ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Förderung von Dickstoff.
[0002] Die
DE 34 48 016 A1 offenbart eine hydrostatisch angetriebene Duplex-Plunger-Pumpe für die Förderung
von mit abrasiven Teilchen beladenen Flüssigkeiten, fließfähigen Schlämmen oder Emulsionen,
bei welcher jeder Plungerkolben mit einer doppelt wirkenden hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit
gekoppelt ist, deren Beaufschlagung mit Hydraulikmedium mittels hydraulischer Steuerorgane
derart gesteuert wird, dass ihre Kolben jeweils gegensinnige Hubbewegungen ausführen.
Die hydraulischen Steuerorgane sind durch in Abhängigkeit von der Hubstellung der
Plungerkolben in einer Steuereinheit entwickelte elektrische Signale betätigte Steuerventile.
Die Steuereinheit ist mit zumindest die Hubendstellungen der Plungerkolben abtastenden
elektrischen Sensoren verbunden. Die Steuereinheit weist eine Vergleichereinheit auf,
in welcher die zeitliche Synchronisierung der Hubendstellungen beider Plungerkolben
verglichen und bei Zurückbleiben eines Plungerkolbens ein Steuersignal für die zugeordnete
hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit derart entwickelt wird, dass die Zufuhr von Hydraulikmedium
zu der dem voreilenden Plungerkolben zugeordneten Kolben-Zylinder-Einheit solange
vermindert oder gesperrt wird, bis der nacheilende Plungerkolben seine Hubendstellung
erreicht hat.
[0003] Die
DE 101 50 467 A1 offenbart eine Dickstoffpumpe mit Fördermengenregelung.
[0004] Die
WO 2005/093253 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Steuerung einer Dickstoffpumpe.
[0006] Die
DE 10 2015 103 180 A1 offenbart eine hydraulisch angetriebene Zweizylinder-Kolbenpumpe mit einem ersten
Differentialzylinder mit einer kolbenseitigen Kammer und einer stangenseitigen Kammer,
der einen ersten Förderkolben über eine erste Kolbenstange antreibt, sowie mit einem
zweiten Differentialzylinder mit einer kolbenseitigen Kammer und einer stangenseitigen
Kammer, der einen zweiten Förderkolben über eine zweite Kolbenstange antreibt. Die
Zweizylinder-Kolbenpumpe zeichnet sich insbesondere durch eine Umschalteinrichtung
aus, die durch Umschaltung des Hydraulikölflusses zu den Kammern der Differentialzylinder
eine kolben- oder stangenseitige Betriebsart der Zweizylinder-Kolbenpumpe einstellt,
wobei die Umschalteinrichtung an den Böden der kolbenseitigen Kammern der Differentialzylinder
als Brücke bildende Verbindung zwischen den Differentialzylindern angeordnet ist.
Ferner ist Gegenstand der
DE 10 2015 103 180 A1 auch ein Verfahren zum Betrieb der hydraulisch angetriebenen Zweizylinder-Kolbenpumpe.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0007] Der Erfindung liegt als Aufgabe die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Förderung
von Dickstoff zugrunde, die eine optimale und/oder sichere Förderung ermöglicht.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Förderung
von Dickstoff mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen und/oder
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Förderung von Dickstoff weist mindestens einen
Antriebszylinder, mindestens einen Antriebskolben, mindestens einen Förderzylinder,
mindestens einen Förderkolben und mindestens eine Kolbenstange auf. Der Antriebszylinder
ist zur Aufnahme von Hydraulikflüssigkeit, insbesondere von Öl, ausgebildet. Der Antriebskolben
ist in dem Antriebszylinder angeordnet. Der Förderzylinder ist zur Aufnahme von Dickstoff
ausgebildet. Der Förderkolben ist in dem Förderzylinder angeordnet. Die Kolbenstange
ist an dem Antriebskolben zur Bewegungskopplung mit dem beziehungsweise Bewegungsübertragung
auf den Förderkolben befestigt. Des Weiteren weist der Antriebszylinder einen stangenseitigen
Durchlass beziehungsweise Einlass zur Druckbeaufschlagung einer Stangenseite des Antriebskolbens
mit Hydraulikflüssigkeit und einen bodenseitigen Durchlass beziehungsweise Einlass
zur Druckbeaufschlagung einer der Stangenseite abgewandten beziehungsweise gegenüberliegenden
Bodenseite des Antriebskolbens mit Hydraulikflüssigkeit auf. Außerdem weist die Vorrichtung
eine, insbesondere ansteuerbare, Antriebspumpe beziehungsweise Antriebspumpeneinheit,
mindestens eine Pumpenverbindung, eine, insbesondere elektrische, Sensoreinrichtung
und eine, insbesondere elektrische, Steuereinheit auf. Die Antriebspumpe ist zur Erzeugung
eines Antriebsvolumenflusses mit einem Antriebsdruck von Hydraulikflüssigkeit zur
Bewegung des Antriebskolbens, insbesondere in dem Antriebszylinder, ausgebildet, und
insbesondere somit zur Bewegung der Kolbenstange und somit des Förderkolbens, insbesondere
in dem Förderzylinder. Die Pumpenverbindung ist zur veränderbaren, insbesondere bedienerveränderbaren
beziehungsweise lösbaren, Verbindung der Antriebspumpe, insbesondere einer Hochdruckseite
der Antriebspumpe, mit, insbesondere entweder, dem stangenseitigen Durchlass oder
dem bodenseitigen Durchlass für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit, insbesondere von
der Antriebspumpe zu dem Antriebskolben, ausgebildet. Die Sensoreinrichtung ist zur
selbstständigen beziehungsweise autonomen beziehungsweise automatischen Erfassung
beziehungsweise Erkennung, ob die Pumpenverbindung mit dem stangenseitigen Durchlass
oder dem bodenseitigen Durchlass verbunden ist, ausgebildet. Die Steuereinheit ist
zur, insbesondere selbstständigen beziehungsweise autonomen beziehungsweise automatischen,
Steuerung der Vorrichtung, insbesondere der Antriebspumpe, bei erfasster stangenseitiger
Pumpenverbindung in einer stangenseitigen Betriebsart und bei erfasster bodenseitiger
Pumpenverbindung in einer, insbesondere von der stangenseitigen verschiedenen, bodenseitigen
Betriebsart ausgebildet.
[0010] Die Vorrichtung ermöglicht eine, insbesondere wiederholbare beziehungsweise mehrfache,
Veränderung beziehungsweise Umschaltung zwischen stangenseitigem und bodenseitigem
Antrieb, insbesondere durch einen Bediener. Somit ermöglicht die Vorrichtung eine
Veränderung eines Übersetzungsverhältnisses zwischen einer Antriebsseite, insbesondere
dem Antriebszylinder und/oder dem Antriebskolben, und einer Förderseite, insbesondere
dem Förderzylinder und/oder dem Förderkolben. Somit ermöglicht die Vorrichtung, insbesondere
bei gleichbleibendem Antriebsdruck beziehungsweise Antriebsdruckwert und gleichbleibendem
Antriebsvolumenfluss beziehungsweise Antriebsvolumenflusswert, eine Veränderung erreichbarer
Werte für Förderdruck und Fördervolumenfluss.
[0011] Im Detail können die Stangenseite und die Bodenseite eine gleich große Fläche beziehungsweise
einen gleichen Flächenwert aufweisen. Jedoch kann die an dem Antriebskolben befestigte
Kolbenstange eine Teilfläche der Stangenseite einnehmen und somit der Hydraulikflüssigkeit
die Teilfläche zur Beaufschlagung mit dem Antriebsdruck wegnehmen. Demgegenüber kann
der Hydraulikflüssigkeit die Bodenseite vollflächig zur Beaufschlagung mit dem Antriebsdruck
zur Verfügung stehen. Somit kann eine von der Hydraulikflüssigkeit mit dem Antriebsdruck
auf die Bodenseite übertragene Kraft beziehungsweise ein Kraftwert höher als eine
Kraft beziehungsweise ein Kraftwert auf die Stangenseite sein. Somit kann die Vorrichtung
die, insbesondere verschiedenen, Übersetzungsverhältnisse aufweisen. Insbesondere
kann die bodenseitige Pumpenverbindung beziehungsweise die bodenseitige Betriebsart
zur Hochdruckförderung verwendet beziehungsweise genutzt werden. Die stangenseitige
Pumpenverbindung beziehungsweise die stangenseitige Betriebsart kann zur Niederdruckförderung
verwendet beziehungsweise genutzt werden.
[0012] Des Weiteren kann die Kolbenstange in dem Antriebszylinder auf der Stangenseite ein
Teilvolumen einnehmen und somit der Hydraulikflüssigkeit das Teilvolumen zur Ausfüllung
wegnehmen. Demgegenüber kann der Hydraulikflüssigkeit in dem Antriebszylinder auf
der Bodenseite ein Volumen vollständig zur Ausfüllung zur Verfügung stehen. Somit
kann bei bodenseitiger Ausfüllung beziehungsweise Befüllung des Antriebszylinders
eine von der Hydraulikflüssigkeit mit dem Antriebsvolumen verursachte Bewegung beziehungsweise
ein Wegwert des Antriebskolbens kürzer beziehungsweise niedriger als eine Bewegung
beziehungsweise ein Wegwert des Antriebskolbens bei stangenseitiger Ausfüllung beziehungsweise
Befüllung des Antriebszylinders mit dem Antriebsvolumen sein. Somit kann die Vorrichtung
die, insbesondere verschiedenen, Übersetzungsverhältnisse aufweisen. Insbesondere
kann die stangenseitige Pumpenverbindung beziehungsweise die stangenseitige Betriebsart
zur Hochvolumenförderung verwendet beziehungsweise genutzt werden. Die bodenseitige
Pumpenverbindung beziehungsweise die bodenseitige Betriebsart kann zur Niedervolumenförderung
verwendet beziehungsweise genutzt werden.
[0013] Insbesondere können die Übersetzungsverhältnisse voneinander um einen Wert von 1,1
bis 2,5 verschieden sein, insbesondere von 1,2 bis 2,2, insbesondere von 1,3 bis 1,9,
insbesondere von 1,4 bis 1,6, insbesondere von 1,5.
[0014] Die Stangenseite kann die Seite, insbesondere die Stirnseite, des Antriebskolbens
bezeichnen, an welcher die Kolbenstange an dem Antriebskolben befestigt ist. Die Bodenseite
kann die abgewandte beziehungsweise gegenüberliegende Seite, insbesondere Stirnseite,
des Antriebskolbens bezeichnen. Zusätzlich oder alternativ braucht die Bodenseite
nicht unten sein.
[0015] Die Kolbenstange kann an dem Förderkolben befestigt sein.
[0016] Die Pumpenverbindung kann eine Pumpenverbindungsleitung aufweisen oder sein, insbesondere
eine Hydraulikschlauchleitung. Zusätzlich oder alternativ kann die Pumpenverbindung
an die Antriebspumpe angeschlossen sein und zum veränderbaren Anschluss an den stangenseitigen
Durchlass oder den bodenseitigen Durchlass ausgebildet sein.
[0017] Stangenseitige Pumpenverbindung kann die Verbindung der Pumpenverbindung mit dem
stangenseitigen Durchlass bezeichnen. Bodenseitige Pumpenverbindung kann die Verbindung
der Pumpenverbindung mit dem bodenseitigen Durchlass bezeichnen.
[0018] Des Weiteren ermöglicht die Vorrichtung beziehungsweise ihre Sensoreinrichtung die
stangenseitige Pumpenverbindung und die bodenseitige Pumpenverbindung beziehungsweise
die aktive Pumpenverbindungsseite selbstständig zu erfassen. In anderen Worten: der
Bediener braucht nach einer Veränderung zwischen stangenseitigem und bodenseitigem
Antrieb die aktive Pumpenverbindungsseite nicht in die Steuereinheit einzugeben.
[0019] Insbesondere kann die Sensoreinrichtung als Erfassungseinrichtung oder Erkennungseinrichtung
bezeichnet werden. Im Detail kann die Sensoreinrichtung mindestens einen Sensor und/oder
eine Auswerteeinheit, wie einen Prozessor, aufweisen. Der Sensor und die Auswerteeinheit
können eine Signalverbindung miteinander aufweisen.
[0020] Außerdem ermöglicht die Vorrichtung beziehungsweise ihre Steuereinheit beziehungsweise
ihre stangenseitige Betriebsart und ihre bodenseitige Betriebsart die Vorrichtung,
insbesondere die Antriebspumpe, optimal und/oder sicher zu steuern.
[0021] Insbesondere kann in der bodenseitigen Betriebsart beziehungsweise in der Hochdruckförderungsbetriebsart
eine Förderung durch eine Förderleitung an einem Armpaket beziehungsweise einem Mast,
insbesondere der Vorrichtung, unterbunden sein oder eine Betriebsdauer kann begrenzt
sein, insbesondere um negative Auswirkungen auf eine Lebensdauer von Komponenten,
insbesondere der Vorrichtung, zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden. Demgegenüber
kann in der stangenseitigen Betriebsart beziehungsweise in der Niederdruckförderungsbetriebsart
ein begrenzungsfreier Betrieb möglich beziehungsweise freigegeben sein. Zusätzlich
oder alternativ kann die Steuereinheit zur Steuerung der Vorrichtung bei erfasster
stangenseitiger Pumpenverbindung in der stangenseitigen Betriebsart und bei erfasster
bodenseitiger Pumpenverbindung in der, insbesondere von der stangenseitigen verschiedenen,
bodenseitigen Betriebsart mit mindestens einem an die jeweilige Pumpverbindung, insbesondere
stangenseitige oder bodenseitige Pumpenverbindung, angepassten Betriebsparameter,
insbesondere einem Wert des Betriebsparameters, ausgebildet sein. Insbesondere kann/können
der mindestens eine/mehrere Betriebsparameter, insbesondere ein Wert des Betriebsparameters,
in der stangenseitigen Betriebsart und in der bodenseitigen Betriebsart verschieden
sein. Zusätzlich oder alternativ können/kann in der bodenseitigen Betriebsart ein
Förderdruck und/oder der Antriebsdruck und/oder eine Betriebsdauer begrenzt sein und/oder
eine Förderung durch eine Förderleitung eines Armpakets kann unterbunden sein. Weiter
zusätzlich oder alternativ kann in der stangenseitigen Betriebsart ein begrenzungsfreier
Betrieb freigegeben sein.
[0022] Die Steuereinheit kann einen Prozessor und/oder einen Speicher aufweisen. Zusätzlich
oder alternativ kann die Steuereinheit mit der Sensoreinrichtung und/oder der Antriebspumpe,
insbesondere jeweils, eine Signalverbindung aufweisen.
[0023] Zusätzlich kann die Vorrichtung eine, insbesondere elektrischem Ausgabeeinrichtung
aufweisen. Die Ausgabeeinrichtung kann zum, insbesondere automatischen, Ausgeben der
erfassten Pumpenverbindungsseite und/oder der Betriebsart ausgebildet sein, insbesondere
an den Bediener. Insbesondere kann die Ausgabeeinrichtung eine Anzeige aufweisen oder
sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Ausgabeeinrichtung mit der Sensoreinrichtung
und/oder der Steuereinheit, insbesondere jeweils, eine Signalverbindung aufweisen.
[0024] Die Vorrichtung kann als Dickstoffpumpe bezeichnet werden. Dickstoff kann Mörtel,
Zement, Estrich, Beton, Putz und/oder Schlamm bezeichnen. Zusätzlich oder alternativ
kann zur Förderung der Förderkolben auf den Dickstoff einwirken, insbesondere unmittelbaren
beziehungsweise direkten Kontakt mit dem Dickstoff aufweisen. Weiter zusätzlich oder
alternativ kann die Vorrichtung als fahrbare Vorrichtung ausgebildet sein.
[0025] Die Sensoreinrichtung ist zur, insbesondere automatischen, Messung mindestens einer
von der Pumpenverbindungsseite beziehungsweise dem, insbesondere jeweiligen, Übersetzungsverhältnis
abhängigen Kenngröße, insbesondere eines Werts beziehungsweise Betrags der Kenngröße,
des Antriebskolbens, des Förderkolbens, der Kolbenstange, der Hydraulikflüssigkeit
und/oder des Dickstoffs in einem Erfassungsbetrieb der Antriebspumpe ausgebildet.
Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen, Erfassung
der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Kenngröße ausgebildet. Dies
ermöglicht eine mittelbare beziehungsweise indirekte Erfassung der Pumpenverbindungsseite.
In anderen Worten: die Sensoreinrichtung braucht nicht zur unmittelbaren beziehungsweise
direkten Erfassung der Verbindung der Pumpenverbindungsseite mit dem stangenseitigen
Durchlass oder dem bodenseitigen Durchlass ausgebildet zu sein. Insbesondere kann
die Steuereinheit zur, insbesondere automatischen, Steuerung der Antriebspumpe in
einer Erfassungsbetriebsart ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ kann der
Erfassungsbetrieb beziehungsweise die Erfassungsbetriebsart von der stangenseitigen
Betriebsart und/oder der bodenseitigen Betriebsart verschieden sein. Insbesondere
können in dem Erfassungsbetrieb Belastungen auf Komponenten, insbesondere der Vorrichtung,
reduziert sein.
[0026] Die Sensoreinrichtung ist basierend auf dem Antriebsvolumenfluss und/oder einem Antriebspumpendruck,
insbesondere dem Antriebsdruck, zur, insbesondere automatischen, Bestimmung, insbesondere
Berechnung und/oder Messung, mindestens einer Vergleichsgröße, insbesondere eines
Werts beziehungsweise Betrags der Vergleichsgröße, ausgebildet. Des Weiteren ist die
Sensoreinrichtung zum, insbesondere automatischen, Vergleich der Vergleichsgröße mit
der Kenngröße und/oder einer auf der Kenngröße basierenden Größe ausgebildet. Außerdem
ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen, Erfassung der Pumpenverbindungsseite
basierend auf einem Vergleichsergebnis ausgebildet. Insbesondere kann die Vergleichsgröße
als Vorgabegröße oder Sollgröße bezeichnet werden. Zusätzlich oder alternativ kann
die Sensoreinrichtung zur Bestimmung einer stangenseitigen Vergleichsgröße und einer
bodenseitigen Vergleichsgröße ausgebildet sein, die insbesondere durch die Übersetzungsverhältnisse
voneinander verschieden sein können. Weiter zusätzlich oder alternativ kann der Antriebspumpendruck
ein Hochdruck, insbesondere einer Hochdruckseite der Antriebspumpe, oder ein Niederdruck
sein, insbesondere einer Niederdruckseite der Antriebspumpe. Weiter zusätzlich oder
alternativ kann die Vergleichsgröße der Antriebsvolumenfluss und/oder der Antriebspumpendruck
sein.
[0027] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung mindestens zwei Antriebszylinder
und mindestens zwei Antriebskolben auf. Des Weiteren weist die Vorrichtung mindestens
eine Schaukelverbindung auf. Die Schaukelverbindung ist zur veränderbaren, insbesondere
bedienerveränderbaren beziehungsweise lösbaren, Verbindung, insbesondere entweder,
bodenseitiger Durchlässe oder stangenseitiger Durchlässe der Antriebszylinder für
einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit, insbesondere zwischen den Antriebszylindern,
ausgebildet, so dass die Antriebskolben phasengekoppelt sind, insbesondere gegenphasengekoppelt
beziehungsweise zur gegenläufigen Bewegung. Dies ermöglicht eine Lücke der Förderung
von Dickstoff, insbesondere im Vergleich zu einer Vorrichtung mit nur einem einzigen
Antriebszylinder und nur einem einzigen Antriebskolben, zu reduzieren oder sogar ganz
zu vermeiden. Insbesondere kann die Vorrichtung mindestens zwei Förderzylinder, mindestens
zwei Förderkolben, mindestens zwei Kolbenstangen und/oder mindestens zwei Pumpenverbindungen
aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann die Schaukelverbindung eine Schaukelverbindungsleitung
aufweisen oder sein, insbesondere eine Hydraulikschlauchleitung. Weiter zusätzlich
oder alternativ kann die Schaukelverbindung zum veränderbaren Anschluss an die bodenseitigen
Durchlässe oder die stangenseitigen Durchlässe ausgebildet sein. Weiter zusätzlich
oder alternativ kann die Schaukelverbindung mit den durch die Pumpenverbindung nicht
verbundenen Durchlässen verbunden sein. In anderen Worten: die Schaukelverbindungsseite
kann der Pumpenverbindungsseite gegenüberliegend sein. Insbesondere können die Antriebspumpe,
die mindestens eine Pumpenverbindung, die Antriebszylinder und die Schaukelverbindung
einen, insbesondere offenen oder geschlossenen, Kreis für Hydraulikflüssigkeit bilden.
Offener Kreis kann einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit von einem Tank durch die Antriebspumpe,
die Pumpenverbindung, die Antriebszylinder und die Schaukelverbindung zu dem Tank
bezeichnen. Geschlossener Kreis kann einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit von der
Antriebspumpe, insbesondere einer Hochdruckseite der Antriebspumpe, durch die Pumpenverbindung,
die Antriebszylinder, die Schaukelverbindung und eine weitere Pumpenverbindung zu
der Pumpe, insbesondere einer Niederdruckseite beziehungsweise Saugseite der Antriebspumpe,
bezeichnen. Weiter zusätzlich oder alternativ kann die Sensoreinrichtung zur selbstständigen
Erfassung, ob die Schaukelverbindung mit den bodenseitigen Durchlässen oder den stangenseitigen
Durchlässen verbunden ist, und somit zur selbstständigen Erfassung, ob die Pumpenverbindung
mit dem stangenseitigen Durchlass oder dem bodenseitigen Durchlass verbunden ist,
ausgebildet sein.
[0028] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoreinrichtung eine, insbesondere
elektrische, Positionserfassungseinrichtung auf. Die Positionserfassungseinrichtung
ist zur, insbesondere automatischen, Erfassung von mindestens zwei, insbesondere verschiedenen,
Positionen, insbesondere Endlagenpositionen, des Antriebskolbens, insbesondere in
dem Antriebszylinder, des Förderkolbens, insbesondere in dem Förderzylinder, und/oder
der Kolbenstange ausgebildet. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere
automatischen, Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der Erfassung der
Positionen ausgebildet. Insbesondere kann die Kenngröße die mindestens zwei Positionen
aufweisen oder sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Positionserfassungseinrichtung
mindestens zwei Positionsschalter, insbesondere Endlagenschalter, oder ein Wegmesssystem
aufweisen.
[0029] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoreinrichtung eine, insbesondere
elektrische, Zeitmesseinrichtung auf. Die Zeitmesseinrichtung ist zur, insbesondere
automatischen, Messung einer Bewegungszeitdauer, insbesondere eines Werts beziehungsweise
Betrags der Bewegungszeitdauer, des Antriebskolbens, des Förderkolbens und/oder der
Kolbenstange zwischen den Positionen, insbesondere den Endlagenpositionen, ausgebildet.
Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen, Erfassung
der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Bewegungszeitdauer ausgebildet.
Insbesondere kann die Kenngröße die Bewegungszeitdauer aufweisen oder sein. Die Sensoreinrichtung
kann die gemessene Bewegungszeitdauer mit einer Vergleichsbewegungszeitdauer, insbesondere
basierend auf dem Antriebsvolumenfluss, vergleichen. Zusätzlich oder alternativ kann
die Kenngröße eine Geschwindigkeit des Antriebskolbens, des Förderkolbens und/oder
der Kolbenstange aufweisen oder sein. Die Geschwindigkeit kann aus einer Wegstrecke
zwischen den Positionen und der Bewegungszeitdauer bestimmt, insbesondere berechnet,
sein. Die Sensoreinrichtung kann die gemessene Geschwindigkeit mit einer Vergleichsgeschwindigkeit,
insbesondere basierend auf dem Antriebsvolumenfluss, vergleichen.
[0030] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung eine Zu- und/oder Abspeisung
auf. Die Zu- und/oder Abspeisung ist zur, insbesondere automatischen, Zu- und/oder
Abspeisung von Hydraulikflüssigkeit in die der Pumpenverbindungsseite gegenüberliegende
Schaukelverbindungsseite ausgebildet. Die Sensoreinrichtung, insbesondere die mindestens
eine Positionserfassungseinrichtung, ist zur, insbesondere automatischen, Messung
einer Phasenveränderung, insbesondere eines Werts beziehungsweise Betrags der Phasenveränderung,
der Antriebskolben, der Förderkolben und/oder der Kolbenstangen bei Zuoder Abspeisung
ausgebildet. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen,
Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Phasenveränderung
ausgebildet. Insbesondere kann die Kenngröße die Phasenveränderung aufweisen oder
sein. Die Sensoreinrichtung kann die gemessene Phasenveränderung mit einer Vergleichsphasenänderung,
insbesondere basierend auf der Zu- oder Abspeisung, vergleichen und basierend auf
einem Vergleichsergebnis die Schaukelverbindungsseite und/oder die Pumpenverbindungsseite
erfassen. Im Detail können die Antriebskolben, die Förderkolben und/oder die Kolbenstangen
beziehungsweise ihre, insbesondere mittels der Positionseinrichtung erfassten, Positionen
eine Phasenlage zueinander aufweisen, insbesondere 180 Grad. Die Phasenlage kann sich,
insbesondere unbeabsichtigt, verändern, insbesondere durch mindestens eine Leckage.
Die Phasenlage kann durch Zu- oder Abspeisung verändert sein beziehungsweise werden,
insbesondere in eine Richtung oder eine entgegensetzte Richtung. Zusätzlich oder alternativ
kann die Zu- und/oder Abspeisung ein Zuund/oder Abspeisungsventil aufweisen.
[0031] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoreinrichtung mindestens eine,
insbesondere elektrische, Druckmesseinrichtung auf. Die Druckmesseinrichtung ist zur,
insbesondere automatischen, Messung eines Drucks, insbesondere eines Werts beziehungsweise
eines Betrags des Drucks, der Hydraulikflüssigkeit, insbesondere in dem Antriebszylinder,
und/oder des Dickstoffs, insbesondere in dem Förderzylinder, ausgebildet. Des Weiteren
ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen, Erfassung der Pumpenverbindungsseite
basierend auf dem gemessenen Druck ausgebildet. Insbesondere kann die Kenngröße den
Druck aufweisen oder sein. Die Sensoreinrichtung kann den gemessenen Druck mit einem
Vergleichsdruck, insbesondere basierend auf dem Antriebspumpendruck, vergleichen.
[0032] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sensoreinrichtung mindestens eine
weitere, insbesondere elektrische, Druckmesseinrichtung auf. Die weitere Druckmesseinrichtung
ist zur, insbesondere automatischen, Messung eines, insbesondere des, Antriebspumpendrucks,
insbesondere eines Werts beziehungsweise eines Betrags des Antriebspumpendrucks, der
Hydraulikflüssigkeit ausgebildet. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung zum, insbesondere
automatischen, Vergleich des gemessenen Antriebspumpendrucks mit dem gemessenen Druck
ausgebildet. Außerdem ist die Sensoreinrichtung zur, insbesondere automatischen, Erfassung
der Pumpenverbindungsseite basierend auf einem Vergleichsergebnis ausgebildet. Insbesondere
kann die Vergleichsgröße den Antriebspumpendruck aufweisen oder sein.
[0033] In einer Weiterbildung der Erfindung weisen/weist die Pumpenverbindung und/oder die
Schaukelverbindung, soweit vorhanden, insbesondere jeweils, mindestens ein Identifikationselement
der Sensoreinrichtung auf. Der stangenseitige Durchlass und/oder der bodenseitige
Durchlass weisen/weist, insbesondere jeweils, eine, insbesondere elektrische, Identifikationserfassungseinrichtung
der Sensoreinrichtung auf. Die Identifikationserfassungseinrichtung ist zur, insbesondere
automatischen, Erfassung des Identifikationselements ausgebildet. Zusätzlich oder
alternativ weisen/weist der stangenseitige Durchlass und/oder der bodenseitige Durchlass,
insbesondere jeweils, ein Identifikationselement der Sensoreinrichtung auf. Die Pumpenverbindung
und/oder die Schaukelverbindung, soweit vorhanden, weisen/weist, insbesondere jeweils,
mindestens eine, insbesondere elektrische, Identifikationserfassungseinrichtung der
Sensoreinrichtung auf. Die Identifikationserfassungseinrichtung ist zur, insbesondere
automatischen, Erfassung des Identifikationselements ausgebildet. Die Sensoreinrichtung
ist zur, insbesondere automatischen, Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend
auf der Erfassung und/oder einer Nicht-Erfassung des Identifikationselements ausgebildet.
Dies ermöglicht eine unmittelbare beziehungsweise direkte Erfassung der Pumpenverbindungsseite.
Insbesondere kann die Identifikationserfassung berührungslos sein, insbesondere eine
RFID-Erfassung. Zusätzlich oder alternativ kann die Identifikationserfassung berührungsbehaftet
sein.
[0034] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Sensoreinrichtung mindestens eine,
insbesondere elektrische, optische Erfassungseinrichtung, insbesondere eine Kamera,
auf. Die optische Erfassungseinrichtung ist zur, insbesondere automatischen, optischen
Erfassung der Verbindung der Pumpenverbindung und/oder der Schaukelverbindung, soweit
vorhanden, mit dem stangenseitigen Durchlass oder dem bodenseitigen Durchlass ausgebildet.
Dies ermöglicht eine unmittelbare beziehungsweise direkte Erfassung der Pumpenverbindungsseite.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0035] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schaltplan einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Förderung von
Dickstoff mit einer Sensoreinrichtung aufweisend mindestens eine Druckmesseinrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei bodenseitiger Pumpenverbindung und einem Hub,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei stangenseitiger Pumpenverbindung und einem entgegengesetzten Hub,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei bodenseitiger Pumpenverbindung und einem entgegengesetzten Hub,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei stangenseitiger Pumpenverbindung und einem Hub,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei bodenseitiger Pumpenverbindung und keinem Hub,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung von Druckverhältnissen in der Vorrichtung der Fig. 1
bei stangenseitiger Pumpenverbindung und keinem Hub,
- Fig. 8
- einen weiteren schematischen Schaltplan der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Förderung
von Dickstoff mit der Sensoreinrichtung aufweisend mindestens eine Positionserfassungseinrichtung
und mindestens eine Zeitmesseinrichtung bei bodenseitiger Pumpenverbindung und einem
Hub,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung der Fig. 8 bei stangenseitiger Pumpenverbindung
und einem Hub,
- Fig. 10
- einen weiteren schematischen Schaltplan der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Förderung
von Dickstoff mit der Sensoreinrichtung aufweisend mindestens eine Positionserfassungseinrichtung
und eine Zuund/oder Abspeisung bei bodenseitiger Pumpenverbindung und einem Hub,
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung der Fig. 10 bei stangenseitiger Pumpenverbindung
und einem Hub,
- Fig. 12
- einen schematische Darstellung einer Pumpenverbindung aufweisend ein berührungsbehaftetes
Identifikationselement der Sensoreinrichtung und eines bodenseitigen Durchlasses aufweisend
eine berührungsbehaftete Identifikationseinrichtung der Sensoreinrichtung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Förderung von Dickstoff,
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung einer Schaukelverbindung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Förderung von Dickstoff, und
- Fig. 14
- einen weitere schematische Darstellung der Pumpenverbindung aufweisend ein berührungsloses
Identifikationselement der Sensoreinrichtung und eines bodenseitigen Durchlasses aufweisend
eine berührungslose Identifikationseinrichtung der Sensoreinrichtung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Förderung von Dickstoff.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0036] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Förderung von Dickstoff DS weist mindestens
einen Antriebszylinder 10a, 10b, mindestens einen Antriebskolben 11a, 11b, mindestens
einen Förderzylinder 12a, 12b, mindestens einen Förderkolben 13a, 13b und mindestens
eine Kolbenstange 14a, 14b auf. Der Antriebszylinder 10a, 10b ist zur Aufnahme von
Hydraulikflüssigkeit HF ausgebildet. Der Antriebskolben 11a, 11b ist in dem Antriebszylinder
10a, 10b angeordnet. Der Förderzylinder 12a, 12b ist zur Aufnahme von Dickstoff DS
ausgebildet. Der Förderkolben 13a, 13b ist in dem Förderzylinder 12a, 12b angeordnet.
Die Kolbenstange 14a, 14b ist an dem Antriebskolben 11a, 11b zur Bewegungskopplung
mit dem Förderkolben 13a, 13b befestigt. Des Weiteren weist der Antriebszylinder 10a,
10b einen stangenseitigen Durchlass SDa, SDb zur Druckbeaufschlagung einer Stangenseite
SKa, SKb des Antriebskolbens 11a, 11b mit Hydraulikflüssigkeit HF und einen bodenseitigen
Durchlass BDa, BDb zur Druckbeaufschlagung einer der Stangenseite SKa, SKb abgewandten
Bodenseite BKa, BKb des Antriebskolbens 11a, 11b mit Hydraulikflüssigkeit HF auf.
Außerdem weist die Vorrichtung eine Antriebspumpe 20, mindestens eine Pumpenverbindung
30a, 30b, eine Sensoreinrichtung 40 und eine Steuereinheit 50 auf. Die Antriebspumpe
20 ist zur Erzeugung eines Antriebsvolumenflusses AVF mit einem Antriebsdruck pA von
Hydraulikflüssigkeit HF zur Bewegung des Antriebskolbens 11a, 11b ausgebildet. Die
Pumpenverbindung 30a, 30b ist zur veränderbaren Verbindung der Antriebspumpe 20 mit
dem stangenseitigen Durchlass SDa, SDb oder dem bodenseitigen Durchlass BDa, BDb für
den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF ausgebildet. Die Sensoreinrichtung 40 ist zur
selbstständigen Erfassung, ob die Pumpenverbindung 30a, 30b mit dem stangenseitigen
Durchlass SDa, SDb oder dem bodenseitigen Durchlass BDa, BDb verbunden ist, ausgebildet.
Die Steuereinheit 50 ist zur Steuerung der Vorrichtung 1, insbesondere der Antriebspumpe
20, bei erfasster stangenseitiger Pumpenverbindung in einer stangenseitigen Betriebsart
und bei erfasster bodenseitiger Pumpenverbindung in einer bodenseitigen Betriebsart
ausgebildet.
[0037] Im Detail weist die Vorrichtung 1 ein von der Pumpenverbindungsseite abhängiges Übersetzungsverhältnis
auf. Die Kolbenstange 14a, 14b nimmt auf der Stangenseite SKa, SKb eine Teilfläche
und ein Teilvolumen ein, wie in Fig. 1 zu erkennen.
[0038] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 zwei Antriebszylinder 10a,
10b und zwei Antriebskolben 11a, 11b auf. Zusätzlich weist die Vorrichtung 1 zwei
Förderzylinder 12a, 12b, zwei Förderkolben 13a, 13b, zwei Kolbenstangen 14a, 14b und
zwei Pumpenverbindungen 30a, 30b auf.
[0039] In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Vorrichtung nur einen einzigen Antriebszylinder,
nur einen einzigen Antriebskolben, nur einen einzigen Förderzylinder, nur einen einzigen
Förderkolben, nur eine einzige Kolbenstange und nur eine einzige Pumpenverbindung
aufweisen.
[0040] Des Weiteren weist im gezeigten Ausführungsbeispiel die Vorrichtung 1 eine Schaukelverbindung
60 auf. Die Schaukelverbindung 60 ist zur veränderbaren Verbindung der bodenseitigen
Durchlässe BDa, BDb oder der stangenseitige Durchlässe SDa, SDb der Antriebszylinder
10a, 10b für einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF ausgebildet, so dass die Antriebskolben
11a, 11b phasengekoppelt sind, insbesondere gegenphasengekoppelt.
[0041] Im Detail bilden die Antriebspumpe 20, die Pumpenverbindungen 30a, 30b, die Antriebszylinder
10a, 10b und die Schaukelverbindung 60 einen geschlossenen Kreis für Hydraulikflüssigkeit
HF. In alternativen Ausführungsbeispielen können die Antriebspumpe, die mindestens
eine Pumpenverbindung, die Antriebszylinder und die Schaukelverbindung einen offenen
Kreis für Hydraulikflüssigkeit bilden.
[0042] Außerdem ist in den Fig. 1 bis 11 die Sensoreinrichtung 40 zur Messung mindestens
einer von der Pumpenverbindungsseite abhängigen Kenngröße P1a, P1b, P2a, P2b, Ta,
Tb, PV, p1, p2 des Antriebskolbens 11a, 11b, der Hydraulikflüssigkeit HF und/oder
des Dickstoffs DS in einem Erfassungsbetrieb der Antriebspumpe 20 ausgebildet. In
alternativen Ausführungsbeispielen kann die Sensoreinrichtung zusätzlich oder alternativ
zur Messung mindestens einer von der Pumpenverbindungsseite abhängigen Kenngröße des
Förderkolbens und/oder der Kolbenstange in einem Erfassungsbetrieb der Antriebspumpe
ausgebildet sein. Des Weiteren ist im gezeigten Ausführungsbeispiel die Sensoreinrichtung
40 zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Kenngröße
P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2 ausgebildet.
[0043] Im Detail ist die Sensoreinrichtung 40 basierend auf dem Antriebsvolumenfluss AVF
und/oder einem Antriebspumpendruck pA, insbesondere dem Antriebsdruck pA, zur Bestimmung
mindestens einer Vergleichsgröße VG ausgebildet. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung
40 zum Vergleich der Vergleichsgröße VG mit der Kenngröße P1a, P1b, P2a, P2b, Ta,
Tb, PV, p1, p2 ausgebildet. In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Sensoreinrichtung
zusätzlich oder alternativ zum Vergleich der Vergleichsgröße mit einer auf der Kenngröße
basierenden Größe ausgebildet sein. Außerdem ist die Sensoreinrichtung 40 zur Erfassung
der Pumpenverbindungsseite basierend auf einem Vergleichsergebnis ausgebildet.
[0044] In den Fig. 1 bis 7 weist die Sensoreinrichtung 40 mindestens eine Druckmesseinrichtung
91, 92 auf. Die Druckmesseinrichtung 91, 92 ist zur Messung eines Drucks p1, p2 der
Hydraulikflüssigkeit HF und/oder des Dickstoffs DS ausgebildet. Des Weiteren ist die
Sensoreinrichtung 40 zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf dem gemessenen
Druck p1, p2 ausgebildet.
[0045] Im Detail weist in Fig. 1 die Sensoreinrichtung 40 zwei Druckmesseinrichtungen 91,
92 auf. Die Druckmesseinrichtung 91 ist zur Messung des Drucks p1 der Hydraulikflüssigkeit
HF ausgebildet. Die Druckmesseinrichtung 92 ist zur Messung des Drucks p2 des Dickstoffs
DS ausgebildet. In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Sensoreinrichtung nur
eine einzige Druckmesseinrichtung aufweisen, die zur Messung des Drucks, insbesondere
entweder der Hydraulikflüssigkeit oder des Dickstoffs, ausgebildet sein kann.
[0046] Des Weiteren ist in den Fig. 1 bis 7 die Druckmesseinrichtung 91 stangenseitig angeordnet,
insbesondere an dem Antriebszylinder 10a. Im Detail ist die Druckmesseinrichtung 91
an einem stangenseitigen Ende des Antriebszylinders 10a beziehungsweise am stangenseitigen
Durchlass SDa angeordnet. In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Druckmesseinrichtung
bodenseitig angeordnet sein, insbesondere an dem Antriebszylinder, insbesondere an
einem bodenseitigen Ende des Antriebszylinders beziehungsweise am bodenseitigen Durchlass.
[0047] Außerdem weist in den Fig. 1 bis 7 die Vorrichtung 1 eine weitere Druckmesseinrichtung
93 auf. Die weitere Druckmesseinrichtung 93 ist zur Messung des Antriebspumpendrucks
pA, insbesondere des Antriebsdrucks pA, der Hydraulikflüssigkeit HF ausgebildet. Des
Weiteren ist die Sensoreinrichtung 40 zum Vergleich des gemessenen Antriebspumpendrucks
pA mit dem gemessenen Druck p1, p2 und zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend
auf einem Vergleichsergebnis ausgebildet.
[0048] Im Detail weist die Vorrichtung 1 beziehungsweise ihre Sensoreinrichtung 40 ein Ventil
95 auf. Die weitere Druckmesseinrichtung 93 ist mittels des Ventils 95 mit der Antriebspumpe
20 verbunden. Insbesondere ist das Ventil 95 dazu ausgebildet, die weitere Druckmesseinrichtung
93 mit einer Hochdruckseite HD der Antriebspumpe 20 zur Messung des Antriebsdrucks
pA zu verbinden, insbesondere automatisch. In alternativen Ausführungsbeispielen kann
das Ventil dazu ausgebildet sein, die weitere Druckmesseinrichtung mit einer Niederdruckseite
der Antriebspumpe zur Messung eines Niederdrucks zu verbinden, insbesondere automatisch.
[0049] Im gezeigten Ausführungsbeispiel gibt es drei verschiedene Drücke beziehungsweise
Druckniveaus: den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA, insbesondere der Antriebspumpe
20, einen Antriebspumpendruck beziehungsweise den Niederdruck pN, insbesondere der
Antriebspumpe 20, und einen Schaukeldruck pS, insbesondere der Schaukelverbindungsseite.
Das Niederdruck-Niveau beziehungsweise der Niederdruck pN ist fest eingestellt an
der Antriebspumpe 20 und kann damit als nahezu konstant angenommen werden. Das Hochdruck-Niveau
beziehungsweise der Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA stellt sich durch den
Druck des Dickstoffs DS beziehungsweise einen Förderdruck und die aktive Pumpenverbindungsseite
ein. Der Schaukeldruck pS ist, insbesondere abhängig von der aktiven Pumpenverbindungsseite,
entweder proportional zum Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA oder zum Niederdruck
pN. Im Detail ist der Schaukeldruck pS höher als der Niederdruck pN, insbesondere
gleich dem Niederdruck pN multipliziert mit dem Übersetzungsverhältnis. Des Weiteren
ist der Schaukeldruck pS niedriger als der Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA.
[0050] In Fig. 1 und 2 ist die Antriebspumpe 20 beziehungsweise ihre Hochdruckseite HD mittels
der Pumpenverbindung 30a mit dem bodenseitigen Durchlass BDa des Antriebszylinders
10a für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von der Antriebspumpe
20 zu dem Antriebskolben 11a, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11a sich
in Fig. 1 und 2 nach rechts, wie durch einen Pfeil angedeutet. Des Weiteren ist die
Schaukelverbindung 60 mit den stangenseitigen Durchlässen SDa, SDb der Antriebszylinder
10a, 10b für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von dem Antriebszylinder
10a zu dem Antriebszylinder 10b, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11b sich
in Fig. 1 und 2 nach links, wie durch einen Pfeil angedeutet.
[0051] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Schaukeldruck pS. Die weitere Druckmesseinrichtung
93 misst den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA.
[0052] Des Weiteren vergleicht die Sensoreinrichtung 40 den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA, insbesondere als Vergleichsgröße VG, mit dem Schaukeldruck pS, insbesondere als
Kenngröße.
[0053] Dabei ist der Sensoreinrichtung 40 die Verbindung der Antriebspumpe 20 beziehungsweise
ihrer Hochdruckseite HD entweder mit dem Antriebszylinder 10a oder dem Antriebszylinder
10b beziehungsweise eine Richtung des Flusses der Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere
von der Antriebspumpe 20 entweder zu dem Antriebskolben 11a oder dem Antriebskolben
11b, bekannt.
[0054] Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 basierend auf dem Vergleichsergebnis die bodenseitige
Pumpenverbindung.
[0055] In Fig. 3 ist die Antriebspumpe 20 beziehungsweise ihre Hochdruckseite HD mittels
der Pumpenverbindung 30a mit dem stangenseitigen Durchlass SDa des Antriebszylinders
10a für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von der Antriebspumpe
20 zu dem Antriebskolben 11a, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11a sich
in Fig. 3 nach links, wie durch einen Pfeil angedeutet. Des Weiteren ist die Schaukelverbindung
60 mit den bodenseitigen Durchlässen BDa, BDb der Antriebszylinder 10a, 10b für den
Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von dem Antriebszylinder 10a zu dem
Antriebszylinder 10b, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11b sich in Fig.
3 nach rechts, wie durch einen Pfeil angedeutet.
[0056] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA. Die weitere Druckmesseinrichtung 93 misst den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA.
[0057] Des Weiteren vergleicht die Sensoreinrichtung 40 den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA, insbesondere als Vergleichsgröße VG, mit dem Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck
pA, insbesondere als Kenngröße.
[0058] Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 die stangenseitige Pumpenverbindung.
[0059] In Fig. 4 ist die Antriebspumpe 20 beziehungsweise ihre Hochdruckseite HD mittels
der Pumpenverbindung 30b mit dem bodenseitigen Durchlass BDb des Antriebszylinders
10b für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von der Antriebspumpe
20 zu dem Antriebskolben 11b, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11b sich
in Fig. 4 nach rechts, wie durch einen Pfeil angedeutet. Somit bewegt der Antriebskolben
11a sich in Fig. 4 nach links, wie durch einen Pfeil angedeutet.
[0060] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Schaukeldruck pS. Die weitere Druckmesseinrichtung
93 misst den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA. Somit erfasst die Sensoreinrichtung
40 die bodenseitige Pumpenverbindung.
[0061] In Fig. 5 ist die Antriebspumpe 20 beziehungsweise ihre Hochdruckseite HD mittels
der Pumpenverbindung 30a mit dem stangenseitigen Durchlass SDb des Antriebszylinders
10b für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit HF, insbesondere von der Antriebspumpe
20 zu dem Antriebskolben 11b, verbunden. Somit bewegt der Antriebskolben 11b sich
in Fig. 5 nach links, wie durch einen Pfeil angedeutet. Somit bewegt der Antriebskolben
11a sich in Fig. 5 nach rechts, wie durch einen Pfeil angedeutet.
[0062] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Niederdruck pN. Die weitere Druckmesseinrichtung
93 misst den Hochdruck beziehungsweise Antriebsdruck pA. Somit erfasst die Sensoreinrichtung
40 die stangenseitige Pumpenverbindung.
[0063] In Fig. 6 ist die Antriebspumpe 20 mittels der Pumpenverbindungen 30a, 30b mit den
bodenseitigen Durchlässen BDa, BDb der Antriebszylinder 10a, 10b verbunden. Des Weiteren
ist die Antriebspumpe 20 aus beziehungsweise es gibt keinen Fluss von Hydraulikflüssigkeit
HF. Somit bewegt sich keiner der Antriebskolben 11a, 11b.
[0064] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Schaukeldruck pS. Die weitere Druckmesseinrichtung
93 misst den Niederdruck pN. Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 die bodenseitige
Pumpenverbindung.
[0065] In Fig. 7 ist die Antriebspumpe 20 mittels der Pumpenverbindungen 30a, 30b mit den
stangenseitigen Durchlässen SDa, SDb der Antriebszylinder 10a, 10b verbunden. Des
Weiteren ist die Antriebspumpe 20 aus beziehungsweise es gibt keinen Fluss von Hydraulikflüssigkeit
HF. Somit bewegt sich keiner der Antriebskolben 11a, 11b.
[0066] Dabei misst die Druckmesseinrichtung 91 den Niederdruck pN. Die weitere Druckmesseinrichtung
93 misst den Niederdruck pN. Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 die stangenseitige
Pumpenverbindung.
[0067] In Fig. 2 bis 7, insbesondere in Fig. 2 bis 5, ist der Sensoreinrichtung 40 die Verbindung
der Antriebspumpe 20 beziehungsweise ihrer Hochdruckseite HD entweder mit dem Antriebszylinder
10a oder dem Antriebszylinder 10b beziehungsweise eine Richtung des Flusses der Hydraulikflüssigkeit
HF, insbesondere von der Antriebspumpe 20 entweder zu dem Antriebskolben 11a oder
dem Antriebskolben 11b, bekannt. In alternativen Ausführungsbeispielen braucht dies
der Sensoreinrichtung nicht bekannt zu sein. Insbesondere kann die Sensoreinrichtung
dazu ausgebildet sein, entgegengesetzte Hübe oder Bewegungen der Antriebskolben zu
vergleichen, im Detail die in Fig. 2 und 4 gezeigten Bewegungen miteinander oder die
in Fig. 3 und 5 gezeigten Bewegungen miteinander. Weiter zusätzlich oder alternativ
braucht in alternativen Ausführungsbeispielen die Vorrichtung nicht die weitere Druckmesseinrichtung
aufzuweisen. Insbesondere können der Sensoreinrichtung der Hochdruck beziehungsweise
Antriebsdruck, der Niederdruck und/oder der Schaukeldruck bekannt sein.
[0068] In den Fig. 8 bis 11 weist die Sensoreinrichtung 40 eine Positionserfassungseinrichtung
70a, 70b auf. Die Positionserfassungseinrichtung 70a, 70b ist zur Erfassung von mindestens
zwei Positionen P1a, P1b, P2a, P2b des Antriebskolbens 11a, 11b ausgebildet. In alternativen
Ausführungsbeispielen kann die Positionserfassungseinrichtung zusätzlich oder alternativ
zur Erfassung von mindestens zwei Positionen des Förderkolbens und/oder der Kolbenstange
ausgebildet sein. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung 40 zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite
basierend auf der Erfassung der Positionen P1a, P1b, P2a, P2b ausgebildet.
[0069] Im Detail weist die Sensoreinrichtung 40 zwei Positionserfassungseinrichtungen 70a,
70b auf. In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Sensoreinrichtung nur eine
einzige Positionserfassungseinrichtung aufweisen.
[0070] Des Weiteren weist in den Fig. 8 und 9 die Sensoreinrichtung 40 eine Zeitmesseinrichtung
71a, 71b auf. Die Zeitmesseinrichtung 71a, 71b ist zur Messung einer Bewegungszeitdauer
Ta, Tb des Antriebskolbens 11a, 11b zwischen den Positionen P1a, P1b, P2a, P2b ausgebildet.
In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Zeitmesseinrichtung zusätzlich oder
alternativ zur Messung einer Bewegungszeitdauer des Förderkolbens und/oder der Kolbenstange
zwischen den Positionen ausgebildet sein. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung 40
zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Bewegungszeitdauer
Ta, Tb ausgebildet.
[0071] Im Detail weist die Sensoreinrichtung 40 zwei Zeitmesseinrichtungen 71a, 71b auf.
In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Sensoreinrichtung nur eine einzige
Zeitmesseinrichtung aufweisen.
[0072] Die Bewegungszeitdauer Ta, Tb ist von der Pumpenverbindungsseite, insbesondere entweder
der in Fig. 8 gezeigten bodenseitigen Pumpenverbindungsseite oder der in Fig. 9 gezeigten
stangenseitigen Pumpenverbindungsseite, beziehungsweise dem, insbesondere jeweiligen,
Übersetzungsverhältnis abhängig.
[0073] Die Sensoreinrichtung 40 vergleicht eine auf dem Antriebsvolumenfluss AVF basierende
Vergleichsgröße VG mit der gemessenen Bewegungszeitdauer Ta, Tb oder eine auf dieser
basierende Geschwindigkeit, insbesondere als Kenngröße.
[0074] Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 basierend auf dem Vergleichsergebnis in Fig.
8 die bodenseitige Pumpenverbindung und in Fig. 9 die stangenseitige Pumpenverbindung.
[0075] In Fig. 10 und 11 weist die Vorrichtung 1 eine Zu- und/oder Abspeisung 80 auf. Die
Zuund/oder Abspeisung ist zur Zu- und/oder Abspeisung von Hydraulikflüssigkeit HF
in die der Pumpenverbindungsseite gegenüberliegende Schaukelverbindungsseite ausgebildet.
Die Sensoreinrichtung 40 ist zur Messung einer Phasenveränderung PV der Antriebskolben
11a, 11b bei Zu- oder Abspeisung ausgebildet. In alternativen Ausführungsbeispielen
kann die Sensoreinrichtung zur Messung einer Phasenveränderung der Förderkolben und/oder
der Kolbenstangen bei Zu- oder Abspeisung ausgebildet sein. Des Weiteren ist die Sensoreinrichtung
40 zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Phasenveränderung
PV ausgebildet.
[0076] Im Detail vergleicht die Sensoreinrichtung 40 die gemessene Phasenveränderung PV,
insbesondere als Kenngröße, mit einer, insbesondere bodenseitigen oder stangenseitigen,
Vergleichsphasenänderung, insbesondere basierend auf der Zu- oder Abspeisung, und
erfasst basierend auf einem Vergleichsergebnis die Schaukelverbindungsseite und/oder
die Pumpenverbindungsseite.
[0077] Bei in Fig. 10 gezeigter bodenseitiger Pumpenverbindung führt eine Zuspeisung zu
einer Bewegung der Antriebskolben 11a, 11b nach links. Die Bewegung wird mittels der
mindestens einen Positionserfassungseinrichtung 70a, 70b erfasst. Demgegenüber führt
bei in Fig. 11 gezeigter stangenseitiger Pumpenverbindung eine Zuführung zu einer
Bewegung der Antriebskolben 11a, 11b nach rechts. Des Weiteren führt bei in Fig. 10
gezeigter bodenseitiger Pumpenverbindung eine Abspeisung zu einer Bewegung der Antriebskolben
11a, 11b nach rechts. Demgegenüber führt bei in Fig. 11 gezeigter stangenseitiger
Pumpenverbindung eine Abspeisung zu einer Bewegung der Antriebskolben 11a, 11b nach
links.
[0078] In Fig. 12 und 14 weist die die Pumpenverbindung 30a mindestens ein Identifikationselement
IE der Sensoreinrichtung 40 auf. In alternativen Ausführungsbeispielen kann die Schaukelverbindung
mindestens ein Identifikationselement der Sensoreinrichtung aufweisen. Der bodenseitige
Durchlass BDa, insbesondere des Antriebszylinders 10a, weist eine Identifikationserfassungseinrichtung
EE der Sensoreinrichtung 40 auf. In alternativen Ausführungsbeispielen kann der stangenseitige
Durchlass eine Identifikationserfassungseinrichtung der Sensoreinrichtung aufweisen.
Die Identifikationserfassungseinrichtung EE ist zur Erfassung des Identifikationselements
IE ausgebildet.
[0079] In alternativen Ausführungsbeispielen können/kann der stangenseitige Durchlass und/oder
der bodenseitige Durchlass, insbesondere jeweils, ein Identifikationselement der Sensoreinrichtung
aufweisen und die Pumpenverbindung und/oder die Schaukelverbindung können/kann, insbesondere
jeweils, mindestens eine Identifikationserfassungseinrichtung der Sensoreinrichtung
zur Erfassung des Identifikationselements aufweisen.
[0080] Die Sensoreinrichtung 40 ist zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf
der Erfassung und/oder einer Nicht-Erfassung des Identifikationselements IE ausgebildet.
[0081] Im Detail ist in Fig. 12 die Identifikationserfassung berührungsbehaftet, insbesondere
weist die Identifikationserfassungseinrichtung EE einen Kontaktschalter, insbesondere
einen Rollenschalter, auf und das Identifikationselement IE weist einen Stift zur
Betätigung des Kontaktschalters auf.
[0082] In Fig. 14 ist die Identifikationserfassung berührungslos, insbesondere eine RIFD-Erfassung.
[0083] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Schaukelverbindung 60 kein Identifikationselement
und keine Identifikationserfassungseinrichtung auf.
[0084] Bei in Fig. 12 und 14 gezeigter bodenzeitiger Pumpenverbindung erfasst die Identifikationserfassungseinrichtung
EE das Identifikationselement IE. Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 basierende
auf der Erfassung des Identifikationselements IE die bodenseitige Pumpenverbindung.
[0085] Bei stangenseitiger Pumpenverbindung erfasst die Identifikationserfassungseinrichtung
EE nicht das Identifikationselement IE. Somit erfasst die Sensoreinrichtung 40 basierend
auf der Nicht-Erfassung des Identifikationselements IE die stangenseitige Pumpenverbindung.
[0086] Wie die gezeigten und oben erläuterten Ausführungsbeispiele deutlich machen, stellt
die Erfindung eine vorteilhafte Vorrichtung zur Förderung von Dickstoff bereit, die
eine optimale und/oder sichere Förderung ermöglicht.
1. Vorrichtung (1) zur Förderung von Dickstoff (DS), aufweisend:
- mindestens einen Antriebszylinder (10a, 10b) zur Aufnahme von Hydraulikflüssigkeit
(HF), mindestens einen Antriebskolben (11a, 11b), der in dem Antriebszylinder (10a,
10b) angeordnet ist, mindestens einen Förderzylinder (12a, 12b) zur Aufnahme von Dickstoff
(DS), mindestens einen Förderkolben (13a, 13b), der in dem Förderzylinder (12a, 12b)
angeordnet ist, und mindestens eine Kolbenstange (14a, 14b), die an dem Antriebskolben
(11a, 11b) zur Bewegungskopplung mit dem Förderkolben (13a, 13b) befestigt ist,
- wobei der Antriebszylinder (10a, 10b) einen stangenseitigen Durchlass (SDa, SDb)
zur Druckbeaufschlagung einer Stangenseite (SKa, SKb) des Antriebskolbens (11a, 11b)
mit Hydraulikflüssigkeit (HF) und einen bodenseitigen Durchlass (BDa, BDb) zur Druckbeaufschlagung
einer der Stangenseite (SKa, SKb) abgewandten Bodenseite (BKa, BKb) des Antriebskolbens
(11a, 11b) mit Hydraulikflüssigkeit (HF) aufweist,
- eine Antriebspumpe (20), die zur Erzeugung eines Antriebsvolumenflusses (AVF) mit
einem Antriebsdruck (pA) von Hydraulikflüssigkeit (HF) zur Bewegung des Antriebskolbens
(11a, 11b) ausgebildet ist,
- mindestens eine Pumpenverbindung (30a, 30b), die zur veränderbaren Verbindung der
Antriebspumpe (20) mit dem stangenseitigen Durchlass (SDa, SDb) oder dem bodenseitigen
Durchlass (BDa, BDb) für den Fluss von Hydraulikflüssigkeit (HF) ausgebildet ist,
- eine Sensoreinrichtung (40), die zur selbstständigen Erfassung, ob die Pumpenverbindung
(30a, 30b) mit dem stangenseitigen Durchlass (SDa, SDb) oder dem bodenseitigen Durchlass
(BDa, BDb) verbunden ist, ausgebildet ist, und
- eine Steuereinheit (50), die zur Steuerung der Vorrichtung (1) bei erfasster stangenseitiger
Pumpenverbindung in einer stangenseitigen Betriebsart und bei erfasster bodenseitiger
Pumpenverbindung in einer bodenseitigen Betriebsart ausgebildet ist,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) zur Messung mindestens einer von der Pumpenverbindungsseite
abhängigen Kenngröße (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2) des Antriebskolbens
(11a, 11b), des Förderkolbens, der Kolbenstange, der Hydraulikflüssigkeit (HF) und/oder
des Dickstoffs (DS) in einem Erfassungsbetrieb der Antriebspumpe (20) und zur Erfassung
der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Kenngröße (P1a, P1b, P2a,
P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2) ausgebildet ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (40) basierend auf dem Antriebsvolumenfluss (AVF) und/oder
einem Antriebspumpendruck (pA), insbesondere dem Antriebsdruck (pA), zur Bestimmung
mindestens einer Vergleichsgröße (VG), zum Vergleich der Vergleichsgröße (VG) mit
der Kenngröße (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2) und/oder einer auf der Kenngröße
basierenden Größe und zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf einem
Vergleichsergebnis ausgebildet ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, aufweisend:
- mindestens zwei Antriebszylinder (10a, 10b) und mindestens zwei Antriebskolben (11a,
11b), und
- mindestens eine Schaukelverbindung (60), die zur veränderbaren Verbindung bodenseitiger
Durchlässe (BDa, BDb) oder stangenseitiger Durchlässe (SDa, SDb) der Antriebszylinder
(10a, 10b) für einen Fluss von Hydraulikflüssigkeit (HF) ausgebildet ist, so dass
die Antriebskolben (11a, 11b) phasengekoppelt sind.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) eine Positionserfassungseinrichtung (70a, 70b)
aufweist, die zur Erfassung von mindestens zwei Positionen (P1a, P1b, P2a, P2b) des
Antriebskolbens (11a, 11b), des Förderkolbens und/oder der Kolbenstange ausgebildet
ist, und zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der Erfassung der
Positionen (P1a, P1b, P2a, P2b) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) eine Zeitmesseinrichtung (71a, 71b) aufweist, die
zur Messung einer Bewegungszeitdauer (Ta, Tb) des Antriebskolbens (11a, 11b), des
Förderkolbens und/oder der Kolbenstange zwischen den Positionen (P1a, P1b, P2a, P2b)
ausgebildet ist, und zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen
Bewegungszeitdauer (Ta, Tb) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, aufweisend:
- eine Zu- und/oder Abspeisung (80), die zur Zu- und/oder Abspeisung von Hydraulikflüssigkeit
(HF) in die der Pumpenverbindungsseite gegenüberliegende Schaukelverbindungsseite
ausgebildet ist,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) zur Messung einer Phasenveränderung (PV) der Antriebskolben
(11a, 11b), der Förderkolben und/oder der Kolbenstangen bei Zu- oder Abspeisung und
zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf der gemessenen Phasenveränderung
(PV) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) mindestens eine Druckmesseinrichtung (91, 92) aufweist,
die zur Messung eines Drucks (p1, p2) der Hydraulikflüssigkeit (HF) und/oder des Dickstoffs
(DS) ausgebildet ist, und zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend auf dem
gemessenen Druck (p1, p2) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) mindestens eine weitere Druckmesseinrichtung (93)
aufweist, die zur Messung eines Antriebspumpendrucks (pA), insbesondere des Antriebsdrucks
(pA), der Hydraulikflüssigkeit (HF) ausgebildet ist, und zum Vergleich des gemessenen
Antriebspumpendrucks (pA) mit dem gemessenen Druck (p1, p2) und zur Erfassung der
Pumpenverbindungsseite basierend auf einem Vergleichsergebnis ausgebildet ist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- wobei die Pumpenverbindung (30a) und/oder die Schaukelverbindung mindestens ein
Identifikationselement (IE) der Sensoreinrichtung (40) aufweisen/aufweist und der
stangenseitige Durchlass und/oder der bodenseitige Durchlass (BDa) eine Identifikationserfassungseinrichtung
(EE) der Sensoreinrichtung (40) zur Erfassung des Identifikationselements (IE) aufweisen/aufweist
und/oder
- wobei der stangenseitige Durchlass und/oder der bodenseitige Durchlass ein Identifikationselement
der Sensoreinrichtung aufweisen/aufweist und die Pumpenverbindung und/oder die Schaukelverbindung
mindestens eine Identifikationserfassungseinrichtung der Sensoreinrichtung zur Erfassung
des Identifikationselements aufweisen/aufweist,
- wobei die Sensoreinrichtung (40) zur Erfassung der Pumpenverbindungsseite basierend
auf der Erfassung und/oder einer Nicht-Erfassung des Identifikationselements (IE)
ausgebildet ist.
1. Apparatus (1) for conveying thick matter (DS), having:
- at least one drive cylinder (10a, 10b) for receiving hydraulic liquid (HF), at least
one drive piston (11a, 11b) which is arranged in the drive cylinder (10a, 10b), at
least one conveying cylinder (12a, 12b) for receiving thick matter (DS), at least
one conveying piston (13a, 13b) which is arranged in the conveying cylinder (12a,
12b), and at least one piston rod (14a, 14b) which is fastened to the drive piston
(11a, 11b) for motion coupling to the conveying piston (13a, 13b);
- wherein the drive cylinder (10a, 10b) has a rod-side passage (SDa, SDb) for the
pressurization of a rod side (SKa, SKb) of the drive piston (11a, 11b) with hydraulic
liquid (HF) and has a crown-side passage (BDa, BDb) for the pressurization of a crown
side (BKa, BKb), which is averted from the rod side (SKa, SKb), of the drive piston
(11a, 11b) with hydraulic liquid (HF);
- a drive pump (20) which is designed to generate a drive volume flow (AVF), with
a drive pressure (pA), of hydraulic liquid (HF) for the movement of the drive piston
(11a, 11b);
- at least one pump connection (30a, 30b) which is designed for the changeable connection
of the drive pump (20) to the rod-side passage (SDa, SDb) or to the crown-side passage
(BDa, BDb) for the flow of hydraulic liquid (HF) ;
- a sensor device (40) which is designed to independently detect whether the pump
connection (30a, 30b) is connected to the rod-side passage (SDa, SDb) or to the crown-side
passage (BDa, Bdb); and
- a control unit (50) which is designed to control the apparatus (1) in a rod-side
operating mode if a rod-side pump connection is detected and to control the apparatus
(1) in a crown-side operating mode if a crown-side pump connection is detected;
- wherein the sensor device (40) is designed to measure at least one characteristic
variable (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2), which is dependent on the pump
connection side, of the drive piston (11a, 11b), of the conveying piston, of the piston
rod, of the hydraulic liquid (HF) and/or of the thick matter (DS) in detection operation
of the drive pump (20) and to detect the pump connection side based on the measured
characteristic variable (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2);
- characterized in that the sensor device (40) is designed to, based on the drive volume flow (AVF) and/or
a drive pump pressure (pA), in particular the drive pressure (pA), determine at least
one comparison variable (VG), compare the comparison variable (VG) with the characteristic
variable (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2) and/or with a variable based on
the characteristic variable, and detect the pump connection side based on a comparison
result.
2. Apparatus (1) according to Claim 1, having:
- at least two drive cylinders (10a, 10b) and at least two drive pistons (11a, 11b);
and
- at least one oscillation connection (60) which is designed for the changeable connection
of crown-side passages (BDa, BDb) or rod-side passages (SDa, SDb) of the drive cylinders
(10a, 10b) for a flow of hydraulic liquid (HF), such that the drive pistons (11a,
11b) are coupled in terms of phase.
3. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
- wherein the sensor device (40) has a position detection device (70a, 70b) which
is designed to detect at least two positions (P1a, P1b, P2a, P2b) of the drive piston
(11a, 11b), of the conveying piston and/or of the piston rod, and to detect the pump
connection side based on the detection of the positions (P1a, P1b, P2a, P2b).
4. Apparatus (1) according to Claim 3,
- wherein the sensor device (40) has a time measuring device (71a, 71b) which is designed
to measure a movement duration (Ta, Tb) of the drive piston (11a, 11b), of the conveying
piston and/or of the piston rod between the positions (P1a, P1b, P2a, P2b), and to
detect the pump connection side based on the measured movement duration (Ta, Tb).
5. Apparatus (1) according to Claim 3 or 4, having:
- an infeed and/or outfeed (80) which is designed for the infeed and/or outfeed of
hydraulic liquid (HF) into the oscillation connection side situated opposite the pump
connection side;
- wherein the sensor device (40) is designed to measure a phase change (PV) of the
drive pistons (11a, 11b), of the conveying pistons and/or of the piston rods in the
case of infeed or outfeed and to detect the pump connection side based on the measured
phase change (PV).
6. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
- wherein the sensor device (40) has at least one pressure measuring device (91, 92)
which is designed to measure a pressure (p1, p2) of the hydraulic liquid (HF) and/or
of the thick matter (DS) and to detect the pump connection side based on the measured
pressure (p1, p2).
7. Apparatus (1) according to Claim 6,
- wherein the sensor device (40) has at least one further pressure measuring device
(93) which is designed to measure a drive pump pressure (pA), in particular the drive
pressure (pA), of the hydraulic liquid (HF), and to compare the measured drive pump
pressure (pA) with the measured pressure (p1, p2) and to detect the pump connection
side based on a comparison result.
8. Apparatus (1) according to one of the preceding claims,
- wherein the pump connection (30a) and/or the oscillation connection have/has at
least one identification element (IE) of the sensor device (40) and the rod-side passage
and/or the crown-side passage (BDa) have/has an identification detection device (EE)
of the sensor device (40) to detect the identification element (IE); and/or
- wherein the rod-side passage and/or the crown-side passage have/has an identification
element of the sensor device and the pump connection and/or the oscillation connection
have/has at least one identification detection device of the sensor device to detect
the identification element;
- wherein the sensor device (40) is designed to detect the pump connection side based
on the detection and/or non-detection of the identification element (IE).
1. Dispositif (1) pour le transport de matière épaisse (DS), présentant :
- au moins un cylindre d'entraînement (10a, 10b) pour la réception de liquide hydraulique
(HF), au moins un piston d'entraînement (11a, 11b) qui est agencé dans le cylindre
d'entraînement (10a, 10b), au moins un cylindre de transport (12a, 12b) pour la réception
de matière épaisse (DS), au moins un piston de transport (13a, 13b), qui est agencé
dans le cylindre de transport (12a, 12b), et au moins une tige de piston (14a, 14b),
qui est fixée au piston d'entraînement (11a, 11b) pour le couplage de mouvement avec
le piston de transport (13a, 13b),
- le cylindre d'entraînement (10a, 10b) présentant un passage côté tige (SDa, SDb)
pour l'alimentation en pression d'un côté tige (SKa, SKb) du piston d'entraînement
(11a, 11b) avec du liquide hydraulique (HF) et un passage côté fond (BDa, BDb) pour
l'alimentation en pression d'un côté fond (BKa, BKb) du piston d'entraînement (11a,
11b) détourné du côté tige (SKa, SKb) avec du liquide hydraulique (HF),
- une pompe d'entraînement (20) adaptée pour générer un débit volumétrique d'entraînement
(AVF) avec une pression d'entraînement (pA) de liquide hydraulique (HF) pour déplacer
le piston d'entraînement (11a, 11b),
- au moins une liaison de pompe (30a, 30b) configurée pour relier de manière variable
la pompe d'entraînement (20) au passage côté tige (SDa, SDb) ou au passage côté fond
(BDa, BDb) pour l'écoulement de liquide hydraulique (HF),
- un appareil de détection (40) qui est configuré pour détecter de manière autonome
si la liaison de pompe (30a, 30b) est reliée au passage côté tige (SDa, SDb) ou au
passage côté fond (BDa, BDb), et
- une unité de commande (50) qui est configurée pour commander le dispositif (1) dans
un mode de fonctionnement côté tige lorsque la liaison de pompe côté tige est détectée
et dans un mode de fonctionnement côté fond lorsque la liaison de pompe côté fond
est détectée,
- l'appareil de détection (40) étant configuré pour mesurer au moins une grandeur
caractéristique (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2), dépendante du côté de liaison
de la pompe, du piston d'entraînement (11a, 11b), du piston de transport, de la tige
de piston, du liquide hydraulique (HF) et/ou de la matière épaisse (DS) dans une opération
de détection de la pompe d'entraînement (20) et pour détecter le côté de liaison de
la pompe sur la base de la grandeur caractéristique mesurée (P1a, P1b, P2a, P2b, Ta,
Tb, PV, p1, p2),
- caractérisé en ce que l'appareil de détection (40) est configuré, sur la base du débit volumétrique d'entraînement
(AVF) et/ou d'une pression de pompe d'entraînement (pA), notamment de la pression
d'entraînement (pA), pour déterminer au moins une grandeur de comparaison (VG), pour
comparer la grandeur de comparaison (VG) à la grandeur caractéristique (P1a, P1b,
P2a, P2b, Ta, Tb, PV, p1, p2) et/ou à une grandeur basée sur la grandeur caractéristique,
et pour détecter le côté de liaison de la pompe sur la base d'un résultat de comparaison.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, présentant :
- au moins deux cylindres d'entraînement (10a, 10b) et au moins deux pistons d'entraînement
(11a, 11b), et
- au moins une liaison à balancier (60) qui est configurée pour relier de manière
variable des passages côté fond (BDa, BDb) ou des passages côté tige (SDa, SDb) des
cylindres d'entraînement (10a, 10b) pour un écoulement de liquide hydraulique (HF),
de telle sorte que les pistons d'entraînement (11a, 11b) sont couplés en phase.
3. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- dans lequel l'appareil de détection (40) présente un appareil de détection de position
(70a, 70b) qui est configuré pour détecter au moins deux positions (P1a, P1b, P2a,
P2b) du piston d'entraînement (11a, 11b), du piston de transport et/ou de la tige
de piston, et est configuré pour détecter le côté de liaison de la pompe sur la base
de la détection des positions (P1a, P1b, P2a, P2b) .
4. Dispositif (1) selon la revendication 3,
- dans lequel l'appareil de détection (40) présente un appareil de mesure de temps
(71a, 71b) qui est configuré pour mesurer une durée de déplacement (Ta, Tb) du piston
d'entraînement (11a, 11b), du piston de transport et/ou de la tige de piston entre
les positions (P1a, P1b, P2a, P2b), et est configuré pour détecter le côté de liaison
de la pompe sur la base de la durée de déplacement mesurée (Ta, Tb).
5. Dispositif (1) selon la revendication 3 ou 4, présentant :
- une alimentation et/ou une évacuation (80), qui est configurée pour l'alimentation
et/ou l'évacuation de liquide hydraulique (HF) dans le côté de liaison à balancier
opposé au côté de liaison de la pompe,
- l'appareil de détection (40) étant configuré pour mesurer un changement de phase
(PV) des pistons d'entraînement (11a, 11b), des pistons de transport et/ou des tiges
de piston lors de l'alimentation ou du refoulement et pour détecter le côté de liaison
de la pompe sur la base du changement de phase (PV) mesuré.
6. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- dans lequel l'appareil de détection (40) présente au moins un appareil de mesure
de pression (91, 92) qui est configuré pour mesurer une pression (p1, p2) du liquide
hydraulique (HF) et/ou de la matière épaisse (DS), et est configuré pour détecter
le côté de liaison de la pompe sur la base de la pression mesurée (p1, p2).
7. Dispositif (1) selon la revendication 6,
- dans lequel l'appareil de détection (40) présente au moins un autre appareil de
mesure de pression (93) qui est configuré pour mesurer une pression de pompe d'entraînement
(pA), notamment la pression d'entraînement (pA), du liquide hydraulique (HF), et pour
comparer la pression de pompe d'entraînement mesurée (pA) avec la pression mesurée
(p1, p2) et pour détecter le côté de liaison de la pompe sur la base d'un résultat
de comparaison.
8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- dans lequel la liaison de pompe (30a) et/ou la liaison à balancier présentent/présente
au moins un élément d'identification (IE) de l'appareil de détection (40) et le passage
côté tige et/ou le passage côté fond (BDa) présentent/présente un appareil de détection
d'identification (EE) de l'appareil de détection (40) pour détecter l'élément d'identification
(IE) et/ou
- dans lequel le passage côté tige et/ou le passage côté fond présentent un élément
d'identification de l'appareil de détection et la liaison de pompe et/ou la liaison
à balancier présentent/présente au moins un appareil de détection d'identification
de l'appareil de détection pour détecter l'élément d'identification,
- dans lequel l'appareil de détection (40) est configuré pour détecter le côté de
liaison de la pompe sur la base de la détection et/ou de la non-détection de l'élément
d'identification (IE).