Technisches Feld
[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung, die als Mischprodukt aus Papier und Kunststoff
hergestellt ist.
Hintergrund
[0002] Wird eine solche eingangs erwähnte Verpackung z.B. zum Transport von Nahrungsmittel
für Tier und Mensch verwendet, kommt gegenwärtig oft ein Materialmix aus Papier und
Kunststoff zur Anwendung. Mit beiden Materialien gehen unterschiedliche Eigenschaften
einher, die einerseits die Herstellung der Verpackung und andererseits die Verpackung
selbst betreffen. So lässt sich bahnförmiges Papier gut auf Blockboden-Beutelmaschinen
zu einem sogenannten Blockbodenbeutel verarbeiten und mit relativ wenig Aufwand bedrucken.
Papier weist jedoch nur ungenügende Barriere-Eigenschaften für Verpackungsanwendungen
auf, bei denen das Packgut z.B. feucht und/oder fett ist oder auch Gerüche absondert.
Gleiches gilt für den Schutz des Packguts vor Umwelteinflüssen. Um die erforderlichen
Barriere-Eigenschaften zu erhalten, kommt üblicherweise ein mit Kunststoff extrusionsbeschichtetes
Papier oder ein Papier mit einer aufkaschierten Kunststofffolie zum Einsatz.
[0003] Diese gängigen, sogenannten Mischprodukt-Verpackungen erlauben jedoch keine, insbesondere
ökologische, sortenreine Trennung, Entsorgung oder Wiederverwertung der Papier- bzw.
Kunststoffkomponenten der Verpackung.
[0004] Die Erfindung hat sich vor diesem Hintergrund die Aufgabe gestellt, eine Verpackung
bereitzustellen, bei der die vorangehend erörterten Probleme überwunden sind. Insbesondere
soll die Verpackung eine weitestgehend sortenreine Trennung von Papier und Koststoff
ermöglichen, um diese Materialien einer separaten Wiederverwertung zuführen zu können.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Verpackung gemäß Anspruch 1 gelöst. Der Gegenstand
der Erfindung ist daher eine Verpackung, insbesondere ein Blockbodenbeutel, wobei
besagte Verpackung einen Bodenbereich und einen Kopfbereich und einen dazwischen verlaufenden
Seitenbereich aufweist und die Verpackung eine Innenlage aus einem ersten Verpackungsmaterial
und eine Außenlage aus einem zweiten Verpackungsmaterial aufweist, wobei im Bodenbereich
die Innenlage und die Außenlage miteinander verbunden, insbesondere verklebt, sind
und benachbart zu dem Bodenbereich in dem Seitenbereich die Innenlage losgelöst von
der Außenlage hin zu dem Kopfbereich verläuft und benachbart zu dem Bodenbereich in
der Außenlage eine Separierungseinrichtung ausgebildet ist, die zum Separieren der
Außenlage von dem Bodenbereich dient.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung gemäß Anspruch
6 gelöst. Der Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum Herstellen einer
Verpackung, insbesondere eines Blockbodenbeutels, wobei die Verpackung einen Bodenbereich
und einen Kopfbereich und einen dazwischen verlaufenden Seitenbereich aufweist, wobei
gemäß dem Verfahren eine Innenlage aus einem ersten Verpackungsmaterial und eine Außenlage
aus einem zweiten Verpackungsmaterial einander angenähert werden, bevorzugt in Form
von zwei Materialbahnen, und vor dem Zusammenführen der Innenlage und der Außenlage
in der Außenlage benachbart zu jenem Bereich, der zur Bildung des Bodenbereichs vorgesehen
ist, eine Separierungseinrichtung in jenem Bereich, der zur Bildung des Seitenbereichs
vorgesehen ist, ausgebildet wird, und zwischen die Innenlage und die Außenlage ein
Klebstoff an jenem Bereich eingebracht wird, der zur Bildung des Bodenbereichs vorgesehen
ist und dort die Innenlage mit der Außenlage verklebt werden.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Verpackung ist der Vorteil erhalten, dass sich abgesehen
von dem relativ kleinen Bodenbereich ein wesentlicher Teil der Verpackung in seine
beiden Lagen, aus denen die Verpackung aufgebaut ist, zerlegen lässt. Die so voneinander
separierten Lagen lassen sich getrennt voneinander in die dafür zur Verfügung stehenden
Entsorgung- und ggf. auch Wiederverwertungsprozesse einbringen. Lediglich der relativ
geringe Verpackungsanteil des Bodenbereichs muss ggf. separat entsorgt werden, weil
dort eine im wesentliche dauerhafte Verbindung zwischen der Innenlage und der Außenlage
vorliegt.
[0008] Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung.
[0009] Bevorzugt besteht die Innenlage aus einer Kunststofffolie oder einem Kunststoff-Folienverbund.
Auch ist eine Kombination aus einer metallischen Schicht bzw. solchen Schichten und
Kunststoff(schicht(en)) einsetzbar. Dies erlaubt den Einsatz von einer auf den jeweiligen
Anwendungszweck optimierten Barriere-Schicht, insbesondere realisiert durch eine Kunststofffolie,
die in direktem Kontakt mit dem Packgut stehen und dort ihre speziellen Barriere-Eigenschaften
entfalten. Auch kann die Eigenschaft der Innenlage durch die spezielle Schicht-Materialauswahl
auf Durchstoßfestigkeit optimiert sein.
[0010] Die Außenlage besteht bevorzugt aus Papier oder einem Papierverbund, z.B. aus mehreren
oder unterschiedlichen Papierlagen, die eben oder in sich geformt bzw. strukturiert
sein können.
[0011] Vorstellbar sind jedoch auch andere Anordnungen, wie z.B. eine Kunststofffolie an
der Außenlage und Papier als Innenlage. Dies kann dann von Interesse sein, wenn z.B.
der Kontakt von Kunststoff mit dem Packgut zu vermeiden ist.
[0012] Anstelle von Papier kann natürlich auch Karton zum Einsatz kommen.
[0013] Papier als Außenlage kann auch Aussparungen, Öffnungen bzw. Fenster aufweisen.
[0014] Die Separierungseinrichtung kann beispielsweise durch eine in die Außenlage integrierte
Aufreißlasche bzw. einen Aufreißfaden oder auch durch eine z.B. mit Hilfe eines Prägewerkzeugs
hergestellte Materialschwächung gebildet sein. Bevorzugt ist sie jedoch als Aufreißperforation
in der Außenlage realisiert, weil dies eine technisch zuverlässige und kostengünstige
Lösung ist, die zugleich auch für den Benutzer möglichst einfach zu verwenden ist.
[0015] Am Kopfbereich kann die Außenlage losgelöst von der Innenlage vorliegen, und zwar
insbesondere dann, wenn bei der Befüllung der Verpackung nicht die Gefahr besteht,
dass Packgut zwischen die Außenlage und die Innenlage eindringen kann. Soll dies in
jedem Fall vermieden werden, ist es von Vorteil, wenn in dem Kopfbereich die Innenlage
mit der Außenlage verbunden ist. Diese Verbindung kann durch Hitzeeinwirkung und Anpressen
der Kunststofffolie als Innenlage an die Papier-Außenlage erfolgen. Bevorzugt wird
hierfür jedoch ein Klebstoff zwischen die Innenlage und die Außenlage eingebracht,
sodass die beiden Lagen im Kopfbereich miteinander verklebt sind.
[0016] Nach der Befüllung der Verpackung kann diese durch Umschlagen eines Teils des Kopfbereichs
verschlossen werden. Auch kann der Kopfbereich vollständig verschlossen sein, was
z.B. durch ein Hitzeversiegeln der aneinander anliegenden Flächen der Kunststoff-Innenlage
oder auch durch ein Verkleben mit Klebstoff realisierbar ist.
[0017] Bei der Herstellung der Verpackung kann das nachfolgend erörterte Herstellungsverfahren,
insbesondere zum Herstellen eines Blockbodenbeutels, zum Einsatz kommen. Wie erörtert
weist die fertig hergestellte Verpackung einen Bodenbereich und einen Kopfbereich
und einen dazwischen verlaufenden Seitenbereich auf. Gemäß dem Verfahren wird eine
Innenlage aus einem ersten Verpackungsmaterial und eine Außenlage aus einem zweiten
Verpackungsmaterial einander angenähert, bevorzugt in Form von zwei Materialbahnen,
die von Speicherrollen abgewickelt werden.
[0018] Vor dem Zusammenführen der Innenlage und der Außenlage wird in der Außenlage benachbart
zu jenem Bereich, der zur Bildung des Bodenbereichs vorgesehen ist, die Separierungseinrichtung
in jenem Bereich, der zur Bildung des Seitenbereichs vorgesehen ist, eingearbeitet.
Weiterhin wird zwischen die Innenlage und die Außenlage Klebstoff an jenem Bereich
eingebracht, der zur Bildung des Bodenbereichs vorgesehen ist. Mit Hilfe des Klebstoffs,
der je nach Anordnung oder Verfahrensführung entweder auf der Seite der Innenlage,
die der Außenlage zugewandt ist, aufgebracht wurde oder andernfalls auf der Seite
der Außenlage, die der Innenseite zugewandt ist, aufgebracht wurde oder auf beiden
Lagen auf den einander zugewandten Seiten aufgebracht wurde, wird dort wo sich der
Kleber befindet die Innenlage mit der Außenlage verklebt. Dies kann auch als Streifenverklebung
bezeichnet werden. Der Kleber kann dabei vollflächig, punktförmig, rasterförmig, streifenförmig
oder auch lamellenförmig usw. im besagten Bereich aufgebracht werden.
[0019] Sollen die Außenlage und die Innenlage auch im Kopfbereich wie erörtert miteinander
verbunden werden, ist es von Vorteil, wenn vor dem Zusammenführen der Innenlage und
der Außenlage Klebstoff an jenem Bereich eingebracht wird, der zur Bildung des Kopfbereiches
vorgesehen ist, und dort die Innenlage mit der Außenlage verklebt wird. Auch hierfür
kann eine der im vorangehen Absatz angeführten Maßnahmen zur Anwendung kommen.
[0020] Die Streifen aus Klebstoff verlaufen im Bodenbereich, ggf. auch im Kopfbereich, quer
zu einer Bahnrichtung, entlang der die Innenlage und die Außenlage von ihren Speicherrollen
abgewickelt werden.
[0021] Die derart streifenförmig unter Freilassung des Seitenbereichs miteinander verbundene
Innen- und Außenlage werden in weiterer Folge maschinell aus dem nunmehr vorliegenden
Verbund aus Außenlagen-Bahn und Innenlagen-Bahn auf Verpackungslänge abgetrennt. In
weiterer Folge wird besagter Verbund maschinell durch Legen und durch Herstellen einer
verklebten Längsnaht in die Form der Verpackung gebracht. Dabei wird auch der dicht
verschlossener Bodenbereich durch Verkleben der dort übereinander gelegten Teile der
miteinander verbundenen Innen- und Außenlage erzeugt.
[0022] Gemäß dem Verfahren kann nach einem der vorangehenden Verfahrensschritte die Verpackung
in ihrem Kopfbereich nach der Befüllung mit einem Packgut dicht verschlossen bzw.
verklebt werden.
[0023] Bei der Verwendung der Verpackung bei einem Benutzer muss dieser die Verpackung zunächst
öffnen. Dies kann bevorzugt durch ein Wegschneiden des Kopfbereiches mit Hilfe eines
Schneidwerkzeugs, wie etwa einer Schere, erfolgen. Um die Schnittführung zu lenken,
kann die Verpackung an ihrer Außenlage eine Markierung aufweisen, die dem Benutzer
anzeigt, wo er sein Schneidwerkzeug einsetzen muss, damit der Kopfbereich vollständig
weggeschnitten werden kann. So ist sichergestellt, dass die Innenlage und die Außenlage
am oberen Ende der geöffneten Verpackung nicht mehr miteinander verklebt sind und
separat voneinander gegriffen werden können. Dieser weggeschnittene Streifen des Kopfbereiches
ist üblicherweise relativ klein im Vergleich zum Rest der Verpackung und daher im
Abfallaufkommen zu vernachlässigen.
[0024] Sobald die Verpackung entleert wurde kann sich der Benutzer dem Aspekt der Zuführung
der Verpackungskomponenten zu einem Recyclingsystem widmen, das im häuslichen wie
auch öffentlichen Umfeld üblicherweise aus einem separaten Behälter für Papier und
einem Behälter für Kunststoff besteht. Um nun die Außenlage von der Innenlage zu trennen
muss der Benutzer die Verpackung lediglich mit der einen Hand am Bodenbereich und
mit der anderen Hand am Kopfbereich an der Außenlage fassen und die beiden Hände voneinander
wegbewegen. Dabei trennt sich die Außenlage planmäßig entlang der Aufreißperforation
vom Bodenbereich. Nach Beendigung des Separierungsprozesses hält der Benutzer die
Außenlage in der einen und die Innenlage mit dem Bodenbereich in der anderen Hand,
was eine erhebliche Erleichterung in der weiteren Handhabung mit sich bringt, da er
in weiterer Folge die beiden separierten Verpackungsteile sofort in die dafür vorgehenden
Recyclingbehälter entsorgen kann.
[0025] Diese und weitere Aspekte der Erfindung ergeben sich durch die nachfolgend erörterten
Figuren.
Figurenkurzbeschreibung
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand
von Ausführungsbeispielen noch einmal näher erläutert, auf welche die Erfindung jedoch
nicht beschränkt ist. Dabei sind in den verschiedenen Figuren gleiche Komponenten
mit identischen Bezugszeichen versehen. Es zeigen auf schematische Weise:
- Fig. 1
- einen kopfseitig offenen Blockbodenbeutel gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Blockbodenbeutel gemäß der Figur 1;
- Fig. 3
- den Blockbodenbeutel 1 gemäß der Figur 1 mit verschlossenem Kopfbereich;
- Fig. 4
- ein ebenes Zwischenprodukt für die Herstellung des Blockbodenbeutels gemäß der Figur
1.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0027] In der Figur 1 ist ein Blockbodenbeutel 1 dargestellt, der eine Innenlage 2 aus einer
Kunststofffolie und eine Außenlage 3 aus Papier aufweist. Deutlich zu sehen ist eine
hintere Falte 4 und eine vordere Falte 5 sowie ein Kopfbereich 5, der eine Einfüll-
bzw. Entnahmeöffnung peripher einfasst, und ein durch Verkleben der zuvor gefalteten
Wandbereiche hermetisch verschlossener und eben ausgebildeter Bodenbereich 6. Zwischen
dem Kopfbereich 5 und dem Bodenbereich 6 verläuft ein Seitenbereich 7. Der Seitenbereich
7 verläuft bis hin zur Kante, an welcher der Bodenbereich 6 beginnt.
[0028] Zirka fünf Millimeter oberhalb des Bodenbereiches 6 weist die Außenlage 3 eine umfangsseitig
sich entlang des gesamten Seitenbereichs 7 erstreckende Aufreißperforation 8 (ein-
oder doppelbahnig) als Separierungseinrichtung auf. Die Separierungseinrichtung sollte
sinnvollerweise in einem Bereich von einigen Millimeter bis hin zu ca. drei Zentimeter
oberhalb des Bodenbereichs 6 lokalisiert sein, um einen möglichst großen Anteil der
Außenlage 3 von dem Bodenbereich 6 loslösen zu können.
[0029] Im Gegensatz zur Außenlage 3 ist die Innenlage 2 vollflächig ausgebildet und dient
als Barriere gegen Fett und Feuchtigkeit.
[0030] In der Figur 2 ist eine Schnittdarstellung des in der Figur 1 dargestellten Blockbodenbeutels
1 visualisiert, wobei eine in der Figur 1 dargestellte Schnittebene den Blockbodenbeutel
1 entlang der beiden größeren Seitenwänden des Seitenbereichs 7 schneidet. Die Figur
2 zeigt die Schnittdarstellung in Blickrichtung gemäß dem in der Figur 1 dargestellten
Pfeil P, der normal auf die Schnittebene orientiert ist. Die Richtung des Pfeils P
ist mit Hilfe eines kartesischen Koordinatensystems aus X- und Y-Achse festgelegt,
wobei die beiden Achsen X und Y in der Schnittebene verlaufen und der Pfeil P normal
auf beiden Achsen X und Y in Richtung der Schnittebene orientiert ist. Dort, wo die
beiden größeren Seitenflächen des Seitenbereiches 7 durch die Schnittebene geschnitten
werden, sind zur Visualisierung dieses Sachverhalts Schnittlinien S dargestellt. Folglich
ist in der Figur 2 nur die hintere Falte 4 sichtbar.
[0031] Weiterhin zeigt die Figur 2 in stark verzerrten Proportionen, dass die Innenlage
2 und die Außenlage 3 im Kopfbereich 5 mit Hilfe eines Klebstoffs 9 miteinander verklebt
sind. Diese Verklebung erstreckt sich entlang des gesamten Umfangs des Kopfbereichs
5 und stellt sicher, dass beim Befüllen des Blockbodenbeutels 1 mit Packgut das Packgut
nicht zwischen die Innenlage 2 und die Außenlage 3 eindringen kann. Ebenso ist auch
im Bodenbereich die Außenlage 3 im Wesentlichen flächenhaft mit Hilfe des Klebstoffs
9 verklebt. Deutlich zu sehen ist in der Figur 2 auch, dass die Innenlage 2 und die
Außenlage 3 im Seitenbereich 7 nicht miteinander verklebt sind, sondern losgelöst
voneinander vorliegen.
[0032] Abschließend sei noch erwähnt, dass die strich-punktierte Linie 10 die untere Grenze
des Kopfbereiches 5, also die Grenze der Verklebungszone andeutet. Benachbart dazu
kann auf der Außenlage eine Hilfslinie 11 oder dergleichen visualisiert sein, die
es dem Benutzer erlaubt den Kopfbereich 5 mit einer Schere abzutrennen und den darunterliegenden
Packgutraum kopfseitig zu öffnen. Eine solche Hilfslinie 11 ist auf die Außenlage
3 aufgedruckt und in der Figur 3 dargestellt, wobei die Figur 3 den Blockbodenbeutel
1 mit verschlossenem Kopfbereich 5 zeigt. Der Kopfbereich 5 wurde hier durch Heiß-Versiegeln
von aneinander gedrückten Bereichen der Innenlage 2 hermetisch verschlossen.
[0033] In der Figur 4 ist ein Zwischenprodukt 12, das zur Herstellung des Blockbodenbeutels
1 erzeugt wird, dargestellt. Hierbei handelt es sich um die Innenlage 2 und die Außenlage
3, die eben aneinander liegend an jenen Bereichen mit Hilfe des besagten Klebstoffes
9 streifenförmig miteinander verklebt sind, an denen in einem späteren Arbeitsschritt
auf einer Blockbodenbeutel-Herstellungsmaschine der Kopfbereich 5 und der Bodenbereich
6 erzeugt wird. Deutlich zu sehen ist hier wieder die Aufreißperforation 8, die vor
dem Verkleben der Innenlage 2 mit der Außenlage 3 in der Außenlage 3 erzeugt wurde.
Die strichpunktierten Linien 10 markieren wieder die Grenzen der Ausbreitung des Klebstoffs
9, der zwischen die Innenlage 2 und die Außenlage 3 eingebracht wurde. Dies ist hier
mit Hilfe von Kreuzen bzw. Sternen angedeutet.
[0034] Bei der Verwendung des Blockbodenbeutels 1 wird zunächst der Kopfbereich 5 entlang
der Hilfslinie 11 abgeschnitten. Dann kann das Packgut entnommen werden und nach Entleerung
des Blockbodenbeutels 1 die Außenlage 3 entlang der Aufreißperforation 8 vom Bodenbereich
6, also von einem Großteil der Innenlage 2 abgetrennt und separat davon entsorgt bzw.
wiederverwertet werden.
[0035] Abschließend sei noch erwähnt, dass die umfangsseitig geschlossene Form des Blockbodenbeutels
1 mit Hilfe einer in den Figuren nicht explizit dargestellten Längsnaht erhalten ist,
mit deren Hilfe die Längsränder des Zwischenprodukts 12 leicht überlappend aneinander
geklebt werden, so dass eine röhrenförmige Grundform des Blockbodenbeutels 1 erhalten
ist.
[0036] Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorangehend
detailliert beschriebenen Figuren nur um Ausführungsbeispiele handelt, welche vom
Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden können, ohne den Bereich der
Erfindung zu verlassen. Es wird der Vollständigkeit halber auch darauf hingewiesen,
dass die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine" nicht ausschließt,
dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.
1. Verpackung (1), insbesondere ein Blockbodenbeutel, wobei besagte Verpackung (1) einen
Bodenbereich (6) und einen Kopfbereich (5) und einen dazwischen verlaufenden Seitenbereich
(7) aufweist und die Verpackung eine Innenlage (2) aus einem ersten Verpackungsmaterial
und eine Außenlage (3) aus einem zweiten Verpackungsmaterial aufweist, wobei im Bodenbereich
(6) die Innenlage (2) und die Außenlage (3) miteinander verbunden, insbesondere verklebt,
sind und benachbart zu dem Bodenbereich (6) in dem Seitenbereich (7) die Innenlage
(2) losgelöst von der Außenlage (3) hin zu dem Kopfbereich (5) verläuft und benachbart
zu dem Bodenbereich (6) in der Außenlage (3) eine Separierungseinrichtung ausgebildet
ist, die zum Separieren der Außenlage (3) von dem Bodenbereich (6) dient.
2. Verpackung (1) nach Anspruch 1, wobei die Innenlage (2) aus einer Kunststofffolie
oder einem Kunststoff-Folienverbund besteht.
3. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei die Außenlage (3) aus Papier
oder einem Papierverbund oder aus Karton besteht.
4. Verpackung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Separierungseinrichtung
durch eine Aufreißperforation (8) gebildet ist.
5. Verpackung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei in dem Kopfbereich (5)
die Innenlage (2) mit der Außenlage (3) verbunden, bevorzugt verklebt, ist, besonders
bevorzugt die Verpackung (1) verschlossen ist.
6. Verfahren zum Herstellen einer Verpackung (1), insbesondere eines Blockbodenbeutels,
wobei die Verpackung (1) einen Bodenbereich (6) und einen Kopfbereich (5) und einen
dazwischen verlaufenden Seitenbereich (7) aufweist, wobei gemäß dem Verfahren:
- eine Innenlage (2) aus einem ersten Verpackungsmaterial und eine Außenlage (3) aus
einem zweiten Verpackungsmaterial einander angenähert werden, bevorzugt in Form von
zwei Materialbahnen, und
vor dem Zusammenführen der Innenlage (2) und der Außenlage (3):
- in der Außenlage (3) benachbart zu jenem Bereich, der zur Bildung des Bodenbereichs
(6) vorgesehen ist, eine Separierungseinrichtung (8) in jenem Bereich, der zur Bildung
des Seitenbereichs (7) vorgesehen ist, ausgebildet wird, und
- zwischen die Innenlage (2) und die Außenlage (3) ein Klebstoff (9) an jenem Bereich
eingebracht wird, der zur Bildung des Bodenbereichs (6) vorgesehen ist, und dort die
Innenlage (2) mit der Außenlage (3) verklebt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei vor dem Zusammenführen der Innenlage (2) und der
Außenlage (3) der Klebstoff (9) an jenem Bereich eingebracht wird, der zur Bildung
des Kopfbereiches (5) vorgesehen ist und dort die Innenlage (2) mit der Außenlage
(3) verklebt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 7, wobei die Form der Verpackung durch Legen
der miteinander verklebten Innen- und Außenlage und durch Herstellen einer verklebten
Längsnaht erzeugt wird und ein dicht verschlossener Bodenbereich (6) durch Verkleben
der dort übereinander gelegten Teile der miteinander verklebten Innen- und Außenlage
(2, 3) erzeugt wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 6 bis 8, wobei die Verpackung in
ihrem Kopfbereich (5) nach der Befüllung mit einem Packgut dicht verschlossen bzw.
verklebt wird.