Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Regalsystem zur Ausstellung von Waren mit zumindest einem
sich flächig entlang einer Regalbodenebene erstreckenden Regalboden zur Ablage der
Waren darauf und zumindest einem Regalkorpus zur Aufnahme des Regalbodens, wobei der
zumindest eine Regalboden mit zumindest einem Haltemittel lösbar an dem Regalkorpus
gehalten ist und zumindest eine elektrische Leuchtschicht zur Beleuchtung der Waren
umfasst.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner einen Regalboden für das Regalsystem, wobei sich der
Regalboden flächig entlang einer Regalbodenebene erstreckt und zumindest eine elektrische
Leuchtschicht zur Beleuchtung in dem Regalsystem ausgestellter Waren umfasst.
[0003] Die Erfindung betrifft außerdem einen Regalkorpus für das Regalsystem, umfassend
zumindest ein Haltemittel zur lösbaren Halterung des zumindest einen Regalbodens des
Regalsystems an dem Regalkorpus.
[0004] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung des Regalbodens.
Stand der Technik
[0005] Aus dem Stand der Technik sind vielfältige Regalsysteme zur Ausstellung von Waren
bekannt. Da innerhalb des Regalsystems ausgestellte Waren oft durch außerhalb des
Regalsystems angeordnete Lichtquellen nicht ausreichend beleuchtet werden, existieren
im Stand der Technik auch Regalsysteme mit integrierten Lichtquellen, beispielsweise
LED-Leuchten.
[0006] Die Patentanmeldung
JP2011110067A beschreibt ein Möbel zur Ausstellung von Waren auf flächig selbstleuchtenden Regalböden,
beispielsweise mit Elektrolumineszenz-Folien, die nach oben und unten leuchtend ausgeprägt
sind.
[0007] Die Patentschrift
EP2408269B1 beschreibt eine Elektrolumineszenz-Vorrichtung mit einer OLED-Schicht die nach oben
und unten leuchtend ausgeprägt ist. Ferner wird eine Verwendung der Elektrolumineszenz-Vorrichtung
als selbstleuchtender Regalboden beschrieben.
[0008] Ein Problem bekannter Regalsysteme mit in den Regalböden integrierten Lichtquellen
ist, dass die Regalböden an eine externe Energieversorgung angeschlossen werden müssen,
was bisher entweder durch in dem Regalsystem fest verlegte Kabel oder über Steckverbinder
zwischen den Regalböden und einem Regalkorpus des Regalsystems gelöst ist.
[0009] Bei fest verlegten Kabeln ist keine nachträgliche Anpassung der Anordnung der Regalböden,
beispielsweise an ein geändertes Warensortiment, möglich, bei Steckverbindern wird
die Anpassung gegenüber Regalböden ohne Lichtquellen, die einfach und schnell, insbesondere
ohne Beachtung einer korrekten Ausrichtung oder genauen Positionierung, entnommen
und eingelegt werden können, erheblich erschwert. Außerdem besteht die Gefahr, dass
Kontakte der Steckverbinder beschädigt werden, und dass es zu Funktionsstörungen durch
Fehlkontakte kommt.
Technische Aufgabe
[0010] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein kostengünstiges Regalsystem zur Beleuchtung
darin ausgestellter Waren zu schaffen, das besonders langlebig und zuverlässig sowie
auf einfache Weise an unterschiedliche Waren anpassbar ist. Ferner ist es eine Aufgabe
der Erfindung ein kostengünstiges und zuverlässiges Herstellungsverfahren für das
Regalsystem zu schaffen.
Technische Lösung
[0011] Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung stellt ein Regalsystem gemäß Anspruch 1
bereit, das die technische Aufgabe löst. Ebenso wird die Aufgabe durch einen Regalboden
gemäß Anspruch 4, einen Regalkorpus gemäß Anspruch 12 und ein Herstellungsverfahren
gemäß Anspruch 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
Beschreibung der Ausführungsarten
[0012] Die Erfindung betrifft ein Regalsystem zur Ausstellung von Waren mit zumindest einem
sich flächig entlang einer Regalbodenebene erstreckenden Regalboden zur Ablage der
Waren darauf und zumindest einem Regalkorpus zur Aufnahme des Regalbodens, wobei der
zumindest eine Regalboden mit zumindest einem Haltemittel lösbar an dem Regalkorpus
gehalten ist und zumindest eine elektrische Leuchtschicht zur Beleuchtung der Waren
umfasst.
[0013] Eine flächige Erstreckung bedeutet, dass der zumindest eine Regalboden entlang der
Regalbodenebene eine wesentlich größere Ausdehnung als senkrecht dazu hat. Im einfachsten
Fall ist der zumindest eine Regalboden quaderförmig mit einer Breite und einer dazu
senkrechten Länge entlang der Regalbodenebene, die jeweils wesentlich größer sind
als eine Höhe senkrecht zur Regalbodenebene.
[0014] Der Regalkorpus umfasst beispielsweise eine Anzahl von vertikalen Stützen und/oder
Wänden, die insbesondere untereinander zu einem den zumindest einen Regalboden umschließenden
Rahmen oder Gehäuse verbunden sein können, zur statischen Unterstützung des zumindest
einen Regalbodens.
[0015] Der Regalkorpus kann wie eine Vitrine oder ein Schaukasten geschlossen sein und eine
Anzahl von zumindest bereichsweise transparenten Seitenwänden umfassen.
[0016] Das zumindest eine Haltemittel kann beispielsweise eine Anzahl von horizontalen Schienen,
Stegen und/oder Vorsprüngen an dem Regalkorpus zur Auflage des zumindest einen Regalbodens
umfassen.
[0017] Eine Gesamtdicke der Leuchtschicht senkrecht zur Regalbodenebene beträgt vorzugsweise
von 1 µm und 1 mm, insbesondere von 2 µm bis 100 µm, beispielsweise von 5 µm bis 30
µm.
[0018] Die elektrische Leuchtschicht kann beispielsweise eine Elektrolumineszenz-Schicht
und/oder eine OLED-Schicht umfassen.
[0019] Die Elektrolumineszenz-Schicht umfasst zwei elektrisch leitende Materiallagen als
Elektroden, zwischen denen ein elektrolumineszentes Material elektrisch isoliert angeordnet
ist. Zumindest eine Elektrode ist lichtdurchlässig und besteht beispielsweise aus
Indium-Zinnoxid.
[0020] Bei dem elektrolumineszenten Material handelt es sich beispielsweise um Zinksulfid,
einen II-VI-Verbindungshalbleiter, der mit verschiedenen Metallen wie Mangan, Gold,
Silber, Kupfer oder Gallium dotiert sein kann, um unterschiedliche Lichtfarben zu
erzeugen. Weißes Licht kann beispielsweise durch eine Überlagerung unterschiedlich
dotierter Materialien erzeugt werden.
[0021] Die OLED-Schicht umfasst eine Anodenlage, bestehend beispielsweise aus Indium-Zinnoxid,
und eine sich daran anschließenden Lochleitungslage. Zwischen Anodenlage und Lochleitungslage
kann eine Lage aus PEDOT/PSS angeordnet sein, die zur Absenkung der Injektionsbarriere
für Löcher dient und die Eindiffusion von Indium in den Übergang verhindert. An die
Lochleitungslage schließt sich eine Farbstofflage an, die entweder einen organischen
Farbstoff enthält (beispielsweise zu 5 bis 10 Prozent) oder aus dem Farbstoff besteht,
z. B. aus Aluminium-tris(8-hydroxychinolin). Daran schließt sich optional noch eine
Elektronenleitungslage an. Den Abschluss der OLED-Schicht bildet eine Kathodenlage,
bestehend aus einem Metall oder einer Legierung mit geringer Elektronenaustrittsarbeit,
wie zum Beispiel Calcium, Aluminium, Barium, Ruthenium und/oder eine Magnesium-Silber-Legierung.
Der Farbstoff kann beispielsweise ein Derivat von Poly(p-phenylen-vinyl) umfassen.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Leuchtschicht senkrecht zur Regalbodenebene
zwischen 8,05 µm und 120 µm dick ist, wobei vorzugsweise die Anodenlage zwischen 0,05
µm und 5 µm, die Kathodenlage zwischen 4 µm und 45 µm, die Farbstofflage zwischen
2 µm und 30 µm und die Lochleitungslage zwischen 4 µm und 45 µm dick ist.
[0023] Der zumindest eine Regalboden umfasst zumindest eine Induktionsschicht zur induktiven
Gewinnung elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschicht. Der Regalkorpus umfasst
zumindest eine Übertragungsvorrichtung zur induktiven Energieübertragung an die zumindest
eine Induktionsschicht des zumindest einen Regalbodens.
[0024] Die Induktionsschicht und die Übertragungsvorrichtung umfassen vorzugsweise jeweils
zumindest eine Induktionsspule aus einem elektrisch leitfähigen Material, insbesondere
einem Metall oder einer Metalllegierung, und eine elektrisch isolierende Ummantelung
der Induktionsspule. Die Ummantelung umfasst beispielsweise einen Kunststoff. Die
Induktionsschicht und/oder die Übertragungsvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Regelvorrichtung
zur Regelung des induzierten Stroms und/oder der induzierten Spannung.
[0025] Durch die induktive Energieübertragung, beispielsweise gemäß dem Qi-Standard, kann
die Leuchtschicht ohne feste Verkabelung oder Steckverbindungen mit Energie versorgt
werden. Dadurch kann der zumindest eine Regalboden einfach, schnell und zuverlässig
eingebaut, entnommen oder an einer anderen Position in dem Regalkorpus angebracht
werden, ohne die Gefahr von Fehlkontakten oder Beschädigungen an Steckverbindern.
Auf diese Weise können beispielsweise der verfügbare Platz oder die Art der Beleuchtung
in dem Regalsystem an ein wechselndes Warensortiment angepasst werden. Außerdem kann
ein defekter Regalboden zur Reparatur entnommen oder gegen einen funktionierenden
Regalboden ausgetauscht werden.
[0026] Die zumindest eine Leuchtschicht und die zumindest eine Induktionsschicht umfassen
jeweils eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene ausgerichteten Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen. Durch den Aufbau der
Schichten aus entlang der Regalbodenebene ausgerichteten Materiallagen können die
Schichten besonders einfach, schnell und kostengünstig hergestellt werden, beispielsweise
mit einem Druckverfahren, insbesondere mit einem Siebdruckverfahren.
[0027] Vorzugsweise erstrecken sich die Materiallagen jeweils über eine gesamte Fläche des
Regalbodens entlang der Regalbodenebene. Dadurch können die Materiallagen auf besonders
einfache Weise hergestellt werden.
[0028] Der zumindest eine Regalboden umfasst vorzugsweise eine Vielzahl von untereinander
austauschbaren Regalböden. Bei einer Vielzahl von, beispielsweise 2 bis 100, insbesondere
5 bis 50, bevorzugt 10 bis 20, Regalböden kommen die erfindungsgemäßen Vorteile der
einfacheren, schnelleren und zuverlässigeren Bedienbarkeit besonders deutlich zum
Tragen.
[0029] Das Regalsystem umfasst vorzugsweise zumindest einen Sensor zur Detektion und bevorzugt
Identifikation von auf und/oder unter dem zumindest einen Regalboden des Regalsystems
angeordneten Waren und zumindest eine kommunikativ mit dem zumindest einen Sensor
und der zumindest einen Leuchtschicht verbundene Steuereinheit zur automatischen Steuerung
der zumindest einen Leuchtschicht des zumindest einen Regalbodens abhängig von den
detektierten und bevorzugt identifizierten Waren.
[0030] Die Leuchtschicht kann beispielsweise automatisch eingeschaltet werden, wenn sich
eine Ware auf und/oder unter dem zumindest einen Regalboden befindet. Weiterhin kann
eine von der Leuchtschicht emittierte Leuchtfarbe und/oder Leuchtdichte automatisch
an eine detektierte Ware angepasst werden, um diese optimal zu präsentieren.
[0031] Der zumindest eine Sensor kann beispielsweise einen RFID-Scanner, einen Barcode-Scanner,
ein Kamerasystem, einen Ultraschallsensor und/oder einen Drucksensor umfassen.
[0032] Die zumindest eine Steuereinheit kann beispielsweise ein eingebettetes Computersystem,
einen Einplatinen-Computer, einen Netzwerk-Client und/oder einen Netzwerk-Server umfassen.
Die kommunikative Verbindung kann kabelgebunden und/oder kabellos ausgestaltet sein.
[0033] Der zumindest eine Sensor und/oder die zumindest eine Steuereinheit können in und/oder
an dem zumindest einen Regalboden und/oder dem Regalkorpus angeordnet sein. Die zumindest
eine Steuereinheit kann von dem Regalsystem entfernt angeordnet und insbesondere zur
Steuerung mehrerer Regalsysteme ausgestaltet sein.
[0034] Die Erfindung betrifft einen Regalboden für das erfindungsgemäße Regalsystem, wobei
sich der Regalboden flächig entlang einer Regalbodenebene erstreckt und zumindest
eine elektrische Leuchtschicht zur Beleuchtung in dem Regalsystem ausgestellter Waren
umfasst. Die Erfindung betrifft auch ein erfindungsgemäßes Regalsystem mit einem erfindungsgemäßen
Regalboden.
[0035] Der Regalboden umfasst zumindest eine Induktionsschicht zur induktiven Gewinnung
elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschicht, wobei die zumindest eine Leuchtschicht
und die zumindest eine Induktionsschicht jeweils eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene
ausgerichteten Materiallagen mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen
umfassen.
[0036] Bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Regalsystem beschriebene Merkmale
können im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Regalboden gleiche Wirkungen zeigen
und/oder gleichartig ausgestaltet sein.
[0037] Die zumindest eine Leuchtschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
über oder unter der zumindest einen Induktionsschicht angeordnet. Dadurch, dass die
Leuchtschicht und die Induktionsschicht übereinander und nicht entlang der Regalbodenebene
nebeneinander angeordnet sind, können sie besonders einfach mit einem additiven Verfahren,
beispielsweise durch Siebdruck, nacheinander hergestellt werden.
[0038] Vorzugsweise ist die zumindest eine Induktionsschicht senkrecht zu der Regalbodenebene
zwischen zwei Leuchtschichten angeordnet und/oder zumindest bereichsweise transluzent,
insbesondere transparent. Durch diese Ausgestaltungen kann der Regalboden Waren über
und unter dem Regalboden beleuchten. Wenn die Induktionsschicht bereichsweise transluzent
ist, ist vorzugsweise zumindest ein entlang der Regalbodenebene zentraler Bereich
der Induktionsschicht transluzent. Nicht-transluzente Komponenten der Induktionsschicht,
beispielsweise eine Induktionsspule und/oder eine Regelschaltung, können beispielsweise
außerhalb eines transluzenten Bereichs, vorzugsweise außerhalb des zentralen Bereichs
der Induktionsschicht, angeordnet sein.
[0039] Im Sinne der Erfindung ist ein transluzenter Körper für sichtbares Licht zumindest
partiell durchlässig, und ein transparenter Körper durchsichtig.
[0040] Der Regalboden umfasst vorzugsweise zumindest eine eine Mehrzahl von entlang der
Regalbodenebene ausgerichteten Materiallagen mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen
umfassende Energiespeicherschicht zur Speicherung von durch die Induktionsschicht
gewonnener elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschicht.
[0041] Die Energiespeicherschicht kann insbesondere vor einer Verwendung des Regalbodens
zur Ausstellung und Beleuchtung von Waren aufgeladen werden. Dadurch kann der Regalboden
auch in einem fachüblichen Regalkorpus oder an einer Position in einem erfindungsgemäßen
Regalkorpus ohne induktive Übertragungsvorrichtung verwendet werden.
[0042] Die Energiespeicherschicht umfasst vorzugsweise wenigstens zwei Elektrodenlagen,
dazwischen wenigstens eine Separatorlage mit einem Elektrolyten und an den Außenseiten
je wenigstens eine Verkapselungslage. Vorteilhaft ist die Verkapselungslage jeweils
als elektrische Isolationslage, beispielsweise aus einem Kunststoff, ausgebildet.
[0043] Wenn die Energiespeicherschicht an eine weitere Schicht angrenzt, die an einer der
Energiespeicherschicht zugewandten Seite eine Verkapselungslage aufweist, kann die
Energiespeicherschicht vorteilhafterweise an der der weiteren Schicht zugewandten
Seite ohne Verkapselungslage ausgestaltet sein. Dadurch ist eine besonders materialsparende
und schnelle Herstellung möglich.
[0044] Zumindest eine Elektrodenlage umfassen vorzugsweise Kohlenstoff, insbesondere in
Form von Aktivkohle, Aktivkohlefaser, Carbid-abgeleitetem Kohlenstoff, Kohlenstoff-Aerogel,
Graphit, Graphen und/oder Kohlenstoffnanoröhren, ein Übergangsmetalloxid, beispielsweise
ein Oxid von Ruthenium, Iridium, Eisen und/oder Mangan, und/oder ein elektrisch leitfähiges
Polymer, beispielsweise Polypyrrol, Polyanilin, Pentacen oder Polythiophen.
[0045] Die Separatorlage umfasst beispielsweise einen porösen Kunststoff. Der Elektrolyt
umfasst beispielsweise eine wässrige Elektrolytlösung, eine organische Elektrolytlösung,
eine ionische Flüssigkeit, einen superkonzentrierten Elektrolyten und/oder ein elektrisch
leitfähiges Polymer.
[0046] Die Energiespeicherschicht ist vorzugsweise als Superkondensator ausgebildet.
[0047] Eine Dicke senkrecht zur Regalbodenebene beträgt für die Verkapselungslagen vorteilhaft
20 µm bis 250 µm, für die Elektrodenlagen vorteilhaft 3 µm bis 250 µm und/oder für
die Separatorlage vorteilhaft 0,5 µm bis 250 µm.
[0048] Die zumindest eine Energiespeicherschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
über und/oder unter der zumindest eine Induktionsschicht und der zumindest einen Leuchtschicht
angeordnet. Dadurch, dass die Energiespeicherschicht über und/oder unter der Leuchtschicht
und der Induktionsschicht und nicht entlang der Regalbodenebene neben der Leuchtschicht
und/oder der Induktionsschicht angeordnet ist, können die Schichten besonders einfach
mit einem additiven Verfahren, beispielsweise durch Siebdruck, nacheinander hergestellt
werden.
[0049] Die zumindest eine Energiespeicherschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
zwischen der zumindest eine Induktionsschicht und der zumindest einen Leuchtschicht
angeordnet. Dadurch kann von der der Leuchtschicht abgewandten Seite Energie ohne
eine möglich Abschirmung durch die Energiespeicherschicht an die Induktionsschicht
übertragen werden.
[0050] Die zumindest eine Energiespeicherschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
zwischen zwei Leuchtschichten angeordnet und/oder zumindest bereichsweise transluzent,
insbesondere transparent. Durch diese Ausgestaltungen kann der Regalboden Waren über
und unter dem Regalboden beleuchten.
[0051] Wenn die Energiespeicherschicht bereichsweise transluzent ist, ist vorzugsweise zumindest
ein entlang der Regalbodenebene zentraler Bereich der Energiespeicherschicht transluzent.
Nicht-transluzente Komponenten der Energiespeicherschicht, beispielsweise Elektroden,
können beispielsweise außerhalb eines transluzenten Bereichs, vorzugsweise außerhalb
des zentralen Bereichs der Energiespeicherschicht, angeordnet sein.
[0052] Die zumindest eine Energiespeicherschicht und die zumindest eine Induktionsschicht
können entlang der Regalbodenebene nebeneinander oder ineinander angeordnet sein,
beispielsweise um eine besonders geringe Höhe des Regalbodens senkrecht zur Regalbodenebene
zu erreichen.
[0053] Die zumindest eine Leuchtschicht kann entlang der Regalbodenebene neben oder in der
zumindest einen Energiespeicherschicht und der zumindest einen Induktionsschicht angeordnet
sein. Durch eine Anordnung der Leuchtschicht neben oder in den anderen Schichten kann
die Leuchtschicht über und unter dem Regalboden angeordnete Waren beleuchten, ohne
dass die Energiespeicherschicht oder Induktionsschicht dazu transluzent sein müssten.
[0054] Der Regalboden umfasst vorzugsweise zumindest ein sich flächig entlang der Regalbodenebene
erstreckendes Trägerelement, auf das die zumindest eine Leuchtschicht, die zumindest
eine Induktionsschicht und bevorzugt zumindest eine Energiespeicherschicht aufgebracht
sind.
[0055] Das Trägerelement umfasst beispielsweise eine Keramik einen Kunststoff, insbesondere
PET, ein Polyimid, PMMA und/oder ein Polycarbonat, ein Glas, ein Holz und/oder ein
Metall. Vorteilhafterweise ist das Trägerelement rechteckig ausgebildet. Das Trägerelement
verleiht dem Regalboden vorteilhafterweise eine ausreichende mechanische Stabilität,
damit der Regalboden bei einer Benutzung, insbesondere durch eine Belastung mit den
ausgestellten Waren, nicht verformt oder beschädigt wird.
[0056] Der Regalboden umfasst vorzugsweise zumindest eine Verkapselungsschicht zum Schutz
der zumindest einen Leuchtschicht, der zumindest einen Induktionsschicht und bevorzugt
zumindest einer Energiespeicherschicht vor Umwelteinflüssen, insbesondere vor Feuchtigkeit
und/oder mechanischen Belastungen.
[0057] Die Verkapselungsschicht umfasst beispielsweise einen Kunststoff, insbesondere PET,
ein Polyimid, PMMA und/oder ein Polycarbonat.
[0058] Das Trägerelement und/oder die Verkapselungsschicht ist vorzugsweise zumindest bereichsweise
transluzent, insbesondere transparent. Dies ist besonders vorteilhaft, um durchlässig
für das Licht der Leuchtschicht zu sein.
[0059] Der Regalboden umfasst vorzugsweise zumindest eine eine Mehrzahl von entlang der
Regalbodenebene ausgerichteten Materiallagen mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen
umfassende Photovoltaikschicht zur Versorgung der zumindest einen Leuchtschicht mit
elektrischer Energie.
[0060] Durch die Photovoltaikschicht kann vorteilhafterweise ein Teil des Energiebedarfs
der Leuchtschicht aus einem Umgebungslicht des Regalbodens gedeckt werden. Insbesondere
kann bei einer hohen Umgebungshelligkeit mit Hilfe der durch die Photovoltaikschicht
gewonnenen Energie eine hohe Leuchtdichte der Leuchtschicht bewirkt werden, sodass
die beleuchteten Waren auch in einer hellen Umgebung gut sichtbar sind.
[0061] Die Photovoltaikschicht ist vorzugsweise als Dünnschichtsolarzelle ausgestaltet,
umfassend beispielsweise amorphes Silicium (a-Si:H), mikrokristallines Silicium (µc-Si:H),
Gallium-Arsenid (GaAs), Cadmiumtellurid (CdTe) oder Kupfer-Indium-(Gallium)-Schwefel-Selen-Verbindungen
als photoaktives Material.
[0062] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Photovoltaikschicht senkrecht
zur Regalbodenebene übereinander wenigstens eine transluzente Frontelektrodenlage
und/oder danach mittelbar oder unmittelbar wenigstens eine Trägerstrukturlage zur
mechanischen Stabilisierung und/oder danach mittelbar oder unmittelbar wenigstens
eine Photoaktivlage mit einem photoaktiven Material und/oder danach mittelbar oder
unmittelbar wenigstens eine Transportlage und/oder danach mittelbar oder unmittelbar
wenigstens eine Backelektrodenlage und/oder danach mittelbar oder unmittelbar wenigstens
eine Verkapselungslage, wobei zwischen transparenter Frontelektrodenlage und Backelektrodenlage
vorteilhaft eine Spannung anlegbar ist.
[0063] Denkbar ist, dass dabei auf die Transportlage und die Trägerstrukturlage verzichtet
wird. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise eine besonders dünne Ausführungsform
möglich ist. Nachteilig ist die jedoch, da die Transportlage zur Aufrechterhaltung
der Ladungstrennung besonders gute Eigenschaften aufweist. Zudem ist es denkbar, dass
das photoaktive Material ohne eine stabilisierende Trägerstrukturlage seine Wirkung
einbüßt. Für die Trägerstrukturlage sind beispielsweise Gläser, PMMA, Metallfolien,
Plastikfolien denkbar. Für die Transportlage sind negative und positive Ausbildungen
aus organischen und/oder anorganischen Stoffen denkbar. Sie haben die Aufgabe, die
Elektronen besser zu transportieren.
[0064] Vorteilhaft ist die Verkapselungslage als elektrische Isolationslage, beispielsweise
aus einem Kunststoff, ausgebildet. Wenn die Photovoltaikschicht an eine weitere Schicht
angrenzt, die an einer der Photovoltaikschicht zugewandten Seite eine Verkapselungslage
aufweist, kann die Photovoltaikschicht vorteilhafterweise an der der weiteren Schicht
zugewandten Seite ohne Verkapselungslage ausgestaltet sein. Dadurch ist eine besonders
materialsparende und schnelle Herstellung möglich.
[0065] Die zur Backelektrode angrenzende Verkapselungslage weist vorteilhaft eine Dicke
zwischen 500 nm und 250 µm auf. Die Backelektrodenlage weist vorteilhaft eine Dicke
zwischen 100 nm und 15 µm auf. Die Transportlage weist vorteilhaft eine Dicke zwischen
50 nm und 5 µm auf. Die Photoaktivlage weist vorteilhaft eine Dicke zwischen 50 nm
und 5 µm auf. Die Trägerstrukturlage weist vorteilhaft eine Dicke zwischen 100 nm
und 5 µm auf. Die Frontelektrodenlage weist vorteilhaft eine Dicke zwischen 100 nm
und 5 µn auf. Die zur Frontelektrode angrenzende Verkapselungslage weist vorteilhaft
eine Dicke zwischen 20 µm und 250 µm auf.
[0066] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Photovoltaikschicht als
zumindest bereichsweise transluzente, insbesondere transparente, Schicht ausgebildet,
insbesondere derart, dass senkrecht zur Regalbodenebene die wenigstens eine Photovoltaikschicht
unmittelbar auf die wenigstens Leuchtschicht folgt. Dies ist vorteilhaft, da auf diese
Weise die Photovoltaikschicht dem eingestrahlten Licht zugewandt werden kann. Wenn
die Photovoltaikschicht transparent ausgebildet ist, kann sie bei Abnahme des einstrahlenden
Lichtes zum Beispiel in der Abenddämmerung als durchlässige Schicht für das Licht
der Leuchtschicht Verwendung finden.
[0067] Dabei ist denkbar, dass eine Durchkontaktierung zwischen der Photovoltaikschicht
und einer Energiespeicherschicht durch die Beleuchtungsschicht hindurch das Übertragen
der in der Photovoltaikschicht erzeugten elektrischen Energie in die Energiespeicherschicht
ermöglicht. Eine weitere Kontaktierung ermöglicht vorteilhaft das Freisetzen der in
der Energiespeicherschicht gespeicherten Energie für die Versorgung der Leuchtschicht.
[0068] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die wenigstens eine Photovoltaikschicht
opak ausgebildet. Dies ist besonders vorteilhaft, da Photovoltaikschichten, die nicht
transparent ausgebildet sind, einen größeren Wirkungsgrad gegenüber transparenten
Photovoltaikschichten aufweisen.
[0069] Die Photovoltaikschicht und die Leuchtschicht können entlang der Regalbodenebene
nebeneinander oder ineinander angeordnet sein, damit sie sich nicht gegenseitig bei
einer Lichtaufnahme, beziehungsweise Lichtabgabe senkrecht zur Regalbodenebene behindern.
Nachteilig dabei ist, dass nicht jeweils die ganze Fläche des Regalbodens für die
Photovoltaikschicht und die Leuchtschicht zur Verfügung steht. Vorteilhaft ist, dass
eine Energiespeicherschicht sowohl angrenzend zu der Photovoltaikschicht als auch
angrenzend zu der Leuchtschicht angeordnet werden kann, was einen besonders effizienten
Energietransport ermöglicht.
[0070] Die zumindest eine Photovoltaikschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
an einer der zumindest einen Leuchtschicht abgewandten Seite der zumindest einen Induktionsschicht
angeordnet ist. Dadurch kann die Photovoltaikschicht ungehindert von einer Seite der
Induktionsschicht auf den Regalboden treffendes Licht aufnehmen, und die Leuchtschicht
kann auf der anderen Seite der Induktionsschicht ungehindert Licht abgeben.
[0071] Die zumindest eine Photovoltaikschicht ist vorzugsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
zwischen zwei Leuchtschichten angeordnet ist und/oder zumindest bereichsweise transluzent,
insbesondere transparent. Durch diese Ausgestaltungen kann der Regalboden Waren über
und unter dem Regalboden beleuchten. Wenn die Photovoltaikschicht bereichsweise transluzent
ist, ist vorzugsweise zumindest ein entlang der Regalbodenebene zentraler Bereich
der Photovoltaikschicht transluzent. Nicht-transluzente Komponenten der Photovoltaikschicht,
beispielsweise Elektroden, können beispielsweise außerhalb eines transluzenten Bereichs,
vorzugsweise außerhalb des zentralen Bereichs der Photovoltaikschicht, angeordnet
sein.
[0072] Die Erfindung betrifft einen Regalkorpus für ein erfindungsgemäßes Regalsystem und
ein erfindungsgemäßes Regalsystem mit einem erfindungsgemäßes Regalkorpus.
[0073] Der Regalkorpus umfasst zumindest ein Haltemittel zur lösbaren Halterung des zumindest
einen Regalbodens des Regalsystems an dem Regalkorpus und zumindest eine Übertragungsvorrichtung
zur induktiven Energieübertragung an die zumindest eine Induktionsschicht des zumindest
einen Regalbodens des Regalsystems.
[0074] Die bereits im Zusammenhang mit dem Regalsystem beschriebenen Merkmale des Regalkorpus
können die dort beschriebenen Wirkungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten haben.
[0075] Die zumindest eine Übertragungsvorrichtung umfasst vorzugsweise zumindest eine eine
Mehrzahl von zueinander parallelen Materiallagen mit voneinander unterschiedlichen
Materialzusammensetzungen umfassende Induktionsschicht zur elektrischen Erzeugung
eines Magnetfelds.
[0076] Die Induktionsschicht umfasst zumindest eine Induktionsspule aus einem elektrisch
leitfähigen Material, insbesondere einem Metall oder einer Metalllegierung, und eine
elektrisch isolierende Ummantelung der Induktionsspule. Die Ummantelung umfasst beispielsweise
einen Kunststoff. Die Induktionsschicht umfasst vorzugsweise eine Regelvorrichtung
zur Regelung des induzierten Stroms und/oder der induzierten Spannung.
[0077] Die zumindest eine Übertragungsvorrichtung ist vorzugsweise in das zumindest eine
Haltemittel integriert, wobei das Haltemittel zur Unterstützung zumindest eines Randbereichs
des zumindest einen Regalbodens ausgelegt und bevorzugt zumindest bereichsweise transluzent
ist.
[0078] Vorzugsweise ist die zumindest eine Induktionsspule der zumindest einen Induktionsschicht
des zumindest einen Regalbodens des Regalsystems für eine koaxiale Anordnung zu der
zumindest einen Induktionsspule der Übertragungsvorrichtung angeordnet. Dadurch wird
eine besonders effiziente Energieübertragung bewirkt.
[0079] Die zumindest eine Induktionsspule der zumindest einen Induktionsschicht des zumindest
einen Regalbodens ist vorzugsweise in einem Randbereich des Regalbodens, insbesondere
in einem Eckbereich des Regalbodens, angeordnet. Dadurch kann ein Haltemittel den
Regalboden in dem Randbereich effizient unterstützen und mit einer integrierten Übertragungsvorrichtung
effizient Energie übertragen.
[0080] Insbesondere können mehrere Induktionsspulen in mehreren Randbereichen oder Eckbereichen
des Regalbodens angeordnet sein, um eine effiziente Energieübertragung unabhängig
von einer Orientierung des Regalbodens relativ zum Regalkorpus zu ermöglichen.
[0081] Das zumindest eine Haltemittel umfasst vorzugsweise zumindest eine zumindest bereichsweise
transluzente Schutzhülle zur Aufnahme des zumindest einen Regalbodens. Die Schutzhülle
bewirkt eine zuverlässige Halterung und einen Schutz des Regalbodens, beispielsweise
vor mechanischen Belastungen, insbesondere durch die auf dem Regalboden ausgestellten
Waren.
[0082] Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren für einen erfindungsgemäßen Regalboden.
Das Herstellungsverfahren umfasst ein Bereitstellen eines flächigen Trägerelements
für den Regalboden, wobei das Trägerelement insbesondere wie zum erfindungsgemäßen
Regalboden beschrieben ausgestaltet sein kann.
[0083] Das Herstellungsverfahren umfasst ein Siebdrucken der zumindest einen Leuchtschicht,
der zumindest einen Induktionsschicht, bevorzugt zumindest einer Energiespeicherschicht,
bevorzugt zumindest einer Photovoltaikschicht und bevorzugt zumindest einer Verkapselungsschicht
des Regalbodens auf das Trägerelement.
[0084] Die Schichten können insbesondere wie zum erfindungsgemäßen Regalboden beschrieben
ausgestaltet sein. Vorzugsweise werden alle Schichten des Regalbodens durch Siebdrucken
hergestellt. Insbesondere können auch zum Betrieb des Regalbodens notwendige elektrische
Verbindungen zwischen den Schichten und/oder innerhalb der Schichten des Regalbodens
durch Siebdrucken hergestellt werden. Besonders bevorzugt wird der gesamte Regalboden
bis auf das Trägerelement durch Siebdrucken hergestellt.
[0085] Grundsätzlich können die Materialien zur Erzeugung der Schichten als Pasten bereitgestellt
werden, welche mit einem Siebdruckverfahren aufgebracht werden. Der Vorteil des Siebdruckverfahrens
ist, dass die Schichten sehr schnell und kostengünstig aufgetragen werden können.
Geschwindigkeiten von bis zu 400 m
2 pro Stunde sind mit einer entsprechenden Druckmaschine möglich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0086] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften der Erfindung werden anhand nachfolgender
Beschreibung und anliegender Zeichnungen erläutert, in welchen beispielhaft erfindungsgemäße
Gegenstände dargestellt sind. Merkmale, welche in den Figuren wenigstens im Wesentlichen
hinsichtlich ihrer Funktion übereinstimmen, können hierbei mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet sein, wobei diese Merkmale nicht in allen Figuren beziffert und erläutert
sein müssen.
Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Regalsystems.
Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene eines
erfindungsgemäßen Regalbodens.
Figur 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene eines
weiteren erfindungsgemäßen Regalbodens.
Figur 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene einer
Leuchtschicht eines erfindungsgemäßen Regalbodens.
Figur 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene einer
Induktionsschicht eines erfindungsgemäßen Regalbodens.
Figur 6 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene einer
Energiespeicherschicht eines erfindungsgemäßen Regalbodens.
Figur 7 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene einer
Photovoltaikschicht eines erfindungsgemäßen Regalbodens.
Fig.1
[0087] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Regalsystems 300
zur Ausstellung von Waren (nicht dargestellt) mit zumindest einem sich flächig entlang
einer Regalbodenebene RE erstreckenden Regalboden 200 zur Ablage der Waren darauf
und einem Regalkorpus 100 zur Aufnahme des Regalbodens 200, wobei der zumindest eine
Regalboden 200 mit zumindest einem Haltemittel 110 lösbar an dem Regalkorpus 100 gehalten
ist.
[0088] Der Regalkorpus 100 ist beispielsweise quaderförmig und hohl mit zumindest einer
offenen oder transparenten Seitenfläche zur Betrachtung der in dem Regalsystem ausgestallten
Waren.
[0089] Der zumindest eine Regalboden 200 ist beispielsweise ebenfalls quaderförmig und liegt
auf einer Anzahl von als Vorsprünge ausgebildeten Haltemitteln 110 des Regalkorpus
100 auf.
[0090] Der zumindest eine Regalboden 200 umfasst zumindest eine elektrische Leuchtschicht
zur Beleuchtung der Waren und zumindest eine Induktionsschicht zur induktiven Gewinnung
elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschicht. Die einzelnen Schichten des
Regalbodens 200 sind in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0091] Der Regalkorpus 100 umfasst zumindest eine Übertragungsvorrichtung 130 zur induktiven
Energieübertragung an die zumindest eine Induktionsschicht des zumindest einen Regalbodens
200. Beispielsweise kann jeweils eine Übertragungsvorrichtung 130 in ein Haltemittel
110 zur Halterung eines Regalbodens 200 integriert sein.
[0092] Das Regalsystem kann zumindest einen Sensor 340, beispielsweise einen RFID-Scanner,
zur Identifikation von auf und/oder unter dem zumindest einen Regalboden 200 des Regalsystems
300 angeordneten Waren und zumindest eine kommunikativ mit dem zumindest einen Sensor
340 und der zumindest einen Leuchtschicht verbundene Steuereinheit 350 zur automatischen
Steuerung der zumindest einen Leuchtschicht 210 des zumindest einen Regalbodens 200
abhängig von den identifizierten Waren umfassen.
Fig.2
[0093] Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE eines erfindungsgemäßen Regalbodens 200 für ein erfindungsgemäßes Regalsystem 300.
Der Regalboden 200 erstreckt sich flächig entlang einer Regalbodenebene RE und umfasst
zumindest zwei elektrische Leuchtschichten 210, beispielsweise Elektrolumineszenz-Schichten,
zur Beleuchtung in dem Regalsystem 300 ausgestellter Waren und eine Induktionsschicht
230, insbesondere mit zumindest einer Induktionsspule in einer isolierenden Ummantelung,
zur induktiven Gewinnung elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschichten 210.
[0094] Die Leuchtschichten 210 und die Induktionsschicht 230 umfassen jeweils eine Mehrzahl
von entlang der Regalbodenebene RE ausgerichteten Materiallagen (durch Schraffur dargestellt)
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
[0095] Zum Betrieb des Regalbodens 200 notwendige elektrische Verbindungen zwischen den
Schichten und/oder innerhalb der Schichten des Regalbodens 200 sind hier und in den
folgenden Figuren der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0096] Die Induktionsschicht 230 ist beispielsweise senkrecht zu der Regalbodenebene RE
zwischen den Leuchtschichten 210 angeordnet.
Fig.3
[0097] Figur 3 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE eines weiteren erfindungsgemäßen Regalbodens 200.
[0098] Zusätzlich zu den Schichten des Regalbodens 200 aus Figur 2 kann der in Figur 3 dargestellte
Regalboden 200 folgende Schichten umfassen:
[0099] Der dargestellte Regalboden 200 umfasst eine eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene
RE ausgerichteten Materiallagen (durch Schraffur dargestellt) mit voneinander unterschiedlichen
Materialzusammensetzungen umfassende und beispielsweise als Superkondensator ausgestaltete
Energiespeicherschicht 220 zur Speicherung von durch die Induktionsschicht 230 gewonnener
elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschichten 210.
[0100] Die Energiespeicherschicht 220 ist beispielsweise senkrecht zu der Regalbodenebene
RE zwischen den Leuchtschichten 210 angeordnet.
[0101] Der dargestellte Regalboden 200 umfasst ein sich flächig entlang der Regalbodenebene
RE erstreckendes Trägerelement 260, auf das die Leuchtschichten 210, die Induktionsschicht
230 und die Energiespeicherschicht 220 aufgebracht sind. Das Trägerelement 260 umfasst
beispielsweise eine Scheibe aus Glas oder einem zumindest transluzenten Kunststoff.
[0102] Der dargestellte Regalboden 200 umfasst eine Verkapselungsschicht 270, beispielsweise
aus einem zumindest transluzenten Kunststoff, zum Schutz der Leuchtschichten 210,
der Induktionsschicht 230 und der Energiespeicherschicht 220 vor Umwelteinflüssen.
Fig.4
[0103] Figur 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE einer beispielsweise als OLED ausgestalteten Leuchtschicht 210 eines erfindungsgemäßen
Regalbodens 200, umfassend mehrere entlang der Regalbodenebene RE ausgerichtete Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
[0104] Die dargestellte Leuchtschicht 210 umfasst beispielsweise eine Anodenlage 211, bestehend
beispielsweise aus Indium-Zinnoxid, und eine sich daran anschließenden Lochleitungslage
212. An die Lochleitungslage 212 schließt sich eine Farbstofflage 213 an, die einen
organischen Farbstoff enthält. Den Abschluss der dargestellten Leuchtschicht 210 bildet
eine Kathodenlage 214, bestehend aus einem Metall, wie zum Beispiel Calcium oder Barium.
Der Farbstoff kann beispielsweise ein Derivat von Poly(p-phenylen-vinyl) umfassen.
Fig.5
[0105] Figur 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE einer Induktionsschicht 230 eines erfindungsgemäßen Regalbodens 200, umfassend
mehrere entlang der Regalbodenebene RE ausgerichtete Materiallagen mit voneinander
unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
[0106] Die dargestellte Induktionsschicht 230 umfasst beispielsweise eine Induktionsspule
231, beispielsweise aus einem Metall, und eine elektrisch isolierende Ummantelung
232, beispielsweise aus einem Kunststoff, zumindest senkrecht zur Regalbodenebene
RE über und unter der Induktionsspule 231.
Fig.6
[0107] Figur 6 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE einer Energiespeicherschicht 220 eines erfindungsgemäßen Regalbodens 200, umfassend
mehrere entlang der Regalbodenebene RE ausgerichtete Materiallagen mit voneinander
unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
[0108] Die beispielsweise als Superkondensator ausgebildete Energiespeicherschicht 220 umfasst
zum Beispiel zwei Elektrodenlagen 222, dazwischen eine Separatorlage 221 mit einem
Elektrolyten und an den Außenseiten je eine als elektrischer Isolator ausgebildete
Verkapselungslage 223, beispielsweise aus einem Kunststoff.
[0109] Die Elektrodenlage 222 umfassen beispielsweise Kohlenstoff und/oder ein elektrisch
leitfähiges Polymer. Die Verkapselungslagen 223 umfassen beispielsweise einen elektrisch
isolierenden Kunststoff. Die Separatorlage 221 umfasst beispielsweise einen porösen
Kunststoff. Der Elektrolyt umfasst beispielsweise eine organische Elektrolytlösung.
Fig.7
[0110] Figur 7 zeigt eine schematische Schnittdarstellung senkrecht zur Regalbodenebene
RE einer Photovoltaikschicht 280 eines erfindungsgemäßen Regalbodens 200, umfassend
mehrere entlang der Regalbodenebene RE ausgerichtete Materiallagen mit voneinander
unterschiedlichen Materialzusammensetzungen.
[0111] Die Photovoltaikschicht 280 ist beispielsweise als Dünnschichtsolarzelle ausgestaltet,
umfassend beispielsweise mikrokristallines Silicium (µc-Si:H) als photoaktives Material.
[0112] Die Photovoltaikschicht 280 umfasst beispielsweise senkrecht zur Regalbodenebene
RE übereinander eine transluzente Frontelektrodenlage 281 und danach eine Photoaktivlage
282 mit dem photoaktiven Material und danach eine Backelektrodenlage 283.
[0113] Den Abschluss der Photovoltaikschicht 280 senkrecht zur Regalbodenebene RE bildet
beispielsweise jeweils eine elektrisch isolierende Verkapselungslage 223, beispielsweise
aus einem Kunststoff.
Liste der Bezugszeichen
| 100 |
Regalkorpus |
230 |
Induktionsschicht |
| 110 |
Haltemittel |
231 |
Induktionsspule |
| 130 |
Übertragungsvorrichtung |
232 |
Ummantelung |
| 200 |
Regalboden |
260 |
Trägerelement |
| 210 |
Leuchtschicht |
270 |
Verkapselungsschicht |
| 211 |
Anodenlage |
280 |
Photovoltaikschicht |
| 212 |
Lochleitungslage |
281 |
Frontelektrodenlage |
| 213 |
Farbstofflage |
282 |
Photoaktivlage |
| 214 |
Kathodenlage |
283 |
Backelektrodenlage |
| 220 |
Energiespeicherschicht |
300 |
Regalsystem |
| 221 |
Separatorlage |
340 |
Sensor |
| 222 |
Elektrodenlage |
350 |
Steuereinheit |
| 223 |
Verkapselungslage |
RE |
Regalbodenebene |
1. Regalsystem (300) zur Ausstellung von Waren mit
a) zumindest einem sich flächig entlang einer Regalbodenebene (RE) erstreckenden Regalboden
(200) zur Ablage der Waren darauf und
b) zumindest einem Regalkorpus (100) zur Aufnahme des Regalbodens (200),
c) wobei der zumindest eine Regalboden (200) mit zumindest einem Haltemittel (110)
lösbar an dem Regalkorpus (100) gehalten ist und
d) zumindest eine elektrische Leuchtschicht (210) zur Beleuchtung der Waren umfasst,
e) wobei der zumindest eine Regalboden (200) zumindest eine Induktionsschicht (230)
zur induktiven Gewinnung elektrischer Energie zur Versorgung der Leuchtschicht (210)
umfasst, und
f) wobei der Regalkorpus (100) zumindest eine Übertragungsvorrichtung (130) zur induktiven
Energieübertragung an die zumindest eine Induktionsschicht (230) des zumindest einen
Regalbodens (200) umfasst,
g) wobei die zumindest eine Leuchtschicht (210) und die zumindest eine Induktionsschicht
(230) jeweils eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene (RE) ausgerichteten Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen umfassen dadurch gekennzeichnet, dass
h) die zumindest eine Leuchtschicht (210) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) über
oder unter der zumindest einen Induktionsschicht (230) angeordnet ist,
wobei die zumindest eine Induktionsschicht (230)
i) zwischen zwei Leuchtschichten (210) angeordnet ist und/oder
j) zumindest bereichsweise transluzent ist.
2. Regalsystem (300) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Regalboden (200) eine Vielzahl von untereinander austauschbaren
Regalböden (200) umfasst.
3. Regalsystem (300) nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
a) zumindest einen Sensor (340) zur Detektion und bevorzugt Identifikation von auf
und/oder unter dem zumindest einen Regalboden (200) des Regalsystems (300) angeordneten
Waren und
b) zumindest eine kommunikativ mit dem zumindest einen Sensor (340) und der zumindest
einen Leuchtschicht (210) verbundene Steuereinheit (350) zur automatischen Steuerung
der zumindest einen Leuchtschicht (210) des zumindest einen Regalbodens (200) abhängig
von den detektierten und bevorzugt identifizierten Waren.
4. Regalboden (200) für ein Regalsystem (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
a) wobei sich der Regalboden (200) flächig entlang einer Regalbodenebene (RE) erstreckt
und
b) zumindest eine elektrische Leuchtschicht (210) zur Beleuchtung in dem Regalsystem
(300) ausgestellter Waren und,
c) zumindest eine Induktionsschicht (230) zur induktiven Gewinnung elektrischer Energie
zur Versorgung der Leuchtschicht (210) umfasst,
d) wobei die zumindest eine Leuchtschicht (210) und die zumindest eine Induktionsschicht
(230) jeweils eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene (RE) ausgerichteten Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass
e) die zumindest eine Leuchtschicht (210) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) über
oder unter der zumindest einen Induktionsschicht (230) angeordnet ist,
wobei die zumindest eine Induktionsschicht (230)
f) zwischen zwei Leuchtschichten (210) angeordnet ist und/oder
g) zumindest bereichsweise transluzent ist.
5. Regalboden (200) nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
zumindest eine eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene (RE) ausgerichteten Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen umfassende Energiespeicherschicht
(220) zur Speicherung von durch die Induktionsschicht (230) gewonnener elektrischer
Energie zur Versorgung der Leuchtschicht (210).
6. Regalboden (200) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Energiespeicherschicht (220)
a) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) zwischen der zumindest eine Induktionsschicht
(230) und der zumindest einen Leuchtschicht (210) angeordnet ist,
b) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) zwischen zwei Leuchtschichten (210) angeordnet
ist und/oder
c) zumindest bereichsweise transluzent ist.
7. Regalboden (200) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
gekennzeichnet durch
a) zumindest ein sich flächig entlang der Regalbodenebene (RE) erstreckendes Trägerelement
(260), auf das die zumindest eine Leuchtschicht (210), die zumindest eine Induktionsschicht
(230) und bevorzugt zumindest eine Energiespeicherschicht (220) aufgebracht sind,
und/oder
b) zumindest eine Verkapselungsschicht (270) zum Schutz der zumindest einen Leuchtschicht
(210), der zumindest einen Induktionsschicht (230) und bevorzugt zumindest einer Energiespeicherschicht
(220) vor Umwelteinflüssen,
c) wobei das Trägerelement (260) und/oder die Verkapselungsschicht (270) zumindest
bereichsweise transluzent ist.
8. Regalboden (200) nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
gekennzeichnet durch
zumindest eine eine Mehrzahl von entlang der Regalbodenebene (RE) ausgerichteten Materiallagen
mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen umfassende Photovoltaikschicht
(280) zur Versorgung der zumindest einen Leuchtschicht (210) mit elektrischer Energie.
9. Regalboden (200) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Photovoltaikschicht (280)
a) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) an einer der zumindest einen Leuchtschicht
(210) abgewandten Seite der zumindest einen Induktionsschicht (230) angeordnet ist,
b) senkrecht zu der Regalbodenebene (RE) zwischen zwei Leuchtschichten (210) angeordnet
ist und/oder
c) zumindest bereichsweise transluzent ist.
10. Regalsystem (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Übertragungsvorrichtung (130) zumindest eine eine Mehrzahl von
zueinander parallelen Materiallagen mit voneinander unterschiedlichen Materialzusammensetzungen
umfassende Induktionsschicht (230) zur elektrischen Erzeugung eines Magnetfelds umfasst.
11. Regalsystem (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Übertragungsvorrichtung (130) in das zumindest eine Haltemittel
(110) integriert ist, wobei das Haltemittel (110) zur Unterstützung zumindest eines
Randbereichs des zumindest einen Regalbodens (200) ausgelegt und bevorzugt zumindest
bereichsweise transluzent ist.
12. Herstellungsverfahren für einen Regalboden (200) nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
gekennzeichnet durch folgende Schritte
a) Bereitstellen eines flächigen Trägerelements (260) für den Regalboden (200) und
b) Siebdrucken der zumindest einen Leuchtschicht (210), der zumindest einen Induktionsschicht
(230), bevorzugt zumindest einer Energiespeicherschicht (220), bevorzugt zumindest
einer Photovoltaikschicht (280) und bevorzugt zumindest einer Verkapselungsschicht
(270) des Regalbodens (200) auf das Trägerelement (260).