[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein LED-Beleuchtungssystem (LED - lichtemittierende
Diode), d. h. eine Schaltungsanordnung mit einem oder mehreren LED-Leuchtmitteln,
bei denen es sich beispielsweise um dimmbare, d. h. in ihrer Lichtstärke veränderbare,
LED-Leuchtmittel handeln kann, einschließlich Schaltungen zur Energieversorgung und
Steuerung der lichtemittierenden Dioden.
[0002] Die Beleuchtung von Arbeitsräumen und insbesondere Wohnräumen erfolgt heutzutage
in hohem Maße unter Verwendung von LED-Leuchtmitteln. Diese benötigen bei gleicher
Beleuchtungsstärke weniger Energie als andere Leuchtmittel, beispielsweise Glühlampen
oder Leuchtstofflampen. Zudem bieten LED-Leuchtmittel, die sich beispielsweise als
einzelne LED-Spots, d. h. LED-Einzelstrahler, oder als LED-Streifen mit einer Mehrzahl
einzelner, ggf. miteinander verschalteter, LED-Leuchtelemente einsetzen lassen, vielfältige
Möglichkeiten, diese auf kreative Weise dekorativ einzusetzen.
[0003] Allerdings handelt es bei LED-Leuchtmitteln um Halbleiter-Bauelemente, die mit Gleichspannungen
bzw. -strömen betrieben werden. Wird das LED-Leuchtmittel daher nicht von einer Batterie
mit Energie versorgt, ist eine Gleichrichter-Schaltung, d. h. eine AC/DC-Leistungswandler-Schaltung
erforderlich, um verfügbaren Wechselstrom (AC) bzw. Wechselspannung zumindest näherungsweise
in einen Gleichstrom (DC) bzw. eine Gleichspannung zu wandeln.
[0004] Dabei kann die Leistungswandler-Schaltung beispielsweise direkt mit dem LED-Leuchtmittel
in einem Gehäuse oder in einem räumlich nahen, aber vom LED-Leuchtmittel abgesetzten
Modul realisiert sein, so dass die Energie durch eine Zuleitung, d. h. beispielsweise
eine Kabelverbindung, zwischen Energiequelle und Leuchtmittel bzw. abgesetztem Modul
mit Wechselstrom bzw. Wechselspannung übertragen wird. Dies stellt Mindestanforderungen
an den verfügbaren Platz im Bereich der zu installierenden Leuchtmittel und erfordert
ggf. für mehrere oder jedes LED-Leuchtmittel eine eigene AC/DC-Leistungswandler-Schaltung,
wodurch sich neben dem Installationsaufwand auch die Kosten erhöhen.
[0005] Alternativ kann die AC/DC-Leistungswandler-Schaltung an bzw. räumlich in der Nähe
der Netzspannungs- bzw. -stromversorgung als Energiequelle, beispielsweise in einem
zentralen Schaltschrank, angeordnet sein, so dass die Energie durch die Zuleitung
zwischen Energiequelle und Leuchtmitteln mit Gleichstrom bzw. Gleichspannung übertragen
wird. Allerdings muss hierbei insbesondere die elektromagnetische Verträglichkeit,
d .h. das Ausmaß der ungewollten Wirkung auf andere Geräte oder Leitungen bzw. durch
andere Geräte und Leitungen (z. B. durch bei Schaltvorgängen oder Pulsweitenmodulation
entstehende Störsignale und Antennenwirkung der Leitungen) durch ungewollte elektrische
oder elektromagnetische Effekte zu stören oder durch andere Geräte und Leitungen gestört
zu werden, sowie der Leitungswiderstand berücksichtigt werden. So können Stromflüsse
im regulären Betrieb oder auch durch Störsignale induziert die Leitung erwärmen, bei
zu geringem Leitungsquerschnitt auch über eine zulässige Grenztemperatur hinaus, und
dann zu Schäden, beispielsweise durch Schmelzen der Leitung und Kabelbrand, führen.
Daher sind Leitungsquerschnitte häufig für den regulären Betrieb unnötig groß gewählt,
was wiederum zu erhöhtem Materialbedarf und wiederum erhöhten Kosten führt. Zudem
steigt das Gewicht der Leitungen, was beispielsweise bei der Verkabelung in Fahrzeugen,
beispielsweise Kraftfahrzeugen, Zügen und Schiffen, z. B. Kreuzfahrtschiffen mit vielen
Passagierkabinen, und Flugzeugen zu einem dauerhaft erhöhten Treibstoffbedarf und
somit wiederum erhöhten Kosten führt.
[0006] LED-Beleuchtungssysteme können beispielsweise den Betrieb mit einer 24 V Gleichspannung
vorsehen, wobei von einer Stromaufnahme von 300 bis 350 mA oder auch bis 500 mA, 700mA
oder mehr pro einzelnem LED-Spot oder bis zu 1 A pro Kanal eines LED-Streifens ausgegangen
wird. RGBW-LED-Streifen verfügen beispielsweise über vier Kanäle, wobei über jeweils
einen Kanal die rotes Licht, grünes Licht, blaues Licht und weißes Licht emittierenden
Dioden angesprochen werden. Dabei kann es vorgesehen sein, dass die zur Verdrahtung
verwendeten Leitungen der Zuleitung einen überdimensioniert großen Querschnitt aufweisen,
um unerwartet große Stromflüsse beschädigungsfrei leiten zu können.
[0007] In der
US 20180063928 A1 wird ein Beleuchtungssystem gezeigt, bei dem die Leuchtmittel mit Power-Over-Ethernet
(PoE) betrieben werden, d. h. die Stromversorgung erfolgt über ein Ethernet-Datenkabel,
mit dem Komponenten eines lokalen Datennetzwerks verbunden sind, wobei zudem vorgesehen
ist, ein übermäßiges Erhitzen des Kabels zu vermeiden. Dabei werden LED-Leuchtmittel
über eine komplexe elektronische Power-Over-Ethernet-Treiberschaltung angesteuert,
die u. a. einen Mikrokontroller, einen Brücken-Gleichrichter und einen LED-Treiberchip
aufweist und über ein Datenkabel als Energie- und Kommunikationsübertragungsverbindung
mit einem zentralen elektronischen Power-Switch verbunden ist, d. h. einer Datennetzwerk-Kopplungsvorrichtung,
die zusätzlich zur Energieübertragung ausgelegt ist. Um die LED-Leuchtmittel betreiben
zu können, sind sowohl primärseitig, d. h. vor der Einspeisung der Energie in die
Zuleitung, als auch sekundärseitig, d. h. nach der Energieübertragung über die Zuleitung
zum Betreiben der LED-Leuchtmittel, für die Energieversorgung über das Datenkabel
als Zuleitung komplexe Schaltungen unter der Verwendung einer Vielzahl von Halbleiter-Bauelementen
erforderlich, deren Installation Platz und Installationsaufwand erfordert und Kosten
verursacht. Zur Temperaturüberwachung wird durch die PoE-Treiberschaltung der Stromfluss
durch die Zuleitung überwacht, ausgewertet und bei einem Hinweis auf eine Störung
über die Zuleitung und den PoE-Switch ein Alarmsignal an die Zentrale eines Gebäudeautomatisierungssystems
geschickt.
[0008] In der
WO 2016094920 A1 wird ein Beleuchtungssystem vorgestellt, bei dem LED-Leuchtmittel von einer insbesondere
als integrierte Halbleiterschaltung realisierten Betriebsschaltung angesteuert werden,
die über einen DC-Bus als Zuleitung mit einer Gleichspannungsquelle verbunden ist.
Zur Änderung von Parametern der Leuchtmittel durch die Betriebsschaltung ist diese
zur Kommunikation über den DC-Bus eingerichtet und kann Steuersignale empfangen, die
durch PLC ("Power Line Communication") unter Verwendung insbesondere eines DALI-standardkonformen
Protokolls (DALI - "Digital Addressable Lighting Interface") auf den DC-Bus aufmoduliert
und übertragen werden. Auch hier ist eine Halbleiter-Bauelemente aufweisende Schaltung
sowohl als Betriebsschaltung als auch zum Aufmodulieren der Datensignale vor der Übertragung
über den DC-Bus als Zuleitung erforderlich, wobei die Betriebsschaltung sowohl Kosten
verursacht als auch durch zusätzlichen Aufwand erst installiert werden muss.
[0009] In der
DE 20 2006 007 896 U1 wird ein Beleuchtungssystem beschrieben, bei dem für jedes Leuchtmittel ein Steuergerät
vorgesehen ist, das über eine Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation verfügt,
um die Steuergeräte zur Steuerung der Leuchtmittel zu konfigurieren und miteinander
zu synchronisieren. Neben dem erhöhten Platzbedarf für die Steuergeräte entsteht bei
jedem Leuchtmitteltausch ein Bedarf zur erneuten Synchronisation und somit ein erhöhter
Installations- bzw. Inbetriebnahmeaufwand sowie erhöhte Kosten für Steuergeräte und
Installation.
[0010] In der
EP 2 048 916 B1 wird ein Leuchtensystem gezeigt, bei dem die Stromversorgung durch eine Gleichstromquelle
über eine ungeschirmte zweiadrige Versorgungsleitung erfolgt, wobei eine dritte Ader
vorgesehen ist, um Steuersignale zu übermitteln. Die Leuchten verfügen über Steuerschaltungen,
die auch eine Kommunikation der Leuchten ermöglichen. Anstatt einer dritten Ader für
die Steuersignale kann auch vorgesehen sein, die Steuersignale durch Frequenzmodulation
des Stroms in der Versorgungsleitung zu übertragen.
[0011] In der
US 9 622 329 B2 wird ein System zum Senden von Steuersignalen für Leuchtdiodenschaltungen über Wechselstrom-Zuleitungen
gezeigt, die die Leuchtdiodenschaltungen mit Wechselstrom versorgen, der dann von
AC/DC-Leistungswandlern in Gleichstrom zum Betrieb der Leuchtdioden und der leuchtdiodenseitigen
Steuerschaltungen gewandelt wird.
[0012] In der
US 9,253,842 B2 wird ein dimmbares LED-Beleuchtungssystem beschrieben. Dabei wird unter anderem gezeigt,
dass der Strom, mit dem die LED-Leuchtmittel versorgt werden, von einer Stromquelle
mit Dimmerfunktion durch Pulsweitenmodulation (PWM) bereitgestellt wird, wobei vorgesehen
ist, den Strom in Abhängigkeit von einer minimalen Temperatur der LEDs so zu steuern,
dass immer ein ausreichender minimaler Stromfluss aufrecht erhalten bleibt, um die
LEDs vor Beschädigungen durch Stromspitzen zu schützen und die Reaktionsgeschwindigkeit
zu verbessern
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein auch bei Störeinflüssen
betriebssicheres und dennoch kostengünstig herstell- und betreibbares System zur Verfügung
zu stellen, mit dem LED-Leuchtmittel über eine Zuleitung mit Energie versorgt und
gesteuert werden können.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem LED-Beleuchtungssystem gemäß Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0015] Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst ein LED-Beleuchtungssystem eine primärseitige
Anordnung, eine sekundärseitige Anordnung und eine Zuleitung, über die die sekundärseitige
Anordnung von der primärseitigen Anordnung mit elektrischer Energie versorgbar ist,
wobei die sekundärseitige Anordnung ein oder mehrere Halbleiter-Bauelemente aufweist
und die primärseitige Anordnung eine Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer
Energie aufweist. Dabei ist vorgesehen, dass das eine oder die mehreren sekundärseitigen
Halbleiter-Bauelemente nur LED-Leuchtmittel sind und die primärseitige Anordnung außerdem
eine Steuereinrichtung umfasst, die dazu eingerichtet ist, einen aktuellen Stromfluss
durch die Zuleitung in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung
zu steuern.
[0016] Die sekundärseitige Anordnung ist eine Schaltung, die zumindest ein LED-Leuchtmittel,
also eine Leuchtdiode, aufweist und über eine Zuleitung, d. h. eine Versorgungsleitung
bzw. ein Versorgungskabel, die bzw. das aus einer oder mehreren Drahtverbindungen
bzw. Adern bestehen kann, mit elektrischer Energie von der primärseitigen Anordnung
versorgt wird. Die primärseitige Anordnung ist eine Schaltung, die über eine geeignete
Einrichtung verfügt, um die elektrische Energie bereitzustellen und in die Zuleitung
einzuspeisen, d. h. eine Stromquelle bzw. Spannungsquelle, wobei es sich um eine primäre
Quelle, z. B. eine Batterie, oder eine sekundäre Quelle, z. B. einen AC/DC-Leistungswandler
handeln kann, der seinerseits z. B. über ein verfügbares Stromnetz mit Wechselstrom
versorgt wird.
[0017] Während die sekundärseitige Anordnung zwar andere elektrische Bauelemente aufweisen
kann, beispielsweise Widerstände, sind als Halbleiter-Bauelemente lediglich die LED-Leuchtmittel,
d. h. die Leuchtdioden, vorgesehen. Sekundärseitig sind also beispielsweise keine
Dioden für eine Gleichrichterschaltung, d. h. einen AC/DC-Leistungswandler, und auch
keine Prozessoren oder Mikrocontroller für eine sekundärseitige Steuerschaltung vorgesehen,
die Parameter der LED-Leuchtmittel steuern kann, z. B. in Abhängigkeit von über die
Zuleitung oder auf anderem Wege empfangenen Steuersignalen. Dies bietet den Vorteil,
dass neben den wegfallenden Kosten für diese Halbleiter-Bauelemente auch die sekundärseitige
Installation sehr vereinfacht wird und z. B. die Wartung meist reduziert werden kann
auf ein einfaches Überprüfen und ggf. Austauschen des LED-Leuchtmittels, ohne dass
dieses erst angepasst und eine Steuereinrichtung erst eingerichtet und angepasst werden
muss. Zudem ist der Platzbedarf für die sekundärseitige Anordnung sehr reduziert,
da alle ggf. mehr Platz benötigenden Elemente des Systems Teil der primärseitigen
Anordnung sind. Dies ist beispielsweise in Gebäuden mit hohem Vorfertigungsgrad vorteilhaft.
Zudem bietet sich so bei Wartungsarbeiten ein guter Zugang zu den elektronischen Komponenten
der Primäranordnung, während in der Sekundäranordnung die Leuchtmittel problemlos
und ohne Anlernen getauscht werden können, was besonders bei hohen Installationsdichten
und schnellen Inbetriebnahmen vorteilhaft ist.
[0018] Da LED-Leuchtmittel Leuchtdioden sind, die mit Gleichstrom betrieben werden und sekundärseitig
keine Gleichrichterschaltung vorgesehen ist, wird die erforderliche Energie über die
Zuleitung mit Gleichstrom bzw. Gleichspannung übertragen. Dabei ist als Teil der primärseitigen
Anordnung eine Steuerschaltung vorgesehen, die dazu eingerichtet ist, den aktuellen
Stromfluss durch die Zuleitung in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen Temperatur
der Zuleitung zu steuern. Die maximal zulässige Temperatur der Zuleitung ist eine
Temperatur, bei der sich deren Höhe negativ auf die Funktionsfähigkeit oder die Betriebssicherheit
der Zuleitung auswirkt. Dies kann insbesondere die Temperatur sein, bei der das leitende
Metall der Zuleitung schmilzt oder die Temperatur, bei der eine Isolierung der Zuleitung
schmilzt oder brennt, Kabelbrand droht, Anschlusskontakte, z. B. Anschlussstecker,
beschädigt werden oder die Hitze das Leuchtmittel beschädigt oder, je nach Umgebung,
in der die Zuleitung verlegt ist, umgebende Materialien Schaden nehmen. Den aktuellen
Stromfluss in Abhängigkeit von dieser maximal zulässigen Temperatur zu steuern, umfasst
dabei insbesondere, den aktuellen Stromfluss, falls erforderlich, zu reduzieren, um
zu verhindern, dass die tatsächliche Temperatur über die maximal zulässige Temperatur
ansteigt. Hierzu kann z. B. ein Sensor vorgesehen sein, mit dem die tatsächliche Temperatur
der Zuleitung überwacht wird.
[0019] Die beschriebene Steuerung des Stromflusses bietet den Vorteil, dass sichergestellt
ist, dass die Zuleitung des LED-Beleuchtungssystems beschädigungsfrei betrieben werden
kann, auch wenn möglicherweise Situationen großer Temperaturanstiege durch z. B. unerwartet
großen Stromfluss durch induzierte Störungen oder Kurzschlüsse o. ä. auftreten. So
kann vermieden werden, die Zuleitung physikalisch sicherheitshalber mit so großem
Durchmesser auszulegen, dass auch in Ausnahmefällen auftretende sehr große Ströme
problemlos geleitet werden können. Dies spart zum einen Materialkosten. Zum anderen
sind Leitungen mit geringerem Durchmesser meist auch leichter zu verlegen. Vorzugsweise
weist die Zuleitung Adern, d. h. Leitungen, mit Aderquerschnitten beispielsweise gemäß
AWG22 oder AWG23 (AWG - amerikanisches Maß für Drahtquerschnitte) auf. Erfolgt die
Installation an Bord einer mobilen Einrichtung, z. B. eines Fahrzeugs, Flugzeugs oder
Schiffes, bewirkt das durch den geringeren Durchmesser auch geringere Gewicht der
Zuleitung auch einen dauerhaft verringerten Treibstoffbedarf. Dies kann beispielsweise
an Bord von Kreuzfahrtschiffen mit beleuchtbaren Kabinen für möglicherweise Hunderte
oder sogar Tausende Passagiere eine messbare Energiekosten-Ersparnis bewirken. Das
erfindungsgemäße LED-Beleuchtungssystem ermöglicht, beispielsweise bei Projekten zur
Errichtung größerer zusammenhängender Wohneinheiten, auch die effektive und fehlerfreie
Installation der Komponenten, kurze Zeiten für die Inbetriebnahme, sowie einen wartungsarmen
Betrieb über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes oder einer mobilen Einrichtung.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Steuereinrichtung eine Sensoreinheit
auf, die dazu eingerichtet ist, den aktuellen Stromfluss zu erfassen, und die Steuereinrichtung
ist dazu eingerichtet, den aktuellen Stromfluss auf einen von der maximal zulässigen
Temperatur abhängigen maximal zulässigen Stromfluss größer Null zu begrenzen. Hierbei
ist es vorgesehen den aktuellen Stromfluss durch die Zuleitung direkt oder indirekt
zu messen und anhand der Parameter der Zuleitung, z. B. Material, Leitungswiderstand,
Querschnitt, auf die tatsächliche Temperatur zu schließen bzw. die maximal zulässige
Temperatur in einen maximal zulässigen Stromfluss zu übersetzen, so dass das Nicht-Überschreiten
der maximal zulässigen Temperatur durch ein Überwachen sichergestellt wird, dass ein
maximal zulässiger Stromfluss nicht oder nicht über eine bestimmte Zeitdauer hinaus
überschritten wird. Die Bestimmung des Zusammenhangs zwischen der maximal zulässigen
Temperatur und dem maximal zulässigen Stromfluss kann, sofern keine aktuell veränderlichen
Umgebungsparameter einbezogen werden sollen, bereits vorab erfolgen. Den maximal zulässigen
Stromfluss auf einen Wert größer Null zu begrenzen umfasst insbesondere, den Stromfluss
nicht dauerhaft durch Einsatz z. B. einer Schmelzsicherung zu unterbrechen. Stattdessen
hält die Steuerschaltung das LED-Beleuchtungssystem dauerhaft betriebsbereit bzw.
eine komplette Abschaltung wird vermieden, so lange dies möglich ist, d. h. kein totaler
Kurzschluss aller Leitungen vorliegt. Das Aufrechterhalten der Grundfunktion ist insbesondere
bei einem Beleuchtungssystem vorteilhaft. Zudem bleibt so gewährleistet, dass weitere
abnormale Situation jederzeit erkannt und der Betreiber darüber informiert werden
kann.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Zuleitung ein oder mehrere
verdrillte Aderpaare auf. Die Verwendung verdrillter Aderpaare ermöglicht ein gleiches
Übertragungsverhalten auf allen Aderpaaren. Werden die unterschiedlichen Aderpaare
für unterschiedliche Kanäle verwendet, beispielsweise um die rot, grün, blau und weiß
leuchtenden LED-Leuchtmittel eines RGBW-Streifens unabhängig voneinander anzusteuern,
wird so dennoch eine homogene Farbmischung des Lichts der LED-Leuchtmittel sichergestellt.
Dies gilt auch, wenn die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, z. B. durch Regulieren
des Stromflusses die Lichtstärke der LED-Leuchtmittel über einen Bereich zu dimmen.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems weist die Zuleitung
eine Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen auf. Eine durchgängige Schirmung
der Zuleitung verringert, ebenso wie die Verdrillung der Aderpaare, das Risiko, dass
durch die Antennenwirkung jeder Leitung und energiereiche Schaltflanken zusätzliche
Stromflüsse in der Zuleitung induziert werden. Zudem vergrößert die Schirmung nicht
nur die Immunität der Zuleitung gegen elektromagnetische Störwirkungen von außen,
sondern wirkt umgekehrt auch als Emissionsschutz gegen die elektromagnetische Störwirkung
zwischen verschiedenen Leitungen, beispielsweise hervorgerufen durch Schaltflanken
einer Pulsweitenmodulation oder anderen Modulation des geleiteten Stroms, die z. B.
zum Zweck des Dimmens oder der Begrenzung der Leistung an der Last bzw. des Stromes
auf der Leitung verwendet werden können. Dies bietet den Vorteil, dass die Zuleitung
bzw. darin enthaltene Leitungen, d. h. Adern, nicht für unerwartet große Stromflüsse
dimensioniert werden müssen, d. h. es können Leitungen mit geringeren Querschnitten
verwendet werden, die weniger leitfähiges Material verbrauchen und dünner, leichter
und flexibler sind und sich damit gut für eine einfache, schnelle Installation eignen.
[0023] In einer beispielhaften bevorzugten Ausführungsform werden für die Zuleitung aus
der Netzwerktechnik bekannte Datenkabel mit verdrillten Aderpaaren verwendet, insbesondere
STP-Kabel (STP - Shielded Twisted Pair), die über ein Metallgeflecht (meist ein Kupfergeflecht)
als Abschirmung verfügen, und FTP-Kabel (FTP - Foiled Twisted Pair), die über eine
Metallfolie (meist eine Aluminiumfolie) als Abschirmung verfügen. Auch S/STP-Kabel
(S/STP - Screened STP) und S/FTP-Kabel (S/FTP - Screened FTP) können verwendet werden,
bei denen zusätzlich eine Abschirmung von Aderpaaren gegeneinander vorgesehen ist.
Die Verwendung von vorkonfektionierten STP- oder FTP Kabeln bietet zudem den Vorteil,
dass insbesondere auch bei schneller oder massenweiser Installation weniger Verdrahtungsfehler
auftreten.
[0024] In einer Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems umfasst die Einrichtung zum
Bereitstellen von elektrischer Energie eine Gleichrichter-Schaltung, d. h. einer AC/DC-Wandlereinrichtung.
Gleichrichterschaltungen dienen der Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom und
sind meist mit Halbleiterdioden, ggf. auch mit Thyristoren oder Transistoren, realisiert.
So kann die Sekundäranordnung mit den LED-Leuchtmitteln über die Zuleitung mit Gleichstrom
versorgt werden, der z. B. aus einem verfügbaren Wechselstromnetzwerk gewonnen wird,
ohne dass eine sekundärseitige Gleichrichtung mit einer geeigneten Halbleiterbauteil-Schaltung
erforderlich ist. Zudem wird vermieden, die Netzspannung, die z. B. 230 V betragen
kann, an die Zuleitung anzulegen, was eine gefahrlose Installation der Zuleitung und
der Leuchtmittel ermöglicht, selbst wenn sekundärseitig Fehler bei der Verschaltung
gemacht werden.
[0025] In einer Ausführungsform ist die Zuleitung mit der primären Anordnung und der sekundären
Anordnung über Steckverbindungen verbindbar bzw. verbunden. So wird die Installation
vereinfacht, insbesondere wenn als Zuleitung auch ein genormtes Twisted-Pair-Kabel,
beispielsweise ein STP- oder ein FTP-Kabel verwendet wird, wobei als Steckverbindungen
beispielsweise RJ-45-Steckverbindungen mit Anschlusskontakten zu 4x2 Adern, d. h.
vier verdrillten Aderpaaren (zuzüglich Anschlussmöglichkeit der Schirmung) verwendet
werden können. In anderen Ausführungsformen ist die Zuleitung mit der primären Anordnung
und der sekundären Anordnung beispielsweise über Schalter oder Trennstellen, Klemmverbindungen,
Schraubverbindungen, Quetschverbindungen oder andere manuell herstellbare Verbindungen
verbindbar bzw. verbunden. Zudem können für die Verbindung der Zuleitung mit der primären
und der sekundären Anordnung gleiche oder sich unterscheidende Verbindungsformen verwendet
werden.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems ist eine minimal erforderliche
Größe einer Querschnittsfläche der Zuleitung nur in Abhängigkeit von einem maximal
zulässigen Spannungsabfall über dem einen oder den mehreren Leuchtmitteln bestimmt
und eine tatsächliche Größe der Querschnittsfläche der Zuleitung ist an die minimal
erforderliche Größe angepasst. Die tatsächliche Größe ist dann an die minimal erforderliche
Größe angepasst, wenn sich die Größen entsprechen oder wenn die tatsächliche Größe
die minimal erforderliche Größe leicht übersteigt, beispielsweise um 5%, 10% oder
20%, so dass ein Puffer vorgesehen ist, um leichte Anstiege des Stromflusses aufnehmen
zu können, ohne dass die Temperatur der Zuleitung in einen kritischen Bereich ansteigt.
Ist die tatsächliche Größe so gewählt, dass allein durch die überdimensionierte Leitung
auch erhebliche Anstiege des Stromflusses aufgenommen werden können, ohne dass die
Temperatur der Zuleitung einen kritischen Wert erreicht, und auf die Steuereinrichtung
zum Anpassen des Stromflusses auf Kosten einer wesentlich dickeren, schwereren Leitung
verzichtet werden kann, ist die tatsächliche Größe der Querschnittsfläche hingegen
nicht mehr an die minimal erforderliche Größe angepasst. Indem die minimal erforderliche
Größe der Querschnittsfläche lediglich anhand des Spannungsabfalls über dem Leuchtmittel
bestimmt wird, ist sichergestellt, dass die Leitung dünn und leicht dimensioniert
wird.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems umfasst die Zuleitung
eine Mehrzahl von Kanälen und die Steuereinrichtung ist dazu eingerichtet, einen jeweils
zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses in zumindest einem der Kanäle zu überwachen.
Ein Kanal der Zuleitung kann beispielsweise einem von einer Mehrzahl von verdrillten
Aderpaaren entsprechen, die gemeinsam ein ggf. geschirmtes Kabel bilden, wobei jeder
Kanal ein anderes Leuchtmittel mit Energie versorgt, beispielsweise getrennte Leuchtdiodenelemente
eines RGBW-LED-Streifens, die z. B. rotes, grünes, blaues und weißes Licht abstrahlen.
In einer weiteren Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, einen oder mehrere Kanäle
der Zuleitung zumindest abschnittsweise als räumlich getrennte Kabel mit einzelnen
Adern oder Aderpaaren zu realisieren, beispielsweise wenn dies aufgrund der baulichen
Gegebenheiten, unter denen das LED-Beleuchtungssystem installiert wird, erforderlich
ist. Dabei kann es erforderlich oder vorteilhaft sein, die Überwachung des Stromflusses
nur für einen bzw. einen Teil der Kanäle durchzuführen, beispielsweise wenn diese
am ehesten von einer Fehlfunktion bedroht sind.
[0028] In einer bevorzugten beispielhaften Ausführungsform ist die Steuereinrichtung aber
dazu eingerichtet, den jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses in der
Mehrzahl von Kanälen zu überwachen, d. h. jeden der Kanäle zu überwachen. Dies bietet
den Vorteil, dass jeder Bedarf, den Stromfluss anzupassen, erkannt werden kann.
[0029] In einer Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems ist die Steuereinrichtung dazu
eingerichtet, zumindest für den überwachten jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen
Stromflusses eine Begrenzung durchzuführen, wenn ein zugehöriger maximal zulässiger
Stromflusswert überschritten wird.
[0030] Dabei ist insbesondere in einer Ausführungsform vorgesehen, dass der zugehörige maximale
Stromflusswert von der maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung abhängig festgelegt
ist. D. h. der Stromfluss wird dann von der Steuereinrichtung angepasst, wenn der
aktuell erfasste Wert einen Anstieg der Temperatur der Leitungen des betroffenen Kanals
bzw. der gesamten Zuleitung in einen kritischen, d. h. einen eine Betriebsstörung
verursachenden Bereich erwarten lässt. So können Schäden durch Überhitzung vermieden
werden, ohne die Temperatur selbst messen zu müssen.
[0031] In einer Ausführungsform ist die Steuereinrichtung außerdem dazu eingerichtet, anhand
des überwachten jeweils zugehörigen Anteils des aktuellen Stromflusses eine Fehlfunktion
des LED-Beleuchtungssystems zu detektieren. Dies umfasst, anhand der erfassten Stromflusswerte
und ggf. deren Verlauf über der Zeit Fehlfunktion vor allem in der Zuleitung und/oder
in den LED-Leuchtmitteln und ggf. den Anschlüssen zu erkennen, z. B. Drahtbrucherkennung,
Kurzschlusserkennung, Erkennung von Schlüssen zwischen zwei Kanälen und Erkennung
von Ungleichheiten, die z. B. auf verschmutzte Steckerverbindungen hindeuten können.
Die Steuereinrichtung ist vorzugsweise auch dazu eingerichtet, je nach Fehlfunktion
den zugehörigen Stromfluss zu reduzieren oder ggf. auch ganz abzuschalten. Zudem kann
die Steuereinrichtung dazu eingerichtet sein, eine zugehörige Information oder Alarmierung
an eine übergeordnete Einheit, beispielsweise ein Gebäudeautomatisierungssystem, zu
übertragen.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet, den
jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses durch zumindest einen der Kanäle
in Abhängigkeit von einem zugeordneten Dimm-Eingangssignal anzupassen. Ein Dimm-Eingangssignal
ist ein über eine Eingangsschnittstelle der Steuereinrichtung empfangbares externes
Signal, das beispielsweise von einem Benutzer des LED-Systems veränderbar ist. Damit
wird ein Regulieren des Stromflusses in zumindest einem, vorzugsweise mehreren oder
allen Kanälen ermöglicht, so dass die Lichtstärke der LED-Leuchtmittel stufenlos geändert
oder auch unterbunden werden kann. Insbesondere wenn die Kanäle als verdrillte Aderpaare
die Zuleitung zu in verschiedenen Farben leuchtenden LED-Leuchtmitteln bilden, ergibt
sich eine homogene Farbmischung des Lichts der LED-Leuchtmittel. Separate Dimm-Eingangssignale
für unterschiedliche Kanäle, die verschiedenfarbige LED-Leuchtmittel ansteuern, erlauben
eine Variation der Farbmischung. Die Variation des aktuellen Stromflusses durch die
jeweiligen Kanäle der Zuleitung mit Hilfe der primärseitigen Steuereinrichtung erlaubt
somit eine Steuerung der sekundärseitigen LED-Leuchtmittel gemäß den Wünschen eines
Nutzers über die Zuleitung, über die auch die Energieversorgung der LED-Leuchtmittel
erfolgt.
[0033] In einer Ausführungsform sind das eine oder die mehreren LED-Leuchtmittel auf einem
Trägerelement mit einer Verbindungsmöglichkeit zu einer Stromversorgung bereitgestellt.
In einer beispielhaften Ausführungsform sind die LED-Leuchtmittel als Streifen-LEDs
von einem LED-Streifen umfasst.
[0034] Beispielsweise können in den Streifen verschiedene Multi-Color LED-Leuchtmittel verwendet
werden, in denen jeweils vier unterschiedlich farbige LEDs in einem Gehäuse angeordnet
sind. Beispielsweise kann es sich bei einem LED-Streifen auch um einen RGBW-LED-Streifen
handeln, bei dem jeweils eine andere Leuchtdiode rotes, grünes, blaues oder weißes
Licht abstrahlt. In anderen Ausführungsformen kann das Trägerelement auch eine flächige
Anordnung von LED-Leuchtmitteln vorsehen.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform des LED-Beleuchtungssystems umfasst dieses außerdem
mindestens eine weitere sekundärseitige Anordnung und mindestens eine weitere Zuleitung,
über die die mindestens eine weitere sekundärseitige Anordnung von der primärseitigen
Anordnung mit elektrischer Energie versorgbar ist. Dabei weist die mindestens eine
weitere sekundärseitige Anordnung jeweils ein oder mehrere weitere Halbleiter-Bauelemente
auf. Es ist vorgesehen, dass das jeweilige eine weitere oder die jeweiligen mehreren
weiteren Halbleiter-Bauelemente nur LED-Leuchtmittel sind und dass die Steuereinrichtung
der primärseitigen Anordnung außerdem dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen aktuellen
Stromfluss durch die mindestens eine weitere Zuleitung in Abhängigkeit von einer jeweils
zugehörigen maximal zulässigen Temperatur der mindestens einen weiteren Zuleitung
zu steuern.
[0036] Mit anderen Worten, es ist vorgesehen, dass die primärseitige Anordnung eine weitere
sekundärseitige Anordnung sowohl mit Energie versorgt als auch derart steuert, dass
kritische Temperaturen durch zu große Stromflüsse vermieden werden und sich die Vorteile
der sekundärseitigen leichten Installierbarkeit und Wartbarkeit, des geringen Materialaufwands
für die Zuleitungen usw. auch für eine weitere und in anderen Ausführungsformen auch
für viele weitere sekundäre Anordnungen ergeben. So kann das LED-Beleuchtungssystem
beispielsweise dazu ausgelegt sein, eine Vielzahl von Räumen eines Hauses oder eine
Vielzahl von Kabinen eines Passagierschiffes, z. B. eines Kreuzfahrtschiffes, auf
eine preiswerte Weise stabil und steuerbar mit beispielsweise dimmbarem Licht zu versorgen,
auch wenn die Zuleitungen von einer zentralen Primäranordnung zu den auf die einzelnen
Räume verteilten Sekundäranordnungen baulich bedingt lang sein müssen und ansonsten
ein hohes Gewicht hätten und hohe Materialkosten verursachen würden.
[0037] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung sind aus der detaillierten Beschreibung
und den Abbildungen ersichtlich. Die Erfindung wird nachstehend auch im Zusammenhang
mit der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die begleitenden
Abbildungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Beispiels einer Steuereinrichtung eines LED-Beleuchtungssystems;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines zweiten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines dritten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines vierten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines fünften Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
[0038] In den Figuren sind identische oder ähnliche Elemente mit identischen Bezugszeichen
versehen, soweit dies zweckmäßig ist.
[0039] Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen benutzt und strukturelle oder logische
Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
abzuweichen. Es versteht sich, dass die Merkmale der vorstehend und nachstehend beschriebenen
verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen miteinander kombiniert werden können,
sofern nicht spezifisch anders angegeben. Die Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem
Sinne aufzufassen, und der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die
angefügten Ansprüche definiert.
[0040] In Fig. 1 wird eine schematische Darstellung eines ersten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Das LED-Beleuchtungssystem 100
umfasst eine primärseitige Anordnung 101, eine sekundärseitige Anordnung 102 und eine
Zuleitung 103. Über die Zuleitung 103 ist die sekundärseitige Anordnung 102 mit der
primärseitigen Anordnung 101 verbunden und kann von dieser mit elektrischer Energie
versorgt werden.
[0041] Die sekundärseitige Anordnung 102 weist in der gezeigten einfachen Form als einziges
Halbleiter-Bauelement ein LED-Leuchtmittel 104 auf, beispielsweise eine Leuchtdiode,
z. B. einen zur Raumbeleuchtung ausgelegten LED-Spot. In anderen Ausführungsformen
weist die sekundärseitige Anordnung 102 eine Mehrzahl von LED-Leuchtmitteln auf, beispielsweise
mehrere parallel oder anders miteinander verschaltete Leuchtdioden. Zudem können beispielsweise
Widerstände (nicht gezeigt) Teil des Schaltkreises sein, der die sekundärseitige Anordnung
102 bildet. In der gezeigten Ausführungsform ist zudem vorgesehen, eine Adaptervorrichtung
105 zu verwenden, um das LED-Leuchtmittel 104 mit der Zuleitung 103 zu verbinden.
Die Adaptervorrichtung 105, beispielsweise eine Adapterplatine mit geeigneten Anschlüssen,
erlaubt es, für die Verbindung zu den Adern, d. h. Leitungen, der Zuleitung 103 geeignete
Anschlussbuchsen oder Stecker bereitzustellen, so dass für die Zuleitung 103 z. B.
Leitungen mit standardisierten Anschlüssen verwendet werden können, die nicht zu den
Anschlüssen der LED-Leuchtmittel passen müssen. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
ist beispielsweise vorgesehen, die Zuleitung 103 mit der Adaptervorrichtung 105 mit
Steckverbindungen 106, 107 eines ersten Typs zu verbinden, während Anschlussleitungen
des LED-Leuchtmittels Steckverbindungen 108 eines zweiten Typs aufweisen, um über
die Adaptervorrichtung 105 eine leitende Verbindung mit den Leitungen der Zuleitung
103 herzustellen. Beispielsweise kann es sich bei den Steckverbindungen des ersten
Typs um Verbindungen mit üblichen Aderklemmen handeln, während die Steckverbindungen
des zweiten Typs durch Push-In-Verbindungen realisiert sind. Dabei kann auch jede
andere zur Verbindung mit der Adaptervorrichtung 105 geeignete Steckverbindung verwendet
werden, d. h. in dieser und anderen Ausführungsformen ist es möglich, andere Steckverbindungen
zu verwenden, die dieselbe Wirkung haben.
[0042] Die primärseitige Anordnung 101 weist eine Einrichtung 109 zum Bereitstellen von
elektrischer Energie auf. Dabei handelt es sich um eine Strom- bzw. eine Spannungsquelle,
die zumindest näherungsweise Gleichstrom bzw. Gleichspannung bereitstellt, beispielsweise
eine Batterieeinrichtung mit einer oder mehreren Batterien. In der gezeigten Ausführungsform
ist die Einrichtung 109 zum Bereitstellen von elektrischer Energie eine AC/DC-Wandlereinrichtung,
die beispielsweise über eine Verbindung (nicht gezeigt) mit einem Versorgungsnetzwerk
mit Wechselstrom bzw. Wechselspannung versorgt wird und diesen z. B. mit Hilfe einer
Gleichrichterschaltung zumindest näherungsweise in einen Gleichstrom bzw. eine Gleichspannung
umwandelt und diesen bzw. diese dann über eine positive Zuführung 110 und eine negative
Zuführung 111 einer Steuereinrichtung 112 zuführt. Die Steuereinrichtung 112 ist dazu
eingerichtet, den Stromfluss durch die Zuleitung 103 über der Zeit, d. h. den jeweils
aktuellen Stromfluss in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung
103 zu steuern, mit der die Ausgangsleitungen der Steuereinrichtung in der gezeigten
Ausführungsform ebenfalls über Steckverbindungen 113 verbunden sind. Je nach Beschaffenheit
der Zuleitung und ihrer Anschlüsse können in anderen Ausführungsformen andere lösbare
oder auch nicht lösbare Verbindungen vorgesehen sein.
[0043] In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform verfügt die Steuereinrichtung 112 zudem
über eine Dimmsignal-Eingangsschnittstelle 114, über die ein extern bereitgestelltes,
z. B. von einem Benutzer über einen Dimmschalter veränderbares, Dimmsignal empfangen
werden kann, wobei die Steuereinrichtung 112 dazu eingerichtet ist, den Stromfluss
durch die Zuleitung 103 auch in Abhängigkeit von dem empfangenen Dimmsignal zu steuern,
um so die Lichtstärke des LED-Leuchtmittels 104 in der sekundären Anordnung 102 anzupassen.
Hierfür kann eine entsprechende Anpassung der Stärke des Stromflusses vorgesehen sein
oder unter Berücksichtigung des Anschaltverhaltens des LED-Leuchtmittels 104 eine
Anpassung der effektiven Lichtstärke durch Pulsweitenmodulation des von der Steuereinrichtung
112 ausgegebenen Stroms bzw. der Spannung.
[0044] Die Zuleitung 103 ist als mit einer Schirmung 115 gegen elektromagnetische Störungen
versehenes verdrilltes Aderpaar 116 ausgeführt, wobei die Schirmung 115 über Steckverbindungen
117 und 107, beispielsweise Schirmklemmen, mit Masse 118, 119 verbunden, also z. B.
geerdet ist.
[0045] Es ist vorgesehen, die Zuleitung 103 mit geringer Querschnittsfläche und somit geringem
Gewicht auszuführen. Dabei ist die Querschnittsfläche der Zuleitung 103 unabhängig
von der Dicke einer Isolierung (nicht gezeigt) oder der Schirmung 115 die Summe der
Querschnittsflächen der Adern des verdrillten Aderpaares 116. Die minimal erforderliche
Größe der Querschnittsfläche der Zuleitung 103 wird hierbei nur in Abhängigkeit von
einem maximal zulässigen Spannungsabfall über dem LED-Leuchtmittel 104 bestimmt. Die
tatsächliche Größe der Querschnittsfläche ist an die minimal erforderlichen Größe
angepasst gewählt. Hierzu ist die tatsächliche Größe gleich der minimal erforderlichen
Größe gewählt. In anderen Ausführungsformen ist vorgesehen, dass die tatsächliche
Größe die minimal erforderliche Größe gering übersteigt, z. B. um 5%, 10% oder 20%.
[0046] Im Folgenden wird Bezug auf Fig. 2 genommen, in der ein Beispiel einer Steuereinrichtung
eines LED-Beleuchtungssystems schematisch dargestellt ist. Die gezeigte Steuereinrichtung
212 eignet sich zur Verwendung als die in Fig. 1 gezeigte Steuereinrichtung 112. Sie
ist über die positive Zuführung 210 und die negative Zuführung 211 als Eingangsschnittstelle
mit einer Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie verbindbar. Die Steuereinrichtung
212 weist eine Sensoreinheit in Form einer Strommesseinheit 220 auf, die dazu eingerichtet
ist, den aktuellen Stromfluss zu erfassen und Messwerte an eine Auswerteeinheit 221
zu übergeben. Die Auswerteeinheit 221 kann beispielsweise als Logikschaltung in Hardware
oder in einem programmierbaren Logikbaustein oder als programmierbare Einrichtung,
beispielsweise ein Mikroprozessor oder Mikrocontroller, realisiert sein. In der gezeigten
Ausführungsform wird die Strommessung nach einer Absicherungseinheit 222 vorgenommen,
bei der es sich um eine Schutzschaltung handelt, beispielsweise um empfangene Eingangsstrom-
bzw. -spannungsspitzen herauszufiltern.
[0047] Zudem ist eine Dimmsignal-Eingangsschnittstelle 214 vorgesehen, über die ein extern
bereitgestelltes Dimmsignal empfangbar ist. Die Steuereinrichtung 212 verfügt über
eine mit der Dimmsignal-Eingangsschnittstelle 214 und z. B. der negativen Zuführung
211 verbundene Treibereinheit 223, die dazu eingerichtet ist, den Stromfluss in Abhängigkeit
von dem empfangenen Dimmsignal so zu verändern, dass die die Lichtstärke eines LED-Leuchtmittels
in einer über eine im gezeigten Beispiel mit Steckverbindungen 206 an die Steuereinrichtung
212 angeschlossene Zuleitung verbundene sekundären Anordnung wie gewünscht angepasst
wird. Dadurch erzeugte Spannungsschwankungen werden mit einer Spannungsmesseinheit
224 erfasst und zugehörige Messwerte an die Auswerteeinheit 221 übergeben.
[0048] Die Auswerteeinheit 221 der Steuereinrichtung 212 ist dazu eingerichtet, z. B. programmiert,
den aktuellen Stromfluss auf einen von einer maximal zulässigen Temperatur abhängigen
maximal zulässigen Stromfluss größer Null zu begrenzen. Dabei kann, je nach Ausführungsform,
die maximal zulässige Temperatur anhand von Parametern der Zuleitung, z. B. Material,
Leitungswiderstand, Querschnitt, vorab ermittelt sein oder unter Berücksichtigung
weiterer Parameter, beispielsweise der Umgebungstemperatur, dynamisch ermittelt werden.
Unter Berücksichtigung der Materialeigenschaften der verwendeten Zuleitung wird die
maximal zulässige Temperatur in einen maximal zulässigen Stromfluss übersetzt.
[0049] Die Auswerteeinheit 221 ist nun dazu eingerichtet, anhand der aktuellen Strommesswerte
der Strommesseinheit 220 zu überprüfen, ob ein maximal zulässiger Stromfluss nicht
oder zumindest nicht über eine bestimmte Zeitdauer hinaus überschritten wird, bzw.
rechtzeitig vorher bei Annäherung an den zulässigen Maximalwert den Stromfluss zu
verringern, z. B. durch Modifikation der Einstellungen der Absicherungseinheit 222
und/oder der Treibereinheit 223, und auf einen Wert größer Null zu begrenzen.
[0050] In Fig. 3 wird eine schematische Darstellung eines zweiten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der prinzipielle Aufbau
des gezeigten LED-Beleuchtungssystems 300 entspricht dem in Fig. 1 gezeigten LED-Beleuchtungssystems
100: Das in Fig. 3 gezeigte LED-Beleuchtungssystem 300 umfasst eine primärseitige
Anordnung 301, eine sekundärseitige Anordnung 302 und eine Zuleitung 303, über die
die sekundärseitige Anordnung 302 von der primärseitigen Anordnung 301 mit elektrischer
Energie versorgt wird.
[0051] Die sekundärseitige Anordnung 302 weist in der gezeigten Form aber eine Mehrzahl
von LED-Leuchtmitteln 304 auf, z. B. zur Raumbeleuchtung ausgelegte LED-Spots bzw.
Downlights. In der gezeigten Ausführungsform wird eine Adaptervorrichtung 305 verwendet,
um die LED-Leuchtmittel 304 mit der Zuleitung 303 zu verbinden. Die Adaptervorrichtung
305 ist als Adapterplatine mit geeigneten Anschlüssen, d. h. Anschlussbuchsen oder
Steckern, ausgeführt, um die Adern, d. h. Leitungen, der Zuleitung 303 mit den Anschlüssen
der LED-Leuchtmittel 304 zu verbinden. In der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform
ist vorgesehen, die Zuleitung 303 mit der Adaptervorrichtung 305 mit Anschlusskontakten
306 einer RJ-45-Steckverbindung zu verbinden, während Anschlussleitungen der LED-Leuchtmittel
304 Push-In-Steckverbindungen 308 oder andere Verbindungen aufweisen, um über die
Adaptervorrichtung 305 eine leitende Verbindung mit den Leitungen der Zuleitung 303
herzustellen. Die in Fig. 3 gezeigte Zuleitung 303 weist beispielsweise Adern mit
Aderquerschnitten gemäß AWG22 oder AWG23 auf. Diese beispielhafte Dimensionierung
eignet sich auch für Adern von Zuleitungen der in den anderen Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele.
[0052] In Fig. 3 umfasst die Zuleitung 303 eine Mehrzahl von Kanälen, realisiert mit verdrillten
Aderpaaren 316, von denen jedes mit einem anderen der LED-Leuchtmittel 304 verbunden
ist. Für die Zuleitung 303 mit den gezeigten vier Kanälen wird ein in der Netzwerktechnik
übliches vorkonfektioniertes STP-Kabel oder FTP-Kabel verwendet, wobei die Schirmung
315 über die Masse-Anschlussverbindungen 317 und 307 mit Masse 318, 319 verbunden
ist. Die Verwendung von ansonsten in der Netzwerktechnik verwendeten STP- bzw. FTP-Kabeln
ist beispielsweise vorteilhaft, da diese massenweise und somit kostengünstig verfügbar,
dünn und daher leicht sowie flexibel und daher einfach und somit kostengünstig verlegbar
sind. Die Zuleitung 303 in Fig. 3 kann beispielsweise als QSTP (quaternäres STP)-Kabel
mit den vier verdrillten Aderpaaren 316 für die vier Kanäle und mit der Schirmung
315 ausgeführt sein, wobei sich am Anfang und am Ende der Zuleitung 303 Anschlussbuchsen
oder -module mit einer geeigneten Steckverbindung (beispielsweise RJ-45 oder eine
andere) befinden.
[0053] Die Steuereinrichtung 312 der Primäranordnung 301 ist je nach Ausführungsform dazu
eingerichtet, den Anteil des aktuellen Stromflusses in zumindest einem, mehreren oder
allen Kanälen zu überwachen.
[0054] Die primärseitige Anordnung 301 weist eine Einrichtung 309 zum Bereitstellen von
elektrischer Energie auf, beispielsweise eine AC/DC-Wandlereinrichtung, die einen
Wechselstrom bzw. eine Wechselspannung in einen Gleichstrom bzw. eine Gleichspannung
umwandelt, und dann Gleichstrom bzw. -spannung über eine positive Zuführung 310 und
eine negative Zuführung 311 den Eingängen der Steuereinrichtung 312 zuführt, die dazu
eingerichtet ist, den Stromfluss durch jeden der Kanäle, d. h. jedes der verdrillten
Aderpaare 316, der Zuleitung 303 über der Zeit in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen
Temperatur der Zuleitung 303 zu steuern. Die Steuereinrichtung 312 ist dazu ausgelegt,
z. B. programmiert, für den überwachten jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses
oder für den gesamten Stromfluss durch alle Kanäle eine Begrenzung durchzuführen,
sobald ein zugehöriger maximal zulässiger Stromflusswert überschritten wird, der von
der maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung 303 abhängig festgelegt ist, mit deren
Adern die Ausgangsleitungen der Steuereinrichtung 312 in der gezeigten Ausführungsform
über Anschlusskontakte 313 einer RJ-45-Steckverbindung verbunden sind, wobei vorgesehen
ist, dass die maximal zulässige Temperatur noch keine Schäden an der Zuleitung 303
oder anderen Komponenten des LED-Beleuchtungssystems 300 verursacht, ein weiterer
Anstieg dies jedoch wahrscheinlich macht. Zudem ist die Steuereinrichtung 312 dazu
eingerichtet, anhand des überwachten jeweils zugehörigen Anteils des aktuellen Stromflusses
eine Fehlfunktionen des LED-Beleuchtungssystems zu erkennen und ggf. den Stromfluss
in dem betroffenen Kanal oder allen Kanälen anzupassen, d. h. zu reduzieren oder,
falls erforderlich, auch ganz abzuschalten.
[0055] Für jeden der zu steuernden Kanäle verfügt die Steuereinrichtung 312 zudem über eine
eigene Dimmsignal-Eingangsschnittstelle 314, über die entweder dasselbe Dimmsignal
oder für jeden Kanal ein zugeordnetes eigenes Dimmsignal bereitgestellt werden können,
und die Steuereinrichtung ist dazu ausgelegt, den jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen
Stromflusses durch den oder die Kanäle in Abhängigkeit von dem empfangenen zugeordneten
Dimm-Eingangssignal anzupassen.
[0056] In Fig. 4 wird eine schematische Darstellung eines dritten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der prinzipielle
Aufbau des gezeigten LED-Beleuchtungssystems 400 entspricht dem in Fig. 3 gezeigten
LED-Beleuchtungssystem 300: Das in Fig. 4 gezeigte LED-Beleuchtungssystem 400 umfasst
eine primärseitige Anordnung 401, eine sekundärseitige Anordnung 402 und eine Zuleitung
403, über die die sekundärseitige Anordnung 402 von der primärseitigen Anordnung 401
mit elektrischer Energie versorgt wird.
[0057] Auch in der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform umfasst die Zuleitung 403 eine Mehrzahl
von vier Kanälen, realisiert mit verdrillten Aderpaaren 416. Für die Zuleitung 403
mit den gezeigten vier Kanälen wird vorzugsweise ein STP-Kabel oder FTP-Kabel verwendet,
wobei die Schirmung 415 über die Masse-Anschlussverbindungen 417 und 407 mit Masse
418, 419 verbunden ist. Auch die Steuereinrichtung 412 der Primäranordnung 401 ist
je nach Ausführungsform dazu eingerichtet, den Anteil des aktuellen Stromflusses in
zumindest einem, mehreren oder allen Kanälen zu überwachen. Eine Einrichtung 409 zum
Bereitstellen von elektrischer Energie, beispielsweise eine AC/DC-Wandlereinrichtung,
wandelt einen Wechselstrom bzw. eine Wechselspannung in einen Gleichstrom bzw. eine
Gleichspannung um und führt diesen bzw. diese dann über eine positive Zuführung 410
und eine negative Zuführung 411 den Eingängen der Steuereinrichtung 412 zu, die dazu
eingerichtet ist, den Stromfluss durch jeden der Kanäle, d. h. jedes der verdrillten
Aderpaare 416, der Zuleitung 403 über der Zeit in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen
Temperatur der Zuleitung 403 zu steuern. Die Steuereinrichtung 412 ist dazu ausgelegt,
für den überwachten jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses oder für
den gesamten Stromfluss durch alle Kanäle eine Begrenzung durchzuführen, sobald ein
zugehöriger maximal zulässiger Stromflusswert überschritten wird, der von der maximal
zulässigen Temperatur der Zuleitung 403 abhängig festgelegt ist, mit deren Adern die
Ausgangsleitungen der Steuereinrichtung 412 in der gezeigten Ausführungsform über
Anschlusskontakte 413 einer RJ-45-Steckverbindung verbunden sind. Zudem ist die Steuereinrichtung
412 dazu eingerichtet, anhand des überwachten jeweils zugehörigen Anteils des aktuellen
Stromflusses eine Fehlfunktion des LED-Beleuchtungssystems 400 zu erkennen und ggf.
den Stromfluss in dem betroffenen Kanal oder allen Kanälen anzupassen. Für jeden der
zu steuernden Kanäle verfügt die Steuereinrichtung 412 zudem über eine eigene Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
414, über die entweder dasselbe Dimmsignal oder für jeden Kanal ein eigenes Dimmsignal
bereitgestellt werden können.
[0058] Im Vergleich zu der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform unterscheidet sich die sekundärseitige
Anordnung 402 des LED-Beleuchtungssystems 400 darin, dass die Mehrzahl von LED-Leuchtmitteln
Komponenten eines LED-Streifens 420 sind, dessen Eingang, in der gezeigten Ausführungsform
realisiert mit einer Push-in Steckverbindung 408, parallel mit den Anoden-Eingängen
der LED-Leuchtmittel 404 verschaltet ist. Der LED-Streifen 420 kann z. B. ein RGBW-LED-Streifen
sein, wobei jeweils eines der LED-Leuchtmittel 404 rotes Licht, grünes Licht, blaues
Licht oder weißes Licht emittieren kann. Um den LED-Streifen 420 mit der Zuleitung
403 zu verbinden, ist die Adaptervorrichtung 405 vorgesehen, die es erlaubt, weiterhin
ein STP- oder FTP-Kabel mit vier verdrillten Aderpaaren 416 und daher acht Ausgangsanschlüssen
zu verwenden. Die Adaptervorrichtung 405 ist als Adapterplatine mit für den Anschluss
von vier Aderpaaren erforderlichen acht Anschlusskontakten 406, 423 einer RJ-45-Steckverbindung
ausgestattet, wobei eine Verbindung 421 aller Anschlüsse vorgesehen ist, die die positive
Versorgungsspannung über die Anschlusskontakte 406 zugeführt bekommen, wobei die Verbindung
421 diese über die Push-in Steckverbindung 408 dem LED-Streifen 420 zuführt. Der in
Fig. 4 gezeigte LED-Streifen 420, bei dem es sich um einen RGBW-Leuchtstreifen mit
den vier farblich unterschiedlichen LED-Leuchtmitteln 404 in einer Anordnung mit gemeinsamer
Anode handeln kann, wird also mit einem Summen-Betriebsstrom für alle vier LED-Leuchtmittel
404 betrieben, der anteilig über einzelne Adern, d. h. Leitungen, jeweils eine pro
verdrilltes Aderpaar 416, der Zuleitung 403 geführt wird, bei der es sich um ein QSTP-Kabel
handeln kann und wobei der Betriebsstrom auf der Adaptervorrichtung 405 über die dortige
Verbindung 421 zusammengefasst wird. Diese Verbindung summiert den Strom für die vier
einzelnen Kreise, so dass im LED-Streifen 420 über die Steckverbindung 408 der Summenstrom
geführt wird. Die Kathodenanschlüsse der LED-Leuchtmittel 404 sind beispielsweise
über Push-in-Steckverbindungen 422 für jeden Kanal bzw. verdrilltes Aderpaar 416 einzeln
mit den entsprechenden Anschlusskontakten 423 einer RJ-45-Steckverbindung verbunden.
[0059] In Fig. 5 wird eine schematische Darstellung eines vierten Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der prinzipielle
Aufbau des gezeigten LED-Beleuchtungssystems 500 entspricht dem in Fig. 4 gezeigten
LED-Beleuchtungssystem 400: Das in Fig. 5 gezeigte LED-Beleuchtungssystem 500 umfasst
eine primärseitige Anordnung 501, eine sekundärseitige Anordnung 502 und eine Zuleitung
503, über die die sekundärseitige Anordnung 502 von der primärseitigen Anordnung 501
mit elektrischer Energie versorgt wird, wobei die sekundärseitige Anordnung 502 einen
LED-Streifen 520 sowie eine Adaptervorrichtung 505 aufweist, mit der der LED-Streifen
mit allen verdrillten Aderpaaren 516 der Zuleitung 503 verbunden werden kann, wenn
diese als Standard-STP- oder FTP-Kabel ausgeführt ist, wobei dessen Schirmung 515
über die Masse-Anschlussverbindungen 517 und 507 mit Masse 518, 519 verbunden ist.
[0060] Auch die Steuereinrichtung 512 der Primäranordnung 501 ist dazu eingerichtet, den
Anteil des aktuellen Stromflusses in einem, mehreren oder allen Kanälen zu überwachen.
Die Primäranordnung 501 weist eine Einrichtung 509 zum Bereitstellen von elektrischer
Energie auf, beispielsweise eine AC/DC-Wandlereinrichtung, die einen Wechselstrom
bzw. eine Wechselspannung in einen Gleichstrom bzw. eine Gleichspannung umwandelt,
und führt den Gleichstrom bzw. die Gleichspannung dann über eine positive Zuführung
510 und eine negative Zuführung 511 den Eingängen der Steuereinrichtung 512 zu, die
dazu eingerichtet ist, den Stromfluss durch jeden der Kanäle, d. h. jedes der verdrillten
Aderpaare 516, der Zuleitung 503 über der Zeit in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen
Temperatur der Zuleitung 503 zu steuern. Die Steuereinrichtung 512 ist dazu ausgelegt,
für den überwachten jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses oder für
den gesamten Stromfluss durch alle Kanäle eine Begrenzung durchzuführen, sobald ein
zugehöriger maximal zulässiger Stromflusswert überschritten wird, der von der maximal
zulässigen Temperatur der Zuleitung 503 abhängig festgelegt ist, mit der die Ausgangsleitungen
der Steuereinrichtung 512 in der gezeigten Ausführungsform über Anschlusskontakte
513 einer RJ-45-Steckverbindung verbunden sind. Zudem ist die Steuereinrichtung 512
dazu eingerichtet, anhand des überwachten jeweils zugehörigen Anteils des aktuellen
Stromflusses eine Fehlfunktion des LED-Beleuchtungssystems 500 zu erkennen und ggf.
den Stromfluss in dem betroffenen Kanal oder allen Kanälen anzupassen. Für jeden der
zu steuernden Kanäle verfügt die Steuereinrichtung 512 zudem über eine eigene Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
514, über die für das gezeigte Ausführungsbeispiel dasselbe Dimmsignal bereitgestellt
wird.
[0061] Im Vergleich zu der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform unterscheidet sich die sekundärseitige
Anordnung 502 des LED-Beleuchtungssystems 500 darin, dass der LED-Streifen 520 ein
einfarbiger Power-LED-Streifen mit beispielsweise einem einzigen LED-Leuchtmittel
504 ist, das dafür im Vergleich zu den Leuchtmitteln 404 im in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
eine höhere Leistung aufweist, wobei dessen Eingang und dessen Ausgang in der gezeigten
Ausführungsform mit Push-in Steckverbindungen 508, 522 realisiert sind.
[0062] Um den LED-Streifen 520 mit der Zuleitung 503 zu verbinden, ist die Adaptervorrichtung
505 als Adapterplatine mit für den Anschluss von vier Aderpaaren erforderlichen acht
Anschlusskontakten 506, 523 einer RJ-45-Steckverbindung ausgestattet, wobei eine Verbindung
521 aller Anschlüsse vorgesehen ist, die die positive Versorgungsspannung für das
LED-Leuchtmittel 504 über die Anschlusskontakte 506 zugeführt bekommen, und wobei
die erste Verbindung 521 diese über die Steckverbindung 508 dem LED-Streifen 520 zuführt
und wobei eine zweite Verbindung 524 aller Anschlüsse vorgesehen ist, die die negative
Versorgungsspannung für das LED-Leuchtmittel 504 über die Anschlusskontakte 523 der
RJ-45-Steckverbindung zugeführt bekommt und diese über die Push-in-Steckverbindung
522 dem LED-Streifen 520 zuführt. Wie bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird also ein Summen-Betriebsstrom anteilig über einzelne Adern, d. h. Leitungen,
jeweils eine pro verdrilltes Aderpaar 516, der Zuleitung 503 geführt wird, bei der
es sich um ein QSTP-Kabel handeln kann, wobei der Betriebsstrom auf der Adaptervorrichtung
505 über die dortige Verbindung 521 zusammengefasst wird. Diese Verbindung summiert
den Strom für die vier einzelnen Kreise, so dass im Power-LED-Streifen 520 über die
Steckverbindung 408 der Summenstrom geführt wird, wobei der Summenstrom dort ein einziges
LED-Leuchtmittel 504 versorgt.
[0063] In Fig. 6 wird eine schematische Darstellung eines fünften Beispiels eines LED-Beleuchtungssystems
gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der prinzipielle
Aufbau des gezeigten LED-Beleuchtungssystems 600 entspricht dem in Fig. 5 gezeigten
LED-Beleuchtungssystem 500: Das in Fig. 6 gezeigte LED-Beleuchtungssystem 600 umfasst
eine primärseitige Anordnung 601, eine sekundärseitige Anordnung 602 und eine Zuleitung
603, über die die sekundärseitige Anordnung 602 von der primärseitigen Anordnung 601
mit elektrischer Energie versorgt wird, wobei die sekundärseitige Anordnung 602 einen
LED-Streifen 620 sowie eine Adaptervorrichtung 605 aufweist, mit der der LED-Streifen
mit allen verdrillten Aderpaaren 616 der Zuleitung 603 verbunden werden kann, wenn
diese z. B. als Standard-STP- oder FTP-Kabel ausgeführt ist, wobei dessen Schirmung
615 über Masse-Anschlussverbindungen 617 und 607 mit Masse 618, 619 verbunden ist.
[0064] Auch die Steuereinrichtung 612 der Primäranordnung 601 ist dazu eingerichtet, den
Anteil des aktuellen Stromflusses in einem, mehreren oder allen Kanälen zu überwachen.
Die Primäranordnung 601 weist eine Einrichtung 609 zum Bereitstellen von elektrischer
Energie auf, beispielsweise eine AC/DC-Wandlereinrichtung, die einen Wechselstrom
bzw. eine Wechselspannung in einen Gleichstrom bzw. eine Gleichspannung umwandelt,
und führt den Gleichstrom bzw. die Gleichspannung dann über eine positive Zuführung
610 und eine negative Zuführung 611 den Eingängen der Steuereinrichtung 612 zu, die
dazu eingerichtet ist, den Stromfluss durch jeden der Kanäle, d. h. jedes der verdrillten
Aderpaare 616, der Zuleitung 603 über der Zeit in Abhängigkeit von einer maximal zulässigen
Temperatur der Zuleitung 603 zu steuern.
[0065] Die Steuereinrichtung 612 ist dazu ausgelegt, für den überwachten jeweils zugehörigen
Anteil des aktuellen Stromflusses oder für den gesamten Stromfluss durch alle Kanäle
eine Begrenzung durchzuführen, sobald ein zugehöriger maximal zulässiger Stromflusswert
überschritten wird, der von der maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung 603 abhängig
festgelegt ist, mit deren Adern die Ausgangsleitungen der Steuereinrichtung 612 in
der gezeigten Ausführungsform über Anschlusskontakte 613 einer RJ-45-Steckverbindung
verbunden sind. Zudem ist die Steuereinrichtung 612 dazu eingerichtet, anhand des
überwachten jeweils zugehörigen Anteils des aktuellen Stromflusses eine Fehlfunktion
des LED-Beleuchtungssystems 600 zu erkennen und ggf. den Stromfluss in dem betroffenen
Kanal oder allen Kanälen anzupassen. Für jeden der zu steuernden Kanäle verfügt die
Steuereinrichtung 612 zudem über eine eigene Dimmsignal-Eingangsschnittstelle 614,
über die für das gezeigte Ausführungsbeispiel jeweils dasselbe oder verschiedene Dimmsignale
bereitgestellt werden können.
[0066] Im Vergleich zu der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform unterscheidet sich die sekundärseitige
Anordnung 602 des LED-Beleuchtungssystems 600 darin, dass der LED-Streifen 620 ein
zweifarbig leuchtender Power-LED-Streifen mit beispielsweise zwei unterschiedlich
farbiges Licht emittierenden LED-Leuchtmitteln 604 ist, wobei der Eingang des LED-Streifens
620 in der gezeigten Ausführungsform mit einer Push-in Steckverbindung 608 realisiert
ist und parallel mit den Anoden-Eingängen der LED-Leuchtmittel 604 verschaltet ist.
Um den LED-Streifen 620 mit der Zuleitung 603 zu verbinden, ist die Adaptervorrichtung
605 vorgesehen, die es erlaubt, weiterhin ein STP- oder FTP-Kabel mit vier verdrillten
Aderpaaren 616 und daher acht Ausgangsanschlüssen zu verwenden. Die Adaptervorrichtung
605 ist als Adapterplatine mit für den Anschluss von vier Aderpaaren erforderlichen
acht Anschlusskontakten 606, 623, 625 einer RJ-45-Steckverbindung ausgestattet, wobei
eine erste Verbindung 621 aller Anschlüsse vorgesehen ist, die die positive Versorgungsspannung
für die LED-Leuchtmittel 604 über die Anschlusskontakte 606 zugeführt bekommen, wobei
die erste Verbindung 621 diese über die Steckverbindung 608 dem LED-Streifen 620 zuführt.
Die Kathodenanschlüsse der LED-Leuchtmittel 604 sind beispielsweise über Push-in-Steckverbindungen
622 mit einer zweiten Verbindung 624, die die negative Versorgungsspannung von zwei
der vier verdrillten Aderpaaren 616 über die Anschlusskontakte 623 zugeführt bekommt,
bzw. mit einer dritten Verbindung 626, die die negative Versorgungsspannung über die
Anschlusskontakte 625 von den zwei übrigen verdrillten Aderpaaren 616 zugeführt bekommt,
verbunden. Wie bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel wird also der Betriebsstrom
anteilig über einzelne Adern, d. h. Leitungen, jeweils eine pro verdrilltes Aderpaar
616, der Zuleitung 603, bei der es sich um ein QSTP-Kabel handeln kann, geführt. Allerdings
werden auf der Adaptervorrichtung 605 jeweils anstatt alle vier jeweils zwei Aderpaare
parallel geschaltet.
[0067] Handelt es sich bei dem LED-Beleuchtungssystem 600 beispielsweise um ein 24V-System,
können über eine als QSTP-Kabel (z.B. Netzwerkkabel) realisierte Zuleitung 603 mit
einem Querschnitt je Ader von mindestens AWG23 und einer Länge der Zuleitung 603 von
10 m zwei LED Leuchtmittel 604 mit einer maximalen Leistung von ca. 40 W betrieben
werden.
[0068] In dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel könnte im Vergleich dazu über eine
als QSTP-Kabel realisierte Zuleitung 503 mit einem Querschnitt je Ader von mindestens
AWG23 und einer Länge der Zuleitung 503 von 10 m ein LED Leuchtmittel 504, dafür aber
mit einer maximalen Leistung von ca. 80 W betrieben werden.
[0069] Und in den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 3 und Fig. 4 könnten im Vergleich dazu
über eine als QSTP-Kabel realisierte Zuleitung 303 bzw. 403 mit einem Querschnitt
je Ader von mindestens AWG23 und einer Länge der Zuleitung 303 bzw. 403 von 10 m vier
LED Leuchtmittel 304 bzw. 404, dafür aber mit einer maximalen Leistung von ca. 20
W betrieben werden.
[0070] Die Figuren sind nicht notwendigerweise detailgetreu und maßstabsgetreu und können
vergrößert oder verkleinert dargestellt sein, um einen besseren Überblick zu bieten.
Daher sind hier offenbarte funktionale Einzelheiten nicht einschränkend zu verstehen,
sondern lediglich als anschauliche Grundlage, die dem Fachmann auf diesem Gebiet der
Technik Anleitung bietet, um die vorliegende Erfindung auf vielfältige Weise einzusetzen.
[0071] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Die Erfindung soll daher nicht auf
einzelne Ausführungsformen beschränkt sein, sondern lediglich durch die beigefügten
Ansprüche.
Bezugszeichenliste
[0072]
- 100
- LED-Beleuchtungssystem
- 101
- primärseitige Anordnung
- 102
- sekundärseitige Anordnung
- 103
- Zuleitung
- 104
- LED-Leuchtmittel
- 105
- Adaptervorrichtung
- 106
- Steckverbindung
- 107
- Steckverbindung
- 108
- Push-In-Steckverbindung
- 109
- Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie
- 110
- positive Zuführung
- 111
- negative Zuführung
- 112
- Steuereinrichtung
- 113
- Steckverbindung
- 114
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 115
- Schirmung
- 116
- verdrilltes Aderpaar
- 117
- Steckverbindung
- 118
- Masse
- 119
- Masse
- 206
- Steckverbindung
- 210
- positive Zuführung
- 211
- negative Zuführung
- 212
- Steuereinrichtung
- 214
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 220
- Strommesseinheit
- 221
- Auswerteeinheit
- 222
- Absicherungseinheit
- 223
- Treibereinheit
- 224
- Spannungsmesseinheit
- 300
- LED-Beleuchtungssystem
- 301
- primärseitige Anordnung
- 302
- sekundärseitige Anordnung
- 303
- Zuleitung
- 304
- LED-Leuchtmittel
- 305
- Adaptervorrichtung
- 306
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 307
- Masse-Anschlussverbindung
- 308
- Push-In-Steckverbindung
- 309
- Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie
- 310
- positive Zuführung
- 311
- negative Zuführung
- 312
- Steuereinrichtung
- 313
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 314
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 315
- Schirmung
- 316
- verdrilltes Aderpaar
- 317
- Masse-Anschlussverbindung
- 318
- Masse
- 319
- Masse
- 400
- LED-Beleuchtungssystem
- 401
- primärseitige Anordnung
- 402
- sekundärseitige Anordnung
- 403
- Zuleitung
- 404
- LED-Leuchtmittel
- 405
- Adaptervorrichtung
- 406
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 407
- Masse-Anschlussverbindung
- 408
- Push-In-Steckverbindung
- 409
- Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie
- 410
- positive Zuführung
- 411
- negative Zuführung
- 412
- Steuereinrichtung
- 413
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 414
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 415
- Schirmung
- 416
- verdrilltes Aderpaar
- 417
- Masse-Anschlussverbindung
- 418
- Masse
- 419
- Masse
- 420
- LED-Streifen
- 421
- Verbindung
- 422
- Push-in-Steckverbindung
- 423
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 500
- LED-Beleuchtungssystem
- 501
- primärseitige Anordnung
- 502
- sekundärseitige Anordnung
- 503
- Zuleitung
- 504
- LED-Leuchtmittel
- 505
- Adaptervorrichtung
- 506
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 507
- Masse-Anschlussverbindung
- 508
- Push-In-Steckverbindung
- 509
- Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie
- 510
- positive Zuführung
- 511
- negative Zuführung
- 512
- Steuereinrichtung
- 513
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 514
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 515
- Schirmung
- 516
- verdrilltes Aderpaar
- 517
- Masse-Anschlussverbindung
- 518
- Masse
- 519
- Masse
- 520
- LED-Streifen
- 521
- erste Verbindung
- 522
- Push-in Steckverbindung
- 523
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 524
- zweite Verbindung
- 600
- LED-Beleuchtungssystem
- 601
- primärseitige Anordnung
- 602
- sekundärseitige Anordnung
- 603
- Zuleitung
- 604
- LED-Leuchtmittel
- 605
- Adaptervorrichtung
- 606
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 607
- Masse-Anschlussverbindung
- 608
- Push-In-Steckverbindung
- 609
- Einrichtung zum Bereitstellen von elektrischer Energie
- 610
- positive Zuführung
- 611
- negative Zuführung
- 612
- Steuereinrichtung
- 613
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 614
- Dimmsignal-Eingangsschnittstelle
- 615
- Schirmung
- 616
- verdrilltes Aderpaar
- 617
- Masse-Anschlussverbindung
- 618
- Masse
- 619
- Masse
- 620
- LED-Streifen
- 621
- erste Verbindung
- 622
- Push-in-Steckverbindung
- 623
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 624
- zweite Verbindung
- 625
- Anschlusskontakt einer RJ-45-Steckverbindung
- 626
- dritte Verbindung
1. LED-Beleuchtungssystem (100), umfassend
- eine primärseitige Anordnung (101);
- eine sekundärseitige Anordnung (102); und
- eine Zuleitung (103), über die die sekundärseitige Anordnung (102) von der primärseitigen
Anordnung (101) mit elektrischer Energie versorgbar ist, wobei
die sekundärseitige Anordnung (102) ein oder mehrere Halbleiter-Bauelemente aufweist;
und
die primärseitige Anordnung (101) eine Einrichtung (109) zum Bereitstellen von elektrischer
Energie aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das eine oder die mehreren Halbleiter-Bauelemente nur LED-Leuchtmittel (104) sind
und
- die primärseitige Anordnung (101) außerdem eine Steuereinrichtung (112) umfasst,
die dazu eingerichtet ist, einen aktuellen Stromfluss durch die Zuleitung (103) in
Abhängigkeit von einer maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung (103) zu steuern.
2. LED-Beleuchtungssystem nach Anspruch 1, wobei die Steuereinrichtung (112, 212) eine
Sensoreinheit (220) aufweist, die dazu eingerichtet ist, den aktuellen Stromfluss
zu erfassen, und die Steuereinrichtung (112, 212) dazu eingerichtet ist, den aktuellen
Stromfluss auf einen von der maximal zulässigen Temperatur abhängigen maximal zulässigen
Stromfluss größer Null zu begrenzen.
3. LED-Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Zuleitung (103)
ein oder mehrere verdrillte Aderpaare (116) aufweist.
4. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zuleitung
(103) eine Abschirmung (115) gegen elektromagnetische Störungen aufweist.
5. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung
(109) zum Bereitstellen von elektrischer Energie eine Gleichrichter-Schaltung umfasst.
6. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zuleitung
(103) mit der primären Anordnung (101) und der sekundären Anordnung (102) über Steckverbindungen
(106, 113) verbindbar ist.
7. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine minimal
erforderliche Größe einer Querschnittsfläche der Zuleitung (103) nur in Abhängigkeit
von einem maximal zulässigen Spannungsabfall über dem einen oder den mehreren Leuchtmitteln
(104) bestimmt ist und eine tatsächliche Größe der Querschnittsfläche der Zuleitung
(103) an die minimal erforderlichen Größe angepasst ist.
8. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zuleitung
(303) eine Mehrzahl von Kanälen umfasst und die Steuereinrichtung (312) dazu eingerichtet
ist, einen jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses in zumindest einem
der Kanäle zu überwachen.
9. LED-Beleuchtungssystem nach Anspruch 8, wobei die Steuereinrichtung (312) dazu eingerichtet
ist, den jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses in der Mehrzahl von
Kanälen zu überwachen.
10. LED-Beleuchtungssystem nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, wobei die Steuereinrichtung
(312) dazu eingerichtet ist, zumindest für den überwachten jeweils zugehörigen Anteil
des aktuellen Stromflusses eine Begrenzung durchzuführen, wenn ein zugehöriger maximal
zulässiger Stromflusswert überschritten wird.
11. LED-Beleuchtungssystem nach Anspruch 10, wobei der zugehörige maximale Stromflusswert
von der maximal zulässigen Temperatur der Zuleitung (303) abhängig ist.
12. LED-Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die Steuereinrichtung
(312) dazu eingerichtet ist, anhand des überwachten jeweils zugehörigen Anteils des
aktuellen Stromflusses eine Fehlfunktion des LED-Beleuchtungssystems (300) zu detektieren.
13. LED-Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die Steuereinrichtung
(312) dazu eingerichtet ist, den jeweils zugehörigen Anteil des aktuellen Stromflusses
durch zumindest einen der Kanäle in Abhängigkeit von einem zugeordneten Dimm-Eingangssignal
(314) anzupassen.
14. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das eine oder
die mehreren LED-Leuchtmittel (404) auf einem Trägerelement, vorzugsweise einem LED-Streifen
(420), mit einer Verbindungsmöglichkeit zu einer Stromversorgung bereitgestellt sind.
15. LED-Beleuchtungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, außerdem umfassend
- mindestens eine weitere sekundärseitige Anordnung und
- mindestens eine weitere Zuleitung, über die die mindestens eine weitere sekundärseitige
Anordnung von der primärseitigen Anordnung mit elektrischer Energie versorgbar ist,
wobei
die mindestens eine weitere sekundärseitige Anordnung jeweils ein oder mehrere weitere
Halbleiter-Bauelemente aufweist; und wobei
das jeweilige eine weitere oder die jeweiligen mehreren weiteren Halbleiter-Bauelemente
nur LED-Leuchtmittel sind und
die Steuereinrichtung der primärseitigen Anordnung außerdem dazu eingerichtet ist,
einen jeweiligen aktuellen Stromfluss durch die mindestens eine weitere Zuleitung
in Abhängigkeit von einer jeweils zugehörigen maximal zulässigen Temperatur der mindestens
einen weiteren Zuleitung zu steuern.