Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hand-Werkzeugmaschine, insbesondere eine Handschleifmaschine,
umfassend ein Gehäuse zur Aufnahme einer Antriebseinheit für die Hand-Werkzeugmaschine,
wobei das Gehäuse ein erstes Gehäuseelement und ein zweites Gehäuseelement aufweist,
welche an einer in Längsrichtung der Hand-Werkzeugmaschine orientierten Kontaktebene
aneinander angrenzend angeordnet sind, eine Energiespeicheraufnahmeschnittstelle zur
lösbaren Aufnahme zumindest eines Energiespeichers, wobei die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
ein Aufnahmeführungselement aufweist, welches quer zur Kontaktebene angeordnet ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Herstellen einer Hand-Werkzeugmaschine.
Stand der Technik
[0003] Im Stand der Technik sind derartige Hand-Werkzeugmaschinen grundsätzlich bekannt.
So beschreibt beispielsweise die
DE 10 2013 217 553 B4 eine Schleifmaschinengehäusevorrichtung für eine Handschleifmaschine, mit zumindest
einem Gehäuseelement, das eine An- und Abtriebsachsenebene vorgibt, in der sich eine
Antriebsachse einer Antriebseinheit der Handschleifmaschine in einem in dem Gehäuseelement
angeordneten Zustand der Antriebseinheit erstreckt und in der sich eine Abtriebsachse
einer Abtriebseinheit der Handschleifmaschine in einem in dem Gehäuseelement angeordneten
Zustand der Abtriebseinheit erstreckt, und mit zumindest einer an dem Gehäuseelement
angeordneten Energiespeicheraufnahmeschnittstelle zu einer lösbaren Aufnahme zumindest
einer Energiespeichervorrichtung, wobei die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle zumindest
ein Aufnahmeführungselement umfasst. Es wird vorgeschlagen, dass das Aufnahmeführungselement
eine quer zur An- und Abtriebsachsenebene verlaufende Hauptführungsachse aufweist.
[0004] Die bekannten Hand-Werkzeugmaschinen bestehen zum Teil aus mehreren Komponenten,
was sowohl die Herstellung als auch die Montage der Hand-Werkzeugmaschinen aufwendig
und kostenintensiv macht. Zudem weisen bekannte Hand-Werkzeugmaschinen das Problem
auf, dass der Schwerpunkt ungünstig liegt, wodurch die Handhabung des Hand-Werkzeugs
teilweise erschwert wird.
[0005] Die
US 2018/0056473 A1 beschreibt ein Elektrowerkzeug mit einem Gehäuse. Im Gehäuse ist ein Motor untergebracht.
Eine Walze wird vom Motor angetrieben. Das Gehäuse umfasst ein erstes Gehäuseteil,
ein zweites Gehäuseteil und ein drittes Gehäuseteil. Das Gehäuse definiert einen Batterieaufnahmeabschnitt,
der konfiguriert ist, um einen entfernbaren Batteriepack aufzunehmen, der den Motor
antreibt. Das erste Gehäuseteil, das zweite Gehäuseteil und das dritte Gehäuseteil
bilden jeweils einen Teil des Batterieaufnahmeabschnitts.
[0006] Die
DE 10 2014 014 693 A1 zeigt ein elektrisches Werkzeug, das einen Batteriemontierteil enthalten kann, der
eine Führungsnutstruktur aufweist, auf die gleitbar eine Führungsvorsprungstruktur
einer wiederaufladbaren Batterie gepasst werden kann. Ein Verstärkungsbauteil kann
an die Führungsnutstruktur des Batteriemontierteils angebracht sein und kann eine
Verbindungsstruktur zum lösbaren Verbinden des Verstärkungsbauteils an die Führungsnutstruktur
enthalten.
[0007] Aus der
DE 199 05 086 A1 ist ein batteriegetriebenes, handgeführtes Elektrowerkzeug, insbesondere ein Bohrhammer,
bekennt, mit einem Werkzeuggehäuse, das einen Elektromotor enthält, einen Griffbereich
ausbildet und eine Schienen- und Nutanordnung zur lösbaren Halterung einer wiederaufladbaren
Batterieeinheit aufweist, hat eine im Werkzeuggehäuse vorgesehene Verriegelungseinrichtung
mit mindestens einem von Hand gegen Federkraft aus einer die Batterieeinheit in ihrer
Betriebsstellung am Werkzeuggehäuse verriegelnden Riegelstellung bewegbares Riegelelement.
Am Werkzeuggehäuse ist benachbart zur Schienen- und Nutanordnung ein Rahmenteil vorgesehen,
das mindestens eine zur Schienen- und Nutanordnung offene Aufnahme aufweist. Das Riegelelement
und die zugehörige Feder sind von der offenen Seite der Aufnahme her in diese eingesetzt.
Seitlich bezüglich der Aufnahme ist ein Betätigungselement in Form eines zweiarmigen
Hebels schwenkbar gehaltert, dessen einer Arm zur Verschwendung von Hand zugänglich
ist und dessen anderer Arm in eine Verlagerung des Riegelelementes aus der Riegelstellung
ermöglichendem Eingriff mit diesem steht. Das Betätigungselement stützt das Riegelelement
gegen vollständige Verlagerung aus der Aufnahme heraus ab.
[0008] Die
US 2013/0255980 A1 zeigt eine Steuerung in einem schnurlosen Elektrowerkzeug, konfiguriert, um eine
Kennung (z. B. einen Batteriecharakterisierungswiderstand) in einer Batterie elektronisch
zu lesen und die Batterieeigenschaften zu identifizieren, die mit Strom versorgt werden.
Die Steuerung kann auch die geeigneten Leistungs- oder Ausgabeparameter des Werkzeugs
für einen identifizierten Werkzeugtyp unter Verwendung einer definierten elektronischen
Bibliothek oder eines Menüs verschiedener Werkzeugtypen definieren, das mit zugeordneten
Betriebsprofilen korreliert ist.
[0009] Die
EP 1 382 421 A2 beschreibt ein Elektrowerkzeug mit einem Metallgehäuse, bei welchem der Motor im
Gehäuse positioniert ist. Ein Ausgang, der innerhalb des Gehäuses positioniert ist,
ist mit dem Motor gekoppelt und zum Antreiben eines Werkzeugs ausgelegt. Ein Aktivierungselement
ist mit dem Motor gekoppelt. Ein Batteriepack ist elektrisch mit dem Aktivierungselement
gekoppelt. Das Aktivierungselement erregt und schaltet den Motor ab, der wiederum
den Ausgang antreibt.
[0010] WO 2014/027439 A2: Die Dichtungseigenschaft, die erhalten wird, wenn ein Batteriepack an einem Elektrowerkzeug
angebracht wird, wird verbessert. Ein Elektrowerkzeug, an dem / von dem ein Batteriepack,
das eine Batteriezelle hält, an- / abnehmbar ist, hat: einen Werkzeughauptkörper,
der mit einem Befestigungsteil versehen ist, an / von dem der Batteriepack angebracht
/ abgenommen wird; eine Führungsnut, die in dem Befestigungsteil vorgesehen ist und
die eine Richtung der Befestigung / Ablösung des Batteriepacks bestimmt; einen geräteseitigen
Anschluss, der in dem Befestigungsteil vorgesehen ist und der mit einem batterieseitigen
Anschluss verbunden ist, der in dem Batteriepack vorgesehen ist; und ein Dichtungselement,
das in dem Befestigungsteil vorgesehen ist und das ein Verbindungsteil zwischen dem
batterieseitigen Anschluss und dem geräteseitigen Anschluss abdichtet.
[0011] US2003/0228833 A1: Mit einem Elektrowerkzeug ist ein Gehäuse versehen, in dem ein Motor zum Antreiben
eines unter dem Boden des Gehäuses montierten Arbeitselements zum Arbeiten an einem
Werkstück angebracht ist. Das Elektrowerkzeug hat einen ersten und einen zweiten Griff,
die sich von gegenüberliegenden Seiten davon erstrecken, wobei mindestens ein Griff
einen oder beide einen vergrößerten Abschnitt und einen verbesserten Greifabschnitt
aufweist, um die Kontrolle über das Werkzeug zu erleichtern. Der Greifabschnitt kann
eine verbesserte Texturoberfläche aufweisen, beispielsweise eine Elastomeroberfläche,
damit ein Bediener das Werkzeug greifen kann. In einer anderen Form kann das Elektrowerkzeug
einen Schalter enthalten, der zwischen einer ersten Position, in der sich das Elektrowerkzeug
im aktiven Zustand befindet, und einer zweiten Position, in der sich das Elektrowerkzeug
in einem deaktivierten Zustand befindet, beweglich ist. Ein Schloss kann mit dem Elektrowerkzeug
verbunden und zwischen einer Entriegelungsposition, in der der Schalter frei zwischen
seiner ersten und zweiten Position beweglich ist, und einer Verriegelungsposition,
in der der Schalter in der zweiten Position verriegelt ist, so dass das Elektrowerkzeug
in der aktiven Position bleiben kann, beweglich sein Zustand ohne Unterstützung eines
Betreibers.
Darstellung der Erfindung
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Hand-Werkzeugmaschine zu schaffen, welche kompakt
und einfach aufgebaut ist. Zudem ist es die Aufgabe der Erfindung eine Hand-Werkzeugmaschine
bereitzustellen, welche eine effiziente Montage und eine verbesserte Handhabung ermöglicht.
[0013] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 realisiert. Die Erfindung
umfasst eine Hand-Werkzeugmaschine, insbesondere Handschleifmaschine, umfassend ein
Gehäuse zur Aufnahme einer Antriebseinheit für die Hand-Werkzeugmaschine, wobei das
Gehäuse ein erstes Gehäuseelement und ein zweites Gehäuseelement aufweist, welche
an einer in Längsrichtung der Hand-Werkzeugmaschine orientierten Kontaktebene aneinander
angrenzend angeordnet sind. Ferner umfasst die Hand-Werkzeugmaschine eine Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
zur lösbaren Aufnahme zumindest eines Energiespeichers, wobei die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
ein Aufnahmeführungselement aufweist, welches quer zur Kontaktebene angeordnet ist,
und wobei das Aufnahmeführungselement als integraler Bestandteil des ersten Gehäuseelements
und/oder des zweiten Gehäuseelements hergestellt ist.
[0014] Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass die Hand-Werkzeugmaschine
mit einer deutlich reduzierten Anzahl an Bauteilen gefertigt und montiert werden kann.
Insbesondere die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle ist vereinfacht aufgebaut, da
das Aufnahmeführungselement als integraler Bestandteil des Gehäuses ausgebildet ist.
Mit anderen Worten ist es nicht notwendig die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
separat zu montieren und als Adapter an dem Gehäuse anzubringen. Stattdessen wird
das Aufnahmeführungselement direkt in das Gehäuse integriert. In der Herstellung wird
das Aufnahmeführungselement somit unmittelbar und einstückig als Bestandteil des ersten
Gehäuseelements und des zweiten Gehäuseelements ausgebildet. In der unmittelbaren
Konsequenz reduziert sich die Anzahl der Montageschritte, was sich wiederrum auf die
Herstellungskosten auswirkt.
[0015] Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der gesteigerten Kompaktheit der Hand-Werkzeugmaschine.
Durch die reduzierte Anzahl an Bauteilen, kann der Schwerpunkt an die Schleifscheibenachse
angenähert werden. Hierdurch ergibt sich eine vereinfachte Handhabung der Hand-Werkzeugmaschine.
[0016] Das Gehäuse ist bevorzugt dazu vorgesehen, Lagerkräfte, wie beispielsweise Antriebseinheitslagerkräfte,
Elektronikeinheitslagerkräfte usw., abzustützen. Somit umfasst das Gehäuse vorzugsweise
zumindest einen Lagerbereich, in dem ein Lagerelement anordenbar ist, insbesondere
ein Lagerelement zu einer Lagerung einer Antriebseinheit der Handschleifmaschine.
Die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle ist vorzugsweise als Akkumulatoraufnahmeschnittstelle
ausgebildet. Somit ist die Energiespeicheraufnahme-schnittstelle bevorzugt dazu vorgesehen,
einen als Akkumulatorvorrichtung ausgebildeten Energiespeicher aufzunehmen. Der Energiespeicher
ist vorzugsweise in die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle einschiebbar oder auf
die Energiespeicheraufnahme-schnittstelle aufschiebbar ausgebildet. Somit erfolgt
eine Verbindung des Energiespeichers und der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
insbesondere infolge einer translatorischen Bewegung des Energiespeichers relativ
zur Energiespeicheraufnahmeschnittstelle. Besonders bevorzugt wird der Energiespeicher
zu einer Anordnung an der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle zumindest mittels des
Aufnahmeführungselements translatorisch geführt. Somit ist das Aufnahmeführungselement
vorzugsweise als Einschubführungselement oder als Aufschubführungselement ausgebildet.
[0017] Unter der Orientierung des Aufnahmeführungselements, welche quer zur Kontaktebene
ausgebildet ist, ist die Orientierung derjenigen Ebene im Verhältnis zur Kontaktebene
zu verstehen, auf welcher die translatorisch geführte Einschubbewegung des Energiespeichers
in die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle stattfindet. Als quer kann hierbei jeder
Winkel zwischen der die Einschubbewegung führenden Ebene und der Kontaktebene zwischen
dem ersten Gehäuseelement und dem zweiten Gehäuseelement verstanden werden, welcher
in einem Intervall größer 0° und kleiner 180° liegt.
[0018] Unter dem Ausdruck, dass das Aufnahmeführungselement als integraler Bestandteil des
ersten Gehäuseelements und/oder des zweiten Gehäuseelements hergestellt ist, soll
ausgeschlossen werden, dass das Aufnahmeführungselement in einem separaten Montageschritt
an das Gehäuse oder an das erste oder zweite Gehäuseelement angebracht wird. Stattdessen
soll das Aufnahmeführungselement als fester einstückiger Bestandteil entweder des
ersten Gehäuseelements oder des zweiten Gehäuseelements oder von beiden also des ersten
und des zweiten Gehäuseelements verstanden werden.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist ein erster Abschnitt des Aufnahmeführungselements
als integraler Bestandteil des ersten Gehäuseelements und ein zweiter Abschnitt des
Aufnahmeführungselements als integraler Bestandteil des zweiten Gehäuseelements hergestellt.
Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass das Aufnahmeführungselement
erst beim Zusammenfügen des ersten Gehäuseelements und des zweiten Gehäuseelements
vollständig zusammengeführt wird. Das Aufnahmeführungselement besteht somit aus zwei
verkürzten Abschnitten, welche einfacher herzustellen sind. Dies betrifft beispielsweise
das Herstellverfahren des Spritzgießens.
[0020] Nach einer besonderen Ausführungsform weist das Aufnahmeführungselement zumindest
zwei parallel angeordnete Führungsnuten auf. Dadurch wird beispielsweise der technische
Vorteil erreicht, dass der Energiespeicher sehr einfach in die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
eingeschoben oder auf die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle aufgeschoben werden
kann. Die Führungsnuten sind zuverlässig und einfach in der Herstellung.
[0021] Nach einer zusätzlichen Ausführungsform ist das Aufnahmeführungselement orthogonal
zur Kontaktebene ausgebildet. Die orthogonale Anordnung des Aufnahmeführungselements
stellt einen besonderen Fall eines Winkels von etwa 90° zwischen der die Einschubbewegung
führenden Ebene des Ausnahmeführungselements und der Kontaktebene zwischen dem ersten
Gehäuseelement und dem zweiten Gehäuseelement dar. In dieser Konfiguration ist die
Hand-Werkzeugmaschine besonders kompakt ausgestaltet. Der Schwerpunkt liegt sehr nah
an der Antriebsachse und an der Schleifscheibenachse, wodurch die Handhabung optimal
ausgebildet ist.
[0022] Nach einer weiteren Ausführungsform liegt eine Antriebsachse der Antriebseinheit
in der Kontaktebene. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht,
dass der Aufbau der Hand-Werkzeugmaschine weitestgehend symmetrisch ausgebildet ist.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform bildet die Kontaktebene zumindest teilweise
eine Symmetrieebene des Gehäuses aus. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil
erreicht, dass der Schwerpunkt genauer bestimmbar ist und dadurch näher an die Schleifscheibenachse
angenähert werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt in der Fertigung des ersten und
zweiten Gehäuseelements. In Folge der Angleichung der Größe und der Dimensionierung
der beiden Gehäuseelemente gestaltet sich das Herstellungsverfahren - insbesondere
im Fall des Spritzgießens - besonders einfach.
[0023] Erfindungsgemäß vorteilhaft weist die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle einen
Kontaktstifte tragenden Kontaktstiftträger auf, wobei der Kontaktstiftträger ausschließlich
durch jeweils integral mit dem ersten Gehäuseelement und integral mit dem zweiten
Gehäuseelement ausgebildete Aufnahmelager gehalten wird. Dadurch wird beispielsweise
der technische Vorteil erreicht, dass zwischen dem ersten Gehäuseelement und dem Kontaktstiftträger,
sowie zwischen dem zweiten Gehäuseelement und dem Kontaktstiftträger keine weiteren
Mittel zur Lagerung notwendig sind. Zusätzlich können die Aufnahmelager beim Herstellen
des ersten und des zweiten Gehäuseelements als fester Bestandteil einstückig ausgebildet
werden. Dies reduziert den Montageaufwand der Hand-Werkzeugmaschine zusätzlich, da
die Anzahl der Komponenten reduziert wird.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Hand-Werkzeugmaschine einen
Ein-/Aus-Schalter auf, wobei der Ein-/Aus-Schalter durch jeweils integral mit dem
ersten Gehäuseelement und integral mit dem zweiten Gehäuseelement ausgebildete Aufnahmelager
gehaltern wird. Die sich daraus ergebenden technischen Vorteile sind weitestgehend
mit den technischen Vorteilen der vorangehenden Ausführungsform vergleichbar. Beispielsweise
wird der technische Vorteil erreicht, dass zwischen dem ersten Gehäuseelement und
dem Ein-/Aus-Schalter, sowie zwischen dem zweiten Gehäuseelement und dem Ein-/Aus-Schalter
keine weiteren Mittel zur Lagerung notwendig sind. Zusätzlich können die Aufnahmelager
beim Herstellen des ersten und des zweiten Gehäuseelements als fester Bestandteil
einstückig ausgebildet werden. Dies reduziert den Montageaufwand der Hand-Werkzeugmaschine
zusätzlich, da die Anzahl der Komponenten reduziert wird.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform, umfasst das Gehäuse einen Durchgriffsabschnitt,
welcher zwischen einem die Antriebseinheit aufnehmenden Gehäuseabschnitt und der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
angeordnet ist. Der Durchgriffsabschnitt hat einen im Vergleich zu dem die Antriebseinheit
aufnehmenden Gehäuseabschnitt reduzierten Querschnitt. Der Durchgriffsabschnitt ermöglicht
eine ergonomisch verbesserte Führung der Hand-Werkzeugmaschine. Beispielsweise kann
der Handballen auf dem Griffstück des Gehäuses aufgesetzt werden. Der Zeigefinger
und der Mittelfinger sind in Richtung der Vorderseite des Gehäuses anlegbar und können
somit den Ein-/Aus-Schalter betätigen. Der Ringfinger und der kleine Finger hingegen
können an den Durchgriffsabschnitt angelegt bzw. in den Zwischenraum unterhalb des
Durchgriffabschnitts angeordnet werden, wodurch eine besonders gute Führung der Hand-Werkzeugmaschine
bei einhändigem Betrieb möglich ist.
[0026] Nach einer zusätzlichen Ausführungsform umfasst das Gehäuse einen Absaugstutzen zum
Anschliessen eines Staubsaugers, wobei der Absaugstutzen durch das erste Gehäuseelement
und das zweite Gehäuseelement ausgebildet ist. Dadurch wird beispielsweise der technische
Vorteil erreicht, dass für das Bereitstellen des Absaugstutzens ebenfalls kein zusätzliches
Bauteil bereitgestellt und montiert werden muss.
[0027] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform, ist der Absaugstutzen symmetrisch
zur Kontaktebene des Gehäuses ausgebildet. In dieser Ausführungsform können sowohl
die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle als auch der Absaugstutzen von der Antriebsachse
der Handwerkzeugmaschine in die gleiche Richtung orientiert sein. Wenn diese Richtung
beispielsweise im Betrieb der Hand-Werkzeugmaschine in Richtung des Benutzers der
Handwerkzeugmaschine ausgerichtet ist, kommen mehrere besondere Vorteile zum Tragen.
Da der Absaugstutzen in Richtung des Benutzers abgeführt wird, stellt der Absaugstutzen
selbst als auch eine üblichen Schlauchverbindung zu einem angeschlossenen Staubsauber
keine optische Beeinträchtigung mehr dar. Der Benutzer der Hand-Werkzeugmaschine kann
diese flexibel und kontrolliert nutzen. Somit werden die Bearbeitungseffizienz und
die Bearbeitungsqualität gesteigert. Der gleiche Vorteil ergibt sich aus dem Anordnen
des Energiespeichers in Richtung des Benutzers. Die optischen Einschränkungen im Betrieb
der Hand-Werkzeugmaschine können reduziert werden, wodurch die Flexibilität, die Kontrolle,
sowie die Bearbeitungseffizienz und die Bearbeitungsqualität gesteigert werden können.
Ein weiterer großer Vorteil ergibt sich erneut aus der sich ergebenden Kompaktheit
und der Abstimmung des Schwerpunktes der Hand-Werkzeugmaschine im Verhältnis zur Schleifscheibenachse.
Zusammenfassend stellt diese Ausführungsform eine vollständig optimierte und leicht
zu handhabende Konfiguration dar. Diese ist beispielsweise in der Kombination mit
dem Durchgriffsabschnitt besonders bevorzugt.
[0028] Hinsichtlich eines weiteren Aspektes der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe
durch ein Verfahren zum Herstellen einer Hand-Werkzeugmaschine gemäß einer der vorausgehenden
Ausführungsformen gelöst.
[0029] Demnach umfasst das Verfahren die Schritte des Bereitstellens des ersten Gehäuseelements
und des zweiten Gehäuseelements mittels Spritzgießens und der Montage der Hand-Werkzeugmaschine.
[0030] Spritzgießen wird oftmals auch als Spritzguss oder Spritzgussverfahren bezeichnet.
Hierbei handelt es sich um ein Urformverfahren, das hauptsächlich in der Kunststoffverarbeitung
eingesetzt wird. Dabei wird mit einer Spritzgießmaschine der jeweilige Werkstoff verflüssigt
oder plastifiziert in eine Form, dem Spritzgießwerkzeug, unter Druck eingespritzt.
Im Werkzeug geht der Werkstoff durch Abkühlung oder eine Vernetzungsreaktion wieder
in den festen Zustand über und wird nach dem Öffnen des Werkzeuges als Fertigteil
entnommen. Das Entnehmen des Fertigteils wird auch als Entformen bezeichnet, wobei
das Werkzeug geöffnet wird und das Werkstück durch in die Kavität hineindringende
Stifte ausgeworfen. Das Entformen limitiert hierbei regelmäßig die Geometrie des Fertigteils,
wodurch Kompromisse in der Herstellung eingegangen werden müssen.
[0031] Vor diesem Hintergrund wird durch das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise der
technische Vorteil erreicht, dass sowohl das erste als auch das zweite Gehäuseelement
durch Spritzgießen herstellbar sind, weil sie das Aufnahmeführungselement als integralen
Bestandteil des ersten Gehäuseelements und/oder des zweiten Gehäuseelements umfassen
und weil das Aufnahmeführungselement quer zur in Längsrichtung des Hand-Werkzeugs
angeordneten Kontaktebene zwischen dem ersten Gehäuseelement und dem zweiten Gehäuseelement
verläuft.
[0032] Mit anderen Worten ermöglicht erst die Orientierung des durch die zwei parallel angeordneten
Führungsnuten definierten Aufnahmeführungselements quer zur Kontaktebene zwischen
dem ersten Gehäuseelement und dem zweiten Gehäuseelement eine Herstellung im Spritzgussverfahren,
weil nur eine derartige Orientierung ein Entformen im Rahmen des Spritzgießverfahrens
überhaupt möglich ist.
[0033] Die weiteren Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen in ähnlicher Form
den Vorteilen der erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine.
[0034] Diese betreffen insbesondere die Tatsache, dass die Hand-Werkzeugmaschine mit einer
deutlich reduzierten Anzahl an Bauteilen gefertigt und montiert werden kann, da das
Aufnahmeführungselement als integraler Bestandteil des Gehäuses ausgebildet ist und
mittels Spritzgießens gefertigt werden kann. Es ist nicht notwendig die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
separat zu montieren und als Adapter an dem Gehäuse anzubringen. Das Aufnahmeführungselement
wird direkt in das Gehäuse integriert.
[0035] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Montage der Hand-Werkzeugmaschine
die Schritte des Anordnens der Antriebseinheit, des Ein-/Aus-Schalters und des Kontaktstiftträgers
in dem ersten Gehäuseelement, und des Verschließens des Gehäuses mittels des zweiten
Gehäuseelements. Dadurch wird beispielsweise der technische Vorteil erreicht, dass
alle wesentlichen Bauteile der Hand-Werkzeugmaschine, welche innerhalb des Gehäuses
anzuordnen sind, zunächst nur in dem ersten Gehäuseelement angeordnet werden können.
Anschließen erfolgt die finale Fixierung mittels des Verschließens des Gehäuses durch
das zweite Gehäuseelement. Folglich wird die Herstellung der Hand-Werkzeugmaschine
besonders effizient und prozesssicher realisiert.
[0036] Zusätzlich kann die für den Betrieb der Handwerkzeugmaschine notwendige Elektronikeinheit
innerhalb des Gehäuses zwischen dem ersten Gehäuseelement und dem zweiten Gehäuseelement
angeordnet werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine Halterung mit integral in die Gehäuseelemente
angeordneten Aufnahmelagern, gemäß der vorstehenden Ausführungsformen. Zusätzlich
kann die Motor-Drehzahl mittels einer Verstellvorrichtung variiert werden. Beispielsweise
eignet sich eine Stellradelektronik die im Bereich des Durchgriffsabschnitts angeordnet
werden kann.
[0037] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0038] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine,
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine ohne Energiespeicher,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine,
- Fig. 4
- eine weitere Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine,
- Fig. 5
- eine weitere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine ohne Energiespeicher, und
- Fig. 6
- einen Ablaufplan für ein Verfahren zum Herstellen einer Hand-Werkzeugmaschine.
[0039] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0040] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine 100 in Form einer Handschleifmaschine. Die Handschleifmaschine
100 umfasst ein Gehäuse 102 zur Aufnahme einer Antriebseinheit 104 (nicht gezeigt).
Das Gehäuse 102 zeigt ein erstes Gehäuseelement 106 und ein zweites Gehäuseelement
108, welche an einer in Längsrichtung der Handschleifmaschine 100 orientierten Kontaktebene
aneinander angrenzen. An einem hinteren Bereich der Handschleifmaschine 100 ist eine
Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 angeordnet. Die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
112 dient der lösbaren Aufnahme eines Energiespeichers 114, welcher in einer horizontalen
Richtung auf die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 eingeschoben wird. Unterhalb
der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 befindet sich ein Absaugstutzen 126 zum
Anschliessen eines Staubsaugers. Durch die mittige Anordnung des Absaugstutzens 126
ist dieser symmetrisch zur Kontaktebene des Gehäuses 102 ausgebildet. An einem vorderen
Bereich des Gehäuses 102 befindet sich ein Griffstück zum Führen der Handschleifmaschine
100 durch einen Nutzer. Angrenzend an das Griffstück befindet sich eine Ein-/Aus-Schalter
120.
[0041] Die Figur 2 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine 100 in Form einer Handschleifmaschine ohne
Energiespeicher 114. Die Figur 2 zeigt die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112
zur lösbaren Aufnahme des Energiespeichers 114 (nicht gezeigt). Die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
112 umfasst ein Aufnahmeführungselement 116 mit zwei parallel angeordneten Führungsnuten
131A, 131B. Die Führungsnuten 131A, 131B sind orthogonal zur Kontaktebene zwischen
dem ersten Gehäuseelement 106 und dem zweiten Gehäuseelement 108 angeordnet. Erkennbar
ist ebenfalls die integrale Ausbildung des Aufnahmeführungselements 116 als Bestandteil
des ersten Gehäuseelements 106 und des zweiten Gehäuseelements 108. Das Aufnahmeführungselement
116 ist aufgeteilt in einen ersten Abschnitt 116A, welcher Bestandteil des ersten
Gehäuseelements 106 ist, und in einen zweiten Abschnitt 116B, welcher Bestandteil
des zweiten Gehäuseelements 108 ist. Der erste Abschnitt 116A und der zweite Abschnitt
116B bilden zusammen das Aufnahmeführungselement 116 aus.
[0042] Die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 biete in einem Innenraum des Gehäuses
102 eine Aufnahme für einen Kontaktstiftträger 115 (nicht gezeigt). Der Kontaktstiftträger
115 wird innerhalb des Gehäuses 102 durch ein Aufnahmelager 118A gehalten, welches
am ersten Gehäuseelement 106 angeordnet ist und integraler Bestandteil desselben ist.
[0043] Unterhalb der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 ist der Absaugstutzen 126
zum Anschliessen eines Staubsaugers angeordnet.
[0044] Die Figur 3 zeigt eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine 100 in Form einer Handschleifmaschine. Die Antriebseinheit 104
ist in dem zweiten Gehäuseelement 108 aufgenommen und eine Antriebsachse 105 der Antriebseinheit
104 liegt genau in der Kontaktebene. Im hinteren Bereich der Handschleifmaschine 100
liegt die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112, wobei der zweite Abschnitt 116B
des integral am zweiten Gehäuseelement 108 ausgebildeten Aufnahmeführungselements
116 und das Aufnahmelager 118B zum Halten des Kontaktstiftträgers 115 (nicht gezeigt)
zu sehen sind.
[0045] Zwischen dem die Antriebseinheit 104 aufnehmenden Gehäuseabschnitt und der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle
112 befindet sich ein Durchgriffsabschnitt. Der Durchgriffsabschnitt hat einen im
Vergleich zu dem die Antriebseinheit aufnehmenden Gehäuseabschnitt reduzierten Querschnitt.
Der Durchgriffsabschnitt ermöglicht eine ergonomisch verbesserte Führung der Hand-Werkzeugmaschine.
[0046] An dem vorderen Bereich des zweiten Gehäuseelements 108 ist der Ein-/Aus-Schalter
120 angeordnet. Der Ein-/Aus-Schalter 120 wird an dem zweiten Gehäuseelement 108 durch
ein Aufnahmelager 122B gehalten, welches integral mit dem zweiten Gehäuseelement 108
ausgebildet ist.
[0047] Unterhalb der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 ist der Absaugstutzen 126
zum Anschliessen eines Staubsaugers angeordnet.
[0048] Die Figur 4 zeigt eine weitere Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine 100 in Form einer Handschleifmaschine. Die Antriebseinheit 104
ist in dem ersten Gehäuseelement 106 aufgenommen und eine Antriebsachse 105 der Antriebseinheit
104 liegt genau in der Kontaktebene. Im hinteren Bereich der Handschleifmaschine 100
liegt die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112, wobei der erste Abschnitt 116A
des integral am ersten Gehäuseelement 106 ausgebildeten Aufnahmeführungselements 116
und das Aufnahmelager 118A zum Halten des Kontaktstiftträgers 115 (nicht gezeigt)
zu sehen sind.
[0049] Unterhalb der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 ist der Absaugstutzen 126
zum Anschliessen eines Staubsaugers gezeigt.
[0050] An dem vorderen Bereich des ersten Gehäuseelements 106 ist der Ein-/Aus-Schalter
120 angeordnet. Der Ein-/Aus-Schalter 120 wird an dem ersten Gehäuseelement 106 durch
ein Aufnahmelager 122A gehalten, welches integral mit dem ersten Gehäuseelement 106
ausgebildet ist.
[0051] Die Figur 5 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Hand-Werkzeugmaschine 100 ohne Energiespeicher 114 (nicht gezeigt).
Das erste Gehäuseelement 106 und das zweite Gehäuseelement 108 bilden zusammen das
Gehäuse 102 und die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 trägt den Kontaktstiftträger
115, welcher mehrere Kontaktstifte 113A, 113B, 113C, ... umfasst.
[0052] Zusätzlich umfasst die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 das zwei parallel
angeordnete Führungsnuten 131A, 131B aufweisende Aufnahmeführungselement 116, welches
orthogonal zur Kontaktebene angeordnet ist.
[0053] Unterhalb der Energiespeicheraufnahmeschnittstelle 112 ist der Absaugstutzen 126
zum Anschliessen eines Staubsaugers gezeigt.
[0054] Die Figur 6 zeigt einen Ablaufplan für ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen
einer Hand-Werkzeugmaschine 100 gemäß einer der vorstehenden Ausführungsformen. Das
Verfahren umfasst die Schritte des Bereitstellens 200 des ersten Gehäuseelements 106
und des zweiten Gehäuseelements 108 mittels Spritzgießens, des Anordnens 310 der Antriebseinheit
104, des Ein-/Aus-Schalters 120 und des Kontaktstiftträgers 115 in dem ersten Gehäuseelement
106, und des Verschließens 400 des Gehäuses 102 mittels des zweiten Gehäuseelements
108.
[0055] Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Hand-Werkzeugmaschine miteinander kombinierbar sind. Keines der offenbarten Merkmale
schließt die Kombination mit einem anderen Merkmal aus und einzelne Merkmalskombinationen
stehen miteinander in Wechselwirkung und bilden synergetische Effekte aus.
1. Hand-Werkzeugmaschine (100), insbesondere Handschleifmaschine, umfassend
ein Gehäuse (102) zur Aufnahme einer Antriebseinheit (104) für die Hand-Werkzeugmaschine
(100), wobei
das Gehäuse (102) ein erstes Gehäuseelement (106) und ein zweites Gehäuseelement (108)
aufweist, welche an einer in Längsrichtung der Hand-Werkzeugmaschine (100) orientierten
Kontaktebene aneinander angrenzend angeordnet sind,
eine Energiespeicheraufnahmeschnittstelle (112) zur lösbaren Aufnahme zumindest eines
Energiespeichers (114), wobei die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle (112) ein Aufnahmeführungselement
(116) aufweist, welches quer zur Kontaktebene angeordnet ist, und wobei
das Aufnahmeführungselement (116) als integraler Bestandteil des ersten Gehäuseelements
(106) und/oder des zweiten Gehäuseelements (108) hergestellt ist.
2. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Abschnitt (116A) des Aufnahmeführungselements (116) als integraler Bestandteil
des ersten Gehäuseelements (106) und ein zweiter Abschnitt (116B) des Aufnahmeführungselements
(116) als integraler Bestandteil des zweiten Gehäuseelements (108) hergestellt ist.
3. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeführungselement (116) zumindest zwei parallel angeordnete Führungsnuten
(131A, 131B) aufweist.
4. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeführungselement (116) orthogonal zur Kontaktebene ausgebildet ist.
5. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebsachse (105) der Antriebseinheit (104) in der Kontaktebene liegt.
6. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktebene zumindest teilweise eine Symmetrieebene des Gehäuses (102) ausbildet.
7. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiespeicheraufnahmeschnittstelle (112) einen Kontaktstifte (113A, 113B,...)
tragenden Kontaktstiftträger (115) aufweist, wobei der Kontaktstiftträger (115) ausschließlich
durch jeweils integral mit dem ersten Gehäuseelement (106) und integral mit dem zweiten
Gehäuseelement (108) ausgebildete Aufnahmelager (118A, 118B) gehalten wird.
8. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hand-Werkzeugmaschine (100) einen Ein-/Aus-Schalter (120) aufweist, wobei der
Ein-/Aus-Schalter (120) durch jeweils integral mit dem ersten Gehäuseelement (106)
und integral mit dem zweiten Gehäuseelement (108) ausgebildete Aufnahmelager (122A,
122B) gehaltern wird.
9. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) einen Absaugstutzen (126) zum Anschliessen eines Staubsaugers umfasst,
wobei der Absaugstutzen (126) durch das erste Gehäuseelement (106) und das zweite
Gehäuseelement (108) ausgebildet ist.
10. Hand-Werkzeugmaschine (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Absaugstutzen (126) symmetrisch zur Kontaktebene des Gehäuses (102) ausgebildet
ist.