| (19) |
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(11) |
EP 3 804 864 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2023 Patentblatt 2023/37 |
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Anmeldetag: 06.10.2020 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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GESTEINSVERARBEITUNGSMASCHINE MIT VERBESSERTER BEDIENKONSOLE
ROCK PROCESSING MACHINE WITH IMPROVED CONTROL PANEL
MACHINE DE TRAITEMENT DE ROCHES POURVUE DE PANNEAU DE COMMANDE AMÉLIORÉ
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.10.2019 DE 102019126978
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.04.2021 Patentblatt 2021/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Kleemann GmbH |
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73037 Göppingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hommel, Timo
73098 Rechberghausen (DE)
- Klöss, Tobias
87730 Bad Grönenbach (DE)
- Köpf, Reiner
73333 Gingen an der Fils (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ruttensperger Lachnit Trossin Gomoll |
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Patent- und Rechtsanwälte
PartG mbB
Arnulfstraße 58 80335 München 80335 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 433 531 WO-A1-2019/081186 US-A1- 2013 313 351
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WO-A1-2018/136403 GB-A- 1 548 746
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gesteinsverarbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Eine solche Gesteinsverarbeitungsmaschine weist eine Mehrzahl unterschiedlicher
Funktionseinheiten auf, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten von einem Inaktiv-Zustand
in einen Aktiv-Zustand aktivierbar und vom Aktiv-Zustand in den Inaktiv-Zustand deaktivierbar
sind, sowie eine Bedienkonsole.
[0002] Eine gattungsgemäße Gesteinsverarbeitungsmaschine, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1, ist aus der
EP 1 433 531 A bekannt.
[0003] Solche Gesteinsverarbeitungsmaschinen, wie sie etwa auch aus der
WO 2019/081186 A bekannt sind, sind etwa Brechmaschinen zur Zerkleinerung von Gesteinsmaterial, Siebmaschinen
zur korngrößenbezogenen Sortierung von körnigem Gesteinsmaterial oder kombinierte
Brech- und Siebmaschinen. Bevorzugt betrifft die vorliegende Erfindung mobile Gesteinsverarbeitungsmaschinen,
welche selbstfahrend ihren Einsatzort erreichen und diesen wieder verlassen können.
[0004] Aus der
GB 1548 746 A ist eine feststehende Sandmühle bekannt. Diese weist an ihrem Gehäuse eine Bedienfläche
auf, an welcher jeweils ein Schalter zum Einschalten eines Rotormotors, ein Schalter
zum Ausschalten des Rotormotors, ein Schalter zum Einschalten eines Pumpenmotors und
zum Ausschalten des Pumpenmotors angeordnet sind. Die Schalter zum Ein- und Ausschalten
ein und derselben Funktionseinheit sind untereinander, die Schalter für unterschiedliche
Funktionseinheiten sind nebeneinander angeordnet.
[0005] Aufgrund des großen Eigengewichts sind mobile Gesteinsverarbeitungsmaschinen in der
Regel raupenmobile Maschinen mit einem Raupenfahrwerk.
[0006] Derartige Gesteinsverarbeitungsmaschinen - nachfolgend auch nur als "Maschine" bezeichnet
- umfassen eine Mehrzahl von Funktionseinheiten, welche ausgehend von einer stillstehenden
Maschine in einer vorbestimmten Reihenfolge aktiviert werden müssen, um die Maschine
schließlich in einen betriebsbereiten Betriebszustand zu versetzen.
[0007] Da eine Aktivierung von Funktionseinheiten in einer von der vorbestimmten Reihenfolge
abweichenden Reihenfolge zu Schäden an der Maschine führen kann oder schlichtweg nicht
funktioniert, wurde in der Vergangenheit durch unterschiedliche Gestaltung von Bedienkonsolen
versucht, die Fehlbedienung der Maschine durch fehlerhafte Aktivierungsreihenfolge
der Funktionseinheiten zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren.
[0008] Grundsätzlich werden Schaltelemente an Bedienkonsolen bisher üblicherweise mit Rücksicht
auf den vorhandenen Platzbedarf angeordnet. Es sind Bedienkonsolen bekannt, bei welchem
ausgehend von einem zwischenzeitlich erreichten Betriebszustand der Maschine der Bedienperson
das jeweils zeitlich nächste in der vorbestimmten Reihenfolge zu betätigende Schaltelement
optisch, etwa durch Aufleuchten oder Blinken, angezeigt wird. Ebenso sind Bildschirme
an Bedienkonsolen bekannt, welche der Bedienperson das jeweils zeitlich nächste in
der vorbestimmten Reihenfolge zu betätigende Schaltelement anzeigen.
[0009] Um über die Anzeige des nächsten zu betätigenden Schaltelements hinaus Fehlbedienungen
zu vermeiden, ist es ebenso bekannt, ausgehend von einem erreichten Betriebszustand
nur das jeweils nächste zu betätigende Schaltelement für eine Betätigung zu aktivieren,
während alle übrigen Schaltelemente funktionslos gestellt werden. Weicht dann die
Bedienperson von der vorgegebenen Betätigungsreihenfolge ab, kommt es jedoch mitunter
vor, dass die Maschine wegen der wirkungslosen Betätigung eines Schaltelements, das
lediglich nicht "an der Reihe" war, als defekt erachtet wird, was zu einem unerwünschten
Produktionsausfall führen kann.
[0010] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Bedienungssicherheit der eingangs
genannten Maschine während der genannten Betriebszustand-Schaltvorgänge: Start-Schaltvorgang
und Stopp-Schaltvorgang, gegen unerwünschte Fehlbedienung zu erhöhen.
[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Gesteinsverarbeitungsmaschine mit allen
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Jedem Zustands-Schaltelement aus der Mehrzahl von
Zustands-Schaltelementen für wenigstens eine Funktionseinheit ist nur genau ein Zustandsübergang
zugeordnet. Erfindungsgemäß ist ein erster Satz an Schaltelementen gebildet, welcher
am Start-Schaltvorgang beteiligt ist, und ist ein vom ersten verschiedener zweiter
Satz an Schaltelementen gebildet, welcher am Stopp-Schaltvorgang beteiligt ist. Dabei
ist jeder Satz an Schaltelementen an der Bedienkonsole in einer optisch oder/und haptisch
wahrnehmbaren räumlichen Anordnungsbeziehung angeordnet, welche einer vorbestimmten
Betätigungsreihenfolge der Schaltelemente des jeweiligen Satzes entspricht.
[0012] Einem Zustands-Schaltelement können also genau eine oder mehr als eine Funktionseinheit
zugeordnet sein, deren Aktivierungszustand: Aktiv- oder Inaktiv-Zustand, durch Betätigung
des Zustands-Schaltelements änderbar ist. Für wenigstens eine, vorzugsweise für jede
durch das Zustands-Schaltelement schaltbare Funktionseinheit ist dem Zustands-Schaltelement
jedoch nur eine Zustandsänderung zugeordnet. Befindet sich eine Funktionseinheit bereits
in dem Zielzustand der Zustandsänderung, bleibt eine Betätigung des Zustands-Schaltelements
zumindest für diese Funktionseinheit wirkungslos.
[0013] Der erste Satz enthält dabei Schaltelemente, die nur am Start-Schaltvorgang beteiligt
sind. Der zweite Satz enthält Schaltelemente, die nur am Stopp-Schaltvorgang beteiligt
sind. Dies sind bevorzugt diejenigen Zustands-Schaltelemente, denen jeweils für wenigstens
eine zugeordnete Funktionseinheit, vorzugsweise jeweils für alle zugeordneten Funktionseinheiten,
nur jeweils eine Zustandsänderung zugeordnet ist. Wie weiter unten gezeigt wird, können
der erste und der zweite Satz auch wenigstens ein gemeinsames Schaltelement aufweisen,
das sowohl am Start- als auch am Stopp-Schaltvorgang beteiligt ist.
[0014] Die Zustands-Schaltelemente sind erfindungsgemäß längs einer optisch oder/und haptisch
wahrnehmbaren Betätigungsfolgebahn angeordnet. Die Betätigungsfolgebahn und die Fortschrittsrichtung
innerhalb derselben sind optisch oder/und haptisch wahrnehmbar angegeben. Aufgrund
der der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge entsprechenden räumlichen Anordnungsbeziehung
ist jedem Zustands-Schaltelement aus der Mehrzahl von Zustands-Schaltelementen das
jeweils nächste in der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge zu betätigende Zustands-Schaltelement
in Fortschrittsrichtung der Betätigung längs der Betätigungsfolgebahn räumlich nächstliegend
angeordnet.
[0015] Bevorzugt sind alle Schaltelemente des Start- und des Stopp-Schaltvorgangs längs
einer gemeinsamen Betätigungsfolgebahn in Fortschrittsrichtung nacheinander angeordnet.
[0016] Durch die für die Zustands-Schaltelemente angegebene Zuordnung von nur genau einem
Zustandsübergang zu der wenigstens einen Funktionseinheit sind für die Aktivierung
einerseits und für die Deaktivierung der betroffenen Funktionseinheit andererseits
gesonderte Zustands-Schaltelemente vorgesehen. Das ermöglicht zum einen die Trennung
der Zustands-Schaltelemente in den ersten Satz von Schaltelementen für den Start-Schaltvorgang
und in den zweiten Satz von Schaltelementen für den Stopp-Schaltvorgang. Dies erleichtert
zum anderen die konsequente und strikte räumliche Anordnung der Zustands-Schaltelemente
entsprechend der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge längs der Betätigungsfolgebahn.
[0017] Die Angabe der Zustandsänderung "über einen Betriebszustand-Schaltvorgang hinweg",
also über den Start-Schaltvorgang oder den Stopp-Schaltvorgang hinweg, soll bedeuten,
dass es für die Beurteilung der Zustandsänderung nicht auf eine lediglich vorübergehende
Änderung des Aktivierungszustands einer Funktionseinheit während des Betriebszustand-Schaltvorgangs
ankommt. Daher soll es unerheblich sein, ob eine Funktionseinheit - aus welchen Gründen
auch immer - während des Betriebszustand-Schaltvorgangs, gegebenenfalls mehrfach,
aktiviert und wieder deaktiviert wird oder umgekehrt. Relevant ist lediglich, ob die
Funktionseinheit nach dem Betriebszustand-Schaltvorgang einen anderen Aktivierungszustand
aufweist als vor dem Betriebszustand-Schaltvorgang.
[0018] Grundsätzlich kann der schwächer aktive Betriebszustand jeder beliebige Betriebszustand
sein, in welchem die Anzahl aktivierter Funktionseinheiten geringer ist als im stärker
aktiven Betriebszustand. Da der Start-Schaltvorgang bevorzugt zur Herstellung der
vollen Betriebsbereitschaft der Gesteinsverarbeitungsmaschine führen soll, befindet
sich die Maschine im stärker aktiven Betriebszustand bevorzugt in voller Betriebsbereitschaft,
in welcher die Maschine vollständig bestimmungsgemäß arbeitsbereit ist bzw. bestimmungsgemäß
Gestein verarbeitet.
[0019] Der schwächer aktive Betriebszustand kann ein Betriebszustand vollständigen Maschinenstillstands
sein oder kann ein Stand-by-Betriebszustand sein, in welchem Basis-Funktionseinheiten,
wie etwa eine Steuervorrichtung und eine Basis-Energieversorgung der Maschine aktiviert
sind, Gewerkvorrichtungen zum Transport und zur Verarbeitung sowohl von Gesteinsmaterial
als auch von bei der Gesteinsverarbeitung freiwerdendem oder/und entstehendem Aussonderungsmaterial,
wie etwa Metallarmierungen, jedoch deaktiviert sind.
[0020] Zur besseren Differenzierung des Start-Schaltvorgangs kann der erste Satz ein erstes
Zustands-Schaltelement aufweisen, dessen Betätigung eine erste Energieversorgung als
eine Funktionseinheit aktiviert. Diese erste Energieversorgung kann eine Brennkraftmaschine
sein, etwa ein Dieselmotor, welche als eine Art Maschinenkraftwerk für die Maschine
notwendige Betriebsenergie bereitstellt, gegebenenfalls nach Umwandlung in andere
Energieformen, wie etwa als Hydraulikdruck durch Antrieb einer Hydraulikpumpe, als
Pneumatikdruck durch Antrieb einer Pneumatikpumpe, als elektrische Energie durch Antrieb
eines Generators usw.
[0021] Der erste Satz kann weiter ein zweites Zustands-Schaltelement aufweisen, dessen Betätigung
wenigstens eine Gewerkvorrichtung, wie etwa Brecher, Brecherabzugsband, Aufgaberinne,
Seitenaustragsband und dergleichen, als weitere Funktionseinheit aktiviert. Im Falle
einer mobilen Maschine stellen auch ein Vortrieb erzeugendes Fahrwerk und eine Lenkvorrichtung
Gewerkvorrichtungen im Sinne der vorliegenden Anmeldung dar.
[0022] Ebenso kann der zweite Satz ein drittes Zustands-Schaltelement aufweisen, dessen
Betätigung wenigstens eine Gewerkvorrichtung deaktiviert. Bevorzugt ist das dritte
Zustands-Schaltelement dazu ausgebildet, dieselben Gewerkvorrichtungen zu deaktivieren,
die vom zweiten Zustands-Schaltelement aktiviert wurden. Damit der Stopp-Schaltvorgang
wenigstens abschnittsweise ein umgekehrtes Abbild des Start-Schaltvorgangs ist, welches
im Wesentlichen die gleichen Betätigungen wie der Start-Schaltvorgang erfordert, nur
in entgegengesetzter Reihenfolge, kann der zweite Satz ein viertes Zustands-Schaltelement
aufweisen, dessen Betätigung die erste Energieversorgung deaktiviert.
[0023] Es soll nicht ausgeschlossen sein, dass das erste Zustands-Schaltelement dazu ausgebildet
ist, durch seine Betätigung nicht nur die erste Energieversorgung, sondern wenigstens
eine weitere Funktionseinheit zu aktivieren. Die ausschließliche Funktion einer Aktivierung
der ersten Energieversorgung durch das erste Zustands-Schaltelement ist jedoch bevorzugt.
Entsprechendes gilt mutatis mutandis für die Deaktivierbarkeit wenigstens einer weiteren
Funktionseinheit durch das vierte Zustands-Schaltelement.
[0024] In der Regel weist die Gesteinsverarbeitungsmaschine eine Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen
auf, um unterschiedliche Aufgaben der Gesteinsverarbeitung, wie etwa Transport, Zerkleinerung,
Sortierung, Trennung, in komplexer sachlicher Verzahnung in einer Maschine erledigen
zu können. Bevorzugt weist die Gesteinsverarbeitungsmaschine dann einen Datenspeicher
auf, in welchem eine Start-Steuerbefehlsfolge gespeichert ist, gemäß welcher eine
Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen in einer vorbestimmten zeitlichen Abfolge aktiviert
wird. Durch Ausführen der im Datenspeicher hinterlegten Start-Steuerbefehlsfolge kann
sichergestellt werden, dass die Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen ohne weiteren Einfluss
von außen in der korrekten Reihenfolge aktiviert wird. Die zeitliche Abfolge kann
dabei lediglich in der Angabe einer Reihenfolge einer Aktivierung bestehen. Die zeitliche
Abfolge kann darüber hinaus weitere Bedingungen enthalten, wie etwa dass eine früher
zu aktivierende Gewerkvorrichtung erst eine das Erreichen ihres Aktiv-Zustands repräsentierende
Information an die die Start-Steuerbefehlsfolge abarbeitende Steuervorrichtung zurückgemeldet
haben muss, bevor eine später zu aktivierende Gewerkvorrichtung aktiviert wird. Ebenso
kann in dem Datenspeicher eine Stopp-Steuerbefehlsfolge hinterlegt sein, welche die
Deaktivierung einer Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen in einer vorbestimmten zeitlichen
Abfolge definiert. Die Betätigung des zweiten Zustands-Schaltelements bewirkt dann
ein Ausführen der Start-Steuerbefehlsfolge. Eine Betätigung des dritten Zustands-Schaltelement
bewirkt ein Ausführen der Stopp-Steuerbefehlsfolge.
[0025] Für eine Prallbrecher-Maschine als eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gesteinsverarbeitungsmaschine kann die Start-Steuerbefehlsfolge beispielhaft die Aktivierung
folgender Gewerkvorrichtungen in der angegebenen Reihenfolge enthalten: Prallbrecher
(Zerkleinerungsgewerk) > Feinkornband (Transport) > Übergabeband (Transport) > Rückführband
(Transport) > Nachsieb (Sortierung) > Magnetband (Sortierung/Transport) > Brecherabzugsband
(Transport) > Abzugsrinne (Transport) > Vorsiebband (Transport) > Vorsieb (Sortierung)
> Aufgaberinne (Transport).
[0026] Die Stopp-Steuerbefehlsfolge kann die Deaktivierung aller zuvor genannten Gewerkvorrichtungen
beispielhaft in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge enthalten: Aufgaberinne >
Vorsieb > Prallbrecher > Vorsiebband > Abzugsrinne > Brecherabzugsband > Magnetband
> Nachsieb > Übergabeband > Rückführband > Feinkornband.
[0027] Für eine Backenbrecher-Maschine als eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gesteinsverarbeitungsmaschine kann die Start-Steuerbefehlsfolge die Aktivierung folgender
Gewerkvorrichtungen in der angegebenen Reihenfolge enthalten: Magnetband > Brecherabzugsband
> Abzugsrinne > Backenbrecher (Zerkleinerungsgewerk) > Vorsiebband > Vorsieb > Aufgaberinne.
Die Reihenfolge der deaktivierten Gewerkvorrichtungen in der Stopp-Steuerbefehlsfolge
kann hier beispielhaft der rückwärts durchlaufenden Reihenfolge der aktivierten Gewerkvorrichtungen
der Start-Steuerbefehlsfolge entsprechen.
[0028] Wie an den obigen Beispielen gezeigt ist, kann die Reihenfolge der Deaktivierung
von Gewerkvorrichtungen gemäß Stopp-Steuerbefehlsfolge eine bloße Umkehrung der Reihenfolge
der Aktivierung derselben Gewerkvorrichtungen sein. Dies muss jedoch nicht so sein.
[0029] Grundsätzlich sei klargestellt, dass ein Zustands-Schaltelement derart Signal übertragend
mit einer Steuervorrichtung verbunden ist, dass die Betätigung des Zustands-Schaltelements
einen Steuervorgang in der Steuervorrichtung auslöst.
[0030] Sicherheit spielt bei Gesteinsverarbeitungsmaschinen, die in der Regel mehrere hundert
Tonnen Gestein pro Stunde zerkleinern können, eine große Rolle. Die Maschine, insbesondere
die Bedienkonsole, kann daher wenigstens ein zusätzliches Zustands-Schaltelement aufweisen,
welches aus Gründen, die mit der Betriebssicherheit der Maschine zusammenhängen, ein
so großes Bauvolumen einnimmt, dass der zu seiner Anordnung in der Fortschrittsrichtung
der Betätigung notwendige Bauraum einmal im ersten Satz und ein weiteres Mal im zweiten
Satz nicht zur Verfügung steht. Dies kann beispielsweise bei einem Schaltelement der
Fall sein, welches eine hohe elektrische Leistung übertragen und trennen können muss.
Ein solches Schaltelement kann beispielsweise ein elektrischer Hauptschalter sein,
durch welchen ein Großteil des Stroms oder der gesamte den wenigstens vom zweiten
Zustands-Schaltelement aktivierbaren Funktionseinheiten zugeführte elektrische Strom
fließt. Hier ist es unmöglich, einem solchen Schaltelement nur eine Zustandsänderung
zuzuordnen. Ein einziges derartiges Schaltelement muss einen Stromkreis verbinden
und trennen können.
[0031] Eine Einbindung eines solchen außergewöhnlichen Zustands-Sonderschaltelements, durch
dessen Betätigung eine zweite Energieversorgung sowohl aktivierbar als auch deaktivierbar
ist, in die auf der Betätigungsreihenfolge basierende räumliche Anordnung der Zustands-Schaltelemente
kann dadurch realisiert sein, dass eine Betätigung des Zustands-Sonderschaltelements
sowohl im ersten Satz als auch im zweiten Satz durch ein der jeweiligen Betätigungsreihenfolge,
also längs der Betätigungsfolgebahn, entsprechend räumlich angeordnetes Informationssymbol
als Pseudo-Schaltelement repräsentiert ist. Zur Gewährleistung der Einfachheit und
der Klarheit der Betätigung der Schaltelemente des Start- und des Stopp-Schaltvorgangs
ist das Pseudo-Schaltelement bevorzugt das einzige in der Betätigungsfolgebahn angeordnete
nicht-körperliche Schaltelement sowohl des ersten als auch des zweiten Satzes. Da
es jedoch in der auf der Betätigungsreihenfolge basierenden räumlichen Anordnung der
Schaltelemente der Maschine an einer seiner Betätigung im Betätigungsfortschritt entsprechenden
Stelle angeordnet ist und ihm daher nur ein Zustandsübergang zugeordnet ist, ist auch
das Pseudo-Schaltelement ein Zustands-Schaltelement im Sinne der vorliegenden Anmeldung.
[0032] Wie oben bereits ausgeführt ist, kann der schwächer aktivierte Zustand ein Maschinenstillstand
sein, nach dessen Herstellung eine Bedienperson die Maschine verlassen kann. Hierzu
können der erste Satz und der zweite Satz an Schaltelementen einen gemeinsamen Steuerspannungsschalter
aufweisen, durch dessen Betätigung wenigstens eine Mehrzahl von Schaltelementen des
ersten und des zweiten Satzes für eine Signalübertragung bei deren Betätigung aktivierbar
und deaktivierbar ist. Vorzugsweise kann durch den Steuerspannungsschalter die vollständige
Maschine stillgelegt bzw. aus dem Stillstand in einen Start-Bereitschaftszustand überführt
werden. Wegen dieser fundamentalen Bedeutung des Steuerspannungsschalters für die
Maschinenbedienung ist dieser bevorzugt nur unter Anwendung eines Authentifizierungsgeheimnisses
betätigbar. Das Authentifizierungsgeheimnis kann in einem von der Bedienkonsole gesonderten
Datenspeicher hinterlegt sein oder kann als körperliches Geheimnis, etwa in Gestalt
eines Schlüsselbarts, realisiert sein. Der Steuerspannungsschalter ist daher bevorzugt
ein robuster Schlüsselschalter.
[0033] Insbesondere dann, aber nicht nur dann, wenn die Maschine eine mobile Maschine ist,
kann die Maschine mehr als einen Betriebsmodus aufweisen, beispielsweise einen Produktionsmodus,
einen Wartungsmodus und gegebenenfalls einen Fahrmodus. Zur Auswahl eines gewünschten
Betriebsmodus kann der erste Satz ein Wahl-Schaltelement aufweisen, durch dessen Betätigung
ein Betriebsmodus aus einer Mehrzahl von Betriebsmodi der Gesteinsverarbeitungsmaschine
auswählbar ist.
[0034] Logisch ist das Wahl-Schaltelement in der räumlichen Anordnungsbeziehung nach dem
Steuerspannungsschalter angeordnet, da in der Regel zunächst die Maschine aus dem
Stillstand in einen Bereitschaftszustand versetzt wird, in welchem das Wahl-Schaltelement
überhaupt erst zur Übertragung von Signalen aktiviert ist. Da andererseits in dem
Datenspeicher abhängig vom ausgewählten Betriebsmodus unterschiedliche Start- oder/und
Stopp-Steuerbefehlsfolgen hinterlegt sein können, ist das Wahl-Schaltelement bevorzugt
in der dem Betätigungsfortschritt entsprechenden räumlichen Anordnung des ersten Satzes
an Schaltelementen vor dem zweiten Zustands-Schaltelement, besonders bevorzugt auch
vor dem ersten Zustands-Schaltelement angeordnet. Abhängig von der Anzahl an auswählbaren
Betriebsmodi kann das Wahl-Schaltelement beispielsweise ein Kippschalter für nur zwei
auswählbare Betriebsmodi oder ein Drehschalter für mehr als drei auswählbare Betriebsmodi
sein.
[0035] Nicht in jedem Fall ist zwischen zwei Start-Schaltvorgängen die Auswahl eines Betriebsmodus
erforderlich. Es kann auch lediglich der bereits ausgewählte Betriebsmodus bestehen
bleiben, sodass es keiner Betätigung des Wahl-Schaltelements bedarf. Um der Steuerung
aktive Rückmeldung über die Auswahl eines Betriebsmodus auch ohne Betätigung des Wahl-Schaltelements
geben zu können, kann der erste Satz ein Bestätigungs-Schaltelement aufweisen, dessen
Betätigung allgemein einen Einstellzustand der Gesteinsverarbeitungsmaschine bestätigt,
welcher durch in der Betätigungsreihenfolge vor dem Bestätigungs-Schaltelement angeordnete
Schaltelemente bestimmt ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Bestätigungs-Schaltelement
eine Steuervorrichtung in einen vorbestimmten Betriebszustand versetzen, etwa indem
ein aus Sicherheitsgründen häufig vorgeschriebener Not-Aus-Schalter und ein damit
verbundener Not-Aus-Schaltkreis aktiviert werden, oder/und einen Datenspeicher in
einer vorbestimmten Weise konfigurieren, etwa indem es Fehlermeldungen einer vorhergehenden
Betriebsphase aus dem aktuellen Arbeitsspeicher löscht oder/und in einen Archivspeicher
schreibt.
[0036] Gerade nach einem Not-Aus der Maschine, befinden sich der Steuerspannungsschalter
und das Wahl-Schaltelement zur Wahl eines von mehreren Betriebsmodi bereits in der
gewünschten Schaltposition. Dann kann die Maschine ausgehend vom Bestätigungs-Schaltelement
schnell und sicher erneut in Betrieb genommen werden.
[0037] Die optische oder/und haptische Wahrnehmbarkeit der räumlichen Anordnungsbeziehung,
welche die vorbestimmte Betätigungsreihenfolge der Schaltelemente wiedergibt, kann
im einfachsten Fall durch bloße geradlinige lineare Reihenanordnung der Schaltelemente,
beispielsweise alle untereinander oder alle nebeneinander, auf einem Bedienfeld der
Bedienkonsole erreicht werden.
[0038] Eine solche einfache Anordnung erfordert jedoch entweder eine entsprechend große
Abmessung des Bedienfelds oder eine Anordnung der Schaltelemente mit entsprechend
geringem Abstand voneinander, was wiederum das Risiko einer Fehlbedienung erhöht.
Die optische oder/und haptische Wahrnehmung der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge
kann mit verhältnismäßig großen Abstand zwischen den Schaltelementen, bei gleichzeitig
verhältnismäßig geringem vorhandenen Bauraum zur Anordnung der Schaltelemente dadurch
erzielt werden, dass für eine Mehrzahl von Schaltelementen gilt, dass zwischen zwei
gemäß der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge aufeinander folgenden Schaltelementen
ein optisch wahrnehmbares richtungsweisendes Symbol oder/und eine haptisch wahrnehmbare
richtungsweisende körperliche Formation angeordnet ist, wobei das Symbol oder/und
die Formation zu dem in der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge jeweils nächsten
Schaltelement weisen. Das richtungsweisende Symbol kann beispielsweise ein Pfeil oder
ein Dreieck oder ein beliebig gestaltetes Symbol mit richtungsweisender Spitze sein.
Die haptische Formation kann beispielsweise ein Vorsprung oder eine Vertiefung in
der Bedienfelds Oberfläche sein, welche bevorzugt nicht nur ertastbar ist, sondern
auch durch Schattenwurf eine optische Wahrnehmbarkeit erzielt. Die haptische Formation
kann beispielsweise ein erhabener oder vertiefter Rand des optischen Symbols sein,
sodass optische und haptische Wahrnehmung ohne zusätzlichen Bauraum erzielbar sind.
Durch die haptische Formation kann die auf dem Bedienfeld hinterlegte Betätigungsreihenfolgen-Information
auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei starker Verschmutzung des Bedienfelds
von der Bedienperson abgefragt werden.
[0039] Um für eine Bedienperson völlig eindeutig den Start-Schaltvorgang vom Stopp-Schaltvorgang
unterscheidbar zu machen, können sich die Symbole oder/und Formationen des ersten
Satzes von den Symbolen oder/und Formationen des zweiten Satzes optisch oder/und haptisch
unterscheiden. Beispielsweise können die Symbole der beiden Sätze unterschiedliche
Farben aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können die Symbole oder/und Formationen
der beiden Sätze unterschiedliche Formen aufweisen. Zusätzlich oder alternativ können
die Formationen der beiden Sätze unterschiedliche Texturen aufweisen. Auch wenigstens
ein Teil der, vorzugsweise alle Schaltelemente des ersten Satzes können sich zur Verringerung
ihrer Verwechselbarkeit von den Schaltelementen des zweiten Satzes unterscheiden,
etwa durch unterschiedliche Farb- oder/und Formgebung.
[0040] Dann, wenn der Start- und der Stopp-Schaltvorgang, wie es bevorzugt ist, die Maschine
zwischen einem Stillstand und einem betriebsbereiten Betriebszustand überführt, können
die zur Ausführung der Betriebszustands-Schaltvorgänge notwendigen Schaltelemente
mit den zwischen ihnen angeordneten Symbolen oder/und Formationen des ersten Satzes
und die Schaltelemente mit den zwischen ihnen angeordneten Symbolen oder/und Formationen
des zweiten Satzes nicht nur auf verhältnismäßig geringem Bauraum an der Bedienkonsole,
sondern auch in intuitiv besonders schnell und einfach erfassbarer Weise längs einer
geschlossen umlaufenden Betätigungsfolgebahn angeordnet sein. Denn dann ist der Endpunkt
des Start-Schaltvorgangs der Anfangspunkt des Stopp-Schaltvorgangs und umgekehrt.
[0041] Grundsätzlich können die Schaltelemente Schaltflächen eines Multifunktion-Schaltfelds
sein, etwa eines Touchscreens, in welchem Flächenbereiche nur vorübergehend die Funktion
von Schaltelementen aufweisen. In ausgewählten Betriebsphasen können Flächenbereiche
des Multifunktion-Schaltfelds mit abweichenden Funktionen belegt sein. Dies ist jedoch
nicht bevorzugt. In der durch Schmutz und durch Vibration stark belasteten Umgebung
des Bedienfelds sind robuste Schaltelemente bevorzugt, die auch unter den genannten
erschwerten Bedingungen zuverlässig schalten und vor allem zuverlässig nicht schalten.
Daher sind die Schaltelemente, mit Ausnahme des oben genannten lediglich als Symbol
dargestellten Pseudo-Schaltelements, bevorzugt mechanische Schaltelemente, zu deren
Betätigung jeweils ein Schalterkörper relativ zu einer bedienkonsolenfesten Schalterbasis
verlagerbar angeordnet ist. Hierdurch lassen sich Schaltwege des Schalterkörpers definieren,
die für eine Betätigung des Schaltelements sicher zurückgelegt werden müssen. Durch
ausreichend lange Schaltwege sowie gegebenenfalls durch ausreichend hohe erforderliche
Schaltkräfte lässt sich das Risiko einer vibrations- oder schmutzbedingten Fehlbetätigung
eines Schaltelements ohne Aktion der Bedienperson verringern oder sogar ausschließen.
[0042] Die Maschine und insbesondere die Bedienkonsole kann zur weiteren Erhöhung der optischen
Wahrnehmbarkeit der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge eine Steuerungsvorrichtung
aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, nach Betätigung eines Schaltelements das in
der Betätigungsreihenfolge als nächstes zu betätigende Schaltelement durch optische
oder/und haptische Hervorhebung im Verhältnis zu den übrigen Schaltelementen wahrnehmbar
anzuzeigen. Beispielsweise kann das jeweilige Schaltelement oder/und ein nur das jeweilige
Schaltelement umgebender Bereich des Bedienfelds der Bedienkonsole vorübergehend beleuchtbar
sein.
[0043] Bevorzugt weist die Bedienkonsole zur Möglichkeit einer effektiven Ausgabe einer
Fülle von unterschiedlichen Informationen eine Multifunktions-Anzeigevorrichtung auf,
etwa einen Bildschirm.
[0044] Die Multifunktions-Anzeigevorrichtung kann zur Erhöhung der Bediensicherheit der
Schaltelementeanordnung während des Start- und des Stopp-Schaltvorgangs dazu ausgebildet
sein, nach Betätigung eines Schaltelements eine Information anzuzeigen, welche das
in der Betätigungsreihenfolge als nächstes zu betätigende Schaltelement repräsentiert.
[0045] Zusätzlich oder alternativ kann die Multifunktions-Anzeigevorrichtung zur Information
der Bedienperson über den Fortschritt eines Betriebszustand-Schaltvorgangs dazu ausgebildet
sein, nach Betätigung des zweiten oder/und des dritten Zustands-Schaltelements eine
Information über den Aktivierungszustand der von diesen Schaltelementen zu aktivierenden
bzw. deaktivierenden Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen anzuzeigen.
[0046] Bevorzugt weist das Bedienfeld der Bedienkonsole zur Ausführung des Start- und des
Stopp-Schaltvorgangs nur die oben genannten Schaltelemente: Steuerspannungsschalter,
Wahl-Schaltelement, Bestätigungs-Schaltelement, Zustands-Schaltelemente und das Pseudo-Schaltelement
auf. Das Bedienfeld kann zusätzlich das Zusatz-Sonderschaltelement aufweisen, welches
aufgrund seiner Größe jedoch auch außerhalb der Betätigungsfolgebahn angeordnet sein
kann, in der die übrigen genannten Schaltelemente des Start- und des Stopp-Schaltvorgangs
angeordnet sind.
[0047] Es können mehrere Gesteinsverarbeitungsmaschinen hintereinander in einem Maschinenzug
betrieben werden, sodass ein Bearbeitungsergebnis einer im Zug vorausgehenden Maschine
das Ausgangsmaterial einer nachfolgenden Maschine ist.
[0048] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert. Es stellt dar:
- Figur 1
- eine grobschematische Aufrissansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer
Gesteinsverarbeitungsmaschine der vorliegenden Anmeldung, und
- Figur 2
- eine grobschematische Draufsicht auf das Bedienfeld einer Bedienkonsole der Gesteinsverarbeitungsmaschine
von Figur 1.
[0049] In Figur 1 ist eine beispielhafte Gesteinsverarbeitungsmaschine, wie sie in der
WO 2019/081186 A offenbart ist, allgemein mit 10 bezeichnet. Die Maschine 10 umfasst einen Maschinenrahmen
12, welcher über ein an sich bekanntes Raupenfahrwerk 14 auf einem Aufstandsuntergrund
U aufsteht. Die Maschine 10 ist folglich eine mobile Gesteinsverarbeitungsmaschine
10, welche mit ihrem Raupenfahrwerk 14 als einer Funktionseinheit wenigstens von einer
Transportvorrichtung, wie etwa einem Tieflader, selbständig zu ihrem Einsatzort fahren
kann.
[0050] Als eine weitere Funktionseinheit umfasst die Maschine 10 eine Brennkraftmaschine
16, etwa einen Dieselmotor, welche ein zentrales Kraftwerk der Maschine 10 bildet.
Beispielsweise kann die Brennkraftmaschine 16 einen Hydraulikmotor 18 und einen elektrischen
Generator 20 antreiben, sodass dann, wenn die Brennkraftmaschine 16 in Betrieb ist,
an der Maschine 10 ein vorbestimmtes Hydraulikdruckniveau und eine elektrische Energieversorgung
jenseits von lediglich in Batterien gespeicherter elektrischer Energie bereitsteht.
[0051] Die Maschine 10 weist als weitere Funktionseinheit eine bestimmende Gewerkvorrichtung
auf, nämlich einen Backenbrecher 22. Die in Figur 1 rechte Brechbacke 24 wird durch
einen Exzenter 26 zu einer reziprozierenden Bewegung auf die in Figur 1 linke maschinenrahmenfeste
Brechbacke 28 unter schwellender Änderung des zwischen den Brechbacken 24 und 28 bestehenden
Brechspalts 29 zu und von dieser weg angetrieben. Die Bewegung des Exzenters 26 wird
durch die Brennkraftmaschine 16 bereitgestellt.
[0052] Der Backenbrecher 22 wird über eine Aufgabeeinheit 30 mit im Backenbrecher 22 zu
zerkleinerndem Material 32 beschickt. Als eine Funktionseinheit und Gewerkvorrichtung
weist die Maschine 10 eine Aufgaberinne 34 auf, welche das darin aufgegebene Material
32 als Vibrationsförderer zu einem Doppeldecker-Vorsieb 36 fördert. Das Doppeldecker-Vorsieb
36 wird im Betrieb zu einer Kreisschwingung angetrieben und bildet ebenfalls eine
Funktionseinheit und Gewerkvorrichtung. Dort wird von dem Material 32 ein Feinanteil
35 und ein Anteil 37 mit mittelgroßem Korn getrennt und gesondert vom übrigen Material
32 gefördert. Der Feinanteil 35 kann beispielsweise aus der Maschine 10 ausgeleitet
werden. Der Anteil 37 mit mittlerer Korngröße kann direkt auf das Brecherabzugsband
38 als einer weiteren Funktionseinheit und Gewerkvorrichtung gefördert werden, welches
auch das aus dem Backenbrecher 22 nach Durchgang durch diesem austretende zerkleinerte
Material 40 vom Backenbrecher 22 weg zu einem Abwurfort 42 fördert, von wo aus das
bestimmungsgemäß zerkleinerte Material 40 aufgeschüttet wird.
[0053] Längs der Förderstrecke vom Brechspalt 29 zum Abwurfort 42 wird das Material 37 und
40 an einer weiteren Funktionseinheit, die auch eine Gewerkvorrichtung ist, vorbeigeführt.
Dies ist der mit elektrischer Energie betriebene Magnetabscheider 44, welcher aus
dem zerkleinerten Material 37 und 40 ferromagnetische Anteile, wie etwa Stahlarmierungen,
magnetisch aussondert und das ausgesonderte ferromagnetische Material in einer von
der Zeichenebene von Figur 1 abstehenden Richtung vom Maschinenrahmen 12 weg fördert.
[0054] Die Maschine 10 wird durch eine beispielhaft seitlich am Maschinenrahmen 12 angeordnete
Bedienkonsole 50 gesteuert, welche nachfolgend im Zusammenhang mit Figur 2 näher erläutert
wird.
[0055] In Figur 2 ist die in Figur 1 lediglich angedeutete Bedienkonsole 50 in einer grobschematischen
Draufsicht dargestellt. Auf einem zu einer betätigenden Bedienperson hinweisenden
Bedienfeld 52 sind eine Multifunktions-Anzeigevorrichtung 54, etwa ein Touchscreen,
ein an sich bekannter Not-Aus-Schalter 56, ein erster Satz 58 an Schaltelementen und
ein davon gesonderter zweiter Satz 60 mit weiteren Schaltelementen angeordnet.
[0056] Die Bedienkonsole 50 weist außerdem eine lediglich strichliniert angedeutete Steuervorrichtung
62 und einen ebenfalls lediglich strichliniert angedeuteten Datenspeicher 64 auf.
[0057] Die Steuervorrichtung 62 steht mit der Multifunktions-Anzeigevorrichtung 54, den
Schaltelementen des Bedienfelds 52 und mit einer Maschinensteuerung in Signal übertragender
Verbindung und überträgt von einer Bedienperson über das Bedienfeld 52 eingegebene
Steuerbefehle an die Maschinensteuerung, welche auf Grundlage der übertragenen Steuerbefehle
die betroffenen Funktionseinheiten 14, 16, 22, 34, 36, 38 und 44 ansteuert.
[0058] Der erste Satz 58 an Schaltelementen dient der Ausführung eines Start-Schaltvorgangs,
durch welchen die Maschine 10 von einem vollständig stillgesetzten Betriebszustand
in einen für einen bestimmungsgemäßen Zerkleinerungsbetrieb betriebsbereiten Betriebszustand
geschaltet werden soll.
[0059] Der zweite Satz 60 an Schaltelementen dient der Ausführung eines Stopp-Schaltvorgangs,
durch welchen die Maschine 10 von dem betriebsbereiten Betriebszustand zurück in den
stillgesetzten Betriebszustand geschaltet werden soll.
[0060] Die Schaltelemente des ersten Satzes 58 und des zweiten Satzes 60 sind längs einer
geschlossen umlaufenden Betätigungsfolgebahn 66 bei Betrachtung von Figur 2 im Uhrzeigersinn
aufeinanderfolgend gemäß ihrer Betätigungsreihenfolge angeordnet.
[0061] Der erste Satz 58 und der zweite Satz 60 enthalten einen Steuerspannungsschalter
68 in Gestalt eines Schlüsselschalters, der erstes zu betätigendes Schaltelement des
ersten Satzes 58 und letztes zu betätigendes Schaltelement des zweiten Satzes 60 ist.
Der Steuerspannungsschalter 68 kann zwischen den Zuständen "ein" und "aus" geschaltet
werden, repräsentiert durch die Symbole "I" für ein und "O" für aus. Im Ein-Zustand
des Steuerspannungsschalters 68 wird die Bedienkonsole 50 mit elektrischer Energie
versorgt und werden die Schaltelemente des ersten Satzes 58 und des zweiten Satzes
60 aktiviert. Darüber hinaus kann das Schalten des Steuerspannungsschalters 68 in
den Ein-Zustand weitere Aktivierungen an der Maschine 10 zur Folge haben, beispielsweise
eine Grundversorgung von Steuervorrichtungen mit elektrischer Energie.
[0062] Im Start-Schaltvorgang folgt auf das Einschalten des Steuerspannungsschalters 68
eine Auswahl eines Betriebsmodus aus einer Mehrzahl von Betriebsmodi A, B oder C durch
das Wahl-Schaltelement 70. Das Wahl-Schaltelement 70 ist bevorzugt ebenfalls als Schlüsselschalter
ausgestaltet, um sicherzustellen, dass nur eine ausreichend autorisierte Bedienperson
den Betriebsmodus der Maschine 10 verändern kann.
[0063] In der Betätigungsreihenfolge des Start-Schaltvorgangs folgt auf das Wahl-Schaltelement
70 ein Bestätigungs-Schaltelement 72 in beispielhafter Gestalt eines Tastschalters.
Durch Betätigung des Bestätigungs-Schaltelements 70 wird während eines Start-Schaltvorgangs
bestätigt, dass die Auswahl eines Betriebsmodus erfolgt ist und die Schaltpositionen
des Wahl-Schaltelements 70 nicht weiter verändert wird. Zusätzlich kann die Betätigung
des Bestätigungs-Schaltelements 72 die Steuervorrichtung 62 oder/und den Datenspeicher
64 in einen vorbestimmten Ausgangszustand für den gewählten Betriebsmodus setzen.
Beispielsweise kann ein Fehlerspeicher aus einer vorhergehenden, abgeschlossenen Betriebsphase
gelöscht oder archiviert werden und können Betriebsparameter der Steuervorrichtung
62 initialisiert werden.
[0064] In der Betätigungsreihenfolge des ersten Satzes 58 zur Ausführung des Start-Schaltvorgangs
folgt auf die Betätigung des Bestätigungs-Schaltelements 72 die Betätigung eines ersten
Zustands-Schaltelements 74, wiederum in Gestalt eines Tastschalters. Das erste Zustands-Schaltelement
74 startet den Dieselmotor 16 als das Basis-Kraftwerk der Maschine 10. Somit steht
ab der Betätigung des ersten Zustands-Schaltelements 74 der Maschine 10 eine erste
Energieversorgung zur Verfügung, da mit der Energie des Dieselmotors durch Antreiben
entsprechender Aggregate Hydraulikdruck, gegebenenfalls Pneumatikdruck und elektrische
Energie über einen Batteriespeicher hinaus zur Verfügung steht.
[0065] Längs der Betätigungsfolgebahn 66 folgt auf das erste Zustands-Schaltelement 74 in
der Betätigungsreihenfolge die Aktivierung der elektrischen Energieversorgung der
Funktionseinheiten und insbesondere der Gewerkvorrichtungen 14, 22, 34, 36, 38 und
44 der Maschine 10 durch Betätigung eines außerhalb des ersten Satzes 58 und des zweiten
Satzes 60 angeordneten Zustands-Sonderschaltelements 76. Das Zustands-Sonderschaltelement
76 ist bevorzugt ebenfalls an der Bedienkonsole 50 angeordnet, kann jedoch auch abseits
davon angeordnet sein. Ebenso kann das Zustands-Sonderschaltelement 76 zwar an der
Bedienkonsole 50, jedoch nicht auf dem Bedienfeld 52 angeordnet sein, sondern etwa
an einer Seitenfläche der Bedienkonsole 50.
[0066] Aus Sicherheitsgründen fließt die gesamte vom Zustands-Sonderschaltelement 76 geschaltete
elektrische Leistung über das Zustands-Sonderschaltelement 76 selbst, weshalb es ein
Bauvolumen einnimmt, das eine Anordnung in der Betätigungsfolgebahn 66 verhindert.
Wegen dieser Leistungsübertragung wird das Zustands-Sonderschaltelement 76 in der
Fachwelt auch als "Hauptschalter" bezeichnet.
[0067] Darüber hinaus schaltet das Zustands-Sonderschaltelement 76 sowohl von "ein" nach
"aus" als auch von "aus" nach "ein". Dem Zustands-Sonderschaltelement 76 sind daher
zwei Zustandsübergänge für den selben technischen Funktionsinhalt, hier: elektrische
Energieversorgung, zugeordnet, während dem ersten Zustands-Schaltelement 74 und dem
nachfolgenden zweiten Zustands-Schaltelement 80 lediglich für jede durch die Schaltelemente
74 und 80 zwischen Inaktiv- und Aktiv-Zustand schaltbare Funktionseinheit nur genau
eine Zustandsänderung zugeordnet ist. Die im Start-Schaltvorgang aktivierte elektrische
Energieversorgung ist im Stopp-Schaltvorgang wieder zu deaktivieren. Eine Realisierung
dieser beiden Zustandsübergänge durch zwei gesonderte Schaltelemente würde jedoch
die aus Sicherheitsgründen bestehende Anforderung nicht oder nur mit unerwünscht hohem
Aufwand erfüllen können, wonach die geschaltete elektrische Leistung auch über das
sie schaltende Schaltelement fließen soll.
[0068] Das Zustands-Sonderschaltelement 76 ist daher sowohl im ersten Satz 58 als auch im
zweiten Satz 60 als Pseudo-Schaltelement 78 lediglich durch ein Symbol repräsentiert,
welches der Bedienperson an der Bedienkonsole 50 anzeigt, dass in der Betätigungsreihenfolge
nach dem ersten Zustands-Schaltelement 74 das Zustands-Sonderschaltelement 76 zu betätigen
ist. Das Pseudo-Schaltelement 78 wird in der Anordnung der Schaltelemente im ersten
Satz 58 und im zweiten Satz 60 jedoch in der vorliegenden Anmeldung wie ein Schaltelement
behandelt und betrachtet.
[0069] Auf das Pseudo-Schaltelement 78 bzw. die Betätigung des Zustands-Sonderschaltelement
76 folgt im ersten Satz 58 als letztes Schaltelement das zweite Zustands-Schaltelement
80, wiederum in beispielhafter Gestalt eines Tastschalters. Im Datenspeicher 64 ist
eine Start-Steuerbefehlsfolge abgespeichert, welche die Steuervorrichtung 62 auf Betätigung
des zweiten Zustands-Schaltelements 80 ausführt. In dieser Start-Steuerbefehlsfolge
ist über den Start-Schaltvorgang hinweg einer Mehrzahl von Funktionseinheiten und
Gewerkvorrichtungen 14, 16, 22, 34, 36, 38 und 44 genau eine Zustandsänderung, in
der Regel eine Aktivierung, zugeordnet.
[0070] In der Multifunktions-Anzeigevorrichtung 54 kann begleitend zur Betätigung der Schaltelemente
des ersten Satzes 58 der Aktivierungsfortschritt der Maschine 10 ausgegeben werden,
sodass die Bedienperson an der Bedienkonsole 50 erkennt, wenn der Start-Schaltvorgang
abgeschlossen und die Maschine 10 betriebsbereit ist.
[0071] Um die Betätigungsreihenfolge der Schaltelemente 68 bis 80 des ersten Satzes 58 für
die Bedienperson eindeutig erkennbar zu machen, sind zwischen den Schaltelementen
richtungsweisende Pfeilsymbole 82 bzw. richtungsweisende Dreieckssymbole 84, je nach
vorhandenem Platzangebot, angeordnet. Die richtungsweisenden Symbole 82 und 84 weisen
ausgehend von einem früher zu betätigenden Schaltelement zu dem längs der Betätigungsfolgebahn
66 nach ihrer Betätigung jeweils als nächstes zu betätigende Schaltelement.
[0072] Im dargestellten Beispiel sind die Symbole 82 und 84 zusätzlich als haptisch wahrnehmbare
erhabene Formationen 86 bzw. 88 ausgebildet. Die erhabenen Formationen 86 bzw. 88
unterstützen durch Schattenwurf nicht nur die optische Wahrnehmbarkeit der Symbole
82 und 84, sondern sind überdies auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder starker
Verschmutzung des Bedienfelds 52 ertastbar.
[0073] Ein weiteres richtungsweisendes Pfeilsymbol 90, welches gleichzeitig eine haptisch
wahrnehmbare erhabene Formation 92 ist, verweist vom letzten Schaltelement 80 des
ersten Satzes 58 zum ersten Schaltelement 94 des zweiten Satzes 60. Das Schaltelement
94 ist ein drittes Zustands-Schaltelement 94, dessen Betätigung bewirkt, dass eine
im Datenspeicher 64 hinterlegte Stopp-Steuerbefehlsfolge durch die Steuervorrichtung
62 abgearbeitet wird, wodurch in der Stopp-Steuerbefehlsfolge hinterlegte Funktionseinheiten
und Gewerkvorrichtungen 14, 16, 22, 34, 36, 38 und 44 in einer in der Stopp-Steuerbefehlsfolge
hinterlegten Reihenfolge deaktiviert werden. Nach der vollständigen Ausführung der
Stopp-Steuerbefehlsfolge, ausgelöst durch die Betätigung des dritten Zustands-Schaltelements
94, hat die Maschine 10 in der Regel den gleichen Betriebszustand wie vor Betätigung
des zweiten Zustands-Schaltelements 80. Dies bedeutet jedoch nicht notwendigerweise,
dass die Stopp-Steuerbefehlsfolge lediglich die Umkehrung der Reihenfolge der Funktionseinheiten
und Gewerkvorrichtungen 14, 16, 22, 34, 36, 38 und 44 der Start-Steuerbefehlsfolge
mit jeweils zugeordneter gegenteiliger Zustandsänderung ist.
[0074] In der Betätigungsreihenfolge des Stopp-Schaltvorgangs ist nach dem dritten Zustands-Schaltelement
94, auf dem Bedienfeld 52 angedeutet durch das Pseudo-Schaltelement 78 im zweiten
Satz 60, erneut das Zustands-Sonderschaltelement 76 zu betätigen. Da es sich nach
dem Start-Schaltvorgang im Ein-Zustand befindet, bedeutet die Betätigung des Schaltelements
76 eine Schaltbetätigung in den Aus-Zustand.
[0075] Auf die Betätigung des Zustands-Sonderschaltelements 76 und damit auf die Deaktivierung
der elektrischen Stromversorgung der zugeordneten Funktionseinheiten und Gewerkvorrichtungen
folgt in der Betätigungsreihenfolge längs der Betätigungsfolgebahn 66 ein viertes
Zustands-Schaltelement 96, durch welches der Dieselmotor 16 deaktiviert wird. Nach
der Deaktivierung des Dieselmotors 16 verbleibt als letzte Betätigung im Stopp-Schaltvorgang
die Betätigung des Steuerspannungsschalters 68 und das Abziehen des zu dessen Betätigung
notwendigen Schlüssels.
[0076] Die Betätigungsreihenfolge der Schaltelemente 94, 78, 96 und 68 des zweiten Satzes
60 ist wiederum durch richtungsweisende Pfeilsymbole 98 und richtungsweisende Dreieckssymbole
100, je nach Platzangebot, zwischen den Schaltelementen des zweiten Satzes 60 angegeben.
Wiederum sind die Pfeilsymbole 98 und die Dreieckssymbole 100 auch erhabene Formationen
102 bzw. 104, welche bei schlechten Lichtverhältnissen oder/und starker Verschmutzung
immer noch ertastbar sind, obwohl sie möglicherweise aufgrund ihrer Farbgebung alleine
nicht mehr erkennbar sind.
[0077] Die unterschiedlichen Schraffuren der richtungsweisenden Symbole und Formationen
82 bis 88 des ersten Satzes 58 einerseits sowie der richtungsweisenden Symbole und
Formationen 98 bis 104 des zweiten Satzes 60 andererseits in Figur 2 zeigen an, dass
die richtungsweisenden Symbole und Formationen 82 bis 88 des ersten Satzes 58 zur
besseren Unterscheidung eine andere Farbe oder/und eine andere haptisch erfassbare
Textur aufweisen als die richtungsweisenden Symbole und Formationen 98 bis 104 des
zweiten Satzes 60. Das richtungsweisende Symbol 90, welches gleichzeitig richtungsweisende
Formation 92 ist, unterscheidet sich ebenfalls von den Symbolen und Formationen des
ersten und des zweiten Satzes 58, 60 durch Farbe oder/und Textur, da das Symbol 90
bzw. die Formation 92 weder nur dem ersten noch nur dem zweiten Satz 58, 60 zugehört.
[0078] Wird ein bestimmungsgemäßer Betrieb der Maschine 10 durch den Not-Aus-Schalter 56
zunächst beendet, ist zur Wiederinbetriebnahme der Maschine 10 keine erneute Betätigung
des Steuerspannungsschalters 68 und in der Regel auch keine Betätigung des Wahl-Schaltelements
70 notwendig. In diesem Falle kann nach einem Lösen des üblicherweise nach Betätigung
mechanisch blockierten Not-Aus-Schalters 56 der Betrieb der Maschine mit einer Start-Prozedur
wiederhergestellt werden, welcher mit dem Bestätigungs-Schaltelement 72 als erstem
zu betätigendes Schaltelement beginnt.
[0079] Die Steuervorrichtung 62 ist dazu ausgebildet, durch Beleuchtung des jeweils in einem
Betriebszustands-Schaltvorgang als nächstes zu betätigende Schaltelement dieses Schaltelement
hervorzuheben und der Bedienperson anzuzeigen.
[0080] Zur besseren Übersichtlichkeit und damit zur weiteren Reduzierung von Fehlbedienungen,
sind am Bedienfeld 52 Zustands-Schaltelemente 80 und 94 einerseits sowie 74 und 96
andererseits, welche jeweils gleichen Funktionseinheiten, jedoch mit entgegengesetzten
Zustandsänderungen zugeordnet sind, spaltenartig untereinander angeordnet, während
- mit Ausnahme des Steuerspannungsschalters 68 - alle Schaltelemente 70 bis 80 des
Start-Schaltvorgangs und alle Schaltelemente 94, 78 und 96 des Stopp-Schaltvorgangs
in unterschiedlichen Zeilen zeilenartig nebeneinander angeordnet sind. Selbst verständlich
kann diese Anordnung auch zeilen- und spaltenmäßig vertauscht sein.
[0081] Mit der Bedienkonsole 50 der Figur 2 ist das Risiko einer Fehlbedienung der Maschine
10 erheblich reduziert.
1. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10), welche eine Mehrzahl unterschiedlicher Funktionseinheiten
aufweist, die jeweils zu unterschiedlichen Zeiten von einem Inaktiv-Zustand in einen
Aktiv-Zustand aktivierbar und vom Aktiv-Zustand in den Inaktiv-Zustand deaktivierbar
sind, wobei die Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) eine Bedienkonsole (50) aufweist,
welche dazu ausgebildet ist, die Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) in einem Start-Schaltvorgang
als einem Betriebszustand-Schaltvorgang von einem schwächer aktiven Betriebszustand
in einen stärker aktiven Betriebszustand zu schalten und in einem Stopp-Schaltvorgang
als einem Betriebszustand-Schaltvorgang von einem stärker aktiven Betriebszustand
in einen schwächer aktiven Betriebszustand zu schalten, wobei in dem stärker aktiven
Betriebszustand mehr Funktionseinheiten (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) aktiviert sind
als im schwächer aktiven Betriebszustand, wobei die Bedienkonsole (50) eine Mehrzahl
von Zustands-Schaltelementen (74, 80, 94, 96) als Schaltelemente aufweist, wobei jedem
Zustands-Schaltelement (74, 80, 94, 96) aus der Mehrzahl für wenigstens eine Funktionseinheit
(14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) ein Zustandsübergang derart zugeordnet ist, dass die
Betätigung des Zustands-Schaltelements (74, 80, 94, 96) an der Funktionseinheit (14,
16, 22, 34, 36, 38, 44) über einen Betriebszustand-Schaltvorgang hinweg einen Zustandsübergang
zwischen dem Inaktiv-Zustand und dem Aktiv-Zustand bewirkt, wobei jedem Zustands-Schaltelement
(74, 80, 94, 96) aus der Mehrzahl von Zustands-Schaltelementen (74, 80, 94, 96) für
wenigstens eine Funktionseinheit (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) nur genau ein Zustandsübergang
zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Satz (58) an Schaltelementen (70, 72, 74, 80) am Start-Schaltvorgang beteiligt
ist und dass ein vom ersten verschiedener zweiter Satz (60) an Schaltelementen (94,
96) am Stopp-Schaltvorgang beteiligt ist, wobei jeder Satz (58, 60) an Schaltelementen
(70, 72, 74, 80, 94, 96) an der Bedienkonsole (50) in wenigstens einer Anordnungsbeziehung
aus einer optisch wahrnehmbaren räumlichen Anordnungsbeziehung und einer haptisch
wahrnehmbaren räumlichen Anordnungsbeziehung angeordnet ist, wobei die Anordnungsbeziehung
einer vorbestimmten Betätigungsreihenfolge der Schaltelemente (70, 72, 74, 80, 94,
96) des jeweiligen Satzes (58, 60) entspricht.
2. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz (58) ein erstes Zustands-Schaltelement (74) aufweist, dessen Betätigung
eine erste Energieversorgung als eine Funktionseinheit aktiviert und ein zweites Zustands-Schaltelement
(80) aufweist, dessen Betätigung wenigstens eine Gewerkvorrichtung (14, 22, 34, 36,
38, 44) als weitere Funktionseinheit aktiviert, und dass der zweite Satz (60) ein
drittes Zustands-Schaltelement (94) aufweist, dessen Betätigung wenigstens eine Gewerkvorrichtung
(14, 22, 34, 36, 38, 44) deaktiviert, sowie ein viertes Zustands-Schaltelement (96)
aufweist, dessen Betätigung die erste Energieversorgung deaktiviert
3. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) eine Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen (14,
22, 34, 36, 38, 44) und einen Datenspeicher (64) aufweist, wobei in dem Datenspeicher
(64) eine Start-Steuerbefehlsfolge gespeichert ist, gemäß welcher eine Mehrzahl von
Gewerkvorrichtungen (14, 22, 34, 36, 38, 44) in einer vorbestimmten zeitlichen Abfolge
aktiviert wird, und wobei der Datenspeicher (64) eine Stopp-Steuerbefehlsfolge enthält,
gemäß welcher eine Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen (14, 22, 34, 36, 38, 44) in einer
vorbestimmten zeitlichen Abfolge deaktiviert wird, wobei eine Betätigung des zweiten
Zustands-Schaltelements (80) ein Ausführen der Start-Steuerbefehlsfolge bewirkt und
wobei eine Betätigung des dritten Zustands-Schaltelements (94) ein Ausführen der Stopp-Steuerbefehlsfolge
bewirkt.
4. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Zustands-Sonderschaltelement (76) aufweist, durch dessen Betätigung eine
zweite Energieversorgung sowohl aktivierbar als auch deaktivierbar ist, wobei eine
Betätigung des Zustands-Sonderschaltelements (76) sowohl im ersten Satz (58) als auch
im zweiten Satz (60) durch ein der jeweiligen Betätigungsreihenfolge entsprechend
räumlich angeordnetes Informationssymbol als Pseudo-Schaltelement (78) repräsentiert
ist.
5. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz (58) und der zweite Satz (60) an Schaltelementen einen gemeinsamen
Steuerspannungsschalter (68) aufweisen, durch dessen Betätigung wenigstens eine Mehrzahl
von Schaltelementen (70, 72, 74, 76, 80, 94, 96) des ersten und des zweiten Satzes
(58, 60) für eine Signalübertragung bei deren Betätigung aktivierbar und deaktivierbar
ist.
6. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz (58) ein Wahl-Schaltelement (70) aufweist, durch dessen Betätigung
ein Betriebsmodus aus einer Mehrzahl von Betriebsmodi der Gesteinsverarbeitungsmaschine
(10) auswählbar ist.
7. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Satz (58) ein Bestätigungs-Schaltelement (72) aufweist, dessen Betätigung
wenigstens eine Wirkung erzielt aus:
- Bestätigen eines durch in der Betätigungsreihenfolge vor dem Bestätigungs-Schaltelement
(72) angeordnete Schaltelemente (68, 70) bestimmten Einstellzustands der Gesteinsverarbeitungsmaschine
(10), und
- Versetzen einer Steuervorrichtung (62) in einen vorbestimmten Betriebszustand, und
- Konfigurieren eines Datenspeichers (64) in einer vorbestimmten Weise.
8. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach den Ansprüchen 6 und 7 ,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigung des Bestätigungs-Schaltelements (72) eine Betriebsmodus-Wahl ohne
vorherige Betätigung des Wahl-Schaltelements (70) bestätigt.
9. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für eine Mehrzahl von Schaltelementen (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) gilt, dass
zwischen zwei gemäß der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge aufeinander folgenden
Schaltelementen (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) wenigstens eine Art von Ausgestaltung
angeordnet ist aus einem optisch wahrnehmbaren richtungsweisenden Symbol (82, 84,
90, 98, 100) und einer haptisch wahrnehmbaren richtungsweisenden körperlichen Formation
(86, 88, 92, 102, 104) angeordnet ist, wobei die wenigstens eine Art von Ausgestaltung
aus dem Symbol (82, 84, 90, 98, 100) und der Formation (86, 88, 92, 102, 104) zu dem
in der vorbestimmten Betätigungsreihenfolge jeweils nächsten Schaltelement (68, 70,
72, 74, 78, 80, 94, 96) weisen.
10. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sich die wenigstens eine Art von Ausgestaltungen aus Symbolen (82, 84) und Formationen
(86, 88) des ersten Satzes (58) von der wenigstens einen Art von Ausgestaltungen aus
Symbolen (98, 100) und Formationen (102, 104) des zweiten Satzes (60) optisch oder
in ihrer haptisch erfassbaren Struktur oder sowohl optisch als auch in ihrer haptisch
erfassbaren Struktur unterscheiden.
11. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltelemente (68, 70, 72, 74, 78, 80) mit der zwischen ihnen angeordneten wenigstens
einen Art von Ausgestaltungen aus Symbolen (82, 84) und Formationen (86, 88) des ersten
Satzes (58) und die Schaltelemente (68, 78, 94, 96) mit der zwischen ihnen angeordneten
wenigstens einen Art von Ausgestaltungen aus Symbolen (98, 100) und Formationen (102,
104) des zweiten Satzes (60) längs einer geschlossen umlaufenden Betätigungsfolgebahn
(66) angeordnet sind.
12. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltelemente (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96) mechanische Schaltelemente sind,
zu deren Betätigung jeweils ein Schalterkörper relativ zu einer Schalterbasis verlagerbar
angeordnet ist.
13. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuerungsvorrichtung (62) aufweist, welche dazu ausgebildet ist, nach Betätigung
eines Schaltelements (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96) das in der Betätigungsreihenfolge
als nächstes zu betätigende Schaltelement (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) durch wenigstens
eine Hervorhebung aus optischer und haptischer Hervorhebung im Verhältnis zu den übrigen
Schaltelementen (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) wahrnehmbar anzuzeigen.
14. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienkonsole (50) eine Multifunktions-Anzeigevorrichtung (54) aufweist, welche
dazu ausgebildet ist, eine das in der Betätigungsreihenfolge als nächstes zu betätigende
Schaltelement (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) repräsentierende Information anzuzeigen
15. Gesteinsverarbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, unter
Einbeziehung des Anspruchs 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienkonsole (50) eine Multifunktions-Anzeigevorrichtung (54) aufweist, welche
dazu ausgebildet ist, nach Betätigung wenigstens eines Zustandsschaltelements aus
dem zweiten und dem dritten Zustands-Schaltelement (80, 94) eine Information über
Aktiv- oder und Inaktiv-Zustand der Mehrzahl von Gewerkvorrichtungen (14, 22, 34,
36, 38, 44) anzuzeigen.
1. A rock processing machine (10), which comprises a plurality of different functional
units that are each, at different times, activatable from an inactive state into an
active state and deactivatable from the active state into the inactive state; the
rock processing machine (10) comprising a control panel (50) that is embodied to switch
the rock processing machine (10), in a starting switching operation constituting an
operating state switching operation, from a less-active operating state into a more-active
operating state and, in a stopping switching operation constituting an operating state
switching operation, to switch it from a more-active operating state into a less-active
operating state; more functional units (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) being activated
in the more-active operating state than in the less-active operating state; the control
panel (50) comprising a plurality of state switching elements (74, 80, 94, 96) constituting
switching elements; a state transition being associated with each state switching
element (74, 80, 94, 96) from among the plurality, for at least one functional unit
(14, 16, 22, 34, 36, 38, 44), in such a way that actuation of the state switching
element (74, 80, 94, 96) on the functional unit (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) brings
about, beyond an operating state switching operation, a state transition between the
inactive state and the active state,
wherein only exactly one state transition is associated with each state switching
element (74, 80, 94, 96) from among the plurality of state switching elements (74,
80, 94, 96) for at least one functional unit (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44),
characterized in that a first set (58) of switching elements (70, 72, 74, 80) participates in the starting
switching operation, and that a second set (60) of switching elements (94, 96), different
from the first, participates in the stopping switching operation, wherein each set
(58, 60) of switching elements (70, 72, 74, 80, 94, 96) is arranged on the control
panel (50) in at least one spatial arrangement relationship of a visually perceptible
spatial arrangement relationship and a haptically perceptible spatial arrangement
relationship, wherein the arrangement relationship corresponds to a predetermined
actuation sequence of the switching elements (70, 72, 74, 80, 94, 96) of the respective
set (58, 60).
2. The rock processing machine (10) according to Claim 1,
characterized in that the first set (58) comprises a first state switching element (74), actuation of which
activates a first energy supply system constituting a functional unit, and comprises
a second state switching element (80), actuation of which activates at least one working
apparatus (14, 22, 34, 36, 38, 44), constituting a further functional unit, and in that the second set (60) comprises a third state switching element (94), actuation of
which deactivates at least one working apparatus (14, 22, 34, 36, 38, 44), as well
as a fourth state switching element (96), actuation of which deactivates the first
energy supply system.
3. The rock processing machine (10) according to Claim 2,
characterized in that the rock processing machine (10) comprises a plurality of working apparatuses (14,
22, 34, 36, 38, 44) and a data memory (64); there being stored in the data memory
(64) a starting control instruction sequence according to which a plurality of working
apparatuses (14, 22, 34, 36, 38, 44) is activated in a predetermined chronological
order, and wherein the data memory (64) contains a stopping control instruction sequence
according to which a plurality of working apparatuses (14, 22, 34, 36, 38, 44) is
deactivated in a predetermined chronological order; an actuation of the second state
switching element (80) bringing about execution of the starting control instruction
sequence, and actuation of the third state switching element (94) bringing about execution
of the stopping control instruction sequence.
4. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a special state switching element (76) by actuation of which a second
energy supply system is both activatable and deactivatable; an actuation of the special
state switching element (76) being represented, both in the first set (58) and in
the second set (60), by an information symbol that constitutes a pseudo-switching
element (78) and is spatially arranged in accordance with the respective actuation
sequence.
5. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the first set (58) and the second set (60) of switching elements comprise a shared
control voltage switch (68), by actuation of which at least a plurality of switching
elements (70, 72, 74, 80, 94, 96) of the first and of the second set (58, 60) is activatable
and deactivatable for signal transfer upon actuation thereof.
6. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the first set (58) comprises a selection switching element (70), by actuation of
which an operating mode is selectable from among a plurality of operating modes of
the rock processing machine (10).
7. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the first set (58) comprises a confirmation switching element (72), actuation of
which achieves at least one effect of:
- confirming a setting state of the rock processing machine (10) which is determined
by switching elements (68, 70) arranged before the confirmation switching element
(72) in the actuation sequence, and
- bringing a control apparatus (62) into a predetermined operating state, and
- configuring a data memory (64) in a predetermined manner.
8. The rock processing machine (10) according to Claims 6 and 7, characterized in that an actuation of the confirmation switching element (72) confirms an operating mode
selection without prior actuation of the selection element (70).
9. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that it is the case for a plurality of switching elements (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94,
96) that between two switching elements (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) that follow
one another in accordance with the predetermined actuation sequence at least one kind
of formation is arranged of a visually perceptible direction-indicating symbol (82,
84, 90, 98, 100) and a haptically perceptible direction-indicating spatial configuration
(86, 88, 92, 102, 104), wherein the at least one kind of formation of the symbol (82,
84, 90, 98, 100) and the configuration (86, 88, 92, 102, 104) points toward the respective
next switching element (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) in the predetermined actuation
sequence.
10. The rock processing machine (10) according to Claim 9,
characterized in that the at least one kind of formations of symbols (82, 84) and configurations (86, 88)
of the first set (58) differ from the at least one kind of formations of symbols (98,
100) and configurations (102, 104) of the second set (60) visually or in their haptically
detectable structure or both visually and in their haptically detectable structure.
11. The rock processing machine (10) according to one of Claims 9 or 10,
characterized in that the switching elements (68, 70, 72, 74, 78, 80) having arranged between them the
at least one kind of formations of symbols (82, 84) and configurations (86, 88) of
the first set (58), and the switching elements (68, 78, 94, 96) having arranged between
them the at least one kind of formations of symbols (98, 100) and configurations (102,
104) of the second set (60), are arranged along a continuously recirculating actuation
sequence path (66).
12. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the switching elements (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96) are mechanical switching
elements, for the actuation of which a respective switch body is arranged displaceably
relative to a switch base.
13. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that it comprises a control apparatus (62) that is embodied to perceptibly indicate after
actuation of a switching element (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96), by at least one
emphasis of visual and haptic emphasis in relation to the remaining switching elements
(68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96), the switching element (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94,
96) that is to be actuated next in the actuation sequence.
14. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the control panel (50) comprises a multifunction indicating apparatus (54) that is
embodied to display an information item representing the switching element (68, 70,
72, 74, 78, 80, 94, 96) that is to be actuated next in the actuation sequence.
15. The rock processing machine (10) according to one of the preceding claims, including
Claim 2,
characterized in that the control panel (50) comprises a multifunction indicating apparatus (54) that is
embodied to display, after actuation of at least one state switching element of the
second and the third state switching element (80, 94), an information item regarding
the active or and inactive state of the plurality of working apparatuses (14, 22,
34, 36, 38, 44).
1. Machine de traitement de roches (10) comprenant une pluralité d'unités fonctionnelles
différentes qui peuvent être respectivement activées à différents moments d'un état
inactif à un état actif et désactivées de l'état actif à l'état inactif, dans lequel
la machine de traitement de roches (10) comprend un panneau de commande (50) qui est
adapté pour commuter la machine de traitement de roches (10) d'un état de fonctionnement
plus faiblement actif à un état de fonctionnement plus fortement actif dans une opération
de commutation de démarrage en tant qu'opération de commutation d'état de fonctionnement,
et de la commuter d'un état de fonctionnement plus fortement actif à un état de fonctionnement
plus faiblement actif dans une opération de commutation d'arrêt en tant qu'opération
de commutation d'état de fonctionnement, dans lequel, dans l'état de fonctionnement
plus fortement actif, plus d'unités fonctionnelles (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) sont
activées que dans l'état de fonctionnement plus faiblement actif, dans lequel le panneau
de commande (50) présente une pluralité d'éléments de commutation d'état (74, 80,
94, 96) en tant qu'éléments de commutation, dans lequel une transition d'état est
associée à chaque élément de commutation d'état (74, 80, 94, 96) de la pluralité pour
au moins une unité fonctionnelle (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44) de telle sorte que l'actionnement
de l'élément de commutation d'état (74, 80, 94, 96) sur l'unité fonctionnelle (14,
16, 22, 34, 36, 38, 44) provoque pendant une opération de commutation d'état de fonctionnement
une transition d'état entre l'état inactif et l'état actif, dans lequel une seule
transition d'état exactement est associée à chaque élément de commutation d'état (74,
80, 94, 96) parmi la pluralité d'éléments de commutation d'état (74, 80, 94', 96)
pour au moins une unité fonctionnelle (14, 16, 22, 34, 36, 38, 44),
caractérisée en ce qu'un premier ensemble (58) d'éléments de commutation (70, 72, 74, 80) participe à l'opération
de commutation de démarrage et en ce qu'un deuxième ensemble (60) d'éléments de commutation (94, 96) différent du premier
participe à l'opération de commutation d'arrêt, dans lequel chaque ensemble (58, 60)
d'éléments de commutation (70, 72, 74, 80, 94, 96) est disposé sur le panneau de commande
(50) dans au moins une relation d'agencement parmi une relation d'agencement spatial
perceptible optiquement et une relation d'agencement spatial perceptible par haptique,
dans lequel la relation d'agencement correspond à un ordre d'actionnement prédéterminé
des éléments de commutation (70, 72, 74, 80, 94, 96) de l'ensemble respectif (58,
60).
2. Machine de traitement de roches (1 O) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le premier ensemble (58) comprend un premier élément de commutation d'état (74) dont
l'actionnement active une première alimentation en énergie sous la forme d'une unité
fonctionnelle et un deuxième élément de commutation d'état (80) dont l'actionnement
active au moins une installation (14, 22, 34, 36, 38, 44) en tant qu'autre unité fonctionnelle,
et en ce que le deuxième ensemble (60) comporte un troisième élément de commutation d'état (94)
dont l'actionnement désactive au moins une installation (14, 22, 34, 36, 38, 44),
ainsi qu'un quatrième élément de commutation d'état (96) dont l'actionnement désactive
la première alimentation en énergie.
3. Machine de traitement de roches (10) selon la revendication 2,
caractérisée en ce que la machine de traitement de roches (10) comprend une pluralité d'installations (14,
22, 34, 36, 38, 44) et une mémoire de données (64), dans lequel une séquence d'instructions
de commande de démarrage selon laquelle une pluralité d'installations (14, 22, 34,
36, 38, 44) est activée dans une séquence temporelle prédéterminée est stockée dans
la mémoire de données (64), et dans lequel la mémoire de données (64) comprend une
séquence d'instructions de commande d'arrêt selon laquelle une pluralité d'installations
(14, 22, 34, 36, 38, 44) sont désactivés dans une séquence temporelle prédéterminée,
dans lequel un actionnement du deuxième élément de commutation d'état (80) provoque
l'exécution de la séquence d'instructions de commande de démarrage et dans lequel
un actionnement du troisième élément de commutation d'état (94) provoque l'exécution
de la séquence d'instructions de commande d'arrêt.
4. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'elle présente un élément de commutation spécial d'état (76), par l'actionnement duquel
une deuxième alimentation en énergie peut être aussi bien activée que désactivée,
dans lequel un actionnement de l'élément de commutation spécial d'état (76) est représenté,
aussi bien dans le premier ensemble (58) que dans le deuxième ensemble (60), par un
symbole d'information disposé dans l'espace en fonction de la séquence d'actionnement
respective, en tant que pseudo-élément de commutation (78).
5. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le premier ensemble (58) et le deuxième ensemble (60) d'éléments de commutation présentent
un commutateur de tension de commande (68) commun, dont l'actionnement permet d'activer
et de désactiver au moins une pluralité d'éléments de commutation (70, 72, 74, 76,
80, 94, 96) du premier et du deuxième ensemble (58, 60) pour une transmission de signaux
lors de leur actionnement.
6. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le premier ensemble (58) comporte un élément de commutation de sélection (70) dont
l'actionnement permet de sélectionner un mode de fonctionnement parmi une pluralité
de modes de fonctionnement de la machine de traitement de roches (10).
7. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le premier ensemble (58) comporte un élément de commutation de confirmation (72)
dont l'actionnement permet d'obtenir au moins un effet parmi:
- confirmer un état de réglage de la machine de traitement de roches (10) déterminé
par des éléments de commutation (68, 70) disposés avant-l'élément de commutation de
confirmation (72) dans l'ordre d'actionnement, et
- mise d'un dispositif de commande (62) dans un état de fonctionnement prédéterminé,
et
- configurer une mémoire de données (64) d'une manière prédéterminée.
8. Machine de traitement de roches (10) selon les revendications 6 et 7,
caractérisée en ce qu'un actionnement de l'élément de commutation de confirmation (72) confirme une sélection
de mode de fonctionnement sans actionnement préalable de l'élément de commutation
de sélection (70).
9. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, il vaut pour une pluralité d'éléments de commutation (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94,
96) qu'entre deux éléments de commutation (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) se succédant
selon l'ordre d'actionnement prédéterminé, soit disposé au moins un type de configuration
d'un symbole directionnel visuellement perceptible (82, 84, 90, 98, 100) et d'une
formation physique directionnelle perceptible par haptique (86, 88, 92, 102, 104),
dans lequel ledit au moins un type de configuration du symbole (82, 84, 90, 98, 100)
et de la formation (86, 88, 92, 102, 104) pointent vers l'élément de commutation (68,
70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) respectif suivant dans l'ordre d'actionnement prédéterminé.
10. Machine de traitement de roches (10) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que ledit au moins un type de configurations de symboles (82, 84) et de formations (86,
88) du premier ensemble (58) diffère dudit au moins un type de configurations de symboles
(98 100) et de formations (102, 104) du deuxième ensemble (60) visuellement ou dans
leur structure perceptible par haptique ou à la fois visuellement et dans leur structure
perceptible par haptique.
11. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisée en ce que les éléments de commutation (68, 70, 72, 74, 78, 80), avec ledit au moins un type
de configurations de symboles (82, 84) et de formations (86, 88) du premier ensemble
(58) disposées entre eux, et les éléments de commutation (68, 78, 94, 96) avec ledit
au moins un type de configurations de symboles (98, 100) et de formations (102, 104)
du deuxième ensemble (60) disposé entre eux sont disposés le long d'un chemin de suivi
d'actionnement (66) à circulation fermée.
12. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments de commutation (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96) sont des éléments de
commutation mécaniques pour l'actionnement desquels un corps de commutateur est respectivement
disposé de manière à pouvoir être déplacé par rapport à une base de commutateur.
13. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'elle présente un dispositif de commande (62) qui est adapté pour, après actionnement
d'un élément de commutation (68, 70, 72, 74, 76, 80, 94, 96), indiquer de manière
perceptible l'élément de commutation (68, 70, 72, 74, 78, 80, 94, 96) à actionner
ensuite dans l'ordre d'actionnement, par au moins une mise en évidence parmi la mise
en évidence optique et haptique par rapport aux autres éléments de commutation (68,
70, 72, 74, 78, 80, 94, 96).
14. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le panneau de commande (50) comporte un dispositif d'affichage multifonction (54)
adapté pour afficher une information représentant l'élément de commutation (68, 70,
72, 74, 78, 80, 94, 96) à actionner ensuite dans l'ordre d'actionnement.
15. Machine de traitement de roches (10) selon l'une des revendications précédentes, y
compris la revendication 2,
caractérisée en ce que le panneau de commande (50) comprend un dispositif d'affichage multifonction (54)
qui est adapté pour afficher des informations sur l'état actif ou et inactif de la
pluralité d'installations (14, 22, 34, 36, 38, 44) après l'actionnement d'au moins
un élément de commutation d'état parmi le deuxième et le troisième élément de commutation
d'état (80, 94).


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