[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster mit einem Lüftungskanal, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Fenster, das in einer gekippten oder gedrehten Flügelstellung eine
schallgedämmte Lüftung ermöglicht, ist an sich bekannt, so beispielsweise aus der
DE 10 2016 115 422. Die gattungsgemäße Konstruktion verfügt jedoch über einen relativ komplizierten
Aufbau.
[0003] Zudem erfordert die bekannte Konstruktion relativ große Betätigungskräfte beim Schließen
des Flügels. Nachteilig ist insbesondere, dass die Mitteldichtung des Blendrahmens
nur eher schlecht auf dem Isoliersteg des Flügelrahmens gleitet. Als nachteilig zu
erwähnen ist zudem die relativ geringe Öffnungsweite in der Lüftungsstellung. Die
Öffnungsweite wird dabei u.a. durch den (kurzen) Isoliersteg des Flügelrahmens als
Gleitfläche begrenzt.
[0004] Die Erfindung soll daher einen anderen Weg gehen und ein optimiertes Fenster mit
einem Lüftungskanal schaffen.
[0005] Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0006] Geschaffen wird derart ein Fenster, das zumindest folgende Merkmale aufweist:
- a) einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Blendrahmen,
- b) einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Flügelrahmen, der vorzugsweise
wenigstens ein Flächenelement aufweist und der mindestens zwischen einer Schließstellung
und einer Lüftungsstellung relativ zu dem Blendrahmen beweglich ist,
- c) wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum zwischen den Rahmenprofilen des Blendrahmens
und den Rahmenprofilen des Flügelrahmens ausgebildet ist,
- d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile des Blendrahmens oder in
wenigstens einem der Rahmenprofile des Flügelrahmens ausgebildeten Lüftungskanal,
der eine erste Lüftungskanalöffnung und eine zweite Lüftungskanalöffnung aufweist,
- e) wobei der Flügelrahmen und der Blendrahmen - zusammenwirkend - dazu ausgebildet
sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen zu verschließen,
und in der Lüftungsstellung beide Lüftungskanalöffnungen des wenigstens einen Lüftungskanals
freizugeben,
- f) wobei zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen im Bereich des Rahmenfalzraumes
im Öffnungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist, welche von wenigstens
einer Dichtung gebildet wird, welche zumindest in der Lüftungsstellung mit einem Anlagegleitabschnitt
an dem Blendrahmen oder an dem Flügelrahmen anliegt,
- g) wobei der Anlagegleitabschnitt in Lüftungsstellung an einer Anlage-Gleitleiste
des Flügelrahmens oder des Blendrahmens anliegt, die an dem Flügelrahmen oder dem
Blendrahmen befestigt ist und mit einem freien Ende in der Falzraum vorsteht.
[0007] Der Begriff des Fensters ist nicht zu eng zu fassen. Er umfasst Elemente mit einem
Blendrahmen und einem relativ dazu beweglichen Flügelrahmen. Der Blendrahmen kann
umlaufend ausgestaltet sein oder nicht umlaufend wie bei einer Tür ausgestaltet sein.
Eine Tür ist im Sinne dieser Schrift damit auch ein Fenster. Das Fenster kann in eine
Maueröffnung einer Mauer oder Wand eines Gebäudes einbaubar sein. Es kann aber auch
als Teil einer Fassade ausgestaltet sein oder in eine solche einbaubar sein. Der Blendrahmen
kann somit auch selbst einen Teil einer Fassadenkonstruktion ausbilden.
[0008] Besonders vorteilhaft ist, dass durch die Anlage-Gleitleiste ein an die eine oder
mehrere an ihr anliegende Dichtungen angepasstes Bauteil bereitgestellt wird. Die
Anlage-Gleitleiste kann in Form, Oberfläche und Material auf die eine oder mehrere
Dichtungen abgestimmt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang
erzielt wird. Hierdurch werden die Bedienkräfte am Fenster auf ein Minimum gesenkt.
Dabei kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste ausschließlich
zur Anlage der am gegenüber liegenden Rahmen angeordneten (Gleit-)Dichtung bestimmt
ist und keine weitere statische Funktion des Flügelrahmens übernimmt. Es handelt sich
somit um keine integrale Leiste des Flügelrahmens oder Blendrahmens, die nennenswert
zu dessen Statik beiträgt bzw. diese beeinflusst, wie dies bei einer Isolierleiste,
die zwei Metallschalen verbindet, der Fall ist. Zwar beeinflusst die Anlage-Gleitleiste
die Schließ- und Öffnungskräfte bei Schliessen und Öffnen des Flügels, da vorzugsweise
während der Öffnungs- und Schließbewegung eine korrespondierende Gleitdichtung an
ihr anliegen und ggf. gleiten kann. Dies ist aber auch eine ihrer Aufgaben sowie einer
ihrer Vorteile, an die sie anders als Leisten oder Profile, die primär anderen Zwecken
dienen, speziell angepasst werden kann.
[0009] Es ist erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass die Anlage-Gleitleiste eine im Querschnitt
langgestreckte, stegartige, insbesondere langgestreckte bogenartige, Form mit zwei
Enden aufweist, wobei eines der Enden an dem Flügelrahmen oder dem Blendrahmen festgelegt
ist und wobei das andere freie Ende in den Falzraum vorsteht. Derart wird eine Zusatzleiste
zu den an sich am Flügelrahmen (oder dem Blendrahmen) an sich vorhandenen Rahmenprofilen
geschaffen, die vorzugsweise ausschließlich und damit optimal für die Aufgabe ausgelegt
werden kann als besonders gut geeignete Anlage für die eine oder mehreren Dichtungen
des korrespondierenden Rahmens - Blendrahmen oder Flügelrahmen - zu dienen, um den
Lüftungskanal wenigstens in der Öffnungs- und Lüftungsstellung des Flügelrahmens relativ
zum Blendrahmen zu verschließen. Diese Anlage-Gleitleiste ist besonders für einen
Einsatz an Aluminium-Kunststoff-Rahmenprofilen geeignet.
[0010] Es kann nach einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass sich die Anlage-Gleitleiste
abschnittweise beabstandet, insbesondere im Wesentlichen parallel beabstandet, zum
Flügelrahmen erstreckt, insbesondere derart, dass sich die Anlage-Gleitleiste abschnittweise
parallel beabstandet zu einem Isoliersteg des Flügelrahmens erstreckt, der zwei Metallschalen
des Flügelrahmens miteinander verbindet und einen Abschnitt des Falzraumes ausbildet.
[0011] Durch die vorteilhafte Anlage-Gleitleiste kann derart auf einfache Weise sichergestellt
werden, dass die Anlage-Gleitleiste nicht an dem Isoliersteg anliegen muss, der in
der Regel aus Kunststoff besteht, was ein Öffnen des Fensters aufgrund der relativ
hohen Reibkräfte zwischen dem Isoliersteg und dem einen oder den mehreren Anlagestege(n)
nachteilig erschweren würde. Es kann dabei auch vorgesehen sein, dass sich die Anlage-Gleitleiste
abschnittweise beabstandet zu einem Isoliersteg des Flügelrahmens erstreckt, der zwei
Metallschalen des Flügelrahmens miteinander verbindet und einen Abschnitt des Falzraumes
ausbildet.
[0012] Sofern die Anlage-Gleitleiste jedenfalls abschnittsweise bogenförmig ausgestaltet
wird, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Kontur der bogenförmigen AnlageGleitleiste
der Kontur bzw. Bahn entspricht, die der Flügel beim Bewegen aus der Geschlossenstellung
und umgekehrt im Bereich der Anlage-Gleitleiste überstreicht. Eine Kurvenbahn wird
insbesondere oben am Flügel (am oberen Flügelrahmenprofil) überstrichen, wenn der
Flügel ferner in eine Kippstellung schwenkbar ist, wozu er vorzugsweise in seinem
unteren Bereich eine horizontale Kippachse aufweisen kann. Derart werden die notwendigen
Kräfte beim Öffnen und Schließen des Flügels relativ gleichbleibend so gestaltet werden,
dass sie sich während des Überstreichens der Öffnungs- bzw. Schließbahn kaum ändern.
[0013] Sodann kann nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft
vorgesehen sein, dass die Dichtung, welche in Offen- bzw. Lüftungsstellung und ggf.
auch in der Geschlossenstellung des Fensters zur Anlage kommt, als eine Mitteldichtung
ausgebildet ist. Diese Mitteldichtung kann wiederum vorteilhaft dazu ausgebildet sein,
den Rahmenfalzraum in zumindest zwei Rahmenfalzraumabschnitte zu unterteilen, so dass
Luft in der Lüftungsstellung zwischen den zwei Rahmenfalzraumabschnitten im Wesentlichen
nur durch den Lüftungskanal ausgetauscht werden kann, wobei die Mitteldichtung eine
Dichtungsbasis aufweist und wenigstens einen an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten
Dichtabschnitt, der gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden ist, wobei der Dichtabschnitt
jedenfalls in dem oder den Bereichen, in denen ein jeweiliger Lüftungskanal ausgebildet
ist, in der Lüftungsstellung an seinem freien Ende mit dem Anlagegleitabschnitt an
der Anlage-Gleitleiste anliegt. Es können dabei auch zwei oder mehr derartige Mitteldichtungen
vorgesehen sein.
[0014] Es kann sodann vorgesehen sein, dass zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen
im Bereich des Rahmenfalzraumes umlaufend im Schließzustand wenigstens zwei oder wenigstens
drei Dichtebenen ausgebildet sind. Dabei können auch eine oder zwei der Dichtungsebenen
von einer oder mehreren Anschlagdichtungen zwischen dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen
gebildet werden. Diese Dichtebenen bestehen nur im Geschlossenzustand des Flügels.
Wird der Flügel geöffnet, wird das Fenster in seine Lüftungsstellung versetzt, so
dass Luft durch diese geöffneten Dichtungsebenen sowie den Lüftungskanal zwischen
den Räumen, die das Fenster im eingebauten Zustand, also in der Regel zwischen Innen
und außen, ausgetauscht werden kann.
[0015] Nach einer Variante ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blendrahmen
befestigt ist und sich insbesondere in der Lüftungsstellung in Anlage zum Flügelrahmen
befindet.
[0016] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste seitlich an und/oder
in einem Eckbereich des jeweiligen korrespondierenden Flügelrahmenprofils an dieses
angesetzt ist. Es kann ferner vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Mitteldichtung
als eine Lippendichtung mit einer oder mehreren Dichtlippen ausgebildet ist, die jeweils
flexibel ausgestaltet sind.
[0017] Nach einer weiteren Option der Erfindung kann vorgesehen sein, dass Form, Oberfläche
und/oder Material der Anlage-Gleitleiste und des Anlagegleitabschnittes aufeinander
abgestimmt sind und miteinander korrespondieren.
[0018] Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Mitteldichtung an dem Blendrahmen befestigt
ist und die Anlage-Gleitleiste an dem Flügelrahmen. Es kann zweckmäßig vorgesehen
sein, dass die Anlage-Gleitleiste seitlich an und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen
korrespondierenden Flügelrahmenprofils montiert ist. So kann vorgesehen sein, dass
die Anlage-Gleitleiste mit einem ihrer Enden an einer Metallschale des Flügelrahmenprofils
seitlich eines Isolierstegs des Flügelrahmenprofils festgelegt ist. Denn in diesem
ansonsten in der Regel ungenutzten Bereich des Flügelrahmens können gut die zur Festlegung
der Anlage-Dichtleiste vorzusehenden Mittel wie eine Nut oder dgl. ausgebildet und
untergebracht werden.
[0019] Nach einer weiteren Option kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine Mitteldichtung sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der
Anlage-Gleitleiste anliegt. Sind zwei Mitteldichtungen vorgesehen, wird zweckmäßigerweise
eine der beiden Mitteldichtungen derart ausgestaltet und die andere so, dass sie nur
in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt, in der Lüftungsstellung
aber von dieser beabstandet ist, so dass der Zugang zum Lüftungskanal freigegeben
wird.
[0020] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die eine oder wenigstens eine der
Mitteldichtungen als eine Lippendichtung mit einer oder mehreren Dichtlippen ausgebildet
ist, die jeweils flexibel ausgestaltet sind. Denn derart können die flexiblen Dichtlippen
zur Anlage an der Anlage-Gleitleiste genutzt werden, welche die Öffnungsbewegung oder
Schließbewegung des Flügels entsprechend nicht oder kaum behindern.
[0021] Besonders vorteilhaft ist, dass Form, Oberfläche und/oder Material der AnlageGleitleiste
und des Anlagegleitabschnittes aufeinander abgestimmt werden können bzw. sind und
miteinander korrespondieren. So können die Materialien so aufeinander abgestimmt werden,
dass die Dichtung mit ihrem Anlagegleitabschnitt gut an der Anlage-Gleitleiste entlang
gleiten kann. Dies wird beispielsweise erreicht, wenn die Anlage-Gleitleiste ganz
oder abschnittsweise aus Metall, insbesondere einer Aluminiumlegierung, besteht und
der Anlagegleitabschnitt aus einem Elastomer. Die Anlage-Gleitleiste kann auch abschnittsweise
aus einer Aluminiumlegierung und abschnittsweise aus einem Kunststoff bestehen.
[0022] Bevorzugt kann die Gleitdichtung bei einer Variante auch eine aufgeraute Oberflächenstruktur
an der Gleitseite aufweisen. Die Anlage-Gleitleiste kann korrespondierend eine Gleitbeschichtung
aufweisen. Der Oberflächenaufbau kann auch anders herum ausgebildet sein. So kann
daher vorgesehen sein, dass der Anlagegleitabschnitt eine aufgeraute Oberflächenstruktur
an der Gleitseite aufweist und/oder dass die Anlage-Gleitleiste eine Gleitbeschichtung
aufweist oder dass die AnlageGleitleiste eine aufgeraute Oberflächenstruktur an der
Gleitseite aufweist und/oder dass der Anlagegleitabschnitt eine Gleitbeschichtung
aufweist.
[0023] Nach einer weiteren vorteilhaften Option kann vorgesehen sein, dass sich die Anlage-Gleitleiste
mit einem ihrer Enden bis an eine Kante oder kurz bis vor eine Kante (d.h. bis auf
weniger als 10mm vor die Kante) des Rahmenprofils des Flügelrahmens erstreckt, an
dem sie festgelegt ist.
[0024] Das Festlegen der Anlage-Gleitleiste an dem Rahmenprofil (des Flügelrahmens oder
Blendrahmens) kann auf verschiedenste Weise erfolgen, so durch ein Schrauben, Nieten,
Klipsen, kleben.
[0025] Nach einer weiteren Option kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass über Eck aneinander
angrenzende Anlage-Gleitleisten des Flügelrahmens über Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke
miteinander verbunden sind. Derart kann ein umlaufender "Gleitrahmen" an dem Flügelrahmen
(oder Blendrahmen) gebildet werden, der auch eine gute Abdichtung des Lüftungskanales
in diesen Eckbereichen sicherstellt
[0026] Die Rahmenprofile können im Rahmen dieser Erfindung auch mehrschalig ausgebildet
sein. Sie können beispielsweise zwei Metallschalen und eine dazwischen liegende Isolierstegebene
aufweisen aber auch eine Metallschale und eine Kunststoffschale. Sie können aber auch
fünfschalig aufgebaut sein oder auch als nicht mehrschalige bzw. einschalige Kunststoffprofile,
wobei diese ggf. Verstärkungen oder dgl. aufweisen können.
[0027] Es kann nach einer Variante vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche der Mehrkammerprofile
des Blendrahmens und/oder des Flügelrahmens ganz oder im Wesentlichen ganz aus Kunststoff
bestehen.
[0028] Es kann nach einer weiteren Option vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der Wesentlichen
aus Kunststoff bestehenden Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens und/oder
des Flügelrahmens wenigstens eine Verstärkungseinlage aufweisen. Dabei kann die Verstärkungseinlage
als Metallprofil, beispielsweise als ein Rohr - ausgelegt sein. Es ist vorteilhaft,
wenn als Verstärkungseinlagen Stahlrohre, z.B. Vierkantrohre, in die PVC Profile einfach
eingeschoben und verschraubt sind.
[0029] Es kann auch vorgesehen sein, dass als eine Verstärkung eine Verstärkungsarmierung
z.B. aus Metall in Coextrusion mit dem Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff gefertigt
ist.
[0030] Vorzugsweise werden als die Anschlagdichtungen und/oder die Mitteldichtung jeweils
Dichtungen verwendet, die in Haltenuten eingesetzt und in diesen gehalten sind. Solche
Dichtungen sind relativ günstig und vor allem leicht zu montieren. Sie können ohne
in den Ecken geschnitten zu werden rundum verlegt werden. Durch die Anordnung in Haltenuten
können die Dichtungen leicht ausgewechselt werden. Vorzugsweise können die Dichtungen
auch miteinander verschweißt werden.
[0031] Kleine, dünnwandige Dichtungen bieten nur einen geringen Widerstand gegenüber den
Dichtungs-Anschlägen. Obendrein sind sie nicht so Toleranzanfällig. Hierdurch sind
die Bedienkräfte des Elementes vorteilhaft minimiert.
[0032] Die Anschlagdichtungen (innen/außen) und die Mitteldichtung sind vorzugsweise umlaufend,
also an vier Seiten des Rahmens, ausgebildet während die Gleitdichtung/Gleitdichtlippe
(separat oder einstückig mit der Mitteldichtung) nur an einer (gegenüber der Kippachse)
Seite oder vorzugsweise an drei Seiten (außer an der Kippachse) angeordnet ist.
[0033] Vorzugsweise kann die Mitteldichtung als eine Lippendichtung mit einer oder mehreren
Dichtlippen ausgebildet sein, die jeweils relativ dünn und flexibel sind. Eine großvolumige
Mehrkammermitteldichtung ist derart vorteilhaft nicht erforderlich.
[0034] Die Dichtungen sind vorteilhaft aus einem schweißbarem TPE oder schweißbarem EPDM
hergestellt. So können Profile mit eingesetzten Dichtungen gleichzeitig zu Rahmen
verschweißt werden. Die Gleitdichtung ist mehrgelenkig ausgebildet und weist eine
gebogene Gleitfläche auf, die zusammen mit der am Rahmen angebrachten Anlage-Gleitleiste
eine besonders günstige Reibpaarung bildet. Hierbei sind die Oberflächenstrukturen
und die Materialkombination von Bedeutung um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
[0035] Die relativ geringe Öffnungsweite (beim Betätigen kaum zu spüren) ergibt sich bei
dem eingangs genannten Stand der Technik durch das Verschlussmittel, dem Isoliersteg.
Dieser weist nur eine begrenzte Länge auf. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion
verschließt die Gleitdichtlippe bis an den äußeren Profilrand des Flügelprofils den
Spalt zwischen Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird eine größere Öffnungsweite
("W") erreicht. Je nach Profilbreite ("B") werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht.
Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung, insbesondere die Länge der Dichtlippe,
ausschlaggebend. Insgesamt sind also auch noch größere Weiten möglich. Besonders bevorzug
ist eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine
schallgedämmte Lüftung könnte angenommen werden Wmax. = B - 25 mm.
[0036] Es ist vorteilhaft, wenn die Mitteldichtung eine Dichtungsbasis aufweist und eine
an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt. Dieser ist vorzugsweise
als schwenkbare Dichtlippe ausgebildet. Dabei kann der Dichtabschnitt - insbesondere
die Dichtlippe - gelenkig mit der Dichtungsbasis verbunden sein.
[0037] Nach einer konstruktiv einfach zu realisierenden Variante kann vorgesehen sein, dass
der eine oder die mehreren Lüftungskanäle jeweils in einer Lüftungskassette ausgebildet
ist/sind, die in den Blendrahmen bzw. den Flügelrahmen eingesetzt ist/sind. Derart
wird das Ausbilden des Lüftungskanals deutlich vereinfacht, denn er muss nicht umständlich
direkt in den Hohlkammerprofilen ausgebildet werden. Es genügt vielmehr, dort eine
Aussparung vorzusehen oder auszubilden und die vormontierte Lüftungskassette dann
in die Aussparung einzusetzen, z.B. einzurasten oder einzuklemmen.
[0038] Dabei kann die jeweilige Lüftungskassette auf einfache Weise und vorzugsweise nach
außen in Schließstellung nicht sichtbar in eine zum Rahmenfalzraum gewandte Aussparung
des jeweiligen Blendrahmenprofils oder des jeweiligen Flügelrahmenprofils eingesetzt
sein.
[0039] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette jeweils
die Lüftungskanalöffnungen aufweist und dass diese zum Rahmenfalzraum ausgerichtet
sind. Es kann besonders vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Lüftungskanalöffnungen
im Schließzustand vollständig im Rahmenfalzraum zwischen den Anschlagdichtungen liegen.
Hierdurch wird die äußere Ansicht des Fensters nicht verändert. Das bevorzugte Design
bleibt bestehen. Darüber hinaus können die Lüftungskassetten derart sehr leicht gewechselt
werden. Dieses ist in etwa jährlich erforderlich, um Anforderungen an Reinheit (Staub,
Insekten etc.) genüge zu tun. Für das Auswechseln ist kein Fachmann erforderlich.
[0040] Es ist konstruktiv günstig und einfach, wenn die Mitteldichtung an der Lüftungskassette,
insbesondere an einer Nut der Lüftungskassette angeordnet ist.
[0041] Es kann ferner vorgesehen sein, dass der Flügel bei seinem Bewegen aus der Schließstellung
in die Lüftungsstellung an wenigstens einer Stelle um 50 bis 80 mm relativ zum Blendrahmen
bewegbar ist.
[0042] Insgesamt sind vorteilhaft hohe Schalldämmwerte erreichbar. Dabei kann der Luftaustausch
bei 2 PA (Pascal Luftdruck) mehr als 12 m
3/h (bevorzugt >14), bei 10 PA >25 m
3/h (bevorzugt > 28) betragen.
[0043] Bevorzugt werden in den Lüftungskassetten synthetische Mikrofasern angeordnet, die
in der Lage sind, Pollen zu filtern. Dieses kommt insbesondere Allergikern zugute.
[0044] Nach einem vorgesehenen Intervall kann diese Kassette einfach nach einem Öffnen des
Fensters gereinigt und/oder gewechselt werden, beispielsweise nach einem oder mehreren
Jahren. Die Lüftungskassette kann dabei auf verschiedenste Weise an dem Blendrahmen
festgelegt sein, so klemmend oder vorzugsweise mit einem Befestigungsmittel wie wenigstens
einer Schraube. Es ist auch denkbar, ein filtermaterial in der Lüftungskassette zu
wechseln, wenn die Lüftungskassette mit einem solchen Material versehen ist.
[0045] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0046] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele
beschränkt sondern kann auch in anderer Weise wortsinngemäß oder auch in anderer Weise
äquivalent realisiert werden. Es zeigen:
- Fig. 1 in a) und b)
- je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden
Abschnitt eines ersten nicht erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in a) in
einer Geschlossen- bzw. Schließstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt
ist;
- Fig. 2 in a) und b)
- je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden
Abschnitt eines zweiten nicht erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in a)
in einer Geschlossenstellung und in b) in einer Lüftungsstellung dargestellt ist;
- Fig. 3 in a)
- einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal verlaufenden
Abschnitt eines erfindungsgemäßen Fensters, wobei das Fenster in einer Geschlossenstellung
dargestellt ist, in b) und c) einen ersten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand
oberen horizontal verlaufenden Abschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen Fensters
ähnlich zu dem Fenster aus a), wobei das Fenster in b) in einer Geschlossenstellung
dargestellt ist und in c) in einer Lüftungsstellung außerhalb des Bereichs einer Lüftungskassette,
und in d) und e) einen zweiten Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand
oberen horizontal verlaufenden anderen Abschnitt des weiteren erfindungsgemäßen Fensters
aus b) und c) im Bereich einer Lüftungskassette, wobei das Fenster in d) in einer
Geschlossenstellung dargestellt ist und in e) in einer Lüftungsstellung;
- Fig. 4in a), b) und c)
- jeweils Seitenansichten verschiedener Leisten für Fenster insbesondere nach Art der
Fig. 3;
- Fig.5 in a) und b)
- jeweils Seitenansichten weiterer, verschiedener Leisten für Fenster insbesondere nach
Art der Fig. 3;
- Fig.6 in a) und b)
- eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht einer nochmals weiteren, anderen
Leiste für Fenster insbesondere nach Art der Fig. 3; und
- Fig. 7 in a), b) und c)
- eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines Anschnitts eines Eckbereiches
eines Rahmens und in d) eine Seitenansicht eines Eckverbinder-Anlage-Gleitstücks.
[0047] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden verschiedene Ausführungsbeispiele
beschrieben. Die einzelnen Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können vorteilhaft
in Kombination mit den jeweiligen weiteren Merkmalen der Ausführungsbeispiele verwendet
werden. Sie können aber auch mit anderen gezeigten oder nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
kombiniert werden und eignen sich auch jeweils als vorteilhafte Ausgestaltungen der
in einzelnen oder mehreren der in den Haupt- und Unteransprüchen beschriebenen Gegenstände.
[0048] Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Fensters. Dieses Fenster weist einen umlaufenden
Blendrahmen 1 auf. Dieser ist aus mehreren Blendrahmenprofilen 1' zu einer Rahmenform,
insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
[0049] An dem Blendrahmen 1 ist ein relativ zum Blendrahmen 1 beweglicher Flügel angeordnet.
Der Flügel weist vorzugsweise einen umfangsgeschlossenen Flügelrahmen 2 auf und ein
in den Flügelrahmen 2 eingesetztes und von diesem aufgenommenes Flächenelement 3 wie
eine Scheibe. Der Flügelrahmen 2 ist aus mehreren Flügelrahmenprofilen 2' zu einer
Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
[0050] Die Blendrahmenprofile 1' und/oder die Flügelrahmenprofile 2' können als Mehrkammerhohlprofile
ausgebildet sein.
[0051] Die Blendrahmenprofile können als Kunststoffprofile ausgebildet sein. Sie können
aber auch als sogenannte Verbundprofile ausgebildet sein (Fig. 3a - e)). Dann bestehen
sie in der Regel aus einem oder mehreren Metallprofilen - hier auch synonym Metallschalen
genannt - und einem oder mehreren Isolierstegen. Bevorzugt ist eine Bauweise, bei
der zwei Metallprofileebenen über eine Isolierstegebene, die in der Regel aus Kunststoff
besteht, miteinander verbunden ist. Es sind aber auch andere, weitere Bauformen denkbar,
so insbesondere Bauformen mit einer Metallprofilebene und einer Isolierprofilebene
aus Kunststoff sowie Bauformen mit drei Metallprofilebenen und zwei Isolierprofilebenen.
[0052] Zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 bzw. deren Rahmenprofilen 1', 2'
ist bei den jeweiligen Ausführungsbeispielen ein vorzugsweise umlaufender Rahmenfalzraum
F ausgebildet. Im Wesentlichen erstreckt sich dieser Rahmenfalzraum F zwischen dem
Außenumfang des Flügelrahmens 2 und dem Innenumfang des Blendrahmens 1.
[0053] Das jeweilige Fenster der Fig. 1 oder 3 dient dazu, eine Raumöffnung eines Gebäudes
schließen und öffnen zu können (hier nicht dargestellt), wobei ein Raum I (z.B. ein
Umgebungsraum eines Gebäudes) von einem Raum II (z.B. ein Innenraum des Gebäudes)
getrennt wird.
[0054] Nachfolgend werden die Begriffe "Blendrahmenprofil 1'" und "Blendrahmen 1" sowie
"Flügelrahmenprofil 2'" und "Flügelrahmen 2" jeweils auch austauschbar insofernverwendet.
Denn die nachfolgend erörterten Mittel und Ausgestaltungen können jeweils vorzugsweise
umlaufend oder abschnittsweise an dem Blendrahmen 1 oder an dem Flügelrahmen 2 ausgebildet
sein. Sie können dabei nur je an einem der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens
2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein (z.B. an den einer Gelenkachse gegenüberliegenden
Rahmenprofilen) oder aber an mehreren der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens
2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein. An den senkrecht zu der Fig. 1b verlaufenden
Seiten des Fensterrahmens bilden sich in der Lüftungsstellung ebenfalls entsprechende
Spalte aus, die aber bei einem Schwenköffnen keine konstante Breite aufweisen. Dennoch
können ergänzend zur Verbesserung der Lüftungswirkung gerade auch an diesen Seiten
jeweils Lüftungskanäle 8 nach Art der Fig. 1a und 1b ebenfalls ausgebildet sein.
[0055] Der Flügelrahmen 2 kann - vorzugsweise zu einer Seite bzw. zu einem angrenzenden
Raum II hin - einen Anlagesteg 4 aufweisen, mit welchem er in geschlossener Stellung
an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Flügelrahmen 2 angebrachte Anschlagdichtung
5 anliegt. Analog kann - vorzugsweise zur anderen Seite bzw. zu dem anderen angrenzenden
Raum I hin - der Blendrahmen 1 einen Anlagesteg 6 aufweisen, in welchem er in geschlossener
Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Anlagesteg 6 angebrachte
Anschlagdichtung 7 anliegt. Derart werden jeweils ein Spalt SII und ein Spalt SI zwischen
dem Rahmenfalzraum F und dem Raum I bzw. II dicht verschlossen.
[0056] Dabei ist vorgesehen, dass wenigstens im Blendrahmen 1 oder im Flügelrahmen 2 - hier
im Blendrahmen 1 - ein Lüftungskanal 8 (gestrichelt ausgebildet) ausgebildet ist,
der eine erste Lüftungskanalöffnung 9 und eine zweite Lüftungskanalöffnung 10 aufweist.
Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass sich bei Lüftungskanalöffnungen 9 und 10 in den
Rahmenfalzraum F münden. Der Lüftungskanal 8 kann eine U-Form aufweisen.
[0057] Nach Fig. 1 ist weiter vorgesehen, dass zumindest das oder die Hohlprofile des Blendrahmens
1 oder des Flügelrahmens 2, in welchen jeweils der Lüftungskanal 8 ausgebildet ist,
als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
[0058] Diese Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise zwischen der Raumseite
I und dem Raum II drei oder mehr Hohlkammern H1, H2, .... auf. Nach dem Ausführungsbeispiel
der Fig.1 sind sieben Hohlkammern H1 bis H7 zwischen dem Raum I und dem Raum II ("von
Innen nach Außen") vorgesehen. Auch senkrecht zur Richtung I-II können insbesondere
im Bereich der Anlagestege weitere Hohlkammern ausgebildet sein. Diese Maßnahmen sorgen
jeweils und in Kombination für sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Die Zwischenwände
zwischen den Hohlkammern im Inneren der Profile sind vorzugsweise dünner als die Außenwände
insbesondere zum Raum I und zum Raum II hin.
[0059] Es können noch eine oder mehrere weitere Hohlkammern H8, H9, H10, H11 vorgesehen
sein. Eine oder mehrere dieser weiteren Hohlkammern H8, H9 kann oder können vorteilhaft
in dem jeweiligen Anlagesteg 4 oder 6 vorgesehen sein. Diese Maßnahmen verbessern
jeweils oder gemeinsam nochmals den Schallschutz und die Wärmedämmung.
[0060] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche Hohlprofile des Blendrahmens
1 oder des Flügelrahmens 2 als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
[0061] Als Material sind u.a. verschiedenste Kunststoffe geeignet. Besonders bevorzugt,
ist der Kunststoff ein PVC. Es kann zudem weiter vorgesehen sein, dass eines oder
mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens 1 und/oder eines
oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Flügelrahmens 2 wenigstens
eine Verstärkungsarmierung 11, 12 aufweist/aufweisen.
[0062] Die jeweilige Verstärkungsarmierung 11, 12 kann aus einem anderen Material als das
Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff bestehen, beispielsweise aus einem Metall, insbesondere
aus Stahl und als Metallprofil, beispielsweise als Metallleiste oder Metallplatte
oder dgl. ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Verstärkungsarmierung aus einem
anderen Kunststoff, beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, ausgelegt
sein.
[0063] Die Mehrkammerprofile weisen sodann vorzugsweise zu einer ersten Raumseite I hin
eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf und weisen bevorzugt zu einer zweiten Raumseite
II hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf.
[0064] Es ist weiter bevorzugt, dass der Lüftungskanal 8 in einer Aussparung 13 ausgebildet
ist, insbesondere in einer Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen
2 ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet ist.
[0065] Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Lüftungskanal 8 in einer
Lüftungskassette 14 ausgebildet ist, die in die Aussparung 13, insbesondere in die
Ausfräsung - in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen 2 eingesetzt ist. Es können
auch mehrere dieser Lüftungskassetten 14 je Rahmenprofil oder an mehreren Seiten des
Rahmens vorgesehen sein (nicht dargestellt). Der Lüftungskanal 8 kann derart einfach
in jeweils nur einem oder in mehreren der Profile des umlaufenden Blendrahmens 1 oder
des Flügelrahmens 2 ausgebildet sein.
[0066] Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 ein rinnen-
oder wannenartiges Grundelement 15 aufweist. Es kann ferner vorgesehen sein, dass
die jeweilige Lüftungskassette 14 eine Abdeckung 16 aufweist.
[0067] Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F hin gerichtet.
[0068] An dem Blendrahmenprofil ist vorzugsweise eine Mitteldichtung 18 ausgebildet, die
sich in den Rahmenfalzraum F erstreckt. Die Mitteldichtung 18 kann an der Lüftungskassette
14, insbesondere an der Abdeckung 16, befestigt sein. Es kann dazu vorgesehen sein,
dass an der Lüftungskassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, ein Befestigungsmittel,
insbesondere eine hinterschnittene Nut 17, für die Mitteldichtung 18 ausgebildet ist.
[0069] Die Mitteldichtung 18 kann eine Dichtungsbasis 20 mit einem Dichtungsfuß 21 aufweisen,
der in die Nut eingesetzt ist. Die Dichtung 18 kann ferner eine an der Dichtungsbasis
20 schwenkbar befestigten Dichtabschnitt 22 aufweisen. Dieser kann als eine einzige
Dichtlippe ausgebildet sein (Fig.1a und 1b) oder als Kombination aus zwei oder mehr
Dichtlippen (Fig. 2a und b). Der Dichtabschnitt 22 kann insbesondere eine Dichtlippe
aufweisen, die in sich gebogen ausgestaltet ist und/oder nochmals einen Gelenkabschnitt
aufweist, so dass sie in zwei relativ zueinander bewegliche und sich zu einer längeren
Lippe verbindende Lippenbereiche unterteilt ist.
[0070] Vorteilhaft ist insbesondere, wenn der Dichtabschnitt 22 relativ zur Dichtungsbasis
21 verschwenkbar ist und dass er so lang ist, dass er sich in Anlage zum Flügelrahmen
2 befinden kann. Dort liegt er vorzugweise mit einem Endabschnitt auf. Dieser Endabschnitt
kann bogenförmig sein.
[0071] Der Dichtabschnitt 22 kann als Endabschnitt einen Anlagegleitabschnitt 23 aufweisen,
der auf dem korrespondierenden Rahmenprofil, hier dem Flügelrahmenprofil, bei Relativbewegungen
zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 aufliegen und gut gleiten kann.
Hierdurch ergibt sich eine harmonische, leichte Öffnungsbewegung, die durch die anliegende
Dichtfläche nicht nennenswert behindert wird.
[0072] Vorzugsweise ist der Anlagegleitabschnitt 23 an der Mitteldichtung dort vorgesehen,
wo auch ein Lüftungskanal 8 in dem jeweiligen Rahmenprofil vorgesehen ist. Dies kann
an einer Seite des Blendrahmens 1 oder Flügelrahmens 2 sein oder an mehreren Seiten,
vorzugsweise an drei Seiten. Handelt es sich um ein Kippfenster, wird vorzugsweise
an der Seite, an der die Kippachse liegt, kein Lüftungskanal ausgebildet. Hier kann
auf den Anlagegleitabschnitt 23 verzichtet werden.
[0073] Vorteilhaft ist insbesondere, dass der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang ist,
dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel
hinweg in Anlage am Flügelrahmen 2 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu erläuternden
Lüftungsstellung am Flügelrahmen 2 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum
F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch
im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
[0074] Die Mitteldichtung 18 unterteilt damit den Rahmenfalzraum F in einen ersten und einen
zweiten Bereich FI, FII (entsprechend der Orientierung zu den Räumen I und II), zwischen
denen ein Luftaustausch nur noch über den im Blendrahmen 1 ausgebildeten Lüftungskanal
8 möglich ist.
[0075] Es kann alternativ bei einer Anordnung des Lüftungskanals 8 im Blendrahmen 1 vorgesehen
sein, dass die Mitteldichtung am Flügelrahmen 2 befestigt ist und sich bis zum Blendrahmen
1 erstreckt. Auch dann soll der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang sein, dass
er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel
hinweg in Anlage dann am Blendrahmen 1 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu
erläuternden Lüftungsstellung am Blendrahmen 1 in Anlage ist oder kommt, so dass er
den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen
denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
[0076] Anzumerken ist an dieser Stelle nochmals, dass die Anordnung auch "vollständig" umgekehrt
sein kann, wobei dann der Lüftungskanal im Flügelrahmen 2 liegt. Die Anordnung der
Mitteldichtung 18 kann dann vom Flügelrahmen 2 zum Blendrahmen 1 oder umgekehrt erfolgen.
[0077] In der Lüftungsstellung L der Fig. 1b wurde der Flügel relativ zum Blendrahmen 1
in eine Öffnungsstellung bewegt, insbesondere geschwenkt und/oder verschoben. Diese
Öffnungsstellung ist eine Lüftungsstellung. Sie kann - dies ist aber nicht zwingend
- der maximal erreichbaren Stellung beim Kippen oder Drehen oder dgl. entsprechen.
[0078] Die Spalte SI und SII sind in dieser Stellung geöffnet, da sich die Anschlagdichtungen
5 und 7 nicht mehr in Anlage zum Blendrahmen 1 bzw. Flügelrahmen 2 befinden. Die Mitteldichtung
18 befindet sich noch in Anlage am Flügelrahmen 2. Der Flügel liegt noch teilweise
innerhalb des vom Blendrahmen 2 definierten Umfangs. Da die Mitteldichtung 18 den
direkten Übergang zwischen den Räumen FI und FII absperrt, kann ein Luftaustausch
zwischen diesen Räumen FI und FII und damit auch ein Luftaustausch zwischen den Räumen
I und II nur durch den Lüftungskanal erfolgen. Dies sorgt für eine sehr vorteilhafte
Kombination aus einer Lüftungs- und einer Schalldämmwirkung.
[0079] Ist der Raum I beispielsweise der Umgebungsraum eines Gebäudes und der Raum II ein
Innenraum II des Gebäudes, kann derart Luft durch den Spalt SI, den Rahmenfalzraumabschnitt
FI, den Lüftungskanal 8, den Rahmenfalzraumabschnitt FII und den Spalt SII in den
Innenraum I strömen. Der Schall wird dabei insbesondere durch Richtungsumlenkung des
Lüftungskanales vorteilhaft gedämmt.
[0080] Es soll somit vorzugsweise innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft vorzugsweise
einmal oder mehrfach die Richtung ändern müssen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die
Schalldämmung aus.
[0081] Der Lüftungskanal 8 weist die erste Lüftungskanalöffnung 9 auf und die zweite Lüftungskanalöffnung
10. Diese beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 können in der Lüftungskassette 14 ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind die beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 in der Abdeckung 16
ausgebildet.
[0082] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine oder besonders bevorzugt beide
Lüftungskanalöffnungen 9, 10 zum Rahmenfalzraum F hin ausgerichtet sind.
[0083] Innerhalb der Lüftungskassette 14 kann wenigstens eine Wand 19 ausgebildet sein,
welche den Lüftungskassetteninnenraum in Abschnitte unterteilt. Diese Wand 19 kann
wenigstens einen Durchgang 19a aufweisen. In einem der Abschnitte liegt dann je eine
der Lüftungskanalöffnungen 9, 10.
[0084] Der Lüftungskanal 8 verläuft hier in bevorzugter Ausgestaltung innerhalb der Lüftungskassette
14 (oder auch ohne Lüftungskassette) etwa U-förmig. Er streckt sich von der ersten
Lüftungskanalöffnung 9 etwa parallel zum Flächenelement 3 in die Lüftungskassette
14 hinein, verläuft dann etwa senkrecht zum Flächenelement 3, erstreckt sich dort
durch den Durchgang 19a der Wand 19 und verläuft wieder etwa parallel zum Flächenelement
bis zur Lüftungskanalöffnung 10. Derart ändert sich mehrfach die Richtung durchströmender
Luft. Dies dämmt bzw. verhindert den Durchtritt des Schalls vom Raum I zum Raum II
und umgekehrt. Dennoch kann ein Luftstrom zum Lüften vom Raum I zum Raum II durchtreten.
[0085] Die Lüftungskassette 15 kann auch bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.3 vorgesehen
sein (Siehe z.B. Fig. 3b) bis e), wird weiter unten näher erläutert). Sie kanndann
analog zu Fig. 1 in eine Kammer, insbesondere eine Ausfräsung des Blendrahmens eingesetzt
werden und/oder sie kann in ihrem Bereich einen oder mehrere ansonsten vorgesehene
Isolierstege vollständig ersetzen. Der Lüftungskanal kann aber auch direkt als kanalartige
Ausfräsung in dem Blendrahmen ausgebildet werden oder er kann durch kanalartige Elemente
begrenzt sein, welche in diese Ausfräsungen eingesetzt werden.
[0086] Es kann ferner vorgesehen sein, dass an dem Flügelrahmen 2 bzw. an dessen Flügelrahmenprofilen
2`, an denen auch ein Lüftungskanal 8 vorgesehen ist, eine Anlage-Gleitleiste 24 angeordnet
wird. An dieser kann dann die Mitteldichtung 18 in der Lüftungsstellung L anliegen.
Die Anlage-Gleitleiste 24 kann alternativ auch so ausgestaltet werden, dass die Mitteldichtung
18 auch in der Geschlossenstellung an der Anlage-Gleitleiste anliegt.
[0087] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Anlage-Gleitleiste 24 relativ weit
seitlich und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen Flügelrahmenprofils 2' vorgesehen
ist. Dieser Eckbereich ist vorzugsweise jener Eckbereich, der in der Öffnungs- und
Lüftungsstellung am nächsten zum korrespondierenden Blendrahmenprofil 1' liegt. So
kann die Anlage-Gleitleiste beispielsweise seitlich außerhalb eines Bereiches liegen,
der durch die innere und die äußere Randebene der Isolierglasscheibe definiert ist.
Dies ist beispielsweise bei Fig. 1 der Fall. In Fig. 3 ist dies auch der Fall, nur
ist hier die Anlage-Gleitleiste vorzugsweise an einem der Metallprofile, insbesondere
an einem der Aluminiumprofile dieser Konstruktion befestigt.
[0088] Die Anlage-Gleitleiste 24 kann sich dabei aber im Falzraum auch soweit erstrecken,
dass die Mitteldichtung 18 auch im geschlossenen Zustand an ihr anliegt.
[0089] Derart kann jeweils besonders vorteilhaft eine relativ große Öffnungsweite erreicht
werden in welcher Luft zwischen dem Raum I und dem Raum II im Wesentlichen nur über
den Lüftungskanal 8 ausgetauscht werden kann.
[0090] Die Anlage-Gleitleiste 24 kann aus Metall oder einem anderen Material wie Kunststoff
bestehen. Sie selbst zudem wenigstens eine Hohlkammer aufweisen.
[0091] Die Anlage-Gleitleiste 24 kann zudem vorteilhaft als Ansatzleiste ausgestaltet sein,
die mit einer Befestigung, beispielsweise einer Nut-/Federverbindung an dem jeweiligen
Flügelrahmenprofil 2' festgelegt ist.
[0092] Die Rahmenprofile, insbesondere die Außenwände zu den Räumen I und II sind nach dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise PVC, gebildet.
Vorzugsweise bestehen sie ganz aus Kunststoff - ggf. bis auf innere Verstärkungsprofile
oder Verstärkungsarmierungen. Sie können einstückig ausgebildet sein, insbesondere,
soweit sie aus Kunststoff bestehen.
[0093] Die Außenwände der Hohlkammerprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise eine Stärke
von 2 - 4 mm auf, während die Stärke der Hohlkammern H1 - H7 bildenden Trennwände
1 - 2 mm betragen kann.
[0094] In einer bevorzugten Ausführung sind zur statischen Verstärkung optional weitere
Verstärkungsarmierungen 10, 11 aus Metall in den Hohlkammern angeordnet und unterteilen
diese weiter.
[0095] Besonders bevorzugt werden als Rahmenprofile 1', 2' solche mit eingelassenen Verstärkungsprofilen,
eingesetzt, die durch ein Coextrusionsverfahren gefertigt sind, wobei die Verstärkungsarmierungen
aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff bestehen.
[0096] Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anschlagdichtungen (innen/außen) 5, 7 und
die Mitteldichtung 18 umlaufend ausgebildet sind, also an vier Seiten des Rahmens
verlaufen, während der Dichtabschnitt nicht an sämtlichen Seiten des Rahmens vorgesehen
ist.
[0097] Die Dichtungen - hier dich Dichtungen 5, 7, 18 - können vorteilhaft aus einem schweißbarem
TPE oder schweißbarem EPDM hergestellt sein. So können Profile mit eingesetzten Dichtungen
gleichzeitig zu Rahmen verschweißt werden.
[0098] Die Mitteldichtung mit dem Anlagegleitabschnitt 23 ist mehrgelenkig ausgebildet und
weist eine gebogene Gleitfläche auf, die zusammen mit einer am Flügelrahmen (oder
Blendrahmen 1) angebrachten Anlage-Gleitleiste 24 eine besonders günstige Reibpaarung
bildet. Hierbei sind die Oberflächenstrukturen und die Materialkombination von Bedeutung
um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
[0099] Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt der Anlagegleitabschnitt 23 bis
an den äußeren Profilrand des Flügelrahmens 2 den Rahmenfalzraum bzw. Spalt zwischen
Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik eine größere
Öffnungsweite ("W") erreicht. Je nach Profilbreite ("B" zwischen Raum I und Raum II)
werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung,
insbesondere die Länge der Dichtlippe, vorteilhaft. Insgesamt sind derart relativ
große Öffnungsweiten in der Lüftungsstellung realisierbar. Besonders bevorzugt ist
eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte
Lüftung kann angenommen werden: Wmax. = B - 25 mm.
[0100] Eine deutlich größere Anzahl von Hohlkammern im Vergleich zu einer Aluminium-Verbundkonstruktion
wirkt sich mit Blick auf die Schalldämmung vorteilhaft aus.
[0101] Durch den Einsatz der Anlage-Gleitleiste 24 kann die Reibung der Gleitdichtung am
Flügelrahmen auf ein Minimum reduziert werden. D.h., Material und Oberflächenstruktur
werden aufeinander angepasst. Bevorzug weist die Gleitdichtung eine aufgeraute Oberflächenstruktur
an der Gleitseite auf. Die Anlage-Gleitleiste kennzeichnet sich bevorzug durch eine
Gleitbeschichtung. Der Oberflächenaufbau kann selbstverständlich auch anders herum
ausgebildet sein.
[0102] Die Innenkammer H7 wird vorzugsweise nicht direkt als Lüftungskanal genutzt, da dies
aus schalldämmtechnischen Gründen nicht vorteilhaft ist. Vielmehr können sich zwischen
Lüftungskassettenwand und Außenseite zwei Kammern ausbilden, die besonders bevorzugt
durch eine Aluminiumwand voneinander getrennt sind.
[0103] Nach Fig. 2a und b ist ergänzend zur Konstruktion der Fig. 1a und b vorgesehen, an
der Mitteldichtung 18 an der Dichtbasis 20 eine weitere Dichtlippe 25 auszubilden,
die im Schließzustand am Flügelrahmen 2 anliegt, so dass zwischen dem Blendrahmen
und dem Flügelrahmen sogar abschnittsweise vier Dichtebene im Rahmenfalzraum vorteilhaft
ausgebildet sind.
[0104] Besonders vorteilhaft an Anlage-Gleitleiste 24 ist, dass ein an die eine oder mehrere
korrespondierende(n) Dichtung(en), an der oder denen sie anliegt, angepasstes Bauteil
bereitgestellt wird. Die Anlage-Gleitleiste 24 kann in Form, Oberfläche und Materialauf
auf die Dichtungen abgestellt werden, so dass ein optimaler Gleit- und/oder Abrollvorgang
erzielt wird. Hierdurch werden die Bedienkräfte am Fenster auf ein Minimum gesenkt.
Die Dichtungen "gleiten/rollen" also so lange auf der AnlageGleitleiste 24, bis sie
keine Berührung mehr mit dem Rahmenprofil haben.
[0105] Beste Reibwerte werden mit einer leicht rauen Oberfläche erreicht. Isolierstege sind
in der Regel sehr glatt, so dass Dichtungen hierauf eher anhaften. Als Material für
die Anlage-Gleitleisten 24 wird hingegen vorzugsweise ein Metall, insbesondere Aluminium,
verwendet. Die raue Oberfläche kann nach einer vorteilhaften Variante durch tiefporiges
Eloxieren erreicht werden. Spezielle Lacke, die nach dem Trocknen eine leicht raue
Oberfläche bilden, können auch zum Erzeugen einer leicht rauen Oberfläche genutzt
werden. Letztlich können auch Kunststoffe aufgetragen oder umspritzt werden, die so
gut geeignete Oberflächen für die Anlage-Gleitleiste erhalten,
[0106] Ein Umspritzen kann z.B. in einem Extrusionsverfahren realisiert werden. Wichtig
ist, dass die Anlage-Gleitleiste optimal auf die Dichtungen eingestellt werden kann.
Dieses ist bei System-Isolierstegen nicht möglich.
[0107] Die Funktion des Lüftungsfensters ist gegeben, bis die Dichtung vom Isoliersteg abhebt.
Dieser Punkt begrenzt die Öffnungsweite. Die AnlageGleitleiste hält deutlich länger
Kontakt zur Dichtung als dies im Stand der Technik der Fall war, wodurch eine größere
Öffnungsweite erzielt werden kann. Besonders Vorteilhalt reicht die Anlage-Gleitleiste
bis an den Rand des Rahmenprofils und ermöglicht so eine größere Öffnungsweite.
[0108] Die Anlage-Gleitleiste 24 wird mit einer zum Falz gerichteten Seite des Rahmenprofils
verbunden, an dem sie zu befestigen ist. Dazu bieten sich bekannte Verbindungsmöglichkeiten
wie Schrauben, Nieten, Klipsen, Kleben etc.. Bevorzugt ist ein Anbringen der Anlage-Gleitleiste
an der Falzseite des Flügelrahmenprofils 102 nahe zu einer Kante, insbesondere an
der Kante, die zum Innen- oder Außenraum hin liegt, denn derart kann auf einfache
Weise eine relativ große Öffnungsweite im Lüftungsstellung erzielt werden.
[0109] Figur 3 zeigt in a) und in b) bis e) jeweils einen Schnitt durch zwei verschiedene
Aluminium-Verbundprofilkonstruktion bestehend aus einem Blendrahmenprofil 101 und
einem Flügelrahmenprofil 102. Wie beispielhaft in Fig. 3a sowie 3b) bis e) dargestellt,
kann die Außenkante des Flügelrahmenprofils, an welcher die AnlageGleitleiste zu befestigen
ist, somit durch eine äußere Aluminium-Profilschale gebildet werden. Vorteilhaft ist,
dass die Anlage-Gleitleisten je nach Bedarf in unterschiedliche Rahmenprofilsysteme
eingesetzt werden können. Auch im Reparaturfall oder bei Verschleiß lassen sich die
Leisten leicht auswechseln.
[0110] Das Blendrahmenprofil 101 kann - wie in Fig.3a) bis e) dargestellt - bei diesen Varianten
eine erste Metallschale 101a und eine zweite Metallschale 101b aufweisen.
[0111] Diese beiden Metallschalen 101a und 101b können über einen Isoliersteg 101c (oder
mehrere Isolierstege) miteinander verbunden sein (Fig. 3a) bis e). Diese Isolierstege
101c können an ihren Enden in Aufnahmenuten 101d der beiden Metallschalen 101a, 101b
eingreifen und dort festgelegt sein (z.B. durch Anrollen einer Wand der jeweiligen
Aufnahmenuten). Die beiden Metallschalen 101a und 101b weisen vorzugsweise jeweils
wenigstens eine Hohlkammerebene aus einer oder mehreren Hohlkammern 101e auf.
[0112] Das Flügelrahmenprofil 102 kann zudem jeweils ebenfalls mindestens eine erste Metallschale
102a und eine zweite Metallschale 102b aufweisen. Diese beiden Metallschalen 102a
und 102b sind über einen Isoliersteg 102c (oder mehrere Isolierstege) miteinander
verbunden. Die ersten Metallschalen 101a, 102a können im eingebauten Zustand zu einer
Außenseite I eines Gebäudes orientiert sein und die zweiten Metallschalen können zu
einer Innenseite II eines Gebäudes orientiert sein. In den Flügelrahmen ist eine Isolierglasscheibe
103 eingesetzt.
[0113] Im Falz F zwischen den Rahmenprofilen sind eine Mitteldichtung 104 und eine Gleitdichtung
105 angeordnet. Sie können an den Blendrahmen angesetzt sein. Die Gleitdichtung 105
bildet funktional zusätzlich auch eine Art Mitteldichtung und die Mitteldichtung 103
eine Art Anlagedichtung, wobei letztere sich beim Öffnen vom Flügel abhebt, was bei
der Mittel- und Anlagedichtung und auch Gleitdichtung 105 nicht der Fall ist.
[0114] Gegenüber den Dichtungen 104 und 105 sind im Falz F nach Fig. 3a) und 3b) bis e)
zwei verschiedene Varianten einer erfindungsgemäßen Anlage-Gleitleiste 124 vorgesehen.
Diese Anlage-Gleitleiste 124 wird im Bereich der Außenseite I an dem Flügelrahmenprofil
102 befestigt. Sie weist insoweit ein Befestigungsende 124 a auf (das auch Befestigungsbasis
124a oder Befestigungsfuß genannt werden kann). Der Befestigungsfuß kann als Vorsprung
ausgebildet sein, der in die Nut 102d eingreift. Er kann dort auch alternativ oder
zusätzlich verklemmt und/oder verrastet sein.
[0115] Das Befestigungsbasis 124a kann somit in die Nut 102d des Flügelrahmenprofils, insbesondere
in der ersten Metallschale 102a (vorzugsweise zur Außenseite I hin), eingreifen. Zusätzlich
und/oder alternativ kann das Befestigungsende 124a dort mit einem Befestigungsmittel
befestigt sein, beispielsweise mit einer Schraube festgeschraubt sein.
[0116] Ausgehend von dem Befestigungsende 124a ragt die Anlage-Gleitleiste 124 etwas in
den Falz F in Richtung des Blendrahmenprofils 101 vor und erstreckt sich dann beabstandet
zum Isoliersteg102c des Flügelrahmenprofils neben diesem in Richtung der zweiten Metallschale
102b des Flügelrahmens 102, berührt diese aber nicht. Dabei weist die Anlage-Gleitleiste
der Fig. 3b) bis e) an ihrem Ende eine Kabelaufnahmenut 134 auf, in die ein Kabel
135, beispielsweise ein Kabel 135 mit einem oder mehreren elektrischen und/oder optischen
Leiter(n), gehalten sein kann, beispielsweise durch Verrastung.
[0117] Die Kabelaufnahmenut kann auf der zum Isoliersteg 102 c) des Flügelrahmenprofils
102 ausgebildet sein. Derart wird das Kabel 135 in der Kabelaufnahmenut 134 gut gehalten
und zum Falz hin durch die Anlage-Gleitleiste 124 vor Beschädigungen geschützt. Damit
bildet die Anlage-Gleitleiste hier auch eine Kabel-Halteleiste aus, welche das Verlegen
eines Kabels am Flügelrahmen deutlich vereinfacht. Bei einer umgekehrten Konstruktion
mit einer Anlage-Gleitleiste am Blendrahmen wird entsprechend das Verlegen eines Kabels
am Blendrahmen vereinfacht (nicht dargestellt).
[0118] In der in Fig. 3a dargestellten Geschlossenstellung liegen die beiden Dichtungen
104 und 105 - d.h. hier die Mitteldichtung 104 und die Gleitdichtung 105 - beide an
der Anlage-Gleitleiste 124 an.
[0119] Die Anlage-Gleitleiste 124 ragt insofern im Falz über den Isoliersteg des Flügelrahmens,
liegt aber thermisch vorteilhaft nicht auf dem Isoliersteg auf, so dass sich vorzugsweise
sogar abschnittsweise ein Spalt X zum Isoliersteg hin ausbilden kann.
[0120] Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung kann sich die Anlage-Gleitleiste 124 federnd
verformen, um einwirkenden Kräften insbesondere beim Öffnen und Schliessen des Flügels,
auszuweichen. Dies verringert in vorteilhafter Weise die Bedienkräfte beim Öffnen
und Schließen des Flügels. Dabei kann die Anlage-Gleitleiste 124 bei Verbundkonstruktionen
durchaus bei bevorzugten Ausgestaltungen bis ca. zur Mitte des Isolierstegs 102c ragen.
Sie kann aber auch länger ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist sie derart gestaltet,
dass an ihr in Öffnungsstellung des Flügels wenigstens noch eine der beiden Dichtungen
104, 105, insbesondere die Gleitdichtung 105 anliegt (ähnlich bzw. analog zu Fig.
1b).
[0121] Nach Fig. 3b) bis e) ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Lüftungskanal 8 wiederum
in einer oder mehreren Lüftungskassetten 14 ausgebildet, die jeweils in eine Aussparung
13 eingesetzt sind, insbesondere in eine Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 (oder
dem Flügelrahmen 2) z.B. durchgehend oder ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet
ist, wobei in diese Ausfräsung wiederum vorzugsweise eine Lüftungskassette 14 eingesetzt
ist.
[0122] Vorzugsweise werden in diesem Bereich der Lüftungskassette 14 die Aussparungen 13
so ausgebildet, dass die Isolierstege 101c in diesem Bereich - ggf. bis auf Fußbereiche
in den Aufnahmenuten 101d der Metallschalen - vollständig entfernt sind. Ggf. werden
Teile der Aufnahmenuten 101d mit weggefräst, ohne die Hohlkammerebene aus der oder
den Hohlkammern 101e zu beschädigen.
[0123] Derart ist das Ausarbeiten der Ausfräsungen 13 einfach. Die Lüftungskassette 14 übernimmt
die Wärmedämmung anstelle der Isolierstege.
[0124] An der jeweiligen Rahmenseite, an welcher ein Lüftungskanal 8 ausgebildet ist, muss
sich dieser nicht über die gesamte Länge des jeweiligen Rahmenabschnitts/Rahmenholms
erstrecken. So können z.B. an einer Rahmenseite eine, zwei oder mehr Lüftungskassetten
vorgesehen sein, die jeweils beabstandet zueinander vorgesehen sind, so dass sich
abwechselnd die Schnitte der Fig. 3b) und c) einerseits und 3d) und e) andererseits
ausbilden. Es sind dann mehrere Ausnehmungen 103c vorzusehen.
[0125] Die einzelnen Lüftungskassetten können komplett gegen neue getauscht werden. Es ist
aber auch denkbar, sie durch Abnehmen der Abdeckung 16 zu öffnen, so dass mit dieser
oder danach ihr Inneres - gebildet z.B. durch schall- und/oder wärmeabsorbierendes
Material wie Schaumstreifen oder dgl. - austauschbar ist.
[0126] Figur 4a zeigt eine erste Variante einer Anlage-Gleitleiste 124 im Schnitt. Die Gleitleiste
24 ist als ein längliches stegartiges Element ausgeführt. Senkrecht zur Bildebene
erstreckt sie sich wie eine Profilleiste. Eines ihrer Enden - das Befestigungsende
124a - ist zur Festlegung an dem Flügelrahmen ausgelegt. Von dort steht sie in den
Falz zwischen dem Flügelrahmen 2 und dem Blendrahmen 1 vor.
[0127] Die obere Seite der Anlage-Gleitleiste 124 - also hier die zum Blendrahmen 1 gewandte
Seite - dient als Anlage- und als Gleitfläche für die Dichtung 105 - die daher bereits
synonym als Gleitdichtung bezeichnet worden ist. Dazu kann die AnlageGleitleiste 124
zumindest zu dieser Seite hin eine Bogenform aufweisen. Diese Seite der Anlage-Gleitleiste
124, auf der zumindest die Mittel- und Anlagedichtung sowie Gleitdichtung 105 aufliegt
bzw. beim Öffnungs- oder Schließvorgang des Flügels gleitet, wird auch als Gleitfläche
126 bezeichnet. Diese Gleitfläche 126 kann vorteilhaft dem Schwenkradius des Flügels
angepasst, kann also eine gekrümmte Fläche (großer Radius) bilden. Sie kann auch beschichtet
sein.
[0128] An der linken, zur Außenseite I gerichteten Seite befindet sich der Befestigungsbereich
B1 der Anlage-Gleitleiste 124. Dieser Bereich B1 kann unterschiedlich ausgebildet
sein. Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung als Clipsverbindung zum Verbinden
mit einem korrespondierenden Clipselement am Flügelrahmenprofil. Dargestellt ist in
Fig. 4a aber wiederum ein Befestigungsbereich B1, der für eine Schraubverbindung ausgelegt
ist. Zum Verbinden wird die Anlage-Gleitleiste 124 auf das Flügelrahmenprofil 102
aufgelegt und dort verschraubt.
[0129] Die Breite dieses Befestigungsbereichs B1 beträgt bevorzugt ca. 1/3 der Gesamtbreite
der Anlage-Gleitleiste 124. D. h., dass der frei über dem Isoliersteg 102b stehende
Bereich B2 ca. 2/3 der Gesamtbreite ausmacht. Dieser Bereich B2 sollte nicht mehr
als ¾ der Gesamtbreite betragen, damit zwar eine federnde Wirkung erzielt wird, der
Bereich B2 aber nicht zu instabil wird.
[0130] Figur 4b zeigt eine alternativ ausgestaltete Anlage-Gleitleiste 124. Diese weist
eine erste Gleitfläche 126 auf sowie eine zweite, etwas abgesetzte Gleitfläche 126'
aus. Durch den Absatz entsteht eine besonders geeignete Anlagefläche für eine Mitteldichtung
104. Darüber hinaus zeichnet sich diese Variante durch eine Hohlkammer 129 aus.
[0131] Figur 4c zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen AnlageGleitleiste
124. Hier sind die Gleitflächen nicht bogenförmig sondern als eher ebene Flächen oder
Schrägen ausgestaltet.
[0132] Die Anlage-Gleitleiste 124 der Fig. 4c sowie 5a, 5b, 6a und 6b weisen besonders bevorzugt
eine, zwei oder mehr hinterschnittene Nut(en) 127 auf, die als Verbindungsnuten für
Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke 130 vorgesehen sein kann/können.
[0133] Die Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke 130 dienen zum Verbinden der Anlage-Gleitleisten
124 der verschiedenen Rahmenholme eines Flügelrahmens über Eck.
[0134] Die Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke 130 können dazu zwei winklig zueinander ausgerichtete
Schenkel 130a, 130b aufweisen, welche hinsichtlich ihrer Beschaffenheit jeweils angrenzenden
Anlage-Gleitleisten 124 entsprechen können. Die Anlage-Gleitleisten 124 der jeweiligen
Rahmenprofile erstrecken sich zwischen den Eckverbinder-Anlage-Gleitstücken 130 jeweils
benachbarter Ecken und schließen vorzugsweise bündig mit diesen ab.
[0135] Es kann vorgesehen sein, dass die Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke 130 und die Anlage-Gleitleisten
124 mit korrespondierenden Rastmitteln und/oder Formschlussmitteln - z.B. ausgebildet
als Nuten 127 und Nasen 131 - versehen sind, welche die in axialer Richtung aneinander
stoßenden Elemente Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke und Anlage-Gleitleiste 12 in Richtung
der Längserstreckung der Rahmenholme verbinden. Hierdurch werden die Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke
130 sicher gehalten.
[0136] Durch den Einsatz von Eckverbinder-Anlage-Gleitstücken 130 können die Ecken gerundet
ausgebildet werden. Dies ist für die Anlage der Gleitdichtungen an den Anlage-Gleitleisten
vorteilhaft. Der Vorteil ist, dass die Druckkräfte der Dichtungen in diesem Bereich
ausgeglichen werden, wie oben beschrieben.
[0137] Dies zeigt, dass sich die Anlage-Gleitleisten 124 vorteilhaft quasi über den Eckbereich
hinweg erstrecken können. Die Schleifdichtung bzw. Gleitdichtung 105 muss hier starke
Formänderungen vollziehen, darf dabei aber nur möglichst geringe Kräfte verursachen.
Gerade in Kombination mit z. B. verrundeten Eckstücken 130 werden die Dehnung und
somit die Bedienkräfte der Gleitdichtung 105 in Ecken erheblich reduziert und es wird
eine weitgehend optimale Kontaktsituation hergestellt.
[0138] Nach Fig. 5a und b besteht die jeweilige Anlagegleitleiste 124 zwei Bereichen 124',
und 124" oder Abschnitten aus verschiedenem Material. Der eine Bereich 124' kann beispielsweise
aus Kunststoff und der andere Bereich 124" aus einem Metall wie Aluminium bestehen.
Diese aus zwei Materialbereichen bestehende Anlagegleitleiste 124 kann dabei einstückig
z.B. im Koextrusionsverfahren gefertigt sein oder aus zwei vorzugsweise parallel zueinander
verlaufenden Stücken zusammengesetzt sein.
Bezugszeichen
| Blendrahmen |
1 |
| Flügelrahmen |
2 |
| Flächenelement |
3 |
| Anlagesteg |
4 |
| Anschlagdichtung |
5 |
| Anlagesteg |
6 |
| Anschlagdichtung |
7 |
| Lüftungskanal |
8 |
| erste Lüftungskanalöffnung |
9 |
| zweite Lüftungskanalöffnung |
10 |
| Verstärkungsarmierung |
11, 12 |
| Aussparung |
13 |
| Kassette |
14 |
| Grundelement |
15 |
| Abdeckung |
16 |
| Nut |
17 |
| Mitteldichtung |
18 |
| Wand |
19 |
| Durchgang |
19a |
| Dichtungsbasis |
20 |
| Dichtungsfuß |
21 |
| Dichtabschnitt |
22 |
| Anlagegleitabschnitt |
23 |
| Anlage-Gleitleiste |
24 |
| Dichtlippe |
25 |
| Gleitfläche |
26 |
| Befestigungsbereich |
27 |
| Blendrahmenprofil |
101 |
| erste Metallschale |
101a |
| zweite Metallschale |
101b |
| Isoliersteg |
101c |
| Aufnahmenuten |
101d |
| Hohlkammern |
101e |
| Flügelrahmenprofil |
102 |
| erste Metallschale |
102a |
| zweite Metallschale |
102b |
| Isoliersteg |
102c |
| Isolierglasscheibe |
103 |
| Mitteldichtung |
104 |
| Gleitdichtung |
105 |
| Anlage-Gleitleiste |
124 |
| Bereiche 124', 124" |
|
| Befestigungsende |
124a |
| Gleitfläche |
126, 126' |
| Nuten |
127 |
| Hohlkammer |
128 |
| Eckstücke |
130 |
| Schenkel |
131, 132 |
| Nasen |
133 |
| Kabelaufnahmenut |
134 |
| Kabel |
135 |
| Spalt |
X |
| Befestigungsbereich |
B1 |
| frei stehender Bereich |
B2 |
| Hohlkammern |
H1, H2, .... |
| Falzraum |
F |
| Falzraumabschnitt |
FI, FII |
| Spalt |
SI, SII |
| Öffnungsweite |
W |
1. Fenster, das zumindest folgende Merkmale aufweist:
a) einen aus mehreren Rahmenprofilen (1') zusammengesetzten Blendrahmen (1),
b) einen aus mehreren Rahmenprofilen (2') zusammengesetzten Flügelrahmen (2), der
vorzugsweise wenigstens ein Flächenelement (3) aufweist und der mindestens zwischen
einer Schließstellung und einer Lüftungsstellung relativ zu dem Blendrahmen (1) beweglich
ist,
c) wobei ein umlaufender Rahmenfalzraum (F) zwischen den Rahmenprofilen (1', 2') des
Blendrahmens (1) und den Rahmenprofilen (1', 2') des Flügelrahmens (2) ausgebildet
ist,
d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile (1') des Blendrahmens (1)
oder in wenigstens einem der Rahmenprofile (2') des Flügelrahmens (2) ausgebildeten
Lüftungskanal (8), der eine erste Lüftungskanalöffnung (9) und eine zweite Lüftungskanalöffnung
(10) aufweist,
e) wobei der Flügelrahmen (2) und der Blendrahmen (1) dazu ausgebildet sind, in der
Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen (9, 10) zu verschließen,
und in der Lüftungsstellung beide Lüftungskanalöffnungen (9, 10) des wenigstens einen
Lüftungskanals (8) freizugeben,
f) wobei zwischen dem Blendrahmen (1) und dem Flügelrahmen (2) im Bereich des Rahmenfalzraumes
im Öffnungszustand wenigstens eine Dichtebene ausgebildet ist, welche von wenigstens
einer Dichtung (18, 104, 105) gebildet wird, welche zumindest in der Lüftungsstellung
mit einem Anlagegleitabschnitt (23) an dem Blendrahmen oder an dem Flügelrahmen anliegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
g) der Anlagegleitabschnitt (23) in Lüftungsstellung an einer AnlageGleitleiste (124)
des Flügelrahmens oder des Blendrahmens anliegt, die an dem Flügelrahmen oder dem
Blendrahmen befestigt ist und in den Falzraum vorragt,
wobei
h) die Anlage-Gleitleiste (124) eine im Querschnitt langgestreckte, stegartige Form
mit zwei Enden aufweist, wobei eines der Enden an dem Flügelrahmen oder dem Blendrahmen
festgelegt ist und wobei das andere freie Ende in den Falzraum vorsteht.
2. Fenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die AnlageGleitleiste (124) eine im Querschnitt langgestreckte, bogenartige Form
aufweist.
3. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anlage-Gleitleiste (124) abschnittweise beabstandet zum Flügelrahmen im
Falzraum erstreckt.
4. Fenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anlage-Gleitleiste (124) abschnittweise beabstandet zu einem Isoliersteg
(102c) des Flügelrahmens erstreckt, der zwei Metallschalen (102a, b) des Flügelrahmens
miteinander verbindet und einen Abschnitt des Falzraumes (F) ausbildet.
5. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur der Anlage-Gleitleiste (124) im Wesentlichen einer Bogenform entspricht,
welchen der Flügel beim Bewegen aus der Geschlossenstellung und umgekehrt im Bereich
der Anlage-Gleitleiste (124) überstreicht.
6. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Dichtung zur Anlage an der Anlage-Gleitleiste (124) als eine
Mitteldichtung (18, 104, 105) ausgebildet ist, vorzugsweise derart, dass die Mitteldichtung
(18, 104, 105) eine Gleitdichtung bildet, die zum Gleiten an der Anlage-Gleitleiste
ausgebildet ist.
7. Fenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitteldichtung (18) dazu ausgebildet ist, den Rahmenfalzraum (F) in zumindest
zwei Rahmenfalzraumabschnitte (FI, FII) zu unterteilen, so dass Luft in der Lüftungsstellung
zwischen den zwei Rahmenfalzraumabschnitten (FI, FII) im Wesentlichen nur durch den
Lüftungskanal (8) ausgetauscht werden kann, wobei die Mitteldichtung (18) eine Dichtungsbasis
(20) aufweist und wenigstens einen an der Dichtungsbasis schwenkbar befestigten Dichtabschnitt
(22), der gelenkig mit der Dichtungsbasis (20) verbunden ist, wobei der Dichtabschnitt
(22) jedenfalls in dem oder den Bereichen, in denen ein jeweiliger Lüftungskanal (8)
ausgebildet ist, in der Lüftungsstellung an seinem freien Ende mit dem Anlagegleitabschnitt
(23) an der Anlage-Gleitleiste (124) anliegt.
8. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitteldichtung (18, 104, 105) an dem Blendrahmen (1) befestigt ist und sich insbesondere
in der Lüftungsstellung in Anlage zum Flügelrahmen (2) befindet.
9. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) seitlich an und/oder in einem Eckbereich des jeweiligen
korrespondierenden Flügelrahmenprofils (2') festgelegt ist.
10. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) mit einem ihrer Enden an einer Metallschale des Flügelrahmenprofils
(2') seitlich eines Isolierstegs des Flügelrahmenprofils festgelegt ist.
11. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Mitteldichtung sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand
an der Anlage-Gleitleiste (124) anliegt.
12. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Mitteldichtungen vorgesehen sind, wobei wenigstens eine dieser Mitteldichtungen
sowohl im Lüftungszustand als auch im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste
(124) anliegt und wobei die andere lediglich im Geschlossenzustand an der Anlage-Gleitleiste
(124) anliegt.
13. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Form, Oberfläche und/oder Material der Anlage-Gleitleiste (124) und des Anlagegleitabschnittes
(23) aufeinander abgestimmt sind und miteinander korrespondieren.
14. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anlage-Gleitleiste (124) mit einem ihrer Enden bis an eine Kante des Rahmenprofils
des Flügelrahmens erstreckt.
15. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anlage-Gleitleiste (124) bis an eine Kante oder kurz bis vor eine Kante
des Rahmenprofils erstreckt, an welchem sie festgelegt ist.
16. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) und die eine oder mehrere Dichtungen, die an ihr anliegen,
aneinander angepasste Oberbeflächenheitsbeschaffenheiten aufweisen und/oder dass die
Anlage-Gleitleiste (124) und die eine oder mehrere Dichtungen, die an ihr anliegen,
aus verschiedenen Materialien bestehen.
17. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) eine aufgeraute Oberfläche und die eine oder mehrere
an ihr anliegenden Dichtung an ihrer Gleitseite eine Gleitbeschichtung aufweist oder
dass diese Dichtung eine aufgeraute Oberflächenstruktur an der Gleitseite aufweist
und die Anlage-Gleitleiste korrespondierend eine Gleitbeschichtung.
18. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) aus einer Aluminiumlegierung und/oder aus Kunststoff
besteht.
19. Fenster nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die AnlageGleitleiste (124) abschnittsweise aus einer Aluminiumlegierung und abschnittsweise
aus Kunststoff besteht.
20. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) an dem Rahmenprofil der Flügelrahmens durch ein Schrauben,
Nieten, Klipsen, kleben oder dgl. festgelegt ist.
21. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) eine Kabelnut (134) aufweist, in welche ein Kabel (135)
einsetzbar ist.
22. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Anlage-Gleitleisten (124) des Flügelrahmens in Eckbereichen des Flügelrahmens
über Eckverbinder-Anlage-Gleitstücke (130) miteinander verbunden sind.
23. Fenster nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage-Gleitleiste (124) ausschließlich zur Anlage der Dichtungen bestimmt ist
und keine weitere statische Funktion des Flügelrahmens übernimmt.
1. Window comprising at least the following features:
a) a fixed frame (1) composed of several frame profiles (1'),
b) a sash frame (2) which is composed of a plurality of frame profiles (2'), preferably
has at least one surface element (3) and is movable relative to the fixed frame (1)
at least between a closed position and a ventilation position,
c) wherein a circumferential frame rebate space (F) is formed between the frame profiles
(1', 2') of the fixed frame (1) and the frame profiles (1', 2') of the sash frame
(2),
d) at least one ventilation duct (8) formed in at least one of the frame profiles
(1') of the fixed frame (1) or in at least one of the frame profiles (2') of the sash
frame (2) and having a first ventilation duct opening (9) and a second ventilation
duct opening (10),
e) wherein the sash frame (2) and the fixed frame (1) are designed to close at least
one of the ventilation duct openings (9, 10) in the closed position and to open both
ventilation duct openings (9, 10) of the at least one ventilation duct (8) in the
ventilation position,
f) wherein at least one sealing plane is formed between the fixed frame (1) and the
sash frame (2) in the region of the frame rebate space in the open state, which sealing
plane is formed by at least one seal (18, 104, 105) which, at least in the ventilation
position, abuts against the fixed frame or against the sash frame by means of an abutting
sliding section (23),
characterized in that
g) the abutting sliding section (23), in the ventilation position, abuts against an
abutting sliding strip (124) of the sash frame or the fixed frame, which is fastened
to the sash frame or the fixed frame and projects into the rebate space,
wherein
h) the abutting sliding strip (124) has a cross-sectionally elongated, web-like shape
with two ends, wherein one of the ends is fixed to the sash frame or the fixed frame
and the other free end projects into the rebate space.
2. Window according to claim 1, characterized in that the abutting sliding strip (124) has an elongated, arc-like shape in cross-section.
3. Window according to claim 1 or 2, characterized in that the abutting sliding strip (124) extends in sections at a distance from the sash
frame in the rebate space.
4. Window according to claim 1 or 2, characterized in that the abutting sliding strip (124) extends in sections at a distance from an insulating
web (102c) of the sash frame which connects two metal shells (102a, b) of the sash
frame to one another and forms a section of the rebate space (F).
5. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the contour of the abutting sliding strip (124) essentially corresponds to an arc
shape which the sash sweeps over in the region of the abutting sliding strip (124)
when moving from the closed position and vice versa.
6. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one seal for abutment against the abutting sliding strip (124) is formed
as a center seal (18, 104, 105), preferably such that the center seal (18, 104, 105)
forms a sliding seal adapted to slide on the abutting sliding strip.
7. Window according to claim 6, characterized in that the center seal (18) is adapted to divide the frame rebate space (F) into at least
two frame rebate space sections (FI, FII) so that air in the ventilation position
can be exchanged between the two frame rebate space sections (FI, FII) substantially
only through the ventilation duct (8), wherein the center seal (18) comprises a seal
base (20) and at least one seal section (22) pivotally attached to the seal base and
hingedly connected to the seal base (20), wherein the seal section (22), at least
in the area or areas where a respective ventilation duct (8) is formed, abuts the
abutting sliding strip (124) at its free end with the abutting sliding section (23)
in the ventilation position.
8. Window according to one of the preceding claims 6 or 7, characterized in that the center seal (18, 104, 105) is fixed to the fixed frame (1) and is in abutment
with the sash frame (2), in particular in the ventilation position.
9. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) is fixed laterally to and/or in a corner region
of the respective corresponding sash frame profile (2').
10. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) is fixed with one of its ends to a metal shell of
the sash frame profile (2') at the side of an insulating web of the sash frame profile.
11. Window according to one of the preceding claims 6 to 10, characterized in that the at least one center seal abuts the abutting sliding strip (124) both in the ventilated
state and in the closed state.
12. Window according to one of the preceding claims 6 to 11, characterized in that two center seals are provided, wherein at least one of the center seals abuts the
abutting sliding strip (124) both in the ventilated state and in the closed state,
and wherein the other abuts the abutting sliding strip (124) only in the closed state.
13. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the shape, surface and/or material of the abutting sliding strip (124) and of the
abutting sliding section (23) are matched and correspond to one another.
14. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) extends with one of its ends to an edge of the frame
profile of the sash frame.
15. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) extends to an edge or just in front of an edge of
the frame profile to which it is fixed.
16. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) and the one or more seals abutting it have surface
finishes adapted to each other, and/or in that the abutting sliding strip (124) and the one or more seals abutting it are made of
different materials.
17. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) has a roughened surface and the one or more seals
abutting it has a sliding coating on its sliding side, or in that this seal has a roughened surface structure on the sliding side and the abutting
sliding strip has a corresponding sliding coating.
18. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) consists of an aluminum alloy and/or plastic.
19. Window according to claim 18, characterized in that the abutting sliding strip (124) consists in sections of an aluminum alloy and in
sections of plastic.
20. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) is fixed to the frame profile of the sash frame
by screwing, riveting, clipping, gluing or the like.
21. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) has a cable groove (134) into which a cable (135)
can be inserted.
22. Window according to one of the preceding claims, characterized in that adjacent abutting sliding strips (124) of the sash frame are connected to one another
in corner regions of the sash frame via corner connector abutting sliding pieces (130).
23. Window according to one of the preceding claims, characterized in that the abutting sliding strip (124) is intended exclusively for abutting the seals and
does not assume any further static function of the sash frame.
1. Fenêtre présentant au moins les caractéristiques suivantes :
a) un châssis de dormant (1) composé de plusieurs profilés de châssis (1'),
b) un châssis de battant (2) composé de plusieurs profilés de châssis (2'), qui comporte
de préférence au moins un élément plan (3) et qui est mobile par rapport au châssis
de dormant (1) au moins entre une position fermée et une position d'aération,
c) un espace de feuillure de châssis (F) continu étant formé entre les profilés de
châssis (1', 2') du châssis de dormant (1) et les profilés de châssis (1', 2') du
châssis de battant (2),
d) au moins un conduit d'aération (8) formé dans au moins un des profilés de châssis
(1') du châssis de dormant (1) ou dans au moins un des profilés de châssis (2') du
châssis de battant (2), qui présente une première ouverture de conduit d'aération
(9) et une deuxième ouverture de conduit d'aération (10),
e) le châssis de battant (2) et le châssis de dormant (1) étant conformés de façon
à fermer au moins une des ouvertures de conduit d'aération (9, 10) dans la position
fermée et à dégager les deux ouvertures de conduit d'aération (9, 10) de l'au moins
un conduit d'aération (8) dans la position d'aération,
f) au moins un plan d'étanchéité, formé par au moins un joint d'étanchéité (18, 104,
105) qui repose sur le châssis de dormant ou le châssis de battant par une partie
d'appui glissant (23) au moins dans la position d'aération, étant formé entre le châssis
de dormant (1) et le châssis de battant (2) au niveau de l'espace de feuillure de
châssis dans l'état ouvert,
caractérisée en ce que
g) la partie d'appui glissant (23) repose, dans la position d'aération, sur une bande
d'appui glissant (124) du châssis de battant ou du châssis de dormant qui est fixée
sur le châssis de battant ou le châssis de dormant et dépasse dans l'espace de feuillure,
h) la bande d'appui glissant (124) présentant une forme allongée en section en forme
d'aile avec deux extrémités, l'une des extrémités étant fixée au châssis de battant
ou au châssis de dormant et l'autre extrémité libre dépassant dans l'espace de feuillure.
2. Fenêtre selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) présente une forme allongée en section et en arc
de cercle.
3. Fenêtre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) s'étend par sections à distance du châssis de battant
dans l'espace de feuillure.
4. Fenêtre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) s'étend par sections à distance d'une aile isolante
(102c) du châssis de battant qui relie deux coques métalliques (102a, b) du châssis
de battant l'une avec l'autre et forme une partie de l'espace de feuillure (F).
5. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le contour de la bande d'appui glissant (124) correspond pour l'essentiel à une forme
en arc que le battant effleure lors du déplacement à partir de la position fermée
et du mouvement inverse au niveau de la bande d'appui glissant (124).
6. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'au moins un joint est conçu pour reposer sur la bande d'appui glissant (124) sous
la forme d'un joint médian (18, 104, 105), de préférence de telle façon que le joint
médian (18, 104, 105) forme un joint glissant conçu pour glisser sur la bande d'appui
glissant.
7. Fenêtre selon la revendication 6, caractérisée en ce que le joint médian (18) est conçu pour partager l'espace de feuillure de châssis (F)
en au moins deux parties d'espace de feuillure de châssis (FI, FII), de telle façon
que l'air ne puisse, pour l'essentiel, être renouvelé entre les deux parties d'espace
de feuillure de châssis (FI, FII) dans la position d'aération qu'en passant par le
conduit d'aération (8), le joint médian (18) présentant une base de joint (20) et
au moins une partie d'étanchéité (22) fixée de façon pivotante sur la base de joint,
qui est reliée de façon articulée à la base de joint (20), la partie d'étanchéité
(22) reposant dans tous les cas par son extrémité libre sur la partie d'appui glissant
(23) de la bande d'appui glissant (124) dans la ou les zones où est formé un conduit
d'aération (8) dans la position d'aération.
8. Fenêtre selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisée en ce que le joint médian (18, 104, 105) est fixé sur le châssis de dormant (1) et se trouve
en particulier en appui sur le châssis de battant (2) dans la position d'aération.
9. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) est fixée sur le côté et/ou dans un coin du profilé
de châssis de battant (2') correspondant.
10. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) est fixée à ses extrémités sur une coque métallique
du profilé de châssis de battant (2') sur le côté d'une aile isolante du profilé de
châssis de battant.
11. Fenêtre selon l'une des revendications 6 bis 10, caractérisée en ce que l'au moins un joint médian repose sur la an der bande d'appui glissant (124) aussi
bien dans la position d'aération que dans la position fermée.
12. Fenêtre selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisée en ce que deux joints médians sont prévus, dont l'un repose sur la bande d'appui glissant (124)
dans la position d'aération aussi bien que dans la position fermé et l'autre repose
sur la bande d'appui glissant (124) seulement dans la position fermée.
13. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la forme, la surface et/ou le matériau de la bande d'appui glissant (124) et de la
partie d'appui glissant (23) sont adaptées l'une à l'autre et correspondent l'une
à l'autre.
14. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) s'étend à l'une de ses extrémités jusqu'à une arête
du profilé de châssis du châssis de battant.
15. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) s'étend jusqu'à une arête ou peu avant une arête
du profilé de châssis sur lequel elle est fixée.
16. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) et le ou les plusieurs joints qui reposent dessus
présentent des textures de surface adaptées l'une à l'autre et/ou en ce que la bande d'appui glissant (124) et le ou les plusieurs joints qui reposent dessus
se composent de matériaux différents.
17. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) présente une surface rendue rugueuse et le ou les
plusieurs joints reposant dessus présentent un revêtement antifriction sur sa face
de glissement ou en ce que ce joint présente une structure de surface rendue rugueuse et la bande d'appui glissant
présente une revêtement antifriction correspondant.
18. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) se compose d'un alliage d'aluminium et/ou de matière
plastique.
19. Fenêtre selon la revendication 18, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) se compose d'un alliage d'aluminium dans certaines
parties et de matière plastique dans certaines parties.
20. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) est fixée au profilé de châssis du châssis de battant
par vissage, rivetage, clipsage, collage ou similaire.
21. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) présente une rainure de câble (134) dans laquelle
un câble (135) peut être inséré.
22. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que des bandes d'appui glissant (124) voisines du châssis de battant sont reliées les
unes aux autres dans les coins du châssis de battant par des équerres d'assemblage
d'appui glissant (130).
23. Fenêtre selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bande d'appui glissant (124) est exclusivement destinée à l'appui des joints et
n'assure aucune autre fonction statique du châssis de battant.