[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Wertpapiere oder Sicherheitspapiere,
wobei das Sicherheitselement einen ersten Strukturbereich mit ersten Strukturen aufweist,
die bei Verkippen des Sicherheitselementes um eine erste Achse ein erstes Bewegungsbild
erzeugen.
[0002] Sicherheitselemente der eingangsgenannten Art werden üblicherweise verwendet um die
Fälschungssicherheit von Wertpapieren oder Sicherheitspapieren, wie Banknoten, Ausweise,
Kreditkarten, Bankomatkarten, Tickets etc. zu erhöhen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sicherheitselement mit erhöhter Fälschungssicherheit
zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Sicherheitselement zusätzlich zumindest einen zweiten Strukturbereich
mit zweiten Strukturen aufweist, die bei Verkippen des Sicherheitselements um eine
zweite Achse ein zweites Bewegungsbild erzeugen.
[0005] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn der erste Strukturbereich und der zweite
Strukturbereich direkt aneinander angrenzend angeordnet sind oder der erste Strukturbereich
und der zweite Strukturbereich voneinander beabstandet angeordnet sind.
[0006] Ferner kann vorgesehen sein, dass ein Bewegungseindruck des ersten Bewegungsbildes
bei Verkippen um die erste Achse in Bezug auf die Bewegungsrichtung verschieden von
einem Bewegungseindruck des zweiten Bewegungsbildes ist.
[0007] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der Bewegungseindruck des zweiten Bewegungsbildes
bei Verkippen um die zweite Achse in Bezug auf eine Bewegungsrichtung verschieden
von dem Bewegungseindruck des ersten Bewegungsbildes ist.
[0008] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das
zweite Bewegungsbild bei Verkippen um die erste Achse keinen Bewegungseindruck erzeugt,
oder dass das erste Bewegungsbild bei Verkippen um die zweite Achse keinen Bewegungseindruck
erzeugt.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die erste und die zweite Achse einen
Scheitelwinkel zwischen 10° und 90° einschließen, bevorzugt einen Scheitelwinkel zwischen
45° und 90° einschließen.
[0010] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn über den ersten Strukturbereich und den zumindest
zweiten Strukturbereich ohne Verkippen und/oder in horizontaler Lage und/oder unter
einem bestimmten Betrachtungswinkel ein durchgängiges Design verläuft.
[0011] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass bei Verkippen des Sicherheitselements um
eine erste und/oder eine zweite Achse im ersten und/oder zweiten Strukturbereich jeweils
einer von mehreren möglichen Bewegungseindrücken entsteht oder kein Bewegungseindruck
entsteht, wobei die möglichen Bewegungseindrücke jene beinhalten, dass
- unabhängig von einer Bewegungsrichtung des Verkippens um die erste oder zweite Achse
eine Bewegung des ersten und/oder zweiten Bewegungsbildes in Längsrichtung zu einer
Bewegungsachse wahrgenommen wird, wobei die Bewegungsachse mit der Kippachse einen
Winkel zwischen 0 - 180° einschließt, oder dass
- unabhängig von der Bewegungsrichtung des Verkippens um eine erste oder zweite Achse
eine Bewegung des ersten und/oder zweiten Bewegungsbildes in Querrichtung zu der Bewegungsachse
wahrgenommen wird.
[0012] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die möglichen Bewegungseindrücke, sowie die
Möglichkeit, dass kein Bewegungseindruck entsteht, beliebig untereinander kombinierbar
sind.
[0013] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die Strukturbereiche durch
Mikrospiegel und/oder durch diffraktive Strukturen gebildet sind.
[0014] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das Sicherheitselement
für Wertdokumente und/oder Polymerbanknoten und/oder Kartenanwendungen eingesetzt
wird.
[0015] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn das Sicherheitselement zumindest teilweise
mit einer reflektierenden Schicht versehen ist, insbesondere mit einer reflektierenden
Schicht aus Metall und/oder einem Material mit hohem Brechungsindex (HRI) versehen
ist.
[0016] Ferner kann vorgesehen sein, dass die reflektierende Schicht aus Metall aufgedampft
oder aufgedruckt wird bzw. als Metallpigmente aufgebracht wird, wobei die reflektierende
Schicht bevorzugt ein metallisches Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe
Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium,
Chrom, Kobalt und Palladium oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen,
oder zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex
von größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO
2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In
2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta
2O
5), Ceroxid (CeO
2), Yttriumoxid (Y
2O
3), Europiumoxid (Eu
2O
3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II,III)oxid (Fe
3O
4) und Eisen(III)oxid (Fe
2O
3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO
2), Lanthanoxid (La
2O
3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd
2O
3), Praseodymoxid (Pr
6O
11), Samariumoxid (Sm
2O
3), Antimontrioxid (Sb
2O
3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si
3N
4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se
2O
3), Zinnoxid (SnO
2), Wolframtrioxid (WO
3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
[0017] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die reflektierende Schicht aus einem HRI
Material aufgedampft oder aufgedruckt wird.
[0018] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das
Sicherheitselement mit weiteren optisch variablen Merkmalen, insbesondere mit Farbkippeffekten,
ausgestattet ist.
[0019] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das Sicherheitselement mit maschinenlesbaren
Merkmalen, ausgestattet ist, wobei es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere
um Magnetcodierungen, elektrisch leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende
und/oder reemittierende Stoffe handelt.
[0020] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Sicherheitselement zusätzliche Schichten
aufweist, welche zusätzlichen Schichten insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke,
Kleber, Primer und/oder Folien umfassen.
[0021] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0022] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
- Fig. 2
- die Lagebeziehung der ersten und zweiten Achse;
- Fig. 3
- sechs beispielhafte Kombinationsmöglichkeiten der Bewegungseindrücke.
[0023] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0024] Fig. 1 zeigt auf beispielhafte Art und Weise zwei mögliche Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Sicherheitselements 1, wobei das Sicherheitselement 1 beispielsweise
für Wertdokumente und/oder Polymerbanknoten und/oder Kartenanwendungen eingesetzt
werden kann. Die beiden Ausführungsformen weisen einen ersten Strukturbereich 2 mit
ersten Strukturen 3 auf, die bei Verkippen des Sicherheitselementes 1 um eine erste
Achse 4 ein erstes Bewegungsbild 5 erzeugen. Zudem weisen die beiden Ausführungsformen
einen zweiten Strukturbereich 6 mit zweiten Strukturen 7 auf, die bei Verkippen des
Sicherheitselementes 1 um eine zweite Achse 8 ein zweites Bewegungsbild 10 erzeugen.
[0025] In der linken dargestellten Ausführungsform ist der erste Strukturbereich 2 an den
zweiten Strukturbereich 6 angrenzend angeordnet, während in der rechten dargestellten
Ausführungsform der erste Strukturbereich 2 vom zweiten Strukturbereich 6 beabstandet
angeordnet ist. In beiden dargestellten Ausführungsformen bilden der erste und der
zweite Strukturbereich 2, 6 in horizontaler Lage und/oder unter einem bestimmten Betrachtungswinkel
ein durchgängiges Design 9. Die Strukturbereiche 2, 6 können durch Mikrospiegel und/oder
durch diffraktive Strukturen Strukturen und/oder durch strahlenoptisch wirksame Facetten
und/oder durch achromatische, reflektierende Strukturen gebildet sein.
[0026] Das Sicherheitselement 1 kann zumindest teilweise mit einer reflektierenden Schicht
versehen sein, wobei es sich bei der reflektierenden Schicht insbesondere um eine
Schicht aus Metall und/oder einem HRI Material handeln kann. Die reflektierende Schicht
ist in den Figuren nicht dargestellt. Des Weiteren kann das Sicherheitselement 1 mit
weiteren optisch variablen Merkmalen, insbesondere mit Farbkippeffekten, ausgestattet
sein. Diese weiteren optisch variablen Merkmale sind ebenfalls nicht in den Figuren
dargestellt. Zusätzlich kann das Sicherheitselement 1 maschinenlesbare Merkmale aufweisen,
wobei es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere um Magnetcodierungen,
elektrisch leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder
reemittierende Stoffe handeln kann. Auch kann das Sicherheitselement 1 zusätzliche
Schichten aufweist, welche insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke und/oder Primer
sein können. Auch diese maschinenlesbaren Merkmale sowie mögliche zusätzliche Schichten
sind nicht in den Figuren dargestellt.
[0027] In Fig. 2 sind die erste Achse 4 und die zweite Achse 8 dargestellt, wobei die beiden
Achsen 4, 8 einen Scheitelwinkel 11 einschließen. Dargestellt ist exemplarisch ein
Scheitelwinkel 11 von 90°. Die erste und die zweite Achse 4, 8 können jedoch auch
einen Scheitelwinkel 11 zwischen 10° und 90° einschließen, wobei der Scheitelwinkel
11 bevorzugt zwischen 45° und 90° liegt.
[0028] Bildhaft mittels Doppelpfeilen dargestellt sind die Bewegungsrichtungen 12 bei Verkippen
um die beiden Achsen 4, 8. Bei Verkippen des Sicherheitselements 1 in diese Bewegungsrichtungen
12 um die erste oder zweite Achse 4, 8 entsteht ein erstes und/oder ein zweites Bewegungsbild
5, 10. Die Bewegung des Bewegungsbildes wird als Bewegung in Längsrichtung oder Querrichtung
einer Bewegungsachse wahrgenommen, wobei die Bewegungsachse mit der Kippachse, d.h.
der Achse 4 oder 8, einen Winkel zwischen 0 - 180° einschließt.
Fig. 3 zeigt beispielhaft und nicht abschließend, sechs Kombinationsmöglichkeiten
von Bewegungseindrücken 13, die im ersten und zweiten Strukturbereich 2, 6 bei Verkippen
um die Achsen 4, 8 entstehen. Bildhaft mittels Doppelpfeilen dargestellt sind die
Bewegungsrichtungen 12 um die Achsen 4, 8.
[0029] Das erste, zweite und dritte Feld 14, 15, 16 zeigen Kombinationsmöglichkeiten von
Bewegungseindrücken 13 bei Verkippen des Sicherheitselements 1 um eine erste Achse
4.
Das erste Feld 14 zeigt, dass bei Verkippen des Sicherheitselements 1 um eine erste
Achse 4 im ersten Strukturbereich 2 kein Bewegungseindruck 13 erzeugt wird, während
im zweiten Strukturbereich 6 eine Bewegung des zweiten Bewegungsbildes 10 wahrgenommen
wird.
[0030] Das zweite Feld 15 zeigt alternativ, dass bei Verkippen des Sicherheitselements 1
um eine erste Achse 4 im ersten Strukturbereich 2 ein Bewegungseindruck 13 in Querrichtung
17 zur ersten Achse 4 entsteht, während im zweiten Strukturbereich 6 ein Bewegungseindruck
13 in Längsrichtung 18 zur Achse 4 entsteht.
[0031] Eine weitere Kombinationsmöglichkeit ist im dritten Feld 16 dargestellt. Hier entsteht
bei Verkippen des Sicherheitselements 1 um eine erste Achse 4 im ersten Strukturbereich
2 kein Bewegungseindruck 13, während im zweiten Strukturbereich 6 ein Bewegungseindruck
13 in Längsrichtung 18 zur Achse 4 erzeugt wird.
[0032] Das vierte, fünfte und sechste Feld 19, 20, 21 zeigen weitere Kombinationsmöglichkeiten
von Bewegungseindrücken 13, wobei das Verkippen des Sicherheitselements 1 um eine
zweite Achse 8 erfolgt.
[0033] Im vierten Feld 19 ist gezeigt, dass bei Verkippen des Sicherheitselements 1 um eine
zweite Achse 8 im ersten Strukturbereich 2 kein Bewegungseindruck 13 entsteht, während
im zweiten Strukturbereich 6 ein Bewegungseindruck 13 in Längsrichtung 18 zur Achse
8 erzeugt wird.
[0034] Im fünften Feld 20 wird dargestellt, dass bei Verkippen des Sicherheitselements 1
um eine zweite Achse 8 im ersten Strukturbereich 2 kein Bewegungseindruck 13 erzeugt
wird, während im zweiten Strukturbereich 6 eine Bewegung des zweiten Bewegungsbildes
10 abhängig von der Bewegungsrichtung 12 in diese Richtung wahrgenommen wird.
[0035] Im sechsten Feld 21 wird gezeigt, dass bei Verkippen des Sicherheitselements 1 um
eine zweite Achse 8 im ersten Strukturbereich 2 ein Bewegungseindruck 13 in Querrichtung
17 zur zweiten Achse 8 entsteht, während im zweiten Strukturbereich 6 ein Bewegungseindruck
13 in Längsrichtung 18 zur Achse 8 entsteht.
[0036] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8, 1, oder 5,5 bis 10.
[0037] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0038]
- 1
- Sicherheitselement
- 2
- erster Strukturbereich
- 3
- erste Struktur
- 4
- erste Achse
- 5
- erstes Bewegungsbild
- 6
- zweiter Strukturbereich
- 7
- zweite Struktur
- 8
- zweite Achse
- 9
- Design
- 10
- zweites Bewegungsbild
- 11
- Scheitelwinkel
- 12
- Bewegungsrichtung
- 13
- Bewegungseindruck
- 14
- erstes Feld
- 15
- zweites Feld
- 16
- drittes Feld
- 17
- Querrichtung
- 18
- Längsrichtung
- 19
- viertes Feld
- 20
- fünftes Feld
- 21
- sechstes Feld
1. Sicherheitselement (1) für Wertpapiere oder Sicherheitspapiere, wobei das Sicherheitselement
(1) einen ersten Strukturbereich (2) mit ersten Strukturen (3) aufweist, die bei Verkippen
des Sicherheitselementes (1) um eine erste Achse (4) ein erstes Bewegungsbild (5)
erzeugen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitselement (1) zumindest einen zweiten Strukturbereich (6) mit zweiten
Strukturen (7) aufweist, die bei Verkippen des Sicherheitselements um eine zweite
Achse (8) ein zweites Bewegungsbild (10) erzeugen.
2. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Strukturbereich (2) und der zweite Strukturbereich (6) direkt aneinander
angrenzend angeordnet sind oder der erste Strukturbereich (2) und der zweite Strukturbereich
(6) voneinander beabstandet angeordnet sind.
3. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bewegungseindruck (13) des ersten Bewegungsbildes (5) bei Verkippen um die erste
Achse (4) in Bezug auf die Bewegungsrichtung (12) verschieden von einem Bewegungseindruck
(13) des zweiten Bewegungsbildes (10) ist.
4. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungseindruck (13) des zweiten Bewegungsbildes (10) bei Verkippen um die
zweite Achse (8) in Bezug auf eine Bewegungsrichtung (12) verschieden von dem Bewegungseindruck
(13) des ersten Bewegungsbildes (5) ist.
5. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bewegungsbild (10) bei Verkippen um die erste Achse (4) keinen Bewegungseindruck
(13) erzeugt, oder dass das erste Bewegungsbild (5) bei Verkippen um die zweite Achse
(8) keinen Bewegungseindruck (13) erzeugt.
6. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Achse (4, 8) einen Scheitelwinkel (11) zwischen 10° und
90° einschließen, bevorzugt einen Scheitelwinkel (11) zwischen 45° und 90° einschließen.
7. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über den ersten Strukturbereich (2) und den zumindest zweiten Strukturbereich (6)
ohne Verkippen und/oder in horizontaler Lage und/oder unter einem bestimmten Betrachtungswinkel
ein durchgängiges Design (9) verläuft.
8. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei Verkippen des Sicherheitselements (1) um die erste und/oder die zweite Achse
(4, 8) im ersten und/oder zweiten Strukturbereich (2, 6) jeweils einer von mehreren
möglichen Bewegungseindrücken (13) entsteht oder kein Bewegungseindruck (13) entsteht,
wobei die möglichen Bewegungseindrücke (13) jene beinhalten, dass
- unabhängig von einer Bewegungsrichtung (12) des Verkippens um die erste oder zweite
Achse (4, 8) eine Bewegung des ersten und/oder zweiten Bewegungsbildes (5, 10) in
Längsrichtung (18) zu einer Bewegungsachse wahrgenommen wird, wobei die Bewegungsachse
mit der Kippachse einen Winkel zwischen 0 - 180° einschließt, oder dass
- unabhängig von der Bewegungsrichtung (12) des Verkippens um die erste oder zweite
Achse (4, 8) eine Bewegung des ersten und/oder zweiten Bewegungsbildes (5, 10) in
Querrichtung (17) zu der Bewegungsachse wahrgenommen wird.
9. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die möglichen Bewegungseindrücke (13), sowie die Möglichkeit, dass kein Bewegungseindruck
(13) entsteht, beliebig untereinander kombinierbar sind.
10. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturbereiche (2, 6) durch Mikrospiegel und/oder durch diffraktive Strukturen
und/oder durch strahlenoptisch wirksame Facetten und/oder durch achromatische, reflektierende
Strukturen gebildet sind.
11. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) für Wertdokumente und/oder Polymerbanknoten und/oder Kartenanwendungen
eingesetzt wird.
12. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zumindest teilweise mit einer reflektierenden Schicht
versehen ist, insbesondere mit einer reflektierenden Schicht aus Metall und/oder einem
HRI Material versehen ist.
13. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Schicht aus Metall aufgedampft oder aufgedruckt wird bzw. als
Metallpigmente aufgebracht wird, wobei die reflektierende Schicht bevorzugt ein metallisches
Material, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Aluminium, Silber, Kupfer, Gold,
Platin, Niob, Zinn, oder aus Nickel, Titan, Vanadium, Chrom, Kobalt und Palladium
oder Legierungen dieser Materialien, insbesondere Kobalt-Nickel-Legierungen, oder
zumindest ein hochbrechendes dielektrisches Material mit einem Brechungsindex von
größer als 1,65, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe Zinksulfid (ZnS), Zinkoxid
(ZnO), Titandioxid (TiO2), Kohlenstoff (C), Indiumoxid (In2O3), Indium-Zinn-Oxid (ITO), Tantalpentoxid (Ta2O5), Ceroxid (CeO2), Yttriumoxid (Y2O3), Europiumoxid (Eu2O3), Eisenoxide wie zum Beispiel Eisen(II;III)oxid (Fe3O4) und Eisen(III)oxid (Fe2O3), Hafniumnitrid (HfN), Hafniumcarbid (HfC), Hafniumoxid (HfO2), Lanthanoxid (La2O3), Magnesiumoxid (MgO), Neodymoxid (Nd2O3), Praseodymoxid (Pr6O11), Samariumoxid (Sm2O3), Antimontrioxid (Sb2O3), Siliziumcarbid (SiC), Siliziumnitrid (Si3N4), Siliziummonoxid (SiO), Selentrioxid (Se2O3), Zinnoxid (SnO2), Wolframtrioxid (WO3), hochbrechende organische Monomere und/oder hochbrechende organische Polymere umfasst
oder aus zumindest einem dieser Materialien hergestellt ist.
14. Sicherheitselement (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Schicht aus einem HRI Material aufgedampft oder aufgedruckt wird.
15. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) mit weiteren optisch variablen Merkmalen, insbesondere
mit Farbkippeffekten, ausgestattet ist.
16. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) mit maschinenlesbaren Merkmalen, ausgestattet ist, wobei
es sich bei den maschinenlesbaren Merkmalen insbesondere um Magnetcodierungen, elektrisch
leitfähige Schichten, elektromagnetische Wellen absorbierende und/oder reemittierende
Stoffe handelt.
17. Sicherheitselement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (1) zusätzliche Schichten aufweist, welche zusätzlichen Schichten
insbesondere Schutzlacke, Heißsiegellacke, Kleber, Primer und/oder Folienumfassen.