Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckdosenadapter für eine bauseitige Netzsteckdose,
welcher einen Ladeanschluss, insbesondere einen USB-Ladeanschluss, aufweist.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Sogenannte Reisestecker, also Steckdosenadapter, welche einen Netzstecker und eine
Netzsteckdose unterschiedlichen Typs aufweisen, sind bekannt. Mit derartigen Reisesteckern
können Elektrogeräte an bauseitigen Steckdosen eines anderen Typs weiterbetrieben
werden, ohne dass der vorhandene Stecker des Elektrogeräts ausgetauscht werden muss.
[0003] Aus der Praxis bekannt sind ferner diverse Reisestecker, welche zusätzlich einen
Ladeanschluss aufweisen, mit dem ein Gerät, welches mit Kleinspannung betrieben wird,
insbesondere mit einer Spannung unter 25 V, mit Spannung versorgt werden kann. Derartige
Ladeanschlüsse werden z.B. zum Aufladen von Mobilgeräten wie beispielsweise Smartphones
verwendet.
[0004] Insbesondere bekannt sind USB-Ladeanschlüsse verschiedener Normen. Um einen derartigen
Ladeanschluss bereitzustellen, muss im Reisestecker ein Spannungswandler integriert
sein. Die meisten auf dem Markt verfügbaren Reisestecker mit USB-Ladeanschluss sind
verhältnismäßig groß und schwer ausgebildet, was gerade bei Reisesteckern unerwünscht
ist. Weiter werden die Komponenten des Ladeanschlusses, insbesondere der Spannungswandler,
immer zwangsläufig mitgeführt, auch wenn diese nicht benötigt werden.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile des
Standes der Technik zumindest zu reduzieren.
[0006] Es ist insbesondere eine Aufgabe der Erfindung, einen Reisestecker mit einem Ladeanschluss
bereitzustellen, welcher kompakt ausgebildet und/oder flexibel handhabbar ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird bereits durch einen Steckdosenadapter nach Anspruch
1 gelöst.
[0008] Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind dem Gegenstand
der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung sowie den Zeichnungen zu entnehmen.
[0009] Die Erfindung betrifft einen Steckdosenadapter, welcher einen Netzstecker sowie eine
gegenüberliegende Steckdose umfasst. Die dem Netzstecker gegenüberliegende Steckdose
ist als Netzsteckdose ausgebildet.
[0010] Bereits aufgrund der gegenüberliegenden Anordnung kann eine kompakte Bauweise erreicht
werden.
[0011] Stecker und Steckdose sind insbesondere als Netzsteckertyp A bis N (gemäß International
Electrotechnical Commission) ausgebildet.
[0012] Für die Benutzung in Deutschland kann die Steckdose insbesondere als Schutzkontaktsteckdose
gemäß CEE 7/3 ausgebildet sein.
[0013] Der Steckdosenadapter ist insbesondere als Reisestecker ausgebildet, bei welchem
der Stecker als anderer Netzsteckertyp ausgebildet ist, als die als Netzsteckdose
ausgebildete Steckdose.
[0014] Gemäß der Erfindung umfasst der Steckdosenadapter seitlich an einem Steckdosengehäuse
ein Modul mit zumindest einem Ladeanschluss, insbesondere einem USB-Ladeanschluss,
welches in das Steckdosengehäuse eingesteckt ist.
[0015] Vorzugsweise wird über die Steckverbindung das Modul elektrisch mit dem Netzstecker
kontaktiert und gleichzeitig mechanisch mit dem Steckdosengehäuse zusammengehalten.
[0016] Insbesondere umfasst das Modul einen Stecker, welcher im zusammengesetzten Zustand
in eine komplementäre Steckdose des Steckdosengehäuses seitlich eingesteckt ist.
[0017] Im zusammengesteckten Zustand ragt die Steckdose des Moduls vorzugsweise zumindest
teilweise, besonders bevorzugt vollständig, in das Steckdosengehäuse hinein.
[0018] So lässt sich eine kompakte Ausgestaltung erreichen. Gleichzeitig lassen sich Modul
und Steckdosengehäuse zu einem kompakten zweiteiligen Gehäuse aus beiden Komponenten
zusammensetzen.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst der Steckdosenadapter
ein austauschbares Steckermodul. Über das austauschbare Steckermodul kann der Steckdosenadapter
unterschiedlichen bauseitig vorhandenen Steckdosentypen angepasst werden. Derartige
austauschbare Steckermodule sind bekannt und werden insbesondere senkrecht zur Ausrichtung
der Kontaktstifte des Steckers auf das Gehäuse aufgeschoben.
[0020] Das Modul mit dem zumindest einen Ladeanschluss umfasst vorzugsweise das Netzteil
für den Ladeanschluss und ist über den seitlich in das Steckdosengehäuse einsteckbaren
Stecker mit Strom versorgbar.
[0021] Die Spannungswandlung von der netzseitig vorhandenen Spannung von der Regel über
100 V zu einer Kleinspannung von in der Regel unter 25 V findet also innerhalb des
absteckbaren Moduls statt.
[0022] Im Gehäuse des Steckdosenadapters ist dagegen vorzugsweise kein Spannungswandler
angeordnet.
[0023] Die entsprechenden Komponenten für den Spannungswandler müssen also nicht mitgeführt
werden, wenn das Modul herausgezogen ist.
[0024] Das Modul mit dem Ladeanschluss und das Steckdosengehäuse weisen vorzugsweise im
Wesentlichen gleich ausgebildete Kontaktflächen auf, mit denen sich die Bauteile im
zusammengesetzten Zustand berühren.
[0025] Die Kontaktflächen sind insbesondere als Ebene ausgebildet und haben vorzugsweise
im Wesentlichen die gleichen Abmessungen, um im zusammengesetzten Zustand ein einheitlich
ausgestaltetes Gehäuse auszubilden.
[0026] Vorzugsweise hat das Modul im Bereich der Kontaktflächen dieselbe Breite wie das
angrenzende Steckergehäuse.
[0027] Modul und Steckdosengehäuse können so stufenlos ineinander übergehen.
[0028] Im zusammengesetzten Zustand können Modul und Steckdosengehäuse in der Draufsicht
auf die Steckdose von vorne, beispielsweise als Rechteck, insbesondere auch mit abgerundeten
Kanten, ausgebildet sein.
[0029] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Gesamtgehäuse bestehend
aus Modul und Steckdosengehäuse in der Draufsicht auf die Steckdose aus zwei sich
gegenüberliegenden Enden mit im Wesentlichen halbkreisförmigem Querschnitt gebildet,
welche über geradlinige Seitenwände miteinander verbunden sind. Das Gehäuse hat so
insbesondere in der Draufsicht die Ausgestaltung eines Langlochs.
[0030] So kann ebenfalls eine besonders kompakte Ausgestaltung bereitgestellt werden, da
auf einer Seite das Steckdosengehäuse der in der Regel kreisförmigen Kontur der Steckdose
folgen kann.
[0031] Die ebenfalls halbkreisförmige Form des Moduls auf der gegenüberliegenden Seite ermöglicht
ein im Querschnitt spiegelsymmetrisch ausgebildetes Gehäuse und damit eine besonders
formschöne und kompakte Ausgestaltung.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ragen die Kontakte des Steckers
des Moduls mit dem Ladeanschluss im eingesteckten Zustand in den Bereich der Steckdose,
also der Netzsteckdose, des Steckdosengehäuses hinein.
[0033] Dadurch, dass die Kontakte in der Draufsicht von vorn auf die Steckdose im Bereich
der Steckdose angeordnet sind, kann die Kontaktierung zumindest teilweise in der Draufsicht
von vorne hinter bzw. in der Steckdose angeordnet sein.
[0034] Dies trägt ebenfalls zu einer besonders kompakten Bauform bei.
[0035] Der zumindest eine Ladeanschluss ist für eine gute Erreichbarkeit vorzugsweise an
einer Vorderseite des Moduls angeordnet.
[0036] Das Modul befindet sich insbesondere bestimmungsgemäß in einer bauseitigen Steckdose
im eingesteckten Zustand über dem Steckdosengehäuse. Insbesondere haben die Ladeanschlüsse
in diesem Zustand die richtige Orientierung.
[0037] So ist das Modul besonders gut gegen versehentliches Herausziehen aus dem Steckdosengehäuse
gesichert.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Modul zwei nebeneinander angeordnete
Ladeanschlüsse, insbesondere des Typs USB A, USB C und/oder FireWire.
[0039] Bei einer Weiterbildung der Erfindung wird ein Set mit einem vorstehend beschriebenen
Steckdosenadapter bereitgestellt, welcher ein Gehäuseabschlussteil umfasst, welches
anstelle des Moduls mit dem Ladeanschluss in das Steckdosengehäuse einsetzbar ist.
[0040] Sofern das Modul mit dem Ladeanschluss nicht mitgeführt werden soll und/oder separat
vom restlichen Steckdosenadapter angeboten wird, ist es so möglich, die seitlichen
Anschlüsse, insbesondere die seitliche Steckdose des Steckdosengehäuses, mit dem Gehäuseabschlussmodul
zu verschließen.
[0041] Das Gehäuseabschlussteil kann insbesondere als Platte ausgebildet sein.
[0042] Weiter kann das Gehäuseabschlussteil Stifte bzw. stiftförmige Fortsätze umfassen,
welche im zusammengesetzten Zustand in die zumindest eine Öffnung des Steckdosengehäuses
greifen, welche ansonsten dem Einstecken des Moduls mit dem Ladeanschluss dient.
[0043] Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das Modul einen Stecker mit einem
Formschlusselement, wobei das Steckdosengehäuse eine korrespondierende Ausnehmung
aufweist.
[0044] Über den Stecker mit dem Formschlusselement wird das Modul mit dem zumindest einen
USB-Ladeanschluss mit Netzspannung versorgt.
[0045] Durch das Formschlusselement kann eine bessere mechanische Verbindung bereitgestellt
werden, insbesondere sichert das Formschlusselement das Modul senkrecht zu seiner
Einsteckrichtung.
[0046] Die Axialsicherung kann durch ein klemmendes oder verrastendes Formschlusselement
und/oder durch die Kontaktstifte des Steckers bereitgestellt werden.
[0047] Vorzugsweise erfolgt die Axialsicherung des Moduls im eingesteckten Zustand alleine
über den Stecker.
[0048] Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Formschlusselement einen sechseckigen
Querschnitt auf.
[0049] Insbesondere ist das Formschlusselement sechseckig entsprechend DIN VDE 0620-101
entsprechend der Sechseckkontur eines zweipoligen Euro-Steckers ausgebildet.
[0050] Über die Länge des Formschlusselements kann sichergestellt werden, dass die Kontaktstifte
des Steckers nicht berührt werden können, wenn der Stecker mit den entsprechenden
Kontakten der korrespondierenden Steckdose in elektrischer Verbindung steht.
[0051] Der Stecker des Moduls mit dem Ladeanschluss ist gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung als Netzstecker, insbesondere vom Typ A bis N, insbesondere als zweipoliger
Eurostecker, ausgebildet.
[0052] So kann das Modul mit dem Ladeanschluss auch ohne den Reisestecker verwendet werden
und in eine bauseitige Steckdose eingesteckt werden.
[0053] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Steckdose für das Modul
aber derart ausgebildet, dass das Modul, nicht aber ein anderer Stecker in die Steckdose
für das Modul eingesteckt werden kann.
[0054] Dies kann beispielsweise durch eine Ausnehmung an dem Stecker des Moduls ermöglicht
werden, in die im eingesteckten Zustand ein Formschlusselement, wie z.B. ein Steg
greift. Andere Stecker, insbesondere andere Euro-Stecker, werden durch das Formschlusselement
blockiert.
[0055] Weiter kann die Steckdose für das Modul mit dem USB-Ladeanschluss einen Einsteckschutz
umfassen.
[0056] Derartige Einsteckschütze sind bekannt. Diese können beispielsweise als Platte ausgebildet
sein, die die Öffnungen der Steckdose für die Kontaktstifte des Steckers verschließt.
Über eine Mechanik kann diese Platte nur dann in einen geöffneten Zustand überführt
werden, wenn in beide Öffnungen gleichzeitig ein Kontaktstift eindringt.
[0057] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Modul, welches für einen vorstehend beschriebenen
Steckdosenadapter ausgebildet ist. Insbesondere kann dieser sämtliche im Zusammenhang
mit dem Modul beschriebenen Merkmale ausweisen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0058] Der Gegenstand der Erfindung soll im Folgenden bezugnehmend auf ein Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnungen Fig. 1 bis Fig. 7 näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt in der Draufsicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Steckdosenadapters,
wobei das Modul mit dem Ladeanschluss noch nicht eingesteckt ist.
Fig. 2 zeigt den Steckdosenadapter im zusammengekoppelten Zustand.
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht.
Fig. 4 und Fig. 5 sind perspektivische Ansichten, in denen insbesondere die Rückseite
mit einem Stecker für verschiedene Steckertypen zu erkennen ist.
Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht des Steckdosengehäuses und eines anstelle
des Moduls verwendbaren Gehäuseabschlussteils.
Fig. 7 zeigt Gehäuseabschlussteil und Steckdosengehäuse im zusammengesetzten Zustand.
Bezugnehmend auf Fig. 8 bis Fig. 12 soll ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert werden.
Fig. 8 und Fig. 9 sind perspektivische Ansichten des Steckdosengehäuses.
Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht des Steckdosengehäuses mit ausgeblendeter
hinterer Gehäusewand.
Fig. 11 ist eine perspektivische Ansicht des für das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
8 bis Fig. 12 ausgebildeten Moduls mit USB-Ladeanschluss.
Fig. 12 zeigt das Modul mit abgenommenen Gehäusehinterteil.
Fig. 13 und Fig. 14 sind perspektivische Ansichten eines Steckdosenadapters, welcher
gegenüber den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen als Reisestecker für
andere Regionen ausgebildet ist.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0059] Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht auf die Vorderseite einen erfindungsgemäßen Steckdosenadapter
1.
[0060] Der Steckdosenadapter 1 besteht aus zwei miteinander koppelbaren Komponenten, nämlich
dem Steckdosengehäuse 2 und einem seitlich in das Steckdosengehäuse 2 einsteckbaren
Modul 3 mit, in diesem Ausführungsbeispiel zwei, USB-Ladeanschlüssen 6a, 6b.
[0061] Das Steckdosengehäuse 2 umfasst eine Steckdose 4, welche als Netzsteckdose ausgebildet
ist. Die Steckdose 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Schutzkontaktsteckdose,
insbesondere nach CEE 7/3, ausgebildet.
[0062] Das Steckdosengehäuse 2 besteht in der Draufsicht von vorn aus einem halbkreisförmigen
Endabschnitt, welcher stufenlos in einen rechteckigen Abschnitt übergeht.
[0063] Das Modul 3 mit dem zumindest einen Ladeanschluss 6a, 6b umfasst ein Gehäuse 5, welches
in diesem Ausführungsbeispiel in der Draufsicht von vorne im Wesentlichen halbkreisförmig
ausgebildet ist.
[0064] Das Modul 3 ist seitlich in das Steckdosengehäuse 2 einsteckbar. Durch das Einstecken
wird das Modul 3 mechanisch mit dem Steckdosengehäuse 2 verbunden und gleichzeitig
elektrisch kontaktiert, also mit der Netzspannung verbunden.
[0065] Hierzu umfasst das Modul die Kontaktstifte 7a, 7b, welche Teil eines Steckers sind
und welche in komplementäre Öffnungen des Steckdosengehäuses 2 eingesteckt werden
können (siehe Fig. 3).
[0066] Die Kontaktstifte 7a, 7b sind in einem oberen Bereich mit einer Isolierung 8a, 8b
ummantelt. So ist sichergestellt, dass die Kontaktstifte 7a, 7b erst berührt werden
können, wenn die Kontaktstifte 7a, 7b nicht mehr unter Spannung stehen.
[0067] Im zusammengesteckten Zustand ragen die Kontaktstifte 7a, 7b bis in den Bereich der
Steckdose 4 hinein und sind dort mit komplementären Anschlüssen verbunden, welche
hinter bzw. in der Steckdose 4 sitzen und so das Modul 3 mit Netzspannung versorgen.
[0068] Diese Ausgestaltung trägt zu einer kompakten Bauweise des Steckdosenadapters 1 bei.
[0069] Der Bereich der Isolierung 8a, 8b kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
zur klemmenden Verbindung des eingesteckten Moduls 3 verwendet werden.
[0070] Das Modul 3 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel noch eine Status-LED 9, welche
insbesondere zwischen den Ladeanschlüssen 6a, 6b angeordnet sein kann.
[0071] Die sich gegenüberliegenden Kontaktflächen 10a und 10b des Moduls 3 und des Steckdosengehäuses
2 sind als Ebenen ausgebildet, welche vorzugsweise die gleichen Abmessungen aufweisen
und welche sich im zusammengesteckten Zustand berühren.
[0072] So wird, wie in Fig. 2 dargestellt, im zusammengesteckten Zustand ein Steckdosenadaptergehäuse
11 ausgebildet, welches aus dem Modul 3 besteht, das übergangslos, insbesondere ohne
Stufe an der Seite und/oder auf der Vorderseite, in das Steckdosengehäuse 2 übergeht.
[0073] Im zusammengesetzten Zustand ist das Modul 3 mit Netzspannung versorgt und ein in
dem Modul 3 integrierter Spannungswandler (nicht dargestellt) versorgt die USB-Ladeanschlüsse
6a, 6b, gespeist von Netzspannung mit Kleinspannung.
[0074] So können insbesondere mobile Geräte, wie Smartphones, Tablets etc., über einen der
Ladeanschlüsse 6a, 6b mit Strom versorgt oder aufgeladen werden.
[0075] In der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 3 sind die Öffnungen 12a, 12b in der Kontaktfläche
10b des Steckdosengehäuses 2 zu erkennen, in welche die Kontaktstifte 7a, 7b des Moduls
3 eingesteckt werden.
[0076] Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht des Steckdosenadapters 1, wobei nunmehr die
Rückseite des Steckdosenadapters 1 zu sehen ist.
[0077] An der Rückseite umfasst der Steckdosenadapter einen Netzstecker 13, welcher in diesem
Ausführungsbeispiel als Steckertyp G (auch Commonwealth-Stecker genannt) ausgebildet
ist.
[0078] Der Netzstecker 13 kann als austauschbares Steckermodul 14 ausgebildet sein, welches,
wie in Fig. 5 dargestellt, gegen ein anderes Steckermodul 14 ersetzt werden kann.
In Fig. 14 umfasst der Steckdosenadapter 1 einen Netzstecker 13, welcher als Steckertyp
B ausgebildet ist.
[0079] Anstelle eines austauschbaren Steckermoduls 14 kann der Netzstecker 13 auch integraler
Bestandteil des Steckdosengehäuses 2 sein. Es versteht sich, dass bei diesem Ausführungsbeispiel
jeweils ein anderer Steckdosenadapter für unterschiedliche Steckertypen verwendet
werden muss. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist besonders von Vorteil, dass
das Modul 3 mit dem Ladeanschluss für alle unterschiedlichen Netzsteckeradapter verwendet
werden kann. So betrifft eine Ausführungsform der Erfindung auch ein Set mit zumindest
einem weiteren Steckdosengehäuse, welches einen Netzstecker eines anderen Typs aufweist.
Das Set umfasst also zumindest zwei Steckdosengehäuse mit verschiedenen Netzsteckern.
Der Nutzer kann so jeweils den für das Reiseland benötigten Adapter mit dem Modul,
welches den zumindest einen Ladeanschluss umfasst, kombinieren.
[0080] Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Ansicht, dass der Steckdosenadapter 1 insbesondere
dann, wenn das Modul mit den Ladeanschlüssen nicht benötigt wird, mit einem Gehäuseabschlussteil
15 versehen werden kann.
[0081] Das Gehäuseabschlussteil 15 kann beispielsweise plattenförmig ausgebildet sein und
umfasst in diesem Ausführungsbeispiel die Stifte 16a, 16b, welche in die Öffnungen
12a, 12b eingesetzt werden, die ansonsten dem Einführen der Kontakte des Moduls dienen.
[0082] Fig. 7 zeigt in einer perspektivischen Ansicht, wie das Gehäuseabschlussteil 15 nunmehr
mit dem Steckdosengehäuse 2 verbunden ist.
[0083] Das Gehäuseabschlussteil 15 hat abgerundete Kanten und verschließt die Öffnungen
zum Einstecken des Moduls.
[0084] Bezugsnehmend auf Fig. 8 bis Fig. 12 soll ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert werden.
[0085] Es werden im Folgenden grundsätzlich die Unterschiede gegenüber dem vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiel beschrieben, d.h. ansonsten kann dieses zweite Ausführungsbeispiel
auch sämtliche vorstehend beschriebenen Merkmale aufweisen (mit Ausnahme der beschriebenen
Unterschiede).
[0086] Fig. 8 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das Steckdosengehäuse 2, welches als
Reisestecker mit dem Netzstecker 13 ausgebildet ist.
[0087] Im Unterschied zu dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel umfasst das Steckdosengehäuse
2, vorzugsweise an seiner Oberseite, eine einzige Ausnehmung 17 für einen Stecker.
[0088] Im oberen Bereich ist die Ausnehmung 17 mit einer Stufe 18 versehen.
[0089] Diese erleichtert das Einstecken des korrespondierenden Steckers.
[0090] Wie in der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 9 zu erkennen, ist die Ausnehmung
17 Teil einer Steckdose 20.
[0091] Die Steckdose 20 ist entsprechend eines zweipoligen Euro-Steckers mit sechseckigem
Querschnitt ausgebildet.
[0092] So kann für diese Verbindung auf bekannte Komponenten zurückgegriffen werden.
[0093] Der Boden der Steckdose 20 umfasst den Steg 19, welcher in Kombination mit einer
entsprechenden Ausnehmung des Steckers des Moduls sicherstellt, dass nur das Modul,
nicht aber ein anderes Gerät mit einem Eurostecker eingesteckt werden kann.
[0094] Fig. 10 zeigt das Steckdosengehäuse 2 mit ausgeblendeter hinterer Gehäusewand sowie
ausgeblendetem Steckdosengehäuse.
[0095] Im Inneren des Steckdosengehäuses, welches keinen Spannungswandler, sondern nur Netzspannung
führende elektrische Bauteile umfasst, sind die Öffnungen zu den Kontakten der Steckdose
für das Modul mit einem Einsteckschutz 21 gesichert.
[0096] Dieser umfasst eine Mechanik, welcher die Öffnungen gegen eine Federvorspannung nur
dann freigibt, wenn gleichzeitig in beide Öffnungen ein Kontaktstift eingeführt wird.
Derartige Einsteckschütze sind dem Fachmann bekannt.
[0097] Fig. 11 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das korrespondierende Modul 3 mit
dem USB-Ladeanschluss 6a, 6b.
[0098] Das Formschlusselement 23 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Stecker 22, insbesondere
als zweipoliger Euro-Stecker 22, ausgebildet.
[0099] Die Ausnehmung 26 am Stecker 22 erlaubt das Einstecken des Steckers 22 nur in einer
Orientierung und ermöglicht, dass genau dieser Stecker 22, nicht aber ein anderer
zweipoliger Eurostecker eingesteckt werden kann.
[0100] Fig. 12 zeigt das Modul 3 mit ausgeblendeter hinterer Gehäusewand.
[0101] In dem Modul 3 ist ein Spannungswandler 24 zur Versorgung der USB-Anschlüsse 6a,
6b angeordnet.
[0102] Die Platine 25, auf welcher die entsprechenden Komponenten für den Spannungswandler
24 angeordnet sind, wird über den gegenüberliegenden Stecker 22 mit Netzspannung versorgt.
[0103] Aufgrund der Ausgestaltung als Normstecker, insbesondere Euro-Stecker, kann das Modul
3 auch autark verwendet werden, nämlich in eine bauseitige Steckdose eingesteckt werden.
[0104] Hierzu kann das Modul auch mit einem Stecker eines anderen Steckertyps, insbesondere
Steckertyp A bis I (nicht dargestellt), versehen sein.
[0105] Die seitlichen Rasthaken 27 dienen der Verbindung mit der hinteren Gehäusewand.
[0106] Fig. 13 zeigt einen entsprechenden Steckdosenadapter 1 in einer perspektivischen
Ansicht, welcher mit einem Netzstecker 13 vom Steckertyp I versehen ist, welcher insbesondere
in Australien verwendet wird.
[0107] Fig. 14 zeigt ein Steckdosenadapter mit einem NEMA-Netzstecker, wie dieser insbesondere
in den USA verwendet wird.
[0108] Durch die Erfindung konnte ein kompakt ausgebildeter und flexibel einsetzbarer Reisestecker
bereitgestellt werden.
Bezugszeichenliste:
[0109]
- 1
- Steckdosenadapter
- 2
- Steckdosengehäuse
- 3
- Modul
- 4
- Steckdose
- 5
- Gehäuse des Moduls
- 6a, 6b
- USB-Ladeanschluss
- 7a, 7b
- Kontaktstift
- 8a, 8b
- Isolierung
- 9
- Status-LED
- 10a, 10b
- Kontaktfläche
- 11
- Steckdosenadaptergehäuse
- 12a, 12b
- Öffnung
- 13
- Netzstecker
- 14
- Steckermodul
- 15
- Gehäuseabschlussteil
- 16a, 16b
- Stift
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Stufe
- 19
- Steg
- 20
- Steckdose
- 21
- Einsteckschutz
- 22
- Stecker
- 23
- Formschlusselement
- 24
- Spannungswandler
- 25
- Platine
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Rasthaken
1. Steckdosenadapter, umfassend einen Netzstecker, eine gegenüberliegende Steckdose,
wobei seitlich an einem Steckdosengehäuse ein Modul mit zumindest einem Ladeanschluss,
insbesondere einem USB-Ladeanschluss, eingesteckt ist.
2. Steckdosenadapter nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckdosenadapter als Reisestecker ausgebildet ist.
3. Steckdosenadapter nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Reisestecker ein austauschbares Steckermodul umfasst.
4. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul mit dem zumindest einen Ladeanschluss ein Netzteil für den Ladeanschluss
umfasst, welches über einen seitlich in das Steckdosengehäuse einsteckbaren Stecker
mit Strom versorgbar ist.
5. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul mit dem Ladeanschluss und das Steckdosengehäuse im Wesentlichen gleich
ausgebildete Kontaktflächen, insbesondere ausgebildet als Ebene, aufweisen.
6. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte eines Steckers des Moduls mit dem Ladeanschluss im eingesteckten Zustand
in den Bereich der Steckdose hineinragen.
7. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Ladeanschluss an einer Vorderseite des Moduls angeordnet ist.
8. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Modul und Steckdosengehäuse zu einem zweiteilig ausgebildeten Steckdosenadaptergehäuse
zusammenfügbar sind.
9. Steckdosenadapter nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul eine komplementär das Steckdosengehäuse ergänzende Form aufweist.
10. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul ein in der Draufsicht auf die Vorderseite abgerundetes Gehäuse aufweist,
insbesondere im Wesentlichen die Form eines Kreissegments hat.
11. Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul zumindest zwei nebeneinander angeordnete Ladeanschlüsse aufweist, und/oder
dass das Modul einen Stecker mit einem Formschlusselement aufweist, wobei das Steckdosengehäuse
eine korrespondierende Ausnehmung umfasst.
12. Steckdosenadapter nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Formschlusselement einen sechseckigen Querschnitt aufweist, insbesondere entsprechend
DIN VDE 0620-101, und/oder dass eine Steckdose für das Modul mit dem Ladeanschluss
einen Einsteckschutz aufweist, und/oder dass das Modul autark in eine Netzsteckdose
einsteckbar ist.
13. Modul mit einem Ladeanschluss, ausgebildet für einen Steckdosenadapter nach einem
der vorstehenden Ansprüche.
14. Set mit einem Steckdosenadapter nach einem der vorstehenden Ansprüche, weiter umfassend
ein Gehäuseabschlussteil, welches anstelle des Moduls mit dem Ladeanschluss in das
Steckdosengehäuse einsetzbar ist.
15. Set mit einem Steckdosenadapter nach Anspruch 1, 2 oder 4 bis 13, weiter umfassend
zumindest ein weiteres Steckdosengehäuse, welches einen Netzstecker eines anderen
Typs aufweist.