[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerung für eine Aufzugsanlage, ein Schlüssel-Erfassungs-Modul,
eine Aufzugsanlage, ein Verfahren zum Steuern einer Aufzugsanlage, ein Computerprogramm
sowie ein computerlesbares Medium.
[0002] Aufzüge werden unter anderem dazu eingesetzt, Passagiere zwischen verschiedenen Stockwerken
innerhalb eines Gebäudes zu befördern. Ein Passagier muss dabei im Allgemeinen über
eine Mensch-Maschine-Schnittstelle eine Steuerung der Aufzugsanlage darüber informieren
können, wohin die Steuerung eine Aufzugskabine der Aufzugsanlage fahren lassen soll.
Hierzu ist herkömmlich im Innenraum der Aufzugskabine ein Kabinen-Bedien-Tableau vorgesehen,
mithilfe dessen ein in die Aufzugskabine eingestiegener Passagier angeben kann, zu
welchem Stockwerk er gebracht werden möchte.
[0003] Ferner können über ein solches Kabinen-Bedien-Tableau üblicherweise auch verschiedene
Spezial-Funktionen der Aufzugsanlage gesteuert werden. Hierzu weisen herkömmliche
Kabinen-Bedien-Tableaus Schlüsselschalter auf, mithilfe derer diese Funktionen eingeschalten
und ausgeschalten werden können. Beispiele für solche Funktionen sind Steuerung des
Lichtes, der Musik oder der Lüftung in der Aufzugskabine. Weitere Beispiele sind die
Reservation der Aufzugskabine, die Prioritätsfahrt oder das Parkieren der Aufzugskabine.
Weiter sind folgende Funktionen bekannt: ein Liftier-Betrieb der Aufzugsanlage wie
auch eine spezielle Steuerung der Aufzugsanlage im Brandfall. Dem Fachmann sind weitere
Funktionen bekannt.
[0004] Weiter werden in herkömmlichen Aufzugsanlagen Schlüsselschalter für Fahrten zu einem
nur eingeschränkt zugänglichen Stockwerk verwendet. Hierzu wird anstelle eines Druckknopfes
zur Auswahl des Stockwerkes ein Schlüsselschalter verwendet, welcher anstelle des
Druckknopfes im Kabinen-Bedien-Tableau angeordnet ist.
[0005] Aus der
WO 2009/065886 A1 ist ein Schlüsselschalter zum Einbau in ein Kabinen-Bedien-Tableau bekannt, welcher
einen Schlüssel nicht mechanisch abtastet, sondern optisch erkennt. Mittels des bekannten
Schlüsselschalters können gemäss
WO 2009/065886 A1 mehrere mechanische Schlüsselschalter durch einen einzigen Schlüsselschalter ersetzt
werden, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden können. Jedoch ist der
WO 2009/065886 A1 nicht zu entnehmen, wie dies umgesetzt werden kann.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Steuerung für eine Aufzugsanlage
anzugeben, welche verschiedene Funktionen für einen gegebenen Schlüssel freischalten
kann, wie auch dieselbe Funktion für beliebige und beliebig viele Schlüssel freischalten
kann. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Steuern einer
Aufzugsanlage, ein diesbezügliches Computerprogramm, ein computerlesbares Medium sowie
ein verbessertes Schlüssel-Erfassungs-Modul anzugeben.
[0007] Gelöst werden diese Aufgaben durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind durch die abhängigen Patentansprüche
umschrieben.
[0009] Die erfindungsgemässe Steuerung für eine Aufzugsanlage weist ein Kabinen-Bedien-Tableau
zur Installation in einer Aufzugskabine der Aufzugsanlage und ein Schlüssel-Erfassungs-Modul
zur Installation in der Aufzugskabine auf. Weiter weist das Kabinen-Bedien-Tableau
Tasten zum Steuern der Aufzugsanlage auf. Das Schlüssel-Erfassungs-Modul dient zur
Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner Form. Erfindungsgemäss
weist die Steuerung weiter eine Berechtigungsverwaltung auf, mittels welcher einem
Schlüssel eine Berechtigung zur Ausführung zumindest einer Steuerungsfunktion der
Aufzugsanlage zugeordnet werden kann, und das Kabinen-Bedien-Tableau ein Touchscreen
zum Anzeigen zumindest einer Taste auf, wobei diese Taste basierend auf den dem Schlüssel
durch die Berechtigungsverwaltung zugeordneten Berechtigung zur Ausführung einer Steuerungsfunktion
angezeigt wird.
[0010] Diese erfindungsgemässe Steuerung für eine Aufzugsanlage ermöglicht einem mechanischen
Schlüssel verschiedene, normalerweise gesperrte Steuerungsfunktionen der Aufzugsanlage
freizuschalten. Das Erkennen des Schlüssels erfolgt dabei optisch, wodurch mittels
ein und demselben Schlüssel-Erfassungs-Modul mechanisch unterschiedlichste Schlüssel
erkennbar sind. Um einem Benutzer die Auswahl einer der Steuerungsfunktionen zu ermöglichen,
weist das Kabinen-Bedien-Tableau einen Touchscreen zur Anzeige zumindest einer Taste
auf, wobei auch mehrere Tasten angezeigt werden könnten. Dadurch wird es möglich,
unterschiedliche Tasten in einer beliebigen Anzahl auf relativ beengten Platzverhältnissen
darzustellen und die Funktion der Tasten entweder zu Beschriften oder mit einem Piktogramm
darzustellen. Bei einem herkömmlichen Kabinen-Bedien-Tableau mit mechanischen Tasten
konnte, wegen den sehr begrenzten Platzverhältnissen, nur eine sehr begrenzte Anzahl
von Tasten beschriftet beziehungsweise mit einem Piktogramm versehen werden.
[0011] Gemäss einer bevorzugen Ausführungsform der Erfindung sind die Tasten in eine erste
Gruppe von Tasten und in eine zweite Gruppe von Tasten unterteilt.
[0012] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Steuerung erlaubt unterschiedlichste Gruppierungen
der Tasten vorzunehmen.
[0013] Gemäss einer bevorzugen Ausführungsform der Erfindung nimmt zumindest eine erste
Taste der ersten Gruppe eine kleinere Fläche ein als eine zweite Taste der zweiten
Gruppe.
[0014] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Steuerung ermöglicht das Kabinen-Bedien-Tableau
auf einer insgesamt kleineren Fläche anzuordnen. Weiter kann bei gleicher Anzahl von
Tasten die von der Tasten der ersten Gruppe eingenommenen Fläche verkleinert werden.
Dies kann sich unter anderem auf die Kosten für die Steuerung als auch auf den für
das Kabinen-Bedien-Tableau notwendigen Platz auswirken.
[0015] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Kabinen-Bedien-Tableau
mechanische Tasten auf.
[0016] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Steuerung für eine Aufzugsanlage ermöglicht
einen sehr kostengünstigen Aufbau des Kabinen-Bedien-Tableaus und somit der erfindungsgemässen
Steuerung. Beispielsweise können die Tasten, welche die Ruftasten bilden, als mechanische
Tasten ausgebildet sein. Tasten für spezielle Funktionen der Aufzugsanlage, welche
im Vergleich zu Ruftasten nur selten und/oder mit einem Schlüssel freischaltbar sind,
werden auf dem Touchscreen dargestellt.
[0017] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Kabinen-Bedien-Tableau
mechanische Tasten auf, welche die Tasten der zweiten Gruppe bilden.
[0018] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Steuerung für eine Aufzugsanlage ermöglicht
einen sehr kostengünstigen Aufbau des Kabinen-Bedien-Tableaus und somit der erfindungsgemässen
Steuerung. Beispielsweise können die Tasten, welche die Ruftasten bilden, als mechanische
Tasten ausgebildet sein. Tasten für spezielle Funktionen der Aufzugsanlage, welche
im Vergleich zu Ruftasten nur selten und/oder mit einem Schlüssel freischaltbar sind,
werden auf dem Touchscreen dargestellt.
[0019] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Touchscreen mehrteilig
aufgebaut und ein erster Teil des Touchscreens zeigt die Tasten der ersten Gruppe
und ein zweiter Teil des Touchscreens zeigt die Tasten der zweiten Gruppe an.
[0020] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Steuerung für eine Aufzugsanlage ermöglicht
den Einsatz von unterschiedlichen Touchscreens zum Anzeigen der Tasten der verschiedenen
Gruppen. Dadurch können insbesondere die Kosten gesenkt werden, da nur dort ein Touchscreen
im Kabinen-Bedien-Tableau angeordnet werden kann, wo auch die Funktionalität des Touchscreens
benötigt wird.
[0021] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dienen die Tasten der zweiten
Gruppe der Wahl der Stockwerke und/oder allgemein zugänglichen Funktionen.
[0022] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zumindest eine der Tasten
zusätzlich mit einer weiteren Steuerungsfunktion basierend auf den dem Schlüssel zugeordneten
Rechten versehen.
[0023] Bei dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist eine Taste der zweiten
Gruppe mit mehr als einer Steuerungsfunktion belegt. Bei herkömmlichen Kabinen-Bedien-Tableaus
ist jeweils eine Taste mit nur einer Funktion belegt. Diese vorteilhafte Ausführungsform
ermöglicht dem Benutzer eine vereinfachte Steuerung der Aufzugsanlage. Bei kleinen
Aufzugskabinen kann beispielsweise ein Schlüssel eines Rollstuhlfahrers für alle Ruftasten
zusätzlich mit der Funktion der Prioritätsfahrt belegt werden, sodass die Aufzugskabine
ohne Zwischenstopp zum gewählten Stockwerk fährt.
[0024] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die Tasten der ersten
Gruppe alle dieselbe Grösse und/oder haben die Tasten der zweiten Gruppe alle dieselbe
Grösse.
[0025] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Kabinen-Bedien-Tableau
eine Glasplatte auf, welche eine Durchgangsöffnung aufweist, durch welche ein Schlüssel
in das Schlüssel-Erfassungs-Modul einführbar ist, und wobei die Glasplatte eine Oberfläche
des Touch-Screens bildet.
[0026] Bei dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Kabinen-Bedien-Tableau
eine Glasplatte auf. Da Glasplatten beim Durchbohren leicht Schaden nehmen beziehungsweise
Glasplatten mit Durchgangsöffnungen auch nach ihrer Herstellung leicht Schaden nehmen,
ermöglicht diese vorteilhafte Ausführungsform eine Steuerung mit einem Kabinen-Bedien-Tableau
aus Glas, wobei die Steuerung mit einer Vielzahl von mechanischen Schlüsseln verwendet
werden kann ohne dass für jeden Schlüssel beziehungsweise jede Funktion eine eigene
Bohrung beziehungsweise Durchgangsöffnung in der Glasplatte notwendig ist. Bei herkömmlichen
Kabinen-Bedien-Tableau aus Glas war es nur möglich sehr wenige mechanische Schlüssel-Schalter
zu verwenden, da jeder Schlüssel-Schalter eine Durchganssöffnung durch das Glas benötigte
und somit die Gefahr, dass das Kabinen-Bedien-Tableau aus Glas Schaden nimmt beziehungsweise
nehmen kann mit jeder Durchgangsöffnung wesentlich grösser wurde. Da Touchscreens
typischerweise eine Glasplatte als Träger aufweisen, gilt gleiches für Kabinen-Bedien-Tableaus,
welche einen Touchscreen aufweisen.
[0027] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul
einen Sensor zur Bestimmung von Materialeigenschaften auf.
[0028] Bei dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann die Wahrscheinlichkeit,
dass der richtige Schlüssel erkannt wird, weiter verbessert werden, da die Schlüsselmerkmale
sowohl die Form wie auch das Material des Schlüssels charakterisieren.
[0029] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul
einen Inkrementalgeber, einen Drehsensor und/oder einen Taster auf.
[0030] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ermöglicht die Bedienung des Kabinen-Bedien-Tableaus
mittels einer alternativen oder zusätzlichen Eingabemethode mittels eines in das Schlüssel-Erfassungs-Modul
eingeführten Schlüssels.
[0031] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul
der Steuerung eine starre Führungsfläche und ein Anpressmittel auf, wobei das Anpressmittel
beim Einführen eines Schlüssels in die Öffnung des Schlüssel-Erfassungs-Modul den
Schlüssel an die Führungsfläche drückt.
[0032] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung gewährleistet eine jeweils gleiche
Positionierung des jeweiligen Schlüssels nach dem Einführen des Schlüssels in das
Schlüssel-Erfassungs-Modul. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der jeweilige
Schlüssel erkannt wird.
[0033] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Tasten abhängig
von der jeweiligen Tageszeit mit Steuerungsfunktionen belegt beziehungsweise angezeigt.
Dies erlaubt beispielsweise, dass eine Ruftaste für ein bestimmtes Stockwerk nur während
der Geschäftszeiten freigeschalten beziehungsweise verfügbar ist.
[0034] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung, weist ein erfindungsgemässe Schlüssel-Erfassungs-Modul
zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner Form ein bildgebendes
Erfassungsmittel auf, welches die Form des in eine Öffnung des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als Ausgabe
Schlüsselmerkmale des in die Öffnung eingeführten Teils des mechanischen Schlüssels
liefert, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul einen Sensor zur Bestimmung von Materialeigenschaften
des in die Öffnung eingeführten Teils des Schlüssels aufweist.
[0035] Bei diesem erfindungsgemässen Schlüssel-Erfassungs-Modul kann die Wahrscheinlichkeit
verbesserter werden, dass nur der richtige Schlüssel erkannt wird, da die Schlüsselmerkmale
sowohl die Form wie auch das Material des Schlüssels charakterisieren.
[0036] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung, weist das erfindungsgemässe Schlüssel-Erfassungs-Modul
zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner Form ein bildgebendes
Erfassungsmittel auf, welches die Form des in eine Öffnung des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als Ausgabe
Schlüsselmerkmale des in die Öffnung eingeführten Teils des mechanischen Schlüssels
liefert, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul einen Inkrementalgeber, einen Drehsensor
und/oder einen Taster aufweist.
[0037] Dieses erfindungsgemässe Schlüssel-Erfassungs-Modul ist zusätzlich mit einem Eingabegerät
ausgestattet, mittels welchem ein Benutzer, der einen Schlüssel in das Schlüssel-Erfassungs-Modul
einführt, Eingaben vornehmen kann. Das Eingabegerät wird dabei durch den Inkrementalgeber,
den Drehsensor und/oder den Taster ausgebildet.
[0038] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung, weist das erfindungsgemässe Schlüssel-Erfassungs-Modul
zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner Form ein bildgebendes
Erfassungsmittel auf, welches die Form des in eine Öffnung des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als Ausgabe
Schlüsselmerkmale des in die Öffnung eingeführten Teils des mechanischen Schlüssels
liefert, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul eine starre Führungsfläche und ein Anpressmittel
aufweist, wobei das Anpressmittel beim Einführen eines Schlüssels in das Schlüssel-Erfassungs-Modul
den Schlüssel an die Führungsfläche drückt.
[0039] Dieses erfindungsgemässe Schlüssel-Erfassungs-Modul gewährleistet eine jeweils gleiche
Positionierung des jeweiligen Schlüssels nach dem Einführen des Schlüssels in das
Schlüssel-Erfassungs-Modul. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der jeweilige
Schlüssel zuverlässig erkannt wird.
[0040] Das erfindungsgemässe Verfahren zum Steuern einer Aufzugsanlage weist ein-Kabinen-Bedien-Tableau
zur Installation in einer Aufzugskabine der Aufzugsanlage und ein Schlüssel-Erfassungs-Modul
zur Installation in der Aufzugskabine auf, wobei das Kabinen-Bedien-Tableau Tasten
zum Steuern der Aufzugsanlage aufweist und das Kabinen-Bedien-Tableau einen Touchscreen
zum Anzeigen zumindest einer der Tasten aufweist, und wobei Schlüsselmerkmale eines
zu erkennenden, mechanischen Schlüssels mittels des Schlüssel-Erfassungs-Moduls bestimmt
werden, wobei die Schlüsselmerkmale zumindest die Form des zu erkennenden Schlüssels
charakterisieren, die bestimmten Schlüsselmerkmale mit Referenzmerkmalen des zu erkennenden
Schlüssels verglichen werden um den Schlüssel zu erkennen, eine Berechtigung des erkannten
Schlüssels ermittelt wird, und die auf dem Touchscreen anzeigbare Taste mit zumindest
einer Steuerungsfunktion gemäss der abgefragten Berechtigung belegt wird.
[0041] Dieses erfindungsgemässe Verfahren zum Steuern einer Aufzugsanlage ermöglicht einem
mechanischen Schlüssel verschiedene, normalerweise gesperrte Steuerungsfunktionen
der Aufzugsanlage freizuschalten. Das Erkennen des Schlüssels erfolgt dabei optisch,
wodurch mittels ein und demselben Schlüssel-Erfassungs-Modul mechanisch unterschiedlichste
Schlüssel erkennbar sind. Um einem Benutzer die Auswahl einer der Steuerungsfunktionen
zu ermöglichen, weist das Kabinen-Bedien-Tableau einen Touchscreen zur Anzeige der
Tasten auf. Dadurch wird es möglich, unterschiedliche Tasten in einer beliebigen Anzahl
auf relativ beengten Platzverhältnissen darzustellen und die Tasten entsprechend zu
Beschriften und/oder mit einem entsprechenden Piktogramm zu versehen. Weiter ist es
möglich, mittels Bildlauf, zum Beispiel unter Verwendung einer Bildlaufleiste und/oder
mittels Steuerung von Gesten, weitere Tasten darzustellen.
[0042] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vergleicht das Schlüssel-Erfassungs-Modul
mittels einer Recheneinheit die bestimmten Schlüsselmerkmale mit in einem Speicher
des Schlüssel-Erfassungs-Modul abgelegten Referenzmerkmalen.
[0043] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Bestimmen von
Schlüsselmerkmalen das Ableiten dieser aus der Form des Schlüssels, wobei beim Ableiten
der Schlüsselmerkmale eine nicht-invertierbare Funktion verwendet wird.
[0044] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung erhöht die Sicherheit der verwendeten
Schlüssel, da aus den im Schlüssel-Erfassungs-Modul gespeicherten Schlüsselmerkmalen
die Form des Schlüssels nicht rekonstruierbar ist. Dies trägt wesentlich zur Sicherheit
bei.
[0045] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Referenzmerkmale
des erkannten Schlüssels im Schlüssel-Erfassungs-Modul durch die bestimmten Schlüsselmerkmale
aktualisiert und/oder ergänzt.
[0046] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung erhöht die Zuverlässigkeit, dass
ein Schlüssel selbst bei zunehmender Abnutzung und/oder Verschmutzung wiedererkannt
wird.
[0047] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird mittels einer Kamera
eines Registrierungsgerätes ein Bild eines zu registrierenden Schlüssels erstellt.
Weiter werden aus dem Bild Schlüsselmerkmale abgeleitet. Die Schlüsselmerkmale des
zu registrierenden Schlüssels werden von dem Registrierungsgerät an das Schlüssel-Erfassungs-Modul
übertragen und von dem Schlüssel-Erfassungs-Modul als Referenzmerkmale gespeichert.
[0048] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung erlaubt eine Registrierung eines
zunächst dem Schlüssel-Erfassungs-Moduls noch unbekannten Schlüssels im Schlüssel-Erfassungs-Modul.
Da das Registrierungsgerät zum Aufnehmen des Bildes des zu registrierenden Schlüssels
örtlich unabhängig ist vom Schlüssel-Erfassungs-Modul, kann dieses entweder durch
ein Mobiltelefon mit einer entsprechenden Software oder durch ein anders, tragbares
Gerät ausgebildet sein. Weiter ist es auch möglich, dass das Registrierungsgerät durch
einen herkömmlichen Fotoapparat und einen Computer ausgebildet ist, wobei der Computer
mittels einer Software die Schlüsselmerkmale aus dem aufgenommenen Bild des Schlüssels
ableitet. Mittels dieser Ausführungsform ist es beispielsweise möglich, einem Schlüssel
Berechtigungen zu erteilen, bevor der Schlüssel zum ersten Mal in das Schlüssel-Erfassungs-Modul
eingeführt wird.
[0049] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zum Ableiten der Schlüsselmerkmale
des zu registrierenden Schlüssels eine nicht-invertierbare Funktion verwendet.
[0050] Diese vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung erhöht die Sicherheit der an das
Schlüssel-Erfassungs-Modul zu übertragenden Schlüsselmerkmalen, da die Form des Schlüssels
aus den übertragenen Daten nicht rekonstruierbar ist. Dies trägt wesentlich zur Sicherheit
bei.
[0051] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zwischen dem Registrierungsgerät
und der Steuerung eine geschützte Verbindung zum Übertragen von Daten verwendet.
[0052] Somit werden die Schlüsselmerkmale durch eine geschützte Verbindung übertragen, wodurch
die Sicherheit der übertragenen Daten verbessert wird.
[0053] Weiter betrifft die Erfindung ein Computerprogramm, das, wenn es auf einem oder mehreren
Prozessoren ausgeführt wird, dazu ausgeführt ist, das Verfahren, so wie es obenstehend
und/oder untenstehend beschrieben ist, auszuführen, sowie ein computerlesbares Medium,
auf dem ein derartiges Computerprogramm gespeichert ist.
[0054] Ein computerlesbares Medium kann dabei eine Diskette, eine Harddisk, ein USB-Speichergerät,
ein RAM, ein ROM, ein EPROM sein. Ein computerlesbares Medium kann auch ein Datenkommunikationsnetzwerk,
wie beispielsweise das Internet, das den Download eines Programmcodes ermöglicht,
sein.
[0055] Es ist zu verstehen, dass Merkmale des Verfahrens auch Merkmale des Computerprogramms,
des computerlesbaren Mediums und/oder des Systems sein können, wie auch umgekehrt.
[0056] Weiter wird darauf hingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der
Erfindung hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen beschrieben sind.
Ein Fachmann erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, angepasst
oder ausgetauscht werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu
gelangen.
[0057] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die
Erfindung einschränkend auszulegen sind.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Steuerung für eine Aufzugsanlage, bei welcher ein Touchscreen
durch einen ersten Touchscreen und einen zweiten Touchscreen ausgebildet ist.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Aufzugsanlage.
Fig. 3 zeigt schematisch ein Schlüssel-Erfassungs-Modul gemäss einem Ausführungsbeispiel.
Fig. 4 zeigt schematisch ein Schlüssel-Erfassungs-Modul gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel.
Fig. 5 zeigt schematisch ein Schlüssel-Erfassungs-Modul gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel.
Fig. 6 zeigt schematisch die Steuerung nach Fig. 1, wobei auf einem oberen Touchscreen
derzeit keine Tasten angezeigt werden.
Fig. 7 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Steuerung für eine
Aufzugsanlage.
Fig. 8 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Steuerung für eine
Aufzugsanlage, bei welcher sowohl ein Touchscreen als auch mechanische Tasten verwendet
werden.
Fig. 9 zeigt schematisch ein erfindungsgemässes Verfahren.
Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale.
[0058] Fig. 1 zeigt eine Steuerung 1 für eine in Fig. 2 gezeigte Aufzugsanlage 3. Wie Fig.
2 zeigt, weist die Aufzugsanlage 3 eine Aufzugskabine 5 auf, welche zwischen verschiedenen
Stockwerken mittels eines Antriebssystems bewegt werden kann. Fig. 2 zeigt als Antriebssystem
einen Treibscheibenaufzug, jedoch kann jedes beliebige Antriebssystem für eine Aufzugsanlage
verwendet werden, insbesondere ein Seilaufzug mit Drahtseilen als auch mit Tragriemen
oder dergleichen, Hydraulikaufzug, Zahnstangenaufzug, ein Vakuumaufzug oder ein seilloser
Aufzug (zum Beispiel mit einem Linearmotor).
[0059] In der Aufzugskabine 5 ist ein Kabinen-Bedien-Tableau 7 installiert, mittels welchem
ein Benutzer der Aufzugsanlage 3 die Aufzugskabine 5 wie auch die Aufzugsanlage 3
steuern kann. Beispielsweise kann ein Benutzer das anzufahrende Stockwerk mittels
einer Ruftaste 21 eingeben oder andere Funktionen der Aufzugsanlage 3, insbesondere
auch der Aufzugskabine 5, einschalten und/oder ausschalten. Die in Fig. 1 gezeigte
Steuerung 1 weist weiter eine ebenfalls in Fig. 2 dargestellte Kabinensteuerung 8
auf. Die Steuerung 1 kann weitere Komponenten aufweisen, wie zum Bespiel ein im Aufzugsschacht
angeordnetes Steuermodul 10, welches über ein Hängekabel 12 mit der Kabinensteuerung
8 verbunden ist. Typischerweise weisen Aufzugsanlagen 3 weitere Komponenten, insbesondere
weitere Steuerungskomponenten auf. Ebenso ist es selbstverständlich, dass die Funktionalität
der Kabinensteuerung 8 beispielsweise im Steuermodul 10 implementiert sein könnte.
[0060] Wie Fig. 1 zeigt, ist in das Kabinen-Bedien-Tableau 7 ein Schlüssel-Erfassungs-Modul
9 eingelassen, welches zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner
Form dient. Selbstverständlich könnte das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 auch an einer
anderen Stelle innerhalb der Aufzugskabine 5 installiert sein. Dieses Schlüssel-Erfassungs-Modul
9 wird mit Bezug auf Fig. 3 weiter beschrieben.
[0061] Die Steuerung 1 weist erfindungsgemäss eine Berechtigungsverwaltung 11 auf, welche
in Fig. 1 als funktionaler Bestandteil der Kabinensteuerung 8 gezeigt ist. Alternativ
kann die Berechtigungsverwaltung 11 auch in einem anderen Teil der Steuerung 1 implementiert
sein, beispielsweise in dem Steuermodul 10. Mittels der Berechtigungsverwaltung 11
kann einem Schlüssel eine Berechtigung zur Ausführung einer Steuerungsfunktion der
Aufzugsanlage 3 zugeordnet werden.
[0062] Nachfolgend werden typische Steuerungsfunktionen einer Aufzugsanlage aufgelistet,
wobei diese Auflistung nicht abschliessend ist. Die Steuerungsfunktionen werden in
primäre Steuerungsfunktionen und sekundäre Steuerungsfunktionen aufgeteilt. Die primären
Steuerungsfunktionen sind jene Funktionen, welche typischerweise jedem Benutzer einer
Aufzugsanlage zur Verfügung stehen und/oder eine Ruffunktion. Die sekundären Steuerungsfunktionen
sind jene Funktionen, welche nur einem eingeschränkten Benutzerkreis zur Verfügung
stehen.
[0063] Beispiele für die primären Steuerungsfunktionen sind:
- Ruffunktion zum Anfahren eines bestimmten Stockwerkes, möglicherweise sind die Stockwerke
nur mittels Schlüssel verfügbar, die Ruffunktion kann mittels einer Ruftaste ausgelöst
werden;
- Alarmierung, sodass ein Alarm ausgelöst werden kann;
- Öffnen und/oder Offenhalten der Türe;
- Schliessen der Türe.
[0064] Beispiele für die sekundären Steuerungsfunktionen, welche auch als Spezial-Funktionen
bezeichnet werden, sind:
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Belüftung der Aufzugskabine 5 und/oder Einschalten
und/oder Ausschalten einer automatischen Steuerung der Belüftung der Aufzugskabine
5;
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Klimaanlage der Aufzugskabine 5 und/oder Einschalten
und/oder Änderung der Regeltemperatur der Klimaanlage der Aufzugskabine 5;
- Einschalten und/oder Ausschalten von Musik und/oder Änderung der Lautstärke der abgespielten
Musik;
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Beleuchtung der Aufzugskabine 5 und/oder Einschalten
und/oder Ausschalten einer automatischen Steuerung der Beleuchtung der Aufzugskabine
5;
- Einschalten und/oder Ausschalten der Steuerung in einen Modus einer Prioritätsfahrt
der Aufzugskabine 5. Im Modus Prioritätsfahrt wird ein Stockwerk direkt beziehungsweise
ohne weiteren Halt angefahren;
- Einschalten und/oder Ausschalten der Steuerung in einen Modus eines Aufzugführer-Betriebes
der Aufzugsanlage 3, sodass der Aufzug durch einen Aufzugführer über das Kabinen-Bedien-Tableau
gesteuert wird. Falls auf einem Stockwerk eine Ruftasten zum Anfordern der Aufzugskabine
gedrückt wird, wird dies dem Aufzugsführer am Kabinen-Bedien-Tableau angezeigt;
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Reservation der Aufzugskabine 5, sodass die
auf den jeweiligen Stockwerken angeordneten Ruftasten ignoriert werden;
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Parkfunktion der Aufzugskabine 5, sodass alle
Ruftasten in der Aufzugskabine wie auch auf den Stockwerken ignoriert werden beziehungsweise
gesperrt sind;
- Einschalten und/oder Ausschalten einer Sabbat-Steuerung der Aufzugsanlage 3, sodass
die Aufzugskabine jedes Stockwerk nach dem anderen anfährt und die Aufzugstüre selbständig
öffnet und wieder schliesst;
- Verlangsamung der Türschliessung;
- Verlängerung der Türöffnungszeit;
- Verwaltungsfunktion der Schlüsselverwaltung und/oder der Berechtigungen;
- Lernmodus, in welchem ein neuer Schlüssel registriert werden kann;
- Einschalten wie auch Ausschalten und/oder Regelung einer Lautstärke von Sprachansagen;
- Sperren wie auch Freischalten von bestimmten Ruftasten;
- Einschalten wie auch Ausschalten eines Reinigungsbetrieb, in welchem die Aufzugskabine
sowohl geparkt als auch reserviert ist;
- Einschalten und/oder Ausschalten von drahtlosen Netzwerkverbindungen, mittels welchen
sich Benutzer der Aufzugsanlage mit der Aufzugsanlage und/oder dem Internet verbinden
können;
- Einschalten und/oder Ausschalten eines Nachtmodus, in welchem beispielsweise die Lautstärke
von Sprachansagen reduziert ist, das Aufzugskabinenlicht gedimmt ist, die Fahrgeschwindigkeit
der Aufzugskabine reduziert ist, sodass Fahrgeräusche reduziert werden, und/oder die
drahtlosen Netzwerkverbindungen ausgeschalten sind.
[0065] Weiter weist das Kabinen-Bedien-Tableau 7 einen Touchscreen 13 auf. Dieser Touchscreen
13 dient dazu, Tasten 15 basierend auf den dem Schlüssel durch die Berechtigungsverwaltung
11 zugeordneten Berechtigungen zur Ausführung von Steuerungsfunktionen anzuzeigen.
Durch Drücken oder Betätigen einer der Tasten 15 wird die entsprechende Steuerungsfunktion
ausgelöst.
[0066] Der in Fig. 1 gezeigte Touchscreen 13 ist zweiteilig ausgebildet. Das bedeutet, dass
er einen ersten, oberen Touchscreen 17 und einen zweiten, unteren Touchscreen 19 aufweist.
Der Träger des Touchscreens 13 kann durch eine Glasplatte 20 gebildet sein.
[0067] Die Tasten 15 werden unter anderem durch die Ruftasten 21 zum Ausführen der Ruffunktion
für das Anfahren des jeweiligen Stockwerkes ausgebildet. Diese Ruftasten 21 werden
in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel auf dem unteren, zweiten Touchscreen
19 dargestellt. Ebenfalls auf diesem unteren Touchscreen 19 werden Tasten dargestellt,
mittels welchen die weiteren, primären Steuerungsfunktionen ausgewählt werden können,
wie beispielsweise die Taste zum Öffnen beziehungsweise Offenhalten der Türe der Aufzugskabine
5 und die Taste zum Schliessen der Türe. Die Taste zum Auslösen eines Alarmes wird
typischerweise ebenfalls immer angezeigt und befindet sind deshalb ebenfalls auf dem
unteren, zweiten Touchscreen 19; diese könnte aber auch auf dem oberen, ersten Touchscreen
dargestellt sein. Es ist selbstverständlich, dass nicht alle oben aufgeführten Steuerungsfunktionen
in einer Aufzugskabine jeweils vorhanden sind. Je nach Ausgestaltung beziehungsweise
Anforderung an die Steuerung werden die entsprechenden Tasten angezeigt.
[0068] Falls ein Stockwerk nur mittels Schlüssel zugänglich ist, wird eine entsprechende
Ruftaste 23 für dieses Stockwerk entweder nicht dargestellt oder als nicht verfügbar
dargestellt, beispielsweise mittels einer fahlen Farbgebung oder dergleichen. In Fig.
1 ist die Ziffer auf der Ruftaste 23 des nicht verfügbaren Stockwerkes 6 als Umriss
dargestellt. Selbstverständlich sind auch andere Möglichkeiten denkbar, wie zum Beispiel
die auswählbaren Stockwerke mittels farbigen Ruftasten darzustellen und die Ruftasten
für nicht zugängliche Stockwerke nur in Schwarz darzustellen. Weitere Möglichkeiten
sind dem Fachmann bestens bekannt.
[0069] Dargestellte Ruftasten 23 für nicht verfügbare Stockwerke werden typischerweise ebenfalls
auf dem zweiten, unteren Touchscreen 19 dargestellt. Hingegen könnte eine Ruftaste
für ein Stockwerk, welches nur mittels Schlüssel zugänglich ist, und die Ruftaste
nur dargestellt wird, falls die entsprechende Berechtigung durch die Berechtigungsverwaltung
11 erteilt wurde, auch auf dem ersten, oberen Touchscreen 17 dargestellt werden.
[0070] Der erste, obere Touchscreen 17 ist für das Darstellen der Tasten 15 für die sekundären
Steuerungsfunktionen vorgesehen und - falls keine sekundären Steuerungsfunktion freigegeben
sind - kann dieser Touchscreen 17 auch für andere Aufgaben verwendet werden. Beispielsweise
können allgemeine Information zum Gebäude, Nachrichten, Wetterprognosen, Werbung und/oder
dergleichen dargestellt werden. Diese können, falls ausreichend Platz vorhanden, auch
zusätzlich zu den darzustellenden Tasten 15 angezeigt werden. Tasten, die nur bei
einer entsprechenden Berechtigung dargestellt werden, sind beispielsweise die Tasten
zum Steuern der Belüftung, der Klimaanlage, der Musik, der Beleuchtung, der Prioritätsfahrt,
des Aufzugführer-Betriebs, der Reservation, der Parkfunktion, der Sabbat-Steuerung
, der Türschliessung, der Türöffnungszeit, der Sprachansagen, des Reinigungsbetriebs,
der drahtlosen Netzwerkverbindungen, der Schlüsselverwaltung, der Berechtigungsverwaltung
und/oder der Ruftasten für nur beschränkt zugängliche Stockwerke.
[0071] Zuoberst weist das Kabinen-Bedien-Tableau 7 eine Anzeigeeinheit 27 auf, welche dazu
bestimmt ist, das aktuelle Stockwerk anzuzeigen wie auch die weitere Fahrtrichtung
der Aufzugskabine 5; diese Anzeigeeinheit 27 ist jedoch technisch nicht zwingend notwendig.
[0072] Weiter ist es möglich, einen zusammenhängenden Touchscreen anstelle des in Fig. 1
gezeigten oberen, ersten Touchscreens 17 und des unteren, zweiten Touchscreen 19 zu
verwenden. Dies wird im Zusammenhang mit Fig. 7 beschrieben. Ebenso ist es denkbar,
die Anzeigeeinheit 27 - falls vorhanden - in einen der Touchscreens zu integrieren.
[0073] Wie in Fig. 1 gezeigt, sind die auf dem oberen, ersten Touchscreen 17 dargestellten
Tasten 15 kleiner ausgeführt als die auf dem unteren, zweiten Touchscreen 19 dargestellten
Ruftasten 21. Die Ruftasten 21 müssen typischerweise gewisse Bedingungen der Benutzbarkeit
erfüllen; beispielsweise müssen die Ruftasten 21 eine Mindestgrösse aufweisen. Dies
ist jedoch nicht zwingend der Fall für die Tasten 15 für die sekundären Steuerungsfunktionen,
welche in Fig. 1 auf dem oberen, ersten Touchscreen 17 dargestellt werden. Dies ermöglicht,
die auf dem oberen, ersten Touchscreen 17 darzustellenden Tasten kleiner und/oder
in einer anderen Form als die Ruftasten 21 darzustellen. Dies wiederum ermöglicht,
mehr Tasten auf einer kleineren Fläche darzustellen, was wiederum tiefere Kosten -
insbesondere für den Touchscreen - zur Folge haben kann, beziehungsweise, dass auf
derselben Grösse wesentlich mehr Tasten 15 darstellbar sind. Die Tasten 15 auf dem
ersten, oberen Touchscreen 17 bilden dabei eine erste Gruppe 17' von Tasten und die
Ruftasten auf dem zweiten, unteren Touchscreen 19 bilden dabei eine zweite Gruppe
19' von Tasten, wobei die allenfalls vorhandenen Tasten für die weiteren, primären
Steuerungsfunktionen ebenfalls zur zweiten Gruppe 19' gehören.
[0074] Wie weiter in Fig. 1 gezeigt ist, weisen alle Tasten 15 der ersten Gruppe 17' dieselbe
Grösse und/oder Form auf.
[0075] Ebenso weisen alle Tasten 15 der zweiten Gruppe 19' dieselbe Grösse und/oder Form
auf.
[0076] Die Ruftasten 21, welche ohne Schlüssel verfügbar sind, können bei Verwendung mit
einem Schlüssel zusätzlich zur Ruffunktion mit weiteren Steuerungsfunktionen belegt
sein, wie beispielsweise eine Prioritätsfahrt zum der Ruftaste entsprechenden Stockwerk,
eine Verlängerung der Öffnungszeit der Türen, etc. Dies kann insbesondere für Menschen
mit einer Behinderung aber auch in einem Spital oder einem Hotel nützlich sein. Beispielsweise
erhält ein Mensch mit einer Behinderung mehr Zeit, um den Lift zu verlassen oder die
Lifttüre wird nicht automatisch geschlossen sondern erst nach Betätigung der Taste
zum Schlissen der Türe. Selbstverständlich könnte eine Taste auch mit mehr als zwei
Steuerungsfunktionen belegt werden. Ebenso können Tasten, welche nur mit Schlüssel
verfügbar sind, mit mehreren Steuerungsfunktionen belegt werden.
[0077] Wie Fig. 3 zeigt, weist das Schlüssel-Erfassung-Modul 9 eine Öffnung 91 auf, in welche
ein mechanischer Schlüssel zumindest teilweise eingeführt werden kann. Beispielseise
wird bei einem Schlüssel mit Bart, der Bart in die Öffnung 91 eingeführt, und bei
Zylinderschloss-Schlüssel der Bart beziehungsweise der Schaft. Der Schaft kann dabei
Zacken und/oder Vertiefungen jeglicher Art wie beispielsweise Nuten, Bohrmulden oder
eine Kombination dieser aufweisen. Weiter weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 ein
bildgebendes Erfassungsmittel 93 auf, welches die Form des zu erkennenden Schlüssels
mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als Ausgabe ein Bild des in die
Öffnung 91 eingeführten Teils des mechanischen Schlüssels liefert.
[0078] Entweder kann das erhaltene Bild direkt Schlüsselmerkmale bilden oder es wird ein
Verfahren beziehungsweise eine Funktion auf das erhalten Bild angewendet, um die Schlüsselmerkmale
des zu erkennenden Schlüssels zu erhalten. Dies wird weiter unten detaillierter beschrieben.
[0079] Weiter weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 einen Speicher 95 auf, in welchem Referenzmerkmale
von zu erkennenden Schlüsseln gespeichert sind. Um einen Schlüssel zu erkennen, werden
mittels einer Recheneinheit 97 die Schlüsselmerkmale des zu erkennenden Schlüssels
mit den Referenzmerkmalen verglichen. Falls aus dem Vergleich eine Übereinstimmung
abgeleitet werden kann, übermittelt das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 eine dem Schlüssel
eindeutig zugeordnete Identifikation, beispielsweise eine eindeutige Schlüssel-Identifikations-Nummer,
an die Steuerung 1, insbesondere an die Berechtigungsverwaltung 11. Die eindeutige
Identifikation kann ebenfalls im Speicher 95 hinterlegt sein.
[0080] Um die Daten zu übermitteln, ist das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 mittels einer Kommunikationsverbindung
41 mit der Steuerung 1, insbesondere mit der Berechtigungsverwaltung 11 verbunden.
Die Kommunikationsverbindung 41 kann dabei eine drahtgebundene Verbindung wie beispielsweise
ein Bussystem beziehungsweise ein Feldbus sein. Weiter könnte die drahtgebundene Verbindung
auch ein kabelgebundenes Datennetz sein, wie beispielsweise Ethernet. Anstelle der
drahtgebundenen Verbindung kann die Kommunikationsverbindung 41 alternativ auch eine
drahtlose Verbindung wie beispielsweise Wi-Fi, ein drahtloses lokales oder persönliches
Netzwerk beziehungsweise WLAN als auch Bluetooth sein. Die Kommunikation zwischen
dem Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 und der Steuerung 1 beziehungsweise der Berechtigungsverwaltung
11 über die Kommunikationsverbindung 41 kann verschlüsselt erfolgen.
[0081] In der Berechtigungsverwaltung 11 ist zu jedem bekannten Schlüssel die entsprechende
Berechtigung gespeichert. In der nachfolgenden Tabelle sind beispielhaft die Berechtigungen
für 3 Schlüssel, identifiziert durch die jeweilige Schlüssel-Identifikations-Nummer,
aufgelistet.
| Schlüssel-Identifikations-Nummer |
Berechtigung |
| 1 |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks 6 |
| |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks -2 |
| 2 |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks 6 |
| |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks -1 |
| |
- Einschalten und Ausschalten der Steuerung in einen Modus einer Prioritätsfahrt |
| 3 |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks -1 |
| |
- Ruffunktion zum Anfahren des Stockwerks -2 |
| |
- Recht zum Einschalten und Ausschalten der Belüftung |
[0082] Basierend auf der Berechtigung zeigt die Steuerung 1 die entsprechenden Tasten auf
dem Touchscreen 13 an. Gemäss der obenstehenden, beispielshaften Tabelle werden für
den Schlüssel mit der Schlüssel-Identifikations-Nummer 1 die Ruftaste für des Stockwerk
6 und die Ruftaste für das Schockwerk -2 zusätzlich zu den allgemein freigegebenen
Ruftasten und den weiteren, primären Steuerungsfunktionen angezeigt. Für den Schlüssel
mit der Schlüssel-Identifikations-Nummer 2 werden die Ruftaste für des Stockwerk 6
und die Ruftaste für das Schockwerk -1 zusätzlich zu den allgemein freigegebenen Ruftasten
und den weiteren, primären Steuerungsfunktionen angezeigt. Weiter wird die Taste für
das Einschalten und Ausschalten der Prioritätsfahrt angezeigt. Für den Schlüssel mit
der Schlüssel-Identifikations-Nummer 3 werden die Ruftaste für das Stockwerk -1 und
die Ruftaste für das Schockwerk -2 zusätzlich zu den allgemein freigegebenen Ruftasten
und den weiteren, primären Steuerungsfunktionen angezeigt. Weiter wird die Taste für
das Einschalten und Ausschalten der Belüftung angezeigt.
[0083] Je nach Sicherheitsanforderungen beziehungsweise Sicherheitskonzept, kann die Berechtigungsverwaltung
11 in einer Kabinensteuerung 8, im Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 oder auch in einem
weiteren, beispielsweise im Aufzugsschacht angeordneten Steuermodul 10 der Steuerung
1 implementiert sein.
[0084] Vorzugsweise wird die Berechtigungsverwaltung 11 und/oder eine Steuerung des Schlüssel-Erfassungs-Modul
9, insbesondere das Erfassungsmittel 93, der Speicher 95 und die Recheneinheit 97,
in einem Trusted Execution Environment implementiert. Falls diese Komponenten der
Steuerung 1 nicht innerhalb derselben Hardwarekomponente implementiert sind, erfolgt
die Kommunikation dieser Komponenten untereinander bevorzugt verschlüsselt.
[0085] Die Berechtigungsverwaltung 11, welche typischerweise eine Softwarekomponente ist,
kann beispielsweise durch zumindest eine, in einem Speicher der Steuerung 1 abgelegte
Tabelle ausgebildet sein. Eine derartige Tabelle kann durch unterschiedlichste Arten
bereitgestellt werden, beispielsweise durch eine Datei, welche die entsprechenden
Daten beinhaltet, eine Datenbank, aus welcher die entsprechenden Daten abrufbar sind
oder dergleichen. Die Berechtigungsverwaltung kann beispielsweise auch die Berechtigungen
von einem von der Aufzugsanlage entfernt angeordneten Verwaltungssystem der Steuerung
beziehen, wobei das Verwaltungssystem über eine Netzwerkverbindung mit dem in der
Aufzugsanlage angeordneten Teil der Steuerung verbunden ist. Die Netzwerkverbindung
kann drahtgebunden beziehungsweise leitungsgebunden und/oder drahtlos beziehungsweise
funkbasiert sein.
[0086] Das erfindungsgemässe Verfahren zum Steuern der Aufzugsanlage 3 ist wie folgt und
ist in Fig. 9 schematisch dargestellt:
Zunächst wird der zu erkennende, mechanische Schlüssel in das Schlüssel-Erfassungs-Modul
9 eingeführt. In einem Schritt S1 werden erfindungsgemäss Schlüsselmerkmale des zu
erkennenden, mechanischen Schlüssels mittels des Schlüssel-Erfassungs-Modules 9 bestimmt.
Die Schlüsselmerkmale charakterisieren zumindest die Form des zu erkennenden Schlüssels.
Danach werden in einem Schritt S2 die bestimmten Schlüsselmerkmale mit Referenzmerkmalen
des zu erkennenden Schlüssels verglichen, um den Schlüssel zu erkennen. Weiter werden
die Berechtigungen des erkannten Schlüssels in einem Schritt S3 abgefragt. Falls der
Schlüssel erkannt wurde und in der Berechtigungsverwaltung 11 entsprechende Berechtigungen
für den Schlüssel hinterlegt sind, wird in einem Schritt S4, basierend auf der Abfrage,
zumindest eine Taste 15 auf dem Touchscreen 13 angezeigt und mit zumindest einer Steuerungsfunktion
belegt.
[0087] Beispielsweise betritt ein Benutzer die Aufzugskabine und führt den zu erkennenden,
mechanischen Schlüssel in das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 ein. Dieses nimmt mit seinem
bildgebenden Erfassungsmittel 93 ein Bild des in die Öffnung 91 eingeführten Teils
des Schlüssels auf. Aus dem Bild werden, vorzugsweise ebenfalls mittels des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
9, Schlüsselmerkmale bestimmt.
[0088] Schlüsselmerkmale können beispielsweise das aufgenommene Bild selbst sein, aber auch
veränderte Bilder, bei welchen beispielsweise der Kontrast verbessert wurde oder die
Schlüsselmerkmale mittels eines Verfahrens errechnet wurden. Schlüsselmerkmale können
folglich auch aus dem aufgenommenen Bild abgeleitete Daten sein, welche beispielsweise
mit der Recheneinheit 97 berechnet werden. Gemäss einer besonderen Ausführungsart
der Erfindung, bietet sich hierzu insbesondere an, die Schlüsselmerkmale mittels einer
nicht-invertierbaren Funktion zu bestimmen, sodass aus den Schlüsselmerkmalen nicht
das ursprüngliche Bild des Schlüssels berechnet werden kann.
[0089] Das erfindungsgemässe Verfahren vergleicht die bestimmten Schlüsselmerkmale mit Referenzmerkmalen
des zu erkennenden Schlüssels um den Schlüssel zu erkennen. Dieser Vergleich wird
beispielsweise mit der Recheneinheit 97 des Schlüssel-Erfassungs-Moduls 9 durchgeführt.
[0090] Beispielsweise werden durch die Recheneinheit 97 nacheinander die Schlüsselmerkale
des zu erkennenden Schlüssels mit den im Speicher 95 gespeicherten Referenzmerkmalen
verglichen bis eine zumindest genügende Übereinstimmung erkannt wird. Dies könnte
auch zumindest teilweise parallel ausgeführt werden, sofern die Recheneinheit 97 beziehungsweise
das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 entsprechend ausgebildet ist.
[0091] Das erfindungsgemässe Verfahren ermittelt weiter die Berechtigungen des erkannten
Schlüssels.
[0092] Dies kann beispielsweise direkt durch das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 erfolgen,
falls die Berechtigungsverwaltung im Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 implementiert ist.
Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Berechtigungen in der Berechtigungsverwaltung
11 ausserhalb des Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 hinterlegt. Zum Ermitteln der Berechtigung
übermittelt das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 beispielsweise eine Schlüssel-Identifikations-Nummer
an die Steuerung 1, welche die Berechtigung basierend auf der Schlüssel-Identifikations-Nummer
der Berechtigungsverwaltung 11 abfragt. Alternativ kann das Schlüssel-Erfassungs-Modul
9 auch direkt mit der Berechtigungsverwaltung 11 kommunizieren.
[0093] Wie bereits vorgängig in Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben, wird gemäss dem erfindungsgemässen
Verfahren eine Taste mit einer Steuerungsfunktion gemäss der abgefragten Berechtigung
belegt.
[0094] Um einen neuen Schlüssel in der Steuerung 1 zu registrieren, wird wie folgt Verfahren.
Zunächst wird die Steuerung 1 in einen Lemmoduls versetzt, beispielsweise indem ein
Masterschlüssel für die Steuerung 1 beziehungsweise das Schlüssel-Erfassungs-Modul
9 verwendet wird, welches diesen erkennt und die Steuerung 1 in den Lernmodus überführt.
Alternativ kann die Steuerung 1 auch über die Eingabe eines Kodes insbesondere eines
Zahlenkodes in den Lernmodus versetzt werden. Hierzu wird eine Tastatur auf dem Touchscreen
13 dargestellt oder die Ruftasten 21 werden zur Eingabe des Kodes verwendet. Weiter
ist es auch denkbar, dass zusätzlich zu einem Masterschlüssel ein Kode notwendig ist,
um in den Lernmodus zu gelangen. Alternativ kann der Masterschlüssel die Steuerung
1 auch in einen Verwaltungsmodus überführen, in welchem auf dem Touchscreen 13 der
Lernmodus auswählbar ist. Durch Auswählen des Lernmodus auf dem Touchscreen 13 wird
die Steuerung 1 in den Lernmodus überführt. Darauffolgend wird ein neu zu registrierender
Schlüssel ein oder mehrmals in die Öffnung 91 des Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 eingeführt,
sodass dieses die Schlüsselmerkmale dieses neu zu registrierenden Schlüssel bestimmen
kann und als Referenzmerkmale dieses Schlüssels im Speicher 95 ablegen kann.
[0095] Als nächstes wird die Steuerung 1 in einen Rechteverwaltungsmodus überführt, beispielsweise
automatisch oder durch auswählen einer entsprechenden Taste auf dem Touchscreen 13.
In diesem Rechteverwaltungsmodus können zu einem bestimmten Schlüssel, Berechtigungen
vergeben und/oder geändert werden, beispielsweise dadurch dass alle verfügbaren Steuerungsfunktionen
durch entsprechende Tasten 15 auf dem Touchscreen 13 angezeigt werden und durch Auswahl
auf dem Touchscreen 13 für den bestimmten Schlüssel die entsprechenden Berechtigungen
gesetzt werden. Ähnlich können Berechtigungen auch wieder gelöscht werden.
[0096] Um die Zuverlässigkeit der Schlüsselerkennung im Verlauf Zeit zu gewährleisten, werden,
gemäss einer besonderen Ausführungsart der Erfindung, die Referenzmerkmale eines erkannten
Schlüssels im Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 aktualisiert und/oder ergänzt. Dies erlaubt
der Steuerung 1 beziehungsweise dem Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 einen Schlüssel zuverlässig
zu erkennen, selbst falls der Schlüssel wegen Abnutzung oder Verschmutzung sich etwas
verändert. Die ursprünglich, bei der Registrierung des Schlüssels bestimmten Referenzmerkmale
werden dabei vorzugsweise immer im Speicher 95 belassen, das heisst, dass die Referenzmerkmale
zunächst ergänzt werden. Da jedoch nur ein beschränkter Speicher 95 zur Verfügung
steht, können ergänzte Referenzmerkmale zu einem späteren Zeitpunkt aktualisiert werden.
[0097] Ein weiters Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Steuerung ist in Fig. 8 gezeigt.
Es wird an dieser Stelle nur auf die Unterschiede zu dem in Fig. 1 und bereits beschriebenen
Ausführungsbeispiel eingegangen.
[0098] Anstelle des unteren, zweiten Touchscreens weist dieses Ausführungsbeispiel ein Feld
mit mechanischen Tasten auf. Die im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen, auf dem
unteren, zweiten Touchscreen 19 vorgesehenen Tasten werden in diesem Beispiel als
mechanische Tasten 15 ausgeführt. Der erste, obere Touchscreen bildet den Touchscreen
13 dieses Ausführungsbeispiels. Die Ruftaste 23 für ein gesperrtes Stockwerk kann
beispielsweise gleich wie die Ruftaste für ein allgemein zugängliches Stockwerke ausgebildet
sein. Beispielsweise kann beim Drücken der gesperrten Taste ein Hinweis, dass dieses
Stockwerk nicht verfügbar ist, optisch oder akustisch gegeben werden. Es ist beispielsweise
bei Kabinen-Bedien-Tableaus 7 mit mechanischen Tasten üblich, dass ausgewählte Ruftasten
nach dem Drücken mittels eines Leuchtmittels gekennzeichnet werden. Im Falle eines
nicht verfügbaren Stockwerkes kann das Leuchtmittel beispielsweise eine andere Farbe
ausstrahlen als bei verfügbaren Stockwerken. Alternativ kann auch ein Hinweis im Touchscreen
13 angezeigt werden.
[0099] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Schlüssel-Erfassungs-Modules 9
gezeigt. Es wird an dieser Stelle nur auf die Unterschiede zu dem in Fig. 3 gezeigten
und bereits mit Bezug auf Fig. 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel eingegangen.
[0100] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 91 zum Einführen eines Schlüssels durch
eine Öffnung in einem Zylinder 403 ausgebildet. Der Zylinder 403 ist drehbar in einem
Hohlzylinder 405 gelagert. Das in Fig. 3 direkt auf einer Platine 99 angebrachte Erfassungsmittel
93, ist im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 direkt an der Öffnung 91 im drehbaren
Zylinder 91 angeordnet.
[0101] Durch den drehbar im Hohlzylinder 405 gelagerten Zylinder 403 und nicht gezeigten
Kontakte ist ein Taster 407 ausgebildet. Mit anderen Worten kann mittels Drehbewegung
mit dem Schlüssel der Taster 407 betätigt werden, die Kontakte werden dabei entweder
geschlossen oder geöffnet.
[0102] Der drehbare Taster 407 kann mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden, wie
zum Beispiel:
- Der Taster 407 kann eine Taste 15 bilden, welche mit einer oder mehreren der Steuerungsfunktionen
belegt werden kann.
- Mittels des Tasters 407 kann eine im Touchscreen 13 angezeigte Taste ausgewählt werden,
in dem bei betätigtem Taster 407 die Tasten 15 auf dem Touchscreen 13 der Reihe nach
angezeigt beziehungsweise hervorgehoben werden. Die Auswahl der Taste 15 erfolgt durch
loslassen des Tasters 407, wobei die zum Zeitpunkt des Loslassens angezeigte beziehungsweise
hervorgehobene Taste 15 ausgewählt wird und die entsprechende Steuerungsfunktion ausgelöst
wird.
- Der Taster 407 kann mehrere Kontaktpositionen aufweisen, wobei eine erste Position
dazu dient, eine der Tasten 15 wie oben beschrieben auszuwählen und eine zweite Position
dazu dient, die ausgewählte Taste 15 zu bestätigen.
[0103] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird Anstelle des mittels Drehbewegung betätigbaren
Tasters eine Inkrementalgeber oder Drehsensor verwendet. Durch eine Drehbewegung des
Schlüssels kann beispielsweise wiederum eine der im Touchscreen 13 angezeigten Tasten
15 ausgewählt werden. Weiter kann beispielsweise der Zylinder 407 axial verschiebbar
im Hohlzylinder 405 gelagert sein, derart dass durch Drücken des Zylinders 403 ein
weiterer Taster betätigbar ist, mittels welchem die aktuell ausgewählte Taste 15 bestätigt
wird, wodurch die mit der Taste 15 verknüpfte Steuerungsfunktion ausgelöst wird.
[0104] Der oben beschriebene drehbare Taster wie auch der axial bewegbare Taster werden
beispielsweise mittels Federn in ihre Ruheposition zurückgedrückt.
[0105] In Fig. 5 ist eine weiteres Ausführungsbeispiel des Schlüssel-Erfassungs-Modules
9 gezeigt. Es wird an dieser Stelle nur auf die Unterschiede zu dem in Fig. 3 gezeigten
und bereits mit Bezug auf Fig. 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel eingegangen.
[0106] Zusätzlich weist das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 ein erstes Anpressmittel 501 und
ein zweites Anpressmittel 505 auf, welche jeweils mit einer ersten Anpressfläche 503
und einer zweiten Anpressfläche 507 zusammenwirken. Das erste Anpressmittel 501 wie
auch das zweite Anpressmittel 505 sind im Wesentlichen durch je ein Federelement gebildet.
Das erste Federelement 501 dient dazu, einen in die Öffnung 91 eingeführten, mechanischen
Schlüssel gegen die Anpressfläche 503 zu drücken. Entsprechend dient das zweite Federelement
505 dazu, den in die Öffnung eingeführten, mechanischen Schlüssel gegen die Anpressfläche
507 zu drücken. Die erste Anpressfläche 503 ist vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinklig
zur zweiten Anpressfläche 507 angeordnet. Durch die Anpressmittel 501, 505 kann sichergestellt
werden, dass die Position des in die Öffnung 91 eingeführten, mechanischen Schlüssels
bei jedem Einführen im Wesentlichen gleich ist, wodurch ebenfalls das durch das Erfassungsmittel
93 erstellte Bild zumindest ähnlich ist. Selbstverständlich können die Anpressmittel
und die Anpressflächen auch in dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel zur Anwendung
gelangen. Ebenso könnte nur eines der gezeigten Anpressmittel 501 bzw. 505 zur Anwendung
gelangen.
[0107] Das Schlüssel-Erfassungs-Modul 9 gemäss einer weiteren Ausführungsform weist einen
Sensor auf, der die elektrische Leitfähigkeit des Schlüssels bestimmt, wobei die elektrische
Leitfähigkeit oder ein davon abgeleiteter Wert ein weiteres Schlüsselmerkmal bildet.
Alternativ oder auch zusätzlich können magnetische Eigenschaften des Schlüssels bestimmt
werden und als Schlüsselmerkmale dienen. Dadurch kann die Zuverlässigkeit des Schlüssel-Erkennungsmodul
9 weiter verbessert werden, da die Schlüsselmerkmale nicht nur die Form des zu erkennenden
Schlüssels, sondern auch dessen Materialeigenschaft charakterisieren.
[0108] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend"
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschliessen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschliessen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben werden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden könne. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Verfahren zum Steuern einer Aufzugsanlage (3) mittels einer Steuerung (1), wobei die
Steuerung (1) ein Kabinen-Bedien-Tableau (7) zur Installation in einer Aufzugskabine
(5) der Aufzugsanlage (3) und ein Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) zur Installation
in der Aufzugskabine (5) aufweist, wobei das Kabinen-Bedien-Tableau (7) Tasten (15)
zum Steuern der Aufzugsanlage (3) aufweist und das Kabinen-Bedien-Tableau (7) einen
Touchscreen (13) zum Anzeigen zumindest einer der Tasten (15) aufweist, und wobei
- Schlüsselmerkmale eines zu erkennenden, mechanischen Schlüssels mittels des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
(9) bestimmt werden, wobei die Schlüsselmerkmale zumindest die Form des zu erkennenden
Schlüssels charakterisieren,
- die bestimmten Schlüsselmerkmale mit Referenzmerkmalen des zu erkennenden Schlüssels
verglichen werden um den Schlüssel zu erkennen,
- eine Berechtigung des erkannten Schlüssels ermittelt wird,
- und die auf dem Touchscreen (13) anzeigbare Taste (15) mit zumindest einer Steuerungsfunktion
gemäss der abgefragten Berechtigung belegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bestimmen von Schlüsselmerkmalen das Ableiten dieser aus der Form des Schlüssels
umfasst, wobei beim Ableiten der Schlüsselmerkmale eine nicht-invertierbare Funktion
verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzmerkmale des erkannten Schlüssels im Schlüssel-Erfassungs-Modul (3) durch
die bestimmten Schlüsselmerkmale aktualisiert und/oder ergänzt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Kamera eines Registrierungsgerätes ein Bild eines zu registrierenden
Schlüssels erstellt wird, aus dem Bild Schlüsselmerkmale abgeleitet werden und die
Schlüsselmerkmale des zu registrierenden Schlüssels von dem Registrierungsgerät an
das Schlüssel-Erfassungs-Modul übertragen und als Referenzmerkmale gespeichert werden.
5. Steuerung (1) für eine Aufzugsanlage (3), wobei die Steuerung (1) ein Kabinen-Bedien-Tableau
(7) zur Installation in einer Aufzugskabine (5) der Aufzugsanlage (3) und ein Schlüssel-Erfassungs-Modul
(9) zur Installation in der Aufzugskabine (5) aufweist, wobei das Kabinen-Bedien-Tableau
(7) Tasten (15) zum Steuern der Aufzugsanlage (3) aufweist und das Schlüssel-Erfassungs-Modul
(9) zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf seiner Form dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (1) weiter eine Berechtigungsverwaltung (11) aufweist, mittels welcher
einem Schlüssel eine Berechtigung zur Ausführung zumindest einer Steuerungsfunktion
der Aufzugsanlage (3) zugeordnet werden kann,
und das Kabinen-Bedien-Tableau (7) ein Touchscreen (13) zum Anzeigen zumindest einer
Taste (15) aufweist, wobei diese Taste (15) basierend auf den dem Schlüssel durch
die Berechtigungsverwaltung (11) zugeordneten Berechtigung zur Ausführung einer Steuerungsfunktion
angezeigt wird.
6. Steuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasten (15) in eine erste Gruppe (17') von Tasten und in eine zweite Gruppe (19')
von Tasten unterteilt sind.
7. Steuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Taste der ersten Gruppe (17') eine kleinere Fläche einnimmt
als eine zweite Taste der zweiten Gruppe (19').
8. Steuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabinen-Bedien-Tableau (7) mechanische Tasten (15) aufweist.
9. Steuerung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabinen-Bedien-Tableau (7) mechanische Tasten aufweist, welche die Tasten der
zweiten Gruppe (19') bilden.
10. Steuerung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Touchscreen (13) mehrteilig aufgebaut ist und dass ein erster Teil des Touchscreens
(17) die Tasten der ersten Gruppe (17') und ein zweiter Teil des Touchscreens (19)
die Tasten der zweiten Gruppe (19') anzeigt.
11. Steuerung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Taste der Tasten (15) zusätzlich mit einer weiteren Steuerungsfunktion
basierend auf den dem Schlüssel zugeordneten Rechten versehen ist.
12. Steuerung nach Anspruch einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabinen-Bedien-Tableau (7) eine Glasplatte (20) aufweist, welche eine Durchgangsöffnung
aufweist, durch welche ein Schlüssel in das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) einführbar
ist, und wobei die Glasplatte (20) eine Oberfläche des Touch-Screens (13) bildet.
13. Steuerung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) einen Sensor zur Bestimmung von Materialeigenschaften
aufweist.
14. Steuerung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) einen Inkrementalgeber, einen Drehsensor und/oder
einen Taster (407) aufweist.
15. Steuerung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) eine starre Führungsfläche (503, 507) und ein
Anpressmittel (501, 505) aufweist, wobei das Anpressmittel (501, 505) beim Einführen
eines Schlüssels in die Öffnung (91) des Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) den Schlüssel
an die Führungsfläche (503, 507) drückt.
16. Schlüssel-Erfassungs-Modul zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf
seiner Form, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) ein bildgebendes Erfassungsmittel
(93) aufweist, welches die Form des in eine Öffnung (91) des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
(9) eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als
Ausgabe Schlüsselmerkmale des in die Öffnung (91) eingeführten Teils des mechanischen
Schlüssels liefert, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) einen Sensor zur Bestimmung von Materialeigenschaften
des in die Öffnung (91) eingeführten Teils des Schlüssels aufweist.
17. Schlüssel-Erfassungs-Modul zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf
seiner Form, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) ein bildgebendes Erfassungsmittel
(93) aufweist, welches die Form des in eine Öffnung (91) des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
(9) eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als
Ausgabe Schlüsselmerkmale des in die Öffnung (91) eingeführten Teils des mechanischen
Schlüssels liefert, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) einen Inkrementalgeber, einen Drehsensor und/oder
einen Taster (407) aufweist.
18. Schlüssel-Erfassungs-Modul zur Erkennung eines mechanischen Schlüssels basierend auf
seiner Form, wobei das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) ein bildgebendes Erfassungsmittel
(93) aufweist, welches die Form des in eine Öffnung (91) des Schlüssel-Erfassungs-Moduls
(9) eingeführten Schlüssels mittels eines bildgebenden Verfahrens erfasst und als
Ausgabe Schlüsselmerkmale des in die Öffnung (91) eingeführten Teils des mechanischen
Schlüssels liefert, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlüssel-Erfassungs-Modul (9) eine starre Führungsfläche (503, 507) und ein
Anpressmittel (501, 505) aufweist, wobei das Anpressmittel (501, 505) beim Einführen
eines Schlüssels in das Schlüssel-Erfassungs-Modul (3) den Schlüssel an die Führungsfläche
(503, 507) drückt.
19. Aufzugsanlage (3) mit einer Steuerung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 15.
20. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ableiten der Schlüsselmerkmale des zu registrierenden Schlüssels eine nicht-invertierbare
Funktion verwendet wird.
21. Verfahren nach Anspruch 4 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Registrierungsgerätes und der Steuerung eine geschützte Verbindung zum
Übertragen von Daten verwendet wird.
22. Computerprogramm, das, wenn es auf einem oder mehreren Prozessoren ausgeführt wird,
dazu ausausgeführt ist, das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.
23. Computerlesbares Medium, auf dem ein Computerprogramm nach Anspruch 22 gespeichert
ist.