(19)
(11) EP 3 801 092 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.10.2023  Patentblatt  2023/43

(21) Anmeldenummer: 19730119.5

(22) Anmeldetag:  04.06.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A41D 13/12(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A41D 13/1209; A41D 13/129; A41D 2400/44
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2019/064470
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/234012 (12.12.2019 Gazette  2019/50)

(54)

OP-MANTEL UND OP-MANTELKIT

SURGICAL GOWN AND SURGICAL GOWN KIT

BLOUSE DE CHIRURGIEN ET KIT DE BLOUSE DE CHIRURGIEN


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 05.06.2018 DE 102018113366

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.04.2021  Patentblatt  2021/15

(73) Patentinhaber: Lohmann & Rauscher GmbH
1140 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • HENNIG, Katharina
    2604 Theresienfeld (AT)
  • SCHWARZ, Siegfried
    1020 Wien (AT)
  • STEINLECHNER, Erik
    2500 Baden (AT)
  • SEIDL, Manuela
    7441 Pilgersdorf (AT)

(74) Vertreter: Seranski, Klaus 
Boehmert & Boehmert Anwaltspartnerschaft mbB Pettenkoferstraße 22
80336 München
80336 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 4 674 132
US-A1- 2017 079 344
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen OP-Mantel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Kit mit einem in einer Packung aufgenommenen OP-Mantel.

    [0002] OP-Mäntel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sind in der US 4674132 A beschrieben.

    [0003] Beim Anlegen eines OP-Mantels müssen einschlägige Hygienevorschriften beachtet werden. Dazu wird regelmäßig die Unterstützung einer Hilfsperson benötigt, weil der Mantel nicht von dem Träger geschlossen werden kann, ohne die geltenden Hygienevorschriften zu verletzen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen OP-Mantel bereitzustellen, der ohne Verletzung einschlägiger Hygienevorschriften, d. h. ohne die Sterilität des Mantels zu gefährden, in Notsituationen, unter Zeitdruck bzw. wenn temporär nur eine Person im OP befindlich ist, ein selbstständiges Anlegen ermöglicht. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebene Weiterbildung der bekannten OP-Mäntel gelöst. Erfindungsgemäß wird also eine ggf. asymmetrische Erweiterung eines OP-Mantels bereitgestellt, welche es ermöglicht, dass der Benutzer sich ausgehend von einem mit der Anziehhilfe ausgestatteten seitlichen Rand in den Mantel einwickelt bzw. eindreht, so dass nach dem Einwickeln bzw. Eindrehen ein Überlappungsbereich der seitlichen Ränder entsteht, in dem eine Befestigung der seitlichen Ränder aneinander ohne Eingriff einer Hilfsperson möglich ist.

    [0004] Zu diesem Zweck kann der Benutzer die Anziehhilfe derart mit einer Hand erfassen, dass er mit dem Rücken zur Materialbahn steht, sich dann derart um die eigene Achse dreht, dass er die freie Hand in die der Anziehhilfe benachbarte Öffnung der Materialbahn und den daran angesetzten Ärmel einführt, sich unter Beibehaltung der Drehrichtung weiter um die eigenen Körperachse dreht und dann die Hand, welche die Anziehhilfe hält, in die andere Öffnung und den daran angesetzten Ärmel einführt. Dabei kann der Benutzer die Anziehhilfe ggf. mit in den Ärmel einführen und dort belassen.

    [0005] Es hat sich gezeigt, dass das beschriebene Anlegen eines OP-Mantels für den Anwender deutlich einfacher ist als das Anlegen eines OP-Mantels der beispielsweise in der WO 2013/184275 A1 beschriebenen Art, welches durch gleichzeitiges Einführen beider Arme in die Ärmel ohne Eindrehen erfolgt.

    [0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Anziehhilfe dadurch gebildet werden, dass ein erster Abstand zwischen der ersten Öffnung und dem ersten seitlichen Rand größer ist als ein zweiter Abstand zwischen der zweiten Öffnung und dem zweiten seitlichen Rand.

    [0007] Als Abstand zwischen der Öffnung und dem seitlichen Rand wird dabei der Abstand zwischen der dem entsprechenden seitlichen Rand zugewandten Begrenzungslinie bzw. Rand der Öffnung und dem seitlichen Rand längs einer die Zentren der Öffnungen in der Materialbahn verbindenden und im Allgemeinen senkrecht zu den seitlichen Rändern verlaufenden Geraden verstanden.

    [0008] Zur Bereitstellung eines ausreichend breiten Überlappungsbereichs ist das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem zweiten Abstand vorzugsweise 1,2 oder größer, insbesondere 1,4 oder größer. Zur Vermeidung eines übermäßigen Materialverbrauchs wird das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem zweiten Abstand zweckmäßigerweise so gewählt, dass es kleiner als 2 ist.

    [0009] Eine Überlappung von erstem Rand und zweitem Rand kann ohne Berücksichtigung der Abmessungen der Öffnungen, an die die Ärmel angesetzt sind, sichergestellt werden, wenn das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem Abstand zwischen den Öffnungen größer als 1,2, vorzugsweise größer als 1,4 ist. Im Sinne der Vermeidung eines übermäßigen Materialverbrauchs wird das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem Abstand zwischen den Öffnungen zweckmäßigerweise so gewählt, dass es kleiner als 4, insbesondere kleiner als 3 ist. Als Abstand zwischen den Öffnungen wird der Abstand zwischen den einander zugewandten Rändern der Öffnungen bezeichnet.

    [0010] Ein sicherer Verschluss des OP-Mantels nach Anlegen, d. h. nach Einwickeln bzw. Eindrehen darin, kann erreicht werden, wenn auf einer im angezogenen Zustand dem Benutzer abgewandten ersten Begrenzungsfläche der Materialbahn zwischen dem ersten seitlichen Rand und der ersten Öffnung ein erster Haftstreifen angeordnet ist und im Bereich einer der ersten Begrenzungsfläche entgegengesetzten zweiten Begrenzungsfläche der Materialbahn, welche im angezogenen Zustand dem Benutzer zugewandt ist, im Bereich des zweiten seitlichen Rands ein zweiter Haftstreifen angeordnet ist, wobei die Haftstreifen beim Anlegen des OP-Mantels zumindest abschnittweise in überlappende haftende Anlage aneinander gelangen. Dabei kann der erste Haftstreifen einen Winkel von 30° bis 150°, vorzugsweise etwa 90° mit dem zweiten Haftstreifen einschließen und einer der Haftstreifen vorzugsweise etwa parallel zum entsprechenden seitlichen Rand der Materialbahn verlaufen. Durch entsprechende Ausrichtung der Haftstreifen, welche beim Anziehen eines erfindungsgemäßen OP-Mantels in haftende Anlage aneinander gelangen, wird erreicht, dass keine positionsgenaue Ausrichtung der Haftstreifen zueinander benötigt wird, um eine haftende Anlage der Haftstreifen aneinander zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die Haftstreifen senkrecht zueinander verlaufen und/oder j e-weils eine Länge von 10 cm oder mehr, vorzugsweise 20 cm oder mehr aufweisen.

    [0011] Im Sinne der Bereitstellung einer besonders großen Haftfläche bzw. einer besonders guten Haftung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Haftstreifen sich in angelegtem Zustand des OP-Mantels so kreuzen, dass sie zwei spitze Winkel von jeweils etwa 20° bis 80° miteinander einschließen. Zu diesem Zweck können beide Haftstreifen im Bereich des oberen Rands der Materialbahn so angeordnet sein, dass sie einen entsprechend spitzen Winkel mit dem seitlichen bzw. oberen Rand der Materialbahn einschließen. Seitlicher Rand, oberer Rand und Haftstreifen bilden dann ein rechtwinkliges Dreieck, bei dem der rechte Winkel zwischen seitlichem Rand und oberem Rand eingeschlossen ist und die spitzen Winkel den Kreuzungswinkel der Haftstreifen bestimmen.

    [0012] Die Haftstreifen erfindungsgemäßer OP-Mäntel können als Haken- und Ösenbänder eines Flächenhaftverschlusses (Velcro), als doppelseitig klebendes Klebeband, als Kombinationen davon oder dergleichen ausgeführt sein.

    [0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Haftstreifen im Bereich des oberen Rands der Materialbahn angeordnet, so dass eine haftende Anlage der Haftstreifen aneinander im Schulterbereich, oberen Rückenbereich oder Schultergürtel des Benutzers erfolgt.

    [0014] Im Hinblick auf das Erleichtern des Anlegens eines erfindungsgemäßen OP-Mantels ohne Hilfsperson hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn zusätzlich oder alternativ zu der beschriebenen asymmetrischen Verbreiterung der Materialbahn eine im Bereich der oberen Hälfte, d. h. der dem oberen Rand der Materialbahn zugewandten Hälfte, bzw. im Schulterbereich, oberen Rückenbereich oder Schultergürtel des Benutzers des ersten seitlichen Rands angebrachte, eine Erweiterung der Materialbahn bildende weitere Anziehhilfe vorgesehen ist. Zum Anlegen des OP-Mantels kann der Benutzer die Materialbahn im Bereich dieser weiteren Anziehhilfe erfassen und ausbreiten, so dass zumindest der obere Rand der Materialbahn, üblicherweise die gesamte Materialbahn, entfaltet wird. Dann kann der Benutzer, der mit der einen Hand die weitere Anziehhilfe hält und ggf. mit dem Rücken zur Materialbahn steht, sich in die ausgebreitete Materialbahn eindrehen und die andere Hand in die erste Öffnung der Materialbahn und den daran angesetzten Ärmel einführen. Im weiteren Verlauf kann der Benutzer sich weiter in die Materialbahn eindrehen, die die weitere Anziehhilfe haltende Hand ggf. zusammen mit der weiteren Anziehhilfe in den an die zweite Öffnung angesetzten Ärmel einführen und das Anlegen abschließen, wobei die Haftstreifen automatische in haftende Anlage aneinander gelangen können.

    [0015] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Anziehhilfe ein im Bereich des oberen Endes des ersten seitlichen Rands, d. h. des dem oberen Rand zugewandten Endes des ersten seitlichen Rands, an der Materialbahn festgelegtes Band auf, das an seinem dem oberen Ende der Materialbahn abgewandten Ende im mittleren Bereich des ersten seitlichen Rands an der Materialbahn befestigt sein kann. Die als Band ausgeführte Anziehhilfe ist vorzugsweise im Schulterbereich des OP-Mantels und in Hüfthöhe an dem OP-Mantel befestigt. Bei der Anbringung der bandförmigen Anziehhilfe wird zweckmäßigerweise darauf geachtet, dass die Anbringung so erfolgt, dass die Zugkraft an Schulter und Hüfte ähnlich ist.

    [0016] Im Rahmen der Erfindung ist auch daran gedacht, die ggf. zusätzlich zu einer asymmetrischen Verbreiterung der Materialbahn vorgesehene Anziehhilfe vollflächig auszuführen und in die Materialbahn zu integrieren. Denkbar ist auch, die Anziehhilfe mit einem Griff für die Finger auszuführen (welcher temporär zwischen den Fingern eingeklemmt wird) und/oder mit einer Durchbrechung in der Materialbahn auszustatten, in die ein Finger eingeführt werden kann, um ein Herausschlüpfen zu erleichtern. Die Anziehhilfe kann auch so ausgeführt werden, dass sie zusammen mit der die Anziehhilfe haltenden Hand in den entsprechenden Ärmel eingeführt wird und dort verbleibt.

    [0017] Zum Anlegen des OP-Mantels wird dieser regelmäßig aus einer Packung entnommen, in der er steril verpackt ist. Dabei kann zur Beachtung der Hygienevorschriften bei selbstständigem Anlegen des OP-Mantels vorgesehen sein, dass der OP-Mantel zumindest in Schulterhöhe , vorzugsweise etwa auf Augenhöhe an einer Wand oder einem feststehenden Gebäudeteil oder Gegenstand, wie etwa einem Regal oder Schrank, befestigt ist. Beim selbstständigen Anlegen des OP-Mantels muss darauf geachtet werden, dass dieser nicht frühzeitig aus der Packung fällt. Im Hinblick auf diese Anforderungen weist ein erfindungsgemäßer OP-Mantel im Bereich des oberen Endes des zweiten seitlichen Rands, d. h. des dem oberen Rand zugewandten Endes des zweiten seitlichen Rands, eine zum Herstellen einer lösbaren Befestigung an einer Verpackung des OP-Mantels benutzbare Befestigungsanordnung an der Materialbahn auf. Wenn der OP-Mantel aus der Verpackung entnommen ist und mit Hilfe der Anziehhilfe ausgebreitet wird, kann durch die Befestigungsanordnung sichergestellt werden, dass der OP-Mantel an der in Schulterhöhe an einer Wand festgelegten Verpackung festgehalten wird, bis der Benutzer sich vollständig in den OP-Mantel eingedreht hat. Dann kann die Verbindung zwischen der Verpackung und der Befestigungsanordnung des OP-Mantels gelöst und das Anlegen abgeschlossen werden. Zweckmäßigerweise wird vor Lösen der lösbaren Verbindung zwischen Befestigungsanordnung des OP-Mantels und Verpackung die haftende Verbindung zwischen den sich kreuzenden Haftstreifen hergestellt.

    [0018] Wenn die Befestigungsanordnung ein vorzugsweise elastisches Band aufweist, dass zweckmäßigerweise mit einem Druckknopf zur lösbaren Festlegung an der Packung ausgestattet ist, kann bei der Entnahme des OP-Mantels aus der Packung durch Spannen des am zweiten seitlichen Rand angebrachten elastischen Bands mit Hilfe der am ersten seitlichen Rand angebrachten Anziehhilfe eine gewünschte Entfaltung des entnommenen OP-Mantels gewährleistet werden, ohne dass die Befestigungsanordnung von der Packung gelöst wird.

    [0019] Wie der vorstehenden Erläuterung zu entnehmen ist, kann das Band der Befestigungsanordnung ein zum lösbaren Befestigen des Bands im Bereich des oberen Rands der Materialbahn ausgelegtes Befestigungselement, wie etwa einen Druckknopf, aufweisen, während die Materialbahn im Bereich ihres oberen Rands mit einem Gegenstück für das Befestigungselement, wie etwa dem anderen Druckknopfelement, ausgestattet sein kann. Dabei kann das Band zwischen der Packung und dem Befestigungselement zumindest teilweise aus einem elastischen Material gebildet sein.

    [0020] Im Rahmen der Erfindung hat es sich zur Sicherstellung einer störungsfreien Entnahme des OP-Mantels aus der Packung als zweckmäßig erwiesen, wenn eine Dehnungsbegrenzung für das Band aus zumindest teilweise elastischem Material vorgesehen ist, mit der eine Überdehnung und Beschädigung des Bands und/oder der Packung vor Lösen der Befestigungselemente voneinander verhindert wird. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Dehnungsbegrenzung ein sich zwischen dem Befestigungselement und der Packung erstreckendes Band aus einem Material geringerer Dehnbarkeit aufweisen, dessen Länge größer ist als die Länge des zumindest teilweise aus elastischem Material bestehenden Bands. Durch die Differenzlänge wird dann die maximale Dehnung des zumindest teilweise aus elastischem Material bestehenden Bands bestimmt.

    [0021] Das Band kann sich auf der der Packung abgewandten Seite des Befestigungselements ausgehend von dem Befestigungselement in Richtung auf eine Transferkarte erstrecken, die an dem Band befestigt sein kann. Andererseits kann die Transferkarte lösbar an einer Hüftschnur des OP-Mantels festgelegt sein. Durch diese Anordnung wird eine Entnahme des Mantels aus der Packung ermöglicht, bei der durch die Befestigungselemente im Bereich des oberen Rands der Materialbahn sichergestellt wird, dass die Materialbahn bei Entnahme aus einer in einer geeigneten Höhe (etwa Kopf- bzw. Augenhöhe des Benutzers) angebrachten Packung nicht den Boden berührt bis der zweite Arm des Benutzers in die entsprechende Öffnung des OP-Mantels eingeführt ist.

    [0022] Nach Lösen der einerseits an dem Band und andererseits im Bereich des oberen Rands der Materialbahn angebrachten Befestigungselemente voneinander kann das zum Befestigen des OP-Mantels an der Packung dienende Band in einer zweiten Funktion zum Halten einer Transferkarte benutzt werden, die andererseits an einem sterilen Teil des OP-Mantels, wie etwa der Hüftschnur, befestigt ist. Wenn der Mantel angelegt ist, kann die Hüftschnur beispielsweise durch einfachen Zug daran von der Transferkarte gelöst werden, wenn diese mit einem durch Zug lösbaren Knoten an dem Band befestigt ist. Die Transferkarte verbleibt dann an dem in der Packung hängenden Band, während die Hüftschnur zum Verschließen des Mantels benutzt werden kann. Die Transferkarte soll insbesondere in das Sterilfeld überführt werden.

    [0023] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist die Transferkarte Mittel zur lösbaren kraftschlüssigen Festlegung der Transferkarte an der Hüftschnur auf. Diese Mittel können in Form eines die Transferkarte durchsetzenden Schlitzes verwirklicht sein. Die Hüftschnur kann den Schlitz ausgehend von einer Eintrittsseite durchsetzen, auf der der Eintrittsseite abgewandten Seite der Transferkarte eine Schlaufe bilden und den Schlitz wiederum durchsetzen, um so zurück auf die Eintrittsseite zu gelangen. Die Schlaufe ist dann auf der Eintrittsseite abgewandten Seite der Transferkarte anngeordnet. Durch Zug an der Hüftschnur wird die Schlaufe durch den Schlitz geführt bis die Hüftschnur vollständig auf der Eintrittsseite angeordnet ist. Die Verbindung zur Transferkarte wird so gelöst. Die Transferkarte fällt zu Boden. Zur Erleichterung der Einführung der Schlaufe in den Schlitz kann der die Transferkarte durchsetzende Schltz an einem Ende in eine die Transferkarte durchsetzende Einführöffnung münden. Dann kann die Transferkarte an der Hüftschnur angebracht werden, indem zunächst eine Schlaufe der Hüftschnur gelegt wird. Der Scheitel der Schlaufe durch die Einführöffnung geführt und anschließend die Hüftschnur derart seitlich in den Schlitz eingeführt wird, dass die Schlaufe auf der der Einführseite abgewandten Seite der Transferkarte angeordnet ist.

    [0024] Zur Vermeidung von Beschädigungen und zur Gewährleistung der benötigten Sterilität können das Band und/oder die Dehnungsbegrenzung zumindest abschnittweise in einem schützenden Schlauch aus einem textilen Material aufgenommen sein. Der Schlauch kann im Bereich des Druckknopfes mit einer Durchbrechung ausgestattet sein. Der Schlauch entfaltet auch eine dämpfende Funktion.

    [0025] Wenn der OP-Mantel vollständig angelegt ist und das elastische Band der Befestigungsanordnung von der Packung gelöst ist, kann der zur Herstellung einer lösbaren Verbindung einsetzbare Druckknopf bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung an einer an der Materialbahn angeordneten Transferkarte festgelegt werden. Dazu ist die Transferkarte zweckmäßigerweise mit einem Gegenstück zum Druckknopf der Befestigungsanordnung ausgestattet.

    [0026] Im Rahmen einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist auch daran gedacht, dem Haftstreifen eine Doppelfunktion zuzuweisen, gemäß der er einerseits zum Verschließen des OP-Mantels benutzt und andererseits zur Bereitstellung der Befestigungsanordnung eingesetzt werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann die Befestigungsanordnung selbst festziehende Schlaufen oder ggf. elastisch verformbare Materialabschnitte mit Schwächungslinie, wie etwa einer Perforation zur lösbaren Befestigung aufweisen.

    [0027] Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemäßer OP-Mäntel zu entnehmen ist, weist ein erfindungsgemäßes Kit einen in einer Packung aufgenommenen erfindungsgemäßen OP-Mantel auf. Die Packung kann an einer Wand, eine anderen feststehenden Gebäudeteil oder Gegenstand festgelegt werden und auf der dem Gebäudeteil oder Gegenstand abgewandten Seite mit einer Öffnungseinrichtung zur Herstellung einer Entnahmeöffnung der Packung ausgestattet sein, oder auch von einer Person gehalten werden. Dabei ist der OP-Mantel 19derart in der Packung angeordnet, dass die Anziehhilfe des OP-Mantels nach Öffnen der Packung, d. h. nach Herstellen einer Entnahmeöffnung mit Hilfe der Öffnungseinrichtung, von einem Benutzer durch die Packungsöffnung greifbar ist. Ein unerwünschtes Herausfallen des OP-Mantels aus der Packung kann verhindert werden, wenn der an der Anziehhilfe gegriffene OP-Mantel aus der Packung entnehmbar ist und der entnommene OP-Mantel von der Befestigungsanordnung lösbar an der Packung gehalten wird.

    [0028] Die Packung eines erfindungsgemäßen Kits kann aus Pappe, Kunststoff, Verbundwerkstoffen oder dergleichen hergestellt sein. Sie kann eine tiefgezogene Folie enthalten oder ein spritzgegossenes Werkstück.

    [0029] Im Sinne einer störungsfreien Entnahme des OP-Mantels aus der Packung hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der OP-Mantel bzw. die Materialbahn in der Packung einfach, vorzugsweise mehrfach leporelloartig bzw. ziehharmonikaartig gefaltet ist. Dazu wird die Materialbahn vorzugsweise ausgebreitet, wobei die Ärmel auf der im Gebrauchszustand dem Benutzer abgewandten äußeren Begrenzungsfläche der Materialbahn nach unten bzw. in Richtung auf den unteren Rand der Materialbahn abgelegt werden. Anschließend kann die Materialbahn ausgehend von den seitlichen Rändern in Richtung auf die Öffnungen, an die die Ärmel angesetzt sind, leporelloartig gefaltet werden. Dabei kann die Materialbahn ausgehend von dem ersten seitlichen Rand in einer zweifachen Ziehharmonikafaltung in Richtung auf die erste Öffnung gefaltet werden, während die Materialbahn ausgehend von dem zweiten seitlichen Rand in einer einfachen Ziehharmonikafaltung zur Öffnung gefaltet wird.

    [0030] Im Anschluss daran kann die so vorbereitend gefaltete Materialbahn ausgehend von dem unteren Rand in Richtung auf den oberen Rand leporelloartig gefaltet werden. Dabei kann die Faltung längs etwa parallel zu dem unteren Rand verlaufenden Faltlinien erfolgen, während die in dem ersten Schritt bewirkte Faltung längs parallel zu den seitlichen Rändern verlaufenden Faltlinien erfolgen kann. In dem zweiten Schritt wird die Faltung zweckmäßigerweise so bewirkt, dass das danach erhaltenen Zwischenprodukt in einer parallel zu den seitlichen Rändern verlaufenden Richtung eine Länge aufweist, die in etwa den entsprechenden Abmessungen der Packung entspricht.

    [0031] Abschließend kann das so durch zweifache Leporellofaltung erhaltene Zwischenprodukt ausgehend von dem ersten seitlichen Rand in Richtung auf den zweiten seitlichen Rand derart leporelloartig gefaltet werden, dass die Abmessungen in einer senkrecht zu den seitlichen Rändern verlaufenden Richtung etwa den entsprechenden Packungsabmessungen entsprechen.

    [0032] Insgesamt wird die Faltung der Materialbahn vorzugsweise so bewirkt, dass die Außenseiten der gefalteten Materialbahn durch Bereiche der im Gebrauchszustand dem Benutzer zugewandten inneren Begrenzungsfläche der Materialbahn gebildet sind.

    [0033] Zur Entfaltung der Materialbahn durch die Packungsöffnung wird diese an der Anziehhilfe erfasst. Anschließend wird zunächst die letzte Leporellofaltung bezüglich parallel zu den seitlichen Rändern verlaufenden Faltlinien entfaltet. Anschließend entfaltet sich der Mantel in Schwererichtung nach unten, so dass der Abstand zwischen oberem Rand und unterem Rand hergestellt wird. Anschließend wird die im ersten Faltungsschritt erhaltene Leporellofaltung entfaltet, bis die Materialbahn vollständig ausgebreitet ist. Insgesamt kann so die Entfaltung in den Anziehprozess integriert werden.

    [0034] Die Packung eines erfindungsgemäßen Kits kann einen Boden und eine sich ausgehend von dem Boden in Richtung auf eine Öffnung erstreckende umlaufende Wand aufweisen, wobei die Wand mindestens eine, vorzugsweise als umlaufende Nut ausgeführte, Einbuchtung zum Aufnehmen eines Fixierbereichs eines Halters für die Packung aufweist. Dabei kann die Packung einen auf der dem Boden abgewandten Seite der Einbuchtung angeordneten, vorzugsweise die Öffnung umlaufenden und sich vorzugsweise ausgehend von der Öffnung nach außen erstreckenden Flansch aufweisen, wobei der Fixierbereich an die dem Boden zugewandte Begrenzungsfläche des Flanschs anlegbar ist. Die so in dem Halter aufgenommene Packung wird durch Zusammenspiel von Einbuchtung und Flansch bezüglich Bewegungen in senkrecht zum Boden verlaufenden Richtungen arretiert.

    [0035] Auf den Flansch kann eine Folie aufgesiegelt sein, mit der die den OP-Mantel enthaltende Packung steril verschlossen sein kann. Der Fixierbereich kann einen Rahmen aufweisen, in den die Packung einschiebbar ist, so dass der Rahmen zumindest abschnittweise in der Nut aufgenommen ist und der Flansch von dem Rahmen abgestützt wird. Dazu ist der Rahmen zweckmäßigerweise mit Abstandhaltern ausgestattet, welche einen entsprechenden Abstand des Rahmens von der Gebäudewand oder einem anderen, zum Fixieren des Halters dienenden Bereich aufweist. Die Abstandhalter wiederum können mit einer gemeinsamen Fixieranordnung an der Wand festgelegt sein, so dass sich durch Wand, Abstandhalter und Rahmen eine Aufnahme für die Packung bildet, in der die Packung durch Aufnahme des Fixierbereichs in der Einbuchtung formschlüssig gehalten wird.

    [0036] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dem Halter ein Träger zugeordnet, an dem der Halter in einer gewünschten Höhe festgelegt werden kann. So kann die Entnahmeöffnung der in dem Halter aufgenommenen Packung benutzerspezifisch gewählt werden. Der Träger kann Bestandteil eines im OP-Bereich ohnehin vorhandenen Trägersystems sein.

    [0037] Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemäßer OP-Mäntel zu entnehmen ist, zeichnet sich ein nicht erfindungsgemäßes Verfahren zum Anlegen eines derartigen OP-Mantels im Wesentlichen dadurch aus, dass der OP-Mantel von dem Benutzer mit dem Rücken oder seitlich zur Materialbahn stehend mit einer Hand an der Anziehhilfe gehalten wird, der Benutzer sich um die eigene Achse dreht und im Verlauf der Drehung zunächst die andere Hand in die der Anziehhilfe benachbarte Öffnung und den daran angesetzten Ärmel einführt und nach einer weiteren Drehung in gleichbleibender Drehrichtung die die Anziehhilfe haltenden Hand vorzugsweise zusammen mit der Anziehhilfe in die andere Öffnung und den daran angesetzten Ärmel einführt. Dabei kann je nach Anbringung der Anziehhilfe entweder die linke Hand oder die rechte Hand die Anziehhilfe halten, während der Benutzer mit dem Rücken zur Materialbahn steht.

    [0038] Die Materialbahn kann bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung aus einem sogenannten SMMS (spunbond-meltblown-meltblown-spunbond)-Material gebildet sein. Das Material besteht aus vier Schichten, die jeweils vorzugsweise aus thermisch gebundenem Polypropylen hergestellt sind. Die "spunbond"-Schichten haben das Aussehen eines textilen Erzeugnisses und verleihen der Materialbahn einen Tragekomfort, der während langer Operationen benötigt wird. Darüber hinaus kann das Material hydrophob behandelt sein, um einen ausreichenden Schutz gegen Flüssigkeiten, wie etwa Blut, zu gewährleisten. Die Hauptfunktion der "meltblown"-Schicht ist eine Filterfunktion. Sie schützt den Benutzer vor Bakterien und kleinen Partikeln. Die feine Struktur dieser Schichten erlaubt einen Luftaustausch und einen Feuchtigkeitstransfer in Richtung auf die "spunbond"-Schichten.

    [0039] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung besteht die Materialbahn aus verfestigtem Zellstoff (consolidated wood pulp) und einem Polyestervlies, das mittels Wasserstrahlen verfestigt ist. Der Hauptvorteil dieses Materials ist der Umstand, dass es sehr weich ist und einen Tragekomfort bietet, welcher mit dem Tragekomfort wiederverwendbarer Materialien vergleichbar ist, wobei es sich dabei häufig um Webstoffe handelt. Die Barrierewirkung dieses Materials ist begrenzt und geringer als diejenige von SMMS, Grund dafür ist die natürliche Struktur und das Verfestigungsverfahren. In Abhängigkeit von der Operation und der Flüssigkeitsmenge, die erwartet werden kann, kann ein zusätzliches Material als Verstärkung zur Schaffung einer besseren Schutzwirkung eingesetzt werden. Dabei kann es sich um einen PP-Vliesstoff handeln, der auf einen atmungsaktiven PE-Film laminiert ist.

    [0040] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt
    Fig. 1
    eine schematische Ansicht einer im Gebrauchszustand dem Benutzer zugewandten Seite eines erfindungsgemäßen OP-Mantels gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
    Fig. 2
    eine schematische Ansicht einer im angelegten Zustand dem Benutzer abgewandten Außenseite des OP-Mantels gemäß Fig. 1,
    Fig. 3
    eine schematische Ansicht einer im Gebrauchszustand dem Benutzer zugewandten Seite eines erfindungsgemäßen OP-Mantels,
    Fig. 4
    eine schematische Ansicht einer im angelegten Zustand dem Benutzer abgewandten Außenseite des OP-Mantels gemäß Fig. 3,
    Fig. 5
    das Band einer Befestigungsanordnung eines erfindungsgemäßen OP-Mantels, Fig. 5A eine Detaildarstellung zur Veranschaulichung der lösbaren Anbringung einer Transferkarte an einer Hüftschnur eines erfindungsgemäßen OP-Mantels
    Fig. 6
    die Packung eines erfindungsgemäßen Kits, und
    Fig. 7
    den Halter eines erfindungsgemäßen Kits.


    [0041] Der in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße OP-Mantel weist eine insgesamt mit 10 bezeichnete Materialbahn auf, die von einem ersten geradlinig verlaufenden seitlichen Rand 12, einem parallel zum ersten seitlichen Rand 12 verlaufenden zweiten seitlichen 14, einem die seitlichen Ränder miteinander verbindenden unteren Rand 18 und einem die seitlichen Ränder miteinander verbindenden oberen Rand 16 begrenzt wird. In der Materialbahn ist eine erste Öffnung 22 und eine zweite Öffnung 24 vorgesehen, an die in der Zeichnung nicht dargestellte Ärmel angesetzt sind.

    [0042] Der erfindungsgemäße OP-Mantel ist derart asymmetrisch ausgeführt, dass der Abstand zwischen der ersten Öffnung 22 und dem ersten seitlichen Rand 12 größer ist als der Abstand zwischen der zweiten Öffnung 24 und dem zweiten seitlichen Rand 14. Dabei entspricht der Abstand zwischen der zweiten Öffnung 24 und dem zweiten seitlichen Rand 14 etwa dem Abstand zwischen den Öffnungen 22 und 24, d. h. dem Abstand zwischen den einander zugewandten Rändern der Öffnungen 22 und 24.

    [0043] Im Bereich des ersten seitlichen Rands 12 ist eine bandförmige Anziehhilfe 30 angebracht, welche einerseits am oberen Ende des ersten seitlichen Rands 12 etwa auf Schulterhöhe und andererseits im mittleren Bereich des ersten seitlichen Rands, also etwa auf Hüfthöhe des Benutzers, angeordnet ist.

    [0044] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, ist die Materialbahn im Bereich des oberen Endes des zweiten seitlichen Rands 14 mit einer Befestigungsanordnung 50 ausgestattet, mit der die Materialbahn 10 lösbar an einer Packung 100 befestigt ist. Die Befestigungsanordnung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist ein elastisches Band auf, an dessen der Materialbahn abgewandtem Ende ein Druckknopf vorgesehen ist.

    [0045] Am oberen Ende des zweiten seitlichen Rands 14 ist ein Haftstreifen 42 angeordnet, der sich etwa senkrecht zum zweiten seitlichen Rand 14 erstreckt. Zwischen dem ersten seitlichen Rand 12 und der ersten Öffnung 22 ist im Bereich des oberen Rands 16 ein zweiter Haftstreifen 44 angeordnet, der sich etwa parallel zum ersten seitlichen Rand 12 erstreckt. Der im Bereich des zweiten seitlichen Rands 14 angebrachte Haftstreifen 42 ist auf der Innenseite der Materialbahn angeordnet, während der zwischen dem ersten seitlichen Rand 12 und der ersten Öffnung 22 angeordnete Haftstreifen 44 auf der Außenseite der Materialbahn angeordnet ist.

    [0046] Wenn der Benutzer die Anziehhilfe erfasst und die Materialbahn 10 aus der Packung 100 entnimmt, wird die Materialbahn von der Befestigungsanordnung 50 lösbar an der Packung 100 gehalten. Der Benutzer kann die Materialbahn mit Hilfe der Anziehhilfe 30 vollständig aus der Packung 100 entnehmen und gegen die Vorspannkraft des Bands 50 der Befestigungsanordnung vollständig entfalten. In der Folge kann der anfangs mit dem Rücken zur Materialbahn stehende Benutzer sich in die Materialbahn eindrehen und die Hand, welche nicht die Anziehhilfe 30 erfasst, in die erste Öffnung 22 und den daran angesetzten Ärmel einführen. Wenn der Benutzer sich weiter eindreht, kann er die Hand, welche die Anziehhilfe 30 fasst, in die zweite Öffnung 24 und den daran angesetzten Ärmel einführen. Im Verlauf des weiteren Eindrehens gelangt der Haftstreifen 44 in Anlage an den Haftstreifen 42, wobei eine haftende Anlage der Haftstreifen 42 und 44 durch die gekreuzte Anordnung dieser Haftstreifen begünstigt wird. Diese gekreuzte Anordnung hilft dabei, eine haftende Befestigung im Bereich der Haftstreifen auch dann zu gewährleisten, wenn die Haftstreifen bzw. die Materialbahn nicht genau ausgerichtet sind. Nach vollständigem Eindrehen in die Materialbahn 10 kann die Befestigungsanordnung 50 von der Packung 100 gelöst und an einer auf der Außenseite der Materialbahn angeordneten Transferkarte festgelegt werden.

    [0047] Der Tragekomfort eines erfindungsgemäßen OP-Mantels wird verbessert durch eine Einbuchtung 17 im Bereich des oberen Rands 16 der Materialbahn 10, die zwischen den Öffnungen 22 und 24 angeordnet ist und einen Bund am Hals des Benutzers bildet, wenn der OP-Mantel angelegt ist.

    [0048] Die in den Figuren 3 und 4 dargestellte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch von der anhand der Figuren 1 und 2 erläuterten Ausführungsform, dass die Haftstreifen 42 und 44 jeweils einen spitzen Winkel von etwa 60° mit den benachbarten seitlichen Rändern 14 bzw. 12 einschließen. Dabei ist auch bei der in den Figuren 3 und 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung der dem seitlichen Rand 14 benachbarte Haftstreifen auf der Innenseite der Materialbahn angeordnet, während der dem seitlichen Rand 12 benachbarte Haftstreifen 44 auf der Außenseite der Materialbahn angeordnet ist. Zusätzlich ist in Fig. 4 ein Befestigungselement 52, wie etwa ein Druckknopf, im Bereich des oberen Rands 16 auf der Außenseite der Materialbahn angeordnet. Ferner ist eine zum Binden des OP-Mantels auf Hüfthöhe vorgesehene längsseitige Hüftschnur 70 erkennbar.

    [0049] In Fig. 5 ist ein zum lösbaren Befestigen des OP-Mantels an der Packung 100 ausgelegtes Band 50 dargestellt. Das insgesamt mit 50 bezeichnete Band umfasst ein Band 110 aus elastisch dehnbarem Material sowie ein als Dehnungsbegrenzung dienendes Band 120 aus weniger dehnbarem Material. Das elastisch dehnbare Material 110 und die Dehnungsbegrenzung 120 sind in einem Schlauch 130 aus SMMS aufgenommen. Der Schlauch weist eine schlitzförmige Öffnung 132 auf. Das Band aus elastisch dehnbarem Material ist auf Höhe der schlitzförmigen Öffnung 132 mit einem Befestigungselement, wie etwa einem Druckknopfelement, ausgestattet, welches mit dem Befestigungselement 52 auf der Außenseite der Materialbahn im Sinne einer lösbaren Verbindung zusammenwirkt.

    [0050] Die Länge des Bands 120 aus weniger dehnbarem Material ist etwas größer als die Länge des Bands 110 aus dehnbarem Material. Die Bänder 110 und 120 sind an ihren Enden miteinander verbunden, beispielsweise verknotet und/oder verklebt und/oder verschweißt, wie bei 124 und 126 angedeutet. Dadurch wird die Dehnung des Bands 110 begrenzt. Auf der der Verbindungsstelle 126 abgewandten Seite des Schlitzes 132 ist der Schlauch 130 mit einer zusätzlichen, zum Herstellen einer lösbaren Verbindung mit einer Transferkarte einsetzbaren Hüftschnur 70 ausgestattet. Die Hüftschnur 70 kann derart an der Transferkarte verknotet sein, dass sie sich bei Ausübung einer Zugkraft darauf von der Transferkarte löst und die Zählkarte danach nur noch an den Verbindungsschnüren hängt. Zusätzlich oder alternativ kann die Transferkarte über ein Druckknopfsystem lösbar mit der Hüftschnur verbunden sein.

    [0051] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung durchsetzt eine Schlaufe der Hüftschnur einen Schlitz in der Transferkarte, wie in Fig 5A bei A angedeutet, so dass die Schlaufe durch Zug an der Hüftschnur durch den Schlitz in der Transferkarte gezogen und so von der Transferkarte gelöst werden kann. Auf der den Verbindungsschnüren 140 abgewandten Seite des Schlitzes 132 sind die Bänder 120 und 110 mit der Packung verbunden.

    [0052] Wenn der über die Verbindungselemente, von denen in der Zeichnung nur das Verbindungselement 52 dargestellt ist, mit der Packung verbundene Mantel daraus entnommen wird, wird nach Einführen der Arme in die entsprechenden Öffnungen 22, 24 das Band 110 aus dehnbarem Material gedehnt und gespannt, bis sich die Verbindungselemente, die im Bereich des Schlitzes 132 miteinander verbunden sind, voneinander lösen. Im Anschluss daran ist die Materialbahn 10 nur noch über die Verbindungsschnüre 140, die Zählkarte und die Hüftschnur 70 mit der Packung verbunden. Durch Zug an den Verbindungsschnüren 140 löst sich die Zählkarte von der Hüftschnur 70. Dann ist der Mantel vollständig von der Packung gelöst.

    [0053] Die in Fig. 6 dargestellte Packung 200 weist einen Boden 210, eine sich vom Boden in Richtung auf eine Entnahmeöffnung 215 erstreckende, umlaufende Wand 220 und einen die Öffnung 215 umlaufenden, von der Wand 220 nach außen ragenden umlaufenden Siegelflansch 230 auf. Auf den Siegelflansch 230 kann eine Siegelfolie aufgesiegelt werden, die zum sterilen Verschließen der Packung 200 dient. An dem dem umlaufenden Flansch 230 benachbarten Randbereich ist die Wand 220 mit einer umlaufenden Einbuchtung in Form einer umlaufenden Nut ausgestattet. Die Nut 222 geht in den Siegelflansch 230 über, wie besonders deutlich in Fig. 6b) erkennbar ist. Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung kann die Nut auch nur an zwei oder drei Seiten der Packung vorgesehen sein.

    [0054] Der in Fig. 7 dargestellte Halter 300 für die in Fig. 6 dargestellte Packung 200 umfasst im Wesentlichen einen Rahmen 310, Abstandhalter 320 und 325, sowie eine Befestigungsanordnung 330. Der Rahmen 310 ist insgesamt U-förmig ausgeführt, wobei an den oberen Enden der seitlichen Schenkel des Rahmens 310 einander zugewandte Einbuchtungen 312 vorgesehen sind. Der Abstand zwischen den äußeren Schenkeln des Rahmens 310 entspricht im Wesentlichen der Breite der Packung 200, so dass die äu-ßeren Schenkel 310 in den Nuten 222 der Wand 220 der Packung 200 aufgenommen werden können, wobei durch die Einbuchtungen 312 am oberen Rand der äußeren Schenkel des Rahmens 310 eine Arretierung der Packung erfolgt.

    [0055] Der Rahmen 310 wird nach Einsetzen der Packung 200 (vgl. Fig. 7b) von dem Siegelflansch 230 abgedeckt. Dadurch wird verhindert, dass der in der Packung 200 aufgenommene Mantel beim Entnahmevorgang in Kontakt an den Rahmen 310 gelangt. Der Verbindungsschenkel des U-förmigen Rahmens 310 ist nach Einsetzen der Packung 200 ebenfalls in der Nut 222 aufgenommen.

    [0056] Der Rahmen 310 ist über Abstandelemente 320 und 325 mit einer Befestigungsanordnung 330 verbunden. Die Abstandhalterelemente 320 und 325 erstrecken sich etwa senkrecht zu einer durch den Rahmen aufgespannten Ebene und sind auf die Höhe der Packung abgestimmt, so dass die Packung 200 insgesamt formschlüssig in dem Halter 300 aufgenommen werden kann. Die Befestigungsanordnung 330 kann einerseits zum Festlegen des Halters an einer Wand und andererseits zur höhenveränderlichen Festlegung an einem Träger (nicht dargestellt) eingesetzt werden. Die Befestigung des Halters an einem Träger bringt den Vorteil mit sich, dass die Höhe der in dem Halter 300 aufgenommenen Packung 200 entsprechend den Bedürfnissen des Benutzers eingestellt werden kann.

    [0057] Die Packung 200 kann insgesamt als Tiefziehkunststoffpackung mit einer davon abschälbaren Folienabdeckung ausgeführt sein.


    Ansprüche

    1. OP-Mantel mit einer von einem vorzugsweise etwa geradlinig verlaufenden ersten seitlichen Rand (12) und einem vorzugsweise etwa parallel zum ersten seitlichen Rand verlaufenden zweiten seitlichen Rand (14), einem die seitlichen Ränder miteinander verbindenden oberen Rand (16) und einem die seitlichen Ränder miteinander verbindenden unteren Rand (18) begrenzten Materialbahn (10), einem sich ausgehend von einer ersten Öffnung (22) in der Materialbahn (10) erstreckenden und an die Materialbahn (10) angesetzten ersten Ärmel, einem sich ausgehend von einer zweiten Öffnung (24) in der Materialbahn (10) erstreckenden und an die Materialbahn (10) angesetzten zweiten Ärmel, wobei die erste Öffnung (22) zwischen dem ersten seitlichen Rand (12) und der zweiten Öffnung (24) angeordnet ist und die Öffnungen (22, 24) näher am oberen Rand (16) als am unteren Rand (18) angeordnet sind, wobei zumindest im Bereich der dem oberen Rand (18) benachbarten oberen Hälfte mindestens eines seitlichen Randes eine, eine Erweiterung der Materialbahn bildende, Anziehhilfe vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des oberen Endes des zweiten seitlichen Rands (14) eine zum Herstellen einer lösbaren Befestigung an einer Verpackung (100) des OP-Mantels benutzbare Befestigungsanordnung (50) an der Materialbahn (10) vorgesehen ist.
     
    2. OP-Mantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Anziehhilfe ein erster Abstand zwischen der ersten Öffnung (22) und dem ersten seitlichen Rand (12) größer ist als ein zweiter Abstand zwischen der zweiten Öffnung (24) und dem zweiten seitlichen Rand (14).
     
    3. OP-Mantel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem zweiten Abstand 1,2 oder größer, vorzugsweise 1,4 oder größer und/oder kleiner als 2 ist.
     
    4. OP-Mantel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem ersten Abstand und dem Abstand zwischen den Öffnungen (22, 24) größer als 1,2, vorzugsweise größer als 1,4 und/oder kleiner als 4, insbesondere kleiner als 3 ist.
     
    5. OP-Mantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer im angezogenen Zustand vorzugsweise dem Benutzer abgewandten ersten Begrenzungsfläche der Materialbahn (10) zwischen dem ersten seitlichen Rand (12) und der ersten Öffnung (22) ein erster Haftstreifen (44) angeordnet ist und im Bereich einer der ersten Begrenzungsfläche entgegengesetzten, im angezogenen Zustand vorzugsweise dem Benutzer zugewandten zweiten Begrenzungsfläche der Materialbahn (10) im Bereich des zweiten seitlichen Rands (14) ein zweiter Haftstreifen (42) angeordnet ist, wobei die Haftstreifen beim Anlegen des OP-Mantels zumindest abschnittweise in überlappende Anlage aneinander geraten.
     
    6. OP-Mantel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftstreifen sich in angelegtem Zustand so überkreuzen, dass sie einen Winkel von 30° bis 150°, vorzugsweise etwa 90°, miteinander einschließen.
     
    7. OP-Mantel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftstreifen sich in angelegtem Zustand des OP-Mantels so kreuzen, dass sie zwei spitze Winkel von jeweils etwa 20° bis 80° miteinander einschließen.
     
    8. OP-Mantel nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Haftstreifen (42, 44) im Bereich des oberen Rands (16) angeordnet sind.
     
    9. OP-Mantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anziehhilfe (30) ein im Bereich des oberen Endes des ersten seitlichen Rands (12) an der Materialbahn (10) festgelegtes Band aufweist.
     
    10. OP-Mantel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Band an seinem dem oberen Ende der Materialbahn abgewandten Ende im mittleren Bereich des ersten seitlichen Rands (12) an der Materialbahn (10) befestigt ist.
     
    11. OP-Mantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsanordnung (50) ein vorzugsweise zumindest abschnittweise elastisches Band aufweist, das vorzugsweise mit einem Druckknopf ausgestattet ist.
     
    12. OP-Mantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Band der Befestigungsanordnung ein zum lösbaren Befestigen des Bands im Bereich des oberen Rands der Materialbahn ausgelegtes Befestigungselement, wie etwa einen Druckknopf, aufweist, und die Materialbahn im Bereich des oberen Rands mit einem Gegenstück für das Befestigungselement ausgestattet ist.
     
    13. OP-Mantel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Band zwischen der Packung und dem Befestigungselement zumindest teilweise aus einem elastischen Material gebildet ist.
     
    14. OP-Mantel nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Dehnungsbegrenzung für das zumindest teilweise aus elastischem Material gebildete Band.
     
    15. OP-Mantel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsbegrenzung ein sich zwischen dem Befestigungselement und der Packung erstreckendes Band aus einem Material geringerer Dehnbarkeit aufweist, dessen Länge größer ist als die Länge des zumindest teilweise aus elastischem Material bestehenden Bands.
     
    16. OP-Mantel nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Band ausgehend von dem Befestigungselement auf der der Packung abgewandten Seite in Richtung auf eine Transferkarte erstreckt.
     
    17. OP-Mantel nach Anspruch 167, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferkarte lösbar an einer Hüftschnur des OP-Mantels festgelegt ist.
     
    18. OP-Mantel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüftschnur einen Schlitz in der Transferkarte derart durchsetzt, dass sie auf einer einer Einführseite der Transferkarte abgewandten Seite eine Schlaufe bildet, die durch Zug an der Hüftschnur eine Lösung der Hüftschnur von der Schlaufe bewirkend durch den Schlitz gezogen werden kann.
     
    19. OP-Mantel nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Band und/oder die Dehnungsbegrenzung zumindest abschnittweise in einem schützenden Schlauch aufgenommen sind.
     
    20. OP-Mantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an der Materialbahn angeordnete Transferkarte (60) mit einer zum Festlegen des Druckknopfes der Befestigungsanordnung (50) ausgelegten weiteren Befestigungsanordnung.
     
    21. Kit mit einem in einer Packung aufgenommenen OP-Mantel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anziehhilfe (30) des OP-Mantels nach Öffnen der Packung (100) von einem Benutzer durch die Packungsöffnung greifbar ist.
     
    22. Kit nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Anziehhilfe gegriffene OP-Mantel aus der Packung (100) entnehmbar ist und der entnommene OP-Mantel von der Befestigungsanordnung (50) lösbar an der Packung (100) gehalten wird.
     
    23. Kit nach einem der Ansprüche 21 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn in der Packung einfach, vorzugsweise mehrfach leporelloartig gefaltet ist.
     
    24. Kit nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn ausgehend von den seitlichen Rändern in Richtung auf die Öffnungen leporelloartig gefaltet ist.
     
    25. Kit nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn ausgehend von dem unteren Rand in Richtung auf den oberen Rand leporelloartig gefaltet ist.
     
    26. Kit nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltung der Materialbahn erhalten wird, indem die ausgebreitete Materialbahn ausgehend von den seitlichen Rändern leporelloartig zu den jeweils benachbarten Öffnungen gefaltet wird, dann ausgehend von dem unteren Rand leporelloartig derart in Richtung auf den oberen Rand gefaltet wird, dass die Seitenlänge des so erhaltenen Zwischenproduktes in einer parallel zu den seitlichen Rändern verlaufenden Richtung etwa einer Seitenlänge der Packung entspricht und das Zwischenprodukt anschließend von dem ersten seitlichen Rand derart leporelloartig in Richtung auf den zweiten seitlichen Rand gefaltet wird, dass die Abmessung der gefalteten Materialbahn in einer senkrecht zu den seitlichen Rändern verlaufenden Richtung etwa den entsprechenden Abmessungen der Packung entsprechen.
     
    27. Kit nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseiten der gefalteten Materialbahn durch Bereiche der im Gebrauchszustand dem Benutzer zugewandten inneren Begrenzungsfläche der Materialbahn gebildet sind.
     
    28. Kit nach einem der Ansprüche 21 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Packung einen Boden und eine sich ausgehend von dem Boden in Richtung auf eine Öffnung erstreckende umlaufende Wand aufweist, wobei die Wand mindestens eine, vorzugsweise als umlaufende Nut ausgeführte, Einbuchtung zum Aufnehmen eines Fixierbereichs eines Halters für die Packung aufweist.
     
    29. Kit nach Anspruch 28, gekennzeichnet durch einen auf der dem Boden abgewandten Seite der Einbuchtung angeordneten und vorzugsweise die Öffnung umlaufenden Flansch, wobei der Fixierbereich an die dem Boden zugewandten Begrenzungsfläche des Flanschs anlegbar ist.
     
    30. Kit nach einem der Ansprüche 27 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixierbereich einen Rahmen aufweist, in den die Packung einschiebbar ist.
     


    Claims

    1. A surgical gown comprising: a material web (10) delimited by a first lateral edge (12) extending in an approximately rectilinear manner and a second lateral edge (14) preferably extending approximately parallel to the first lateral edge, and by an upper edge (16) which connects the two lateral edges to each other and a lower edge (18) which connects the lateral edges to each other; a first sleeve starting from a first opening (22) in the material web (10) and applied to the material web (10); and a second sleeve starting from a second opening (24) in the material web (10) and applied to the material web (10), wherein the first opening (22) is arranged between the first lateral edge (12) and the second opening (24) and the openings (22, 24) are arranged closer to the upper edge (16) than the lower edge (18), wherein a fitting aid forming an extension to the material web is formed at least in the area of the top half of at least one lateral edge that is adjacent to the upper edge (18), characterised in that a fastening arrangement (50) which can be used to produce a detachable fastening to a packaging (100) of the surgical gown is provided on the material web (10) in the area of the upper end of the second lateral edge (14).
     
    2. The surgical gown according to claim 1, characterised in that, in order to create the fitting aid, a first distance between the first opening (22) and the first lateral edge (12) is greater than a second distance between the second opening (24) and the second lateral edge (14).
     
    3. The surgical gown according to claim 2, characterised in that the ratio between the first distance and the second distance is 1.2 or more, preferably 1.4 or more and/or less than 2.
     
    4. The surgical gown according to claim 2 or 3, characterised in that the ratio between the first distance and the distance between the openings (22, 24) is greater than 1.2, preferably greater than 1.4 and/or less than 4, in particular less than 3.
     
    5. The surgical gown according to one of the preceding claims, characterised in that a first adhesive strip (44) is arranged on a first delimiting surface of the material web (10), which preferably faces away from the user when the gown is in use, between the first lateral edge (12) and the first opening (22), and a second adhesive strip (42) is arranged in the area of a second delimiting surface of the material web (10), which is opposite the first delimiting surface and preferably faces towards the user when the gown is in use, in the area of the second lateral edge (14), wherein at least parts of the adhesive strips come to overlap each other when the surgical gown is put on.
     
    6. The surgical gown according to claim 5, characterised in that, when the surgical gown is being worn, the adhesive strips intersect such that they form an angle of 30° to 150°, preferably approximately 90°.
     
    7. The surgical gown according to claim 5, characterised in that, when the surgical gown is being worn, the adhesive strips intersect such that they form two acute angles of approximately 20° to 80° each.
     
    8. The surgical gown according to claim 5, characterised in that the adhesive strips (42, 44) are arranged in the area of the upper edge (16).
     
    9. The surgical gown according to one of the preceding claims, characterised in that the fitting aid (30) has a band fastened to the material web (10) in the area of the upper end of the first lateral edge (12).
     
    10. The surgical gown according to claim 9, characterised in that the band is fastened to the material web (10) at its end facing away from the upper end of the material web in the middle section of the first lateral edge (12).
     
    11. The surgical gown according to one of the preceding claims, characterised in that the fastening arrangement (50) has a band, at least part of which is preferably elastic and which is preferably fitted with a press-stud.
     
    12. The surgical gown according to claim 1, characterised in that the band of the fastening arrangement has a fastening element such as a press-stud, which is designed to detachably fasten the band, in the area of the upper edge of the material web, and the material web is fitted with a counterpart to the fastening element in the area of the upper edge.
     
    13. The surgical gown according to claim 12, characterised in that the band between the packaging and the fastening element is made at least in part from an elastic material.
     
    14. The surgical gown according to claim 13, characterised by an elongation limiter for the band, which is made at least in part from an elastic material.
     
    15. The surgical gown according to claim 14, characterised in that the elongation limiter includes a band made from a material of lower elasticity extending between the fastening element and the packaging, the length of which band is greater than the length of the band made at least in part from the elastic material.
     
    16. The surgical gown according to one of claims 12 to 15, characterised in that the band starts from the fastening element on the side facing away from the packaging and extends towards a transfer card.
     
    17. The surgical gown according to claim 16, characterised in that the transfer card is detachably attached to a waist cord of the surgical gown.
     
    18. The surgical gown according to claim 17, characterised in that the waist cord goes through a slot in the transfer card such that it forms a loop on a side facing away from a side on the transfer card through which the cord is inserted, which loop can be pulled through the slot by pulling on the waist cord, thereby releasing the waist cord from the loop.
     
    19. The surgical gown according to one of claims 12 to 18, characterised in that the band and/or the elongation limiter is accommodated at least partially in a protective tube.
     
    20. The surgical gown according to one of the preceding claims, characterised by a transfer card (60) arranged on the material web and comprising a further fastening arrangement designed to secure the press-stud of the fastening arrangement (50).
     
    21. A kit comprising a surgical gown according to one of the preceding claims arranged in a packaging, characterised in that, once the packaging (100) has been opened, a user can grasp the fitting aid (30) of the surgical gown through the opening of the packaging .
     
    22. The kit according to claim 21, characterised in that the surgical gown grasped by the fitting aid can be removed from the packaging (100) and the removed surgical gown is detachably attached to the packaging (100) by the fastening arrangement (50).
     
    23. The kit according to one of claims 21 and 22, characterised in that, in the packaging, the material web is folded once, preferably multiple times, in a concertina formation.
     
    24. The kit according to claim 23, characterised in that the material web is folded in a concertina formation starting from the lateral edges and proceeding towards the openings.
     
    25. The kit according to claim 23 or 24, characterised that the material web is folded in a concertina formation starting from the lower edge and proceeding towards the upper edge.
     
    26. The kit according to one of claims 23 to 25, characterised in that the folding of the material web is obtained by folding the unfolded material web in a concertina formation starting from the lateral edges and proceeding towards the respective adjacent openings, and then in a concertina formation starting from the lower edge and proceeding towards the upper edge such that the lateral length of the intermediate product thus obtained corresponds approximately to a lateral length of the packaging in a direction running parallel to the lateral edges and the intermediate product is then folded in a concertina formation starting from the first lateral edge and proceeding towards the second lateral edge such that the dimensions of the folded material web correspond approximately to the corresponding dimensions of the packaging in a direction running perpendicular to the lateral edges.
     
    27. The kit according to one of claims 23 to 26, characterised in that the outer sides of the folded material web are formed by sections of the inner delimiting surface of the material web which faces the user when the surgical gown is being used.
     
    28. The kit according to one of claims 21 to 27, characterised in that the packaging has a base and a circumferential wall starting from the base and extending towards an opening, wherein the wall has at least one recess, preferably designed as a circumferential groove, for receiving a fixing area of a holder for the packaging.
     
    29. The kit according to claim 28, characterised by a flange arranged on the side of the recess facing away from the base and preferably extending around the opening, wherein the fixing area can be arranged on the delimiting surface of the flange facing the base.
     
    30. The kit according to one of claims 27 and 28, characterised in that the fixing area has a frame into which the packaging can be inserted.
     


    Revendications

    1. Blouse chirurgicale comportant : une bande de matériau (10) délimitée par un premier bord latéral (12) de préférence approximativement rectiligne et un deuxième bord latéral (14) de préférence approximativement parallèle au premier bord latéral et par un bord supérieur (16) reliant les bords latéraux l'un à l'autre et un bord inférieur (18) reliant les bords latéraux l'un à l'autre ; une première manche qui part d'une première ouverture (22) réalisée dans la bande de matériau (10) et est appliquée sur la bande de matériau (10) ; et une deuxième manche qui part d'une deuxième ouverture (24) réalisée dans la bande de matériau (10) et qui est appliquée sur la bande de matériau (10), ladite première ouverture (22) étant agencée entre le premier bord latéral (12) et la deuxième ouverture (24) et lesdites ouvertures (22, 24) étant agencées plus près du bord supérieur (16) que du bord inférieur (18), une aide à l'enfilage formant une extension de la bande de matériau étant prévue au moins dans la région de la moitié supérieure d'au moins un bord latéral qui est adjacente au bord supérieur (18) ; caractérisée en ce que, dans la région de l'extrémité supérieure du deuxième bord latéral (14), il est prévu, sur la bande de matériau (10), un dispositif de fixation (50) permettant de produire une fixation détachable à un emballage (100) de la blouse chirurgicale.
     
    2. Blouse chirurgicale selon la revendication 1, caractérisée en ce que, pour former l'aide à l'enfilage, une première distance entre la première ouverture (22) et le premier bord latéral (12) est supérieure à une deuxième distance entre la deuxième ouverture (24) et le deuxième bord latéral (14).
     
    3. Blouse chirurgicale selon la revendication 2, caractérisée en ce que le rapport entre la première distance et la deuxième distance est supérieur ou égal à 1,2, de préférence supérieur ou égal à 1,4 et/ou inférieur à 2.
     
    4. Blouse chirurgicale selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que le rapport entre la première distance et la distance entre les ouvertures (22, 24) est supérieur à 1,2, de préférence supérieur à 1,4 et/ou inférieur à 4, notamment inférieur à 3.
     
    5. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une première bande adhésive (44) est agencée sur une première surface de délimitation de la bande de matériau (10), de préférence détournée de l'utilisateur à l'usage, entre le premier bord latéral (12) et la première ouverture (22), et en ce qu'une deuxième bande adhésive (42) est agencée dans la région d'une deuxième surface de délimitation de la bande de matériau (10), opposée à la première surface de délimitation et de préférence tournée vers l'utilisateur à l'usage, dans la région du deuxième bord latéral (14), lesdites bandes adhésives venant se chevaucher l'une l'autre, au moins partiellement, lors du port de la blouse chirurgicale.
     
    6. Blouse chirurgicale selon la revendication 5, caractérisée en ce que les bandes adhésives se croisent, à l'état enfilé, de manière à former entre elles un angle de 30° à 150°, de préférence d'environ 90°.
     
    7. Blouse chirurgicale selon la revendication 5, caractérisée en ce que les bandes adhésives se croisent, à l'état enfilé, de la blouse de manière à former entre elles deux angles aigus d'environ 20° à 80° chacun.
     
    8. Blouse chirurgicale selon la revendication 5, caractérisée en ce que les bandes adhésives (42, 44) sont disposées dans la région du bord supérieur (16).
     
    9. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'aide à l'enfilage (30) présente un ruban fixé à la bande de matière (10) dans la région de l'extrémité supérieure du premier bord latéral (12).
     
    10. Blouse chirurgicale selon la revendication 9, caractérisée en ce que le ruban est fixé à la bande de matériau (10) par son extrémité détournée de l'extrémité supérieure de la bande de matériau, dans la région centrale du premier bord latéral (12).
     
    11. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de fixation (50) présente un ruban de préférence au moins partiellement élastique, pourvu de préférence d'un bouton-pression.
     
    12. Blouse chirurgicale selon la revendication 1, caractérisée en ce que le ruban du dispositif de fixation présente un élément de fixation conçu pour une fixation amovible du ruban dans la région du bord supérieur de la bande de matériau, tel qu'un bouton-pression, et la bande de matériau est pourvue, dans la région du bord supérieur, d'un élément destiné à coopérer avec l'élément de fixation.
     
    13. Blouse chirurgicale selon la revendication 12, caractérisée en ce que le ruban entre l'emballage et l'élément de fixation est de conception au moins partiellement élastique.
     
    14. Blouse chirurgicale selon la revendication 13, caractérisée par un organe de limitation d'allongement concernant le ruban constitué d'un matériau au moins partiellement élastique.
     
    15. Blouse chirurgicale selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'organe de limitation d'allongement présente un ruban de matériau de moindre élasticité s'étendant entre l'élément de fixation et l'emballage et dont la longueur est supérieure à la longueur du ruban constitué d'un matériau au moins partiellement élastique.
     
    16. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications 12 à 15, caractérisée en ce que le ruban s'étend, à partir de l'élément de fixation, sur le côté détourné de l'emballage, en direction d'une carte de transfert.
     
    17. Blouse chirurgicale selon la revendication 16, caractérisée en ce que la carte de transfert est fixée de manière amovible à un cordon de taille de la blouse chirurgicale.
     
    18. Blouse chirurgicale selon la revendication 17, caractérisée en ce que le cordon de taille passe dans une fente de la carte de transfert de façon à former une boucle sur un côté opposé à un côté d'insertion de la carte de transfert, laquelle boucle peut être amenée à passer à travers la fente sous l'effet d'une traction exercée sur le cordon de taille, occasionnant une libération du cordon de taille vis-à-vis de la boucle.
     
    19. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications 12 à 18, caractérisée en ce que le ruban et/ou l'organe de limitation d'allongement logent au moins partiellement dans un tube de protection.
     
    20. Blouse chirurgicale selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une carte de transfert (60) agencée sur la bande de matériau et dotée d'un autre dispositif de fixation conçu pour fixer le bouton-pression du dispositif de fixation (50).
     
    21. Kit comprenant une blouse chirurgicale logeant dans un emballage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, une fois l'emballage (100) ouvert, l'aide à l'enfilage (30) de la blouse chirurgicale peut être saisie par un utilisateur à travers l'ouverture dudit emballage.
     
    22. Kit selon la revendication 21, caractérisé en ce que la blouse chirurgicale saisie au niveau de l'aide à l'enfilage peut être retirée de l'emballage (100) et la blouse chirurgicale ainsi retirée est retenue de manière amovible sur l'emballage (100) par le dispositif de fixation (50).
     
    23. Kit selon l'une des revendications 21 et 22, caractérisé en ce que, dans l'emballage, la bande de matériau est pliée une fois, de préférence plusieurs fois, en accordéon.
     
    24. Kit selon la revendication 23, caractérisé en ce que la bande de matériau est pliée en accordéon, en partant des bords latéraux et en direction des ouvertures.
     
    25. Kit selon la revendication 23 ou 24, caractérisé en ce que la bande de matériau est pliée en accordéon, en partant du bord inférieur et en direction du bord supérieur.
     
    26. Kit selon l'une des revendications 23 à 25, caractérisé en ce que le pliage de la bande de matériau est obtenu par pliage en accordéon de la bande de matériau étalée, en partant des bords latéraux jusqu'aux ouvertures adjacentes respectives, puis en accordéon en partant du bord inférieur et dans la direction du bord supérieur de façon que la longueur latérale du produit intermédiaire ainsi obtenu corresponde approximativement, dans une direction parallèle aux bords latéraux, à une longueur latérale de l'emballage, et le produit intermédiaire est ensuite plié en accordéon en partant du premier bord latéral et en direction du deuxième bord latéral de façon que les dimensions de la bande de matériau pliée, dans une direction perpendiculaire aux bords latéraux, correspondent approximativement aux dimensions respectives de l'emballage.
     
    27. Kit selon l'une des revendications 23 à 26, caractérisé en ce que les côtés extérieurs de la bande de matériau pliée sont formés par des régions de la surface de délimitation intérieure de la bande de matériau qui, à l'usage, est tournée vers l'utilisateur.
     
    28. Kit selon l'une des revendications 21 à 27, caractérisé en ce que l'emballage présente un fond et une paroi circonférentielle s'étendant depuis le fond vers une ouverture, ladite paroi présentant au moins une échancrure, de préférence conçue sous la forme d'une rainure circonférentielle destinée à recevoir une zone de fixation d'un support d'emballage.
     
    29. Kit selon la revendication 28, caractérisé par une bride agencée sur le côté de l'échancrure qui est détourné du fond et entourant de préférence l'ouverture, la zone de fixation pouvant venir reposer sur la surface de délimitation de la bride qui est tournée vers le fond.
     
    30. Kit selon l'une des revendications 27 et 28, caractérisé en ce que la zone de fixation présente un cadre dans lequel l'emballage peut être inséré.
     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente