Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitszug zur Brandbekämpfung und/oder zur Personenrettung
und/oder zur Bearbeitung eines Gleises, umfassend zwei auf dem Gleis verfahrbare und
miteinander verbundene Schienenfahrzeuge, wobei ein Schienenfahrzeug ein Triebwagen
und das andere Schienenfahrzeug ein Flüssigkeitstankwagen ist.
Stand der Technik
[0002] Aus der
WO 2018/137871 A1 ist ein Arbeitszug bekannt, der aus zwei Triebwagen und einem dazwischen angeordneten
Flüssigkeitstankwagen gebildet ist. Dieser Arbeitszug ist insbesondere für die Brandbekämpfung
und Personenrettung in einem Tunnel vorgesehen. Dabei umfasst jeder Triebwagen eine
Mannschaftskabine oder einen Sanitätsraum zur Aufnahme und Versorgung verletzter Personen.
Darstellung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Arbeitszug der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, dass die Aufnahme und Verteilung von Personen vereinfacht
wird.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Abhängige
Ansprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.
[0005] Dabei umfasst ein Verbindungsbereich des Triebwagens und des Flüssigkeitstankwagens
einen Durchgang für Personen, der Flüssigkeitstankwagen umfasst in einem unteren Bereich
einen Flüssigkeitstank und über dem Flüssigkeitstank ist ein begehbarer Personenraum
angeordnet. Auf diese Weise können Personen zwischen dem Triebwagen und dem Flüssigkeitstankwagen
verkehren. Im Flüssigkeitstank ist beispielsweise Wasser zur Sprühnebelbildung oder
ein Löschmittel gespeichert. Insbesondere für Rettungs- oder Bedienpersonal besteht
die Möglichkeit, vom Triebwagen aus zu im Flüssigkeitstankwagen befindlichen Aggregaten
und Löscheinrichtungen zu gelangen, ohne das Gleis betreten zu müssen. Der Personenraum
im Flüssigkeitstank steht zudem für bei einem Zugsunglück gerettete Personen zur Verfügung.
[0006] Der Flüssigkeitstank ist vorteilhafterweise mit einem annähernd rechteckigen Querschnitt
ausgebildet. Damit steht bei einer flachen Bauweise ein großes Speichervolumen zur
Verfügung. Die flache Bauweise vergrößert die Bauhöhe des Personenraums bei gleichzeitiger
Einhaltung eines vorgegebenen Lichtraumprofils eines befahrenen Gleises.
[0007] In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Flüssigkeitstank mit einer Heizeinrichtung
gekoppelt, um die im Flüssigkeitstank gespeicherte Flüssigkeit zu temperieren. Auf
diese Weise ist der Arbeitszug universell einsetzbar. Beispielsweise kann unbehandeltes
Löschwasser auch bei tiefen Außentemperaturen über eine längere Zeitspanne hinweg
gespeichert werden.
[0008] Eine weitere Verbesserung sieht vor, dass der Flüssigkeitstankwagen einen auf zwei
Schienenfahrwerken abgestützten Fahrzeugrahmen umfasst und dass zwischen den Schienenfahrwerken
unterhalb des Flüssigkeitstanks eine Pumpeinrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise
wird der Raum zwischen den Schienenfahrwerken optimal genutzt, um mittels des Flüssigkeitstankwagens
Löschmittel mit einem vorgegebenen Betriebsdruck zur Verfügung zu stellen.
[0009] Dabei ist es günstig, wenn der Triebwagen und gegebenenfalls ein weiteres mit dem
Flüssigkeitstankwagen verbundenes Schienenfahrzeug Löscheinrichtungen aufweisen, die
über Leitungen an die Pumpeinrichtung angeschlossen sind. Die mit dem Flüssigkeitstankwagen
verbundenen Wägen benötigen somit keine eigenen Pumpen zur Förderung eines im Flüssigkeitstank
gespeicherten Löschmittels.
[0010] Vorteilhaft ist die Anordnung eines separaten Schaumtanks unterhalb des Flüssigkeitstanks
oder im Flüssigkeitstank. Damit ist im Flüssigkeitstank gespeichertes Löschwasser
bei Bedarf über eine Zudosiereinrichtung mit im Schaumtank mitgeführtem Schaummittel
mischbar. Auf diese Weise stehen mehrere Löschmittelarten zur Verfügung, um unterschiedliche
Brandherde bekämpfen zu können.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Durchgang zwischen dem Flüssigkeitstankwagen und dem Triebwagen
und gegebenenfalls zwischen dem Flüssigkeitstankwagen und einem weiteren Schienenfahrzeug
mit einer flexiblen Umhüllung nach außen hin abgesichert. Das erhöht die Personensicherheit.
Beispielsweise wird verhindert, dass versprühte Löschmittel oder Rauchgase in die
Durchgänge gelangt. Zudem ist ein problemloses Begehen während einer Fahrt mit hohen
Geschwindigkeiten möglich.
[0012] Eine Weiterbildung des Flüssigkeitstankwagens sieht vor, dass zwischen dem Durchgang
und dem Personenraum eine Stiege angeordnet ist zur Überwindung eines Höhenunterschieds
zwischen einem Bodenniveau des Durchgangs und einem höheren Bodenniveau des Personenraums.
Durch das höhere Bodenniveau des Personenraumes ist mehr Einbauraum für den Flüssigkeitstank
gegeben, wodurch die Speicherkapazität für Löschmittel steigt. Dabei ist es vorteilhaft,
wenn der Flüssigkeitstank unterhalb der Stiege eine abgestufte oder abgeschrägte Oberseite
aufweist. Die Form des Flüssigkeitstanks ist somit an die Stiege angepasst, mit einer
entsprechend optimierten Speicherkapazität.
[0013] Bei einer weiteren Verbesserung weist der Personenraum in Längsrichtung einen Gangbereich
auf, wobei beidseits des Gangbereichs Aufenthaltsbereiche angeordnet sind. Der mittige
Gangbereich ist vorteilhafterweise mit einer höheren Durchgangshöhe als der Aufenthaltsbereich
ausgebildet. Ermöglicht wird dies durch die höhere zulässige Raumhöhe im mittigen
Bereich eines einzuhaltenden Lichtraumprofils eines befahrenen Gleises. Auf diese
Weise nimmt der Personenraum insgesamt eine geringere Höhe in Anspruch, sodass mehr
Bauhöhe für den darunter angeordneten Flüssigkeitstank zur Verfügung steht.
[0014] Für einen flexibleren Einsatz des Arbeitszugs ist es von Vorteil, wenn der Flüssigkeitstankwagen
mit einem weiteren Schienenfahrzeug verbunden ist, mit einem weiteren Durchgang für
Personen im Verbindungsbereich. Beispielsweise ist ein weiterer Wagen mit einem Personenaufenthaltsraum
und/oder einem Lagerraum angeordnet. Das weitere Schienenfahrzeug kann auch als zweiter
Triebwagen ausgebildet sein, sodass sich für den Arbeitszug insgesamt ein höheres
Traktionsvermögen ergibt.
[0015] Günstigerweise sind dabei der Triebwagen und das weitere Schienenfahrzeug über den
Personenraum des Flüssigkeitstankwagens und die Durchgänge für Personen zugänglich.
Damit können auch bei drei miteinander verbundenen Schienenfahrzeugen Personen geschützt
zwischen den Wagen verkehren, ohne das Gleis betreten zu müssen. Das ist insbesondere
auf Strecken mit Gegenverkehr, bei Engstellen und in Tunneln von Vorteil.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- Arbeitszug in Seitenansicht
- Fig. 2
- Flüssigkeitstankwagen in Schrägansicht ohne Dach
- Fig. 3
- Flüssigkeitstankwagen von schräg oben ohne Dach
- Fig. 4
- Querschnitt durch Flüssigkeitstankwagen
- Fig. 5
- Seitenansicht des Flüssigkeitstankwagens
- Fig. 6
- Draufsicht des Flüssigkeitstankwagens
Beschreibung der Ausführungsformen
[0017] Ein in Fig. 1 dargestellter Arbeitszug 1 umfasst in der Mitte einen Flüssigkeitstankwagen
2, der an einer Stirnseite mit einem Triebwagen 3 und an der anderen Stirnseite mit
einem weiteren Schienenfahrzeug 4 verbunden ist. Die drei miteinander verbundenen
Schienenfahrzeuge 2, 3, 4 weisen jeweils einen Fahrzeugrahmen 5 auf, welcher auf Schienenfahrwerken
6 auf einem Gleis 7 verfahrbar ist.
[0018] Der Triebwagen 3 umfasst einen Führerstand 8 und einen vom Gleis 7 über eine Türe
9 zugänglichen Nutzraum für Betriebspersonal, Aggregate und Material. Das weitere
Schienenfahrzeug 4 ist beispielsweise als zweiter Triebwagen ausgebildet und umfasst
ebenfalls einen Führerstand 8 und einen von außen zugänglichen Nutzraum. Alternativ
dazu kann das weitere Schienenfahrzeug 4 als Materialwagen oder Personenwagen ausgebildet
sein.
[0019] In einer einfachen Ausprägung ist der Flüssigkeitstankwagen 2 lediglich mit einem
Triebwagen 3 verbunden. An der vom Triebwagen 3 abgewandten Stirnseite des Flüssigkeitstankwagens
2 ist dann ebenfalls ein Führerstand 8 sinnvoll. Auf diese Weise ist der aus zwei
Wägen 2, 3 bestehende Arbeitszug 1 vorschriftsmäßig in beide Richtungen verfahrbar.
Dieser zusätzliche Führerstand 8 des Flüssigkeitstankwagens 2 weist vorteilhafterweise
eine stirnseitige Türe 9 auf.
[0020] Bei einer Ausprägung als Lösch- und Rettungsfahrzeug sind auf den Führerständen 8
Löscheinrichtungen 10 angeordnet. Weitere Löscheinrichtungen 10 können auch am Flüssigkeitstankwagen
2 angebracht sein. Für eine Brandbekämpfung ist den Löscheinrichtungen 10 ein im Flüssigkeitstankwagen
2 mitgeführtes Löschmittel zugeführt. Das Volumen eines im Flüssigkeitstankwagen 2
angeordneten Flüssigkeitstanks 11 umfasst dabei mehrere Kubikmeter, um beispielsweise
einen Brand in einem Tunnel ohne äußere Zufuhr von zusätzlichem Löschmittel löschen
zu können.
[0021] In einer Ausprägung als Arbeitszug für Gleisbauarbeiten ist das weitere Schienenfahrzeug
4 als Gleisbaumaschine ausgebildet. Bei Gleisbauarbeiten wie Gleisstopfen oder Schotterreinigen
kommt es zu starker Staubbildung, die mit einem Sprühnebel vermindert werden kann.
In diesem Fall wird der Flüssigkeitstankwagen 2 genutzt, um Flüssigkeit zur Erzeugung
eines Sprühnebels bereitzustellen. Auch hier beträgt das Volumen des Flüssigkeitstanks
11 einige Kubikmeter, um für eine Arbeitsschicht genügend Flüssigkeit vorrätig zu
haben.
[0022] Die einzelnen Schienenfahrzeugen 2, 3, 4 sind entweder mit permanenten oder lösbaren
Verbindungen 12 verbunden. Beim Einsatz permanenter Verbindungen 12 sind die Schienenfahrzeuge
2, 3, 4 nur für Wartungszwecke oder zur Zusammenstellung eines neuen Arbeitszugs 1
trennbar. Ansonsten bildet der Arbeitszug 1 eine Einheit aus den miteinander verbunden
Schienenfahrzeugen 2, 3, 4. Bei lösbaren Verbindungen 12 sind die Schienenfahrzeuge
2, 3, 4 mit Kupplungen verbunden, welche durch Bahnpersonal am Gleis 7 lösbar sind.
Der Flüssigkeitstankwagen 2 kann somit jederzeit in einen anderen Arbeitszug 1 eingegliedert
werden.
[0023] Erfindungsgemäß ist in einem Verbindungsbereich 13 des Flüssigkeitstankwagens 2 und
des Triebwagens 3 ein Durchgang 14 für Personen vorgesehen. Dieser Durchgang 14 ist
günstigerweise mit einer flexiblen Umhüllung 29 nach außen hin abgesichert. Der Verbindungsbereich
13 des Flüssigkeitswagens 2 und des weiteren Schienenfahrzeugs 4 ist in entsprechender
Weise ausgebildet.
[0024] Ein vorteilhafter Aufbau des Flüssigkeitstankwagens 2 wird mit Bezug auf die Figuren
2 bis 6 erläutert, wobei in den Figuren 2 und 3 zur besseren Veranschaulichung das
Dach weggelassen wurde. Der Fahrzeugrahmen 5 umfasst Längsträger 15, 16 und Querträger
17 und ist auf zwei Schienenfahrwerken 6 abgestützt, die vorzugsweise als zweiachsige
oder dreiachsige Drehgestelle ausgebildet sind. Bei einer dreiachsigen Ausführung
ist bei gleichbleibenden Radlasten ein größeres Flüssigkeitstankvolumen erzielbar.
[0025] Der Fahrzeugrahmen 5 trägt den Flüssigkeitstank 11 und verteilt die Gewichtskräfte
auf die Schienenfahrwerke 6. Der Flüssigkeitstank 11 nimmt die gesamte Breite des
Wagens 2 ein und weist nahezu über seine gesamte Länge einen annähernd rechteckigen
Querschnitt auf. Lediglich stirnseitig ist in einem mittigen Bereich eine abgestufte
oder abgeschrägte Oberseite 18 des Flüssigkeitstanks 11 vorgesehen, um Raum für eine
jeweilige Stiege 19 zu schaffen.
[0026] Zudem ist es günstig, wenn äußere Längsträger 15 des Fahrzeugrahmens 5 einen höheren
Querschnitt aufweisen als innere Längsträger 16. Der Flüssigkeitstank 11 liegt dabei
auf den inneren Längsträgern 16 und den Querträgern 17 auf. Eine seitliche Abstützung
des Flüssigkeitstanks 11 erfolgt über abgestuften Längskanten 20 an den äußeren Längsträgern
15.
[0027] Die Höhe des Flüssigkeitstanks 11 richtet sich nach einer zulässigen Gesamthöhe des
Wagens 2 abzüglich einer vorgesehenen Raumhöhe eines darüber angeordneten Personenraums
21. Dieser Personenraum 21 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des
Wagens 2 und ist in einen mittigen Gangbereich 22 und seitliche Aufenthaltsbereiche
23 gegliedert.
[0028] Der Gangbereich 22 ist jeweils stirnseitig über eine Stiege 19 von den Durchgängen
14 aus erreichbar. Somit bildet der Personenraum 21 für den gesamten Arbeitszug 1
sowohl eine Durchgangsmöglichkeit als auch eine Aufenthaltsmöglichkeit. Dabei ist
es vorteilhaft, wenn ein Bodenniveau des Gangbereichs 22 gegenüber einem Bodenniveau
der Aufenthaltsbereiche 23 abgesenkt ist. Entsprechend weist der Flüssigkeitstank
11 unterhalb des Gangbereichs 22 eine Einstülpung 24 auf. Damit werden die Raumhöhe
des Gangbereichs 22 und das Volumen des Flüssigkeitstanks 11 optimiert, ohne die Gesamthöhe
des Wagens 2 zu ändern.
[0029] Die beidseits des Gangbereichs 22 angeordneten Aufenthaltsbereiche 23 sind sinnvollerweise
mit Sitzbänken 24 ausgestattet. Somit bestehen hier geringere Anforderungen an die
Raumhöhe. Durch die Ausprägung als Sitzbereich erfolgt auch unterhalb eines abgeschrägten
Wagendachs eine optimale Nutzung des vorhandenen Wagenraums.
[0030] An jeder Stirnseite des Flüssigkeitswagens 2 ist eine Durchgangsöffnung 26 für Personen
angeordnet. Sinnvollerweise ist die jeweilige Durchgangsöffnung 26 bei abgekoppeltem
Flüssigkeitswagen 2 mittels einer Türe 9 verschließbar. Zudem ist die jeweilige Durchgangsöffnung
26 unten durch eine Trittplatte 27 begrenzt. Seitlich und oben dient ein flexibler
Durchgangsrahmen 28 als Begrenzung. Im Arbeitszug 1 bilden die Durchgangsrahmen 28
der jeweils miteinander verbundenen Wagen 2, 3, 4 gemeinsam mit den Trittplatten 27
die flexible Umhüllung 29 des jeweiligen Durchgangs 14.
[0031] Zwischen den Schienenfahrwerken 6 ist unterhalb des Flüssigkeitstanks 11 eine Pumpeinrichtung
30 angeordnet. Die Pumpeinrichtung 30 umfasst zumindest eine Pumpe, die mit einer
Halterung am Fahrzeugrahmen 5 montiert ist. Über Versorgungsleitungen ist die Pumpeinrichtung
30 an eine im Triebwagen 3 angeordnete Energieversorgung angeschlossen. Alternativ
dazu umfasst der Flüssigkeitstankwagen 2 selbst eine Energieversorgung, beispielsweise
eine Motor-Generator-Einheit mit eigenem Kraftstofftank. In diesem Fall ist die Pumpeinrichtung
30 auch ohne Eingliederung des Flüssigkeitstankwagens 2 in den Arbeitszug 1 betreibbar.
Beispielsweise kann im abgestellten Zustand ein Befüllen des Flüssigkeitstanks 11
mittels der Pumpeinrichtung 30 erfolgen.
[0032] Die Energieversorgung ist zudem nutzbar, um eine mit dem Flüssigkeitstank 11 gekoppelte
Heizeinrichtung 31 zu versorgen. Beispielsweise ist im Flüssigkeitstank 11 eine Heizspirale
angeordnet, die über einen Wandler an ein Bordnetz angeschlossen ist. Damit wird der
Inhalt des Flüssigkeitstanks 11 auch bei Außentemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes
frostfrei gehalten. Sinnvoll ist dabei eine zusätzliche Wärmedämmung des Flüssigkeitstanks
11, beispielsweise mit einer doppelwandigen Ausführung und dazwischen angeordnetem
Dämmmaterial.
[0033] Über Pumpleitungen ist die Pumpeinrichtung 30 mit dem Flüssigkeitstank 11 und mit
den am Arbeitszug 1 angeordneten Aggregaten verbunden. Das sind entweder Löscheinrichtungen
10 oder sonstigen Aggregate, die den gespeicherten Flüssigkeitstankinhalt für Einsätze
am Gleis 7 nutzen. Zudem sind in den Leitungsverbindungen fernsteuerbare Ventile angeordnet.
Beispielsweise ist der Flüssigkeitstank 11 durch eine Ventilbetätigung über die Pumpeinrichtung
30 mit einem Füllstutzen verbindbar.
[0034] Unterhalb des Flüssigkeitstanks 11 ist vorteilhafterweise ein Schaumtank 32 zur Bildung
eines Schaumlöschmittels angeordnet. Alternativ dazu kann der Schaumtank 32 auch als
separater Tank innerhalb des Flüssigkeitstanks 11 untergebracht sein. Im Einsatzfall
wird im Flüssigkeitstank 11 mitgeführtes Löschwasser mittels einer Zudosiereinrichtung
33 mit Schaummittel aus dem Schaumtank 32 vermischt. Das resultierende Schaumlöschmittel
wird über Leitungen zu den Löscheinrichtungen 10 gepumpt. Dabei ist die Pumpeinrichtung
30 dazu eingerichtet, die Leitungen nach einem Schaumlöschmitteleinsatz mittels Wasser
zu spülen, um Ablagerungen in den Leitungen zu vermeiden.
1. Arbeitszug (1) zur Brandbekämpfung und/oder zur Personenrettung und/oder zur Bearbeitung
eines Gleises (7), umfassend zwei auf dem Gleis (7) verfahrbare und miteinander verbundene
Schienenfahrzeuge, wobei ein Schienenfahrzeug ein Triebwagen (3) und das andere Schienenfahrzeug
ein Flüssigkeitstankwagen (2) ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verbindungsbereich (13) der beiden Schienenfahrzeuge (2, 3) einen Durchgang (14)
für Personen umfasst, dass der Flüssigkeitstankwagen (2) in einem unteren Bereich
einen Flüssigkeitstank (11) umfasst und dass über dem Flüssigkeitstank (11) ein begehbarer
Personenraum (21) angeordnet ist.
2. Arbeitszug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitstank (11) mit einer Heizeinrichtung (31) gekoppelt ist, um die im
Flüssigkeitstank gespeicherte Flüssigkeit zu temperieren.
3. Arbeitszug (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitstankwagen (2) einen auf zwei Schienenfahrwerken (6) abgestützten
Fahrzeugrahmen (5) umfasst und dass zwischen den Schienenfahrwerken (6) unterhalb
des Flüssigkeitstanks (11) eine Pumpeinrichtung (30) angeordnet ist.
4. Arbeitszug (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Triebwagen (3) und gegebenenfalls ein weiteres mit dem Flüssigkeitstankwagen
(2) verbundenes Schienenfahrzeug (4) Löscheinrichtungen (10) aufweisen, die über Leitungen
an die Pumpeinrichtung (30) angeschlossen sind.
5. Arbeitszug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Flüssigkeitstanks (11) oder im Flüssigkeitstank (11) ein separater
Schaumtank 31 angeordnet ist.
6. Arbeitszug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang (14) mit einer flexiblen Umhüllung (29) nach außen hin abgesichert
ist.
7. Arbeitszug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Durchgang (14) und dem Personenraum (21) eine Stiege (19) angeordnet
ist zur Überwindung eines Höhenunterschieds zwischen einem Bodenniveau des Durchgangs
(14) und einem höheren Bodenniveau des Personenraums (21).
8. Arbeitszug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Personenraum (21) in Längsrichtung einen Gangbereich (22) aufweist und dass beidseits
des Gangbereichs (22) Aufenthaltsbereiche (23) angeordnet sind.
9. Arbeitszug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitstankwagen (2) mit einem weiteren Schienenfahrzeug (4) verbunden ist,
mit einem weiteren Durchgang (14) für Personen im Verbindungsbereich (13).
10. Arbeitszug (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Triebwagen (3) und das weitere Schienenfahrzeug (4) über den Personenraum (21)
des Flüssigkeitstankwagens (2) und die Durchgänge (14) für Personen zugänglich sind.