[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein vorgefertigtes Hauswandelement mit reihenförmig
aufeinandergesetzten Schalungssteinen, welche Hohlräume und Durchgangsöffnungen zum
wenigstens teilweisen Befüllen von Schalungssteinen durch benachbarte Schalungssteine
mit Vergussmaterial aufweisen, ein Verfahren zum Herstellen des Hauswandelements sowie
ein Verfahren zum Herstellen eines Teils eines Gebäudes mit dem Hauswandelement.
[0002] Aus der
EP 2 181 227 B1 ist ein vorgefertigtes Verbundwandelement mit wenigstens zwei Wandscheiben aus reihenförmig
aufeinandergesetzten Schalungssteinen bekannt, die mittels PUR-Schaum miteinander
sowie punktuell mit einem plattenförmigen Dämm- oder Wandverkleidungselement verklebt
sind.
[0003] Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit des Verbundwandelements erstreckt sich ein Verbindungsprofil
entlang einer unteren Reihe der Schalungssteine der beiden Wandscheiben.
[0004] Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes
Hauswandelement zur Verfügung zu stellen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Hauswandelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Ansprüche 12, 14 stellen ein Verfahren zum Herstellen eines hier beschriebenen Hauswandelements
bzw. ein Verfahren zum Herstellen eines Teils eines Gebäudes mit einem oder mehreren
hier beschriebenen Hauswandelementen unter Schutz. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte
Weiterbildungen.
[0006] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein Hauswandelement reihenförmig
aufeinandergesetzte Schalungssteine mit Hohlräumen und Durchgangsöffnungen zum teilweisen
oder vollständigen Be-, insbesondere Verfüllen von Schalungssteinen durch benachbarte,
insbesondere in Reihenlängsrichtung benachbarte und/oder in Aufsetzrichtung benachbarte,
Schalungssteine mit Vergussmaterial auf.
[0007] In einer Ausführung sind bzw. werden wenigstens einige, vorzugsweise wenigstens 25%,
insbesondere wenigstens 50%, in einer Ausführung wenigstens 75%, der Schalungssteine
des Hauswandelements im ½-Verband aufeinandergesetzt bzw. weist von wenigstens einigen,
vorzugsweise wenigstens 25%, insbesondere wenigstens 50%, in einer Ausführung wenigstens
75%, der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite des
jeweiligen Schalungssteins von den beiden Stirnseiten eines Schalungssteins, auf den
dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, den gleichen Abstand in Reihenlängsrichtung
auf.
[0008] Hierdurch kann in einer Ausführung die Stabilität verbessert werden.
[0009] In einer Ausführung liegt bzw. beträgt ein Stückelungsparameter zwischen 11 cm und
14 cm, insbesondere zwischen 11,5 cm und 13,5 cm, vorzugsweise beträgt er 12,5 cm.
[0010] In einer Ausführung sind bzw. werden wenigstens einige, vorzugsweise wenigstens 25%,
insbesondere wenigstens 50%, in einer Ausführung wenigstens 75%, der Schalungssteine
des Hauswandelements mit einem Versatz in Reihenlängsrichtung gegenüber darunterliegenden
Schalungssteinen aufeinandergesetzt, der in einer Ausführung ganzzahlig durch den
Stückelungsparameter teilbar ist bzw. weist von wenigstens einigen, vorzugsweise wenigstens
25%, insbesondere wenigstens 50%, in einer Ausführung wenigstens 75%, der Schalungssteine
des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins
von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein
aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der in einer Ausführung
gleich dem Stückelungsparameter oder irgendeinem ganzzahligen Vielfaches des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung (jeweils) höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters,
ist.
[0011] Somit weist in einer Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements
jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer
Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw.
wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem Stückelungsparameter
ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine
des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins
von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein
aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem
Doppelten des Stückelungsparameters ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem
oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite
des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins,
auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung
auf, der gleich dem Dreifachen des Stückelungsparameters ist, und/oder weist in einer
Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils
wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer Stirnseite
eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, einen
Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem Vierfachen des Stückelungsparameters
ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine
des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins
von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein
aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem
Fünffachen des Stückelungsparameters ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem
oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite
des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins,
auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung
auf, der gleich dem Sechsfachen des Stückelungsparameters ist, und/oder weist in einer
Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils
wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer Stirnseite
eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, einen
Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem Siebenfachen des Stückelungsparameters
ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine
des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins
von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein
aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem
Achtfachen des Stückelungsparameters ist, und/oder weist in einer Ausführung von einem
oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements jeweils wenigstens eine Stirnseite
des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer Stirnseite eines Schalungssteins,
auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw. wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung
auf, der gleich dem Neunfachen des Stückelungsparameters ist, und/oderund/oder weist
in einer Ausführung von einem oder mehreren der Schalungssteine des Hauswandelements
jeweils wenigstens eine Stirnseite des jeweiligen Schalungssteins von wenigstens einer
Stirnseite eines Schalungssteins, auf den dieser Schalungsstein aufgesetzt ist bzw.
wird, einen Abstand in Reihenlängsrichtung auf, der gleich dem Zehnfachen des Stückelungsparameters
ist.
[0012] Hierdurch kann in einer Ausführung die Stabilität und/oder Herstellung des Hauswandelements
verbessert werden.
[0013] Das Hauswandelement ist in einer Ausführung ein, insbesondere baustellenfern und/oder
in einer Fabrik bzw. Fertigung, vorgefertigtes, in einer Ausführung zu einer Baustelle
zum Herstellen eines (Teils eines) Gebäudes transportables, in einer Ausführung transportiertes,
Hauswandelement.
[0014] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen des (Teils des) Gebäudes verbessert,
insbesondere verbilligt und/oder beschleunigt, werden.
[0015] Die Schalungssteine sind in einer Ausführung einstückige, in einer Weiterbildung
urgeformte, Schalungssteine, und/oder weisen, in einer Ausführung mineralisierte,
Holzspäne auf. In einer Ausführung sind die Schalungssteine Holzsspan- bzw. Holzsspanbetonschalungssteine.
[0016] Solche Schalungssteine sind, insbesondere aufgrund ihres Gewichts und/oder ihrer
Nachhaltigkeit, für Hauswandelemente besonders geeignet.
[0017] Das Vergussmaterial ist in einer Ausführung aushärtend bzw. (nach dem Befüllen) ausgehärtet
und/oder weist eine Festigkeit von wenigstens 5 N/mm
2, insbesondere wenigstens 10 N/mm
2, und/oder höchstens 50 N/mm
2, insbesondere höchstens 40 N/mm
2, und/oder Beton auf, kann insbesondere hieraus bestehen, wobei sich die Festigkeit
in einer Ausführung auf die Druckfestigkeit eines Würfels bezieht. Hierdurch kann
in einer Ausführung das Herstellen und/oder die Stabilität des (Teils des) Gebäudes
verbessert werden.
[0018] In einer Ausführung weisen ein oder mehrere, vorzugsweise baugleiche, der Schalungssteine,
die vorliegend als Durchgangs-Schalungssteine bezeichnet werden, (jeweils)
- zwei in Reihenlängsrichtung gegenüberliegende Stirnseiten mit je einer oder mehreren,
in einer Ausführung urgeformten und/oder an einer Oberseite des Schalungssteins angeordneten,
Durchgangsöffnungen für das Vergussmaterial;
- eine Oberseite mit einer oder mehreren, in einer Ausführung urgeformten, Durchgangsöffnungen
für das Vergussmaterial; und/oder
- eine Unterseite mit einer oder mehreren, in einer Ausführung urgeformten, Durchgangsöffnungen
für das Vergussmaterial auf.
[0019] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen des (Teils des) Gebäudes, insbesondere
das Be- bzw. Verfüllen der Schalungssteine, verbessert werden.
[0020] Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung weisen ein oder mehrere der Schalungssteine,
die vorliegend als Schließ-Schalungssteine bezeichnet werden, (jeweils) wenigstens
eine Stirnseite in Reihenlängsrichtung auf, die als geschlossene Stirnseite hergestellt,
vorzugsweise urgeformt, wird bzw. (worden) ist, an einen (in Aufsetzrichtung) darüberliegenden
Schalungsstein, in einer Ausführung an einen anderen Schließ-Schalungsstein, angrenzt
und vorliegend auch als erste Stirnseite bezeichnet wird.
[0021] In einer Ausführung weisen ein oder mehrere dieser Schließ-Schalungssteine (jeweils)
- wenigstens eine, in einer Ausführung der ersten Stirnseite gegenüberliegende, Stirnseite
in Reihenlängsrichtung mit einer oder mehreren, in einer Ausführung an einer Oberseite
des Schalungssteins angeordneten, Durchgangsöffnungen, die in einer Ausführung urgeformt
oder materialabtragend hergestellt werden bzw. (worden) sind, insbesondere zum wenigstens
teilweisen Befüllen durch einen in Reihenlängsrichtung benachbarten Schalungsstein,
insbesondere Durchgangs-Schalungsstein, mit Vergussmaterial;
- eine Oberseite mit einer oder mehreren, in einer Ausführung urgeformten, Durchgangsöffnungen
zum wenigstens teilweisen Befüllen durch wenigstens einen in Aufsetzrichtung benachbarten
Schalungsstein, insbesondere weiteren Schließ-Schalungsstein oder Durchgangs-Schalungsstein,
mit Vergussmaterial; und/oder
- eine Unterseite mit einer oder mehreren, in einer Ausführung urgeformten, Durchgangsöffnungen
zum wenigstens teilweisen Befüllen wenigstens eines entgegen der Aufsetzrichtung benachbarten
Schalungssteins, insbesondere weiteren Schließ-Schalungssteins oder Durchgangs-Schalungssteins,
mit Vergussmaterial auf.
[0022] In einer Ausführung ist bzw. bleibt die erste bzw. wenigstens, insbesondere nur,
eine der geschlossen hergestellte(n) Stirnseite(n) eines oder mehrerer der Schließ-Schalungssteine
(jeweils), insbesondere nach dem Herstellen des Hauswandelements, beim und/oder nach
dem Transport des Hauswandelements, insbesondere auf der Baustelle und/oder beim und/oder
nach dem Be- bzw. Verfüllen mit dem Vergussmaterial, (weiterhin) geschlossen. Entsprechend
kann in einer Ausführung für einen oder mehrerer der Schließ-Schalungssteine bzw.
deren erste Stirnseiten "geschlossen hergestellt" durch "geschlossen" ersetzt werden
bzw. sein.
[0023] In einer Ausführung kann hierdurch ein zeitlicher und/oder materieller Aufwand für
ein Verschalen von in Reihenlängsrichtung offenen Stirnseiten, die insbesondere beim
in der
EP 2 181 227 B1 vorgeschlagenen Sägen entstehen, reduziert, vorzugsweise vermieden, werden.
[0024] Zusätzlich oder alternativ wird bzw. ist die erste Stirnseite eines oder mehrerer,
gegebenenfalls anderer, der Schließ-Schalungssteine, insbesondere an einer endseitigen
Stirnseite des Hauswandelements in Reihenlängsrichtung angeordnete erste Stirnseiten,
(jeweils), insbesondere (erst) nach dem Herstellen des Hauswandelements, vor oder
nach dem Transport des Hauswandelements, insbesondere auf der Baustelle und/oder vor
dem Be- bzw. Verfüllen mit dem Vergussmaterial, (nachträglich), in einer Ausführung
materialabtragend, mit einer oder mehreren Durchgangsöffnungen, insbesondere zum Ausbringen
von Vergussmaterial aus dem Hauswandelement versehen.
[0025] Hierdurch kann in einer Ausführung endseitig Vergussmaterial aus dem Hauswandelement
austreten, insbesondere, um dieses mit einem in Reihenlängsrichtung benachbarten Hauswandelement
zu verbinden oder mit dem Vergussmaterial eine Gebäudekante zu formen.
[0026] Durch das nachträgliche Versehen geschlossen hergestellter Stirnseiten mit Durchgangsöffnungen
können in einer Ausführung vorteilhaft einheitliche Schließ-Schalungssteine hergestellt,
insbesondere verwendet, werden.
[0027] Somit weisen in einer Ausführung ein oder mehrere Schließ-Schalungssteine (jeweils)
- eine Stirnseite in Reihenlängsrichtung, die geschlossen hergestellt, insbesondere
urgeformt, (worden) ist und als erste Stirnseite bezeichnet wird, sowie
- eine dieser gegenüberliegende Stirnseite in Reihenlängsrichtung auf, die
- in einer Ausführung mit einer oder mehreren, in einer Ausführung an einer Oberseite
des Schalungssteins angeordneten, Durchgangsöffnungen zum wenigstens teilweisen Befüllen
durch einen in Reihenlängsrichtung benachbarten Schalungsstein, insbesondere Durchgangs-Schalungsstein,
mit Vergussmaterial hergestellt, insbesondere urgeformt, oder
- ebenfalls geschlossen hergestellt und anschließend, insbesondere materialabtragend,
mit einer oder mehreren, in einer Ausführung an einer Oberseite des Schalungssteins
angeordneten, Durchgangsöffnungen zum wenigstens teilweisen Befüllen durch einen in
Reihenlängsrichtung benachbarten Schalungsstein, insbesondere Durchgangs-Schalungsstein,
mit Vergussmaterial versehen (worden) ist bzw. wird.
[0028] Die erste Stirnseite eines oder mehrerer dieser Schließ-Schalungssteine ist in einer
Ausführung ihrerseits, insbesondere nach dem Herstellen des Hauswandelements, beim
und/oder nach dem Transport des Hauswandelements, insbesondere auf der Baustelle und/oder
beim und/oder nach dem Be- bzw. Verfüllen mit dem Vergussmaterial, (weiterhin) geschlossen.
[0029] Zusätzlich oder alternativ wird bzw. ist in einer Ausführung auch die geschlossen
hergestellte, in einer Ausführung an einer endseitigen Stirnseite des Hauswandelements
in Reihenlängsrichtung angeordnete, erste Stirnseite eines oder mehrerer, gegebenenfalls
anderer, der Schließ-Schalungssteine (jeweils), insbesondere nach dem Herstellen des
Hauswandelements, vor oder nach dem Transport des Hauswandelements, insbesondere auf
der Baustelle und/oder vor dem Be- bzw. Verfüllen mit dem Vergussmaterial, (nachträglich),
in einer Ausführung materialabtragend, mit einer oder mehreren Durchgangsöffnungen,
insbesondere zum Ausbringen von Vergussmaterial aus dem Hauswandelement versehen.
[0030] In einer Ausführung weist das Hauswandelement Schließ-Schalungssteine mit unterschiedlichen
Längen in Reihenlängsrichtung auf, wobei ohne Beschränkung der Allgemeinheit Schließ-Schalungssteine
einer ersten Länge als erste Schließ-Schalungssteine, Schließ-Schalungssteine einer
zweiten Länge als zweite Schließ-Schalungssteine und gegebenenfalls vorhandene Schließ-Schalungssteine
einer dritten Länge als dritte Schließ-Schalungssteine bezeichnet werden. In einer
Ausführung kann das Hauswandelement noch ein oder mehr weitere Schließ-Schalungssteine
mit von der ersten, zweiten und dritten Länge unterschiedlichen Längen in Reihenlängsrichtung
aufweisen, in einer bevorzugten Ausführung weist das Hauswandelement Schließ-Schalungssteine
in höchstens zwölf, insbesondere höchstens fünf, in einer Ausführung höchstens vier,
verschiedenen Längen auf.
[0031] In einer Weiterbildung beträgt eine Differenz zwischen
- einer Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und
- einer Länge des bzw. eines der zweiten Schließ-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und/oder eine Differenz zwischen
- einer Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und
- einer Länge des bzw. eines der dritten Schließ-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
(jeweils) wenigstens 5 cm.
[0032] In einer Ausführung beträgt die Differenz zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der zweiten Schließ-Schalungssteine und/oder die Differenz
zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der dritten Schließ-Schalungssteine
- zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte oder Dreifache, des Bereichs
von 10 cm bis 15 cm, vorzugsweise des Bereichs von 11 cm bis 14 cm, insbesondere also
zwischen 20 cm und 30 cm (2·[10 cm, 15 cm]) bzw. zwischen 22 cm und 28 cm (2·[11 cm,
14 cm]) oder zwischen 30 cm und 45 cm (3·[10 cm, 15 cm]) bzw. zwischen 33 cm und 42
cm (3·[11 cm, 14 cm]), oder
- ist gleich dem Stückelungsparameter oder einem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters, beispielsweise
also die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der zweiten Schließ-Schalungssteine 12,5 cm und die Differenz
zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und der Länge
des bzw. eines der dritten Schließ-Schalungssteine 25 cm oder die Differenz zwischen
der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und der Länge des bzw.
eines der zweiten Schließ-Schalungssteine 50 cm und die Differenz zwischen der Länge
des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und der Länge des bzw. eines der
dritten Schließ-Schalungssteine 25 cm oder dergleichen.
[0033] In einer Ausführung beträgt die Differenz zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der zweiten Schließ-Schalungssteine
und/oder die Differenz zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der dritten Schließ-Schalungssteine
- ein Viertel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung, insbesondere
des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder eines
Durchgangs-Schalungssteins, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte oder Dreifache, dieses Viertels,
insbesondere also die Hälfte oder ¾ der Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung,
insbesondere des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder
eines Durchgangs-Schalungssteins, oder
- ein Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung, insbesondere
des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder eines
Durchgangs-Schalungssteins, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches dieses Zehntels, in einer Ausführung höchstens das Hundertfache.
[0034] In einer Ausführung weichen
- die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der zweiten Schließ-Schalungssteine und
- die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Schließ-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der dritten Schließ-Schalungssteine
um wenigstens 5 cm voneinander ab,
in einer Weiterbildung
- zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, oder
- um ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte, des Bereichs von 10 cm
bis 15 cm, vorzugsweise des Bereichs von 11 cm bis 14 cm, insbesondere also zwischen
20 cm und 30 cm bzw. zwischen 22 cm und 28 cm, oder
- um den Stückelungsparameter oder um ein ganzzahliges Vielfaches des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens um das Zwölffache des Stückelungsparameters,
und/oder
- um ein Viertel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung, insbesondere
des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder eines
Durchgangs-Schalungssteins, oder
- um ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte, dieses Viertels, insbesondere
also um die Hälfte der Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung, insbesondere
des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder eines
Durchgangs-Schalungssteins, oder
- um ein Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung, insbesondere
des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder eines
Durchgangs-Schalungssteins, oder
- um ein ganzzahliges Vielfaches dieses Zehntels, in einer Ausführung höchstens um das
Hundertfache dieses Zehntels.
[0035] In einer Ausführung weist wenigstens ein Durchgangs-Schalungsstein eine Länge in
Reihenlängsrichtung auf, die zwischen 40 cm und 60 cm, vorzugsweise zwischen 44 cm
und 56 cm, liegt. Dann weisen in einer Ausführung der bzw. die ersten Schließ-Schalungssteine
in Reihenlängsrichtung
- eine Länge, die zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, liegt
(ein Viertel),
- eine Länge, die zwischen 20 cm und 30 cm, vorzugsweise zwischen 22 cm und 28 cm, liegt
(zwei Viertel),
- eine Länge, die zwischen 30 cm und 45 cm, vorzugsweise zwischen 33 cm und 42 cm, liegt
(drei Viertel), oder
- eine Länge auf, die zwischen 40 cm und 60 cm, vorzugsweise zwischen 44 cm und 56,
cm liegt (vier Viertel),
der bzw. die zweiten Schließ-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung eine andere dieser
Längen zwischen 10 cm und 15 cm bzw. 11 cm und 14 cm, zwischen 20 cm und 30 cm bzw.
22 cm und 28 cm, zwischen 30 cm und 45 cm bzw. 33 cm und 42 cm und zwischen 40 cm
und 60 cm bzw. 44 cm und 56 cm, und der bzw. die dritten Schließ-Schalungssteine gegebenenfalls
eine wiederum andere dieser Längen zwischen 10 cm und 15 cm bzw. 11 cm und 14 cm,
zwischen 20 cm und 30 cm bzw. 22 cm und 28 cm, zwischen 30 cm und 45 cm bzw. 33 cm
und 42 cm und zwischen 40 cm und 60 cm bzw. 44 cm und 56 cm sowie gegebenenfalls der
bzw. die weiteren Schließ-Schalungssteine die letzte verbleibende dieser Längen zwischen
10 cm und 15 cm bzw. 11 cm und 14 cm, zwischen 20 cm und 30 cm bzw. 22 cm und 28 cm,
zwischen 40 cm und 60 cm bzw. 33 cm und 42 cm und zwischen 40 cm und 60 cm bzw. 44
cm und 56 cm auf.
[0036] In einer Ausführung weist wenigstens ein Durchgangs-Schalungsstein eine Länge in
Reihenlängsrichtung auf, die gleich dem Stückelungsparameter oder irgendeinem ganzzahligen
Vielfachen des Stückelungsparameters, in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen
des Stückelungsparameters, ist und/oder höchstens 151 cm beträgt. Zusätzlich oder
alternativ weist/weisen in einer Ausführung der bzw. die erste(n) Schließ-Schalungsstein(e
jeweils) eine Länge in Reihenlängsrichtung auf, die gleich dem Stückelungsparameter
oder irgendeinem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters, in einer Ausführung
höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters, ist und/oder höchstens 151 cm
beträgt. Zusätzlich oder alternativ weist/weisen in einer Ausführung der bzw. die
zweite(n) Schließ-Schalungsstein(e jeweils) eine Länge in Reihenlängsrichtung auf,
die gleich dem Stückelungsparameter oder irgendeinem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters, ist und/oder
höchstens 151 cm beträgt. Zusätzlich oder alternativ weist/weisen in einer Ausführung
der bzw. die dritte(n) Schließ-Schalungsstein(e jeweils) eine Länge in Reihenlängsrichtung
auf, die gleich dem Stückelungsparameter oder irgendeinem ganzzahligen Vielfachen
des Stückelungsparameters, in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters,
ist und/oder höchstens 151 cm beträgt. Hierdurch können in einer Ausführung Standardbauelemente,
beispielsweise Türen, Fenster oder dergleichen, besonders vorteilhaft verwendet werden.
In einer Ausführung beträgt die maximale Länge der Schalungssteine höchstens 151 cm,
insbesondere höchstens 126 cm. Dadurch kann in einer Ausführung die Handhabung verbessert
werden.
[0037] In Aufsetzrichtung weisen die Schalungssteine in einer Ausführung eine Höhe zwischen
20 cm und 30 cm auf, quer zur Reihenlängs- und Aufsetzrichtung in einer Ausführung
eine Breite zwischen 15 cm und 25 cm.
[0038] In einer Ausführung beträgt die Länge des bzw. der ersten Schließ-Schalungssteine
(jeweils)
- zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches des Bereichs von 10 cm bis 15 cm, vorzugsweise des Bereichs
von 11 cm bis 14 cm, insbesondere also zwischen 20 cm und 30 cm (2·[10 cm, 15cm])
bzw. zwischen 22 cm und 28 cm (2·[11 cm, 14 cm]), zwischen 30 cm und 45 cm (3·[10
cm, 15cm]) bzw. zwischen 33 cm und 42 cm (3·[11 cm, 14 cm]) oder zwischen 40 cm und
60 cm (4·[10 cm, 15cm]) bzw. zwischen 44 cm und 56 cm (4·[11 cm, 14cm]).
[0039] In einer Ausführung beträgt die Länge des bzw. der ersten Schließ-Schalungssteine
(jeweils)
- ein Viertel oder Zehntel einer Länge des bzw. eines der Durchgangs-Schalungssteine,
oder
- ein ganzzahliges Vielfaches dieses Viertels bzw. Zehntels, insbesondere also die Hälfte
(= zwei Viertel/fünf Zehntel) oder ¾ der Länge des bzw. eines der Durchgangs-Schalungssteine
oder ist gleich der Länge des bzw. eines der Durchgangs-Schalungssteine (= vier Viertel/zehn
Zehntel).
[0040] Zusätzlich oder alternativ zu solchen unterschiedlichen langen Schließ-Schalungssteinen
weist das Hauswandelement in einer Ausführung Durchgangs-Schalungssteine mit einheitlicher
Länge oder unterschiedlichen Längen in Reihenlängsrichtung auf, wobei ohne Beschränkung
der Allgemeinheit Durchgangs-Schalungssteine einer ersten Länge als erste Durchgangs-Schalungssteine,
Durchgangs-Schalungssteine einer zweiten Länge als zweite Durchgangs-Schalungssteine
und gegebenenfalls vorhandene Durchgangs-Schalungssteine einer dritten Länge als dritte
Durchgangs-Schalungssteine bezeichnet werden. In einer Ausführung kann das Hauswandelement
noch ein oder mehr weitere Durchgangs-Schalungssteine mit von der ersten, zweiten
und dritten Länge unterschiedlichen Längen in Reihenlängsrichtung aufweisen, in einer
bevorzugten Ausführung weist das Hauswandelement Durchgangs-Schalungssteine in höchstens
zwölf, insbesondere höchstens fünf, in einer Ausführung höchstens vier, verschiedenen
Längen auf.
[0041] In einer Weiterbildung beträgt eine Differenz zwischen
- einer Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und
- einer Länge des bzw. eines der zweiten Durchgangs-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und/oder eine Differenz zwischen
- einer Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
und
- einer Länge des bzw. eines der dritten Durchgangs-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung
(jeweils) wenigstens 5 cm.
[0042] In einer Ausführung beträgt die Differenz zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der zweiten Durchgangs-Schalungssteine und/oder die Differenz
zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der dritten Durchgangs-Schalungssteine
- zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte oder Dreifache, des Bereichs
von 10 cm bis 15 cm, vorzugsweise des Bereichs von 11 cm bis 14 cm, insbesondere also
zwischen 20 cm und 30 cm (2·[10 cm, 15 cm]) bzw. zwischen 22 cm und 28 cm (2·[11 cm,
14 cm]) oder zwischen 30 cm und 45 cm (3·[10 cm, 15 cm]) bzw. zwischen 33 cm und 42
cm (3·[11 cm, 14 cm])]), oder
- ist gleich dem Stückelungsparameter oder einem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters, beispielsweise
also die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der zweiten Durchgangs-Schalungssteine 12,5 cm cm und
die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der dritten Durchgangs-Schalungssteine 25 cm oder dergleichen.
[0043] In einer Ausführung beträgt die Differenz zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der zweiten Durchgangs-Schalungssteine und/oder die Differenz
zwischen
- der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine und
- der Länge des bzw. eines der dritten Durchgangs-Schalungssteine
- ein Viertel oder Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung,
insbesondere des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder
eines Durchgangs-Schalungssteins, oder
- ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte oder Dreifache, dieses Viertels
bzw. Zehntels, insbesondere also die Hälfte oder ¾ der Länge eines Schalungssteins
in Reihenlängsrichtung, insbesondere des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins
und/oder eines Durchgangs-Schalungssteins, in einer Ausführung höchstens das Hundertfache
dieses Zehntels.
[0044] In einer Ausführung weichen
- die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der zweiten Durchgangs-Schalungssteine und
- die Differenz zwischen der Länge des bzw. eines der ersten Durchgangs-Schalungssteine
und der Länge des bzw. eines der dritten Durchgangs-Schalungssteine
um wenigstens 5 cm voneinander ab,
in einer Weiterbildung
- zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, oder
- um ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte, des Bereichs von 10 cm
bis 15 cm, vorzugsweise des Bereichs von 11 cm bis 14 cm, insbesondere also zwischen
20 cm und 30 cm bzw. zwischen 22 cm und 28 cm, oder
- um den Stückelungsparameter oder um ein ganzzahliges Vielfaches des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens um das Zwölffache des Stückelungsparameters,
und/oder
- um ein Viertel oder Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung,
insbesondere des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder
eines Durchgangs-Schalungssteins, oder
- um ein ganzzahliges Vielfaches, insbesondere das Doppelte, dieses Viertels bzw. Zehntels,
insbesondere also um die Hälfte der Länge eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung,
insbesondere des bzw. eines ersten, zweiten oder dritten Schließ-Schalungssteins und/oder
eines Durchgangs-Schalungssteins, in einer Ausführung höchstens um das Hundertfache
dieses Zehntels.
[0045] In einer Ausführung weisen der bzw. die ersten Durchgangs-Schalungssteine jeweils
eine Länge in Reihenlängsrichtung auf, die zwischen 40 cm und 60 cm, vorzugsweise
zwischen 44 cm und 56 cm liegt.
[0046] Dann weisen in einer Ausführung der bzw. die zweiten Durchgangs-Schalungssteine in
Reihenlängsrichtung
- eine Länge, die zwischen 10 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen 11 cm und 14 cm, liegt
(ein Viertel; Differenz = ¾),
- eine Länge, die zwischen 20 cm und 30 cm, vorzugsweise zwischen 22 cm und 28 cm, liegt
(zwei Viertel; Differenz = ½), oder
- eine Länge, die zwischen 30 cm und 45 cm, vorzugsweise zwischen 33 cm und 42 cm, liegt
(drei Viertel; Differenz = ¼),
der bzw. die dritten Durchgangs-Schalungssteine in Reihenlängsrichtung gegebenenfalls
eine andere dieser Längen zwischen 10 cm und 15 cm bzw. 11 cm und 14 cm, zwischen
20 cm und 30 cm bzw. 22 cm und 28 cm und zwischen 30 cm und 45 cm bzw. 33 cm und 42
cm, sowie gegebenenfalls der bzw. die weiteren Durchgangs-Schalungssteine die letzte
verbleibende dieser Längen zwischen 10 cm und 15 cm bzw. 11 cm und 14 cm, zwischen
20 cm und 30 cm bzw. 22 cm und 28 cm und zwischen 30 cm und 45 cm bzw. 33 cm und 42
cm auf.
[0047] In einer Ausführung sind die Längen von wenigstens einigen der Durchgangs-Schalungssteine,
vorzugsweise wenigstens 25%, insbesondere wenigstens 50%, in einer Ausführung wenigstens
75%, der Durchgangs-Schalungssteine des Hauswandelements und/oder von wenigstens einigen
der Schließ-Schalungssteine, vorzugsweise wenigstens 25%, insbesondere wenigstens
50%, in einer Ausführung wenigstens 75%, der Schließ-Schalungssteine des Hauswandelements
gleich dem Stückelungsparameter oder irgendeinem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters,
in einer Ausführung höchstens dem Zwölffachen des Stückelungsparameters, wobei die
Längen von diesen Durchgangs-Schalungssteinen unterschiedlichen ganzzahligen Vielfachen
des Stückelungsparameters und die Längen von diesen Schließ-Schalungssteinen ebenfalls
unterschiedlichen ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters entsprechend können.
[0048] Durch diese Maße bzw. Stückelung können in einer Ausführung mit einer begrenzten
Variantenzahl unterschiedlich langer Schließ- und/oder Durchgangs-Schalungssteine,
vorzugsweise (in) höchstens zwölf, insbesondere höchstens fünf, in einer Ausführung
höchstens vier, unterschiedlichen Längen, an vorteilhaften Stellen des Hauswandelements
geschlossen hergestellte Stirnseiten vorteilhaft realisiert werden, insbesondere für
Fenster- und/oder Türaussparungen und/oder endseitig in Reihenlängsrichtung. Die hier
beschriebene Maße bzw. Stückelung der Durchgangs-Schalungssteine kann in einer Ausführung
auch ohne Schließ-Schalungssteine bzw. bei Hauswandelementen ohne Schließ-Schalungssteine
realisiert sein bzw. werden.
[0049] In einer Ausführung weisen, vorzugsweise hierzu,
- eine oder beide Stirnflächen einer oder mehrerer Fensteraussparungen bzw. - öffnungen
in Reihenlängsrichtung, insbesondere also eine linke und/oder eine rechte Stirnfläche
einer oder mehrerer Fensteraussparungen, und/oder
- eine oder beide Stirnflächen einer oder mehrerer Türaussparungen bzw. -öffnungen in
Reihenlängsrichtung, insbesondere also eine linke und/oder eine rechte Stirnfläche
einer oder mehrerer Türaussparungen, und/oder
- eine oder beide endseitige Stirnflächen des Hauswandelements in Reihenlängsrichtung,
insbesondere also seine linke und/oder rechte endseitige Stirnfläche in Reihenlängsrichtung,
(jeweils) die geschlossen hergestellte (erste) Stirnseite eines oder mehrerer erster
Schließ-Schalungssteine, die geschlossen hergestellte (erste) Stirnseite eines oder
mehrerer zweiter Schließ-Schalungssteine, die geschlossen hergestellte (erste) Stirnseite
eines oder mehrerer dritter Schließ-Schalungssteine und/oder die geschlossen hergestellte
(erste) Stirnseite eines oder mehrerer anderer bzw. weiterer Schließ-Schalungssteine
auf.
[0050] In einer Weiterbildung sind bzw. werden eine oder mehrere aussparungsseitige Durchgangsöffnungen
einer Oberseite und/oder eine oder mehrere aussparungsseitige Durchgangsöffnungen
einer Unterseite eines oder mehrerer an der bzw. einer der Fensteraussparung(en) und/oder
eines oder mehrerer an der bzw. einer der Türaussparung(en) angeordneten Schalungssteine,
insbesondere Durchgangs-Schalungssteine, durch eine Schalung verschlossen, vorzugsweise
Durchgangsöffnungen der Unterseiten von an einer Aussparung angeordneten Schalungssteinen
durch einen Sturzkasten, welcher in einer Ausführung einen U-förmigen, zu diesen Schalungssteinen
hin offenen, Querschnitt aufweisen kann, und/oder Durchgangsöffnungen der Oberseiten
von an einer Aussparung angeordneten Schalungssteinen durch eine Brett.
[0051] In einer Ausführung ist bzw. sind die bzw. eine oder mehrerer der Fensteraussparung(en)
und/oder die bzw. eine oder mehrerer der Türaussparung(en) (jeweils) oben und/oder
unten durch eine, in einer Ausführung diese Aussparung in Reihenlängsrichtung ein-
oder beidseitig überragende, Schalung begrenzt, welche in einer Ausführung einen U-förmigen,
von der Aussparung weg offenen, Querschnitt aufweisen kann.
[0052] In einer Ausführung weisen ein oder mehr der Schalungssteine, insbesondere ein oder
mehr der Schließ-Schalungssteine und/oder ein oder mehr der Durchgangs-Schalungssteine,
jeweils einen oder mehrere Mittelstege auf, der bzw. die in Reihenlängsrichtung zwischen
den beiden Stirnseiten in Reihenlängsrichtung angeordnet ist/sind, wobei in einer
Ausführung der bzw. einer oder mehrere der Mittelsteg(e jeweils) eine oder mehrere,
insbesondere urgeformte oder materialabtragend hergestellte, (Durchgangs)Öffnungen
für Vergussmaterial aufweist/aufweisen. Hierdurch kann in einer Ausführung die Stabilität
verbessert werden.
[0053] Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung sind bzw. werden erste Breitseiten
der Schalungssteine stoffschlüssig, in einer Ausführung auf wenigstens 50%, insbesondere
wenigstens 70%, in einer Ausführung wenigstens 90%, ihrer Flächen, an einer ersten
plattenförmigen Stützstruktur befestigt und gegenüberliegende zweite Breitseiten der
Schalungssteine stoffschlüssig, in einer Ausführung auf wenigstens 50%, insbesondere
wenigstens 70%, in einer Ausführung wenigstens 90%, ihrer Flächen, an einer zweiten
plattenförmigen Stützstruktur befestigt.
[0054] Eine Breitseite eines Schalungssteins ist in einer Ausführung quer zu dessen Stirnseiten
in Reihenlängsrichtung und dessen Ober- und Unterseite in Aufsetzrichtung bzw. einer
Wandseite des Hauswandelements zugewandt.
[0055] In einer Ausführung kann hierdurch ein schubsicherer Verbund aus den Schalungssteinen
und den beiden Stützstrukturen hergestellt werden und/oder ein in der
EP 2 181 227 B1 vorgeschlagenes Verbinden von Wandscheiben durch ein Verbindungsprofil gegebenenfalls
entfallen oder ein solches Verbindungsprofil entlastet werden. Dadurch kann in einer
Ausführung die Herstellung, insbesondere Handhabung, des Hauswandelements, seine Stabilität
und/oder sein Transport verbessert werden.
[0056] Die erste und/oder zweite plattenförmige Stützstruktur ist in einer Ausführung (jeweils)
formstabil, insbesondere selbsttragend, und/oder weist (jeweils) eine oder mehrere
Stütz- bzw. Tragplatten auf, kann insbesondere (jeweils) hieraus bestehen. Zwei oder
mehr benachbarte der Stütz- bzw. Tragplatten der ersten plattenförmigen Stützstruktur
kontaktieren einander in einer Ausführung, in einer Weiterbildung sind sie an diesen
Kontaktstellen, insbesondere stoffschlüssig, miteinander verbunden. Zusätzlich oder
alternativ können zwei oder mehr benachbarte der Stütz- bzw. Tragplatten der ersten
plattenförmigen Stützstruktur auch voneinander beabstandet und/oder nur indirekt,
insbesondere wenigstens oder nur über die (ersten Breitseiten der) Schalungssteine,
miteinander gekoppelt sein. Zwei oder mehr benachbarte der Stütz- bzw. Tragplatten
der zweiten plattenförmigen Stützstruktur kontaktieren einander in einer Ausführung,
in einer Weiterbildung sind sie an diesen Kontaktstellen, insbesondere stoffschlüssig,
miteinander verbunden. Zusätzlich oder alternativ können zwei oder mehr benachbarte
der Stütz- bzw. Tragplatten der zweiten plattenförmigen Stützstruktur auch voneinander
beabstandet und/oder nur indirekt, insbesondere wenigstens oder nur über die (zweiten
Breitseiten der) Schalungssteine, miteinander gekoppelt sein.
[0057] In einer Ausführung weist die erste Stützstruktur und/oder die zweite Stützstruktur
jeweils eine oder mehrere, vorzugsweise aneinander angrenzende, Gipsfaserplatten und/oder
Gipsplatten, in einer Ausführung Hartgipsplatten, und/oder zementgebundene Platten
auf. Entsprechend bezeichnet vorliegend "(Hart)Gips(faser)platte" eine Gipsfaserplatte
oder eine Gipsplatte, insbesondere eine Hartgipsplatte. (Hart)Gips- bzw. zementgebundene
Platten sind für die bzw. als Stützstruktur(en), insbesondere aufgrund ihres Gewichts
und ihrer Stabilität, besonders geeignet, ohne dass die Erfindung hierauf beschränkt
ist.
[0058] In einer Ausführung weist die erste Stützstruktur und/oder die zweite Stützstruktur,
insbesondere deren (Hart)Gips(faser)platte(n) bzw. zementgebundene Platte(n), jeweils
- eine Wandstärke von wenigstens 10 mm, vorzugsweise wenigstens 12 mm, und/oder
- eine Rohdichte, d.h. eine Masse pro Volumen unter Einschluss eventueller Porenräume,
von wenigstens 600 kg/m3, insbesondere wenigstens 800 kg/m3, in einer Ausführung wenigstens 900 kg/m3, und/oder
- für eine Zugbeanspruchung in Reihenlängsrichtung und eine Zugbeanspruchung in Aufsetzrichtung
eine Zugfestigkeit von jeweils wenigstens 1 N/mm2 und/oder
- für eine Druckbeanspruchung quer hierzu eine Druckfestigkeit von wenigstens 5 N/mm2 auf, wobei unter einer Zug- bzw. Druckfestigkeit insbesondere eine (Mindest)Belastbarkeit
verstanden wird, die die Stützstruktur ohne Versagen erträgt.
[0059] In einer Ausführung ist bzw. wird die erste Stützstruktur und/oder die zweite Stützstruktur,
insbesondere deren (Hart)Gips(faser)platte(n) bzw. zementgebundene(n) Platte(n), jeweils
mit den ersten bzw. zweiten Breitseiten der Schalungssteine mittels Mörtel, in einer
Ausführung Klebe- und Armiermörtel, verklebt. Entsprechend weist ein hier genanntes
Haftmittel in einer Ausführung Mörtel, in einer Ausführung Klebe- und Armiermörtel,
auf, kann insbesondere hieraus bestehen.
[0060] Durch diese Merkmale, insbesondere eine Kombination von zwei oder mehr dieser Merkmale,
kann in einer Ausführung die Herstellung, insbesondere Handhabung, des Hauswandelements
und/oder seine Stabilität verbessert werden. Zusätzlich oder alternativ kann hierdurch
in einer Ausführung die Nachhaltigkeit, insbesondere Recyclingfähigkeit, verbessert
werden.
[0061] In einer Ausführung ist bzw. wird eine ein- oder mehrlagige Wärmeabdichtung, die
in einer Ausführung eine oder mehrere mineralische Dämmstoffe und/oder eine oder mehrere
Dämmplatten, insbesondere aus mineralischem Dämmstoff, aufweist, auf einer schalungssteinabgewandten
Außenseite der ersten Stützstruktur, vorzugsweise stoffschlüssig, angeordnet, in einer
Ausführung mittels Mörtel mit dieser und/oder, vorzugsweise in einem unteren Bereich,
mit einer auf der Außenseite angeordneten Dichtfolie verklebt.
[0062] Durch das Anordnen der Wärmeabdichtung an der ersten Stützstruktur bzw. Dichtfolie
statt an den Schalungssteinen kann in einer Ausführung die Befestigung verbessert
werden.
[0063] In einer Ausführung des ersten und/oder zweiten Aspekts weist das Hauswandelement
wenigstens ein entgegen der Aufsetzrichtung bzw. zum Boden hin offenes, bodenseitiges,
in einer Ausführung metallisches, Zentrierprofil, vorzugsweise ein U-Profil, auf,
das beim Aufstellen des Hauswandelements auf einer Baustelle, in einer Ausführung
formschlüssig, auf ein baustellenfestes, in einer Ausführung verschraubtes oder eingegossenes,
Gegenprofil aufgesetzt wird, wobei das Hauswandelement auf dem Gegenprofil, in einer
Ausführung formschlüssig, ausgerichtet wird, bzw. das hierzu vorgesehen, insbesondere
eingerichtet ist bzw. verwendet wird.
[0064] Hierdurch kann in einer Ausführung das Aufstellen des Hauswandelements auf einer
Baustelle verbessert und/oder die Genauigkeit des mit diesem hergestellten (Teils
eines) Gebäudes verbessert werden.
[0065] In einer Ausführung des ersten und/oder zweiten Aspekts weist das Hauswandelement
ein oder mehrere, in einer Weiterbildung metallische und/oder einstückige, Verstärkungsglieder
auf, die (jeweils) zwei oder mehr Schalungssteine durchgreifen, in einer Ausführung
ein oder mehrere Verstärkungsglieder, die (jeweils) zwei oder mehr Schalungssteine
in Reihenlängsrichtung durchgreifen und/oder ein oder mehrere Verstärkungsglieder,
die (jeweils) zwei oder mehr Schalungssteine in Aufsetzrichtung durchgreifen. Ein
Verstärkungsglied kann insbesondere ein(en) Rundstabstahl oder ein(en) Flachstab aufweisen,
insbesondere sein.
[0066] Hierdurch kann in einer Ausführung der Transport des Hauswandelements verbessert
werden.
[0067] In einer Ausführung des ersten und/oder zweiten Aspekts weist das, insbesondere transportable,
Hauswandelement, insbesondere vor seiner Anlieferung an eine Baustelle, an der es
verbaut wird, ein oder mehrere, in einer Weiterbildung abgedichtete, Türelemente und/oder
ein oder mehrere, in einer Weiterbildung abgedichtete, Fensterelemente auf, die in
einer Ausführung in die entsprechende Tür- bzw. Fensteraussparung eingesetzt werden
bzw. sind.
[0068] Hierdurch können diese in einer Ausführung fabrikseitig, vorzugsweise unter kontrollierten
und/oder konstanten Umgebungsbedingungen, eingesetzt und dadurch die Qualität des
Hauswandelements verbessert werden.
[0069] In einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein Verfahren zum Herstellen
eines Hauswandelements nach dem ersten und/oder zweiten Aspekt die, in einer Ausführung
mehrfach wiederholten, Schritte auf:
- Beschichten der ersten Breitseite eines oder mehrerer, insbesondere einzelner, (erster)
der Schalungssteine, in einer Ausführung auf wenigstens 50%, insbesondere wenigstens
70%, in einer Ausführung wenigstens 90%, ihrer Fläche(n), mit einem Haftmittel zum
stoffschlüssigen Befestigen an der ersten Stützstruktur;
- Anordnen dieser beschichteten ersten Breitseite(n) auf der ersten Stützstruktur;
- Beschichten der ersten Breitseite eines oder mehrerer, insbesondere einzelner, weiterer
der Schalungssteine, in einer Ausführung auf wenigstens 50%, insbesondere wenigstens
70%, in einer Ausführung wenigstens 90%, ihrer Fläche(n), mit dem Haftmittel zum stoffschlüssigen
Befestigen an der ersten Stützstruktur, insbesondere vor, während und/oder nach diesem
Anordnen; und
- Anordnen dieser beschichteten ersten Breitseiten des weiteren Schalungssteins bzw.
der weiteren Schalungssteine auf der ersten Stützstruktur.
[0070] In einer Ausführung werden bei diesem Anordnen die Schalungssteine reihenförmig aufeinandergesetzt,
vorzugsweise im ½-Verband und/oder mit einem Versatz in Reihenlängsrichtung zwischen
aufeinander angeordneten Schalungssteinen, der vorzugsweise ganzzahlig durch den Stückelungsparameter
teilbar ist.
[0071] In einer Ausführung sind bzw. werden benachbarte Stirnseiten von einem oder mehreren
Paaren in Reihenlängsrichtung benachbarter Schalungssteine und/oder die benachbarte
Ober- und Unterseite von einem oder mehr Paaren in Aufsetzrichtung benachbarter Schalungssteine
nicht stoffschlüssig miteinander verbunden.
[0072] Durch das sukzessive Anordnen der beschichteten Schalungssteine auf der ersten Stützstruktur
kann in einer Ausführung ein Haftmittel verwendet werden, das insbesondere in Hinblick
auf die Nachhaltigkeit und/oder die Festigkeit des Verbunds aus Schalungssteinen und
erster Stützstruktur vorteilhaft sein kann. Durch den wenigstens teilweisen Entfall
von Verklebungen zwischen benachbarten Schalungssteinen kann in einer Ausführung die
Handhabung und/oder Nachhaltigkeit verbessert werden. Durch das Beschichten weiterer
Schalungssteine während und/oder nach dem Anordnen bereits beschichteter Schalungssteine
kann in einer Ausführung die Herstellung verbessert, insbesondere beschleunigt werden.
[0073] In einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein Verfahren zum Herstellen
eines Hauswandelements nach dem ersten und/oder zweiten Aspekt nach dem Anordnen der
Schalungssteine auf der ersten Stützstruktur die Schritte auf:
- Beschichten der zweiten Stützstruktur und/oder der zweiten Breitseiten der auf der
ersten Stützstruktur angeordneten Schalungssteine mit einem, in einer Ausführung dem
gleichen, Haftmittel zum stoffschlüssigen Befestigen der zweiten Breitseiten an der
zweiten Stützstruktur; und
- Anordnen der zweiten Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten der Schalungssteine.
[0074] Hierdurch, insbesondere durch ein Beschichten der zweiten Stützstruktur, die leicht(er)
an eine entsprechende Beschichtungsstation transportiert bzw. dort positioniert werden
kann, kann in einer Ausführung das Herstellen und/oder die Stabilität des Hauswandelements
verbessert werden.
[0075] In einer Ausführung werden die Schalungssteine unter Freihalten einer oder mehrerer,
insbesondere geplanten/r oder vorzugsweise bereits in der Stützstruktur ausgeschnittenen/r,
Türaussparungen und/oder einer oder mehrerer, insbesondere geplanten/r oder vorzugsweise
bereits in der Stützstruktur ausgeschnittenen/r, Fensteraussparungen auf der ersten
Stützstruktur angeordnet, insbesondere um diese Öffnung(en) herum.
[0076] Durch ein solches "Konturmauern" kann in einer Ausführung das Herstellen verbessert,
vorzugsweise Material und/oder Bearbeitungsaufwand gespart werden.
[0077] In einer Ausführung wird die Wärmeabdichtung auf der, gegebenenfalls wenigstens teilweise
mit einer Dichtfolie versehenen, Außenseite der ersten Stützstruktur angeordnet und/oder
die, insbesondere mit der Wärmeabdichtung versehene, erste Stützstruktur zugeschnitten,
bevor die beschichteten ersten Breitseiten auf der ersten Stützstruktur angeordnet
werden.
[0078] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen, insbesondere die Handhabung, verbessert
werden.
[0079] In einer Ausführung wird das Haftmittel auf die ersten Breitseiten, zweite Stützstruktur
und/oder zweiten Breitseiten aufgebracht, während deren Ebene mit der Vertikalen einen
Winkel einschließt, der wenigstens 60°, insbesondere wenigstens 75°, beträgt, in einer
Ausführung - wenigstens im Wesentlichen - gleich 90° ist. Mit anderen Worten werden
die ersten Breitseiten, zweite Stützstruktur und/oder zweiten Breitseiten in einer
Ausführung, wenigstens im Wesentlichen, in horizontaler Lage mit dem Haftmittel beschichtet.
[0080] Zusätzlich oder alternativ wird in einer Ausführung beim Beschichten der ersten Breitseiten,
zweiten Stützstruktur und/oder zweiten Breitseiten mit dem Haftmittel (jeweils) ein
Zahnbettverfahren verwendet.
[0081] Hierdurch, insbesondere durch die Kombination beider Merkmale, kann in einer Ausführung
das Herstellen, insbesondere Haftmittelauftrag und/oder -verteilung, und dadurch insbesondere
die Stabilität des Hauswandelements verbessert werden.
[0082] In einer Ausführung wird die zweite Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten der
Schalungssteine angeordnet, während deren Ebene mit der Vertikalen einen Winkel einschließt,
der wenigstens 60°, insbesondere wenigstens 75°, beträgt, in einer Ausführung - wenigstens
im Wesentlichen - gleich 90° ist. Mit anderen Worten werden die zweiten Breitseiten
und die zweite Stützstruktur in einer Ausführung, wenigstens im Wesentlichen, in horizontaler
Lage aufeinander angeordnet, wobei vorzugsweise die zweite Stützstruktur oben ist.
[0083] Hierdurch kann in einer Ausführung eine gravitationsbedingte Anpresskraft genutzt
und dadurch insbesondere die Stabilität des Hauswandelements verbessert werden. In
einer andere Ausführung wird die zweite Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten
der Schalungssteine angeordnet, während deren Ebene mit der Vertikalen einen Winkel
einschließt, der höchstens 45°, insbesondere höchstens 30°, in einer Ausführung höchstens
10°, beträgt. Mit anderen Worten werden die zweiten Breitseiten und die zweite Stützstruktur
in einer Ausführung, wenigstens im Wesentlichen, in vertikaler bzw. gegen diese nur
leicht geneigten Lage aufeinander angeordnet.
[0084] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen, insbesondere die Handhabung, verbessert
werden.
[0085] In einer Ausführung werden die erste und zweite Stützstruktur nach dem Anordnen der
zweiten Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten, in einer Ausführung mittels einer
oder mehrerer Anpresswalzen, gegen die Schalungssteine verspannt.
[0086] Hierdurch kann in einer Ausführung die Stabilität des Hauswandelements verbessert
werden.
[0087] In einer Ausführung härtet das Haftmittel zwischen den ersten Breitseiten und der
ersten Stützstruktur und das Haftmittel zwischen den zweiten Breitseiten und der zweiten
Stützstruktur aus, wobei in einer Weiterbildung die erste und zweite Stützstruktur
beim Aushärten des Haftmittels zwischen den ersten Breitseiten und der ersten Stützstruktur
und/oder des Haftmittels zwischen den zweiten Breitseiten und der zweiten Stützstruktur,
vorzugsweise durch die Anpresswalze(n), gegeneinander bzw. gegen die Schalungssteine
verspannt sind.
[0088] Zusätzlich oder alternativ schließt in einer Ausführung beim Aushärten des Haftmittels
zwischen den ersten Breitseiten und der ersten Stützstruktur und/oder des Haftmittels
zwischen den zweiten Breitseiten und der zweiten Stützstruktur die Ebene der Breitseiten
bzw. Stützstrukturen mit der Vertikalen einen Winkel ein, der wenigstens 60°, insbesondere
wenigstens 75°, beträgt, in einer Ausführung - wenigstens im Wesentlichen - gleich
90° ist. Mit anderen Worten härtet das Haftmittel zwischen den ersten Breitseiten
und der ersten Stützstruktur und/oder das Haftmittel zwischen den zweiten Breitseiten
und der zweiten Stützstruktur in einer Ausführung, wenigstens im Wesentlichen, in
horizontaler Lage aus, wobei vorzugsweise die zweite Stützstruktur oben ist.
[0089] Hierdurch kann in einer Ausführung eine gravitationsbedingte Anpresskraft genutzt
und dadurch insbesondere die Stabilität des Hauswandelements verbessert werden.
[0090] In einer Ausführung schließt beim Aushärten des Haftmittels zwischen den ersten Breitseiten
und der ersten Stützstruktur und/oder des Haftmittels zwischen den zweiten Breitseiten
und der zweiten Stützstruktur die Ebene der Breitseiten bzw. Stützstrukturen mit der
Vertikalen einen Winkel ein, der höchstens 45°, insbesondere höchstens 30°, in einer
Ausführung höchstens 15°, beträgt. Mit anderen Worten härtet das Haftmittel zwischen
den ersten Breitseiten und der ersten Stützstruktur und/oder das Haftmittel zwischen
den zweiten Breitseiten und der zweiten Stützstruktur in einer Ausführung, wenigstens
im Wesentlichen, in vertikaler Lage aus.
[0091] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen, insbesondere die Handhabung, verbessert
werden.
[0092] In einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist ein Verfahren zum Herstellen
eines Teils eines Gebäudes die Schritte auf:
- Platzieren wenigstens eines Hauswandelements nach dem ersten und/oder zweiten Aspekt,
insbesondere unter Aufsetzen des Zentrierprofils auf ein bzw. das baustellenfeste(s)
Gegenprofil; und
- wenigstens teilweises Be- bzw. Verfüllen von Schalungssteinen durch benachbarte Schalungssteine
mit Vergussmaterial, insbesondere Beton.
[0093] Hierdurch kann in einer Ausführung das Herstellen und/oder die Stabilität des (Teils
des) Gebäudes verbessert werden.
[0094] Der hier beschriebene erste und zweite Aspekt können in einer Ausführung vorteilhaft
miteinander kombiniert sein. Hierdurch kann ein besonders vorteilhaftes Hauswandelement
zur Verfügung gestellt bzw. ein (Teils eines) Gebäude(s) besonders vorteilhaft hergestellt
werden. Gleichwohl kann in einer Ausführung der vorliegenden Erfindung auch nur der
erste Aspekt oder nur der zweite Aspekt realisiert sein.
[0095] Das Hauswandelement ist in einer Ausführung ein Außen- oder Innenwandelement.
[0096] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbeispielen.
Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1:
- ein Hauswandelement nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in perspektivischer
Ansicht mit ausgeblendeter zweiter Stützstruktur bzw. vor deren Anordnen;
- Fig. 2:
- das Hauswandelement in Fig. 1 entsprechender Ansicht mit zweiter Stützstruktur;
- Fig. 3A-C:
- einen Durchgangs-Schalungsstein des Hauswandelements in zwei Schnitten und einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 4A:
- einen ersten Schließ-Schalungsstein für das Hauswandelement in Fig. 3B entsprechender
Ansicht;
- Fig. 4B:
- den ersten Schließ-Schalungsstein in Fig. 3C entsprechender Ansicht;
- Fig. 4C:
- einen zweiten, dritten und weiteren Schließ-Schalungsstein für das Hauswandelement
in in Fig. 4B entsprechender Ansicht;
- Fig. 5A-C:
- einen ersten Schließ-Schalungsstein für das Hauswandelement nach einer weiteren Ausführung
der vorliegenden Erfindung in Fig.3A-C entsprechenden Ansichten;
- Fig. 6A-C:
- einen zweiten Schließ-Schalungsstein dieser weiteren Ausführung in Fig. 3A-C entsprechenden
Ansichten; und
- Fig. 7:
- ein Aufsetzen des Hauswandelements beim Herstellen eines Teils eines Gebäudes nach
einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
[0097] Fig. 1 zeigt ein Hauswandelement nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung
in perspektivischer Ansicht mit ausgeblendeter zweiter Stützstruktur bzw. vor deren
Anordnen, d.h. während eines Herstellens des Hauswandelements.
[0098] Man erkennt im Hintergrund der Fig. 1 eine erste Stützstruktur aus nebeneinander
angeordneten, einander paarweise berührenden zementgebundenen Platten, Gipsfaserplatten,
Gipsplatten, insbesondere Hartgipsplatten ("(Hart)Gips(faser)- oder zementgebundene
Platten 1") oder dergleichen sowie reihenförmig aufeinandergesetzte, einstückige Schalungssteine
10, 20, 50, welche jeweils Hohlräume und Durchgangsöffnungen zum wenigstens teilweisen
Befüllen von Schalungssteinen durch benachbarte Schalungssteine mit Beton oder einem
anderen Vergussmaterial aufweisen. Die in Fig. 1 nicht zu sehenden ersten Breitseiten
der Schalungssteine 10, 20, 50 sind bzw. werden mittels Klebe- und Armiermörtel sukzessive
auf die erste Stützstruktur aufgeklebt, ohne dass eine Verklebung der Schalungssteine
untereinander erforderlich ist.
[0099] Fig. 2 zeigt das Hauswandelement mit einer zweiten Stützstruktur aus nebeneinander
angeordneten, einander paarweise berührenden (Hart)Gips(faser)- oder zementgebundene
Platten 2 oder dergleichen. Diese ist bzw. wird auf die in Fig. 1 sichtbaren zweiten
Breitseiten der Schalungssteine 10, 20, 50 mittels Klebe- und Armiermörtel aufgeklebt.
[0100] Das Hauswandelement weist eine Türaussparung 3A und eine Fensteraussparung 3B auf.
Man erkennt, dass an den Stirnseiten dieser Aussparungen in Reihenlängsrichtung (horizontal
in Fig. 1, 2) Schließ-Schalungssteine 10, 20 angeordnet sind, die jeweils eine aussparungsseitige
bzw. -zugewandte geschlossene erste Stirnseite 11, 21 in Reihenlängsrichtung aufweisen.
Gleiches gilt für die endseitigen Stirnseiten des Hauswandelements in Reihenlängsrichtung.
Die restlichen der Schalungssteine sind in Fig. 3 gezeigte Durchgangs-Schalungsstein
50 mit zwei in Reihenlängsrichtung gegenüberliegende Stirnseiten 51 mit je einer urgeformten
Durchgangsöffnung 52 für das Vergussmaterial. Die Aussparungen 3A, 3B sind oben jeweils
durch eine diese Aussparung in Reihenlängsrichtung beidseitig überragende Schalung
80 begrenzt
[0101] Fig. 3A-C zeigen einen der baugleichen Durchgangs-Schalungssteine 50 mit seinen zwei
in Reihenlängsrichtung gegenüberliegenden Stirnseiten 51 mit je einer an der Oberseite
angeordneten Durchgangsöffnung 52, einer Oberseite mit einer Durchgangsöffnung 54
und einer Unterseite mit zwei Durchgangsöffnungen 55 für das Vergussmaterial in einer
perspektivischen Ansicht (Fig. 3B), einem Schnitt quer zur Reihenlängsrichtung (Fig.
3A) und einem Schnitt quer zur Aufsetzrichtung (Fig. 3C).
[0102] Fig. 4A, 4B zeigen in Fig. 3B bzw. 3C entsprechender Weise einen der untereinander
baugleichen ersten Schließ-Schalungssteine 10 mit seinen zwei in Reihenlängsrichtung
gegenüberliegenden Stirnseiten 11, einer Oberseite mit zwei Durchgangsöffnungen 14
und einer Unterseite mit zwei Durchgangsöffnungen 15 für das Vergussmaterial in einer
perspektivischen Ansicht (Fig. 4A) bzw. einem Schnitt quer zur Aufsetzrichtung (Fig.
4B). Breite (vertikal in Fig. 4B), Höhe (vertikal in Fig. 4A) und Länge (horizontal
in Fig. 4B) entsprechen denen der Durchgangs-Schalungssteine 50 und betragen beispielsweise
etwa 49-50 cm x 20 cm x 25cm (Länge x Breite x Höhe).
[0103] Man erkennt insbesondere in Fig. 4B, dass beide Stirnseiten 11 der ersten Schließ-Schalungssteine
10 zunächst geschlossen hergestellt (worden) sind. Anschließend, insbesondere vor
dem Anordnen auf der ersten Stützstruktur, wird bzw. ist in einer dieser Stirnseiten
jeweils materialabtragend eine Durchgangsöffnung für das Vergussmaterial hergestellt
(nicht dargestellt, vgl. hierzu die entsprechende Durchgangsöffnung 12 in Fig. 5B),
während die in Reihenlängsrichtung gegenüberliegende erste Stirnseite 11 geschlossen
bleibt, um die end- bzw. öffnungsseitigen geschlossenen ersten Stirnflächen zur Verfügung
zu stellen und so einen unerwünschten Vergussmaterialausfluss auf einfache, kostengünstige
und zuverlässige Weise zu reduzieren, vorzugsweise zu verhindern.
[0104] Durch entsprechendes Ab- bzw. Durchschneiden quer zur Reihenlängsrichtung werden
bzw. sind aus in Fig. 4A, 4B gezeigten Schließ-Schalungssteinen auf einfache Weise
zweite (Fig. 4C(b)), dritte (Fig. 4C(a)) und/oder weitere bzw. vierte (Fig. 4C(c))
Schließ-Schalungssteine 20, 30, 40 hergestellt, die weiterhin eine geschlossen(hergestellt)e
erste Stirnseite (links in Fig. 4C) sowie die Hälfte (Fig. 4C (b)), ¼ (Fig. 4C(c))
bzw. ¾ (Fig. 4C(a)) der Länge der ersten Schließ-Schalungssteine bzw. Durchgangs-Schalungssteine
aufweisen.
[0105] Durch dieses Abschneiden (vgl. z.B. Fig. 4C(c)) und gegebenenfalls zusätzliches Fräsen
oder dergleichen (vgl. z.B. Fig. 4C(b)) wird bzw. ist in der der ersten Stirnseite
gegenüberliegenden Stirnseite (rechts in Fig. 4C) jeweils materialabtragend eine Durchgangsöffnung
für das Vergussmaterial hergestellt (in den Schnitten Fig. 4C(a), (b) nicht sichtbar,
vgl. hierzu die entsprechenden Durchgangsöffnung 22 in Fig. 6B).
[0106] In einer nicht dargestellten vorteilhaften Abwandlung kann stattdessen auch der Mittelsteg
16 zwischen den beiden Stirnseiten 11 der Fig. 4A, 4B und/oder eine der beiden Stirnseiten
11 der Fig. 4A, 4B bereits eine entsprechende urgeformte Öffnung aufweisen.
[0107] Fig. 5A-C zeigen in Fig. 3A-C entsprechender Weise einen von mehreren untereinander
baugleichen ersten Schließ-Schalungssteinen 10 nach einer weiteren Ausführung der
vorliegenden Erfindung mit seinen zwei in Reihenlängsrichtung gegenüberliegenden Stirnseiten
11, einer Oberseite mit einer Durchgangsöffnung 14 und einer Unterseite mit zwei Durchgangsöffnungen
15 für das Vergussmaterial in einer perspektivischen Ansicht (Fig. 5B), einem Schnitt
quer zur Reihenlängsrichtung (Fig. 5A) und einem Schnitt quer zur Aufsetzrichtung
(Fig. 5C). Breite (vertikal in Fig. 5C), Höhe (vertikal in Fig. 5B) und Länge (horizontal
in Fig. 5C) entsprechen denen der Durchgangs-Schalungssteine 50.
[0108] Fig. 6A-C zeigen in entsprechender Weise einen von mehreren untereinander baugleichen
zweiten Schließ-Schalungssteinen 20 dieser weiteren Ausführung mit seinen zwei in
Reihenlängsrichtung gegenüberliegenden Stirnseiten 21, von denen eine erste geschlossen
ist und die andere eine Durchgangsöffnung 22 für das Vergussmaterial aufweist, einer
Oberseite mit einer Durchgangsöffnung 24 und einer Unterseite mit einer Durchgangsöffnung
25 für das Vergussmaterial in einer perspektivischen Ansicht (Fig. 6B), einem Schnitt
quer zur Reihenlängsrichtung (Fig. 6A) und einem Schnitt quer zur Aufsetzrichtung
(Fig. 6C). Während die Breite (horizontal in Fig. 6A) und Höhe (vertikal in Fig. 6A)
denen der Durchgangs-Schalungssteine 50 und ersten Schließ-Schalungssteine 10 entsprechen,
weisen diese zweiten Schließ-Schalungssteine 20 der Fig. 6A-C wie die zweiten Schließ-Schalungssteine
20 der Fig. 4C(b) nur die halbe Länge (horizontal in Fig. 6C) und somit die Maße 24,5-25
cm x 20 cm x 25cm (Länge x Breite x Höhe) auf.
[0109] Damit können Fenster- und Türaussparungen vorteilhaft versetzt werden.
[0110] Die Schließ-Schalungssteine der Fig. 5A-6C entsprechend bis auf anders konturiert(hergestellt)e
Stirnflächen den Schließ-Schalungssteinen der Fig. 4A, 4B und können daher anstelle
von diesen für das bzw. in dem Hauswandelement der Fig. 1, 2 verwendet werden bzw.
sein. Entsprechend können insbesondere der zweite Schließ-Schalungsstein der Fig.
6A-C sowie ein nicht dargestellter dritter Schließ-Schalungsstein mit ¾ der Länge
des Durchgangs-Schalungssteines 50 (vgl. Fig. 4C(a)) und/oder ein weiterer bzw. vierter
Schließ-Schalungsstein mit einem Viertel der Länge des Durchgangs-Schalungssteines
50 (vgl. Fig. 4C(c)) durch Ab- bzw. Durchschneiden von Schließ-Schalungssteinen der
Fig. 5A-C quer zur Reihenlängsrichtung hergestellt werden bzw. sein. Fig. 7 zeigt
in einem Teilschnitt quer zur Reihenlängsrichtung das Aufsetzen des Hauswandelements
mit einem Zentrierprofil in Form eines nach unten offenen U-Profils 60 auf ein baustellenfestes
Gegenprofil 61.
[0111] Im Schnitt der Fig. 7 ist außerdem eine Wärmeabdichtung 70 erkennbar, die auf einer
schalungssteinabgewandten Außenseite (links in Fig. 7) der ersten Stützstruktur 1
angeordnet ist.
[0112] Nachfolgend wird die Herstellung des Hauswandelements nach einer besonders bevorzugten
Ausführung der vorliegenden Erfindung beschrieben:
In einem ersten Schritt wird ein (Hart)Gips(faser)platten-Steinwolledämmung-Laminat
oder zementgebundene-Platten-Steinwolledämmung-Laminat hergestellt. Hierfür wird eine
großformatige Dämmplatte in horizontaler Lage unter einem Mörteltrichter durchgeführt,
welcher einen Klebe- und Armiermörtel in einem Zahnbettverfahren aufträgt. Vor der
weiteren Bearbeitung wird vorzugsweise eine Ruhe- bzw. Abbindezeit des Klebe- und
Armiermörtels abgewartet.
[0113] Die (Hart)Gips(faser)platten-Steinwolledämmung-Laminate bzw. zementgebundenen-Platten-Steinwolledämmung-Laminate
werden mittels Fahrwagen zu einer Wandfertigungstraße gebracht und mit einem schwenkbaren
Hebezeug auf einen Arbeitstisch versetzt. Dabei zeigt die Steinwolledämmung in Richtung
Arbeitstisch. Die Laminate werden als stehendes Rechteck angeordnet.
[0114] In einem zweiten Schritt werden die (Hart)Gips(faser)platten-Steinwolledämmung-Laminate
bzw. zementgebundene-Platten-Steinwolledämmung-Laminate an entsprechender Stelle entlang
der Höhenkante mit einer geführten Säge aufgetrennt. Die entstandenen Schnittkanten
bilden gegebenenfalls die jeweiligen seitlichen Laibungsflächen der Aussparungen 3A,
3B. Durch eine Reduzierung der Schnitttiefe fährt die Säge die Kontur der Fenster-
und Türanschläge ab und entfernt lokal die (Hart)Gips(faser)- bzw. zementgebundene
Platte. Dabei wird auch eine in Fig. 2 gezeigte Überlappung im Bereich der Aussparungen
3A, 3B vorgesehen, indem die Laminate entsprechend zurück- bzw. eingeschnitten werden.
Ebenso werden Auflagetaschen für Fensterstutzelemente hergestellt. Alternativ wird
die zuvor genannte Bearbeitung durch einen Fräskopf ausgeführt. Während der mechanischen
Bearbeitung wird ein Mikrobestäubungssystem integriert, welches die Partikel in der
Umgebung mit Wasser bindet und die Staubemission abstellt. Der Prozess wird halb-
oder vollautomatisch vollzogen.
[0115] In einem dritten Schritt werden die (Hart)Gips(faser)platten-Steinwolledämmung-Laminate
bzw. zementgebundene-Platten-Steinwolledämmung-Laminate nach links und rechts verschoben,
sodass die Kontur der herzustellenden Wand entsteht. Im Bereich der Fenster- und Türaussparung
werden vorbereitete (Hart)Gips(faser)platten-Steinwolledämmung-Laminate bzw. zementgebundene-Platten-Steinwolledämmung-Laminate
eingesetzt, welche den oberen und gegebenenfalls unteren Abschluss einer Rohbauöffnung
bilden.
[0116] In einem vierten Schritt wird das Zentrierprofil, welches in die erste Steinreihe
eingebunden wird, positioniert.
[0117] In einem fünften Schritt werden die Schalungssteine 50 sowie 10, 20, 30 und/oder
40 in horizontaler Lage unter einem Mörteltrichter durchgeführt, welcher einen Klebe-
und Armiermörtel in einem Zahnbettverfahren aufträgt. Dieser Vorgang wird in unmittelbarer
Nähe der Wandfertigungsstraße ausgeführt.
[0118] In einem fünften Schritt werden die Schalungssteine im ½-Verband und/oder mit entsprechendem
Versatz gemauert und mit dem Mörtel gegen die (Hart)Gips(faser)platte bzw. zementgebundene
Platte des Laminates gedrückt.
[0119] Öffnungen bzw. Aussparungen werden hierbei berücksichtigt und auch vorgefertigte
Fenstersturzelemente inkl. Bewehrung bwz. Schalungen 80 eingesetzt. Im Bereich von
Öffnungen bzw. Aussparungen werden in Höhe und Breite verstellbare Aluminium-Rahmen
als temporäre Stütze eingesetzt. Diese verbleiben bis zur Endfestigkeit des Klebe-
und Armiermörtels. Nach statischer Erfordernis werden Stabbewehrungseisen in horizontaler
Achse im Zuge des Mauerns eingelegt und mit einer Breitrückenklammer an den Querstegen
der Schalungssteine fixiert.
[0120] In einem fünften Schritt wird die (Hart)Gips(faser)platte bzw. zementgebundene Platte,
welche auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht werden soll, entsprechend der
Wandabwicklung konfektioniert und in horizontaler Lage unter einem Mörteltrichter
durchgeführt, welcher einen Klebe- und Armiermörtel in einem Zahnbettverfahren aufträgt.
Dieser Vorgang wird in unmittelbarer Nähe der Wandfertigungsstraße ausgeführt.
[0121] In einem sechsten Schritt wird die mit Klebe- und Armiermörtel beschichtete (Hart)Gips(faser)platte
bzw. zementgebundene Platte als stehendes oder auch als liegendes Rechteck gegen die
gemauerten Schalungssteine gedrückt. Das Versetzen erfolgt mit einem schwenkbaren
Hebezeug.
[0122] Das Hauswandelement wird verspannt, wodurch das gezahnte Mörtelbett zwischen den
jeweiligen (Hart)Gips(faser)platten bzw. zementgebundene Platten und den Schalungssteinen
im Kern gleichmäßig angedrückt und gebettet wird.
[0123] Das Hauswandelement wird im oberen Teil arretiert und mittels elektromechanischer,
oder pneumatischer Vorrichtung in eine lotrechte Stellung gebracht.
[0124] Öffnungselemente werden mit einer Hebevorrichtung inkl. einem Vakuumsaugheber in
der Wandöffnung positioniert, befestigt und raumseitig eingedichtet. Im Anschluss
werden die Laibungen mit vorbereiteten (Hart)Gips(faser)platten bzw. zementgebundenen
Platten verkleidet.
[0125] In einer Ausführung werden Rundstabstähle an dem U-Profil in der ersten Steinreihe
eingeführt und befestigt und ein Flachstahl in der letzten Steinreihe aufgelegt und
befestig.
[0126] Gegebenenfalls werden Bohrungen für Elektroinstallationen hergestellt und Hohlraumdosen
und/oder Leerrohre eingebaut.
[0127] Das Hauswandelement wird mit einem beweglichen Portalkran um 180° zur vertikalen
Achse gedreht, Fensterschleppfolien und Fensterbänken werden angebracht, Rollladenkästen
und Führungsschienen montiert und Fenster und Türen abgeklebt.
[0128] Eine Dichtfolie wird am unteren, äußeren Bereich des Hauswandelements angeklebt und
anschließend eine vorkonfektionierte Perimeterdämmung eingesetzt. Etwaige Tellerdübel
werden platziert und Anputzleisten, Eckschienen und Abschlussleisten angesetzt.
[0129] Schließlich erfolgt ein Armierputzauftrag inklusive Einlegen einer Flächen- sowie
Diagonalarmierung und eine Trocknungsphase.
[0130] Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden,
sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist.
[0131] So können insbesondere ein(er) oder mehrere der oben genannten Merkmale, insbesondere
Schritte, des besonders bevorzugten Herstellverfahrens entfallen.
[0132] Zusätzlich oder alternativ können in einer Ausführung wenigstens einige der Durchgangs-
und/oder Schließ-Schalungssteine auch andere Längen aufweisen, die vorzugsweise jeweils
dem Stückelungsparameter oder irgendeinem Vielfachen des Stückelungsparameter entsprechend
können, so dass sich Versatz in Reihenlängsrichtung zwischen aufeinandergesetzten
Schalungssteinen bzw. jeweils wenigstens einer ihrer Stirnseiten ergibt, der ganzzahlig
durch den Stückelungsparameter teilbar ist, der vorzugsweise zwischen 11,5 cm und
13,5 cm liegt, in einer Ausführung 12,5 cm beträgt. Beispielsweise können in Fig.
1 anstelle der acht Schalungssteine der untersten Reihe links neben der Türaussparung
drei gleichlange Schalungssteinen und in der darüberliegenden Reihe links neben der
Türaussparung der in Fig 1 gezeigte Schalungsstein, links neben diesem nacheinander
zwei Schalungssteine der gleichen Länge wie in der untersten Reihe und ganz links
ein Schalungsstein angeordnet sein bzw. werden, dessen Länge 80% der Länge eines Schalungssteins
der untersten Reihe entspricht.
[0133] Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen
lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau
in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende
Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung
gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen
ergibt.
1. Vorgefertigtes Hauswandelement mit reihenförmig aufeinandergesetzten, insbesondere
einstückigen, Schalungssteinen (10; 20; 30; 40; 50), welche Hohlräume und Durchgangsöffnungen
(12, 14, 15; 22, 24, 25; 52, 54, 55) zum wenigstens teilweisen Befüllen von Schalungssteinen
durch benachbarte Schalungssteine mit Vergussmaterial, insbesondere Beton, aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein erster Schließ-Schalungsstein (10) wenigstens eine geschlossen hergestellte
Stirnseite (11) in Reihenlängsrichtung aufweist, die an einen darüberliegenden Schalungsstein,
insbesondere anderen Schließ-Schalungsstein (20), angrenzt; und/oder dass
erste Breitseiten der Schalungssteine, insbesondere auf wenigstens 50% ihrer Flächen,
stoffschlüssig an einer ersten plattenförmigen Stützstruktur (1) und gegenüberliegende
zweite Breitseiten der Schalungssteine, insbesondere auf wenigstens 50% ihrer Flächen,
stoffschlüssig an einer zweiten plattenförmigen Stützstruktur (2) befestigt sind.
2. Hauswandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein zweiter Schließ-Schalungsstein (20) wenigstens eine geschlossen hergestellte
Stirnseite (21) in Reihenlängsrichtung aufweist, die an einen darüberliegenden Schalungsstein,
insbesondere anderen, insbesondere ersten, Schließ-Schalungsstein (10), angrenzt,
wobei eine Differenz zwischen einer Länge des ersten Schließ-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung
und einer Länge des zweiten Schließ-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung wenigstens
5 cm beträgt, insbesondere gleich einem Stückelungsparameter, der wenigstens 11 cm
und höchstens 14 cm beträgt, oder einem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters
ist oder zwischen 10 cm und 15 cm oder ein ganzzahliges Vielfaches des Bereichs von
10 cm bis 15 cm oder ein Viertel oder Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in
Reihenlängsrichtung oder ein ganzzahliges Vielfaches dieses Viertels bzw. Zehntels
beträgt.
3. Hauswandelement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein dritter Schließ-Schalungsstein (30) wenigstens eine geschlossen hergestellte
Stirnseite in Reihenlängsrichtung aufweist, die an einen darüberliegenden Schalungsstein,
insbesondere anderen, insbesondere ersten oder zweiten, Schließ-Schalungsstein, angrenzt,
wobei eine Differenz zwischen einer Länge des ersten Schließ-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung
und einer Länge des dritten Schließ-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung wenigstens
5 cm beträgt, insbesondere gleiche dem Stückelungsparameter oder einem ganzzahligen
Vielfachen des Stückelungsparameters ist oder zwischen 10 cm und 15 cm oder ein ganzzahliges
Vielfaches des Bereichs von 10 cm bis 15 cm oder ein Viertel oder Zehntel einer Länge
eines Schalungssteins in Reihenlängsrichtung oder ein ganzzahliges Vielfaches dieses
Viertels bzw. Zehntels beträgt, und von der Differenz zwischen den Längen des ersten
und zweiten Schließ-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung um wenigstens 5 cm, insbesondere
zwischen 10 cm und 15 cm oder um ein ganzzahliges Vielfaches des Bereichs von 10 cm
bis 15 cm oder um den Stückelungsparameter oder um ein ganzzahliges Vielfaches des
Stückelungsparameters oder um ein Viertel oder Zehntel einer Länge eines Schalungssteins
in Reihenlängsrichtung oder um ein ganzzahliges Vielfaches dieses Viertels bzw. Zehntels
abweicht.
4. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Stirnfläche in Reihenlängsrichtung wenigstens einer Fenster- und/oder
wenigstens einer Türaussparung (3A, 3B) des Hauswandelements und/oder wenigstens eine
endseitige Stirnfläche des Hauswandelements in Reihenlängsrichtung die geschlossen
hergestellte Stirnseite (11; 21) wenigstens eines ersten, zweiten, dritten und/oder
anderen Schließ-Schalungssteins aufweist.
5. Hauswandelement nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine aussparungsseitige Durchgangsöffnung (54) einer Oberseite und/oder
wenigstens eine aussparungsseitige Durchgangsöffnung (55) einer Unterseite wenigstens
eines an der Aussparung bzw. wenigstens einer der Aussparungen (3A, 3B) angeordneten
Schalungssteins, insbesondere Durchgangs-Schalungssteins (50), durch eine Schalung,
insbesondere einen Sturzkasten, verschlossen ist, und/oder dass die Aussparung bzw.
wenigstens eine der Aussparungen oben und/oder unten durch eine, insbesondere die
Aussparung in Reihenlängsrichtung überragende, Schalung (80) begrenzt ist.
6. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Durchgangs-Schalungsstein (50)
- zwei in Reihenlängsrichtung gegenüberliegende Stirnseiten (51) mit je wenigstens
einer, insbesondere urgeformten, Durchgangsöffnung (52) für Vergussmaterial;
- eine Oberseite mit wenigstens einer, insbesondere urgeformten, Durchgangsöffnung
(54) für Vergussmaterial; und/oder
- eine Unterseite mit wenigstens einer, insbesondere urgeformten, Durchgangsöffnung
(55) für Vergussmaterial aufweist; und/oder dass der wenigstens eine erste, zweite
und/oder dritte Schließ-Schalungsstein (10; 20; 30; 40) und/oder andere Schließ-Schalungsstein
- eine Stirnseite (11; 21) in Reihenlängsrichtung mit wenigstens einer, insbesondere
urgeformten oder materialabtragend hergestellten, Durchgangsöffnung (12; 22), insbesondere
zum wenigstens teilweisen Befüllen durch einen in Reihenlängsrichtung benachbarten
Schalungsstein, insbesondere Durchgangs-Schalungsstein (50), mit Vergussmaterial;
- eine Oberseite mit wenigstens einer, insbesondere urgeformten, Durchgangsöffnung
(14; 24) zum wenigstens teilweisen Befüllen durch wenigstens einen in Aufsetzrichtung
benachbarten Schalungsstein, insbesondere weiteren Schließ-Schalungsstein (10; 20;
30; 40) oder Durchgangs Schalungsstein (50), mit Vergussmaterial; und/oder
- eine Unterseite mit wenigstens einer, insbesondere urgeformten, Durchgangsöffnung
(15; 25) zum wenigstens teilweisen Befüllen wenigstens eines entgegen der Aufsetzrichtung
benachbarten Schalungssteins, insbesondere weiteren Schließ-Schalungssteins oder Durchgangs-Schalungssteins,
mit Vergussmaterial aufweist; und/oder
- seine geschlossen hergestellte Stirnseite (11; 21) geschlossen oder nachträglich
mit wenigstens einer Durchgangsöffnung (12; 22) zum Ausbringen von Vergussmaterial
aus dem Hauswandelement versehen ist.
7. Hauswandelement nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Durchgangs-Schalungssteine, wobei eine Differenz zwischen einer Länge
des einen Durchgangs-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung und einer Länge des anderen
Durchgangs-Schalungssteins in Reihenlängsrichtung wenigstens 5 cm beträgt, insbesondere
gleiche dem Stückelungsparameter oder einem ganzzahligen Vielfachen des Stückelungsparameters
ist oder zwischen 10 cm und 15 cm oder ein ganzzahliges Vielfaches des Bereichs von
10 cm bis 15 cm oder ein Viertel oder Zehntel einer Länge eines Schalungssteins in
Reihenlängsrichtung oder ein ganzzahliges Vielfaches dieses Viertels bzw. Zehntels
beträgt.
8. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Stützstruktur wenigstens eine Gipsfaserplatte oder Gipsplatte,
insbesondere Hartgipsplatte, oder zementgebundene Platte (1, 2), und/oder eine Wandstärke
von wenigstens 10 mm und/oder eine Rohdichte von wenigstens 600 kg/m3 und/oder für eine Zugbeanspruchung in Reihenlängs- und Aufsetzrichtung jeweils eine
Zugfestigkeit von wenigstens 1 N/mm2 und/oder für eine Druckbeanspruchung quer hierzu eine Druckfestigkeit von wenigstens
5 N/mm2 aufweist und/oder mit den ersten bzw. zweiten Breitseiten der Schalungssteine mittels
Mörtel verklebt ist.
9. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine ein- oder mehrlagige Wärmeabdichtung (70), die auf einer schalungssteinabgewandten
Außenseite der ersten Stützstruktur, insbesondere stoffschlüssig, angeordnet, insbesondere
mittels Mörtel mit dieser und/oder einer auf der Außenseite angeordneten Dichtfolie,
verklebt, ist.
10. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein entgegen der Aufsetzrichtung offenes, bodenseitiges, insbesondere
metallisches, Zentrierprofil (60) zum Ausrichten des Hauswandelements auf einem baustellenfesten
Gegenprofil (61) und/oder wenigstens ein wenigstens zwei Schalungssteine, insbesondere
in Reihenlängs- oder Aufsetzrichtung, durchgreifendes, insbesondere metallisches und/oder
einstückiges, Verstärkungsglied und/oder wenigstens ein Tür- und/oder wenigstens ein
Fensterelement.
11. Hauswandelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es nach einem Verfahren nach einem der nachfolgenden Ansprüche hergestellt ist.
12. Verfahren zum Herstellen eines Hauswandelements nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit den Schritten:
- Beschichten der ersten Breitseite wenigstens eines, insbesondere einzelnen, der
Schalungssteine (10; 20; 30; 40; 50) mit einem Haftmittel zum stoffschlüssigen Befestigen
an der ersten Stützstruktur (1);
- Anordnen dieser beschichteten ersten Breitseite auf der ersten Stützstruktur;
- Beschichten der ersten Breitseite wenigstens eines weiteren, insbesondere einzelnen,
der Schalungssteine (10; 20; 30; 40; 50) mit dem Haftmittel, insbesondere vor, während
und/oder nach diesem Anordnen;
- Anordnen dieser beschichteten ersten Breitseiten des wenigstens einen weiteren Schalungssteins
auf der ersten Stützstruktur;
- Beschichten der zweiten Stützstruktur (2) und/oder der zweiten Breitseiten der auf
der ersten Stützstruktur angeordneten Schalungssteine (10; 20; 30; 40; 50) mit einem,
insbesondere dem gleichen, Haftmittel zum stoffschlüssigen Befestigen der zweiten
Breitseiten an der zweiten Stützstruktur; und
- Anordnen der zweiten Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten der Schalungssteine.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schalungssteine unter Freihalten wenigstens einer, insbesondere geplanten oder
bereits in der Stützstruktur ausgeschnittenen, Tür- und/oder wenigstens einer, insbesondere
geplanten oder bereits in der Stützstruktur ausgeschnittenen, Fensteraussparung (3A,
3B) auf der ersten Stützstruktur angeordnet werden;
- die Wärmeabdichtung (70) auf der Außenseite der ersten Stützstruktur (1) angeordnet
und/oder die, insbesondere mit der Wärmeabdichtung versehene, erste Stützstruktur
zugeschnitten wird, bevor die beschichteten ersten Breitseiten auf der ersten Stützstruktur
angeordnet werden;
- das Haftmittel auf die ersten Breitseiten, zweite Stützstruktur und/oder zweiten
Breitseiten aufgebracht wird, während deren Ebene mit der Vertikalen einen Winkel
einschließt, der wenigstens 60° beträgt und/oder wobei ein Zahnbettverfahren verwendet
wird;
- die zweite Stützstruktur auf den zweiten Breitseiten der Schalungssteine angeordnet
wird, während deren Ebene mit der Vertikalen einen Winkel einschließt, der wenigstens
60° oder höchstens 45° beträgt;
- die erste und zweite Stützstruktur nach dem Anordnen der zweiten Stützstruktur auf
den zweiten Breitseiten gegen die Schalungssteine verspannt werden; und/oder
- das Haftmittel zwischen den ersten Breitseiten und der ersten Stützstruktur und/oder
das Haftmittel zwischen den zweiten Breitseiten und der zweiten Stützstruktur aushärtet,
insbesondere während die erste und zweite Stützstruktur verspannt sind und/oder deren
Ebene mit der Vertikalen einen Winkel einschließt, der wenigstens 60° oder höchstens
45° beträgt.
14. Verfahren zum Herstellen eines Teils eines Gebäudes, mit den Schritten:
- Platzieren wenigstens eines Hauswandelements nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere unter Aufsetzen des Zentrierprofils (60) auf ein baustellenfestes Gegenprofil
(61); und
- wenigstens teilweises Befüllen von Schalungssteinen (10; 20; 30; 40; 50) durch benachbarte
Schalungssteine (10; 20; 30; 40; 50) mit Vergussmaterial, insbesondere Beton.