[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Perforieren eines Etikettenbandes, insbesondere
eines gefalteten Folienschlauchs sowie ein entsprechendes Verfahren gemäß den Oberbegriffen
der Ansprüche 1 und 10.
[0002] Zum Ausstatten von Behältnissen, zum Beispiel Flaschen, Dosen oder dergleichen mit
rohrförmigen Folien bzw. Etikettenhülsen, den sogenannten Sleeves, werden Ausstattungsmaschinen
verwendet, die eine Vorrichtung zum Auffalten eines flachliegenden, gefalteten Folienschlauchs
und Abschneiden bzw. Abreißen von Folien bzw. Etikettenhülsen in einer gewünschten
Länge aufweisen. Um Endlosketten auf eine bestimmte Länge zu kürzen, können diese
entweder geschnitten oder perforiert und anschließend abgerissen werden. Zum Perforieren
wird, wie insbesondere aus Figur 5 hervorgeht, das Etikettenband 5 mit Hilfe der Zugwalzen
6, 7 in Förderrichtung 8 bewegt. Der Schneidrotor 1 stanzt mit den Perforationsmessern
3 und den auf der Gegenschneidwalze 2 befindlichen Gegenschneidleisten die Perforationen
in das Etikettenband. Damit die Messer und Gegenschneidleisten immer synchron aufeinandertreffen,
sind der Schneidrotor 1 und die Gegenschneidwalze 2 miteinander gekoppelt.
[0003] Ist das Kreissegment 9, also der Abstand zwischen zwei Perforationsmessern 3 auf
dem Umfang des Schneidrotors bzw. Schneidwalze 1 deutlich kürzer oder länger als der
gewünschte Abstand 12 der Perforationen 13 (siehe Figur 4) auf dem Etikettenband 5
müssen die beiden gekoppelten Achsen den Schneidrotor 1 und die Gegenschneidwalze
2 zwischen jeder Perforation 13 stark beschleunigen und wieder bremsen. Zusätzlich
muss die Oberflächengeschwindigkeit beim Schneiden/Perforieren genau der Bandgeschwindigkeit
entsprechen. Dies erfordert ein sehr hohes Drehmoment des Antriebs sowie eine sehr
hohe Beanspruchung der gesamten mechanischen Konstruktion. Des Weiteren muss die Konstruktion
der beiden Achsen für den Schneidrotor und die Gegenschneidwalze sowie deren Kopplung
einerseits sehr leicht und dynamisch sein, aber andererseits auch sehr stabil, um
den hohen Belastungen standhalten zu können. Um die Drehmomente zu reduzieren, muss
durch Varianten bei der mechanischen Ausführung der Abstand 9 zwischen den Perforationsmessern
3 auf die geforderte Etikettenlänge 12 angepasst werden. Dies erhöht den Aufwand beim
Kunden, wenn unterschiedliche Etikettenlängen verarbeitet werden sollen. Die notwendige
Variantenvielfalt erhöht darüber hinaus die Produktionskosten.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Vorrichtung und ein verbessertes Verfahren bereitzustellen, bei denen insbesondere
die mechanische Belastung und Verschleiß reduziert wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 10 gelöst.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Perforieren eines Etikettenbands, insbesondere
eines gefalteten Folienschlauchs, sind zwei gegenüberliegende Zugwalzen vorgesehen,
die das Etikettenband in Transportrichtung fördern. Ferner umfasst die Vorrichtung
eine Schneidwalze, an deren Umfangsfläche mehrere in Umfangsrichtung beabstandete
Perforiermesser angeordnet sind. Ferner weist die Vorrichtung auch eine Gegenschneidwalze
auf, die der Schneidwalze gegenüberliegt, wobei das Etikettenband zwischen Schneidwalze
und Gegenschneidwalze perforiert werden kann. Erfindungsgemäß weist die Gegenschneidwalze
nun eine Oberfläche auf, die über ihren ganzen Umfang als Gegenschneide bzw. Gegenlager
für die Perforiermesser dient.
[0007] Dadurch, dass es keine Gegenschneidleisten mehr gibt, sondern der gesamte Umfang
der Oberfläche der Gegenschneidwalze als Schneide für die Perforiermesser dient, müssen
Schneidwalze und Gegenschneidwalze nicht mehr miteinander gekoppelt sein. Das bedeutet,
dass Schneidwalze und Gegenschneidwalze unterschiedliche Antriebe aufweisen können.
Dies ist besonders vorteilhaft, da der Antrieb der Schneidwalze deutlich kleiner gewählt
werden kann, da keine so großen Massen mehr beschleunigt und abgebremst werden müssen.
Da der gesamte Umfang der Gegenschneidwalze als Gegenschneide ausgebildet ist, kann
die Gegenschneidwalze mit konstanter Geschwindigkeit betrieben werden, so dass bei
der Konstruktion der Gegenschneidwalze nicht auf die hohe Dynamik der Bewegung geachtet
werden muss. Entsprechendes reduziert wesentlich den Verschleiß. Dabei ist wesentlich,
dass die Gegenschneidwalze unabhängig von der Schneidwalze kontinuierlich bewegbar
ist und es insbesondere keine Relativbewegung zwischen Messer und Gegenschneidwalze
gibt.
[0008] Dass die Gegenschneidwalze mit konstanter Geschwindigkeit läuft bzw. bewegt wird
bedeutet, dass die Gegenschneidwalze kontinuierlich d.h. während mehrere Perforierungen
hintereinander ausgebildet werden mit konstanter Geschwindigkeit läuft.
[0009] Außerdem kann die Gegenschneidwalze kostengünstiger als im Stand der Technik gefertigt
werden, da keine Gegenschneidleisten eingearbeitet werden müssen.
[0010] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Gegenschneidwalze einen kleineren Durchmesser
d
2 aufweist als die Schneidwalze, wobei insbesondere der Durchmesser d
2 der Gegenschneidwalze = 25 % bis 75 % des Durchmessers d
1 derSchneidwalze.
[0011] Aufgrund der im wesentlichen konstanten Geschwindigkeit und der kleineren Größe und/oder
der geringeren Masse reicht ein relativ kleiner Antrieb für die Gegenschneidwalze
aus was auch die Kosten wesentlich reduzieren kann.
[0012] Ganz allgemein liegt der Hauptvorteil der Erfindung darin, dass die Gegenschneidwalze
nicht mehr vom Schneidwalzen Antrieb bewegt werden muss und somit dieser Antrieb stark
entlastet wird. Nach dieser Entkopplung ist es nicht mehr wichtig wie groß die Gegenschneidwalze
ist, weil diese nicht mehr so hohen Beschleunigungen ausgesetzt ist.
[0013] Der Vorteile einer kleineren Gegenschneidwalze liegt aber darüber hinaus darin, dass
die Fertigung der gehärteten Oberfläche kostengünstiger wird im Vergleich zu einer
größeren Gegenschneidwalze.
[0014] Durch die durchgängig verwendbare Oberfläche der Gegenschneidwalze ist die Länge
des Umfangs der Gegenschneidwalze unabhängig von Etikettenläge und Produktionsgeschwindigkeit
und kann somit nach Kosten und Fertigungsbedürfnissen optimiert werden.
[0015] Vorteilhafterweise ist die Oberfläche aus Hartmetall, insbesondere einem Carbid z.B.
Hartmetall HM G 20 der Firma HHT Hartmetall GmbH & CO KG. Entsprechende. der Materialien
eignen sich besonders gut als Gegenschneide
[0016] Bei diesen Materialien liegt die Härte der Oberfläche beispielsweise in einem Bereich
von 1500 bis 1800 HV 30 nach Vickers.
[0017] Bei der Oberfläche der Gegenschneidwalze, die als Gegenschneide bzw. Gegenlager für
das Perforiermesser dient, ist die abgewickelte Oberfläche eben, das heißt, weist
insbesondere keine Erhebungen oder Vertiefungen auf.
[0018] Darüber hinaus ist es aber jetzt möglich, dass die Gegenschneidwalze mit den Zugwalzen
gekoppelt ist und den gleichen Antrieb d.h. einen gemeinsamen Motor aufweisen. Somit
ergibt sich der Vorteil, dass dann wiederrum nur zwei Antriebe, das heißt, Motoren
für die gesamte Perforiervorrichtung notwendig sind, wobei der Antrieb für die Schneidwalze
jedoch deutlich kleiner gewählt werden kann als im Stand der Technik und auch der
Motor für die Zugwalzen und die Gegenschneidwalze klein dimensioniert werden kann,
da diese Walzen kontinuierlich mit konstanter Geschwindigkeit laufen.
[0019] Die Gegenschneidwalze ist so mit den Zugwalzen gekoppelt, so dass die Umfangsgeschwindigkeit
der Gegenschneidwalze durchwegs der Transportgeschwindigkeit des Etikettenbands entspricht.
[0020] Es ist dann besonders vorteilhaft, wenn der Antrieb der Schneidwalze als Direktantrieb
z.B. Servomotor, ausgebildet ist. Folglich sind keine mechanischen Transformationen
des Antriebsmoments notwendig, die auf die hohe Dynamik der Schneidwalze ausgelegt
werden müssen. Diese Transformationen wie zum Beispiel Getriebe oder Riemen, sind
die Lebensdauer begrenzenden Bauteile. Der zwangsläufig auftretende Verschleiß würde
hohe Wartungskosten mit sich bringen.
[0021] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Perforieren eines Etikettenbandes insbesondere
eines gefalteten Folienschlauchs wird das Etikettenband von zwei gegenüberliegenden
Zugwalzen in Transportrichtung gefördert. In Transportrichtung betrachtet vor den
Zugwalzen wird das Etikettenband zwischen einer Schneidwalze, an deren Umfangsfläche
mehrere in Umfangsfläche beabstandete Perforiermesser angeordnet sind und einer gegenüberliegenden
Gegenschneidwalze perforiert. Das Etikettenband wird zwischen einem der Perforiermesser
und der Umfangsfläche der Gegenschneidwalze, die als Gegenschneide dient, perforiert.
Das heißt, dass das Etikettenband nicht länger zwischen einem Schneidmesser und einer
Gegenschneidleiste perforiert wird, sondern, dass jeweilige Schneidmesser direkt mit
der Oberfläche auf der Gegenschneidewalze zusammenwirkt und das Etikettenband perforiert.
Somit muss für bestimmte Etikettenlängen nur noch die Schneidwalze entsprechend beschleunigt
bzw. verzögert werden und die Gegenschneidwalze kann dann mit konstanter Geschwindigkeit
angetrieben werden, wodurch der Verschleiß wesentlich reduziert werden kann. Dazu
werden Schneidwalze und Gegenschneidwalze mit unterschiedlichen Antrieben angetrieben
und sind nicht miteinander gekoppelt.
[0022] Dann kann die Umfangsgeschwindigkeit der Gegenschneidwalze immer der Transportgeschwindigkeit
des Etikettenbands entsprechen, unabhängig von der Länge des entsprechenden Einzeletiketts.
[0023] Die Umfangsgeschwindigkeit der Schneidwalze entspricht vorzugsweise während des Perforierens
auch der Transportgeschwindigkeit des Etikettenbands. Allerdings muss jetzt nur noch
eine Walze, nämlich die Schneidwalze beschleunigt und gebremst werden.
[0024] Der gefaltete Folienschlauch kann beispielsweise aus folgenden Material gebildet
sein: PET, OPS, PVC insbesondere für Schrumpffolienschlauch und LDPE insbesondere
für Stretchfolien und insbesondere als Schrumpffolienschlauch ausgebildet sein.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme folgender Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt grob schematisch eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Perforieren
eines Etikettenbandes.
Figur 2 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Schneidwalze und eine Gegenschneidwalze.
Figur 3 zeigt grob schematisch die abgewickelte Oberfläche der Gegenschneidwalze.
Figur 4 zeigt schematisch das gefaltete Etikettenband.
Figur 5 zeigt eine Vorrichtung zum Perforieren.
Figur 6 zeigt grob schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung zusammen mit einem
Spreizdorn.
[0026] Figur 6 zeigt eine Vorrichtung zum Auffalten und Abreißen eines Etikettenbands 5,
wobei das Etikettenband 5 mittels Vorrichtung 20 zum Perforieren entlang einer Linie
senkrecht zur Transportrichtung T perforiert wird, wie nachfolgend noch näher erläutert
wird. Das Etikettenband, beispielsweise ein gefalteter Folienschlauch, wird dann z.B.
mittels Umlenkrolle 16 in Richtung eines Spreizdorns 17 gelenkt. Figur 6 zeigt nur
die wesentlichen Komponenten. Selbstverständlich kann vor dem Spreizdorn 17 auch noch
eine Puffereinrichtung zum Puffern einer bestimmten Länge eines des Etikettenbands
oder andere Komponenten vorgesehen sein.
[0027] Das an den Stellen 13 perforierte Etikettenband wird dann mittels Spreizdorn 17 aufgespreizt
und über Rollen 22a, 22b durch ändern der Relativgeschwindigkeit an der jeweiligen
Perforierung 13 abgerissen und auf einen Behälter 19 abgeschossen. Figur 6 zeigt nur
ein Beispiel für solche Rollen. Beispielsweise laufen die Rollen 22b schneller als
die Rollen 22a, sodass das Etikettenband an der Perforierung 13 abreißen kann und
dann mit den Rollen 22b auf den Behälter 19 aufgeschossen werden kann. Der Behälter
19 mit dem aufgebrachten Etikett. d.h. Schlauch kann dann in Pfeilrichtung P z.B.
zu einer Einrichtung 23 zum thermischen Aufschrumpfen transportiert werden und durch
die im Tunnel erzeugte Hitze aufgeschrumpft werden oder anstelle Schrumpfschlauches
einfach als Stretchetikett aufgebracht sein.
[0028] In Figur 1 wird die Vorrichtung zum Perforieren des Etikettenbandes 5 näher erläutert.
Die Einrichtung zum Perforieren weist zwei gegenüberliegende Zugwalzen 6, 7 auf, die
das Etikettenband 5 in Transportrichtung T fördern. Die Transportgeschwindigkeit des
Etikettenbands liegt beispielsweise bei 1,0 bis 3,0 m/sln Transportrichtung betrachtet
vor den Zugwalzen ist eine Schneidwalze 1 vorgesehen, an deren Umfangsfläche 14 mehrere
in Umfangsrichtung beabstandete Perforiermesser 3 angeordnet sind. Die Perforiermesser
3 weisen einen Abstand 9 voneinander auf. In Figur 1 sind beispielsweise drei Perforiermesser
3 gleichmäßig um den Umfang verteilt. Die Perforiermesser erstrecken sich senkrecht
zur Transportrichtung, das heißt, in einer Richtung der Drehachse A der Schneidwalze
1. Die Perforiermesser 3 erzeugen im Etikettenband, das heißt, insbesondere im gefalteten
Folienschlauch, Perforierungen 13 mit einem Abstand 12 wie in Figur 4 der der Länge
des Etiketts, das auf den Behälter aufgebracht wird entspricht. Das Perforiermesser
3 kann jeweils mehrere Spitzen aufweisen, wie beispielsweise auch in Figur 2 gezeigt
ist, um das Etikettenband an einer Vielzahl von Stellen wie aus Figur 4 hervorgeht,
zu perforieren.
[0029] Die Schneidwalze 1 kann mit einem Direktmotor, beispielsweise Servomotor, angetrieben
werden. Folglich sind keine mechanischen Getriebe oder Riemen notwendig, die auf die
hohe Dynamik der Schneidwalze 1 ausgelegt werden müssen da - wenn der Abstand 9 nicht
dem Abstand 12 zwischen zwei Perforierungen entspricht und die Umfangsgeschwindigkeit
der Schneidwalze der Transportgeschwindigkeit der Etikettenbands entspricht- die Schneidwalze
zwischen dem Erzeugen von aufeinanderfolgenenden Perforierungen 13 stark beschleunigt
oder abgebremst werden müsste.
[0030] Ferner umfasst die Vorrichtung eine der Schneidwalze 1 gegenüberliegende Gegenschneidwalze
10, wobei das Etikettenband 5 zwischen Schneidwalze 1 und Gegenschneidwalze geführt
und perforiert wird. Die Gegenschneidwalze 10 weist eine Oberfläche 15 auf, die über
ihren ganzen Umfang als Gegenschneide für die Perforiermesser 3 dient. Figur 2 zeigt
Schneidwalze 1 und Gegenschneidwalze 10 in perspektivischer Darstellung. Wie aus Figur
3 hervorgeht, ist die abgewickelte Oberfläche 15 der Gegenschneidwalze 10 eben und
weist insbesondere keine Erhebungen oder Vertiefungen oder Einsätze auf, wie im Stand
der Technik. Die Gegenschneidwalze 10 wird ebenfalls angetrieben, weist aber einen
anderen Antrieb auf, als die Schneidwalze 1. Die Gegenschneidwalze 10 weist darüber
hinaus einen kleineren Durchmesser d
2 auf als die Schneidwalze mit einem Durchmesser d
1, wobei d
2=0,25 bis 0,75 d
1. Das heißt, dass die Gegenschneidwalze wesentlich kleiner ausgebildet ist als die
Schneidwalze 1. Dadurch kann die Gegenschneidwalze auch leichter ausgebildet sein
als die Schneidwalze. Da die Gegenschneidwalze nun nicht mehr vom gleichen Antrieb
wie die Schneidwalze 1 angetrieben wird, kann der Antrieb für die Schneidwalze 1 deutlich
kleiner ausgelegt werden.
[0031] Da die Gegenschneidwalze klein und leicht ausgebildet ist, ist ebenso ein nur sehr
klein dimensionierter Antrieb notwendig oder aber in ganz besonders vorteilhafter
Weise kann die Gegenschneidwalze 10 mit den Zugwalzen 6, 7 gekoppelt sein und den
gleichen Antrieb aufweisen. Somit weist auch die Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung dann in diesem Ausführungsbeispiel nur zwei Antriebe, das heißt, zwei Motoren
auf, wobei diese insgesamt jedoch kleiner als im Stand der Technik ausgelegt werden
können, sodass erheblich Kosten gespart werden können. Dadurch, dass die Oberfläche
der Gegenschneidwalze keine Gegenschneidleisten aufweist, muss die Gegenschneidwalze
10 zum Perforieren nicht exakt positioniert werden und kann kontinuierlich und somit
verschleißarm betrieben werden. Die Oberfläche der Gegenschneidwalze ist besonders
hart ausgebildet und weist eine Härte in einem Bereich von 1500 bis 1800 HV 30 nach
Vickers auf. Die Oberfläche 15 kann zum Beispiel vorteilhafterweise aus Hartmetall
gebildet sein, insbesondere einem Carbid, z.B. Hartmetall HM G 20 der Firma HHT Hartmetall
GmbH & CO KG.
[0032] Wie insbesondere auch aus Figur 6 hervorgeht, ist die Vorrichtung 20 mit einer Steuerung
21 verbunden, die derart ausgelegt ist, dass während des Perforierens, das heißt,
wenn ein Messer 3 in Schneidposition der Gegenschneidwalze 10 gegenüberliegt, die
Umfangsgeschwindigkeit der Schneidwalze 1 der Transportgeschwindigkeit des Etikettenbands
5 im Wesentlichen entspricht (+/- 0,1%). Die Zugwalzen und die Gegenschneidwalze 10
können mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden wodurch das Etikettenband
eine entsprechende Transportgeschwindigkeit aufweist.
[0033] Die Gegenschneidwalze 10 ist so ausgelegt und mit den Zugwalzen 6, 7 gekoppelt, dass
die Umfangsgeschwindigkeit der Gegenschneidwalze durchwegs der Transportgeschwindigkeit
des Etikettenbands 5 entspricht.
[0034] Nachfolgend wird ein Verfahren zum Perforieren eines Etikettenbands 5 gemäß einem
bevorzugen Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
[0035] Das Etikettenband 5, zum Beispiel ein gefalteter Folienschlauch, zum Beispiel Schrumpffolienschlauch,
wird in Transportrichtung T angefördert und über die gegenüberliegenden Zugwalzen
6, 7 in Transportrichtung T gefördert. Der gefaltete Schlauch 5 wird zwischen der
Schneidwalze 1 und der Gegenschneidwalze 10 gefördert. Die Schneidwalze 1 wird derart
angesteuert, dass aufeinanderfolgende Schneidmesser 3, die die Perforierung an der
gegenüberliegenden Gegenschneidwalze erzeugen, so nacheinander in Perforierposition
(wie in Figur 1 gezeigt ist), gebracht werden, dass die Perforierungen 13 den gewünschten
Abstand 12 aufweisen, wie aus Figur 4 hervorgeht. Dabei weist die Schneidwalze 1 zumindest
während des Perforierens eine Umfangsgeschwindigkeit auf, die im Wesentlichen der
Transportgeschwindigkeit des Etikettenbandes 5 entspricht. Im Gegensatz dazu kann
aufgrund der glatten Oberfläche 15 die Gegenschneidwalze 10 kontinuierlich angetrieben
werden.
[0036] Da die Umfangsgeschwindigkeit der Gegenschneidwalze 10 konstant ist und wie zuvor
ausgeführt, die Gegenschneidwalze klein und leicht ist, kann diese mit den Zugwalzen
6, 7 gekoppelt werden und vom gleichen Antrieb angetrieben werden. Dabei entspricht
die Umfangsgeschwindigkeit der Zugwalze 6 und 7 der Transportgeschwindigkeit T. Im
Anschluss kann dann, wie zuvor im Zusammenhang mit Figur 6 beschrieben wurde, das
Etikettenband bzw. der gefaltete Folienschlauch mittels Spreizdorn 17 aufgefaltet
sowie mittels weiteren Rollenpaaren 22a, b abgerissen und auf einen Behälter 19 abgeschossen
werden und die Etikettenhülse, das heißt, der Sleeve dann zum Beispiel aufgeschrumpft
werden.
[0037] Die Erfindung ermöglicht eine Vorrichtung, die außerordentlich verschleißarm ist
und bei der-Fertigungskosten gespart werden können.
1. Vorrichtung (20) zum Perforieren eines Etikettenbandes (5), insbesondere eines gefalteten
Folienschlauchs, mit zwei gegenüberliegenden Zugwalzen (6), (7), mit welchen das Etikettenband
(5) in Transportrichtung T gefördert werden kann,
mit einer Schneidwalze (1), an deren Umfangsfläche (14) mehrere in Umfangsrichtung
beabstandete Perforiermesser (3) angeordnet sind, sowie mit
einer der Schneidwalze (1) gegenüberliegende Gegenschneidwalze (10), wobei das Etikettenband
(5) zwischen Schneidwalze (1) und Gegenschneidwalze (10) perforiert werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gegenschneidwalze (10) eine Oberfläche (15) aufweist, die über ihren ganzen Umfang
als Gegenschneide für die Perforiermesser (3) dient, und dass die Schneidwalze (1)
und die Gegenschneidwalze (10) unterschiedliche Antriebe aufweisen derart, dass die
Gegenschneidwalze (10) mit konstanter Geschwindigkeit laufen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenschneidwalze (10) einen kleineren Durchmesser d2 aufweist als die Schneidwalze, die einen Durchmesser d1 aufweist, wobei d2 = 0,25 bis 0,75 d1.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (15) aus einem Hartmetall, insbesondere einem Carbid gefertigt ist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (15) der Gegenschneidwalze (10) eine Härte in einem Bereich von 1500
- 1800 HV 30 nach Vickers aufweist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die abgewickelte Oberfläche (15) der Gegenschneidwalze (10) eben ist, insbesondere
keine Erhebungen oder Vertiefungen aufweist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenschneidwalze (10) mit den Zugwalzen (6), (7) gekoppelt ist, und den gleichen
Antrieb aufweisen.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Antrieb für die Schneidwalze (1) und einen gemeinsamen Antrieb
für die Gegenschneidwalze (10) und die Zugwalzen (6), (7) aufweist.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Gegenschneidwalze (10) durchwegs der Transportgeschwindigkeit
des Etikettenbands (5) entspricht.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Schneidwalze (1) als Direktantrieb ausgebildet ist.
10. Verfahren zum Perforieren eines Etikettenbands (5), insbesondere eines gefalteten
Folienschlauchs, insbesondere mit einer Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 9, wobei das Etikettenband (5) von zwei gegenüberliegenden Zugwalzen (6), (7)
in Transportrichtung T gefördert wird und
in Transportrichtung betrachtet vor den Zugwalzen (6), (7) zwischen einer Schneidwalze
(1), an deren Umfangsfläche (14) mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Perforiermesser
(3) angeordnet sind, und einer gegenüberliegenden Gegenschneidwalzen (10) perforiert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikettenband (5) zwischen einem der Perforiermesser (3) und der Umfangsfläche
(15) der Gegenschneidwalze (10), die als Gegenschneide dient, perforiert wird, und
die Schneidewalze (3) und die Gegenschneidwalze mit unterschiedlichen Antrieben angetrieben
werdenund, dass die Gegenschneidwalze mit konstanter Geschwindigkeit läuft.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Gegenschneidwalze (10) immer der Transportgeschwindigkeit
des Etikettenbands (5) entspricht, und insbesondere die Gegenschneidwalze (10) und
die Zugwalzen vom selben Antrieb angetrieben werden.
12. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Schneidwalze (1) während des Perforierens der Transportgeschwindigkeit
des Etikettenbands entspricht.
13. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der gefaltete Folienschlauch aus folgenden Material gebildet ist: PET, OPS, PVC,
insbesondere als für Schrumpfschlauchoder LDPE insbesondere für Stretchfolien.
14. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikettenband in Transportrichtung nach den Zugwalzen (6), (7) mit Hilfe eines
Spreizdorns (17) aufgefaltet und über weitere Rollen (22a, b) auf ein Behältnis aufgeschossen
wird.