GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckverbinder-Anordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem ein erstes Steckverbinder-Gehäuseelement für eine
Steckverbinder-Anordnung.
[0003] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14.
[0004] Die Erfindung betrifft schließlich eine Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0005] Es besteht eine zunehmende Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen. Zwischen
den einzelnen elektrischen Aggregaten eines Elektro- oder Hybridfahrzeuges, nämlich
Batterie und Elektroantrieb, sind hohe elektrische Leistungen zu übertragen. Hierfür
sind geeignet ausgelegte Hochvoltkabel und Hochvoltsteckverbinder erforderlich.
[0006] Komponenten der Steuerungs- und Kommunikationselektronik sind in heutigen Elektro-
und Hybridfahrzeugungen auf engsten Raum mit Hochvolt-Komponenten verbaut. Über elektromagnetische
Abstrahlungen stören sich die einzelnen Komponenten und Aggregate bis hin zum Funktionsausfall
gegenseitig. Hinzukommt kommt, dass leistungselektronische Komponenten wie Antriebswechselrichter
mehr als das 100-Fache an elektromagnetischer Abstrahlung als Komponenten der Steuerungs-
und Kommunikationselektronik erzeugen.
[0007] Eine wesentliche technische Anforderung an die Auslegung von Hochvoltkabeln, Hochvoltsteckverbindern
und Hochvolt-Aggregaten in Elektro- und Hybridfahrzeugen ist folglich die Schirmung
dieser Komponenten bzw. Aggregate sowie eine optimierte Schirmübergabe zwischen diesen
Komponenten bzw. Aggregaten.
[0008] Die Schirmübergabe zwischen einem geschirmten Hochvoltkabel und einem geschirmten
Hochvolt-Steckverbindergehäuse erfolgt bevorzugt über eine Crimpverbindung. Eine Crimpverbindung
ermöglicht eine elektrische Verbindung mit minimierten Übergangswiderstand zwischen
der Schirmung des Hochvoltkabels und der Schirmung des Hochvolt-Steckverbindergehäuses.
Außerdem wird mit einer Crimpverbindung eine zuverlässige mechanische Verbindung im
Langzeithorizont realisiert.
[0009] Hochvoltsteckverbinder sind häufig an der kabelseitigen Schnittstelle mit mehreren
geschirmten Hochvoltkabeln verbunden. Für eine Gleichstromübertragung zwischen Energiequelle
und Energieverbraucher werden bekanntlich zwei elektrische Leitungen benötigt, während
eine Drehstromübertragung drei elektrische Leitungen erforderlich macht. Die separate
Verteilung von mehreren elektrischen Leitungen auf einzelne Hochvoltkabel wird typischerweise
gegenüber einer gemeinsamen Führung der Mehrfachleitungen in einem einzigen Hochvoltkabel
angestrebt. Bei einer Verteilung auf mehrere Kabel mit jeweils kleinerem Kabelquerschnitt
kann ein kleinerer Biegeradius der Kabel und damit eine flexiblere Verlegung der Kabel
erzielt werden.
[0010] Die Anbindung von mehreren geschirmten Hochvoltkabeln an den Hochvoltsteckverbinder
erfordert aber einen Crimpprozess für jedes einzelne Hochvoltkabel. Dieser mehrfache
Crimpprozess pro Hochvoltteckverbinder verschlechtert nachteilig die Prozesszeit.
Außerdem ist hierfür nachteilig eine aufwändigere Geometrie für das Steckverbindergehäuse
und ein höherer Raumbedarf erforderlich.
[0011] Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0012] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei
der Anbindung von mehreren Kabeln an einen gemeinsamen Steckverbinder eine technisehe
Lösung für ein zeitsynchrones Verbinden, insbesondere für ein zeitsynchrones Crimpen,
von mehreren Kabeln an einen gemeinsamen Steckverbinder anzugeben.
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Steckverbinder-Anordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1, durch ein Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
mit den Merkmalen des Patentanspruches 14 und durch eine Vorrichtung zur Herstellung
einer Steckverbinder-Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruches 15 gelöst.
[0014] Demgemäß ist vorgesehen:
Eine Steckverbinder-Anordnung umfassend:
- wenigstens zwei Kabel mit
- jeweils einem Kabelmantel und
- jeweils einer innerhalb des Kabelmantels angeordneten Schirmung,
- wobei die Schirmung an einem Kabelende vom Kabelmantel freigelegt ist,
- ein Steckverbindergehäuse aus einem elektrisch leitfähigen Material,
- in dem für jedes Kabel jeweils eine Durchführung ausgebildet ist,
- wobei die freigelegte Schirmung jedes Kabels sich in der jeweiligen Durchführung befindet
und
- mit dem Steckverbindergehäuse kraftschlüssig verbunden ist, und
- eine Crimphülse,
- wobei die Crimphülse das Steckverbindergehäuse und jede Durchführung umschließt und
- mit dem Steckverbindergehäuse kraftschlüssig verbunden ist.
[0015] Ein Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung mit den Verfahrensschritten:
- Bereitstellen der wenigstens zwei Kabel mit jeweils der am Kabelende vom Kabelmantel
freigelegten Schirmung,
- Einfügen jedes Kabels in die zugehörige Durchführung des Steckverbindergehäuses und
- kraftschlüssiges Verbinden des Steckverbindergehäuses mit der Crimphülse.
[0016] Eine Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung umfassend:
- einen Amboss zur Aufnahme des Steckverbindergehäuses und
- einen relativ zum Amboss bewegbaren Crimper,
- wobei ein Querschnittprofil eines vom Amboss und vom Crimper umschlossenen Hohlraumes
einem Querschnittsprofil des Steckverbindergehäuses entspricht.
[0017] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis/Idee besteht darin, einen
optimierten Schirmübergang zwischen der Schirmung des Steckverbindergehäuses und der
Schirmung jedes Kabels mithilfe einer einzigen Crimphülse zu realisieren, die jeweils
eine Crimpverbindung, d. h. bevorzugt eine kraftschlüssige Verbindung, zwischen der
Schirmung des Steckverbindergehäuses und der Schirmung jedes Kabels erzielt.
[0018] Hierzu ist die Schirmung des Steckverbindergehäuses dadurch realisiert, dass das
Steckverbindergehäuse aus einem elektrisch leitfähigen Material hergestellt ist. Außerdem
ist die Schirmung jedes Kabels am Kabelende vom Kabelmantel freigelegt.
[0019] Um einen kraftschlüssigen Übergang zwischen der Schirmung jedes Kabels und der Schirmung
des Steckverbindergehäuses zu verwirklichen, ist im Steckverbindergehäuse für jedes
Kabel jeweils eine Durchführung ausgebildet, durch die das einzelne Kabel von außen
in den Innenraum des Steckverbindergehäuses hindurchgeführt ist. Außerdem ist jedes
Kabel derart durch die zugehörige Durchführung im Steckverbindergehäuse hindurchgeführt,
dass die freigelegte Schirmung sich in der zugehörigen Durchführung befindet. Die
freigelegte Schirmung jedes Kabels ist jeweils innerhalb der zugehörigen Durchführung
kraftschlüssig mit dem Steckverbindergehäuse verbunden. Um die kraftschlüssige Verbindung
zwischen der Schirmung jedes Kabels und dem Steckverbindergehäuse aus elektrisch leitfähigem
Material zu erzielen, ist zusätzlich eine Crimphülse vorgesehen, die das Steckverbindergehäuse
und die im Steckverbindergehäuse ausgebildeten Durchführungen umschließt und die kraftschlüssig
mit dem Steckverbindergehäuse verbunden ist. Im Kraftschluss liegt die Crimphülse
auf einer Auflagefläche des Steckverbindergehäuses auf, die einen Bereich des Steckverbindergehäuses
umschließt, in dem alle Durchführungen ausgebildet sind.
[0020] Ist eine erfindungsgemäße Steckverbinder-Anordnung derart ausgeführt, so können in
einem einzigen Crimpvorgang mehrere Kabel gleichzeitig mit einem Steckverbindergehäuse
kraftschlüssig verbunden werden.
[0021] Die Anzahl von mehreren Kabeln, die mit dem Steckverbinder verbunden sind, ist bevorzugt
im Falle einer Gleichstromübertragung zwei Kabel und im Falle einer Drehstromübertragung
drei Kabel. Daneben ist von der Erfindung auch eine höhere Anzahl von mehreren Kabeln,
beispielsweise vier Kabel oder sechs Kabel, mit abgedeckt.
[0022] Unter Crimpen wird hierbei und im Folgenden ein Fügeverfahren verstanden, bei dem
mindestens zwei Komponenten durch plastisches Verformen miteinander verbunden werden.
Denkbar ist auch der Fall, dass eine Komponente plastisch verformt wird, während die
andere Komponente entweder plastisch oder nur elastisch verformt wird. In der erfindungsgemäßen
Steckverbinder-Anordnung wird durch den Crimpprozess die Crimphülse, das Steckverbindergehäuse
und die Schirmung des einzelnen Kabels plastisch bzw. elastisch verformt. Auf diese
Weise entsteht eine homogene kraftschlüssige Verbindung zwischen der Schirmung der
einzelnen Kabel und dem Steckverbindergehäuse sowie zwischen dem Steckverbindergehäuse
und der Crimphülse. Diese homogene kraftschlüssige Verbindung ermöglicht eine stabile
mechanische und elektrische Verbindung zwischen der Schirmung der einzelnen Kabel
und dem elektrisch leitfähigen Steckverbindergehäuse sowie eine stabile mechanische
Verbindung zwischen der Crimphülse und dem Steckverbindergehäuse. Neben der Verbindungsicherheit
ist mit der Crimpverbindung eine leicht handhabbare und damit für eine Serienfertigung
geeignete Verbindungstechnologie erzielbar. Auf erfindungswesentliche Details des
Crimpverfahrens und des Crimpwerkzeugs wird weiter unten noch eingegangen.
[0023] Da die Verbindung von mehreren Kabeln mit einem einzigen Steckverbinder insbesondere
im Hochvoltbereich Anwendung findet, sind die Kabel bevorzugt jeweils als Hochvoltkabel
und der Steckverbinder als Hochvoltsteckverbinder ausgebildet.
[0024] Das Hochvoltkabel ist insbesondere als geschirmtes Hochvoltkabel ausgeführt. Ein
derartiges geschirmtes Hochvoltkabel enthält typischerweise einen Innenleiter, der
ein Bündel von bevorzugt zueinander verseilten Litzen umfasst. Der Innenleiter ist
von einer Isolation umschlossen. Die Isolation wiederum ist von einer Schirmung umschlossen.
Eine Schirmung, die auch als Schirm oder als Außenleiterschirm bzw. Außenleiterschirmung
bezeichnet wird, umfasst typischerweise ein Gewebe von miteinander verwobenen metallischen
Drähten. In seltenen Fällen ist ein Schirm auch als Metallfolie oder als Kombination
von Metallfolie und Metalldrahtgewebe ausgebildet. Die Schirmung schließlich ist von
einem Kabelmantel aus einem elektrisch isolierenden Material umschlossen.
[0025] Die Schirmung des Hochvoltsteckverbinders erfolgt bevorzugt durch ein geschirmtes
Gehäuse des Hochvoltsteckverbinders. Neben einem metallisch beschichteten Kunststoffgehäuse
kann die Schirmung des Gehäuses auch durch ein Steckverbindergehäuse aus einem elektrisch
leitenden Material realisiert sein. Um den zusätzlichen Fertigungsschritt der Beschichtung
einzusparen, wird typischerweise ein Steckverbindergehäuse aus einem elektrisch leitenden
Material, d. h. bevorzugt aus einem Metall, verwendet. Zur Gewichtseinsparung des
metallischen Steckverbindergehäuses ist mit Ausnahme der tragenden Teile des Steckverbindergehäuses
ein Großteil des Steckverbindergehäuses schalenförmig ausgebildet. Unter einem schalenförmigen
Steckverbindergehäuse bzw. einem schalenförmigen Steckverbinder-Gehäuseelement wird
im Folgenden ein Gehäuse bzw. ein Gehäuseelement verstanden, dessen Gehäusewandstärke
in Relation zur Oberflächenausdehnung der Gehäusewand deutlich kleiner ausgeführt
ist.
[0026] Als elektrisch leitendes Material für das Steckverbindergehäuse wird aus Gewichtsgründen
bevorzugt Aluminium verwendet. Daneben sind aber auch Zink, Messing, Bronze, Stahl
oder geeignete Legierungen anwendbar.
[0027] Zur Realisierung des Schirmübergangs zwischen der Schirmung der einzelnen Kabel und
der Schirmung des Steckverbinders ist die Schirmung des einzelnen Kabels am Kabelende,
das in den Steckverbinder eingeführt wird, freigelegt.
[0028] Zur Realisierung eines optimierten Schirmübergangs zwischen der Schirmung jedes Kabels
und dem Steckverbindergehäuse aus elektrisch leitendem Material ist im Steckverbindergehäuse
für jedes Kabel jeweils eine Durchführung vorzusehen. Die Geometrie der Durchführung,
d. h. das Querschnittsprofil der Durchführung, ist an die Geometrie bzw. das Querschnittsprofil
des Kabels, insbesondere im Bereich der freigelegten Kabelschirmung, anzupassen. Da
in den meisten Fällen das Kabel im Bereich der freigelegten Schirmung ein rundes Querschnittsprofil
bzw. näherungsweise ein rundes Querschnittsprofil aufweist, ist auch das Querschnittsprofil
der Durchführung rund zu gestalten. Im deutlich selteneren Falle eines Flachbandkabels,
eines Kabels mit einem quadratischen, rechteckförmigen, elliptischen oder anders geformten
Querschnittsprofil im Bereich der freigelegten Schirmung ist das Querschnittsprofil
der zugehörigen Durchführung entsprechend quadratisch, rechteckförmig, elliptisch
oder anders geformt auszulegen.
[0029] Die Größe der Durchführung ist an die Größe des Kabels im Bereich der Schirmung derart
anzupassen, dass ein einfaches Einfügen des Kabels in die zugehörige Durchführung
während des Montageprozesses und gleichzeitig eine zuverlässige kraftschlüssige Verbindung
zwischen Kabelschirmung und Steckverbindergehäuse im Crimpprozess herstellbar ist.
[0030] Der Hochvoltsteckverbinder kann als gerader Steckverbinder oder als Winkelsteckverbinder
ausgeführt sein. Weitere technische Funktionen eines Hochvoltsteckverbinders wie beispielsweise
Kontaktierung, Dichtung, Wärmeabführung, mechanische Stabilisierung usw. werden an
dieser Stelle nicht erläutert, da sie nicht erfindungswesentlich sind. Diese können
mittels üblicher und bekannter technischer Maßnahmen verwirklicht sein.
[0031] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0032] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0033] Das geschirmte Kabel enthält in einer bevorzugten Ausführung eine Stützhülse. Eine
Stützhülse, welche bevorzugt aus einem Metall hergestellt ist, ist über den Kabelmantel
geführt. Die Schirmung ist am Kabelende um die Stützhülse zurückgeschlagen. Die Stützhülse
kann auch aus einem Nicht-Metall hergestellt sein. Eine Stützhülse kann bevorzugt
auch aus einem elastischen Material hergestellt sein, sofern das elastische Material
den hydrostatischen Druck ausbildet. Somit eignet sich auch nicht relaxierender Gummi
als Werkstoff für eine Stützhülse.
[0034] Die Größe und das Querschnittsprofil der Durchführung ist über die gesamte Durchführungslänge
bevorzugt konstant ausgebildet. Alternativ kann die Durchführung auch konisch ausgeformt
sein, d. h. am gehäuseinnenseitigen Ende einen größeren Querschnitt als am gehäuseaußenseitigen
Ende aufweisen. Auf diese Weise wird durch den Crimpprozess neben der kraftschlüssigen
Verbindung zusätzlich eine formschlüssige Verbindung zwischen der Schirmung des Kabels
und dem Steckverbindergehäuse erzielt. Durch den zusätzlichen Formschluss werden die
Auszugskraft und die Flächenpressung vom Steckverbindergehäuse auf die Schirmung des
Kabels verbessert. Neben einer konischen Ausformung ist zur Ausbildung eines Formschlusses
auch eine konkav oder konvex gewölbte Durchführung oder eine gestuft ausgeformte Durchführung
denkbar.
[0035] Die Anwendung unterschiedlicher Fertigungstechnologien in der Herstellung von elektrisch
leitfähigen Steckverbindergehäuse, beispielsweise Gießen, Stanzen und Biegen, Stanzpaketieren,
Strangpressen usw., ermöglicht, Steckverbindergehäuse mit einer Vielzahl von unterschiedlichen
Geometrien und einer unterschiedlichen Anzahl von Steckverbinder-Gehäuseelementen
zu gestalten.
[0036] In einer ersten Ausführung ist das Steckverbindergehäuse einteilig aus einem einzigen
Steckverbinder-Gehäuseelement hergestellt. In diesem Steckverbinder-Gehäuseelement
ist für jedes Kabel jeweils eine Durchführung ausgebildet. Die Größe und das Querschnittsprofil
ist, wie bereits erwähnt wurde, an die Größe und das Querschnittsprofil des Kabels
im Bereich der Schirmung, insbesondere im Bereich der Stützhülse mit der ungeschlagenen
Schirmung, angepasst.
[0037] Ein derartiges Steckverbindergehäuse kann bevorzugt mittels Gießens oder Stanzpaketierens
hergestellt sein. Beim Stanzpaketieren wird das Steckverbinder-Gehäuseelement aus
mehreren gleichen Blechlamellen mit ausgestanzten Durchführungen hergestellt. Die
einzelnen ausgestanzten Blechlamellen werden gestapelt und im Bereich der Durchführungen
miteinander verpresst. Schließlich werden die einzelnen miteinander verpressten Blechlamellen
mittels Biegen zu einem Steckverbindergehäuse geformt.
[0038] Durch eine Ausbildung von Schlitzen im Steckverbindergehäuse im Bereich der Durchführungen
kann in einem Crimpprozess ein plastisches bzw. elastisches Verformen des Steckverbindergehäuses
im Bereich der Durchführungen verwirklicht werden. Die Schlitze werden im Crimpprozess
bevorzugt geschlossen. Durch die plastische bzw. elastische Verformung des Bereichs
des Steckverbindergehäuses, in dem die Durchführungen ausgebildet sind, entsteht ein
Kraftschluss zwischen der Schirmung jedes Kabels und dem Steckverbindergehäuse. Der
einzelne Schlitz erstreckt sich bevorzugt entlang der gesamten Durchführungslänge
und ist angrenzend an die einzelne Durchführung bevorzugt radial zur Durchführung
orientiert im Steckverbindergehäuse ausgebildet.
[0039] In einer bevorzugten zweiten Ausführung ist das Steckverbindergehäuse mehrteilig
ausgebildet. Hierbei sind die einzelnen Durchführungen des Steckverbindergehäuses
in wenigstens einem Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet. Das wenigstens eine
Steckverbinder-Gehäuseelement, in dem die einzelnen Durchführungen ausgebildet sind,
wird im Folgenden jeweils als erstes Steckverbinder-Gehäuseelemente bezeichnet. Das
wenigstens eine erste Steckverbinder-Gehäuseelement bildet hierbei den Bereich des
Steckverbindergehäuses, in dem die Crimpverbindung realisiert ist. Zur Ausbildung
eines vollständigen Steckverbindergehäuses umfasst das Steckverbindergehäuse zusätzlich
wenigstens ein weiteres Steckverbinder-Gehäuseelement, das im Folgenden jeweils als
zweites Steckverbinder-Gehäuseelement bezeichnet wird. Diese zweiten Steckverbinder-Gehäuseelemente
sind bevorzugt jeweils schalenförmig ausgebildet. Das wenigstens eine zweite Steckverbinder-Gehäuseelement
ist zwischen der Crimphülse und dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
angeordnet. Auf diese Weise ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem wenigstens
einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement und dem wenigstens einen zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement
realisiert. Somit ist ein in sich geschlossenes und mechanisch stabiles Steckverbindergehäuse
geschaffen. Ergänzend zum Kraftschluss kann durch eine entsprechende Ausformung der
Außenwandung des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements und der Innenwandung
des wenigstens einen zweiten Steckverbinder-Gehäuseelements ein Formschluss erzielt
werden.
[0040] Das einzelne erste Steckverbinder-Gehäuseelement ist jeweils bevorzugt scheibenförmig
ausgeformt. Im Crimpprozess wird vom Crimpwerkzeug eine lateral zur Längserstreckung
der Durchführungen gerichtete Crimpkraft auf das Steckverbindergehäuse und damit auf
das einzelne erste Steckverbinder-Gehäuseelement eingeleitet. Diese lateral eingeleitete
Crimpkraft wird bei einer scheibenförmigen Ausformung des einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
in eine bestmögliche Haltekraft und damit in einen bestmöglichen Kraftschluss zwischen
Steckverbindergehäuse und Kabel umgesetzt.
[0041] Das scheibenförmige erste Steckverbinder-Gehäuseelement weist zwei zueinander parallele
stirnseitige Oberflächen auf, die in einem geringeren Abstand als die laterale Erstreckung
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements axial beabstandet sind. In selteneren Fällen
können die stirnseitigen Oberflächen auch nicht parallel zueinander angeordnet sein.
Auch eine konkave oder konvexe Wölbung der stirnseitigen Oberflächen ist denkbar.
[0042] Das einzelne erste Steckverbinder-Gehäuseelement wird bevorzugt in einem Gussprozess,
insbesondere in einem Druckgussprozess, hergestellt. Alternativ ist auch ein Umformprozess
wie beispielsweise Strangpressen bzw. Fließpressen denkbar. In einem selteneren Fall
ist auch Stanzpaketieren oder ein Zerspannungsprozess denkbar.
[0043] Der verwendete Werkstoff und die mittels des Guss-, Umform- oder Zerspannungsprozesses
erzielbare Geometrie ermöglicht die Herstellung eines ersten Steckverbinder-Gehäuseelements,
das im Crimpprozess plastisch und/oder elastisch verformbar ist. Außerdem kann durch
eine geeignete Wahl des Werkstoffes und der Geometrie des einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
zumindest eine verlustarme Übertragung der Crimpkraft, die vom Crimpwerkzeug auf die
Crimphülse ausgeübt wird, auf die Haltekraft erzielt werden, mit der das Steckverbindergehäuse
die Kabel hält.
[0044] Das bevorzugt schalenförmig ausgebildete zweite Steckverbinder-Gehäuseelement kann
mittels Verpressens oder Stanzens und anschließenden Biegens hergestellt sein. Denkbar
ist auch ein Tiefzieh- oder Gießprozess.
[0045] Zur axialen und rotatorischen Fixierung des einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
an dem wenigstens einem zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement ist in einer bevorzugten
Ausprägung am ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ein Fixierungsbereich ausgebildet.
Dieser Fixierungsbereich bildet mit einem korrespondierenden Fixierungsbereich, der
an einem zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet ist, eine formschlüssige
Verbindung. Der korrespondierende Fixierungsbereich kann auch durch zwei benachbarte
zweite Steckverbinder-Gehäuseelemente gemeinsam ausgebildet sein.
[0046] Der Fixierungsbereich kann beispielsweise als eine hackenförmige, stiftförmige, plattenförmige
oder lamellenförmige Erweiterung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements ausgebildet
sein, die sich an der lateralen Begrenzung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
in axialer und in tangentialer Richtung erstreckt. Diese hackenförmige, stiftförmige,
plattenförmige oder lamellenförmige Erweiterung ist formschlüssig jeweils in eine
korrespondierend ausgeformte Ausnehmung eingefügt, die an der Innenwanderung des zweiten
Steckverbinder-Gehäuseelements ausgeformt ist. Unter lateraler Begrenzung des ersten
Steckverbinder-Gehäuseelements wird im Folgenden die an die Innenwandung des zweiten
Steckverbinder-Gehäuseelements angrenzende Außenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
verstanden, die lateral zur Längsachse des bevorzugt scheibenförmig ausgeformten ersten
Steckverbinder-Gehäuseelements angeordnet ist.
[0047] Das erste Steckverbinder-Gehäuseelement kann nur einen einzigen Fixierungsbereich
aufweisen. Alternativ können auch mehrere Fixierungsbereiche ausgebildet sein, die
über die lateralen Außenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements verteilt
angeordnet sind.
[0048] In einer ersten Untervariante der zweiten Ausführung des Steckverbindergehäuses sind
alle Durchführungen in einem einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet.
[0049] Im Hinblick auf eine sichere kraftschlüssige Verbindung zwischen der Schirmung der
einzelnen Kabel und dem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ist im verpressten bzw.
gecrimpten Zustand eine vollumfängliche Umschließung der Kabelschirmung durch das
erste Steckverbinder-Gehäuseelement anzustreben.
[0050] Im Fall von zwei Kabeln, die mit dem Steckverbinder verbunden sind, sind die beiden
Durchführungen in einem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement mit einem bevorzugt elliptisch
oder oval geformten Querschnittsprofil anzuordnen. Hierbei ist jede Durchführung im
verpressten Zustand bevorzugt vollumfänglich vom ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
umgeben. Die beiden Durchführungen sind jeweils benachbart in der längeren Achse des
elliptisch oder oval geformten Querschnittsprofils des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
angeordnet. Das elliptische oder ovale Querschnittsprofil des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
bildet somit eine vergleichsweise geringe Wandstärke zwischen der einzelnen Durchführung
und der Außenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements über einen näherungsweise
halbkreisförmigen Bereich aus, der sich an den axialen Enden der längeren Achse der
Ellipse bzw. des Ovals erstreckt. Dies begünstigt die für den Crimpprozess notwendige
plastische bzw. elastische Verformung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements insbesondere
in diesem Bereich. Alternativ ist auch ein erstes Steckverbinder-Gehäuseelement mit
einem runden Querschnittsprofil denkbar.
[0051] Im Fall von drei Kabeln, die mit dem Steckverbinder verbunden sind, können die Durchführungen
ebenfalls in einem Steckverbinder-Gehäuseelement mit einem bevorzugt elliptisch oder
oval geformten Querschnittsprofil in einer Reihe nebeneinander angeordnet sein. Alternativ
können die drei Durchführungen dreieckförmig zueinander in einem Steckverbinder-Gehäuseelement
mit einem Querschnittsprofil angeordnet sein, das einer Gleichdicke entspricht. Hierbei
handelt es sich um ein Querschnittsprofil mit drei gleichmäßig entlang des Umfangs
verteilten Winkelsegmenten mit einem gleichen Radius und/oder einer gleichen Bogenlänge.
Auch eine asymmetrische dreieckförmige Anordnung der drei Durchführungen ist denkbar.
[0052] In einer Modifikation der ersten Untervariante der zweiten Ausführung können die
einzelnen Durchführungen auch in mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen jeweils
ausgebildet sein. Die einzelne Durchführung ist hierbei vollständig in einem einzigen
ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet. Insbesondere kann jede Durchführung
jeweils in einem einzigen zugehörigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet
sein. Die einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente sind hierbei derart zueinander
angeordnet und zueinander befestigt, dass sie wie im Realisierungsfall eines einzigen
ersten Steckverbinder-Gehäuseelements, gemeinsam einen Steckverbinder-Gehäusebereich
mit einen elliptischen, ovalen, runden oder polygonalen, insbesondere abgerundeten
polygonalen, Querschnittsprofil ausbilden.
[0053] In einer zweiten Untervariante der zweiten Ausführung kann die einzelne Durchführung
jeweils durch zwei oder mehr erste Steckverbinder-Gehäuseelemente ausgebildet sein.
Hierzu ist in den einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen jeweils eine Ausnehmung
derart ausgeformt und angeordnet und sind die einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
derart zueinander angeordnet, dass die Ausnehmungen der einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
gemeinsam die Durchführung ausbilden. Diese Ausnehmungen werden im Folgenden als erste
Ausnehmungen bezeichnet.
[0054] Die einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente sind hierbei ebenfalls scheibenförmig
ausgeformt und bilden zueinander angeordnet einen gemeinsamen Steckverbinder-Gehäusebereich
mit einem elliptischen, ovalen, runden oder polygonalen, insbesondere abgerundeten
polygonalen Querschnittsprofil aus.
[0055] Durch den Crimpprozess werden die mehreren zueinander angeordneten ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
jeweils derart plastisch und/oder elastisch verformt, dass sich das Querschnittsprofil
der einzelnen ersten Ausnehmungen und der durch die ersten Ausnehmungen gemeinsam
gebildeten Durchführungen verkleinert. Auf diese Weise ergibt sich ein Kraftschluss
zwischen der Schirmung der einzelnen Kabel und dem Steckverbindergehäuse innerhalb
der einzelnen Durchführungen.
[0056] In einer bevorzugten Ausbildung der zweiten Ausführung des Steckverbindergehäuses
sind in einzelnen Bereichen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements, in denen jeweils
keine Durchführung ausgebildet ist, jeweils Ausnehmungen ausgebildet, die im Folgenden
als zweite Ausnehmungen bezeichnet werden. Diese zweiten Ausnehmungen sind jeweils
derart im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet, dass sich dadurch ein
erster rippenförmiger Bereich, der zumindest abschnittsweise eine Durchführung begrenzt,
und ein zweiter rippenförmiger Bereich ausbildet, der zumindest abschnittsweise eine
laterale Außenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements ausbildet. Schließlich
wird durch die zweiten Ausnehmungen auch ein dritter rippenförmiger Bereich ausgebildet,
der sich zwischen einem zweiten rippenförmigen Bereich und einem dritten rippenförmigen
Bereich erstreckt.
[0057] Bevorzugt ist der dritte rippenförmige Bereich jeweils senkrecht zum ersten rippenförmigen
Bereich und zum zweiten rippenförmigen Bereich ausgerichtet. Somit wird eine von der
Crimphülse senkrecht auf den zweiten rippenförmigen Bereich des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
gerichtete Crimpkraft senkrecht auf den ersten rippenförmigen Bereich und damit radial
auf die Durchführung zur Ausbildung einer Haltekraft zwischen Steckverbindergehäuse
und Kabel gelenkt.
[0058] Somit wird bei einem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement mit einem nicht rotationssymmetrischen
Querschnittsprofil, d. h. beispielsweise bei einem ovalen, elliptischen oder polygonalen
Querschnittsprofil, die vom Crimpwerkzeug über die Crimphülse auf das erste Steckverbinder-Gehäuseelement
nicht radial zur einzelnen Durchführung jeweils eingeleitete Crimpkraft in einen radial
zur einzelnen Durchführung gerichtete Haltekraft umgelenkt. Somit wird eine rotationssymmetrisch
homogene kraftschlüssige Verbindung zwischen der Schirmung der einzelnen Kabel und
dem Steckverbindergehäuse erzielt.
[0059] Neben der Umlenkung der nicht radial eingeleiteten Crimpkraft in eine radiale Haltekraft
wird mit der Ausbildung von zweiten Ausnehmungen im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
auch eine Gewichtsreduzierung im Steckverbindergehäuse vorteilhaft erzielt.
[0060] Wird die Trennebene beim Gießen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements in eine
Querschnittsebene zwischen den beiden axialen Enden des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
angeordnet und die zweiten Ausnehmungen vorzugsweise jeweils axial an den stirnseitigen
Oberflächen des scheibenförmigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements ausgebildet,
so wird durch eine derartige Ausbildung von zweiten Ausnehmungen im ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
eine gleichmäßigere Verteilung der Gussmasse über die gesamte Erstreckung des Steckverbindergehäuses
und damit Bereiche des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements mit vergleichsweise ähnlich
großen Wandstärken erzielt.
[0061] In einer bevorzugten Ausbildung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements ist die
Trennebene vollständig mit einem Werkstoff ausgefüllt. Die zweiten Ausnehmungen, die
jeweils an den stirnseitigen Oberflächen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
ausgebildet sind, sind somit voneinander getrennt. Die mit Werkstoff aufgefüllte Trennebene
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements ermöglicht somit eine optimale Schirmung
von elektromagnetischen Strahlungen zwischen dem Gehäuseinneren und dem Außenraum
des Steckverbinders. Die mit Werkstoff ausgefüllte Trennebene kann mittig zwischen
den beiden stirnseitigen Oberflächen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements angeordnet
ein. Bevorzugt ist die mit Werkstoff aufgefüllte Trennebene aber an der gehäuseinnenseitigen
Oberfläche oder im Bereich der gehäuseinnenseitigen Oberfläche des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
angeordnet, da auf diese Weise zusätzlich zum Kraftschluss eine konisch ausgeformte,
formschlüssige Verbindung zwischen dem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement und der
Schirmung des Kabels realisierbar ist. Alternativ ist eine Ausbildung von zweiten
Ausnehmungen denkbar, die sich zwischen den beiden stirnseitigen Oberflächen des ersten
Steckverbinder-Gehäuseelements ohne Ausbildung einer mit Werkstoff aufgefüllten Trennebene
erstrecken.
[0062] In der zweiten Untervariante der zweiten Ausführung eines Steckverbindergehäuses
kann die Trennebene im Gießprozess alternativ auch in einer axialen Erstreckungsrichtung
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements, d. h. in einer Richtung parallel zur Längserstreckung
der Durchführungen, angeordnet sein.
[0063] In diesem Fall können in den Bereichen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements,
in denen keine Durchführungen ausgebildet sind, zweite Ausnehmungen ausgebildet sein.
Diese zweiten Ausnehmungen sind hierbei derart ausgeformt und angeordnet, dass dadurch
parallel zu den stirnseitigen Oberflächen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
jeweils vierte rippenförmige Bereiche ausgebildet sind. Außerdem können durch die
Anordnung und Ausformung der zweiten Ausnehmungen fünfte rippenförmige Bereiche ausgebildet
sein, die zwischen den vierten rippenförmigen Bereichen angeordnet sind und die vierten
rippenförmigen Bereiche miteinander verbinden.
[0064] Auch diese technische Maßnahme ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Gussmasse
über die gesamte Erstreckung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements und damit Bereiche
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements mit vergleichsweise ähnlich großen Wandstärken.
Außerdem wird dadurch das Gewicht des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements zusätzlich
reduziert.
[0065] Für den Fall, dass mehrere erste Steckverbinder-Gehäuseelemente verwendet werden,
können diese bevorzugt mittels zueinander korrespondierender Führungsbereiche zueinander
gefügt werden. Auf diese Weise werden die einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
bereits im Montageprozess mit den einzelnen Kabeln zueinander fixiert. Diese Fixierung
der einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente mittels zueinander korrespondierender
Führungsbereiche ist vor allem im Crimpprozess unerlässlich, da für die Realisierung
einer zuverlässigen Crimpverbindung eine korrekte Anordnung der Schirmung der einzelnen
Kabel in den zugehörigen Durchführungen des Steckverbindergehäuses, eine korrekte
Anordnung der einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente zueinander und eine
korrekte Anordnung der Crimphülse zu den einzelnen ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen
zwingend erforderlich ist.
[0066] Die Führungsbereiche, die jeweils in den zueinander fügbaren ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen
ausgebildet sind, können beispielsweise als Führungsrippe und als zugehörige Führungsnut
realisiert sein. Alternativ kann auch ein Führungsstift oder eine Führungszunge ausgebildet
sein, die zu einer Führungsbohrung bzw. einer Führungsausnehmung korrespondieren.
Auch ineinandergreifende Führungslamellen sind denkbar. Die einzelnen Ausformungen
eines Führungsbereiches können auch mehrfach vorliegen. Beispielsweise kann ein Führungsbereich
aus einem Kamm von mehreren Führungsrippen zusammengesetzt sein, der in einen korrespondierenden
Kamm von mehreren Führungsnuten des gegenüberliegenden Führungsbereiches eingefügt
wird. Die zueinander korrespondierenden Führungsbereiche sind jeweils in den Kontaktbereichen
der jeweils benachbart anzuordnenden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente ausgebildet.
Auf diese Weise verhindern sie zusätzlich, dass Litzen der Außenleiterschirmung in
die Spalte zwischen mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen eindringen.
[0067] Das zueinander Fügen von mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen kann alternativ
auch über die weiter oben bereits beschriebenen Fixierungsbereiche realisiert sein,
die zwischen jeweils einem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement und mindestens einem
zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement ausgebildet sind.
[0068] Zur axialen Fixierung der Schirmung der einzelnen Kabel in den zugehörigen Durchführungen
des Steckverbindergehäuses sind am Steckverbindergehäuse an mindestens einer axialen
Position in der Durchführung jeweils wenigstens eine radial in die Durchführung gerichtete
radiale Erweiterung ausgebildet.
[0069] Werden die einzelnen Kabel axial in die im Steckverbindergehäuse ausgebildeten Durchführungen
eingefügt, so ist nur an einer axialen Position innerhalb der Durchführung, nämlich
an einer Position am gehäuseinnenseitigen Ende bzw. benachbart zum gehäuseseitigen
Ende der Durchführung, jeweils eine radiale Erweiterung an den einzelnen Steckverbinder-Gehäuseelementen
im Bereich der Durchführung ausgebildet. An diese radiale Erweiterung stützt sich
die um die Stützhülse zurückgeschlagene Schirmung des einzelnen Kabels ab. Somit ist
im Fall eines axialen Fügeprozesses des einzelnen Kabels zumindest eine axiale Fixierung
des Kabels an das Steckverbindergehäuse in einer axialen Richtung realisierbar.
[0070] Können die einzelnen Kabel seitlich bzw. lateral in die zugehörigen Durchführungen
des Steckverbindergehäuses gemäß der zweiten Untervariante der zweiten Ausführung
des Steckverbindergehäuses eingefügt werden, so können an zwei axial beabstandeten
Positionen innerhalb der einzelnen Durchführungen jeweils radial in die jeweilige
Durchführung gerichtete radiale Erweiterungen in den einzelnen Steckverbinders-Gehäuseelementen
ausgebildet werden. Auf diese Weise ist eine axiale Fixierung des Kabels in beiden
axialen Richtungen innerhalb der Steckverbindergehäuses möglich.
[0071] Als radiale Erweiterung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelementes, die an mindestens
einer axialen Position innerhalb der einzelnen Durchführung ausgebildet ist, kann
bevorzugt ein vollumfänglich an der Innenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
ausgebildeter Steg dienen. Alternativ können auch mehrere, an der Innenwandung des
ersten Steckverbinder-Gehäuseelements jeweils verteilt angeordnete und sich jeweils
nur über ein Winkelsegment des Innenwandungsumfangs erstreckende Stege vorgesehen
sein. Insbesondere die radiale Erweiterung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelementes
am gehäuseinnenseitigen Ende der Durchführung ist vollumfänglich ausgebildet, da sie
zusätzlich ein elektrisches Verbinden von Litzen der Außenleiterschirmung mit Litzen
des Innenleiters und damit eine Kurzschlussverbindung verhindert. Am gehäuseaußenseitigen
Ende der Durchführung sind dagegen bevorzugt mehrere radiale Erweiterungen des ersten
Steckverbinder-Gehäuseelementes in jeweils einem reduzierten Winkelsegment ausgebildet,
da diese Ausbildung gegenüber einer vollumfänglichen Ausbildung eine geringere Steife
und damit ein geringeres Bruchrisiko aufweist. Anstelle einer radialen Erweiterung
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelementes ist zur axialen Fixierung auch ein Kragen
an der Stützhülse denkbar.
[0072] Zur plastischen bzw. elastischen Verformung des Steckverbindergehäuses, insbesondere
der im Steckverbindergehäuse jeweils ausgebildeten Durchführungen, sind im Steckverbindergehäuse
im nicht verpressten Zustand jeweils Schlitze ausgebildet. Diese Schlitze sind jeweils
entweder zwischen zwei Durchführungen oder zwischen einer Durchführung und einer lateralen
Begrenzung des Steckverbindergehäuse ausgebildet. Der einzelne Schlitz erstreckt sich
bevorzugt entlang der gesamten Durchführungslänge und ist angrenzend an die einzelne
Durchführung bevorzugt radial zur Durchführung orientiert im Steckverbindergehäuse
ausgebildet.
[0073] Durch die plastische bzw. elastische Verformung des Steckverbindergehäuses, insbesondere
der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente, während des Crimpprozesses werden die einzelnen
Schlitze hinsichtlich ihrer Schlitzbreite deutlich verkleinert, bevorzugt geschlossen.
Auf diese Weise verkleinert sich das Querschnittsprofil der einzelnen Durchführung,
sodass eine zuverlässige kraftschlüssige Verbindung zwischen der Schirmung der Kabel
und dem Steckverbindergehäuse erzielbar ist. An der Innenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
lässt sich auch im verpressten Zustand ein geschlossener Schlitz identifizieren. An
der Innenwanderung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements kann sich bevorzugt ein
einziger Schlitz oder können sich alternativ auch mehrere Schlitze befinden.
[0074] Der einzelne Schlitz ist bevorzugt als offener oder geschlossener Spalt ausgebildet,
der entweder zwei Durchführungen miteinander oder eine Durchführung mit der lateralen
Begrenzung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements in einer direkten Verbindung,
d. h. in der kürzest möglichen Verbindung, verbindet. Im Fall der Verbindung zwischen
zwei Durchführungen kann der einzelne Schlitz alternativ auch als offener oder geschlossener
Kanal ausgebildet sein, der sich zwischen einer nutförmigen Ausformung des ersten
Steckverbinder-Gehäuseelements und einer in der nutförmigen Ausformung eingefügten
rippenförmigen Ausformung desselben oder eines anderen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
ausbildet.
[0075] Wie bereits erwähnt ist, ist zur Ausbildung einer kraftschlüssigen Verbindung zwischen
der Schirmung der einzelnen Kabel und dem Steckverbindergehäuse eine Crimphülse erforderlich,
die das Steckverbindergehäuse und alle Durchführungen umschließt und kraftschlüssig
mit dem Steckverbindergehäuse verbunden ist.
[0076] Die Crimphülse kann entweder als geschlossenes Band oder als offenes Band ausgeführt
sein, dessen Enden nach dem Fügen bevorzugt formschlüssig, beispielsweise mittels
einer Clinchverbindung, miteinander verbunden sind.
[0077] Die axiale Breite der Crimphülse entspricht bevorzugt der axialen Erstreckung des
wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements. Die axiale Breite der Crimphülse
kann alternativ auch größer als die axiale Erstreckung des wenigstens einen ersten
Steckverbinder-Gehäuseelements ausgebildet sein. Die Crimphülse ist auf der Auflagefläche
des Steckverbindergehäuses zur axialen Position des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
bevorzugt axial ausgerichtet. Alternativ kann die Crimphülse zum wenigstens einen
ersten Steckverbinder-Gehäuseelements axial versetzt angeordnet sein.
[0078] Die Crimphülse kann mit dem Steckverbindergehäuse nicht nur kraftschlüssig, sondern
zusätzlich auch form- oder stoffschlüssig verbunden sein. Sobald die Crimphülse auf
der Auslagefläche des Steckverbindergehäuses aufliegt, ist sie in diesem Fall in Umfangrichtung
vorgespannt und übt eine Kompressionskraft auf das Steckverbindergehäuse aus. Die
Fixierung der Crimphülse zum Steckverbindergehäuse kann hierbei stoffschlüssig, beispielsweise
über eine punktförmige Schweiß- oder Lötverbindung, oder formschlüssig, beispielsweise
über auf der Crimphülse und dem Steckverbindergehäuse jeweils ausgebildete und zueinander
korrespondierende Rastmittel, erfolgen.
[0079] An dieser Stelle sei erwähnt, dass beim Crimpprozess in Kombination zur kraftschlüssigen
Verbindung zwischen der Schirmung der einzelnen Kabel und dem Steckverbindergehäuse
auch eine stoffschlüssige Verbindung, insbesondere eine lokale begrenzte stoffschlüssige
Verbindung, möglich ist. Eine derartige stoffschlüssige Verbindung ist in einem Kaltschweißvorgang
durch die Relativbewegung zwischen der Crimphülse und dem Steckverbindergehäuse sowie
zwischen dem Steckverbindergehäuse und der Schirmung der einzelnen Kabel möglich.
[0080] Diese Crimphülse weist im nicht verpressten Zustand einen Querschnitt auf, der bevorzugt
größer als der Querschnitt des Steckverbindergehäuses im Bereich der Durchführungen
ist, um ein einfaches Umschließen des Steckverbindergehäuses durch die Crimphülse
zu ermöglichen. Im verpressten Zustand ist das Querschnittsprofil der Crimphülse nicht
mehr rund, sondern an das Querschnittsprofil des einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
bzw. an das Querschnittsprofil der aneinandergefügten ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
angepasst. Das Querschnittsprofil der Crimphülse im verpressten Zustand ergibt sich
auch aus dem Querschnittsprofil des geschlossenen Crimpwerkzeuges. Es kann also eine
elliptische, ovale, runde oder jede andere geeignet abgerundete polygonale Form annehmen.
[0081] Außerdem ist der Umfang der Crimphülse, der im verpressten Zustand kraftschlüssig
am Steckverbindergehäuse anliegt, gegenüber dem runden Umfang der Crimphülse im nicht
verpressten Zustand reduziert. Aus der durch den Crimpprozess somit entstandenen Überlänge
der Crimphülse wird durch das Crimpwerkzeug mindestens ein faltenförmiger Abschnitt,
bevorzugt zwei faltenförmige Abschnitte, ausgebildet, welche jeweils vom Steckverbindergehäuse
abstehen oder am Steckverbindergehäuse anliegen. Da die Crimphülse während des Crimpprozesses
durch die Crimpkraft des Crimpwerkzeuges Zugkräfte erfährt, wird ein derartiger Crimp
auch als Zuggurtcrimp bezeichnet.
[0082] Die Ausbildung von faltenförmigen Abschnitten der Crimphülse kann auch vermieden
werden, wenn die Crimphülse durch das Crimpwerkzeug in einen axialen Fließprozess
überführt wird, in dem anstelle einer Überlänge eine axiale Verbreiterung der Crimphülse
erzielt wird.
[0083] Alternativ zum Zuggurtcrimp ist auch eine Crimphülse denkbar, deren Umfang beim Crimpprozess
gestaucht wird und somit keine Überlänge erzeugt. Eine derartige Crimphülse ist bevorzugt
als zwölfkantige Crimphülse ausgebildet, da eine Crimphülse mit zwölf Kanten einen
elliptischen bzw. ovalen Querschnitt am besten approximiert. Denkbar ist aber auch
eine Crimphülse mit einer geringeren oder höheren Anzahl von Kanten. Ein Mehrkantcrimp
kann beispielsweise bis zu 100 Kanten, vorzugsweise bis zu 20 Kanten, besonders bevorzugt
acht bis 16 Kanten und ganz besonders bevorzugt zehn bis 14 Kanten aufweisen.
[0084] Die einzelnen Stützhülsen weisen in einer bevorzugten Ausprägung der Erfindung zusätzlich
mehrere Vertiefungen und/oder Erhöhungen auf. Diese an der Stützhülse ausgebildeten
Vertiefungen und/oder Erhöhungen sind bevorzugt jeweils ringförmig ausgeformt. Alternativ
lassen sich die Vertiefungen bzw. Erhöhungen der Stützhülse auch durch Rändelung der
Oberfläche der Stützhülse erzielen. Die Schirmung des Kabels wird in Längsrichtung
der Stützhülse formschlüssig entlang der einzelnen Vertiefungen bzw. Erhöhungen geführt
und damit zusätzlich axial fixiert. Auf diese Weise wird die Auszugskraft des Kabels
erhöht.
[0085] Die Erfindung betrifft weiterhin ein erstes Steckverbinder-Gehäuseelement für eine
Steckverbinder-Anordnung.
[0086] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinders-Anordnung.
Hierzu werden wenigstens zwei Kabel bereitgestellt, die jeweils eine Schirmung und
ein die Schirmung umschließenden Kabelmantel umfassen. Außerdem ist hierbei die Schirmung
jedes Kabels am Kabelende jeweils vom Kabelmantel freigelegt. In einem weiteren Herstellungsschritt
wird jedes Kabel in die zugehörige Durchführung eingefügt, die jeweils im Steckverbindergehäuse
ausgebildet ist. Schließlich wird in einem weiteren Herstellungsschritt das Steckverbindergehäuse
kraftschlüssig mit einer Crimphülse verbunden.
[0087] Durch das kraftschlüssige Verbinden des Steckverbindergehäuses mit der Crimphülse
wird auch die Schirmung jedes Kabels kraftschlüssig mit dem Steckverbindergehäuse
verbunden. Hierzu umschließt die Crimphülse das Steckverbindergehäuse und die im Steckverbindergehäuse
ausgebildeten Durchführungen.
[0088] Bevorzugt wird die Crimphülse bereits vor dem Einfügen der Kabel in die zugehörige
Durchführung des Steckverbindergehäuses über das Steckverbindergehäuse im Bereich
der Durchführungen geführt. Das wenigstens eine Steckverbinder-Gehäuseelement mit
den eingefügten Kabeln werden in diesem Fall anschließend in das wenigstens eine zweite
Steckverbinder-Gehäuseelement eingefügt, über das die Crimphülse bereits gelegt ist.
[0089] Alternativ ist es aber auch möglich, die Crimphülse erst dann über das Steckverbindergehäuse
zu führen, wenn die Kabel bereits in den zugehörigen Durchführungen des Steckverbindergehäuses
eingefügt sind und das wenigstens eine erste Steckverbinder-Gehäuseelement jeweils
in das wenigstens eine zweite Steckverbinder-Gehäuseelement eingefügt ist.
[0090] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung,
die einen Amboss zur Aufnahme des Steckverbindergehäuses und einen relativ zum Amboss
bewegbaren Crimper umfasst. Das Steckverbindergehäuse befindet sich hierbei in einem
vormontierten Zustand, d. h. es ist bereits von der Crimphülse umschlossen und enthält
die in den einzelnen Durchführungen jeweils eingefügten Kabel.
[0091] Das Querschnittprofil eines vom Amboss und vom Crimper umschlossenen Hohlraumes in
einem geschlossenen Zustand des Crimpwerkzeuges entspricht dem Querschnittsprofil
des Steckverbindergehäuse. Es weist folglich das Querschnittsprofil des die Durchführungen
ausbildenden einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements oder der zusammengefügten
ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente auf und ist folglich elliptisch, oval, rund
oder abgerundet polygonal ausgeformt.
[0092] Auf diese Weise ist mit einer derartigen Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
eine zuverlässige kraftschlüssige Verbindung zwischen der Crimphülse und dem Steckverbindergehäuse
und zwischen der Schirmung jedes Kabels und dem Steckverbindergehäuse herstellbar.
[0093] Merkmale, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
beschrieben wurden, sind selbstverständlich für das erfindungsgemäße Steckverbinder-Gehäuseelement,
das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung und
die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinders-Anordnung umsetzbar
- und umgekehrt.
[0094] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen in den einzelnen Ausführungen und
Untervarianten lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig miteinander kombinieren. Weitere
mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen der Erfindung umfassen
auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der
Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung. Insbesondere wird dabei
der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen
Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0095] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1A
- eine isometrische Darstellung einer ersten Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
in einem Zwischenschritt der Herstellung,
- Fig. 1B
- eine isometrische Darstellung einer ersten Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
am Ende der Herstellung,
- Fig. 1C
- eine Querschnittsdarstellung einer ersten Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung,
- Fig. 2A
- eine Explosionsdarstellung einer ersten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung in einem ersten Zwischenschritt der Herstellung,
- Fig. 2B
- eine Explosionsdarstellung einer ersten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung in einem zweiten Zwischenschritt der Herstellung,
- Fig. 2C
- eine isometrische Darstellung einer ersten Untervariante einer zweiten Ausführung
einer erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung am Ende der Herstellung,
- Fig. 2D
- eine Querschnittsdarstellung einer ersten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung,
- Fig. 3A
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit drei Kabeln in einem ersten Zwischenschritt
der Herstellung,
- Fig. 3B
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit drei Kabeln in einem zweiten Zwischenschritt
der Herstellung,
- Fig. 3C
- eine isometrische Darstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung
einer erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit drei Kabeln am Ende der Herstellung,
- Fig. 3D
- eine Querschnittsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung
einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung mit drei Kabeln,
- Fig. 4A
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit zwei Kabeln in einem ersten Zwischenschritt
der Herstellung,
- Fig. 4B
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung einer
erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit zwei Kabeln in einem zweiten Zwischenschritt
der Herstellung,
- Fig. 4C
- eine isometrische Darstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung
einer erfindungsgemäßen Steckverbinders-Anordnung mit zwei Kabeln am Ende der Herstellung,
- Fig. 4D
- eine Querschnittsdarstellung einer zweiten Untervariante einer zweiten Ausführung
einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung mit zwei Kabeln,
- Fig. 5
- eine Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
und
- Fig. 6
- ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung.
[0096] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0097] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist -jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0098] Im Folgenden werden die Figuren zusammenhängend und übergreifend beschrieben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0099] In einer ersten Ausführung der erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung, die im
Folgenden anhand der Figuren 1A, 1B und 1C beschrieben wird, ist das Steckverbindergehäuse
einteilig ausgebildet.
[0100] In der Steckverbinder-Anordnung 1 gemäß Fig. 1A werden einem Steckverbinder 2 der
Steckverbinder-Anordnung 1 zwei Kabel 3 zugeführt. Der Steckverbinder 2 enthält neben
anderen Komponenten auch ein Steckverbindergehäuse 4. Zur Schirmung des Steckverbinders
2 ist das Steckverbindergehäuse 4 aus einem elektrisch leitfähigen Material, insbesondere
aus einem Metall, hergestellt.
[0101] Um die beiden Kabel 3 mit dem Steckverbinder 2 zu verbinden, weist das Steckverbindergehäuse
4 zwei zugehörige Durchführungen 5 auf, durch die die beiden Kabel 3 von außen in
den Innenraum des Steckverbindergehäuses 4 hindurchgeführt werden. Im Bereich der
Durchführungen 5 ist im Steckverbindergehäuse 4 jeweils ein Schlitz 6 ausgeformt,
um im Crimpvorgang den Durchmesser der Durchführung 5 zur Fixierung des Kabels 3 in
der Durchführung zu verkleinern. Der Durchmesser der Durchführung 5 ist im nicht verpressten
Zustand der Steckverbinder-Anordnung 1 geringfügig größer als der größte Durchmesser
des Kabels 3 ausgeführt, um ein leichtes Einfügen des Kabels 3 in der Steckverbindergehäuse
4 zu ermöglichen. Die beiden Durchführungen 5 sind benachbart im Steckverbindergehäuse
4 ausgebildet, um in einem einzigen Crimpvorgang mit einer gemeinsamen Crimphülse
die beiden Kabel 3 kraftschlüssig mit dem Steckverbindergehäuse 4 zu verbinden.
[0102] Das Kabel 3 ist typischerweise folgendermaßen aufgebaut, wie insbesondere aus Fig.
1C hervorgeht:
Ein Bündel aus einzelnen, miteinander verseilten Litzen, die im Innern des Kabels
3 den Innenleiter 7 bilden, ist von einer Isolation 8 umschlossen. Eine Schirmung
9 aus einem Geflecht von miteinander verwobenen Metalldrähten umschließen wiederum
die Isolation 8. Schließlich umgibt ein elektrisch isolierender Kabelmantel 10 die
Schirmung 9 des Kabels 3. Am Kabelende 11 sind die Litzenbündel des Innenleiters 7
von der Isolation 8 freigelegt. Der von der Isolation 8 freigelegte Innenleiter 7
ist mit einem Kontaktelement 12 bevorzugt mittels einer Schweißverbindung verbunden.
Alternativ ist auch eine Crimp- oder Lötverbindung möglich. Schließlich ist es auch
möglich, die einzelnen Litzen des Innenleiters 7 am Kabelende 11 in einem Kompaktierungsprozess
zu verdichten und zu einem Kontaktelement zu verschweißen. Am Kabelende 11 ist über
einen bestimmten Längsabschnitt des Kabels 3 auch die Schirmung 9 vom Kabelmantel
10 freigelegt. Das Ende des Kabelmantels 10 umschließt eine Stützhülse 13 aus Metall.
Die vom Kabelmantel 10 freigelegte Schirmung 9 des Kabels 3 ist um die Stützhülse
13 zurückgeschlagen.
[0103] Wie aus Fig. 1B hervorgeht, werden die beiden Kabel 3 soweit in die zugehörige Durchführung
5 des Steckverbindergehäuse 4 eingefügt, dass die um die Stützhülse 13 jeweils zurückgeschlagene
Schirmung 9 im Bereich der zugehörigen Durchführung 5 positioniert ist. Auf diese
Weise ist es möglich, wie in Fig. 1B dargestellt ist, mittels eines Crimpvorgangs
eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der um die Stützhülse 13 jeweils zurückgeschlagenen
Schirmung 9 jedes Kabels 3 und dem Steckverbindergehäuse 4 innerhalb der zugehörigen
Durchführung 5 zu realisieren. Somit ist ein optimaler Schirmübergang zwischen der
Schirmung 9 jedes Kabels 3 und der Schirmung des Steckverbinders 2 realisiert, die
durch das metallische Steckverbindergehäuse 4 ausgebildet ist.
[0104] Zur Realisierung der kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Schirmung 9 jedes Kabels
und dem Steckverbindergehäuse 4 wird eine Crimphülse 14 um das Steckverbindergehäuse
4 im Bereich der beiden im Steckverbindergehäuse 4 jeweils ausgebildeten Durchführungen
6 geführt. Die Crimphülse 14 umschließt folglich das Steckverbindergehäuse 4 und alle
im Steckverbindergehäuse 4 jeweils ausgebildeten Durchführungen 5 bevorzugt vollumfänglich.
Die Crimphülse 14 umschließt somit auch die durch die Durchführungen 5 jeweils hindurchgeführten
Kabel 3 im Bereich der um die jeweilige Stützhülse 13 jeweils zurückgeschlagenen Schirmung
9. Damit die Crimphülse 14 das Steckverbindergehäuse 4 und die darin ausgebildeten
Durchführungen 5 umschließen kann, weist das Steckverbindergehäuse 4 eine in sich
hülsenförmige Auflagefläche 15 für die Crimphülse 14 auf. Die axiale Breite dieser
hülsenförmigen Auflagefläche 15 entspricht wenigstens der axialen Breite der Crimphülse
14. Bevorzugt entspricht sie der axialen Breite der Crimphülse 14.
[0105] Das Querschnittsprofil dieser hülsenförmigen Auflagefläche 15 ist derart ausgebildet,
dass der zwischen der hülsenförmigen Auflagefläche 15 befindliche Bereich des Steckverbindergehäuses
4 alle Durchführungen 6 möglichst eng beabstandet umschließt. Der zwischen dieser
hülsenförmigen Auflagefläche 15 und den Durchführungen 6 befindliche Bereich des Steckverbindergehäuses
4 ist also derart auszubilden, dass eine für den Crimpvorgang ausreichende Verformung
dieses Bereiches des Steckverbindergehäuse 4 möglich ist. Während die Crimphülse 14
einzig plastisch verformt werden muss, kann das Steckverbindergehäuse 4 entweder plastisch
oder einzig elastisch verformt werden. Für die in den Figuren 1A bis 1C jeweils dargestellte
Zuführung von zwei Kabeln 3 ergibt sich vorteilhaft ein ovales laterales Querschnittsprofil
der hülsenförmigen Auflagefläche 15. Für eine andere Anzahl von zuzuführenden Kabeln
3 und somit für andere Anordnungsmöglichkeiten der zugehörigen Durchführungen 5 ist
neben einem ovalen Querschnittsprofil auch ein elliptisches, rundes oder polygonales,
insbesondere ein abgerundetes polygonales, Querschnittsprofil denkbar.
[0106] In einem Crimpprozess mit einem geeignet ausgebildeten Crimpwerkzeug, das noch beschrieben
wird, wird durch die vom Crimpwerkzeug auf die Crimphülse 14 ausgeübte Crimpkraft
die Crimphülse 14 kraftschlüssig mit dem Steckverbindergehäuse 4 verbunden. Die Crimpkraft
des Crimpwerkzeuges bewirkt, dass der zwischen der Crimphülse 14 befindliche Bereich
des Steckverbindergehäuse 4 plastisch oder rein elastisch verformt wird. Hierbei wird
insbesondere der laterale Querschnitt der einzelnen Durchführung 5 verkleinert, sodass
innerhalb der Durchführung 5 die Schirmung 9 jedes Kabels 3 kraftschlüssig mit der
zugehörigen Innenwanderung des Steckverbindergehäuses 4 verbunden ist. Durch die Verkleinerung
des lateralen Querschnitts der einzelnen Durchführung 5 wird insbesondere der im Bereich
der Durchführung 5 im Steckverbindergehäuse 4 jeweils ausgebildete Schlitz 6 verkleinert,
bevorzugt geschlossen. Die Crimphülse 14 umschließt aufgrund des Kraftschlusses das
Steckverbindergehäuse 4 enganliegend ohne Lufteinschluss.
[0107] Der laterale Umfang der Crimphülse 14 ist gegenüber dem lateralen Umfang des Steckverbindergehäuses
4 im Bereich der Durchführungen 5, d. h. gegenüber dem lateralen Querschnitt der hülsenförmigen
Auflagefläche 14, im nicht verpressten Zustand des Steckverbindergehäuse 4 vergrößert,
um ein leichtes Umschließen des Steckverbindergehäuse 4 durch die Crimphülse 14 in
der Montage zu ermöglichen. Der laterale Umfang der Crimphülse 14, der für das kraftschlüssige
Umschließen des plastisch bzw. elastisch verformten Steckverbindergehäuses 4 nötig
ist, ist folglich gegenüber dem ursprünglichen lateralen Umfang verkleinert. Die Crimphülse
14 weist folglich nach dem Crimpprozess eine Überlänge auf, die für die kraftschlüssige
Verbindung mit dem Steckverbindergehäuse 4 nicht benötigt wird. Diese Überlänge der
Crimphülse 14 wird durch das Crimpwerkzeug zu mindestens einem faltenförmigen Abschnitt
16 der Crimphülse 14, bevorzugt zu zwei faltenförmigen Abschnitten 16 der Crimphülse
14, wie in Fig. 1C dargestellt ist, umgeformt. Der einzelne faltenförmige Abschnitt
16 der Crimphülse 14 steht hierbei vom Steckverbindergehäuse 4 ab.
[0108] In einer zweiten Ausführung der erfindungsgemäßen Verbinder-Anordnung 1, die in den
folgenden Figuren beschrieben wird, ist das Steckverbindergehäuse 4 mehrteilig ausgeführt.
Das Steckverbindergehäuse 4 weist wenigstens ein erstes Steckverbinder-Gehäuseelement
17 auf, in dem die Durchführungen 5 ausgebildet sind. Dieses wenigstens eine erste
Steckverbinder-Gehäuseelement 17 wird jeweils im Crimpprozess durch die sie umschließende
Crimphülse 14 plastisch oder elastisch verformt. Die plastische bzw. elastische Verformung
des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements 17 führt zu einer Reduzierung
des lateralen Querschnitts der darin ausgebildeten Durchführungen 5 und damit zu einer
kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Schirmung 9 des einzelnen Kabels 3 und dem
Steckverbindergehäuse 4.
[0109] Das Steckverbindergehäuse 4 umfasst zusätzlich wenigstens ein zweites Steckverbinder-Gehäuseelement
18
1 und 18
2. Das wenigstens eine zweite Steckverbinder-Gehäuseelement 18
1 und 18
2 dient vor allem zur großflächigen Behausung der im Steckverbinder 2 integrierten
Steckverbinderkomponenten, beispielsweise der Kontaktelemente 12, und ist deshalb
bevorzugt jeweils schalenförmig ausgeformt ist. Die schalenförmige Ausformung der
zweiten Steckverbinder-Gehäuseelemente 18
1 und 18
2 reduziert das Gewicht des Steckverbinder 2 und ermöglicht eine einfache Herstellung
beispielsweise mittels eines Gießprozesses. Wie aus Fig. 2C hervorgeht, ist das wenigstens
eine zweite Steckverbinder-Gehäuseelement 18
1 und 18
2 zwischen der Crimphülse 14 und dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
17 angeordnet.
[0110] Auf der Außenfläche des wenigstens einen zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement 18
1 und 18
2 ist wie in der ersten Ausführung der erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung 1
eine Auflagefläche 15 für die Crimphülse 14 vorgesehen. Zur axialen Fixierung der
Crimphülse 14 auf der Auflagefläche 15 des Steckverbindergehäuses 4 sind auf der Außenfläche
der zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement 18
1 und 18
2 jeweils radial ausgerichtete Begrenzungsbereiche 34 ausgeformt. Durch den Crimpprozess
werden die zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement 18
1 und 18
2 mit der Crimphülse 14 und gleichzeitig mit dem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
17 kraftschlüssig verbunden.
[0111] In einer ersten Untervariante der zweiten Ausführung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
1, die in den Figuren 2A, 2B, 2C und 2D beschrieben wird, ist jede Durchführung 5
jeweils in einem einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 ausgebildet. In
dem in den Figuren 2A bis 2D jeweils dargestellten Sonderfall einer ersten Untervariante
der zweiten Ausführung der erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung 1 sind alle
Durchführungen 5 in einem einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 ausgebildet.
[0112] Dieser Sonderfall ist durch eine minimale Anzahl von Schlitzen 6 gekennzeichnet,
die im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 ausgebildet ist. Bei dem in den Figuren
2A bis 2D jeweils dargestellten ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 ist für jede
Durchführung 5 jeweils ein Schlitz 6 im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 zwischen
der einzelnen Durchführung 5 und der lateralen Begrenzung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
17 ausgebildet. In einer alternativen Ausprägung zu dem in den Figuren in den Figuren
2A bis 2D jeweils dargestellten einteiligen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17,
ist ein einziger Schlitz 6 zwischen den beiden Durchführungen 5 ausgebildet. Die Minimierung
der Schlitzanzahl im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 reduziert die Bewegungsfreiheitsgrade
der Kabel 3 in den einzelnen Durchführungen 5 während des Crimpvorgangs und damit
ein unerwünschtes Verformen bzw. Beschädigen des vorkonfektionierten Kabels 3 und
der zugehörigen Stützhülse 13.
[0113] Wie insbesondere aus der Darstellung der Fig. 2D hervorgeht, sind im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
17 mehrere zweite Ausnehmungen 19 vorgesehen. Die zweiten Ausnehmungen 19 sind in
den Bereichen des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements 17 ausgebildet, in denen keine
Durchführungen 5 vorgesehen sind. Die zweiten Ausnehmungen 19 sind jeweils zwischen
einer Trennebene, die für den Gießprozess erforderlich ist und mittig zwischen den
beiden axialen Stirnflächen des scheibenförmigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
17 angeordnet ist, und jeweils einer der beiden axialen Stirnflächen ausgebildet.
[0114] Durch die Ausbildung dieser zweiten Ausnehmungen 19 ist vorteilhaft ein gießtechnisch
optimiertes Steckverbinder-Gehäuseelement 17 aus Bereichen mit jeweils einer vergleichsweise
ähnlichen Wandstärke herstellbar.
[0115] Die einzelnen zweiten Ausnehmungen 19 sind hierbei derart ausgebildet, dass sich
dadurch im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 erste rippenförmige Bereiche 20,
zweite rippenförmige Bereiche 21 und dritte rippenförmige Bereiche 22 ausbilden. Der
erste rippenförmige Bereich 20 bildet eine abschnittsweise Begrenzung einer Durchführung
5. Der zweite rippenförmige Bereich 21 bildet einen Abschnitt der lateralen Begrenzung
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements 17. Der dritte rippenförmige Bereich 22
verbindet einen ersten rippenförmigen Bereich 20 mit einem zweiten rippenförmigen
Bereich 21.
[0116] Die dritten rippenförmigen Bereiche 22 des Steckverbinder-Gehäuseelements 17 bewirken
jeweils eine Umlenkung der Crimpkraft, die vom Crimpwerkzeug entweder vertikal oder
horizontal, d. h. senkrecht zur lateralen Begrenzung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
17, in das erste Steckverbinder-Gehäuseelement 17 eingeleitet wird, in eine zur einzelnen
Durchführung 5 jeweils radial orientierten Haltekraft. Auf diese Weise wird die Innenwandung
des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements 17 im Bereich der einzelnen Durchführung
5 jeweils über den gesamten Umfang gleichmäßiger radial komprimiert und damit eine
gleichmäßige kraftschlüssige Verbindung zwischen dem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
17 und der Schirmung 9 der einzelnen Kabel 3 erzielt.
[0117] Das einzelne Kabel 3 mit ihrer um eine Stützhülse 13 jeweils ungeschlagenen Schirmung
9 wird in der ersten Untervariante der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Steckverbinder-Anordnung 1 axial in eine zugehörigen Durchführung 5 des ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
17 eingefügt. Um das einzelne Kabel 3 im ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 axial
zu fixieren, sind bevorzugt am gehäuseinnenseitigen Ende der einzelnen Durchführung
5 an der Innenwandung des ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 jeweils radial in
die einzelne Durchführung 5 hinein gerichtete Erweiterungen 23 ausgebildet, wie aus
den Figuren 2A und 2B hervorgeht. An diesen radial nach innen gerichteten Erweiterungen
23 des ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17 stützt sich die Schirmung 9 des einzelnen
Kabels 3 axial ab. Somit ist in der ersten Untervariante der zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung 1 das einzelne Kabel 3 zumindest in
einer axialen Richtung im Steckverbindergehäuse 4 fixiert.
[0118] In einer zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Steckverbinder-Anordnung 1 sind die einzelnen Durchführungen 5 jeweils durch die Ausformung
und die Anordnung von mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 ausgebildet.
[0119] Bei der in den Figuren 3A, 3B, 3C und 3D jeweils dargestellten Steckverbinder-Anordnung
1 werden drei Kabel 3 einem Steckverbinder 2 zugeführt. Die drei Kabel 3 sind hierbei
jeweils in einer zugehörigen Durchführung 5 des Steckverbindergehäuses 4 eingefügt,
die durch zwei erste Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 ausgebildet sind.
[0120] In den beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 sind jeweils für jede Durchführung 5 jeweils eine erste Ausnehmung 24 derart ausgeformt
und angeordnet, dass beim Zusammenfügen der beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
17
1 und 17
2 die einzelnen zusammengefügten ersten Ausnehmungen 24 jeweils eine Durchführung 5
ausbilden.
[0121] Zum gemeinsamen Fügen der beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 ist an jedem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement 17
1 und 17
2 jeweils ein Führungsbereich 25
1 und 25
2 ausgebildet, die zueinander korrespondieren. Bei den Führungsbereichen 25
1 und 25
2 kann es sich beispielsweise, wie in Fig. 3A dargestellt ist, um eine Führungsrippe
und eine dazu korrespondierende Führungsnut handeln. Andere zueinander korrespondierende
Führungsbereiche 25
1 und 25
2 wie beispielsweise ein Führungsstift und eine dazu passende Führungsbohrung sind
auch denkbar. Die beiden Führungsbereiche 25
1 und 25
2 sind an zueinander grenzenden Kontaktflächen bzw. Kontaktbereichen der beiden ersten
Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 jeweils ausgeformt.
[0122] Neben der Ausbildung von zwei ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 ist insbesondere im Fall von drei Kabeln 3 auch eine dreiteilige Ausbildung von zueinander
angeordneten ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen denkbar.
[0123] In der Querschnittsdarstellung der Fig. 3D sind im gecrimpten bzw. verpressten Zustand
der Steckverbinder-Anordnung 1 die beiden zueinander gefügten ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
17
1 und 17
2 mit den darin ausgebildeten Durchführungen 5 zu erkennen. Zu erkennen sind auch die
im verpressten Zustand geschlossenen Schlitze 6, die sich zwischen den beiden zueinander
gefügten ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 befinden. Schließlich ist in Fig. 3D auch noch ein geschlossener Schlitz 6 zwischen
einer Durchführung 5 und einer zweiten Ausnehmung 19 zu erkennen.
[0124] Während in den Figuren 1D und 2C die verpresste Crimphülse 14 jeweils als Zuggurtcrimp
ausgebildet ist, ist in Fig. 3D die verpresste Crimphülse 14 alternativ als sogenannter
Mehrkantcrimp, insbesondere als Zwölfkantcrimp, ausgeformt. Um die Crimphülse 14 mit
insgesamt zwölf Kanten durch den Crimpprozess zu realisieren, ist ein entsprechend
geformtes Crimpwerkzeug erforderlich. Die verpresste Crimphülse 14 mit insgesamt zwölf
Kanten stellt eine bestmögliche Annäherung an das ovale Querschnittsprofil der beiden
zusammengefügten ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 dar. Sie ermöglicht somit eine bestmögliche homogene kraftschlüssige Verbindung zwischen
der Crimphülse 14 und den beiden zusammengefügten ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen
17
1 und 17
2 sowie den dazwischen angeordneten zweiten Steckverbinder-Gehäuseelementen 18
1 und 18
2 über den gesamten Umfang.
[0125] In den Figuren 4A, 4B, 4C und 4D ist jeweils eine weitere Ausprägung einer zweiten
Untervariante der zweiten Ausführungsform der Steckverbinder-Anordnung 1 dargestellt.
In diesem Fall sind zwei Kabel 3 in zugehörige Durchführungen 5 eingefügt. Die beiden
Durchführungen 5 sind jeweils durch zwei erste Ausnehmungen 24 gebildet, welche wiederum
jeweils in zwei erste Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 ausgeformt und angeordnet sind. Aufgrund des zylindrischen Querschnittsprofils der
beiden Durchführungen 5 sind die zugehörigen ersten Ausnehmungen 24 in den beiden
ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 jeweils halbzylindrisch ausgeformt.
[0126] Da die beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 lateral zueinander gefügt werden, ist auch ein laterales Einfügen der beiden Kabel
3 in die beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 möglich, wie in Fig. 4B angedeutet ist. Durch das laterale Einfügen der einzelnen
Kabel 3 in die zugehörigen Ausnehmungen 24 der beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
17
1 und 17
2 ist ein axiales Fixieren der einzelnen Kabel 3 im Steckverbindergehäuse 4 in beiden
axialen Richtungen möglich.
[0127] In den beiden ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 ist hierzu an den Innenwandungen der ersten Ausnehmungen 24 in zwei axial zueinander
beabstandeten Positionen jeweils mindestens eine radial nach innen in die jeweilige
Durchführung 5 gerichtete radiale Erweiterung 23 ausgebildet. Diese radiale Erweiterung
23 kann jeweils einteilig als ein über den gesamten Umfang der Innenwandung ausgebildeter
Steg oder mehrteilig aus mehreren, am Umfang der Innenwandung jeweils verteilt ausgebildeten
Stegen ausgebildet sein, wie aus Fig. 4A zu erkennen ist. Bevorzugt sind die radialen
Erweiterungen 23 jeweils am gehäuseinnenseitigen und am gehäuseaußenseitigen Ende
der einzelnen Durchführung 5 ausgebildet und entsprechen typischerweise der axialen
Erstreckung der Stützhülse 13.
[0128] Bei einer mehrteiligen Ausbildung der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 kann die Trennebene im Gießprozess nicht nur mittig und parallel zu den beiden axialen
Stirnflächen der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2, sondern auch alternativ in einer dazu senkrechten Ebene angeordnet sein. Durch diese
alternative Anordnung der Trennebene können zweite Ausnehmungen 19 in den Bereichen
der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 ausgebildet sein, in denen keine Durchführungen 5 ausgeformt sind. Diese zweiten
Ausnehmungen 19 der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 erstrecken sich von der lateralen Begrenzung der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
17
1 und 17
2 radial in Richtung des Inneren der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2. Somit lassen sich jeweils gießtechnisch optimierte Bereiche der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente
17
1 und 17
2 mit einer vergleichsweise ähnlichen Wandstärke realisieren.
[0129] Außerdem lassen sich durch eine geeignete Ausformung und Anordnung der zweiten Ausnehmungen
19 in den ersten Steckverbinder-Gehäuseelementen 17
1 und 17
2 jeweils vierte rippenförmige Bereiche 26 ausbilden, die sich parallel zu den stirnseitigen
Oberflächen der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 erstrecken. Zwischen den beiden vierten rippenförmigen Bereichen 26 sind durch die
zweiten Ausnehmungen 19 zusätzlich fünfte rippenförmige Bereiche 28 ausgebildet.
[0130] An der lateralen Begrenzung 27 der ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 ist jeweils ein Fixierungsbereich 29 ausgebildet. Der Fixierungsbereich 29 der ersten
Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 wirkt mit einem korrespondierenden Fixierungsbereich der zweiten Steckverbinder-Gehäuseelemente
18
1 und 18
2 zusammen, um die ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente 17
1 und 17
2 zu dem zweiten Steckverbinder-Gehäuseelementen 18
1 und 18
2 axial und rotatorisch zu fixieren. Der Fixierungsbereich 29 ist typischerweise plattenförmig
ausgeformt und ist mit einer korrespondierend ausgeformten Ausnehmung der zweiten
Steckverbinder-Gehäuseelemente 18
1 und 18
2 im Eingriff. Alternativ ist beispielsweise auch eine stabförmige Ausformung für den
Fixierungsbereich 27 denkbar.
[0131] Aus Fig. 5 geht eine erfindungsgemäße Vorrichtung 30 zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
1 hervor. Diese Vorrichtung 30 zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Steckverbinder-Anordnung
1 enthält als Crimpwerkzeug einen Amboss 31 und einen Crimper 32. Der Crimper 32 ist
relativ zum Amboss 31, wie durch den Doppelpfeil in Fig. 5 angedeutet ist, bewegbar.
Die Steuerung der Bewegung des Crimpers 32 relativ zum stationär positionierten Amboss
31 erfolgt durch eine Steuerung 33. Die Steuerung 33 kann optional auch die Crimpkraft
einstellen, mit der der Crimper 32 auf der Steckverbindergehäuse 4 des Steckverbinders
2 einwirkt. Ebenfalls ist durch die Steuerung 33 eine Bewegung des Crimpers 32 mit
einem einstellbaren Kraft-Wege-Verlauf denkbar.
[0132] Das Querschnittprofil eines vom Amboss 31 und vom Crimper 32 umschlossenen Hohlraumes
im geschlossenen Zustand des Crimpwerkzeugs, d. h. im geschlossenen Zustand des Ambosses
31 und des Crimper 32, entspricht einem Querschnittsprofil des gecrimpten bzw. verpressten
Steckverbindergehäuses 4. Ist das Querschnittsprofil des Steckverbindergehäuses 4
beispielsweise oval ausgeformt, wie in Fig. 5 angedeutet ist, so ist der durch den
Amboss 31 und durch den Crimper 32 gebildete Hohlraum im geschlossenen Zustand des
Crimpwerkzeugs ebenfalls oval ausgebildet. Im Fall eines elliptischen oder ovalen
Querschnittsprofils des Steckverbindergehäuses 4 kann die Relativbewegung des Crimpers
32 zum Amboss 31 und zum im Amboss 31 angeordneten Steckverbindergehäuse 4 entlang
der kürzeren Nebenachse der Ellipse bzw. des Ovals erfolgen, wie in Fig. 5 dargestellt
ist. Alternativ kann die Relativbewegung des Crimpers 32 zum Amboss 31 und zum im
Amboss 31 angeordneten Steckverbindergehäuse 4 auch entlang der längeren Hauptachse
der Ellipse bzw. des Ovals erfolgen.
[0133] In Fig. 6 sind die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung 1 dargestellt:
In einem ersten Verfahrensschritt S10 werden mehrere vorkonfektionierte Kabel 3 bereitgestellt,
die dem Steckverbinder 2 der Steckverbinder-Anordnung zuzuführen sind. Unter einem
vorkonfektioniertes Kabel 3 wird hierbei zumindest eine Kabel 3 verstanden, an dessen
Kabelende 11 das Litzenbündel des Innenleiters 7 von der Isolierung 8 freigelegt ist
und bevorzugt mit einem zugehörigen Kontaktelement 12 verbunden ist. Außerdem ist
in einem vorkonfektionierten Kabel 3 am Kabelende 11 die Schirmung 9 vom Kabelmantel
10 freigelegt. Schließlich ist in einem vorkonfektionierten Kabel 3 das Ende des Kabelmantels
10 von einer Stützhülse 13 umschlossen, um die die freigelegte Schirmung 9 zurückgeschlagen
ist.
[0134] Eine derart vorkonfektioniertes und bereitgestelltes Kabel 3 wird in einem weiteren
Verfahrensschritt S20 in eine zugehörige Durchführung 5 eingefügt, die im Steckverbindergehäuse
4 des Steckverbinders 2 ausgebildet ist.
[0135] Bevorzugt liegt auf einer Auflagefläche 15 des Steckverbindergehäuses 4 bereits eine
Crimphülse 14 auf und umschließt dabei das dazwischen befindliche Steckverbindergehäuse
4 und die darin ausgebildeten Durchführungen 5.
[0136] In einem abschließenden Verfahrensschritt S30 wird in einem Verpressungs- bzw. Crimpprozess
mit einem Crimpwerkzeug eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Crimphülse 14
und dem Steckverbindergehäuse 4 und damit auch eine kraftschlüssige Verbindung zwischen
dem Steckverbindergehäuse 4 und der Schirmung 9 der einzelnen Kabel 3 hergestellt.
[0137] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0138]
- 1
- Steckverbinders-Anordnung
- 2
- Steckverbinder
- 3
- Kabel
- 4
- Steckverbindergehäuse
- 5
- Durchführung
- 6
- Schlitz
- 7
- Innenleiter
- 8
- Isolation
- 9
- Schirmung
- 10
- Kabelmantel
- 11
- Kabelende
- 12
- Kontaktelement
- 13
- Stützhülse
- 14
- Crimphülse
- 15
- Auflagefläche
- 16
- faltenförmiger Bereich
- 17,171,172
- erstes Steckverbinder-Gehäuseelement
- 181,182
- zweites Steckverbinder-Gehäuseelement
- 19
- zweite Ausnehmung
- 20
- erster rippenförmiger Bereich
- 21
- zweiter rippenförmiger Bereich
- 22
- dritter rippenförmiger Bereich
- 23
- radiale Erweiterung
- 24
- erste Ausnehmung
- 251,252
- Führungsbereich
- 26
- vierter rippenförmiger Bereich
- 27
- lateralen Begrenzung
- 28
- fünfter rippenförmiger Bereich
- 29
- Fixierungsbereich
- 30
- Vorrichtung zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung
- 31
- Amboss
- 32
- Crimper
- 33
- Steuerung
- 34
- Begrenzungsbereich
1. Steckverbinder-Anordnung (1) umfassend:
- wenigstens zwei Kabel (3) mit jeweils einem Kabelmantel (10) und jeweils einer innerhalb
des Kabelmantels (10) angeordneten Schirmung (9), wobei die Schirmung (9) an einem
Kabelende (11) vom Kabelmantel (10) freigelegt ist,
- ein Steckverbindergehäuse (4) aus einem elektrisch leitfähigen Material, in dem
für jedes Kabel (3) jeweils eine Durchführung (5) ausgebildet ist, wobei die freigelegte
Schirmung (9) jedes Kabels (3) sich in der jeweiligen Durchführung (5) befindet und
mit dem Steckverbindergehäuse (4) kraftschlüssig verbunden ist, und
- eine Crimphülse (14), wobei die Crimphülse (14) das Steckverbindergehäuse (4) und
jede Durchführung (5) umschließt und mit dem Steckverbindergehäuse (4) kraftschlüssig
verbunden ist.
2. Steckverbinder-Anordnung (1) nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchführung (5) in wenigstens einem ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (17;
171, 172) des Steckverbindergehäuses (4) ausgebildet ist.
3. Steckverbinder-Anordnung (1) nach Patentanspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steckverbindergehäuse (4) wenigstens ein zweites Steckverbinder-Gehäuseelement
(181, 182) aufweist, welches jeweils schalenförmig ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine
zweite Steckverbinder-Gehäuseelement (181, 182) zwischen der Crimphülse (14) und dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement
(17; 171, 172) angeordnet ist.
4. Steckverbinder-Anordnung (1) nach Patentanspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer lateralen Begrenzung (27) des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements
(17; 171, 172) jeweils ein Fixierungsbereich (29) zur axialen und/oder rotatorischen Fixierung
des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements (17; 171, 172) an dem wenigstens einen zweiten Steckverbinder-Gehäuseelement (181, 182) ausgebildet ist.
5. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Durchführung (1) in einem einzigen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (17)
ausgebildet ist; oder
- dass mehrere erste Steckverbinder-Gehäuseelemente (171, 172) jeweils eine erste Ausnehmung
(24) aufweisen, wobei die mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente (171, 172)
mit jeweils der ersten Ausnehmung (24) derart zueinander angeordnet sind, dass die
ersten Ausnehmungen (24) die Durchführung (5) ausbilden.
6. Steckverbinder-Anordnung (1) nach Patentanspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (17; 171, 172) jeweils mehrere zweite Ausnehmungen (19) derart ausgeformt sind, dass sich dadurch
in dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (17; 171, 172) jeweils ein erster rippenförmiger Bereich (20), der eine radiale Begrenzung der
Durchführung (5) bildet, ein zweiter rippenförmiger Bereich (21), der eine laterale
Begrenzung (27) des wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelements (17; 171, 172) bildet, und ein dritter rippenförmiger Bereich (22) ausbildet, der den ersten rippenförmigen
Bereich (20) und den zweiten rippenförmigen Bereich (21) verbindet.
7. Steckverbinder-Anordnung (1) nach Patentanspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (171, 172) jeweils mehrere zweite Ausnehmungen (19) derart ausgeformt sind, dass sich dadurch
in dem wenigstens einen ersten Steckverbinder-Gehäuseelement (171, 172) jeweils mehrere vierte rippenförmige Bereiche (26), die jeweils parallel zueinander
angeordnet sind und axial voneinander beabstandet sind, und wenigstens ein fünfter
rippenförmiger Bereich (28) ausbilden, der jeweils die vierten rippenförmigen Bereiche
(26) verbindet.
8. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere erste Steckverbinder-Gehäuseelemente (171, 172) jeweils einen Führungsbereich (251, 252) aufweisen, durch die die mehreren ersten Steckverbinder-Gehäuseelemente (171, 172) zusammengefügt sind.
9. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich im Steckverbindergehäuse (4) ausgehend von jeder Durchführung (5) jeweils mindestens
ein Schlitz (6) befindet.
10. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steckverbindergehäuse (4) an mindestens einer axialen Position innerhalb der
Durchführung (5) jeweils wenigstens eine radial in die Durchführung (5) gerichtete
radiale Erweiterung (23) aufweist.
11. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Crimphülse (14) mindestens ein faltenförmiger Abschnitt (16) ausgebildet ist.
12. Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Stützhülse (13) den Kabelmantel (10) umschließt und die freigelegte Schirmung
(9) um die Stützhülse (13) zurückgeschlagen ist, wobei die Stützhülse (13) mehrere
Erhöhungen und/oder mehrere Vertiefungen aufweist.
13. Erstes Steckverbinder-Gehäuseelement (17; 171, 172) für eine Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Patentansprüche 1 bis 12.
14. Verfahren zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 12 mit den Verfahrensschritten:
- Bereitstellen der wenigstens zwei Kabel (3) mit jeweils dem am Kabelende (11) vom
Kabelmantel (10) freigelegten Schirmung (9),
- Einfügen jedes Kabels (3) in die zugehörige Durchführung (5) des Steckverbindergehäuses
(4) und
- kraftschlüssiges Verbinden des Steckverbindergehäuses (4) mit der Crimphülse (14).
15. Vorrichtung (30) zur Herstellung einer Steckverbinder-Anordnung (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 12 umfassend einen Amboss (31) zur Aufnahme des Steckverbindergehäuses
(4) und einen relativ zum Amboss (31) bewegbaren Crimper (32), wobei ein Querschnittprofil
eines vom Amboss (31) und vom Crimper (32) umschlossenen Hohlraumes einem Querschnittsprofil
des Steckverbindergehäuse (4) entspricht.