[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Schnellbausystem mit einem entsprechenden Verbindungssystem.
[0002] Es ist bekannt, dass zum Errichten von Gebäuden, insbesondere von Fertighäusern u.
a. Schnellbausysteme zum Einsatz kommen. Derartige Schnellbausysteme können sowohl
in der Massivbauweise als auch in der Leichtbauweise verwendet werden. Schnellbausysteme
für Fertighäuser zeichnen sich dadurch aus, dass einzelne Bauelemente, beispielsweise
Außen- und Innenwände, Decken, Dächer oder Teile davon vorgefertigt werden und anschließend
an den entsprechenden Baustellen montiert werden. Diese Bauelemente werden im Rahmen
einer Fabrikfertigung vorgefertigt. Durch die maschinelle Vorproduktion können die
Bauelemente mit hoher Präzision gefertigt werden. Anschließend kann das geplante Gebäude
aus den Bauelementen auf schnelle Weise vor Ort montiert werden.
[0003] Derartige Schnellbausysteme können auch als modulare Systeme ausgeführt sein. Es
sind Schnellbausysteme bekannt, die das Errichten von Wänden, Böden oder Dächern durch
steckbare Teilelemente nach einem Passfeder-Nut-Prinzip ermöglichen und gegenüber
herkömmlichen Schnellbausystemen einfacher zu montieren sind. Das bekannte Schnellbausystem
sieht vor, als Verbindungselement zweier beispielsweise aufeinander gesteckter Wände
die Wände an ihrem Stoß mit jeweils einer Nut zu versehen. Als Passfeder dient eine
Verbindungswand mit einer geringen Breite, die in die Nuten der Wände steckbar ist.
Die beiden Wände werden also über die als Passfeder ausgebildete kleinere Zwischenwand
miteinander verbunden. Derartige Wandelemente weisen eine rund umlaufende Nut auf,
so dass weitere Elemente an das Wandelement angeschlossen werden können und dadurch
das Gebäude aufgebaut werden kann.
[0004] Nachteil eines derartigen Passfeder-Nut-Verbindungssystems besteht darin, dass zwei
Arten von Wänden hergestellt werden müssen, nämlich die Hauptwände zum einen und die
Zwischenwände als Passfeder zum anderen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass
die Hauptwände mit umlaufenden Nuten versehen werden müssen, und damit auch gegenüber
den Zwischenwänden einer aufwendigeren Fertigung unterliegen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungssystem für ein Schnellbausystem
zu schaffen, welches eine einfache Verbindung zwischen zwei Baugruppen ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verbindungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0007] Der Erfindung liegt eine weitere Aufgabe zugrunde, ein Schnellbausystem zu schaffen,
das eine einfache Montage ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein Schnellbausystem mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst.
[0009] Das erfindungsgemäße Verbindungssystem zur Montage eines Schnellbausystems umfasst
ein als Platte ausgebildetes Bauelement und mindestens einen Profilträger. Der mindestens
eine Profilträger ist als Doppel-T-Träger bzw. als I-Träger ausgebildet. Der Profilträger
umfasst zwei Aufnahmetaschen. In der ersten Aufnahmetasche des Profilträgers ist eine
Platte angeordnet. Die zweite Aufnahmetasche des Profilträgers ist zur Aufnahme eines
weiteren Bauelementes ausgebildet.
[0010] Der als Doppel-T-Träger ausgebildete Profilträger ermöglicht, zwei Platten auf einfache
Weise miteinander zu verbinden. Der Profilträger dient folglich als Verbindungselement
eines Bauelementes mit einem weiteren Bauelement. So kann auf einer Stirnhochseite
des Bauelementes ein entsprechender Profilträger über dessen erste Aufnahmetasche
befestigt werden und ein weiteres Bauelement in die zweite Aufnahmetasche des Profilträgers
eingesetzt werden. So können in beliebiger Anzahl und Anordnung Bauelemente über den
Profilträger miteinander verbunden werden. Dabei führt der Profilträger die Bauelemente
in Längsrichtung des Profilträgers und stützt diese gegen wirkende Querkräfte zueinander
ab. Als Profilträger wird ein handelsüblicher Doppel-T-Träger eingesetzt. Ein derartiger
Profilträger ist vergleichsweise kostengünstig und besitzt eine hohe Verfügbarkeit
am Markt. Die Verwendung von Zwischenwänden als Feder sowie die Ausgestaltung von
Nuten an den Hauptwänden kann vermieden werden.
[0011] Der Profilträger ist vorzugsweise aus einem ersten Gurt, einem zweiten Gurt und einem
in der Längsebene des Profilträgers liegenden plattenförmigen Steg ausgebildet. Der
erste Gurt und der zweite Gurt sind vorteilhaft über den plattenförmigen Steg miteinander
verbunden. Dieser Aufbau des Profilträgers entspricht dem klassischen Doppel-T-Träger
und ist somit kostengünstig und zeichnet sich durch eine hohe Verfügbarkeit am Markt
aus.
[0012] Das Verbindungssystem umfasst vorzugsweise ein weiteres Bauelement, wobei das weitere
Bauelement vorteilhaft in der zweiten Aufnahmetasche des Profilträgers angeordnet
ist. So kann das Verbindungssystem auf einfache Weise erweitert werden. Auf den Profilträger
wird das Bauelement montiert und auf die andere Seite des Profilträgers wieder ein
weiteres Bauelement. Dieses Verbindungssystem kann dann wiederum auf ein anderes Verbindungssystem
über einen weiteren Profilträger befestigt werden.
[0013] In montierter Stellung des Verbindungssystems liegt das Bauelement und/oder das weitere
Bauelement vorzugsweise an dem Steg des Profilträgers an. Demnach liegt der Profilträger
mit seiner ersten Aufnahmetasche derart auf dem Bauelement auf, dass der Steg des
Profilträgers auf der Stirnseite des Bauelementes liegt und das weitere Bauelement
wiederum in der zweiten Aufnahmetasche des Profilträgers am Steg anliegt. Dadurch
wird eine direkte Kraftübertragung zwischen Bauelement, Steg des Profilträgers und
weiterem Bauelement ermöglicht. Dadurch, dass die Gewichtskräfte zwischen den Bauelementen
über den Steg des Profilträgers übertragen werden, entstehen im Wesentlichen nur Druckkräfte.
Dadurch können sehr große Belastungen durch den Profilträger übertragen werden. Der
Profilträger ist insbesondere derart ausgebildet, dass das Bauelement und/oder das
weitere Bauelement in Richtung senkrecht zur Längsebene des Profilträgers durch die
Gurte des Profilträgers geführt sind. Demnach können über den Profilträger auch Querkräfte
zwischen den Bauelementen übertragen werden. Dadurch weist das Verbindungssystem eine
hohe statische Stabilität auf.
[0014] Das Bauelement ragt vorzugsweise aus der ersten Aufnahmetasche. Das weitere Bauelement
ragt insbesondere aus der zweiten Aufnahmetasche. Demzufolge liegen die Gurte des
Profilträgers senkrecht zur Längsebene weder an weiteren Verbindungssystemen noch
am Boden an. Die gesamte Kraftübertragung senkrecht zur Längsebene des Profilträgers
erfolgt daher immer ausgehend von der Stirnseite der Bauelemente über den Steg des
Profilträgers auf das weitere Bauelement.
[0015] Das weitere Bauelement ist vorzugsweise ein Abschlussbalken oder eine zweite Platte.
Der Abschlussbalken ist beispielsweise als Abschluss des Schnellbausystems gegenüber
dem Boden zu verwenden. Demnach wird der Abschlussbalken eben auf den Boden, beispielweise
eine Bodenplatte, positioniert. Anschließend wird auf den Abschlussbalken der Profilträger
und auf die zweite Aufnahmetasche des Profilträgers ein entsprechendes Bauelement
gesetzt. Auf das Bauelement kann wieder ein weiterer Profilträger und beispielsweise
erneut ein Abschlussbalken gesetzt werden, sofern ein Abschlusselement beispielsweise
gegenüber einer Decke zu montieren ist.
[0016] Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass die erste Aufnahmetasche und die zweite Aufnahmetasche
bezüglich der Längsebene des Profilträgers einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Dies ermöglicht eine direkte Kraftübertragung von dem Bauelement auf das weitere Bauelement.
Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass der erste Gurt und der zweite Gurt jeweils einen
oberen Schenkel und einen unteren Schenkel aufweisen. Jeweils der obere Schenkel und
der untere Schenkel eines Gurtes sind bezüglich der Längsebene des Profilträgers einander
gegenüberliegend symmetrisch angeordnet und senkrecht zur Längsebene ausgerichtet.
Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass die erste Aufnahmetasche durch die zwei oberen
Schenkel und durch den Steg des Profilträgers gebildet ist. Die zweite Aufnahmetasche
ist insbesondere durch die zwei unteren Schenkel und durch den Steg des Profilträgers
gebildet. Die Aufnahmetaschen weisen dadurch eine rechteckige Geometrie auf, wodurch
eine einfache Montage des Verbindungssystems ermöglicht wird.
[0017] Der Steg des Profilträgers ist vorzugsweise eine OSB-Platte. Die zwei Gurte des Profilträgers
sind insbesondere aus hochfestem Sperrholz gebildet. Die hochfesten Sperrholzplatten
zeichnen sich durch hohe Stabilität aus und sind besonders für tragende und belastete
Konstruktionen geeignet. Es kann in einer alternativen Ausführung auch zweckmäßig
sein, dass der Profilträger aus anderen Werkstoffen besteht. Soll der Profilträger
in einem brandschutzsicheren Schnellbausystem eingesetzt werden, so kann dieser auch
aus brandschutzsicheren Werkstoffen, wie beispielsweise aus zementgebundenen Materialien,
insbesondere aus Zementplatten oder Zementfaserplatten, bestehen.
[0018] Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass das Verbindungssystem mindestens eine Parallelplatte,
insbesondere zwei Parallelplatten umfasst, die gemeinsam mit dem Bauelement in der
ersten Aufnahmetasche des Profilträgers angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Traglast
des zu erstellenden Schnellbausystems erhöht werden. Zudem kann durch die Erhöhung
der Dicke des Schnellbausystems eine bessere Dämmung erzielt werden.
[0019] Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass die erste Platte und/oder die zweite Platte
eine Verbundplatte, insbesondere eine Waben-Verbundplatte oder eine Sandwich-Waben-Verbundplatte
ist. Die Waben-Verbundplatte besteht aus zwei Deckplatten und einer Wabe, die zwischen
den beiden Deckplatten angeordnet ist. Die Sandwich-Waben-Verbundplatten bestehen
aus zwei Deckplatten, einer Zwischenplatte und zwei Waben, wobei im Wechsel Deckplatte,
Wabe, Zwischenplatte, Wabe, Deckplatte angeordnet sind.
[0020] Das erfindungsgemäße Schnellbausystem umfasst mindestens ein Verbindungssystem. Vorzugsweise
umfasst das Schnellbausystem mindestens einen weiteren Profilträger, wobei das Schnellbausystem
insbesondere ein an der zweiten Aufnahmetasche des weiteren Profilträgers angeordnetes
zusätzliches Bauelement umfasst. Der weitere Profilträger ist vorzugsweise an der
ersten Platte des Verbindungssystems angeordnet.
[0021] Auf diese Weise kann das Schnellbausystem über die Anordnung mehrerer Verbindungssysteme
auf einfache Weise an einer Baustelle vor Ort zusammengesteckt und montiert werden.
Die Verwendung des Profilträgers in Verbindung mit den Bauelementen ermöglicht eine
hohe Modularität des Schnellbausystems. Der Profilträger nimmt dabei die Funktion
eines Adapterstückes bzw. eines Verbindungselementes ein. So können durch den Profilträger
Platten am Stoß oder eine Platte mit einem Abschlussbalken miteinander verbunden werden.
Der Abschlussbalken kann als Auflagebalken des Verbindungssystems gegenüber dem Boden
oder beispielsweise am oberen Ende eines Schnellbausystems als Auflagebalken für eine
Decke eingesetzt werden. Insbesondere im Vergleich zum Stand der Technik besteht der
wesentliche Vorteil darin, dass lediglich eine Art von Platte Einsatz findet und eine
Zweitkonstruktion schmalerer Zwischenplatten, die als Feder in einer Feder-Nut-Verbindung
dienen, vermieden werden können. Als Verbindungselement der zwei Platten kann dann
der Profilträger eingesetzt werden.
[0022] Zudem ist auch eine Vormontage des Schnellbausystems möglich. So können noch in der
Fertigungsfabrik beispielsweise ganze Wände, Decken oder Dächer vormontiert werden
und als eine Einheit zum Erstellungsort des Gebäudes transportiert und dort eingesetzt
werden.
[0023] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung,
in der nachstehend im Einzelnen beschriebene Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben
sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Schnellbausystems,
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht in Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Verbindungssystems,
- Fig. 3
- eine schematische Vorderansicht des Profilträgers,
- Fig. 4
- eine schematische Vorderansicht des Abschlussbalkens,
- Fig. 5
- eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Schnellbausystems mit Waben-Verbundplatten,
- Fig. 6
- eine schematische Vorderansicht eines Schnellbausystems mit Mehrschichtplatten,
- Fig. 7
- eine schematische Vorderansicht eines Schnellbausystems mit Sandwichplatten,
- Fig. 8
- eine schematische Seitendarstellung eines Schnellbausystems mit Fenster,
- Fig. 9
- in schematischer Vorderansicht ein Schnellbausystem mit Böden aus Sandwichplatten,
- Fig. 10
- in schematischer Vorderansicht ein Schnellbausystem aus Waben-Verbundplatten mit Böden
aus Sandwichplatten und Dach und
- Fig. 11
- in schematischer Vorderansicht eine Klebefuge zweier Mehrschicht-Verbundplatten.
[0024] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schnellbausystems gezeigt.
Ein derartiges Schnellbausystem wird bei der Erstellung von Gebäuden, insbesondere
Fertighäusern eingesetzt. Das Schnellbausystem 1 umfasst mindestens ein erfindungsgemäßes
Verbindungssystem 2. Das Verbindungssystem 2 bildet ein Modul des Schnellbausystems
1. So können auch mehrere Verbindungssysteme 2, insbesondere in verschiedenen Ausführungen
ausgebildet, zueinander in verschiedenen Anordnungen kombiniert und verbunden werden
und ein Schnellbausystem 1 bilden. Ein Schnellbausystem im Sinne dieser Anmeldung
ist nicht beschränkt auf eine Außen- oder Innenwand eines Gebäudes, sondern umfasst
jede Art der Baukonstruktion, die aus dem erfindungsgemäßen Verbindungssystem 2 erstellt
werden kann, wie beispielsweise Wände, Böden, Decken oder Dächer. Die einzelnen Bauteile
eines Verbindungssystems 2 werden maschinell vorgefertigt und an der Baustelle vor
Ort montiert. Durch die maschinelle Vorfertigung der einzelnen Bauteile eines Verbindungssystems
2 kann eine hohe Präzision hinsichtlich Maß und Qualität erzielt werden. Zudem kann
durch die Fertigteile innerhalb kurzer Zeit das zu errichtende Gebäude aufgebaut werden.
[0025] Wie in Fig. 1 gezeigt, umfasst ein einzelnes Verbindungssystem 2 ein Bauelement 5,
welches als Platte 3 ausgebildet ist, und mindestens einen Profilträger 6. Der Profilträger
6 ist als Doppel-T-Träger bzw. als I-Träger ausgebildet. Der Profilträger 6 umfasst
zwei Aufnahmetaschen 8, 9, eine erste Aufnahmetasche 8 und eine zweite Aufnahmetasche
9. Das Bauelement 5 ist in der ersten Aufnahmetasche 8 des Profilträgers 6 angeordnet.
Das Bauelement 5 liegt mit seinem einen Ende an der ersten Aufnahmetasche 8 des Profilträgers
6 an, und ragt mit seinem anderen Ende aus der Aufnahmetasche 8 heraus.
[0026] Wie in Fig. 1 gezeigt, kann die zweite Aufnahmetasche 9 des Profilträgers 6 mit einem
weiteren Bauelement 20 belegt werden. Im Ausführungsbeispiel ist das weitere Bauelement
20 als ein Abschlussbalken 21 ausgebildet. Der Abschlussbalken 21 liegt im Ausführungsbeispiel
am Boden 30 an und bildet hier ein unteres Ende des Verbindungssystems 2 sowie des
Schnellbausystems 1. Der Profilträger 6 bildet dabei das Verbindungsglied zwischen
dem Bauelement 5 und dem weiteren Bauelement 20. Der Abschlussbalken 21 liegt dabei
in der zweiten Aufnahmetasche 9 des Profilträgers 6 an. Dabei ragt auch der Abschlussbalken
21 aus der zweiten Aufnahmetasche 9 hervor, so dass der Profilträger 6 nicht im Kontakt
mit dem Boden 30 steht. In einer ebenfalls erfindungsgemäßen Ausführung kann anstelle
des Abschlussbalkens 21 das weitere Bauelement 20 auch als Platte 3 ausgebildet sein.
[0027] In der Fig. 1 ist ein weiterer Profilträger 23 gezeigt, der auf der Oberseite des
Bauelementes 5 angeordnet ist, also auf der dem ersten Profilträger 6 abgewandten
Seite. Der weitere Profilträger 23 ist baugleich mit dem Profilträger 6 und umfasst
somit ebenfalls zwei Aufnahmetaschen 8, 9. Der weitere Profilträger 23 ist über seine
erste Aufnahmetasche 8 auf dem Bauelement 5 angeordnet. Die zweite Aufnahmetasche
9 des weiteren Profilträgers 23 ist nicht belegt, kann jedoch mit einem zusätzlichen
Bauelement 24 (Fig. 5) besetzt werden.
[0028] Das Bauelement 5 ist als Platte 3 ausgebildet. Das weitere Bauelement 20 sowie das
zusätzliche Bauelement 24 sind jeweils entweder als Platte 3 oder als Abschlussbalken
21 ausgebildet.
[0029] Wie in Fig. 1 gezeigt, erstreckt sich der weitere Profilträger 23 in eine Längsrichtung
18 und besitzt eine Längsebene 7, in der die Längsrichtung 18 enthalten ist. Die Längsebene
7 bildet eine Symmetrieebene des weiteren Profilträgers 23. Sowohl die Längsebene
7 sowie die Längsrichtung 18 sind schematisch durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
Eine derartige Ebene und eine derartige Längsrichtung besitzt auch der Profilträger
6. Auch das Bauelement 5 sowie das weitere Bauelement 20 erstrecken sich in Längsrichtung
18.
[0030] In Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Verbindungssystem 2 gezeigt, welches das Bauelement
5 als Platte 3, den Profilträger 6 sowie das weitere Bauelement 20, das als Abschlussbalken
21 ausgebildet ist, umfasst. Die Platte 3 ist im Ausführungsbeispiel als eine Verbundplatte,
insbesondere als eine Waben-Verbundplatte 15 ausgebildet. Es kann jedoch auch zweckmäßig
sein, andere Arten von Platten vorzusehen. Die Waben-Verbundplatte 15 ist aus zwei
Deckplatten 16, 16' und einer zwischen den beiden Deckplatten 16, 16' angeordneten
Wabe 17 gebildet. Die Wabe 17 besteht aus Wellpappe, die vorzugsweise mineralisch
beschichtet ist. Dadurch kann die Wabe als Isolationsmaterial eingesetzt werden und
zugleich statisch belastet werden. Für die Deckplatten 16, 16' können OSB-, Dreischichtplatten,
Bambusplatten oder beispielsweise Sperrholzplatten verwendet werden, in einer alternativen
Ausführung können auch andere Platten zweckmäßig sein. Als brandschutzsichere Verbundplatten
können auch Verbundplatten mit Deckplatten aus Zement- oder Gipsfaser, Magnesiumoxid
oder dgl. eingesetzt werden.
[0031] Wie in Fig. 3 gezeigt, ist der Profilträger 6 aus einem Steg 12 und einem ersten
Gurt 10 und einem zweiten Gurt 11 gebildet. Die Längsebene 7 des Profilträgers 6 liegt
in dem Steg 12. Der Steg 12 sowie die Gurte 10, 11 erstrecken sich in die Längsrichtung
18 des Profilträgers 6. An den in Längsrichtung 18 verlaufenden Stirnseiten des Steges
12 sind die Gurte 10, 11 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Gurte 10, 11
senkrecht zum Steg 12 und damit auch senkrecht zur Längsebene 7 ausgerichtet. Jeder
der beiden Gurte 10, 11 weist einen oberen Schenkel 13, 13' und einen unteren Schenkel
14, 14' auf. Die oberen Schenkel 13, 13' sind über eine Oberseite 26 des Steges 12
miteinander verbunden. Dabei bilden der obere Schenkel 13 des ersten Gurtes 10 und
der obere Schenkel 13' des zweiten Gurtes 11 mit der Oberseite 26 des Stegs 12 die
erste Aufnahmetasche 8. Der untere Schenkel 14 des ersten Gurtes 10 und der untere
Schenkel 14' des zweiten Gurtes 11 bilden gemeinsam mit der Unterseite 27 des Steges
12 die zweite Aufnahmetasche 9. Die oberen Schenkel 13, 13' sind gegenüber den unteren
Schenkeln 14, 14' bezüglich der Längsebene 7 symmetrisch ausgebildet. Der Steg 12
des Profilträgers 6 ist vorzugsweise eine OSB-Platte. Die zwei Gurte 10, 11 des Profilträgers
6 sind insbesondere aus hochfestem Sperrholz gebildet. In einer alternativen Ausführung
kann es zweckmäßig sein, andere Werkstoffe für den Profilträger 6 vorzusehen.
[0032] Wie in Fig. 3 gezeigt, besitzen die Aufnahmetaschen 8, 9 eine gemeinsame Breite b,
die dem Abstand des ersten Gurtes 10 und des zweiten Gurtes 11 entspricht. Zudem weisen
die Aufnahmetaschen 8, 9 eine Höhe c auf, die dem senkrecht zur Längsebene 7 gemessenen
maximalen Abstand zwischen einem der oberen Schenkel 13, 13' und der Oberseite 26
des Steges 12 bzw. zwischen einem der unteren Schenkel 14, 14' und der Unterseite
27 des Steges 12 entspricht.
[0033] Wie in Fig. 2 gezeigt, besitzt die Platte 3 eine senkrecht zur Plattenebene 19 gemessene
Breite a. Zudem weist die Platte 3 eine parallel zur Plattenebene 19 und senkrecht
zur Längsebene gemessene Höhe f auf. Die Plattenebene 19 ist mittig zur Platte 3 angeordnet
und in montiertem Zustand des Verbindungssystems 2 senkrecht zur Längsebene 7 des
Profilträgers 6 angeordnet. In Fig. 4 ist die Breite d des Abschlussbalkens 21 gezeigt
sowie die Höhe e des Abschlussbalkens 21. Um die Platte 3 in den Aufnahmetaschen 8,
9 anordnen zu können, ist die Breite a der Platte 3 kleiner als die Breite b der ersten
Aufnahmetasche 8. Auch die Breite d des Abschlussbalkens ist kleiner als die Breite
b der zweiten Aufnahmetasche 9, um den Abschlussbalken 21 in eine der Aufnahmetaschen
8, 9 montieren zu können. Ferner sind die Höhe e des Abschlussbalkens 21 und die Höhe
f der Platte 3 größer als die Höhe c der Aufnahmetaschen 8, 9.
[0034] Die Breite d des Abschlussbalkens 21 beträgt vorzugsweise zwischen 35 und 290 mm,
insbesondere zwischen 35 und 145 mm. In einer bevorzugten Ausführung beträgt die Breite
d des Abschlussbalkens 21 insbesondere 38 mm, bevorzugt 64 mm, vorzugsweise 89 mm,
vorteilhaft 140 mm. Die Höhe e des Abschlussbalkens 21 beträgt vorzugsweise zwischen
15 und 140 mm, vorteilhaft zwischen 15 und 90 mm. In einer bevorzugten Ausführung
beträgt die Höhe e des Abschlussbalkens 21 vorzugsweise 19 mm, insbesondere 38 mm.
Die Breite b der Aufnahmetaschen 8, 9 des Profilträgers ist derart ausgelegt, dass
das Bauelement 5 und das weitere Bauelement 21 mit geringem Spiel in den Aufnahmetaschen
angeordnet sind. Das Spiel beträgt vorzugsweise insgesamt in etwa 2 mm. Die angeführten
Maße entsprechen den Standardmaßen für Bauhölzer. Demnach können handelsübliche Bauhölzer
und Profilträger zur Montage des erfindungsgemäßen Schnellbausystems 1 verwendet werden.
Wird lediglich eine Platte 3 in einer Aufnahmetasche 8, 9 des Profilträgers 6 aufgenommen,
entspricht die Breite a der Platte 3 vorzugsweise der Breite d des Abschlussbalkens
21. Die Waben-Verbundplatte weist vorzugsweise eine Breite a von 89 mm auf. In bevorzugter
Ausführung weisen die Wabe 17 eine Breite von vorzugsweise 65 mm, die Deckplatten
16, 16' jeweils eine Breite von insbesondere 12 mm auf. In einer alternativen Ausführung
der Waben-Verbundplatte weisen die Wabe 17 eine Breite von vorzugsweise 59 mm, die
Deckplatten 16, 16'jeweils eine Breite von insbesondere 15 mm auf.
[0035] Bei der Montage eines Verbindungssystems 2 oder des Schnellbausystems 1 wird dadurch
sichergestellt, dass die senkrecht wirkenden Schwerkräfte F
G nicht über die Gurte 10, 11, sondern lediglich über den Steg 12 des Profilträgers
6 übertragen werden (Fig. 1). Die Gurte 10, 11 sind zur Übertragung von senkrecht
zur Längsebene 7 wirkenden Querkräften F
Q vorgesehen (Fig. 1). Dadurch sind das Bauelement 5 und das weitere Bauelement 20
quer zur Längsrichtung 18 des Profilträgers 6 durch den Profilträger 6 geführt.
[0036] In Fig. 5 ist ein Schnellbausystem 1 mit zwei übereinander angeordneten Verbindungssystemen
2 gezeigt. Das untere Verbindungssystem 2 umfasst den auf dem Boden 30 angeordneten
Abschlussbalken 21, den Profilträger 6 und ein Bauelement 5, das als Platte 3 bzw.
als Waben-Verbundplatte 31 ausgebildet ist. Der Profilträger 6 ist auf dem Abschlussbalken
21 angeordnet und die Waben-Verbundplatte 31 wiederum auf dem Profilträger 6. Mittels
Schrauben 35 sind jeweils die Waben-Verbundplatte 31 und der Abschlussbalken 21 mit
dem Profilträger 6 verschraubt. Die Schrauben 35 sind in ihrer Längsrichtung senkrecht
zur Plattenebene 19 ausgerichtet. In einer alternativen Ausführung können das Bauelement
5 und das weitere Bauelement 20 an dem Profilträger 6 beispielsweise auch mittels
Nägeln, Klammern oder durch Klebung befestigt werden. Ist das Verbindungssystem 2
bzw. das Schnellbausystem 1 auf höchste Belastbarkeit, beispielsweise gegen Erdbeben,
Wirbelstürme oder dgl. auszulegen, so sind das Bauelement 5 und das weitere Bauelement
20 mit dem Profilträger 6 zu verkleben.
[0037] Auf der Waben-Verbundplatte 31 ist das obere Verbindungssystem 2 angeordnet. Das
obere Verbindungssystem 2 umfasst einen weiteren Profilträger 23 und eine weitere
Platte 22, die als Waben-Verbundplatte 31 ausgebildet ist. Auf der Waben-Verbundplatte
31 des unteren Verbindungssystems 2 ist der weitere Profilträger 23 des oberen Verbindungssystems
2 über seine erste Aufnahmetasche 8 angeordnet. In der zweiten Aufnahmetasche 9 ist
die weitere Platte 22 angeordnet. Mittels Schrauben 35 sind die weitere Platte 22
an dem weiteren Profilträger 23 und der weitere Profilträger 23 an der Platte 3 des
unteren Verbindungssystems 2 befestigt. Ferner sind vertikal verlaufende Profilträger
6 gezeigt, die die Waben-Verbundplatten 31 mit an ihren vertikal verlaufenden Stirnseiten,
also den Seiten der Waben-Verbundplatten 31, die senkrecht zum Boden 30 ausgerichtet
sind, gezeigt. So können die Waben-Verbundplatten 31 an allen Stirnseiten mit weiteren
Bauelementen verbunden werden.
[0038] In Fig. 6 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des Schnellbausystems 1 gezeigt,
in welcher neben dem Bauelement 5 eine Parallelplatte 4 angeordnet ist. Diese Kombination
aus Platten 3 und Parallelplatten 4 sind als Mehrschicht-Verbundplatten 33 bezeichnet.
Sowohl das Bauelement 5, also die Platte 3, als auch die Parallelplatte 4 sind vorzugsweise
als Waben-Verbundplatten 31 ausgebildet. In einer alternativen Ausführung des Schnellbausystems
1 können die Parallelplatte 4 und die Platte 3 auch verschiedenartig ausgebildet sein.
So kann die Parallelplatte 4 beispielsweise als Brandschutzelement oder dgl. ausgebildet
sein. Hierfür kann die Parallelplatte 4 beispielsweise aus Stahl bestehen oder als
Zementplatte, insbesondere als Zementfaserplatte ausgebildet sein. In einer ebenfalls
alternativen Ausführung kann es zweckmäßig sein, mehrere Parallelplatten 4, insbesondere
zwei Parallelplatten 4 vorzusehen, die in der Aufnahmetasche 8 des Profilträgers 6
aufgenommen sind. Wie in Fig. 6 gezeigt, sind die Parallelplatte 4 und das Bauelement
5 parallel zueinander angeordnet und in der ersten Aufnahmetasche 8 des Profilträgers
6 aufgenommen. Der Profilträger 6 ist über die zweite Aufnahmetasche 9 auf dem Abschlussbalken
21 mit dem Boden 30 verbunden. Die Parallelplatte 4 weist eine parallel zur Plattenebene
19 und senkrecht zur Längsebene 7 gemessene Höhe g auf. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Höhe g der Parallelplatte 4 jedoch zur Höhe f des Bauelementes 5, also der
Platte 3, verschieden. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um die Platten, mit
welchen das Schnellbausystem 1 beginnt oder abschließt. Durch das gemischte Versetzen
der Platten 3 und der Parallelplatten 4 werden die Kräfte und Lasten in dem Schnellbausystem
besser verteilt. Im Ausführungsbeispiel entspricht die Höhe g der Parallelplatte 4
in etwa 50% der Höhe g der Platte 3. In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann
jedoch auch die Höhe g der Parallelplatte 4 größer sein als die Höhe f der Platte
3. Die Höhen g, f der Platte 3 und der Parallelplatte 4 unterscheiden sich vorzugsweise
um 30 bis 70% der maximalen Plattenhöhe. Auf der Parallelplatte 4 ist eine weitere
Parallelplatte 4' angeordnet. Die Parallelplatten 4, 4' sind auf Stoß angeordnet.
Um dennoch die Parallelplatten 4 gegen Querkräfte F
G zu sichern, sind parallel des Stoßes zwei Querlatten 25, 25' angeordnet. Die eine
Querlatte 25' verläuft unmittelbar am Stoß an den Außenseiten der Parallelplatten
4, 4', während die andere Querlatte 25 auf der Außenseite der Platte 3 parallel zum
Stoß der Parallelplatten 4, 4' angeordnet ist. Die beiden Querlatten 25, 25' sind
über Schrauben 35 an der Platte 3 bzw. an den Parallelplatten 4, 4' befestigt. Mindestens
eine der beiden Schraubenverbindungen greift sowohl in die Platte 3 als auch in die
Parallelplatte 4, 4 ein. Die gleiche Konstruktion ist auch an dem Stoß der Platte
3 und der weiteren Platte 22, wie auch bei allen anderen Stößen vorzusehen. Sollten
Platte 3 und Parallelplatte 4 bei gleicher Höhe f, g dennoch gemeinsam enden, so ist
bevorzugt eine zur Plattenebene 19 schräg verlaufende Verschraubung zu wählen (Fig.
9).
[0039] In Fig. 4 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des Schnellbausystems
1 gezeigt, das sich von dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel lediglich darin
unterscheidet, dass das Bauelement 5 und das weitere Bauelement 20 aus Sandwich-Waben-Verbundplatten
32 gebildet sind. Die Sandwich-Waben-Verbundplatte 32 besteht aus zwei parallel zur
Plattenebene 19 angeordneten Deckplatten 16, 16', einer parallel zur Plattenebene
19 angeordneten Zwischenplatte 34 und zwei Waben 17, 17'. Die Sandwich-Waben-Verbundplatte
32 ist in der Reihenfolge Deckplatte 16, Wabe 17, Zwischenplatte 34, Wabe 17', Deckplatte16'
zusammengesetzt.
[0040] Wie in den Figuren 6 und 7 gezeigt, ist die Breite b der Aufnahmetaschen 8, 9 des
Profilträgers 6 der Breite d des Abschlussbalkens 21 und der Breite a der Platte 3
anzupassen. Werden in den Profilträger 6 eine Platte 3 und eine Parallelplatte 4 eingesetzt,
ist die Breite b der Aufnahmetasche 8, 9 des Profilträgers 6 der Breite a der Platte
3 und der Breite der Parallelplatte 4 anzupassen.
[0041] In Fig. 8 ist ein erfindungsgemäßes Schnellbausystem 1 gezeigt, das als Gebäudewand
ausgebildet ist. Auf dem Boden 30, der beispielsweise durch eine Bodenplatte gebildet
ist, ist der Abschlussbalken 21 befestigt. Auf diesem Abschlussbalken 21 ist der Profilträger
6 über seine erste Aufnahmetasche 8 angeordnet. In der zweiten Aufnahmetasche 9 des
Profilträgers 6 sind mehrere Waben-Verbundplatten 31 angeordnet. Zudem umfasst das
Schnellbausystem 1 ein Fenster 41. Das Fenster 41 ist aus einer Fensterscheibe 39
sowie aus vier Fensterbalken 40 gebildet. Die Fensterscheibe 39 ist über die vier
Fensterbalken 40 eingerahmt. Die Fensterbalken 40 weisen hinsichtlich ihrer Höhe sowie
ihrer Breite die gleichen Maße auf wie die Abschlussbalken 21. Dadurch kann die Fensterscheibe
39 über die Fensterbalken 40 in die Aufnahmetaschen 8, 9 der Profilträger 6 eingesetzt
werden. Das Fenster 41 wird durch Profilträger 6 umrahmt. Die Profilträger 6 sowie
die Fensterbalken 40 sind auf Gehrung geschnitten. Das Fenster 41 sowie die unterhalb
des Fensters 41 angeordnete Waben-Verbundplatte 31 ist in horizontaler Richtung über
die Profilträger 6 mit den seitlichen Waben-Verbundplatten 31 verbunden. Die seitlichen
Waben-Verbundplatten sind hier beispielsweise lediglich mit den Querlatten 25 verbunden.
Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, anstelle der Querlatten 25 die Profilträger 6
einzusetzen. Unterhalb des Fensters 41 ist eine verkürzte Waben-Verbundplatte 31 angeordnet.
Auf dieser Waben-Verbundplatte 31 ist ein Profilträger 6 und darauf ein Abschlussbalken
21 angeordnet. Auf diesen Abschlussbalken 21 ist das Fenster 41 über den Profilträger
6 aufgesetzt. Das Fenster 41 schließt nach oben hin mit den seitlichen Waben-Verbundplatten
31 auf gleicher Höhe ab und bildet mit diesen eine gemeinsame Auflagefläche, auf welcher
die Profilträger 6 angeordnet sind. Auf diesen Profilträgern 6 ist wiederum der Abschlussbalken
21 befestigt, der hier beispielsweise zur Aufnahme einer nicht dargestellten Decke
eingesetzt werden kann. So können verschiedene Baugruppen in das erfindungsgemäße
Schnellbausystem 1 integriert werden. Derartige Baugruppen, können beispielsweise
verschiedene Arten von Fenstern, Türen und dgl. sein.
[0042] In den Fig. 9 und 10 sind weitere erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele gezeigt,
in welchen mehrere Schnellbausysteme 1 kombiniert sind. So sind in Fig. 9 zwischen
drei vertikal ausgerichteten Schnellbausystemen 1 zwei horizontal ausgerichtete Schnellbausysteme
1 als Decken 36 ausgebildet. Die Schnellbausysteme 1 sind mittels Mehrschicht-Verbundplatten
33 gebildet. Die Decken 36 sind jeweils auf einem Abschlussbalken 21 gegenüber einer
vertikal ausgerichteten Mehrschicht-Verbundplatte 33 abgestützt. Mehrschicht-Verbundplatten
33 der Decke 36 sind erfindungsgemäß analog den vertikalen Wänden mit den Profilträgern
6 verbunden. In alternativen Ausführungen kann es zweckmäßig sein, neben den Profilträgern
6 auch eine Klebung zwischen den Mehrschicht-Verbundplatten 33 vorzusehen (Fig. 11).
Während die untere Decke 36 über ein Abschlussbalken 21 abgestützt ist, ist die obere
Decke 36 über zwei aufeinanderliegenden Abschlussbalken 21 abgestützt. In Fig. 10
sind die vertikalen Wände aus einfachen Waben-Verbundplatten 31 gebildet, während
die Decken 36 ebenfalls aus Mehrschicht-Verbundplatten 33 gebildet sind. Ferner ist
zur Innenseite des Gebäudes hin eine Innenverkleidung 38 vorgesehen, die an den Waben-Verbundplatten
31 befestigt ist. Auf der oberen Decke 36 ist ein Dach 37 über einen Abschlussbalken
21 abgestützt. Das Verbindungssystem 2 sowie die Schnellbausysteme 1 können nach Bedarf
und unter Berücksichtigung der jeweiligen Anforderung in beliebiger Form miteinander
kombiniert werden.
[0043] Wie in Fig. 11 gezeigt, können in einem Schnellbausystem 1 ergänzend zu dem erfindungsgemäßen
Verbindungssystem 2 zwei Bauelemente, hier zwei Mehrschicht-Verbundplatten 33, miteinander
verklebt werden. Zwischen den zwei Mehrschicht-Verbundplatten 33 ist eine Klebefuge
42 ausgebildet, die eine Breite h aufweist. Die Breite h der Klebefuge beträgt vorzugsweise
zwischen 2 bis 12 mm, insbesondere zwischen 6 bis 10 mm. Als Klebstoff wird vorzugsweise
ein Polyurethan-Klebstoff verwendet. Es kann auch zweckmäßig sein, andere Klebstoffe
einzusetzen.
1. Verbindungssystem zur Montage eines Schnellbausystems,
umfassend ein als Platte (3) ausgebildetes Bauelement (5) und mindestens einen Profilträger
(6) mit einer Längsebene (7),
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Profilträger (6) als Doppel-T-Träger ausgebildet ist und zwei
Aufnahmetaschen (8, 9) umfasst, und dass in einer ersten Aufnahmetasche (8) der zwei
Aufnahmetaschen (8, 9) des Profilträgers (6) das Bauelement (5) angeordnet ist, und
dass eine zweite Aufnahmetasche (9) der zwei Aufnahmetaschen (8, 9) des Profilträgers
(6) zur Aufnahme eines weiteren Bauelementes (20) ausgebildet ist.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Profilträger (6) aus einem ersten Gurt (10), einem zweiten Gurt (11) und einem
in der Längsebene (7) des Profilträgers (6) liegenden plattenförmigen Steg (12) ausgebildet
ist, wobei der erste Gurt (10) und der zweite Gurt (11) über den plattenförmigen Steg
(12) miteinander verbunden sind.
3. Verbindungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (2) ein weiteres Bauelement (20) umfasst, wobei das weitere
Bauelement (20) in der zweiten Aufnahmetasche (9) angeordnet ist.
4. Verbindungssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in montierter Stellung des Verbindungssystems (2) das Bauelement (5) und/oder das
weitere Bauelement (20) an dem Steg (12) des Profilträgers (6) anliegt.
5. Verbindungssystem nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Profilträger (6) derart ausgebildet ist, dass das Bauelement (5) und/oder das
weitere Bauelement (20) in Richtung senkrecht zur Längsebene (7) durch die Gurte (10,
11) des Profilträgers (6) geführt sind.
6. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (5) aus der ersten Aufnahmetasche (8) und/oder das weitere Bauelement
(20) aus der zweiten Aufnahmetasche (9) ragen.
7. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Bauelement (20) ein Abschlussbalken (21) oder eine weitere Platte (22)
ist.
8. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahmetasche (8) und die zweite Aufnahmetasche (9) bezüglich der Längsebene
(7) des Profilträgers (6) einander gegenüberliegend angeordnet sind.
9. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gurt (10) und der zweite Gurt (11) jeweils einen oberen Schenkel (13, 13')
und einen unteren Schenkel (14, 14') aufweisen, wobei jeweils der obere Schenkel (13,
13') und der untere Schenkel (14, 14') eines Gurtes (10, 11) bezüglich der Längsebene
(7) des Profilträgers (6) einander gegenüberliegend symmetrisch angeordnet sind und
senkrecht zur Längsebene (7) ausgerichtet sind.
10. Verbindungssystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahmetasche (8) durch die zwei oberen Schenkel (13, 13') und durch den
Steg (12) gebildet ist, und dass die zweite Aufnahmetasche (9) durch die zwei unteren
Schenkel (14, 14') und durch den Steg (12) gebildet ist.
11. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (12) des Profilträgers (6) eine OSB-Platte ist, wobei insbesondere die zwei
Gurte (10, 11) des Profilträgers (6) aus hochfestem Sperrholz gebildet sind.
12. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem mindestens eine Parallelplatte (4) umfasst, die gemeinsam mit
dem Bauelement (5) in der ersten Aufnahmetasche (8) des Profilträgers (6) angeordnet
ist.
13. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Platte und/oder die weitere Platte eine Verbundplatte, insbesondere eine Waben-Verbundplatte
(31) oder eine Sandwich-Waben-Verbundplatte (32) ist.
14. Schnellbausystem,
umfassend mindestens ein Verbindungssystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Schnellbausystem nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schnellbausystem (1) mindestens einen weiteren Profilträger (23) umfasst, wobei
der weitere Profilträger (23) an dem Bauelement (5) des Verbindungssystems (2) angeordnet
ist, und dass ein zusätzliches Bauelement (24) an der zweiten Aufnahmetasche (9) des
weiteren Profilträgers (23) angeordnet ist.