[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenreinigungsmaschine mit einem an dem
Maschinenrahmen vorgesehenen Fahrwerk zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine entlang
einer Fahrtrichtung über eine zu reinigende Bodenfläche, mit einer an dem Maschinenrahmen
beweglich gehalterten Reinigungseinrichtung, wobei an der Reinigungseinrichtung ein
Reinigungselement und ein Kehrgutbehälter, der einen Boden aufweist, vorgesehen sind,
wobei die Reinigungseinrichtung gegenüber dem Maschinenrahmen zwischen einer abgesenkten
Stellung und einer ausgehobenen Stellung verstellt werden kann, wobei in der abgesenkten
Stellung das Reinigungselement derart relativ zu der zu reinigenden Bodenfläche angeordnet
ist, dass es diese reinigen kann, und wobei in der ausgehobenen Stellung die Reinigungseinrichtung
beabstandet zu der zu reinigenden Bodenfläche ist.
[0002] Derartige Bodenreinigungsmaschinen mit einer Reinigungseinrichtung, die häufig als
Kehreinrichtung ausgebildet ist und die neben einem Reinigungselement wie einer Kehrwalze
einen Kehrgutbehälter aufweist, sind hinlänglich aus dem Stand der Technik bekannt.
Dabei wird, während die Reinigungseinrichtung während des Reinigungsbetriebs aus einer
angehobenen Stellung in die abgesenkte Stellung, d.h. die Arbeitsposition, abgesenkt
ist, die Bodenreinigungsmaschine über die zu reinigende Bodenfläche bewegt, wobei
das Reinigungselement Schmutz von der zu reinigenden Bodenfläche löst und diesen in
den Kehrgutbehälter fördert.
[0003] Hierbei ergibt sich nun das Problem, dass der Kehrgutbehälter regelmäßig geleert
werden muss, es für den Benutzer aber nicht ohne weiteres erkennbar ist, wann dies
erforderlich ist. Insbesondere kommt es auch vor, dass es dem Benutzer gar nicht bewusst
ist, dass die Maschine einen Kehrgutbehälter hat, der geleert werden muss. Wenn der
Kehrgutbehälter jedoch nicht geleert wird, kann kein weiterer von der Bodenfläche
zunächst durch das Reinigungselement wie die Kehrwalze abgenommener Schmutz mehr in
dem Kehrgutbehälter aufgenommen werden, und das Reinigungsergebnis verschlechtert
sich.
[0004] Vor diesem Hintergrund ist es wünschenswert, für den Benutzer eine Anzeige oder eine
andere Art der Signalisierung zu schaffen, sodass dieser einen Hinweis erhält, dass
der Kehrgutbehälter vollständig gefüllt ist und geleert werden muss.
[0005] Im Hinblick auf mögliche Systeme zur Detektion des Füllstands in dem Kehrgutbehälter
ergibt sich jedoch das weitere Problem, dass der Bereich des Kehrgutbehälters mit
Schmutz und Feuchtigkeit beaufschlagt wird, sodass insbesondere elektronische Bauteile
in diesem Bereich sehr starken Belastungen ausgesetzt sind, die deren Lebensdauer
verkürzen. Daher besteht bei der Verwendung von elektronisch arbeitenden Sensoren
wie optischen Sensoren, die innerhalb des Kehrgutbehälters angeordnet sind, die Gefahr,
dass diese schnell versagen und ein darauf basierendes Füllstandsdetektionssystem
nicht über einen langen Zeitraum zuverlässig arbeitet.
[0006] Darüber hinaus stellt sich das weitere Problem, dass auch nur schwer zu detektieren
ist, ob der Kehrgutbehälter tatsächlich vollständig gefüllt ist. Dies liegt daran,
dass Kehrgut de facto alles von feinkörnigem Staub und Schmutz bis zu Laub und Dosen
sein kann. Daher variieren je nach Zusammensetzung die Eigenschaften des Kehrguts
wie Masse, Dichte, Feuchtigkeit und optische Effekte sehr stark. Sensoren, die nur
eine Eigenschaft dieser Eigenschaften erfassen, erzeugen keine ausreichende Detektionssicherheit.
Wenn beispielsweise ein optischer Sensor zur Erfassung des Füllstands verwendet würde,
würde dieser bereits dann einen gefüllten Behälter signalisieren, wenn sich nur eine
Dose im Bereich des den Behälter kreuzenden Lichtstrahls befindet.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Bodenreinigungsmaschine mit einer Reinigungseinrichtung und einem
Kehrgutbehälter bereitzustellen, bei der zuverlässig erfasst werden kann, ob der Kehrgutbehälter
gefüllt ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Bodenreinigungsmaschine gelöst mit
einem Maschinenrahmen, mit einem an dem Maschinenrahmen vorgesehenen Fahrwerk zum
Bewegen der Bodenreinigungsmaschine entlang einer Fahrtrichtung über eine zu reinigende
Bodenfläche, mit einer an dem Maschinenrahmen beweglich gehalterten Reinigungseinrichtung,
wobei an der Reinigungseinrichtung ein Reinigungselement und ein Kehrgutbehälter,
der einen Boden aufweist, vorgesehen sind, wobei die Reinigungseinrichtung gegenüber
dem Maschinenrahmen zwischen einer abgesenkten Stellung und einer ausgehobenen Stellung
verstellt werden kann, wobei in der abgesenkten Stellung das Reinigungselement derart
relativ zu der zu reinigenden Bodenfläche angeordnet ist, dass es diese reinigen kann,
und wobei in der ausgehobenen Stellung Reinigungseinrichtung beabstandet zu der zu
reinigenden Bodenfläche ist, mit einem Tastelement, das ein freies Ende aufweist,
das sich in den Kehrgutbehälter erstreckt, wobei das Tastelement derart angeordnet
ist, dass sich der Abstand des freien Endes des Tastelements von dem Boden des Kehrgutbehälters
vergrößert, wenn die Reinigungseinrichtung aus der ausgehobenen Stellung in die abgesenkte
Stellung verstellt wird, wobei das Tastelement eine Bewegung relativ zu dem Maschinenrahmen
ausführen kann, bei der dessen freies Ende eine Bewegung in einer Richtung, die weg
von dem Boden des Kehrgutbehälters weist, ausführt, und mit Mitteln zum Erfassen der
Bewegung des Tastelements relativ zu dem Maschinenrahmen, wobei die Mittel ausgestaltet
sind, bei Erfassung einer Bewegung des Tastelements ein Signal auszugeben.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine ist demgemäß ein Maschinenrahmen
vorgesehen, an dem ein Fahrwerk vorgesehen ist, das insbesondere Räder aufweisen kann,
die eine Ebene definieren, in der sich im Wesentlichen die zu reinigende Bodenfläche
erstreckt. Mit Hilfe des Fahrwerks kann die Bodenreinigungsmaschine über die zu reinigende
Bodenfläche bewegt werden.
[0010] Weiterhin ist bei der erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine an dem Maschinenrahmen
eine Reinigungseinrichtung beweglich gehaltert, wobei an der Reinigungseinrichtung
ein Reinigungselement und ein Kehrgutbehälter, der einen Boden aufweist, vorgesehen
sind. Dadurch, dass die Reinigungseinrichtung zwischen der abgesenkten und der ausgehobenen
Stellung verstellt werden kann, ist es möglich, dass die Maschine entweder, wenn die
Reinigungseinrichtung in der abgesenkten Stellung ist, so über die zu reinigende Bodenfläche
bewegt wird, dass die Reinigungseinrichtung bzw. das Reinigungselement in Eingriff
mit der Bodenfläche ist, um diese zu reinigen, oder, wenn die Reinigungseinrichtung
in der ausgehobenen Stellung ist, bei Transportfahrten über die Bodenfläche bewegt
werden kann, ohne dass das Reinigungselement in Eingriff mit der Bodenfläche kommt.
Mittels des Kehrgutbehälters kann während des Reinigungsbetriebs von dem Reinigungselement
von der zu reinigenden Bodenfläche gelöstes oder gesammeltes Kehrgut aufgenommen werden,
wobei der Kehrgutbehälter daher regelmäßig, je nach Verschmutzungsgrad der Bodenfläche
früher oder später, geleert werden muss.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Reinigungselement als wenigstens ein
Kehrelement ausgebildet, das in der abgesenkten Stellung mit der zu reinigenden Bodenfläche
in Eingriff kommt und das in der ausgehobenen Stellung mit der zu reinigenden Bodenfläche
außer Eingriff und insbesondere beabstandet davon ist. Insbesondere kann das Kehrelement
als Kehrwalze ausgebildet sein, die um eine sich parallel zu der Ebene der zu reinigenden
Bodenfläche erstreckende Drehachse rotierend angetrieben ist. Mit einer solchen Anordnung
kann Schmutz effektiv von einer Bodenfläche gelöst und gleichzeitig in Richtung des
Kehrgutbehälters gefördert werden. Insbesondere kann die Kehrwalze eine Vielzahl sich
von der Drehachse im Wesentlichen radial wegerstreckende Borsten oder auch Lappen
aufweisen.
[0012] In weiter bevorzugter Weise kann der Kehrgutbehälter sich parallel zu der Kehrwalze
benachbart dazu erstrecken, was es weiter ermöglicht, den von der Kehrwalze zusammengefegten
Schmutz effektiv aufzunehmen.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Bodenreinigungsmaschine weiterhin ein Tastelement auf,
das ein freies Ende aufweist, das sich in den Kehrgutbehälter erstreckt, sodass das
freie Ende des Tastelements in Kontakt mit sich in dem Kehrgutbehälter befindlichem
Kehrgut kommen kann. Dabei ist das Tastelement derart angeordnet, dass sich der Abstand
des freien Endes des Tastelements von dem Boden des Kehrgutbehälters vergrößert, wenn
die Reinigungseinrichtung aus der ausgehobenen Stellung in die abgesenkte Stellung
verstellt wird. Dadurch wird erreicht, dass sich das freie Ende des Tastelements nur
dann maximal ins Innere des Kehrgutbehälters erstreckt, wenn die Reinigungseinrichtung
in der ausgehobenen Stellung ist. Wenn die Reinigungseinrichtung in der abgesenkten
Stellung und damit in der Betriebsstellung ist, ist das freie Ende des Tastelements
jedoch weiter von dem Boden des Kehrgutbehälters beabstandet und behindert dessen
Befüllen während des Reinigens nicht.
[0014] Darüber hinaus kann das Tastelement erfindungsgemäß eine Bewegung relativ zu dem
Maschinenrahmen ausführen, bei der dessen freies Ende eine Bewegung in einer Richtung,
die weg von dem Boden des Kehrgutbehälters weist, ausführt. Dieser Aufbau ermöglicht,
dass dann, wenn der Kehrgutbehälter in einem bestimmten Maß gefüllt ist und die Reinigungseinrichtung
aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene Stellung bewegt wird, das Tastelement
zunächst in Kontakt mit dem Kehrgut kommt und dann, sofern der Widerstand durch das
Kehrgut ausreichend ist, hin zu dem Maschinenrahmen gedrückt wird. Handelt es sich
bei dem Kehrgut, mit dem das Tastelement zunächst in Kontakt kommt, jedoch nur im
Laub oder dergleichen, reicht dessen Widerstand nicht aus, das Tastelement zu bewegen,
sondern das Tastelement drückt das Kehrgut bei der Aufwärtsbewegung der Reinigungseinrichtung
beiseite.
[0015] Schließlich sind erfindungsgemäß Mittel zum Erfassen der Bewegung des Tastelements
relativ zu dem Maschinenrahmen vorgesehen, wobei die Mittel ausgestaltet sind, bei
Erfassung einer Bewegung des Tastelements ein Signal auszugeben. Damit wird dann ein
Signal erzeugt, das anzeigt, das der Kehrgutbehälter hinreichend gefüllt ist, wenn
sich das Tastelement infolge von in dem Kehrgutbehälter befindlichem Schmutz bei der
Bewegung der Reinigungseinrichtung aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene
Stellung bewegt.
[0016] Insgesamt wird bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung erreicht, dass die Einrichtung
zum Erfassen des Füllstandes des Kehrguts in dem Kehrgutbehälter dessen Befüllen während
des Reinigungsbetriebs nicht behindert, da das Tastelement dann, wenn die Reinigungseinrichtung
in der abgesenkten Stellung ist, weiter beabstandet von dem Boden des Kehrgutbehälters
ist. Weiterhin wird der Füllstand dadurch zuverlässig erkannt, dass ein mechanischer
Kontakt zwischen dem freien Ende des Tastelements und dem Kehrgut erforderlich ist,
wobei leichtes Kehrgut von dem Tastelement beiseite gedrückt werden kann und nicht
gleich dazu führt, dass sich das Tastelement bewegt und damit das Signal für das Überschreiten
des Maximalfüllstands ausgelöst wird.
[0017] Somit wird durch den erfindungsgemäßen Aufbau eine zuverlässig arbeitende und nicht
durch Schmutz in seiner Funktionssicherheit gefährdete Einrichtung bereitgestellt,
um den Füllstand in dem Kehrgutbehälter der Reinigungseinrichtung zu erfassen.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Reinigungseinrichtung ein Gehäuse
auf, wobei der Kehrgutbehälter seitlich quer zur Fahrtrichtung aus dem Gehäuse herausziehbar
ist. Da das Tastelement nur dann, wenn die Reinigungseinrichtung in der ausgehobenen
Stellung ist, tief in der Kehrgutbehälter hinein ragt, in der abgesenkten Stellung
jedoch weiter von dem Boden beabstandet ist, behindert das Tastelement eine seitliche
Bewegung des Kehrgutbehälters nicht, wenn die Reinigungseinrichtung in der abgesenkten
Stellung ist. Die seitliche Herausziehbarkeit wiederum vereinfacht das Entnehmen sehr,
sodass es für den Benutzer vereinfacht wird, den Kehrgutbehälter zu entleeren. Dabei
ist es weiter bevorzugt, wenn der Kehrgutbehälter eine sich zum Boden hin erstreckende
seitliche Öffnung aufweist, die in einer in Fahrrichtung der Bodenreinigungsmaschine
gesehen seitlichen Wandung des Kehrgutbehälters angeordnet ist. Dann ist es einfach
möglich, den Kehrgutbehälter über eine Seite zu entleeren, die vergleichsweise kurz
sein kann. Dann kann der Kehrgutbehälter auch einfach in ein Gefäß mit einer kleinen
Öffnung entleert werden. Das Merkmal eines Kehrgutbehälters in einer Reinigungseinrichtung
mit einem Gehäuse, der sich vorzugsweise parallel zu der Kehrwalze benachbart dazu
erstreckt, wobei der Kehrgutbehälter seitlich quer zur Fahrtrichtung aus dem Gehäuse
herausziehbar ist, stellt in einer Bodenreinigungsmaschine ein selbstständig erfinderisches
Konzept dar, die einen Maschinenrahmen, ein an dem Maschinenrahmen vorgesehenes Fahrwerk
zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine entlang einer Fahrtrichtung über eine zu reinigende
Bodenfläche und eine an dem Maschinenrahmen beweglich gehalterte Reinigungseinrichtung
aufweist, wobei an der Reinigungseinrichtung ein Reinigungselement und ein Kehrgutbehälter,
der einen Boden aufweist, vorgesehen sind, wobei die Reinigungseinrichtung gegenüber
dem Maschinenrahmen zwischen einer abgesenkten Stellung und einer ausgehobenen Stellung
verstellt werden kann, wobei in der abgesenkten Stellung das Reinigungselement derart
relativ zu der zu reinigenden Bodenfläche angeordnet ist, dass es diese reinigen kann,
und wobei in der ausgehobenen Stellung die Reinigungseinrichtung beabstandet zu der
zu reinigenden Bodenfläche ist. Bei diesem selbstständig erfinderischen Konzept ist
es eine bevorzugte Ausführungsform, wenn der Kehrgutbehälter eine sich zum Boden hin
erstreckende seitliche Öffnung aufweist, die in einer in Fahrrichtung der Bodenreinigungsmaschine
gesehen seitlichen Wandung des Kehrgutbehälters angeordnet ist.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine
ist das Tastelement an einem Halter so beweglich gehaltert, wobei das Tastelement
die Bewegung relativ zu dem Maschinenrahmen relativ zu dem Halter ausführt. Demnach
ist in dieser Ausfiihrungsform ein Halter an dem Maschinenrahmen vorgesehen, an dem
der Taster beweglich, besonders bevorzugt verschiebbar, angebracht ist.
[0020] Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die Mittel zum Erfassen der Bewegung des Tastelements
relativ zu dem Maschinenrahmen einen Schalter umfassen, der an dem Halter angebracht
ist und von dem Tastelement betätigt wird, wenn das Tastelement relativ zu dem Halter
hin zu dem Maschinenrahmen bewegt wird. Bei dieser Ausführungsform kann dadurch in
einfacher Weise das Signal erzeugt werden, mit dem das Erfassen einer Bewegung des
Tastelements angezeigt wird, indem ausgenutzt wird, dass durch die Bewegung der elektrische
Schalter geschlossen wird.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Halter derart beweglich an
dem Maschinenrahmen gehaltert und mit der Reinigungsrichtung gekoppelt, dass sich
der Halter relativ zu dem Maschinenrahmen hin zu dem Kehrgutbehälter bewegt, wenn
die Reinigungseinrichtung aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene Stellung
bewegt wird. Bei dieser Ausführungsform bewirkt nicht nur die Bewegung der Reinigungseinrichtung
aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene Stellung, dass das Tastelement in
den Kehrgutbehälter hin zu dem Kehrgut bewegt wird, sondern diese Bewegung wird noch
dadurch verstärkt, dass der Halter zusätzlich hin zu dem Kehrgutbehälter und dessen
Boden bewegt wird. Dadurch wiederum kann erreicht werden, dass die gesamte Anordnung
aus Tastelement und Reinigungseinrichtung so ausgestaltet werden kann, dass das freie
Ende des Tastelements noch weiter vom Boden des Kehrgutbehälters entfernt ist, wenn
die Reinigungseinrichtung in der abgesenkten Stellung ist. Dann behindert das Tastelement
den Reinigungsbetrieb und das damit verbundene Befüllen des Kehrgutbehälters in noch
geringerem Umfang.
[0022] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist ein entlang einer Bewegungsbahn verfahrbares
Betätigungselement vorgesehen, das mit der Reinigungseinrichtung gekoppelt und zwischen
einem ersten Ende und einem zweiten Ende der Bewegungsbahn motorisch verfahrbar ist.
Das Betätigungselement ist am ersten Ende der Bewegungsbahn, wenn die Reinigungseinrichtung
in der abgesenkten Stellung ist, und das Betätigungselement ist am zweiten Ende der
Bewegungsbahn, wenn die Reinigungseinrichtung in der ausgehobenen Stellung ist. Schließlich
weist der Halter eine Führung auf, die mit dem Betätigungselement so eingreift, dass
bei einer Bewegung des Betätigungselements von dem ersten Ende der Bewegungsbahn zu
dem zweiten Ende der Bewegungsbahn der Halter relativ zu dem Maschinenrahmen hin zu
dem Kehrgutbehälter bewegt wird.
[0023] Bei dieser Ausführungsform wird in vorteilhafter Weise ausgenutzt, dass das Betätigungselement,
das mit der Reinigungseinrichtung zum Bewirken des Verstellens zwischen der abgesenkten
und der ausgehobenen Stellung gekoppelt ist, auch mit dem Halter bzw. der daran vorgesehenen
Führung eingreift und die Bewegung des Halters hin zu dem Kehrgutbehälter bewirkt.
Die Führung kann dabei insbesondere als Führungsnut oder Kulisse ausgebildet sein,
in die sich ein Vorsprung an dem Betätigungselement hinein erstreckt. Bei einem solchen
Aufbau ist zum Bewirken des Verstellens der Reinigungseinrichtung und der Bewegung
des Halters nur ein einziger mit dem Betätigungselement gekoppelter Aktuator erforderlich.
In besonders bevorzugter Weise kann es sich bei diesem Aktuator um ein Hubelement
handeln, das ein geradlinig motorisch verfahrbares Ausgangselement aufweist, wobei
das Betätigungselement an dem Ausgangselement angebracht ist. Um die Reinigungseinrichtung
in einfacher Weise verstellbar an dem Maschinenrahmen zu haltern, kann die Reinigungseinrichtung
in einer weiter bevorzugten Ausführungsform an einem Schwenkarm angebracht sein, der
um eine zweite Schwenkachse schwenkbar an dem Maschinenrahmen gehaltert ist, wobei
das Ausgangselement über einen Seilzug mit der Reinigungseinrichtung verbunden ist.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Halter um eine erste Schwenkachse
schwenkbar an dem Maschinenrahmen gehaltert sein.
[0025] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel zeigenden Zeichnung erläutert, wobei
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bodenreinigungsmaschine in einer Seitenansicht
zeigt,
- Fig. 2
- den Teil des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1 mit der Reinigungseinrichtung zeigt,
wobei die Reinigungseinrichtung in der abgesenkten Stellung ist,
- Fig. 3
- den Teil des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1 mit der Reinigungseinrichtung zeigt,
wobei die Reinigungseinrichtung in der ausgehobenen Stellung ist,
- Fig. 4
- mehrere perspektivische Ansichten des Kehrgutbehälters des Ausführungsbeispiels aus
den Fig. 1 bis 3 zeigt,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung des Aufbaus der Reinigungseinrichtung des Ausführungsbeispiels
in der abgesenkten Stellung zeigt und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung des Aufbaus der Reinigungseinrichtung des Ausführungsbeispiels
in der ausgehobenen Stellung zeigt.
[0026] Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, weist das bevorzugte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Bodenreinigungsmaschine 1 zum Reinigen einer Bodenfläche 3 einen Maschinenrahmen 5
auf, an dem neben einem Fahrwerk 7 mit Rädern, mit dem die Bodenreinigungsmaschine
1 über die zu reinigende Bodenfläche 3 bewegt werden kann, weitere Aufbauten wie unter
anderem ein Sitz 9 sowie eine Lenksäule 11 und eine Tankanordnung 13 angebracht sind.
Durch die Räder des Fahrwerks 7 wird dabei die Ebene definiert, in der die zu reinigende
Bodenfläche 3 relativ zu der Bodenreinigungsmaschine 1 und deren Maschinenrahmen 5
angeordnet ist.
[0027] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Bodenreinigungsmaschine 1 als Aufsitzmaschine
ausgebildet. Die Erfindung ist aber in gleicher Weise auf Maschinen anwendbar, bei
denen ein Benutzer hinter der Maschine her läuft.
[0028] Wie weiter den Figuren 1 sowie 2 und 3 zu entnehmen ist, weist die Bodenreinigungsmaschine
1 eine an dem Maschinenrahmen 5 derart beweglich angebrachte Reinigungseinrichtung
15 auf, dass diese zwischen der in Fig. 2 dargestellten abgesenkten Stellung und der
in Fig. 3 dargestellten ausgehobenen Stellung verstellt werden kann. Die Reinigungseinrichtung
15 ist in dem hier dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel als Kehreinrichtung
ausgebildet und weist als Reinigungselemente zwei Kehrwalzen 17 auf, die um im Wesentlichen
parallel zu der Ebene der Bodenfläche 3 verlaufende Drehachsen drehend angetrieben
sind, wobei die Drehachsen ferner im Wesentlichen senkrecht zu der normalen Fahrtrichtung
F der Bodenreinigungsmaschine 1 verlaufen. Die Kehrwalzen 17 weisen sich radial von
den Drehachsen wegerstreckende Borsten 19 auf, deren freie Enden, wenn die Reinigungseinrichtung
15 in der abgesenkten Stellung (Fig. 2) ist, mit der zu reinigenden Bodenfläche 3
eingreifen.
[0029] Wie weiter aus den Figuren 2 und 3 sowie 5 und 6 hervorgeht, weist die Reinigungseinrichtung
15 weiterhin ein Gehäuse 21 auf, und in dem Gehäuse 21 ist ein sich parallel zu den
Kehrwalzen 17 erstreckender, entgegen der Fahrtrichtung F gesehen unmittelbar hinter
den Kehrwalzen 17 angeordneter Kehrgutbehälter 23 vorgesehen, der in Fig. 4 im Detail
dargestellt ist.
[0030] Wie weiter aus den schematischen Darstellungen in den Figuren 5 und 6 zu erkennen
ist, weist die Reinigungseinrichtung 15 einen Schwenkarm 25 auf, der mit einem Ende
27 an einem sich von dem Gehäuse 21 wegerstreckenden Arm 29 verbunden ist. Mit dem
anderen Ende 31 ist der Schwenkarm 25 um eine Schwenkachse 33 schwenkbar mit dem Maschinenrahmen
5 verbunden. Somit wird die Reinigungseinrichtung 15 durch eine Schwenkbewegung des
Schwenkarms 25 zwischen der abgesenkten Stellung und der ausgehobenen Stellung verstellt.
[0031] Zu diesem Zweck ist an dem Maschinenrahmen 5 ein in den Figuren nicht dargestelltes
Hubelement gehaltert, das ein geradlinig motorisch verfahrbares Ausgangselement 35
aufweist, das auch als Betätigungselement das Verstellen der Reinigungseinrichtung
15 dient, wie im Folgenden noch erläutert werden wird. Das Ausgangs- und Betätigungselement
35 ist zwischen dem ersten Ende 37 und dem zweiten Ende 39 einer Bewegungsbahn 41
verfahrbar, wobei das Betätigungselement 35 über einen Seilzug 43 mit dem an dem Gehäuse
21 der Reinigungseinrichtung 15 angebrachten Arm 29 gekoppelt ist, wobei der Seilzug
43 über eine Umlenkrolle 45 geführt ist.
[0032] Wie die Figuren 5 und 6 zeigen, ist die Reinigungseinrichtung 15 in der abgesenkten
Stellung, wenn das Betätigungselement 35 am ersten Ende 37 der Bewegungsbahn 41 ist.
Wenn das Betätigungselement 35 am zweiten Ende 39 der Bewegungsbahn 41 ist, ist die
Reinigungseinrichtung 15 in der ausgehobenen Stellung.
[0033] Weiterhin ist aus den Figuren 5 und 6 zu erkennen, dass ein Halter 47 schwenkbar
um eine Schwenkachse 49 an dem Maschinenrahmen 5 gehaltert ist. An dem Halter 47 wiederum
ist ein Tastelement 51 so angebracht, dass sich sein freies Ende 53 in den Kehrgutbehälter
23 erstrecken kann. Ferner ist zu erkennen, dass das Tastelement 51 derart angebracht
ist, dass sich der Abstand seines freien Endes 53 von dem Boden 55 des Kehrgutbehälters
23 vergrößert, wenn die Reinigungseinrichtung 15 aus der ausgehobenen Stellung in
die abgesenkte Stellung verstellt wird.
[0034] An dem von dem freien Ende 53 des Tastelements 51 entfernten Ende weist dieses in
dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ein Langloch 57 auf, durch das sich ein
fest mit dem Halter 47 verbundener Bolzen 59 erstreckt. Dadurch ist das Tastelement
51 so verschiebbar an dem Halter 47 gehaltert, dass das Tastelement 51 eine Bewegung
relativ zu dem Maschinenrahmen 5 und auch relativ zu dem Halter 47 ausführen kann,
die in einer Richtung R verläuft, die weg von dem Boden 55 des Kehrgutbehälters 23
weist.
[0035] An dem Halter 47 und damit an dem Maschinenrahmen 5 sind zudem Mittel zum Erfassen
der zuvor beschriebenen Bewegung des Tastelements 51 relativ zu dem Maschinenrahmen
5 und dem Halter 47 vorgesehen. Diese Mittel umfassen einen an dem Halter 47 angebrachten
Schalter 61, der, wie in den Figuren 5 und 6 erkennbar ist, von dem Tastelement 51
betätigt wird, wenn das Tastelement 51 relativ zu dem Halter 47 hin zu dem Maschinenrahmen
5 bewegt wird. Wenn der Schalter 61 durch das von dem freien Ende 53 des Tastelements
51 entfernte Ende betätigt wird, wird dadurch ein Signal erzeugt, durch das eine Bewegung
des Tastelements 51 hin zu dem Maschinenrahmen 5 angezeigt wird.
[0036] Schließlich ist der Halter 47, wie bereits erwähnt, um die Schwenkachse 49 schwenkbar
am Maschinenrahmen 5 gehaltert, sodass er sich hin zu und von dem Maschinenrahmen
5 weg bewegen kann. Wie weiter in den Figuren 5 und 6 zu erkennen ist, weist der Halter
47 eine Führung in Form einer Führungsnut 61 auf, mit der das Betätigungselement 35
eingreift und die hin zu dem Maschinenrahmen 5 gekrümmt ist. Dies führt dazu, dass
dann, wenn das Betätigungselement 35 von dem ersten Ende 37 der Bewegungsbahn 41 zu
deren zweitem Ende 39 bewegt wird und damit die Reinigungseinrichtung 15 aus der abgesenkten
Stellung in die ausgehobene Stellung verstellt wird, sich der Halter 47 und damit
auch das Tastelement 51 hin zu dem Kehrgutbehälter 23 bewegen.
[0037] Damit ist der Halter 47 derart beweglich an dem Maschinenrahmen 5 gehaltert und mit
der Reinigungsrichtung 15 gekoppelt, dass sich der Halter 47 relativ zu dem Maschinenrahmen
5 hin zu dem Kehrgutbehälter 23 und zu dessen Boden 55 bewegt, wenn die Reinigungseinrichtung
15 aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene Stellung bewegt wird.
[0038] Der Kehrgutbehälter 23 kann zum Entleeren seitlich aus dem Gehäuse 21 herausgezogen
werden und weist, wie in Fig. 4 zu erkennen ist, neben dem Boden 55 eine zu den Kehrwalzen
17 weisende Öffnung 65 auf, durch die von den Kehrwalzen 17 während des Betriebs von
der Bodenfläche 3 gelöster oder abgehobener Schmutz in den Kehrgutbehälter 23 eintreten
kann. Ferner hat der Kehrgutbehälter 23 eine sich zum Boden (55) hin erstreckende
seitliche Öffnung 67, die in einer in Fahrrichtung der Bodenreinigungsmaschine gesehen
seitlichen Wandung des Kehrgutbehälters 23 angeordnet ist. Über diese Öffnung 67 kann
der Kehrgutbehälter 23 in einfacher Weise entleert werden. Da die Öffnung 67 nur eine
geringe Breite hat, kann der Kehrgutbehälter 23 auch in ein Gefäß mit nur einer kleinen
Eintrittsöffnung entleert werden.
[0039] In diesem Zusammenhang ist noch einmal darauf hinzuweisen, dass das Merkmal eines
Kehrgutbehälters 23 in einer Reinigungseinrichtung 15 mit einem Gehäuse 21, der sich
vorzugsweise parallel zu einer oder mehreren Kehrwalzen 17 benachbart dazu erstreckt,
wobei der Kehrgutbehälter 23 seitlich quer zur Fahrtrichtung aus dem Gehäuse 21 herausziehbar
ist, ein selbstständig erfinderisches Konzept darstellt. Dies gilt insbesondere im
Zusammenhang mit einer Bodenreinigungsmaschine 1, die einen Maschinenrahmen 5, ein
an dem Maschinenrahmen 5 vorgesehenes Fahrwerk 7 zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine
1 entlang einer Fahrtrichtung über eine zu reinigende Bodenfläche 3 und eine an dem
Maschinenrahmen 5 beweglich gehalterte Reinigungseinrichtung 15 aufweist, wobei an
der Reinigungseinrichtung 15 ein Reinigungselement, insbesondere in Form einer Kehrwalze
17, und ein Kehrgutbehälter 23, der einen Boden 55 aufweist, vorgesehen sind, wobei
die Reinigungseinrichtung 15 gegenüber dem Maschinenrahmen 5 zwischen einer abgesenkten
Stellung und einer ausgehobenen Stellung verstellt werden kann.
[0040] Das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel einer Bodenreinigungsmaschine 1 kann wie
folgt betrieben werden.
[0041] Zunächst wird die Reinigungseinrichtung 15 aus der ausgehobenen Stellung (Fig. 6)
in die abgesenkte Stellung (Fig. 5) verstellt, indem das Betätigungselement 35 aus
der in Fig. 6 gezeigten Stellung am zweiten Ende 39 der Bewegungsbahn 41 mittels des
nicht dargestellten Hubelements hin zu dem ersten Ende 37 bewegt wird. Dabei wird
die Reinigungseinrichtung 15 abgesenkt und gleichzeitig der Halter 47 aufgrund des
Eingriffs des Betätigungselements 35 mit der Führungsnut 63 hin zu dem Maschinenrahmen
5 verschwenkt. Dadurch wiederum wird das freie Ende 53 des Tastelements 51 aus dem
Kehrgutbehälter 23 heraus und von dessen Boden 55 weiter weg bewegt, also dies der
Fall wäre, wenn nur die Reinigungseinrichtung 15 abgesenkt würde.
[0042] Durch das Absenken der Reinigungseinrichtung 15 greifen die Borsten 19 der Kehrwalzen
17 mit der zu reinigenden Bodenfläche 3 ein und reinigen diese, wenn die Kehrwalzen
17 drehend angetrieben werden, wobei von den Kehrwalzen 17 aufgewirbeltes Kehrgut
69 in den Kehrgutbehälter 23 eingebracht wird. All dies kann erfolgen, wenn die Bodenreinigungsmaschine
1 mittels des Fahrwerks 7 über die Bodenfläche 3 bewegt wird.
[0043] Nach Ende des Reinigungsvorgangs wird das Betätigungselement 35 von dem ersten Ende
37 der Bewegungsbahn 41 zurück zu dem zweiten Ende 39 bewegt, sodass die Reinigungseinrichtung
aus der abgesenkten Stellung zurück in die ausgehobene Stellung bewegt wird, d.h.
aus der in Fig. 5 gezeigten Stellung in die in Fig. 6 gezeigte. Bei dieser Bewegung
des Betätigungselements 35 wird der Halter 47 mit dem Tastelement 51 hin zu dem Boden
55 des Kehrgutbehälters 23 verschwenkt. Aufgrund dieser Bewegung des Halters 47 und
der Aufwärtsbewegung der Reinigungseinrichtung 15 hin zu dem Maschinenrahmen 5 nähert
sich das freie Ende 53 des Tastelements 51 dem Boden 55 des Kehrgutbehälters 23 an
bzw. wird zu diesem hin bewegt.
[0044] Befindet sich hinreichend viel Kehrgut 69 im Kehrgutbehälter 23 kann dann, wenn das
Kehrgut 69 nicht einfach durch das Tastelement 51 beiseite gedrückt wird, das Tastelement
51 relativ zu dem Maschinenrahmen 5 und auch relativ zu dem Halter 47 hin zu dem Maschinenrahmen
5 bewegt werden. Dazu wird das Langloch 57 relativ zu dem Bolzen 59 verschoben, wobei
der Schalter 61 betätigt wird. Das Betätigen des Schalters 61 löst ein Signal aus,
und dem Fahrer der Bodenreinigungsmaschine 1 kann angezeigt werden, dass der Kehrgutbehälter
23 geleert werden muss.
[0045] Dies kann in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass der Kehrgutbehälter 23 seitlich
aus dem Gehäuse 21 der Reinigungseinrichtung 15 herausgezogen und ausgeschüttet wird.
[0046] Mit der Bodenreinigungsmaschine 1 wird erreicht, dass die Einrichtung zum Erfassen
des Füllstandes des Kehrguts 69 in dem Kehrgutbehälter 23 dessen Befüllen während
des Reinigungsbetriebs nicht behindert, da das Tastelement 51 dann, wenn die Reinigungseinrichtung
15 in der abgesenkten Stellung ist, weiter beabstandet von dem Boden 55 des Kehrgutbehälters
23 ist. Außerdem wird der Füllstand dadurch zuverlässig erkannt, dass ein mechanischer
Kontakt zwischen dem freien Ende 53 des Tastelements 51 und dem Kehrgut 69 erforderlich
ist, wobei leichtes Kehrgut 69 von dem Tastelement 51 beiseite gedrückt werden kann
und nicht gleich dazu führt, dass sich das Tastelement 51 bewegt und damit das Signal
für das Überschreiten des Maximalfüllstands ausgelöst wird.
[0047] Es wird also eine zuverlässig arbeitende und nicht durch Schmutz in seiner Funktionssicherheit
gefährdete Einrichtung bereitgestellt, um den Füllstand in dem Kehrgutbehälter 23
zu erfassen. Ferner wird durch den Eingriff des Betätigungselements 35 mit der Führungsnut
63 in dem Halter 47 bewirkt, dass nicht nur durch die Bewegung der Reinigungseinrichtung
15 aus der abgesenkten Stellung in die ausgehobene Stellung das Tastelement 51 in
den Kehrgutbehälter 23 hin zu dem Kehrgut 69 bewegt wird, sondern diese Bewegung wird
noch dadurch verstärkt, dass der Halter 47 zusätzlich hin zu dem Kehrgutbehälter 23
und dessen Boden 55 verschwenkt wird. Dadurch wiederum kann erreicht werden, dass
die gesamte Anordnung aus Tastelement 51 und Reinigungseinrichtung 15 so ausgestaltet
werden kann, dass das freie Ende 53 des Tastelements 51 noch weiter vom Boden 55 des
Kehrgutbehälters 23 entfernt ist, wenn die Reinigungseinrichtung 15 in der abgesenkten
Stellung ist. Dann behindert das Tastelement 51 den Reinigungsbetrieb und das damit
verbundene Befüllen des Kehrgutbehälters 23 noch weniger.
Bezugszeichen:
[0048]
- 1
- Bodenreinigungsmaschine
- 3
- Bodenfläche
- 5
- Maschinenrahmen
- 7
- Fahrwerk
- 9
- Sitz
- 11
- Lenksäule
- 13
- Tankanordnung
- 15
- Reinigungseinrichtung
- 17
- Kehrwalzen
- 19
- Borsten
- 21
- Gehäuse
- 23
- Kehrgutbehälter
- 25
- Schwenkarm
- 27
- Ende - Schwenkarm
- 29
- Arm
- 31
- Ende - Schwenkarm
- 33
- Schwenkachse - Schwenkarm
- 35
- Betätigungselement
- 37
- erstes Ende
- 39
- zweites Ende
- 41
- Bewegungsbahn
- 43
- Seilzug
- 45
- Umlenkrolle
- 47
- Halter
- 49
- Schwenkachse - Halter
- 51
- Tastelement
- 53
- freies Ende d. Tastelements
- 55
- Boden - Kehrgutbehälter
- 57
- Langloch
- 59
- Bolzen
- 61
- Schalter
- 63
- Führungsnut
- 65
- Öffnung
- 67
- seitliche Öffnung
- 69
- Kehrgut
1. Bodenreinigungsmaschine mit einem Maschinenrahmen (5),
mit einem an dem Maschinenrahmen (5) vorgesehenen Fahrwerk (7) zum Bewegen der Bodenreinigungsmaschine
(1) entlang einer Fahrtrichtung über eine zu reinigende Bodenfläche (3),
mit einer an dem Maschinenrahmen (5) beweglich gehalterten Reinigungseinrichtung (15),
wobei an der Reinigungseinrichtung (15) ein Reinigungselement (17) und ein Kehrgutbehälter
(23), der einen Boden (55) aufweist, vorgesehen sind,
wobei die Reinigungseinrichtung (15) gegenüber dem Maschinenrahmen (5) zwischen einer
abgesenkten Stellung und einer ausgehobenen Stellung verstellt werden kann,
wobei in der abgesenkten Stellung das Reinigungselement (17) derart relativ zu der
zu reinigenden Bodenfläche (3) angeordnet ist, dass es diese reinigen kann, und wobei
in der ausgehobenen Stellung die Reinigungseinrichtung (15) beabstandet zu der zu
reinigenden Bodenfläche (3) ist,
mit einem Tastelement (51), das ein freies Ende (53) aufweist, das sich in den Kehrgutbehälter
(23) erstreckt,
wobei das Tastelement (51) derart angeordnet ist, dass sich der Abstand des freien
Endes (53) des Tastelements (51) von dem Boden (55) des Kehrgutbehälters (23) vergrößert,
wenn die Reinigungseinrichtung (15) aus der ausgehobenen Stellung in die abgesenkte
Stellung verstellt wird,
wobei das Tastelement (51) eine Bewegung relativ zu dem Maschinenrahmen (5) ausführen
kann, bei der dessen freies Ende (53) eine Bewegung in einer Richtung, die weg von
dem Boden (55) des Kehrgutbehälters (23) weist, ausführt, und
mit Mitteln (61) zum Erfassen der Bewegung des Tastelements (51) relativ zu dem Maschinenrahmen
(5), wobei die Mittel (61) ausgestaltet sind, bei Erfassung einer Bewegung des Tastelements
(51) ein Signal auszugeben.
2. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 1, wobei das Reinigungselement als wenigstens
ein Kehrelement (17) ausgebildet ist, das in der abgesenkten Stellung mit der zu reinigenden
Bodenfläche (3) in Eingriff kommt und das in der ausgehobenen Stellung mit der zu
reinigenden Bodenfläche (3) außer Eingriff ist.
3. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 2, wobei das Kehrelement als Kehrwalze (17)
ausgebildet ist, die um eine sich parallel zu der Ebene der zu reinigenden Bodenfläche
(3) erstreckende Drehachse rotierend angetrieben ist.
4. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 3, wobei der Kehrgutbehälter (23) sich parallel
zu der Kehrwalze (17) benachbart dazu erstreckt.
5. Bodenreinigungsmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Reinigungseinrichtung (15) ein Gehäuse (21) aufweist und
wobei der Kehrgutbehälter (23) seitlich quer zur Fahrtrichtung aus dem Gehäuse (21)
herausziehbar ist.
6. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 5, wobei der Kehrgutbehälter (23) eine sich
zum Boden (55) hin erstreckende seitliche Öffnung (67) aufweist, die in einer in Fahrrichtung
der Bodenreinigungsmaschine gesehen seitlichen Wandung des Kehrgutbehälters (23) angeordnet
ist.
7. Bodenreinigungsmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, wobei das
Tastelement (51) an einem Halter (47) so beweglich gehaltert ist, dass das Tastelement
(51) die Bewegung relativ zu dem Maschinenrahmen (5) relativ zu dem Halter (47) ausführt.
8. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 7, wobei das Tastelement (51) verschiebbar an
dem Halter (47) angebracht ist.
9. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Mittel zum Erfassen der
Bewegung des Tastelements (51) relativ zu dem Maschinenrahmen (5) einen Schalter (61)
umfassen, der an dem Halter (47) angebracht ist und von dem Tastelement (51) betätigt
wird, wenn das Tastelement (51) relativ zu dem Halter (47) hin zu dem Maschinenrahmen
(5) bewegt wird.
10. Bodenreinigungsmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, wobei der
Halter (47) derart beweglich an dem Maschinenrahmen (5) gehaltert und mit der Reinigungsrichtung
(15) gekoppelt ist, dass sich der Halter (47) relativ zu dem Maschinenrahmen (5) hin
zu dem Kehrgutbehälter (23) bewegt, wenn die Reinigungseinrichtung (15) aus der abgesenkten
Stellung in die ausgehobene Stellung bewegt wird.
11. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 10, wobei ein entlang einer Bewegungsbahn (41)
verfahrbares Betätigungselement (35) vorgesehen ist, das mit der Reinigungseinrichtung
(15) gekoppelt und zwischen einem ersten Ende (37) und einem zweiten Ende (39) der
Bewegungsbahn (41) motorisch verfahrbar ist,
wobei das Betätigungselement (35) am ersten Ende (37) der Bewegungsbahn (41) ist,
wenn die Reinigungseinrichtung (15) in der abgesenkten Stellung ist, und wobei das
Betätigungselement (35) am zweiten Ende (39) der Bewegungsbahn (41) ist, wenn die
Reinigungseinrichtung (15) in der ausgehobenen Stellung ist,
wobei der Halter (47) eine Führung (63) aufweist, die mit dem Betätigungselement (35)
so eingreift, dass bei einer Bewegung des Betätigungselements (35) von dem ersten
Ende (37) der Bewegungsbahn (41) zu dem zweiten Ende (39) der Bewegungsbahn (41) der
Halter (47) relativ zu dem Maschinenrahmen (5) hin zu dem Kehrgutbehälter (23) bewegt
wird.
12. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Halter (47) um eine erste
Schwenkachse (49) schwenkbar an dem Maschinenrahmen (5) gehaltert ist.
13. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 11 oder 12, wobei ein Hubelement mit einem geradlinig
motorisch verfahrbaren Ausgangselement (35) vorgesehen ist und
wobei das Betätigungselement (35) an dem Ausgangselement angebracht ist.
14. Bodenreinigungsmaschine nach Anspruch 13, wobei die Reinigungseinrichtung (15) an
einem Schwenkarm (25) angebracht ist, der um eine zweite Schwenkachse (33) schwenkbar
an dem Maschinenrahmen (5) gehaltert ist,
wobei das Ausgangselement (35) über einen Seilzug (43) mit der Reinigungseinrichtung
(15) verbunden ist.