[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder und ein Stecksystem mit einem Steckverbinder
und einem komplementären Steckelement.
[0002] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Steckverbindertechnik, insbesondere auf dem
Gebiet der Rundsteckverbinder, also zum Beispiel einem M12-, M8-, M16-, M23- oder
M25-Stecker. Solche Steckverbinder, insbesondere M12-Steckverbinder, werden zum Beispiel
zur elektrischen Kontaktierung und/oder Verbindung von industriellem Ethernet verwendet.
Herkömmlicherweise weisen solche unter IEC 61076-2 standardisierte bzw. genormte Steckverbinder
ein Schraubgewinde auf, mit dem die Steckverbindung verschraubt und gesichert werden
kann, so dass diese Steckverbinder mechanischen Beanspruchungen, wie zum Beispiel
durch angeschlossene Maschinen, standhalten können.
[0003] Das Zusammenstecken bzw. Verschrauben solcher Steckverbindungen ist jedoch relativ
zeitaufwändig. Zudem müssen sowohl der männliche als auch der weibliche Steckverbinder
zwingend zueinander komplementäre Schraubringe aufweisen, was ein derartiges Stecksystem
teuer und unflexibel macht. Deshalb werden für viele Anwendungen bevorzugt Push-Pull-Steckverbinder
verwendet, die anstelle oder neben dem Schraubgewinde einen sogenannten Push-Pull-Verriegelungsmechanismus
aufweisen. Durch einen solchen Push-Pull-Verriegelungsmechanismus verriegelt der Steckverbinder
durch Einführen des Steckers in die Buchse automatisch. Der verriegelte Steckverbinder
kann durch Ziehen am Kabel nicht entriegelt werden. Der Steckverbinder kann aber durch
einen gezielten Entriegelungsvorgang gelöst bzw. entriegelt werden, z.B. indem ein
Steckergehäuse zurückgezogen wird. Ein Drehen oder Schrauben ist für das Verriegeln
und Entriegeln bei der Push-Pull-Technik nicht erforderlich.
[0004] In der
DE 10 2015 015 202 A1 ist beispielsweise ein Steckverbinder beschrieben, der geeignet ist, sowohl über
ein Schraubgewinde als auch über einen Push-Pull-Verriegelungsmechanismus mit einem
komplementären Steckelement verbunden zu werden.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen alternativen bzw. verbesserten
Steckverbinder mit flexiblen Verbindungsmöglichkeiten bereitzustellen. Insbesondere
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Steckverbinder mit flexiblen
Verbindungsmöglichkeiten und einem verbesserten Verriegelungsmechanismus bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Ein erster unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft einen Steckverbinder,
insbesondere einen Push-Pull-Steckverbinder, aufweisend:
- ein Aufnahmeelement zur zumindest bereichsweisen Aufnahme eines komplementären Steckelements
erster Art oder eines komplementären Steckelements zweiter Art; und
- ein Push-Pull-Verriegelungssystem zum Herstellen einer Push-Pull-Verriegelung zwischen
dem Steckverbinder und dem Steckelement erster Art;
wobei das Push-Pull-Verriegelungssystem zumindest ein Verriegelungselement aufweist,
welches zumindest bereichsweise in einer für das zumindest eine Verriegelungselement
vorgesehenen Ausnehmung des Aufnahmeelements angeordnet ist, und
wobei das Aufnahmeelement zumindest ein Rastmittel aufweist, welches vorgesehen und
ausgelegt ist, um mit zumindest einem komplementären Rastmittel des Steckelements
zweiter Art in Eingriff gebracht bzw. verrastet zu werden.
[0007] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wurde erkannt, dass trotz vorhandener Standards
bzw. Normen bei Steckverbindern bzw. Steckelementen verschiedene Varianten bzw. Arten
auf dem Markt existieren, welche von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden.
Meist können deshalb herkömmliche Steckverbinder nur mit zugehörigen Steckelementen
des gleichen Herstellers verwendet werden, weil nur diese hinsichtlich des Verbindungs-
bzw. Verriegelungsmechanismus miteinander kompatibel sind. Der erfindungsgemäße Steckverbinder
dagegen ist vorteilhafterweise geeignet, um mit mehreren Varianten bzw. Arten von
komplementären Steckelementen, insbesondere auch von unterschiedlichen Herstellern,
verwendet zu werden. So ist der erfindungsgemäße Steckverbinder insbesondere geeignet,
mit verschiedenartigen komplementären Steckelementen, also mit einem komplementären
Steckelement erster Art und/oder mit einem komplementären Steckelement zweiter Art,
verbunden bzw. verriegelt zu werden. Es versteht sich, dass der Steckverbinder jeweils
nur mit einem Steckverbinder verbunden werden kann, also mit einem der Steckverbinder
erster und zweiter Art. Das Aufnahmeelement ist also ausgelegt und/oder geeignet,
jeweils einen der komplementären Steckelemente erster und zweiter Art zumindest bereichsweise
aufzunehmen.
[0008] Unter einem komplementären Steckelement bzw. komplementären Steckverbinder wird allgemein
ein Steckelement bzw. Steckverbinder verstanden, welches/welcher hinsichtlich seiner
Geometrie und seiner Anschlüsse mit dem erfindungsgemäßen Steckverbinder verbindbar
ist. Der erfindungsgemäße Steckverbinder kann ein männlicher oder ein weiblicher Steckverbinder
sein. Insbesondere kann der erfindungsgemäße Steckverbinder eine Steckbuchse oder
ein Stecksockel sein. Ist der erfindungsgemäße Steckverbinder z.B. ein männlicher
Steckverbinder, so kann er mit einem dazu komplementären weiblichen Steckverbinder
verbunden werden. Ist der Steckverbinder z.B. ein weiblicher Steckverbinder, so kann
er mit einem dazu komplementären männlichen Steckverbinder verbunden werden.
[0009] Mit den Begriffen "Steckelement erster Art" und "Steckelement zweiter Art" wird im
Rahmen der vorliegenden Erfindung verstanden, dass sich das Steckelement erster Art
und das Steckelement zweiter Art unterscheiden. Mit anderen Worten handelt es sich
bei dem Steckelement erster Art um ein Steckelement, das sich in seiner Bauart bzw.
in seinen Eigenschaften bzw. Komponenten, welche es aufweist, vom Steckelement zweiter
Art unterscheidet. Beispielsweise kann das Steckelement erster Art von einem ersten
Hersteller und das Steckelement zweiter Art von einem anderen zweiten Hersteller sein.
Das komplementäre Steckelement erster Art und das komplementäre Steckelement zweiter
Art unterscheiden sich insbesondere durch die an dem Steckelement angebrachten Verbindungs-
bzw. Verriegelungsmittel. Beispielsweise kann das komplementäre Steckelement erster
Art einen vorspringenden Ring aufweisen, während das Steckelement zweiter Art mehrere
über den Umfang des Steckelements verteilter und beabstandeter Rastmittel, z.B. Federelemente,
aufweisen kann.
[0010] Damit der erfindungsgemäße Steckverbinder mit zwei unterschiedlichen Arten von Steckelementen
verbunden und/oder verriegelt werden kann, weist der erfindungsgemäße Steckverbinder
ein Push-Pull-Verriegelungssystem, welches zumindest ein Verriegelungselement umfasst,
und zusätzlich noch ein Rastmittel auf. Das Push-Pull-Verriegelungssystem dient zum
Verriegeln des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement erster Art und
das zusätzliche Rastmittel dient zum Verriegeln des Steckverbinders mit dem komplementären
Steckelement zweiter Art.
[0011] Das zumindest eine Verriegelungselement ist zumindest bereichsweise in einer speziell
für das zumindest eine Verriegelungselement vorgesehenen, d.h. einer zum zumindest
einen Verriegelungselement zugehörigen, Ausnehmung des Aufnahmeelements angeordnet.
Das Aufnahmeelement dient zur zumindest bereichsweisen Aufnahme eines komplementären
Steckelements. Unter "zumindest bereichsweise" wird insbesondere verstanden, dass
nur ein entsprechender Aufnahmebereich bzw. ein Steckbereich des komplementären Steckelements
vom Aufnahmeelement aufgenommen wird. Dabei umfasst der Aufnahmebereich bzw. Steckbereich
des komplementären Steckelements das oder die jeweilige(n) Verbindungs- bzw. Verriegelungsmittel
des komplementären Steckelements. Insbesondere weist das Aufnahmeelement eine Geometrie
und/oder Abmessungen (z.B. Durchmesser) auf, um ein komplementäres Steckelement aufzunehmen.
[0012] Das komplementäre Steckelement erster Art und das komplementäre Steckelement zweiter
Art sind insbesondere Push-Pull-Steckelemente, d.h. Steckelemente, welche für eine
Push-Pull-Verriegelung ausgelegt sind und/oder Mittel zur Verbindung bzw. Verriegelung
mittels Push-Pull-Technik aufweisen.
[0013] Wie bereits oben erwähnt, bedeutet der Begriff "Push-Pull", dass der Steckverbinder
durch Einführen des komplementären Steckelements in das Aufnahmeelement und/oder eine
Buchse des Steckverbinders automatisch. Der verriegelte Steckverbinder kann durch
Ziehen am Kabel nicht unbeabsichtigt entriegelt werden. Eine Entriegelung kann vielmehr
nur ganz gezielt mit Hilfe von Entriegelungsmittel, z.B. mit Hilfe eines Entriegelungsrings
und/oder mit Hilfe eines Steckverbindergehäuses, erfolgen, insbesondere indem der
Entriegelungsring bzw. das Steckverbindergehäuse entgegen einer Federkraft verlagert
wird. Das komplementäre Steckelement kann aber jedenfalls mit dem Steckverbinder ohne
ein Drehen bzw. Schrauben, sondern durch ein bloßes Drücken und Ziehen, verbunden,
verriegelt und/oder fixiert werden. Das komplementäre Steckelement kann insbesondere
durch das Anwenden einer vorbestimmten Kraft entlang einer Einsteckrichtung mit dem
Steckverbinder verbunden, verriegelt bzw. fixiert werden. Entsprechend kann das komplementäre
Steckelement durch das Anwenden einer vorbestimmten Kraft entgegen der Einsteckrichtung
vom Steckverbinder wieder gelöst werden, d.h. es kann dadurch eine im montierten Zustand
vorhandene Fixierung zwischen Steckverbinder und komplementärem Steckelement wieder
aufgehoben werden. Unter einer "Push-Pull-Verriegelung wird daher insbesondere eine
(lösbare) Verriegelung verstanden, die ohne ein Drehen und/oder Schrauben der Verbindungs-
bzw. Verriegelungsmittel erfolgt. Mit dem Begriff "Verbinden" wird im Sinne dieser
Beschreibung insbesondere ein elektrisches und mechanisches Verbinden bzw. Zusammenfügen
verstanden.
[0014] Vorzugsweise weist das Verriegelungssystem eine Mehrzahl von Verriegelungselementen,
also zumindest zwei (z.B. zwei, drei, vier, fünf, etc.) Verriegelungselemente auf.
Ferner weist das Aufnahmeelement vorzugsweise eine entsprechende Mehrzahl von zu den
Verriegelungselementen zugehörigen Ausnehmungen auf. Ferner weist das Aufnahmeelement
vorzugsweise eine Mehrzahl, also zumindest zwei (z.B. zwei, drei, vier, fünf, etc.)
Rastmittel auf. Vorzugsweise entspricht die Anzahl von Rastmitteln, die das Aufnahmeelement
aufweist, der Anzahl von Verriegelungselementen und damit der Anzahl von Ausnehmungen
des Aufnahmeelements. Besonders bevorzugt ist diese Anzahl gleich drei.
[0015] Als Rastmittel wird im Sinne dieser Beschreibung ein Mittel bzw. Element verstanden,
welches mit einem komplementären Rastmittel bzw. Rastelement in Eingriff gebracht
bzw. verrastet werden kann. Dabei wird unter einer Verrastung eine lösbare, aber stabile,
d.h. sichere, Verbindung bzw. Verriegelung verstanden. Insbesondere wird unter einer
Verrastung im Sinne der vorliegenden Beschreibung eine Verbindung bzw. Verriegelung
verstanden, welche nicht versehentlich oder unbeabsichtigt, sondern erst durch Betätigen
eines Entriegelungsmechanismus, gelöst werden kann. Insbesondere sind Elemente, die
zwar grundsätzlich mit anderen Elementen in Eingriff gebracht werden können, nicht
aber speziell für eine stabile und sichere Verbindung vorgesehen sind, keine Rastmittel
im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0016] Vorzugsweise ist das zumindest eine Rastmittel bzw. ist jeweils jedes der Mehrzahl
von Rastmitteln des Aufnahmeelements als eine Kante bzw. als Verjüngung oder Rücksprung
eines Rastmittelabschnitts bzw. einer Rastmittelplatte des Aufnahmeelements ausgebildet.
Mit anderen Worten weist das Aufnahmeelement zumindest einen Rastmittelabschnitt bzw.
eine Rastmittelplatte auf, die wiederum einen Rücksprung bzw. eine Kante aufweist,
welcher/welche als Rastmittel fungiert bzw. das Rastmittel ausbildet. Mit anderen
Worten bildet bzw. ist der Rücksprung oder die Kante der Rastmittelplatte das Rastmittel
bzw. das Rastelement. Der Rastmittelabschnitt bzw. die Rastmittelplatte wird im Rahmen
dieser Beschreibung auch als Führungsabschnitt bzw. Führungsplatte bezeichnet, da
der Rastmittelabschnitt bzw. die Rastmittelplatte mit einem Führungselement des komplementären
Steckelements zusammenwirken kann. Der Führungsabschnitt bzw. die Führungsplatte kann
insbesondere einem falschen Einstecken bzw. einer falschen Polung beim Zusammenstecken
des Steckverbinders mit einem komplementären Steckelement vorbeugen.
[0017] Die jeweiligen Anordnungen, also z.B. des zumindest einen Verriegelungselements,
beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, insbesondere auf den montierten
Zustand. Unter einem montierten Zustand wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein
Zustand verstanden, in dem die einzelnen Bestandteile bzw. Komponenten des Steckverbinders
funktionsgemäß montiert, d.h. zusammengesetzt oder zusammengebaut sind. Insbesondere
wird unter dem montierten Zustand ein Zustand verstanden, bei dem der Steckverbinder
mit einem komplementären Steckelement elektrisch und mechanisch verbunden ist.
[0018] Das zumindest eine Rastmittel des Aufnahmeelements ist vorgesehen und ausgelegt,
um mit zumindest einem komplementären Rastmittel des Steckelements zweiter Art in
Eingriff gebracht zu werden. Dies bedeutet insbesondere auch, dass das zumindest eine
Rastmittel des Aufnahmeelements gemäß seiner vorgesehenen Funktion entsprechend angeordnet
ist, um mit zumindest einem komplementären Rastmittel des Steckelements zweiter Art
in Eingriff gebracht zu werden. Vorzugsweise ist die zumindest eine Rastelementplatte
bzw. das zumindest eine Rastmittel, insbesondere entlang des Umfangs des Steckverbinders
betrachtet, zwischen zwei Ausnehmungen der Aufnahmeplatte und damit zwischen den zumindest
bereichsweise in diesen Ausnehmungen angeordneten Verriegelungselementen angeordnet.
[0019] Insbesondere weist ein Steckverbinder im Sinne dieser Beschreibung auf:
- ein Aufnahmeelement zur zumindest Bereichsweisen Aufnahme eines komplementären Steckelements;
und
- ein Push-Pull-Verriegelungssystem zum Herstellen einer Push-Pull-Verriegelung;
wobei das Verriegelungssystem zumindest ein Verriegelungselement aufweist, welches
zumindest bereichsweise in einer für das zumindest eine Verriegelungselement vorgesehenen
Ausnehmung des Aufnahmeelements angeordnet ist, und
wobei das Aufnahmeelement zumindest ein Rastmittel aufweist, welches vorgesehen und
ausgelegt ist, um mit zumindest einem komplementären Rastmittel (eines komplementären
Steckelements) in Eingriff gebracht zu werden.
[0020] Vorzugsweise weist der Steckverbinder auf:
- ein Aufnahmeelement zur zumindest Bereichsweisen Aufnahme eines komplementären Steckelements;
und
- ein Push-Pull-Verriegelungssystem zum Herstellen einer Push-Pull-Verriegelung;
wobei das Push-Pull-Verriegelungssystem eine Mehrzahl von Verriegelungselement aufweist,
welche zumindest bereichsweise in für die jeweiligen Verriegelungselemente vorgesehenen
Ausnehmungen des Aufnahmeelements angeordnet sind, und
wobei das Aufnahmeelement eine Mehrzahl von Rastmitteln aufweist, welche vorgesehen
und ausgelegt sind, um jeweils mit komplementären Rastmitteln (eines komplementären
Steckelements) in Eingriff gebracht bzw. verrastet zu werden.
[0021] Dadurch, dass der erfindungsgemäße Steckverbinder ein (insbesondere mehrteiliges)
Verriegelungssystem und zusätzlich ein oder mehrere zur Verrastung mit einem komplementären
Rastelement eines komplementären Steckelements vorgesehene Rastmittel aufweist, bietet
der erfindungsgemäße Steckverbinder flexible Verbindungsmöglichkeiten. Vorteilhafterweise
kann der erfindungsgemäße Steckverbinder entweder mit einem Steckelement erster Art
oder einem Steckelement zweiter Art verbunden bzw. verriegelt werden.
[0022] Vorzugsweise weist der Steckverbinder eine Rundsteckverbindung auf, mit der ein komplementärer
Rundsteckverbinder (erster und zweiter Art) mit dem Steckverbinder verbunden werden
kann. Insbesondere ist der Steckverbinder ein M12-Steckverbinder.
[0023] Der Steckverbinder bzw. ein Steckbereich des Steckverbinders kann z.B. steckelementseitige
Kontaktelemente aufweisen, die mit komplementären Kontaktelementen des komplementären
Steckelements derart verbunden bzw. zusammengefügt werden können, dass zwischen den
jeweiligen Kontaktelementen und den dazugehörigen komplementären Kontaktelementen
ein elektrischer Kontakt besteht.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungssystem drei, insbesondere
genau drei, Verriegelungselemente auf, wobei jedes der Verriegelungselemente in einer
zugehörigen Ausnehmung des Aufnahmeelements angeordnet ist. Folglich weist das Aufnahmeelement
ebenfalls drei, insbesondere genau drei, Ausnehmungen für die Verriegelungselemente
auf. Alternativ oder zusätzlich weist das Aufnahmeelement drei, insbesondere genau
drei, Rastabschnitte auf. Im Rahmen der Erfindung hat sich gezeigt, dass auf diese
Weise eine besonders gute Stabilität der Verbindung erreichen lässt.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungssystem ein Entriegelungselement
bzw. einen Entriegelungsring zum Entriegeln bzw. Lösen der Verriegelung zwischen dem
Steckverbinder und dem Steckelement erster Art, d.h. zum Entriegeln des Steckverbinders
und Steckelements erster Art, auf.
[0026] Alternativ oder zusätzlich weist das Entriegelungselement zumindest ein Führungselement
auf, welches (insbesondere im montierten Zustand) zumindest bereichsweise in einer
Kulisse des zumindest einen Verriegelungselements angeordnet und innerhalb der Kulisse,
und somit relativ zum Verriegelungselement, beweglich bzw. verlagerbar ist. Die Kulisse
stellt insbesondere eine Führungsrinne für das Führungselement dar. Das Führungselement
ist insbesondere fest mit dem Entriegelungselement verbunden bzw. einstückig mit dem
Entriegelungselement ausgebildet. Vorzugsweise ist das Führungselement ein Stab oder
ein Bolzen. Das Führungselement kann in der Kulisse geführt und darin verlagert werden.
Insbesondere kann sich das Führungselement innerhalb von Begrenzungen der Kulisse
bewegen bzw. verlagert werden. Das Entriegelungselement weist vorzugsweise an dessen
Oberfläche eine Riffelung auf, was die Griffigkeit beim Verschieben des Entriegelungselements
(gegen eine Federkraft) zum Entriegeln des Steckverbinders verbessert und somit das
beabsichtigte Entriegeln erleichtert.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Kulisse eine Schräge bzw.
Krümmung auf, so dass sich bei einer Verlagerung des zumindest einen Führungselements
innerhalb der Kulisse das zumindest eine Verriegelungselement entlang einer zur Längsachse
des Steckverbinders senkrechten Richtung verlagert. Mit anderen Worten ist die Kulisse
bzw. Führungsrinne, insbesondere ein Querschnitt davon, nicht geradlinig, sondern
kurvig bzw. gebogen ausgebildet. Die Kulisse bzw. die Führungsrinne, insbesondere
ein Querschnitt davon, weist also einen gebogenen Abschnitt auf. Insbesondere weist
die Kulisse bzw. Führungsrinne entlang einer Längsachse des Verriegelungselements
eine sich ändernde (insbesondere betragsmäßig zunehmende) Steigung auf. Insbesondere
weist die Kulisse mehrere Abschnitte mit unterschiedlicher Steigung auf. Mit anderen
Worten weist die Kulisse eine gekrümmte Form auf.
[0028] Die entlang zur Längsachse des Steckverbinders senkrechte Richtung wird im Folgenden
auch als vertikale Richtung bezeichnet. Diese vertikale Richtung ist auch senkrecht
zu einer Einsteckrichtung, welche entlang der Längsachse des Steckverbinders zeigt.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungssystem ein (erstes)
Federelement auf, welches zwischen einem Anschlagelement des Entriegelungselements
und einem Anschlagelement eines Steckverbindergehäuses des Steckverbinders angeordnet
ist und das Entriegelungselement mit einer vorbestimmten Federkraft (welche im Folgenden
als erste Federkraft bezeichnet wird) in Richtung einer Ausgangsposition drückt. Unter
der Ausgangsposition oder auch Standardposition des Entriegelungselements wird eine
Position verstanden, in der sich das Entriegelungselement ohne äußere Krafteinwirkung
normalerweise befindet. Das (erste) Federelement des Verriegelungssystems ist insbesondere
eine Spiralfeder. Das Anschlagelement des Entriegelungselements bzw. Entriegelungsrings
ist im Inneren bzw. an einer inneren Oberfläche des Entriegelungselements bzw. Entriegelungsrings
ausgebildet.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das zumindest eine Verriegelungselement
einen Halteabschnitt bzw. Blockierabschnitt auf, der ausgelegt bzw. derart geformt
ist, um in einer Verriegelungsposition eine Verlagerung eines Vorsprungs bzw. vorspringenden
Rings des Steckelements erster Art, und damit eine Verlagerung des Steckelements erster
Art selbst, zu unterbinden bzw. zu blockieren. Der Halteabschnitt ist insbesondere
als Vorsprung bzw. als ein vorspringender Abschnitt des zumindest einen Verriegelungselements
ausgebildet. Unter der Verriegelungsposition wird eine Position verstanden, in der
sich das Verriegelungselement befindet, wenn der Steckverbinder mit dem komplementären
Steckelement (erster Art) verriegelt ist. In dieser Verriegelungsposition blockiert
bzw. verhindert der Halteabschnitt bzw. Blockierabschnitt des Verriegelungselements
eine Verlagerung bzw. Verschiebung des komplementären Steckelements (erster Art).
Mit anderen Worten kann in dieser Verriegelungsposition das komplementäre Steckelement
(erster Art) nicht vom Steckverbinder gelöst werden. Dabei weist der Halteabschnitt
vorzugsweise eine abgeschrägte Kante, d.h. eine Kante mit einer Neigung bzw. einem
vorbestimmten Neigungswinkel, auf. Die abgeschrägte Kante des Halteabschnitts des
Verriegelungselements ist insbesondere derart ausgebildet bzw. weist einen derartigen
Neigungswinkel (insbesondere bezüglich einer Längsachse des Verriegelungselements)
auf, dass im Verriegelungszustand (d.h. insbesondere in einem Zustand, in dem eine
Verriegelung zwischen dem komplementären Steckelement erster Art und dem Steckverbinder
hergestellt ist) ein unbeabsichtigtes Lösen des komplementären Steckelements erster
Art vom Steckverbinder (bzw. ein unbeabsichtigtes Herausziehen des komplementären
Steckelements erster Art aus dem Steckverbinder) vermieden wird. Mit Hilfe der abgeschrägten
Kante kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass sich das Verriegelungselement
beim Versuch, das komplementäre Steckelement aus dem Steckverbinder zu ziehen, verkantet
bzw. verklemmt, so dass dadurch im Verriegelungszustand bzw. in der Verriegelungsposition
ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Steckelements aus dem Steckverbinder vermieden
wird.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Steckverbinder ein Steckverbindergehäuse
mit zumindest einem Aufliegeabschnitt auf, wobei das zumindest eine Verriegelungselement
einen Gleitabschnitt aufweist, welcher auf dem Aufliegeabschnitt des Steckverbindergehäuses
aufliegt und entlang des Aufliegeabschnitts des Steckverbindergehäuses bewegbar bzw.
verlagerbar ist. Vorzugsweise ist der Gleitabschnitt des zumindest einen Verriegelungselements
halbkeilförmig ausgestaltet. Weiter vorzugsweise weist der Gleitabschnitt des zumindest
einen Verriegelungselements einen abgerundeten Endabschnitt auf. Dieser abgerundete
Endabschnitt sorgt vorteilhafterweise für verbesserte Gleiteigenschaften.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das zumindest eine Verriegelungselement
eine Mulde auf, in der, insbesondere im montierten Zustand, ein zweites Federelement
zumindest bereichsweise angeordnet ist. Das zweite Federelement ist derart ausgebildet
bzw. geformt, dass es in einer Entriegelungsposition des zumindest einen Verriegelungselements
eine vorbestimmte Federkraft (welche im Folgenden als zweite Federkraft bezeichnet
wird) auf das Führungselement bzw. auf den Bolzen des Entriegelungselements ausübt.
Auf diese Weise wird nach dem Entriegeln durch Loslassen des Entriegelungselements
das zumindest eine Verriegelungselement wieder in seine Ausgangsposition gebracht.
Als Ausgangsposition des Verriegelungselements wird eine Position verstanden, in der
sich das Verriegelungselement befinden muss, so dass ein komplementäres Steckelement
(erster Art) mit dem Steckverbinder verbunden und/oder verriegelt werden kann. Unter
der Entriegelungsposition (des zumindest einen Verriegelungselements) wird eine Position
verstanden, in der sich das Verriegelungselement befindet, wenn der Steckverbinder
entriegelt ist, d.h. nicht mit dem komplementären Steckelement (erster Art) verriegelt
ist. Die zweite Federkraft wird dabei vorzugsweise so gewählt, dass diese größer ist
als die Summe von Reibungskräften, welche eine Bewegung bzw. Verlagerung des zumindest
einen Verriegelungselements verhindern. Ferner wird die zweite Federkraft vorzugsweise
so gewählt, dass sie beim Einstecken des komplementären Steckelements (erster Art)
in den Steckverbinder zum Verriegeln des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
(erster Art) durch eine vorbestimmte Drucckraft, die von einem Benutzer leicht mit
der Hand bzw. den Fingern aufgebracht werden kann, überwunden wird.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Steckverbinder ferner ein
Anschlusselement zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen, welche mit komplementären
elektrischen Kontaktelementen des Steckelements erster Art oder mit komplementären
elektrischen Kontaktelementen des Steckelements zweiter Art elektrisch verbindbar
sind. Beispielsweise kann das Anschlusselement 5-polig ausgebildet sein, d.h. es kann
fünf elektrische Kontaktelemente aufnehmen. Es versteht sich aber, dass das Anschlusselement
je nach Anwendung auch ausgebildet sein kann, um eine (beliebige) andere Anzahl von
Kontaktelementen aufzunehmen. Insbesondere kann das Anschlusselement und damit der
Steckverbinder 3-, 4-, 5- oder 8-polig ausgebildet sein.
[0034] Alternativ oder zusätzlich kann der Steckverbinder einen Dichtring aufweisen, welcher,
insbesondere im montierten Zustand, auf dem Anschlusselement angeordnet ist.
[0035] Ein weiterer unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft ein Stecksystem
umfassend
- den erfindungsgemäßen Steckverbinder; und
- das Steckelement erster Art und/oder das Steckelement zweiter Art.
[0036] Das komplementäre Steckelement erster Art weist vorzugsweise einen Anschlagabschnitt
sowie einen zusätzlichen umlaufenden Vorsprung auf. Der Anschlagabschnitt ist vorzugsweise
als eine (insbesondere abgeschrägte) Kante ausgebildet und der zusätzliche umlaufende
Vorsprung ist vorzugsweise als ein vorspringender Ring ausgebildet. Ferner kann das
komplementäre Steckelement erster Art auch ein Gewinde aufweisen. Der Anschlagabschnitt
kann als (insbesondere abgeschrägte) Kante des Gewindes ausgebildet sein. Diese Kante
kann als sogenannte Steuerkante zum Herstellen der Verriegelung des Steckverbinders
mit dem komplementären Steckelement erster Art dienen. Dabei wird unter dem Begriff
"Steuerkante" verstanden, dass mit Hilfe dieser Kante das zumindest eine Verriegelungselement
derart verlagert werden kann (bzw. beim Einstecken des komplementären Steckelements
erster Art in den Steckverbinder derart verlagert wird), dass das zumindest eine Verriegelungselement
eine Verriegelungsposition einnimmt und damit eine Verriegelung bewirkt.
[0037] Das komplementäre Steckelement zweiter Art kann einen Rastmittelkörper bzw. einen
Federelementkörper aufweisen, in dem das zumindest eine komplementäre Rastmittel ausgebildet
ist. Das zumindest eine komplementäre Rastmittel weist vorzugsweise ein Federelement
auf. Insbesondere ist das zumindest eine komplementäre Rastmittel ein Federelement.
Das Federelement weist vorzugsweise rückstellfähig elastische Eigenschaften auf. Weiter
vorzugsweise weist das komplementäre Steckelement zweiter Art zumindest ein Führungselement
auf, welches derart ausgelegt und/oder dimensioniert ist, dass es in das Aufnahmeelement,
insbesondere entlang des zumindest einen Führungsabschnitts des Aufnahmeelements des
Steckverbinders einführbar ist. Besonders bevorzugt weist das komplementäre Steckelement
zweiter Art drei Führungselemente auf, welche derart ausgelegt und/oder dimensioniert
sind, dass sie in das Aufnahmeelement des Steckverbinders, insbesondere jeweils entlang
eines zugehörigen Führungsabschnitts des Aufnahmeelements, einführbar sind. Mit anderen
Worten erstrecken sich im montierten Zustand die Führungselemente des komplementären
Steckelements zweiter Art vorzugsweise durch die Führungsabschnitte des Aufnahmeelements
des Steckverbinders. Insbesondere entspricht die Anzahl der Führungselemente des komplementären
Steckelements zweiter Art der Anzahl von Führungsabschnitten des Aufnahmeelements
des Steckverbinders. Jedes Führungselement des komplementären Steckelements zweiter
Art erstreckt sich vorzugsweise durch einen zugehörigen Führungsabschnitt des Aufnahmeelements
des Steckverbinders.
[0038] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Stecksystem als ein M12-Stecksystem
ausgebildet. Mit anderen Worten ist der erfindungsgemäße Steckverbinder vorzugsweise
ein M12-Steckverbinder und das komplementäre Steckelement (erster und zweiter Art)
vorzugsweise ein M12-Steckelement.
[0039] Optional können der Steckverbinder und/oder das komplementäre Steckelement weitere
Komponenten aufweisen. Beispielsweise ein Schirmgehäuse, das den Steckverbinder bzw.
das komplementäre Steckelement zumindest teilweise elektrisch abschirmt. Neben dem
oder den Schirmgehäuse(n) kann das Stecksystem weitere optionale Zusatzmodule aufweisen,
wie z.B. eine Abdichtung und/oder einen oder zwei Hemmringe, die ein unabsichtliches
Lösen der Steckverbindung behindern und/oder reduzieren.
[0040] Für den oben genannten weiteren unabhängigen Aspekt und insbesondere für diesbezügliche
bevorzugte Ausführungsformen gelten auch die vor- oder nachstehend gemachten Ausführungen
zu den Ausführungsformen des ersten Aspekts. Insbesondere gelten für einen unabhängigen
Aspekt der vorliegenden Erfindung und für diesbezügliche bevorzugte Ausführungsformen
auch die vor- und nachstehend gemachten Ausführungen zu den Ausführungsformen des
jeweils anderen unabhängigen Aspekts.
[0041] Im Folgenden werden einzelne Ausführungsformen zur Lösung der Aufgabe anhand der
Figuren beispielhaft beschrieben. Dabei weisen die einzelnen beschriebenen Ausführungsformen
zum Teil Merkmale auf, die nicht zwingend erforderlich sind, um den beanspruchten
Gegenstand auszuführen, die aber in bestimmten Anwendungsfällen gewünschte Eigenschaften
bereitstellen. So sollen auch Ausführungsformen als unter die beschriebene technische
Lehre fallend offenbart angesehen werden, die nicht alle Merkmale der im Folgenden
beschriebenen Ausführungsformen aufweisen. Ferner werden, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, bestimmte Merkmale nur in Bezug auf einzelne der im Folgenden beschriebenen
Ausführungsformen erwähnt. Es wird darauf hingewiesen, dass die einzelnen Ausführungsformen
daher nicht nur für sich genommen, sondern auch in einer Zusammenschau betrachtet
werden sollen. Anhand dieser Zusammenschau wird der Fachmann erkennen, dass einzelne
Ausführungsformen auch durch Einbeziehung von einzelnen oder mehreren Merkmalen anderer
Ausführungsformen modifiziert werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass eine
systematische Kombination der einzelnen Ausführungsformen mit einzelnen oder mehreren
Merkmalen, die in Bezug auf andere Ausführungsformen beschrieben werden, wünschenswert
und sinnvoll sein kann und daher in Erwägung gezogen und auch als von der Beschreibung
umfasst angesehen werden soll.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0042]
- Figur 1a
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 1b
- zeigt eine Vorderansicht des Steckverbinders von Figur 1a;
- Figur 2
- zeigt eine Explosionsansicht eines Stecksystems gemäß einer bevorzugten Ausführungsform,
umfassend ein komplementäres Steckelement und den Steckverbinder von Figur 1;
- Figur 3a
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines komplementären Steckelements erster Art gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 3b
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines komplementären Steckelements zweiter Art
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 3c
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rastmittel- bzw. Federelementkörpers des
komplementären Steckelements zweiter Art von Figur 3b gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 4a
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Aufnahmeelements des Steckverbinders gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 4b
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Aufnahmeelements von Figur 4a zusammen mit
in Ausnehmungen des Aufnahmeelements angeordneten Verriegelungselementen gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 5a
- zeigt eine Seitenansicht eines Verriegelungselements des Steckverbinders gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 5b
- zeigt eine Seitenansicht des Verriegelungselements von Figur 5a, in der die im Vergleich
zur Figur 5a gegenüberliegende Seite ersichtlich ist;
- Figur 6a
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Entriegelungselements des Steckverbinders
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 6b
- zeigt eine perspektivische Ansicht des Entriegelungselements von Figur 6a zusammen
mit am Entriegelungselement angeordneten Verriegelungselementen gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform;
- Figur 6c
- zeigt eine Vorderansicht des Entriegelungselements von Figur 6a;
- Figur 7
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbindergehäuses des Steckverbinders
zusammen mit am Steckverbindergehäuse angeordneten Verriegelungselementen gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 8a
- zeigt eine schematische Skizze eines Steckverbinders mit einem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer ersten Einsteckposition;
- Figur 8b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der ersten Einsteckposition;
- Figur 9a
- zeigt eine schematische Skizze des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer zweiten Einsteckposition;
- Figur 9b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der zweiten Einsteckposition;
- Figur 10a
- zeigt eine schematische Skizze des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer dritten Einsteckposition;
- Figur 10b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der dritten Einsteckposition;
- Figur 11a
- zeigt eine schematische Skizze des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer vierten Einsteckposition;
- Figur 11b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der vierten Einsteckposition;
- Figur 12a
- zeigt eine schematische Skizze des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer fünften Einsteckposition;
- Figur 12b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der fünften Einsteckposition;
- Figur 13a
- zeigt eine schematische Skizze des Steckverbinders mit dem komplementären Steckelement
erster Art gemäß einer sechsten Einsteckposition;
- Figur 13b
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß der sechsten Einsteckposition;
- Figur 14
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß einer Momentaufnahme des Verriegelungsvorgangs kurz bevor die Verriegelungsposition
erreicht ist;
- Figur 15
- zeigt einen Schnitt durch den Steckverbinder und das komplementäre Steckelement erster
Art gemäß einer weiteren Momentaufnahme des Verriegelungsvorgangs, in der die Verriegelungsposition
erreicht ist.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0043] Die in der vorliegenden Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z. B. oben, unten,
seitlich, usw., sind jeweils auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur
bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In den Figuren sind jeweils eine Einsteckrichtung E und/oder eine Längsachse L des
Steckverbinders durch Pfeile bzw. ein entsprechendes Symbol angegeben. Die Einsteckrichtung
E ist die Richtung, in der ein komplementäres Steckelement bewegt werden muss, um
mit dem Steckverbinder verbunden bzw. verriegelt zu werden.
[0044] Die
Figur 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders 300 im zusammengesetzten
bzw. montierten Zustand gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. Wie in dieser Darstellung
zu erkennen, weist der Steckverbinder 300 ein Aufnahmeelement 10 zum Aufnehmen eines
komplementären Steckelements (in der Figur 1 nicht gezeigt) auf. Ferner weist der
Steckverbinder 300 ein Anschlusselement 60 mit Öffnungen zur Aufnahme von elektrischen
Kontaktelementen des komplementären Steckelements auf. Das Anschlusselement 60 ist
aus einem elektrisch isolierenden Material, z.B. aus einem Kunststoff, ausgebildet
und dient zur elektrischen Isolierung der Kontaktelemente. In der gezeigten Ausführungsform
hat das Anschlusselement 60 fünf solcher Öffnungen und ist daher 5-polig ausgebildet.
Des Weiteren weist der Steckverbinder 300 ein Entriegelungselement bzw. einen Entriegelungsring
40 und ein Gehäuseelement 70 auf. Durch Zurückziehen bzw. Ziehen des Entriegelungsrings
40 entlang der Einsteckrichtung E und damit über bzw. entlang des Steckverbindergehäuses
70 kann eine Verriegelung gelöst und eine Steckverbindung entriegelt werden. Weitere
Details zum Verriegelungs-und Entriegelungsmechanismus werden weiter unten, insbesondere
im Zusammenhang mit den Figuren 8a bis 15, beschrieben. Wie in der Figur 1a dargestellt,
fallen die Richtung der Längsachse L des Steckverbinders 300 und die Einsteckrichtung
E zusammen.
[0045] Die
Figur 1b zeigt den Steckverbinder 300 von Figur 1a in einer Vorderansicht. Die Längsachse
L des Steckverbinders 300 und die Einsteckrichtung E zeigen in dieser Darstellung
in die Zeichenebene. Neben dem Anschlusselement 60 sind insbesondere auch drei Verriegelungselemente
13 eines Verriegelungssystems erkennbar.
[0046] Die
Figur 2 zeigt eine Explosionsansicht eines Stecksystems gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Das Stecksystem umfasst ein komplementäres Steckelement erster Art 100 und den Steckverbinder
300 aus Figur 1. Anstelle des Steckelements erster Art 100 oder zusätzlich zum Steckelement
erster Art 100 kann das Stecksystem auch ein Steckelement zweiter Art 200 (siehe die
Figuren 3b und 3c) umfassen.
[0047] Wie in Figur 2 erkennbar, weist der Steckverbinder 300 ein Aufnahmeelement 10 mit
Führungsabschnitten 11 auf. Die Führungsabschnitte 11 dienen zum Einführen von Führungselementen
220 eines Steckelements zweiter Art 200 (siehe die Figuren 3b und 3c). Wegen ihrer
weiteren Funktionsweise, nämlich dem Verrasten von komplementären Rastmittel des Steckelements
zweiter Art 200, werden die Führungselemente 220 auch als Rastmittelplatten bezeichnet.
Insbesondere weist jede Rastmittelplatte 220 auf deren Innenseite, d.h. im Inneren
des Aufnahmeelements 10, ein Rastmittel auf (in der Figur 2 nicht sichtbar).
[0048] Ferner weist der Steckverbinder 300 ein Verriegelungssystem 20 auf. Das Verriegelungssystem
20, welches zum Verriegeln des Steckelements erster Art 100 dient, umfasst drei Verriegelungselemente
13, ein Federelement 30 in Form einer Spiralfeder und den bereits in Figur 1 dargestellten
Entriegelungsring 40. Der Entriegelungsring 40 weist an seiner Oberfläche eine Riffelung
41 zur besseren Griffigkeit für ein beabsichtigtes Entriegeln auf.
[0049] Ferner weist der Steckverbinder 300 einen Dichtring 50, das bereits in Figur 1 dargestellte
Anschlusselement 60 und das ebenfalls in Figur 1 dargestellte Gehäuse 70 auf. Das
Gehäuse 70 umfasst ein Anschlagelement bzw. einen Anschlagring 75 und drei Aufliegeabschnitte
78. Im montierten Zustand ist das Federelement 30 zwischen einem Anschlagelement 45
des Entriegelungsrings 40 (siehe die Figuren 6a bis 6c) und dem Anschlagelement 75
des Steckverbindergehäuses 70 angeordnet. Durch das Federelement 30 wird der Entriegelungsring
40 mit einer vorbestimmten Federkraft in Richtung einer Ausgangsposition (in Figur
2 nach links) gedrückt. Zum Entriegeln muss der Entriegelungsring 40 entgegen der
Federkraft von der Ausgangsposition in eine Entriegelungsposition des Federelements
40 bewegt bzw. gezogen werden (in der Figur 2 nach rechts). Befindet sich der Entriegelungsring
40 in der Entriegelungsposition, wird eine vom Verriegelungssystem 20 bzw. von den
Verriegelungselementen 13 bewirkte Verriegelung, insbesondere durch eine Verlagerung
der Verriegelungselemente 13, aufgehoben bzw. gelöst. Das Steckelement zweiter Art
200 kann dann durch ein einfaches Ziehen entgegen der Einsteckrichtung E (in der Figur
2 also nach links) vom Steckverbinder 300 herausgezogen werden.
[0050] Das in der Figur 2 gezeigte Steckelement erster Art 100 weist ein Gewinde 110, einen
Anschlagabschnitt bzw. eine Kante 120 und einen umlaufenden Vorsprung bzw. einen vorspringenden
Ring 130 auf. Der Anschlagabschnitt 120 und der vorspringende Ring 130 werden für
das Verriegeln des Steckelements erster Art 100 mit dem Steckverbinder 300 durch das
Verriegelungssystem 20 genutzt. Da für ein Verriegeln das Steckelement erster Art
100 lediglich in den Steckverbinder 300 entlang der Einsteckrichtung E gesteckt bzw.
gedrückt werden muss und nach dem Entriegeln das Steckelement erster Art 100 einfach
entgegen der Einsteckrichtung E vom Steckverbinder 300 herausgezogen werden kann,
handelt es sich beim Verriegelungssystem 20 um ein sogenanntes Push-Pull-Verriegelungssystem.
Das Verriegelungssystem 20 dient also zum Herstellen einer Push-Pull-Verriegelung
zwischen dem Steckverbinder 300 und dem Steckelement erster Art 100. Ein Drehen oder
Schrauben ist zum Verbinden des Steckelements mit dem Steckverbinder nicht erforderlich
und erleichtert somit wesentlich die Handhabung beim Verbinden.
[0051] Das Steckelement erster Art 100 mit dem Gewinde 110, dem Anschlagabschnitt 120 und
dem vorspringenden Ring 130 ist nochmals in einer perspektivischen Ansicht in der
Figur 3a gezeigt.
[0052] Die
Figur 3b zeigt eine perspektivische Ansicht des komplementären Steckelements zweiter Art 200,
welches ebenfalls mit dem Steckverbinder 300 über einen einfachen Push-Pull-Mechanismus,
also durch ein einfaches Drücken bzw. Ziehen (ohne ein Drehen oder Schrauben), verbindbar
und/oder verriegelbar ist.
[0053] Das Steckelement zweiter Art 200 weist einen Steckbereich 350 mit drei Führungselementen
220 und drei komplementären Rastmittel bzw. Federelementen 230 auf. Zudem umfasst
das Steckelement zweiter Art 200 einen Anschlags- bzw. Entriegelungsring 240. Zum
Verbinden bzw. Verriegeln des Steckelements zweiter Art 200 mit dem Steckverbinder
300 können die komplementären Rastmittel bzw. Federelemente 230 des komplementären
Steckelements 200 durch Einstecken des komplementären Steckelements 200 in einen Steckbereich
bzw. in das Aufnahmeelement 10 des Steckverbinders 300 mit zugehörigen Rastmittel
12 des Aufnahmeelements 10 des Steckverbinders 300 in Eingriff gebracht bzw. verrastet
werden. In der Figur 3a sind nur zwei der drei komplementären Rastmittel bzw. Federelemente
230 sichtbar. Durch ein Ziehen am Ring 240 entgegen der Einsteckrichtung E kann eine
Verriegelung, welche auf Grund eines Eingriffs der Rastmittel 12 mit den komplementären
Rastmitteln 230 besteht, aufgehoben werden, ohne den Verriegelungsmechanismus zu zerstören.
Insbesondere bewirkt ein genügend starkes Ziehen am Ring 240 entgegen der Einsteckrichtung
E eine Relativbewegung zwischen Steckverbinder 300 und komplementärem Steckelement
zweiter Art 200 und somit auch zwischen den Rastmitteln 12 und den komplementären
Rastmitteln 230. Dies führt folglich zu einer Entriegelung der in Eingriff stehenden
Rastmittel 12 und 230. Mit anderen Worten kann der Eingriff der Rastmittel 12 mit
den komplementären Rastmitteln 230 durch ein genügend starkes Ziehen am Steckelement
200 und insbesondere am Ring 240 zerstörungsfrei aufgehoben bzw. gelöst werden.
[0054] Zudem weist das komplementäre Steckelement zweiter Art 200 Führungselemente 220 auf,
welche derart ausgelegt und/oder dimensioniert sind, dass sie jeweils entlang der
Führungsabschnitte 11 (siehe z.B. die Figuren 4a und 4b) des Aufnahmeelements 10 des
Steckverbinders 300 einführbar sind. Die Anzahl der Führungselemente 220 entspricht
der Anzahl der komplementären Rastmittel bzw. Federelementen 230. Insbesondere ist
jedes Federelement 230 durch eine Öffnung eines zugehörigen Führungselementes 220
geführt. Ferner weist das komplementäre Steckelement zweiter Art 200 eine Isolierhülle
210 auf, welches ein Kabel (hier nicht gezeigt) umhüllen kann.
[0055] Die
Figur 3c zeigt eine perspektivische Seitenansicht eines Rastmittelkörpers bzw. Federelementkörpers
270 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. An dem Rastmittelkörper 270 sind drei
Rastmittel bzw. Federelemente 230 ausgebildet. Im montierten Zustand sind die Rastmittel
230 durch entsprechende Öffnungen der Führungselemente 220 (siehe Figur 3b) geführt.
Mit anderen Worten erstrecken sich im montierten Zustand die Rastmittel 230 durch
die Öffnungen der Führungselemente 220.
[0056] Die
Figur 4a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Aufnahmeelements 10 des Steckverbinders
300 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. Das Aufnahmeelement 10 weist Führungsabschnitte
11 und Ausnehmungen 14 auf, wobei die Führungsabschnitte 11 jeweils zwischen zwei
Ausnehmungen 14 angeordnet sind (bezogen auf den Umfang des Aufnahmeelements 10).
Mit anderen Worten ist jeweils ein Führungsabschnitt 11 von einem benachbarten Führungsabschnitt
11 durch eine Ausnehmung 14 beabstandet. Die Führungsabschnitte 11 sind ausgelegt,
um Führungselemente 220 des komplementären Steckelements zweiter Art 200 (siehe Figur
3b) aufzunehmen bzw. zu führen. Wie bereits oben erwähnt, weist jedes Führungselement
11 ein Rastelement 12 auf, wobei die Rastelemente 12 als Rücksprung bzw. Kante ausgebildet
sind. In diese Rastmittel 12 können komplementäre Rastmittel 230 eines komplementären
Steckelements zweiter Art 200 (siehe die Figuren 3b und 3c) eingreifen. Die Führungselemente
11 werden deshalb auch als Rastmittelplatten bezeichnet. Die Zwischenräume bzw. Ausnehmungen
14 des Aufnahmeelements 10 sind vorgesehen, um die Verriegelungselemente 13 darin
anzuordnen (siehe Figur 4b).
[0057] Die
Figur 4b zeigt eine perspektivische Ansicht des Aufnahmeelements 10 zusammen mit in den Ausnehmungen
14 des Aufnahmeelements 10 angeordneten Verriegelungselementen 13.
[0058] In einem montierten Zustand, d.h. wenn der Steckbereich 250 des komplementären Steckelements
zweiter Art 200 entlang der Einsteckrichtung E in den Steckbereich bzw. in das Aufnahmeelement
10 des Steckverbinders 300 eingesteckt ist, greifen die Federelemente 230 des komplementären
Steckelements 200 in die zugehörigen Rücksprünge bzw. Rastmittel 12 des Aufnahmeelements
10 des Steckverbinders 300 ein und dienen zur Fixierung bzw. zum stabilen Halt zwischen
dem Steckverbinder 300 und dem komplementären Steckelement 200.
[0059] Beim Einführen des Steckbereichs 250 des komplementären Steckelements zweiter Art
200 in den Steckbereich bzw. in das Aufnahmeelement 10 des Steckverbinders 300 werden
zunächst die Federelemente 230 durch den Kontakt mit dem Führungsabschnitt 11 des
Steckverbinders 300 elastisch, d.h. rückstellfähig, verformt, bis sie sich schließlich
an den jeweiligen Rücksprüngen bzw. Rastmittel 12 des Aufnahmeelements 10 des Steckverbinders
300 wieder entspannen und somit in die jeweiligen Rücksprünge bzw. Rastmittel 12 eingreifen.
Erst wenn das komplementäre Steckelement 200 entgegen der Einsteckrichtung E mit einer
vorbestimmten Kraft gezogen wird, werden die Federelemente 230 wieder zusammengedrückt
bzw. zusammengestaucht, wodurch sich der Eingriff der Federelemente 230 mit den Rücksprüngen
12, d.h. die Verriegelung, löst und somit das komplementäre Steckelement 200 vom Steckverbinder
300 abgesteckt bzw. abgezogen werden kann.
[0060] Das Stecksystem ist somit ein "Push-Pull"-Stecksystem, bei dem die Verbindung durch
ein einfaches Drücken des komplementären Steckelements 100 oder 200 in Einsteckrichtung
E hergestellt und durch ein Ziehen entgegen der Einsteckrichtung E gelöst werden kann.
[0061] Die
Figur 5a zeigt eine Seitenansicht eines Verriegelungselements 13 des Steckverbinders 300 gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform. Das Verriegelungselement 13 weist zwei Kulissen
13a (in Figur 5a ist nur eine der beiden Kulissen sichtbar, die andere befindet sich
auf der gegenüberliegenden Seite), einen Halte- bzw. Blockierabschnitt 13b, einen
Gleitabschnitt 13c mit einem abgerundeten Endabschnitt 13d und eine Mulde 13e zur
Aufnahme eines zweiten Federelements 15 auf.
[0062] Die Kulissen 13a stellen Ausnehmungen bzw. Öffnungen des Verriegelungselements 13
in Form von Führungsrinnen dar, in die Führungselemente bzw. Bolzen 49 des Entriegelungsrings
40 (siehe die Figuren 6a bis 6c) aufgenommen und innerhalb der Begrenzungen der Kulissen
13a bewegt werden können. Damit bei einer Verschiebung bzw. Verlagerung des Bolzens
49 in einer Kulisse 13a das gesamte Verriegelungselement 13 und damit insbesondere
der Halteabschnitt 13b in oder entgegen eine vertikale Richtung V (in der Figur 5a
nach unten), welche senkrecht zur Längsachse L des Steckverbinders 300 und senkrecht
zur Einsteckrichtung E verläuft, verlagert wird, weist die Kulisse 13a eine Schräge
bzw. eine Krümmung auf. Wie in der Figur 5a erkennbar, kann die Kulisse z.B. drei
Abschnitte mit unterschiedlichen Steigungen aufweisen. Durch eine Verlagerung des
Verriegelungselements 13 bzw. des Halteabschnitts 13b innerhalb des Steckverbinders
300 bzw. relativ zum eingesteckten komplementären Steckelement erster Art 100 kann
eine Verriegelung des Steckverbinders 300 mit dem Steckelement erster Art 100 erreicht
werden. Eine Verriegelung erfolgt also insbesondere dann, wenn der vorspringende Halteabschnitt
bzw. der Vorsprung 13b entlang der vertikalen Richtung V (also in der Figur 5a nach
unten) verlagert wird. Beim Entriegeln wird durch ein Ziehen am Entriegelungsring
40 entlang der Einsteckrichtung E das Verriegelungselement 13 und damit auch der Halteabschnitt
13b wieder entgegen die vertikale Richtung V (in der Figur 5a also nach oben) verlagert.
Dabei weist das Verriegelungselement 13 bzw. der Halteabschnitt 13b eine Kante K mit
einem vorbestimmten Neigungswinkel (insbesondere bezüglich einer Längsachse des Verriegelungselements
13, welche in Figur 5a horizontal bzw. von links nach rechts verläuft) auf.
[0063] Der Gleitabschnitt 13c des Verriegelungselements 13 ist ausgelegt, um auf einem Aufliegeabschnitt
78 des Gehäuses 70 (siehe Figur 7) aufzuliegen und darauf bewegt zu werden bzw. zu
gleiten. Für ein besseres Gleiten auf dem Auflageabschnitt 78 des Gehäuses 70 weist
der Gleitabschnitt 13c des Verriegelungselements 13 einen abgerundeten Endabschnitt
13d auf. Dieser Endabschnitt 13d ist als ein gebogenes zylinderförmiges Element ausgebildet.
Der Gleitabschnitt 13c weist eine keilförmige Fläche bzw. eine halbkeilförmige Geometrie
bzw. Form auf.
[0064] In der Mulde oder Rinne 13e des Verriegelungselements 13 ist ein zweites Federelement
15 zumindest bereichsweise angeordnet. Dieses zweite Federelement 15 ist derart ausgebildet
bzw. geformt, dass es in einer Entriegelungsposition des Verriegelungselements 13
eine vorbestimmte Federkraft (zweite Federkraft) auf den Bolzen 49 des Entriegelungsrings
40 ausübt. Auf diese Weise wird nach dem Entriegeln durch Loslassen des Entriegelungsrings
40 das Verriegelungselement 13 wieder in seine Ausgangsposition gebracht.
[0065] Die
Figur 5b zeigt das Verriegelungselement 13 von der gegenüberliegenden Seite. In dieser Ansicht
ist nun die zweite der beiden Kulissen 13a zu sehen. Ferner ist ersichtlich, dass
sich das zweite Federlement 15 von der Mulde 15 in die zweite Kulisse 13a des Verriegelungselements
13 erstreckt. Das Federelement 15 ist deshalb entsprechend gekrümmt bzw. gebogen.
[0066] Die
Figur 6a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Entriegelungselements 40 des Steckverbinders
300 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. Das Entriegelungselement 40 ist als Ring
ausgebildet und weist an seiner äußeren Oberfläche eine geriffelte Struktur 41 auf.
Das Entriegelungselement 40 weist einen Anschlagabschnitt 45 auf, an dem das erste
Federelement bzw. die Spiralfeder 30 des Verriegelungssystems 20 des Steckverbinders
300 anschlagen kann bzw. im montierten Zustand anschlägt. Ferner weist das Entriegelungselement
40 sechs Führungselemente bzw. Bolzen 49 auf. Jeweils zwei dieser Bolzen 49 werden
im montierten Zustand von Kulissen 13a eines Verriegelungselements 13 aufgenommen
und sind dann innerhalb der jeweiligen Kulisse 13a beweglich bzw. verlagerbar. Jeweils
für ein Verriegelungselement 13 weist der Entriegelungsring 40 zwei Bolzen 49 auf,
die jeweils zumindest bereichsweise in den beiden Kulissen 13a des Verriegelungselements
13 angeordnet werden.
[0067] Die
Figur 6b zeigt eine perspektivische Ansicht des Entriegelungselements 40 von Figur 6a zusammen
mit am Entriegelungselement 40 angeordneten Verriegelungselementen 13. Jedes der drei
Verriegelungselemente 13 ist zwischen zwei Bolzen 49 des Entriegelungsrings 40, welche
jeweils in die Kulissen 13a eines Verriegelungselements 13 eingreifen, angeordnet.
[0068] Die Figur 6c zeigt den Entriegelungsring 40 in einer Vorderansicht. In dieser Ansicht
zeigen die Längsachse L des Steckverbinders 300 und die Einsteckrichtung E in die
Zeichenebene hinein. Die Bolzen 49 sind jeweils an einem Endabschnitt eines Anschlagabschnitts
45 angeordnet bzw. ausgebildet. Der Entriegelungsring 40 weist somit vorzugsweise
drei Anschlagabschnitte 45 und sechs Bolzen 49 auf.
[0069] Die
Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbindergehäuses 70 des Steckverbinders
300 zusammen mit am Steckverbindergehäuse 70 angeordneten Verriegelungselementen 13.
Das Steckverbindergehäuse 70 weist drei Aufliegeabschnitte 78 auf, wobei in der Darstellung
der Figur 7 nur einer davon sichtbar ist. Auf jedem der Aufliegeabschnitte 78 kann
sich der Gleitabschnitt 13c und insbesondere das Gleitelement 13d in bzw. entgegen
die Einsteckrichtung E bzw. entlang der Längsachse L bewegen. Somit ist jedes Verriegelungselement
13 in bzw. entgegen die Einsteckrichtung E bzw. entlang der Längsachse L relativ zum
Gehäuse 70 bzw. relativ zu einem eingesteckten Steckelement 100 verschiebbar bzw.
verlagerbar.
[0070] Anhand der
Figuren 8a bis 13b wird im Folgenden der Verriegelungs-und Entriegelungsmechanismus des Verriegelungssystems
20 des Steckverbinders 300 näher erläutert. Dabei sind die Figuren 8a bis 13b jeweils
schematische Skizzen bzw. Schnitte durch das komplementäre Steckelement erster Art
100 und den Steckverbinder 300, welche jeweils unterschiedliche Einsteckpositionen
des komplementären Steckelements 100 relativ zum Steckverbinder 300 zeigen. Anhand
der Figuren 8a, 9a, 10a, 11a, 12a und 13a ist jeweils erkennbar, wie weit der komplementäre
Steckverbinder erster Art 100 in den Steckverbinder 300 eingesteckt ist. Sie repräsentieren
somit unterschiedliche Einsteckpositionen des komplementären Steckverbinders erster
Art 100. Zu jedem dieser Einsteckpositionen veranschaulichen die Figuren 8b, 9b, 10b,
11b, 12b und 13b jeweils die entsprechende Situation im Inneren des Steckverbinders
300.
[0071] Gemäß den Figuren 8a und 8b befindet sich das Steckelement 100 noch außerhalb des
Steckverbinders 300. Entsprechend befindet sich das Verriegelungselement 13 in einer
Ausgangsposition. Der Bolzen 49 des Entriegelungsrings 40 befindet sich dabei am rechten
bzw. am Federelement 30-seitigen Rand der Kulisse 13a des Verriegelungselements 13.
[0072] Gemäß den Figuren 9a und 9b wurde ein Steckbereich des Steckelements 100 in den Steckverbinder
300 eingeführt. Durch das Bewegen des Steckelements 100 entlang der Einsteckrichtung
E hat sich der vorspringende Ring 130 entlang der Einsteckrichtung E am bzw. unterhalb
des Steckelements 100 vorbeibewegt. In der in den Figuren 9a und 9b dargestellten
Einsteckposition schlägt jedoch die Kante 120 des Steckelements 100 an den Halteabschnitt
13b des Verriegelungselements 13 an und hat durch das Bewegen des Steckelements 100
entlang der Einsteckrichtung E auch das Verriegelungselement 13 entlang der Einsteckrichtung
E verlagert. In Folge dieser Verlagerung des Verriegelungselements 13 befindet sich
nun der Bolzen 49 nicht mehr am rechten Rand der Kulisse 13a, sondern etwas links
davon. Zwar stößt bei der Verlagerung des Verriegelungselements 13 und damit der Kulisse
13a relativ zum Bolzen 49 das zweite Federelement 15 an den Bolzen 49 an, jedoch überwiegt
die Kraft, die beim Einstecken des Steckelements 100 aufgebracht wird, der relativ
geringen Federkraft des zweiten Federelements 15, so dass das Verriegelungselement
13 bzw. die Kulisse 13a trotz des vorhandenen Federelements 15 relativ zum Bolzen
49 in die Einsteckrichtung E verlagert werden kann.
[0073] Gemäß den Figuren 10a und 10b ist das Steckelement 100 noch ein Stück weiter in den
Steckverbinder 300 eingedrungen und entsprechend hat sich das Verriegelungselement
13 bzw. die Kulisse 13a relativ zum feststehenden Bolzen 49 auch ein Stück weiter
in die Einsteckrichtung E verlagert. Durch die Verlagerung der Kulisse 13a relativ
zum Bolzen 49 verlagert sich auf Grund der gebogenen Form bzw. der Schräge der Kulisse
13a das Verriegelungselement 13 und damit auch der Halteabschnitt 13b des Verriegelungselements
13 nach unten entlang der vertikalen Richtung V und damit in Richtung des Steckelements
100.
[0074] Gemäß den Figuren 10a und 10b ist das Steckelement 100 nun so weit in den Steckverbinder
300 eingedrungen, dass eine Verriegelungsposition erreicht ist. Der Bolzen 49 befindet
sich in dieser Verriegelungsposition am linken bzw. Aufnahmeelement 10-seitigen Rand
des Verriegelungselements 13 bzw. der Kulisse 13a. Zudem hat der Gleitabschnitt bzw.
das Gleitelement 13d des Verriegelungselements 13 eine Kante des Aufliegeabschnitts
78 des Gehäuseelements 70 erreicht. Das Verriegelungselement 13 hat sich dabei so
weit nach in die vertikale Richtung V bzw. in Richtung des Steckelements 100 verlagert,
dass nun der Halteabschnitt 13b des Verriegelungselements 13 eine Bewegung des Steckelements
100, insbesondere entgegen der Einsteckrichtung E unterbindet bzw. blockiert. Dies
liegt daran, dass in dieser Verriegelungsposition der vorspringende Ring 130 nicht
mehr am Halteabschnitt 13b vorbeibewegt werden kann. Vielmehr unterbindet der Halteabschnitt
13b ein solches Vorbeibewegen. Das Steckelement 100 ist mit dem Steckverbinder 300
verriegelt.
[0075] Zum Entriegeln muss der Entriegelungsring 40 relativ zum Verriegelungselement 13
entlang der Einsteckrichtung E verschoben werden. Dies geschieht durch das Aufwenden
einer Kraft in die Einsteckrichtung E, welche größer als die Federkraft des ersten
Federelements 30 ist. Durch das Verschieben des Entriegelungsrings 40 entlang der
Einsteckrichtung E wird auch der Bolzen 49 des Entriegelungsrings 40 verschoben. Diese
Situation ist in den Figuren 12a und 12b dargestellt. Wie in Figur 12b ersichtlich,
befindet sich der Bolzen 49 nun wieder am rechten Rand der Kulisse 13a des Verriegelungselements
13. Durch die Verlagerung des Bolzens 49 innerhalb der Kulisse 13a hat sich das Verriegelungselement
nach oben, also vom Steckelement 100 weg verlagert. Somit kann nun der vorspringende
Ring 130 des Steckelements 100 am bzw. unterhalb des Halteabschnitts 13b des Verriegelungselements
13 entgegen der Einsteckrichtung E vorbeibewegt werden. Der Steckverbinder 300 ist
somit entriegelt und das Steckelement 100 kann aus dem Steckelement 300 herausgezogen
werden.
[0076] Mit Hilfe des Federelements 15 gelangt nach dem Entriegeln und Loslassen des Entriegelungsrings
40 das Verriegelungselement 13 wieder in seine Ausgangsposition. Denn die auf den
Bolzen 49 wirkende Federkraft des Federelements 15 reicht aus, um das Verriegelungselement
13, an dem das Federlement 15 befestigt ist, zusammen mit dem Entriegelungsring 40
und damit dem Bolzen 49 entgegen die Einsteckrichtung E zu verlagern. Dies geschieht
z.B. einfach durch Loslassen des Entriegelungsrings 40, da der Entriegelungsring 40
in Folge der Federkraft des ersten Federelements 30 in seine Ausgangsposition verlagert
wird.
[0077] Gemäß den Figuren 13a und 13b wurde nach dem Entriegeln das Steckelement 100 nahezu
vollständig aus dem Steckverbinder 300 gezogen. Das Verriegelungselement 13 befindet
sich wieder in seiner Ausgangsposition, wie in den Figuren 8a und 8b.
[0078] Die
Figur 14 zeigt nochmals einen vergrößerten Schnitt durch den Steckverbinder 300 und das komplementäre
Steckelement 100 erster Art gemäß einer Momentaufnahme beim Einstecken des Steckelements
100 in den Steckverbinder 300 bevor die endgültige Verriegelungsposition erreicht
ist. Das Steckelelment erster Art 100 weist einen Anschlagabschnitt 120 auf, wobei
der Anschlagabschnitt 120 insbesondere als abgeschrägte Kante eines Gewindes ausgebildet
ist. Der Anschlagabschnitt bzw. die abgeschrägte Kante 120 wird auf Grund seiner/ihrer
Funktion, nämlich dem Verlagern des Verriegelungselements 13 und damit dem Steuern
der Verriegelung, im Sinne dieser Beschreibung auch als Steuerkante bezeichnet.
[0079] Die endgültige Verriegelungsposition ist schließlich in der
Figur 15 gezeigt. In dieser Verriegelungsposition ist der Halteabschnitt 13b vollständig in
eine Mulde des Steckelements 100 abgesenkt. Dies verhindert auf Grund der Kante 120
und des vorspringenden Rings 130 ein Verlagern des Steckverbinders 100. Wird in dieser
Verriegelungsposition das Steckelement 100 nach links, also entgegen die Einsteckrichtung
E gezogen, so wird das Verriegelungselement 13 auf Grund der schrägen Kante K des
Halteabschnitts 13b etwas nach oben gedrückt. Durch diese Krafteinwirkung verkantet
bzw. verklemmt das Verriegelungselement 13 mit dem Bolzen 49 und läßt sich nicht mehr
weiter entgegen der Einsteckrichtung E verlagern. Die abgeschrägte Kante K des Halteabschnitts
13b des Verriegelungselements 13 ist insbesondere derart ausgebildet bzw. weist einen
derartigen Neigungswinkel (insbesondere bezüglich einer Längsachse des Verriegelungselements
13) auf, dass im Verriegelungszustand ein unbeabsichtigtes Lösen der Verriegelung
bzw. ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Steckelements 100 aus dem Steckverbinder
300 vermieden wird. Mit Hilfe der abgeschrägten bzw. geneigten Kante K des Halteabschnitts
13b des Verriegelungselements 13 kann somit im Verriegelungszustand ein unbeabsichtigtes
Herausziehen des komplementären Steckelements erster Art 100 aus dem Steckverbinder
300 vermieden werden.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 10
- Aufnahmeelement (Aufnahmebuchse)
- 11
- Führungsabschnitt (Rastmittelplatte)
- 12
- Rastmittel (Rastelement)
- 13
- Verriegelungselement
- 13a
- Kulisse (Führungsrinne)
- 13b
- Halteabschnitt (Blockierabschnitt)
- 13c
- Gleitabschnitt
- 13d
- Endabschnitt (Gleitelement)
- 13e
- Mulde (Ausnehmung)
- 14
- Ausnehmung des Aufnahmeelements
- 15
- Zweites Federelement
- 20
- Verriegelungssystem
- 30
- Erstes Federelement (Spiralfeder)
- 40
- Entriegelungselement (Aussenring)
- 41
- Riffelung
- 45
- Anschlagelement
- 49
- Führungselement (Bolzen)
- 50
- Dichtring
- 60
- Anschlusselement
- 70
- Steckverbindergehäuse
- 78
- Aufliegeabschnitt
- 75
- Anschlagelement (Anschlagring)
- 100
- Steckelement erster Art
- 110
- Gewinde
- 120
- Anschlagabschnitt (Kante)
- 130
- Vorsprung (vorspringender Ring)
- 200
- Steckelement zweiter Art
- 210
- Isolierhülle
- 220
- Führungselement
- 230
- Komplementäres Rastmittel bzw. Rastelement (Federelement)
- 240
- Anschlagring (Entriegelungsring)
- 250
- Steckbereich
- 270
- Rastmittelkörper (Federelementkörper)
- 300
- Steckverbinder
- E
- Einsteckrichtung
- K
- Kante
- L
- Längsachse des Steckverbinders
- V
- vertikale Richtung (Verlagerungsrichtung)
1. Steckverbinder (300) aufweisend:
- ein Aufnahmeelement (10) zur zumindest bereichsweisen Aufnahme eines Steckelements
erster Art (100) oder eines Steckelements zweiter Art (200); und
- ein Push-Pull-Verriegelungssystem (20) zum Herstellen einer Push-Pull-Verriegelung
zwischen dem Steckverbinder (300) und dem Steckelement erster Art (100);
wobei das Push-Pull-Verriegelungssystem (20) zumindest ein Verriegelungselement (13)
aufweist, welches zumindest bereichsweise in einer für das zumindest eine Verriegelungselement
(13) vorgesehenen Ausnehmung (14) des Aufnahmeelements (10) angeordnet ist, und
wobei das Aufnahmeelement (10) zumindest ein Rastmittel (12) aufweist, welches vorgesehen
und ausgelegt ist, um mit zumindest einem komplementären Rastmittel (230) des Steckelements
zweiter Art (200) in Eingriff gebracht zu werden.
2. Steckverbinder (300) nach Anspruch 1,
wobei das Verriegelungssystem (20) drei Verriegelungselemente (13) aufweist, wobei
jedes der Verriegelungselemente (13) in einer zugehörigen Ausnehmung des Aufnahmeelements
(10) angeordnet ist, und/oder
wobei das Aufnahmeelement (10) drei Rastabschnitte (11) aufweist.
3. Steckverbinder (300) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei das Verriegelungssystem (20) ein Entriegelungselement (40) zum Entriegeln der
Verriegelung zwischen dem Steckverbinder (300) und dem Steckelement erster Art (100)
aufweist, und wobei das Entriegelungselement (40) zumindest ein Führungselement (49)
aufweist, welches zumindest bereichsweise in einer Kulisse (13a) des zumindest einen
Verriegelungselements (13) angeordnet und innerhalb der Kulisse (13a) beweglich ist.
4. Steckverbinder (300) nach Anspruch 3,
wobei die Kulisse (13a) eine Schräge aufweist, so dass sich bei einer Verlagerung
des zumindest einen Führungselements (42) innerhalb der Kulisse (13a) das zumindest
eine Verriegelungselement (13) entlang einer zur Längsachse (L) des Steckverbinders
(300) senkrechten Richtung (V) verlagert.
5. Steckverbinder (300) nach Anspruch 3 oder 4,
wobei das Verriegelungssystem (20) ein Federelement (30) aufweist, welches zwischen
einem Anschlagelement (45) des Entriegelungselements (40) und einem Anschlagelement
(75) eines Steckverbindergehäuses (70) des Steckverbinders (300) angeordnet ist und
das Entriegelungselement (40) mit einer vorbestimmten Federkraft in Richtung einer
Ausgangsposition drückt.
6. Steckverbinder (300) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine
Verriegelungselement (13) einen Halteabschnitt (13b) aufweist, der ausgelegt ist,
um in einer Verriegelungsposition eine Verlagerung des komplementären Steckelements
erster Art (100) zu unterbinden, und wobei der Halteabschnitt (13b) vorzugsweise eine
abgeschrägte Kante (K) aufweist.
7. Steckverbinder (300) nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend ein Steckverbindergehäuse
(70) mit zumindest einem Aufliegeabschnitt (78), wobei das zumindest eine Verriegelungselement
(13) einen Gleitabschnitt (13c) aufweist, welcher an dem Aufliegeabschnitt (78) des
Steckverbindergehäuses (70) aufliegt und entlang des Aufliegeabschnitts (78) bewegbar
ist.
8. Steckverbinder (300) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine
Verriegelungselement (13) eine Mulde (13e) aufweist, in der ein zweites Federelement
(15) zumindest bereichsweise angeordnet ist, und wobei das zweite Federelement (15)
derart ausgebildet ist, dass es in einer Entriegelungsposition des zumindest einen
Verriegelungselements (13) eine vorbestimmte Federkraft auf das Führungselement (49)
des Entriegelungselements (40) ausübt.
9. Steckverbinder (300) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend
- ein Anschlusselement (60) zur Aufnahme von elektrischen Kontaktelementen, welche
mit komplementären elektrischen Kontaktelementen des Steckelements erster Art (100)
oder mit komplementären elektrischen Kontaktelementen des Steckelements zweiter Art
(200) elektrisch verbindbar sind, und vorzugsweise
- einen Dichtring (50), welcher auf dem Anschlusselement (60) angeordnet ist.
10. Stecksystem umfassend:
- einen Steckverbinder (300) nach einem der vorangehenden Ansprüche; und
- das Steckelement erster Art (100) und/oder das Steckelement zweiter Art (200).