[0001] Die Erfindung betrifft ein Schalungssystem zur Herstellung einer Schalung für ein
Betonfertigteil, umfassend Schalungsprofile, die jeweils zwei Längsseiten und zwei
dazwischen liegende Stirnseiten aufweisen, wobei die Schalungsprofile in eine erste
Gruppe und in eine zweite Gruppe unterteilbar sind, die Schalungsprofile der zweiten
Gruppe dazu vorgesehen sind, im Wesentlichen senkrecht zu einem oder mehreren Schalungsprofilen
der ersten Gruppe angeordnet zu werden, und zumindest die Schalungsprofile der ersten
Gruppe an zumindest einer Längsseite eine abstehende Schrägfläche zur Ausbildung einer
Fase in einem Betonfertigteil aufweisen. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Schalung
aus Schalungsprofilen des erfindungsgemäßen Schalungssystems auf einem Untergrund.
[0002] Schalungssysteme gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sind aus der
EP 2 017 047 B1 bekannt. Die Schalungsprofile der ersten Gruppe werden auch als Querabsteller und
die Schalungsprofile der zweiten Gruppe als Längsabsteller bezeichnet. Die Schalungsprofile
eines solchen Schalungssystems gemäß dem Stand der Technik weisen jeweils an beiden
Stirnseiten - betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu einer der Längsseiten - eine
Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe
auf. Reiht man nun mehrere Schalungsprofile der zweiten Gruppe, also der Längsabsteller,
hintereinander, um eine bestimmte Gesamtlänge zu erreichen, so ergeben sich an den
Stellen, an denen die Stirnseiten aneinander stoßen, Lücken, in die Beton hineinquellen
kann. Dies hinterlässt Abdrücke im Betonfertigteil, die den ästhetischen Gesamteindruck
stören. Bei dreieckigen Aussparungen ergeben sich Lücken, die in der Figur 1 mit strichpunktierten
Linien 49 angedeutet sind.
[0003] Ein Lösungsansatz besteht darin, die Lücken manuell mit einem Füllmaterial, z.B.
Styropor, zu verschließen. Damit ist ein Klebeschritt verbunden. Beim Entfernen der
Schalungsprofile nach dem Aushärten des Betons muss der Füllstoff von den Schalungsprofilen
wieder entfernt werden. Mit diesen Schritten ist somit ein erheblicher Aufwand verbunden,
zumal in einer Schalung eine Reihe solcher Lücken verschlossen werden muss.
[0004] Die
EP 2 255 938 A2 offenbart solche Sonderschalungselemente aus Styropor, die individuell je nach Schalung
zugeschnitten werden, um Lücken zu füllen. Bei diesen Sonderschalungselementen handelt
es sich um Einwegschalungselemente.
[0005] Die objektive technische Aufgabe besteht nun darin, ein Schalungssystem anzugeben,
bei welchem die beschriebenen Nachteile des Standes der Technik vermieden werden,
und mit dem es insbesondere möglich ist, eine lückenlose Schalung herzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Es ist also erfindungsgemäß vorgesehen, dass die zweite Gruppe an Schalungsprofilen
in eine erste Untergruppe, eine zweite Untergruppe und eine dritte Untergruppe unterteilbar
ist, wobei die Schalungsprofile der ersten Untergruppe an genau einer ersten Stirnseite
- betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu einer der Längsseiten - eine Aussparung
zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe aufweisen,
die Schalungsprofile der zweiten Untergruppe an genau einer, der ersten Stirnseite
gegenüberliegenden zweiten Stirnseite - betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu
einer der Längsseiten - eine Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils
aus der ersten Gruppe aufweisen, und die Schalungsprofile der dritten Untergruppe
an keiner der beiden Stirnseiten - betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu einer
der Längsseiten - eine Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils
aus der ersten Gruppe aufweisen.
[0008] Kombiniert man für eine Schalung jeweils ein Schalungsprofil aus der ersten Untergruppe
mit einem zweiten Schalungsprofil aus der zweiten Untergruppe und gegebenenfalls einem
oder mehreren dazwischen liegenden Schalungsprofilen aus der dritten Untergruppe,
und richtet das Schalungsprofil der ersten Untergruppe und das Schalungsprofil der
zweiten Untergruppe derart aus, dass diejenige Stirnseite, welche die Aussparung zur
Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe aufweist, nach
außen, also in Richtung der (eine Schrägfläche aufweisende) Längsseite eines Querabsteller,
weist, so sind die Schnittstellen zwischen den Schalungsprofilen lückenlos (vergleiche
Figur 1).
[0009] Im Unterschied zu den in der
EP 2 255 938 A2 offenbarten Sonderschalungselementen ist das Schalungssystem der vorliegenden Erfindung
wiederverwendbar und besteht aus Schalungsprofilen festgelegter Längen. Das bedeutet,
dass die Schalungsprofile nicht immer individuell für eine bestimmte Schalung angefertigt
werden müssen, sondern dass sich aus dem System von Schalungsprofilen jede beliebige
Schalung, insbesondere zentimetergenau, aufbauen lässt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Schalungsprofile der zweiten Gruppe an einer Längsseite, vorzugsweise an genau einer
Längsseite, eine abstehende Schrägfläche zur Ausbildung einer Fase in einem Betonfertigteil
aufweisen.
[0011] Für den Fall, dass an genau einer Längsseite eine abstehende Schrägfläche zur Ausbildung
einer Fase in einem Betonfertigteil vorgesehen ist, können die Schalungsprofile entweder
dazu verwendet werden, Betonfertigteile ohne Fase herzustellen oder Betonfertigteile
mit einer Fase herzustellen. Sie müssen hierzu nur um 180° gedreht werden. Außerdem
lassen sich die Schalungsprofile der ersten und der zweiten Untergruppe in diesem
Fall gut voneinander unterscheiden, da sie nur an einer der Längsseiten eine abstehende
Schrägfläche aufweisen und insofern nicht symmetrisch ausgebildet sind, sodass sich
die beiden Stirnseiten durch ihre Anordnung in Bezug auf die die Schrägfläche aufweisende
Längsseite auszeichnen.
[0012] Eine besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn die erste Untergruppe Schalungsprofile
mit Längen von 49, 50, 51, 52, 53, 54 und 55 cm umfasst und/oder die zweite Untergruppe
Schalungsprofile mit Längen von 49, 56, 63, 70, 77, 84 und 91 cm umfasst und/oder
die dritte Untergruppe Schalungsprofile mit Längen von 49, 98, 147, 196 und 294 cm
umfasst. Das ist deshalb besonders vorteilhaft, da man auf diese Weise relativ wenige
Schalungsprofile unterschiedlicher Länge benötigt, um zentimetergenau sämtliche Gesamtlängen
ab 98 cm zu realisieren (vergleiche Figur 8).
[0013] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
6 bis 11 definiert.
[0014] Schutz wird auch begehrt für eine Schalung aus Schalungsprofilen des erfindungsgemäßen
Schalungssystems auf einem Untergrund.
[0015] Vorteilhafterweise besteht die Schalung dabei wenigstens aus einem Schalungsprofil
aus der ersten Untergruppe, gegebenenfalls einem oder mehreren dazwischen angeordneten
Schalungsprofilen aus der dritten Untergruppe und einem Schalungsprofil aus der zweiten
Untergruppe, wobei die Schalungsprofile derart relativ zueinander ausgerichtet sind,
dass die beiden Längsseiten jeweils im Wesentlichen in derselben Ebene liegen und
diejenige Stirnseite des Schalungsprofils aus der ersten Untergruppe und diejenige
Stirnseite des Schalungsprofils aus der zweiten Untergruppe, welche die Aussparung
aufweist, jeweils nach außen gerichtet ist.
[0016] Ergänzend kann es vorgesehen sein, dass jeweils ein Schalungsprofil aus der ersten
Gruppe mit einer Längsseite der nach außen gerichteten Stirnseite des Schalungsprofils
aus der ersten bzw. der zweiten Untergruppe zugewandt angeordnet ist.
[0017] Derartige Schalungen sind im Wesentlichen lückenlos ausgebildet.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Schalung in einer bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schalungssystems in einer bevorzugten
Ausführungsform,
- Fig. 3a) bis 3e)
- verschiedene Ansichten eines Schalungsprofils aus der ersten Untergruppe des in der
Figur 2 dargestellten Schalungssystems,
- Fig. 4a) bis 4d)
- verschiedene Ansichten eines Schalungsprofils aus der zweiten Untergruppe des in der
Figur 2 dargestellten Schalungssystems,
- Fig. 5a) und 5b)
- zwei Ansichten eines Schalungsprofils aus der dritten Untergruppe des in der Figur
2 dargestellten Schalungssystems,
- Fig. 6a) bis 6c)
- drei Ansichten eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe des in der Figur 2 dargestellten
Schalungssystems,
- Fig. 7a) und 7b)
- eine Querschnittsansicht eines Schalungsprofils zur Illustration der Wirkungsweise
des Mittels zur lösbaren Fixierung eines Schalungsprofils auf einem Untergrund, wobei
die Teilfiguren a) und b) zwei unterschiedliche Stellungen dieses Mittels zeigen,
und
- Fig. 8
- ein schematisches Diagramm zur Illustration der Kombinationsmöglichkeiten der Schalungsprofile
des in der Figur 2 dargestellten Schalungssystems.
[0019] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Schalung 61 aus zwei Schalungsprofilen
25 aus der ersten Gruppe 2 (vergleiche Figur 2) und drei dazwischen angeordneten Schalungsprofilen
7, 65 und 14 aus der zweiten Gruppe 3, wobei das Schalungsprofil 7 der ersten Untergruppe
4, das Schalungsprofil 65 der dritten Untergruppe 6 und das Schalungsprofil 14 der
zweiten Untergruppe 5 entstammt. Die Schalung 61 ist auf einem Untergrund 39 angeordnet.
Die Schalungsprofile 7, 65 und 14 sind derart relativ zueinander angeordnet, dass
jeweils ihre Längsseiten 27 und 28 (vergleiche z.B. Figur 3) im Wesentlichen in derselben
Ebene liegen und diejenige Stirnseite 32 des Schalungsprofils 7 aus der ersten Untergruppe
und diejenige Stirnseite 31 des Schalungsprofils 14 aus der zweiten Untergruppe, welche
die Aussparung 36 (gestrichelt eingezeichnet) aufweist, jeweils nach außen gerichtet,
d.h. der Längsseite 29 bzw. 30 der Schalungsprofile 25 zugewandt ist. In den Aussparungen
36 sind die von den Längsseiten 29 bzw. 30 der Schalungsprofile 25 abstehenden Schrägflächen
35 angeordnet. Insgesamt ergibt sich auf diese Weise eine lückenlose Schalung 61.
Im Vergleich dazu lagen im Stand der Technik an den Schnittstellen zwischen den Schalungsprofilen
7 und 65 und 65 und 14 Lücken vor, die mit strichpunktierten Linien eingezeichnet
sind.
[0020] Die Schrägflächen 35 stehen unter einem Winkel 37 von ca. 45° von den Längsseiten
29, 30 ab und weisen in einem Querschnitt parallel zu einer Stirnseite eine Länge
38 von ca. 15 mm auf. Eine entsprechende Schrägfläche 35 weisen auch die Schalungsprofile
7, 65 und 14 an der Längsseite 27 auf.
[0021] Alle Schalungsprofile sind in einem Querschnitt parallel zu einer Stirnseite im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet.
[0022] Sie weisen weiterhin jeweils eine dem Untergrund 39 zugewandte Unterseite und eine
davon beabstandete Oberseite 43 bzw. 42 auf. Es ist ersichtlich, dass die Schrägflächen
35 und die Aussparung 36 zur Aufnahme einer der Schrägflächen an die jeweilige Unterseite
der Schalungsprofile angrenzend an der Längsseite bzw. an der Stirnseite ausgebildet
sind.
[0023] Die Schalungsprofile bestehen im Wesentlichen aus Stahl.
[0024] Figur 2 zeigt in einer schematischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Schalungssystem
1 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform: Das Schalungssystem unterteilt sich in
eine erste Gruppe 2 von Schalungsprofile 25, 26 und in eine zweite Gruppe 3 von Schalungsprofile
7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 und 65 wobei die
Schalungsprofile der zweiten Gruppe dazu vorgesehen sind, im Wesentlichen senkrecht
zu einem oder mehreren Schalungsprofilen der ersten Gruppe angeordnet zu werden. Die
Schalungsprofile der ersten Gruppe werden auch als Querabsteller und die Schalungsprofile
der zweiten Gruppe als Längsabsteller bezeichnet. Die Schalungsprofile der ersten
Gruppe 2 weisen jeweils an genau einer oder an beiden Längsseiten eine abstehende
Schrägfläche zur Ausbildung einer Fase in einem herzustellenden Betonfertigteil auf.
Die Schalungsprofile der zweiten Gruppe 3 weisen an genau einer Längsseite eine abstehende
Schrägfläche zur Ausbildung einer Fase in einem herzustellenden Betonfertigteil auf.
[0025] Wenn die Schalungsprofile nur an genau einer Längsseite eine abstehende Schrägfläche
aufweisen, so können sie entweder dazu verwendet werden, Betonfertigteile ohne Fase
herzustellen oder Betonfertigteile mit einer Fase herzustellen. Sie müssen hierzu
nur um 180° gedreht werden.
[0026] Die zweite Gruppe 3 der Schalungsprofile ist in eine erste Untergruppe 4, eine zweite
Untergruppe 5 und eine dritte Untergruppe 6 unterteilt, wobei die Schalungsprofile
7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 der ersten Untergruppe 4 an genau einer, ersten Stirnseite
eine Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten
Gruppe aufweisen, die Schalungsprofile 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 der zweiten Untergruppe
5 an genau einer, der ersten der Stirnseite gegenüberliegenden zweiten Stirnseite
eine Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten
Gruppe aufweisen und die Schalungsprofile 21, 22, 23, 24, 65 der dritten Untergruppe
6 an keiner der beiden Stirnseiten eine Aussparung zur Aufnahme der Schrägfläche eines
Schalungsprofils aus der ersten Gruppe aufweisen.
[0027] Die Schalungsprofile aus der ersten und der zweiten Untergruppe lassen sich deshalb
voneinander unterscheiden, da sie nur an einer der Längsseiten eine abstehende Schrägfläche
aufweisen und insofern nicht symmetrisch ausgebildet sind, sodass sich die beiden
Stirnseiten durch ihre Anordnung in Bezug auf die die Schrägfläche aufweisende Längsseite
auszeichnen.
[0028] Das mit dem Bezugszeichen 7 versehene Schalungsprofil der ersten Untergruppe 4 weist
eine Länge von 49 cm auf. Die mit dem Bezugszeichen 8, 9, 10, 11, 12 und 13 bezeichneten
Schalungsprofile weisen entsprechend eine Länge von 50, 51, 52, 53, 54 und 55 cm auf.
Die mit den Bezugszeichen 14, 15, 16, 17, 18, 19 und 20 bezeichneten Schalungsprofile
der zweiten Untergruppe 5 weisen eine Länge von 49, 56, 63, 70, 77, 84 und 91 cm auf.
Die mit den Bezugszeichen 21, 22, 23, 24 und 65 bezeichneten Schalungsprofile der
dritten Untergruppe 6 weisen eine Länge von 98, 147, 196, 294 und 49 cm auf.
[0029] Wie aus der Figur 8 hervorgeht, lassen sich mit diesem Satz von Schalungsprofilen
aus der zweiten Gruppe zentimetergenau sämtliche Längen ab 98 cm realisieren, wobei
in der Figur 8 die Gesamtlängen 60 zwischen 103 und 247 cm dargestellt sind. Es muss
jeweils immer nur ein Schalungsprofil aus der ersten Untergruppe 4 mit einem Schalungsprofil
aus der zweiten Untergruppe 5 und dazwischen gegebenenfalls einem oder mehreren Schalungsprofilen
aus der dritten Untergruppe 6 kombiniert werden.
[0030] Die Teilfiguren a) bis e) der Figur 3 zeigen ein Schalungsprofil 7, 8, 9, 10, 11,
12 bzw. 13 aus der ersten Untergruppe 4 der zweiten Gruppe 3 von Schalungsprofilen
(vergleiche Figur 2). Die Schalungsprofile dieser Untergruppe unterscheiden sich im
Wesentlichen nur in ihrer Länge 51 voneinander, wobei zur Realisierung unterschiedlicher
Längen 51 der in der Teilfigur b) eingezeichnete Abstand 54 zwischen den beiden Mitteln
44 zur lösbaren Fixierung der Schalungsprofile auf einem Untergrund unterschiedlich
groß gewählt wird.
[0031] Die Teilfigur a) der Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht, die Teilfigur b)
eine Querschnittsansicht in Längsrichtung und die Teilfigur c) eine Querschnittsansicht
entlang der in der Figur b) gestrichelt eingezeichneten Schnittebene 62 parallel zu
einer der Stirnseiten 31 bzw. 32. Teilfigur d) zeigt eine Draufsicht von oben und
Teilfigur e) einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Endbereich des Schalungsprofils,
der in der Teilfigur d) gestrichelt markiert ist.
[0032] Ein Schalungsprofil aus dieser Untergruppe - und den anderen Untergruppen - ist im
Querschnitt parallel zu einer der Stirnseiten im Wesentlichen U-förmig ausgebildet
und weist eine Unterseite 40 und eine Oberseite 42, zwei Stirnseiten 31 und 32 und
zwei dazwischenliegende Längsseiten 27 und 28 auf, wobei an einer der Längsseiten
eine abstehende Schrägfläche 35 und an der Stirnseite 32, betrachtet aus einer Richtung
senkrecht zu einer der Längsseiten, eine Aussparung 36 zur Aufnahme einer Schrägfläche
eines Schalungsprofiles aus der ersten Gruppe vorgesehen ist.
[0033] Darüber hinaus sind zwei Mittel 44 zur Fixierung der Schalungsprofile auf einem ferromagnetischen
Untergrund vorgesehen, wobei die Mittel ein in Gebrauchslage der Schalungsprofile
von ihrer Oberseite 42 zugängliches Betätigungselement 45 sowie Magnetmittel 46 umfassen,
die in einer ersten und in einer zweiten Betriebsstellung anordenbar sind, wobei die
Magnetmittel in der ersten Betriebsstellung einen ersten Abstand 47 zum Untergrund
(vergleiche Figur 7b)) und in einer zweiten Betriebsstellung einen zweiten Abstand
48 zum Untergrund (vergleiche Figur 7a)) ungleich dem ersten Abstand aufweisen, und
wobei der zweite Abstand 48 gleich Null ist. Zur Bewegung der Magnetmittel 46 von
der ersten in die zweite Betriebsstellung bzw. umgekehrt, ist das Betätigungselement
45 vorgesehen.
[0034] Das Betätigungselement 45 bietet daneben eine Angriffsmöglichkeit, um die Schalungsprofile
automatisiert einem Magazin entnehmen und auf dem Untergrund positionieren zu können.
Zur Halterung in dem Magazin weisen die Schalungsprofile an ihrer Oberseite 42 an
jedem ihrer Enden U-förmige Einschnitte 50 auf.
[0035] Es sei darauf hingewiesen, dass die in der Figur 1 dargestellten Schalungsprofile
25, 7, 65 und 14 dahingehend vereinfacht dargestellt sind, dass die Magazinaufnahmen
50 und die Mittel 44 zur lösbaren Fixierung der Schalungsprofile auf einem Untergrund
weggelassen wurden. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass die in den nachfolgenden
Figuren 4 bis 6 dargestellten Mittel zur lösbaren Fixierung identisch zu den bei den
Schalungsprofilen gemäß der Figur 3 vorgesehenen Mitteln zur lösbaren Fixierung ausgebildet
sind.
[0036] In den Figuren 4a) bis d) ist ein Schalungsprofil 14, 15, 16, 17, 18, 19 bzw. 20
aus der zweiten Untergruppe 5 der zweiten Gruppe 3 (vergleiche Figur 2) dargestellt,
wobei sich die Schalungsprofile dieser Untergruppe im Wesentlichen dadurch voneinander
unterscheiden, dass sie eine unterschiedliche Länge 52 aufweisen. Die unterschiedlichen
Längen werden dadurch realisiert, dass der Abstand 55 zwischen den Mitteln 44 zur
lösbaren Fixierung unterschiedlich groß gewählt wird. Die Teilfigur a) zeigt wiederum
eine perspektive Ansicht, die Teilfigur b) eine Querschnittsansicht in Längsrichtung,
die Teilfigur c) eine Querschnittsansicht entlang der in der Teilfigur b) gestrichelt
eingezeichneten Schnittebene 63 und die Teilfigur d) eine Draufsicht von oben.
[0037] Der wesentliche Unterschied zwischen den Schalungsprofilen aus der ersten Untergruppe
(vergleiche Figur 3) und den Schalungsprofilen aus der zweiten Untergruppe gemäß der
Figur 4 besteht darin, dass die Aussparung 36 zur Aufnahme einer Schrägfläche eines
Schalungsprofils aus der ersten Gruppe nicht an der Stirnseite 32, sondern an der
gegenüberliegenden Stirnseite 31 ausgebildet ist.
[0038] Zu der Aussparung 36 sei allgemein noch angemerkt, dass, da die Schalungsprofile
im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind, die Aussparung darin besteht, dass die dem
Untergrund zugewandten Ecken des "U's" an der Stirnseite 31 abgeschrägt sind und zwar
unter demselben Winkel in Bezug auf die Stirnseite 31, unter dem die Schrägflächen
von den Längsseiten abstehen. Die Länge der zwischen der Stirnseite und der Unterseite
der Schalungsprofile verlaufenden Schrägfläche ist unwesentlich größer als die Länge
der Schrägfläche in einem Querschnitt parallel zur Stirnseite, sodass sich insgesamt
eine - in ihrer Geometrie - zur Schrägfläche korrespondierende Aussparung ergibt.
Die Aussparung und die Schrägflächen sind bei allen Schalungsprofilen identisch ausgebildet.
In der Figur 6b) ist der Winkel der die Aussparung begrenzenden Schrägfläche mit dem
Bezugszeichen 59 und ihre Länge mit dem Bezugszeichen 58 versehen.
[0039] Die Figuren 5a) und b) zeigen Schalungsprofile 21, 22, 23, 24 und 65 der dritten
Untergruppe 6 (vgl. Figur 2), die im Gegensatz zu den Schalungsprofilen der Untergruppen
1 und 2 an ihren Stirnseiten 31 und 32 keine Aussparungen aufweisen. Ansonsten sind
die Schalungsprofile dieser Untergruppe ähnlich wie die Schalungsprofile der anderen
Untergruppen ausgebildet. Da es sich um Schalungsprofile mit einer vergleichsweise
großen Längen 53 handelt, wobei unterschiedliche Längen durch Variationen des in der
Teilfigur a) eingezeichneten Abstands 56 zustande kommen, sind bei diesen Schalungsprofilen
noch im Querschnitt betrachtet dreieckige Verstrebungen 64 vorgesehen.
[0040] Die Figuren 6a) bis c) zeigen einen Schalungsprofile 26 aus der ersten Gruppe 2 (vergleiche
Figur 2) mit einer Gesamtlänge 57 von 300 cm. Im Gegensatz zu den in der Figur 1 gezeigten
Schalungsprofilen 25 weist das Schalungsprofil 26 in diesem Fall nur an der Längsseite
29 eine abstehende Schrägfläche 35 auf. Gleichzeitig sind an beiden Stirnseiten 33
und 34 Aussparungen 36 vorgesehen. Aufgrund seiner Länge weist das dargestellte Schalungsprofil
drei Mittel 44 zur lösbaren Fixierung des Schalungsprofils auf einem Untergrund und
mehrere Verstrebungen 64 auf. Teilfigur 6b) zeigt einen vergrößerten Ausschnitt eines
der Enden des Schalungsprofils, wobei der dargestellte Ausschnitt in der Teilfigur
a) gestrichelt dargestellt ist. Anhand dieses Ausschnitts lässt sich die Formgebung
der Aussparung 36, die bei den Schalungsprofilen der zweiten Gruppe, die eine Aussparung
aufweisen, identisch ausgebildet sind, nachvollziehen. Die einem Untergrund zugewandte
Unterseite des Schalungsprofils ist mit dem Bezugszeichen 41 und die Oberseite mit
dem Bezugszeichen 43 versehen.
1. Schalungssystem (1) zur Herstellung einer Schalung für ein Betonfertigteil, umfassend
Schalungsprofile (7 bis 26, 65), die jeweils zwei Längsseiten (27, 28, 29, 30) und
zwei dazwischen liegende Stirnseiten (31, 32, 33, 34) aufweisen, wobei die Schalungsprofile
in eine erste Gruppe (2) und in eine zweite Gruppe (3) unterteilbar sind, die Schalungsprofile
(7 bis 24, 65) der zweiten Gruppe (3) dazu vorgesehen sind, im Wesentlichen senkrecht
zu einem oder mehreren Schalungsprofilen (25, 26) der ersten Gruppe (2) angeordnet
zu werden, und zumindest die Schalungsprofile (25, 26) der ersten Gruppe (2) an zumindest
einer Längsseite (29, 30) eine abstehende Schrägfläche (35) zur Ausbildung einer Fase
in einem Betonfertigteil aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gruppe (3) an Schalungsprofilen (7 bis 24, 65) in eine erste Untergruppe
(4), eine zweite Untergruppe (5) und eine dritte Untergruppe (6) unterteilbar ist,
wobei die Schalungsprofile (7 bis 13) der ersten Untergruppe (4) an genau einer ersten
Stirnseite (32) - betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu einer der Längsseiten
(27, 28) - eine Aussparung (36) zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils
aus der ersten Gruppe (2) aufweisen, die Schalungsprofile (14 bis 20) der zweiten
Untergruppe (5) an genau einer, der ersten Stirnseite (32) gegenüberliegenden zweiten
Stirnseite (31) - betrachtet aus einer Richtung senkrecht zu einer der Längsseiten
(27, 28) - eine Aussparung (36) zur Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils
aus der ersten Gruppe (2) aufweisen, und die Schalungsprofile (21 bis 24, 65) der
dritten Untergruppe (6) an keiner der beiden Stirnseiten (31, 32) - betrachtet aus
einer Richtung senkrecht zu einer der Längsseiten (27, 28) - eine Aussparung zur Aufnahme
der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe (2) aufweisen.
2. Schalungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei die Schalungsprofile (7 bis 24, 65) der
zweiten Gruppe (3) an einer Längsseite (27, 28), vorzugsweise an genau einer Längsseite
(27), eine abstehende Schrägfläche (35) zur Ausbildung einer Fase in einem Betonfertigteil
aufweisen.
3. Schalungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die erste Untergruppe (4) Schalungsprofile
(7 bis 13) mit Längen (51) von 49, 50, 51, 52, 53, 54 und 55 cm umfasst.
4. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zweite Untergruppe
(5) Schalungsprofile (14 bis 20) mit Längen (52) von 49, 56, 63, 70, 77, 84 und 91
cm umfasst.
5. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die dritte Untergruppe
(6) Schalungsprofile (21 bis 24, 65) mit Längen (53) von 49, 98, 147, 196 und 294
cm umfasst.
6. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Schrägfläche (35)
zur Ausbildung einer Fase in einem Betonfertigteil unter einem Winkel (37) von ca.
45° von der Längsseite (27, 29, 30) eines Schalungsprofils (7 bis 13, 21 bis 26, 65)
absteht und - in einem Querschnitt parallel zur Stirnseite - bevorzugt eine Länge
(38) zwischen 10 und 20 mm, besonders bevorzugt von ca. 15 mm, aufweist.
7. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Aussparung (36) zur
Aufnahme der Schrägfläche eines Schalungsprofils aus der ersten Gruppe (2) im Wesentlichen
korrespondierend zur Geometrie (37, 38) der Schrägfläche (35) ausgebildet ist.
8. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Schalungsprofile (7
bis 26, 65) in ihrer Gebrauchslage auf einem Untergrund (39) anordenbar sind, jeweils
eine dem Untergrund zugewandte Unterseite (40, 41) und eine davon beabstandete Oberseite
(42, 43) aufweisen, und die Schrägfläche (35) und die Aussparung (36) zur Aufnahme
der Schrägfläche an die jeweilige Unterseite der Schalungsprofile angrenzend an der
Längsseite bzw. an der Stirnseite ausgebildet sind.
9. Schalungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Schalungsprofile jeweils
wenigstens ein Mittel (44) zur lösbaren Fixierung der Schalungsprofile auf einem Untergrund
(39) aufweisen.
10. Schalungssystem (1) nach Anspruch 9, wobei die Mittel (44) zur lösbaren Fixierung
ein - in Gebrauchslage der Schalungsprofile von ihrer Oberseite (42, 43) zugängliches
- Betätigungselement (45) umfassen.
11. Schalungssystem (1) nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Mittel (44) zur lösbaren Fixierung
Magnetmittel (46) umfassen, die in einer ersten und in einer zweiten Betriebsstellung
anordenbar sind, wobei die Magnetmittel in der ersten Betriebsstellung einen ersten
Abstand (47) zum Untergrund und in der zweiten Betriebsstellung einen zweiten Abstand
(48) zum Untergrund, ungleich dem ersten Abstand, aufweisen, und wobei der zweite
Abstand vorzugsweise gleich Null ist.
12. Schalung (61) aus Schalungsprofilen (7 bis 26, 65) des Schalungssystems (1) gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 11 auf einem Untergrund (39).
13. Schalung (61) nach Anspruch 12, bestehend wenigstens aus einem Schalungsprofil (7
bis 13) aus der ersten Untergruppe (4) und einem Schalungsprofil (14 bis 20) aus der
zweiten Untergruppe (5), wobei die Schalungsprofile (7 bis 20) derart relativ zueinander
ausgerichtet sind, dass die beiden Längsseiten (27, 28) jeweils im Wesentlichen in
derselben Ebene liegen und diejenige Stirnseite (32) des Schalungsprofils aus der
ersten Untergruppe und diejenige Stirnseite (31) des Schalungsprofils aus der zweiten
Untergruppe, welche die Aussparung (36) aufweist, jeweils nach außen gerichtet ist.
14. Schalung (61) nach Anspruch 13, wobei zwischen dem Schalungsprofil (7 bis 13) aus
der ersten Untergruppe (4) und dem Schalungsprofil (14 bis 20) aus der zweiten Untergruppe
(5) wenigstens ein Schalungsprofil (21 bis 24, 65) aus der dritten Untergruppe (6)
angeordnet ist.
15. Schalung (61) nach Anspruch 13 oder 14, wobei jeweils ein Schalungsprofil (25, 26)
aus der ersten Gruppe (2) mit einer Längsseite (29, 30) der nach außen gerichteten
Stirnseite (32, 31) des Schalungsprofils aus der ersten bzw. der zweiten Untergruppe
zugewandt angeordnet ist.