[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement, insbesondere für Wertpapiere, Sicherheitspapier
oder Sicherheitsgegenstände, wie Banknoten, Ausweise, Kreditkarten, Bankomatkarten,
Tickets.
[0002] Sicherheitselemente der eingangsgenannten Art werden üblicherweise verwendet, um
die Fälschungssicherheit von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wie Banknoten,
Ausweise, Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets etc. zu erhöhen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sicherheitselement mit erhöhter Fälschungssicherheit
zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Sicherheitselement zumindest einen ersten Bereich mit Strukturen
aufweist, und die Strukturen ein Bildmotiv in unterschiedliche Raumbereiche reflektieren,
sodass für den Betrachter bei entsprechender Bewegung einer Lichtquelle und/oder bei
Veränderung eines Beobachtungswinkels ein Bewegungsbild entsteht, wobei bei Bewegung
der Lichtquelle und/oder Veränderung des Beobachtungswinkels gleichzeitig eine Bewegung
des Bildmotivs entsteht, und dabei weiters vorgesehen ist
- dass eine optische Effektschicht vorgesehen ist, welche optische Effektschicht zumindest
einen zweiten Bereich definiert,
- dass die optische Effektschicht als Dünnschichtelement ausgebildet ist, und
- dass die Strukturen vollflächig oder partiell von der optischen Effektschicht abgedeckt
sind.
[0005] Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass so eine einander überdeckende Lage
des ersten Bereichs zur Bildung des als Bewegungsbild ausgebildeten Bildmotivs und
des zweiten Bereichs zur Bildung von zumindest einem optischen Erscheinungsbild oder
einem optischen Effekt eine hohe Kombinations- und Gestaltungsvielfalt geschaffen
wird. Damit wird die Fälschungssicherheit des so ausgebildeten Sicherheitselements
noch weiter erhöht. So wird das von den Strukturen gebildete Bewegungsbild direkt
mit dem von der optischen Effektschicht erzeugten oder hervorgerufenen optischen Effekt
zu einem Gesamtbild kombiniert. Ein Betrachter des Sicherheitselements kann damit
ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln rasch und sicher die Echtheit durch eine rein visuelle
Inaugenscheinnahme feststellen.
[0006] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die als Dünnschichtelement ausgebildete optische
Effektschicht zumindest eine Absorberschicht und zumindest eine Distanzschicht umfasst.
[0007] Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass die zumindest eine Distanzschicht
auf den Strukturen aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft
ist. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass unter dem Begriff eine Schicht
ist auf etwas aufgebracht so zu verstehen ist, dass die Schicht direkt aufgebracht
sein kann, oder dass sich zwischen der aufgebrachten Schicht und dem, worauf die Schicht
aufgebracht ist, noch eine oder mehrere Zwischenschichten befinden können.
[0008] Darüber hinaus kann die Absorberschicht auf die Strukturen aufgebracht sein, insbesondere
aufgedruckt und/oder aufgedampft sein.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können die Distanzschicht und
die Absorberschicht in der Reihenfolge Absorberschicht - Distanzschicht oder Distanzschicht-Absorberschicht
auf die Strukturen aufgebracht sein.
[0010] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass beidseits der zumindest einen Distanzschicht
jeweils zumindest eine Absorberschicht angeordnet ist und dass die zumindest eine
Absorberschicht auf den Strukturen aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder
aufgedampft ist. Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die als
Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht weiters noch zumindest eine
Reflexionsschicht umfasst, wobei die zumindest eine Distanzschicht zwischen der zumindest
einen Absorberschicht und der zumindest einen Reflexionsschicht angeordnet ist.
[0011] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsschicht
auf den Strukturen aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft
ist.
[0012] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die zumindest eine Absorberschicht auf den
Strukturen aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft ist.
[0013] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass bei der Bewegung der Lichtquelle und/oder
der Veränderung des Beobachtungswinkels in der als farbkippenden Schicht ausgebildeten
optischen Effektschicht oder in der farbkippenden Lage ein Farbkippeffekt entsteht.
[0014] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Sicherheitselement
zusätzlich zu dem Dünnschichtelement metallische Pigmente und/oder magnetische Pigmente
und/oder fluoreszierende Pigmente und/oder fluoreszierenden Stoffe und/oder Farbpigmente
und/oder Farbstoffe enthält.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine
Trägerschicht aus einem Kunststoff umfasst, wobei insbesondere der Kunststoff aus
einem lichtdurchlässigen und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet ist, und dass
die Trägerschicht bevorzugt zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid
(PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten
Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon,
(PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon
(PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester,
Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat
(PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol
(ABS), Polyvinylcholrid (PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien umfasst oder aus
zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0016] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die Trägerschicht eine Dicke mit einem Dickenwert
aufweist, der aus einem Dicken-Wertebereich stammt, dessen untere Grenze 5 µm, bevorzugt
von 10 µm, und dessen obere Grenze 1000 µm, bevorzugt von 50 µm, beträgt.
[0017] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die zumindest eine Absorberschicht
zumindest ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe von Nickel,
Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen, Wolfram, Molybdän, Niob, Aluminium,
Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien umfasst oder aus zumindest
einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0018] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die zumindest eine Distanzschicht
aus einem dielektrischen Material gebildet ist.
[0019] Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass die zumindest eine Distanzschicht
zumindest ein niederbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex kleiner
oder gleich 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Aluminiumoxid (Al
2O
3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF
2), Aluminiumfluorid (AlF
3), Siliziumoxid (SIO
x), Siliziumdioxid (SiO
2), Cerfluorid (CeF
3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na
3AlF
6 oder Na
5Al
3F
14), Neodymfluorid (NdF
3), Lanthanfluorid (LaF
3), Samariumfluorid (SmF
3) Bariumfluorid (BaF
2), Calciumfluorid (CaF
2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0020] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass die zumindest eine Reflexionsschicht zumindest
ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer,
Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt
und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen
oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex
von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) and Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0021] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Strukturen als diffraktive
Strukturen, als Mikrospiegel, als strahlenoptisch wirksame Facetten oder als achromatische,
reflektierende Strukturen ausgebildet sind.
[0022] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen
in die Trägerschicht mittels einer Abformvorrichtung, insbesondere durch ein Prägeverfahren,
eingebracht sind oder dass die Strukturen in einer direkt oder unter Zwischenschaltung
zumindest einer Zwischenschicht auf die Trägerschicht aufgebrachten Schicht, insbesondere
einer Prägelackschicht, ausgeformt sind, insbesondere mittels einer Abformvorrichtung
eingeprägt sind.
[0023] Schließlich kann es vorteilhaft sein, wenn die weitere Schicht mit den darin ausgeformten
Strukturen eine Schichtdicke mit einem Schichtdickenwert aufweist, der aus einem Schichtdicken-Wertebereich
stammt, dessen untere Grenze 0,5 µm, insbesondere 0,8 µm, bevorzugt 1 µm, und dessen
obere Grenze 300 µm, insbesondere 50 µm, bevorzugt 10 µm, beträgt.
[0024] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das Sicherheitselement mit weiteren
farbkippenden Schichten, insbesondere Schichten mit farbkippenden Pigmenten oder Flüssigkristallen,
und/oder maschinenlesbaren Merkmalen, ausgestattet ist, wobei es sich bei den maschinenlesbaren
Merkmalen insbesondere um Magnetcodierungen, elektrisch leitfähige Schichten, elektromagnetische
Wellen absorbierende und/oder reemittierende Stoffe handelt.
[0025] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Sicherheitselement zusätzliche Schichten
aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Farblacke, Schutzlacke, Kleber,
Primer und/oder Folien umfassen.
[0026] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0027] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein mögliches Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
- Fig. 3
- einen ersten möglichen Schicht- und/oder Lagenaufbau des Sicherheitselements, in Ansicht
und stilisierter Darstellung;
- Fig. 4
- einen zweiten möglichen Schicht- und/oder Lagenaufbau des Sicherheitselements, in
Ansicht und stilisierter Darstellung;
- Fig. 5
- einen dritten möglichen Schicht- und/oder Lagenaufbau des Sicherheitselements, in
Ansicht und stilisierter Darstellung;
- Fig. 6
- einen vierten möglichen Schicht- und/oder Lagenaufbau des Sicherheitselements, in
Ansicht und stilisierter Darstellung;
- Fig. 7
- einen weiteren möglichen Schichtaufbau der optischen Effektschicht, in Ansicht und
stilisierter Darstellung.
[0028] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0029] Der Begriff "insbesondere" wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um
eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands
oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte
Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen muss.
[0030] Die Figuren werden übergreifend beschrieben und stets gleiche Bauteile oder gleiche
Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Weiters wird der Begriff der
"Schicht" grundsätzlich für einen mehrlagigen, zusammengehörigen Bauteilverbund verwendet.
Damit kann jede der nachfolgend beschriebenen Schichten auch mehrere, bevorzugt miteinander
verbundene oder aneinander anhaftende Lagen umfassen.
[0031] Die Fig. 1 zeigt ein Sicherheitselement 1, insbesondere für Wertpapiere, Banknoten,
Kartenanwendungen oder Sicherheitspapiere, in einer stark stilisiert und unmaßstäblichen
Darstellung.
[0032] Das Sicherheitselement 1 weist zumindest einen ersten Bereich 2 und zumindest einen
diesen zumindest bereichsweise abdeckenden zweiten Bereich 3 auf. Der zumindest eine
erste Bereich 2 ist in der dargestellten Lage bzw. Position des Sicherheitselements
1 unterhalb des zweiten Bereichs 3 angeordnet. Die beiden Bereiche 2, 3 bzw. jene
diese bildenden Schichten oder Lagen, sind zueinander unterschiedlich ausgebildet
und werden nachfolgend noch detaillierter beschrieben.
[0033] Der zumindest eine erste Bereich 2 umfasst Strukturen 4 oder ist durch diese gebildet.
Von den Strukturen 4 des ersten Bereichs 2 wird ein Bildmotiv 5 in unterschiedliche
Raumbereiche reflektiert, sodass für den Betrachter bei entsprechender Bewegung einer
Lichtquelle 6 und/oder bei Veränderung eines Beobachtungswinkels ein sogenanntes Bewegungsbild
entsteht.
[0034] Der den ersten Bereich 2 zumindest abschnittsweise überdeckende oder überlagernde
zweite Bereich 3 ist bei diesem Ausführungsbeispiel von einer optischen Effektschicht
7 gebildet. Die optische Effektschicht 7 kann auch als optisch variable Schicht ausgebildet
sein oder als diese bezeichnet werden.
[0035] Die optische Effektschicht 7 kann einen vom Betrachtungswinkel und/oder vom Beleuchtungswinkel
und/oder von der Art der Beleuchtung abhängigen optisch variablen Effekt aufweisen
oder diesen ausbilden. Der optisch variable Effekt kann z.B. ein Aufsicht- / Durchsichtseffekt
und/oder ein farbkippender Effekt und/oder ein Fluoreszenz-Effekt oder dergleichen
sein.
[0036] Dabei sei erwähnt, dass die Strukturen 4 partiell oder vollflächig vorgesehen sein
können. Dies gilt auch für die optische Effektschicht 7, welche ebenfalls partiell
oder vollflächig vorgesehen sein kann. Es kann die optische Effektschicht 7 auch aus
mehreren Lagen gebildet sein oder diese umfassen.
[0037] Das Sicherheitselement 1 kann auch noch eine Trägerschicht 8 umfassen. Die Trägerschicht
8 kann aus einem Kunststoffwerkstoff gebildet sein. Weiters können auch mehrere Lagen
die Trägerschicht 8 bilden. Der Kunststoff kann aus einem lichtdurchlässigen und/oder
thermoplastischen Kunststoffmaterial gebildet sein. Als Werkstoff für die Trägerschicht
8 kann zumindest eines der Materialien aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen
(PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen
(BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon, (PEEK) Polyetherketon
(PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat
(PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylcholrid
(PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid
(PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) und/oder Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien umfassen oder aus
zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0038] Die Trägerschicht 8 kann ihrerseits eine Dicke mit einem Dickenwert aufweisen, der
aus einem Dicken-Wertebereich stammt, dessen untere Grenze 5 µm, bevorzugt von 10
µm, und dessen obere Grenze 1000 µm, bevorzugt von 50 µm, beträgt.
[0039] Die zuvor beschriebenen Strukturen 4 können z.B. als diffraktive Strukturen, als
Mikrospiegel, als strahlenoptisch wirksame Facetten oder als achromatische, reflektierende
Strukturen ausgebildet sein. Die Ausbildung der Strukturen 4 als diffraktive Strukturen
ist beispielsweise aus der
EP2782765B1 und der
EP2885135B1 sowie der
WO2015107347A1 bekannt geworden. Während eine Ausgestaltung der Strukturen 4 als Mikrospiegel beispielsweise
aus der
US10189294A1 sowie der
EP3362827A1 dem Fachmann geläufig ist. Eine facettenartige Ausformung der Strukturen 4 geht beispielsweise
aus der
EP2632739A1 hervor. Weiters können die Strukturen 4 in die Trägerschicht 8 mittels einer Abformvorrichtung,
insbesondere durch ein Prägeverfahren, eingebracht sein oder werden.
[0040] Eine weitere alternative Möglichkeit bestünde darin, zur Ausbildung der Strukturen
4 eine eigene weitere Schicht 9 vorzusehen. Die weitere Schicht 9 kann direkt auf
die Trägerschicht 8 aufgebracht sein. Die weitere Schicht 9 ist mit einer strichlierten
Linie angedeutet. So kann z.B. die weitere Schicht 9 von einem Prägelack gebildet
sein, welcher entsprechend zur Bildung der Strukturen 4 umgeformt ist. Dies kann wiederum
mittels der Abformvorrichtung oder eines Abformelements in einem Prägeverfahren erfolgen.
Damit können wiederum die Strukturen 4 ausgeformt werden. Die weitere Schicht 9 mit
den darin ausgeformten Strukturen 4 kann eine Schichtdicke mit einem Schichtdickenwert
aufweisen, der aus einem Schichtdicken-Wertebereich stammt, dessen untere Grenze 0,5
µm, insbesondere 0,8 µm, bevorzugt 1 µm, und dessen obere Grenze 300 µm, insbesondere
50 µm, bevorzugt 20 µm, beträgt.
[0041] In der Fig. 2 ist noch dargestellt, dass die Strukturen 4 zwar durch die weitere
Schicht 9 ausgebildet sind, jedoch die weitere Schicht 9 nicht direkt auf die Trägerschicht
8 aufgebracht ist. Es kann dazu eine Zwischenschicht 10 vorgesehen sein, welche z.B.
durch einen Haftvermittler, einen Primer, einen Kleber oder dergleichen ausgebildet
ist.
[0042] Die Strukturen 4 können z.B. als diffraktive Strukturen, als Mikrospiegel, als strahlenoptisch
wirksame Facetten oder als achromatische, reflektierende Strukturen ausgebildet sein.
Die Ausbildung bzw. das Einbringen der Strukturen 4 direkt in der Trägerschicht 8
kann z.B. mittels einer Abformvorrichtung, insbesondere durch ein Prägeverfahren,
erfolgen.
[0043] Ist die zuvor beschriebene weitere Schicht 9 zur Ausbildung der Strukturen 4 vorgesehen,
können diese in der auf die Trägerschicht 8 aufgebrachten weiteren Schicht 9 ausgeformt
sein. Die weitere Schicht 9 kann insbesondere von einer Prägelackschicht gebildet
sein. Das Einformen oder Ausformen der Strukturen 4 kann wiederum z.B. mittels einer
Abformvorrichtung, insbesondere durch ein Prägeverfahren, erfolgen.
[0044] Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen bilden die Strukturen 4 den zumindest einen
ersten Bereich 2 des Sicherheitselements 1, wobei der zumindest eine erste Bereich
2 zumindest abschnittsweise von dem zumindest einen zweiten Bereich 3 abgedeckt oder
überlagert ist. Der zumindest eine zweite Bereich 3 ist von der optischen Effektschicht
7 gebildet, welche bei allen Ausführungsbeispielen als sogenanntes Dünnschichtelement
ausgebildet ist, welches einen Dünnschichtaufbau aufweist oder selbst als Dünnschichtaufbau
bezeichnet werden kann. Die Schichtstärke der einzelnen das Dünnschichtelement bildenden
Schichten oder Lagen ist stark übertrieben und unmaßstäblich dargestellt. So können
die Strukturen 4 vollflächig oder partiell von der optischen Effektschicht 7 abgedeckt
sein.
[0045] Die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht 7 umfasst zumindest
eine Absorberschicht 11 und zumindest eine Distanzschicht 12. Weitere mögliche zusätzliche
Schichten oder Lagen der optischen Effektschicht 7 werden in den nachfolgenden Fig.
noch beschrieben.
[0046] Die zumindest eine Absorberschicht 11 kann zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe von Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen,
Wolfram, Molybdän, Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien
umfassen oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0047] Die zumindest eine Distanzschicht 12 kann z.B. aus einem dielektrischen Material
gebildet sein. Weiters kann die zumindest eine Distanzschicht 12 zumindest ein niederbrechendes
dielektrisches Material mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Aluminiumoxid (Al
2O
3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF
2), Aluminiumfluorid (AlF
3), Siliziumoxid (SIO
x), Siliziumdioxid (SiO
2), Cerfluorid (CeF
3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na
3AlF
6 oder Na
5Al
3F
14), Neodymfluorid (NdF
3), Lanthanfluorid (LaF
3), Samariumfluorid (SmF
3) Bariumfluorid (BaF
2), Calciumfluorid (CaF
2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfassen
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein.
[0048] Es ist stets die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht 7 auf
den Strukturen 4 angeordnet oder aufgebracht. Es ist möglich, das gesamte Dünnschichtelement
als optische Effektschicht 7 auf die Strukturen 4 aufzubringen. Es wäre aber auch
möglich, nur einzelne Schichten oder Lagen der optischen Effektschicht 7 nacheinander
oder auch gruppenweise aufzubringen. Das Aufbringen der optischen Effektschicht 7
oder einzelner Lagen oder Schichten derselben kann je nach gewähltem Werkstoff unterschiedlichst
erfolgen. Als mögliche Beispiele sei das Aufdrucken und/oder Aufdampfen und/oder Lackieren
angeführt.
[0049] Es wäre auch noch zusätzlich möglich, eine eigene Zwischenschicht 10, wie z.B. eine
Haftvermittlerschicht oder Haftvermittlerlage, eine Primerschicht oder Primerlage
oder dergleichen, zwischen den den ersten Bereich 2 bildenden Strukturen 4 und der
optischen Effektschicht 7 mit ihrem zweiten Bereich 3 vorzusehen. Damit kann das Anordnen
oder Aufbringen der optischen Effektschicht 7 auf die Strukturen 4 entweder direkt
und/oder unter Zwischenschaltung der eigenen, zusätzlichen Zwischenschicht 10 erfolgen.
[0050] Zusätzlich zu der als Dünnschichtelement ausgebildeten optischen Effektschicht 7
können weitere Schichten vorgesehen sein, beispielsweise eine optisch nicht lineare
Schicht sein oder eine optisch nicht lineare Lage. Eine derartige Schicht oder solche
diese Schicht bildenden Materialien oder Lagen werden auch als IR-Upconverter oder
UV-Downconverter bezeichnet. Dabei kann es sich um Materialien handeln, welche unter
dem Einfluss von elektromagnetischer Strahlung außerhalb des sichtbaren Wellenlängenbereiches
des Lichtes eine sichtbare Farbe aufweisen. Solche Materialien können unter diesen
Bedingungen, beispielsweise bei Einstrahlung von Infrarot(IR)- (λ > 780 nm) und/oder
Ultraviolet(UV)-Licht (λ < 380), so zur Emission von sichtbarem Licht angeregt werden.
[0051] Weiters kann die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht 7 auch
als farbkippende Schicht ausgebildet sein oder eine farbkippende Lage umfassen. Es
sind auch beliebige Variationen der optischen Effekte durch entsprechende Kombinationen
von unterschiedlichsten Lagen oder Schichten möglich. Damit wird es z.B. möglich,
dass bei der Bewegung der Lichtquelle 6 und/oder der Veränderung des Beobachtungswinkels
in der als farbkippenden Schicht ausgebildeten optischen Effektschicht 7 oder in der
farbkippenden Lage ein Farbkippeffekt entsteht.
[0052] Weiters können zusätzlich zur optischen Effektschicht 7 metallische Pigmente und/oder
magnetische Pigmente und/oder fluoreszierende Pigmente und/oder fluoreszierenden Stoffe
und/oder Farbpigmente und/oder Farbstoffe vorgesehen sein.
[0053] Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die zumindest eine Distanzschicht
12 auf den Strukturen 4 aufgebracht, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft.
Wie zuvor beschrieben, kann die zumindest eine Distanzschicht 12 direkt und unmittelbar
auf den Strukturen 4 aufgebracht sein oder es kann die Zwischenschaltung der eigenen
Zwischenschicht 10 vorgesehen sein.
[0054] Als oberste oder äußerste Lage oder Schicht kann auf die optische Effektschicht 7
eine Schutzschicht 13 aufgebracht sein. Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein,
muss aber nicht vorgesehen sein. Bevorzugt kann mittels der Schutzschicht 13 auch
eine ebenflächige Ausbildung des Sicherheitselements 1 erzielt werden, wie dies mit
einer strichlierten Linie in der Fig.1 angedeutet ist.
[0055] In der Fig 3 ist die zuvor beschriebene Ausbildung des Sicherheitselements 1 noch
vereinfacht dargestellt. Die Blickrichtung auf das Sicherheitselement 1 ist mit einem
Pfeil angedeutet und erfolgt durch die optische Effektschicht 7 hindurch auf die Strukturen
4.
[0056] Die Strukturen 4, welche den ersten Bereich 2 definieren, sind von dem zweiten Bereich
3 der optischen Effektschicht 7 abgedeckt. Die als Dünnschichtelement ausgebildete
optische Effektschicht 7 umfasst die den Strukturen 4 zugewendete Distanzschicht 12
und die darüber befindliche Absorberschicht 11. Als mögliche zusätzliche Schicht oder
Lage ist noch auf der von den Strukturen 4 abgewendeten Seite der Absorberschicht
11 die Schutzschicht 13 angedeutet. Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein, muss
aber nicht vorgesehen sein. Es ist weiters die Trägerschicht 8 angedeutet, wobei die
Strukturen 4 entweder direkt an der Trägerschicht 8 ausgebildet sein können oder es
kann die zuvor beschriebene weitere Schicht 9 vorgesehen sein und an dieser können
die Strukturen 4 ausgebildet sein.
[0057] Die Fig. 4 zeigt ein mögliches weiters Ausführungsbeispiel des Sicherheitselements
1. Das Sicherheitselement 1 ist in seinem Schichtaufbau ähnlich ausgebildet, wie das
zuvor in der Fig. 3 beschriebene Sicherheitselement 1. Die Blickrichtung auf das Sicherheitselement
1 ist ebenfalls mit einem Pfeil angedeutet und erfolgt durch die optische Effektschicht
7 hindurch auf die Strukturen 4.
[0058] Die Strukturen 4, welche den ersten Bereich 2 definieren, sind von dem zweiten Bereich
3 der optischen Effektschicht 7 abgedeckt. Die als Dünnschichtelement ausgebildete
optische Effektschicht 7 umfasst die den Strukturen 4 zugewendete Absorberschicht
11, anschließend die Distanzschicht 12 und wiederum die darüber befindliche Absorberschicht
11. Damit ist beidseits der Distanzschicht 12 jeweils zumindest eine Absorberschicht
11 angeordnet oder vorgesehen. Jene den Strukturen 4 näherliegend befindliche Absorberschicht
11 ist somit auf den Strukturen 4 aufgebracht oder auf diesen angeordnet. Dies kann
in direkter Weise oder aber auch unter Zwischenschaltung der eigenen Zwischenschicht
10 erfolgen.
[0059] Als mögliche zusätzliche Schicht oder Lage ist noch auf der von den Strukturen 4
abgewendeten Seite der äußeren Absorberschicht 11 die Schutzschicht 13 angedeutet.
Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein, muss aber nicht vorgesehen sein. Es ist
weiters die Trägerschicht 8 angedeutet, wobei die Strukturen 4 entweder direkt an
der Trägerschicht 8 ausgebildet sein können oder es kann die zuvor beschriebene weitere
Schicht 9 vorgesehen sein und an dieser können die Strukturen 4 ausgebildet sein.
[0060] In der Fig. 5 ist ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel des Sicherheitselements
1 mit dessen optischen Effektschicht 7 gezeigt. Die Blickrichtung auf das Sicherheitselement
1 ist ebenfalls mit einem Pfeil angedeutet und erfolgt auch hier durch die optische
Effektschicht 7 hindurch auf die Strukturen 4.
[0061] Der grundsätzliche Aufbau des Sicherheitselements 1 entspricht dabei jenem, wie dieser
in den Fig. 1 und 3 gezeigt und beschrieben worden ist. Als zusätzliche Schicht umfasst
die optische Effektschicht 7 auch noch zumindest eine Reflexionsschicht 14. Die zumindest
eine Distanzschicht 12 ist dabei zwischen der zumindest einen Absorberschicht 11 und
der zumindest einen Reflexionsschicht 14 angeordnet. Die Reflexionsschicht 14 ist
hier auf den Strukturen 4 aufgebracht oder angeordnet, und kann insbesondere auf diese
aufgedruckt und/oder aufgedampft werden.
[0062] Die zumindest eine Reflexionsschicht 14 kann zumindest ein metallisches Material,
insbesondere ausgewählt aus der Gruppe, Silber, Kupfer, Aluminium Gold, Platin, Niob,
Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen
dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder zumindest ein hochbrechendes
dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O
3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) and Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfassen
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt sein. Dies gilt für alle in
den Ausführungsbeispielen beschrieben Reflexionsschichten 14.
[0063] Die Strukturen 4, welche den ersten Bereich 2 definieren, sind von dem zweiten Bereich
3 der optischen Effektschicht 7 abgedeckt. Die als Dünnschichtelement ausgebildete
optische Effektschicht 7 umfasst hier die den Strukturen 4 zugewendete Reflexionsschicht
14, anschließend die Distanzschicht 12 und wiederum die darüber befindliche Absorberschicht
11. Durch das Anordnen oder Aufbringen der Reflexionsschicht 14 auf den Strukturen
4, kann diese die Raumform der Strukturen 4 bei Betrachtung wiedergeben. Die Reflexionsschicht
14 kann in direkter Weise oder aber auch unter Zwischenschaltung der eigenen Zwischenschicht
10 auf die Strukturen 4 aufgebracht und angeordnet werden.
[0064] Als mögliche zusätzliche Schicht oder Lage ist noch auf der von den Strukturen 4
abgewendeten Seite der äußeren Absorberschicht 11 die Schutzschicht 13 angedeutet.
Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein, muss aber nicht vorgesehen sein. Es ist
weiters die Trägerschicht 8 angedeutet, wobei die Strukturen 4 entweder direkt an
der Trägerschicht 8 ausgebildet sein können oder es kann die zuvor beschriebene weitere
Schicht 9 vorgesehen sein und an dieser können die Strukturen 4 ausgebildet sein.
[0065] In der Fig. 6 ist ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel des Sicherheitselements
1 mit dessen optischen Effektschicht 7 gezeigt. Die Blickrichtung auf das Sicherheitselement
1 ist ebenfalls mit einem Pfeil angedeutet und erfolgt im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen durch die Strukturen 4 hindurch auf die optische Effektschicht
7.
[0066] Die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht 7 umfasst ausgehend
von der von den Strukturen 4 abgewendeten Seite hin in Richtung auf die Strukturen
4 zumindest die Reflexionsschicht 14, die Distanzschicht 12 und anschließend die Absorberschicht
11. Die den Strukturen 4 näherliegend befindliche Absorberschicht 11 ist auf den Strukturen
4 aufgebracht oder auf diesen angeordnet. Dies kann in direkter Weise oder aber auch
unter Zwischenschaltung der eigenen, zusätzlichen Zwischenschicht 10 erfolgen.
[0067] Als mögliche zusätzliche Schicht oder Lage ist noch auf der von den Strukturen 4
abgewendeten Seite der hier äußeren Reflexionsschicht 14 die Schutzschicht 13 angedeutet.
Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein, muss aber nicht vorgesehen sein. Es ist
weiters die Trägerschicht 8 angedeutet, wobei die Strukturen 4 entweder direkt an
der Trägerschicht 8 ausgebildet sein können oder es kann die zuvor beschriebene weitere
Schicht 9 vorgesehen sein und an dieser können die Strukturen 4 ausgebildet sein.
[0068] Die Fig. 7 zeigt nur einen möglichen Schichtaufbau der als Dünnschichtelement ausgebildeten
optischen Effektschicht 7. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein ähnlicher Schichtaufbau
der optischen Effektschicht 7 wie in der Fig. 5 gewählt.
[0069] Die optische Effektschicht 7 umfasst zumindest die Absorberschicht 11, die Distanzschicht
12, die Reflexionsschicht 14, eine weitere Distanzschicht 12 und schließlich eine
weitere Absorberschicht 11. Die beiden Absorberschichten 11 sind auf voneinander abgewendeten
Seiten der optische Effektschicht 7 angeordnet. Die Reflexionsschicht 14 ist ihrerseits
zwischen den beiden Distanzschichten 12 angeordnet. Eine der beiden Absorberschichten
11 ist wiederum auf den Strukturen 4 angeordnet oder aufgebracht. Die Strukturen 4
sowie weitere mögliche Schichten oder Lagen sind der besseren Übersichtlichkeit halber
nicht mehr näher dargestellt oder nur angedeutet, jedoch nachfolgend noch beschrieben.
[0070] Als mögliche zusätzliche Schicht oder Lage kann noch auf der von den Strukturen 4
abgewendeten Seite der äußeren Absorberschicht 11 die Schutzschicht 13 angeordnet
oder vorgesehen sein. Die Schutzschicht 13 kann vorgesehen sein, muss aber nicht vorgesehen
sein. Die Strukturen 4 können entweder direkt an der Trägerschicht 8 ausgebildet sein
oder es kann die zuvor beschriebene weitere Schicht 9 vorgesehen sein und an dieser
können die Strukturen 4 ausgebildet sein.
[0071] Zur Verbindung der optischen Effektschicht 7 mit den Strukturen 4 kann auch wiederum
die zuvor beschriebene Zwischenschicht 10 vorgesehen sein, welche in strichlierten
Linien angedeutet ist. Mittels der hier dargestellten und als Dünnschichtelement ausgebildeten
optischen Effektschicht 7 kann wiederum in Kombination mit den Strukturen 4 das Sicherheitselement
1 ausgebildet werden.
[0072] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0073] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0074] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0075] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0076]
- 1
- Sicherheitselement
- 2
- erster Bereich
- 3
- zweiter Bereich
- 4
- Struktur
- 5
- Bildmotiv
- 6
- Lichtquelle
- 7
- optische Effektschicht
- 8
- Trägerschicht
- 9
- weitere Schicht
- 10
- Zwischenschicht
- 11
- Absorberschicht
- 12
- Distanzschicht
- 13
- Schutzschicht
- 14
- Reflexionsschicht
1. Sicherheitselement (1), insbesondere für Wertpapiere, Sicherheitspapier oder Sicherheitsgegenstände,
wie Banknoten, Ausweise, Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets, wobei das Sicherheitselement
(1) zumindest einen ersten Bereich (2) mit Strukturen (4) aufweist, und die Strukturen
(4) ein Bildmotiv (5) in unterschiedliche Raumbereiche reflektieren, sodass für den
Betrachter bei entsprechender Bewegung einer Lichtquelle (6) und/oder bei Veränderung
eines Beobachtungswinkels ein Bewegungsbild entsteht, wobei bei Bewegung der Lichtquelle
(6) und/oder Veränderung des Beobachtungswinkels gleichzeitig eine Bewegung des Bildmotivs
(5) entsteht,
dadurch gekennzeichnet,
- dass eine optische Effektschicht (7) vorgesehen ist, welche optische Effektschicht (7)
zumindest einen zweiten Bereich (3) definiert,
- dass die optische Effektschicht (7) als Dünnschichtelement ausgebildet ist, und
- dass die Strukturen (4) vollflächig oder partiell von der optischen Effektschicht (7)
abgedeckt sind.
2. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht (7) zumindest eine
Absorberschicht (11) und zumindest eine Distanzschicht (12) umfasst.
3. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Distanzschicht (12) und/oder die zumindest eine Absorberschicht
auf den Strukturen (4) aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft
ist, sodass sich eine Reihenfolge Strukturen (4) - Distanzschicht - Absorberschicht
oder eine Reihenfolge Strukturen (4) - Absorberschicht - Distanzschicht ergibt.
4. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits der zumindest einen Distanzschicht (12) jeweils zumindest eine Absorberschicht
(11) angeordnet ist und dass die zumindest eine Absorberschicht (11) auf den Strukturen
(4) aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt und/oder aufgedampft ist.
5. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht (7) weiters noch zumindest
eine Reflexionsschicht (14) umfasst, wobei die zumindest eine Distanzschicht (12)
zwischen der zumindest einen Absorberschicht (11) und der zumindest einen Reflexionsschicht
(14) angeordnet ist.
6. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsschicht (14) auf den Strukturen (4) aufgebracht ist, insbesondere aufgedruckt
und/oder aufgedampft ist.
7. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Absorberschicht (11) auf den Strukturen (4) aufgebracht ist, insbesondere
aufgedruckt und/oder aufgedampft ist.
8. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich zu der als Dünnschichtelement ausgebildeten optischen Effektschicht
(7) eine optisch nicht lineare Schicht oder eine optisch nicht lineare Lage vorhanden
ist.
9. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die als Dünnschichtelement ausgebildete optische Effektschicht (7) als farbkippende
Schicht ausgebildet ist oder eine farbkippende Lage umfasst.
10. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bewegung der Lichtquelle (6) und/oder der Veränderung des Beobachtungswinkels
in der als farbkippenden Schicht ausgebildeten optischen Effektschicht (7) oder in
der farbkippenden Lage ein Farbkippeffekt entsteht.
11. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich zur optischen Effektschicht (7) metallische Pigmente und/oder magnetische
Pigmente und/oder fluoreszierende Pigmente und/oder fluoreszierenden Stoffe und/oder
Farbpigmente und/oder Farbstoffe enthält.
12. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine Trägerschicht (8) aus einem Kunststoff umfasst, wobei insbesondere der
Kunststoff aus einem lichtdurchlässigen und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet
ist, und dass die Trägerschicht (8) bevorzugt zumindest eines der Materialien aus
der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP),
biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS),
Polyetheretherketon, (PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylcholrid (PVC) Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP) und/oder
Mischungen und/oder Co-Polymere dieser Materialien umfasst oder aus zumindest einem
dieser Materialien hergestellt ist.
13. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (8) eine Dicke mit einem Dickenwert aufweist, der aus einem Dicken-Wertebereich
stammt, dessen untere Grenze 5 µm, bevorzugt von 10 µm, und dessen obere Grenze 1000
µm, bevorzugt von 50 µm, beträgt.
14. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Absorberschicht (11) zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe von Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt, Palladium, Eisen,
Wolfram, Molybdän, Niob, Aluminium, Silber, Kupfer und/oder Legierungen dieser Materialien
umfasst oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
15. Sicherheitselement (1) nach einem der Anspruch 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Distanzschicht (12) aus einem dielektrischen Material gebildet
ist.
16. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Distanzschicht (12) zumindest ein niederbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex kleiner oder gleich 1,65, insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe Aluminiumoxid (Al2O3), Metallfluoride, beispielsweise Magnesiumfluorid (MgF2), Aluminiumfluorid (AlF3), Siliziumoxid (SIOx), Siliziumdioxid (SiO2), Cerfluorid (CeF3), Natrium-Aluminium-Fluoride (z.B. Na3AlF6 oder Na5Al3F14), Neodymfluorid (NdF3), Lanthanfluorid (LaF3), Samariumfluorid (SmF3) Bariumfluorid (BaF2), Calciumfluorid (CaF2), Lithiumfluorid (LiF), niederbrechende organische Monomere und/oder niederbrechende
organische Polymere oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit
einem Brechungsindex größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid
(ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
17. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Reflexionsschicht (14) zumindest ein metallisches Material, insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe Silber, Kupfer, Aluminium, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder
aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien,
insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches
Material mit einem Brechungsindex von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus
der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe3O4) and Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
18. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen (4) als diffraktive Strukturen, als Mikrospiegel, als strahlenoptisch
wirksame Facetten oder als achromatische, reflektierende Strukturen ausgebildet sind.
19. Sicherheitselement (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturen (4) in die Trägerschicht (8) mittels einer Abformvorrichtung, insbesondere
durch ein Prägeverfahren, eingebracht sind oder dass die Strukturen (4) in einer direkt
oder unter Zwischenschaltung zumindest einer Zwischenschicht (10) auf die Trägerschicht
(8) aufgebrachten Schicht (9), insbesondere einer Prägelackschicht, ausgeformt sind,
insbesondere mittels einer Abformvorrichtung eingeprägt sind.
20. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schicht (9) mit den darin ausgeformten Strukturen (4) eine Schichtdicke
mit einem Schichtdickenwert aufweist, der aus einem Schichtdicken-Wertebereich stammt,
dessen untere Grenze 0,5 µm, insbesondere 0,8 µm, bevorzugt 1 µm, und dessen obere
Grenze 300 µm, insbesondere 50 µm, bevorzugt 20 µm, beträgt.
21. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) mit weiteren farbkippenden Schichten, insbesondere Schichten
mit farbkippenden Pigmenten oder Flüssigkristallen und/oder mit maschinenlesbaren
Merkmalen, ausgestattet ist, wobei es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere
um Magnetcodierungen, elektrisch leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende
und/oder reemittierende Stoffe handelt.
22. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten
insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folien umfassen.