aus Mischkopf
und Mischcontainer gebildete geschlossene Mischbehälter zum Durchführen des Mischprozesses
gegenüber dem Gestell verschwenkbar ist, und welcher Mischkopf wenigstens ein auf
einer den Boden des Mischkopfes durchgreifenden Antriebswelle sitzendes und durch
diese rotatorisch angetriebenes Mischwerkzeug mit mehreren Radialflügeln aufweist,
welche Radialflügel eine Querschnittsgeometrie aufweisen, gemäß der ausgehend von
ihrer maximalen Dicke die Flügeldicke in Rotationsrichtung zum hinteren Flügelende
hin abnimmt.
[0002] Bei industriellen Mischern werden Mischwerkzeuge eingesetzt, die zum Mischen insbesondere
von Schüttgut, typischerweise pulverförmigem Schüttgut, wie dieses etwa zum Erstellen
von Kunststoffgranulatgemischen oder auch in der Farbindustrie benötigt wird. Mischmaschinen
für diese Zwecke verfügen über einen gegenüber einem Gestell schwenkbaren Mischkopf,
der gleichzeitig zum Verschließen eines das Mischgut enthaltenden Mischcontainers
dient, der zum Zwecke des Mischens eines darin befindlichen Mischgutes an den Mischkopf
angeschlossen wird. Nach Anschließen des Behältnisses an den Mischkopf ist aus dem
Mischkopf und dem das Mischgut enthaltenen Mischcontainer ein geschlossener Mischbehälter
gebildet. Zum Zwecke des Anschließens des Behältnisses an den Mischkopf verfügt der
Mischkopf über Anschlussmittel. Hierbei handelt es sich unter anderem um einen in
radialer Richtung nach außen abragenden umlaufenden Anschlussflansch, an den der komplementäre
Anschlussflansch des Mischcontainers zur Anlage gebracht wird. Hierzu werden beispielsweise
Spindelhübe eingesetzt, mit denen der Mischcontainer mit seinem Anschlussflansch gegen
den Anschlussflansch des Mischkopfes unter Zwischenschaltung einer Dichtung gepresst
wird. Aufgrund des Umstandes, dass bei diesen Mischmaschinen ein das Mischgut enthaltender
Mischcontainer an den Mischkopf angeschlossen wird, werden diese Mischer auch als
Containermischer angesprochen. Der Mischkopf selbst verfügt über eine konkav gekrümmte
Bodenseite, die in eine umlaufende zylindrische Wand übergeht, die konzentrisch zur
Zentrumsachse des Mischkopfes verläuft und an ihrem freien Ende den Anschlussflansch
trägt. Der Mischkopf trägt zumindest ein Mischwerkzeug, dessen Antriebswelle durch
den Boden des Mischkopfes hindurchgeführt ist.
[0003] Der Mischkopf selbst ist schwenkbar gegenüber dem Maschinengestell der Mischmaschine
angeordnet, damit das Mischen in Bezug auf den Mischkopf in einer Überkopfstellung,
bei der der Mischkopf zuunterst und der daran angeschlossene Mischcontainer zuoberst
angeordnet sind. Diese Überkopfstellung ist erforderlich, damit das in dem Mischcontainer
enthaltene Mischgut in Kontakt mit dem zumindest einen von dem Mischkopf getragenen
Mischwerkzeug kommt. Das rotatorisch angetriebene Mischwerkzeug dient zum Erzeugen
eines Mischgutstromes innerhalb des geschlossenen Mischraumes. Ein solcher industrieller
Mischer ist beispielsweise aus
EP 0 225 495 A2 bekannt.
[0004] FR 1 361 011 A offenbart eine Vorrichtung zum Agglomerieren von pulverförmigen thermoplastischen
Kunststoffen. Diese Vorrichtung verfügt über einen durch einen Deckel verschließbaren
Mischbehälter. In diesem ist drehbar eine Antriebswelle gelagert. Diese trägt mehrere,
in Längsrichtung der Antriebswelle übereinander angeordnete Propeller. Diese Propeller
dienen zum Erzeugen von intensiven Verwirbelungen. Ziel ist, Gegenströmungen durch
solche Wirbelfelder zu verursachen, um die Vermischung zu verbessern. Auf den Oberflächen
der Propeller sollen selbst nur schwache Wirbel ausgebildet werden. Das Maß der Verwirbelung
in dem Mischgut kann durch eine Anstellung des Winkels der Propeller erfolgen. Die
entgegengerichteten Mischgutströme werden durch entsprechend gegensinniges Anstellen
der Propeller erzeugt.
[0005] Ein Mischwerkzeug, wie dieses vorstehend beschrieben ist, ist aus
DE 20 2016 107 397 U1 bekannt. Die Radialflügel des aus diesem Dokument bekannten Mischwerkzeuges weisen
eine Querschnittsgeometrie auf, die der Querschnittsgeometrie der Tragfläche eines
Flugzeuges entspricht. Die Querschnittsgeometrie der Radialflügel ist tragflächenförmig
geformt und weist eine konvex geformte Oberseite mit im Wesentlichen in Rotationsrichtung
nach hinten abnehmender Krümmung und eine Unterseite auf, die von einem konvex gekrümmten,
in Rotationsrichtung vorderen Abschnitt stetig in einen konkav gekrümmten hinteren
Abschnitt übergeht. Die in Rotationsrichtung weisende Vorderseite ist konvex gekrümmt.
Mit diesem Mischwerkzeug soll eine qualitativ gute Durchmischung bei geringem Temperatureintrag
und geringer Leistungsabnahme möglich sein. Zudem sollen Wand- und Bodenablagerungen
reduziert sein. An ihren radial äußeren Enden können die Radialflügel Außenflügel
tragen, die eine keilförmige Querschnittsgeometrie aufweisen, wobei die Dicke der
Außenflügel entgegen der Rotationsrichtung abnimmt. Die tragflächenförmige Querschnittsgeometrie
der Radialflügel soll für die gute Durchmischung bei relativ niedriger Laufgeschwindigkeit
verantwortlich sein. Aufgrund der besonderen Querschnittsgeometrie der Radialflügel
ist die Herstellung derselben relativ aufwendig, was die Kosten eines solchen Flügelmischwerkzeuges
in die Höhe treibt.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Mischmaschine mit einem Mischwerkzeug, welches mehrere Radialflügel der vorbeschriebenen
Art aufweist dergestalt weiterzubilden, dass nicht nur bei geringer Laufleistung eine
gute Durchmischbarkeit gegeben ist und Boden- bzw. Wandanbackungen im Mischkopf bzw.
an den Wänden des Mischcontainers reduziert sind, sondern deren Mischwerkzeug sich
auch kostengünstiger herstellen lässt. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, wenn
mit dem Mischwerkzeug das Mischergebnis zudem noch verbessert werden könnte, um auf
diese Weise die erforderliche Mischzeit reduzieren zu können.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine eingangs genannte, gattungsgemäße
Mischmaschine, bei der die Flügeloberseite der Radialflügel gleichsinnig zu der Flügelunterseite
geneigt ist, dass in dem Abschnitt abnehmender Flügeldicke die Flügelunterseite in
Rotationsrichtung zur Horizontalen stärker angestellt ist als die Flügeloberseite
und bei dem eine den hinteren Abschluss der Radialflügel mit ihrem jeweilig vorderen
Abschluss verbindende gedachte Gerade gleichsinnig zu der Neigung der Flügelunterseite
in dem Abschnitt abnehmender Dicke gegenüber der Horizontalen geneigt ist.
[0009] Bei einer Mischmaschine mit einem derartigen Mischwerkzeug kann trotz der im Vergleich
zu vorbekannten Mischwerkzeugen dieser Art einfacheren Geometrie der Querschnitte
seiner Radialflügel überraschenderweise ein verbessertes Mischergebnis erzielt werden.
Die Radialflügel des Mischwerkzeuges sind mit ihrer Flügelunterseite gegenüber einer
Horizontalen stärker angestellt als die Flügeloberseiten, und zwar in dem Abschnitt
abnehmender Flügeldicke. Die Horizontale im Rahmen dieser Ausführungen ist eine Gerade
in derjenigen Ebene, die rechtwinklig zur Drehachse des Mischwerkzeuges verläuft.
Die Flügelunterseite ist in Rotationsrichtung weisend geneigt. Dieses bedeutet, dass
eine gedachte Verlängerung der Flügelunterseite in Rotationsrichtung auf den Mischbehälterboden
zuläuft. Ferner sind die Radialflügel über ihre gesamte Erstreckung in Rotationsrichtung
(ihrer Querschnittsbreite) dergestalt ausgelegt, dass eine den hinteren Abschluss
mit dem jeweiligen vorderen Abschluss verbindende gedachte Gerade gleichsinnig zu
der Neigung der Flügelunterseite in dem Abschnitt abnehmender Dicke geneigt ist. Damit
befindet sich der vordere Abschluss eines solchen Radialflügels, wenn in eine gemeinsame
vertikale Ebene mit dem hinteren Flügelabschluss projiziert, in einem tieferen Höhenniveau
als der hintere Radialflügelabschluss. Die Radialflügel verjüngen sich ausgehend von
ihrer maximalen Dicke zum hinteren Flügelabschluss hin. Die maximale Dicke im Radialflügelquerschnitt
befindet sich vorzugsweise von dem in Rotationsrichtung weisenden vorderen Abschluss
der Radialflügel beabstandet.
[0010] Die Flügeloberseite der Radialflügel ist gleichsinnig zu der Flügelunterseite geneigt.
Bei einem solchen Mischwerkzeug wird somit die Flügeloberseite insgesamt und somit
diese auch in ihrem Abschnitt zwischen der maximalen Flügeldicke und dem hinteren
Flügelabschluss genutzt, um infolge der Rotation der Radialflügel den die Flügeloberseite
kontaktierenden Mischgutpartikeln ein nach oben gerichtetes Moment zu verleihen. Eine
solche Querschnittsgeometrie lässt sich mit geraden Flügelflächen, deren aneinandergrenzende
Kanten durchaus verrundet sein können, ausbilden.
[0011] Eine besonders einfache Radialflügelquerschnittsgeometrie weist einen Radialflügel
auf, der hinsichtlich seines Querschnittes spiegelsymmetrisch zu der Ebene, in der
sich die den hinteren Abschluss mit dem vorderen Abschluss verbindende Gerade liegt,
ausgeführt ist. Die besondere Raumlage der Radialflügel mit ihrer Neigung sorgt auch
bei einer solchen geometrisch einfachen Querschnittsauslegung, dass an der Flügelunterseite
ein auf die Mischgutpartikel wirkendes, nach oben gerichtetes Moment ausgeübt wird.
Überraschend war es festzustellen, dass mit einer solchen relativ einfachen und von
einem üblichen Flügelprofil abweichenden Querschnittsgeometrie der Radialflügel infolge
der besonderen Ausrichtung derselben in Bezug auf die Bewegung derselben durch das
Mischgut sich ein hervorragendes Durchmischungsergebnis einstellt. Man führt diese
nicht unmaßgeblich auf die gegenüber einer Horizontalen geneigten Flügelunterseite
zurück, wodurch sich der Raum unter der Flügelunterseite zum Rotationsschatten hin
vergrößert. In diesem Unterflügelabschnitt und hinter einem solchen Radialflügel konnten
besonders effektive Aufwirbelungen beim Mischvorgang beobachtet werden.
[0012] Zumindest in dem Abschnitt abnehmender Flügeldicke sind gemäß einem Ausführungsbeispiel
bei den Radialflügeln die Flügelunterseiten von ihrer maximalen Dicke zum hinteren
Flügelabschluss hin gerade ausgeführt. In einer weiteren Ausgestaltung ist quasi die
gesamte Flügelunterseite gerade ausgeführt, also von dem vorderen bis zu dem hinteren
Flügelabschluss. Auch die Flügeloberseite kann zumindest in dem Abschnitt abnehmender
Dicke gerade ausgeführt sein. Lediglich den Bereich maximaler Dicke wird man typischerweise
gerundet ausführen, ebenso wie die in Rotationsrichtung weisende Flügelvorderseite.
[0013] Vorzugsweise ist die Neigung der gedachten Geraden zwischen dem hinteren und dem
vorderen Flügelabschluss maximal mit demjenigen Winkel zur Horizontalen geneigt, mit
dem die Flügelunterseite in dem Abschnitt zum hinteren Flügelabschluss hin abnehmender
Dicke gegenüber der Horizontalen geneigt ist. Die Flügelunterseite weist bei einer
solchen Auslegung keine Vertiefungen, wie konkav geformte Abschnitte, auf, was deren
Herstellbarkeit vereinfacht.
[0014] Die Vorderseite der Radialflügel kann gerundet ausgeführt sein, beispielsweise mit
einer Rundung mit konstantem Radius. Es versteht sich, dass der Radius auch nicht
konstant sein kann. Dann wird man in aller Regel den Radius zwischen dem in Rotationsrichtung
weisenden Abschluss eines solchen Radialflügels zur Flügeloberseite hin mit einem
größeren Radius auslegen als denjenigen Teil der Rundung, die den vorderen Abschluss
des Radialflügels mit der Flügelunterseite verbindet. Durchaus möglich ist es auch,
den vorderen Abschluss eines solchen Radialflügels als Kante, vorzugsweise verrundet
auszulegen, und zwar durch Zusammenführen der Flügeloberseite mit der Flügelunterseite.
[0015] Eine Verbesserung der Durchmischungswirkung und auch eine weitere Reduzierung von
Wandanbackungen kann erreicht werden, wenn die Radialflügel an ihrem Ende jeweils
einen Außenflügel tragen. Dieser weist vorzugsweise dieselbe Querschnittsgeometrie
auf, wie die Radialflügel. Bei einer solchen Auslegung der Außenflügel sind diese
bezüglich ihrer Querschnittsgeometrie angeordnet, dass diejenige Flügelseite, die
bei den Radialflügen die Unterseite ist, bei den Außenflügeln die in radialer Richtung
nach außen weisende Flügelseite ist. Die Außenflügelseiten der Außenflügel sind vorzugsweise
gegenüber einer die Außenflügelseiten einhüllenden zylindrischen Mantelfläche in derselben
Weise angestellt, wie die Flügelunterseite gegenüber einer Horizontalen. Der Anstellungswinkel
der Flügelaußenseiten gegenüber der einhüllenden zylindrischen Mantelfläche kann derselbe
sein wie der Anstellwinkel der Flügelunterseiten gegenüber einer Horizontalen. Der
Anstellwinkel der Flügelaußenseiten gegenüber der einhüllenden zylindrischen Mantelfläche
kann sich jedoch auch von der Anstellung der Flügelunterseite gegenüber einer Horizontalen
unterscheiden, beispielsweise um einige Winkelgrade kleiner sein.
[0016] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben:
- Fig. 1:
- Eine perspektivische Ansicht einer industriellen Mischmaschine,
- Fig. 2:
- eine Unteransicht auf die Unterseite der Kopfplatte des Mischkopfes mit dem von dem
Mischkopf getragenen Mischwerkzeug,
- Fig. 3:
- eine perspektivische Darstellung des Mischwerkzeuges in Alleindarstellung,
- Fig. 4:
- eine Seitenansicht des Mischwerkzeuges der Figur 3, angeschlossen an die die Kopfplatte
des Mischkopfes durchgreifende Antriebswelle,
- Fig. 5:
- eine vergrößerte Darstellung der Querschnittsgeometrie der Radialflügel des Mischwerkzeuges
der Figuren 3 und 4,
- Fig. 6:
- eine Draufsicht auf die Kopfplatte des Mischkopfes mit einem anderen, auf die Antriebswelle
aufgesetzten Mischwerkzeug und
- Fig. 7:
- eine Seitenansicht entsprechend derjenigen der Figur 4 des auf der Antriebswelle sitzenden
Mischwerkzeuges der Figur 6.
[0017] Eine Mischmaschine 1 dient zum industriellen Mischen von in einem Mischcontainer
befindlichem Mischgut, beispielsweise Kunststoffgranulaten. Die Mischmaschine 1 verfügt
über ein Gestell 2, welches bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei Ständer
3, 3.1 bereitgestellt ist. Zwischen den Ständern 3, 3.1 befindet sich im Bereich des
Bodens eine Containereinfahrt 4. Die Containereinfahrt 4 ist seitlich in Richtung
zu den Ständern 3, 3.1 durch jeweils eine Seitenwand 5, 5.1 begrenzt. In ihrem oberen
Abschnitt sind die beiden Ständer 3, 3.1 über eine schwenkbare Baugruppe 6 miteinander
verbunden. Die schwenkbare Baugruppe 6 umfasst ein Rahmenbauteil 7, an dessen beide
Schmalseiten jeweils eine Schwenkwelle 8 befestigt ist. Die Schwenkwelle 8 ist in
den Ständern 3, 3.1 gelagert. In dem Ständer 3 befindet sich ein elektromotorischer
Antrieb 9, mit dem die schwenkbare Baugruppe 6 um die Achse ihrer Schwenkwelle 8 verschwenkt
werden kann.
[0018] Teil der schwenkbaren Baugruppe 6 sind zwei als Spindelhübe ausgeführte Hubeinrichtungen
10, 10.1. Die Hubeinrichtungen 10, 10.1 sind gleich aufgebaut. Nachfolgend ist die
Hubeinrichtung 10 von ihrem prinzipiellen Aufbau her beschrieben. Diese Ausführungen
gelten gleichermaßen für die Hubeinrichtung 10.1. Die Hubeinrichtung 10 verfügt über
eine Hubplatte 11 als Teil einer durch eine Spindel 12 in vertikaler Richtung verfahrbaren
Hubplatteneinheit. Auf der Hubplatte befindet sich eine weitere Platte, die zum Containerflansch
hin eine Fase besitzt. Dadurch wird der Container beim Anheben zentriert. Die Hubplatteneinheit
ist an einer Führung 13 geführt. Angetrieben ist die Spindel 12 durch einen Elektromotor.
Mittels der Spindel 12 kann die Hubplatteneinheit in vertikaler Richtung verstellt
werden. In Figur 1 ist diese in ihrer untersten Position gezeigt. Teil der Hubplatteneinheit
ist des Weiteren ein Arretierungshebel 14, der um eine vertikale Schwenkachse aus
seiner in Figur 1 gezeigten Grundstellung in Richtung der Mischcontaineraufnahme verschwenkt
werden kann. Die Verschwenkung des Arretierhebels 14 dient zum Verriegeln eines in
die Containereinfahrt 4 eingefahrenen Mischcontainers. Der Arretierungshebel 4 wirkt
gegen die Außenwandung eines solchen Mischcontainers. Die Hubeinrichtung 10 ist mittels
eines Elektromotors 15 als Teil der schwenkbaren Baugruppe 6 in Richtung der Längserstreckung
der Schwenkachse der schwenkbaren Baugruppe 6 verfahrbar. Der Elektromotor 15 treibt
zu diesem Zweck jeweils einen Spindelantrieb an.
[0019] Die schwenkbare Baugruppe umfasst des Weiteren einen Mischkopf, von dem in Figur
1 seine Oberseite (Außenseite) erkennbar ist.
[0020] Der Mischkopf 16 mit den beiden Hubeinrichtungen 10, 10.1 ist innerhalb des Rahmenbauteils
7 kardanisch aufgehängt. Mittels eines Schwenkantriebes S kann der Mischkopf 16 mit
seinen beiden Hubeinrichtungen 10, 10.1 um eine quer zur Schwenkachse des Rahmenbauteils
7 verlaufende Drehachse verschwenkt werden. Infolge dessen kann der Mischkopf 16 um
zwei rechtwinklig zueinander stehende Achsen bei einem Betrieb der Mischmaschine 1
verschwenkt werden. Dieses erlaubt die Durchführung eines Mischprozesses, bei dem
ein an den Mischkopf 16 angeschlossener Mischcontainer eine mehrdimensionale Pendelbewegung
ausführt.
[0021] Teil des Mischkopfes 16 ist eine einen Boden zum Mischbehälterinneren bildende Kopfplatte
17. Eine Antriebswelle 18 durchgreift die Kopfplatte 17 und ist von einem Elektromotor
19 angetrieben (s. Figur 2). Auf der Antriebswelle 18 sitzt mit Abstand zu der den
Boden bildenden Oberseite der Kopfplatte 17 ein Mischwerkzeug 19. Bei dem Mischwerkzeug
19 handelt es sich um ein Flügelwerkzeug, welches drei Radialflügel 20, 20.1, 20.2
trägt. Die Radialflügel 20, 20.1, 20.2 sind mit gleichem Winkelabstand zueinander
an die Nabe 21 des Mischwerkzeuges 19 angeschlossen. Die Radialflügel 20, 20.1, 20.2
sind alle identisch aufgebaut. Jeder Radialflügel 20, 20.1, 20.2 trägt an seinem radial
äußeren Abschluss einen Außenflügel 22, 22.1, 22.2, angeschlossen jeweils an die Flügeloberseite.
Der Anschluss der Außenflügel 22, 22.1, 22.2 ist in den Figuren schematisch dargestellt.
In der Praxis wird man den Radialflügel jeweils durchgehend mit einem leichten Radius
zwischen den beiden Flügelpartien ausführen.
[0022] In Figur 2 ist die innere Mantelfläche 23 eines an den Mischkopf 16 angeschlossenen,
im Übrigen nicht näher dargestellten Mischcontainers gezeigt. Dieses dient zur Visualisierung
des radial äußeren Abstandes der Außenflügel 22, 22.1, 22.2 von der durch die Mantelfläche
wiedergegebenen Innenseite eines Mischcontainers.
[0023] Figur 3 zeigt das Mischwerkzeug 19 in einer perspektivische Ansicht in Alleindarstellung.
Aus dieser Darstellung wird bereits die Querschnittsgeometrie der Radialflügel 20,
20.1, 20.2 deutlich. Diese ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren 4 und
5 anhand des Radialflügels 20 erläutert. Der Radialflügel 20 - Gleiches gilt auch
für die beiden weiteren Radialflügel 20.1, 20.2 - weisen eine entgegen der Drehrichtung
weisende keilförmige Querschnittsgeometrie mit gerundeter, in Rotationsrichtung weisender
Stirnfläche auf. Die Rotationsrichtung des Mischwerkzeuges 19 ist in diesen Figuren
mit einem Blockpfeil kenntlich gemacht.
[0024] Figur 5 zeigt das Querschnittsprofil des Radialflügels 20 in einer vergrößerten Darstellung,
und zwar ohne den endseitig darauf angeformten Außenflügel 22. Der Radialflügel 20
ist gegenüber einer Horizontalen H angestellt, und zwar mit einer Neigungsrichtung
in Richtung zur Kopfplatte 17 des Mischkopfes 16 in Rotationsrichtung. Diese befindet
sich in der Darstellung in der horizontalen Ebene. Diese Ebene ist auch unabhängig
der aktuellen Raumlage der Kopfplatte diejenige Ebene, die rechtwinklig zur Rotationsachse
des Mischwerkzeuges 19 aufgespannt ist. In der in den Figuren gezeigten Raumlage der
Querschnittsgeometrie des Radialflügels 20 schließt die gerade und somit ohne zusätzliche
Konturen ausgeführte Flügelunterseite 24 mit der Horizontalen H einen Winkel α von
etwa 25° ein. Die Flügeloberseite 25 ist ebenfalls gerade ausgeführt und bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel gleichsinnig zu der Flügelunterseite 24 geneigt, allerdings nur
um wenige Grade. Die Neigung der Flügeloberseite 25 ist auch in der Darstellung der
Figur 4 des Mischwerkzeuges 19 an dem Radialflügel 20.2 erkennbar, in welcher Ansicht
der Radialflügel 20.2 von seiner Vorderseite her gezeigt und in dieser Perspektive
die aufgrund ihrer Neigung ansteigende Flügeloberseite sichtbar ist. Die Flügelunterseite
24 und die Flügeloberseite 25 stellen mit ihren geraden Abschnitten denjenigen Abschnitt
des Radialflügels 20 dar, dessen Dicke in Richtung zum hinteren Flügelabschluss 26
hin von seiner maximalen Dicke abnimmt.
[0025] Aufgrund der beschriebenen Anstellung befindet sich der durch das Flügelende 26 bereitgestellte
rückseitige Abschluss des Radialflügels 20 in Bezug auf eine Vertikale auf einem höheren
Niveau als der in Rotationsrichtung weisende vordere Abschluss des geraden Abschnittes
der Flügeloberseite 25. Die ohne zusätzliche Konturen gerade ausgeführte Flügelunterseite
24 und Flügeloberseite 25 sind aufgrund ihrer unterschiedlichen Neigung am Flügelende
26 zusammengeführt. Die Flügelunterseite 24 schließt mit der Flügeloberseite 25 einen
Winkel β von etwa 20° ein. In Rotationsrichtung weisend ist die Stirn 27 des Radialflügels
20 gerundet ausgeführt, und zwar bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit gleichbleibendem
Krümmungsradius. Wesentlich bei der Gestaltung der Querschnittsgeometrie des Radialflügels
20 ist, dass eine das Flügelende 26 mit dem in Rotationsrichtung weisenden stirnseitigen
Flügelabschluss verbindende Gerade G gleichsinnig zu der Neigung der Flügelunterseite
24 geneigt ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Neigung dieser Geraden
G mit etwa 12° um etwa die Hälfte geringer als die Neigung der Flügelunterseite 24
gegenüber der Horizontalen H. Der Radialflügel 20 ist in Bezug auf diejenige Ebene,
in der sich die Gerade G befindet, spiegelsymmetrisch aufgebaut. Die Ebene, in der
sich die Gerade G befindet, ist die Mittellängsebene des Radialflügels 20.
[0026] Bei einer Rotation des Mischwerkzeuges 19 in der in den Figuren gezeigten Drehrichtung
wird über die gekrümmte Stirn 27 oberhalb ihres Scheitels auftreffendes Mischgut in
vertikaler Richtung nach oben zur Flügeloberseite 25 geleitet. Hierdurch erhält das
Mischgut ein in vertikaler Richtung nach oben gerichtetes Moment, was durch die in
Rotationsrichtung geneigte Anstellung der Flügeloberseite 25 unterstützt wird. Durch
diese wird das Mischgut, durch das der Radialflügel 20 bewegt wird, schaufelartig
in vertikaler Richtung nach oben angehoben bzw. von dem Radialflügel 26 weggeschleudert.
Zugleich wird aufgrund der gerundeten Stirn 27 unterhalb ihres in Rotationsrichtung
weisenden Scheitels befindliches Mischgut in vertikaler Richtung zur Kopfplatte 17
bewegt. Allerdings bewirkt die Anstellung der Flügelunterseite 24 vor dem Hintergrund
des durch den Radialflügel 20 verdrängten Mischgutes in dem sich zum Flügelende 26
hin vergrößernden Raum unterhalb des Radialflügels einen gewissen Unterdruck, durch
den unterhalb der Flügelunterseite 24 des Radialflügels 20 befindliches Mischgut nach
oben gerissen wird und von dem nachfolgenden Radialflügel 20.2 erfasst und über seine
Flügeloberseite ein weiteres, die Mischgutpartikel in vertikaler Richtung nach oben
förderndes Moment erhalten. Diese besondere Wirkungsweise begründet die intensive
Durchmischung von mit dem Mischwerkzeug 19 gemischten Mischgut.
[0027] Der Außenflügel 22 am Radialflügel 20 zeigt dieselbe Querschnittsgeometrie wie der
Radialflügel 20 und in Bezug auf die Mantelfläche 23 eines Mischcontainers dieselbe
Flügelanstellung. Wie aus der Draufsicht der Figur 2 erkennbar, ist die in radialer
Richtung nach außen weisende Flügelseite 28 ebenso gegenüber der Mantelfläche 23 angestellt,
wie die Flügelunterseite 24 gegenüber der Horizontalen H. Der Anstellungswinkel der
Flügelseite 28 des Außenflügels 22 mit der Mantelfläche 23 ist bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel um wenige Winkelgrade kleiner als der Anstellungswinkel α der
Flügelunterseite 24 gegenüber der Horizontalen H.
[0028] Figur 6 zeigt ein weiteres Mischwerkzeug 19.1, welches prinzipiell aufgebaut ist,
wie das Mischwerkzeug 19 der vorstehenden Figuren. Das Mischwerkzeug 19.1 unterscheidet
sich in der konkreten Querschnittsgeometrie seiner Radialflügel 29, 29.1, 29.2 von
denjenigen des Mischwerkzeuges 19. Die Querschnittsgeometrie dieser Radialflügel 29,
29.1, 29.2 ist anschaulicher in der Seitenansicht des Mischwerkzeuges 19.1 der Figur
7 erkennbar. Die Querschnittsgeometrie des Radialflügels 29 - Gleiches gilt auch für
die beiden anderen Radialflügel 29.1, 29.2 - unterscheidet sich von derjenigen des
Radialflügels 20 dadurch, dass die Flügelunterseite 30 insgesamt gerade ausgeführt
ist und die Flügelunterseite 30 somit der gedachten Geraden entspricht, die das Flügelende
mit dem vorderen Abschluss verbindet. Die Flügeloberseite 31 weist einen geraden hinteren
Abschnitt auf, durch den der Abschnitt abnehmender Dicke ausgehend von der maximalen
Dicke des Radialflügels 29 definiert ist. Dieser Radialflügel 29 hat seine größte
Dicke (Abstand von Flügelunterseite 30) zur Flügeloberseite 31 gegenüber dem Radialflügel
20 etwas weiter von seinem vorderen Abschluss zurückversetzt. An dieser Stelle ist
die Flügeloberseite 31 unter Ausbildung eines Scheitels gerundet ausgeführt und vorderseitig
an die Flügelunterseite 30 unter Ausbildung einer Kante herangeführt.
[0029] Bei einer Rotation des Mischwerkzeuges 19.1 wird von dem Radialflügel 29 Mischgut
ausschließlich nach oben und somit von der Kopfplatte 17 weg gefördert. Bei diesem
Mischwerkzeug 19.1 wird bei einem Betrieb mehr Mischgut, welches von dem Radialflügel
29 nicht erfasst wird und sich in Richtung zur Kopfplatte 17 unterhalb seiner Bewegungsbahn
befindet, aufgewirbelt, da von dem Radialflügel 29 im Unterschied zu dem Radialflügel
20 keine Mischgutanteile von diesem in Richtung zur Kopfplatte 17 hin verdrängt werden.
[0030] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben worden. Ohne den Umfang
der geltenden Ansprüche zu verlassen, ergeben sich für einen Fachmann weitere Möglichkeiten,
die Erfindung umzusetzen, ohne dass dieses im Rahmen dieser Ausführungen näher erläutert
werden müsste.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Mischmaschine |
31 |
Flügeloberseite |
| 2 |
Gestell |
|
|
| 3, 3.1 |
Ständer |
G |
Gerade |
| 4 |
Containereinfahrt |
H |
Horizontale |
| 5, 5.1 |
Seitenwand |
S |
Schwenkantrieb |
| 6 |
schwenkbare Baugruppe |
α |
Winkel |
| 7 |
Rahmenbauteil |
β |
Winkel |
| 8 |
Schwenkachse |
|
|
| 9 |
Antriebseinheit |
|
|
| 10, 10.1 |
Hubeinrichtung |
|
|
| 11 |
Hubplatte |
|
|
| 12 |
Spindel |
|
|
| 13 |
Führung |
|
|
| 14 |
Arretierungshebel |
|
|
| 15 |
Elektromotor |
|
|
| 16 |
Mischkopf |
|
|
| 17 |
Kopfplatte |
|
|
| 18 |
Antriebswelle |
|
|
| 19 |
Elektromotor |
|
|
| 20, 20.1, 20.2 |
Radialflügel |
|
|
| 21 |
Nabe |
|
|
| 22, 22.1, 22.2 |
Außenflügel |
|
|
| 23 |
Mantelfläche |
|
|
| 24 |
Flügelunterseite |
|
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| 25 |
Flügeloberseite |
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| 26 |
Flügelende |
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| 27 |
Stirn |
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| 28 |
Flügelseite |
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| 29, 29.1, 29.2 |
Radialflügel |
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| 30 |
Flügelunterseite |
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1. Industrielle Mischmaschine, umfassend einen Mischkopf (16), ein Gestell (2) sowie
zumindest ein Anschlussmittel zum Anschließen eines ein Mischgut enthaltenden, anschlussseitig
offenen Mischcontainers an den Mischkopf (16) zum Zwecke der Ausbildung eines geschlossenen
Mischbehälters, welcher Mischkopf (16) Teil einer gegenüber dem Gestell (2) schwenkbaren
Baugruppe (6) dergestalt gelagert ist, so dass der aus Mischkopf (6) und Mischcontainer
gebildete geschlossene Mischbehälter zum Durchführen des Mischprozesses gegenüber
dem Gestell (2) verschwenkbar ist, und welcher Mischkopf (16) wenigstens ein auf einer
den Boden des Mischkopfes (16) durchgreifenden Antriebswelle (18) sitzendes und durch
diese rotatorisch angetriebenes Mischwerkzeug (19, 19.1) mit mehreren Radialflügeln
(20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) aufweist, welche Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29,
29.1, 29.2) eine Querschnittsgeometrie aufweisen, gemäß der ausgehend von ihrer maximalen
Dicke die Flügeldicke in Rotationsrichtung zum hinteren Flügelende (26) hin abnimmt,
wobei in dem Abschnitt abnehmender Flügeldicke die Flügelunterseite (24, 30) in Rotationsrichtung
zur Horizontalen (H) stärker angestellt ist als die Flügeloberseite (25, 31) und wobei
eine den hinteren Abschluss (26) der Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2)
mit ihrem jeweilig vorderen, in Rotationsrichtung weisenden Abschluss verbindende
gedachte Gerade (G) gleichsinnig zu der Neigung der Flügelunterseite (24, 30) in dem
Abschnitt abnehmender Dicke gegenüber der Horizontalen (H) geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügeloberseite (25, 31) der Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) gleichsinnig
zu der Flügelunterseite (24, 30) geneigt ist.
2. Mischmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in dem Abschnitt abnehmender Flügeldicke die Flügelunterseite (24, 30)
gerade ausgeführt ist.
3. Mischmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest weitestgehend die gesamte Flügelunterseite (30) gerade ausgeführt ist.
4. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest weitgehend die Flügeloberseite (25, 31) in dem Abschnitt abnehmender Dicke
gerade ausgeführt ist.
5. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialflügel im Querschnitt spiegelsymmetrisch zu der gedachten Geraden (G) ausgeführt
sind.
6. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der gedachten Geraden (G) zwischen dem jeweilig hinteren und dem jeweilig
vorderen Flügelabschluss der Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) maximal
mit demjenigen Winkel geneigt ist, mit dem die Flügelunterseite (24, 31) in dem Abschnitt
abnehmender Dicke gegenüber der Horizontalen (H) geneigt ist.
7. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in Rotationsrichtung weisende Vorderseite der Radialflügel (20, 20.1, 20.2) gerundet
ausgeführt ist.
8. Mischmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundung an den Flügelvorderseiten der Radialflügel (20, 20.1, 20.2) mit konstantem
Radius ausgeführt ist.
9. Mischmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den Rundungsenden die Radialflügel (20, 20.1, 20.2) ihre maximale Dicke aufweisen.
10. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in Rotationsrichtung weisende vordere Abschluss der Radialflügel (29, 29.1, 29.2)
durch eine die Flügeloberseite (31) mit der Flügelunterseite (30) zusammenführende
Kante gebildet ist.
11. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischwerkzeug (19, 19.1) drei Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) aufweist.
12. Mischmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) an ihrer Oberseite einen
Außenflügel (22, 22.1, 22.2) tragen.
13. Mischmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere, sich von der Oberseite der Radialflügel wegerstreckende Abschluss der
Außenflügel (22, 22.1, 22.2) entgegen der Rotationsrichtung des Mischwerkzeuges (19,
19.1) geneigt ist.
14. Mischmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsgeometrie der Außenflügel (22, 22.1, 22.2) derjenigen der Radialflügel
(20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) entspricht, wobei diejenige Flügelseite, die bei
den Radialflügeln (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) die Unterseite (24, 30) ist, bei
den Außenflügeln (22, 22.1, 22.2) die in radialer Richtung nach außen weisende Flügelseite
(28) ist und diese gegenüber einer die Außenflügelaußenseiten einhüllenden zylindrischen
Mantelfläche in derselben Weise angestellt ist, wie die Unterseiten der Radialflügel
(20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) gegenüber einer Horizontalen (H).
15. Mischmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel der Außenflügelaußenseiten gegenüber der die Außenflügelaußenseiten
einhüllenden zylindrischen Mantelfläche kleiner ist als derjenige, mit dem die Unterseiten
(24, 30) der Radialflügel (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) gegenüber einer Horizontalen
angestellt sind.
1. Industrial mixing machine, comprising a mixing head (16), a frame (2), and at least
one connecting means for connecting a mixing container, containing a mixing material
and open on the connection side, to the mixing head (16) for the purpose of forming
a closed mixing container, said mixing head (16), as part of a component group or
module (6) which can be pivoted in relation to the frame (2), is mounted in such a
way that the closed mixing container, formed from the mixing head (6) and mixing container,
can be pivoted in relation to the frame (2) in order to carry out the mixing process,
and said mixing head (16) comprises at least one mixing tool (19, 19.1), located on
a drive shaft (18) which engages through the base of the mixing head (16) and driven
rotationally by this drive shaft, with several radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1,
29.2), said radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) exhibiting a cross-section
geometry wherein, starting from its maximum thickness, the wing thickness decreases
in the direction of rotation towards the rear wing end (26), wherein, in the section
of decreasing wing thickness, the under side of the wing (24, 30) is configured as
stronger in the direction of rotation to the horizontal (H) than the upper side of
the wing (25, 31), and wherein an imaginary straight line (G), connecting the rear
termination (26) of the radial wing (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) with its respective
front termination pointing in the direction of rotation, is inclined in the same direction
as the inclination of the under side of the wing (24, 30) in the section of decreasing
thickness in relation to the horizontal (H), characterised in that the upper side of the wing (25, 31) of the radial wing (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1,
29.2) is inclined in the same direction to the under side of the wing (24, 30).
2. Mixing machine according to claim 1, characterised in that, at least in the section of decreasing wing thickness, the wing under side (24, 30)
is configured as straight.
3. Mixing machine according to claim 2, characterised in that, at least to the greatest possible extent, the entire wing under side (30) is configured
as straight.
4. Mixing machine according to any one of claims 1 to 3, characterised in that, at least to a great extent, the wing upper side (25, 31) is configured as straight
in the section of decreasing thickness.
5. Mixing machine according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the radial wings are configured in cross-section as mirror-symmetrical to the imaginary
straight line (G).
6. Mixing machine according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the inclination of the imaginary straight line (G) between the respective rear and
respective front wing termination of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2)
is inclined at the maximum at that angle at which the wing under side (24, 31) is
inclined to the horizontal (H) in the section of decreasing thickness.
7. Mixing machine according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the front side of the radial wings (20, 20.1, 20.2), pointing in the direction of
rotation, is configured as rounded.
8. Mixing machine according to claim 7, characterised in that the rounding on the wing front sides of the radial wings (20, 20.1, 20.2) is configured
with a constant radius.
9. Mixing machine according to claim 8, characterised in that it is in the rounding ends that the radial wings (20, 20.1, 20.2) exhibit their maximum
thickness.
10. Mixing machine according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the front termination of the radial wings (29, 29.1, 29.2), facing in the direction
of rotation, is formed by an edge which merges the wing upper side (31) and the wing
under side (30).
11. Mixing machine according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the mixing tool (19, 19.1) comprises three radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1,
29.2).
12. Mixing machine according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the ends of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) carry on their upper
side an outer wing (22, 22.1, 22.2).
13. Mixing machine according to claim 12, characterised in that the front termination of the outer wing (22, 22.1, 22.2), extending away from the
upper side of the radial wings, is inclined against the direction of rotation of the
mixing tool (19, 19.1).
14. Mixing machine according to claim 12 or 13, characterised in that the cross-section geometry of the outer wings (22, 22.1, 22.2) corresponds to that
of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2), wherein that wing side, which
is the under side (24, 30) in respect of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1,
29.2), is, in respect of the outer wings (22, 22.1, 22.2), the wing side (28) which
in the radial direction points outwards, and this is configured in the same way in
relation to a cylindrical casing surface, which encloses the outer wing outer sides,
as the under sides of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) in relation
to a horizontal (H).
15. Mixing machine according to claim 14, characterised in that the configuration angle of the outer wing outer sides is smaller in relation to the
cylindrical casing surface enclosing the outer wing outer sides than that with which
the under sides (24, 30) of the radial wings (20, 20.1, 20.2; 29, 29.1, 29.2) are
inclined in relation to the horizontal.
1. Machine à mélanger industrielle, comprenant une tête de mélange (16), un châssis (2),
ainsi qu'au moins un moyen de raccordement pour raccorder à la tête de mélange (16)
un conteneur de mélange ouvert du côté du raccordement, contenant un matériau à mélanger,
afin de constituer un récipient mélangeur fermé, laquelle tête de mélange (16), faisant
partie d'une unité constructive (6) pivotante par rapport au châssis (2) est logée
de telle sorte que le récipient mélangeur fermé formé par la tête de mélange (16)
et le conteneur de mélange est pivotant par rapport au châssis (2) afin de réaliser
le processus de mélange, et laquelle tête de mélange (16) supporte, logé sur un arbre
d'entraînement (18) traversant le fond de la tête de mélange (16), au moins un outil
de mélange (19, 19.1) entraîné en rotation par ce dernier, présentant plusieurs ailettes
radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2), lesquelles ailettes radiales (20, 20.1,
20.2 ; 29, 29.1, 29.2) présentant une géométrie transversale de sorte que l'épaisseur
de l'ailette diminue dans le sens de la rotation en partant de son épaisseur maximale
jusqu'à l'extrémité d'ailette (26) arrière, pour laquelle la face d'ailette inférieure
(24, 30) est conformée, dans le tronçon de diminution de l'épaisseur d'ailette, dans
le sens de rotation, par rapport à l'horizontale (H), avec un positionnement angulaire
plus important que la face d'ailette supérieure (25, 31) et pour laquelle une droite
(G) imaginaire, reliant l'extrémité (26) arrière des ailettes radiales (20, 20.1,
20.2; 29, 29.1, 29.2) avec l'extrémité avant respective, orientée dans le sens de
la rotation, est inclinée par rapport à l'horizontale (H) dans le même sens que l'inclinaison
de la face d'ailette inférieure (24, 30) dans le tronçon de diminution d'épaisseur,
caractérisé en ce que la face d'ailette supérieure (25, 31) des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29,
29.1, 29.2) est inclinée dans le même sens que la face d'ailette inférieure (24, 30).
2. Machine à mélanger selon la revendication 1, caractérisée en ce que la face d'ailette inférieure (24, 30) est conformée droite au moins dans le tronçon
de diminution d'épaisseur de l'ailette.
3. Machine à mélanger selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'au moins sensiblement la totalité de la face d'ailette inférieure (30) est conformée
droite.
4. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'au moins sensiblement la face d'ailette supérieure (25, 31) est conformée droite dans
le tronçon de diminution d'épaisseur.
5. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les ailettes radiales sont conformées dans leur section transversale avec une symétrie
axiale par rapport à la droite (G) imaginaire.
6. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'inclinaison de la droite (G) imaginaire entre l'extrémité d'ailette arrière et
avant des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2) correspond au maximum
à l'angle selon lequel la face d'ailette inférieure (24, 31) est inclinée par rapport
à l'horizontale (H) dans le tronçon de diminution d'épaisseur.
7. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la face avant des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2) orientée dans le sens de la
rotation est conformée en arrondi.
8. Machine à mélanger selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'arrondi sur les faces d'ailette avant des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2) est
conformé avec un rayon constant.
9. Machine à mélanger selon la revendication 8, caractérisée en ce que dans les extrémités d'arrondi, les ailettes radiales (20, 20.1, 20.2) présentent
leur épaisseur maximale.
10. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'extrémité avant orientée dans le sens de la rotation des ailettes radiales (29,
29.1, 29.2) est formée par une arête qui assure la jonction entre la face d'ailette
supérieure (31) et la face d'ailette inférieure (30).
11. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'outil de mélange (19, 19.1) présente trois ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ;
29, 29.1, 29.2).
12. Machine à mélanger selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que les extrémités des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2) portent sur
leur face supérieure une ailette extérieure (22, 22.1, 22.2).
13. Machine à mélanger selon la revendication 12, caractérisée en ce que le bord avant de l'ailette extérieure (22, 22.1, 22.2) qui s'étend en s'éloignant
de la face supérieure des ailettes radiales est incliné dans le sens contraire au
sens de rotation de l'outil de mélange (19, 19.1).
14. Machine à mélanger selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que la géométrie transversale des ailettes extérieures (22, 22.1, 22.2) correspond à
celle des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2), dans laquelle la face
d'ailette qui est pour les ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2) la
face inférieure (24, 30), est, pour les ailettes extérieures (22, 22.1, 22.2), la
face d'ailette (28) orientée vers l'extérieur dans le sens radial et dans laquelle
celle-ci est positionnée angulairement par rapport à une surface d'enveloppe cylindrique
enveloppant les faces d'ailette extérieures des ailettes extérieures, de la même manière
que les faces inférieures des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2)
par rapport à une horizontale (H).
15. Machine à mélanger selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'angle de positionnement des faces d'ailette extérieures des ailettes extérieures
par rapport à la surface d'enveloppe cylindrique enveloppant les faces d'ailettes
extérieures des ailettes extérieures est plus petit que celui du positionnement angulaire
des faces inférieures (24, 30) des ailettes radiales (20, 20.1, 20.2 ; 29, 29.1, 29.2)
par rapport à une horizontale.
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