[0001] Die Erfindung betrifft Wärmeisolationsbehälter für den Transport gemäß dem unabhängigen
Anspruch.
[0002] Es sind Wärmeisolationsbehälter bekannt, welche durch ein Schaumformteil gebildet
sind. Dabei kann wird das Schaumformteil durch Ausschäumen eines Schäummaterials in
einem Formwerkzeug in eine gewünschte Form gebracht. Solche Wärmeisolationsbehälter
weisen oft die Form einer Transportbox auf, um temperatursensible Transportgüter,
wie beispielsweise Lebensmittel oder Medikamente, temperaturgeführt zu transportieren.
[0004] Es ist insbesondere aus der
PCT/EP2014/065465 ein Herstellungsverfahren für Schaumformteile bekannt, welche durch das Einfüllen
und anschließende Aufschäumen des Schäummaterials in eine Verpackungshülle, welche
in das Formwerkzeug eingelegt wird, gebildet wird. Dabei füllt das Schäummaterial
einen durch die Verpackungshülle umschlossenen und durch das Formwerkzeug vorgegebenen
Hohlraum aus. Das so gebildete Schaumformteil bildet im Fall der Anwendung als Wärmeisolationsbehälter
die Außenwand einer einseitig geöffneten Transportbox.
[0005] Da solche Schaumformteile aus dem Stand der Technik zum Transport temperatursensibler
Transportgüter keinen oder keinen geeignet ausgebildeten Isolationsdeckel umfassen,
ist die Isolationswirkung nur unzureichend gewährleistet.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung einen Wärmeisolationsbehälter für den Transport
bereitzustellen, der die Nachteile aus dem Stand der Technik überwindet, indem ein
Wärmeisolationsbehälter für den Transport bereitgestellt wird, welcher einen Isolationsdeckel
umfasst.
[0007] Die Aufgabe wird durch den Wärmeisolationsbehälter für den Transport gemäß dem unabhängigen
Anspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden den Gegenstand der jeweiligen
Unteransprüche.
[0008] Die Erfindung umfasst einen Wärmeisolationsbehälter für den Transport umfassend ein
Schaumformteil, welches Schaumformteil einen Behälterraum mit einer Behälter-Öffnung
bildet. Ferner umfasst der Wärmeisolationsbehälter eine Außenhülle, welche Außenhülle
eine Schaumformteil-Außenseite vollständig umgibt. Weiterhin umfasst der Wärmeisolationsbehälter
eine Innenhülle, die eine Schaumformteil-Innenseite vollständig umgibt. Dabei ist
die Außenhülle mit der Innenhülle entlang einer Außenkontur derart wärmeblockend verbunden,
dass die Entstehung einer Wärmebrücke von der Außenhülle zur Innenhülle vermieden
wird.
[0009] Nach einem vorteilhaften Aspekt umfasst der Wärmeisolationsbehälter einen Isolationsdeckel,
welcher an der Behälter-Öffnung anordenbar ist.
[0010] Nach einem bevorzugten Aspekt umfasst der Isolationsdeckel ein Vakuumisolationspaneel.
In einer auf der Behälter-Öffnung angeordneten Position des Isolationsdeckels kann
das Vakuumisolationspaneel dabei die gesamte Behälter-Öffnung bedecken, um eine gute
Isolation des Behälterraums zu gewährleisten. Ein Vakuumisolationspaneel hat dabei
eine Wärmeleitfähigkeit von weniger als 8 mW/mK, in besondere weniger als 4 mW/mK.
[0011] Bevorzugt ist ein Wärmeisolationsbehälter, wobei das Schaumformteil mindestens ein
Vakuumisolationspaneel umfasst. Das mindestens eine Vakuumisolationspaneel kann dabei
vollständig innerhalb des Schaumformteils eingeschäumt sein. Ein Vakuumisolationspaneel
hat dabei eine Wärmeleitfähigkeit von weniger als 8 mW/mK, insbesondere weniger als
4 mW/mK.
[0012] Weiterhin bevorzugt ist ein Wärmeisolationsbehälter, wobei die Außenhülle eine Diffusionsbarrierefolie
umfasst. Die Diffusionsbarrierefolie umgibt die Schaumformteil-Außenseite vollständig
und bildet dabei eine Diffussionsbarriere für die von dem Schaumformteil eingeschlossenen
Gase.
[0013] Vorteilhaft ist ein Wärmeisolationsbehälter, wobei die Innenhülle eine Diffusionsbarrierefolie
umfasst. Die Diffusionsbarrierefolie umgibt die Schaumformteil-Innenseite vollständig
und bildet dabei eine Diffussionsbarriere für die von dem Schaumformteil eingeschlossenen
Gase.
[0014] Besonders vorteilhaft ist, wenn die Außenhülle eine Verpackungs-Schicht umfasst,
die die Diffusionsbarrierefolie umgibt. Die Verpackungs-Schicht schützt die Isolations-Schicht
beim Transport vor Beschädigung.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn die Diffusionsbarrierefolie eine metallbeschichtete Kunstofffolie
oder Aluminiumfolie oder Aluminiumverbundfolie oder oxidbeschichtete Kunstofffolie
oder eine Kombination oder Schichtung dieser Folien umfasst. Die metallbeschichtete
Kunstofffolie kann dabei eine mit Aluminium bedampfte biaxial orientierte Polyester-Folie
(BOPET) oder eine mit Aluminium bedampfte Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer-Folie (EVOH)
oder eine Kombination dieser Folien umfassen. Die Aluminiumverbundfolie kann dabei
eine gewalzte Aluminiumfolie umfassen. Die oxidbeschichtete Kunstofffolie kann dabei
Aluminiumoxid (AlO
x) und/oder Siliziumoxid (SiO
x) umfassen. Die metallbeschichtete Kunstofffolie, die Aluminiumfolie, Aluminiumverbundfolie
und die oxidbeschichtete Kunstofffolie können dabei alleine oder in beliebiger Kombination
und beliebiger Schichtung kombiniert werden, um die Diffusionsbarrierefolie zu bilden.
[0016] Nach einem vorteilhaften Aspekt umfasst die Verpackungs-Schicht Karton. Die Verpackungs-Schicht
kann vollständig aus Karton gebildet sein, um ein niedriges Gewicht des Wärmeisolationsbehälters
für den Transport zu gewährleisten.
[0017] Ein Verfahren zur Herstellung eines Wärmeisolationsbehälters umfasst die Schritte:
- A) Bereitstellen einer Außenhülle und eines ersten Formwerkzeugs für die Außenhülle;
- B) Positionieren der Außenhülle an dem ersten Formwerkzeug;
- C) Bereitstellen einer Innenhülle und eines zweiten Formwerkzeugs für die Innenhülle;
- D) Positionieren der Innenhülle an dem zweiten Formwerkzeug;
- E) Positionieren der Innenhülle in die Außenhülle;
- F) Einfüllen eines schaumbildenden Mittels in einen zwischen Innenhülle und Außenhülle
gebildeten Zwischenraum;
- G) Bilden des Schaumformteils durch vollständiges Ausschäumen des Zwischenraums;
- H) Entnehmen des Schaumformteils mit Innenhülle und mit Außenhülle.
[0018] Bevorzugterweise umfasst das Verfahren zur Herstellung eines Wärmeisolationsbehälters
den Schritt:
J) Bereitstellen des Isolationsdeckels; und
K) Bereitstellen eines Vakuumisolationspaneels und Anordnen des Vakuumisolationspaneels
innerhalb des zwischen Innenhülle und Außenhülle gebildeten Zwischenraums.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den beigefügten Zeichnungen dargestellten
Beispiele näher erläutert. Identische Bezugszeichen betreffen die gleichen Merkmale
in allen Figuren.
[0020] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht eines Wärmeisolationsbehälters; und
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht einer Außenhülle.
[0021] Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Wärmeisolationsbehälters 1. Der Wärmeisolationsbehälter
1 für den Transport umfasst ein Schaumformteil 2, welches Schaumformteil 2 einen Behälterraum
3 mit einer Behälter-Öffnung 31 umgibt. Ferner umfasst der Wärmeisolationsbehälter
1 eine Außenhülle 4, welche Außenhülle 4 eine Schaumformteil-Außenseite 21 vollständig
umgibt. Weiterhin umfasst der Wärmeisolationsbehälter 1 eine Innenhülle 5, welche
Innenhülle 5 eine Schaumformteil-Innenseite 22 vollständig umgibt. Außerdem umfasst
der Wärmeisolationsbehälter 1 einen Isolationsdeckel 6, welcher an der Behälter-Öffnung
31 angeordnet ist.
[0022] Im gezeigten Beispiel umfasst der Isolationsdeckel 6 ein Vakuumisolationspaneel 7.
Dabei ist das Vakuumisolationspaneel 7 derart am Isolationsdeckel 6 angeordnet, um
in der gezeigten, auf der Behälter-Öffnung 31 angeordneten, Position des Isolationsdeckels
6 die gesamte Behälter-Öffnung 31 zu bedecken. Dies gewährleistet eine gute Isolation
des Behälterraums 3. Das gezeigte Vakuumisolationspaneel 7 hat dabei eine Wärmeleitfähigkeit
von weniger als 8 mW/mK, insbesondere weniger als 4 mW/mK.
[0023] Der gezeigte Wärmeisolationsbehälter 1 umfasst ein Schaumformteil 7, welches Schaumformteil
2 ein Vakuumisolationspaneel 7 umfasst. Das Vakuumisolationspaneel 7 ist dabei vollständig
innerhalb des Schaumformteils 2 eingeschäumt. Das Vakuumisolationspaneel 7 hat dabei
eine Wärmeleitfähigkeit von weniger als 8 mW/mK, insbesondere weniger als 4 mW/mK.
[0024] Die Außenhülle 4 umfasst im gezeigten Beispiel eine Diffusionsbarrierefolie 41. Die
Diffusionsbarrierefolie 41 umgibt dabei die Schaumformteil-Außenseite 21 vollständig
und bildet dabei eine Diffussionsbarriere für die von dem Schaumformteil 2 eingeschlossenen
Gase.
[0025] Die Innenhülle 5 umfasst im gezeigten Beispiel ebenfalls eine Diffusionsbarrierefolie
41, welche die Schaumformteil-Innenseite 22 vollständig umgibt und dabei eine Diffussionsbarriere
für die von dem Schaumformteil 2 eingeschlossenen Gase bildet.
[0026] Die Außenhülle 4 ist mit der Innenhülle 5 entlang einer Außenkontur 51 der Innenhülle
5 wärmeblockend verbunden. Dabei ist die Außenhülle 4 mit der Innenhülle 5 derart
wärmeblockend verbunden, um die Entstehung einer Wärmebrücke von der Außenhülle 4
zur Innenhülle 5 zu vermeiden. Die Außenkontur 51 kann auch an der Innenseite angeordnet
sein.
[0027] Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittansicht einer beispielhaften Außenhülle 4. Die gezeigte
Außenhülle 4 umfasst eine Diffusionsbarrierefolie 41, und ferner eine Verpackungs-Schicht
42. Die gezeigte Diffusionsbarrierefolie 41 ist eine Aluminiumverbundfolie. Weiterhin
ist die Verpackungs-Schicht 42 aus Karton gebildet, um ein niedriges Gewicht des Wärmeisolationsbehälters
1 für den Transport zu gewährleisten. Die Verpackungs-Schicht 42 schützt die Diffusionsbarrierefolie
41 beim Transport vor Beschädigung. Erfindungsgemäße Ausgestaltungen der Diffusionsbarrierefolie
41 umfassen eine metallbeschichtete Kunstofffolie oder Aluminiumfolie oder oxidbeschichtete
Kunstofffolie oder eine Kombination oder Schichtung dieser Folien. Die metallbeschichtete
Kunstofffolie kann dabei eine mit Aluminium bedampfte biaxial orientierte Polyester-Folie
(BOPET) oder eine mit Aluminium bedampfte Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer-Folie (EVOH)
oder eine Kombination dieser Folien umfassen. Die oxidbeschichtete Kunstofffolie kann
dabei Aluminiumoxid (AlO
x) und/oder Siliziumoxid (SiO
x) umfassen. Die metallbeschichtete Kunstofffolie, die Aluminiumfolie, Aluminiumverbundfolie
und die oxidbeschichtete Kunstofffolie können dabei alleine oder in beliebiger Kombination
und beliebiger Schichtung kombiniert werden, um die Diffusionsbarrierefolie zu bilden.
1. Wärmeisolationsbehälter (1) für den Transport umfassend ein Schaumformteil (2), welches
Schaumformteil (2) einen Behälterraum (3) mit einer Behälter-Öffnung (31) umgibt,
ferner umfassend eine Außenhülle (4), welche Außenhülle (4) eine Schaumformteil-Außenseite
(21) vollständig umgibt, weiterhin umfassend eine Innenhülle (5), welche Innenhülle
(5) eine Schaumformteil-Innenseite (22) vollständig umgibt, wobei die Außenhülle (4)
mit der Innenhülle (5) entlang einer Außenkontur (51) wärmeblockend verbunden sind.
2. Wärmeisolationsbehälter (1) nach Anspruch 1 umfassend einen Isolationsdeckel (6),
welcher an der Behälter-Öffnung (31) anordenbar ist.
3. Wärmeisolationsbehälter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Isolationsdeckel
(6) ein Vakuumisolationspaneel (7) umfasst.
4. Wärmeisolationsbehälter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Schaumformteil
(2) mindestens ein Vakuumisolationspaneel (7) umfasst.
5. Wärmeisolationsbehälter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Außenhülle
(4) eine Diffusionsbarrierefolie (41) umfasst.
6. Wärmeisolationsbehälter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Innenhülle
(5) eine Diffusionsbarrierefolie (41) umfasst.
7. Wärmeisolationsbehälter (1) nach Anspruch 5, wobei die Außenhülle (4) eine Verpackungs-Schicht
(42) umfasst, welche Verpackungs-Schicht (42) die Diffusionsbarrierefolie (41) umgibt.
8. Wärmeisolationsbehälter (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 5 bis 7, wobei
die Diffusionsbarrierefolie (41) eine metallbeschichtete Kunstofffolie oder Aluminiumfolie
oder Aluminiumverbundfolie oder oxidbeschichtete Kunstofffolie oder eine Kombination
oder Schichtung dieser Folien umfasst.
9. Wärmeisolationsbehälter (1) nach Anspruch 7, wobei die Verpackungs-Schicht (42) Karton
umfasst.