(19)
(11) EP 3 805 491 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
14.04.2021  Patentblatt  2021/15

(21) Anmeldenummer: 20193846.1

(22) Anmeldetag:  01.09.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05B 27/00(2006.01)
E05B 35/14(2006.01)
E05B 19/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 10.10.2019 DE 102019127257

(71) Anmelder: C. Ed. Schulte Gesellschaft mit beschränkter Haftung Zylinderschlossfabrik
42551 Velbert (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Patrick
    42551 Velbert (DE)

(74) Vertreter: Sebastian, Jens 
Sebastian Patentanwaltsgesellschaft mbH Geranienweg 7
42579 Heiligenhaus
42579 Heiligenhaus (DE)

   


(54) SCHLIESSEINRICHTUNG


(57) Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Abtastelement (180) für einen Schließkern (130) eines Schließzylinders (100) zum Abtasten des Vorhandenseins einer hinterschnittenen Profilrippe (15a) eines in einen Schließkanal (150) des Schließkerns (130) eingesteckten Schlüssels (10), umfassend einen Basiskörper (182), der eine Innenseite (189) aufweist, die bei Einsatz in einem Schließkern (130) in Richtung Schließkanal (150) weist, und eine Außenseite (185) aufweist, welche bei einem Einsatz in einem Schließkern (130) zum Kontaktieren eines Gehäusestiftes (23) und/oder einer Zylinderwand (112) einer Zylinderbohrung (120) eines umgebenden Zylindergehäuses (110) ausgebildet ist, wobei von der Innenseite (189) mindestens ein Tastvorsprung (182) abragt, der zum Kontaktieren eines Schlüsselabschnitts eines in den Schließkanal (150) eingesetzten Schlüssels (10) vorgesehen ist, wobei die Außenseite (185) des Basiskörpers (182) zumindest teilweise abgerundet ist und/oder mindestens zwei unterschiedlich geneigte Schrägen (187) aufweist. Die Erfindung betrifft weiter einen Schließkern (130), einen Abtastmechanismus, einen Schließzylinder (100), einen Schlüssel (10), ein Schließsystem sowie ein Verfahren hierzu.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Abtastelement für einen Schließkern eines Schließzylinders zum Abtasten des Vorhandenseins mindestens einer (ausreichend) hinterschnittenen Profilrippe eines in einen Schließkanal des Schließkerns eingesteckten Schlüssels gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Zudem betrifft die Erfindung einen Schließkern für einen Schließzylinder, gemäß Anspruch 4.

[0003] Auch betrifft die Erfindung einen Abtastmechanismus für einen Schließzylinder, nach Anspruch 6.

[0004] Weiter betrifft die Erfindung einen Schließzylinder, umfassend ein Zylindergehäuse, das eine Schließkernbohrung aufweist, in der drehbar ein Schließkern aufgenommen ist, gemäß Anspruch 8.

[0005] Auch betrifft die Erfindung einen Schlüssel gemäß Anspruch 10.

[0006] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Schließsystem gemäß Anspruch 11.

[0007] Nicht zuletzt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Abtasten einer hinterschnittenen Profilrippe eines in einen Schließkanal eines Schließkerns eingesteckten Schlüssels, gemäß Anspruch 14.

[0008] Aus dem Stand der Technik sind allgemein Schließkerne, Schließzylinder und Schlüssel, auch mit hinterschnittener Profilrippe bekannt.

[0009] Beispielsweise ist aus der DE 10 2010 017 166 A1 und der parallelen EP 2390030 ein Verfahren zum Profilieren eines Flachschlüssels sowie ein nach dem Verfahren gefertigter Flachschlüssel bekannt. Bei dem Verfahren wird ein Schlüsselrohling in einer Spannvorrichtung so eingespannt, dass Breitseiten eines Flachschlüssels frei liegen. Führungsnuten und verschiedene Nuten werden in Längsrichtung in den Breitseiten des Flachschlüssels von Fräsern gefräst, wobei die Fräser um eine Fräserwelle gedreht werden. Eine Fräswellenachse ist zu einer Längsebene des Schlüsselrohlings um einen Kippwinkel geneigt. Hinterschnittene Führungsnutwände werden durch Rippen der Schneidzähne der Fräser gebildet.

[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Abtastelement, einen Schließkern, einen Abtastmechanismus, einen Schließzylinder, einen Schlüssel, ein Schließsystem und ein Verfahren zu schaffen, bei welchem eine Abtastfunktion realisiert ist bzw. mit der erkannt werden kann, ob ein Schlüssel eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe aufweist und ggf. eine Schließfunktion sperrt, sofern ein nicht autorisierter Schlüssel verwendet wird.

[0011] Diese und weitere Aufgaben werden gelöst durch ein Abtastelement nach Anspruch 1, einen Schließkern nach Anspruch 4, einen Abtastmechanismus nach Anspruch 6, einen Schließzylinder nach Anspruch 8, einen Schlüssel nach Anspruch 10, ein Schließsystem nach Anspruch 11 sowie ein Verfahren nach Anspruch 14.

[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben oder werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung der Figuren angegeben.

[0013] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einem Abtastelement für einen Schließkern eines Schließzylinders zum Abtasten des Vorhandenseins einer ausreichend hinterschnittenen Profilrippe eines in einen Schließkanal des Schließkerns eingesteckten Schlüssels, umfassend einen Basiskörper, der eine Innenseite aufweist, die bei Einsatz in einem Schließkern in Richtung Schließkanal weist, und eine Außenseite aufweist, welche bei einem Einsatz in einem Schließkern zum Kontaktieren eines Sperrstiftens wie einem Gehäusestift und/oder einer Zylinderwand einer Zylinderbohrung eines umgebenden Zylindergehäuses ausgebildet ist, vorgesehen ist, dass der Basiskörper eine als Durchgangsöffnung ausgebildete Kernstiftaufnahme aufweist, um beim Einsatz in einem Schließzylinder einen Kernstift des Schließzylinders dort aufzunehmen. Der Basiskörper weist eine Durchgangsöffnung auf. Die Durchgangsöffnung ist vorzugsweise mittig in dem Basiskörper geformt. Die Durchgangsöffnung erstreckt sich von der Außenseite zur Innenseite bzw. umgekehrt. Dabei ist die Längsachse der Durchgangsöffnung vorzugsweise senkrecht zu der Innenseite ausgerichtet. Die Durchgangsöffnung weist vorzugsweise eine an die Außenkontur des Kernstifts komplementäre Form auf. Insbesondere weist die Durchgangsöffnung eine zylindrische Form auf. Seitlich neben dem Austritt der Durchgangsöffnung an der Innenseite ragt der Tastvorsprung oder ragen die Tastvorsprünge ab. Vorzugsweise ist das Abtastelement einteilig ausgebildet, insbesondere als Guss- oder Spritzgussteil. Bei mehreren Tastvorsprüngen sind diese vorzugsweise gleich, das heißt gleichlang und mit gleicher Kontur ausgebildet. In anderen Ausführungsformen sind die mehreren Tastvorsprünge zumindest teilweise ungleich, das heißt unterschiedlich lang und/oder mit unterschiedlicher Form ausgebildet. Bei einem Einsatz in eine Schließzylinder ist der Schließkern in der Schließkernaufnahme angeordnet. Der Schließkern ist dabei in der Schließkernaufnahme angeordnet, wenn die Schließkernaufnahme und die Kernstiftbohrung koaxial als auch verdreht zueinander angeordnet sind.

[0014] In einer Ausführungsform ragt von der Innenseite des Basiskörpers mindestens ein Tastvorsprung ab, der zum Kontaktieren eines Schlüsselabschnitts eines in den Schließkanal eingesetzten Schlüssels vorgesehen ist, wobei die Außenseite des Basiskörpers zumindest teilweise abgerundet ist und/oder mindestens zwei unterschiedlich geneigte Seitenabschnitte oder Schrägen aufweist.

[0015] Das mindestens eine Abtastelement ist vorzugsweise einteilig ausgeführt. In anderen Ausführungsformen kann das Abtastelement aus mehreren Teilen, beispielsweise aus einem separaten Basiskörper und separaten Tastvorsprüngen bestehen. Bei einer einteiligen Ausführungsform ist das Abtastelement bevorzugt als Druckgussteil ausgebildet bzw. mittels Druckgießen hergestellt. Aus fertigungstechnischen Gründen ist an dem Abtastelement mindestens eine Ausnehmung für einen Anguss und Überlauf vorgesehen. Vorzugsweise ist an jedem Ende eines Tastvorsprungs eine Ausnehmung vorgesehen. Weiter bevorzugt ist an dem Basiskörper mindestens eine Ausnehmung vorgesehen, bevorzugt zwei diametral gegenüberliegende Ausnehmungen. Der Basiskörper weist eine Innenseite und eine Außenseite auf. Die Innenseite ist vorzugsweise als eine Ebene ausgebildet, insbesondere als eine plane Ebene. Von der Innenseite, somit der planen Ebene ragt der Tastvorsprung oder ragen die Tastvorsprünge, insbesondere senkrecht ab. Bei einer mehrteiligen Ausführungen können Aufnahmen für Tastvorsprünge vorgesehen sein, aus denen der Tastvorsprung oder die Tastvorsprünge von der Innenseite weg ragt. Der Innenseite gegenüber liegt die Außenseite des Basiskörpers. Die Außenseite ist bei Einsatz in einer Zylinderbohrung eines Schließzylinders derart ausgebildet, dass diese innerhalb der Zylinderbohrung drehbar oder an der Wandung der Zylinderbohrung entlanggleitbar ausgebildet ist. Hierzu ist vorgesehen, dass die Außenseite bzw. der Basiskörper eine Kontur aufweist, welche an die zylindrische Form der Zylinderbohrung zumindest angenähert ist. Hierzu kann der Basiskörper an der Außenseite abgerundet sein, beispielsweise auch mit unterschiedlichen Radien abgerundet sein. In einer anderen Ausführungsform ist der Basiskörper abgeschrägt, insbesondere mit zumindest zwei unterschiedlichen Schrägen abgeschrägt. Der Radius der Abrundung bzw. die Schräge der Abschrägung nimmt von der Innenseite hin zur Außenseite vorzugsweise zu.

[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Basiskörper, insbesondere an einer Außenseite beginnend, eine (Kernstift-)Aufnahme zum Aufnehmen und/oder Zusammenwirken mit einem Kernstift aufweist. Die Aufnahme ist vorzugsweise als Durchgangsöffnung, genauer als Durchgangsbohrung, insbesondere als zylindrische Durchgangsbohrung, ausgeführt. Dabei durchdringt die Aufnahme den Basiskörper von der Außenseite zu der Innenseite. Die Aufnahme ist dabei einer Kontur eine Kernstifts angepasst. Die Aufnahme ist vorzugsweise mittig angeordnet. Neben der Innenseite und der Außenseite weist der Basiskörper zwei weitere Seiten auf. Die zwei weiteren Seiten sind vorzugsweise parallel zueinander als Ebenen, insbesondere als plane Ebenen ausgebildet. Die Außenseite geht nahezu in die Innenseite über, sodass der Basiskörper im Wesentlichen vier Seiten - Außenseite, Innenseite, zwei seitliche Seiten aufweist. Der Übergang von Außenseite zur Innenseite erfolgt allenfalls über flächenmäßig kleinere Seitenübergänge.

[0017] Noch eine Ausführungsform sieht vor, dass von der Innenseite des Basiskörpers zwei in der Ebene der Innenseite voneinander beabstandete, diagonal gegenüberliegende Tastvorsprünge abragen. Die Tastvorsprünge sind in einer Ausführungsform einteilig mit dem Basiskörper ausgebildet. In einer anderen Ausführungsform sind die Tastvorsprünge separat zu dem Basiskörper ausgebildet und mit diesem verbunden ausgeführt. Das Abtastelement weist mindestens einen Tastvorsprung auf. Bevorzugt weist das Abtastelement zwei Tastvorsprünge auf. Die Tastvorsprünge ragen vorzugsweise etwa senkrecht von der Innenseite ab. Vorzugsweise ist der mindestens eine Tastvorsprung zylindrisch, beispielsweise als Zylinderstift oder Zylinderstiftabschnitt ausgebildet. Der Tastvorsprung kann aber auch insbesondere in Abhängigkeit von der Tastfunktion andere Formen aufweisen. Das Abtastelement ist zum Einlegen oder Einsetzen in einen Schließkern vorgesehen, um dort eine Tastfunktion zu übernehmen. Vorzugsweise sind die Tastvorsprünge gleich lang ausgebildet. In anderen Ausführungsformen sind die Tastvorsprünge unterschiedlich lang ausgebildet.

[0018] Die Erfindung schließt auch die technische Lehre ein, dass bei einem Schließkern für einen Schließzylinder vorgesehen ist, dass der Schließkern einen profilierten Schließkanal zum Zusammenwirken mit einem Schlüssel, genauer einem seitlichen Schlüsselprofil aufweist, wobei der Schließkern mindestens eine Kernstiftbohrung aufweist, welche in den Schließkanal mündet, und wobei der Schließkern einen Aufnahmeraum für einen Abtastelement zum Abtasten einer hinterschnittenen, insbesondere einer ausreichend hinterschnittenen, Profilrippe eines in den Schließkanal eingesteckten Schlüssels aufweist, wobei der Aufnahmeraum einen Basisraum aufweist, in welchem ein Basiskörper des Abtastelements einlegbar ist oder eingelegt ist, und einen mit dem Basisraum zur Bildung des Aufnahmeraums verbundenen Vorsprungraum aufweist, der seitlich zumindest teilweise, insbesondere über 8 Prozent der Gesamtlänge des Vorsprungraums, in den Schließkanal durchbricht, in den ein Tastvorsprung des Abtastelements bei eingesetztem Abtastelement ragt, wobei der Basisraum und/oder der Vorsprungraum in Richtung der Achse der Kernstiftbohrung ein größeres Abtastabmaß als der Basiskörper und/oder als der Tastvorsprung bei eingesetztem Abtastelement aufweist/aufweisen, sodass ein Tastraum zumindest in dem Vorsprungraum realisiert ist, in dem bei eingesetztem Abtastelement dieses in Richtung der Achse der Kernstiftbohrung bewegbar ist, sofern ein in den Tastraum ragender Schlüsselabschnitt keine die Bewegung sperrende hinterschnittene Profilrippe aufweist. Ein Schließkern mit profiliertem Schließkanal und Kernstiftbohrung zudem mit Kernstiften und Gehäusestiften, allgemein also mit Sperrstiften, aber ohne Aufnahmeraum, ist grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt. Der Aufnahmeraum ist zur Aufnahme eines Abtastelements ausgebildet. Dabei ist der Aufnahmeraum an die Kontur des Abtastelements angepasst, wobei Toleranzen vorgesehen sind, sodass das Abtastelement innerhalb des Aufnahmeraums zumindest in eine Richtung, vorzugsweise eine axiale Richtung der Kernbohrung, bewegbar ist. Entsprechend weist der Aufnahmeraum einen Basisraum auf, der an den Basiskörper des Abtastelements angepasst ist, und einen Vorsprungraum, der an den Tastvorsprung oder die Tastvorsprünge angepasst ist. Der Aufnahmeraum und der Vorsprungraum sind in axiale Richtung der Kernbohrung größer Bemessen, als der Basiskörper bzw. der jeweilige Tastvorsprung, sodass eine Freiheitsgrad für eine Bewegung des Abtastelements in axiale Richtung der Kernbohrung ermöglicht ist. Dabei ist der Aufnahmeraum in axiale Richtung der Kernbohrung um eine Abtastmaß größer bemessen als der korrespondierende Bereich des Abtastelements. Es ist somit ein Raum für einen Hub des Abtastelements ausgebildet. Der Vorsprungraum bricht dabei in den Schließkanal durch, sodass eine (hinterschnittene) Profilrippe eines eingesetzten profilierten Schlüssels durch den Schließkanal in den Vorsprungraum ragen kann oder ragt, genauer in einen Tastraum, der in axiale Richtung der Kernbohrung durch das Abtastmaß definiert wird. Dabei bricht der Vorsprungraum und/oder der Abtastraum zu mindestens 8 Prozent der Gesamtlänge des Vorsprungraums und/oder des Abtastraums seitlich in den Schließkanal durch. Insbesondere beträgt der seitliche Durchbruch mindestens 10 Prozent, bevorzugt mindestens 15 Prozent, noch weiter bevorzugt mindestens 20 Prozent und am meisten bevorzugt mindestens 40 Prozent der Gesamtlänge des Vorsprungraums und/oder des Abtastraums. Im Wesentlichen bricht der Vorsprungraum / Abtastraum seitlich in den Schließkanal durch.

[0019] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Abtastabmaß bzw. der Tastraum so bemessen ist, dass bei einem eingesetztem Schlüssel mit ausreichend hinterschnittener Profilrippe die Profilrippe in den Abtastraum ragt, insbesondere seitlich in den Abtastraum ragt, und wenn der Tastvorsprung an der in den Abtastraum ragenden ausreichend hinterschnittenen Profilrippe des Schlüssels anschlägt, die Außenseite des Basiskörper zumindest im Bereich der Kernstiftbohrung bündig mit der Außenkontur des die Kernstiftbohrung umgebenden Bereichs des Gehäusestifts und/oder Zylindergehäuses abschließt, sodass ein Eindringen des Gehäusestifts in den Aufnahmeraum verhindert ist. Bei einem Schlüssel mit einer hinterschnittenen Profilrippe ragt der vorderer Teil der Profilrippe von der Spitze bis zu dem Hinterschnitt, genauer mit einem Überhang der hinterschnittenen Profilrippe in den Tastraum. Die Profilrippe hat bei Einsatz in dem Schließkanal in axiale Richtung der Kernbohrung ein Profilmaß, welches kleiner oder gleich, bevorzugt etwa in der Größenordnung des Abtastmaßes und kleiner, ist. Entsprechend kann der Teil der Profilrippe zwischen Spitze oder äußerem Ende und Hinterschnitt in den Tastraum ragen und dort von dem Abtastelement abgetastet werden. Durch den Hinterschnitt ist also an der Spitze der Profilrippe ein Übermaß, Vorsprung oder Überhang der Profilrippe ausgebildet, welches bzw. welcher in dem Tastraum abgefragt bzw. abgetastet wird. Bei Profilrippen ohne Hinterschnitt ist dieses Übermaß kleiner als das Abtastmaß bis hin zu 0 mm. Der Tastraum ist somit nicht oder nur unzureichend mit der Profilrippe belegt bzw. der Tastvorsprung schlägt nicht an der Profilrippe, sondern an der Endwand des Vorsprungraums entfernt von dem Basisraum an. Somit grenzt auch der Basiskörper an einer inneren Wandung des Aufnahmeraums an und es entsteht durch die Flanken des Aufnahmeraums ein Versatz im Bereich des Sperrstiftes, genauer des Gehäusestiftes, um diesen der Gehäusestift in den Aufnahmeraum eindringen kann. Hierdurch wird eine Drehung des Schließkerns in der Zylinderbohrung des Schließzylinders bei einem Einsatz in dem Schließzylinder über einen bestimmten Drehwinkel hinaus verhindert. Der Drehwinkel wird über die Größe des Aufnahmeraums festgelegt. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, dass sich der Schließkern wieder zurück drehen lässt und nicht in seiner verdrehten Position gefangen ist. Hierdurch lässt sich auch ein Schlüssel mit nicht (ausreichend) hinterschnittener Profilierung / Profilrippe nach Zurückdrehen wieder aus dem Schließkanal herausziehen. Ausreichend hinterschnitten beschreibt somit einen durch Hinterschnitt geformten Überhang, der einen Abtastraum dermaßen belegt, dass ein daran angrenzendes Abtastelement eine Drehung des Schließkerns ab einem vorbestimmten Drehwinkel hemmt. Derartige Hinterschnitte oder entsprechende Überhänge weisen in axiale Richtung der Kernstiftbohrung ein Abmaß auf, welches vorzugsweise über 0,1 mm, weiter bevorzugt über 0,2 mm und am meisten bevorzugt über 0,3 mm liegt. Vorzugsweise ist das Abmaß bevorzugt kleiner als 5 mm, weiter bevorzugt kleiner als 4 mm und am meisten bevorzugt kleiner als 3 mm. Das Abmaß kann aber abhängig von der Größenordnungen von Schließkern, Schlüssel etc. auch davon abweichende Werte annehmen. Unter einer hinterschnittenen Profilrippe ist somit immer eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe zu verstehen, die eine Überhang aufweist, mit dem die Tastfunktion realisierbar ist. Die Rippe ragt bevorzugt durch den seitlichen Durchbruch in den Abtastraum / Vorsprungraum.

[0020] Eine andere Ausführungsform sieht vor, dass das Abtastelement des Schließkerns nach einem vorstehend beschriebenen Abtastelement ausgebildet ist und der Aufnahmeraum des Schließkerns angepasst an das Abtastelement zur Aufnahme des Abtastelements mit Vorsehen des Tastraums und Bewegung hin und weg zu dem Tastraum ausgebildet ist. Der Aufnahmeraum ist vorzugsweise komplementär zu dem Abtastelement ausgebildet, weist aber zusätzlich das Abtastmaß oder den Hub auf, das heißt ist in axiale Richtung der Kernbohrung größer bemessen, als das Abtastelement bzw. der Tastvorsprung. Hierdurch ist eine lineare Bewegung in axiale Richtung der Kernbohrung möglich.

[0021] Zudem schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Abtastmechanismus für einen Schließzylinder, mit einem Schließkern, der einen Schließkanal aufweist, in den ein korrespondierender Schlüssel einsteckbar ist, der mindestens eine als Durchgangsöffnung ausgebildete Kernstiftbohrung aufweist und der einen Aufnahmeraum aufweist, in dem eine Abtastelement aufgenommen ist, vorgesehen ist, das das Abtastelement fluchtend zu der Kernstiftbohrung eine Kernstiftaufnahme aufweist, wobei in der mindestens einen Kernstiftbohrung und der Kernstiftaufnahme ein Kernstift aufnehmbar und/oder aufgenommen ist, wobei der Aufnahmeraum einen Tastraum ausbildet, der in den Schließkanal durchbricht oder in den Schließkanal ragt, sodass ein korrespondierender Schlüsselabschnitt eines in den Schließkanal eingesetzten Schlüssels in den Tastraum ragt oder ragen kann, sodass das Abtastelement im Bereich des Tastraums gegen den korrespondierenden, in den Tastraum hineinragenden Schlüsselabschnitt anschlägt oder anschlagen kann, wobei der Tastraum so bemessen ist, dass wenn der korrespondierende Schlüsselabschnitt eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe aufweist, das Abtastelement einerseits an der Profilrippe anliegt und andererseits zumindest teilweise bündig mit einer Außenseite des Schließkerns abschließt und wenn der Schlüsselabschnitt keine ausreichend hinterschnittene Profilrippe aufweist, das Abtastelement wenn es an dem Schlüsselabschnitt anschlägt andererseits versetzt, insbesondere nach innen versetzt zu der Außenseite des Schließkerns angeordnet ist. Der Abtastmechanismus funktioniert wie folgt. Ein Schlüssel wird in den Schließkanal des Schließkerns eingesteckt. Bei einem Schlüssel mit (ausreichend) hinterschnittener Profilrippe ragt der vordere Teil der Profilrippe, vorzugsweise der Schüsselabschnitt von der Spitze bis zum Hinterschnitt der Profilrippe, insbesondere der Überhang, in den Tastraum. Mit dem in den Tastraum ragenden Schlüsselabschnitt oder Überhang grenzt der Schlüsselabschnitt an den in axiale Kernbohrungsrichtung zugehörigen Tastvorsprung an. Hierdurch wird das Abtastelement in axiale Richtung der Kernbohrung nach außen in Richtung Wandung Zylinderbohrung gedrückt, wodurch ein Versatz zwischen Außenseite und Flanken des Aufnahmeraums verhindert wird. Der Gehäusestift grenzt an die Außenseite an, ohne eine Drehbewegung des Schließkerns in der Zylinderbohrung zu verhindern. Dagegen ist bei Einsatz eines Schlüssels ohne (ausreichend) hinterschnittene Profilrippe die Drehbewegung ab einem gewissen Drehwinkel blockiert. Der Schlüssel ohne (ausreichend) hinterschnittene Profilrippe wird in den Schließkanal gesteckt. Die entsprechende Profilrippe ragt allenfalls mit einem geringen Anteil in den Tastraum, wodurch der entsprechende Tastvorsprung entweder an der Endwandung des Tastraums anliegt oder an dem nicht für eine Blockierung ausreichenden Teil der nicht (ausreichend) hinterschnittenen Profilrippe. Hierdurch ist ein Absatz im Bereich der Außenseite des Basiskörpers zu dem angrenzenden Umfang des Zylinderkerns gebildet, sodass der Gehäusestift teilweise in den Aufnahmeraum eindringen kann und eine Drehbewegung durch Anschlag an die Flanken des Aufnahmeraums ab einem vorbestimmten Drehwinkel blockiert ist. Der Schließkern lässt sich in eine Richtung zum Öffnen nicht weiter drehen, sondern lediglich zurück in die Ausgangsposition, in welcher der Schlüssel in den Schließkanal eingesteckt wurde. Der Aufnahmeraum ist bevorzugt symmetrisch zu der Kernbohrung ausgebildet, sodass ein Drehen in und entgegen Uhrzeigersinn möglich ist, begrenzt durch das entsprechende Maß des Aufnahmeraums. Der Kernstift ist dabei stets in der Kernstiftaufnahme des Basiskörpers aufgenommen. Dabei durchdringt der Kernstift die Kernstiftaufnahme des Basiskörper und ragt in Richtung Schlüssel über den Basiskörper vor. An der Außenseite des Basiskörpers schließt der Kernstift mit der Außenkontur ab, sofern im verdrehten Zustand eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe an einem Schlüssel vorhanden ist oder ragt über die Außenkontor der Außenseite hervor, sofern ein Schlüssel mit unzureichend hinterschnittener Profilrippe vorhanden ist. Der Kernstift grenzt im verdrehten Zustand an der Außenseite des Basiskörpers an die Wandung der Schließkernbohrung an.

[0022] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein in Richtung Schließkern vorgespanntes Stiftelement in Richtung Abtastelement wirkt. Das Stiftelement ist als Sperrstift mit einem Kernstift und einem Gehäusestift ausgebildet. Der Gehäusestift ist über eine Feder vorgespannt und drückt in Richtung Zylinderkern, wodurch auch der Kernstift in die gleiche Richtung gezwungen wird. Feder und Gehäusestift sind in einer entsprechenden Aufnahme in dem Zylindergehäuse aufgenommen. Der Kernstift ist in der Kernbohrung des Schließkerns aufgenommen. Ohne eingesetzten Schlüssel ragt der Gehäusestift in die Kernbohrung. Die Kernbohrung setzt sich von dem Aufnahmeraum in Richtung Zentrum Schließkern fort. Entsprechend wird der Gehäusestift auch stets in den Aufnahmeraum gezwungen, sofern hier nicht ein eingesetzter Schlüssel entgegenwirkt.

[0023] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass der Schließkern nach einem hier beschriebenen Schließkern ausgebildet ist und/oder das Abtastelement nach einem hier beschriebenen Abtastelement ausgebildet ist.

[0024] Auch schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Schließzylinder, umfassend ein Zylindergehäuse, das eine Schließkernbohrung aufweist, in der drehbar ein Schließkern aufgenommen ist, vorgesehen ist, dass der Schließkern einen Schließkanal und mindestens eine in den Schließkanal mündende Kernstiftbohrung aufweist wobei das Zylindergehäuse mindestens einen in einer quer zu der Schließkernbohrung ausgebildeten, in die Schließkernbohrung und fluchtend in die Kernbohrung mündenden Stiftkanal aufweist, und wobei eine Stifteinheit mit einem in Richtung Schließkern federvorgespannten Gehäusestift und einem in der Kernbohrung einliegenden, an dem Gehäusestift angrenzenden Kernstift, wobei der Schließkern einen Aufnahmeraum mit einem Tastraum aufweist, in dem ein axial zu der Schließkernbohrung bewegliches Abtastelement angeordnet ist, wobei das Abtastelement eine zu der Kernstiftbohrung fluchtende Kernstiftaufnahme zur Aufnahme des Kernstifts aufweist, wobei der Aufnahmeraum zumindest teilweise im Bereich des Tastraums zu dem Schließkanal durchbrochen, insbesondere zu mindestens 8 Prozent der Gesamtlänge des Abtastraums und/oder des Vorsprungraums seitlich durchbrochen ist, so dass ein Schlüsselabschnitt seitlich in den Tastraum des Aufnahmeraums bei in den Schließkanal eingesetztem Schlüssel ragt, wobei der Aufnahmeraum und/oder der Tastraum so bemessen ist/sind, dass das Abtastelement in dem Aufnahmeraum axial zu der Kernstiftbohrung bewegbar ist, wenn ein Schlüsselabschnitt ohne (ausreichenden) Hinterschnitt in den Schließkanal und/oder in den Tastraum ragt und/oder wobei insbesondere ein Schließkern nach einem hier beschriebene Schließkern ausgebildet ist, der in der Schließkernbohrung aufgenommen ist. Der Schlüsselabschnitt, insbesondere die hinterschnittene Profilrippe ragt durch den seitlichen Durchbruch in den Abtastraum / Vorsprungsraum.

[0025] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Abtastelement nach einem hier beschriebenen Abtastelement ausgebildet ist und/oder ein Abtastmechanismus nach einem hier beschriebenen Abtastmechanismus vorgesehen ist.

[0026] Auch schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Schlüssel für einen Schließkanal eines Schließkerns, umfassend ein seitliches Schlüsselprofil, mit zumindest einer ausreichend hinterschnittenen Profilrippe, vorgesehen ist, dass diese (ausreichend) hinterschnittene Profilrippe derart ausgebildet ist, dass diese ein axiales Abtastabmaß eines Tastraums eines Schließkerns füllt oder zumindest nahezu füllt, sodass ein in an die ausreichend hinterschnittene Profilrippe angrenzendes Abtastelement mit einer anderen Seite bündig oder zumindest nahezu bündig mit einer Außenkontur des Schließkerns zumindest im Bereich der Kernstiftbohrung abschließt.

[0027] Weiter schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Schließsystem, umfassend einen Schließzylinder, insbesondere einen hier beschriebenen Schließzylinder und/oder ein Abtastelement, insbesondere ein hier beschriebenes Abtastelement und/oder einen Abtastmechanismus, insbesondere einen hier beschriebenen Abtastmechanismus und/oder einen Schließkern, insbesondere einen hier beschriebenen Schließkern, vorgesehen ist, dass ein Schließkanal vorgesehen ist und ein für einen Schließkanal, insbesondere einen Schließkanal des Schließzylinders, des Schließkerns und/oder des Abtastmechanismus, passenden Schlüssel vorgesehen ist.

[0028] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Schlüssel hinterschnittsfrei ausgebildet ist. Der Schlüssel weist somit keinen (ausreichend dimensionierten) Überhang auf.

[0029] In einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Schlüssel mit mindestens einem Hinterschnitt ausgebildet ist. Der Schlüssel weist somit einen (ausreichend dimensionierten) Überhang auf.

[0030] Das Schließsystem funktioniert zu einem gewissen Grad sowohl mit hinterschnittsfreien und mit hinterschnittenen Schlüsseln. Bei hinterschnittsfreien Schlüsseln lässt sich der Schließkern bis zu einem vorbestimmten Drehwinkel C drehen und nicht weiter, dafür aber wieder zurück. Der hinterschnittsfreien Schlüssel lässt sich nach Zurückdrehen aus dem Schließzylinder entnehmen und ist nicht gefangen. Mit einem hinterschnittenen Schlüssel mit entsprechendem Überhang lässt sich der Schließkern über den vorbestimmten Drehwinkel C hinaus drehen und die vollständige Schließfunktion lässt sich realisieren.

[0031] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass der Hinterschnitt in axialer Richtung einer Schließkernbohrung so bemessen ist, dass ein an eine den Hinterschnitt aufweisende Profilrippe angrenzendes Abtastelement mit einer anderen Seite bündig mit einer Außenseite des Kernstift ist.

[0032] Nicht zuletzt schließt die Erfindung die technische Lehre ein, dass bei einem Verfahren zum Abtasten einer hinterschnittenen Profilrippe eines in einen Schließkanal eines Schließkerns eingesteckten Schlüssels, insbesondere eines hier beschriebenen Schließkerns, eines hier beschriebenen Schließkerns eines hier beschriebenen Abtastmechanismus, eines hier beschriebenen Schließkerns eines hier beschriebenen Schließzylinders und/oder eines hier beschriebenen Schließsystems, vorgesehen ist, dass die Schritte umfasst sind: Einstecken eines Schlüssels in den Schließkanals des Schließkerns, sodass ein Schlüsselabschnitt, insbesondere ein seitlicher Schlüsselabschnitt in einen Tastraum eines Aufnahmeraums des Schließkerns ragt, wobei bei dem Einstecken im Falle, dass der Schlüssel an dem Abschnitt, der in den Tastraum ragt, eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe aufweist, das in dem Abtastraum bewegbar angeordneten Abtastelement kontaktiert wird und das Abtastelement in Richtung Außenseite Schließkern bewegt wird, sodass der Abtastelement bündig oder nahezu bündig mit der Außenseite des Schließkerns abschließt und im Falle, dass der Schlüssel in dem der Schlüsselabschnitt, der in den Tastraum ragt, keine ausreichend hinterschnittene Profilrippe aufweist, das in dem Abtastraum bewegbar angeordnete Abtastelement kontaktiert wird und das Abtastelement allenfalls derart bewegt wird, dass dieses versetzt, insbesondere nach innen in Richtung Abtastraum versetzt angeordnet wird.

[0033] Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Verfahren mit einem hier beschriebenen Schließkern, einem hier beschriebenen Abtastmechanismus, einem hier beschriebenen Schließzylinder, einem hier beschriebenen Schlüssels und/oder einem hier beschriebenen Schließsystems durchgeführt wird.

[0034] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben oder ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von mindestens einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in den Figuren schematisch dargestellt ist. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktive Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. In den Figuren werden gleiche oder ähnliche Bauteile mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

[0035] Es zeigen:
Fig. 1
schematisch in einer Perspektivansicht eine Ausführungsform eines Schließsystems mit einem Schließzylinder und einem Schlüssel,
Fig. 2
schematisch in einer perspektivischen Explosionsansicht die Ausführungsform des Schließzylinders nach Fig. 1 mit für eine Abtastfunktion vorgesehenen Komponenten ohne Schlüssel,
Fig.3
schematisch in einer Seitenansicht eine Ausführungsform eines Schlüssels für einen Schließzylinder nach Fig. 1,
Fig. 4
schematisch einen Querschnitt A-A durch den Schlüssel nach Fig. 3,
Fig. 5
schematisch in einer Draufsicht den Schließkern nach Fig. 2,
Fig. 6
schematisch den Querschnitt A-A nach Fig. 5,
Fig. 7
schematisch in einer Perspektivansicht den Schließkern nach Fig. 5,
Fig. 8
schematisch in einer Perspektivansicht eine Ausführungsform eines Abtastelements für einen Schließkern,
Fig. 9
schematisch in einer Seitenansicht die Ausführungsform nach Fig. 8,
Fig. 10
schematisch in einer Seitenansicht eine andere Ausführungsform eines Abtastelements,
Fig. 11
schematisch in einer geschnitten Vorderansicht den Schließzylinder nach Fig. 1 mit einem Schlüssel mit hinterschnittener Profilrippe in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position,
Fig. 12
schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht den Schließzylinder nach Fig.1 mit einem Schlüssel ohne (ausreichend) hinterschnittener Profilrippe in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position,
Fig. 13
schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht eine Ausführungsform eines Schließkerns mit Aufnahmeraum, Basisraum, Vorsprungraum, Abtastraum und Schließkanal,
Fig. 14
schematisch in einer Vorderansicht eine Ausführungsform des Abtastelements,
Fig. 15
schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht ein Schlüsselprofil eines Schlüssels mit (ausreichend) hinterschnittener Profilrippe,
Fig. 16
schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht die Ausführungsform nach Fig. 11 in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position.
Fig. 17
schematisch in einer Perspektivansicht das Ausführungsbeispiel eines Schließkerns nach Fig. 2 mit fertigungstechnisch angepasstem Abtastelement,
Fig. 18
schematisch in einer Perspektivansicht das in Fig. 17 dargestellte, fertigungstechnisch angepasste Abtastelement und
Fig. 19
schematisch in einer anderen Perspektivansicht das in Fig. 17 und 18 dargestellte, fertigungstechnisch angepasste Abtastelement


[0036] Die Fig. 1 bis 19 zeigen in unterschiedlichen Ansichten und Detailierungsgraden Ausführungsformen eines Schließzylinders 100 bzw. deren Bestandteile oder Bauteile.

[0037] Fig. 1 zeigt schematisch in einer Perspektivansicht eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schließsystems 1. Das Schließsystem 1 umfasst in der dargestellten Ausführungsform einen Schließzylinder 100 mit einem dazu gehörenden Schlüssel 10. In der Fig. 1 ist der Schließzylinder 100 als Profil-Doppelzylinder ausgebildet. Der Schließzylinder 100 umfasst ein Zylindergehäuse 110, welches sich aus je einer eine Zylinderöffnung 120 (siehe Fig. 2) ausweisenden, im Querschnitt kreisförmigen Zylinderwand 112 und einem von dieser radial materialeinheitlich ausgehenden Stegabschnitt 115 zusammensetzt. In jeder Zylinderöffnung 120 ist ein Zylinderkern oder Schließkern 130 angeordnet, der beispielsweise mittels eines Klemmrings axial fixiert ist. Die Zylinderwand 112 formt mit ihrer Innenwand eine Schließkernbohrung 121, in welche der Schließkern 130 eingesetzt ist. Im Schließkern 130 ist ein (radial und axial) eingeschnittener Schlüsselkanal oder Schließkanal 150 eingearbeitet, der zur einen Seite des Schließkerns 130, genauer zu einem Abschnitt des Außenumfangs des Schließkerns 130 hin offen ist und mit einer Längsmittelebene des Stegabschnittes 115 fluchtet. In bekannter Weise nimmt der Schließkern 130 zumindest zweigeteilte Zuhalteelemente, Zuhaltungsstifte, Zuhaltestifte oder allgemein Stiftelemente oder Sperrstifte 20 auf, die von schlüsselschaftseitigen Profilnuten 12 und/oder Profilrippen 14, 15 des Schlüssels 10 eingeordnet werden. Zur Ausbildung der schlüsselschaftseitigen Profilnuten 12 weist der Schlüssel 10 entsprechend vorstehende Profilvorsprünge, hier in Form von Profilrippen 14, 15 auf. Die kernseitigen Enden der in Richtung des Schließkanals 150 abgefederten Sperrstifte 20 (in Fig. 2 ist nur ein Sperrstift 20 exemplarisch dargestellt) ragen dabei anschlagbegrenzt in den Schließkanal 150 hinein. Solche Sperrstifte 20 sind jedoch bekannt, sodass nicht näher darauf eingegangen wird. Um eine Drehachse der Zylinderwand 112 ist in einer Schließhebelnut 30 ein Schließhebel 50 aufgenommen. Dieser wird bei Drehen eines zu dem Schließprofil passenden Schlüssels 10, das heißt mit einem Schlüssel 10 mit korrespondierendem Schlüsselprofil und zu den Sperrstiften 20 passenden schlüsselschaftseitigen Profilnuten 12 und/oder Profilrippen 14, 15 um die Drehachse gedreht und realisiert so eine Schließfunktion des Schließzylinders 100, die allgemein bekannt ist. Der Schlüssel 10 weist u.a. einen Schlüsselschaft 11 auf, an welchem das Schlüsselprofil und in anderen Ausführungsformen auch die Permutations-Bohrmulden ausgebildet sind.

[0038] Fig. 2 zeigt schematisch in einer perspektivischen Explosionsansicht die Ausführungsform des Schließzylinders 100 nach Fig. 1 mit für eine Abtastfunktion vorgesehenen Komponenten ohne Schlüssel 10. Entsprechend ist das Schließprofil des Schließkanals 150 deutlicher zu erkennen. Dieses weist Ausnehmungen, Vertiefungen und/oder Vorsprünge auf, die zum einen entlang einer Haupterstreckung des Schließkanals 150 verlaufen und die hier von einer Mittelebene Z (siehe Fig. 5) zu beiden Seiten der Ebene Z ausgeformt sind. Das heißt, die Profilrippen (Ausnehmungen, Vertiefungen, Überhänge) 14, 15 sind von beiden Seiten hin zur Mittelebene Z ausgearbeitet. Über den Verlauf entlang der Haupterstreckung des Schließkanals 150 kann das Schließprofil variieren. Der Schließkern 130 weist neben den Kern(stift-)bohrungen 160 für die Sperrstifte 20, genauer für die Kernstifte 21, einen Aufnahmeraum 170 für ein Abtastelement 180 auf. Durch den Aufnahmeraum 170 verläuft eine der Kernbohrungen 160. Das Abtastelement 180 weist eine Aufnahme 171 für einen Kernstift 21 auf. Der Kernstift 21 ist somit in der Aufnahme 171 diese durchdringend und in die entsprechende Kernbohrung 160 ragend in der Aufnahme 171 und dem Schließkern 130 aufgenommen. Der Kernstift 21 ist Teil des mehrteiligen Sperrelements oder Sperrstifts 20, welcher zudem eine Druckfeder 22 und einen Gehäusestift 23 umfasst.

[0039] Fig.3 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine Ausführungsform des Schlüssels 10 für den Schließzylinder 100 nach Fig. 1. Der Schlüssel 10 weist zur Ausbildung des Schlüsselprofils Profilnuten 12 und (Profil-)Rippen 14, 15 auf. Der Schlüssel 10 nach Fig. 3 weist zwei (ausreichend) hinterschnittene Profilrippen 14a, 15a auf, wie in Fig. 4 deutlicher zu erkennen ist.

[0040] Fig. 4 zeigt schematisch einen Querschnitt A-A durch den Schlüssel 10 nach Fig. 3. In dem Querschnitt ist das Schlüsselprofil mit den Profilnuten 12 und den Profilrippen 14, 15 dargestellt. Zwei der Profilrippen 15a weisen dabei einen ausreichenden Hinterschnitt 17 auf, sodass durch die Profilrippe 15a und den anschließenden Hinterschnitt 17 eine schräg verlaufender Profilrippe 14a bzw. eine schräg verlaufende Profilnut 12a gebildet ist.

[0041] Fig. 5 zeigt schematisch in einer Draufsicht den Schließkern 130 nach Fig. 2. In der Ansicht sind die Kern(-stift-)bohrungen 160 und der Aufnahmeraum 170 gut erkennbar dargestellt. Eine der Kern(-stift-)bohrungen 160 erstreckt sich durch den Aufnahmeraum 170. Der Aufnahmeraum 170 weist einen in der Draufsicht im Querschnitt etwa rechteckigen Basisraum 172 und zwei Vorsprungräume 174 auf. Die Vorsprungräume 174 ragen von dem der äußeren Oberfläche des Schließkern 130 nahen Aufnahmeraum 170 weg radial nach innen in Richtung Zentrum des Schließkerns 130 oder auch in axiale Richtung der Kern(-stift-)bohrung 160. Die Kern(-stift-)bohrung 160 ist etwa zentrisch in dem Aufnahmeraum 170 angeordnet. Von dem Boden des Aufnahmeraums 170 führen die Vorsprungräume 174 in axiale Richtung der Kern(-stift-)bohrung einwärts. Dabei liegen sich die beiden Vorsprungräume 174, die eine zylindrische Form aufweisen, diametral in der Ebene des Bodens des Aufnahmeraums 170 gegenüber. Ein inneres Ende zumindest eines Vorsprungraums 174 bricht dabei in den Schließkanal 150 durch, sodass Schließkanal 150 und Vorsprungraum 174 miteinander verbunden sind.

[0042] Fig. 6 zeigt schematisch den Querschnitt A-A nach Fig. 5. Wie anhand des Querschnitts gut zu erkennen ist, bricht der Vorsprungraum 174 in den Schließkanal 150 durch. In dem Bereich des Durchbruchs ist so ein Abtastraum 176 gebildet. Dieser weist in axiale Richtung der Kern(-stift-)bohrung ein Abtastmaß A (siehe Fig. 11) auf, welches die Höhe des Abtastraums 176 oder den Hub H (siehe Fig. 15) des Abtastelements 170 definiert bzw. dem Hub H entspricht.

[0043] Fig. 7 zeigt schematisch in einer Perspektivansicht den Schließkern 130 nach Fig. 5. Hier ist in einer anderen Ansicht die Ausbildung des Aufnahmeraums 170 mit der sich darin fortsetzenden Kern(-stift-)bohrung 160. Der Aufnahmeraum 170, genauer der Basisraum 172 ist seitlich durch Flanken 178 begrenzt.

[0044] Fig. 8 zeigt schematisch in einer Perspektivansicht eine Ausführungsform des Abtastelements 180 für den Schließkern 130. Das Abtastelement 180 weist einen Basiskörper 181 auf, von dessen Innenseite zwei Tastvorsprünge 182 etwa senkrecht abragen. Die Tastvorsprünge 182 sind zylindrisch ausgebildet. Dabei sind die Tastvorsprünge 182 diametral gegenüberliegend und beabstandet voneinander an der Innenseite angeordnet. Der Basiskörper 181 weist zentral die Aufnahme 183 zur Aufnahme des Kernstiftes 21 auf. Die als Durchgangsbohrung ausgebildete Aufnahme 183 durchdringt den Basiskörper 181 von einem vorderen Seitenabschnitt 184 der Außenseite 185 in Richtung Innenseite 189. Seitlich daran schließt sich an der Außenseite 185 an jeder Seite eine Schräge 186 an, die in einem ersten Winkel a abgeschrägt an den vorderen Seitenabschnitt 184 angrenzt. Daran schließt je eine weitere Schräge 187 an, die in einem zweiten Winkel b abgeschrägt ist. Durch die mehreren Schrägen 186, 187 ist das Abtastelement 180 für einen Kontakt mit dem Gehäusestift 23 bzw. einer Innenwand der Zylinderbohrung 120 optimiert. In anderen Ausführungsformen können mehrere Schrägen 186, 187 vorgesehen werden.

[0045] Fig. 9 zeigt schematisch in einer Seitenansicht die Ausführungsform nach Fig. 8. Hier ist die an die kreiszylindrische Kontur der Zylinderbohrung 120 angepasste Kontur des Basiskörpers 180 mit den beiden Schrägen 186, 187 gut zu erkennen. Der vordere Seitenabschnitt ist mit 184 gekennzeichnet. Die Innenseite ist mit 189 gekennzeichnet. Die beiden unterschiedlich großen Winkel a und b der Schrägen 186, 187 sind ebenfalls dargestellt.

[0046] Fig. 10 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine andere Ausführungsform des Abtastelements 180. Das in Fig. 10 dargestellte Abtastelement 180 weist statt der zwei Schrägen 186, 187 je eine abgerundete Fläche 186a mit einem Radius R auf, welche an dem vorderen Seitenabschnitt 184 jeweils anschließt. Es können auch mehrere unterschiedlich abgerundete Flächen 186a mit unterschiedlichen Radien R vorgesehen werden.

[0047] Fig. 11 zeigt schematisch in einer geschnitten Vorderansicht den Schließzylinder 100 nach Fig. 1 mit einem Schlüssel 10 mit hinterschnittener Profilrippe 15a in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position. In der Ausgangsposition ragt der vordere Teil der hinterschnittenen Profilrippe 15 des Schlüssels 10 durch den Schließkanal 150 über den Durchbruch in den Abtastraum 176. Dort drückt die hinterschnittene Profilrippe 15a mit dem ausgebildetem schrägen Vorsprung, genauer mit dem Überhang 15b gegen den Tastvorsprung 182 des Abtastelements 180. Das Abtastelement 180 wird entsprechend nach außen gedrückt und schließt so bündig mit der Außenkontur des Schließkerns 130 ab. An dieser Stelle bildet sich kein oder nur ein minimaler Versatz an dem Aufnahmeraum 170 auf, sodass ein gegen das Abtastelement 180 über die Druckfeder 22 gezwungener Gehäusestift 23 nicht oder nur minimal in den Aufnahmeraum 170 hineinragt. Der Kernstift 21 schließt dagegen bündig mit dem Abtastelement 180 ab, sodass sich der Kernstift 21 mit dem Schließkern 130 mitdrehen lässt, wie rechts in Fig. 11 anhand der verdrehten Position dargestellt. Der Überhang 15b der (ausreichend) hinterschnittenen Profilrippe 15a, der zwischen Spitze der Profilrippe 15a und Hinterschnitt 17 der Profilrippe 15a gebildet ist, ist so bemessen, dass er das Abtastelement 180 entsprechend nach außen zwängt, sodass ein Verdrehen des Schließkern 130 möglich ist. Ohne diesen (ausreichend bemessenen) Überhang 15b ist eine Verdrehen nur begrenzt möglich, wie aus Fig. 12 ersichtlich.

[0048] Fig. 12 zeigt schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht den Schließzylinder 100 nach Fig.1 mit einem Schlüssel 10 ohne (ausreichend) hinterschnittene Profilrippe 15a in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position. In der Ausgangsposition ist die Situation noch ähnlich wie in der Ausgangsposition in Fig. 11. Allerdings kontaktiert der Tastvorsprung 182 nicht die (nicht ausreichend hinterschnittene) Profilrippe 15. In der verdrehten Situation zeigt sich die Bedeutung des fehlenden Überhangs 15b. Durch den fehlenden Überhang 15b fehlt der vorverlagerte Anschlag für das Abtastelement 180. Der Tastvorsprung 182 wird weiter nach innen gezwängt, sodass der Kernstift 21 über das Abtastelement 180 hinausragt und ein Versatz 179 an dem Aufnahmeraum 170 gebildet ist, in welchen der gegen den Schließkern 130 gezwungene Gehäusestift 23 eindringt. Dieses Eindringen des Gehäusestifts 23 verhindert eine weitere Drehung über den vorbestimmten Drehwinkel c hinaus. Der Drehwinkel c lässt ich über die Geometrie des Aufnahmeraums 170 zusammen mit dem Abtastelement 180 einstellen. Die folgenden Figuren machen deutlich, wie die Maße zum Erreichen der Abtastfunktion zu bestimmen sind.

[0049] Fig. 13 zeigt schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht eine Ausführungsform eines Schließkerns 130 mit Aufnahmeraum 170, Basisraum 172, Vorsprungraum 174, Abtastraum 176 und Schließkanal 150 gemäß Fig. 6 um 180° zu Fig. 6 gedreht. Fig. 14 zeigt schematisch in einer Vorderansicht eine Ausführungsform des Abtastelements 180. Fig. 15 zeigt schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht ein Schlüsselprofil des Schlüssels 10 mit (ausreichend) hinterschnittener Profilrippe 15a, das heißt mit Überhang 15b. Fig. 16 zeigt schematisch in einer geschnittenen Vorderansicht die Ausführungsform nach Fig. 11 in einer Ausgangsposition und in einer verdrehten Position. Die Schritte zur Festlegung sind in den Figuren durchnummeriert. D bezeichnet die Höhe des Vorsprungraums 174 von einer konstruktiven Mittellinie des Schließkerns 130 in axiale Richtung der Kern(-stift-)bohrung 160 bis zu dem Anschlag am Ende des Vorsprungraums 174. E bezeichnet in axiale Richtung das Längenmaß des Vorsprungraums 174. F bezeichnet die Gesamthöhe des Abtastelements 170 in axiale Richtung der Kern(-stift-)bohrung 160. G bezeichnet in axiale Richtung der Kernstiftbohrung 160 die Höhe des Tastvorsprungs 182. I bezeichnet in axiale Richtung der Kernstiftbohrung 160 eine Breite oder auch Schlüsselschafthöhe I des Schlüssels 10, genauer des Schlüsselprofils. H bezeichnet in axiale Richtung der Kernstiftbohrung 160 die Höhe des Überhangs 15b, welcher im Unterschied zu einer nicht hinterschnittenen Profilrippe 15 aus dem Hinterschnitt 17 resultiert und der die Höhe des Hubs und somit des Abtastmaßes A festlegt. Wie in Fig. 16 fehlt bei einem nicht (ausreichend) hinterschnittener Profilrippe 15 der Überhang 15b, weshalb das Abtastelement 180 um einen Hub H in dem Aufnahmeraum 170 bewegbar ist. Der Aufnahmeraum 170 weist in axiale Richtung der Kernstiftbohrung 160 das Maß H+ auf, also ein um eine Toleranz erhöhtes Maß H. Diese Maß H+ soll zumindest gleich, bevorzugt geringfügig größer als das Maß H sein, um sicherzustellen, dass ein Versatz bei nicht ausreichend hinterschnittener Profilrippe 15 gewährleistet ist. H+ liegt etwa in der Größenordnung von H bzw. A, ggf. um ein Toleranzmaß darüber. Wie in Fig. 16 in der verdrehten Position rechts zu erkennen ist, findet sich das Maß H als Versatz 179 am Aufnahmeraum 170 wieder. Um diesen Versatz 179 kann der Gehäusestift 23 in den Aufnahmeraum 170 eindringen und somit eine weitere Drehung des Schließkerns 130 sperren. H+ ist gegenüber H bevorzugt um weniger als 20%, bevorzugt weniger als 15% und bevorzugt weniger als 10% größer.

[0050] Die vorgenannten Größen bestimmen die Abtastfunktion. Ausgehend von einem (Innendurchmesser) Durchmesser J des Schließkerns 130 ist die maximale Breite des Aufnahmeraums 170 festzulegen. Je nach Tiefe des Aufnahmeraums 170 lässt sich die korrespondierende Tiefe des darin einliegenden Basiskörpers 181 festlegen. Von der Breite und Tiefe des Aufnahmeraums abhängig ist auch der Versatz oder die Flankenhöhe und somit auch der Hub H, wodurch letztendlich auch der Überhang 15b bestimmt werden.

[0051] Fig. 17 zeigt schematisch in einer Perspektivansicht das Ausführungsbeispiel eines Schließkerns nach Fig. 2 mit fertigungstechnisch angepasstem Abtastelement 180. In der dargestellten Ausführungsform ist das Abtastelement 180 als Druckgussteil einteilig hergestellt. Aus fertigungstechnischen Gründen weißt das Abtastelement 180 deshalb Ausnehmungen 190 für den Anguss und Überlauf beim Druckgießen auf. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Ausnehmungen 191 an dem Basiskörper 181 und je eine Ausnehmung 192 an jedem Tastvorsprung 182 vorgesehen. Die Ausnehmungen 191, 192 sind direkt an den Seitenrändern ausgeformt, sodass diese an den jeweiligen Seitenrändern diese durchbrechen und somit je eine zumindest zu einer Seite hin offene Ausnehmung 191, 192 realisiert ist. Die Ausnehmungen 192 an den Tastvorsprüngen 182 bilden so eine Art Fase an der Spitze des jeweiligen Tastvorsprungs.

[0052] Fig. 18 zeigt schematisch in einer Perspektivansicht das in Fig. 17 dargestellte, fertigungstechnisch angepasste Abtastelement 180 in Alleinstellung. Hier sind deutlich die Ausnehmungen 190 für den Anguss und Überlauf zu erkennen. Jeder Tastvorsprung 182 weist an dem zu dem Basiskörper 181 entfernten Ende eine Ausnehmung 192 auf. Der Basiskörper 181 weist zwei diametral gegenüberliegende Ausnehmungen 192 auf.

[0053] Fig. 19 zeigt schematisch in einer anderen Perspektivansicht das in Fig. 17 und 18 dargestellte, fertigungstechnisch angepasste Abtastelement 180. Bis auf die Ausnehmungen 190 entspricht das in den Fig. 17 bis 19 dargestellte Abtastelement 180 dem in den vorherigen Figuren abgebildeten Abtastelement 180. In Fig. 19 sind deutlich die Ausnehmungen 192 am vom Basiskörper 181 entfernten Ende der Tastvorsprünge 182 zu erkennen. Diese sind aufgrund der zylindrischen Ausbildung der Tastvorsprünge 182 fasenartig ausgebildet.

[0054] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste



[0055] 
1
Schließsystem
10
Schlüssel
11
Schlüsselschaft
12
Profilnut
12a
schräg verlaufende Profilnut
14
Profilrippe
14a
schräg verlaufende Profilrippe
15
Profilrippe
15a
(ausreichend) hinterschnittene Profilrippe
15b
Überhang
17
Hinterschnitt
20
Sperrstift, Stiftelement
21
Kernstift
22
Druckfeder
23
Gehäusestift
30
Schließhebelnut
40
Schließeinheit
50
Schließhebel
100
Schließzylinder
110
Zylindergehäuse
112
Zylinderwand
115
Stegabschnitt
120
Zylinderöffnung
121
(Schließ-) Kernbohrung
130
Zylinderkern, Schließkern
150
Schließkanal, Schlüsselkanal
160
Kern(-stift-)bohrung
170
Aufnahmeraum
171
(Kernstift-)Aufnahme
172
Basisraum
174
Vorsprungraum
176
(Ab-)Tastraum
178
Flanke
179
Versatz
180
Abtastelement
181
Basiskörper
182
Tastvorsprung
183
(Kernstift-)Aufnahme
184
vordere Seitenabschnitt
185
Außenseite
186
Schräge
186a
abgerundete Fläche
187
Schräge
189
Innenseite
190
Ausnehmung
191
Ausnehmung (Basiskörper)
192
Ausnehmung (Tastvorsprung)
a
(erster) Winkel
b
(zweiter) Winkel
c
Drehwinkel
A
Abtastmaß
D
Höhe
E
Längenmaß
F
Gesamthöhe
G
Höhe
H
Hub, Höhe Vorsprung
H+
Maß
I
Breite, Schlüsselschafthöhe
J
(Innen-)Durchmesser des Schließkerns
R
Radius
Z
Mittelebene



Ansprüche

1. Abtastelement (180) für einen Schließkern (130) eines Schließzylinders (100) zum Abtasten des Vorhandenseins einer hinterschnittenen Profilrippe (15a) eines in einen Schließkanal (150) des Schließkerns (130) eingesteckten Schlüssels (10), umfassend
einen Basiskörper (182), der eine Innenseite (189) aufweist, die bei Einsatz in einem Schließkern (130) in Richtung Schließkanal (150) weist, und
eine Außenseite (185) aufweist, welche bei einem Einsatz in einem Schließkern (130) zum Kontaktieren eines Gehäusestiftes (23) und/oder einer Zylinderwand (112) einer Zylinderbohrung (120) eines umgebenden Zylindergehäuses (110) ausgebildet ist,
wobei
von der Innenseite (189) mindestens ein Tastvorsprung (182) abragt, der zum Kontaktieren eines Schlüsselabschnitts eines in den Schließkanal (150) eingesetzten Schlüssels (10) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Basiskörper (182) eine als Durchgangsöffnung ausgebildete Kernstiftaufnahme (183) aufweist, um beim Einsatz in einem Schließzylinder (100) einen Kernstift (21) des Schließzylinders (100) dort aufzunehmen.
 
2. Abtastelement (180) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (185) des Basiskörpers (182) zumindest teilweise abgerundet ist und/oder mindestens zwei unterschiedlich geneigte Schrägen (187) aufweist.
 
3. Abtastelement (180) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der Innenseite (189) des Basiskörpers (182) zwei in der Ebene der Innenseite (189) voneinander beabstandete, diagonal gegenüberliegende Tastvorsprünge (182) abragen.
 
4. Schließkern (130) für einen Schließzylinder (100), wobei der Schließkern (183) einen profilierten Schließkanal (150) zum Zusammenwirken mit einem Schlüssel (10), genauer einem seitlichen Schlüsselprofil aufweist,
wobei der Schließkern (130) mindestens eine Kernstiftbohrung (160) aufweist, welche in den Schließkanal (150) mündet, und
wobei der Schließkern (130) einen Aufnahmeraum (170) für ein Abtastelement (180) zum Abtasten einer hinterschnittenen Profilrippe (15a) eines in den Schließkanal (150) eingesteckten Schlüssels (10) aufweist,
wobei der Aufnahmeraum (170) einen Basisraum (172) aufweist, in welchem ein Basiskörper (182) des Abtastelements (180) einlegbar ist oder eingelegt ist, und
einen mit dem Basisraum (172) zur Bildung des Aufnahmeraums (170) verbundenen Vorsprungraum (174) aufweist, der seitlich zumindest über 8 Prozent der Gesamtlänge des Vorsprungraums (174) in den Schließkanal (150) durchbricht, in den ein Tastvorsprung (182) des Abtastelements (180) bei eingesetztem Abtastelement (180) ragt,
wobei der Basisraum (172) und/oder der Vorsprungraum (174) in Richtung der Achse der Kernstiftbohrung (160) ein größeres Abtastabmaß (A) als der Basiskörper (182) und/oder als der Tastvorsprung (184) bei eingesetztem Abtastelement (180) aufweist/aufweisen, sodass ein (Ab-)Tastraum (176) zumindest in dem Vorsprungraum (174) realisiert ist, in dem bei eingesetztem Abtastelement (180) dieses in Richtung der Achse der Kernstiftbohrung (160) bewegbar ist, sofern ein in den Tastraum (176) ragender Schlüsselabschnitt keine die Bewegung sperrende hinterschnittene Profilrippe (15a) aufweist.
 
5. Schließkern (130) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Abtastelement (180) des Schließkerns (130) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3 ausgebildet ist und der Aufnahmeraum (170) des Schließkerns (130) angepasst an das Abtastelement (170) zur Aufnahme des Abtastelements (170) mit Vorsehen des Tastraums (176) und Bewegung hin und weg zu dem Tastraum (176) ausgebildet ist.
 
6. Abtastmechanismus für einen Schließzylinder (100), mit einem Schließkern (130), der einen Schließkanal (150) aufweist, in den ein korrespondierender Schlüssel (10) einsteckbar ist, der mindestens eine Kernstiftbohrung (160) aufweist und der einen Aufnahmeraum (170) aufweist, in dem eine Abtastelement (180) aufgenommen ist, wobei das Abtastelement (180) fluchtend zu der Kernstiftbohrung (160) eine als Durchgangsöffnung ausgebildete Kernstiftaufnahme (171) aufweist, wobei in der mindestens einen Kernstiftbohrung (160) und der Kernstiftaufnahme (171) ein Kernstift (21) aufnehmbar und/oder aufgenommen ist, wobei der Aufnahmeraum (170) einen Tastraum (176) ausbildet, der in den Schließkanal (150) durchbricht und/oder in den Schließkanal (150) ragt, sodass ein korrespondierender Schlüsselabschnitt eines in den Schließkanal (150) eingesetzten Schlüssels (10) in den Tastraum (176) ragt oder ragen kann, sodass das Abtastelement (180) im Bereich des Tastraums (176) gegen den korrespondierenden, in den Tastraum (176) hineinragenden Schlüsselabschnitt anschlägt oder anschlagen kann,
wobei der Tastraum (176) so bemessen ist, dass wenn der korrespondierende Schlüsselabschnitt eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe (15a) aufweist, das Abtastelement (180) einerseits an der Profilrippe (15a) anliegt und andererseits zumindest teilweise bündig mit einer Außenseite des Schließkerns (130) abschließt und wenn der Schlüsselabschnitt keine ausreichend hinterschnittene Profilrippe (15) aufweist, das Abtastelement (180) wenn es an dem Schlüsselabschnitt anschlägt andererseits versetzt, insbesondere nach innen versetzt zu der Außenseite des Schließkerns (130) angeordnet ist.
 
7. Abtastmechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließkern (130) nach einem der Ansprüche 4 oder 5 ausgebildet ist und/oder das Abtastelement (180) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 ausgebildet ist.
 
8. Schließzylinder (100), umfassend ein Zylindergehäuse (110), das eine Schließkernbohrung (121) aufweist, in der drehbar ein Schließkern (130) aufgenommen ist, wobei der Schließkern (130) einen Schließkanal (150) und mindestens eine in den Schließkanal (150) mündende Kernstiftbohrung (160) aufweist, wobei das Zylindergehäuse (110) mindestens eine in einer quer zu der Schließkernbohrung (121) ausgebildeten, in die Schließkernbohrung (121) und fluchtend in die Kernstiftbohrung (160) mündenden Stiftbohrung aufweist, und
wobei ein Stiftelement (20) mit einem in Richtung Schließkern (130) federvorgespannten Gehäusestift (23) und einem in der Kernbohrung (160) einliegenden, an dem Gehäusestift (23) angrenzenden Kernstift (21), dadurch gekennzeichnet, dass
der Schließkern (130) einen Aufnahmeraum (170) mit einem Tastraum (176) aufweist, in dem ein axial zu der Schließkernbohrung (160) bewegliches Abtastelement (180) angeordnet ist, wobei das Abtastelement (180) eine zu der Kernstiftbohrung (160) fluchtende Kernstiftaufnahme (171) zur Aufnahme des Kernstifts (21) aufweist, wobei der Aufnahmeraum (170) zumindest teilweise im Bereich des Tastraums (176) zu dem Schließkanal (150) durchbrochen, insbesondere zu mindestens 8 Prozent der Gesamtlänge des Abtastraums (176) und/oder des Vorsprungraums (174) seitlich durchbrochen, ist, so dass ein Schlüsselabschnitt seitlich in den Tastraum (176) des Aufnahmeraums (170) bei in den Schließkanal (150) eingesetztem Schlüssel (10) ragt, wobei der Aufnahmeraum (170) und/oder der Tastraum (176) so bemessen ist/sind, dass das Abtastelement (180) in dem Aufnahmeraum (170) axial zu der Kernstiftbohrung (160) bewegbar ist, wenn ein Schlüsselabschnitt ohne ausreichend hinterschnittene Profilrippe (15a) in den Schließkanal (150) und/oder in den Tastraum (176) ragt und/oder wobei ein Schließkern (130) nach einem der vorherigen Ansprüche 4 bis 6 in der Schließkernbohrung (160) aufgenommen ist.
 
9. Schließzylinder (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Abtastelement (180) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3 ausgebildet ist und/oder ein Abtastmechanismus nach einem der Ansprüche 6 oder 7 vorgesehen ist.
 
10. Schlüssel (10) für einen Schließkanal (150) eines Schließkerns (130), umfassend ein seitliches Schlüsselprofil, mit zumindest einer hinterschnittenen Profilrippe (15a), wobei die hinterschnittene Profilrippe (15a) derart ausgebildet ist, dass diese ein axiales Abtastabmaß (A) eines Tastraums (176) eines Schließkerns (130) zumindest teilweise füllt, sodass ein in an die hinterschnittene Profilrippe (15a) angrenzendes Abtastelement (180) mit einer anderen Seite bündig mit einer Außenkontur des Schließkerns (130) zumindest im Bereich der Kernstiftbohrung (160) abschließt.
 
11. Schließsystem (1), umfassend einen Schließzylinder (100), insbesondere einen Schließzylinder (100) nach Anspruch 9 oder 10 und/oder ein Abtastelement (180), insbesondere einem Abtastelement (180) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und/oder einen Abtastmechanismus, insbesondere einen Abtastmechanismus nach einem der Ansprüche 6 oder 7 und/oder einen Schließkern (130), insbesondere einen Schließkern (130) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei ein Schließkanal (150) vorgesehen ist und ein für einen Schließkanal (150), insbesondere einen Schließkanal (150) des Schließzylinders (100), des Schließkerns (100) und/oder des Abtastmechanismus, passenden Schlüssel (10) vorgesehen ist.
 
12. Schließsystem (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (10) hinterschnittsfrei oder mit mindestens einem Hinterschnitt (17) ausgebildet ist.
 
13. Schließsystem (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinterschnitt (17) in axialer Richtung einer Schließkernbohrung (160) so bemessen ist, dass ein an eine den Hinterschnitt (17) aufweisende Profilrippe (15a) angrenzendes Abtastelement (180) mit einer anderen Seite bündig mit einer Außenseite des Kernstifts (21) ist.
 
14. Verfahren zum Abtasten einer hinterschnittenen Profilrippe (15a) eines in einen Schließkanal (150) eines Schließkerns (130) eingesteckten Schlüssels (10), insbesondere eines Schließkerns (130) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, eines Schließkerns (130) eines Abtastmechanismus nach einem der Ansprüche 6 oder 7, eines Schließkerns (130) eines Schließzylinders (100) nach einem der Ansprüche 10 oder 11 und/oder eines Schließkerns (130) eines Schließsystems (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 16, umfassend die Schritte:
Einstecken eines Schlüssels (10) in den Schließkanal (150) des Schließkerns (130), sodass ein Schlüsselabschnitt, insbesondere ein seitlicher Schlüsselabschnitt in einen Tastraum (176) eines Aufnahmeraums (170) des Schließkerns (130) ragt, wobei bei dem Einstecken im Falle, dass der Schlüssel (10) an dem Abschnitt, der in den Tastraum (176) ragt, einen ausreichenden Hinterschnitt (17) und/oder eine ausreichend hinterschnittene Profilrippe (15a) aufweist, das in dem Abtastraum (176) bewegbar angeordneten Abtastelement (180) kontaktiert wird und das Abtastelement (180) in Richtung Außenseite Schließkern (130) bewegt wird, sodass das Abtastelement (180) bündig mit der Außenseite des Schließkerns (130) abschließt und im Falle, dass der Schlüssel (10) in dem der Schlüsselabschnitt, der in den Tastraum (176) ragt, keinen Hinterschnitt (17) bzw. keine ausreichend hinterschnittene Profilrippe (15a) aufweist, das in dem Abtastraum (176) bewegbar angeordnete Abtastelement (180) kontaktiert wird und das Abtastelement (180) allenfalls derart bewegt wird, dass dieses versetzt, insbesondere nach innen in Richtung Abtastraum (170) versetzt angeordnet wird.
 
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verfahren mit einem Abtastelement (180) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, einem Schließkern (130) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, einem Abtastmechanismus nach einem der Ansprüche 6 oder 7, einem Schließzylinder (100) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, einem Schlüssel (10) nach Anspruch 10 und/oder einem Schließsystem (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13 durchgeführt wird.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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