Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Glastürschloss mit einem Schlosskasten, der eine Schließzylinder-Einstecköffnung
aufweist und/oder einen um eine Drückerachse drehbaren Drücker lagert, wobei die Schließzylinder-Einstecköffnung
und/oder die Drückerachse derart von einer die Falle aufweisenden Frontseite des Schlosskastens
beabstandet ist, dass ein in die Schließzylinder-Einstecköffnung eingesteckter Schließzylinder
oder die Drückerachse durch Standardöffnungen eines Glastürblatts hindurchsteckbar
ist.
[0002] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Schließeinrichtung in Form eines Schlosses
mit einem in einem Schlosskasten angeordneten Energiewandler, der in der Lage ist,
mechanische Leistung in elektrische Leistung zu wandeln und daraus gewonnene elektrische
Energie einem im Schlosskasten angeordneten Funkmodul zur Verfügung zu stellen, welches
eingerichtet ist, bei einem Energiefluss selbsttätig zumindest ein eindeutiges Identifikationssignal
drahtlos an eine Empfangseinrichtung zu übermitteln, wobei insbesondere ein Sensor
vorgesehen ist zur Ermittlung eines Schließzustandes der Schließeinrichtung und das
Funkmodul so eingerichtet ist, dass ein vom Sensor ermittelter Wert für den Schließzustand
zusammen mit dem Identifikationssignal übermittelt wird.
Stand der Technik
[0003] Schlösser und Schließbleche der vorbekannten Art werden im Stand der Technik umfangreich
beschrieben. Die Schlösser besitzen einen aus Metall gefertigten Schlosskasten, in
dem sich eine durch Betätigen eines Drückers gegen die Rückstellkraft einer Fallenfeder
zurückziehbare Falle befindet. Im Schlossgehäuse kann ferner ein Riegel gelagert sein,
der durch Verschieben eines Riegelschiebers aus dem Schlosskasten heraus und in den
Schlosskasten herein verlagert werden kann. Dies erfolgt üblicherweise mittels eines
Schlüssels.
[0004] Im Stand der Technik ist es darüber hinaus bekannt, mit einem in einem Schloss angeordneten
Funkmodul drahtlos zu kommunizieren. Es ist ferner bekannt, in einem Schloss einen
Generator anzuordnen, der bei der Betätigung eines mechanischen Elementes des Schlosses
elektrische Leistung liefert.
[0005] Im Stand der Technik sind darüber hinaus Gebäudeautomatisierungssysteme vorbekannt,
bei denen Sensoren oder Aktoren drahtlos mit einer Zentraleinheit kommunizieren. Die
Sensoren können manuell betätigbare Schalter oder Positionssensoren für Türen, Fensterflügel,
Rollladen oder dergleichen sein. Die Aktoren können Elektromotoren, Beleuchtungen
oder dergleichen sein, die ferngesteuert werden können.
[0006] Die
EP 1 460 204 B1 beschreibt ein Kfz-Türschloss mit einer Sende- und Empfangseinrichtung, die ein Signal
absendet, wenn ein in einem Griffbügel angeordnetes Piezoelement elektrische Energie
freisetzt.
[0007] Die
WO 2005/035911 A2 beschreibt einen Fenstergriff mit einem Funkmodul, das von einer Batterie betrieben
werden kann.
[0008] Die
DE 19710 834 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Betätigen eines Sperrelementes,
bei der ein Positionssensor in einem Gehäuse vorgesehen ist, um die Position eines
Sperrelementes zu ermitteln.
[0009] Die
DE 10 2015 225 480 A1 beschreibt einen Kontaktschalter als Teil einer Schließeinrichtung, der einen Energiewandler
aufweist, mit dem mechanische Bewegungsenergie in elektrische Energie gewandelt wird.
Es ist eine Signalerzeugungseinrichtung zum Erzeugen eines Schaltsignales vorgesehen.
Mittels der elektrischen Energie wird ein Schaltsignal drahtlos an eine Smartphone-Applikation
übertragen, die Schließzustände von Türen und Fenstern eines Gebäudes anzeigen kann.
[0010] Die
DE 10 2011110 776 A1 beschreibt ein Schließblech als Teil einer Überwachungsvorrichtung, wobei im Schließblech
ein Stromgenerator und ein Funksignalgeber vorgesehen sind, um Schließzustände drahtlos
und mit autarker Energieversorgung zu übertragen.
[0011] Die
DE 10 2008 049 329 A1 beschreibt ein Schlosskastengehäuse für Ganzglastüren mit einer Rückwand, die auf
einer Glasoberfläche befestigbar ist.
[0012] Die
WO 2015/144362 A1 beschreibt einen Fenstergriff mit einem Wandler, der mechanische Energie in elektrische
Energie wandelt, um damit einen Sender zu bestromen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Glastürschloss und
eine gattungsgemäße Schließeinrichtung gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden, um es
drahtlos in ein Smart Home-System oder in eine Gebäudeautomatisierungseinrichtung
zu integrieren.
[0014] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung.
Zunächst und im Wesentlichen wird vorgeschlagen, dass die Antenne des Funkmoduls so
angeordnet ist, dass sie im Bereich eines Fensters liegt oder derart in einer Öffnung
des Stulps angeordnet ist, dass das elektromagnetische Wechselfeld in die Falzluft
zwischen Stulp und Schließblech abgestrahlt wird. Im Schlosskasten beziehungsweise
im Schließblech ist weiterhin ein einfacher Energiewandler angeordnet, der in der
Lage ist, eine mechanische Leistung in eine elektrische Leistung zu wandeln. Bei dem
Energiewandler kann es sich um ein Piezoelement oder um eine Spulenanordnung handeln,
wobei in einer Spule der Spulenanordnung durch Vorbeibewegen eines Magneten eine Spannung
erzeugt wird. Diese Spannung kann gleichgerichtet und in einem Kondensator zwischengespeichert
werden. Mit der im bspw. Kondensator zwischengespeicherten Energie/Spannung kann eine
elektrische Schaltung energieversorgt werden, welche bei Energieversorgung selbsttätig
ein eindeutiges Identifikationssignal absendet, wobei als Sendefrequenz eine Frequenz
im Megaherzbereich bevorzugt ist. Unter eindeutigem Identifikationssignal wird eine
Bit-Folge oder eine Byte-Folge verstanden, die zumindest auf einer Systemebene, bevorzugt
aber weltweit eindeutig ist. Das Absenden des eindeutigen Identifikationssignals erfolgt
bevorzugt mit einem Funkmodul, welches eine Antenne aufweist und ebenfalls im Schlosskasten
untergebracht ist, wobei die Antenne derart rückwärtig einer Öffnung im Schlosskasten
angeordnet ist, dass die Antenne nicht vom Metall des Schlosskastens abgeschirmt wird.
In einer bevorzugten Variante der Erfindung wird als Energiewandler ein Taster verwendet,
der bei einer Betriebsspannung von 2 Volt beim Betätigen aus einer über eine kurze
Zeit gelieferten mechanischen Leistung eine elektrische Energie von 120 bis 200 µJ
liefert. Die elektrische Energie wird bevorzugt aus einer mechanischen Bewegung gewonnen,
die ein mechanisches Element bei einer Betätigung des Schlosses vollführt. So kann
bspw. der Energiewandler mit einer Falle, einem Fallenschwanz, einer Nuss, einem Riegelschieber
oder einem Riegel zusammenwirken. Der Energiewandler kann rückwärtig eines Fallenschwanzes
angeordnet sein, wobei die Bewegung des Fallenschwanzes beim Zurückziehen der Falle
einen Magnet bewegt, der in einer Spule eine Spannung indiziert. Der Magnet kann aber
auch beim Drehen einer Nuss an einer Spule vorbeibewegt werden. In ähnlicher Weise
kann ein Magnet an dem Riegelschieber oder dem Riegel gekoppelt sein, um in einer
Spule eine Spannung zu induzieren. In einem Schließblech können in einer Falleneintrittsöffnung
und/oder in einer Riegeleintrittsöffnung ein Energiewandler angeordnet sein, dessen
Magnet beim Einfahren des Riegelkopfes in die Riegeleintrittsöffnung und/oder beim
Einfahren des Fallenkopfes in die Falleneintrittsöffnung bewegt werden. Es kann ein
handelsüblicher Energiewandler verwendet werden, bei dem die Verlagerung eines Tasterstößels
die Verlagerung eines Magneten im Wirkungsbereich einer Spule bewirkt. In einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung besitzt das Schloss einen Sensor zur Ermittlung eines
Schließzustandes. Das Funkmodul ist aber so eingerichtet, dass zusammen mit dem eindeutigen
Identifikationssignal auch ein Signal betreffend den Schließzustand übermittelt wird.
Beispielsweise kann der Sensor mit einem Tastarm zusammenwirken, der aus dem Stulp
des Schlosses vorsteht und der beim Schließen einer mit dem Schloss ausgestatteten
Tür in eine zurückgefahrene Stellung gebracht wird. Der Sensor kann die Werte Eins
oder Null abgeben, die zusammen mit dem eindeutigen Identifikationssignal übertragen
werden, so dass drahtlos der Schließzustand der Tür übermittelt werden kann. Bei einem
erfindungsgemäßen Schließblech können zwei Funkmodule vorgesehen sein, die jeweils
mit einem Energiewandler zusammenwirken, die beim Einfahren der Falle in die Falleneintrittsöffnung
mechanisch beaufschlagt werden oder die beim Einfahren des Riegels mechanisch beaufschlagt
werden. Die beiden Funkmodule senden voneinander verschiedene eindeutige Identifikationssignale
ab, so dass anhand des Identifikationssignales festgestellt werden kann, ob lediglich
die Falle ins Schließblech eingeschnappt ist oder ob auch ein Riegel vorgeschlossen
worden ist. Alternativ dazu können aber auch zwei Sensoren verwendet werden, die Sensorsignale
liefern, wenn bspw. durch das Einschnäppern der Falle in die Falleneintrittsöffnung
einem Energiewandler mechanische Energie zugeführt wird. Zusammen mit dem eindeutigen
Identifikationssignal werden dann Sensorsignale übertragen, die eine Aussage darüber
machen, ob zusätzlich zur Falle auch der Riegel vorgeschlossen ist. Es wird insbesondere
als vorteilhaft angesehen, wenn bei jeder Energiebeaufschlagung des Energiewandlers
vom Funkmodul das Identifikationssignal gegebenenfalls zusammen mit Sensordaten abgegeben
wird. Die Absendung des ein Identifikationssignal beinhaltenden Funksignals erfolgt
bevorzugt bei jeder Energiebeaufschlagung.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das Schloss Teil eines Gebäudeautomationssystems
oder Teil eines Smart Home, wobei darunter ein System verstanden wird, welches zumindest
eine Zentraleinheit besitzt, die mit zumindest einer Empfangseinrichtung zusammenwirkt,
die zusätzlich auch eine Sendefunktion erfüllen kann. Die Sende-/Empfangseinrichtung
ist in der Lage, mit einer Vielzahl von Funkmodulen zu kommunizieren beziehungsweise
drahtlos übertragene Daten von verschiedenen Funkmodulen zu empfangen, wobei die Reichweite
der Funkmodule bei bevorzugt maximal 20 Metern liegt. Die Funkmodule, die auch mit
Sensoren oder Aktoren verbunden sein können, sind in der Lage, verschiedene Funktionen
in einem Gebäude auszuüben, bspw. Stromquellen an- oder auszuschalten, um bspw. eine
Beleuchtung an- oder abzuschalten, eine Jalousie herabzulassen oder heraufzuziehen,
eine Raumtemperatur zu ändern etc. Erfindungsgemäß ist das zuvor beschriebene Schloss
beziehungsweise Schließblech Bestandteil eines derartigen Systems, wobei das System
so eingerichtet ist, dass die vom Funkmodul des Schlosses beziehungsweise vom Funkmodul
des Schließblechs gelieferten Daten einer Zentraleinheit zugeführt werden. Bei den
Daten kann es sich im einfachsten Fall lediglich um das eindeutige Identifikationssignal
handeln, so dass die Zentraleinheit protokollieren kann, wann eine bestimmte Tür betätigt,
geöffnet oder geschlossen worden ist. Werden zusätzlich zum eindeutigen Identifikationssignal
Sensordaten übermittelt, erhält die Zentraleinheit zusätzliche Funktionsdaten über
den Schließzustand des Schosses.
[0016] Es ist vorgesehen, dass die Schließeinrichtung einen Schlosskasten aufweist, der
die Standardmaße eines Glastürschlosses aufweist. Ein derartiges Schloss ist auf einer
Breitseite eines aus Glas bestehenden Türblatts anschlagbar. Das Türblatt weist zumindest
eine kreisförmige Öffnung auf, durch die ein Schließzylinder oder die Achse eines
Drückers hindurchsteckbar ist. Die zumindest eine Öffnung besitzt einen kreisrunden
Querschnitt. Bevorzugt liegen in einer Horizontalrichtung zwei derartige Öffnungen
hintereinander, wobei durch eine der Öffnungen der Schließzylinder und durch die andere
der Öffnungen die Achse des Drückers hindurchragt. Das erfindungsgemäße Glastürschloss
besitzt eine längliche Gestalt, wobei sich die längeren Randkanten des Schlossgehäuses
im montierten Zustand in einer Horizontalrichtung erstrecken und aus einer Schmalseite
der kürzeren Randkante des Schlossgehäuses eine Falle oder ein Riegel vortreten kann.
Es ist vorgesehen, dass das Gehäuse des Schlosses aus Metall besteht, wobei das Gehäuse
eine Gehäusewand und einen Gehäuseboden aufweisen kann. Der Gehäuseboden kann aus
Metall, aber auch aus einem Nicht-Metall gefertigt sein. Es kann vorgesehen sein,
dass ein von der die Falle aufweisenden Schmalseite weg gerichteter Endabschnitt des
Gehäuses, welcher eine gerade oder gerundete Randkante aufweisen kann, aus einem dielektrischen
Werkstoff, bspw. einem Kunststoff, gefertigt ist, sodass ein von einer dort angeordneten
Antenne eines Funkmoduls erzeugtes elektromagnetisches Wechselfeld durch das Gehäuse
abgestrahlt werden kann. Das Gehäuse kann ein Innengehäuse aufweisen, welches von
einer Abdeckschale überdeckt ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
kann sowohl das Innengehäuse als auch die Abdeckschale aus Metall bestehen. Der Gehäuseboden
wird auf einer aus Gummi oder weichem Kunststoff gefertigten Auflagematte montiert,
die zwischen Gehäuse und Oberfläche des Türblattes angeordnet ist. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass der Gehäuseboden ein Fenster aufweist. Durch dieses Fenster kann
das von der Antenne abgestrahlte elektromagnetische Wechselfeld in das Türblatt, welches
bevorzugt ein Glastürblatt ist, abgestrahlt werden. Es kann vorgesehen sein, dass
das Fenster mit einem dielektrischen Füllstück gefüllt ist. Das Fenster kann am Rand
des aus Metall gefertigten Gehäusebodens angeordnet sein und unmittelbar an eine aus
Metall gefertigte Gehäusewand angrenzen. In einer Variante der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass die Antenne und/oder ein eine Antenne aufweisendes Funkmodul an einem Stulp des
Schlosskastens angeordnet ist. Die Abstrahlrichtung der Antenne ist dann bevorzugt
die Flächennormale des Stulps. Im geschlossenen Zustand der Tür liegt der aus Metall
gefertigte Stulp einem Schließblech gegenüber, welches am Türrahmen befestigt ist.
Zwischen dem Schließblech und dem die Frontseite des Schlosskastens ausbildenden Stulps,
der in einer Einstecköffnung des Türblattes steckt und dem Schließblech erstreckt
sich ein Freiraum (Falzluft). In diesen Freiraum strahlt die Antenne ihr elektromagnetisches
Wechselfeld, welches durch die nicht metallischen Schmalseiten des Freiraums in den
Bereich außerhalb der Tür abgestrahlt wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Zimmertürschloss,
- Fig. 2
- ein zweites Zimmertürschloss,
- Fig. 3
- ein Schließblech,
- Fig. 4
- schematisch ein erfindungsgemäßes System in Form eines Gebäudeautomationssystems,
- Fig. 5
- schematisch eine Schaltung eines Energiewandlers 10,
- Fig. 6
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 7
- den Schnitt gemäß der Linie VII - VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- vergrößert den Ausschnitt VIII - VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Fig. 8 eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 10
- ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Glastürschlosses,
- Fig. 11
- ein viertes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Glastürschlosses,
- Fig. 12
- ein fünftes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Einsteckschlosses gemäß
der Schnittlinie XII - XII in Fig. 13, und
- Fig. 13
- den Schnitt gemäß der Linie XIII - XIII in Fig. 12.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0018] Das in der Fig. 4 dargestellte Gebäudeautomationssystem besitzt eine Zentraleinheit
20, bei der es sich um einen Mikrocomputer oder dergleichen handeln kann. Über eine
Leitung oder aber auch drahtlos ist die Zentraleinheit mit ein oder mehreren Sende-/Empfangseinrichtungen
21, 21' verbunden. Es sind eine Vielzahl von Funkmodulen 12, 12', 22, 22' vorgesehen,
die an verschiedenen Stellen in einem Gebäude angeordnet sind und die auf drahtlose
Anfrage von der Zentraleinheit 20 her oder selbsttätig Informationen über die Sende-/Empfangseinrichtung
21, 21' an die Zentraleinheit 20 übertragen. Bei den Funkmodulen 22, 22' kann es sich
um Lichtschalter oder Lichtsensoren oder Thermostaten oder Temperatursensoren handeln,
die jeweils ein eindeutiges Identifikationssignal (UID) an die Sende-/Empfangseinrichtung
21' übertragen. Die Sende-/Empfangseinrichtung 21' kann Daten (B) an das Funkmodul
(22) übertragen. Das Funkmodul (22') kann zudem auch Daten (A) an die Sende-/Empfangseinrichtung
21 übertragen.
[0019] Die Erfindung betrifft ein autarkes Türschloss 1 beziehungsweise ein autarkes Schließblech
13, das in das in der Fig. 4 dargestellte System integriert werden kann. Hierzu besitzt
das Schloss 1 beziehungsweise das Schließblech 13 ein Funkmodul 12,12', welches in
der Lage ist, über dasselbe Protokoll, mit dem auch die Zentraleinheit 20 über die
Sende-/Empfangseinrichtung 21' mit den Funkmodulen 22, 22' kommuniziert, über die
Sende-/Empfangseinrichtung 21 mit der Zentraleinheit 20 zu kommunizieren.
[0020] Das Funkmodul 12 sendet unmittelbar nach einer Energiebeaufschlagung ein zumindest
systemeindeutiges, bevorzugt aber weltweit eindeutiges Identifikationssignal UID an
die Sende-/Empfangseinrichtung 21, die das Signal an die Zentraleinheit 20 überträgt.
Das mit 12' bezeichnete Funkmodul kann zusätzlich in der Lage sein, zusammen mit dem
eindeutigen Identifikationssignal UID auch Sensordaten S1 über die Sende-/Empfangseinrichtung
21 an die Zentraleinheit 20 zu übermitteln.
[0021] Ein in den Figuren 1 und 2 beispielhaft dargestelltes Schloss besitzt einen Schlosskasten
2 aus Stahl, in dem sich eine einen Fallenkopf aufweisende Falle 7 befindet, deren
Fallenschwanz 8 in den Schlosskasten 2 hineinragt. Zudem ist ein Taster 9 vorgesehen,
der bei geöffneter Tür über den Stulp 3 vorsteht und der beim Schließen einer mit
dem Schloss 1 ausgerüsteten Tür an einem Gegenschließteil 13 aufläuft und in eine
zurückgefahrene Stellung gebracht wird.
[0022] Im Schlossgehäuse befindet sich darüber hinaus eine von einem Drücker drehbare Nuss
5, die mit einem Nussarm 6 am Fallenschwanz 8 angreift. Wird die Falle 7 zurückgezogen,
so sorgt eine Fallenfeder dafür, dass nach der Drückerbetätigung die Falle 7 wieder
ausgefahren wird.
[0023] Im Schlosskasten ist darüber hinaus ein Riegelschieber 4 vorgesehen, der mit einem
nicht dargestellten Riegel zusammenwirkt. Wird der Riegelschieber 4 mit Hilfe eines
Schlüssels oder eines Schließzylinders vorgeschlossen, tritt der Riegel aus dem Stulp
3 heraus.
[0024] In den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Schlössern sind Energiewandler 10 angeordnet,
die in der Lage sind, mechanische Energie in elektrische Energie umzuwandeln. Dies
kann bspw. mit einer in der Fig. 5 schematisch dargestellten Schaltung erfolgen.
[0025] Der in der Fig. 5 dargestellte Energiewandler 10 besitzt einen Magneten 18, der von
einem beweglichen mechanischen Teil des Schlosses 1 gegenüber einem Anker 16, auf
dem eine Spule 17 gewickelt ist, bewegt werden kann. Die bei der Bewegung des Magneten
18 in der Spule 17 indizierte Spannung wird mit einem Gleichrichter gleichgerichtet
und in einen Kondensator als Energie zwischengeschaltet. Die Energien liegen hier
im Bereich zwischen 100 und 200 µJ. Eine Schaltung 19 kann das Funkmodul betreiben,
damit es bei einer Energiebeaufschlagung zumindest das eindeutige Identifikationssignal
UID oder aber auch zusätzlich einen Datensatz S1 sendet.
[0026] Das Funkmodul 12, welches mit dem Energiewandler 10 zusammenwirkt, ist derart im
Schloss angeordnet, dass eine Antenne des Funkmoduls 12 rückwärtig einer Schlossöffnung
angeordnet ist.
[0027] Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Energiewandler
10 in der Bewegungsbahn eines Riegelschiebers 4. Er könnte aber auch in der Bewegungsbahn
eines vom Riegelschieber 4 verschiebbaren Riegels 7 liegen. Wird der Riegelschieber
4 verschoben, so wird ein nicht dargestellter Magnet des Energiewandlers 10 verlagert,
so dass für einige Millisekunden eine elektrische Leistung erzeugt wird, die als Energie
in einen Kondensator zwischengespeichert wird. Mit dieser Energie wird das Funkmodul
betrieben.
[0028] Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sitzt der Energiewandler
10 rückwärtig des Fallenschwanzes 8, so dass ein Fallenrückzug elektrische Energie
liefert und das Funkmodul 12 veranlasst, das eindeutige Identifikationssignal UID
abzusenden.
[0029] In den beiden Figuren 1 und 2 sind darüber hinaus Sensoren 11 dargestellt, die mit
dem Tastarm 9 zusammenwirken. Ein entsprechend modifiziertes Funkmodul 12 ist dann
nicht nur in der Lage, das eindeutige Identifikationssignal UID abzugeben, sondern
zusätzlich Sensordaten S1 an die Sende-/Empfangseinrichtung 21 zu übermitteln, wobei
diese Daten Auskunft darüber geben, ob der Tastarm 9 ausgefahren oder eingefahren
ist.
[0030] Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Energiewandler 10
jeweils im Bereich einer Falleneintrittsöffnung 14 eines Schließblechs 13 beziehungsweise
im Bereich einer Riegeleintrittsöffnung 15 des Schließblechs 13 angeordnet. Auch hier
wird die über eine mechanische Leistung gewonnene elektrische Energie verwendet, um
ein eindeutiges Identifikationssignal mit Hilfe des Funkmoduls 12 abzusenden.
[0031] Die in die Falleneintrittsöffnung 14 eintretende Falle 7 beaufschlagt hierzu einen
Taster, einen Stößel oder dergleichen, mit dem bspw. ein Magnet an einer Spule vorbeibewegt
wird. Fährt ein Riegel in die Riegeleintrittsöffnung 15 ein, so kann in äquivalenter
Weise der Riegel einen Magneten des dortigen Energiewandlers 10 verlagern.
[0032] Anstelle von induktiv arbeitenden Energiewandlern 10 können aber auch piezoelektrisch
arbeitende Energiewandler verwendet werden.
[0033] Das zuvor beschriebene Schloss kann erfindungsgemäß derart mit einem Schließblech
verwendet werden, dass ein vom Funkmodul 12 bzw. einer dem Funkmodul 12 zugeordneten
Antenne abgestrahltes elektromagnetisches Wechselfeld in die Spaltluft zwischen Schließblech
und Stulp des Schlosses abgestrahlt wird. Das Funkmodul 12 bzw. die Antenne kann entweder
dem Schloss oder dem Schließblech zugeordnet sein.
[0034] Die Figuren 6 bis 11 zeigen eine Variante der Erfindung, bei der das Schloss 1 einen
Schlosskasten 2 aufweist, der auf einem Türblatt 23, welches aus Glas besteht, angeordnet
werden kann. Das Schlossgehäuse besitzt eine längliche Gestalt mit zwei parallelen,
sich im montierten Zustand in einer Horizontalrichtung erstreckenden langen Rändern
und zwei sich quer dazu erstreckenden Rändern, von denen einer an eine frontseitige
Schmalseite angrenzt, aus der eine Falle 7 heraustreten kann. Die andere Schmalseite
kann gerade oder - wie im Ausführungsbeispiel dargestellt - gerundet verlaufen. Diese
Randkante verläuft entlang eines rückwärtigen Abschnittes des Schlosskastens 2.
[0035] Im Schlosskasten 2 befindet sich eine Einstecköffnung 37 für einen Schließzylinder
und eine drehbar gelagerte Drückerachse 38, die einen Drücker 28 lagert. Die Drückerachse
38 erstreckt sich durch eine Öffnung 34 des Türblatts 23 hindurch. Die Schließzylinder-Einstecköffnung
37 befindet sich auf Höhe einer Öffnung 24 des Türblatts 23. Die beiden Öffnungen
24, 34 haben einen kreisförmigen Querschnitt und ein Standardmaß sowie eine Standardposition
auf dem Türblatt 23. Sie sind um ein standardisiertes Abstandsmaß vom Rand des Türblatts
23 beabstandet und liegen in Horizontalrichtung nebeneinander.
[0036] Der Schlosskasten 2 besitzt einen aus Metall bestehenden Gehäuseboden 23, dessen
Rand an eine Gehäusewand 31, die ebenfalls aus Metall besteht, angrenzt. Die Gehäusewand
31 kann mit einer Gehäusedecke verbunden sein, die sich parallel zum Gehäuseboden
23 erstreckt. Ein derart ausgebildetes Innengehäuse, welches das in den Zeichnungen
nicht dargestellte Schlosseingerichte lagert, wird von einer Abdeckschale 29 überfangen.
[0037] Das Schlossgehäuse ist unter Zwischenlage einer Abdeckmatte 30 aus Gummi oder dergleichen
auf dem Türblatt 32 gelagert. Auf der gegenüberliegenden Seite des Türblatts 23 befindet
sich ein Beschlag 33, der die Drückerachse 38 lagert.
[0038] Im Schlossgehäuse befindet sich ein Funkmodul 22, an welches eine Antenne 25 angeschlossen
ist. Die Antenne 25 verläuft entlang des Randes des Gehäusebodens 32. Die Antenne
25 verläuft insbesondere entlang eines Fensters 35 des Gehäusebodens 32, welches Fenster
35 sich am Rand des Gehäusebodens 32 erstreckt. Das von der Antenne 25 erzeugte elektromagnetische
Wechselfeld kann durch dieses Fenster 35 nach außen treten. Das Fenster 35 weist zum
Glastürblatt 23, so dass das elektromagnetische Wechselfeld in das Glastürblatt 23
eingestrahlt wird, durch welches es in die Umgebung tritt.
[0039] Bei dem in der Fig. 9 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Fenster 35 mit einem
Füllstück 36 aus Kunststoff ausgefüllt. Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Fenster 35 offen.
[0040] Das Fenster 35 kann eine längliche Aussparung im Gehäuseboden 32 sein, der in seiner
Gänze aus Metall gefertigt sein kann. Das Fenster 35 kann unmittelbar an eine Gehäusewand
31 angrenzen. Es kann aber auch an eine innerhalb der Gehäusewandung 31 angeordnete
Innenschale des Gehäuses angrenzen. Das Fenster 35 kann eine längliche Gestalt aufweisen
und sich entlang des Längsrandes des Gehäusebodens 32 erstrecken. Die Antenne 25 kann
eine längliche Gestalt aufweisen und sich parallel zum Fenster 35 erstrecken. Der
Abstand der Antenne 25 vom Fenster 35 kann geringer sein als die Breite des Fensters
35, also der Abstand zweier Längsränder des Fensters 35 voneinander. Die Antenne 25
kann aber auch im Fenster 35 einliegen. Bevorzugt wird die Antenne 25 von einem Draht
oder einer Leiterbahn einer Leiterplatte ausgebildet, wobei sich die Leiterplatte
in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gehäuseboden 32 erstreckt. Das von der Antenne
25 erzeugte elektromagnetische Wechselfeld tritt durch das Fenster 35 und die ggf.
vorhandene Auflagematte 30 hindurch bis in das Glastürblatt 23. Das elektromagnetische
Wechselfeld breitet sich durch das Glastürblatt 23 aus bis zu einer entfernt von der
Tür angeordneten Empfangseinrichtung 21.
[0041] Die Figuren 10 und 11 zeigen einen Energiewandler 10 mit einem von einer nicht dargestellten
Spule umgebenen Anker 16 und einem quer zur Erstreckungsrichtung des Ankers 16 verlagerbaren
Magneten 18. Es ist ein erstes Federelement 41 vorgesehen, welches von einem Nocken
40 eines Schieber 39 betätigt werden kann. Der Schieber 39 kann von einem Arm 6 einer
Drückernuss 5 in Horizontalrichtung verschoben werden. Der Nocken 40 gleitet dabei
über das erste Federelement 41, welches mit einem zweiten Federelement 42 derart zusammenwirkt,
dass die Verlagerung des Schiebers 39 eine Bewegung des Magneten 18 erzeugt. Diese
Bewegung induziert in der nicht dargestellten Spule eine Spannung und einen Strom.
Mit der so erzeugten elektrischen Leistung wird das Funkmodul 22 bestromt.
[0042] Während bei dem in der Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel der Nocken 40 unmittelbar
mit dem ersten Federelement 41 zusammenwirkt, wirkt der Nocken 40 bei dem in der Fig.
11 dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem Übertragungshebel 43 zusammen, der
das erste Federelement 41 beaufschlagt.
[0043] Die Figuren 12 und 13 zeigen ein in eine Tür eingesetztes Einsteckschloss. Das Einsteckschloss
besitzt einen Schlosskasten 2, der in einer Tasche des Türblatts 23 eingesteckt ist.
Frontseitig des Schlosskastens 2 erstreckt sich ein aus Metall gefertigter Stulp 3,
durch den eine Falle 7 und/oder ein Riegel 4 ausfahren kann. Die Falle 7 tritt in
eine Falleneintrittsöffnung 14 eines Schließblechs 13 ein, welches am Türrahmen befestigt
ist. Der Riegel 4 tritt in eine Riegeleintrittsöffnung 15 des Schließblechs 13 ein.
[0044] Ein Funkmodul 22 mit einer Antenne 25 steckt in einer Öffnung des Stulps 3, die sich
zwischen Falle 7 und Riegel 4 erstreckt. Die Öffnung weist in Richtung einer Falzluft
27, die sich im geschlossenen Zustand der Tür zwischen dem Stulp 3 und dem Schließblech
13 erstreckt. Das von der Antenne 25 abgestrahlte elektromagnetische Wechselfeld wird
in die Falzluft 27 eingestrahlt und kann aus den beiden weder vom metallischen Schließblech
13 noch vom metallischen Stulp 3 abgedeckten Schmalseiten der Falzluft 27 durch den
Rahmen 26 oder das Türblatt 23 austreten.
Liste der Bezugszeichen
| 1 |
Schloss |
25 |
Antenne |
| 2 |
Schlosskasten |
26 |
Rahmen |
| 3 |
Stulp |
27 |
Falzluft |
| 4 |
Riegelschieber |
28 |
Drücker |
| 5 |
Nuss |
29 |
Abdeckschale |
| 6 |
Nussarm |
30 |
Auflagematte |
| 7 |
Falle |
31 |
Gehäusewand |
| 8 |
Fallenschwanz |
32 |
Gehäuseboden |
| 9 |
Tastarm, Taster |
33 |
Beschlag |
| 10 |
Energiewandler |
34 |
Öffnung |
| 11 |
Sensor |
35 |
Fenster |
| 12 |
Funkmodul |
36 |
Füllstück |
| 12' |
Funkmodul |
37 |
Schließzylinder-Einsteck- |
| 13 |
Schließblech, Gegenschließteil |
|
öffnung |
| 14 |
Falleneintrittsöffnung |
38 |
Drückerachse |
| 15 |
Riegeleintrittsöffnung |
39 |
Schieber |
| 16 |
Anker |
40 |
Nocken |
| 17 |
Spule |
41 |
Federglied |
| 18 |
Magnet |
42 |
Federglied |
| 19 |
Schaltung |
43 |
Übertragungshebel |
| 20 |
Zentraleinheit |
|
|
| 21 |
Sende-/Empfangseinrichtung |
A |
Daten |
| 21' |
Sende-/Empfangseinrichtung |
B |
Daten |
| 22 |
Funkmodul |
S1 |
Sensordaten |
| 22' |
Funkmodul |
UID |
Identifikationssignal |
| 23 |
Türblatt |
|
|
| 24 |
Öffnung |
|
|
1. Glastürschloss mit einem Schlosskasten (2), der eine Schließzylinder-Einstecköffnung
(37) aufweist und/oder einen um eine Drückerachse (38) drehbaren Drücker (28) lagert,
wobei die Schließzylinder-Einstecköffnung (37) und/oder die Drückerachse (38) derart
von einer eine Falle (7) aufweisenden Frontseite des Schlosskastens (2) beabstandet
ist, dass ein in die Schließzylinder-Einstecköffnung (37) eingesteckter Schließzylinder
oder die Drückerachse (38) durch Standardöffnungen (24, 34) eines Glastürblatts (23)
hindurchsteckbar ist, gekennzeichnet durch einen im Schlosskasten (2) angeordneten Energiewandler (10), der in der Lage ist,
mechanische Leistung in elektrische Leistung zu wandeln und daraus gewonnene elektrische
Energie einem im Schlosskasten (2) angeordneten Funkmodul (12) zur Verfügung zu stellen,
welches eingerichtet ist, bei einem Energiefluss selbsttätig zumindest ein insbesondere
eindeutiges Identifikationssignal (UID) drahtlos an eine Empfangseinrichtung (21)
zu übermitteln, wobei der auf ein Glastürblatt (23) montierbare Schlosskasten (2)
in seinem Gehäuseboden (32) ein offenes Fenster (35) oder ein mit einem dielektrischen
Füllstück (36) gefülltes Fenster (35) aufweist, wobei eine mit dem Funkmodul (12)
verbundene Antenne (25) vorgesehen ist, die ein elektromagnetisches Wechselfeld durch das Fenster (35) und das Glastürblatt (23) abstrahlt.
2. Glastürschloss nach Anspruch 1, dadurch kennzeichnet, dass der insbesondere aus Metall bestehende Schlosskasten (2) auf einer Auflagematte (30)
montiert ist und die Antenne und/oder das Fenster (35) unmittelbar benachbart der
Auflagematte (30) angeordnet ist.
3. Glastürschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseboden (32), der insbesondere parallel zum Glastürblatt (23) verläuft,
bis auf das Fenster (35) aus Metall besteht, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass
das Fenster (35) an einem Rand des Gehäusebodens (32) angeordnet ist und an eine Gehäusewand
(31) angrenzt.
4. Glastürschloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster (35) dem zum Glastürblatt (23) weisenden Gehäuseboden des Schlosskastens
(2) zugeordnet ist.
5. Schließeinrichtung, aufweisend ein Schließblech (13) mit einer Falleneintrittsöffnung
(14) und/oder einer Riegeleintrittsöffnung (15) und ein Schloss (1) mit einem einen
Stulp (3) aufweisenden Schlosskasten (2), wobei ein Energiewandler (10) vorgesehen
ist, der in der Lage ist, mechanische Leistung in elektrische Leistung zu wandeln
und daraus gewonnene elektrische Energie einem im Schloss (1) oder am Schließblech
(13) vorgesehenen Funkmodul (12) zur Verfügung zu stellen, welches eingerichtet ist,
bei einem Energiefluss selbsttätig zumindest ein Signal, insbesondere ein eindeutiges
Identifikationssignal (UID) drahtlos an eine Empfangseinrichtung (21) zu übermitteln,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Antenne (25) des Funkmoduls (20) derart in einer Öffnung des Stulps (3) angeordnet
ist, dass von ihr ein elektromagnetisches Wechselfeld in die Falzluft (27) zwischen
Stulp (3) und Schließblech (13) abgestrahlt wird.
6. Schließeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließblech (13) und der Stulp (3) aus Metall bestehen.
7. Schließeinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Leistung durch die Betätigung einer Falle (7), eines Tasters oder
eines Riegels erzeugt wird.
8. Verwendung eines Glastürschlosses gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 oder einer Schließeinrichtung
gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7 als Bestandteil eines Gebäudeautomatisierungssystems
bestehend aus einer Zentraleinheit (20), zumindest einer Empfangseinrichtung (21,
21') zum drahtlosen Empfang von standardisierten Nachrichten, die jeweils ein eindeutiges
Identifikationssignal (UID) enthalten.
1. Glass door lock with a lock case (2), which has a lock cylinder insertion opening
(37) and/or supports a handle (28) rotatable about a handle axis (38), wherein the
lock cylinder insertion opening (37) and/or the handle axis (38) is spaced from a
front side of the lock case (2) having the latch (7) in such a way that a lock cylinder
inserted into the lock cylinder insertion opening (37) or the handle axis (38) is
insertable through standard openings (24, 34) of a glass door leaf (23), characterized by an energy converter (10) arranged in the lock case (2), which is capable of converting
mechanical power into electrical power and to make electrical power obtained therefrom
available to a radio module (12) which is arranged in the lock case (2) and which
is set up to automatically transmit at least one, in particular unique, identification
signal (UID) wirelessly to a receiving device (21) in the event of an energy flow,
wherein the lock case (2), which can be mounted on a glass door leaf (23), has an
open window (35) or a window (35) filled with a dielectric filler piece (36) in its
housing (32), wherein an antenna (25) is provided which is connected to the radio
module (12) and radiates an electromagnetic alternating field through the window (35)
and the glass door leaf (23).
2. Glass door lock according to claim 1, characterized in that the lock case (2), consisting in particular of metal, is mounted on a support mat
(30) and the antenna and/or the window (35) is arranged directly adjacent to the support
mat (30).
3. Glass door lock according to one of the preceding claims, characterized in that the housing base (32), which in particular runs parallel to the glass door leaf (23),
is made of metal except for the window (35), it being provided in particular that
the window (35) is arranged at an edge of the housing base (32) and adjoins a housing
wall (31).
4. Glass door lock according to one of the preceding claims, characterized in that the window (35) is associated with the housing base of the lock case (2) facing the
glass door leaf (23).
5. Locking device, having a striking plate (13) with a latch entry opening (14) and/or
a bolt entry opening (15) and a lock (1) with a lock case (2) having a forend (3),
wherein an energy converter (10) is provided which is capable of converting mechanical
power into electrical power and of making electrical energy obtained therefrom available
to a radio module (12) provided in the lock (1) or on the striking plate (13), which
is set up to automatically transmit at least one signal, in particular a unique identification
signal (UID), wirelessly to a receiving device (21) in the event of an energy flow,
characterized in that an antenna (25) of the radio module (20) is arranged in an opening of the forend
(3) in such a way that an electromagnetic alternating field is radiated from it into
the rebate air (27) between the forend (3) and the striking plate (13).
6. Closing device according to claim 5, characterized in that the striking plate (13) and the forend (3) are made of metal.
7. Locking device according to claim 5 or 6, characterized in that the mechanical power is generated by the actuation of a latch (7), a button or a
bolt.
8. Use of a glass door lock according to any one of claims 1 to 4 or a locking device
according to any one of claims 5 to 7 as a component of a building automation system
consisting of a central unit (20), at least one receiving device (21, 21') for wireless
reception of standardized messages, each containing a unique identification signal
(UID).
1. Serrure de porte en verre, pourvue d'un palastre (2) qui comporte un orifice d'insertion
(37) du barillet et/ou qui loge une gâchette (28) rotative autour d'un axe (38) de
gâchette, l'orifice d'insertion (37) du barillet et/ou l'axe (38) de gâchette étant
écarté d'une face frontale du palastre (2) qui comporte le bec de cane (7), de telle
sorte qu'un barillet inséré dans l'orifice d'insertion (37) du barillet ou l'axe (38)
de gâchette puisse s'insérer à travers des orifices standard (24, 34) d'un vantail
de porte (23) en verre, caractérisée par un convertisseur d'énergie (10) placé dans le palastre (2), qui est en mesure de
convertir une puissance mécanique en une puissance électrique et de mettre l'énergie
électrique ainsi récupérée à la disposition d'un module radio (12) placé dans le palastre
(2), lequel est aménagé en présence d'un flux d'énergie pour transférer automatiquement
sans fil au moins un signal d'identification (UID) notamment univoque à un dispositif
récepteur (21), le palastre (2) susceptible d'être monté sur un vantail de porte (23)
en verre comportant dans son fond inférieur (32) de boîtier une fenêtre (35) ouverte
ou une fenêtre (35) remplie d'une pièce de remplissage (36) diélectrique, une antenne
(25) connectée sur le module radio (12) étant prévue, qui émet un champ électromagnétique
alternatif à travers la fenêtre (35) et le vantail de porte (23) en verre.
2. Serrure de porte en verre selon la revendication 1, caractérisée en ce que le palastre (2) constitué notamment de métal est monté sur une natte d'appui (30)
et en ce que l'antenne et/ou la fenêtre (35) est placée directement au voisinage de la natte d'appui
(30).
3. Serrure de porte en verre selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le fond inférieur (32) de boîtier qui s'écoule notamment à la parallèle du vantail
de porte (23) en verre, hormis la fenêtre (35) est constitué de métal, étant notamment
prévu que la fenêtre (35) soit placée sur un bord du fond inférieur (32) de boîtier
et soit adjacente à une paroi (31) de boîtier.
4. Serrure de porte en verre selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la fenêtre (35) est associée au fond inférieur de boîtier du palastre (2) qui fait
face au vantail de porte (23) en verre.
5. Dispositif de verrouillage, comportant une gâche (13) pourvue d'un orifice d'entrée
(14) de bec de cane et/ou d'un orifice d'entrée (15) de verrou et d'une serrure (1)
pourvue d'un palastre (2) comportant une têtière (3), un convertisseur d'énergie (10)
étant prévu, qui est en mesure de convertir une puissance mécanique en une puissance
électrique et de mettre l'énergie électrique ainsi récupérée à la disposition d'un
module radio (12) prévu dans la serrure (1) ou sur la gâche (13), lequel est aménagé,
en présence d'un flux d'énergie pour transférer automatiquement sans fil au moins
un signal d'identification (UID) notamment univoque à un dispositif récepteur (21),
caractérisé en ce qu'une antenne (25) du module radio (20) est placée dans un orifice de la têtière (3),
de telle sorte qu'à partir d'elle, un champ électromagnétique alternatif soit émis
dans le jeu de feuillure (27) entre la têtière (3) et la gâche (13).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la gâche (13) et la têtière (3) sont constituées de métal.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la puissance mécanique est générée par l'actionnement d'un bec de cane (7), d'une
touche ou d'un verrou.
8. Utilisation d'une serrure de porte en verre selon l'une quelconque des revendications
1 à 4 ou d'un dispositif de fermeture selon l'une quelconque des revendications 5
à 7 en tant qu'élément constitutif d'un système de domotique constitué d'une unité
centrale (20), d'au moins un dispositif récepteur (21, 21'), destiné à réceptionner
sans fil des informations standardisées, qui contiennent chacune un signal d'identification
(UID) univoque.