Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Notbetätigungsvorrichtung zum manuellen Öffnen
einer Fahrzeugtür, welche einen elektrischen Türöffnungsmechanismus zum Öffnen der
Fahrzeugtür aufweist.
Stand der Technik
[0002] In manchen Fahrzeugen werden elektrische Türöffnungsmechanismen verbaut, welche dazu
ausgelegt sind, eine Fahrzeugtür elektrisch zu öffnen. Solche elektrischen Türöffnungsmechanismen
können beispielsweise einen elektrisch angetriebenen Aktor aufweisen, der dazu ausgelegt
ist, eine Fahrzeugtür zu entriegeln, wenn beispielsweise eine Taste im Fahrzeuginnenraum
gedrückt wurde. Fahrzeuginsassen müssen also nicht mehr einen Hebel oder dergleichen
im Fahrzeuginnenraum betätigen, der mechanisch mit einem Öffnungsmechanismus der Fahrzeugtür
verbunden ist.
[0003] Sollte die Stromversorgung in einem solchen Fahrzeug einmal ausfallen oder eine Funktionsstörung
an einem solchen elektrischen Türöffnungsmechanismus auftreten, kann das Problem bestehen,
dass sich die Fahrzeugtüren nicht mehr öffnen lassen.
Beschreibung der Erfindung
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, mittels welcher
eine Fahrzeugtür, welche einen elektrischen Türöffnungsmechanismus zum Öffnen der
Fahrzeugtür aufweist, sich besonders einfach und schnell im Bedarfsfall manuell öffnen
lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Notbetätigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind insbesondere in den
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Notbetätigungsvorrichtung zum manuellen Öffnen einer Fahrzeugtür,
welche einen elektrischen Türöffnungsmechanismus zum Öffnen der Fahrzeugtür aufweist,
umfasst einen translatorisch zwischen einer Ausgangsstellung und einer Entriegelungsstellung
beweglich gelagerten Schlitten. Der Schlitten kann insbesondere im Inneren der betreffenden
Fahrzeugtür angeordnet sein. Im Inneren der Fahrzeugtür kann beispielsweise auch eine
Führung vorgesehen sein, sodass der Schlitten problemlos und zuverlässig translatorisch
zwischen der Ausgangsstellung und der Entriegelungsstellung bewegt werden kann. Die
Notbetätigungsvorrichtung umfasst zudem ein Betätigungselement zum Betätigen des elektrischen
Türöffnungsmechanismus, das in seiner bestimmungsgemäßen Anordnung in einem Fahrzeuginnenraum
des Fahrzeugs angeordnet ist und mittels welchem der Schlitten von seiner Ausgangsstellung
in die Entriegelungsstellung bewegbar ist. Mit anderen Worten handelt es sich bei
dem Betätigungselement um einen Türöffner, durch dessen Betätigung der elektrische
Türöffnungsmechanismus aktiviert werden kann. Bei dem Betätigungselement kann es sich
beispielsweise um eine bewegliche Taste, einen Hebel oder dergleichen handeln. Bei
der erfindungsgemäßen Notbetätigungsvorrichtung dient das Betätigungselement zudem
dazu, den Schlitten von seiner Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung bewegen
zu können. Das Betätigungselement erfüllt somit eine doppelte Funktion, nämlich einerseits
den elektrischen Türöffnungsmechanismus zu betätigen und andererseits die Notbetätigungsvorrichtung
in der nachfolgend noch erläuterten Weise zu betätigen. Zudem umfasst die Notbetätigungsvorrichtung
noch einen mit dem Schlitten verbundenen mechanischen Entriegelungsmechanismus, welcher
dazu ausgelegt ist, die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln, wenn der Schlitten sich
in der Entriegelungsstellung befindet.
[0007] Sollte also beispielsweise beim betreffenden Fahrzeug die Stromversorgung ausfallen,
sodass der elektrische Türöffnungsmechanismus nicht mehr zum Öffnen der Fahrzeugtür
verwendet werden kann, so ist es mittels der Notbetätigungsvorrichtung auf einfache
Weise möglich, die betreffende Fahrzeugtür manuell zu öffnen. Der Fahrzeuginsasse
muss nicht lange danach suchen, wie er das bewerkstelligen kann. Denn er muss einfach
nur das Betätigungselement beispielsweise weiter reindrücken als es erforderlich ist,
um mittels des Betätigungselements den elektrischen Türöffnungsmechanismus zu aktivieren.
Durch Überdrücken des Betätigungselements wird der besagte Schlitten von der Ausgangsstellung
in seine Entriegelungsstellung bewegt.
[0008] Der Schlitten ist dabei so mechanisch mit dem Entriegelungsmechanismus gekoppelt,
dass dieser die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt, wenn der Schlitten sich in der
Entriegelungsstellung befindet. Bei der erfindungsgemäßen Notbetätigungsvorrichtung
befindet sich also die Notentriegelung an derselben Stelle wie der immer zu betätigende
Türöffner, nämlich in Form des Betätigungselements. Somit ist das Betätigungselement
ganz einfach in den elektrischen Türöffnungsmechanismus integriert. Durch Fahrzeuginsassen
ist gar nicht wahrnehmbar, dass das Fahrzeug über eine manuelle Öffnungsmöglichkeit
für die Fahrzeugtür verfügt, dennoch wird der Fahrzeuginsasse bei Bedarf ganz intuitiv
das Betätigungselement so weit durchdrücken beziehungsweise entsprechend bewegen,
dass eine manuelle Öffnung der Fahrzeugtür erfolgt. Das Betätigungselement kann ganz
einfach beispielsweise in einen Auftrag einer Türverkleidung integriert werden. Die
gesamte Notbetätigungsvorrichtung kann ganz einfach im Inneren der Fahrzeugtür angeordnet
werden. So sind beispielsweise keine weiteren zusätzlichen sichtbaren Fugen notwendig,
um die Notbetätigungsvorrichtung im Fahrzeuginnenraum anzuordnen.
[0009] Im Bedarfsfall, also wenn die elektrische Stromversorgung des elektrischen Türöffnungsmechanismus
z.B. gestört sein sollte, muss der Fahrzeuginsasse also einfach nur das Betätigungselement
so weit durchdrücken, bis der Schlitten von seiner Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung
bewegt wurde. Der mit dem Schlitten gekoppelte mechanische Entriegelungsmechanismus
ist dazu ausgelegt, die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln. Unabhängig davon, ob
die betreffende Fahrzeugtür abgesperrt oder einfach nur geschlossen ist, kann die
Notbetätigungsvorrichtung im Bedarfsfall also dazu genutzt werden, die Fahrzeugtür
problemlos und schnell manuell zu öffnen.
[0010] Eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass eine Rückstellfeder eine
Federkraft auf den Schlitten in Richtung der Ausgangsstellung ausübt. Solange das
Betätigungselement also nicht überdrückt wird, um den beweglich gelagerten Schlitten
in die Entriegelungsstellung zu bewegen, sorgt die Rückstellfeder also zuverlässig
dafür, dass der Schlitten in der besagten Ausgangsstellung verbleibt. So können beispielsweise
Klappergeräusche oder anderweitige Störgeräusche zuverlässig verhindert werden.
[0011] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Betätigungselement
unter Vermittlung einer Feder mit dem Schlitten verbunden ist. Die Feder und das Betätigungselement
können beispielsweise so gestaltet sein, dass das Betätigungselement bündig mit einem
Verkleidungsteil abschließt, solange das Betätigungselement nicht gedrückt wird. Auch
ist es möglich, dass das Betätigungselement im unbelasteten Zustand ein wenig über
ein bestimmtes Verkleidungsbauteil hinausragt. Drückt ein Fahrzeuginsasse im Bedarfsfall
fest genug auf das Betätigungselement, so wird die Feder gestaucht und das Betätigungselement
gelangt dann irgendwann z.B. in direkte Anlage mit dem Schlitten beziehungsweise mit
einem Bauteil, welches mit dem Schlitten verbunden ist. Durch weitere Kraftausübung
auf das Betätigungselement und entsprechende Verlagerung des Betätigungselements kann
der Schlitten ebenfalls entsprechend verlagert werden, bis er seine Entriegelungsstellung
eingenommen hat. Ein versehentliches so starkes Betätigen des Betätigungselements,
dass trotz funktionierendem elektrischen Türöffnungsmechanismus die Notbetätigungsvorrichtung
aktiviert wird, kann so auf zuverlässige Weise verhindert werden.
[0012] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
der Entriegelungsmechanismus ein neben dem Betätigungselement angeordnetes Notentriegelungselement
aufweist. Ein zumindest mittelbar mit dem Schlitten verbundenes Sperrelement sperrt
ein Herausbewegen des Notentriegelungselements aus einer versenkten Stellung, und
zwar solange sich der Schlitten nicht in der Entriegelungsstellung befindet. Das Sperrelement
gibt erst dann eine Bewegung des Notentriegelungselements frei, wenn sich der Schlitten
in der Entriegelungsstellung befindet, in Folge dessen dann das Notentriegelungselement
durch eine Ausrückfeder in eine über das Betätigungselement hervorstehende Stellung
bewegt wird. Durch ein weiteres manuelles Herausziehen des Notentriegelungselements
über die hervorstehende Stellung hinaus in eine Auslösestellung wird die Fahrzeugtür
mechanisch entriegelt. Bei dem Sperrelement kann es sich beispielsweise um eine Art
Lasche handeln, welche in unmittelbarer Nähe des Betätigungselements angeordnet sein
kann. Sobald der Schlitten in seine Entriegelungsstellung verbracht worden ist, gibt
das besagte Sperrelement eine Bewegung des Notentriegelungselements frei. Besagte
Ausrückfeder übt eine so starke Kraft auf das Notentriegelungselement aus, dass es
von seiner versenkten Stellung in die über das Betätigungselement hervorstehende Stellung
bewegt wird. Ein Fahrzeuginsasse kann dann das beispielsweise laschenförmige Notentriegelungselement
ganz einfach erkennen. Zuvor, also wenn sich das Notentriegelungselement in seiner
versenkten Stellung befindet, fällt es nicht weiter auf, weil es beispielsweise innerhalb
eines Türverkleidungsbauteils so weit versenkt ist, dass ein Fahrzeuginsasse es gar
nicht sieht. Eine Außenseite des Notentriegelungselements kann beispielsweise genauso
aussehen wie eine restliche Türverkleidung. Schließt das Notentriegelungselement in
seiner versenkten Stellung dann beispielsweise mit seiner Außenseite auch noch bündig
mit der Türverkleidung ab, so ist es in dieser Stellung so gut wie gar nicht sichtbar.
Erst wenn das Notentriegelungselement durch die Ausrückfeder in die hervorstehende
Stellung bewegt wurde, ragt es über das Betätigungselement hinaus und ein Fahrzeuginsasse
kann es ganz einfach erkennen. Er muss dann lediglich noch das Notentriegelungselement
über die hervorstehende Stellung hinaus in eine Auslösestellung ziehen. Sobald diese
Auslösestellung erreicht wurde, wird die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt. Im Bedarfsfall
drückt der Fahrzeuginsasse also das Betätigungselement so weit durch, bis das Notentriegelungselement
seine hervorstehende Stellung eingenommen hat. Danach muss der Fahrzeuginsasse einfach
nur noch an dem Notentriegelungselement ziehen, um es noch weiter in seiner Auslösestellung
herauszuziehen, in Folge dessen die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird.
[0013] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Sperrelement
ein Vorsprung mit einer Schräge ist, die in der Ausgangsstellung des Schlittens mit
einer Sperrkontur des Notentriegelungselements in Eingriff steht und dadurch das Herausbewegen
des Notentriegelungselements aus der versenkten Stellung sperrt. Bei einer Bewegung
des Schlittens von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung gleitet die Schräge
des Sperrelements an der Sperrkontur entlang und senkt diese bei Erreichen der Entriegelungsstellung
so weit ab, dass die Sperrkontur nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrelement steht,
in Folge dessen die Ausrückfeder das Notentriegelungselement in die hervorstehende
Stellung bewegt. Bei der Sperrkontur des Notentriegelungselements kann es sich beispielsweise
um ein biegsames Teil handeln, welches wie eine Art eingespannter Balken gelagert
ist. Wird der Schlitten von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung bewegt,
so wird die Schräge des als Vorsprung ausgebildeten Sperrelements über die Sperrkontur
des Notentriegelungselements gestrichen, in Folge dessen die Sperrkontur heruntergedrückt
wird. Sobald die Entriegelungsstellung des Schlittens erreicht wurde, wurde die beispielsweise
biegsame Sperrkontur von der Schräge des Sperrelements so weit heruntergedrückt, dass
das Sperrelement nicht mehr in Eingriff mit der Sperrkontur steht. Dadurch, dass das
Notentriegelungselement permanent von der Ausrückfeder mit einer Kraft beaufschlagt
wird, sorgt die Ausrückfeder nun dafür, dass das Notentriegelungselement in die hervorstehende
Stellung bewegt wird. Das beschriebene Zusammenspiel zwischen dem als Vorsprung ausgebildeten
Sperrelement und insbesondere der Schräge am Sperrelement mit der Sperrkontur des
Notentriegelungselements sorgt also zuverlässig dafür, dass das Notentriegelungselement
in der versenkten Stellung verbleibt, solang ein Fahrzeuginsasse den Schlitten nicht
durch entsprechendes Überdrücken des Betätigungselements in seine Entriegelungsstellung
verlagert. Sobald die Entriegelungsstellung eingenommen wurde, gleitet beziehungsweise
bewegt sich das Notentriegelungselement automatisch aufgrund der Kraftausübung der
Ausrückfeder in die hervorstehende Stellung, von wo aus ein Fahrzeuginsasse das Notentriegelungselement
ganz einfach erkennen und in die besagte Auslösestellung ziehen kann, um die Fahrzeugtür
mechanisch zu entriegeln.
[0014] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Sperrelement
an dem Schlitten angeordnet ist. Das als Vorsprung ausgebildete Sperrelement ragt
also mit anderen Worten in Richtung der Sperrkontur des Notentriegelungselements und
kann ein separates Bauteil sein oder auch zum Schlitten selbst gehören oder an diesem
ausgeformt sein. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Kraftübertragung von
dem Sperrelement auf die Sperrkontur, um das Herausbewegen des Notentriegelungselements
aus der versenkten Stellung einerseits sperren zu können und andererseits in der beschriebenen
Weise an der Sperrkontur abzugleiten, um das Notentriegelungselement im Bedarfsfall
freizugeben.
[0015] Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Sperrelement unter
Vermittlung eines Zugmittels mit dem Schlitten verbunden ist. Das Sperrelement ist
in dem Fall nicht unmittelbar beziehungsweise direkt an dem Schlitten angeordnet.
Diese Variante bringt den Vorteil mit sich, dass der Schlitten und das Sperrelement,
damit auch das Notentriegelungselement, nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zueinander
angeordnet sein müssen. Bei dem Zugmittel kann es sich beispielsweise um einen Bowdenzug
handeln, der das Sperrelement und den Schlitten miteinander verbindet. Insbesondere
bei beengten Bauraumverhältnissen innerhalb einer Fahrzeugtür kann diese Ausgestaltung
Vorteile mit sich bringen, da sich ein größerer Gestaltungsspielraum hinsichtlich
der Anordnung des Sperrelements, des Schlittens und des Notentriegelungselements ergibt.
[0016] Eine weitere mögliche alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das
Sperrelement eine drehbar gelagerte Sperrklinke ist, deren eines Ende am Schlitten
anliegt und deren anderes Ende einen Haken aufweist. In der Ausgangsstellung des Schlittens
ist die Sperrklinke in eine Sperrstellung gedreht, in welcher der Haken der Sperrklinke
in eine Vertiefung des Notentriegelungselements eingreift und das Herausbewegen des
Notentriegelungselements aus der versenkten Stellung sperrt. Bei einer Bewegung des
Schlittens von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung wird die Sperrklinke
von der Sperrstellung in eine Entsperrstellung gedreht, in welcher der Haken nicht
mehr in die Vertiefung des Notentriegelungselements eingreift, in Folge dessen die
Ausrückfeder das Notentriegelungselement in die hervorstehende Stellung bewegt. Auch
bei dieser möglichen Ausführungsform der Erfindung kann zuverlässig sichergestellt
werden, dass die Bewegung des Notentriegelungselements aus der versenkten Stellung
solange gesperrt wird, solange ein Fahrzeuginsasse das Betätigungselement nicht überdrückt
und dadurch den Schlitten in seine Entriegelungsstellung bewegt. Durch entsprechende
Betätigung des Betätigungselements wird der Schlitten in seine Entriegelungsstellung
bewegt, in Folge dessen die Sperrklinke in der beschriebenen Weise von der Sperrstellung
in die Entsperrstellung gedreht wird und dadurch das Notentriegelungselement freigibt.
Dadurch, dass das Notentriegelungselement mittels der Ausrückfeder mit einer Kraft
beaufschlagt wird, sorgt die Ausrückfeder dafür, dass das Notentriegelungselement
wiederum in die hervorstehende Stellung verbracht wird, aus welcher heraus ein Fahrzeuginsasse
das Notentriegelungselement ganz einfach wiederum in die Auslösestellung bewegen kann,
um die Fahrzeugtür mechanisch und somit manuell zu öffnen.
[0017] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Sperrklinke von einer Drehfeder mit einem Rückstellmoment beauftragt wird, sodass
das eine Ende an den Schlitten gedrückt wird. Die Drehfeder übt also permanent eine
Kraft beziehungsweise ein Drehmoment auf die Sperrklinke aus, sodass diese mit dem
einen Ende immer an dem Schlitten anliegt. Klappergeräusche oder dergleichen können
zuverlässig verhindert werden. Darüber hinaus sorgt die Drehfeder dafür, dass die
Sperrklinke jederzeit bei einer entsprechenden Bewegung des Schlittens von Ihrer Sperrstellung
in die Entsperrstellung gedreht wird.
[0018] Eine weitere alternative mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der
Schlitten zumindest mittelbar mit einem Sperrelement verbunden ist, welches ein Bewegen
eines Notentriegelungselements aus einer Verriegelungsstellung in Richtung einer Auslösestellung
sperrt, solange sich der Schlitten nicht in der Entriegelungsstellung befindet. Das
Sperrelement gibt eine Bewegung des Notentriegelungselements frei, wenn sich der Schlitten
in der Entriegelungsstellung befindet, in Folge dessen das Notentriegelungselement
durch eine Ausrückfeder von der Verriegelungsstellung in die Auslösestellung bewegt
und die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird. Bei dieser möglichen Ausführungsform
der Notbetätigungsvorrichtung ist also kein weiteres manuelles Zutun des Fahrzeuginsassen
erforderlich, er muss also das Notentriegelungselement gar nicht selbst betätigen,
um im Bedarfsfall die Fahrzeugtür mechanisch, also manuell zu entriegeln. Die Ausrückfeder
ist so stark, dass diese das Notentriegelungselement - sobald das Sperrelement die
Bewegung des Notentriegelungselements freigibt - bis in die Auslösestellung bewegen
kann, in Folge dessen die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird. Bei dieser Ausführungsform
der Erfindung muss der Fahrzeuginsasse zum manuellen Öffnen der Fahrzeugtür beziehungsweise
zum manuellen Entriegeln der Fahrzeugtür also das Betätigungselement einfach nur so
weit überdrücken beziehungsweise bewegen, dass der Schlitten von seiner Ausgangsstellung
in die Entriegelungsstellung bewegt wird. Das manuelle Öffnen beziehungsweise Freigeben
und Entriegeln der Fahrzeugtür erfolgt ab diesem Punkt dann automatisch, da die Ausrückfeder
das Notentriegelungselement bis in die Auslösestellung bewegt, in welcher die Fahrzeugtür
mechanisch entriegelt ist. Dies ist möglich, da die Ausrückfeder so dimensioniert
ist, dass diese genügend Kraft und Hub aufbringen kann, um das Notentriegelungselement
von der Verriegelungsstellung bis zur Auslösestellung zu bewegen. Entsprechend vorhandene
Widerstände innerhalb der Fahrzeugtür können also von der entsprechend dimensionierten
Ausrückfeder auch überwunden werden, um die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln.
[0019] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Notentriegelungselement
sowohl in der Verriegelungsstellung als auch in der Auslösestellung im Inneren der
Fahrzeugtür angeordnet ist. Innerhalb einer Türverkleidung müssen also außenseitig,
also in Richtung des Fahrzeuginnenraums, keine Aussparungen oder dergleichen vorgesehen
werden, da das Notentriegelungselement in keiner Stellung das Innere der Fahrzeugtür
verlässt. Dies bringt konstruktive Vorteile mit sich aber auch designtechnische Vorteile,
da beispielsweise eine Türinnenverkleidung optisch besonders sauber gestaltet werden
kann, da kein Bedarf besteht, eine Aussparung oder dergleichen für das Notentriegelungselement
vorzusehen.
[0020] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
das Sperrelement ein Vorsprung mit einer Schräge ist, die in der Ausgangsstellung
mit einer Sperrkontur des Notentriegelungselements in Eingriff steht und dadurch das
Herausbewegen des Notentriegelungselements aus der Verriegelungsstellung sperrt. Bei
einer Bewegung des Schlittens von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung
gleitet die Schräge des Sperrelements an der Sperrkontur entlang und senkt diese bei
Erreichen der Entriegelungsstellung so weit ab, dass die Sperrkontur nicht mehr in
Eingriff mit dem Sperrelement steht, in Folge dessen die Ausrückfeder das Notentriegelungselement
in die Auslösestellung bewegt. Bei dieser möglichen Ausgestaltung der Erfindung kann
zuverlässig sichergestellt werden, dass das Notentriegelungselement in seiner Verriegelungsstellung
gesperrt bleibt, solange ein Fahrzeuginsasse das Betätigungselement nicht entsprechend
überdrückt oder anderweitig bewegt, sodass sich der Schlitten in seine Entriegelungsstellung
begibt. Ist dies geschehen, ist es bei dieser möglichen Ausgestaltung der Erfindung
zuverlässig möglich, dass sich die Tür mechanisch öffnet. Denn sobald die Schräge
des Vorsprungs des Sperrelements die Sperrkontur nicht mehr behindert beziehungsweise
sperrt, sorgt die Ausrückfeder in der bereits beschriebenen Weise dafür, dass das
Notentriegelungselement bis in die Auslösestellung bewegt wird, in der die Tür mechanisch
entriegelt ist.
[0021] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Notentriegelungselement
unmittelbar mit einem Bowdenzug verbunden ist und diesen bei der Bewegung in die Auslösestellung
anzieht und dadurch die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird. Auf diese Weise kann
ganz einfach sichergestellt werden, dass im Bedarfsfall die Fahrzeugtür auch mechanisch
entriegelt werden kann, also wenn der elektrische Türöffnungsmechanismus eine Störung
aufweisen sollte oder beispielsweise eine Stromversorgung unterbrochen sollte.
[0022] Eine alternative mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Entriegelungsmechanismus
einen drehbar gelagerten Hebel mit einem längeren Hebelarm und mit einem kürzeren
Hebelarm aufweist, wobei der Bowdenzug am kürzeren Hebelarm angeordnet ist. Beim Bewegen
des Notentriegelungselements in die Auslösestellung gelangt dieses in Kontakt mit
dem längeren Hebelarm und versetzt dadurch den Hebel in Drehung, in Folge dessen der
Bowdenzug angezogen und die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird. Dadurch, dass
das Notentriegelungselement mit dem längeren Hebelarm zusammenwirkt, ist eine relativ
kleine Kraft erforderlich, um unter Vermittlung des kürzeren Hebelarms den Bowdenzug
soweit anzuziehen, bis die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wurde. Falls das Notentriegelungselement
von Hand in die Auslösestellung bewegt werden muss, so muss ein Fahrzeuginsasse keine
besonders hohe Kraft ausüben, um die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln. Für den
Fall, dass das Notentriegelungselement mittels der Ausrückfeder bis in die Auslösestellung
bewegt wird, also ohne manuelles Zutun des Fahrzeuginsassen, so muss die Ausrückfeder
nicht übermäßig stark dimensioniert werden, da aufgrund der Hebelverhältnisse am Hebel
schon eine relativ geringe Kraft ausreichen kann, um den Bowdenzug entsprechend zu
betätigen bis die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wurde.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung können sich aus der nachfolgenden
Beschreibung möglicher Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung ergeben. Die
vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie
die nachfolgend in der Figurenbeschreibung und/oder in den Figuren alleine gezeigten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Kurze Figurenbeschreibung
[0024] Die Zeichnung zeigt in:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer Notbetätigungsvorrichtung
zum manuellen Öffnen einer Fahrzeugtür, welche einen elektrischen Türöffnungsmechanismus
zum Öffnen der Fahrzeugtür aufweist;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer dritten Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung;
- Fig. 4
- eine vierte Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung, ebenfalls in einer schematischen
Seitenansicht;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf einen Hebelmechanismus, welcher Bestandteil von allen Ausführungsformen
der Notbetätigungsvorrichtung sein kann.
[0025] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen worden.
[0026] Eine erste Ausführungsform einer Notbetätigungsvorrichtung 10 zum manuellen Öffnen
einer nicht näher bezeichneten Fahrzeugtür, welche einen hier nicht näher dargestellten
elektrischen Türöffnungsmechanismus zum Öffnen der Fahrzeugtür aufweist, ist in einer
schematischen Seitenansicht in Fig. 1 gezeigt. Mittels des hier nicht näher dargestellten
elektrischen Türöffnungsmechanismus ist es möglich, die Fahrzeugtür elektrisch zu
öffnen, das heißt zumindest zu entriegeln, sodass ein Fahrzeuginsasse dann die Tür
manuell aufschwenken kann. Für den Fall, dass der elektrische Türöffnungsmechanismus
nicht funktioniert, beispielsweise weil er einen Fehler aufweist oder nicht mit Strom
versorgt werden kann, ist die Notbetätigungsvorrichtung 10 vorgesehen. Die Notbetätigungsvorrichtung
10 stellt sicher, dass auch in einem solchen Fall, also bei einem Ausfall des elektrischen
Türöffnungsmechanismus, ein Fahrzeuginsasse die Fahrzeugtür manuell öffnen kann.
[0027] Die Notbetätigungsvorrichtung 10 umfasst einen translatorisch zwischen einer hier
gezeigten Ausgangsstellung und einer Entriegelungsstellung beweglich gelagerten Schlitten
12. Der Schlitten 12 ist an einer Führung 14 gelagert, sodass der Schlitten 12 - gemäß
der vorliegenden Darstellung - zuverlässig von links nach rechts bewegt werden kann.
Die hier nicht dargestellte Entriegelungsstellung befindet sich ein Stück weiter rechts
von der hier dargestellten Ausgangsstellung. Zur Notbetätigungsvorrichtung 10 gehört
noch ein Betätigungselement 16, bei welchem es sich beispielsweise um eine Taste oder
dergleichen handeln kann. Das Betätigungselement 16 ist zum Betätigen des elektrischen
Türöffnungsmechanismus ausgelegt.
[0028] Beispielsweise kann das Betätigungselement 16 einen hier nicht dargestellten kapazitiven
Sensor aufweisen, sodass allein eine Berührung des Betätigungselements 16 ausreichen
kann, um den elektrischen Türöffnungsmechanismus zu aktivieren. Auch ist es möglich,
dass das Betätigungselement 16 ein Stück weit ins Innere der Fahrzeugtür, also gemäß
der vorliegenden Darstellung nach rechts, gedrückt werden muss, um den elektrischen
Türöffnungsmechanismus zu aktivieren. Durch Überdrücken des Betätigungselements 16
ins Innere der Fahrzeugtür kann mittels des Betätigungselements 16 der Schlitten 12
von seiner hier gezeigten Ausgangsstellung nach rechts in Richtung seiner Entriegelungsstellung
bewegt werden. Mit dem Schlitten 12 ist ein mechanischer Entriegelungsmechanismus
18 verbunden, welcher dazu ausgelegt ist, die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln,
wenn der Schlitten 12 sich in der Entriegelungsstellung befindet. Eine Rückstellfeder
20 übt eine Federkraft auf den Schlitten 12 in Richtung der Ausgangsstellung aus,
gemäß der vorliegenden Darstellung also nach links.
[0029] Solange ein Fahrzeuginsasse das Betätigungselement also nicht stark genug durchdrückt,
sorgt die Rückstellfeder 20 dafür, dass der Schlitten 12 in der hier gezeigten Ausgangsstellung
verbleibt. Das Betätigungselement 16 ist unter Vermittlung einer Feder 22 mit dem
Schlitten 12 verbunden. Ist beispielsweise ein gewisser Hub bei dem Betätigungselement
16 erforderlich, um den elektrischen Türöffnungsmechanismus zu betätigen, so wird
beim Drücken des Betätigungselements 16 aufgrund der Feder 22 der Schlitten 12 nicht
gleich in seine Entriegelungsstellung bewegt. Die Feder 22 kann also eine kleinere
Federkonstante als die Rückstellfeder 20 haben. Erst durch entsprechendes Überdrücken,
also wenn ein Fahrzeuginsasse fest genug auf das Betätigungselement 16 drückt, wird
die Feder 22 so weit gestaucht, dass das Betätigungselement 16 den Schlitten 12 gemäß
der vorliegenden Darstellung nach rechts, also in Richtung seiner Entriegelungsstellung
bewegt. Dabei wird dann die Rückstellfeder 20 entsprechend ausgelenkt bzw. gebogen.
[0030] Der Entriegelungsmechanismus 18 umfasst ein neben dem Betätigungselement 16 angeordnetes
Notentriegelungselement 24. Bei dem Notentriegelungselement 24 kann es sich beispielsweise
um eine Art Lasche mit einer Aussparung 26 handeln, in welche ein Finger oder auch
mehrere Finger passen können. Der Entriegelungsmechanismus 18 umfasst zudem ein Sperrelement
28, welches als eine Art Vorsprung ausgebildet und direkt am Schlitten 12 angeordnet
ist. Das als Vorsprung ausgebildete Sperrelement 28 weist eine Schräge 30 auf, die
in der hier gezeigten Ausgangsstellung des Schlittens 12 mit einer Sperrkontur 32
des Notentriegelungselements 24 in Eingriff steht und dadurch das Herausbewegen des
Notentriegelungselements 24 aus seiner hier gezeigten versenkten Stellung sperrt,
solange sich der Schlitten 12 nicht in der Entriegelungsstellung befindet.
[0031] Das Sperrelement 28 gibt eine Bewegung des Notentriegelungselements 24 erst dann
frei, wenn sich der Schlitten 12 in der Entriegelungsstellung befindet, in Folge dessen
das Notentriegelungselement 24 durch eine Ausrückfeder 34 in eine über das Betätigungselement
16 hervorstehende Stellung bewegt wird. Die Aussparung 26 ragt dann so weit hervor,
dass ein Fahrzeuginsasse beispielsweise seinen Finger dort hineinpacken und dann das
Notentriegelungselement 24 noch weiter nach links herausziehen kann, und zwar so weit
bis eine Auslösestellung des Notentriegelungselements 24 eingenommen wurde. Mit Erreichen
der Auslösestellung wird die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt.
[0032] Bei einer Bewegung des Schlittens 12 von der hier gezeigten Ausgangsstellung nach
rechts in die Entriegelungsstellung gleitet die Schräge 30 des Sperrelements 28 an
der Sperrkontur 32 entlang und drückt diese gemäß der vorliegenden Darstellung nach
unten, also weg vom Schlitten 12. Bei Erreichen der Entriegelungsstellung des Schlittens
12 hat die Schräge 30 die Sperrkontur 32 so weit abgesenkt beziehungsweise heruntergedrückt,
dass die Sperrkontur 32 nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrelement 28 steht, in Folge
dessen die Ausrückfeder 34 das Notentriegelungselement 24 nach links in die hervorstehende
Stellung bewegt. Die Sperrkontur 32 ist wie eine Art eingespannter Balken aufgebaut,
wobei sich unterhalb von der Sperrkontur 32 ein Freiraum 36 befindet, sodass die Sperrkontur
32 in Richtung des Freiraums 36 heruntergebogen werden kann.
[0033] Wurde das Notentriegelungselement 24 weit genug nach links herausgezogen, also in
besagte Auslösestellung von einem Fahrzeuginsassen bewegt, so wird ein hier nur schematisch
angedeuteter Bowdenzug 38 so betätigt, dass die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt
wird.
[0034] In Fig. 2 ist eine zweite Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung 10 wiederum
in einer schematischen Seitenansicht gezeigt. Die zweite Ausführungsform unterscheidet
sich von der ersten Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung 10 dadurch, dass
das Sperrelement 28 nicht mehr direkt am Schlitten 12 angeordnet beziehungsweise an
diesem ausgeformt ist. Stattdessen ist das Sperrelement 28 unter Vermittlung eines
Zugmittels 40, bei dem es sich beispielsweise um einen Bowdenzug handeln kann, mit
dem Schlitten 12 verbunden. Das Funktionsprinzip der Notbetätigungsvorrichtung 10
in Fig. 2 ist im Prinzip also das gleiche wie bei der Notbetätigungsvorrichtung 10
in Fig. 1. Der einzige Unterschied ist, dass bei einer Bewegung des Schlittens 12
nach rechts, also in seine Entriegelungsstellung, das Zugmittel 40 so gespannt wird,
dass das Sperrelement 28 in der bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Weise
bewegt wird und dann bei Erreichen der Entriegelungsstellung des Schlittens 12 die
Sperrkontur 32 so weit heruntergebogen hat, dass die Bewegung des Notentriegelungselements
24 freigegeben wird.
[0035] In Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung 10 in einer
schematischen Seitenansicht gezeigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von
den vorangegangenen Ausführungsformen durch die Ausgestaltung des Sperrelements 28
und das Zusammenspeil zwischen dem Sperrelement 28 und dem Notentriegelungselement
24. Im vorliegenden Fall ist das Sperrelement 28 eine drehbar gelagerte Sperrklinke,
deren eines Ende 42 am Schlitten 12 anliegt und deren anderes Ende 44 einen Haken
aufweist. In der hier gezeigten Ausgangsstellung des Schlittens 12 ist das als Sperrklinke
ausgebildete Sperrelement 28 in eine Sperrstellung gedreht, in welcher der am Ende
44 ausgebildete Haken in eine Vertiefung 46 des Notentriegelungselements 24 eingreift
und das Herausbewegen des Notentriegelungselements 24 aus seiner hier gezeigten versenkten
Stellung sperrt.
[0036] Bei einer Bewegung des Schlittens 12 von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung,
gemäß der vorliegenden Darstellung also nach rechts, wird das als Sperrklinke ausgebildete
Sperrelement 28 von der hier gezeigten Sperrstellung im Uhrzeigersinn in eine Entsperrstellung
gedreht, in welcher der Haken am Ende 44 nicht mehr in die Vertiefung 46 des Notentriegelungselements
24 eingreift, in Folge dessen die Ausrückfeder 34 wiederum das Notentriegelungselement
24 in die bereits beschriebene hervorstehende Stellung bewegt. Das als Sperrklinke
ausgebildete Sperrelement 28 wird von einer hier nicht näher gezeigten Drehfeder mit
einem Rückstellmoment beaufschlagt, sodass das eine Ende 42 immer an den Schlitten
12 gedrückt wird. Die besagte Drehfeder übt gemäß der vorliegenden Darstellung also
ein im gegen den Uhrzeigersinn wirkendes Drehmoment auf das Sperrelement 28 aus. Abgesehen
von der Ausgestaltung des Sperrelements 28 und dem Zusammenspiel mit der Vertiefung
46 des Notentriegelungselements 24 unterscheidet sich diese Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung
10 nicht weiter von der ersten Ausführungsform. Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform
kann auch so aufgebaut sein, dass das als drehbar gelagerte Sperrklinke ausgebildete
Sperrelement 28, statt direkt über den Schlitten 12 bewegt zu werden, wie bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 2 über ein Zugmittel 40 bewegt wird, welches am Schlitten
12 angebracht bzw. mit diesem verbunden sein kann.
[0037] In Fig. 4 ist eine vierte Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung 10 in einer
schematischen Seitenansicht gezeigt. Die vierte Ausführungsform unterscheidet sich
von der zweiten Ausführungsform dadurch, dass das Notentriegelungselement 24 immer
im Inneren der nicht näher bezeichneten Fahrzeugtür verbleibt und dass die Ausrückfeder
34, wie nachfolgend noch näher erläutert werden wird, eine größere Federkraft aufbringen
kann. Der Schlitten 12 ist wiederum über ein Zugmittel 40 mit dem Sperrelement 28
verbunden, welches ein Bewegen des Notentriegelungselements 24 aus einer hier gezeigten
Verriegelungsstellung in Richtung einer Auslösestellung, gemäß der vorliegenden Darstellung
also nach links, sperrt, solange sich der Schlitten 12 nicht in der Entriegelungsstellung
befindet.
[0038] Das Sperrelement 28 gibt eine Bewegung des Notentriegelungselements 24 wiederum frei,
wenn sich der Schlitten 12 in der Entriegelungsstellung befindet, also gemäß der vorliegenden
Darstellung nach rechts bewegt wurde, in Folge dessen das Notentriegelungselement
24 durch die Ausrückfeder 34 von der hier gezeigten Verriegelungsstellung weiter nach
links in die Auslösestellung bewegt wird und die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt
wird. Das Notentriegelungselement 24 bleibt sowohl in der hier gezeigten Verriegelungsstellung
als auch in der nach links bewegten Auslösestellung im Inneren der Fahrzeugtür angeordnet.
Bei dieser Ausführungsform ist die Ausrückfeder 34 so stark, dass sie das Notentriegelungselement
24 mitsamt dem Bowdenzug 38 so weit bewegen kann, dass die betreffende Fahrzeugtür
mechanisch entriegelt wird. Bei dieser Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung
10 ist es also nur erforderlich, dass ein Fahrzeuginsasse das Betätigungselement 16
weit genug überdrückt, um den Schlitten 12 in seine Entriegelungsstellung zu bewegen.
Wurde diese Entriegelungsstellung erreicht, so wird in der bereits beschriebenen Weise
das Notentriegelungselement 24 von dem Sperrelement 28 freigegeben, in Folge dessen
die stärker und gegebenenfalls auch länger dimensionierte Ausrückfeder 34 durch entsprechende
Bewegung des Notentriegelungselements 24 und des Bowdenzugs 38 dafür sorgt, dass die
Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird. Entgegen der vorliegenden Darstellung ist
es auch möglich, dass ein Sperrelement 28 wie bei der Ausführungsform in Fig. 3 verwendet
wird.
[0039] Bei allen bisherigen gezeigten Ausführungsformen der Notbetätigungsvorrichtung 10
ist das Notentriegelungselement 24 unmittelbar mit dem Bowdenzug 38 verbunden, sodass
bei der Bewegung des Notentriegelungselements 24 in die Auslösestellung der Bowdenzug
38 angezogen und dadurch die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird.
[0040] In Fig. 5 ist eine alternative Lösung in einer Draufsicht gezeigt, wie der Bowdenzug
38 zur mechanischen Entriegelung der Fahrzeugtür betätigt werden kann. Der Entriegelungsmechanismus
18 in der hier nicht näher bezeichneten Notbetätigungsvorrichtung 10 umfasst einen
drehbar gelagerten Hebel 48 mit einen längeren Hebelarm 50 und mit einem kürzeren
Hebelarm 52. Der Bowdenzug 38, der zur mechanischen Entriegelung der Fahrzeugtür dient,
ist am kürzeren Hebelarm 52 angeordnet. Beim Bewegen des Notentriegelungselements
24 von der hier gezeigten Stellung in die Auslösestellung, gemäß der vorliegenden
Draufsicht also nach unten, gelangt ein Fortsatz 54 des Notentriegelungselements 24
in Anlage mit einer Ausbuchtung 56 des längeren Hebelarms 50, in Folge dessen der
Hebelarm 50 gemäß der vorliegenden Darstellung im Uhrzeigersinn verschwenkt wird.
[0041] Eine Bewegung des Notentriegelungselements 24 gemäß der vorliegenden Darstellung
nach unten bewirkt also eine Bewegung des Bowdenzugs 38 nach rechts, da der Hebel
48 gemäß der vorliegenden Darstellung im Uhrzeigersinn in Drehung versetzt wird. In
Folge dessen wird der Bowdenzug 38 angezogen und die Fahrzeugtür wird mechanisch entriegelt.
Hier ist zwar der Fall dargestellt, dass das Notentriegelungselement 24 wie bei den
ersten drei Ausführungsformen der Notbetätigungsvorrichtung 10 aus der Fahrzeugtür
herausragen kann. Allerdings lässt sich das hier gezeigte Prinzip auch auf die vierte
Ausführungsform der Notbetätigungsvorrichtung 10 übertragen. Durch die Längenverhältnisse
der Hebelarme 50, 52 muss ein Fahrzeuginsasse gar nicht besonders stark an dem Notentriegelungselement
24 ziehen, um den Bowdenzug 38 entsprechend zu betätigen und die Tür mechanisch zu
entriegeln. Ebenso muss die Ausrückfeder 34 gemäß der vierten erläuterten Ausführungsform
der Notbetätigungsvorrichtung 10 nicht sonderlich stark ausgebildet werden, um das
Notentriegelungselement 24 in die besagte Auslösestellung zu bewegen und damit unter
Vermittlung des Hebels 48 den Bowdenzug 38 so zu betätigen beziehungsweise anzuziehen,
dass die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0042]
- 10
- Notbetätigungsvorrichtung
- 12
- Schlitten
- 14
- Führung
- 16
- Betätigungselement
- 18
- Entriegelungsmechanismus
- 20
- Rückstellfeder
- 22
- Feder
- 24
- Notentriegelungselement
- 26
- Aussparung
- 28
- Sperrelement
- 30
- Schräge
- 32
- Sperrkontur
- 34
- Ausrückfeder
- 36
- Freiraum
- 38
- Bowdenzug
- 40
- Zugmittel
- 42
- am Schlitten anliegendes Ende des als Sperrklinke ausgebildeten Sperrelements
- 44
- anderes Ende des als Sperrklinke ausgebildeten Sperrelements
- 46
- Vertiefung des Notentriegelungselements
- 48
- Hebel
- 50
- längerer Hebelarm des Hebels
- 52
- kürzerer Hebelarm des Hebels
- 54
- Fortsatz
- 56
- Ausbuchtung
1. Notbetätigungsvorrichtung (10) zum manuellen Öffnen einer Fahrzeugtür, welche einen
elektrischen Türöffnungsmechanismus zum Öffnen der Fahrzeugtür aufweist, umfassend
- einen translatorisch zwischen einer Ausgangsstellung und einer Entriegelungsstellung
beweglich gelagerten Schlitten (12);
- ein Betätigungselement (16) zum Betätigen des elektrischen Türöffnungsmechanismus,
das in seiner bestimmungsgemäßen Anordnung in einem Fahrzeuginnenraum des Fahrzeugs
angeordnet ist und mittels welchem der Schlitten (12) von seiner Ausgangsstellung
in die Entriegelungsstellung bewegbar ist;
- einen mit dem Schlitten (12) verbundenen mechanischen Entriegelungsmechanismus (18),
welcher dazu ausgelegt ist, die Fahrzeugtür mechanisch zu entriegeln, wenn der Schlitten
(12) sich in der Entriegelungsstellung befindet.
2. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Rückstellfeder (20) eine Federkraft auf den Schlitten (12) in Richtung der Ausgangsstellung
ausübt.
3. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungselement (16) unter Vermittlung einer Feder (22) mit dem Schlitten (12)
verbunden ist.
4. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Entriegelungsmechanismus (18) ein neben dem Betätigungselement (16) angeordnetes
Notentriegelungselement (24) aufweist;
- ein zumindest mittelbar mit dem Schlitten (12) verbundenes Sperrelement (28) ein
Herausbewegen des Notentriegelungselements (24) aus einer versenkten Stellung sperrt,
solange sich der Schlitten (12) nicht in der Entriegelungsstellung befindet,
- das Sperrelement (28) eine Bewegung des Notentriegelungselements (24) freigibt,
wenn sich der Schlitten (12) in der Entriegelungsstellung befindet, in Folge dessen
das Notentriegelungselement (24) durch eine Ausrückfeder (34) in eine über das Betätigungselement
(16) hervorstehende Stellung bewegt wird;
- durch weiteres manuelles Herausziehen des Notentriegelungselements (24) über die
hervorstehende Stellung hinaus in eine Auslösestellung die Fahrzeugtür mechanisch
entriegelt wird.
5. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sperrelement (28) ein Vorsprung mit einer Schräge (30) ist, die in der Ausgangsstellung
des Schlittens (12) mit einer Sperrkontur (32) des Notentriegelungselements (24) in
Eingriff steht und dadurch das Herausbewegen des Notentriegelungselements (24) aus
der versenkten Stellung sperrt;
- bei einer Bewegung des Schlittens (12) von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung
die Schräge (30) des Sperrelements (28) an der Sperrkontur (32) entlanggleitet und
diese bei Erreichen der Entriegelungsstellung so weit abgesenkt hat, dass die Sperrkontur
(32) nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrelement (28) steht, in Folge dessen die Ausrückfeder
(34) das Notentriegelungselement (24) in die hervorstehende Stellung bewegt.
6. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (28) an dem Schlitten (12) angeordnet ist.
7. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (28) unter Vermittlung eines Zugmittels (40) mit dem Schlitten (12)
verbunden ist.
8. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sperrelement (28) eine drehbar gelagerte Sperrklinke ist, deren eines Ende (42)
am Schlitten anliegt und deren anderes Ende (44) einen Haken aufweist;
- in der Ausgangsstellung des Schlittens (12) die Sperrklinke in eine Sperrstellung
gedreht ist, in welcher der Haken in eine Vertiefung (46) des Notentriegelungselements
(24) eingreift und das Herausbewegen des Notentriegelungselements (24) aus der versenkten
Stellung sperrt;
- bei einer Bewegung des Schlittens (12) von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung
die Sperrklinke von der Sperrstellung in eine Entsperrstellung gedreht wird, in welcher
der Haken nicht mehr in die Vertiefung (46) des Notentriegelungselements (24) eingreift,
in Folge dessen die Ausrückfeder (34) das Notentriegelungselement (24) in die hervorstehende
Stellung bewegt.
9. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sperrklinke von einer Drehfeder mit einem Rückstellmoment beaufschlagt wird, sodass
das eine Ende an den Schlitten (12) gedrückt wird.
10. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schlitten (12) zumindest mittelbar mit einem Sperrelement (28) verbunden ist,
welches ein Bewegen eines Notentriegelungselements (24) aus einer Verriegelungsstellung
in Richtung einer Auslösestellung sperrt, solange sich der Schlitten (12) nicht in
der Entriegelungsstellung befindet,
- das Sperrelement (28) eine Bewegung des Notentriegelungselements (24) freigibt,
wenn sich der Schlitten (12) in der Entriegelungsstellung befindet, in Folge dessen
das Notentriegelungselement (24) durch eine Ausrückfeder von der Verriegelungsstellung
in die Auslösestellung bewegt und die Fahrzeugtür mechanisch entriegelt wird.
11. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Notentriegelungselement (24) sowohl in der Verriegelungsstellung als auch in der
Auslösestellung im Inneren der Fahrzeugtür angeordnet ist.
12. Notbetätigungsvorrichtung (10) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Sperrelement (28) ein Vorsprung mit einer Schräge (30) ist, die in der Ausgangsstellung
mit einer Sperrkontur (32) des Notentriegelungselements (24) in Eingriff steht und
dadurch das Herausbewegen des Notentriegelungselements (24) aus der Verriegelungsstellung
sperrt;
- bei einer Bewegung des Schlittens (12) von der Ausgangsstellung in die Entriegelungsstellung
die Schräge (30) des Sperrelements (28) an der Sperrkontur (32) entlanggleitet und
diese bei Erreichen der Entriegelungsstellung so weit abgesenkt hat, dass die Sperrkontur
(32) nicht mehr in Eingriff mit dem Sperrelement (28) steht, in Folge dessen die Ausrückfeder
(34) das Notentriegelungselement (24) in die Auslösestellung bewegt.
13. Notbetätigungsvorrichtung (10) einem der Ansprüche 4 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Notentriegelungselement (24) unmittelbar mit einem Bowdenzug (38) verbunden ist
und diesen bei der Bewegung in die Auslösestellung anzieht und dadurch die Fahrzeugtür
mechanisch entriegelt wird.
14. Notbetätigungsvorrichtung (10) einem der Ansprüche 4 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Entriegelungsmechanismus (18) einen drehbar gelagerten Hebel (50) mit einem
längeren Hebelarm (52) und mit einem kürzeren Hebelarm (54) aufweist,
- ein Bowdenzug (38) am kürzeren Hebelarm (54) angeordnet ist;
- beim Bewegen des Notentriegelungselements (24) in die Auslösestellung dieses in
Kontakt mit dem längeren Hebelarm (52) gelangt und dadurch den Hebel (50) in Drehung
versetzt, in Folge dessen der Bowdenzug (38) angezogen und die Fahrzeugtür mechanisch
entriegelt wird.