[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Holzhackmaschine mit einer Hacktrommel
sowie wenigstens einen entlang eines Außenumfangs der Hacktrommel verlagerbaren Siebkorb,
wobei die Holzhackmaschine wenigstens einen Antrieb mit einer Antriebswelle und wenigstens
eine Antriebsvorrichtung für eine Verschwenkung des Siebkorbs aus seiner bzw. in seine
Arbeitsposition aufweist, sowie ein Verfahren zum Verschwenken eines entlang eines
Außenumfangs einer Hacktrommel verlagerbaren Siebkorbs einer Holzhackmaschine aus
bzw. in seine Arbeitsposition, wobei die Holzhackmaschine durch wenigstens einen Antrieb
mit einer Antriebswelle angetrieben wird und eine Verschwenkung des Siebkorbs durch
eine von dem Antrieb der Holzhackmaschine verschiedene Antriebsvorrichtung aus seiner
bzw. in seine Arbeitsposition um seine Längsachse bewirkt wird.
[0002] Holzhackmaschinen sind seit einer Vielzahl von Jahren bekannt und dienen dazu, um
Baumstämme und/oder aber Hölzer von Büschen oder Grünschnitt möglichst rasch und umfassend
zu zerkleinern. Die wesentlichen Elemente einer derartigen Holzhackmaschine sind hierbei
der Hackrotor, an welchem eine Mehrzahl von Hackmessern, insbesondere am Umfang desselben,
angeordnet ist, sowie gegebenenfalls ein mit diesen Hackmessern zusammenwirkendes
Gegenschneidewerkzeug, welches an dem Gehäuse der Holzhackmaschine angeordnet ist.
Wenn einer derartigen Holzhackmaschine Holzstämme oder auch die Äste oder Stämme des
Buschwerks über eine Einzugseinheit zugeführt werden, werden diese in der Holzhackmaschine
zu Spänen bzw. Schnitzeln zerkleinert. Die Länge bzw. Größe der mit einer derartigen
Holzhackmaschine erzeugten Späne bzw. Schnitzel hängt einerseits vom Messervorstand
der einzelnen Hackmesser ab und andererseits von der Zufuhrgeschwindigkeit des Holzes
in die Holzhackmaschine. Es ist offensichtlich, dass es bei einem derartigen Betrieb
einer Holzhackmaschine einerseits in bestimmten Abständen erforderlich ist, ins Innere
der Maschine zu gelangen, um beispielsweise die Hackmesser auszutauschen, zu schärfen
oder den Messervorstand zu kontrollieren oder aber die Maschine zu reinigen oder zu
warten. Andererseits ist es ebenso selbstverständlich, dass die mit der Holzhackmaschine
erzeugten Späne nicht untereinander gleich groß sind, sondern eine gewisse Größenverteilung
aufweisen. Um nun sicherzustellen, dass die hergestellten Hackschnitzel nach ihrer
Größe klassifiziert werden können und um einen sicheren und zuverlässigen Zugang in
das Innere der Holzhackmaschine zu besitzen, weisen derartige Holzhackmaschinen üblicherweise
Siebkörbe auf, mit welchem einerseits eine Klassierung der Hackschnitzel in verschiedene
Größen ermöglicht wird und andererseits eine freie Sicht auf die Messer gewährleistet
wird, und somit erkannt werden kann, wann Zugang zu der Maschine erforderlich ist.
[0003] Für das Klassieren der in der Holzhackmaschine erzeugten Späne ist es heute bekannter
Stand der Technik, Siebkörbe mit voneinander verschiedenen Maschenweiten einzusetzen
und so die Größe der Schnitzel, welche aus der Holzhackmaschine ausgetragen werden
können, einzustellen.
[0004] Für einen Zugang in das Innere der Holzhackmaschine muss das Gehäuse der Maschine
geöffnet werden und einem Fachmann Zugang in das Innere der Maschine möglich sein.
Dieses Öffnen des Gehäuses wird hierbei in günstiger Weise durch Verschwenken des
sich über in etwa der Hälfte des Umfangs des Gehäuses der Holzhackmaschine erstreckenden
Siebkorbs durchgeführt. Das Verschwenken von derartigen Siebkörben, welche aus massivem
Metall gebildet sind, ist ebenfalls seit einer Mehrzahl von Jahren bekannt und die
verschiedensten technischen Lösungen, wie ein derartiges Verschieben bewirkt werden
kann, sind in der Technik beschrieben.
[0005] Aus der
US 2008/0099591 A1 ist eine einstellbare Siebvorrichtung für eine Materialverkleinerung bekannt geworden,
bei welcher neben einer Zerkleinerung des Materials mit Hilfe von Hackmessern und
Hämmern ein Sieben des zerkleinerten Materials erfolgt, wobei für ein effizientes
Sieben das Sieb zu einer hin- und hergehenden Bewegung angetrieben ist.
[0006] Aus der
DE 10 2005 029 899 A1 ist eine Messerschneidmühle insbesondere zum Vermahlen von Gewürzen bekannt geworden,
welche einen Siebring aufweist, in welchem ein Messerrotor umlaufend angetrieben ist
und zusätzlich der Siebring ebenfalls umlaufend angetrieben ist.
[0007] So ist beispielsweise aus der
EP 2 708 340 A1 eine Vorrichtung zum Sortieren von Hackschnitzeln bekannt, welche eine Antriebseinheit
aufweist, mit welcher der Siebkorb der Vorrichtung verlagert bzw. geöffnet und geschlossen
werden kann. Mit dieser Antriebseinheit, welche von dem Antrieb der Hackschnitzelmaschine
verschieden ist, wird der Siebkorb von seiner Betriebsposition in eine Entnahme- bzw.
Reinigungsposition bewegt und umgekehrt. Eine derartige Vorrichtung ist relativ großbauend
und technisch aufwendig, da der Antrieb für den Siebkorb außen an dem Siebkorb angelenkt
ist und somit die Außenabmessung der Maschine deutlich vergrößert.
[0008] Der
EP 2 058 097 A2 ist ebenfalls eine Hackmaschine zu entnehmen, bei welcher für das Verlagern des Siebkorbs
der Hackmaschine an dem Außenumfang des Siebkorbs eine Kulisse vorgesehen ist, entlang
welcher der Siebkorb aus seiner Betriebsposition in beispielsweise die Entnahme- oder
Reinigungsposition mit Hilfe eines gesonderten Veschwenkmechanismus verschwenkt werden
kann und umgekehrt.
[0009] Allen diesen vorbekannten Vorrichtungen ist gemeinsam, dass sie relativ großbauend
sind, da für das Verlagern des schweren, groß dimensionierten Siebkorbs jeweils ein
eigener Antrieb bzw. eine Verlagerungskulisse am Außenumfang des Siebkorbs vorgesehen
sein muss, was die Vorrichtung nicht nur in Bezug auf ihre Außenabmessungen deutlich
vergrößert, sondern auch den Wartungsaufwand für die einzelnen zu wartenden Elemente
der Maschine deutlich erhöht.
[0010] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, eine Holzhackmaschine, wie sie im
Stand der Technik bekannt ist, zur Verfügung zu stellen, bei welcher es gelingt, die
Verlagerungseinrichtung für den Siebkorb kleinbauend auszubilden und mit den für das
Hacken von Holz bzw. Stämmen erforderlichen Elementen derart zu kombinieren, dass
eine möglichst einfache und kleinbauende Vorrichtung zur Verfügung gestellt werden
kann.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Holzhackmaschine im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungselement des Siebkorbs an einem ein Ende
der Antriebswelle der Holzhackmaschine umgreifenden und gegenüber der Antriebswelle
drehbar gelagerten Haltelement festgelegt ist, dass wenigstens ein sowohl in das Halteelement
als auch in wenigstens eine in einer dem Halteelement zugewandten Stirnfläche der
Antriebswelle ausgebildeten Ausnehmung einkuppelbares Kupplungselement vorgesehen
ist und dass in dem Halteelement eine von dem Antrieb der Holzhackmaschine verschiedene
Antriebsvorrichtung für den Siebkorb ausgebildet ist. Indem ein Befestigungselement
des Siebkorbs an einem ein Ende der Antriebswelle der Holzhackmaschine umgreifenden
und gegenüber der Antriebswelle drehbar gelagerten Halteelement festgelegt ist, und
wenigstens ein Kupplungselement vorgesehen ist, welches sowohl in das Halteelement
als auch in wenigstens eine in einer dem Halteelement zugewandten Stirnfläche der
Antriebswelle ausgebildeten Ausnehmung einkuppelbar ist und schließlich in dem Haltelement
eine von dem Antrieb der Holzhackmaschine verschiedene Antriebsvorrichtung für den
Siebkorb ausgebildet ist, gelingt es, durch Einkuppeln des Kupplungselements derartig,
dass die Antriebsvorrichtung für den Siebkorb mit dem Halteelement gekoppelt ist,
ein Verschwenken des Siebkorbs zu bewirken, ohne dass an der Außenseite des Siebkorbs
ein gesonderter großbauender Antrieb angeordnet werden muss. Eine derartige Vorrichtung,
welche insbesondere mit einem Stirnende der Antriebswelle der Holzhackmaschine zusammenwirkt,
ist im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen extrem kleinbauend und vergrößert überdies
den Außenumfang der Holzhackmaschine nicht. Die in dem Halteelement vorgesehene Antriebsvorrichtung
für den Siebkorb kann hierbei extrem kleinbauend ausgebildet sein, da sie als einzige
Aufgabe das Verschwenken des Siebkorbs in die Arbeitsstellung bzw. aus der Arbeitsstellung
hat und nur im Falle von Reinigung oder Wartung der Holzhackmaschine zum Einsatz gelangen
muss und hier lediglich eine Verschwenkung des Siebkorbs um maximal 180° bewirken
können muss, wodurch die Dimensionierung des Antriebs gegenüber herkömmlichen Antrieben,
mit welchen beispielsweise der Siebkorb zur Gänze angehoben und verlagert werden muss,
deutlich verkleinert werden kann.
[0012] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Kupplungselement
aus wenigstens zwei in einer Führungsplatte festgelegten Kupplungsstiften sowie einer
zentral sowohl die Führungsplatte als auch eine Abdeckung des Halteelements durchdringende
Kupplungsschraube ausgebildet ist, gelingt es, eine extrem einfache Bauweise einer
Kupplung zur Verfügung zu stellen, welche mit Hilfe von Stiften in entweder das Halteelement
oder die Antriebswelle einkuppelbar ist. Indem die Führungsstifte in einer Führungsplatte
festgelegt sind, insbesondere unbeweglich festgelegt sind, kann vorab eine korrekte
Positionierung derselben, insbesondere in Längsrichtung der Antriebswelle der Holzhackmaschine
vorgenommen werden und der Kupplungsvorgang entweder durch Bewegung der Führungsplatte
und somit der Stifte in Richtung zu der Achse der Antriebswelle der Hacktrommel oder
in Richtung von der Achse der Achse der Hacktrommel weg erreicht werden. Zur Festlegung
eines derartigen Kupplungselements in der Vorrichtung, die eine sowohl zentrale Führungsplatte
als auch eine die Abdeckung des Halteelements durchdringende Kupplungsschraube aufweist,
mit welcher die Verlagerung der Kupplung in axialer Richtung der Antriebswelle der
Hacktrommel vorgenommen wird, genügt somit die Verlagerung der Führungsplatte mit
der Kupplungsschraube, derart, dass die Kupplungsstifte entweder in das Halteelement
oder in die Stirnfläche der Antriebsachse eingreifen.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist das Kupplungselement hierbei drei an
den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks angeordnete Kupplungsstifte auf, mit welcher
Vorrichtung eine insbesondere stabile und sichere Art der Kupplung erreicht werden
kann und insbesondere ein Verwinden der Stifte während der Verschwenkung des Siebkorbs,
wo noch eine nicht unbeträchtliche Kraft auf die Stifte aufgebracht wird, vermieden
werden kann, da der Siebkorb ein nicht unbeträchtliches Gewicht aufweist.
[0014] Um einen sicheren Eingriff des Kupplungselements und insbesondere der Kupplungsstifte
sowohl in der Betriebsposition der Holzhackmaschine als auch beim Verschwenken des
Siebkorbs sicherzustellen, ist die Erfindung dahingehend weitergebildet, dass für
einen Eingriff der Kupplungsstifte des Kupplungselements in der Stirnfläche der Antriebswelle
Sacklöcher und in der Abdeckung des Halteelements Durchtrittslöcher ausgebildet sind.
Durch Ausbildung der Stirnfläche der Antriebswelle derart, dass sie Sacklöcher für
einen Eingriff der Kupplungsstifte aufweist, gelingt es im Betrieb der Holzhackmaschine
die gesonderte Antriebsvorrichtung für den Siebkorb außer Eingriff zu bringen und
jegliche Verschwenkung des Siebkorbs während des Betriebs zu vermeiden. Indem weiterhin
in der Abdeckung des Halteelements Durchtrittslöcher für die Kupplungsstifte ausgebildet
sind, werden, wenn das Verschwenken des Siebkorbs vorgenommen werden soll, die Kupplungsstifte
durch diese Durchtrittslöcher hindurchragend eingesetzt, wodurch ein Verschwenken
des Halteelements gegenüber der Antriebswelle der Holzhackmaschine ermöglicht wird
und somit ein Verschwenken des mit dem Halteelement gekoppelten Siebkorbs aus seiner
Arbeitsstellung bzw. in die Wartungsstellung oder zurück, erreicht wird.
[0015] Das Verlagern der Führungsplatte und der Kupplungsstifte wird gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung mittels einer Kupplungsschraube über eine Gewindeverbindung ausgeführt.
Mit einer derartigen Vorrichtung gelingt es lediglich durch Eingreifen eines entsprechenden
Antriebs an der Kupplungsschraube die Führungsplatte in axialer Richtung der Antriebswelle
der Holzhackmaschine in die gewünschte Position, d.h. in Eingriff mit der Antriebswelle
bzw. in Eingriff mit dem Halteelement zu bringen, um die entsprechende gewünschte
Tätigkeit, entweder Holzhacken oder Verschwenken des Siebkorbs, sicher und zuverlässig
durchzuführen, so dass ein gesonderter Motor, welcher permanent an dem Siebkorb angelenkt
sein muss, nicht erforderlich ist. Es ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass
eine derartige Verlagerung, insbesondere eine Betätigung der Kupplungsschraube beispielsweise
mit einer Schlagbohrmaschine oder sogar manuell ausgeführt werden kann.
[0016] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Antriebsvorrichtung für die Verlagerung
des Siebkorbs im Wesentlichen so ausgebildet, dass sie wenigstens ein Schneckenrad
und eine Schnecke aufweist, dass das Schneckenrad zu einer Rotation um die Kupplungsschraube
beaufschlagbar ist und dass für eine Verschwenkung des Siebkorbs die Kupplungsstifte
die Abdeckung der Halteplatte durchdringend angeordnet sind.
[0017] Um bei einer In-Eingriff-Position der Kupplungsstifte in der Abdeckung der Halteplatte,
d.h. die Kupplungsstifte durchdringen die Abdeckung der Abdeckplatte, eine Verschwenkung
des Siebkorbs durchführen zu können, wird ein Schneckenrad mittels einer Schnecke
betätigt und somit eine Verschwenkung bzw. Verdrehung um maximal 180° der gesamten
Abdeckung und somit des an der Abdeckung festgelegten Siebkorbs bewirkt. Eine besondere
einfache Vorrichtung ist hierbei so ausgebildet, dass die Schnecke für ein Zusammenwirken
mit einer Außenverzahnung des Schneckenrads ausgebildet ist und dass die Schnecke
ein zu einem Zusammenwirken mit einer beliebigen Antriebseinrichtung ausgebildetes
freies Ende aufweist. Die Schnecke ist hierbei für ein Zusammenwirken mit einer Außenverzahnung
des Schneckenrads ausgebildet und weiterhin für ein Zusammenwirken mit einer beliebigen
Antriebseinrichtung, wobei als Antriebseinrichtung wiederum beispielsweise eine Schlagbohrmaschine
oder ein Schlagschrauber eingesetzt werden kann. Durch die Lagerung des Schneckenrads
um die Kupplungsschraube ist es zwingend erforderlich, dass die Kupplungsstifte das
Schneckenrad ebenfalls durchdringen, wobei diese gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
in dem Schneckenrad drehbar, jedoch in axialer Richtung verschiebbar gehalt-en sind.
Um eine zusätzliche Sicherheit zur Verfügung zu stellen und insbesondere zu vermeiden,
dass die Kupplungsstifte sich bei der Verschwenkung des Siebkorbs gegenüber der Holzhackmaschine
durch die aufgebrachte Kraft verbiegen bzw. vertwisten, kann günstigerweise das Schneckenrad
mit einer eine größere Dicke als das Schneckenrad aufweisenden Hülse bzw. Verdickung
ausgebildet bzw. versehen sein.
[0018] Um eine besonders einfache bzw. reibungsarme Verschwenkung des Halteelements gegenüber
der Antriebswelle der Holzhackmaschine zur Verfügung zu stellen, sind vorzugsweise
zwischen dem Halteelement und der Antriebswelle der Holzhackmaschine Gleitlager vorgesehen,
welche eine radiale Bewegung des Siebkorbs in Bezug auf die Achse der Antriebswelle
erleichtern.
[0019] Schließlich kann in einer derartigen Vorrichtung der Siebkorb auch aus einer Mehrzahl
von wenigstens teilweise gegeneinander verlagerbaren, insbesondere durch manuelle
Betätigung gegeneinander verlagerbaren Siebflächen ausgebildet sein, welche Siebflächen
jedoch ausschließlich an einem gemeinsamen Befestigungselement festgelegten Umfangsrahmen
festgelegt sein müssen, um ein Verlagern der Siebflächen zueinander, insbesondere
während einer Verschwenkung oder während der Arbeit der Holzhackmaschine nicht befürchten
zu müssen. Es erübrigt sich festzuhalten, dass insbesondere dann, wenn beispielsweise
zwei Lagen von Siebflächen übereinander, d.h. in radialer Richtung übereinander angeordnet
sind, diese einen voneinander verschiedenen oder auch gleichen Maschendurchmesser
aufweisen können und beispielsweise durch Verschiebung und Festlegung der Siebflächen
zueinander die Größe der Durchtrittslöcher variieren zu können.
[0020] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Verschwenken eines Siebkorbs einer
Holzhackmaschine gegenüber der Hacktrommel, welches Verfahren im Wesentlichen dadurch
gekennzeichnet ist, dass ein Befestigungselement des Siebkorbs mit einem ein Ende
der Antriebswelle der Holzhackmaschine umgreifenden und gegenüber der Antriebswelle
drehbar gelagerten Haltelement verbunden wird, dass das Haltelement mit einem aus
einem um eine Kupplungsschraube drehbar gelagerten Schneckenrad und einer Schnecke
gebildeten Antriebsvorrichtung verschwenkt wird, wobei für ein Verschwenken des Siebkorbs
das Schneckenrad durchsetzende und eine Führungsplatte durchdringend festgelegte Kupplungsstifte
eines Kupplungselements durch Rotation einer Kupplungsschraube in eine eine Abdeckung
des Halteelements durchdringende Position angehoben werden. Durch Vorsehen eines Kupplungselements
kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren so vorgegangen werden, dass bei einem Betrieb
der Holzhackmaschine die Kupplung so verlagert wird, insbesondere mittels der Kupplungsschraube
so verlagert wird, dass die Kupplungsstifte in Eingriff in der Stirnfläche der Antriebswelle
der Holzhackmaschine sind, wodurch die Kupplungsstifte mit dem Halteelement für den
Siebkorb außer Eingriff gebracht wurden und der Siebkorb während einer Arbeit der
Holzhackmaschine nicht verschwenkt werden kann. Für ein Verschwenken des Siebkorbs
wird wiederum, beispielsweise mittels einer Schlagbohrmaschine, eine in einer Führungsplatte
frei drehbar gelagerte Kupplungsschraube betätigt und die Kupplungsstifte außer Eingriff
mit der Antriebswelle der Holzhackmaschine gebracht und in Eingriff mit dem Haltelement
für den Siebkorb gebracht, worauf durch Betätigung der weiteren Antriebsvorrichtung,
insbesondere der Schnecke und des Schneckenrads, beispielsweise wiederum mit einer
Schlagbohrmaschine, der Siebkorb aus seiner Arbeitsstellung in eine Wartungsstellung
oder zurück in die Arbeitsstellung verschwenkt werden kann.
[0021] Mit einer derartigen Verfahrensführung gelingt es, ein extrem einfaches Verfahren
zur Verfügung zu stellen, welches eine Verlagerung des Siebkorbs aus der Arbeitsstellung
in die Wartungsstellung und umgekehrt ermöglicht und die hierfür erforderliche Vorrichtung
ist gegenüber bekannten Vorrichtungen extrem kleinbauend ausgebildet.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In diesen zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung der Holzhackmaschine, insbesondere dies Siebkorbs
einer Holzhackmaschine in geöffneter Position, wobei die Hacktrommel entfernt wurde,
Fig. 2 einen schematischen Längsschnitt durch einen Teilbereich des Halteelements
für die Siebtrommel, welches die Kupplung und das Antriebselement in In-Eingriff-Stellung
in der Antriebswelle der Holzhackmaschine aufweist, und
Fig. 3 eine zu Fig. 2 analoge Schnittansicht, in welcher das Kupplungselement mit
dem Halteelement in Eingriff ist und außer Eingriff mit der Antriebswelle für die
Holzhackmaschine.
[0023] In Fig. 1 ist schematisch mit 1 ein Teil einer Holzhackmaschine dargestellt, wobei
die Hacktrommel aus dieser Holzhackmaschine 1 entfernt ist. Entlang des Außenumfangs
der nicht gezeigten Hacktrommel ist ein verschwenkbarer Siebkorb 2 vorgesehen, welcher
Siebkorb 2 um die Längsachse, insbesondere die Antriebswelle 3 der Holzhackmaschine
1 verschwenkbar angeordnet ist. Dieser Siebkorb 2 ist hierbei an einem in Fig. 1 nicht
zur Gänze dargestellten Halteelement 4 zu seiner Verschwenkung um die Antriebswelle
3 der Holzhackmaschine 1 festgelegt.
[0024] Wie dies in Fig. 1 weiter erkennbar ist, ist der Siebkorb 2 aus einer Mehrzahl von
Siebflächen 5 gebildet, wobei er in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wenigstens
zweilagig ausgebildet ist, wobei die beiden übereinander liegenden Lagen voneinander
verschiedene Weiten der Durchtrittselemente bzw. Maschinenweiten aufweisen. Die Siebflächen
5 sind in einem Umfangsrahmen 6 angeordnet und auch für ein Anschlagen an einem nicht
dargestellten Gehäuse der Holzhackmaschine 1 ausgebildet.
[0025] Das Halteelement 4 weist hierbei eine Antriebsvorrichtung 7 für eine Verlagerung
des Siebkorbs 2 auf, welche Antriebsvorrichtung 7 aus einem Schneckenrad 8 und einer
Schnecke 9 gebildet ist, welche Schnecke 9 beispielsweise mit einer nicht dargestellten
Schlagbohrmaschine in Rotation versetzt werden kann. Das Schneckenrad 8 und die Schnecke
9 sind im Betrieb von einer Abdeckung 10 überdeckt, welche insbesondere mit einem
Befestigungselement 11 für den Siebkorb 2 fest verbunden ist, um eine Rotation des
Siebkorbs 2, um die Achse der Welle 3 der Holzhackmaschine 1 zu gewährleisten.
[0026] Die Haltevorrichtung 4, insbesondere der für ein Antreiben der Verschwenkung des
Siebkorbs 2 erforderliche Teil der Haltevorrichtung 4 ist in Fig. 2 und Fig. 3 näher
dargestellt.
[0027] Im Einzelnen weist die Haltevorrichtung 4 ein Kupplungselement 12 auf, welches Kupplungselement
12 aus in einer Führungsplatte 13 festgelegten Kupplungsstiften 14 besteht, welche
Kupplungsstifte 14 gemeinsam mit der Führungsplatte 13 durch Betätigung der insbesondere
in der Führungsplatte 13 frei drehbar gelagerten Kupplungsschraube 15 in Richtung
des Pfeils 16 anheb- bzw. absenkbar ist. In Fig. 2 ist hierbei das Kupplungselement
12 in seiner abgesenkten Position dargestellt, in welcher die Kupplungsstifte 14 in
Sacklöcher 17, welche in einer Stirnfläche 18 der Antriebswelle 3 der Holzhackmaschine
1 ausgebildet sind, eingreifen. In dieser Position des Kupplungselements 12 greifen
die Kupplungsstifte 14 in die Durchtrittslöcher 19, welche in der Abdeckung 10 des
Halteelements 4 ausgebildet sind, nicht ein und das Schneckenrad 8 der Antriebsvorrichtung
7 wird bei einer Betätigung der Holzhackmaschine 1, d.h. bei einem Drehen der Antriebswelle
3 mitgedreht, derart, dass eine Kraftübertragung auf die Haltevorrichtung 4 nicht
stattfindet und somit eine Verlagerung bzw. Verschwenkung des Siebkorbs 2 der Holzhackmaschine
1 nicht möglich ist und der Siebkorb 2 in seiner geschlossenen Arbeitsstellung gehalten
wird. Das Schneckenrad 8 der Antriebsvorrichtung 7 wird, wie dies schematisch in Fig.
2 erkennbar ist, hierbei um eine entsprechende Hülse 20, welche ihrerseits in der
Abdeckung 10 des Halteelements 4 gelagert ist, gedreht.
[0028] Wenn nun die Holzhackmaschine 1 gewartet werden muss, wird die Kupplungssschraube
15 beispielsweise mit Hilfe einer Schlagbohrmaschine in Rotation versetzt und die
Führungsplatte 13 gemeinsam mit den Kupplungsstiften 14 außer Eingriff mit der Antriebswelle
3 der Holzhackmaschine 1 gebracht, indem die Kupplungsstifte 14 aus den Sacklöchern
17, die in der Stirnfläche 18 der Antriebswelle 3 ausgebildet sind, gebracht werden,
wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Bei dieser Verlagerung der Kupplungsstifte 14 in Richtung
des Pfeils 21 werden die Kupplungsstifte durch die Abdeckung 10 der Haltevorrichtung
4 geschoben und sind nunmehr in Eingriff mit den Durchtrittslöchern 19, welche in
dem Abdeckelement 10 ausgebildet sind. Wenn nun das Schneckenrad 8 der gesonderten
Antriebsvorrichtung 7 mit Hilfe der in Fig. 2 nicht gezeigten Schnecke 9 in Bewegung
gesetzt wird und insbesondere um einen maximalen Winkel von 180° verschwenkt wird,
wird aufgrund der zwangsweisen Lagerung der Kupplungsstifte 14 in den Durchtrittsöffnungen
19 in der Abdeckung 10 der Haltevorrichtung 4, die Haltevorrichtung 4 entsprechend
dem Pfeil 22 in Rotation gesetzt und der Siebkorb 2 aus seiner Betriebsposition in
eine geöffnete Position verschwenkt. Die Verbindung des Siebkorbs 2 mit des Halteelements
4 ist hierbei in den Fig. 2 und Fig. 3 nicht gezeigt. Sie muss jedoch derart so sein,
dass die Mitnahme des Siebkorbs 2 bei Verschwenkung des Halteelements 4 zwangsweise
erfolgt.
[0029] Das Halteelement 4 ist hierbei die Antriebswelle 3 der Holzhackmaschine 1 umgreifend
angeordnet, wie dies der Fig. 1 zu entnehmen ist, wobei zwischen dem Halteelement
4 und der Antriebswelle 3 insbesondere Gleitlager vorgesehen sind, um eine möglichst
reibungsarme Verschwenkung des Halteelements 4 in Bezug auf die Antriebswelle 3 zu
gewährleisten. Es erübrigt sich in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass sowohl die
Verlagerung der Kupplungsschraube 15 als auch der Antrieb der Schnecke 9 mit jedem
beliebigen, handelsüblichen, kleinbauenden Motor, wie einer Bohrmaschine oder dgl.
erreicht werden kann, da eine übermäßige Antriebskraft bei dieser Art der Ausbildung
nicht erforderlich ist. Die Verlagerung der Führungsplatte 13 mit Hilfe der Kupplungsschraube
15 kann auch manuell durchgeführt werden, da dieses Element kleinbauend und leicht
ist. Die Verschwenkung des Halteelements 4 gegenüber der Antriebswelle 3 der Holzhackmaschine
1 ist ebenfalls relativ leicht möglich aufgrund der ein Verschwenken des Halteelements
4 erleichternden Gleitlager, welche zwischen der Antriebswelle 3 und dem Halteelement
4 vorgesehen sind.
[0030] Die gesamte Vorrichtung ist gegenüber den im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
deutlich kleinerbauend und vergrößert insbesondere die Holzhackmaschine 1 in radialer
Richtung nicht, sondern verlängert lediglich die Holzhackmaschine 1 entlang der axialen
Richtung der Antriebswelle 3 geringfügig.
1. Holzhackmaschine (1) mit einer Hacktrommel sowie wenigstens einem entlang eines Außenumfangs
der Hacktrommel verlagerbaren Siebkorb (2) wobei die Holzhackmaschine (1) wenigstens
einen Antrieb mit einer Antriebswelle (3) und wenigstens eine Antriebsvorrichtung
(7) für eine Verschwenkung des Siebkorbs (2) aus seiner bzw. in seine Arbeitsposition
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungselement (11) des Siebkorbs (2) an einem ein Ende der Antriebswelle
(3) der Holzhackmaschine (1) umgreifenden und gegenüber der Antriebswelle (3) drehbar
gelagerten Haltelement (4) festgelegt ist, dass wenigstens ein sowohl in das Halteelement
(4) als auch in wenigstens eine in einer dem Halteelement (4) zugewandten Stirnfläche
(18) der Antriebswelle (3) ausgebildeten Ausnehmung einkuppelbares Kupplungselement
(12) vorgesehen ist und dass in dem Halteelement (4) eine von dem Antrieb der Holzhackmaschine
(1) verschiedene Antriebsvorrichtung (7) für den Siebkorb (2) ausgebildet ist.
2. Holzhackmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (12) aus wenigstens zwei in einer Führungsplatte (13) festgelegten
Kupplungsstiften (14) sowie einer zentral sowohl die Führungsplatte (13) als auch
eine Abdeckung (10) des Halteelements (4) durchdringende Kupplungsschraube (15) gebildet
ist.
3. Holzhackmaschine (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (12) drei an den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks angeordnete
Kupplungsstifte (14) aufweist.
4. Holzhackmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass für einen Eingriff der Kupplungsstifte (14) des Kupplungselements (12) in der Stirnfläche
(18) der Antriebswelle (3) Sacklöcher (17) und in der Abdeckung (4) des Halteelements
(4) Durchtrittslöcher (19) ausgebildet sind.
5. Holzhackmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsplatte (13) und die Kupplungsstifte (14) mittels der Kupplungsschraube
(15) über eine Gewindeverbindung verlagerbar ausgebildet ist.
6. Holzhackmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (7) für die Verlagerung des Siebkorbs (2) wenigstens ein
Schneckenrad (8) und eine Schnecke (9) aufweist, dass das Schneckenrad (8) zu einer
Rotation um die Kupplungsschraube (15) beaufschlagbar ist und dass für eine Verschwenkung
des Siebkorbs (2) die Kupplungsstifte (14) die Abdeckung (10) der Halteplatte durchdringend
angeordnet sind.
7. Holzhackmaschine (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke (9) für ein Zusammenwirken mit einer Außenverzahnung des Schneckenrads
(8) ausgebildet ist und dass die Schnecke (9) ein zu einem Zusammenwirken mit einer
beliebigen Antriebsvorrichtung ausgebildetes freies Ende aufweist.
8. Holzhackmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Haltelement (4) und der Antriebswelle (3) der Holzhackmaschine (1) Gleitlager
vorgesehen sind.
9. Holzhackmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebkorb (2) aus einer Mehrzahl von wenigstens teilweise gegeneinander verlagerbaren,
insbesondere durch manuelle Betätigung gegeneinander verlagerbaren Siebflächen (5)
ausgebildet ist, welche Siebflächen (5) an einem gemeinsamen am Halteelement (4) festgelegten
Umfangsrahmen festgelegt sind.
10. Verfahren zum Verschwenken eines entlang eines Außenumfangs einer Hacktrommel verlagerbaren
Siebkorbs (2) einer Holzhackmaschine (1) aus bzw. in seine Arbeitsposition, wobei
die Holzhackmaschine (1) durch wenigstens einen Antrieb mit einer Antriebswelle (3)
angetrieben wird und die Verschwenkung des Siebkorbs (2) durch eine von dem Antrieb
der Holzhackmaschine (1) verschiedene Antriebsvorrichtung (7) aus seiner bzw. in seine
Arbeitsposition bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungselement (11) des Siebkorbs (2) mit einem ein Ende der Antriebswelle
(3) der Holzhackmaschine (1) umgreifenden und gegenüber der Antriebswelle (3) drehbar
gelagerten Halteelement (4) verbunden wird, dass das Halteelement (4) mit einem aus
einem um eine Kupplungsschraube (15) drehbar gelagerten Schneckenrad (8) und einer
Schnecke (9) gebildeten Antriebsvorrichtung (7) verschwenkt wird, wobei für ein Verschwenken
des Siebkorbs (2) das Schneckenrad (8) durchsetzende und eine Führungsplatte (13)
durchdringend festgelegte Kupplungsstifte (14) eines Kupplungselements (12) durch
Rotation einer Kupplungsschraube (15) in eine eine Abdeckung des Halteelements (4)
durchdringende Position angehoben werden.