[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlussklemme mit einem Kontaktkäfig, der einen Käfigboden,
eine Käfigdecke und zwei einander gegenüberliegende, jeweils den Käfigboden mit der
Käfigdecke verbindende Käfigseitenwände aufweist, die gemeinsam eine Mantelfläche
ausbilden und einen Leiteraufnahmeraum umgeben, mit einer von zumindest einem Federelement
und einem Gegenlager gebildeten Klemmstelle, die der Halterung und der elektrischen
Kontaktierung eines elektrischen Leiters dient, mit einer stirnseitigen Leitereinstecköffnung,
die von den Käfigseitenwänden, der Käfigdecke und dem Käfigboden umgeben ist und durch
die hindurch der elektrische Leiter in den Leiteraufnahmeraum einsteckbar und der
Klemmstelle zuführbar ist, mit einer in Leitereinsteckrichtung orientierten Kontaktkäfiglängsachse,
mit einer insbesondere zylindrischen Normalquerschnittskontur des Kontaktkäfigs, die
sich im Wesentlichen von der Stirnseite des Kontaktkäfigs bis zu einem der Stirnseite
gegenüberliegenden Ende des Kontaktkäfigs erstreckt.
[0002] Solche Anschlussklemmen werden insbesondere als sogenannte SMD-Bauteile (surface
mount device) unmittelbar auf Leiterplatten aufgesetzt, um eine Verbindung mit Leitern,
insbesondere Kabeln, herzustellen, die der Spannungsversorgung oder zum Einspeisen
von Steuersignalen dienen. Solche Anschlussklemmen werden häufig gehäuselos ausgestaltet
und in Reihe nebeneinander auf Leiterplatten angeordnet. Hierbei werden die Abstände
zwischen zwei Anschlussklemmen auf ein Minimum reduziert, welches üblicherweise lediglich
dem erforderlichen Isolationsabstand entspricht.
[0003] Eine gattungsgemäße Anschlussklemme ist beispielsweise aus
DE 10 2015 115 791 A1 bekannt. Diese Klemme ermöglicht es, die von Gegenlager und Federelement gebildete
Klemmstelle zu öffnen. Hierzu kann das Federelement über eine seitlich aus einer Käfigseitenwand
auskragenden Betätigungshandhabe vom Gegenlager weg verlagert werden.
[0004] DE 10 2015 122 400 A1 offenbart zudem ein manuell zu nutzendes Betätigungswerkzeug zum Öffnen der Klemmstelle.
Dieses Betätigungswerkzeug überfängt den Kontaktkäfig und wirkt mit der Betätigungshandhabe
der zuvor beschriebenen Anschlussklemme aus dem Stand der Technik zusammen, um die
Klemmstelle zu öffnen.
[0005] Außerdem wird in der
DE 10 2015 122 400 A1 eine Variante des Betätigungswerkzeuges gezeigt, welche eine der Leitereinstecköffnung
der Anschlussklemme vorgelagerte Baugruppe aufweist, die gegenüber der übrigen Außenkontur
aufgespreizt ist und einen der Leitereinstecköffnung vorgelagerten Einführtrichter
ausbildet. Wenn diese Ausführungsform des Betätigungswerkzeuges auf die Anschlussklemme
aus dem Stand der Technik aufsitzt, dient der Einführtrichter zur verbesserten Einführung
von Anschlusskabeln, insbesondere solchen, deren Leiter mehrdrahtig ausgebildet ist.
[0006] Der wesentliche Nachteil am Stand der Technik ist darin zu sehen, dass ein gegenüber
dem erforderlichen Isolationsabstand größerer Raum zwischen zwei nebeneinander angeordneten
Anschlussklemmen erforderlich ist, um das Betätigungswerkzeug mit seinem Führungstrichter
anzusetzen. Von erheblichem Nachteil ist darüber hinaus, dass bei einer automatisierten
Bestückung der Anschlussklemmen mit Anschlussleitern kein Einführtrichter zur Verfügung
steht.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine gattungsgemäße, insbesondere gehäuselose
Anschlussklemme bereitzustellen, welche bei Gewährleistung minimaler Anordnungsabstände
sowohl für die manuelle als auch für die maschinelle Bestückung mit insbesondere mehrdrähtigen
Anschlussleitern nutzbar ist.
[0008] Gelöst wird die Erfindung mit einer Anschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruches
1, insbesondere mit dessen kennzeichnenden Merkmalen, wonach die Mantelfläche des
Kontaktkäfigs in einem der Leitereinstecköffnung in Einsteckrichtung nachgeordneten
Bereich eingezogen gegenüber der Normalquerschnittskontur des Kontaktkäfigs ist und
den Leiteraufnahmeraum verengt und aufgrund der eingezogenen Mantelfläche zumindest
eine innerhalb der Querschnittskontur angeordnete Führungsschrägfläche im Bereich
der Leitereinstecköffnung ausgebildet ist, die einen in die Anschlussklemme einzusteckenden
Leiter in Richtung der Kontaktkäfiglängsachse verlagert.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Leitereinstecköffnung mit zumindest einer Führungsschrägfläche
versehen, indem die Mantelfläche des Kontaktkäfigs der Anschlussklemme bereichsweise
eingezogen ist. Der eingezogene Bereich liegt dabei insbesondere zwischen Leitereinstecköffnung
und Klemmstelle.
[0010] Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Anschlussklemme kann eine Führungsschrägfläche
zur Führung eines mehrdrahtigen Leiters ausgebildet werden, ohne dass die Gehäusemaße
der Anschlussklemme größer werden. Zudem wird durch den eingezogenen Bereich der Mantelfläche
der Leiter in Richtung Kontaktkäfiglängsachse und somit in Richtung des Zentrums des
Kontaktkäfigs verlagert. Auf diese Weise wird dessen Lage in konfektioniertem Zustand
optimiert.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zumindest eine Führungsschrägfläche
von einer Käfigseitenwand gebildet ist, wobei bevorzugt beide Käfigseitenwände je
eine Führungsschrägfläche ausbilden.
[0012] Hierdurch wird die Zentrierung des in die Anschlussklemme einzuschiebenden Leiters
wesentlich verbessert.
[0013] Vorgesehen ist darüber hinaus, dass der Käfigboden eine Zunge ausbildet, die sich
von der Leitereinstecköffnung in Richtung des Endes des Kontaktkäfigs erstreckt und
eine weitere Führungsschrägfläche bildet, insbesondere, wenn die Führungsschrägflächen
gemeinsam mit der Käfigdecke einen der Einstecköffnung in Steckrichtung nachgeordneten
Einführtrichter bilden.
[0014] Auf diese Weise ist gewährleistet, dass durch trichterartig aufeinander zulaufende
Schrägflächen eine Zentrierung des in die Anschlussklemme einzusteckenden Leiters
in Richtung Kontaktlängsachse bzw. Längsachse der Anschlussklemme bzw. Längsachse
des Kontaktkäfigs erfolgt.
[0015] Vorgesehen ist ferner, dass die Käfigdecke im Übergangsbereich zur jeweiligen Seitenwand
je eine Eingriffsöffnung für ein Öffnungswerkzeug aufweist, welche den Zugriff auf
das Federelement ermöglichen.
[0016] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Käfigdecke im Übergangsbereich zur jeweiligen
Seitenwand je eine Eingriffsöffnung für ein Öffnungswerkzeug aufweist, welche den
Zugriff auf das Federelement ermöglichen.
[0017] Schließlich ist ein Öffnungswerkzeug vorgesehen, dessen in den Eingriffsöffnungen
einsitzende Wirkelemente der Klemmstelle in Leitereinsteckrichtung vorgeordnet sind
und den Leiteraufnahmeraum gegenüber der eingezogenen Mantelfläche weiter verengen
und den einzusteckenden Leiter ergänzend in Richtung Kontaktkäfiglängsachse führen.
[0018] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Eingriffsöffnungen
sich partiell bis in die jeweilige Seitenwand erstrecken.
[0019] Sodann ist vorgesehen, dass im eingezogenen Mantelflächenbereich zwischen der Käfigdecke
und zumindest einer Seitenwand eine in etwa dachartig geneigte Zwischenwand eingefügt
ist, welche die Käfigdecke und die Seitenwand verbindet, wobei bevorzugt zwischen
der Käfigdecke und einer jeden Seitenwand je eine dachartig geneigte Zwischenwand
angeordnet ist.
[0020] Sodann ist vorgesehen, dass die Innenoberfläche der Käfigdecke im Bereich der Klemmstelle
mit einer Profilierung insbesondere mit Nuten versehen ist, die der verbesserten Halterung
des Leiters in der Klemmstelle dienen.
[0021] Ein besseres Verständnis der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Anschlussklemme in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2
- eine Ansicht auf die Leitereinstecköffnung der Anschlussklemme gemäß Figur 1,
- Figur 3a
- einen vertikalen Längsschnitt durch die Anschlussklemme gemäß Schnittlinie III/III
in Figur 2 mit Federelement zur Bildung der Klemmstelle,
- Figur 3b
- die Ansicht gemäß Figur 3A, jedoch ohne Darstellung des Federelementes,
[0022] In den Figuren ist eine erfindungsgemäße Anschlussklemme insgesamt mit der Bezugsziffer
10 versehen.
[0023] Die Anschlussklemme 10 ist in Figur 1 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Bei der
erfindungsgemäßen Anschlussklemme 10 handelt es sich beispielsweise um ein SMD-Bauteil
(surface mount device), welches auf hier nicht dargestellte Leiterplatten aufgebracht
wird, um für die Spannungsversorgung und die Versorgung mit Steuersignalen von auf
der Platine aufsitzenden elektrischen oder elektronischen Bauteilen zu sorgen.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Anschlussklemme 10 handelt es sich um eine gehäuselose
Anschlussklemme 10, also eine Anschlussklemme 10, die nicht mit einem Isolierstoffgehäuse
umgeben ist.
[0025] Die erfindungsmäße Anschlussklemme 10 gemäß Figur 1 umfasst zunächst einen Kontaktkäfig
11, der im Wesentlichen eine Außenkontur in Art eines Rechteckzylinders aufweist.
Der Kontaktkäfig 11 wird von einem Käfigboden 12, einer Käfigdecke 13 sowie zwei Käfigseitenwänden
14 gebildet. Die Käfigseitenwände 14 liegen dabei einander gegenüber und verbinden
den Käfigboden 12 mit der Käfigdecke 13.
[0026] Der Käfigboden 12, die Käfigdecke 13 und die zwei Käfigseitenwände 14 bilden gemeinsam
eine Mantelfläche des Kontaktkäfigs 11 aus und umgeben einen Leiteraufnahmeraum 15.
[0027] Eine der Stirnseiten des zylindrischen Kontaktkäfigs 11 bildet eine Leitereinstecköffnung
15 aus und ist dafür in diesem Ausführungsbeispiel randlos gehalten. Alternativ könnte
die Stirnseite durch eine Stirnwand teilverschlossen sein. Die Leitereinstecköffnung
15 ist von der Käfigdecke 13 und den Käfigseitenwänden 14 sowie dem Käfigboden 12
umgeben, wobei der Käfigboden 12 eine Leitzone 16 ausbildet, die sich ausgehend von
der Leitereinstecköffnung 15 in Richtung des gegenüberliegenden Endes des Kontaktkäfigs
erstreckt und eine Führungsschrägfläche 17 ausbildet.
[0028] Die Käfigdecke 13 ist mit zwei Eingriffsöffnungen 18 versehen, durch welche ein Öffnungswerkzeug
in den Kontaktkäfig 11 eintreten kann. Die Eingriffsöffnungen 18 sind im Übergangsbereich
zur jeweiligen Käfigseitenwand 14 angeordnet, so dass zwischen den sich gegenüberliegenden
Eingriffsöffnungen 18 ein stegartiger Abschnitt der Käfigdecke 13 verbleibt.
[0029] Die Käfigseitenwände weisen einander gegenüberliegende Durchbrechungen 19 auf. Diese
dienen zum Einen der Lagerung eines Federelementes 30 der Anschlussklemme 10 im Kontaktkäfig
11. Zum Anderen gehen die Eingriffsöffnungen 18 der Käfigdecke 13 in die Durchbrechungen
19 der Käfigseitenwände 14 über. Man kann deshalb auch davon sprechen, dass sich die
Eingriffsöffnungen 18 bis in die jeweilige Käfigseitenwand 14 erstrecken.
[0030] Ausgehend von der Leitereinstecköffnung 15 erstreckt sich in Richtung gegenüberliegendem
Ende der Anschlussklemme eine in Figur 1 nicht dargestellte Kontaktlängsachse. Der
Kontaktkäfig weist eine sogenannte Normalquerschnittskontur auf, die sich im Wesentlichen
von der die Leitereinstecköffnung 15 ausbildenden Stirnseite bis zu dem dieser Stirnseite
gegenüberliegendem Ende des Kontaktkäfigs erstreckt. Im Ausführungsbeispiel ist diese
zylindrisch. Diese Normalquerschnittskontur definiert den von der Anschlussklemme
10 hinsichtlich Höhe und Breite erforderlichen Bauraum.
[0031] Wie die Figur 1 zeigt, weist der Kontaktkäfig 11 einen Abschnitt A auf, in welchem
die Mantelfläche des Kontaktkäfigs gegenüber der Normalquerschnittskontur eingezogen
ist. Dieser eingezogene Abschnitt ist der Leitereinstecköffnung 15 bzw. der Stirnseite
des Kontaktkäfigs 11 in Leitereinschubrichtung x nachgeordnet und erstreckt sich im
Ausführungsbeispiel bis in den Bereich der Eingriffsöffnungen 18. Eine weitergehende
Erstreckung, beispielsweise bis in eine den Leiter in der Anschlussklemme 10 haltende
und später noch beschriebene Klemmstelle 21 ist jedoch ohne weiteres denkbar.
[0032] Im Ausführungsbeispiel sind lediglich die Käfigseitenwände 14 gegenüber der Normalquerschnittskontur
des Kontaktkäfigs 11 nach innen versetzt. Es ist jedoch durchaus denkbar, auch die
Käfigdecke 13 und/oder den Käfigboden 12 in Richtung nach innen bzw. in Richtung Käfiglängsachse
einzuziehen.
[0033] Der eingezogene Abschnitt führt zur Bildung von Führungsschrägflächen 22 der Seitenwände
im Bereich der Leitereinstecköffnung 15.
[0034] Figur 2 zeigt insbesondere in Verbindung mit der Figur 1a, dass zwischen der Käfigdecke
13 und den eingezogenen Käfigseitenwandabschnitten 23 eine Zwischenwand 24 angeordnet
ist. Diese ist schräg gestellt, so dass sich hier ein dachartig geformter Abschnitt
ausbildet.
[0035] Durch das Einbringen dieser Zwischenwände 24 verengt sich der Innenquerschnitt des
Kontaktkäfigs 11 im Bereich A der eingezogenen Mantelfläche. Darüber hinaus werden
im Bereich der Leitereinstecköffnung 15 weitere Führungsschrägflächen 25 gebildet,
die in die jeweilige Zwischenwand 24 übergehen.
[0036] Die Figur 2 als Ansicht auf die Stirnseite des Kontaktkäfigs 11 bzw. als Ansicht
auf die Leitereinstecköffnung 15 zeigt, dass jede der Führungsschrägflächen 17 (Führungsschrägfläche
der Leitzunge 16), 22 (Führungsschrägfläche der jeweiligen Käfigseitenwand 14) und
25 (Führungsschrägfläche der jeweiligen Zwischenwand 24) jeweils für sich einen einzuschiebenden
Leiter in Richtung eines nicht weiter markierten Zentrums des Leiteraufnahmeraumes
drängt. Gemeinsam bilden die Schrägflächen 17, 22 und 25 eine trichterartige, den
Leiter im Wesentlichen zentrierende Einführhilfe.
[0037] Dies ist insbesondere bei mehrdrahtigen Kabeln von Vorteil, die ansonsten beim Auftreffen
auf im Wesentlichen quer zur Leitereinschubrichtung x stehenden Flächen aufpilzen.
Zudem ist eine Zentrierung im Hinblick auf den Halt des anzuschließenden Kabels in
der noch zu beschreibenden Klemmstelle vorteilhaft.
[0038] Vorteilhaft ist ebenfalls der kreisbogenartiger Ausschnitt 26 am feien Ende der Leitzunge
16, dessen Scheitelpunkt in etwa in der Längsmittelebene des Kontaktkäfigs 11 angeordnet
ist.
[0039] Die Figuren 3a und 3b zeigen einen vertikalen Längsschnitt durch den Kontaktkäfig
11 entlang der Schnittebene III/III in Figur 2. Die Figur 3a zeigt den Kontaktkäfig
11 inklusive Federelement 30, die Figur 3b zeigt den Kontaktkäfig 11 ohne Federelement
30. Dargestellt ist die Käfigdecke, eine Käfigseitenwand mit Durchbrechung 19 sowie
der Käfigboden 12, welcher im Bereich der Leitereinstecköffnung 15 die Leitzunge 16
ausbildet. Das Federelement 30 ist in seinem Querschnitt in etwa U-förmig gebogen,
wobei der der Käfigdecke 13 zugewandte Schenkel zunächst einen etwa käfigbodenparallelen
Auflagerabschnitt 31 und einen sich daran anschließenden Klemmabschnitt 32 aus. Der
Klemmabschnitt 32 ist gegen die Käfigdeckeninnenseite vorgespannt. Die Käfigdecke
13 bildet demnach ein Gegenlager für den Klemmabschnitt 32 bzw. das Federelement 30
aus. Gegenlager und Klemmabschnitt 32 bilden die Klemmstelle. Wird ein Leiter, insbesondere
ein Anschlusskabel, in Leitereinsteckeinrichtung x durch die Leitereinstecköffnung
15 in den Leiteraufnahmeraum 33 eingeführt, verdrängt dieser den Klemmabschnitt 32
aus seiner in Figur 3a dargestellten Ausgangslage in Richtung Käfigboden 12. Die hierbei
erzeugte Federspannung drängt das Leiterende gegen die Käfigdecke 13. Deren Innenoberfläche
ist mit einer Profilierung versehen - im vorliegenden Fall handelt es sich um eine
Reihe von Kerben 34. Diese Profilierung erhöht - unterstützt durch den Klemmabschnitt
32 - die Reibung zwischen Leiter und Käfigdecke 13 und verbessert somit den Halt des
Leiters in der Anschlussklemme 10.
[0040] Der Leiteraufnahmeraum 33 ist ein Bereich, der sich zwischen der Ebene des Auflageabschnitts
31 und der Käfigdecke erstreckt. Er liegt also im dargestellten Ausführungsbeispiel
oberhalb einer waagerechten Käfiglängsebene, die in etwa durch die Oberfläche des
Auflageabschnitts 31 aufgespannt wird. An dem der Leitereinstecköffnung 15 gegenüberliegenden
Ende verfügt der Kontaktkäfig 10 über eine Rückwand 35. Diese stabilisiert zum Einen
die Käfigkonstruktion gegen Verformung. Zum Anderen verhindert sie das Eindringen
größerer Schmutzpartikel, welche sich zwischen Klemmabschnitt 32 und Käfigboden 12
verfangen und so das Ausweichen des Klemmabschnitts 32 erschweren könnten.
[0041] Der Erfindung gelingt es auf vorteilhafte Weise, eine Anschlussklemme 10 mit Schrägflächen
17, 22, 25 für ein erleichtertes Einführen von Leitern in die Anschlussklemme 10 und
eine Zentrierung der Leiter in der Anschlussklemme 10 bereit zu stellen, ohne den
für die Anschlussklemme 10 erforderlichen Bauraum zu vergrößern. Dies wird dadurch
erreicht, dass ein der Leitereinstecköffnung 15 nachgeordneter Bereich des Kontaktkäfigs
11 gegenüber seiner Normalquerschnittskontur eingezogen ist. Dies verbessert die Leiterzentrierung
in der Klemmstelle insbesondere bei einer vollautomatisierten Verdrahtung, bei welcher
ein maschinell in die Anschlussklemme 10 eingeführter Leiter trotz einer dezentrierten
Positionierung des Konfektionierungswerkzeuges in Richtung des Klemmstellenzentrums
verlagert wird.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 10
- Anschlussklemme
- 11
- Kontaktkäfig
- 12
- Käfigboden
- 13
- Käfigdecke
- 14
- Käfigseitenwand
- 15
- Leitereinstecköffnung
- 16
- Leitzunge
- 17
- Führungsschrägfläche
- 18
- Eingriffsöffnung
- 19
- Durchbrechung
- 21
- Klemmstelle
- 22
- Führungsschrägfläche
- 23
- eingezogener Käfigseitenwandabschnitt
- 24
- Zwischenwand
- 25
- Führungsschrägfläche
- 26
- sphärischer Abschnitt
- 30
- Federelement
- 31
- Auflagerabschnitt
- 32
- Klemmabschnitt
- 33
- Leiteraufnahmeraum
- 34
- Kerbe
- 35
- Rückwand
- A
- eingezogener Abschnitt
- x
- Leitereinschubrichtung
1. Anschlussklemme (10),
- mit einem Kontaktkäfig (11), der einen Käfigboden (12), eine Käfigdecke (13) und
zwei einander gegenüberliegende, jeweils den Käfigboden (12) mit der Käfigdecke (13)
verbindende Käfigseitenwände (14) aufweist, die gemeinsam eine Mantelfläche ausbilden
und einen Leiteraufnahmeraum (33) umgeben,
- mit einer von zumindest einem Federelement (30) und einem Gegenlager gebildeten
Klemmstelle (21), die der Halterung und der elektrischen Kontaktierung eines elektrischen
Leiters dient,
- mit einer stirnseitigen Leitereinstecköffnung (15), die von den Käfigseitenwänden
(14), der Käfigdecke (13) und dem Käfigboden (12) umgeben ist und durch die hindurch
der elektrische Leiter in den Leiteraufnahmeraum (33) einsteckbar und der Klemmstelle
(21) zuführbar ist,
- mit einer in Leitereinsteckrichtung orientierten
Kontaktkäfiglängsachse,
- mit einer insbesondere zylindrischen Normalquerschnittskontur des Kontaktkäfigs
(11), die sich im Wesentlichen von der Stirnseite des Kontaktkäfigs (11) bis zu einem
der Stirnseite gegenüberliegenden Ende des Kontaktkäfigs (11) erstreckt
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Mantelfläche des Kontaktkäfigs (11) in einem der Leitereinstecköffnung (15)
in Einsteckrichtung nachgeordneten Bereich eingezogen ist und den Leiteraufnahmeraum
(33) verengt,
- aufgrund der eingezogenen Mantelfläche zumindest eine innerhalb der Normalquerschnittskontur
angeordnete Führungsschrägfläche (17, 22, 25) im Bereich der Leitereinstecköffnung
(15) ausgebildet ist, die einen in die Anschlussklemme (10) einzusteckenden Leiter
in Richtung der Kontaktkäfiglängsachse verlagert.
2. Anschlussklemme (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Führungsschrägfläche (17, 22, 25) von einer Käfigseitenwand (14)
gebildet ist, wobei bevorzugt beide Käfigseitenwände (14) je eine Führungsschrägfläche
(17, 22, 25) ausbilden.
3. Anschlussklemme (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfigboden (12) eine Zunge ausbildet, die sich von der Leitereinstecköffnung
(15) in Richtung des Endes des Kontaktkäfigs (11) erstreckt und eine weitere Führungsschrägfläche
(17, 22, 25) bildet.
4. Anschlussklemme (10) nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschrägflächen (17, 22, 25) gemeinsam mit der Käfigdecke (13) einen der
Einstecköffnung in Steckrichtung nachgeordneten Einführtrichter bilden.
5. Anschlussklemme (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmstelle (21) des Kontaktkäfigs (11) der eingezogenen Mantelfläche in Leitereinsteckrichtung
x nachgeordnet ist.
6. Anschlussklemme (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Käfigdecke (13) im Übergangsbereich zur jeweiligen Seitenwand (14) je eine Eingriffsöffnung
(18) für ein Öffnungswerkzeug aufweist, welche den Zugriff auf das Federelement (30)
ermöglichen.
7. Anschlussklemme (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Öffnungswerkzeug vorgesehen ist, dessen in den Eingriffsöffnungen (18) einsitzende
Wirkelemente der Klemmstelle (21) in Leitereinsteckrichtung vorgeordnet sind und den
Leiteraufnahmeraum (33) gegenüber der eingezogenen Mantelfläche weiter verengen und
den einzusteckenden Leiter ergänzend in Richtung Kontaktkäfiglängsachse führen.
8. Anschlussklemme (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsöffnungen (18) sich partiell bis in die jeweilige Seitenwand (14) erstrecken.
9. Anschlussklemme (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im eingezogenen Mantelflächenbereich zwischen der Käfigdecke und zumindest einer
Seitenwand (14) eine in etwa schräg gestellte Zwischenwand (24) angeordnet ist, welche
die Käfigdecke (13) und die Seitenwand (14) verbindet, wobei bevorzugt zwischen der
Käfigdecke (13) und einer jeden Seitenwand (14) je eine schräg gestellte Zwischenwand
(24) angeordnet ist.
10. Anschlussklemme (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenoberfläche der Käfigdecke (13) im Bereich der Klemmstelle (21) mit einer
Profilierung insbesondere mit Nuten versehen ist, die der verbesserten Halterung des
Leiters in der Klemmstelle (21) dienen.