[0001] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit einem Verfahren zum Makulaturmanagement
von Druckprodukten mittels einer autonomen Produktionsstrecke mit zentraler Druckprodukterfassung.
[0002] Die Erfindung liegt im technischen Gebiet der Druckereilogistik.
[0003] Im Stand der Technik sind verschiedene Lösungen zur Umsetzung einer vollautomatischen
Makulaturausschleusung bekannt Eine bekannte Lösung besteht zum Beispiel darin, bedruckte
Druckbogen manuell beim ersten Durchgang mit einem fluoreszierenden Stift zu markieren.
Dieser Stift wird beim zweiten bzw. nächsten Durchgang des Druckbogens dann erkannt
und dementsprechend ein Prozess wie das Einschalten eines Gutbogenzählers im Fall
eines korrekt bedruckten Druckbogens und das Ausschleusen des Druckbogens im Fall
eines fehlerhaft bedruckten Druckbogens eingeleitet. Bei diesem Ansatz ist allerdings
beim ersten Druckdurchgang kein autonomes Drucken möglich. Der Bediener muss also
die Maschine anhalten und den Druckbogen genau an der Stelle mit einem fluoreszierenden
Stift markieren, an der Stelle an der später im Widerdruck der Sensor sitzt. Dazu
muss er den Druckbogen aus der Auslage heraus nehmen oder ihn in der Auslage markieren.
Dazu ist es erforderlich die Maschine anzuhalten, und beim Wiederanlaufen entsteht
wieder Anlaufmakulatur. Des Weiteren erfolgt auch kein Abgleich zwischen Schön- und
Widerdruck. Hier besteht das Risiko, dass einzelne Signaturen untermischt werden können.
[0004] Aus der deutschen Patentschrift
DE 10 2010 003 913 B4 ist eine Speicherung des Stapelaufbaus, in Form von Makulatur und Gutbogen, und die
Verwendung für einen zweiten Durchgang in einer Druckmaschine bekannt, einschließlich
einer Markierung der Makulatur durch eine Inkjeteinheit und Modifizierung der Palette
über ein Eingabefeld an der Maschine oder ein Terminal, zur Quittierung bzw. Eingabe
von manuell entnommen Bogen. Hier wird also Druckbogen automatisiert mit einer Inkjeteinheit
beschrieben.
[0005] Allerdings besteht hier der Nachteil, dass die Markierungseinheit nur unterscheiden
kann, ob es sich beim bedruckten Druckbogen um Makulatur handelt oder nicht.
[0006] Die deutsche Patentschrift
DE 103 49 896 B4 offenbart einen Auto-Non-Stop in der Auslage der automatisch Einrichtemakulatur und
Anlaufmakulatur von den Produktionsbogen getrennt.
[0007] Die deutsche Patentanmeldung
DE 10 2005 009 301 A1 zeigt wiederum wie ein elektronischer Speicher permanent mit dem Bedruckstoff verbunden
und mit allen beim Druck auftretenden Events beschrieben wird. Durch die Kosten für
einen elektronischen Speicher entstehen höhere Kosten wie durch eine visuell aufgebracht
ID. Des Weiteren ist ein Lesegerät erforderlich um diese Information auszulesen.
[0008] Die europäische Patentanmeldung
EP 1 939 800 A1 beschreibt wiederum eine Speicherung von Bedruckstoff und Druckinformationen, wie
der Zustand des Bogens, Informationen über Inspektions- und Messsystem, auf einem
Datenspeicher oder Speicherung auf einer Datenbank mit Zuordnung über eine ID mit
Rückführung in eine Datenbank oder ein Produktionssystem und eine entsprechende Protokollerstellung.
Des Weiteren wird eine Ortung der Position der Substratpalette offenbart.
[0009] Somit ergibt sich die Aufgabe ein Verfahren zum Makulaturmanagement von Druckprodukten
zu offenbaren, welches möglichst vollkommen autonom und damit wesentlich effizienter
als die im Stand der Technik bekannten Systeme arbeitet und zudem deren bekannte Nachteile
vermeidet.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Makulaturmanagement von Druckprodukten
in einem Bedruckstoffe verarbeitenden System, bestehend aus mindestens einem Rechner
und mindestens einer Druckmaschine, welches die Schritte Vergabe einer zentralen ID
für jedes im System zu verarbeitende Druckprodukt mittels eines Rechners, Zuordnung
von bestimmten Events zu jeder ID durch den Rechner, Bedruck von Druckprodukten in
einer Druckmaschine des Systems, Untersuchung der entsprechend bedruckten Druckprodukte
mittels eines rechnergestützten Bilderfassungssystems und abhängig davon Zuordnung
eines bestimmten Zustandes zu jedem bedruckten Druckprodukt durch den Rechner, Zuordnung
aller erfassten Zustände zu einem bestimmten Event und Auslösen eines bestimmten Events
für alle bedruckten Druckprodukte abhängig vom jeweils zugeordneten Zustand des jeweiligen
Druckproduktes und einer bestimmten Weiterverarbeitung durch den Rechner umfasst.
Grundlegend für das erfindungsgemäße Verfahren ist somit die Merkmalskette, dass eine
zentrale und eindeutige ID für jedes im System zu verarbeitende Druckprodukt vergeben
wird. Nach Erzeugung dieses Druckprodukts und entsprechender Qualitätsanalyse durch
ein Bilderfassungs-System wird diesem Druckprodukt zudem ein Zustand zugeordnet. Da
gleichzeitig jeder ID ein Set von bestimmten möglichen Events zugeordnet ist und die
Aktivierung der Events abhängig vom jeweiligen Zustand des dem der ID zugeordneten
Druckproduktes ist, sowie von der jeweiligen gewünschten Weiterverarbeitung des erzeugten
Druckproduktes, wird abhängig davon ein bestimmtes Event ausgewählt und automatisch
ausgeführt. Im einfachsten Fall bedeutet das nichts anderes als dass ein Druckprodukt
eine bestimmte ID bekommt, dieses Druckprodukt überprüft wird und z. B. als fehlerfreies
akzeptiertes Druckprodukt bewertet wird und dementsprechend für eine Weiterverarbeitung
in einer Falzmaschine freigegeben wird, zu dieser Weiterverarbeitungseinheit transportiert
und dort entsprechend bearbeitet wird. Ein alternatives Szenario wäre, dass ein erzeugtes
Druckprodukt mit seiner eindeutigen ID entsprechend als Makulatur vom Bilderfassungssystem
eingeschätzt wird und somit als ein mögliches Event die Ausschleusung als Makulatur
veranlasst wird. An die ID wird somit die Information über das Druckprodukt gekoppelt
und damit, abhängig vom Zustand, seine möglichen Weiterverarbeitungen.
[0011] Vorteilhafte und daher bevorzugte Weiterbildungen des Verfahrens ergeben sich aus
den zugehörigen Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung mit den zugehörigen Zeichnungen.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei, dass die
ID auf das jeweilige Druckprodukt mittels einer Beschreibeinheit, insbesondere einer
Inkjet-Einheit, in Form eines maschinenlesbaren Codes, insbesondere eines 1D- oder
2D-Codes, oder eines alphanumerischen Codes, aufgebracht wird. Dies sind nur die gebräuchlichsten
Möglichkeiten, wie die ID dem jeweiligen Druckprodukt zugeordnet werden kann. Alternativ
zu diesen analogen Markierungen, in denen das jeweilige Druckprodukt stets mit der
ID beschrieben wird, wäre auch eine digitale Zuordnung denkbar, in der lediglich im
Rechner bzw. im Speicher des Rechners einem abgezählten Bogen eine entsprechende ID
zugeordnet wird. Dies kompliziert jedoch das erfindungsgemäße Verfahren, da hier eine
nachgelagerte Identifizierung eines bestimmten Druckproduktes nur schwer möglich ist.
[0013] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass die IDs vom Rechner neu vergeben oder dem System extern vorgegeben werden und
sowohl die IDs als auch die zugeordneten Events und Zustände vom Rechner auf einem
lokalen Speicher des Rechners oder der Druckmaschine, einem zentralen Speicher des
Systems oder einem externen Netzwerkspeicher gesichert werden. Ob der Rechner selbst
die IDs fortlaufend, üblicherweise inkrementell, vergibt oder von einer externen Steuerung
genaue IDs entsprechend vorgegeben werden, hängt vom lokalen Einsatzort, also der
Druckerei, in welchem das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird, ab. Wichtig
ist allerdings, dass im vorliegenden System aus Rechner und Druckmaschine jederzeit
jede ID mit ihrem entsprechenden Event(s) und, falls das zugeordnete Druckprodukt
bereits qualitativ untersucht wurde, auch der entsprechende Zustand dem Rechner zur
Verfügung steht.
[0014] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass die Druckmaschine eine Bogen-Druckmaschine ist und jedem verwendeten Druckbogen
entsprechend vom Rechner eine ID zugeordnet wird. Das erfindungsgemäße Verfahren kann
am besten bei einer Bogendruckmaschine eingesetzt werden. Dennoch ist ein Einsatz
auch in anderen Formen von Druckmaschinen möglich, sofern auch bei diesen eine Separierung
in einzelne Druckprodukte, denen eindeutige IDs zugeordnet werden können, möglich
ist.
[0015] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass die Events im Falle einer Weiterverarbeitung in der Bogen-Druckmaschine das Aktivieren
eines Gutbogenzählers oder das Anhalten der Druckmaschine umfassen und im Falle einer
Weiterverarbeitung in einer separaten Weiterverarbeitungseinheit das Zuführen des
bedruckten Druckproduktes in die separate Weiterverarbeitungseinheit, die separate
Ablage des bedruckten Druckproduktes als Muster, das Anhalten der separaten Weiterverarbeitungseinheit,
sowie das Laden vorgehaltener Konfigurationsdaten für eine autonome Voreinstellung
der separaten Weiterverarbeitungseinheit umfassen und in beiden Fällen das Ausschleusen
des bedruckten Druckproduktes als Makulatur. Der erste Fall einer Weiterverarbeitung
in der Druckmaschine umfasst dabei normalerweise das Bedrucken der Rückseite des bedruckten
Druckproduktes. In diesem Fall muss im Gutfall der Gutbogenzähler inkrementiert werden
und im Schlechtfall, d. h. dass das bedruckte Druckprodukt als Makulatur vom Bilderfassungssystem
bewertet wurde, die Druckmaschine angehalten wird, da in dem Fall keine Weiterverarbeitung
in Form des Bedruckens der Rückseite möglich ist. Falls die betreffende Druckmaschine
zudem über eine interne Makulaturweiche verfügt, kann in diesem Fall kann das als
Makulatur bewertete Druckprodukt auch direkt ausgeschleust werden. Dann kann unter
Umständen auch auf ein Anhalten der Druckmaschine verzichtet werden. Des Weiteren
können als Events im Falle eines Weitertransports des bedruckten Druckproduktes in
die Weiterverarbeitungseinheit entsprechend spezifisch für diesen Fall auftretende
Aktionen als Events zugeordnet werden, wie z.B. die entsprechend genannten.
[0016] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass die Zustände der bedruckten und untersuchten Druckprodukte den Zustand einer
Einrichtemakulatur, einer Fortdruckmakulatur oder eines Gutbogens umfassen. Für den
Fall des Zustandes eines untersuchten Druckproduktes als Makulatur wird demnach zwischen
Einrichte- und Fortdruckmakulatur unterschieden, da beim Einrichten der Druckmaschine
sowieso standardmäßig eine gewisse Makulatur erzeugt wird, bis sämtliche Parameter
der Druckmaschine insbesondere hinsichtlich der Farbsteuerung den gewünschten Zielparametern
entsprechen. Die Einrichtemakulatur ist dabei somit zumindest insofern teilweise unabhängig
von der Qualitätsbewertung des Bilderfassungssystems, da eben ein gewisser Anteil
an Makulatur beim Einrichten der Druckmaschine sowieso immer auftritt, während Fortdruckmakulatur
nur dann endgültiger Zustand ist, wenn nach Abschluss des Einrichtevorgangs und nach
Beginn des eigentlichen Fortdruckens erzeugtes bedrucktes Druckprodukt vom Bilderfassungssystem
als Ausschuss bewertet wurde
[0017] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfmdungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass der zugeordnete Zustand als Gutbogen automatisch in der Zuordnung des Events
des Aktivierens des Gutbogenzählers resultiert. Dies betrifft insbesondere den Fall
einer Weiterverarbeitung in der Bogendruckmaschine, da es hier zu einem automatischen
Aktivieren des Gutbogenzählers kommen muss, sobald als Gutbogen erkannte Druckprodukte
in die Druckmaschine einlaufen. Aber auch bei einer externen Weiterverarbeitung muss
der Gutbogenzähler im Falle eines bewerteten Gutbogens entsprechend inkrementiert
werden.
[0018] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass als Weiterverarbeitung des bedruckten Druckproduktes eine Nachbearbeitung in
der Bogen-Druckmaschine, insbesondere ein Bedruck der Rückseite des Druckproduktes
oder ein zweiter Bedruckvorgang, oder eine Nachbearbeitung in einer separaten Weiterverarbeitungseinheit
des Systems, insbesondere einer Stanze, einer Rotationsstanze, einer Falzmaschine
oder einer Faltschachtelklebemaschine, erfolgt.
Die Aufzählung ist nicht auf die genannten Fälle beschränkt. Es sind auch weitere
Formen der Weiterverarbeitung möglich; jedoch sind die genannten Fälle die mit Abstand
häufigsten und wichtigsten.
[0019] Eine weitere bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei,
dass als Bilderfassungssystem ein Inline-Bilderfassungssystem verwendet wird, welches
sich in der Druckmaschine hinter einem letzten Druck- oder Lackwerk befindet. Zwar
kann auch ein externes Bilderfassungssystem für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet
werden, im Sinne einer autonomen Produktionsstrecke, die einen hohen Grad an Automatisierung
verlangt, ist jedoch ein Inline-Bilderfassungssystem zu bevorzugen.
[0020] Eine weitere Lösung der gestellten Aufgabe stellt zudem ein rechnergestütztes automatisiertes
Makulaturmanagementsystem für eine Bedruckstoffe verarbeitende Maschine eingerichter
zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der vorherigen Die Erfindung als solche
sowie konstruktiv und/oder funktionell vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
werden nachfolgend unter Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen anhand wenigstens eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In den Zeichnungen sind einander
entsprechende Elemente mit jeweils denselben Bezugszeichen versehen.
[0021] Die Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- schematisch den Aufbau eines Bilderfassungssystems
- Figur 2:
- den schematischen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens
[0022] Figur 1 zeigt ein Beispiel für ein Bilderfassungssystem 2, welches das erfindungsgemäße
Verfahren einsetzt. Es besteht aus mindestens einem Bildsensor 5, üblicherweise einer
Kamera 5, welche in die Bogen-Druckmaschine 4 integriert ist. Die mindestens eine
Kamera 5 nimmt die von der Druckmaschine 4 erzeugten Druckbilder auf und sendet die
Daten an einen Rechner 3, 6 zur Auswertung Dieser Rechner 3, 6 kann ein eigener separater
Rechner 6 sein, z.B. ein oder mehrere spezialisierte Bildverarbeitungsrechner 6, oder
auch mit dem Steuerungsrechner 3 der Druckmaschine 4 identisch sein, Mindestens der
Steuerungsrechner 3 der Druckmaschine 4 besitzt ein Display 7, auf welchem die Ergebnisse
der Bildinspektion dem Anwender 1 angezeigt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird von einer Bogen-Druckmaschine 4 ausgegangen, womit die Druckprodukte Druckbogen
9 entsprechen. Jedoch ist das erfindungsgemäße Verfahren prinzipiell bei allen Druckmaschinen
anwendbar, welche klar zu separierende Druckprodukte auf einem weiterzuverarbeitenden
Drucksubstrat erzeugen.
[0023] In Figur 2 wird nun der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens in seiner bevorzugten
Ausführugsform näher erläutert. Beim Drucken gibt dabei die Maschinensteuerung in
Form des Steuerungsrechners 3 der Druckmaschine 4 jedem Bogen 9 eine eindeutige Nummer
bzw. ID, die einzigartig in der Produktionsstrecke ist. Diese wird mittels einer Markierungseinheit
aufgebracht, welche von einer separaten Steuereinheit 8 kontrolliert wird. Dieser
Nummer werden Events zugeordnet, welche die Maschinensteuerung 3 generiert. Bei einem
nachgelagerten Prozess wird die Nummer automatisch ausgelesen und dementsprechend
automatische Prozesse angestoßen. Diese umfassen zum Beispiel das Einschalten des
Gutbogenzählers im Widerdruck oder das Ausschleusen von fehlerhaften Druckbögen oder
Nutzen im nachgelagerten Prozess, wie einer Falzmaschine durch die Steuereinheit dieses
Postpresssystems 10.
[0024] Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren noch einmal näher anhand verschiedener
Szenarien erläutert. Bei Bogeneinzug wird grundsätzlich für jeden Druckbogen 9 eine
eindeutige ID generiert. Diese kann durch den Steuerungsrechner 3 der Druckmaschine
4 erzeugt und dann an die Steuereinheit der Markierungseinheit 8 übermittelt werden.
Alternativ kann auch der Steuerungsrechner der Markierungseinheit 8 selbst die ID
erstellen und diese dann an die Steuereinheit 3 der Druckmaschine 4 übermitteln. Weitere
Alternative ist die Vorgabe der ID durch ein zentrales Produktionssystem 11 mittels
einer Datenbank und Übertragung an die Steuereinheit 3 der Druckmaschine 4 und anschließend
von dieser an die Steuereinheit der Markierungseinheit 8. Die ID kann hierbei eine
fortlaufende Nummer oder eine willkürlich generierte Nummer sein.
[0025] Über eine Markierungseinheit, wie zum Beispiel eine Inkjeteinheit am Bogeneinzug,
wird diese eindeutige ID auf aufgetragen. Alternativ kann diese Markierungseinheit
auch an einer anderen Position in der Druckmaschine 4 angebracht sein. Die ID kann
in Form einer alphanumerischen Nummer die elektronisch lesbar ist, z.B. über OCR,
aufgetragen werden. In einer alternativen Ausführung kann auch ein maschinenlesbarer
1D- oder 2D-Codes, z.B. ein Barcode oder ein QR-Code, verwendet werden.
[0026] Falls auf dem Bogen 9 schon eine ID vorhanden ist, wird diese mittels der Kamera
des Bilderfassungssensors eingelesen, vom Steuerungsrechner 3 der Druckmaschine 4
oder vom Bildverarbeitungsrechner 6 überprüft und entsprechend von diesen verarbeitet,
sodass keine Neugenerierung einer ID für diesen Bogen notwendig ist.
[0027] Mittels des Inline-Bilderfassungssystems 2 der Druckmaschine 4 und/oder zusätzlicher
Farb- und Qualitätsmesssysteme in der Druckmaschine 4 welche den Zustand aktuell verarbeiteter
Druckbogen 9 bewerten, werden diese entsprechenden Zustände dann vom Steuerungsrechner
3 der Druckmaschine 4 der zugehörigen ID des jeweiligen Druckbogens 9 zugewiesen.
Diese entsprechen bestimmten Eigenschaften, welche durch die Konfiguration und die
Voreinstellung der Maschinensteuerung 3 und Erkennen von Merkmalen und Abgleich mit
einer vorher definierten Toleranz Eigenschaften wie:
- Einrichtemakulatur - also Druckbogen 9, die benötigt werden um zu Beginn die Soll
Parameter zu erreichen
- Fortdruckmakulatur - also Druckbogen 9, deren Bildqualität innerhalb der Produktionsphase
außerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegt
- Gutbogen - Druckbogen 9, die innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegen
[0028] Diese Eigenschaft modifiziert automatische die Bogen-Zählvorrichtung, sodass die
geforderte Menge an Bogen 9 produziert wird.
[0029] Als Ergänzung kann die Druckmaschinensteuerung 3 weitere Parameter und Einstellungen
erhalten, die engere Toleranzen setzen um zu ermitteln, welche Druckbogen 9 keine
oder fast keine Abweichungen aufweisen. Diese erhalten ein weiteres Merkmal, Musterbogen,
und können im nachgelagerten Postpressprozess automatisch über eine separate Produktionsstrecke
ausgeschleust und separat behandelt werden. Bei Abweichungen zu einer Referenz wird
die Ist-Abweichung dokumentiert, sodass nachträglich Schwellwerte konfiguriert werden
können und somit eine Modifizierung der Eigenschaften jedes einzelnen Bogens 9 erlaubt.
Wenn mehrere Nutzen, bzw. Elemente auf einem Druckbogen 9 sind, wird die Position,
bzw. die Nutzennummer der Abweichung mit dokumentiert, sodass eine nachträgliche und
eindeutige Identifizierung möglich ist. Des Weiteren werden noch alle weiteren jobspezifischen
Daten dieser ID zugewiesen. Dies können zum Beispiel Auftragsnummer, Arbeitsgang,
Signatur, Schön oder Widerdruckseite, Sprache etc. sein.
[0030] Die eindeutige ID mit den gesamten Informationen wird dann in einem Datenspeicher
ab- bzw zwischengespeichert werden.
[0031] Als Datenspeicher geeignet sind Speicher wie:
- Lokal auf dem Steuerungsrechner 3 der Druckmaschine 4
- Zentral im Produktionssystem 11
- Global in einer Cloud oder Ähnlichem
[0032] Diese gesamten Daten werden im Nachgang für verschiedene Einsatzzwecke und hiervon
abhängige Verfahren verwendet.
[0033] Ein möglicher bevorzugter Einsatzzweck ein zweiter Druckdurchgang eines bedruckten
Bogens 9 in derselben Druckmaschine 4. Bei einem solchen zweiten Durchgang wird die
gleiche Druckseite erneut bedruckt. Hierzu wird in der Druckmaschine 4 mittels einer
Sensoreinrichtung am Bogeneinzugsbereich, in einem Druck- oder Lackierwerk oder integriert
in ein Farb- und Qualitätsmesssystem 2 die Bogen-ID eingelesen. In der Produktion
wird dann durch Signale in der Produktion die Information hinter der zugehörigen ID
erweitert. Beispielsweise wird dabei ein Druckbogen 9 der vorher als Gutbogen gewertet
wurde, später bei erkennen einer Abweichung als Fortdruckmakulatur gewertet werden.
Des Weiteren werden auch noch die neuen Farb- und Qualitätsinformationen dem Druckbogen
9, bzw. seiner gespeicherten ID zugewiesen.
[0034] Als nächster Schritt werden beim Einrichten eines Auftrags anhand der gespeicherten
Information hinter der ID automatisch Events an der Druckmaschine 4 eingeleitet. Diese
umfassen zum Beispiel;
- Automatisches Aktivieren des Gutbogenzähler, sobald Gutbogen in die Druckmaschine
4 einlaufen,
- Anhalten der Druckmaschine 4, wenn die benötigen Referenzwerte noch nicht erreicht
sind, damit aus dem ersten Druckdurchgang keine Gutbogen für das Einrichten verwendet
und im Anschluss die vorgegebene Auflage nicht mehr erreicht wird.
[0035] Als Ergänzung erfolgt noch eine Kontrolle über die Plausibilität um sicherzustellen,
dass es sich um den gleichen Auftrag, wie aus dem ersten Durchgang handelt, wodurch
eine Untermischung verschiedenster Druckbogen 9, Aufträge und Sprachen entsteht.
[0036] Ein weiterer, bevorzugter Einsatzzweck ist der Widerdruck bei Geradeausdruckmaschinen.
Hier wird bei einem zweiten Durchgang die andere Druckseite bzw. Rückseite des Druckbogens
9 bedruckt. Dabei wird auch hier in der Druckmaschine 4 mittels der Sensoreinrichtung,
die am Bogeneinzugsbereiche auf der unteren gegenüberliegenden Seite angebracht ist,
die ID eingelesen. In der Produktionsphase der Druckmaschine 4 wird die Information
hinter der zugehörigen ID erweitert. Beispielsweise wird ein Druckbogen 9 der vorher
als Gutbogen gewertet wurde, bei erkennen einer Abweichung als Fortdrückmakulatur
gewertet. Des Weiteren werden auch hier die neuen Farb- und Qualitätsinformationen
dem Druckbogen 9, bzw. der gespeicherten ID zugewiesen. Als Ergänzung kann nochmals
auf der anderen Bogenseite eine weitere ID aufgedruckt werden, welche durch den Steuerungsrechner
3 der Druckmaschine 4 mit der vorangegangen ID kombiniert wird. Dann werden im nächsten
Schritt beim Einrichten eines Auftrags anhand der Information hinter der ID automatisch
bestimmte Events an der Druckmaschine 4 eingeleitet Diese umfassen hier:
- Automatisches Aktivieren des Gutbogenzähler, sobald Gutbogen in die Druckmaschine
4 einlaufen,
- Anhalten der Druckmaschine 4, wenn die benötigen Referenzwerte noch nicht erreicht
sind, womit aus dem ersten Druckdurchgang keine Gutbogen für das Einrichten verwendet
und im Anschluss die vorgegeben Auflage nicht mehr erreicht wird.
[0037] Alternativ oder als Ergänzung erfolgi noch die Kontrolle über die Plausibillität.
[0038] Der dritte bevorzugte Einsatzzweck besteht darin, von der Druckmaschinensteuerung
3 generierte Information über das zentrale Produktionssystem 11 oder Cloud an eine
nachgelagerte Produktionseinheit zu übertragen. Dabei kommen eine Stanze, ein Rotationsstanze,
eine Falzmaschine oder eine Faltschachtelklebemaschine in Frage.
[0039] Auch hier wird bei Bogeneinzug über eine angebrachte Sensoreinheit die bogenspezifische
ID ausgelesen und mit den zuvor generierten Daten abgeglichen. Durch die Information
die der aktuelle Druckbogen 9 dann beinhaltet, wird dementsprechend vom Steuerungsrechner
3 ein Event eingeleitet, was mit dem jeweiligen Druckbogen 9 passiert
[0040] Als Events kommen dabei in Frage:
- Das Entsorgen von Makulatur über eine Ausschleusung oder eine separate Ausgabestrecke
- Das Zuführen des Gutbogens zur Produktionsstrecke für die nachgelagerte Produktionseinheit
- Die separate Ablage für Muster, falls ein direkter Versand an den Kunden oder die
Ablage in ein Archiv notwendig ist
- Das Stoppen der Produktionseinheit bei nicht plausiblen Jobdaten, damit eine Untermischung
verhindert wird
- Das Laden von jobspezifischen Preset-Daten, für eine autonome Voreinstellung der nachgelagerten
Produktionseinheit.
[0041] Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für verschiedene Druckbogen 9, bzw. die ihnen
zugeordneten IDs samt der hinterlegten Information.
| Bogen-ID |
Auftragsnummer |
Signatur |
Auftragsname |
Schöndruck/Widerdruck |
Makulanu/Gutbogen |
Farbabweichung gegen Referenz |
Druckqualität/Druckfohlor in Nutzen |
| 123522 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Gutbogen |
Delta E 2 |
kein Fehler |
| 123523 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Gutbogen |
Delta E 2 |
kein Fehler |
| 123524 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Gutbogen |
Delta E 2 |
kein Fehler |
| 123525 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Makulatur |
Delta E 2 |
in Nutzen 3 |
| 123526 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Makulatur |
Delta E 2 |
in Nutzen 3 |
| 123527 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Gutbogen |
Delta E 2 |
kein Fehler |
| 123528 |
99855 |
1 |
Ibuprofen |
Schön |
Gutbogen |
Delta E 2 |
kein Fehler |
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Anwender
- 2
- Bilderfassungssystem
- 3
- Steuerungsrechner der Druckmaschine
- 4
- Druckmaschine
- 5
- Bildsensor
- 6
- Bildverarbeitungsrechner
- 7
- Display
- 8
- Steuereinheit der Markierungseinheit
- 9
- Druckbogen mit ID
- 10
- Steuereinheit Postpress
- 11
- zentrales Produktionssystem
1. Verfahren zum Makulaturmanagement von Druckprodukten (9) in einem Bedruckstoffe verarbeitenden
System, bestehend aus mindestens einem Rechner (3, 8, 10) und mindestens einer Druckmaschine
(4), die folgenden Schritte umfassend:
• Vergabe einer zentralen ID für jedes im System zu verarbeitende Druckprodukt (9)
mittels eines Rechners,
• Zuordnung von bestimmten Events zu jeder ID durch den Rechner (3, 8, 10)
• Bedrucken von Druckprodukten (9) in einer Druckmaschine (4) des Systems
• Untersuchung der entsprechend bedruckten Druckprodukte (9) mittels eines rechnergestützten
Bilderfassungssystems (2) und abhängig davon Zuordnung eines bestimmten Zustandes
zu jedem bedruckten Druckprodukt (9) durch den Rechner (3,8, 10)
• Zuordnung aller erfassten Zustände zu jeweils einem bestimmten Event
• Auslösen des bestimmten Events für alle bedruckten Druckprodukte (9) abhängig vom
jeweils zugeordneten Zustand des jeweiligen Druckproduktes (9) und einer bestimmten
Weiterverarbeitung durch den Rechner (3, 8, 10)
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ID auf das jeweilige Druckprodukt (9) mittels einer Markierungseinheit, insbesondere
einer Inkjet-Einheit, in Form eines maschinenlesbaren Codes, insbesondere eines ID-
oder 2D-Codes, oder eines alphanumerischen Codes, aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die IDs vom Rechner (3, 8, 10) neu vergeben oder dem System extern vorgegeben werden
und sowohl die IDs als auch die zugeordneten Events und Zustände vom Rechner (3, 8,
10) auf einem lokalen Speicher des Rechners (3, 8, 10) oder der Druckmaschine (4),
einem zentralen Speicher des Systems oder einem externen Netzwerkspeicher gesichert
werden
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckmaschine (4) eine Bogen-Druckmaschine (4) ist und jedem verwendeten Druckbogen
(9) entsprechend vom Rechner (3, 8, 10) eine ID zugeordnet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Events im Falle einer Weiterverarbeitung in der Bogen-Druckmaschine (4) das Aktivieren
eines Gutbogenzählers oder das Anhalten der Druckmaschine (4) umfassen und im Falle
einer Weiterverarbeitung in einer separaten Weiterverarbeitungseinheit das Zuführen
des bedruckten Druckproduktes (9) in die separate Weiterverarbeitungseinheit, die
separate Ablage des bedruckten Druckproduktes (9) als Muster, das Anhalten der separaten
Weiterverarbeitungseinheit, sowie das Laden vorgehaltener Konfigurationsdaten für
eine autonome Voreinstellung der separaten Weiterverarbeitungseinheit umfassen und
in beiden Fällen das Ausschleusen des bedruckten Druckproduktes (9) als Makulatur.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zustände der bedruckten und untersuchten Druckprodukte (9) den Zustand einer
Einrichtemakulatur, einer Fortdruckmakulatur oder eines Gutbogens umfassen
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zugeordnete Zustand als Gutbogen automatisch in der Zuordnung des Events des
Aktivierens des Gutbogenzählers resultiert.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Weiterverarbeitung des bedruckten Druckproduktes (9) eine Nachbearbeitung in
der Bogen-Druckmaschine (4), insbesondere ein Bedruck der Rückseite des Druckproduktes
(9) oder ein zweiter Bedruckvorgang, oder eine Nachbearbeitung in einer separaten
Weiterverarbeitungseinheit des Systems, insbesondere einer Stanze, einer Rotationsstanze,
einer Falzmaschine oder einer Faltschachtelklebemaschine, erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Bilderfassungssystem (2) ein Inline-Bilderfassungssystem (2) verwendet wird,
welches sich in der Druckmaschine (4) hinter einem letzten Druck- oder Lackwerk befindet.
10. Rechnergestütztes automatisiertes Makulaturmanagementsystem für eine Bedruckstoffe
verarbeitende Maschine, eingerichtet zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der
vorherigen Ansprüche.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Makulaturmanagement von Druckprodukten (9) in einem Bedruckstoffe verarbeitenden
System, bestehend aus mindestens einem Rechner (3, 8, 10) und mindestens einer Druckmaschine
(4), welches die Schritte Vergabe einer zentralen ID für jedes im System zu verarbeitende
Druckprodukt (9) mittels eines Rechners, Zuordnung von bestimmten Events zu jeder
ID durch den Rechner (3, 8, 10), Bedrucken von Druckprodukten (9) in einer Druckmaschine
(4) des Systems, Untersuchung der entsprechend bedruckten Druckprodukte (9) mittels
eines rechnergestützten Bilderfassungssystems (2) und abhängig davon Zuordnung eines
bestimmten Zustandes zu jedem bedruckten Druckprodukt (9) durch den Rechner (3, 8,
10), Zuordnung aller erfassten Zustände zu jeweils einem bestimmten Event und Auslösen
des bestimmten Events für alle bedruckten Druckprodukte (9) abhängig vom jeweils zugeordneten
Zustand des jeweiligen Druckproduktes (9) und einer bestimmten Weiterverarbeitung
durch den Rechner (3, 8, 10) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckmaschine (4) eine Bogen-Druckmaschine (4) ist und jedem verwendeten Druckbogen
(9) entsprechend vom Rechner (3, 8, 10) eine ID zugeordnet wird, die Events im Falle
einer Weiterverarbeitung in der Bogen-Druckmaschine (4) das Aktivieren eines Gutbogenzählers
oder das Anhalten der Druckmaschine (4) umfassen und im Falle einer Weiterverarbeitung
in einer separaten Weiterverarbeitungseinheit das Zuführen des bedruckten Druckproduktes
(9) in die separate Weiterverarbeitungseinheit, die separate Ablage des bedruckten
Druckproduktes (9) als Muster, das Anhalten der separaten Weiterverarbeitungseinheit,
sowie das Laden vorgehaltener Konfigurationsdaten für eine autonome Voreinstellung
der separaten Weiterverarbeitungseinheit umfassen und in beiden Fällen das Ausschleusen
des bedruckten Druckproduktes (9) als Makulatur.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ID auf das jeweilige Druckprodukt (9) mittels einer Markierungseinheit, insbesondere
einer Inkjet-Einheit, in Form eines maschinenlesbaren Codes, insbesondere eines 1D-
oder 2D-Codes, oder eines alphanumerischen Codes, aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die IDs vom Rechner (3, 8, 10) neu vergeben oder dem System extern vorgegeben werden
und sowohl die IDs als auch die zugeordneten Events und Zustände vom Rechner (3, 8,
10) auf einem lokalen Speicher des Rechners (3, 8, 10) oder der Druckmaschine (4),
einem zentralen Speicher des Systems oder einem externen Netzwerkspeicher gesichert
werden
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zustände der bedruckten und untersuchten Druckprodukte (9) den Zustand einer
Einrichtemakulatur, einer Fortdruckmakulatur oder eines Gutbogens umfassen.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zugeordnete Zustand als Gutbogen automatisch in der Zuordnung des Events des
Aktivierens des Gutbogenzählers resultiert.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Weiterverarbeitung des bedruckten Druckproduktes (9) eine Nachbearbeitung in
der Bogen-Druckmaschine (4), insbesondere ein Bedruck der Rückseite des Druckproduktes
(9) oder ein zweiter Bedruckvorgang, oder eine Nachbearbeitung in einer separaten
Weiterverarbeitungseinheit des Systems, insbesondere einer Stanze, einer Rotationsstanze,
einer Falzmaschine oder einer Faltschachtelklebemaschine, erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Bilderfassungssystem (2) ein Inline-Bilderfassungssystem (2) verwendet wird,
welches sich in der Druckmaschine (4) hinter einem letzten Druck- oder Lackwerk befindet.
8. Rechnergestütztes automatisiertes Makulaturmanagementsystem für eine Bedruckstoffe
verarbeitende Maschine, eingerichtet zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der
vorherigen Ansprüche.