[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Wertpapiere oder Sicherheitspapiere,
wobei das Sicherheitselement zumindest einen ersten farbkippenden Bereich aufweist.
[0002] Sicherheitselemente der eingangsgenannten Art werden üblicherweise verwendet um die
Fälschungssicherheit von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wie Banknoten, Ausweise,
Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets etc. zu erhöhen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sicherheitselement mit erhöhter Fälschungssicherheit
zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Sicherheitselement zusätzlich zumindest einen zweiten, von
dem ersten Bereich verschiedenen Bereich mit Strukturen aufweist, die ein Bildmotiv
in unterschiedliche Raumbereiche reflektieren, so dass für den Betrachter bei entsprechender
Bewegung einer Lichtquelle und/oder bei Veränderung eines Beobachtungswinkels ein
Bewegungsbild entsteht, wobei bei Bewegung der Lichtquelle und/oder Veränderung des
Beobachtungswinkels gleichzeitig eine Bewegung des Bildmotivs und ein Farbkippeffekt
entsteht.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird durch Verbindung des Bewegungsbildes mit einem
Farbkippeffekt die Fälschungssicherheit wesentlich erhöht. So ermöglicht die Erfindung
beispielsweise, dass bei bestimmten Arten von Lichtquellen beide Effekte gleichzeitig
mit dem unbewaffneten Auge wahrgenommen werden kann. So können beispielsweise bei
Verwendung von Punktlichtquellen sowohl der Farbkippeffekt als auch das Bewegungsbild
deutlich wahrgenommen werden.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Variante kann der zumindest eine erste farbkippende Bereich
eine Schicht mit farbkippenden Pigmenten, insbesondere Interferenzpigmente, Pigmente
mit einem farbkippenden Dünnschichtaufbau oder Flüssigkristallpigmente, oder einen
farbkippenden Dünnschichtaufbau aufweisen.
[0007] Darüber hinaus kann der zumindest eine erste farbkippende Bereich zumindest eine
Flüssigkristallschicht, insbesondere zumindest eine cholesterische Flüssigkristallschicht
aufweisen.
[0008] Bevorzugt befindet sich auf der der Sichtseite abgewandten Seite der ersten farbkippenden
Schicht des ersten Bereichs eine den Farbkippeffekt verstärkende Schicht, insbesondere
eine Schicht aus dunkler Farbe und/oder eine Schicht aus Metalloxiden wie beispielsweise
unterstöchiometrisches Aluminiumoxid. So kann die den Farbkippeffekt verstärkende
Schicht beispielsweise auf der Flüssigkristallschicht oder der Schicht aus farbkippenden
Pigmenten aufgebracht sein, sodass die Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder die
Flüssigkristallschicht zwischen der den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der
Trägerschicht angeordnet ist. Die den Farbkippeffekt verstärkende Schicht kann aber
auch zwischen der Trägerschicht und der Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der
zumindest einen Flüssigkristallschicht angeordnet sein. Zudem ist es auch möglich,
dass die Trägerschicht zwischen der den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der
Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der Flüssigkristallschicht und angeordnet
ist.
[0009] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass zwischen der zumindest einen den Farbkippeffekt
verstärkenden Schicht und der Trägerschicht und/oder der zumindest einen Schicht aus
farbkippenden Pigmenten oder der zumindest einen Flüssigkristallschicht je eine oder
mehrere Zwischenschichten angeordnet sein können. Weiters sei darauf hingewiesen,
dass der Begriff Schicht in diesem Dokument so zu verstehen ist, dass eine Schicht
auch aus mehreren Teilschichten aufgebaut sein kann.
[0010] Bei einer Weiterbildung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der farbkippende
Dünnschichtaufbau oder die farbkippenden Pigmente mit einem farbkippenden Dünnfilmaufbau
zumindest eine Absorberschicht und zumindest eine Distanzschicht aus einem dielektrischen
Material aufweist. Zusätzlich kann der Dünnschichtaufbau zumindest eine Reflexionsschicht
aufweisen, wobei die Distanzschicht zwischen Reflexionsschicht und Absorberschicht
angeordnet ist.
[0011] Besonders bevorzugt ist, dass das Sicherheitselement eine Trägerschicht aus Kunststoff,
insbesondere aus einem lichtdurchlässigen und/oder thermoplastischen Kunststoff, aufweist,
wobei die Trägerschicht bevorzugt zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid
(PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten
Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon,
(PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon
(PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester,
Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat
(PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol
(ABS), Polyvinylcholrid (PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien umfasst oder aus
zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0012] Als besonders günstig hat sich herausgestellt, dass die Trägerschicht eine Dicke
von 5 µm bis 1000 µm, besonders bevorzugt eine Dicke von 10 µm - 50 µm, aufweist.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die zumindest
eine Absorberschicht zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen, Wolfram,
Molybdän, Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien
umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
zumindest eine Distanzschicht zumindest ein niederbrechendes dielektrisches Material
mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere ausgewählt aus der
Gruppe Aluminiumoxid (Al2O3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF2),
Aluminiumfluorid (AlF3), Siliziumoxid (SIOx), Siliziumdioxid (SiO2), Cerfluorid (CeF3),
Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na3AlF6 oder Na5Al3F14), Neodymfluorid (NdF3), Lanthanfluorid
(LaF3), Samariumfluorid (SmF3) Bariumfluorid (BaF2), Calciumfluorid (CaF2), Lithiumfluorid
(LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende organische Polymere
oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO),
Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3),
Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3),
Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3),
Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3),
Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid
(SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende
organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst oder aus zumindest
einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0015] Bevorzugt ist, dass die zumindest eine Reflexionsschicht zumindest ein metallisches
Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold,
Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium
oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder aus
zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO),
Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3),
Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3),
Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3),
Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O2), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3),
Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid
(SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende
organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst oder aus zumindest
einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0016] Bei einer günstigen Ausführungsform können die Strukturen des zweiten Bereichs als
diffraktive Strukturen, als Mikrospiegel oder als strahlenoptisch wirksame Facetten
ausgebildet sein.
[0017] Weiters können mehrere Strukturen eine Gruppe bilden, deren Ausrichtungen derart
aufeinander abgestimmt sind, dass sie in einem Beobachtungsraum einen Punkt des Bildmotivs
abbilden, wobei sich das Bildmotiv aus der Summe aller von Gruppe dargestellten Punkte
zusammensetzt und wobei durch Veränderung einer Einfallsrichtung des von der Lichtquelle
erzeugten Lichtes und/oder bei Veränderung des Beobachtungswinkels eine Bewegung des
Punktes in dem Beobachtungsraum erzeugt ist.
[0018] Besonders bevorzugt sind die Strukturen in die Trägerschicht mittels einer Abformvorrichtung,
insbesondere durch ein Prägeverfahren, eingebracht.
[0019] Weiters hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Strukturen in einer auf die
Trägerschicht direkt oder unter Anordnung weiterer Zwischenschichtung aufgebrachten
Schicht, insbesondere eine Prägelackschicht, ausgeformt sind, insbesondere mittels
eines Abformelements eingeprägt sind.
[0020] Bevorzugt weist die Schicht mit den darin ausgeformten Strukturen eine Schichtdicke
zwischen 0,5 - 300 µm, insbesondere zwischen 0,8 - 50 µm, bevorzugt zwischen 1 - 10
µm auf.
[0021] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist
es vorgesehen, dass es an einer den Strukturen abgewandten Seite der Trägerschicht
zumindest eine reflektierende Schicht aufweist und/oder zwischen der Trägerschicht
und den Strukturen eine reflektierende Schicht angeordnet ist und/oder die Strukturen
mit zumindest einer reflektierenden Schicht beschichtet sind, wobei die zumindest
eine reflektierende Schicht bevorzugt ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe, Silber, Kupfer, Aluminium Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel,
Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C),
Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2),
Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid
(Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid
(HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid
(Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid
(Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid
(WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere
umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0022] Weiters kann das Sicherheitselement mit maschinenlesbaren Merkmalen, ausgestattet
sein, wobei es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere um Magnetcodierungen,
elektrisch leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder
reemittierende Stoffe handelt.
[0023] Darüber hinaus kann das Sicherheitselement zusätzliche Schichten aufweisen, welche
zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder
Folien umfassen
[0024] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0025] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Sicherheitselements;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Sicherheitselements.
[0026] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0027] Die Figuren sind übergreifend beschrieben.
[0028] Gemäß Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement 1 für Wertpapiere oder
Sicherheitspapiere, einen oder mehrere erste farbkippende Bereich 2 auf. Zusätzlich
weist das Sicherheitselement einen oder mehrere zweite, von dem ersten Bereich 2 verschiedene
Bereiche 3 mit Strukturen auf, die ein Bildmotiv 4a in unterschiedliche Raumbereiche
reflektieren, so dass für den Betrachter bei entsprechender Bewegung einer Lichtquelle
und/oder bei Veränderung eines Beobachtungswinkels ein Bewegungsbild entsteht.
[0029] In der Fig. 2 sind die Strukturen mit dem Bezugszeichen 4 und die Lichtquelle mit
dem Bezugszeichen 5 versehen. Bei Bewegung der Lichtquelle 5 und/oder Veränderung
des Beobachtungswinkels entsteht gleichzeitig eine Bewegung des Bildmotivs und ein
Farbkippeffekt.
[0030] Abhängig von der Beleuchtung können beide Effekte gleichzeitig oder nur einer der
beiden Effekte wahrgenommen werden. Es hat sich herausgestellt, dass beispielsweise
bei Verwendung von Punktlichtquellen sowohl der Farbkippeffekt als auch das Bewegungsbild
deutlich wahrgenommen werden, während hingegen bei diffuser Beleuchtung das Bewegungsbild
nicht oder deutlich schwächer wahrgenommen werden kann.
[0031] Wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar ist, kann der farbkippende Bereich 2 eine farbkippende
Schicht 6, beispielsweise mit farbkippenden Pigmenten, einer farbkippenden Flüssigkristallschicht
oder einem farbkippenden Dünnschichtaufbau 7, aufweisen. Der zuvor beschriebene und
vom ersten Bereich 2 verschiedene Bereich 3 weist die Strukturen 4 auf. Die beiden
Bereiche 2 und 3 sind bei den beiden Ausführungsbeispielen benachbart nebeneinanderliegend
dargestellt.
[0032] Der farbkippende Dünnschichtaufbau 7 kann eine Absorberschicht 8 und eine Distanzschicht
9 aus einem dielektrischen Material aufweisen. Zusätzlich kann der Dünnschichtaufbau
7 eine Reflexionsschicht 10 aufweisen. Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, ist die Distanzschicht
9 zwischen Reflexionsschicht 10 und Absorberschicht 8 angeordnet. Wenn beispielsweise
ein Lack mit farbkippenden Pigmenten verwendet wird, um die Schicht 6 zu realisieren,
können diese jeweils einen Dünnschichtaufbau 7, wie soeben beschrieben aufweisen.
Die Absorberschicht 8 kann ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen, Wolfram, Molybdän,
Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien umfassen oder
aus mindestens einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0033] Weiters kann die eine Distanzschicht 9 beispielsweise mindestens ein niederbrechendes
dielektrisches Material mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Aluminiumoxid (Al2O3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid
(MgF2), Aluminiumfluorid (AlF3), Siliziumoxid (SIOx), Siliziumdioxid (SiO2), Cerfluorid
(CeF3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na3AlF6 oder Na5Al3F14), Neodymfluorid (NdF3),
Lanthanfluorid (LaF3), Samariumfluorid (SmF3) Bariumfluorid (BaF2), Calciumfluorid
(CaF2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder mindestens ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid
(ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3),
Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3),
Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3),
Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3),
Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid
(SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende
organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfassen oder aus mindestens
einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0034] Zudem kann die Reflexionsschicht 10 mindestens ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder
aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder aus zumindest einem hochbrechenden dielektrischen
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C),
Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2),
Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid
(Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid
(HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid
(Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid
(Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid
(WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere
umfassen oder aus mindestens einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0035] Anstelle des Dünnschichtelements 7 können auch farbkippende Pigmente zum Einsatz
kommen. Die farbkippenden Pigmente können beispielsweise einen Dünnschichtaufbau aufweisen,
der insbesondere beidseitig von einem Reflektor symmetrisch aufgebaut sein kann, also
eine Schichtfolge Absorber/Distanzschicht/Reflektor/Distanzschicht/Absorber aufweisen
kann. Derartige Pigmente benötigen nicht unbedingt eine den Farbkippeffekt verstärkende
Schicht. Die farbkippenden Pigmente können aber auch durch einfachere Interferenzpigmente
gebildet sein, z. B. Silica Flakes oder Glimmer, welche eine den Farbkippeffekt verstärkende
Schicht, insbesondere eine Schicht aus dunkler Farbe und/oder eine Schicht aus Metalloxiden
wie beispielsweise unterstöchiometrisches Aluminiumoxid ,benötigen können. Weiters
können die farbkippenden Pigmente als LC-Pigmente (Flüssigkristall-Pigmente) realisiert
sein.
[0036] Weiters kann der farbkippende Bereich 2 eine oder mehrere Flüssigkristallschichten,
insbesondere eine oder mehrere cholesterische Flüssigkristallschichten aufweisen.
[0037] Bevorzugt befindet sich auf der, der Sichtseite abgewandten Seite der farbkippenden
Schicht des ersten Bereichs eine den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht, insbesondere
eine Schicht aus dunkler Farbe und/oder eine Schicht aus Metalloxiden wie beispielsweise
unterstöchiometrisches Aluminiumoxid.
[0038] So kann die den Farbkippeffekt verstärkende Schicht beispielsweise auf der Flüssigkristallschicht
oder der Schicht aus farbkippenden Pigmenten aufgebracht sein, sodass die Schicht
aus farbkippenden Pigmenten oder die Flüssigkristallschicht zwischen der den Farbkippeffekt
verstärkenden Schicht und der Trägerschicht angeordnet ist. Die den Farbkippeffekt
verstärkende Schicht kann aber auch zwischen der Trägerschicht und der Schicht aus
farbkippenden Pigmenten oder der zumindest einen Flüssigkristallschicht angeordnet
sein. Zudem ist es auch möglich, dass die Trägerschicht zwischen der den Farbkippeffekt
verstärkenden Schicht und der Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der Flüssigkristallschicht
und angeordnet ist.
[0039] Zwischen der den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der Trägerschicht und/oder
der Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der Flüssigkristallschicht können auch
je eine oder mehrere Zwischenschichten angeordnet sein.
[0040] Darüber hinaus kann das Sicherheitselement 1 gemäß Fig. 2 und 3 eine Trägerschicht
11 aus Kunststoff, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen und/oder thermoplastischen
Kunststoff, aufweisen. Die Trägerschicht 11 umfasst bevorzugt mindestens eines der
Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem
Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid
(PPS), Polyetheretherketon, (PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylcholrid (PVC) Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder
Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien oder ist aus mindest einem dieser
Materialien hergestellt.
[0041] Bevorzugt weist die Trägerschicht 11 eine Dicke von 5 µm bis 1000 µm, besonders bevorzugt
eine Dicke von 10 µm - 50 µm, auf. Die Strukturen 4 können in an sich bekannter Weise
als diffraktive Strukturen, als Mikrospiegel oder als strahlenoptisch wirksame Facetten
ausgebildet sein. Die Ausbildung der Strukturen 4 als diffraktive Strukturen ist beispielsweise
aus der
EP2782765B1 und der
EP2885135B1 sowie der
WO2015107347A1 bekannt geworden. Während eine Ausgestaltung der Strukturen 4 als Mikrospiegel beispielsweise
aus der
US10189294A1 sowie der
EP3362827A1 dem Fachmann geläufig ist. Eine facettenartige Ausformung der Strukturen 4 geht beispielsweise
aus der
EP2632739A1 hervor. Da die Ausbildung der Strukturen 4 zur Erzeugung von Bewegungsbildem dem
Fachmann geläufig ist, soll an dieser Stelle, um unnötige Weitläufigkeiten zu vermeiden,
nicht näher darauf eingegangen werden.
[0042] Mehrere Strukturen 4 können eine Gruppe bilden, deren Ausrichtungen derart aufeinander
abgestimmt sind, dass sie in einem Beobachtungsraum einen Punkt 12 des Bildmotivs
4a abbilden. Das Bildmotiv 4a setzt sich aus der Summe aller von Gruppe dargestellten
Punkte 12 zusammen. Durch Veränderung einer Einfallsrichtung des von der Lichtquelle
5 erzeugten Lichtes oder bei Veränderung des Beobachtungswinkels ist eine Bewegung
des Punktes 12 in dem Beobachtungsraum erzeugt bzw. wird eine solche Bewegung des
Bildmotivs 4a wahrgenommen. So wandert bei Bewegung der Lichtquelle 5 oder bei Veränderung
des Beobachtungswinkels das Bildmotiv 4a, hier in Form eines Kreises, in Fig. 1 aus
der mit I bezeichneten Position an die mit II bezeichnete Stelle und umgekehrt.
[0043] Die Strukturen 4 können in einer auf die Trägerschicht 11 aufgebrachten Schicht 13,
insbesondere eine Prägelackschicht, ausgeformt sein. Bevorzugt sind sie mittels eines
Abformelements eingeprägt. Bevorzugt weist die Schicht 13 mit den darin ausgeformten
Strukturen 4 eine Schichtdicke zwischen 0,5 - 300 µm, insbesondere zwischen 0,8 -
50 µm, bevorzugt zwischen 1 - 10 µm auf.
[0044] Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements 1 kann die Trägerschicht
11 ganz oder teilweise mit der Schicht 10 und der Schicht 14 beschichtet werden. Hierauf
kann der daraus resultierende Schichtverbund ganz oder teilweise mit dem Schicht 13
versehen und die Strukturen 4 in diese, beispielsweise durch Prägung eingebracht werden.
Hierauf können zur Erzeugung des farbkippenden Bereichs die einzelnen Schichten des
Dünnschichtelements 7 aufgebracht werden. Hierbei ist es möglich das Dünnschichtelement
7 oder die farbkippende Schicht nur in Bereichen des farbkippenden Bereichs 2 aufzubringen
oder aber auch im Bereich der Strukturen 4 die einzelnen Schichten des Dünnschichtelements
7 bzw. der farbkippenden Schicht aufzubringen und beispielsweise unter Verwendung
von Waschfarbe in an sich bekannter Weise zu entfernen. Es versteht sich von selbst,
dass die soeben beschriebenen Ausführungsformen nur beispielhaft zu verstehen sind
und dem Fachmann grundsätzlich viele Methoden bekannt sind, um einen Aufbau, wie er
dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement 1 entspricht zu realisieren.
[0045] Zwischen der Schicht 13 und der Trägerschicht 11 können noch weitere Schichte angeordnet
sein, beispielsweise eine Haftvermittlerschicht oder auch eine reflektierende Schicht
14. An der reflektierenden Schicht 14 können durch die Strukturen 4 durchtretende
Lichtstrahlen reflektiert werden, um den Punkt 12 in den Beobachtungsraum abzubilden.
Die hier dargestellte Ausführungsform ist besonders für diffraktive Strukturen von
Vorteil. Wie aus Fig. 2 erkennbar ist kann die reflektierende Schicht 14 eine Schicht
mit der Reflexionsschicht 10 des Dünnschichtaufbaus 7 bilden und auch aus denselben
Materialien wie diese hergestellt sein. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass
eine reflektierende Schicht 14a auch auf den Strukturen 4 angeordnet sein kann, sodass
die Strukturen 4 zwischen der reflektierenden Schicht 14a und der Trägerschicht 11
zu liegen kommen. Die reflektierende Schicht 14a folgt in diesem Fall, wenn sie auf
den Strukturen 4 angeordnet ist, der Form der Strukturen. Hierbei können die Strukturen
4 partiell oder vollständig mit der reflektierenden Schicht 14a beschichtet sein.
Die Schicht 14a kann anstelle der Schicht 14 oder zusätzlich zu dieser vorgesehen
sein.
[0046] Alternativ zur Verwendung einer eigenen Schicht 13, in welcher die Strukturen 4 ausgebildet
sind, können die Strukturen 4 auch direkt in die Trägerschicht 11 mittels einer Abformvorrichtung,
insbesondere durch ein Prägeverfahren, eingebracht sein, wie die in Fig. 3 dargestellt
ist. In diesem Fall kann die reflektierende Schicht 14 an einer den Strukturen 4 abgewandten
Seite der Trägerschicht aufgebracht sein und/oder die Strukturen 4 mit der Schicht
14a vollflächig oder partiell beschichtet sein.
[0047] Auch im Falle der Ausbildung der Strukturen 4 als Mikrospiegel oder Facetten kann
reflektierende Schicht 14a, auf den Strukturen 4 angeordnet bzw. können die Strukturen
4 zumindest teilweise mit der Schicht 14a beschichtet sein.
[0048] Die reflektierende Schicht 14 und die Schicht 14a umfassen bevorzugt ein metallisches
Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold,
Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium
oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, oder
zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO),
Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3),
Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3),
Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3),
Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3),
Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid
(SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende
organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere oder ist aus zumindest
einem dieser Materialien hergestellt.
[0049] Abschließend sei auch darauf hingewiesen, dass die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform
auch dahingehend abgeändert werden könnte, dass die Trägerschicht 11 als Distanzschicht
8 und die Reflexionsschicht 14 als Reflexionsschicht 10 fungieren könnte, sodass in
dem farbkippenden Bereich 2 nur die Schichten 14, 11 und 9 vorhanden sind.
[0050] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0051] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0052]
- 1
- Sicherheitselement
- 2
- Bereich
- 3
- Bereich
- 4
- Strukturen
- 4a
- Bildmotiv
- 5
- Lichtquelle
- 6
- Schicht
- 7
- Dünnschichtaufbau
- 8
- Absorberschicht
- 9
- Distanzschicht
- 10
- Reflexionsschicht
- 11
- Trägerschicht
- 12
- Punkt
- 13
- Schicht
- 14
- Schicht
- 14a
- Schicht
1. Sicherheitselement (1) für Wertpapiere oder Sicherheitspapiere, wobei das Sicherheitselement
(1) zumindest einen ersten farbkippenden Bereich (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zusätzlich zumindest einen zweiten, von dem ersten Bereich
(2) verschiedenen Bereich (3) mit Strukturen (4) aufweist, die ein Bildmotiv (4a)
in unterschiedliche Raumbereiche reflektieren, so dass für den Betrachter bei entsprechender
Bewegung einer Lichtquelle (5) und/oder bei Veränderung eines Beobachtungswinkels
ein Bewegungsbild entsteht, wobei bei Bewegung der Lichtquelle und/oder Veränderung
des Beobachtungswinkels gleichzeitig eine Bewegung des Bildmotivs und ein Farbkippeffekt
entsteht.
2. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine erste farbkippende Bereich (2) eine Schicht (6) mit farbkippenden
Pigmenten, insbesondere Interferenzpigmente, Pigmente mit einem farbkippenden Dünnschichtaufbau
oder Flüssigkristallpigmente, oder eine Schicht mit einem farbkippenden Dünnschichtaufbau
(7) aufweist.
3. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine erste farbkippende Bereich (2) zumindest eine Flüssigkristallschicht,
insbesondere zumindest eine cholesterische Flüssigkristallschicht aufweist.
4. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine farbkippende Bereich (2) zumindest eine den Farbkippeffekt verstärkenden
Schicht aufweist, insbesondere eine Schicht aus dunkler Farbe und/oder eine Schicht
aus Metalloxiden wie beispielsweise unterstöchiometrisches Aluminiumoxid.
5. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der farbkippende Dünnschichtaufbau (7) oder die farbkippenden Pigmente zumindest
eine Absorberschicht (8) und zumindest eine Distanzschicht (9) aus einem dielektrischen
Material aufweist.
6. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dünnschichtaufbau (7) zumindest eine Reflexionsschicht (10) aufweist, wobei die
Distanzschicht (9) zwischen Reflexionsschicht (10) und Absorberschicht (8) angeordnet
ist.
7. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Trägerschicht (11) aus Kunststoff, insbesondere aus einem lichtdurchlässigen
und/oder thermoplastischen Kunststoff, aufweist, wobei die Trägerschicht bevorzugt
zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial
orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen
(PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon, (PEEK) Polyetherketon (PEK),
Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat
(PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylcholrid
(PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid
(PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien umfasst oder aus
zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
8. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (11) eine Dicke von 5 µm bis 1000 µm, besonders bevorzugt eine
Dicke von 10 µm - 50 µm, aufweist.
9. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zumindest einen Flüssigkristallschicht oder der zumindest einen Schicht aus
farbkippenden Pigmenten die den Farbkippeffekt verstärkende Schicht, insbesondere
eine Schicht aus dunkler Farbe und/oder eine Schicht aus Metalloxiden wie beispielsweise
unterstöchiometrisches Aluminiumoxid, aufgebracht ist, sodass die zumindest eine Schicht
aus farbkippenden Pigmenten oder die zumindest eine Flüssigkristallschicht zwischen
der zumindest einen den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der Trägerschicht
angeordnet ist, oder dass die zumindest eine den Farbkippeffekt verstärkende Schicht
zwischen der Trägerschicht und der zumindest einen Schicht aus farbkippenden Pigmenten
oder der zumindest einen Flüssigkristallschicht angeordnet ist, oder dass die Trägerschicht
zwischen der zumindest einen den Farbkippeffekt verstärkenden Schicht und der zumindest
einen Schicht aus farbkippenden Pigmenten oder der zumindest einen Flüssigkristallschicht
angeordnet ist.
10. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Absorberschicht (8) zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen,
Wolfram, Molybdän, Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien
umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
11. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Distanzschicht (9) zumindest ein niederbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe Aluminiumoxid (Al2O3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF2), Aluminiumfluorid (AlF3), Siliziumoxid (SIOx), Siliziumdioxid (SiO2), Cerfluorid (CeF3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na3AlF6 oder Na5Al3F14), Neodymfluorid (NdF3), Lanthanfluorid (LaF3), Samariumfluorid (SmF3) Bariumfluorid (BaF2), Calciumfluorid (CaF2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
12. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Reflexionsschicht (10) zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder
aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
13. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen (4) des zweiten Bereichs (3) als diffraktive Strukturen, als Mikrospiegel
oder als strahlenoptisch wirksame Facetten ausgebildet sind.
14. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Strukturen (4) eine Gruppe bilden, deren Ausrichtungen derart aufeinander
abgestimmt sind, dass sie in einem Beobachtungsraum einen Punkt (12) des Bildmotivs
abbilden, wobei sich das Bildmotiv aus der Summe aller von Gruppe dargestellten Punkte
(12) zusammensetzt und wobei durch Veränderung einer Einfallsrichtung des von der
Lichtquelle erzeugten Lichtes und/oder bei Veränderung des Beobachtungswinkels eine
Bewegung des Punktes (12) in dem Beobachtungsraum erzeugt ist.
15. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen (4) in die Trägerschicht (11) mittels einer Abformvorrichtung, insbesondere
durch ein Prägeverfahren, eingebracht sind.
16. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen (4) in einer auf die Trägerschicht (11) direkt oder unter Anordnung
weiterer Zwischenschichtung aufgebrachten Schicht (13), insbesondere eine Prägelackschicht,
ausgeformt sind, insbesondere mittels eines Abformelements eingeprägt sind.
17. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (13) mit den darin ausgeformten Strukturen (4) eine Schichtdicke zwischen
0,5 - 300 µm, insbesondere zwischen 0,8 - 50 µm, bevorzugt zwischen 1 - 10 µm aufweist.
18. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass es an einer den Strukturen (4) abgewandten Seite der Trägerschicht (11) zumindest
eine reflektierende Schicht aufweist und/oder zwischen der Trägerschicht und den Strukturen
(4) eine reflektierende Schicht (14) angeordnet ist und/oder die Strukturen (4) mit
zumindest einer reflektierenden Schicht (14a) beschichtet sind, wobei die zumindest
eine reflektierende Schicht bevorzugt ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel,
Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
19. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) mit maschinenlesbaren Merkmalen, ausgestattet ist, wobei
es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere um Magnetcodierungen, elektrisch
leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende
Stoffe handelt.
20. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten
insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen