[0001] Die Erfindung betrifft eine Gleitschleifanlage mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Das Gebrauchsmuster
DE 20 2005 021 013 U1 offenbart eine Gleitschleifmaschine mit einem trommelförmigen Arbeitsbehälter, der
auf Federn schwingfähig gelagert ist und mit mehreren Unwuchtantrieben zu Schwingungen
in verschiedenen Ebenen angeregt werden kann. Durch die Schwingungen des Arbeitsbehälters
werden ein oder mehrere Werkstücke und Schleifkörper in dem Arbeitsbehälter in Bewegungen
in dem Arbeitsbehälter und relativ zueinander versetzt. Durch die Relativbewegungen
der Schleifkörper zu dem oder den Werkstücken werden das oder die Werkstücke gleitgeschliffen,
das heißt Oberflächen der Werkstücke werden trennend bearbeitet. Durch Sprühköpfe
kann ein Wasser-Compound-Gemisch als flüssiges Schleif-Zusatzmittel in den Arbeitsbehälter
gespritzt werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist eine Weiterbildung einer Gleitschleifmaschine hinsichtlich
einer Zufuhr und/oder Ableitung eines flüssigen Schleif-Zusatzmittels.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die
erfindungsgemäße Gleitschleifanlage weist eine Gleitschleifmaschine, einen oder mehrere
Tanks für ein flüssiges Schleif-Zusatzmittel, eine Zuleitung vom Tank zu einem Arbeitsbehälter
der Gleitschleifmaschine, durch die das flüssige Schleif-Zusatzmittel aus dem Tank
in den Arbeitsbehälter fließen kann, und/oder einen Sammelbehälter zum Auffangen des
flüssigen Schleif-Zusatzmittels, das durch einen Ablauf aus dem Arbeitsbehälter ausströmt,
auf. Vorzugsweise ist eine Zuströmung durch die Zuleitung und/oder eine Abströmung
durch den Ablauf durch Öffnen und Schließen der Zuleitung und/oder des Ablaufs oder
in anderer Weise steuerbar.
[0005] Der Tank ist allgemein ein offener oder geschlossener Behälter für eine Flüssigkeit
als Schleif-Zusatzmittel. Es können auch Kanister als Tanks oder anstelle von Tanks
verwendet werden. Die Flüssigkeit kann beispielsweise Wasser, eine Säure, Lauge, ein
Neutralisationsmittel oder ein Gemisch sein. Die Flüssigkeit kann ein Korrosionsschutzmittel,
ein Entfettungsmittel und/oder ein Trennmittel, das ein aneinander Haften kleiner
Werkstücke vermeidet, aufweisen. Die Flüssigkeit kann auch dazu dienen, Abrieb in
Schwebe zu halten und abzutransportieren.
[0006] Der Arbeitsbehälter der Gleitschleifmaschine ist beweglich und weist einen Schleifantrieb
auf, mit dem der Arbeitsbehälter antreibbar ist, so dass er Bewegungen ausführt, die
das oder die Werkstücke und die Schleifkörper im Arbeitsbehälter in Bewegungen und
in Relativbewegungen zueinander versetzen, durch die die Schleifkörper Oberflächen
des oder der Werkstücke trennend bearbeiten. Der Arbeitsbehälter kann beispielsweise
um eine horizontale Achse drehbar sein, um die Schleifkörper in Bewegungen relativ
zu dem oder den Werkstücken zu versetzen. Vorzugsweise weist der Arbeitsbehälter einen
oder mehrere Unwuchtantriebe auf, mit denen er in Schwingungen in einer oder mehreren
Schwingungsebenen und/oder in Drehschwingungen versetzt und/oder zu Vibrationen angeregt
werden kann, um die Schleifkörper im Arbeitsbehälter in Bewegungen relativ zu dem
oder den Werkstücken zu versetzen. Die Aufzählung ist beispielhaft und nicht abschließend.
[0007] Die Erfindung ermöglicht in einfacher Weise eine Zuleitung einer Flüssigkeit als
Schleif-Zusatzmittel in den Arbeitsbehälter der Gleitschleifmaschine und/oder Flüssigkeit
aus dem Arbeitsbehälter zu entfernen und im Sammelbehälter zu sammeln, um sie beispielsweise
wieder aufzubereiten oder später zu entsorgen.
[0008] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Gleitschleifanlage mehrere Tanks auf, aus
denen verschiedene Flüssigkeiten in den Arbeitsbehälter der Gleitschleifmaschine zugeführt
werden können. Das ermöglicht eine Mischung verschiedener Flüssigkeiten oder es werden
verschiedene Flüssigkeiten nacheinander dem Arbeitsbehälter zugeführt, wobei eine
Flüssigkeit aus dem Arbeitsbehälter abgelassen werden kann, bevor eine andere Flüssigkeit
zugeführt wird.
[0009] Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Gleitschleifanlage eine Dosieranlage zum
Dosieren der Flüssigkeit/en aus dem/n Tank/s auf. Die Dosieranlage kann beispielsweise
eine Pumpe und/oder ein Ventil, insbesondere ein steuerbares Ventil, beispielsweise
ein Magnetventil aufweisen.
[0010] Zu einer Zufuhr von Wasser sieht eine Ausgestaltung der Erfindung einen Wasseranschluss
auf, durch den Wasser in den Tank oder in mehrere Tanks und/oder in den Arbeitsbehälter
der Gleitschleifmaschine zuführbar ist.
[0011] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht mehrere Sammelbehälterfür Flüssigkeit aus
dem Arbeitsbehälter vor. Dadurch können verschiedene Flüssigkeiten, die nacheinander
in den Arbeitsbehälter der Gleitschleifmaschine zugeführt und die jeweils aus dem
Arbeitsbehälter abgelassen oder in anderer Weise entfernt werden, bevor eine andere
Flüssigkeit zugeführt wird, getrennt gesammelt werden, was eine Aufbereitung oder
Entsorgung der Flüssigkeiten vereinfacht.
[0012] Vorzugsweise ist in dem Ablauf aus dem Arbeitsbehälter ein Filter angeordnet, das
die Schleifkörper und lose im Arbeitsbehälter befindliche Werkstücke im Arbeitsbehälter
rückhält, wenn die Flüssigkeit durch den Ablauf aus dem Arbeitsbehälter ausströmt.
Der Filter kann beispielsweise ein Gitter oder ein Sieb sein. Auch kann ein Filter
verwendet werden, der so fein ist, dass es Abrieb vom Gleitschleifen rückhält.
[0013] Möglich ist beispielsweise auch ein Grobfilter, das die Schleifkörper und die Werkstücke
im Arbeitsbehälter rückhält und ein feineres Filter zum Trennen des Abriebs von der
Flüssigkeit. Ein Filter für den Abrieb muss nicht am oder im Arbeitsbehälter angeordnet
sein sondern kann den Abrieb auch an anderer Stelle von der Flüssigkeit trennen, so
dass der Abrieb außerhalb des Arbeitsbehälters gesammelt und entfernt werden kann.
[0014] Die erfindungsgemäße Gleitschleifanlage kann mehrere Gleitschleifmaschinen aufweisen,
deren Arbeitsbehälter eine Flüssigkeit oder Flüssigkeiten aus einem oder mehreren
Tanks erhalten und aus deren Arbeitsbehältern die Flüssigkeit oder Flüssigkeiten in
einen oder mehrere Sammelbehälter entfernt werden können.
[0015] Für eine Voll- oder Teilautomatisierung sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine
Einrichtung zum Einbringen des oder der Werkstücke in den Arbeitsbehälter der Gleitschleifmaschine
und/oder zum Entnehmen des oder der Werkstücke aus dem Arbeitsbehälter vor. Eine solche
Einrichtung kann ein Roboter sein oder einen Roboter aufweisen.
[0016] Insbesondere wenn andere Flüssigkeiten als Wasser in dem oder den Tanks aufbewahrt
werden, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung eine Leckageauffangeinrichtung und/oder
eine Leckageüberwachung an dem oder den Tanks und/oder vorzugsweise auch an dem oder
den Sammelbehältern vor. Die Leckageauffangeinrichtung kann eine Auffangwanne oder
eine Tropfwanne sein, in oder über der der Tank oder der Sammelbehälter angeordnet
ist, so dass bei einer Undichtigkeit Flüssigkeit aus dem Tank oder dem Sammelbehälter
in die Auffangwanne oder die Tropfwanne fließt. Zur Leckageüberwachung kann ein Flüssigkeitssensor
in einer solchen Wanne oder auch an dem Tank oder dem Sammelbehälter so angeordnet
sein, dass durch eine Undichtigkeit austretende und außen an dem Tank oder dem Sammelbehälter
nach unten fließende Flüssigkeit an den Flüssigkeitssensor gelangt. Möglich sind mehrere
Flüssigkeitssensoren an verschiedenen Stellen des Tanks oder des Sammelbehälters um
einen Flüssigkeitsaustritt durch Undichtigkeit zuverlässig festzustellen.
[0017] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Füllstandsüberwachung für den oder die
Sammelbehälter vor um automatisch zu melden, wenn der Sammelbehälter voll ist und
gelehrt werden muss. Die Füllstandsüberwachung kann beispielsweise einen Flüssigkeitsstand
im Sammelbehälter messen oder das Erreichen einer festgelegten, maximalen Füllhöhe
feststellen.
[0018] Sämtliche in der Beschreibung genannte und/oder der Zeichnung dargestellte Merkmale
können einzeln für sich oder in jeder beliebigen Kombination bei Ausführungen der
Erfindung verwirklicht sein. Ausführungen der Erfindung, die nicht alle, sondern nur
einen Teil der Merkmale eines Anspruchs, auch des unabhängigen Anspruchs, aufweisen,
sind möglich.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die einzige Figur zeigt ein Fließbild einer Gleitschleifanlage gemäß
der Erfindung. Die Zeichnung ist eine vereinfachte und schematisierte Darstellung
zur Erläuterung und zum Verständnis der Erfindung.
[0020] Die in der Zeichnung dargestellte, erfindungsgemäße Gleitschleifanlage 1 weist mehrere,
im Ausführungsbeispiel drei Gleitschleifmaschinen 2 auf.
[0021] Jede Gleitschleifmaschine 2 weist einen beweglichen Arbeitsbehälter 3 zur Aufnahme
nicht dargestellter Schleifkörper und eines oder mehrerer Werkstücke auf. Das oder
die Werkstücke können lösbar im Arbeitsbehälter 3 festgelegt, beispielsweise festgespannt
sein oder sich zusammen mit den Schleifkörpern lose im Arbeitsbehälter 3 befinden.
Im Ausführungsbeispiel sind die Arbeitsbehälter 3 schwingfähig auf Federn 4 gelagert.
[0022] Zum Bewegen der Arbeitsbehälter 3 weisen die Gleitschleifmaschinen 2 Schleifantriebe
5 auf, mit denen die Arbeitsbehälter 3 so bewegbar sind, dass sich die Schleifkörper
und die Werkstücke in den Arbeitsbehältern 3 relativ zueinander bewegen, so dass die
Schleifkörper Oberflächen der Werkstücke trennend bearbeiten, was als Gleitschleifen
bezeichnet werden kann.
[0023] Im Ausführungsbeispiel weisen die Gleitschleifmaschinen zwei Unwuchtmotoren 6 als
Schleifantriebe 5 auf, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur einer gezeichnet
ist. Mit den Unwuchtmotoren 6 können die Arbeitsbehälter 3 in Schwingungen versetzt
werden, die Relativbewegungen zwischen den Schleifkörpern und dem oder den Werkstücken
in den Arbeitsbehältern 3 zum Gleitschleifen der Oberflächen der Werkstücke erzeugen.
Die Unwuchtmotoren 6 sind schwenkbar, so dass Schwingungsebenen einstellbar sind.
Außerdem sind Drehzahlen und damit Schwingfrequenzen und Größen von Unwuchten und
damit Schwingungsamplituden einstellbar.
[0024] Die erfindungsgemäße Gleitschleifanlage 1 weist mehrere, im Ausführungsbeispiel drei
Tanks 7 für Flüssigkeiten als flüssige Schleif-Zusatzmittel auf. Solche Schleif-Zusatzmittel
können beispielsweise verschiedene Säuren und/oder ein Neutralisationsmittel sein.
Als Tanks 7, anstelle der Tanks 7 oder zusätzlich zu den Tanks 7 kann die Gleitschleifanlage
1 Kanister aufweisen. Die Anzahl der Tanks 7 muss nicht mit der Anzahl der Gleitschleifmaschninen
2 übereinstimmen. Von jedem Tank 7 führt eine sich verzweigende Zuleitung 8 zu den
Arbeitsbehältern 3 der Gleitschleifmaschinen 2, wobei an einer Verzweigungsstelle
ein Mehrwegeventil 9 angeordnet ist, mit dem die Flüssigkeit aus jedem der Tanks 7
auf jeden beliebigen Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 verteilt werden
kann. Die Verteilung auf die Arbeitsbehälter 3 kann beispielsweise auch mit Zuleitungen
erfolgen, die sich nicht verzweigen, sondern von denen jeweils eine von jedem Tank
7 zu jedem Arbeitsbehälter 3 führt. In jeder Zuleitung 8 ist Absperrventil anstelle
des Mehrwegwentils 9 vorgesehen (nicht dargestellt).
[0025] Zwischen den Tanks 7 und den Verzweigungsstellen der Zuleitungen 8 ist in jeder der
Zuleitung 8 eine Dosierpumpe 10 angeordnet, um die Flüssigkeiten aus den Tanks 7 dosiert
in die Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 fördern zu können. Die Dosierpumpen
10 können allgemein auch als Dosieranlage aufgefasst werden.
[0026] Außerdem weist die Gleitschleifanlage 1 einen Wasseranschluss 11 auf, von dem eine
sich ebenfalls verzweigende Wasserzuleitung 12 zu jedem Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen
2 führt. In einem gemeinsamen Abschnitt der Wasserzuleitung 12 ist ein Stetig-Magnetventil
mit einstellbarer Öffnungsweite als Dosierventil 13 angeordnet, mit der eine Durchflussmenge
des Wassers dosiert werden kann. An einer Verzweigungsstelle der Wasserzuleitung 12
ist wie in den Zuleitungen 8 von den Tanks 7 ein Mehrwegeventil 14 angeordnet, so
das jedem Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 eine dosierte Wassermenge
zugeleitet werden kann.
[0027] Das Wasser kann mit den Flüssigkeiten aus einem oder mehreren der Tanks 7 gemischt
werden.
[0028] Die erfindungsgemäße Gleitschleifanlage 1 weist einen oder mehrere Sammelbehälter
15 für die Flüssigkeiten aus den Arbeitsbehältern 3 der Gleitschleifmaschinen 2 auf.
Im Ausführungsbeispiel weist die Gleitschleifanlage 1 so viele Sammelbehälter 15 auf,
wie sie Tanks 7 für Flüssigkeiten aufweist oder so viele, wie unterschiedliche Flüssigkeiten
als flüssige Schleif-Zusatzmittel vorgesehen sind. Von jedem Arbeitsbehälter 3 führt
eine sich verzweigende Ablaufleitung, die nachfolgend als Ablauf 16 bezeichnet wird,
zu den Sammelbehältern 15. Auch an Verzweigungsstellen der Abläufe 16 sind Mehrwegeventile
17 angeordnet, so dass die Flüssigkeiten aus den Arbeitsbehältern 3 auf die Sammelbehälter
15 verteilt werden können.
[0029] Die verschiedenen Flüssigkeiten können getrennt in den Sammelbehältern 15 gesammelt
werden: es wird eine Flüssigkeit aus einem der Tanks 7 ggf. gemischt mit Wasser aus
einem der Arbeitsbehälter 3 in einen der Sammelbehälter 15 abgelassen bevor eine andere
Flüssigkeit aus einem anderen der Tanks 7 dem Arbeitsbehälter 3 zugeführt wird. Durch
das getrennte Sammeln der verschiedenen Flüssigkeiten lassen sich die Flüssigkeiten
einfacher wieder aufbereiten oder entsorgen.
[0030] Wie die Zuleitungen 8 können auch die Wasserzuleitungen 12 und/oder die Abläufe 16
Absperrventile anstelle der Mehrwegeventile 14, 17 in den verzweigten Abschnitten
der Leitungen 8, 12 zum Verteilen des Wassers auf die Arbeitsbehälter 3 und zum Verteilen
der Flüssigkeiten aus den Arbeitsbehältern 3 auf die Sammelbehälter 15 aufweisen (nicht
dargestellt).
[0031] Die Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 weisen Filter 18 auf, durch die
die Abläufe 16 angeschlossen sind. Die Filter 18, die beispielsweise auch Gitter oder
Siebe sein können, halten die Schleifkörper und sofern die Werkstücke lose in den
Arbeitsbehälter 3 sind, auch die Werkstücke in den Arbeitsbehältern 3.
[0032] Unter jedem Tank 7 und unter jedem Sammelbehälter 15 ist eine Auffangwanne als Leckageauffangeinrichtung
19, 20 angeordnet, in die Flüssigkeit bei einer Undichtigkeit des Tanks 7 beziehungsweise
des Sammelbehälters 15 läuft. Jede Leckageauffangeinrichtung 19, 20 weist einen Flüssigkeitssensor
als Leckageüberwachung 21, 22 auf, mit der Flüssigkeit auf einem Boden der die Leckageauffangeinrichtung
19, 20 bildenden Auffangwanne feststellbar ist.
[0033] Die Sammelbehälter 15 weisen Flüssigkeitsstandsmesser als Füllstandsüberwachungen
23 auf, mit denen messbar ist, wie voll die Sammelbehälter 15 sind beziehungsweise
ob die Sammelbehälter 15 voll sind und gelehrt werden müssen.
[0034] Die Gleitschleifanlage 1 weist einen Roboter 24 mit einer Greifeinrichtung 25 zum
Einbringen der Werkstücke in die Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 und
zum Entnehmen der Werkstücke aus den Arbeitsbehältern 3 auf. Im Ausführungsbeispiel
ist der Roboter 24 drehbar und weist einen mehrgliedrigen Greifarm 26 auf. Der Roboter
24 ist so aufgestellt und der Greifarm 26 so lang und so beweglich, dass die Werkstücke
in jeden Arbeitsbehälter 3 der Gleitschleifmaschinen 2 einbringbar und aus jedem Arbeitsbehälter
3 entnehmbar sind. Der Roboter 24 kann allgemein auch als Einrichtung 27 zum Einbringen
und Entnehmen der Werkstücke in die und aus den Arbeitsbehältern 3 aufgefasst werden.
1. Gleitschleifanlage zum Gleitschleifen von Werkstücken, mit einer Gleitschleifmaschine
(2) zum Gleitschleifen der Werkstücke, die einen beweglichen Arbeitsbehälter (3) zur
Aufnahme von Schleifkörpern und eines oder mehrerer Werkstücke und die einen Schleifantrieb
(5), mit dem der Arbeitsbehälter (3) antreibbar ist, so dass sich die Schleifkörper
relativ zu dem oder den Werkstücken im Arbeitsbehälter (3) bewegen, aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) einen Tank (7) für eine Flüssigkeit und eine Zuleitung
(8) vom Tank (7) zum Arbeitsbehälter (3) und/oder dass die Gleitschleifanlage (1)
einen Sammelbehälter (15) für Flüssigkeit aus dem Arbeitsbehälter (3) und einen Ablauf
(16) vom Arbeitsbehälter (3) zum Sammelbehälter (15) aufweist.
2. Gleitschleifanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) mehrere Tanks (7) für verschiedene Flüssigkeiten und Zuleitungen
(8) von den Tanks (7) zum Arbeitsbehälter (3) aufweist.
3. Gleitschleifanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) eine Dosieranlage (10) zum Dosieren der Flüssigkeit aus
dem Tank (7) aufweist.
4. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) einen Wasseranschluss (11) für den Tank (7) und/oder den
Arbeitsbehälter () aufweist.
5. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) mehrere Sammelbehälter (15) für Flüssigkeit aus dem Arbeitsbehälter
(3) aufweist, in die Flüssigkeit aus dem Arbeitsbehälter (3) der Gleitschleifmaschine
(2) wahlweise ausleitbar ist.
6. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablauf (16) ein Filter (18) aufweist, das die Schleifkörper und die Werkstücke
im Arbeitsbehälter (3) rückhält.
7. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) mehrere Gleitschleifmaschinen (2) aufweist.
8. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschleifanlage (1) eine Einrichtung (27) zum Einbringen des oder der Werkstücke
in den Arbeitsbehälter (3) und/oder zum Entnehmen des oder der Werkstücke aus dem
Arbeitsbehälter (3) aufweist.
9. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tank (7) und/oder der Sammelbehälter (15) eine Leckageauffangeinrichtung (19,
20) und/oder eine Leckageüberwachung (21, 22) aufweist.
10. Gleitschleifanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelbehälter (15) eine Füllstandsüberwachung (23) aufweist.